Fragen, wie die Klimatologen vergessen konnten, dass die Sonne scheint: Antworten hier!

Lord Christopher Monckton of Brenchley

Regelmäßige Leser von WUWT und EIKE werden wissen, dass mein Team aus angesehenen Klimatologen und Regelungstheoretikern vor einigen Jahren entdeckt hat, dass die Klimatologie an einem entscheidenden Punkt ihrer Berechnungen über die von uns Menschen verursachte Erwärmung vergessen hatte, dass die Sonne scheint.

Der Fehler der Klimaforscher ist auf eine interdisziplinäre Aufteilung zurückzuführen. Sie entlehnten Rückkopplungsrechnungen aus der Regelungstheorie, einem ausgereiften Zweig der technischen Physik, ohne jedoch zu verstehen, was sie sich da entliehen hatten.

Ihr Irrtum war so groß, dass nach der Korrektur die nahezu sichere Tatsache einer zukünftigen globalen Erwärmung – groß genug, um katastrophal zu sein – verschwindet, und mit ihr der geschmacklose Begriff des „Klimanotstands“.

Die Klimaaktivisten hassen unser Ergebnis nicht, weil es falsch ist, sondern weil es richtig ist. Es ist, um es einmal so zu sagen, eine unbequeme Wahrheit. Sie haben Überstunden gemacht, um zu versuchen, es zu vertuschen, nicht zuletzt, indem sie ungeschickte, ungenaue, ignorante, maßlose oder inspirierende Kommentare dazu in den Diskussionssträngen hier schreiben.

Auch die ungebildeten Fachzeitschriften der Klima-„Wissenschaft“ tun ihr Möglichstes, um zu verhindern, dass unsere Arbeit ordnungsgemäß begutachtet, geschweige denn veröffentlicht wird. Die Zeitschrift, an die wir es zuletzt – vor weit über einem Jahr – geschickt haben, wirbt damit, dass die durchschnittliche Zeit von der Einreichung bis zur Entscheidung weniger als drei Monate beträgt. Wir haben vier- oder fünfmal länger gewartet als das.

Das allgemeine Chaos, das durch das chinesische Virus verursacht wurde, ist zu verschmerzen. Da die Pandemie nun aber endemisch geworden ist, ist es an der Zeit, dass die Fachzeitschriften ihre Arbeit fortsetzen. Eine kürzlich an den Herausgeber der Zeitschrift gerichtete höfliche Mahnung blieb jedoch völlig unbeantwortet. Das ist, gelinde gesagt, unhöflich und unprofessionell. Die Gerichte werden zu gegebener Zeit zu entscheiden haben, ob dies auch korrupt ist.

Gary Pearse schrieb in einem Kommentar zu meinem jüngsten Beitrag über die Verlängerung der neuen Pause auf siebeneinhalb Jahre, in dem ich einige Aspekte unserer Forschung erläuterte:

Christopher, das ist ein Juwel von einer Erklärung Ihrer These, und ich wünschte, andere könnten einen solchen Prüfstein für ihre technische Kritik an anderen Aspekten des Betrugs finden. Ich bin Ingenieur und hatte daher keine Probleme, die Idee so zu verstehen, wie sie ursprünglich präsentiert wurde, aber die große Mehrheit versteht sie nicht. Das sind die Menschen, die wir nicht erreichen!

In diesem Beitrag werde ich versuchen, es Gary gleichzutun und die Menschen zu erreichen, die wir nicht erreichen. Es wird mir nicht gelingen, alle von ihnen zu erreichen. Einige sind entschlossen, nicht erreicht zu werden, unabhängig von der bloßen Wahrheit.

Ich schlage vor, einige der Fragen zu beantworten, die zu unserem Ergebnis aufgeworfen wurden. Aber die Rückkopplungstheorie ist nicht einfach. Wenn Sie nicht technisch versiert sind, werden Sie vielleicht hier und da Schwierigkeiten haben. Ich werde jedoch mein Bestes tun, um alles auf einfache Berechnungen zu beschränken und die notwendigen Konzepte zu erklären.

Wie kann man beweisen, dass die Klimatologie vergessen hat, dass die Sonne scheint?

Eine der frühesten Methoden zur Schätzung der Gleichgewichts-Sensitivität bei einer CO2-Verdoppelung – also der Erwärmung, die durch einen Strahlungsantrieb verursacht wird, der einer Verdopplung des CO2 in der Luft entspricht – bestand darin, die Entwicklung im Jahr 1850 zu betrachten, bevor wir die globale Temperatur stark beeinflusst hatten, die sich damals im Gleichgewicht befand: Danach würde es 80 Jahre lang keinen Trend zur globalen Erwärmung geben.

Im Jahr 1984 führte James Hansen von der NASA, gefolgt von Michael Schlesinger im Jahr 1988, Lacis (ebenfalls von der NASA) in den Jahren 2010 und 2013 und unzähligen anderen, die folgende grobe Berechnung durch:

Die direkte Erwärmung durch die natürlich vorkommenden, nicht kondensierenden Treibhausgase betrug bis 1850 etwa 8 K. Der gesamte natürliche Treibhauseffekt betrug jedoch 32 K. Es handelte sich um die Differenz zwischen der globalen mittleren Oberflächentemperatur von 287 K im Jahr 1850 und der Emissionstemperatur von 255 K, die in Oberflächennähe herrschen würde, wenn sich zu Beginn überhaupt keine Treibhausgase in der Luft befinden würden, einfach weil die Sonne scheint.

Die Differenz von 24 K zwischen dem natürlichen Treibhauseffekt von 32 K und der Referenzsensitivität von 8 K für vorindustrielle Treibhausgase ist die Rückkopplungsreaktion der Temperatur.

Die Rückkopplung ist eine zusätzliche Erwärmung, die vor allem durch mehr Wasserdampf, das kondensierende Treibhausgas, in der wärmeren Luft verursacht wird. Sie ist abhängig von und proportional zu der direkten Temperatur, die sie hervorgerufen hat.

Daher gingen Hansen, Schlesinger, Lacis und viele, viele andere davon aus, dass der Systemverstärkungsfaktor – das Verhältnis zwischen der End- oder Gleichgewichtserwärmung nach Berücksichtigung der Rückkopplung und der direkten oder Referenzerwärmung vor Berücksichtigung der Rückkopplung – etwa 32/8, also 4 betragen muss.

Falsch!

Die direkte Erwärmung bei einer CO2-Verdoppelung (Referenzsensitivität bei verdoppeltem CO2, RCS) beträgt 1 K. Die Klimatologie geht implizit davon aus (aus gutem Grund, wie sich herausstellt), dass der Systemverstärkungsfaktor heute in etwa dem von 1850 entspricht. Auf der Grundlage, dass der Systemverstärkungsfaktor 1850 32/8 oder 4 betrug, wird angenommen, dass die endgültige Erwärmung bei verdoppeltem CO2 (die Gleichgewichtsempfindlichkeit oder ECS) wahrscheinlich 4 K betragen wird.

Auch das ist falsch.

Die ECS von 4 K war die Schlussfolgerung von Hansen (1984), und sie ist auch heute noch die Schlussfolgerung der Klimatologie: die mittlere ECS, die von den CMIP6-Modellen projiziert wird, beträgt 3,9 K (Zelinka et al. 2020 supp.).

Doch wie meine monatlichen Beiträge über die jüngste von vielen Pausen in der globalen Temperaturentwicklung zeigen, ist die tatsächliche Rate der globalen Erwärmung viel geringer als ursprünglich vorhergesagt. Erstaunlicherweise liegt der Hauptgrund für die übertriebenen Vorhersagen der Klimatologie über die Erwärmung und das daraus resultierende Thermageddon darin, dass Hansen und so viele andere nach ihm einfach vergessen hatten, dass die Sonne scheint.

Zu einem bestimmten Zeitpunkt – wie etwa 1850 – müssen die damals bestehenden Rückkopplungsprozesse zwangsläufig auf jedes Grad der gesamten Referenztemperatur reagieren, die 1850 die 263 K Summe der 255 K Emissions- oder Sonnentemperatur und der 8 K Referenzempfindlichkeit war.

Daher müssen diese Rückkopplungsprozesse zu diesem Zeitpunkt streng proportional zur Größe jeder Komponente der Referenztemperatur reagieren, insbesondere einschließlich der Emissionstemperatur, und nicht nur auf die 8 K Referenzsensitivität für vorindustrielle nicht kondensierende Treibhausgase.

Wie später noch erläutert wird, bedeutet diese Forderung nach strenger Proportionalität keineswegs, dass der Systemverstärkungsfaktor während des gesamten Industriezeitalters konstant sein muss, d. h. dass das System in dieser Hinsicht ein lineares Verhalten zeigt.

Allerdings übersehen die Klimaforscher bei ihrer blitzgescheiten Berechnung von 32 / 8 = 4 die sehr große Rückkopplungsreaktion auf die Emissionstemperatur. Sie addieren sie zu der in Wirklichkeit winzigen Rückkopplungsreaktion auf die direkte Erwärmung durch Treibhausgase und zählen sie falsch, als wäre sie Teil davon. Hier ist zum Beispiel Hansen (1984):

Dieser Satz ist so aus dem Original entnommen. Auch dort finden sich statt der Zahlen nur leere Felder. A. d. Übers.]

Hansen führt weiter aus, dass die Emissionstemperatur 255 K und die heutige Temperatur 288 K beträgt, woraus sich der aktuelle Treibhauseffekt von 33 K ergibt.

Der Systemverstärkungsfaktor für 1850, der sich aus den recht gut gesicherten Daten für 1850 ableiten lässt, muss nicht nur auf die 8-K-Referenzempfindlichkeit gegenüber Treibhausgasen, sondern auch auf die Rückkopplung auf die 255-K-Emissionstemperatur selbst angewandt werden – wird er aber nicht.

Der Systemverstärkungsfaktor im Jahr 1850 war nicht 32 / 8 = 4, sondern (255 + 32) / (255 + 8) = 1,09. An dieser einfachen Korrektur, über die die Trolle peinlich genau und feige geschwiegen haben, lässt sich das ganze Ausmaß des Fehlers der Klimatologie erkennen.

Da die RCS knapp über 1 K liegt, ist die ECS nicht die 4 K, die sich Hansen vorstellte und die sich die meisten CMIP6-Modelle auch heute noch vorstellen: Sie beträgt harmlose 1,1 bis 1,2 K. Ende des Klima-„Notstands“.

Hätten sich die Klimatologen also daran erinnert, dass die Sonne scheint, hätten sie erkannt, dass, da die 255 K Emissionstemperatur etwa das 30-fache der 8 K Referenzsensitivität für vorindustrielle, nicht kondensierende Treibhausgase ist, fast die gesamte Rückkopplungsreaktion von 24 K, die die Klimatologie den Treibhausgasen zuschreibt – tatsächlich etwa 23,3 K davon – in Wirklichkeit der Tatsache zuzuschreiben ist, dass die Sonne scheint (außer in Schottland). Nur 0,7 K sind Rückkopplungsreaktionen auf die vorindustriellen, nicht kondensierenden Treibhausgase.

