Nicht der Klimawandel, sondern der Klima-Extremismus macht die Welt kaputt

Cap Allon

Der Weltuntergang ist eine aufregende Aussicht und verkauft sich genauso gut wie Sex – jedenfalls wenn man sieht, dass einer daran arbeitet, ihn zu verhindern. Dann ist dieser Eine ein verdammter Held.

Es wird als modisch angesehen, sein Plastik zum Recycling zu sortieren, sich pflanzlich zu ernähren und LED-Glühbirnen zu verwenden; die Beweise zeigen jedoch, dass solche Bemühungen keinen Nutzen für das Klima bringen. Die Medien haben eine stets pflichtbewusste Bevölkerung dazu verleitet, Umwelt- und Klimafragen zu verwechseln. Niemand will, dass synthetische Materialien in den Ozeanen schwimmen, da sind wir uns alle einig, aber die Reduzierung von Kunststoffen oder gar deren Verbot hat NULL Auswirkungen auf das Klima. Ich kann nicht glauben, dass ich das immer noch betonen muss. Aber ich tue es. Das ist die völlige Realitätsferne des modernen Öko-Kriegers.

[Kursiv im Original]

Es ist verständlich, warum viele Menschen – vor allem die jungen – wirklich glauben, dass die Welt untergehen wird. Die Programmierung ist unausweichlich – wiederum vor allem für junge Menschen. Wenn Kinder nicht über ihre Smartphones und das Fernsehen mit CAGW-Botschaften bombardiert werden, dann geben ihnen ihre tugendhaften Lehrer in der Schule Aufgaben wie das Ausmalen von Plakaten und Postern zur Vorbereitung auf die letzte sinnlose öffentliche Parade (zu der die Kinder oft von ihren Eltern gefahren werden – in Benzinautos!).

Das war buchstäblich die Szene in der früheren Schule unserer Kinder, und das war der Auslöser dafür, dass wir sie aus dieser Indoktrinationsstation herausgeholt haben.

Wie ich schon immer wusste, besteht das Ziel der Schule darin, willfährige kleine Arbeitsbienen zu produzieren – was schon schlimm genug ist; aber in den letzten Jahren hat sich dieses Ziel noch weiter verdunkelt – das Ziel ist jetzt eine Form der totalen Korruption, bei der die armen jungen Gemüter so verdreht werden, dass sie glauben, dass Grimms Märchen REAL sind und dass TEOTW nahe ist.

[TEOTW = The End Of The World]

Diese Möchtegern-„Weltverbesserer“ – diese so genannten Erzieher und Beschützer – sollten sich auf ewig schämen, und ich werde bis ans Ende meiner Tage daran arbeiten, ihre absurde und gefährliche Torheit aufzudecken.

Denn obwohl die Umweltprobleme zweifellos fortbestehen, hat sich das Leben der Menschheit in jeder Hinsicht enorm verbessert. Hitzewellen, Überschwemmungen, Waldbrände und Stürme werden von den Mainstream-Medien so dargestellt, als ob es sich um neue und sich ständig verschärfende Ereignisse handelte, doch die Daten zeigen, dass die menschlichen Tragödien im Zusammenhang mit diesen Ereignissen in der Vergangenheit viel schlimmer waren.

In den 1920er Jahren kamen rund eine halbe Million Menschen durch Wetterkatastrophen ums Leben, während die Zahl der Todesopfer in den letzten zehn Jahren im Durchschnitt „nur“ 18 000 betrug, wobei dieses Jahr, ebenso wie die unmittelbar vorangegangenen Jahre 2020 und 2021, diese Zahl sogar noch niedriger liegt.

Warum? Wie? Das glaube ich Ihnen nicht! Nun, wenn die Menschen reicher werden, werden sie auch widerstandsfähiger. Die wetterfixierten Fernsehnachrichten lassen uns alle glauben, dass die Katastrophen immer schlimmer werden. Das ist aber nicht der Fall, schreibt Bjorn Lomborg in der New York Post.

Im Jahr 1900 brannten jedes Jahr etwa 4,5 % der Landfläche der Welt. Im Laufe des letzten Jahrhunderts ging dieser Anteil auf etwa 3,2 % zurück. Und in den letzten beiden Jahrzehnten zeigen Satellitenaufnahmen einen noch stärkeren Rückgang – im Jahr 2021 brannten nur noch 2,5 %. Modelle zeigen, dass die Anpassung des Menschen bis zum Ende des Jahrhunderts zu noch weniger Waldbränden führen wird.

Hier die „offizielle“ Grafik der Waldbrände in den Vereinigten Staaten:

[Hinweis: Im Original ist das eine interaktive Graphik, in welcher man sich alle Einzelheiten heraus klicken kann]

Wie wir auch in Europa sehen, ist ein rückläufiger Trend zu verzeichnen. Aber es gibt noch mehr zu berichten. Die Regierung Biden hat kürzlich alle Daten über Waldbrände vor 1983 gelöscht. Dies geschah, weil sich herausstellte, dass die Brandflächen zwischen 1910 und 1960 viel größer waren als heute, was der von der Regierung behaupteten Korrelation zwischen AGW und Waldbränden widerspricht. In typischer Orwell’scher Manier hat die Regierung diese Jahrzehnte unbequemer Daten aus den Geschichtsbüchern gestrichen und sich dabei auf die glanzlose Begründung berufen: „Es war nicht offiziell! (hier).

Außerdem ist das Jahr 1983 – der neue Ausgangspunkt – zufällig das Jahr mit der geringsten Brandfläche in der aufgezeichneten Geschichte:

Quelle: National Interagency Fire Center [NIFC].

In Wirklichkeit aber – und da möchte ich mich gerne einmischen – gibt es keinen Zusammenhang zwischen der vom Menschen verursachten globalen Erwärmung und Waldbränden.

