Zeitweilige Septemberkühle 2022 in Deutschland – hat sie Konsequenzen für die restliche Jahreswitterung und den kommenden Winter?

Stefan Kämpfe

Der Super-Sommer 2022 fand noch bis zum 13. September eine gemäßigte Fortsetzung; danach stürzten die Temperaturen ab, und die bis dahin fleißige Sonne verschwand oft hinter Regenwolken. Ist damit das Ende aller Schönwetterträume eingeläutet, und droht uns gar ein Kaltwinter? Für die von den links-grünen Ideologen verursachte Energiekrise wirkt die frühe Herbstkälte gewiss als Brandbeschleuniger – vielerorts mussten die Wohnungen am dritten Septemberwochenende schon beheizt werden.

Die realen meteorologischen Möglichkeiten des Septembers

An der Bewertung des Septembers kann man Optimisten und Pessimisten unterscheiden: „Noch Sommer!“ sagen Erstere. „Schon Herbst!“ Letztere. Die Meteorologen haben sich da aber eindeutig positioniert – für sie gehört der gesamte „Scheiding“ (weil die warme Zeit des Jahres nun endet) zum Herbst. September kann jedoch Vieles: Hochsommer mit Sonne satt und zeitweise noch um oder über 30°C (1947, 1961, 1982, 1999, 2006, 2016), aber auch Kälte, Regen und kaum noch Sonne (1986, 1990, 1996, 2001, 2007), mitunter schon zähen Nebel oder auch schon erste Boden- und Nachtfröste. Sonnenstand und die astronomisch mögliche Sonnenscheindauer fallen vom Niveau des mittleren Aprils auf das des mittleren März zurück. Diese schwindende Besonnung reicht schon ab etwa der Monatsmitte nicht mehr aus, um einfließende Kaltluft, wie wir sie auch 2022 hatten, wesentlich zu erwärmen. Für sehr hohe Lufttemperaturen bedarf es neben einer maximalen Besonnung daher stets einer intensiven, von Wind unterstützten Warmluftzufuhr aus dem Süden. Zwar gehört der September zu den klassischen „Schönwettermonaten“ im Jahresverlauf, denn er wird oft von Hochdruckwetterlagen dominiert. Aber erstens kommt es auf die Position des Hochdruckgebietes an – liegt es westlich oder nördlich von Deutschland, so profitieren meist nur West- und Norddeutschland davon, und das Temperaturniveau ist schon recht verhalten. Zweitens werden die beiden septemberlichen Schönwetterphasen, der Spätsommer am Monatsanfang und der Altweibersommer im letzten Monatsdrittel, mitunter durch eine mehr oder weniger intensive Tiefdruckwetterphase um die Monatsmitte unterbrochen (2013, 2010, 2003, und eben auch 2022). Fazit: Die zeitweise feuchtkühle Septemberwitterung 2022 ist also alles andere als ungewöhnlich. Wohl zutreffend ist folgende Bauern-Regel: „Bei Schwalb‘ und Eichhorn merkt man’s bald – wenn sie verschwinden, wird es kalt.“ In den letzten Jahrzehnten blieben die Schwalben oft bis Mitte September – diesmal waren sie am Monatsanfang schon fortgezogen.

Abbildung 1: Empfindliche, frühe Herbstkühle. Am 18. September erreichten die Temperaturmaxima in Deutschland mit verbreitet 11 bis 15°C im Flachland nur noch das Niveau von etwa Mitte Oktober. Und die 15 bis ganz vereinzelt 16°C gab es nur dort, wo die noch einigermaßen kräftige Septembersonne für 6 bis 9 Stunden schien (Norddeutschland). Die Mittelgebirgsgipfel waren mit 2 bis 7°C schon sehr kühl. Auf der Zugspitze herrschte mit einem Maximum von minus 5,9°C schon tiefster Winter, und der Schnee lag dort schon am Morgen stolze 60 cm hoch. Bildquelle: mtwetter

Unklare Oktober-Aussichten

Anders als im Hochsommer lassen sich im Herbst aus der Witterung des Vormonats meist keine eindeutigen Schlüsse für den Folgemonat ziehen, weil bei der schnell abnehmenden Tageslänge oft schon eine geringe Umstellung der Großwetterlage ausreicht, um ein völlig anderes Temperaturniveau zu bewirken. So folgten den warmen Septembern 1982, 1999 und 2016 durchwachsene und teils schon recht kühle und nasse Oktoberwochen, während es nach den kalten Septembern 1990, 1995 und 2001 im Oktober zeitweise nochmals spätsommerlich warm wurde. Zwar hat die Erhaltungsneigung (Persistenz) der Witterung um den Monatswechsel September/Oktober eine gewisse Bedeutung, und auch schon der Charakter des Septemberbeginns („Ägidientagsregel“) lässt nicht selten grobe Schlüsse auf den Witterungsverlauf im weiteren Herbst zu – doch diesmal startete der September schon nicht ganz beständig und nur mäßig warm. Das wichtigste Langfristmodell, das amerikanische CFSv2-Modell, sieht nach wie vor einen zu warmen Oktober für Mitteleuropa voraus. Weil die Oktobertemperaturen leicht positiv von der aktuellen AMO-Warmphase beeinflusst werden, könnte diese Prognose zutreffen; sicher ist sie keinesfalls.

Abbildung 2: Nach der CFSv2-Prognose (Eingabezeitraum bis zum 17. September) soll der Oktober in fast ganz Europa zu warm ausfallen – in Deutschland um bis zu zwei Kelvin (°C). Aber schon der September wird kühler abschließen, als es dieses Modell vorhersagte. Bildquelle: NOAA

Spielverderber für Späturlauber: Zwei Hurrikane auf Abwegen, in drei Etappen vom warmen Sommer in den kalten Herbst

Bis Ende August hatte sich noch kein Hurrikan entwickelt, was nur selten vorkommt (letztmalig 2013), weil viel Sahara-Staub und eine Windscherung die Bildung ausreichend großer Gewitterzellen über Westafrika und dem Atlantik behinderten. Erst Anfang September zeigten sich zwei schwächere Hurrikane, welche aber, anders als üblich, nicht in die Karibik oder zur US-Ostküste zogen, sondern die Region westlich der Azoren ansteuerten. Der erste, Danielle, tauchte am 2. September erstmals auf den Wetterkarten des Metoffice (Brit. Wetterdienst) auf. Noch Ende August befand sich ein recht stabil aussehendes Hoch über dem Nordmeer. Es war der letzte Teil des umfangreichen, zwischen den Azoren, West-, Nord- und Mitteleuropa pendelnden Hochdruckblocks, welcher uns das anhaltende Sommerwetter beschert hatte. Doch ein zunächst schwaches Tief bei Island vereinigte sich nun allmählich mit einem neuen Tiefkomplex westlich und südlich der Britischen Inseln. Dieser wurde durch die Ex-Hurrikane (Earl kam am 11. September als schon außertropisches Tief hinzu) intensiviert. Zunächst wanderte das Schönwetterhoch nach Fennoskandien und löste sich zum Ende der ersten Septemberdekade allmählich auf. Im Azorenraum dominierte nun zunehmend tiefer Luftdruck; ein weiteres Tief zog vom Nordatlantik südlich Islands schließlich nach Skandinavien und verstärkte sich dort ab dem 14. September, wobei an diesem Tage entlang einer Luftmassengrenze die verbreitet stärksten Regenfälle über Mitteldeutschland seit dem August 2021 (!) zu beobachten waren – oft um oder über 30 mm. Damit war der Umbruch zum windig-kalten Herbstwetter vollzogen.

Abbildungen 3a bis 3c: Drei Schritte bis zur frühen Herbstkälte 2022: Oben (3a) erkennt man noch das letzte Schönwetterhoch, welches sich am 30. August über dem Nordmeer befand; sein nach Mitteleuropa gerichteter Keil sorgte hier für meist freundliches, warmes, nur leicht wechselhaftes Wetter. In der Mitte (3b) reichte das für Deutschland noch immer teilweise wetterbestimmende Hoch am 6. September vom Nordmeer nach Skandinavien und Osteuropa; auf der Vorderseite eines sehr kräftigen Tiefs südwestlich von Irland gab es aber in feucht-warmer Luft stellenweise kräftige Schauer und Gewitter aus südlicher Richtung. Der Hurrikan „DANIELLE“ lag etwa auf halbem Wege zwischen Neufundland und den Azoren. Unten (3c) ist die Umstellung am 17. September längst vollzogen; zwischen einem Hoch westlich von Irland und einem sehr kräftigen Tief über Nordeuropa strömt arktische Meeresluft (mA) nach Deutschland – eine an den kalten April 2021 erinnernde Wetterlage. Die Hurrikane sind in diesem Tief aufgegangen und haben diese dramatische Wetterumstellung wesentlich mit beeinflusst. Bildquellen: wetter3.de/Metoffice

Diese spannende Wetterentwicklung verdeutlicht, warum die Großwetterlagen so wichtig für das Temperaturniveau sind. Bei entsprechender Kaltluftzufuhr zeigt sich das für diese Wetterlagen typische Temperaturniveau der 1970er und 1980er Jahre; lediglich ihre Seltenheit bescherte uns die in jüngster Vergangenheit oft sehr milden September.