An diesem Ergebnis für das Jahr 1850 gibt es keinen Zweifel. Hansen, Schlesinger, Lacis und viele, viele andere, darunter auch ich in meiner ersten von Fachleuten begutachteten Arbeit über die Klimasensitivität, haben genau denselben Fehler gemacht. Wir lagen alle einfach falsch. Daran gibt es keinen Zweifel. Ups!

Ich hatte den Fehler gemacht, weil ich Sir John Houghton, den damaligen wissenschaftlichen Vorsitzenden des IPCC, gefragt hatte, warum die Klimatologie sich einbildete, dass die Rückkopplungsreaktion entgegen dem gesunden Menschenverstand nicht nur größer war als die Referenzsensitivität, die sie hervorrief, sondern dreimal so groß.

Sir John hatte geantwortet, dass 1850 die Rückkopplungsreaktion auf die direkte Erwärmung von 8 K durch vorindustrielle, nicht kondensierende Treibhausgase 24 K betrug, so dass der natürliche Treibhauseffekt 32 K betrug, woraufhin der Systemverstärkungsfaktor 32 / 8 oder 4 betrug, so dass die ECS damals wie heute das Drei- bis Vierfache der RCS von 1 K betrug.

Sir John lag falsch. Und zwar so sehr, dass der IPCC (2013) zwar etwa 1100 Mal „Rückkopplung“ erwähnt, man aber unter den heutigen Bedingungen die Rückkopplung bei der Ableitung des ECS ohne großen Fehler ganz ignorieren kann. Denn ECS ist schließlich nicht das Drei- oder Vierfache von RCS. Sie ist etwa gleich groß.

Welche Auswirkungen hat die Daten-Unsicherheit auf unser Ergebnis?

Bei Anwendung der korrigierten Methode machen die Unsicherheit von ±15 K bei der Emissionstemperatur und die Unsicherheit von ±10 % bei den natürlichen und anthropogenen Referenzempfindlichkeiten (letztere von Cess et al. 1993) praktisch keinen Unterschied: Der ECS auf der Grundlage der Daten für 1850 wird auf 1,1-1,2 K begrenzt. Vergisst man jedoch die Sonne und verwendet die fehlerhafte Methode, kann der ECS für 1850 zwischen 2-6 K liegen.

Wie kann es sein, dass nach Korrektur des regelungstheoretischen Fehlers der Klimatologie ein Systemverstärkungsfaktor, der heute nur 1% größer ist als 1850, dazu führt, dass der ECS heute 250 % über dem Wert liegt, der in den Klimadaten für 1850 enthalten ist?

Der Systemverstärkungsfaktor im Jahr 1850 betrug unter Verwendung besser aufgelöster Werte als die bisher verwendeten runden Zahlen 1,095. Multipliziert man die 1,056 K RCS mit 1,095, erhält man etwa 1,2 K ECS. Erhöht man den Systemverstärkungsfaktor um 1 % auf 1,106, so erhält man vor der Fehlerkorrektur immer noch etwa 1,2 K ECS.

Wäre jedoch der heutige Systemverstärkungsfaktor nach der Fehlerkorrektur 1,106, also nur 1 % über dem Wert von 1850, dann wäre der ECS heute gleich 1,106 (263,66 K) – 287,5 K oder 4,1 K, wenn man die heutige Referenztemperatur als die Summe der 255 K Emissionstemperatur, der 7,6 K natürlichen Referenzempfindlichkeit und des RCS von 1,056 K annimmt.

Auf dieser Grundlage würde die heutige ECS, also die Differenz von 4,1 K zwischen der heutigen Gleichgewichtstemperatur von 291,6 K und der beobachteten Gleichgewichtstemperatur von 287,5 K im Jahr 1850, die aus den Daten für 1850 ableitbare ECS von 1,2 K tatsächlich um etwa 250 % übersteigen.

Die unerreichbaren Genauigkeiten, mit denen RCS und der Systemverstärkungsfaktor hier angegeben werden, werden ad experimentum angenommen, um die unverhältnismäßig große Auswirkung einer sehr kleinen Änderung des Systemverstärkungsfaktors auf ECS zu veranschaulichen, sobald der regelungstheoretische Fehler der Klimatologie korrigiert ist.

Aber allein die Tatsache, dass eine winzige Erhöhung des Systemverstärkungsfaktors, der das Maß für die Rückkopplungsreaktion ist, eine so unverhältnismäßig große Auswirkung auf die ECS haben kann, bedeutet doch, dass die derzeitigen offiziellen Schätzungen der ECS eine Möglichkeit sind, oder?

Ja, eine hohe ECS ist möglich. Nach der Korrektur des Fehlers würde man ihn jedoch nicht mehr als nahezu sicher ansehen. Die Korrektur des regelungstheoretische Fehlers in der Klimatologie hätte unter anderem folgende Konsequenzen:

Erstens verschwindet die Beinahe-Gewissheit einer apokalyptischen Erwärmung, auf die sich die öffentliche Politik derzeit stützt. Diese Beinahe-Gewissheit war ein Artefakt des physikalischen Fehlers der Klimatologie.

Zweitens ist angesichts der Annahme, die in den mittleren Schätzungen der offiziellen Klimatologie von 4 K ECS auf der Grundlage der Daten von 1850 und 3,9 K heute implizit enthalten ist, dass der Systemverstärkungsfaktor im Industriezeitalter nahezu konstant ist, und angesichts der Tatsache, dass die globale Temperatur weiterhin nicht annähernd mit der vorhergesagten Geschwindigkeit ansteigt, ein hoher ECS doch nicht möglich.

Drittens beruhen die offiziellen Schätzungen des ECS, die auf dem regelungstheoretische Fehler der Klimatologie beruhen, auf einem derzeit geschätzten Systemverstärkungsfaktor, der so absurd groß ist, dass er nach Korrektur des Fehlers einen ECS von mehreren hundert Grad bedeuten würde. Dazu später mehr.

Viertens: Da der gegenwärtig von der Klimatologie geschätzte mittlere Systemverstärkungsfaktor von 2,2 direkt aus den mittleren Schätzungen der einzelnen Rückkopplungsstärken abgeleitet werden kann, und da selbst die fanatischsten Klimakommunisten noch nicht behaupten, dass ECS mehrere hundert Grad beträgt, sind diese Rückkopplungsstärken offenkundig überzogen.

Fünftens: Da die imaginären Rückkopplungsstärken der Klimatologie aus den Ergebnissen der allgemeinen Zirkulationsmodelle diagnostiziert werden (welche die Rückkopplungsmathematik nicht direkt einbeziehen), und da diese Rückkopplungsstärken zweifellos überhöht und ihre Intervalle unhaltbar breit sind, sind die Ergebnisse der Modelle in dieser entscheidenden Hinsicht unsolide. Sie sind daher für die Vorhersage der künftigen Erwärmung unrettbar wertlos.

Sechstens: Das Intervall des Systemverstärkungsfaktor der Klimatologie, der in den enormen, offiziell veröffentlichten Unsicherheiten der einzelnen Rückkopplungsstärken enthalten ist, reicht von eins bis unendlich. Er ist die am wenigsten gut kontrollierte Größe in der gesamten Geschichte der Physik.

Siebtens: Da die Klimatologie ihren Systemverstärkungsfaktor nicht einschränken kann, sind alle ihre Vorhersagen zur globalen Erwärmung – Vorhersagen, auf die sich wissenschaftlich ungebildete westliche Politiker stützen, die dazu verleitet wurden, ihre Volkswirtschaften im Namen der Rettung des Planeten zu zerstören – nicht besser als Ratespiele.

Können Sie mit einfachen Worten erklären, wie die Rückkopplungsschleife funktioniert?

Aber sicher doch. Betrachten Sie die Situation im Jahr 1850. Das untenstehende Systemdiagramm basiert auf einer weitaus einfacheren Formel, als sie in der Regelungstheorie verwendet wird. Die einfachere Formel, die wir unter der sorgfältigen Anleitung eines Professors für Regelungstheorie entwickelt haben, der in diesem Moment den letzten Entwurf unseres Papiers prüft, ist funktionell äquivalent zu der komplexeren Formel, die traditionell verwendet wird. Er liefert dasselbe Ergebnis für dieselben Eingaben, ist aber viel einfacher zu verstehen.

Vereinfachte Formel für die Temperatur-Rückkopplung: Die dunkelblauen Größen sind sowohl des Klimatologie-Verfahrens als auch des korrigierten Verfahrens gemeinsam; die fehlerhaften Größen der Klimatologie sind kursiv in rot und die korrigierten Größen in grün dargestellt.

Beginnen wir mit dem summativen Input-Output-Knoten (markiert mit einem „+“) am oberen Ende der Rückkopplungsschleife. Wir beginnen, wie es die Klimatologie nicht tut, mit der Tatsache, dass die Sonne scheint. Daher muss die 255-K-Emissionstemperatur als Input in die Schleife aufgenommen werden. Die Klimatologie ignoriert sie in ihrer bodenlosen Unkenntnis der Regelungstheorie völlig.

Der einzige Input, den die Klimatologie in den summativen Knotenpunkt einspeist, ist die natürliche Referenzsensitivität von 8 K, d. h. die direkte Erwärmung durch vorindustrielle, nicht kondensierende Treibhausgase.

Nun folgen wir den Pfeilen. Das Ausgangssignal der Klimatologie, das die 255 K Emissionstemperatur und deren große Rückkopplung ignoriert, ist der 32 K natürliche Treibhauseffekt. Das korrigierte Ausgangssignal ist 255 K + 32 K, die 287 K sind die globale mittlere Oberflächentemperatur im Jahr 1850.

Wenn wir die Schleife im Uhrzeigersinn in Richtung der Pfeile fortsetzen, gelangen wir in den Rückkopplungsblock. Der Rückkopplungsanteil, der Wert dieses Blocks, der zu einem bestimmten Zeitpunkt (hier 1850) als Operator behandelt wird, ist einfach der Anteil der Gleichgewichtstemperatur, der durch die Rückkopplungsreaktion dargestellt wird.

Aber auch hier ignoriert die Klimatologie den großen gelben Elefanten am Himmel und lässt die 255 KEmissionstemperatur und damit die Rückkopplungsreaktion darauf weg. Dementsprechend stellt sie sich (unsinnigerweise) vor, dass der Rückkopplungsanteil gleich 24 K / 32 K oder 0,75 ist, ein enormer Wert (explizit angegeben z. B. in Lacis et al. 2010), der in einem im wesentlichen thermostatischen System von vornherein völlig unplausibel ist.

In den letzten 810.000 Jahren (Sie sind zu jung, um sich daran zu erinnern) schwankte die von Jouzel et al. (2007) aus grönländischen Eisbohrkernen rekonstruierte globale Temperatur kaum mehr, als Ihr Thermostat zu Hause zulässt, wenn die Heizung eingeschaltet ist. Das zeigt, wie nahezu perfekt thermostatisch das Klima ist – nicht, dass Sie das glauben würden, wenn Sie die reißerischen Vorhersagen der offiziellen Klimatologie von bis zu 11 K Erwärmung in diesem Jahrhundert aufgrund unserer Emissionssünden geschluckt haben.