Die Brandflächen in den USA sind um 90 % zurückgegangen, seit der CO2-Gehalt das vorindustrielle Niveau erreicht hat, aber auch dieses Dokument wurde kürzlich von der Regierung Biden gelöscht:


In ähnlicher Weise erklärten Umweltschützer lautstark, dass das prächtige australische Great Barrier Reef durch die vom Klimawandel verursachte Bleiche fast tot sei. Der britische Guardian veröffentlichte sogar einen Nachruf.

Doch in diesem Jahr verzeichnet das Riff den höchsten Korallenbestand seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1985. Diese gute Nachricht erhielt jedoch nur einen Bruchteil der Aufmerksamkeit.

Außerdem haben Umweltschützer vor nicht allzu langer Zeit ständig Bilder von Eisbären verwendet, um auf die Gefahren des Klimawandels hinzuweisen. Die arktischen Bären tauchten sogar in Al Gores Film „Eine unbequeme Wahrheit“ auf.

Aber auch hier widerspricht die Realität den Unkenrufen – die Zahl der Eisbären hat zugenommen, von etwa fünf- bis zehntausend in den 1960er Jahren auf heute rund 26.000 – laut der Zoologin Susan Crockford sogar noch mehr.

Aber wieder einmal hören wir diese Nachricht nicht. Stattdessen haben die Aktivisten einfach aufgehört, Bilder von Eisbären in ihrem Aktivismus zu verwenden.

Die Zahl der Eisbären ist von <10.000 auf >26.000 gestiegen.

„Das Ende ist nah! ist eine mächtige, kontrollierende und lukrative Botschaft – ich verstehe sie, ich verstehe, warum sie missbraucht wird – aber die Kosten für die Gesellschaft sind himmelhoch: Wir treffen schlechte, teure politische Entscheidungen, was sich heute in steigenden Energiepreisen zeigt, und unsere Kinder werden in Angst und Schrecken versetzt.

Ich befürchte, dass sich die Menschen mental – und das buchstäblich – auf eine Welt mit linear steigenden Temperaturen vorbereiten, während sich in Wirklichkeit das genaue Gegenteil abzeichnet.

Kälte tötet viel mehr Menschen, als es Hitze je könnte. In den USA sterben jedes Jahr etwa 20.000 Menschen an den Folgen von Hitze und 170.000 an den Folgen von Kälte – etwas, das wir nicht thematisieren dürfen. Außerdem nimmt die Zahl der Kältetoten in den USA zu, und die ständige Konzentration auf die globale Erwärmung verschärft diesen Trend noch. Das liegt daran, dass die Politiker weiterhin Gesetze und politische Maßnahmen einführen, die auf unbegründeten grünen Ideologien beruhen und die Energie nur teurer machen, so dass es sich immer weniger Menschen leisten können, sich warm zu halten.

Wie bereits angedeutet, handelt es sich um einen gefährlichen Cocktail aus Ignoranz und Korruption, den die Europäer in diesem Winter kopfüber zu spüren bekommen werden. Aber glauben Sie nicht, dass Amerikaner, Australier und andere vor den Auswirkungen gefeit sind – dies wird sich als globales Phänomen erweisen, als eine echte Katastrophe – vor allem, wenn man die Nahrungsmittelknappheit mit einbezieht (verursacht durch einen Mangel an Betriebsmitteln, vor allem an Düngemitteln – ganz zu schweigen von den direkten Auswirkungen, die eine Abkühlung der Welt auf die Ernteerträge haben wird).

In den nächsten Jahrzehnten wird die globale Durchschnittstemperatur deutlich sinken, unabhängig davon, wie sich das CO2 verhält – das, wie ich annehme, aufgrund der geringen Sonnenaktivität weiter ansteigen wird. Wie stark die Temperatur sinken wird, kann man nur vermuten – ich schätze, dass sie um 2 °C sinken wird, aber über die Dauer bin ich mir noch weniger im Klaren, aber wir werden wahrscheinlich über Jahrzehnte sprechen, nicht über Jahre.

Praktisch all das Geld, das unsere grün angehauchten „Führer“ in Windkraft, Solarenergie, Elektrofahrzeuge, „Net Zero“, „Green New Deals“, Inflationsbekämpfungsgesetze usw. usf. gesteckt haben, ist eine böswillige Verschwendung, und bestimmte Leute sollten für die Hinterziehungen, die wahrscheinlich stattgefunden haben, eingesperrt werden.

Es zeichnet sich tatsächlich einen Klimanotstand am Horizont ab, aber die Bedrohung geht von sinkenden Temperaturen und brutalen Wintern aus. Die Temperatur sinkt, während wir in die kalte Phase der AMO eintreten und tiefer in das nächste Große Solare Minimum (GSM) eintauchen – das ist seit 2016 der Fall. Ein oder zwei weitere große Vulkanausbrüche – zusätzlich zu der mesosphärischen Injektion von Hunga Tonga am 15. Januar – und/oder die Freisetzung des arktischen Wassers, das derzeit im Beaufortwirbel eingeschlossen ist, werden uns alle, ob arm oder reich, in eine Zeit echter und ernsthafter Gefahr bringen.

Die Hypothese der CO2-induzierten globalen Erwärmung wird im Vergleich zu einer neuen kleinen Eiszeit wie ein Kinderspiel erscheinen. Wärme ist gut für das Leben auf der Erde, ebenso wie höhere Konzentrationen von Kohlendioxid, dem Grundbaustein des Lebens. Die offizielle Botschaft ist völlig verkehrt, und die Rattenfänger dieser Welt dürfen, ja sie werden sogar ermutigt, unsere Kinder in die Hamlin-Höhle zu führen, nach der ihre Unschuld und ihre Fähigkeit, kritisch zu denken, nie wieder zu sehen sein werden. Das Klima-Eiferertum ist eine zerstörerische Kraft. Das kann nicht gut gehen.