Die September-Witterung und der kommende Winter: Die Aussicht auf Kälte wird etwas besser

Ist der September gelind, so bleibt der Winter meist ein Kind“ – das ist eine der ganz wenigen, halbwegs brauchbaren Witterungsregeln in Mitteleuropa. Nach den Untersuchungen des Autors anhand der DWD-Flächenmittel der Lufttemperatur seit 1881 folgte einem September, welcher mehr als 15°C erreichte, niemals ein sehr kalter Winter. Andererseits gingen milden Wintern mitunter auch sehr kühle September voraus – Septemberkühle weist nämlich besonders dann mit gewisser Sicherheit auf einen Kaltwinter oder zumindest zeitweise kalten Winter hin, wenn ein merklich zu trockener, warmer Oktober, am besten noch mit hohem Luftdruck über West- und Mitteleuropa, folgt (Paradebeispiel 1995/96, aber mit gewissen Abstrichen auch 2017/18, 2001/02, 1986/87, 1984/85, 1978/79 und 1977/78 – meist sind nicht alle Kriterien streng erfüllt). Der September 2022 wird aber weder allzu warm noch allzu kalt ausfallen – damit liefert er, zumindest bei flüchtiger Betrachtung, alleine keine eindeutigen Hinweise für die kommende Winterwitterung.

Abbildung 4: Streudiagramm der Wertepaare aus September- und Folgewintermittel (°C) in Deutschland 1881 bis 2021/22.

Zu dieser Abbildung: Wegen der großen Streuung ist der Zusammenhang trotz vorhandener Signifikanz (hoher Stichprobenumfang) nur sehr eingeschränkt aussagefähig und darf daher niemals allein für Vorhersagen genutzt werden; trotzdem gilt: Je wärmer der September, desto milder ist (meist) der folgende Winter. Weil der September 2022 mit etwa 13 bis 14,5°C (hier optimistisch auf etwa 14 °C geschätzt) nur im Mittelfeld landen wird; ist sowohl ein sehr kalter oder auch ein sehr milder Folgewinter noch möglich. Einige markante Wertepaare sind gekennzeichnet; dem bislang kältesten September von 1912 folgte der mäßig milde Winter 1912/13, dem kalten von 1962 aber der Strengwinter 1962/63, dem extrem warmen September von 2006 der extreme Mildwinter von 2006/07.

Aber erlaubt vielleicht ein Blick auf historische Wetterkarten doch etwas bessere Hinweise? Ähnlich kalt, freilich anders als 2022 fast durchgängig, verliefen die September 1986, 1996 und 2001. In allen diesen Septembern fanden sich zeitweise ähnliche Wetterlagen, wie Mitte September 2022 – das markante Tief über Nordeuropa und das Hoch westlich der Britischen Inseln.

Abbildung 5: Stellvertretend für ähnliche Vergleichsfälle, sei hier die Lage vom 11. September 1986 gezeigt: Wie Mitte September 2022, befanden sich ein Hoch westlich von Irland und ein umfangreiches Tief über Skandinavien; doch verlief jener September von Anfang an kalt. Ihm folgte der Strengwinter 1986/87. Bildquelle: wetterzentrale.de

Doch traten solche grob ähnlichen Lagen auch in einem insgesamt eher milden September auf? Hier kommt der äußerst spannende September von 2009 ins Spiel. Zwar verlief hier die Entwicklung anders, als in den bisher genannten Jahren: Nach einem heißen August und einer leicht wechselhaften, aber oft noch warmen ersten Septemberdekade (wie 2022) bildete sich ab dem 10. September ein umfangreiches Hoch über den Britischen Inseln, welches später nach Skandinavien und Mitteleuropa zog. An seiner Ostflanke wanderte ein am Boden nur schwach entwickeltes, in der Höhe aber sehr intensives Tief („Kaltlufttropfen“) von Nord- nach Mittel- und später nach Südwesteuropa. Es löste ab dem 14. September eine merkliche Abkühlung mit gebietsweise starken Regenfällen aus, ehe nach einigen Tagen wieder Hochdruckeinfluss für einen mäßig warmen Altweibersommer sorgte. Jedem Kenner wird klar: Eine winterliche Wiederholung dieser Lage bedeutet viel Schnee und Kälte, was dann im Januar 2010 eintrat.

Abbildung 6: Wetterkarte vom 13. September 2009. Auch hier befand sich ein umfangreiches Hochdruckgebiet nordwestlich von Deutschland; das korrespondierende Tief über Skandinavien war aber nur schwach, jedoch in der Höhe sehr ausgeprägt und daher äußerst wetterwirksam. Bildquelle: wetterzentrale.de

Die genannten, zumindest zeitweiligen Ähnlichkeiten in den Witterungsabläufen dürfen zwar nicht überbewertet werden – trotzdem kann die Septemberwitterung 2022 die Wahrscheinlichkeit für zeitweilige Kälteeinbrüche zwischen Oktober und Februar erhöht haben, nachdem eine Betrachtung des Sommers allein kaum Aussicht auf Kälte versprach; Näheres dazu am Ende des Sommerrückblicks des Autors.

Nur gedämpfter, kurzlebiger Altweibersommer 2022?

Schon ab dem 20. September verliert das Skandinavien-Tief allmählich seinen Einfluss; Schauer und Wind lassen nach. Das Hoch zieht dann Richtung Mitteleuropa. Aber weil es zu keiner großräumigen Süd- oder Südwestströmung kommt und damit die intensive Warmluftzufuhr fehlt, wird es schwierig, nochmals die 20°C-Marke zu erreichen oder gar zu überschreiten, zumal auch nicht überall eitel Sonnenschein herrscht. Nach sehr kalten Nächten könnte sich gebietsweise Frühnebel über längere Zeit halten. Angesichts der Energiekrise wird die bevorstehende Flaute wieder zu Problemen bei der Stromproduktion führen. Falls die Modelle Recht behalten, bleibt der Altweibersommer auch nur etwa eine Woche: Schon ab etwa dem 27.September könnte wieder kaltes Nordwestwetter einsetzen, danach Anfang Oktober aber nochmals Altweibersommer – bei noch sehr, sehr großer Unsicherheit.

Stefan Kämpfe, unabhängiger Natur- und Klimaforscher

 




Es ist schlimmer als gedacht! Nein, nicht der sog. menschengemachte Klimawandel, sondern der große Klimaschwindel von DWD, ZDF und Co. Teil 3

Teil 3: Money for Nothing: Mehrere Tausend Milliarden € wegen 0,5°C Erwärmung in Deutschland seit 140 Jahren

Raimund Leistenschneider, Josef Kowatsch

„Wir spielen mit 6 Millionen Arbeitsplätzen“, wie jüngst Prof. Vahrenholt resümierte. Und dass alles für eine natürliche Temperaturerhöhung von +0,4°C bis 0,7°C in Deutschland, wie die Teile 1 und 2 belegten und einem gigantischen Schwindel um Temperaturmesswerte und Temperaturmessstationen.

Dieser gewaltige Klimaschwindel von DWD und Co. rechtfertigt auch nicht die Ausgabe von nur 1€, um irgendwelche Klimamaßnahmen in der Energieerzeugung oder der CO2-Reduzierung in Industrie/Handel zu erzwingen. Eine Investition, die sich in einer Temperaturmessung/-messreihe auch gar nicht wiederfinden wird, weil nicht vorhanden und damit existent ist.

„Energiewende kostet die Bürger 520.000.000.000 Euro – erstmal“ hier.

Und weiter: „Bis zum Jahr 2025 müssen geschätzt rund 520 Milliarden Euro aufgewendet werden. Eine vierköpfige Familie zahlt somit direkt und indirekt über 25.000 Euro für die Energiewende.“ Wohlbemerkt, bis 2025. Dies war eine Bilanz aus dem Jahr 2016. Im Jahr 2021 sieht die Bilanz bereits so aus (Abb.28).

Abb.28, Quelle, siehe Chart. Bis 2020, also in den ersten 20 Jahren, kostete die Energiewende die Bürger mehr als 388 Milliarden Euro!

Bis 2020 hat eine vierköpfige Familie für die Energiewende in Deutschland 18.700€ zahlen müssen!