Der korrigierte Rückkopplungsanteil ist nicht 24 / 32, sondern 24 / (255 + 32), also 0,08. Der Fehler hat also die Klimatologie dazu verleitet, den Rückkopplungsanteil um eine Größenordnung zu überschätzen (d. h. um das Zehnfache).

Zwei wichtige Größen im Zusammenhang mit dem Rückkopplungsanteil können nun abgeleitet werden: erstens der entscheidende Systemverstärkungsfaktor, das Verhältnis des Gleichgewichtstemperatursignals nach Berücksichtigung der Rückkopplungsreaktion zum Referenztemperatursignal vor Berücksichtigung der Rückkopplungsreaktion.

Ein Troll hat versucht anzudeuten, dass der Begriff „Systemverstärkungsfaktor“ in der Regelungstheorie nicht verwendet wird. Nun, das ist er aber. Finde dich damit ab.

Wie wir gesehen haben, ist der wahre Systemverstärkungsfaktor nicht 32 / 8 oder 4, sondern (255 + 32) / (255 + 8), etwas weniger als 1,1. Der Wert der Klimatologie ist also etwa viermal so hoch wie er sein sollte.

Das ganze Ausmaß des regelungstheoretischen Fehlers in der Klimatologie wird jedoch am besten deutlich, wenn man die fehlerhafte und die korrigierte Einheitsrückkopplung vergleicht. Die Einheitsrückkopplung ist das Verhältnis der Rückkopplungs-Reaktion zum Referenzsignal. Es ist bekannt, dass die Rückkopplungsreaktion im Jahr 1850 etwa 24 K betrug. Die Rückkopplungsreaktion der Klimatologie ist also 24 / 8, also 3. Wieder einmal vergisst die Klimatologie die Sonne. Die korrigierte Einheitsrückkopplung ist 24 / (255 + 8), also weniger als 0,1. Beachten Sie, dass die Einheitsrückkopplung notwendigerweise um 1 kleiner ist als der Systemverstärkungsfaktor, wie die Gleichungen unten rechts im Diagramm zeigen.

Das ganze Ausmaß des entsetzlichen Fehlers der Klimatologie wird deutlich, wenn man erkennt, dass die idiotisch überhöhte Einheitsrückkopplung nicht weniger als das 30-fache des korrigierten Wertes beträgt. Es ist also keine Überraschung, dass die Klimatologie gewinnbringend ein Pandämonium vorhersagte. Aber es war falsch, dies zu tun. Es gibt keine legitime Erwartung einer Katastrophe. Apokalypse? Nein!

Im weiteren Verlauf der Schleife ist das Produkt aus Ausgangstemperatursignal und Rückkopplungsanteil die Rückkopplungsantwort in Kelvin. Da hier die Rückkopplungsantwort von 24 K bekannt ist und somit ausnahmsweise als Eingang dient, liefern beide Methoden die gleiche Antwort: 24 K.

Zurück zum summativen Eingangs-Ausgangs-Knoten, an dem wir begonnen haben, werden die 24 K in den summativen Eingangs-Ausgangs-Knoten eingespeist, wo sie zum Referenzsignal addiert werden, um das Ausgangssignal zu ergeben.

Die Klimatologie vernachlässigt die 255 K Sonnenscheintemperatur. Daher ist ihr Ausgangssignal die 32-K-Summe aus der natürlichen Referenzempfindlichkeit von 8 K und der gesamten Rückkopplungsantwort von 24 K. Der korrigierte Output, die 287 K Gleichgewichts-Temperatur im Jahr 1850, ist also 255 K höher als die 32 K der Klimatologie.

Und das ist, wie eine Gruppe von Regelungsingenieuren in Australien kürzlich kommentierte, als sie unsere vereinfachte Rückkopplungsformel sah, die einfachste mathematische Erklärung der Funktionsweise der Rückkopplungsschleife, die man irgendwo sehen kann. Sie zeigt die katastrophalen Auswirkungen auf alle relevanten Variablen auf, wenn man, wie die Klimatologie, vergisst, dass die Sonne scheint, und die Emissionstemperatur nicht in die Rückkopplungsschleife einspeist.

Natürlich kann man Berechnungen anstellen, die nur auf den Differenzen beruhen, d. h. auf den Temperaturschwankungen vor und nach der Rückkopplung. Aber man muss zunächst die Gleichungen der Rückkopplungsschleife richtig anwenden, und das bedeutet, dass das Basissignal, die Emissionstemperatur selbst, ausdrücklich berücksichtigt werden muss.

Ein letzter Punkt. Die Klimaaktivisten versuchen zu behaupten, dass Systemdiagramme, die funktional identisch sind mit dem, das ich hier verwendet habe, nur für dynamische Systeme gelten, in denen der Systemverstärkungsfaktor über die Zeit konstant ist. In Wirklichkeit jedoch (und das ist elementar) kann ein solches Diagramm auch dazu dienen, den Zustand eines beliebigen dynamischen Systems – ob linear oder nichtlinear – zu einem bestimmten Zeitpunkt von Interesse (hier 1850) zu beschreiben.

Denn wenn wir sagen, dass die Rückkopplungsreaktion zu einem bestimmten Zeitpunkt streng proportional zu den jeweiligen Beiträgen der Bestandteile der Referenztemperatur zu diesem Zeitpunkt ist, sagen wir überhaupt nichts darüber aus, ob dieses System linear oder nichtlinear ist.

Wenn wir den Zustand eines Systems zu einem bestimmten Zeitpunkt beschreiben, geht es ex definitione nicht darum, ob das System zu diesem Zeitpunkt linear oder nichtlinear ist. Wir stellen lediglich die Beziehungen und Wechselwirkungen zwischen den relevanten Parametern dar, wie sie zu diesem Zeitpunkt bestehen, und zeigen sie auf.

Warum muss die Rückkopplung nach Korrektur des Klimafehlers annähernd linear sein?

Einer der Trolle, die unser Ergebnis kommentieren, ist wütend darüber, dass wir den scheinbar widersprüchlichen Standpunkt vertreten haben, dass der Systemverstärkungsfaktor in einem dynamischen System wie dem Klima nicht notwendigerweise über die Zeit konstant ist, dass er aber im realen Klima notwendigerweise nahezu konstant ist.

Lassen Sie uns das erklären. Wir haben bereits gezeigt, dass eine bloße Erhöhung des Systemverstärkungsfaktor um 1 % gegenüber 1850 nach der Korrektur zu einem Anstieg des ECS um 250 % gegenüber dem Wert führt, der sich aus den Daten für 1850 ableiten lässt.

Die aktuelle mittlere Schätzung des IPCC für den Systemverstärkungsfaktor ist jedoch nicht nur 1 % größer als der für 1850 ableitbare Wert. Auf der Grundlage der Daten zum Energiebudget in IPCC (2021) beträgt er 2,2, also etwa das Doppelte des Wertes von 1850. Auch hier genügt einfache Arithmetik, um zu zeigen, dass ein so großer Systemverstärkungsfaktor unmöglich ist.
Um den heutigen ECS zu ermitteln, müssen wir die heutige Referenztemperatur, einschließlich RCS, mit dem heutigen eingebildeten (und imaginären) Systemverstärkungsfaktor 2,2 multiplizieren und dann die Gleichgewichtstemperatur von 287 K im Jahr 1850 abziehen, die das Produkt aus dem damaligen Systemverstärkungsfaktor 1,095 und der damaligen Referenztemperatur von (255 + 7,6) K war.

Die heutige Referenztemperatur ist die Summe aus 255 K und der Referenzsensitivität von 1850 von 7,6 K plus der Referenzsensitivität von 1,06 K für einen Antrieb seit 1850, der einer Verdopplung des CO2-Gehalts in der Luft entspricht, wobei zu berücksichtigen ist, dass die Sonne scheint und daher die 255 KEmissionstemperatur ihre eigene große Rückkopplung erzeugt.

Es geht also los: 2,2(255 + 7,6 + 1,06) – 287,5 = 292,6 K ECS. In der realen Welt nähert sich der ECS jedoch nicht 300 K. Er liegt bei etwas mehr als 1 K.

Dieses Ergebnis zeigt, wie abgrundtief übertrieben und völlig falsch die vom IPCC angenommenen Werte für individuelle und kollektive Rückkopplungsstärken sind. Es zeigt auch, warum alle bestehenden Methoden zur Ableitung des ECS zum Scheitern verurteilt sind. Die Modelle können es nicht, weil die aus ihren Ergebnissen diagnostizierten Rückkopplungsstärken massiv überhöht sind. Die Energiebudget-Methode kann es auch nicht, aus demselben Grund. Erst recht kann man die ECS nicht aus paläoklimatischen Beobachtungen ableiten, deren Unsicherheiten noch größer sind als die heutigen.

Die Wahrheit ist, dass so ziemlich jedes Wort, das jemals über die Klimasensitivität in Hunderttausenden von ernsthaften, aber fatal fehlgeleiteten Abhandlungen von Klimatologen und in der unendlichen Folge von unendlichen Berichten des unendlichen IPCC geschrieben wurde, völliger Unsinn ist.

Ersetzen Sie den mittleren Systemverstärkungsfaktor 2,2 des IPCC durch den Wert 1,095, der aus den Daten für das Gleichgewicht im Jahr 1850 abgeleitet wurde, und ECS liegt bei 1,2 K, nicht bei fast 300 K. Ersetzen Sie ihn durch den Systemverstärkungsfaktor 3,7, der in der aktuellen mittleren ECS-Schätzung der CMIP6-Modelle von 3,9 K enthalten ist, und ECS nähert sich 600 K. So dumm sind die Modelle.

Ist ein hoher ECS-Wert mit der Rückkopplungstheorie vereinbar, wenn das System nichtlinear ist?

Ja, aber, wie wir gezeigt haben, ist die Nichtlinearität notwendigerweise geringfügig. Andernfalls hätte sich die globale absolute Temperatur auf der Grundlage des derzeitigen mittleren Systemverstärkungsfaktors des IPCC von 2,2 inzwischen ungefähr verdoppelt, was aber nicht der Fall ist und natürlich auch nicht der Fall sein wird.

Warum sagen Sie, dass der ECS Hunderte von Grad betragen wird, wenn der Systemverstärkungsfaktor nicht nahezu konstant ist?

Der Grund, warum die derzeitigen mittleren Schätzungen des Systemverstärkungsfaktors ECS-Werte im Bereich von Hunderten von Grad ergeben, liegt darin, dass der Systemverstärkungsfaktor (und damit jede Erhöhung desselben) nicht nur das Störungssignal, die Referenzempfindlichkeit, sondern auch das Basissignal, die Emissionstemperatur selbst, verstärkt. Die globale Temperatur ist einfach nicht schnell genug gestiegen, um – nach Korrektur des Fehlers – mit dem von der offiziellen Klimatologie vorhergesagten hohen ECS übereinzustimmen.

Ist Ihr Ergebnis lediglich eine schlechte Extrapolation?