Link: https://electroverse.co/it-is-climate-zealotry-rather-than-climate-change-that-is-destroying-the-world/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Es ist schlimmer als gedacht! Nein, nicht der sog. menschengemachte Klimawandel, sondern der große Klimaschwindel von DWD, ZDF und Co. Teil 1

Teil 1: Die tatsächlichen Gründe für die vom DWD gemessene Erwärmung in Deutschland

Raimund Leistenschneider, Josef Kowatsch

100 Jahre später haben die Sendemacher oder sollten die Autoren sagen, die Meinungsmacher, dieselbe Masche, nur in einem anderen Gewandt parat, das deutsche Publikum zu erschaudern. Denn damals wie heute, begeistern Schauergeschichten, ohne jegliche Wahrheitsbasis, den Zuschauer und lassen denen klingende Münze zukommen, die mit der Angst ihr Einkommen, zu Lasten anderer, mehren.

Nosferatu, die Schauergeschichten heißen heute (menschengemachter) Klimawandel. Eine Partitur aus Dürren, Überschwemmungen, Feuer (nein, diesmal kein Fegefeuer), Eisschmelze und und und. Deren Akkoladen, jede für sich, indes auf Lügen aufgebaut ist und dessen Symphonie, ein einziger Schwindel darstellt, wie einer der Autoren (Leistenschneider) dies jüngst darlegte hier und hier und den Chor aus ZDF, DWD und Co. der Täuschung von Politik und Öffentlichkeit überführte.

So behauptet der Deutsche Wetterdienst (DWD*1)), in Deutschland habe die Jahresdurchschnittstemperatur seit Beginn seiner Messungen (Anmerkung: 1881) bis zum Jahr 2021 um +1,6°C zugenommen. Aufgrund der Überprüfung des DWD-Messnetzes, anhand seiner eigenen Datensätze, hat einer der Autoren (Leistenschneider) den DWD der Falschaussage überführt und zwar dahingehend, dass diese angebliche Erwärmung Deutschlands, die der Politik als Grundlage für ihre sog. Klimamaßnahmen gilt, zu 95% falsch ist, hier.

*1) Wenn die Autoren vom DWD schreiben, dann meinen sie nicht die vielen dortigen Meteorologen und Wissenschaftler, die jeden Tag akribisch ihrer Tätigkeit nachgehen, um verwertbare Ergebnisse zu liefern, sondern die dortige Führungsmannschaft, die nicht müde wird, sich und damit ihre Behörde und natürlich den Bundesverkehrsminister – der DWD ist eine Behörde im Bundesverkehrsministerium – mit unsoliden und unwissenschaftlichen Aussagen lächerlich zu machen, siehe hier oder hier.

Anzumerken ist außerdem, dass der Messbeginn des DWD in einem Kältetal lag (Abb.26, Teil 2). Naheliegend für den Messbeginn wäre eigentlich das Jahr 1900 gewesen, um einen Temperaturanstieg im 20. Jahrhundert zu zeigen! Aber dann wäre die ausgewiesene Erwärmung geringer (siehe Abb.2).

Abb.2, Quelle: Josef Kowatsch, nach Daten des DWD, zeigt die Temperaturentwicklung für Deutschland, wenn von 1900 – 2021 betrachtet wird. Entgegen +1,6°C, beträgt die Temperaturerhöhung nur +1,4°C. Ja, dass sind so die „kleinen“ Tricks des DWD, Die Temperaturen in die Höhe zu treiben. Der Artikel (Teil 2) wird zeigen, dass der DWD dazu noch weitere Tricks auf Lager hat.

Ist Ihnen, werte Leser, etwas aufgefallen? 0,2°C Unterschied bedeutet: 0,2°C Temperaturerhöhung in 2 Jahrzehnten. Das IPCC gibt für heute an: „Ausgehend von der Tatsache, dass die globale Temperatur derzeit pro Jahrzehnt um 0,2 °C (± 0,1 °C) steigt…“ (hier) liegt damit die Temperaturerhöhung von 0,1°C/Jahrzehnt zum Ende des 19. Jahrhunderts, exakt im Rahmen der Bandbreite, die das IPCC heute angibt und um die, die Politik und Medien einen solchen Rummel betreiben und hunderte von Milliarden € von unten (vom kleinen Mann) nach oben (zu den Superreichen) verteilen (Teil 3).

Der andere Autor (Kowatsch) hatte jüngst gezeigt, dass Trockenlegungen und Erwärmungen durch Bebauung eine essenzielle Ursache für die gemessene Erwärmung in Deutschland sind(siehe weiter unten die Beispiele). In Fachkreisen als WI-Effekt bekannt.(WI=Wärmeinsel). Beide Autoren haben darüber eingehend gemeinsam geschrieben. Einige Artikel, die nichts an Aktualität verloren haben, im Gegenteil, finden unsere Leser hier oder hier.

Abb.3, Quelle, zeigt den sich ändernden (variablen) WI (Wärmeinseleffekt), der sich mit der Einwohnerzahl, also der Bebauungsfläche ändert und zwar hin zu höheren, gemessen Temperaturen, was an der Bodenversiegelung und derdamit verbundenen geringeren Verdunstungsrate (wirkt abkühlend = Prinzip einer Klimaanlage) liegt, um das komplexe Gebilde des WI kurz und anschaulich zu erläutern.

Stefan Kämpfe hat darüber hinaus jüngst auf EIKE ausführlich die Komplexität des Wärmeinseleffektes (WI) dargelegt. Von ihm stammt z.B. Abb.4.

Abb.4, Quelle: Stefan Kämpfe, zeigt die Entwicklung der Einwohnerzahl in Berlin-Potsdam (violett) und der gemessenen Temperaturen in Potsdam-Telegrafenberg (orange) von 1893 bis 2020. Auch wenn eine Kausalität kein wissenschaftlicher Beweis darstellt – übrigens auch nicht die angeblichen Kausalitäten des IPCC und Co. – so zeigen beide Verläufe eine starke Ähnlichkeit, was darauf hinweist, dass der WI als ein Treiber der Temperaturen anzusehen ist. Wird diese Aussage mit Abb.5 verglichen, untermauert dies die Einflüsse des WI-Effekts auf die Temperaturen.

Abb.5 zeigt den Tagesgang der Temperatur an einem sonnigen Sommertag in Bodenhöhe für verschiedene Böden, nach Fezer 1975.

Die Graphik zeigt: Nicht nur, dass über Beton und insbesondere Asphalt die Temperaturen z.B. sehr stark über denen des Waldbodens liegen, sondern auch ein deutlicher Temperaturunterschied von mehreren °C zwischen Gras, Wald oder landwirtschaftlichen Flächen vorliegt. Messstationen, die ursprünglich auf freiem Feld standen und zwischenzeitlich in einer Gras- Hecken- oder offenen Waldlandschaft stehen (oder umgekehrt), weil sich das Landschaftsbild über die Jahrzehnte änderte, was nicht wirklich verwundern kann, geben somit deutlich veränderte Temperaturwerte wieder und verzerren jeglichen Temperaturvergleich. Die Gründe hierfür sind vielfältig:

– Im Sommer speichert der verwendete Feststoff die tagsüber von der Sonne eingestrahlte Wärme (spezifische Wärmekapazität der Stoffe) und gibt sie nachts ab, die Bebauung erwärmt somit die Umgebung.

– Bei Regen fließt Regenwasser sofort ab und erzeugt kaum Verdunstungskälte.

– Bäume und Pflanzen, die vor der Versiegelung der Landschaft angesiedelt waren, haben einen erheblichen Teil der Sonnenstrahlung für ihre Fotosynthese verwendet. Nur ein Teil der Sonnenstrahlung erreichte den Boden. Die Sonnenstrahlung wurde abgefangen, und in chemischer Form in den Pflanzen gespeichert. Die Versiegelung der Landschaft hält weltweit an, bedingt durch die Bevölkerungszunahme. In Deutschland, derzeit pro Sekunde über 5 Quadratmeter, siehe Versiegelungszähler.

– Zunahme des Wohlstandes in Teilen der Welt, vor allem auf der Nordhalbkugel.

Beispiel Baden-Württemberg: Besonders wird dies im Rheingraben sichtbar. In den letzten 50 Jahren wurden dort Flussauen und Feuchtwiesen trockengelegt, wodurch z.B. die Herbstnebeltage verschwanden und die Sonnenscheindauer dadurch zunahm. Die Bebauung hat sich zudem in den letzten 50 Jahren verdreifacht. Über den größeren WI nimmt die Zahl der heißen Tage (Sommertage>25°C) in direkter Abhängigkeit zu. Ein weiteres Gebiet ist die Bodenseeregion, die touristisch erschlossen wurde und ebenfalls landwirtschaftlich großflächig genutzt wird. Nach den geschilderten Prämissen sollte sich in beiden Regionen ein vergleichsweise großer WI in der Fläche zeigen, was auch der Fall ist, wie folgende Abbildung belegt.

Abb.6. zeigt die Änderung in der Zahl der Sommertage in Baden-Württemberg, Quelle: siehe Chart.

Deutlich ist zu sehen, dass in den Regionen, in denen eine große Landschaftsveränderung (großflächige Trockenlegung, Bebauung, etc.) vorgenommen wurde und damit ein vergleichsweise hoher WI entstand, die prozentuale Änderung in der Zahl der Sommertage besonders stark ausfällt. So hat z.B. eine Naßwiese bis zu 50% Wassergehalt, ein Sportplatzrasen nur die Hälfte. Durch direkte und indirekte Entwässerungsmaßnahmen resultiert eine deutlich niedrigere Verdunstungsrate und damit ein niedrigerer Kühleffekt.

So speichern mehrjährige Pflanzen durch ihr tiefes und ausgedehntes Wurzelwerk bis zu 5-mal mehr Regenwasser (S.d.W. 11/07, “Erde und Umwelt“) als Nutzpflanzen wie Weizen, Mais, etc. Die entsprechenden Flächen (in Deutschland betrifft dies etwa 50% der gesamten Landesfläche) können also im Minimum nur noch 1/5 der üblichen Wassermenge aufnehmen. Nicht vorrangig die vielerorts angeprangerte Flächenversiegelung durch Bebauung (beträgt indes nur ca. 6% der gesamten Landfläche in Deutschland) ist für den WI maßgebend, sondern die Umwandlung großer Flächen in Nutzflächen, bzw. deren geänderte Nutzung und den damit verbundenen Trockenlegungen in Feld, Wald und Flur!

Ein weiterer griffiger Vergleich: Die Abholzung von tropischem Regenwald, lässt dort in der Fläche, wo vorher Regenwald stand, die Temperatur um +16°C ansteigen.

Einige Leser werden sich fragen, was hat das alles mit dem DWD oder der Titelüberschrift zu tun? Nun, der DWD wurde anhand seiner eigenen Datensätze überführt, dass seine Temperaturvergleichsaussagen für Deutschland zu 95% falsch sind, da von seinen 2.575 Messstationen, die er Stand 08/2022 in Deutschland für die Deutschlanddurchschnittstemperaturen hat, nur 142 Stationen die Vergleichsaussage von ihm, in Deutschland haben sich, seit Beginn seiner Temperaturmessungen (Anmerkung: 1881), die Jahresmitteltemperaturen bis 2021 um +1,6°C erhöht, seit dem 19. Jahrhundert bis heute messen und damit der statistische Fehler*2) so gewaltig ist, dass jegliche Aussage einer Temperaturerhöhung in Deutschland Unsinn ist (Abb.6). Vereinfacht ausgedrückt: Der DWD hat überhaupt nicht das Messnetz, eine solche Temperaturaussage zu treffen.

*2) Die Aussage des DWD stützt sich auf 95% seiner Stationen, die seinerzeit – zu Beginn seiner Messungen im 19. Jahrhundert – gar nicht vorhanden sind. Seine Aussage ist also ein einziges Luftschloss oder Luftnumme.

Abb.7, Quelle: Leistenschneider nach Datenquelle DWD, zeigt die ermittelte Anzahl aller DWD-Messstationen, die der DWD auf seiner Homepage angibt. Nur 142 seiner Messstationen messen die Temperatur seit dem 19.Jahrhundert bis heute. Dies sind nur rund 5%.

Dabei ist dies noch eine Betrachtung zugunsten des DWD, denn

– werden seine Temperaturmessstationen betrachtet, die seit Beginn seiner Messungen bis heute laufen oder wenigstens seit 1885 bis heute, so sind dies nur ca. 30 Messstationen = 1%.

– selbst der verbliebene, kleine Rest in ihrem Betrieb und ihrer Verbauung nicht mit denen von vor über 100 Jahren vergleichbar sind. Beispiele und mehr für diese Aussage, im Teil 2.

Teil 2: Das Messnetz des Deutschen Wetterdienstes – Ein Betrug auf Raten oder der Offenbacher Narrensprung, in Kürze

Raimund Leistenschneider – EIKE; Josef Kowatsch – Naturbeobachter, aktiver Naturschützer und unabhängiger, weil unbezahlter Klimaforscher




Die „grünen“ globalen Eliten streben die totale Kontrolle über Lebensmittel an

Die „grünen“ globalen Eliten streben die totale Kontrolle über Lebensmittel an. Ihre Machtübernahme, die jetzt am deutlichsten in Holland zu sehen ist, bedroht den gesamten Planeten – auch die Vereinigten Staaten.

Gastmoderator Adam McManus spricht mit Dr. Calvin Beisner, dem Gründer der Cornwall Alliance for the Stewardship of Creation, über zwei beunruhigende Artikel von William Jasper in The New American.

Der erste Artikel mit dem Titel „No Farmers, No Food“ (Keine Bauern, keine Nahrung) beschreibt, wie die Umweltaktivisten die globale Erwärmung als Vorwand nutzen, um die Menge an chemischen Düngemitteln und Pestiziden sowie die Anzahl der Rinder, die niederländische Bauern einsetzen und besitzen dürfen, stark einzuschränken. Die Landwirte lehnen sich auf. Erstaunlicherweise sind die Niederlande, obwohl sie etwas größer sind als der Bundesstaat Maryland, der zweitgrößte Agrarexporteur hinter den Vereinigten Staaten.

Der zweite Artikel mit dem Titel [übersetzt] „Bidens Krieg gegen die Landwirte“ zeigt, dass Bidens Steuer- und Anti-Fossilbrennstoff-Politik unsere gesamte Volkswirtschaft, einschließlich der Landwirtschaft, zerstört.

Erstaunlicherweise hat Bidens eigener Klimazar John Kerry zugegeben, dass selbst wenn Amerika seine Gasemissionen über Nacht auf Null senken würde, die so genannte „Klimakrise“ nicht gelöst wäre, weil China, Indien und Russland gemeinsam massive globale Emissionen verursachen.

In einem Artikel der Washington Post vom Mai 2021 wurde behauptet, dass „die Luftverschmutzung durch landwirtschaftliche Betriebe zu 17.900 Todesfällen in den USA pro Jahr führt“, was laut Beisner nachweislich unwahr ist. Er verweist auf das Buch von Steve Milloy mit dem Titel „Scare Pollution: Why and How to Fix the Environmental Protection Agency“ [etwa: Angst vor Umweltverschmutzung: Warum und wie man die Umweltschutzbehörde in die Schranken weist].

Jasper kommt zu dem Schluss: „Wenn die Globalisten Erfolg haben, werden Millionen von unabhängigen Familienbetrieben auf der ganzen Welt ausgelöscht und durch ein paar Dutzend von der Regierung begünstigte Großkonzerne ersetzt. Dann wird das Politbüro der Regierung und der Konzerne auf der Grundlage eines Systems, das dem kommunistischen Kreditsystem in China ähnelt, bestimmen können, ob Sie und Ihre Familie Nahrung bekommen, wann Sie sie bekommen, welche Art von Nahrung Sie bekommen und in welchen Mengen. Das ist ein Rezept für absolute Tyrannei und etwas, das alle Amerikaner mit jeder Faser ihres Seins bekämpfen sollten.“

Letztendlich behauptet Beisner, dass die Umweltschützer, die Gott und die nach seinem Bild geschaffenen Menschen hassen, glauben, dass die Anwesenheit von Menschen auf der Erde eine Geißel ist. Eine optimale Zahl wäre 500 Millionen Menschen.  Das wäre eine alarmierende Reduzierung der Weltbevölkerung um 97%!

Hören Sie sich das Interview von Dr. Beisner mit Adam McManus hier an!

This is a guest article sourced from Generations.org.

Link: https://cornwallalliance.org/2022/09/the-green-global-elites-are-aiming-for-total-food-control/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Wird Grönland jemals wieder „grün“ werden?

David Legates

Es ist wieder einmal so weit. Die Hitze des Sommers ist so gut wie vorbei, und jetzt können alle Statistiken über die Sommerschmelze veröffentlicht werden. Dies ist der perfekte Zeitpunkt, um der Bevölkerung wieder einmal Angst zu machen, dass Grönland in einem alarmierenden Tempo schmelzen und die Küstenstaaten überflutet werden. In Staaten wie Iowa und Missouri nehmen nur wenige davon Notiz. Aber in dem Staat mit der niedrigsten mittleren Höhe – Delaware – werden solche Ankündigungen nicht auf die leichte Schulter genommen.

Deshalb haben meine Mitbürger im „First State“ genau aufgepasst, als in einem kürzlich erschienenen Artikel des Smithsonian Magazine behauptet wurde, dass „wenn das gesamte Grönlandeis schmilzt, so sind sich die Wissenschaftler einig, die Erde mit einem Anstieg des Meeresspiegels um etwa einen Meter rechnen muss“. Man beachte, dass alle Wissenschaftler mit dieser Aussage übereinstimmen, also wer sind wir, um zu widersprechen?

Nun, ich sicherlich nicht! Denn ich las den Artikel weiter und fand ein Zitat von Ted Scambos, einem „Eisschild-Experten an der Universität von Colorado Boulder“. Er sagte, dass es mehrere Jahrhunderte dauern würde, um [dieses Niveau des Rückzugs] zu erreichen“. Hmmm … Ich schätze, es ist alles eine Frage des Timings.

Aber auch das ist nur eine Frage der räumlichen Verteilung. Es erstaunt immer wieder, wenn man hört, dass wärmere Bedingungen zu mehr Schnee in Grönland führen werden. Wie kann das sein? Nun, wärmere Luft kann bei Sättigung mehr Feuchtigkeit enthalten als kalte Luft. Wenn also die Temperatur steigt, kann es zu mehr Niederschlag kommen. Vielleicht haben Sie schon einmal den Satz gehört: „Es ist zu kalt, um zu schneien“. Richtig müsste es heißen: „Es ist zu kalt, um viel Schnee zu bekommen“. Die Lufttemperaturen in Zentralgrönland steigen zwar, aber sie nähern sich nicht dem Gefrierpunkt. Daher fällt der Niederschlag immer noch als Schnee, aber durch die verbesserte Fähigkeit, Schnee durch wärmere Luft zu transportieren, nimmt der Schneefall zu. Dies zeigt sich darin, dass das Eis in Mittelgrönland tatsächlich zu- und nicht abnimmt.

In einem anderen aufschlussreichen Absatz des Artikels heißt es jedoch: „Der neue Wert von 25 cm … ist höher als die Schätzungen des Meeresspiegelanstiegs in anderen aktuellen Prognosen“. Sie zitieren den jüngsten Bericht des IPCC, wonach der globale Meeresspiegel bis 2100 aufgrund der Eisschmelze in Grönland nur um 5 bis 13 cm steigen wird. Wie können diese Forscher argumentieren, dass das IPCC – das angesehene globale Gremium von Wissenschaftlern – um einen Faktor zwischen 2 und 5 daneben liegt? Nun, Wissenschaftler können immer sagen, dass es schlimmer sein wird… aber wir können das IPCC nicht kritisieren, wenn es andersherum wäre.

Tatsache ist, dass der Meeresspiegel zwar ansteigt, dieser Anstieg aber im letzten Jahrhundert keine nennenswerte Beschleunigung erfahren hat. Der Meeresspiegel steigt seit dem Ende der letzten Eiszeit vor etwa 22.000 Jahren und wird meiner Meinung nach weiter ansteigen, bis (1) kein Eis mehr auf dem Planeten vorhanden ist oder (2) wir den Kurs umkehren und auf eine neue Eiszeit zusteuern. Die Pole werden sich aus mehreren Gründen immer schneller erwärmen/abkühlen als andere Teile des Planeten. Bei gleichem Energieeinsatz wird sich kalte Luft stärker erwärmen als wärmere Luft. Zweitens hat Wasserdampf eine höhere spezifische Wärme als trockene Luft, d. h. es wird mehr Energie benötigt, um warme, feuchte Luft zu erwärmen als warme, trockene Luft bei gleicher Temperatur. Drittens verringert das schmelzende Eis die Energiemenge, die von der Oberfläche reflektiert wird, was zu einer positiven Rückkopplung führt, bei der der Verlust von Eis zu mehr Energieabsorption führt, was wiederum wärmere Temperaturen zur Folge hat, was wiederum zu einem weiteren Verlust von Eis führt.

Beantworten wir also die Titelfrage: Wird Grönland jemals wieder „grün“ sein? Wenn wir den Anstieg des Meeresspiegels aufhalten wollen, müssen wir in eine weitere Eiszeit eintreten. Doch während der Meeresspiegel kein Thema mehr sein wird, werden die unzähligen Probleme, die kältere Bedingungen mit sich bringen werden, erst der Anfang sein. Änderungen der Kohlendioxid-Konzentration werden jedoch praktisch keine Auswirkungen auf den Meeresspiegelanstieg haben. Um es mit einem Satz aus dem Artikel zu sagen: Grönland könnte wieder grün werden, „aber um das zu erreichen, bräuchten wir mehrere Jahrhunderte, vielleicht sogar mehr.

Autor: Dr. David Legates is a retired Professor of Climatology at the University of Delaware, former Delaware State Climatologist, and author of numerous peer-reviewed articles on meteorology, climate change, and human influence on climate.

Link: https://cornwallalliance.org/2022/09/will-greenland-ever-be-green-again/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Die Sommererwärmung am Tage bestimmt vorrangig die Jahreserwärmung seit 1988

Josef Kowatsch, Stefan Kämpfe

Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) erwärmte sich das heutige Deutschland seit 1881 bis heute um 1,6 Grad. Soviel zeigt das Flächenmittel der heutigen Wetterstationen mehr an als vor 140 Jahren, die allerdings noch an ganz anderen und kälteren Standorten standen. Viel der gemessenen DWD-Erwärmung machen somit auch Nutzungsänderungen und Standortveränderungen aus, man nennt das Wärmeinseleffekt (WI). Der WI-Effekt bei den heutigen wärmeren Standorten ist menschenverursacht. Doch dieser soll in diesem Aufsatz zunächst unberücksichtigt bleiben. Gehen wir somit von den 1,6 Kelvin Jahreserwärmung von 1881 bis 2021 aus.

Abb. 1a und 1b: Man kann verschiedene Betrachtungsweisen wählen, um den Verlauf der Jahresmitteltemperaturen seit 1881 zu interpretieren. Nicht strittig ist jedoch das Fehlen einer längeren Erwärmungsphase, welche, je nach Betrachtungsweise, schon um 1900 oder erst um 1950 begann, aber mit Sicherheit mit dem Kaltjahr 1987 endete. Oben (1a) die Einteilung nach KÄMPFE, unten (1b) nach KOWATSCH. Die vom DWD veröffentlichten Deutschlandtemperaturen zeigen seit 1881 einen Anstieg um 1,6°C

Nun lag aber 1881 in einer Kaltphase am Ende der Kleinen Eiszeit. Das zeigt uns die nächste Grafik der Wetterstation Hohenpeißenberg, deren Daten bis 1781 vorliegen.

Abb. 2: Die Wetterstation Hohepeißenberg zeigt für das DWD-Startjahr 1881 eine Temperaturdepression. Die Daten sind zuverlässig bis 1936, weil erst nach 1936 die Stationsverlagerung an wärmere Standorte erfolgte.

Aus den Grafiken 1 und 2: Die Kaltphase war erst um 1900 beendet. Eine Grafik ab 1898 bis 1987 (90 Jahre) zeigt keinerlei Temperaturanstieg, hat da CO2 noch nicht gewirkt? 

Abb. 3: Die vom DWD herausgegebenen Jahrestemperaturen Deutschlands zeigen zwischen 1898 und 1987, also 90 Jahre lang, keinerlei Erwärmung.

Aus den DWD-Daten lesen wir ab: Die hauptsächliche Klimaerwärmung begann erst durch einen Temperatursprung im Jahre 1988.

Abb. 4: Ab 1988 wurde es in Deutschland plötzlich wärmer, die Trendlinie der 2000 Wetterstationen steigt seitdem weiter.

Erklärung: Die Trendlinie der Abb. 4 beginnt ein halbes Grad höher als bei Abb.3. Im Schnitt der Einzelmonate fand der Sprung bei den Jahrestemperaturen auf ein höheres Niveau 1988 statt. Einzelne Monate lagen auch bereits davor oder wie der April erst später. Ein Temperatursprung kann nicht durch CO2 herbeigeführt werden. Ein Temperatursprung wie 1988 hat natürliche Gründe. Und die seitdem anhaltende Erwärmung ab 1988 von 0,28 C/Jahrzehnt unterziehen wir nun einer näheren Betrachtung hinsichtlich Jahreszeiten.

Aber fassen wir erst einmal zusammen: Die Klimaerwärmung Deutschlands fand hauptsächlich erst ab 1988 statt. Und nicht wie behauptet seit über 100 Jahren oder seit Beginn der Industrialisierung.

Wir fragen uns weiter: Wie war diese Deutschland-Erwärmung ab 1988 auf die Jahreszeiten verteilt, unterscheiden sich Sommer und Winter?

Abb. 5: Die Erwärmung ab 1988 fand hauptsächlich im Sommer statt. Steigung y=0,046x

Halten wir zwischenzeitlich fest: Die Klimaerwärmung fand hauptsächlich ab 1988 in der Jahreszeit Sommer statt.

Fragt man sich nun weiter, ob  die Sommertage rundum wärmer wurden oder ob es Tag/Nachunterschiede gibt, dann erhält man folgende Vergleichsgrafiken. Anmerkung: Von DWD-Deutschland liegt diese Erfassung in mittlere T-max und T-min nicht vor, wir haben exemplarisch Ellwangen und Dachwig genommen, weil die allg. Sommererwärmung (braune Grafik) bei Ellwangen etwa die gleiche Steigung hat wie die DWD-Deutschland, bei Dachwig etwas weniger.

Abb. 6a und 6b: Der Der Temperaturanstieg im Sommer erfolgte hauptsächlich tagsüber, die nächtlich gemessenen mittleren T-Min-Temperaturen steigen kaum im Vergleichszeitraum. Beim ländlichen Dachwig im Thüringer Becken (6b, unten) zeigt sich ein ganz ähnliches Bild – die mittleren Minima steigen dort überhaupt nicht.

  1. Die angeblich CO2– verursachte Klimaerwärmung fand gar nicht wie behauptet seit dem Beginn der Industrialisierung statt.
  2. Die Klimaerwärmung fand in Deutschland erst ab 1988 statt, und zwar hauptsächlich im Sommer und auch nur tagsüber.
  3. Das ist der Beweis, dass CO2 nicht der Hauptverursacher der Erwärmung sein kann.  

Beachte: Alle Daten der Grafiken sind nicht wärmeinselbereinigt.

Aus den DWD-Daten ergibt sich die nächste Fragestellung: weshalb fand die Klimaerwärmung nur tagsüber und hauptsächlich im Sommer statt? Antwort: Die Zunahme der Sonnenstunden ab 1988 und die großflächige Trockenlegung Deutschlands sowie häufigere Süd-, Südwest- und Zentralhochlagen sind der Hauptgrund der enormen Tageserwärmung in den drei Sommermonaten. Und nachts scheint eben keine Sonne.

Abbildung 7: Um etwa 90 Stunden nahm die Sonnenscheindauer seit 1988 zu, das musste stark erwärmend wirken. Der Sommer 2022 war der mit Abstand sonnigste seit dem flächendeckenden Aufzeichnungsbeginn der Sonnenscheindauer im Jahre 1951.

Fazit: Es gibt natürliche Ursachen der Klimaerwärmung im Sommer, aber auch vom Menschen verursachte:

Natürliche Ursachen: Zunahme der Sonnenstunden und Zunahme der Zentralhoch-, Süd- und Südwestwetterlagen, im Sommer herrscht zunehmend mediteranes Klima, vor allem im Süden Deutschlands.

Menschenverursachte Klimaerwärmung a) zunehmende Landschaftsversiegelungen durch Bebauung, siehe Versiegelungszähler. (Stand 50 428 qkm) Das Regenwasser wird nicht zurückgehalten, sondern geht über die Kanalisation direkt ins Meer zurück.

b) Trockenlegung von Feld, Wald und Flur durch Drainagen, aber auch mittels Photovoltaikanlagen und Windrädern. Ferner ständige Zerstörung der wasserspeichernden Humusschicht: Über die Hälfte der Deutschlandfläche ist betroffen. Großflächige Deutschlanderwärmung im Sommer auf Maxima bis zu 40°C, Versteppung der freien Fläche im Sommer.

Beide Ursachen, natürliche und anthropogene begünstigen sich gegenseitig und korrelieren miteinander.

Der WI-Effekt im Winter ist viel kleiner und wird nur bei den städtischen, bzw. stadtnahen Wetterstationen durch die Gebäudeheizung tags und nachts gleichermaßen erzeugt. Mit dem Ausufern der Städte, der Erweiterung der energieintensiven Industrie- und Gewerbegebiete steigt der winterliche WI-Effekt ebenfalls weiter an.

Erkenntnis: Die natürlich bedingten Ursachen der Erwärmung seit 1988 können sich wieder ändern, das haben wir nicht in der Hand. Die menschenverursachten Flächenversiegelungen und Trockenlegungen halten leider an. Vor allem die gläubige CO2-Treibhauswissenschaft verhindert einen „sinnvollen Kampf dem Klimawandel“. Die tagsüber stattfindende und menschenverursachte sommerliche Erwärmung seit 1988 wird hartnäckig ignoriert, da sie der CO2-Treibhaustheorie widerspricht.

Abhilfevorschläge, die auch helfen: Wiedervernässung der deutschen Landschaften. Den Regen dort halten, wo er niedergeht, in Städten und in Landschaften. Man muss nicht gleich die Dachrinnen abbauen oder die Drainagen aus den landwirtschaftlichen Flächen rausreißen und das einstige mittelalterliche Sumpfgebiet wiederherstellen. Auch mehr Kleinspeicher zur landwirtschaftlichen Bewässerung (in Ostdeutschland sind diese vielfach noch aus DDR-Zeiten vorhanden; nur die Beregnungsanlagen wurden nach 1990 abgebaut), können bei der Ertragssicherung im Ackerbau helfen und das lokale Klima verbessern.

In allen Artikel machten wir bislang diverse Einzelvorschläge, teils auch durch Anregungen der Kommentatoren. Hier nun vier weitere Beispiele:

Abbildung 8: Noch aus DDR-Zeiten stammender Kleinspeicher an einem Bach in Kromsdorf bei Weimar. Hauptsächlich zur Bewässerung angelegt (die DDR musste sich weitgehend selbst mit Grundnahrungsmitteln sowie Obst und Gemüse versorgen), wird durch solche Wasserflächen auch das Lokalklima verbessert, und es entstehen neue Lebensräume für Pflanzen und Tiere in der meist ausgeräumten Agrarlandschaft. Foto: Stefan Kämpfe

Abbildung 9: Foto Kowatsch, Schaffung von begrünten Tümpeln und Weihern in der Landschaft, auf dem Bild zwischen den beiden Waldstücken zu sehen.

Erklärung zu Abbildung 9: Die beiden Waldstücke und die intensiv genutzten Wiesen sind durch Drainagen trockengelegt. In der Talsohle ist der kerzengerade angelegte Abwasssergraben erkennbar, der in eine begrünte Weihermulde mündet. Bei plötzlichen Gewittern füllt sich der Weiher, das Wasser versickert und verdunstet im Sommer. Die Pflanzen vergrößern die Verdunstung, kühlen zusätzlich und erhöhen den Wasserdampfgehalt in der Luft. Zugleich dient der begrünte Weiher dem Hochwasserschutz.

– Hecken: In ausgeräumten Agrarlandschaften, wie etwa der Magdeburger Börde oder der Leipziger und der Münsterländer Tieflandsbucht, würde die Anlage von Baumhecken dabei helfen, die Austrocknung zu bremsen. Der dafür erforderliche Verlust an landwirtschaftlicher Nutzfläche wird durch die eintretende Ertragssteigerung infolge der Verbesserung des Kleinklimas mehr als ausgeglichen; auch erhöht sich die Ertragssicherheit, und die Artenvielfalt in der Pflanzen- und Tierwelt wird gefördert. Hecken helfen mit, den Humus vor Ort zu halten, da sie das bei Starkregen auftretende Oberflächenwasser abbremsen.

Abb. 10: Heckenlandschaft in Schleswig-Holstein (Foto: imago images / blickwinkel) Auch der Wind wird gebremst und kann den Humus nicht fortwehen wie das in ausgeräumten Agrarlandschaften häufig der Fall ist. Bitte googeln, Bodenerosion durch Wind

– Vermehrte Humusbildung. Eine Tonne Humus kann die fünffache Menge Wasser einspeichern. „Experten gehen davon aus, dass pro Jahr etwa 0,3 bis 1,4 Tonnen Boden pro Hektar und Jahr auf natürliche Weise neu gebildet wird. Jährlich gehen aber im Schnitt zwischen 1,4 und 3,2 Tonnen Boden pro Hektar durch Erosion verloren.“ Im Schnitt gehen somit etwa 1,5 Tonnen Humus pro Hektar jährlich verloren. Diese Angabe brauchen wir für die Überschlagsrechnung

Die landwirtschaftlichen Flächen in Deutschland lagen im Jahr 2021 bei 16,6 Millionen Hektar. (46% der Deutschlandfläche)  Rechnen wir im Schnitt mit 1,5 Tonnen Humusverlust auf 1 Hektar, dann sind dies 1,5 x 16,6 Millionen Tonnen Humusverlust jährlich allein auf den landwirtschaftlich genutzten Flächen. Die verringerte Wasserspeicherung des Bodens durch Humusverlust beträgt somit: 1,5 x 16,6 x 1000000 x 5000 Liter.

Um die Humusbilanzen zu verbessern, müssen sich die Fruchtfolgen ändern: Weg mit dem Humuszehrer Mais, dafür mehr Leguminosen und Futterkulturen (Klee- und Luzernegras) in die Fruchtfolgen. Auch im Wald ist Humus ein großes Thema: Laubbäume, besonders Linden und Buchen, bilden viel wertvollere Humusformen, als Fichten und Kiefern. In Land- und Forstwirtschaft ist außerdem stärker auf die Vermeidung von Bodenverdichtungen zu achten, denn diese beeinträchtigen das Wasserspeichervermögen der Böden enorm.

Fazit: Alles durch Flächenversiegelung, Trockenlegungen, Bodenverdichtungen und Humusvernichtung sofort abgeleitete Wasser geht ins Meer und trägt seit Jahrzehnten zum Meeresspiegelanstieg bei. Das muss aufhören. Unsere Vorschläge sind Klimaschutz, die dem Klima helfen.

Josef Kowatsch, Naturbeobachter, aktiver Naturschützer und unabhängiger Klimaforscher

Stefan Kämpfe, Diplomagraringenieur, unabhängiger Natur- und Klimaforscher