Wir alle erinnern uns noch an die Aussage des damaligen Grünen Umweltministers Trittin aus dem Jahre 2003, der versicherte, die Energiewende werde die Verbraucher „nicht mehr als eine Kugel Eis pro Monat kosten“. Gott behüte unser Land vor ideologischen Blindgängern in Politik und Öffentlichkeit!

Das Ifo-Institut kommt in 2019 auf Gesamtkosten bis zum Jahr 2050 von 500 Milliarden Euro bis mehr als 3.000 Milliarden Euro, hier . Dies sind bis zu 150.000€ für eine vierköpfige Familie.

Alle diese Zahlen stammen noch aus der Zeit vor der jetzigen Energiekrise, so dass davon ausgegangen werden muss, dass die Kosten in unkalkulierbare Höhen für unser Land und seine Bürger steigen, Abb.29.

Abb.29, Quelle: Dr. Christoph Canne, zeigt die Verzehnfachung des Strompreises in Deutschland an der Energiebörse. 95 ct/kWh für die sog. Baseload, 127.5 ct/kWh für die sog. Peakload.

Diesen Preis kann keine Familie bezahlen. Die Ursache dafür ist nicht etwa der Ukrainekrieg, der ist bestenfalls der Beschleuniger, sondern eine über Jahre verfehlte Energiepolitik und verfehlte Energieerzeugung in Deutschland: Weg, vom zuverlässigen Grundstrom (Abb.32), hin zu Zappelstrom (Windstrom, Abb.30) und Sandmännchenstrom (Solarstrom, Abb.31), der „schlafen“ geht, wenn es dunkel wird.

Abb.30, Quelle: Rolf Schuster, zeigt den Zappelstrom (Windstrom), wie dieser in Abhängigkeit des Windes mal mehr und mal weniger und oft genug gar nicht erzeugt wird am Beispiel August 2022. Wird die installierte Windleistung (roter Balken) mit der tatsächlich erzeugten verglichen, ergibt sich ein äußerst schlechter Wirkungsgrad. Ein Grund, warum Strom nirgends so teuer wie in Deutschland ist.

Abb.31, Quelle wie Abb.30, Sandmännchenstrom (Solarstrom), der sozusagen „schlafen geht“, wenn es dunkel wird. Dessen Erzeugung also meist Null ist. Ein weiterer Grund für die hohen Strompreise in Deutschland.

Was für ein Kontrast bei sog. Atomstrom, fachmännisch: Nuklearstrom, Abb.32.

Abb.32, Quelle wie Abb.30, zeigt eindrucksvoll den erstklassigen Wirkungskrad, denn Ist (erzeugter Strom) ist fast so hoch wie die installierte Leistung. Sieht bei Kohlestrom in etwa gleich aus.

Jeder halbwegs denkende Mensch erkennt sofort, was eine Industrienation wir Deutschland benötigt. Nein, nicht Energiesparen, sondern Energieerzeugung! Eine Energieerzeugung mittels zuverlässigem Grundstrom, der immer in gleicher Weise vorhanden ist und kein Zufallsstrom, wie Zappel*4)– oder Sandmännchenstrom. Dies wäre die größte Entlastung für eine Familie. Die Kraftwerke dazu sind vorhanden, sie müssten „nur“ (wieder) in Betrieb genommen werden.

*4) Die echten Naturfreunde in Deutschland werden dies danken (Abb.33).

Abb.33, Quelle: Götz Wiedenroth. Massentötungsmaschine Windrad: Allein in Deutschland fallen jedes Jahr ca. 200 Adler Windrädern zum Opfer und werden durch diese erschlagen. Die Zahl der erschlagenen Vögel liegt zwischen 100.000 und 1.000.000 pro Jahr. Die der erschlagenen Fledermäuse bei 200.000 pro Jahr, (hier).

6. Ergebnis:

Unser Land braucht in Politik und Medien keine ideologischen Blindgänger – Entschuldigung – sondern kompetente Praktiker vom Schlage eines Helmut Schmidt oder Konrad Adenauer, die Deutschland wieder zurück zu bezahlbarer, zuverlässiger Energieerzeugung führen, zumal irgendwelche CO2-Einflüsse auf die Temperatur nicht feststellbar sind und die klimatischen „Ereignisse“ alle auf natürlichen Ursachen beruhen. Deutschland hat seit Jahren die höchsten Strompreise in Europa. Das ist ein (gewolltes?) Politikversagen.

Aber offensichtlich hat man sich dort zu Abb.34 entschieden. Neben der Verarmung weiter Teile der Bevölkerung, der Zukunft unseres Landes in der Energie-/stromversorgung:

Abb.34, Kollage: R. Leistenschneider

… und lenkt auch noch durch Energiesparen vom eigentlichen Thema, der Energieerzeugung ab. Getreu dem Motto von Peter Finch, in seiner Rolle als Nachrichtensprecher in dem zeitlosen Filmklassiker Network, Zitat:

…Also hört mir zu. Das Fernsehen ist nicht die Wirklichkeit… Das Fernsehen ist ein Zirkus,…,eine reisende Gruppe von Akrobaten, Märchenerzählern…“

Von uns (Anmerkung: Fernsehen) werdet ihr nie die Wahrheit hören. Wir erzählen euch das, was ihr hören wollt (Anmerkung: sollt). Wir lügen wie die Teufel… Wir erzählen euch jeden Scheiß, den ihr hören wollt (Anmerkung: sollt). Wir handeln mit Illusionen. Nichts davon ist wahr… Ihr fängt an, den Blödsinn zu glauben, den wir hier verzapfen. Ihr fängt an zu glauben, dass die Röhre*5) die Wirklichkeit ist.“

*5) 1976, als der Film in die Kinos kam, gab es noch keine Flachbildschirme, sondern Bildröhren, die die Bilder für den Betrachter darstellten.

Ob wir uns weiter für dumm verkaufen lassen oder uns naturwissenschaftlichen Fakten zuwenden, liegt einzig an jedem Einzelnen. Die Autoren werden ihren Anteil dazu beitragen, dass interessierte Leser etwas anderes als den sog. Mainstream zu hören/lesen bekommen.

Raimund Leistenschneider – EIKE; Josef Kowatsch – Naturbeobachter, aktiver Naturschützer und unabhängiger, weil unbezahlter Klimaforscher

 




Es ist schlimmer als gedacht! Nein, nicht der sog. menschengemachte Klimawandel, sondern der große Klimaschwindel von DWD, ZDF und Co. Teil 2

Teil 2: Das Messnetz des Deutschen Wetterdienstes – Ein Betrug auf Raten oder der Offenbacher Narrensprung

Raimund Leistenschneider, Josef Kowatsch

*3) Die Autoren möchten auch im Teil 2 darauf hinweisen, wenn sie vom DWD schreiben, dann meinen sie nicht die vielen dortigen Meteorologen und Wissenschaftler, die jeden Tag akribisch ihrer Tätigkeit nachgehen, um verwertbare Ergebnisse zu liefern, sondern die dortige Führungsmannschaft, die nicht müde wird, sich und damit ihre Behörde und natürlich den Bundesverkehrsminister – der DWD ist eine Behörde im Bundesverkehrsministerium – mit unsoliden und unwissenschaftlichen Aussagen lächerlich zu machen, siehe hier oder hier.

Im Teil 1 hatten die Autoren darauf hingewiesen, dass der DWD gar nicht in der Lage ist, eine solche Temperaturvergleichsaussage von +1,6°C Erhöhung zu treffen, da er gar nicht das Messnetz besitzt, mit dem er dies belegen könnte. Dies hatten die Autoren mit Abb.7 dargelegt, die auf Daten des DWD beruht und zeigt, dass lediglich 5% (142 Stationen) seiner Messstationen seit dem 19. Jahrhundert bis heute (Stand 06.08.2022) messen.

Abb.7 (aus Teil 1), Quelle: Leistenschneider nach Datenquelle DWD, zeigt die ermittelte Anzahl aller DWD-Messstationen, die der DWD auf seiner Homepage angibt. Nur 142 seiner Messstationen messen die Temperatur seit dem 19.Jahrhundert bis heute. Dies sind nur rund 5%.

Wird die Messlatte noch genauer angelegt und betrachtet, wie viele Messstationen denn seit etwa 1885 bis heute messen, so sind dies ca. 30 Messstationen, was 1% seiner Messstationen entspricht. Die Datenqualität des DWD ist demnach so schlecht, dass bereits der statistische Fehler nahezu 100% beträgt.

Betrachten wir nun die angebliche Temperaturentwicklung in Deutschland mal genauer.