Nein. Wir extrapolieren nicht. Wir veranschaulichen lediglich. Das Ergebnis der Klimatologie ist eine schlechte Extrapolation, die darauf beruht, dass die Rückkopplungsreaktion auf die Emissionstemperatur falsch gezählt wird, als wäre sie Teil der in Wirklichkeit winzigen Rückkopplungsreaktion auf die anthropogenen Treibhausgase, wodurch diese Reaktion und damit die ECS sehr viel größer wird als physikalisch vertretbar.

Warum ist Ihr Ergebnis so undurchsichtig?

Regelungstheorie ist schwierig (oder war es zumindest, bis wir die vereinfachte, aber funktional äquivalente Formel aus dem Systemdiagramm abgeleitet haben: Die Gleichungen, die dieser einfachen Formel zugrunde liegen, sind viel einfacher als die aktuellen Gleichungen).
Unser Professor für Regelungstheorie erzählt uns, dass er am Ende eines jeden Jahres, wenn er verkündet, dass fast alle seine Studenten sich nie wieder mit Regelungstheorie auseinandersetzen müssen, mit tosendem Applaus bedacht wird. Regelungstheorie ist harte Arbeit. Wir haben unser Bestes getan, um diese Arbeit auszuführen.

Wir haben auch unser Bestes getan, um die Dinge so einfach zu machen, dass jeder wirklich Interessierte verstehen kann, was wir gefunden haben.

Die Bemühungen der mürrischen Klima-Kommunisten, bei diesem Thema alles durcheinander zu bringen, in Verbindung mit einigen eklatanten Fällen von völliger Unkenntnis seitens derjenigen, die über keine oder nur geringe Qualifikationen, Erfahrungen, Veröffentlichungen oder Kenntnisse der Regelungstheorie verfügen und sich nicht einmal die Mühe gemacht haben, diejenigen zu konsultieren, die sie haben, haben unsere Aufgabe jedoch etwas erschwert.

Denn unser Ergebnis ist fatal für die Profiteure des Untergangs. Sie werden alles tun, um es zu unterdrücken. Aber sie werden scheitern. Denn die Wahrheit ist die Wahrheit, und sie lässt sich nicht auf unbestimmte Zeit durch raffinierte Verschleierung vernebeln, beeinträchtigen, leugnen, ablehnen oder gar verheimlichen oder unterdrücken. Redakteure und Gutachter von Zeitschriften, bitte merken Sie auf!

Sicherlich haben die Klimatologen erkannt, dass die Sonne scheint und daher die Rückkopplung auf die 255 K Emissionstemperatur im Auge behalten?

Schauen Sie sich das Systemdiagramm noch einmal an, und weinen Sie. Aus den oben besprochenen geduldigen, schrittweisen Berechnungen geht eindeutig hervor, dass die offizielle Klimatologie an jedem wesentlichen Punkt der Rückkopplungsschleife die Emissionstemperatur und ihre große Rückkopplungsreaktion beharrlich ignoriert hat. Daher sind ihre Summen falsch.

Der eine oder andere hat versucht zu suggerieren, dass es bei einer Temperatur von 255 K, die etwa 18 Grad unter dem Gefrierpunkt liegt, keinen Treibhauseffekt gäbe und dass die Klimaforscher daher zu Recht die Emissionstemperatur außer Acht gelassen hätten. Hierauf gibt es zwei Antworten:

Erstens ist der Versuch, die Emissionstemperatur durch eine einzige, globale Anwendung der Stefan-Boltzmann-Gleichung abzuleiten, ein elementarer Anfängerfehler. Stattdessen sollte die Gleichung über eine Reihe von Ringen in verschiedenen Abständen vom subsolaren Punkt durchgeführt und das Ergebnis integriert werden. Vor ein paar Jahren habe ich das durchexerziert, um zu sehen, ob ich das Profil der Oberflächentemperatur auf dem Mond, wie es im Diviner-Experiment gemessen wurde, nachbilden kann. Die von mir mit der Ringmethode berechnete Kurve war mehr oder weniger identisch mit der Kurve, die der Diviner-Satellit jahrelang – mit Milliardenaufwand – gemessen hatte.

Ein Ergebnis dieser interessanten Untersuchung war die Entdeckung, dass ohne die zahlreichen nicht strahlenden Wärmetransporte im Klimasystem die Ozeane unmittelbar unter dem subsolaren Punkt kochen würden, selbst wenn keine Treibhausgase in der Luft vorhanden wären. Daher wäre selbst bei einer mittleren globalen Emissionstemperatur von nur 255 K der gesamte tropische Ozean eisfrei und die Wasserdampf-Rückkopplung wäre sofort vorhanden.

Zweitens, und das ist viel wichtiger, brauchen wir uns gar nicht erst vorzustellen, wie die Bedingungen auf der Erde bei der Emissionstemperatur und vor dem Einsetzen einer Rückkopplung aussehen würden. Denn der Ausgangspunkt unserer Berechnungen ist das Jahr 1850. Dieser Zeitpunkt ist von großem Interesse, weil er viel näher an der Gegenwart liegt, weil das Klima zu diesem Zeitpunkt nicht wesentlich von uns beeinflusst wurde und weil sich das Klima damals im Gleichgewicht befand.

Damals war das Referenzsignal, ob man es nun mag oder nicht, die Summe aus 255 K Emissionstemperatur und 8 K natürlicher Referenzsensitivität, und die 24 K Rückkopplungsreaktion war eine Reaktion auf dieses gesamte Referenzsignal und nicht, wie die offizielle Klimatologie sich dummerweise vorstellt, nur auf die 8 K natürliche Referenzsensitivität.

Da Rückkopplungsprozesse unbelebt sind, können sie sich nicht aussuchen, auf welche Grade der zu einem bestimmten Zeitpunkt herrschenden Temperatur sie reagieren und auf welche nicht. Daher muss die Rückkopplungsreaktion zu diesem oder einem bestimmten Zeitpunkt in strengem Verhältnis zu den Werten der einzelnen Komponenten des Referenzsignals aufgeteilt werden.

Die korrekte Aufteilung ist etwa 23,3 K Rückkopplungsreaktion auf die 255 K Emissionstemperatur und 0,7 K Rückkopplungsreaktion auf die 8 K direkte Erwärmung durch die vorindustriellen, nicht kondensierenden Treibhausgase – und nicht, wie sich die Klimatologie vorstellt, 24 K Rückkopplungsreaktion auf diese 8 K natürliche Referenzsensitivität und 0 K Rückkopplungsreaktion auf die 30-fach höhere Emissionstemperatur. Man muss die Sache nur so formulieren, um zu sehen, wie dumm der Fehler ist.

Ist es nicht richtig, dass es bei einer Emissionstemperatur von 255 K sehr wenig Wasserdampf und damit auch sehr wenig Wasserdampfrückkopplung geben würde?

Nein. In den Tropen gäbe es von Anfang an sehr viel Wasserdampf. Führen Sie die Stefan-Boltzmann-Berechnung für den subsolaren Punkt und dann für den Nördlichen und den Südlichen Wendekreis sowie für jeden Punkt dazwischen durch. Die gesamten Tropen wären unter den heutigen Himmelsbedingungen eisfrei, wenn nicht von Anfang an Treibhausgase in der Luft vorhanden wären. Die Wasserdampf-Rückkopplung würde sofort einsetzen.

Ihre Aussage, dass „zu einem bestimmten Zeitpunkt – wie z. B. 1850 – alle zu diesem Zeitpunkt existierenden Rückkopplungsprozesse zwangsläufig gleichmäßig auf die gesamte Referenztemperatur von (255 + 8) K und somit proportional auf jede Komponente darin reagieren müssen“, impliziert doch, dass die Rückkopplung im Klimasystem auf lineare Weise reagiert.

Nein. Per definitionem muss man, wie bereits erwähnt, keine Nichtlinearitäten berücksichtigen, wenn man das System zu einem bestimmten Zeitpunkt von Interesse betrachtet.
Es ist sicher nicht richtig, wenn Sie behaupten, dass die hohen ECS-Schätzungen der Klimatologie darauf zurückzuführen sind, dass die Klimamodellierer die Sonneneinstrahlung nicht berücksichtigt haben.

Wenn Sie tapfer bis hierher gelesen haben, wird Ihnen inzwischen völlig klar sein, dass der Hauptgrund, warum die offizielle Klimatologie hohe ECS-Werte vorhersagt, ihr elementarer Fehler in der Regelungstheorie ist.

Warum haben Sie so oft hier bei WUWT über den angeblichen Fehler geschrieben?

Wir haben unsere Ideen mit nicht geringer Unterstützung von WUWT und seinem Heer von informierten Kommentatoren entwickelt, denn viele von ihnen verfügen über ausreichende Sachkenntnis und Wissen über die Fakten und Daten, um zu verstehen, was wir gefunden haben, und um uns bei der Verfeinerung unserer Entdeckung zu helfen.

Außerdem werden so gut wie alle anderen Wege von der extremen Linken in den Medien, in der Politik und sogar in normalen Gesprächen versperrt. Sie wissen, dass sie im Unrecht sind, aber sie können den Gesichtsverlust nicht ertragen, der entstehen würde, wenn sie es zugeben würden. Also ersticken sie die Debatte im Keim. Sie glauben nicht mehr an die Freiheit der Rede, des Denkens, der Forschung, der Veröffentlichung oder des Handelns, falls sie das jemals getan haben.

Sie sagen also, dass Sie Recht haben und der Rest der Welt im Unrecht ist?

Nein. Ich sage, dass ein Team von Fachleuten aller relevanten Disziplinen nach jahrelangen Untersuchungen und nach dem Ringen mit Kollegen auf beiden Seiten der Debatte, denen der Fehler zu peinlich ist, um jemals zuzugeben, dass sie ihn begangen oder aufrechterhalten haben, zu dem Schluss gekommen ist, dass die Darstellung des Klimawandels durch den Fehler der Klimatologie, an einem entscheidenden Punkt ihrer Berechnungen der Klimasensitivität zu vergessen, dass die Sonne scheint, fatal beeinträchtigt wird.

Link: https://wattsupwiththat.com/2022/04/06/how-climatologists-forgot-the-sun-was-shining-your-questions-answered/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Fossile Treibstoffe ↔ „Erneuerbare“ Energie

Paul Homewood, NOT A LOT OF PEOPLE KNOW THAT

Können erneuerbare Energien jemals fossile Brennstoffe ersetzen?

Fossile Brennstoffe gegen erneuerbare Energien?

Lassen Sie mich zunächst feststellen, dass ich weder für noch gegen etwas bin. In einem freien Markt setzen sich die besten Technologien, Lösungen und Produkte automatisch durch, ohne dass Subventionen, Vorschriften und Auflagen erforderlich sind.

Wenn die erneuerbaren Energien alles sind, was versprochen wird, werden sie das auch tun.
Es besteht natürlich kein Zweifel daran, dass die billige, reichlich vorhandene und zuverlässige Energie, die durch fossile Brennstoffe bereitgestellt wird, die Gesellschaft verändert und uns alle in vielerlei Hinsicht besser gestellt hat als je zuvor.

Wenn wir sie abschaffen, tun wir das auf eigene Gefahr!

Bislang ist der Übergang zu erneuerbaren Energien im Vereinigten Königreich quälend langsam und extrem teuer. Wind- und Solarenergie decken nach zwei Jahrzehnten der Bemühungen immer noch nur 3 % des gesamten Energieverbrauchs in UK. Nach Angaben des Office for Budget Responsibility werden die Subventionen für erneuerbare Energien im Jahr 2021/22 voraussichtlich 12 Milliarden Pfund kosten. Dies ist eine Untertreibung, denn darin sind nicht die hohen indirekten Kosten für den Netzausgleich usw. enthalten, so dass die tatsächlichen Kosten wahrscheinlich bei über 15 Mrd. GBP liegen.

Es stimmt natürlich, dass der jüngste Höhenflug der Gaspreise die Tagesordnung neu bestimmt hat. Es ist jedoch wichtig zu wissen, dass der derzeitige Preis nicht die Kosten der Gasförderung widerspiegelt. Er ist das Ergebnis eines Ungleichgewichts von Angebot und Nachfrage. Solche Ungleichgewichte gab es schon früher, und auf einem normal funktionierenden Markt würden die Gasproduktion rasch ansteigen und die Preise wieder auf das historische Niveau sinken.

Aber schon vor diesen Preiserhöhungen wurde behauptet, dass Wind- und Sonnenenergie billiger seien als fossile Brennstoffe. Solche Behauptungen lassen jedoch die zusätzlichen Systemkosten unberücksichtigt, die durch die Unterbrechung der Energieerzeugung entstehen.

Auch die Behauptung, dass die Kosten für Offshore-Windkraft inzwischen auf etwa 40 £/MWh gesunken sind, wird durch die Fakten nicht gestützt. Die Behauptungen leiten sich von den Preisen ab, die für Differenzverträge, den staatlichen Subventionsmechanismus, vereinbart wurden. Die Windparks sind jedoch rechtlich nicht verpflichtet, diese Verträge auch tatsächlich abzuschließen; es handelt sich im Grunde nur um Optionen.

Eine eingehende Prüfung der tatsächlichen Unternehmensabschlüsse zeigt weiterhin, dass die Kapitalkosten für den Bau von Offshore-Windparks in den letzten Jahren nicht wesentlich gesunken sind und dass die tatsächlichen Betriebskosten wahrscheinlich bei etwa 100 £/MWh liegen. Zum Vergleich: In der Vergangenheit lagen die Großhandelspreise für Strom unter 50 £/Mwh.

Die Kosten für Solarenergie sind in den letzten Jahren sicherlich gesunken, aber die Technologie ist hier im Vereinigten Königreich aufgrund unseres Breitengrades eine Sackgasse. Im Winter, wenn die Stromnachfrage am höchsten ist, arbeiten unsere Solaranlagen in der Regel mit nur 2 % ihrer Kapazität.

Die Solarenergie hat vielleicht eine Zukunft in sonnigeren Klimazonen. Aber selbst in Indien beispielsweise hat die Regierung erkannt, dass sie ein Stromnetz nicht ausschließlich mit intermittierendem Strom betreiben kann. Selbst ihre ehrgeizigen Pläne gehen davon aus, dass im Jahr 2040 nur 11 % der Energie aus Wind- und Sonnenenergie stammen werden.

Und natürlich sind die Schwankungen das Hauptproblem in diesem Bereich. Sie können Batterien und andere Formen der Speicherung vergessen, da diese in der Regel nur für ein oder zwei Stunden Strom liefern können. Das ist nutzlos, wenn der Wind tage- und wochenlang nicht weht.

Wasserstoff wird in der Regel als die Antwort auf alle unsere Probleme angepriesen, da er das Gas ersetzt, das wir zur Unterstützung von Windkraftanlagen und zum Heizen unserer Häuser benötigen. Doch selbst der Ausschuss für Klimawandel räumt ein, dass der größte Teil unseres Wasserstoffs durch Dampfreformierung von Erdgas hergestellt werden muss.

Dieses Verfahren ist nicht nur teuer, sondern verschwendet auch einen großen Teil des eingesetzten Gases. Mit anderen Worten: Man braucht mehr Gas, um Wasserstoff zu erzeugen, als wenn man das Gas selbst verbrennt. Noch schlimmer ist, dass bei der Dampf-Umwandlung Kohlendioxid freigesetzt wird, so dass man ein System zur Abscheidung von Kohlendioxid anbauen muss, was noch mehr Kosten verursacht.

Alles in allem wäre der auf diese Weise hergestellte Wasserstoff in Bezug auf die Energiekosten doppelt so teuer wie Gas. Entscheidend ist jedoch, dass man immer noch so viel Erdgas benötigt wie heute, und noch mehr. Wasserstoff ist weit davon entfernt, fossile Brennstoffe zu ersetzen, sondern macht uns noch abhängiger von denselben.

Die Alternative ist grüner Wasserstoff, der durch Elektrolyse hergestellt wird. In der Regel wird vorgeschlagen, überschüssigen Windstrom dafür zu nutzen. Die Mengen an Wasserstoff, die auf diese Weise erzeugt werden könnten, wären jedoch winzig und angesichts der Unregelmäßigkeiten des Prozesses extrem kostspielig.

Unterm Strich werden wir immer noch Gas brauchen, und zwar viel davon, um ein Netz mit hohem Anteil an erneuerbaren Energien zu stützen. Je mehr erneuerbare Kapazitäten wir aufbauen, desto mehr Unterstützung brauchen wir.

Und dabei geht es nur um Strom. Wir brauchen viel mehr Gas zum Heizen und für die industrielle Nutzung.

Das größte Problem bei der Verwendung von Wasserstoff oder Elektrizität zum Heizen ist die Bewältigung der Nachfragespitzen im Winter. Im Jahresdurchschnitt ist die Nachfrage nach Gas etwa doppelt so hoch wie die nach Strom. Aber im Winter ist die Spitzennachfrage nach Gas siebenmal so hoch.

Um eine Vorstellung von den Zahlen zu bekommen: Der Gasverbrauch erreicht mitten im Winter einen Spitzenwert von etwa 350 GW. Die aktuellen Regierungspläne sehen bis 2035 eine Windkraftkapazität von 45 GW vor, die im Durchschnitt nur 15 GW und oft sogar nur 2 GW erzeugen wird.

Natürlich kann man Gas sehr einfach speichern, so dass es bei Bedarf ein- und ausgeschaltet werden kann. Grüner Wasserstoff, der größtenteils im Sommer erzeugt würde, wenn die Stromnachfrage gering ist, müsste für die Verwendung im Winter gespeichert werden, wofür es aber keine praktische Lösung gibt.

Es gibt viele Interessengruppen, die behaupten, Wasserstoff sei der Weg in die Zukunft, und nach staatlichen „Investitionen“ rufen. Aber in Wirklichkeit geht es ihnen um die fetten Subventionen, die damit einhergehen.

Die einfache Realität ist, dass wir noch viele Jahre lang fossile Brennstoffe brauchen werden. Langfristig müssen wir neue Technologien wie die Kernfusion entwickeln oder kleine Kernreaktoren und Ähnliches bauen, wenn wir den Kohlenstoffausstoß verringern wollen.

Erneuerbare Energien spielen eine Rolle, aber sie können nie die ganze Antwort sein.

Link: https://wattsupwiththat.com/2022/04/02/fossil-fuels-v-renewable-energy/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Nachrichten aus den Polargebieten

Vorbemerkung: In diesem Doppelbeitrag werden Veränderungen in bestimmten Gebieten am Nordpol (Bering-See) und am Südpol beschrieben. Die Vorgänge sollen hier gerade auch wegen des Schürens von Alarm die Pole betreffend ausführlicher als nur mit einer Kurzmeldung wie in den „Kältereports“ beschrieben werden. Beide Beiträge stammen aus dem Blog electroverse von Cap Allon.

Main Stream-Medien: „Klimawandel“ als Ursache für den Rückgang der Schneekrabben in der Beringsee… Dann kam das Jahr 2022

In einem weitschweifigen Artikel in der Seattle Times vom 3. April wird die geringe Eisbedeckung der Beringsee in den Jahren 2018 und 2019 beklagt, die angeblich auf eine katastrophale Erwärmung der Ozeane zurückzuführen ist und auch der Hauptgrund für den Rückgang der Schneekrabben ist.

Das Wintereis ist ein wichtiger Verbündeter der Schneekrabbe, heißt es in dem Artikel. Es trägt zum Wachstum von Algen an der Basis der Nahrungskette bei und ist entscheidend für die Bildung eines riesigen kalten Beckens am Meeresboden, das der Schneekrabbe als sicherer Hafen dient, um Raubtieren zu entkommen, die wärmere Gefilde bevorzugen. Klimawissenschaftler prognostizieren, dass sich die Eisdecke des Berings in einem 21. Jahrhundert, in dem die Treibhausgasemissionen den Planeten ungleichmäßig erwärmen, langfristig zurückziehen wird. Allerdings wird kein Mechanismus für diese „ungleichmäßige Erwärmung“ erklärt, und es handelt sich wahrscheinlich um einen weiteren Fall einer Hypothese, die einer unerwarteten Realität angepasst wurde. Die Temperaturen steigen in den arktischen und subarktischen Regionen der Beringsee viel schneller als in den weiter südlich gelegenen Regionen, heißt es in dem Artikel weiter – und obwohl die Daten dies zu bestätigen scheinen, scheint es paradoxerweise ein Zeichen für ein großes solares Minimum zu sein, da sich die arktische Region (sowie der Nordatlantik und Alaska) während der Abkühlungsphasen erwärmt (siehe NASA-Grafik unten oder klicken Sie HIER für mehr).

Temperaturveränderung zwischen 1780 (einem Jahr mit normaler Sonnenaktivität) und 1680 (einem Jahr während des Maunder-Minimums) – NASA.

„Das sind vom Menschen verursachte Ereignisse“, sagt Mike Litzow, ein Fischereibiologe des Bundes, der ein Muschellabor in Alaska leitet, über die katastrophale Erwärmung der Ozeane: „Wir sind schuld.“

Trotz des typisch menschenverachtenden Tons, den man von einem Mainstream-Blatt erwarten würde, endet der Artikel der Seattle Times mit den folgenden unbequemen Absätzen, die dem Unheil verkündenden Tenor des Artikels direkt zu widersprechen scheinen.

Die Schneekrabbenernte 2022 begann unter viel kälteren Bedingungen … Das Eis bildete sich früh und drohte, das offene Wasser in einigen der besten Krabbenfanggebiete abzusperren … Das Wintereis war auch ein willkommener Anblick, ein greifbares Zeichen der Hoffnung auf ein zumindest kurzfristiges Wiederaufleben der Schneekrabbenpopulationen und der Fischerei, die sie unterstützen.

Der Artikel war also einfach nur angstmachendes Geschwätz…?

Im Februar 2022 erreichte die schwimmende Eisdecke in der Beringsee die größte Ausdehnung seit 2013. Die nachstehende Karte zeigt die Ausdehnung des Meereises in der Beringsee Mitte Februar. Das Eis bedeckte mehr als 846.000 Quadratkilometer (327.000 Quadratmeilen) und lag damit weit über dem Mittelwert der Jahre 1981-2010:

Ausdehnung des Eises in der Bering See am 16. Februar 2022 [NSIDC].