Abb.9, Quelle: Josef Kowatsch nach Daten des DWD, zeigt links die Deutschlandtemperaturen des 20. Jahrhunderts bis 1987. Es ist kein Temperaturanstieg zu erkennen. Rechts die Wintertemperaturen von 1988, also ab der Temperaturstagnation, bis zum Jahr 2021. Im Winter ist lediglich ein sehr mäßiger Temperaturanstieg zu verzeichnen.

Ganz anders dagegen bei den Sommertemperaturen für Deutschland, Abb.10.

Abb.10, Quelle: Josef Kowatsch nach Daten des DWD, zeigt links die Temperaturentwicklung für Deutschland ab dem 20. Jahrhundert bis zum Jahr 2021. Die Temperaturen steigen um +1,4°C an (Anmerkung: Ab 1881 – lag in einem Kältetal – um +1,6°C). Auch hier, die Entwicklung der Sommertemperaturen von 1988 bis 2021 (rechts). Ein fulminanter Temperaturanstieg ist zu verzeichnen.

1. Ergebnis

Der Temperaturanstieg in Deutschland ist in aller erster Linie ein Sommertemperaturanstieg und zwar ein Temperaturanstieg, der insbesondere um die Jahrtausendwende beschleunigte und in den 2010-Jahren immer mehr an Fahrt aufnimmt.

Betrachten wir daher mal das Messnetz des DWD etwas genauer und zwar, wie dieser seine Stationen auswählt und austauscht, Abb.11.

Abb.11, Quelle: R. Leistenschneider nach Daten des DWD zeigt die Übersicht der DWD-Stationen, die der DWD in den vergangenen Dekaden und seit 2021 neu in sein Messnetz aufnahm und aus denen die heutigen Temperaturdurchschnittswerte gebildet werden.

Während in den Dekaden des ausgehenden 20. Jahrhunderts ein Gleichklang neuer Messstationen zu verzeichnen ist, verdreifacht sich plötzlich die Anzahl neu hinzugenommener Messstationen im ersten Jahrzehnt des neuen Jahrhunderts um 271. Just zu dem Zeitpunkt, zu dem der DWD einen immer stärkeren (Sommer)Temperaturanstieg für Deutschland ausweist.

in den 2010-Jahren wird die Anzahl neuer DWD-Messstationen mit 464 nochmals stark erhöht, auf fast das Doppelte. Um in der jetzigen Dekade sprunghaft auf bisher 138 anzusteigen. Hochgerechnet ergibt dies die Anzahl von 844 neuer Messstationen in der jetzigen Dekade. Allein die bisherigen 138 neuen Messstationen in rund 1 1/2 Jahren sind mehr, als in jedem Jahrzehnt des ausgehenden 20. Jahrhunderts. Und die neuen Messstationen sind genau die Stationen, die immer neue Temperaturhöchstwerte/Temperaturrekorde messen, wie die Station in Duisburg-Baerl (ab 01.06.2007 im DWD-Messnetz) oder in Lingen (ab dem 25.09.2008 im DWD-Messnetz).

Dafür hat der DWD solch naturnahe Messstationen, wie Bruchmühlbach-Miesau – eine Naturgegend, in der wilde Wölfe zu Hause sind – stillgelegt (am 9.01.2011 aus dem Messnetz entfernt).

Der DWD hat demnach vermehrt seine Messstationen in wärmere Gebiete verlegt und dabei rasant neue Messstationen in sein Messnetz (in wärmeren Gebieten/Umgebung) aufgenommen.

2. Ergebnis

Die vom DWD ausgewiesene Temperaturerhöhung für Deutschland bezieht sich auf den Sommer und deren immer weiteres Ansteigen ist keine natürliche Temperaturerhöhung, sondern basiert auf der rasanten Zunahme neuer Messstationen ab der Jahrtausendwende – als der Klimarummel an Fahrt zunahm – und deren Verlagerung in wärmere Gegenden.

Im Folgenden wollen die Autoren zeigen, wie sich die Verlagerung von vermeintlichen Stationen in „freier Natur“ insbesondere auf höhere gemessene Sommertemperaturen auswirkt.

DWD-Wetterobservatorium Hohenpeißenberg: Seit 01.01.1781 bis heute in Betrieb

Abb.12, Quelle, zeigt nach Angaben des DWD sein Wetterobservatorium Hohenpeißenberg mit denen vom DWD gekennzeichneten Einrichtungen.

Heute steht das Messfeld auf freier Fläche, am Gipfel einer abgeholzten Anhöhe, die sich bei erhöhter Sonnenscheindauer, die wir derzeit in Deutschland zu verzeichnen haben (siehe hier), erwärmt und deren thermische Aufwinde die Messstation dahingehend beeinflussen, dass höhere Temperaturen als früher gemessen werden. Denn bis 1934 war die Messstation an der Nordwand der Klosterkirche in 7 m Höhe, vor dem Studierzimmerfenster befestigt (ganz rechts im Bild, wo etwa der Pfeil „Infopavillon“ ist), von lichten Bäumen umgeben, fernab von thermischen Aufwinden und die Temperaturen wurden dabei von Mönchen abgelesen.

Vergleichbar mit den heutigen automatischen Messungen, mit einem gänzlich anderen Messstandort ist dies keinesfalls!

Ist übrigens schon auffällig, wie der DWD seine Messstationen, bei Beibehaltung ihres Namens und der langen Messzeit, von kälteren, nach wärmeren Orten verlegt. Ein weiteres Beispiel hierfür ist Berlin-Dahlem.

Abb.13, Quelle. Dazu der Text: „Standort der Klimastation Dahlem auf dem Gelände des zweiten Standortes des Meteorologischen Institutes der FU Berlin an der Podbielskiallee 62 (Zeitraum vom 03. Oktober 1951 bis 11. Juli 1997). Bild: Archiv Institut für Meteorologie (FU Berlin)

Abb.14, Quelle wie Abb.13. Text: „Aktueller Standort der Klimastation Dahlem auf dem Gelände des Botanischen Gartens Berlin an der Königin-Luise-Str. 6-8 (Zeitraum seit dem 12. Juli 1997).“

Dazu die Luftaufnahme:

Abb.15, Quelle wie Abb.13. Text: „Lage der Station Berlin-Dahlem (siehe Pfeil-Markierung)

Donnerwetter! Lag ein und dieselbe Station bis 1997 in einem kleinen Park, umgeben von Sträuchern und Bäumen, deren Laub bekanntlich besonders viel Feuchtigkeit abgibt und damit kühlend wirkt, steht dieselbe Station (zumindest vom Namen dieselbe) heute auf weiter Fläche, auf freiem Feld und damit der Sonne unmittelbar ausgesetzt, ohne jegliche Kühlung durch Bäume und Sträucher.

Da kann schon der Gedanke eines menschengemachten Klimawandels aufkommen, aber einen, der sich einzig auf die Verlagerung der Temperaturmessstationen, hin zu wärmeren Orten, bewegt. Ein großangelegter Schwindel!

Nach diesem kleinen Exkurs, wie Betrug im DWD-Jargon lautet, Entschuldigung, wie dort Messstationen auf den neuesten Stand gebracht werden, zurück zu den Stationsbeispielen, die seit dem 19. Jahrhundert bis heute in Betrieb sind.

Säkularstation Potsdam Telegrafenberg: Seit 01.01.1893 bis heute in Betrieb

Abb.16, den Autoren von Michael Limburg zur Verfügung gestellt, zeigt links die heutige Messstation, in Mitten von Bäumen und rechts im ausgehenden 19. Jahrhundert auf freier Fläche. Hier scheint es genau umgekehrt zu sein. Wogegen vor über 100 Jahren die Messstation auf freiem Feld, welches sich bei Sonnenschein aufheizte, stand, befindet sie sich heute in einem Waldgebiet.

Die Autoren haben diese entgegengesetzten Beispiele gewählt, um zu zeigen, dass ein Temperaturvergleich und um den geht es ja bei einer Aussage, in Deutschland hätten sich die Temperaturen um +1,6°C erhöht, selbst mit Stationen, die seit dem 19. Jahrhundert bis heute in Betrieb sind, nicht möglich ist und jedwede Aussage dazu blanker Unsinn ist. Wer jetzt etwa denkt, nun, dass hebt sich doch gegenseitig auf, der macht nichts anderes als ein Roulettespiel, fernab jedweder wissenschaftlichen Basis. Aber genau die braucht die Politik, um ihre aberwitzig teuren Maßnahmen (Teil 3) für eine vermeintliche Eindämmung eines angeblich menschengemachten Klimawandels, der allein dem Kohlendioxid zugeschrieben wird, zu rechtfertigen.

3. Ergebnis

Eine wissenschaftliche Grundlage für die vom DWD genannte Erwärmung für Deutschland gibt es nicht. Sondern alles, was mit einer vermeintlichen Temperaturerhöhung von 1°C oder gar 1,5°C oder mehr verbunden ist, entpuppt sich als ein großangelegter Schwindel, zu Lasten der Bevölkerung unseres Landes.

Die Aussage des DWD, in Deutschland hätten sich die Temperaturen seit gut 100 Jahren um +1,6°C erhöht, ist zu 100% falsch.

Dabei gehen die Autoren nicht davon aus, dass der DWD eine solche Täuschung (besitzt nicht das Messnetz, um eine solche Vergleichsaussage zu treffen, bzw. der rasante Anstieg neuer Messstationen ab der Jahrtausendwende in wärmere Gebiete, Abb.11) absichtlich vornahm – denn das wäre Betrug – aber leider ergibt sich als Unterergebnis, dass die Führungsmannschaft des DWD nicht sonderlich viel von Meteorologie versteht.

Dass heißt nichts anderes, dass sowohl die darauf aufbauenden Energiepolitik = Wandel hin zu sog Erneuerbaren Energien (allein der Ausdruck ist bereits naturwissenschaftlicher Schwachsinn, denn Energie lässt sich nicht erneuern), als auch sämtliche Maßnahmen zu einer CO2-Reduzierung, auf einer gigantischen Lüge aufgebaut sind und daher von der Politik zu unserem Gemeinwohl schnellstmöglich zu beenden sind. Zumal einer der Autoren (Leistenschneider) dargelegt hat, dass das heutige sog. Extremwetter nichts mit Extremen zu tun hat, sondern die Normalität für die Temperaturentwicklung nach einem Maximum im Hauptsonnenzyklus, dem im Mittel 207-jährigen De Vries/Suess-Zyklus, ist (Abb.17).

Abb.17, Quelle: Leistenschneider, zeigt den Vergleich der Temperaturgänge 20 Jahre vor und 18 Jahre nach einem Maximum im Hauptsonnenzyklus von Deutschland (heute) nach Daten des DWD und Berlin-Dahlem (um 1800, Quelle: Prof. Ewert). Um 1800 existierte kein Deutschland und keine flächendeckenden Temperaturmessungen. Daher kein Vergleich der Absolutwerte, aber durchaus der Temperaturmuster (Wechsel). Deutlich sind starke Ähnlichkeiten der Temperaturwechsel zu verzeichnen. Der ganze Artikel hier.

Wie sehr die Sonne der Treiber der Temperaturen ist, zeigt die Aussage des DWD. Der DWD gibt an:

Besonders viel Sonnenschein im Südwesten“
„Mit 265 Stunden überragte die Sonnenscheindauer im Juli ihr Soll von 211 Stunden (Periode 1961 bis 1990) um rund 25 Prozent. Im Vergleich zu 1991 bis 2020 lag die Abweichung bei +17 Prozent. Der Südwesten befand sich mit über 350 Stunden am längsten im Sonnenlicht. Im Norden nahm die Belichtungsdauer immer weiter ab und halbierte sich nahezu an der Nordsee.“

Die Autoren möchten auch hier zwei DWD-Stationsbeispiele zeigen, die mit dem Verbund der erhöhten Sonnenscheindauer, mit den Einflüssen des WI, die Temperaturen maßgeblich steuern.

Weiden in der Oberpfalz: Seit 01.01.1947 bis heute in Betrieb

Abb. 18, Quelle: DWD, zeigt die DWD Temperaturmessstation Weiden inmitten scheinbar unberührter Natur. Werfen wir daher einen Blick auf google-earth.

Abb.19, Quelle: Google-earth. Das geschulte Auge erkennt sofort intensiv landwirtschaftlich genutzte Flächen, die, siehe weiter oben, deutlich weniger Feuchtegehalt besitzen. Noch überraschender wird´s, wenn man den Standort des Fotografen in Abb.18 mit betrachtet. Er steht nämlich am Randstreifen der ca. 40m entfernten vierspurigen Bundesstraße. Auf dem Google Bild erkennt man deutlich beides. Die trockengelegten Böden, die breite dunkle Straße und die Zunahme der Sonnenstunden erzeugen einen hohen Wärmeinseleffekt im Sommer.

Abb.20, Quelle: Josef Kowatsch nach Daten des DWD, zeigt links den Sommerverlauf und rechts den Winterverlauf der Temperatur von 1988 bis 2022. Unschwer zu erkennen, dass besonders im Sommer die Temperaturen (bei hoch stehender Sonne und erhöhter Sonnenscheindauer) deutlich steigen, wogen der Winteranstieg gering ausfällt. Insbesondere steigen die sommerlichen Tagestemperaturen, gemessen mit T-max, seit 1988 um 0,8 K/Jahrzehnt.

Wenn der Sommer trocken ist, dann sind auch Stationen völlig im Grünen zu „außergewöhnlichen“ WI-Stationen geworden. Die Wetterstation Weiden steht 2022 inmitten einer großflächigen, gelbbraunen Landschaftsheizfläche von tagsüber 40°C (Eigenmessungen im Ostalbkreis) in unmittelbarer Nähe zu einem 50°C heißem Asphaltband.

Außerdem, wenn der Wiesen/Ackerboden trocken ist, steigen durch die Sonnenstunden nur die Tagestemperaturen stark an. Wegen des fehlenden Wassers kühlen die Nächte aus und T-min in den Morgenstunden ist relativ kühl. Gäbe es den CO2-THE, dann müssten sich Tmax und Tmin im Sommer ähnlich verhalten, was nicht der Fall ist. Sondern starker Temperaturanstieg am Tage, wogegen Tmin kaum oder gar nicht ansteigt im Sommerjahresvergleich.

Berlin-Tempelhof: Seit dem 01.01.1948 bis heute in Betrieb

Früher, bei einem tempelartig angeordneten großen Gutshof gelegen (daher der Name), außen herum Felder, Wiesen und Wald, heute in der Stadt am Flughafen.

Abb.21, Quelle wie Abb.13. Text: „Ansicht der Station Berlin-Tempelhof

Dazu das Satellitenbild:

Abb.22, Quelle wie Abb.13. Text: „Lage der Station Berlin-Tempelhof (siehe Pfeil-Markierung)„.

Die Leser werden nicht verwundert sein, dass auch hier lediglich die Sommertemperaturen steigen und die Wintertemperaturen nahezu gleich bleiben (Abb.23). Aber vermutlich gibt es dazu eine ganz einfache Erklärung, warum CO2 die Wintertemperaturen nicht, bzw. nur sehr wenig ansteigen lässt: CO2 macht ganz einfach Winterurlaub auf den Kanaren. Schließlich muss man sich ja bei so schwerer Arbeit im Sommer, wie dem menschengemachten Klimawandel, auch mal Ausruhen dürfen. Eine Erklärung, die von der Sinnhaftigkeit so voll und ganz in das Schema der Klimaalarmisten um IPCC und Co. passt! Bei denen keine Absurdität außer Acht gelassen wird, einen vermeintlichen menschengemachten Klimawandel herzuleiten.

Abb.23, Quelle: Josef Kowatsch nach Daten des DWD, zeigt links die Sommertemperaturen von Berlin-Tempelhof von 1988 bis 2022 und rechts die Wintertemperaturen im selben Zeitraum. Auch hier lässt der WI, im Zusammenspiel mit der erhöhten Sonnenscheindauer – Aufheizen des Messareals – die Sommertemperaturen stark ansteigen, wogegen die Wintertemperaturen nur schwach bis gar nicht steigen.

Die Beispiele ließen sich beliebig fortsetzen, bei denen der WI nicht auf städtische Bereiche beschränkt bleibt, sondern auf Austrocknung einer vorher veränderten Landschaft hin zur Nutzlandschaft oder „nur“ Weidelandschaft beruht.

4. Ergebnis

Im Sommer ist der WI nicht mehr auf städtische Gebiete beschränkt, sondern lässt die Temperaturen auch durch Landschaftsveränderung, hin zur Nutzlandschaft, an vermeintlichen ländlichen Stationen steigen.

Im Verbund mit einer erhöhten Sonneneinstrahlung (Stichwort: Aufheizen des Messareals oder thermische Aufwinde wie bei Hohenpeißenberg oder Mittenwald-Buckelwiesen, Abb.25) werden dann deutlich höhere Sommermittelwerte bei den Temperaturen gemessen, als dies noch vor 50 oder gar 100 Jahren der Fall war. Ein Einfluss von CO2 auf die Temperaturentwicklung ist dabei nicht feststellbar.

Wie sehr thermische Aufwinde und erhöhte Sonnenscheindauer Treiber der Temperaturen sind (vgl. mit Hohenpeißenberg), zeigt die DWD-Messstation Mittenwald-Buckelwiesen (folgende Abbildungen). Vom DWD seit dem 01.01.1937 bis heute in Betrieb.

Anmerkung: Die Station wurde Ende März 2008 aus Mittenwald raus versetzt, an den heutigen, freien Standort, der auch noch 60 m höher liegt, in die landwirtschaftlich genutzten Flächen. Auf den ersten Blick wären tiefere Temperaturen zu erwarten, wegen der Höhe und der freien Natur.

Abb.24, Quelle: Google-earth, zeigt die Lage der DWD-Messstation Mittenwald-Buckelwiesen, dazu deren Höhenangabe nach DWD-Angaben, sowie die Aufwinde, die durch die (erhöhte) Sonneneinstrahlung im Sommer (hochstehende Sonne) entstehen und, jeder kennt die Wirkung von thermischen Aufwinden, die Temperaturen im Sommer beeinflussen, Abb.25.

Abb.25, Quelle: Josef Kowatsch nach Daten des DWD. Das Chart spricht für sich. Im (schneebedeckten) Winter fallen die Temperaturen, wogegen diese im Sommer stark steigen. Betrachtet von 1972 – 2022.

Die Wetterstation Mittenwald bildet im Sommer einen deutlichen WI aus. Jedoch keinen „klassischen“ WI, wie dieser von urbanen Besiedlungen beschrieben wird, sondern einen WI, der durch Trockenlegung der Landschaft, bzw. Landschaftsveränderung, hin zur Nutzlandschaft, bzw. durch Verlagerung der Messstation an wärmere Standorte (Stichwort: Thermische Aufwinde) entsteht. Im Winter, bei tiefstehender Sonne und kalter Höhenluft, hingegen Abkühlung zeigt.

Siehe hierzu auch den EIKE-Artikel von Herrn Kämpfe.

So kann es nicht verwundern, dass die tatsächliche Temperaturentwicklung in Deutschland anders aussieht als vom DWD dargestellt (Abb.26).

Abb.26 zeigt in rot die Temperaturentwicklung in Deutschland anhand der Daten des DWD von 1891 bis 2021. In grün die mathematische, um die WI-Effekte bereinigte Temperaturentwicklung für Deutschland nach Leistenschneider*3) im selben Zeitraum.

5. Ergebnis

Die Temperaturerhöhung in Deutschland beträgt in den letzten gut 100 Jahre lediglich 0,4°C bis 0,7°C, was nach dem Ende der Kleinen Eiszeit (um 1850) und der Erhöhung der Sonnenaktivität zum Ausgang des 20. Jahrhunderts und zu Beginn des 21. Jahrhunderts (der Hauptsonnenzyklus, der im Mittel 207-jährige De Vries-Suess-Zyklus hatte um 2003 sei Maximum, vgl. mit Abb.10 rechts) im Rahmen natürlicher Schwankungen liegt.

*3) Der Autor hat vor 10 Jahren, anhand der Vergleichsbetrachtung der Jahrestemperaturdatenreihe der DWD-Referenzmessstation Hohenpeißenberg zu der Datenreihe der DWD-Deutschlandjahrestemperaturen, auf math. Weise, deren theoretische Überlegungen auf den Strahlungsgesetzen nach Planck und dem Abkühlungsgesetz nach Newton beruhen (ob man so vorgehen darf) und anhand von Steigungsvergleichen beider Messreihen (wo „Sprünge“ zu finden sind), ermittelt, dass die vom DWD herausgegebenen Jahresmittelwerte der Temperatur für Deutschland um +0,9°C bis +1,2°C zu hoch sind.

Zu „Sprünge“ der Fachmann, Prof. Malberg, FU, Met Inst.:

Die Verlagerung von Klimastationen an neue Standorte führt in der Regel zu sprunghaften Änderungen der Klimawerte. Wird die neue Station nicht auf die bisherige Messreihe (oder umgekehrt) mittels vieljähriger Parallelbeobachtungen reduziert, so kann der Bruch so groß sein, dass die Klimareihe für die Analyse des langfristigen Klimawandels unbrauchbar wird.“

Teil 3: Money for Nothing: Mehrere Tausend Milliarden € wegen 0,5°C Erwärmung in Deutschland seit 140 Jahren in Kürze.

Raimund Leistenschneider – EIKE; Josef Kowatsch – Naturbeobachter, aktiver Naturschützer und unabhängiger, weil unbezahlter Klimaforscher

 




Kältereport Nr. 27 / 2022

Christian Freuer

Diesmal ohne Vorbemerkung!

Meldungen vom 31. August 2022:

Rekord-Kühle auf Samoa

In der vergangenen Woche wurde Ozeanien von einem seltenen Kälteeinbruch im August heimgesucht, der sich unter anderem auf die tropischen Inseln nördlich von 15°S erstreckte.

Auf Niue beispielsweise sank die Temperatur auf 14,3 °C, auf Tonga auf 14,8 °C. Noch seltener war die Abkühlung auf Samoa: Die 16,6 °C, die am internationalen Flughafen von Faleolo gemessen wurden, und die beiden aufeinanderfolgenden Messwerte von unter 20 °C in Pago Pago wurden seit 33 Jahren, seit 1989, nicht mehr beobachtet.

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Es folgt ein längerer Abschnitt zum bevor stehenden Einbruch in Europa von Norden her. Der wird sicher noch anderweitig zum Thema werden.

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Überraschender August-Schnee in den Bergen in Nordost-China

Zentral-/Südchina hat einen unerträglich heißen Sommer hinter sich, der die Energieinfrastruktur des Landes an den Rand des Zusammenbruchs brachte – Chinas eigene Energiekrise – und Stromausfälle zur Routine werden ließ, da die Versorgung nicht mehr gewährleistet war.

Auf der anderen Seite war es im Norden Chinas in den letzten Monaten bemerkenswert kalt, und in den höheren Lagen der Region fielen beeindruckende Mengen an Sommerschnee.

In dieser Woche gab es in den Changbai-Bergen im Nordosten Chinas einen überraschenden Sommerschneefall. Diese Gipfel sind zwar dafür bekannt, dass sie das ganze Jahr über ihre Schneedecke halten, sind aber nicht daran gewöhnt, diese im August aufzustocken – ein unglaublich seltenes Ereignis, das die Besucher „überrascht“ hat, wie lokale Medien berichten.

Link: https://electroverse.co/record-cold-samoa-dramatic-weather-change-for-europe-surprise-august-snow-hits-china-sun/

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Meldung vom 1. September 2022:

Die folgende Meldung berichtet von „Rekord-niedrigen“ Temperaturen in Texas und Guam. „Niedrig“ gilt hier natürlich nicht für die Verhältnisse bei uns. Aber es ist interessant, dass es in Gebieten mit normalerweise großer Sommerhitze auch mal Rekord-wenig Sommerhitze gibt:

Rekord-niedrige Temperaturen in Texas und Guam

Nach Angaben des Nationalen Wetterdienstes wurden kürzlich in San Antonio und auf Guam Rekordtiefsttemperaturen gemessen.

In der Stadt Del Rio in Texas wurde gestern, am 31. August, ein Höchstwert von nur 27°C gemessen – ein Wert, der das bisher niedrigste Maximum von 28°C aus dem Jahr 1968 brach. Nach Angaben der Tiyan-Station in Guam wurde am Internationalen Flughafen der Insel ein Rekord-niedriges Maximum von 26,7°C gemessen – eine Marke, die den bisherigen Rekord von 27°C aus dem Jahr 2005 brach.

Diese Werte sind umso beeindruckender, wenn man bedenkt, dass sich der Effekt der städtischen Wärmeinsel immer weiter ausbreitet und immer noch ignoriert wird

Link: https://electroverse.co/journalists-instructed-to-attribute-any-extreme-heat-to-human-caused-climate-change-atlantic-no-named-storms/

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Meldungen vom 6. September 2022:

Australiens Winter: Kälter als normal

Das australische Bureau of Meteorology BoM ist keine verlässliche Quelle, ihre „wärmesüchtigen“ Prognosen werden regelmäßig widerlegt.

Das liegt daran, dass die Behörde offenbar wild entschlossen ist, die Temperaturen in die Höhe zu treiben. Sie tun dies, indem sie 1) den Effekt der städtischen Wärmeinseln ignorieren und 2) die Tiefsttemperaturen, die bestimmte Wetterstationen erreichen können, begrenzen und so die Durchschnittswerte künstlich in die Höhe treiben.

Doch trotz der „Aufblähung“ und trotz der Behauptung des BoM, Australien habe einen überdurchschnittlich warmen August erlebt, lag der Winter auf dem Kontinent „offiziell“ um -0,03 °C unter der multidekadischen Norm (unter der Basis 1991-2020, um genau zu sein).

Die Kälte hat sich auch im Frühjahr fortgesetzt.