Mehr dazu hier.

Link: https://electroverse.net/historic-cold-spell-hitting-asia-monthly-lows-tumbling-in-europe-msm-blames-climate-change-for-reduced-crabs/

Dazu passend auf der anderen Seite der Erde:

Temperatur in der Antarktis fällt auf -70,6°C – kräftige Erholung des Eises

Entgegen den Behauptungen und Lügen des Mainstreams war es in der Antarktis in den letzten 12 Monaten tatsächlich außergewöhnlich kalt. Der Kontinent erlebte 2021 den kältesten „kernlosen Winter“ (April-September) in der aufgezeichneten Geschichte, und das Jahr 2022 begann ähnlich frostig: Am 3. April wurde am unteren Ende der Welt die erste Temperatur unter -70°C in dieser Saison gemessen.

Die berüchtigte Wostok-Station registrierte am Sonntag knackige -70,6 °C – ein Wert, der weit unter der Norm liegt und die 48 Stunden relativer Wärme, die uns die MSM so gerne unterjubeln wollten, locker wieder wettmacht.

Zu dieser „Wärme“ kommt hinzu, dass auf das völlig natürliche atmosphärische Strömungs-Ereignis vom 18. März Temperaturen folgten, die seither an jedem einzelnen Tag in der Antarktis UNTER dem Durchschnitt von 1979-2000 lagen – laut Daten des Climate Change Institute an der University of Maine; und im Gegenzug hat der antarktische Eisschild in dieser Zeit beträchtlich zugenommen, wodurch eine Saison, die – zugegebenermaßen – am unteren Ende der Diagramme lag, wieder ins Lot gebracht hat:

Dieser Anstieg droht auch den Trend des Eiswachstums fortzusetzen, der in den letzten 4+ Jahrzehnten (der Satellitenära) zu beobachten war.

Das Meereis am Südpol ist in den Jahren 2020 und 2021 wieder auf das Niveau von vor etwa drei Jahrzehnten gestiegen. Dies ist in der nachstehenden Grafik deutlich zu erkennen, ebenso wie der multidekadische Wachstumstrend, der sich auf etwa 1 % pro Jahrzehnt beläuft:


Aus den offiziellen Daten geht auch hervor, dass sich die Ostantarktis, die zwei Drittel des Südpols bedeckt, in den letzten rund 40 Jahren um 2,8 °C abgekühlt hat, während die Westantarktis um 1,6 °C abkühlte. Es steht fest, dass nur ein winziger Teil der Antarktis (die antarktische Halbinsel) eine – statistisch gesehen unbedeutende – Erwärmung erfahren hat, aber es gibt keine Preise dafür zu erraten, auf welche Region sich die korrumpierten, im Besitz von Unternehmen befindlichen Mainstream-Medien konzentrieren. Multinationale Konzerne und Weltbanken (auch bekannt als Regierungen) haben es nicht mit der Wahrheit und der Priorität des Menschen zu tun, denn diese Begriffe sind für ihre geplante Ordnung der Dinge gefährlich. Stattdessen sind elende Winkelzüge und absichtliche Verschleierungen ihr Modus Operandi. Sie sind der Feind. Sie sind diejenigen, die die freie Meinungsäußerung unterbinden. Und warum? Weil sie erkennen, dass die Redefreiheit das Gegenmittel für unsere Probleme ist – sie ist das EINZIGE, was die Unterdrückten haben.

„Die freie Meinungsäußerung ist der Mechanismus, durch den wir die Vorstellungen entwickeln, die es uns ermöglichen, unsere Erfahrungen in der Welt zu organisieren. Und mehr noch, sie ist der Mechanismus, der es uns erlaubt, diese Vorstellungen neu zu formulieren und zu kritisieren, wenn sie veraltet und steril sind“ – Jordan Peterson.

Der Versuch, die freie Meinungsäußerung einzuschränken, zeugt entweder von einer beunruhigenden Ignoranz oder von einer ebenso beunruhigenden Böswilligkeit.

Link: https://electroverse.net/antarctica-plunges-ice-takes-a-sharp-upturn-as-europe-continues-to-freeze/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Kältereport Nr. 13 / 2022

Christian Freuer

Vorbemerkung: Natürlich spielt die Kältewelle bei uns von Anfang April eine Rolle. Aber in verschiedenen Meldungen dieses Reports wird auch aus Regionen extreme Kälte gemeldet, an die man sonst gar nicht denkt – Ereignisse, über die man in den MSM niemals etwas finden wird! Das war ja in vorigen Reports auch schon immer wieder mal so, und da kann man tatsächlich wohl nachdenklich werden.

Im Übrigen habe ich die Meldungen zur Kälte bei uns auf dem Blog von Cap Allon mit Meldungen aus anderen Quellen verglichen, bot sich dadurch doch die Gelegenheit zu prüfen, ob Allon vielleicht bei seinen Meldungen zur Übertreibung neigt. Ich konnte aber nichts dergleichen finden.

Im Vordergrund stehen aber die Meldungen von der Kältewelle in Europa.

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Meldung vom 28. März 2022:

Bemerkenswerte Kälte für den Monat März in Grönland

Bei hohem Luftdruck (1.030-1.035 hPa) und klarem Himmel wurden an der Nordküste Grönlands am Wochenende für Ende März bemerkenswert niedrige Temperaturen gemessen, und das auch in sehr tiefen Höhenlagen (sogar auf Meereshöhe).

Hier einige dieser Messwerte, die das überdurchschnittliche Eiswachstum in dieser Saison begünstigen werden: -38,8 °C wurden in Henrik Kroeyer Holme (80,4°N) gemessen, -38 °C in Kap Morris Jesup (83,4°N) und -37,1 °C in Danmarkshavn (76,5°N).

Es folgen unter diesem Link Vorankündigungen extremer Kälte sowohl in Teilen der USA als auch in Europa. In den Kältereports wird jedoch nur auf bereits eingetretene Ereignisse eingegangen.

Link: https://electroverse.net/arctic-blast-threatens-records-in-east-u-s-greenland-cold-antarctica-falls-below-avg-europe-freezes/

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Meldungen vom 29. März 2022:

Rekord-Märzkälte in New York City

Eine starke Südverschiebung des Jetstreams macht sich in New York City und in weiten Teilen der östlichen Vereinigten Staaten bemerkbar. Die für die Jahreszeit untypische Kälte bricht die Rekord-Tiefsttemperaturen für den Monat März und fühlt sich für viele wie eine Wiederholung des Winters an.

Nach Angaben des Nationalen Wetterdienstes NWS begannen die Tiefstwerte in New York City am Sonntagabend mit Temperaturen unter -2°C. Der Montag erwies sich dann für viele als rekordverdächtig kalt: Binghampton, Plattsburgh und New York brachen alle einen Tiefsttemperatur-Rekord, der in New York auf das Jahr 1893 zurückgeht, während Hartford, CT und Allentown, PA zu den anderen Orten im Nordosten gehörten, in denen die Rekorde von 1966 bzw. 1996 gebrochen worden waren.

Die Daten des NWS zeigen, dass sowohl Trenton als auch Atlantic City am 28. März neue Rekorde für die niedrigsten jemals gemessenen Temperaturen aufstellten, während das nahegelegene Newark seinen Rekord hielt: Trenton Mercer Airport’s höchster Messwert des Tages war 0°C, was ~1 K niedriger ist als der vorherige Rekord aus dem Jahr 1919; Atlantic City International Airport kletterte am Montag nicht höher als 4°C und brach damit den Rekord, der zuvor von 1996, 1959 und 1956 gehalten wurde; während Newark Liberty International Airport’s 2°C den alten Rekord von 1937 einstellte.

Tatsächlich hat der Osten der USA in den letzten 24 Stunden Hunderte von Tiefsttemperatur-Rekorden gebrochen – und damit die Hitze im Westen weit hinter sich gelassen.

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Toronto, Kanada: Jahrhundert-Kälterekord gebrochen

Auch nördlich der Grenze, in Kanada, herrschte eine noch nie dagewesene Kälte.
Die Bewohner des südlichen Ontario erwachten am Montag bei brutalen Minusgraden, die sich in der Innenstadt am Montagmorgen wie -20 °C anfühlten. Die Temperaturen kämpften sich bis zum späten Nachmittag auf nur -6C (21F), was sich eher wie -16C (3.2F) anfühlte.

Dies sind hochwinterliche Werte, keine Frühlingsbedingungen. Mit -10,1°C – ohne Berücksichtigung des Windchill – war der Montag der kälteste 28. März in T.O. seit -15C (5F) im Jahr 1923, wobei die einzigen anderen Jahre mit niedrigeren Tiefstwerten im späten März die Jahre 1873 und 1854 waren:

Auch hier folgt ein Ausblick auf die erwartete Rekordkälte in UK und Mitteleuropa. Sobald diese eingetreten ist, wird sie hier dokumentiert.

Link: https://electroverse.net/new-york-suffers-record-march-cold-toronto-breaks-century-old-low-uk-forecast-coldest-start-to-april-in-100-years/

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Meldungen vom 4. April 2022:

Historische Kältewelle in Südostasien

Ein wahrhaft historischer Kälteeinbruch sucht Anfang April über Südostasien und insbesondere Thailand heim.

Nach einer Reihe von außergewöhnlich kühlen Tagen beginnen die Rekorde bzgl. Tiefsttemperaturen für den April zu fallen, vor allem im östlichen Teil des Golfs von Thailand.

In einer Reihe von Fällen wurden die ersten nicht-tropischen (unter 18 °C) Aprilnächte verzeichnet (d. h. kälter als 18°). In Koh Sichang, einem Distrikt der Provinz Chonburi, wurde mit 17,7 °C ein noch nie dagewesener Wert gemessen – der erste Aprilwert unter 20 °C überhaupt.

Auch im Nordosten Thailands war es historisch kühl (und regnerisch), und die Tageshöchsttemperaturen blieben auch dort häufig unter 20 °C. Die Luft polaren Ursprungs ist über Zentralvietnam eingedrungen und hat die Temperaturen auf Rekordhöhe getrieben. Der in der Provinz Buriram gemessene Tageshöchstwert von 17,7 °C ist der niedrigste Aprilhöchstwert, der jemals in einer so niedrigen Höhe in Thailand gemessen worden war.

Die Kälte hat in letzter Zeit nicht nur Thailand, sondern auch den Großteil Südostasiens heimgesucht.

Am 3. April sank die Temperatur in der laotischen Stadt Phongsal auf 6,5 °C – ein Wert, der allgemein als die niedrigste Temperatur gilt, die jemals in Laos im April gemessen wurde, und der den bisherigen Referenzwert von 7,1 °C in Nong Het aus dem Jahr 1929 unterbot.

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Und nun zur Kälte in Europa. Unten folgt dazu ein Einschub von mir selbst. Dann kann jeder vergleichen, was von den Temperaturmeldungen auf electroverse zu halten ist:

Europa: Reihenweise gebrochene monatliche Kälterekorde

Nach einem eher milden Winter in Mittel- und Westeuropa (wobei sich die Kälte auf den Osten konzentrierte, vor allem in der Türkei), gibt es jetzt im April Rekordfrost.

Niederlande

In der nördlichen Hemisphäre mag es offiziell Frühling sein, aber in der Gemeinde Winterswijk in den Niederlanden erlaubte die Rekordkälte, die in der Samstagnacht hereinbrach, den Einwohnern, am Sonntagmorgen auf Natureis zu laufen.

„Wir haben lange überlegt, aber dann beschlossen, dass wir es versuchen müssen“, sagte der örtliche Eismeister Hendrik ten Prooije über die Frage, ob die Eisbahn für das Schlittschuhlaufen vorbereitet werden sollte oder nicht. „Das ist einmalig“, fuhr er fort: „Zum ersten Mal laufen wir im April auf Natureis“.

Dazu gibt es ein Twitter-Video.

Im nahe gelegenen Deelen sank das Quecksilber in der Nacht zum Samstag auf -6,3 °C – die niedrigste Temperatur, die dort jemals am 3. April gemessen worden war.

Die Niederlande haben sich in den letzten Jahren an harte Aprilfröste gewöhnt. Im April 2021 wurden beispielsweise in Eelde in der Nähe von Groningen in 18 Nächten Rekordwerte unter dem Gefrierpunkt gemessen.

Deutschland

Auch in Deutschland wurden am Sonntag eine Reihe von Monatsrekorden gebrochen.

Am längsten hielten sich die -10°C in Eslohe, die -9°C in Burgwald-Bottendorf, die -7,8°C in Genthin und die -7,5°C in Kyritz.

Einschub des Übersetzers: Hierzu die offiziell gemeldeten Tiefsttemperaturen der Nächte vom 2. zum 3. bzw. vom 3. zum 4. April:

In der ersten der beiden Nächte konzentrierte sich die Kälte auf das zentrale Deutschland. In Norddeutschland hatte die Strömung schon auf West gedreht, Süddeutschland lag noch unter einer Wolkendecke. Anhand der Minima ist die Nordkante dieser Wolkendecke ganz gut auszumachen.

In der zweiten Nacht war der Himmel dann auch in Süddeutschland klar. Außerdem hatte sich dort verbreitet eine für April beachtliche Schneedecke gebildet, so dass die Minima allgemein noch etwas tiefer lagen als in der Vornacht im zentralen Deutschland.

Die oben von electroverse genannten Tiefstwerte entsprechen diesen amtlichen Messungen zu 100%! Für mich ist das ein Zeichen für die Zuverlässigkeit der Meldungen auf jenem Blog!

Nun also weiter mit Kälte-Meldungen aus anderen europäischen Ländern. – Ende Einschub

Frankreich

Unglaublich tiefe Temperaturen haben Frankreich in letzter Zeit heimgesucht.

Kürzlich wurden in Aiguille du Midi -20,3°C (der dritte jemals aufgezeichnete Wert unter -20°C), in Ristolas -15,5°C, in Arbent -9,6°C, in Bergerac -5,1°C, in Albi -3,6°C und 0.3°C in Toulon – all dies sind neue Monatsrekorde (viel aussagekräftiger als Tagesrekorde), und es sind auch nur 6 der 25 ausgewählten Rekorde, die allein am Sonntag gebrochen worden sind (mit weiteren 6 eingestellten Rekordwerten).

Einer der gebrochenen Rekorde reicht bis ins Jahr 1958 zurück (siehe Tabelle unten); interessanter ist jedoch, dass viele erst vor einem Jahr aufgestellt wurden, wobei die meisten anderen entweder während des letzten solaren Minimums (2008) oder des Minimums davor (1996/7) registriert wurden:

Spalten von links nach rechts: Station, aktuelle Temperatur (4. April 2022), bisheriger Rekord, Datum desselben

Beeindruckend ist, dass am 2. April in weiten Teilen Frankreichs ein „Eistag“ (Tageshöchstwerte bei oder unter 0 °C) aufgetreten war, und zwar sogar in niedrigen Höhenlagen.

Die Wetterstation in Courpiere, östlich von Clermont-Ferrand (455 m), verzeichnete einen Tageshöchstwert von nur -0,9 °C, was erst das vierte Mal in der Geschichte ist, dass Frankreich im April einen so niedrigen Tageshöchstwert in einer so geringen Höhe verzeichnet.

Andorra

Der 1. April brachte die niedrigste jemals in Andorra gemessene monatliche Temperatur mit sich.

In Les Font d‘ Arinsal wurde eine extrem niedrige Temperatur von -17,1 °C gemessen. Obwohl diese Station relativ neu ist, wurde der Wert von einer seit langem bestehenden Station in Port d‘ Envalira bestätigt, die einen ähnlichen historischen Wert von -16,3 °C verzeichnete.

Großbritannien

Rekordkälte im April hat auch das Vereinigte Königreich heimgesucht, und starker Schneefall sorgte in einigen Regionen für Behinderungen.

Was die Kälte betrifft, so ist wohl am bemerkenswertesten, dass in Englands Hauptstadt London der niedrigste April-Tiefstwert seit mindestens 70 Jahren (einige Berichte sprechen sogar von einem Rekord aller Zeiten) registriert wurde.

Im gesamten Vereinigten Königreich herrschte jedoch seit dem letzten Märztag Frost, wurden doch in den schottischen Highlands Tiefstwerte von -10 °C, in Wales von -7 °C und in Cumbria von -5 °C gemessen. Seitdem ist viel kältere arktische Luft herangeweht und hat die Temperaturen selbst im Südwesten Englands auf bis zu -5°C (und darunter) gedrückt.

Der April hat sogar so kalt begonnen, dass der Mittelwert des Central England Temperature Record (CET) gerade einmal 4,3°C beträgt. Zum Vergleich: Der CET reicht bis ins Jahr 1659 zurück, und in all diesen Jahrhunderten stellen 4,7 °C den kälteste April aller Zeiten dar (gleichauf mit den Jahren 1701 und 1837). Natürlich haben wir erst ein paar Tage April, und der Mittelwert wird nicht bei 4,3 °C bleiben, aber es zeigt, wie ungewöhnlich kühl der April 2022 in England begonnen hat.

Link: https://electroverse.net/historic-cold-spell-hitting-asia-monthly-lows-tumbling-in-europe-msm-blames-climate-change-for-reduced-crabs/

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Meldungen vom 5. April 2022: Hier folgt zunächst ein längerer Beitrag die Antarktis betreffend. Er wird separat übersetzt. Weiter geht es nochmals mit der Kälte in Europa:

Österreich

Die Alpenrepublik wurde in dieser Woche von starkem Aprilfrost heimgesucht.
Rekordtiefstwerte – weitaus beeindruckender als die Tagestiefstwerte – gab es am 4. April im Mühlviertel.

Reichenau verzeichnete einen Tiefstwert von -10,1°C und unterbot damit den bisher kältesten April-Tiefstwert aus dem Jahr 1972, während Freistadt mit -9,7°C den alten Höchstwert aus dem Jahr 1936 unterbot.

Auch in der Nachbarregion Waldviertel herrschte gestern eine noch nie dagewesene Aprilkälte.

Deutschland

Auch in Deutschland herrscht weiterhin extreme Frühjahrskälte.

Eine Reihe langjähriger April-Rekorde sind gefallen und haben sich zu den Werten vom Montag gesellt, darunter -8,8°C in Memmingen, -8,1°C in Augsburg, -5,9°C in Wutöschingen-Ofteringen und -5,6°C in Emmendingen-Mundingen.

Spanien

Auch dort waren Rekord-Tiefstwerte für den Monat April aufgetreten, in Segovia beispielsweise -5,6°C.

Frankreich: 80 neue monatliche Tiefsttemperaturrekorde gestern in der kältesten Aprilnacht jemals

Den Vogel schießt jedoch Frankreich ab, wo für die Jahreszeit wirklich atemberaubende Temperaturen über das ganze Land hinwegfegen.

Allein am 4. April wurden landauf, landab 80 neue monatliche Tiefsttemperatur-Rekorde aufgestellt (siehe Tabellen unten). Am bemerkenswertesten war der Wert von -21,5 °C in Les Pontets (1.008 m) – ein nationaler Rekord für eine so niedrige Höhe im April.

Weitere herausragende Werte waren -20,4°C in La Chaux (880m); -11,1°C in Etalans (540m); und -9,3°C in Mourmelon-le-Grand (115m/).

Es wird erwartet, dass Frankreich auch seinen April-Rekord für <500m (derzeit -10,5°C) gebrochen hat, aber dies muss noch bestätigt werden.

Spalten von links nach rechts: Station, aktuelle Temperatur (4. April 2022), bisheriger Rekord, Datum desselben

Darüber hinaus ging der Montag als die kälteste Aprilnacht in der Geschichte Frankreichs (seit 1947) in die Annalen ein.

Das durchschnittliche Minimum lag landesweit bei nur -1,5 °C und brach damit den bisherigen Rekord von -1,4 °C, der am 12. April 1986 (Sonnenminimum des Zyklus 22) gehalten wurde – und in diesem Zusammenhang sei noch einmal auf die obige Tabelle verwiesen, die zeigt, wie viele der bisherigen April-Rekordtiefstwerte in Frankreich innerhalb von Sonnenminima liegen, wobei die Jahre ≈1986, ≈1996, ≈2008 und ≈2021 mit Abstand am häufigsten vertreten sind.

Und schließlich war es gestern auch auf den Mittelmeerinseln Korsika und Sardinien außergewöhnlich kalt.

In Capo Caccia, Capo Bellavista und Capo Carbonara wurden Aprilrekorde aufgestellt.

Link: https://electroverse.net/antarctica-plunges-ice-takes-a-sharp-upturn-as-europe-continues-to-freeze/

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wird fortgesetzt … (mit Kältereport Nr. 14 / 2022)

Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE




Die Rettung Amerikas vor den Planeten bedrohenden fossilen Treibstoffen…

…indem wir unsere Wirtschaft, Umwelt, Lebensstandard, Freiheiten und nationale Sicherheit opfern.

Paul Driessen

Der Präsidentschaftskandidat Joe Biden hat wiederholt versprochen, die fossilen Brennstoffe in Amerika abzuschaffen. Es werde „keine Bohrungen mehr geben, auch nicht vor der Küste“, sagte er. „Keine Möglichkeit für die Ölindustrie, zu bohren. Keine Pipelines mehr.“

Kurz nach seinem Amtsantritt im Weißen Haus beendete Präsident Biden den Bau der Keystone XL-Pipeline und begann, mit den Demokraten im Kongress, Regulierungsbehörden und Ökoaktivisten zusammenzuarbeiten, um ein Moratorium für Leasing und Bohrungen zu verhängen, Genehmigungen zu verzögern, Finanzinstitute unter Druck zu setzen, damit sie den Unternehmen, die fossile Brennstoffe fördern, die Finanzierung verweigern, und Regeln für die „sozialen Kosten des Kohlenstoffs“, Programme für „Umweltgerechtigkeit“, „Windfall-Profit“-Steuern und andere Maßnahmen einzuführen, um Projekte und Unternehmen, die fossile Brennstoffe fördern, zu schließen oder in Konkurs zu treiben.