In den letzten Tagen wurden landesweit – von Ost bis West – seit vielen Jahren bestehende Kälterekorde gebrochen:

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Weiterhin sehr kalt in der Antarktis

In der Antarktis ist es anomal kalt geblieben.

Am Freitag wurde am Dome Fuji AWS ein Tiefstwert von -80,5°C erreicht – die niedrigste Temperatur des Jahres 2022 weltweit und ein Wert, der nicht allzu weit von der niedrigsten Temperatur entfernt ist, die jemals an der Station gemessen wurde: -83°C am 13. September 2015.

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Der „historisch kalte“ Sommer auf Island

Laut einer aktuellen Mitteilung des isländischen Wetterdienstes, über die icelandreview.com berichtet, war der diesjährige Sommer auf der Insel historisch kalt.

Die höchste Temperatur der Saison in Reykjavik wurde beispielsweise am 10. Juni mit nur 17,9 °C gemessen – das war die niedrigste Sommerhöchsttemperatur in der Hauptstadt seit 2001.

Im ganzen Land gab es 27 Tage, an denen die Temperatur über 20 °C lag, weit weniger als die 57 Tage des letzten Jahres.

Anhaltende Schneefälle waren ebenfalls ein Thema, wobei es im Juni, Juli und August zu Schneefällen kam – ein sehr seltenes Phänomen.

Der kalte und schneereiche Sommer in Island hat auch zu einer unterdurchschnittlichen Gletscherschmelze geführt – ähnlich wie in Grönland – was sich auch in einer Nettomassenbilanz niederschlagen wird:

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Christchurch erlebt den ersten Schnee seit einem Jahrzehnt, als der seltene Frühlingsschnee über Neuseeland hinwegzieht

Der Frühling beschert Neuseeland in dieser Woche eine beträchtliche Schneemenge, die sich in Christchurch, Dunedin und sogar in Wellington niederschlägt – bedingt durch eine intensive Polarfront, die sich ihren Weg ins Land bahnt.

Die Stadt Christchurch wurde am Dienstag bis 6:30 Uhr morgens mit Schnee eingedeckt, dem ersten Schnee seit fast einem Jahrzehnt. Laut MetService fiel Schnee bis zum Meeresspiegel hinab, und einige Schneeflocken setzten sich sogar am New Brighton Beach ab: ein „besonderes Ereignis“ für die Stadt.

„Der Winter ist vorbei, aber die Atmosphäre macht, was sie will“, sagte der Meteorologe Alwyn Bakker und wies darauf hin, dass die Abkühlung außerhalb der Saison auf eine „große Kältewelle aus dem Süden“ zurückzuführen sei. Auch in anderen städtischen Zentren wie Dunedin und Masterton gab es die ganze Nacht über Schnee, so Bakker weiter, während der Schnee in Orten wie Clutha und Southland „fast bis auf Meereshöhe“ fiel.

In Dunedin begann der Schulbetrieb mit Verspätung, nachdem mehrere wichtige Straßen wegen der widrigen Umstände, zu denen auch Glatteis gehörte, gesperrt worden waren.

Auch in Wellington kam es zu seltenem Schneefall, wobei in den umliegenden Vororten auf den Hügeln stärkere Niederschläge gemeldet wurden, darunter auch in Karori, wo der Schnee liegen blieb – ein seltenes Ereignis: „Es war einfach eiskalt“, sagte die Einheimische Suzie Finnigan. „Ich habe noch nie Schnee gehabt“.

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Es folgen noch längere Abschnitte zur Stromkrise in Europa, sogar der Fall Uniper wird erwähnt. Sehr interessant, diese Sicht aus US-Perspektive, aber nicht zum Thema Kältereport gehörend.

Link: https://electroverse.co/rare-spring-snow-sweeps-new-zealand-energy-woes-intensify-agw-is-for-dummies/

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Meldungen vom 9. September 2022:

Regionen in Russland und Belarus verzeichneten den frühesten Frost jemals

Osteuropa erlebt seit Anfang September rekordverdächtige Kälte und starke Regenfälle.

Das war über weite Strecken des Sommers so, denn während Westeuropa dank der hitzegeilen Mainstream-Medien in den Schlagzeilen war, blieb es im Großteil des Ostens anomal kalt.

In dieser Woche gab es in Kaliningrad (Russland) und Minsk (Belarus) den frühesten Frost seit Beginn der Aufzeichnungen.

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Extreme Temperatur-Schwankungen in Finnland nebst neuer Rekord-Kälte

In Finnland und anderen baltischen Ländern wurde diese Woche ein Wechsel zwischen Extremen – von Hitze zu Rekordkälte – festgestellt.

Gestern sank die Temperatur in Finnland auf dem Flughafen Ylivieska auf -7,5 °C. Tatsächlich war diese erste Septemberwoche die kälteste in Finnland seit Jahrzehnten, insbesondere im Süden, wo die Hauptstadt Helsinki den kältesten Start in den September seit 1941 erlebte.

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Weitere Kälterekorde in Neuseeland

Der September begann für viele Neuseeländer mit einer sündhaft kalten und schneereichen Zeit, wobei Christchurch die kälteste Stadt war und die Temperatur in Auckland bis nahe an den Gefrierpunkt sank.

Der Tiefstwert am Flughafen von Christchurch fiel in dieser Woche auf -4,7 °C, was nach Angaben des MetService die zweitniedrigste Septembertemperatur seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1954 war (und den bisher kältesten Tiefstwert von -4,8 °C aus dem Jahr 2020 fast übertraf).

Klarer Himmel und Windstille waren zwei Gründe, warum es so kalt war, sagte der Meteorologe Dan Corrigan vom MetService. „Der andere Grund, warum es außergewöhnlich ist, ist, dass wir gestern in Christchurch Schnee hatten. Das deutet darauf hin, dass wirklich kalte Luft direkt vom antarktischen Meereis über die Südinsel fegte.“

Es folgt eine Auflistung von mehreren Orten auf Neuseeland mit neuen Kälterekorden.

Link: https://electroverse.co/russia-and-belarus-suffer-earliest-frosts-on-record-cold-nz-sept-snow-for-us-usda-lower/

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Meldungen vom 13. September 2022:

Rekordniedrige Temperaturen in mehreren Gebieten in den gesamten USA

Die Medien sind nur allzu gern bereit, der Öffentlichkeit gebrochene Hitzerekorde in den Rachen zu rammen – heiße Eckpunkte, die durch den ignorierten UHI-Effekt und eine übergreifende Wärmeverzerrung in den Datensätzen gestützt werden, aber wenn es um Kälterekorde geht, schweigt der Mainstream oft.

Hier nur ein paar nicht gemeldete Tiefsttemperatur-Rekorde, die in den letzten Tagen in den USA aufgestellt wurden (Daten mit freundlicher Genehmigung des NWS):

Es folgt eine Auflistung und Beschreibung von fünf Städten.

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Dazu:

Schlechteste Kirschenernte im Nordwesten der USA seit 14 Jahren wegen Kälte

Die Kirschernte 2022 im pazifischen Nordwesten [= der Nordwesten der USA] ist aufgrund der anhaltenden Frühjahrskälte und eines historischen Schneesturms die geringste seit 14 Jahren.

Ein schwerer Rekord-Wintersturm, der Mitte April Oregon und Washington heimsuchte, wird für die geringere Obsternte als üblich verantwortlich gemacht, da der arktische Spätsturm während der wichtigsten Kirschblüte in der Region stattfand.

Laut B.J. Thurlby, Präsident der Washington State Fruit Commission und von Northwest Cherries, wurde ein Schneeereignis während der Kirschblüte in Wetterbüchern, die mehr als ein Jahrhundert zurückreichen, noch nie dokumentiert.

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Es folgen unter diesem Link noch zahlreiche Graphiken, die allesamt eines belegen: Es gibt keinen Klima-Notstand!

Link: https://electroverse.co/record-lows-set-across-the-u-s-freeze-sees-small-cherry-harvest-science-shows-there-is-no-climate-emergency-la-nina-is-slowing-agw/

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Meldung vom 14. September 2022:

Ein weiterer sehr kalter Monat im größten Teil von Südamerika

Der August war in Uruguay ein weiterer kalter Monat, der auf den kalten Juni und Juli folgte – der Juni war der kälteste seit 41 Jahren.

Der August 2022 wies in ganz Uruguay Temperaturanomalien auf, die um 0,5 °C im Süden und 2 °C im Nordwesten unter dem Durchschnitt lagen.

Ähnlich verhielt es sich im vergangenen Monat in Bolivien, wo vor allem die kalten Nächte das Thema waren.

In Peru folgte der August 2022 einem typischen La-Nina-Muster. Das heißt, kühl und trocken an der Küste, mild und trocken im Hochland mit kalten Nächten für die meisten.

Auch in Zentralargentinien war der August überdurchschnittlich kühl und setzte damit den diesjährigen Abkühlungstrend des Landes fort. Die gesamte Herbstsaison (März-April-Mai) war in Argentinien die kälteste seit 1976 (Sonnenminimum des schwachen Zyklus 20), und seither herrschen größtenteils unterdurchschnittliche Temperaturen: Der Juni 2022 zum Beispiel war der kälteste seit 20 Jahren in Argentinien.

Link: https://electroverse.co/fall-like-weather-to-engulf-europe-another-cold-month-for-south-america-ar3088/

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wird fortgesetzt … (mit Kältereport Nr. 28 / 2022)

Redaktionsschluss für diesen Report: … 18. September 2022

Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE




Dümmer geht nimmer? Doch es geht …

Helmut Kuntz

Wie dumm kann Deutschlands „Intelligenz“ noch werden, fragt man sich angesichts der Meldung der Tagesschau über die hoch innovative Erfindung eines Fernsehers, der als Stromgenerator dienen kann und „Teil der Lösung für die Energiekrise“ sein soll [2]? Wenn eine Meldung in den woken Zeitgeist passt, gibt es wirklich nichts, was nicht blöde unglaubhaft genug ist, um als Lösung vermittelt zu werden … und es gibt in diesen woken Institutionen niemanden mehr, der es bemerkt.

Deutschland, das Hochtechnologieland

ist Geschichte. Man hat sich daran gewöhnt, dass „Sonne und Wind keine Rechnung schicken“, die Energiewende jeden Haushalt im Monat nur eine Kugel Eis kostet und eine Regierungsberaterin und angebliche Energie-Fachperson, Professorin C. Kemfert in einer Talkshow unwidersprochen behaupten kann „wir haben Speicher noch und nöcher“, wobei diese wohl die Fundstellen addiert, die GRÜNe Fachpersonen hinterlassen haben (Gigabyte an Speicher, Stromnetz als Speicher, gefrorene Hähnchen als Speicher).

Ein Kinderbuchautor, der in einem seiner Werke die Kerzenschein-Romantik und Entschleunigung des Alltags durch einen Strom-Blackout propagiert, ist nun Wirtschaftsminister und erklärt, dass ein Betrieb der nichts mehr produziert, vor einer Pleite geschützt ist, weil eine Pleite nur möglich sei, wenn man mit Arbeit ein Minus macht und ein Mitglied im Beirat der Internationalen Klimaschutzinitiative der Bundesregierung twittert, wie das aktuelle Energieproblem am besten gelöst werden kann [3]:

Bild 1 [3] „Zufallsstrom als Reserve? Dieser Vorschlag ist unfassbar blöd“

Erkennt das jemand in der Blase dieser „Intelligenz“? Komplette Fehlanzeige:

Bild 2

Nun fliegen unseren Politikern – die es damals alle unterstützt haben – ihre eigenen Vorhersagen um die Ohren:

Bild 3 Tweets

Bild 4 Tweed

Macht aber nichts, denn die Rettung kann so nah sein. Diesmal nicht aus Russland, auch nicht aus China, nein, aus einem Land, welches lange, lange Zeit ganz andere Schlagzeilen machte.

In Simbabwe hat jemand einen Fernseher entwickelt, der auch als Generator funktioniert

twitterte die ARD-Südafrika-Korrespondentin voller Stolz über ihre Entdeckung der Erfindung. Ihr Arbeitgeber fand diese Entdeckung zur Lösung unseres Energieproblems für so wichtig, dass die Meldung sofort auf die Homepage – und weiter – erschien [1] [2].

Und diese Erfindung ist wirklich genial, stellt andere Energieinnovationen [5] [4] weit in den Schatten.

Zwar sieht der geniale Fernsehgenerator auf dem Bild nicht gerade wie eine eigenständige Erfindung in Simbabwe aus, aber Gerätedesign wiederholt sich eben.

Bild 5 Besagter Fernseher mit seinem Erfinder. Screenshot der Twittermeldung wie sie googl noch findet von Jana Genth (@JanaGenth) · Twitter

Westliche Physik ist rassistisch

Anmerkung: Seit „Merkel“ ist es gängig, „unpassende“ Meldungen/Aussagen verschwinden zu lassen. Das macht man im Bundestag, wo falsche Redeaussagen im Protokoll auf einmal richtig (gestellt) sind [6] , und die Öffentlichen löschen ihren Schwachsinn einfach kommentarlos, weshalb die folgenden Darstellungen aus Sekundärquellen stammen.

Was man auf Twitter nicht sieht, ist ergänzende „Information“ in den Meldungen der „Öffentlichen“.:
[2] Genth ordnet diese Sensation für ihre Zuschauer ein: „Die Erfindung könnte Schule machen, aber für die Innovationen aus dem südlichen Afrika gibt es wenig Aufmerksamkeit.“ Die europäischen, amerikanischen und asiatischen Konzerne sind alles Post-Kolonialisten, die Afrika nicht hochkommen lassen 

Bild 6 Screenshot Deutsche Welle [2]

Dank den Öffentlichen ist nun jeder wieder daran erinnert, warum Afrika (noch) kein Technologieland ist. Da entwickelt ein genialer Erfinder in einem der ärmsten Länder der Erde die Rettung unserer Energieprobleme. Doch wir penetranten Post-Kolonialisten verhindern selbst unsere Rettung wegen purem Rassismus.
Es fehlte nur noch der Hinweis, wir müssen wohl bald nach Simbabwe ziehen, denn dort sei unsere post-koloniale Elektrophysik, welche kabellose Fernseher die auch als Generatoren dienen können verhindert, nicht wirksam.

Früher hieß es, vorwiegend Waldorf-Schüler hätten von Vielem keine Ahnung. Das war erkennbar falsch, es müssen mehr Schulen sein.

Qualitätsjournalismus hat einfach seinen Preis

Bei den Öffentlichen kann man nachlesen, wie viel Aufwand bereits betrieben wird, um hohe Qualität zu versuchen liefern.

ARD Unser Beitrag zum Gemeinwohl
Qualität – Einzigartige Inhalte und hochwertiger Journalismus
Die ARD verfolgt hohe Ansprüche bei ihren journalistischen Angeboten und setzt auf Programminhalte mit eigenem, öffentlich-rechtlichem Profil. Durch aktuelle Berichterstattung, hintergründige Reportagen und sorgfältig recherchierte Dokumentationen bieten wir Informationen und Einblicke in die Welt, in der wir leben.

Bild 6a Screenshot von der ARD-Homepage

Wie man nun deutlich sieht, reicht das bisschen Geld der Zwangsgebührenzahler hinten und vorne noch nicht, um den Anspruch auch umzusetzen.

Es kann allerdings auch der Arbeitseifer sein. Solcher führt leicht zum Burn-out und in der Folge zu Fehlern, wie es einfach nur menschlich ist.
So wird es sein. Denn man hat den Eindruck, dass diese Korrespondentin im stetigen Kampf gegen Rassismus und Afrikas Benachteiligung arg konfus geworden ist. Anders lässt sich ein weiterer Tweed mit dem gleichen Bild nicht erklären:

Bild 7 Weiterer Tweed der ARD-Korrespondentin

Bild 8 Antwort-Tweed

Der Autor rätselt noch, was der Hinweis im „Erfinder-“ Tweet (Bild 5) von Frau Genth „keine extra Strahlung“ sagen soll. Vielleicht hat sie in dieser erkennbar konfusen Phase einfach Begriffe verwechselt und anstelle der „extra Strahlung“ die extra Zwangsgebühren gemeint.
Denn da sind sich auch postkoloniale Elektrotechniker wie der Autor sicher: Rein physikalisch soll es möglich sein, dass ein Fernseher auch ohne Zwangsgebühren funktioniert.

Quellen

[1] Bild, 17.09.2022: „WISSENSCHAFTLICHE SENSATION: DER FERNSEHER, DER ENERGIE ERZEUGT“
[2] Achgut, 17.09.2022: JOURNALISTISCHER OFFENBARUNGSEID ARD-Tagesschau blamiert sich bis auf die Knochen
[3] Tichys Einblick, 13. Sept. 2022: STAATLICHE ENERGIESICHERUNG Das ABC von Energiewende und Grünsprech 106 – Windkraftreserve
[4] EIKE, 01. April 2022: Wer jetzt nicht klug Strom spart, ist einfach nur dumm
[5] EIKE 04.04.2019: Bald tritt eine neue EU-Verordnung in Kraft: Energiesparstecker werden Pflicht

[6] Die Achse des Guten, 30.06.2021: Merkels Gestammel: Original und Glättung