Seine Börsenaufsichtsbehörde verlangt von den Unternehmen, dass sie die „Risiken offenlegen“, die sich aus dem angeblichen „vom Menschen verursachten Klimawandel“ ergeben – aus ihrer eigenen Produktion, Raffinerie und Fertigung, von Zulieferern und Kunden, die ihre Produkte verwenden, und aus der Kohlenstoff-feindlichen Politik der Regierungen.

Es war absehbar, dass die Vorräte schrumpften und die Preise in die Höhe schossen. Nicht nur für Benzin und andere fossile Brennstoffe, die immer noch 80 % der gesamten Energie in den USA liefern, sondern auch für Düngemittel, Agrarchemikalien, Arzneimittel, Farben, Kunststoffe, Kosmetika und zahllose andere Produkte auf Erdölbasis – und für Waren und Dienstleistungen, die in Büros, Fabriken, Geschäften und im Transportwesen benötigt werden und zuverlässige, erschwingliche Energie benötigen. Mit anderen Worten: für fast alles.

Keystone allein hätte den Vereinigten Staaten 700.000 Barrel kanadisches Öl gebracht – aus einem befreundeten Staat. Das entspricht dem Erdöl, das Russland nach Amerika lieferte, bevor Mr. Biden schließlich die Importe verbot, nachdem Wladimir Putins Gemetzel in der Ukraine ein Ausmaß erreicht hatte, das selbst die Links-Außen-Demokraten nicht mehr ertragen konnten.

Präsident Biden versuchte, Putin die Schuld für die steigenden Lebensmittel-, Kraftstoff- und sonstigen Preise zu geben, die schon lange vor der Invasion in der Ukraine in die Höhe geschnellt waren. Jetzt bittet er die amerikanischen Ölgesellschaften, die Produktion zu erhöhen – allerdings nur vorübergehend (um Flüssiggas nach Europa zu liefern und die Amtsinhaber der Demokraten im November zu schützen), ohne seine Öl-feindlichen Verordnungen zu lockern.

Er bettelte Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Venezuela an, ihre Ölproduktion zu erhöhen. Er nutzte Russland, um ein neues Atomabkommen mit dem Obersten Führer Ali Khameni auszuhandeln, damit der Iran mehr Öl auf dem Weltmarkt verkaufen kann. Er glaubt offenbar, dass diese Quellen kein „gefährliches“ Kohlendioxid ausstoßen.

Das Team Biden hat vor allem die Forderung bekräftigt, Amerika solle von Benzinautos auf Elektrofahrzeuge und von der Stromerzeugung aus Kohle und Erdgas auf Wind-, Solar- und Batterieenergie umsteigen. Sie behaupten, diese massive, kostspielige Umstrukturierung Amerikas könne „schmutzige, den Planeten bedrohende“ fossile Brennstoffe durch „saubere, erneuerbare, nachhaltige“ Wind-, Solar- und Batterieenergie ersetzen. Das ist ein doppelzüngiger Betrug.

Windturbinen und Solarpaneele in dieser Größenordnung würden Millionen von Hektar Ackerland, Landschaften und Lebensräume zerstören. Sie würden Millionen von Vögeln, Fledermäusen und anderen Wildtieren das Leben kosten. Sie erfordern riesige Mengen an Rohstoffen (und damit Bergbau), um teure, ineffiziente und wetterabhängige Energieanlagen herzustellen. Sie zusammen mit 1000 Pfund schweren Batteriemodulen sind die am wenigsten sauberen, erneuerbaren und nachhaltigen Energiequellen, die man sich vorstellen kann.

„Saubere“ Technologien ersetzen lediglich die CO2– und Methan-Emissionen in den USA durch riesige Mengen an echter, giftiger Umweltverschmutzung in anderen Ländern, wo Klimaaktivisten sie ignorieren können.

Ein Green New Deal würde Amerika fast vollständig von China, Russland und anderen despotischen und instabilen Nationen abhängig machen, wenn es um die für GND-Technologien benötigten Metalle und Mineralien geht. Und für die Ausrüstung selbst, weil ein Amerika ohne fossile Brennstoffe nicht über die zuverlässige Energie verfügen würde, die für die Herstellung von Windturbinen, Solarmodulen, Batteriemodulen, Transformatoren und Tausenden von Meilen neuer Übertragungsleitungen benötigt wird. Amerikas gesamte Energie- und Wirtschaftszukunft könnte von ihrem tyrannischen Wohlwollen abhängen.

China, Russland und ihre Stellvertreter könnten grüne Technologie als strategische Waffe einsetzen und die Ausfuhr von Materialien oder Technologien verbieten, um ihre politischen Ziele zu erreichen. Sie könnten sogar Auslöseschalter oder Hintertüren für Hacker in Geräte einbauen, die sie an uns verkaufen, und so unser Stromnetz und unsere Wirtschaft ganz oder teilweise lahm legen. Eine Abschaltung würde Millionen von Menschen das Leben kosten.

Die Mengen an Metallen, Mineralien und anderen Rohstoffen, die für diese „grüne Energiewende“ benötigt werden, sind nahezu unüberschaubar. Wir müssten den Planeten Erde in noch nie dagewesenem Ausmaß ausbeuten.

Allein für die erste Stufe des Offshore-Windenergieprogramms von Präsident Biden würden 110.000 Tonnen nicht erneuerbares Kupfer benötigt – plus Millionen Tonnen Kobalt, Lithium, Nickel, Aluminium, Eisen, Mangan, Seltene Erden, Platin, Kunststoffe, Beton und das plötzlich sehr sichtbare und wertvolle Metall: Nickel.

Sein Plan sieht 30.000 Megawatt Offshore-Windenergie bis 2030 vor. Das sind 2140 monströse, 250 m hohe 14-MW-Turbinen. Das klingt nach viel Strom, würde aber nicht einmal den Spitzen-Strombedarf des Staates New York im Sommer decken. Und die Hälfte des Jahres würden sie gar keinen Strom erzeugen.

Ausgehend von den durchschnittlichen Kupfererzvorkommen weltweit müssten allein für diese 110.000 Tonnen Kupfer 40.000.000 Tonnen Abraum abgetragen und 25.000.000 Tonnen Erz verarbeitet werden. Das ist genug zerkleinertes Gestein, um eine 7½ m breite Autobahn von Washington, DC, nach Tampa, Florida, 3 m tief, zu bedecken! Nur wegen des Kupfers.

(Oder man könnte das Weiße Haus, den Capitol Hill, alle klimabezogenen Bundesbehörden und alle Büros von Greenpeace, Sierra Club und anderen Öko-Druckgruppen in Washington DC unter 30 m Gestein und Staub begraben).

Klima-besessene Gesetzgeber, Regulierungsbehörden, Aktivisten und Richter verabscheuen und bekämpfen den Bergbau in den Vereinigten Staaten, selbst wenn es darum geht, den „Green New Deal“ [GND] zu unterstützen, der ihrer Meinung nach notwendig ist, um Amerika, unseren Planeten und die Menschheit vor einer „Klimakatastrophe“ zu retten. Sie haben bereits Millionen von Hektar für die Exploration und den Bergbau gesperrt, was zahlreiche erstklassige Perspektiven beeinträchtigt.

Allein in den letzten Jahren haben sie die Eröffnung von drei dringend benötigten Minen verhindert: Die Pebble-Mine in Alaska (Milliarden Pfund Kupfer, Gold, Silber, Molybdän, Rhenium und andere Metalle), die NorthMet-Mine in Minnesota (Milliarden Pfund Kupfer, Kobalt, Platin und Nickel) sowie riesige Lithiumvorkommen in Nevada.

Das bedeutet, dass der Abbau und die Verarbeitung für den GND in Asien, Afrika und Lateinamerika stattfinden würden, zumeist durch oder unter der Schirmherrschaft chinesischer Firmen – unter Umwelt- und Verschmutzungskontrollen, Arbeitssicherheit sowie Kinder- und Sklavenarbeits-Bestimmungen, Standards und Praktiken, die in Amerika vor 50 bis 100 Jahren abgelehnt worden sind.

Werden das Weiße Haus, die Demokraten im Kongress, die EPA, das Arbeitsministerium und die Börsenaufsichtsbehörde verlangen, dass die Unternehmen all diese Verwendungen fossiler Brennstoffe, Risiken, Umweltauswirkungen und Menschenrechtsverletzungen offenlegen?

Sie werben lautstark für Elektrofahrzeuge und eine vollständige Umstellung des Energiesystems und der Wirtschaft der USA. Aber sie sagen nichts über die Beschaffung von Rohstoffen und Anlagen, die für die Verwirklichung dieser Träume unerlässlich sind. Sie schweigen über die Zerstörung von Land, die Luft- und Wasserverschmutzung, den Verlust von Wildtieren, menschliche Krankheiten und Todesfälle [in deutscher Übersetzung beim EIKE hier] sowie den Öko-Imperialismus, den ihre Politik vor allem farbigen Menschen auferlegt.

Sie schweigen über die Art und Weise, wie ihr „Klimaschutz“-Geschäft es China, Russland und anderen Verbrecherregimen ermöglichen würde, ihre territorialen Ambitionen zu verfolgen – und ihnen eine noch nie dagewesene Kontrolle über die Energie, die Arbeitsplätze, die Wirtschaft, den Lebensstandard, die Außenpolitik und die nationale Sicherheit der westlichen Welt zu geben.

Sie versuchen nicht zu berechnen, wie viele Windturbinen, Solarpaneele, Fahrzeug- und Backup-Batteriemodule, Transformatoren und Übertragungsleitungen in einem Land ohne fossile Brennstoffe und mit ausschließlichem Stromverbrauch benötigt würden. Wie viele Hektar Lebensraum für Wildtiere würden gestört oder zerstört werden? Wie viele neue Minen müssten erschlossen werden? Wie viele Vögel, Fledermäuse und andere Tiere würden getötet werden? Wie viele Billionen Tonnen Erze und Abraum müssten weggesprengt und verarbeitet werden? Oder wie viele riesige Mülldeponien wir für all die abgenutzten Turbinen, Flügel, Paneele und Batterien benötigen. Sie sprechen ganz sicher nicht darüber, wie sehr unser Lebensstandard, unsere persönlichen Wahlmöglichkeiten und unsere Grundfreiheiten in ihrem Amerika der „sauberen Energie“ eingeschränkt würden.

Sie fragen nicht, weil sie es nicht wissen wollen – und weil sie nicht wollen, dass wir überhaupt über diese Fragen nachdenken.

Putins Ukraine-Krieg hat uns die Augen geöffnet, was die NATO, die Abrüstung und Europas rücksichtslose Abhängigkeit von russischem Erdgas angeht. Wir brauchen den gleichen Realismus in Bezug auf Amerikas Klima- und Energiepolitik – und wie weit Amerikas herrschende Eliten uns in den Ruin treiben würden, um ihr grünes Utopia zu erreichen.

Paul Driessen is senior policy advisor for the Committee For A Constructive Tomorrow (www.CFACT.org) and author of articles and books on energy, climate change, human rights and environmental issues.

Link: https://wattsupwiththat.com/2022/03/27/saving-america-from-planet-threatening-fossil-fuels/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE