CO₂-Studie Findet keinen eindeutigen menschlichen Fingerabdruck

Cap Allon

Wenn der heutige CO₂-Anstieg in erster Linie auf die Industrie zurückzuführen ist, müsste die Isotopenaufzeichnung einen deutlichen Bruch zur Vergangenheit aufweisen. Eine in „Science“ veröffentlichte Studie von Demetris Koutsoyiannis findet jedoch keinen solchen Bruch.

Die Studie untersuchte die Kohlenstoff-13-Signatur des atmosphärischen CO₂. Kohlenstoffisotope sind nützlich, da verschiedene Kohlenstoffquellen unterschiedliche chemische Spuren hinterlassen. Fossile Brennstoffe, Ozeane, Böden, Pflanzen und die Atmung erscheinen in den Isotopenaufzeichnungen nicht alle identisch.

Koutsoyiannis analysierte Daten von vier bedeutenden Beobachtungsstandorten aus einem Zeitraum von mehr als 40 Jahren und verglich diese anschließend mit Proxydaten, die bis weit über die industrielle Revolution hinausreichen. Er stellte fest, dass die Netto-Isotopensignatur der CO₂-Quellen und -Senken in der Atmosphäre stabil geblieben ist. In der Veröffentlichung heißt es, dass die Daten „keine erkennbare Signatur des Menschen“ aufweisen.

Der Öffentlichkeit wird vermittelt, dass steigende CO₂-Werte hauptsächlich auf industrielle Abgase zurückzuführen sind. Doch der Kohlenstoffkreislauf ist weitaus größer als die vom Menschen verursachten Emissionen. Ozeane nehmen CO₂ auf und geben es wieder ab. Böden atmen. Pflanzen binden CO₂, geben aber einen Großteil davon durch Atmung, Zersetzung, Feuer und Bodenumwälzung wieder ab.

Nach der Kleinen Eiszeit stiegen die Temperaturen.

Diese Erwärmung verstärkte die natürlichen Prozesse im Kohlenstoffkreislauf.

Wärmere Ozeane setzen mehr CO₂ frei.

Wärmere Böden geben mehr CO₂ ab.

Eine wärmere, grünere Biosphäre bindet mehr Kohlenstoff durch Pflanzen, Zersetzung und Atmung.

Die Studie kommt zu dem Schluss, dass die natürlichen CO₂-Veränderungen mehr als dreimal so groß sind wie die vom Menschen verursachten Emissionen, machen doch diese nicht mehr als 4 % der gesamten Kohlenstoffkreisläufe aus.

Koutsoyiannis stellt fest, dass sich die Temperatur zuerst ändert und das atmosphärische CO₂ erst danach reagiert. Zusammenfassend lässt sich sagen: Als sich die Welt nach der Kleinen Eiszeit erwärmte, passten sich Ozeane, Böden, Vegetation und Stoffwechselprozesse entsprechend an.

Das Klimasystem war vor dem Zeitalter der Kohlekraftwerke nicht stabil. Die Kleine Eiszeit, die etwa von 1300 bis 1850 dauerte, war eine der kältesten Perioden des Holozäns. Nach 1850 kehrte die Erwärmung zurück. Entscheidend ist, dass es bereits zuvor ähnliche Warmphasen gab: die mittelalterliche Warmzeit (MWP), das römische Klimaoptimum, das minoische Klimaoptimum und andere Warmphasen des Holozäns – von denen keine durch industrielle Emissionen verursacht worden war.

Die Isotopendaten sind ein Indiz. Die Temperaturaufzeichnungen sind ein weiteres.

Die Daten belegen immer wieder, dass das Klimasystem bereits vor den industriellen Emissionen in der Lage war, erhebliche Wärme zu erzeugen. Eine Studie aus dem Jahr 2025 in „Communications Earth & Environment“ ergänzt diese Erkenntnisse um Belege aus der Antarktis.

Forscher entdeckten im Inneren des Boulder-Clay-Gletschers im nördlichen Victoria-Land auf dem antarktischen Festland einen mehr als 4 km langen, unter dem Eis verborgenen Schmelzwasserkanal. Mit Hilfe von Bodenradar und Bohrungen konnten eine Erosionsfläche, Sedimentschichten und gut erhaltene Moosreste tief im Inneren des Eises nachgewiesen werden.

Heute ist der Boulder Clay Glacier permanent schneebedeckt, ohne Anzeichen von Oberflächen-Schmelzwasser. Doch vor etwa 1.000 Jahren, während der mittelalterlichen Warmzeit, kam es an diesem Gletscher zu weitreichender Oberflächenschmelze, fließendem Wasser, Sedimenttransport und Erosion.

Die Moosreste, die 11,11 m unter der Oberfläche gefunden worden waren, wurden auf etwa 1.050 kalibrierte Jahre vor heute datiert. Die Autoren datieren das spätere Erosionsereignis höchstwahrscheinlich auf den Zeitraum zwischen 900 und 989 Jahren vor heute, was mit der mittelalterlichen Warmzeit übereinstimmt.

Ihre Schlussfolgerung: Die sommerliche Schmelze an jenem Standort war in jenem Zeitraum stärker als heute.

Dies widerlegt die Behauptung, dass die mittelalterliche Wärme lediglich eine europäische Anomalie war. Ein Wärmeimpuls, der stark genug war, um Schmelzwassererosion auf einem antarktischen Gletscher auszulösen, deutet auf ein globaleres Ereignis hin.

Die Studie zu den CO₂-Isotopen findet seit der Kleinen Eiszeit keine eindeutigen Spuren der Industrialisierung. Die Studie zu den antarktischen Gletschern zeigt eine frühere vorindustrielle Wärme in einer Region, die heute gefroren und schneebedeckt ist.

Wieder einmal zeigt sich: das Klimasystem hat sich lange vor den modernen Emissionen drastisch verändert.

Link: https://electroverse.substack.com/p/concordia-sets-back-to-back-monthly?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke)

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Kältereport Nr. 18 /2026

Meldungen vom 27. April 2026:

Frühjahrs-Frost in Osteuropa

Über der östlichen Hälfte Europas hat sich kalte Luft festgesetzt.

Die Vorhersagen simulieren für die kommende Woche Temperaturen deutlich unter dem Durchschnitt, wobei eine weitere Kaltfront die Abweichungen vom Normalwert noch verstärken wird.

Der Frost hält sich bis weit in den Frühling hinein, sogar in Frankreich, wo die Temperaturen in tief gelegenen Regionen wie Mourmelon-le-Grand am Sonntagmorgen auf -2,3 °C fielen – ein weiterer Schlag für die Frühsaison-Ernten.

Je weiter man nach Osten blickt, desto stärker wird die Kälte.

Am 26. April strömte arktische Luft nach Weißrussland und verwandelte Regen in weiten Teilen des Landes in Schnee. Städte wie Grodno, Nesvizh und Slutsk berichteten von Szenen, die eher für Januar als für Ende April typisch sind.

Der Wind nahm stark zu und führte zu Schneesturmbedingungen und schlechter Sicht.

Die Kältewelle erfasste auch den Osten der Türkei, wobei in Sarıkamış bei stark sinkenden Temperaturen Schneehöhen von fast 30 cm gemessen wurden. Der Straßenverkehr kam zum Erliegen und die Fahrbahnen wurden schnell rutschig. Die Einheimischen sind an strenge Winter gewöhnt, doch selbst hier ist Schneefall Ende April ungewöhnlich.

In den höheren Lagen der Region wird weiterer Schneefall erwartet, während für Teile Westrusslands sogar in tieferen Lagen Schneefall vorhergesagt wird, da sich die Kaltluft weiter ausbreitet.

———————————

Schottland: 10 m Schneewehe in Cairn Gorm

Am Cairn Gorm in Schottland wurde in dieser Saison eine Schnee- und Eisverwehung beobachtet, deren Tiefe auf etwa 10 Meter geschätzt wird. Laut lokalen Berichten wurden Verwehungen dieser Größenordnung seit Jahren nicht mehr gesehen.

[Graeme Pringle]

Diese riesige Eisplatte, Ergebnis einer anhaltenden Akkumulation während der gesamten Saison, steht im Widerspruch zu den wiederholten Behauptungen, der Schnee in Schottland verschwinde.

Eine 10 Meter hohe Schneeverwehung passt nicht in dieses Bild.

Die Prozesse, die in Schottland für die Bildung und den Erhalt von Schnee sorgen, sind nach wie vor zugange.

———————————

Extreme Kälte in der Antarktis

Während es in Teilen der Ostantarktis mild ist, herrscht fast überall sonst ungewöhnliche Kälte, insbesondere am Ross-Schelfeis.

Am 26. April verzeichnete Margaret AWS ein Tiefstwert von -58,9 °C – kälter als sogar am Südpol. Und in McMurdo sanken die Temperaturen auf -37 °C – der niedrigste Wert für April dort seit dem 26. April 2021.

Auch wenn sich Panikmacher auf Berichte über eine Warmluftblase im Osten stürzen werden, ist die vorherrschende Situation doch von bitterer Kälte geprägt. Und es gibt kein Zurück mehr: Der Ross-Sektor befindet sich fest im Wintermodus, wobei Strahlungskühlung und die Dynamik der Eisschicht die Temperaturen mit nachlassendem Sonnenlicht immer schneller sinken lassen.

Link: https://electroverse.substack.com/p/spring-freeze-tightens-grip-on-eastern?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

———————————

Meldungen vom 28. April 2026:

Grönland: Rekord-Zuwachs der Oberflächen-Massenbilanz

Die Oberflächen-Massenbilanz (SMB) Grönlands ist in den letzten Tagen stark gestiegen, wobei der 27. April den Spitzenwert erreichte – am Montag wurden rund 8 Gigatonnen akkumuliert, was deutlich über dem Durchschnitt der Jahre 1981–2010 für Ende April liegt.

Die tägliche Akkumulation hat seit Mitte des Monats wiederholt den oberen Bereich erreicht:

Die Saison 2025/26 verläuft derzeit leicht über dem langjährigen Durchschnitt:

Ende April beginnt in der Regel der Übergang zu einer Phase, in der die Schneeschmelze überwiegt. Starke Neuschneefälle in dieser Phase bilden einen Puffer – mehr Schneedecke, um die frühe Schneeschmelze aufzufangen und das Freilegen des darunterliegenden, dunkleren Eises zu verzögern.

Das derzeit immer noch vorhandene Defizit der Gesamt-Massenbilanz dürfte sich damit weiter verringern. A. d. Übers.

———————————

Moskau: Rekord-Schneefälle für Ende April

Am Montag kehrte der Winter untypisch spät im Jahr nach Moskau zurück: In der Hauptstadt fielen rund 12 cm Schnee – der stärkste Schneefall, der jemals für diesen Tag verzeichnet worden ist.

Der russische Meteorologe Jewgeni Tischkowetz (Phobos-Wetterzentrum): „Noch nie in der gesamten Geschichte der meteorologischen Beobachtungen [~150 Jahre] gab es am 27. April so viel Schnee.“

Ventusky bezeichnet die Gesamtmengen als „für Ende April außergewöhnlich“ und verweist auf über 20 cm in den umliegenden Gebieten.

Das Unwetter war so heftig, dass eine Wetterwarnung der Stufe Orange ausgelöst wurde. Die Straßen wurden durch eine Schicht aus festgefahrenem Schnee und Eis rutschig, und über 200 Bäume wurden entwurzelt.

Am Montagmorgen wurden mehr als 50 Flüge verspätet oder gestrichen, und auch der Bahnverkehr kam zum Erliegen, da das Verkehrssystem der Hauptstadt Mühe hatte, mit den Wetterbedingungen fertig zu werden, die eher für den Winter als für Ende April typisch sind.

(Ausschnitt)

Ende April liegen die Durchschnittstemperaturen in der Regel deutlich über dem Gefrierpunkt, was eine anhaltende Schneebildung erschwert. Für dieses Ereignis waren eine zum richtigen Zeitpunkt eintreffende Kaltluftmasse, ausreichend Feuchtigkeit und günstige Bodenbedingungen erforderlich – eine Kombination, die so spät im Frühling nur selten vorkommt.

Hinzufügung des Übersetzers: Im Wetter-Radarbild sah die zugehörige Wolkenspirale des dafür ursächlichen Tiefdruckwirbels wirklich eindrucksvoll aus:

Quelle: wetteronline.de

Link: https://electroverse.substack.com/p/greenlands-record-smb-gains-late?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

———————————

Meldungen vom 29. April 2026:

Höhere Lagen: Schnee von Schottland bis nach Sizilien

Es ist Ende April, und der Winter hält sich immer noch hartnäckig.

In Schottland bietet das Cairngorm-Gebirge im Ptarmigan Bowl weiterhin Skifahren mit Liftunterstützung an, wobei im oberen Teil des Gebirges noch genügend Schnee für die letzten Abfahrten der Saison liegt.

In Glencoe ist die normale Pistenzeit zwar vorbei, doch der Zubringerlift bleibt für Skitourengeher geöffnet, die in höheren Lagen noch befahrbaren Schnee finden.

Skifahren Ende April ist nach wie vor bemerkenswert, insbesondere nach jahrelangen Behauptungen, der Schnee in Schottland sei verschwunden.

Weiter südlich ist der Kontrast noch deutlicher.

Auf dem Ätna haben starke Schneefälle in den ersten Monaten des Jahres 2026 zu gewaltigen Schneemassen in der Nähe des Gipfels geführt. Die Betreiber haben Zufahrtswege durch den Schnee gebahnt, damit Fahrzeuge höhere Lagen erreichen können.

Der Ätna ist mit einer Höhe von über 3.300 m hoch genug für lang anhaltenden Frühlingsschnee. Doch die Schneedecke ist in diesem Jahr weitaus umfangreicher als nur ein paar vereinzelte Reste in den Höhenlagen: Selbst in der Nähe von 2.000 m am Südhang des Ätna werden die geräumten Zufahrtswege von bis zu 6 m hohen Schneewänden flankiert.

Von Schottland bis Sizilien hält der bedeutende Spätschnee bis in den Mai hinein an.

———————————

Osteuropa: Befürchtungen von Ernte-Einbußen wegen anhaltender Kälte

Ein Kälteeinbruch Ende April breitet sich über Osteuropa aus und bringt Nachtfrost, Schnee in den Bergen und die Befürchtung von Ernteausfällen zum ungünstigsten Zeitpunkt mit sich.

Die Ukraine ist bereits schwer getroffen worden.

Lokalen Berichten zufolge wurden Tiefsttemperaturen bis -8 °C gemessen und Schäden an den Ernten verzeichnet, wobei die genauen Verluste noch ermittelt werden. Aprikosen und Pfirsiche scheinen besonders gefährdet zu sein, nachdem wiederholte Kälteeinbrüche von Februar bis April die Blüten und Knospen geschädigt hatten. Erste Schätzungen deuten hier auf potenzielle Verluste von 40–60 % bei Aprikosen und 30–50 % bei Pfirsichen hin, wobei die zentralen und südlichen Regionen am stärksten betroffen sind.

Es wurden auch Rekordtiefstwerte verzeichnet.

Am 27. April sank die Temperatur am Berg Pip Ivan in den Karpaten auf -10 °C. In Lemberg fiel sie auf -5,3 °C und unterbot damit den bisherigen Tiefstwert für den 27. April von -2,2 °C aus dem Jahr 1954.* Uschhorod erreichte -2,2 °C und stellte damit ebenfalls einen neuen Tiefstwert auf.

*Hier muss man etwas relativieren. Der Tagesrekord wird zwar so stimmen, aber Cap Allon macht keine Angaben dazu, ob es nicht in anderen Jahren noch nach diesem Termin noch kälter war. Das ändert jedoch nichts an der extremen Ausprägung dieser Kältewelle. A. d. Übers.

Auch anderswo wurden diese Woche Frostwarnungen in Moldawien ausgegeben, wo die Temperaturen auf -3 °C sanken.

Auch in Rumänien werden anhaltender Frost, Schnee in den Bergen und Temperaturen bis -6 °C in den Senken der Ostkarpaten vorhergesagt, wobei sich der Frost sogar bis nach Osttranssilvanien ausbreiten soll.

Bulgarien hat ebenfalls weitreichende Frostwarnungen herausgegeben. Zwischen dem 29. April und dem 3. Mai sollen die Temperaturen 12 °C unter dem Normalwert liegen, wobei selbst in den Tieflagen die Temperaturen unter den Gefrierpunkt fallen werden. Bulgarische Meteorologen warnen vor Ertragseinbußen, gerade jetzt, wo das Wachstum im Frühling an Fahrt gewinnt.

Was die Türkei betrifft, so wird die nächste heftige Kältewelle für den 1. Mai erwartet, wobei die Temperaturen um 15 °C unter den Normalwert fallen werden. In den Bergen ist Schnee wahrscheinlich, während ländliche Gebiete von Frostschäden in der Landwirtschaft bedroht sind. Blühende Obstbäume sind erneut die offensichtliche Schwachstelle.

Das Gesamtbild zeigt ein „Omega-Block“-Muster, bei dem sich der Jetstream stark krümmt: Westeuropa genießt die aus dem Süden herangeführte Wärme, während der Osten mit eisiger arktischer Luft zu kämpfen hat, die aus dem Norden herabweht.

Dieser Kälteeinbruch ist heftig und kommt spät. In den letzten Apriltagen stehen die Obstbäume in Blüte, das Gemüse treibt aus und die Winterkulturen wachsen. Frost, der im Februar noch als normal gilt, verursacht Ende April erhebliche Schäden.

Link: https://electroverse.substack.com/p/late-snow-holds-from-scotland-to?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

———————————

Meldungen vom 30. April 2026:

China: Extremer Kälteeinbruch im Osten

Ostchina wurde Ende April von einem heftigen Kälteeinbruch heimgesucht.

In Shanghai, wo es um diese Zeit normalerweise schon richtig frühlingshaft warm ist, wurden am 29. April nur 11,7 °C als Tageshöchsttemperatur gemessen – das war die niedrigste Tageshöchsttemperatur im April seit 1939.

Die ausgedehnte Kaltluftmasse erreichte auch den Südwesten Chinas.

In Yunnan warnten die Behörden die Provinz vor sinkenden Temperaturen, Regen, Gewittern, starken Winden, Hagel und lokalen Temperaturstürzen von mehr als 10 °C in dieser Woche.

In den frühen Morgenstunden des 29. April wurde in den nördlichen Bergregionen um Kunming und Qujing starker Schneefall verzeichnet – ein seltenes Phänomen so spät im Jahr.

———————————

Kalter Mai in den USA steht bevor

Ein Großteil der zentralen und östlichen USA startet mit unterdurchschnittlichen Temperaturen in den Mai.

Das Climate Prediction Center der NOAA rechnet bis zum 13. Mai mit kühleren Bedingungen als üblich östlich der Rocky Mountains. Modellberechnungen zeigen tägliche Abweichungen von 8°C unter dem Normalwert in Teilen des Mittleren Westens und des Ohio-Tals.

Link: https://electroverse.substack.com/p/cold-shot-hits-eastern-china-us-faces?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

———————————

Eine Meldung aus der Antarktis vom 1. Mai 2026:

Antarktis: Monats-Rekorde an der Station Concordia

Die Antarktis ist dieses Jahr besonders früh in den Winter eingetreten.

An der Concordia-Station auf dem ostantarktischen Plateau sanken die Temperaturen am 30. April auf -75,2 °C und fielen am 1. Mai vorläufig weiter auf -75,9 °C.

Die Daten von ClimAntarctide deuten darauf hin, dass beide Messwerte die Monatsrekorde für Concordia bedrohen: einer für April, unmittelbar gefolgt von einem für Mai. Der Wert für den 1. Mai ist noch vorläufig, sodass die endgültige Zahl noch angepasst werden kann.

Concordia liegt am Dome C auf rund 3.233 m über dem Meeresspiegel und ist eine der kältesten dauerhaft besetzten Forschungsstationen der Erde. Das öffentliche ClimAntarctide-Archiv identifiziert Concordia als PNRA/IPEV-Station, an der seit 2005 automatische Wetterbeobachtungen durchgeführt werden.

Die Antarktis versinkt in extreme Kälte, während die Sonne verschwindet und das Plateau Wärme ins All abstrahlt. Von hier aus geht es nur noch weiter nach unten.

Link: https://electroverse.substack.com/p/concordia-sets-back-to-back-monthly?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

Wird fortgesetzt mit Kältereport Nr. 19 / 2026

Redaktionsschluss für diesen Report: 1. Mai 2026

Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Balsabäume werden illegal für Windenergie abgeholzt

H. Sterling Burnett

In früheren Beiträgen von „Climate Change Weekly“ habe ich bereits ausführlich die verschiedenen schädlichen Umweltauswirkungen beschrieben, die der Bau großer industrieller Windkraftanlagen überall dort mit sich bringt, wo sie errichtet werden. Dazu gehören die Zerstörung von Wildnisgebieten und die Beeinträchtigung von Ausblicken, massive Verluste an Vögeln und Fledermäusen, der Verlust von Tonnen von Verbundwerkstoffen durch Erosion an den Rotorblattkanten, Störungen im Meeresökosystem, die Freisetzung von Giftstoffen beim Abbau von Seltenen Erden sowie die Entstehung von riesigen Abfallbergen. Ein aktueller Untersuchungsbericht von „The Daily Sceptic“ deckte eine weitere Umweltbelastung auf, zu der die Windindustrie beiträgt: die Abholzung des Amazonas-Regenwaldes.

Balsaholz ist ein wichtiger Bestandteil von Windkraftanlagen und ein nahezu perfektes Material für diese. Das Holz wird vor allem als Kernmaterial in einer Sandwichkonstruktion verwendet, da es eine einzigartige Kombination aus extrem geringem Gewicht und bemerkenswerter Festigkeit und Steifigkeit aufweist. Seine zelluläre Struktur sorgt für hervorragende strukturelle Integrität, Steifigkeit und Ermüdungsbeständigkeit – Eigenschaften, die für massive, langlebige Rotorblätter unerlässlich sind, wenn diese sich bei starkem Wind biegen.

Das Problem ist, dass Teile des Amazonas-Regenwaldes abgeholzt werden, um die wachsende Nachfrage nach Balsaholz zu decken. Abgesehen von den Auswirkungen auf das Ökosystem des Amazonas‘ und die dortige Artenvielfalt könnte die Nettoauswirkung auf den Kohlendioxidgehalt (falls man sich darüber Sorgen macht) ein Wermutstropfen sein: Balsabäume, die als Kohlenstoffsenke dienen, werden abgeholzt, um die Kohlendioxid-Emissionen durch die Umstellung auf „umweltfreundliche“ Windenergie zu senken – eine These, die alles in allem bestenfalls umstritten ist.

Chris Morrison, Umweltredakteur beim The Daily Sceptic schreibt:

Jedes Jahr werden im Amazonas-Regenwald über eine halbe Million Balsa-Bäume illegal abgeholzt, um die massive Nachfrage nach Windkraftanlagen in vielen Teilen der Welt zu decken. Balsa ist ein leichtes, aber festes Holz, das häufig für den Kern riesiger Rotorblätter verwendet wird. Es kann etwa 7 % des Rotorblatts ausmachen, und für jeden Satz von drei Rotorblättern werden bis zu 40 Bäume benötigt.

Morrison stellte fest, dass der Großteil des Balsaholzes illegal und nicht nachhaltig abgeholzt wird, was bedeutet, dass die Bäume nicht konsequent neu gepflanzt werden. Die Abholzung erfolgt nach dem Prinzip „Abholzen, Abbrennen und Weiterziehen“.

„Der Großteil des kommerziellen Balsaholzes wird von Ecuador exportiert, das in den letzten Jahren jährlich etwa 500.000 Kubikmeter oder rund 80.000 Tonnen produziert hat“, berichtet Morrison. „Man geht davon aus, dass etwa 55 % der Produktion in Windkraftanlagen landen … aber seit Beginn dieses Jahrzehnts kann diese nachhaltige Ernte mit der Nachfrage nicht mehr Schritt halten.

„In einer vernichtenden Studie stellte die Environment Investigation Agency (EIA) fest, dass die Exporte nach illegalem Holzeinschlag in unberührtem Regenwald bis 50 % gestiegen sind“, schreibt Morrison. „Die betroffenen Gebiete gelten als einige der letzten intakten Waldlandschaften des Landes. Es handelt sich dabei um einzigartige Schutzgebiete und symbolträchtige indigene Territorien.“

Aufgrund der Kritik an den ökologischen Auswirkungen der Abholzung für Windkraftanlagen versuchen Rotorblatt-Hersteller, Ersatzstoffe für Balsaholz zu finden, wie beispielsweise synthetische Polymerschaum-Ersatzstoffe. Hybridkonstruktionen enthalten jedoch nach wie vor Tonnen von Balsaholz aufgrund seines nahezu unübertroffenen Verhältnisses von Festigkeit zu Gewicht, insbesondere in Gebieten mit hoher Scherungs-Beanspruchung und konstant hohen Windgeschwindigkeiten, wo Balsaholz einen Vorteil hinsichtlich Steifigkeit und Flexibilität bietet. Es biegt sich, bricht aber nicht.

Link: https://wattsupwiththat.com/2026/04/28/balsa-trees-illegally-logged-for-wind-power/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

Hinweis: Das EIKE berichtete über diesen Mega-Skandal bereits hier und hier.

 




Der April wurde wärmer. Aber eine Kohlendioxid verursachte Erwärmung ist nicht nachweisbar.

Das zeigt uns der Deutsche Wetterdienst mit seinen Apriltemperaturreihen. Teil 1

Von Matthias Baritz, Josef Kowatsch

  • CO₂ steigt und steigt
  • Die Apriltemperaturen des DWD halten sich nicht an die CO₂-Anstiegskurve
  • Bis 1987 starke Abkühlung, dann der Temperatursprung, dann die Weitererwärmung
  • Der wärmende „Klimawandel“ begann in Mittel- und Westeuropa erst 1987/88
  • Viele Ursachen haben zur angenehmen April-Erwärmung seit 1988 geführt
  • Mit dem weltweit anthropogen erzeugten und täglich zunehmendem Wärmeinseleffekt (WI) ist der Mensch mitbeteiligt an der gemessenen Temperaturzunahme.

Der April macht was er will. Das galt auch für 2026. Der DWD registriert mit seinen gut 2000 Messstationen an seinen heutigen im Vergleich zu früher viel wärmeren Standorten diesen April 2026 mit etwa 9,2°C, etwas kälter als letztes Jahr. Sonnenstunden 245, das ist ordentlich, Niederschlag 25 l/m², das ist wenig. Einordnungen dieser Werte, siehe unsere Grafiken im Artikel.

Wir wollen diesen April in die langen DWD-Temperaturreihen einordnen. Und zwar ohne Korrektur der DWD-Daten, also mit den Originaldaten. Man muss wissen, im April ist die Wärmeinselwirkung bei den Wetterstationen besonders hoch. Gleichzeitig überprüfen wir die Mainstream-Behauptung, dass allein Treibhausgase, insbesondere anthropogenes CO₂ eine Erwärmung seit Aufzeichnungsbeginn bewirkt haben sollen, gemäß dieser internationalen Definition: Der Begriff Klimawandel bezeichnet langfristige Temperatur- und Wetterveränderungen, die hauptsächlich durch menschliche Aktivitäten verursacht sind, insbesondere durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe.

So soll laut Treibhauskirche Kohlendioxid stetig seit 140 Jahren gestiegen sein. Und der Mensch soll am Anstieg schuld sein. Und CO₂ soll der globale Temperaturregler sein.

Abb. 1: Steiler und stetiger CO₂-Anstieg in der Atmosphäre, vor allem seit 1958, dem Beginn der globalen Messungen am Mona-Loa, Die CO2 Panik ist seit über 40 Jahren Resultat einer massiven Gehirnwäsche.

Und wie verhalten sich die DWD-Apriltemperaturen? Wir betrachten zwei völlig unterschiedliche Zeiträume. Zeitraum 1 von 1885 bis 1987 und danach bis heute

Abb. 2: Die April-Zeitreihe erstreckt sich von 1885 bis 1987 also über 100 Jahre. Wie zu erwarten, ein ständiges Auf und Ab mit warmen und kalten Aprilmonaten. Um 1945 erkennen wir einige warme Apriljahre. Insgesamt ist die Trendlinie jedoch laut DWD eine Horizontale.

Ergebnis: Über 100 Jahre lang keinerlei Aprilerwärmung in den Original-DWD-Temperaturreihen.

Wie aus der Grafik 1 ersichtlich sind in diesem Zeitraum die CO₂-Konzentrationen insbesondere seit 1958 gestiegen. Und das hatte offenbar keinerlei Wirkung!!!

Anmerkung. In Wirklichkeit sind die Apriltemperaturen sogar leicht gefallen, wenn man die Zunahme der Wärmeinseleffekte bei den Messstationen herausrechnen würde.

Betrachten wir die obige Grafik 2 nun näher, dann erkennen wir einen leichten Anstieg bis zur Jahrhundertmitte, dann einen leichten Abfall, was vollkommen dem CO₂-Erwärmungseffekt widerspricht. Die folgende Grafik ab 1943 bis 2026 zeigt aber noch mehr Überraschungen.

Abb. 3a: Der Aprilverlauf seit 1943 bis heute, gezeichnet nach den Original-DWD-Temperaturreihen.

Ergebnis: Wir erkennen drei außergewöhnliche Fakten in den DWD-Temperaturreihen.

1.Starke Aprilabkühlung von 1939 bis 1987, siehe die deutlich negative Trendlinie mit Formel 2.Großer Temperatursprung 1987 auf 1988 von deutlich über einem Grad 3.Starke Weitererwärmung (Temperaturzunahme) ab 1988 bis heute 4. Seit gut 20 Jahren stagnieren die Apriltemperaturen auf einem hohen Niveau.

Zum Temperatursprung: Er fand in ganz Mittel- und Westeuropa statt. In Holland wurden die Gründe des Temperatursprunges genauer in dieser Arbeit bereits vor 4 Jahren veröffentlicht. Zitat aus Introduction: „This warming has not taken place uniformly: there is a jump around 1988

Damit steht wissenschaftlich fest: Der Verlauf der DWD-Apriltemperaturreihen widerspricht vollkommen dem CO₂-Verlauf. Das zeigt die nächste Grafik.

Abb. 3b: die globale CO₂-Zunahme, seit 1958 Original CO₂-Messdaten vom Mouna Loa

Wissenschaftliche Erkenntnis beim Vergleich 3a/3b: Eine Kohlendioxidwirkung ist aus dem DWD-Verlauf nicht erkennbar. Der global angeblich seit der Industrialisierung steigende CO₂-Gehalt kann nicht gut 40 Jahre lang (von 1943 bis 1987) stark abkühlend wirken, dann mit der Gründung des Weltklimarates plötzlich aufgeschreckt werden und einen Temperatursprung verursachen!!! Und dann wie mit einem Zeitzünder versehen, ab 1988 bis 2007 stark erwärmend weiter wirken und seit gut 20 Jahren wieder aussetzen.

Und das auch nur in Europa, in anderen Teilen der Welt sieht der Verlauf wieder anders aus, siehe Grafiken weiter hinten.

Solche variablen Gaseigenschaften angeblicher Treibhausgase und Temperaturregler, gibt es nicht. Sowas wird nirgendwo an Unis gelehrt oder in Physikbüchern beschrieben.

Schlussfolgerung: Kohlendioxid ist nicht der globale Temperaturregler. Das Treibhauserwärmungsmodell der bezahlten Panik-Wissenschaft und der linksgrünen Politik ist falsch. Es hat keinerlei wissenschaftliche Beweise.

Das Treibhausmodell ist vielmehr ein Geschäftsmodell. Es handelt sich um eine bewusst geplante Panikmache, die Kohlendioxid als starken Temperaturregler vortäuscht. Hier soll letztlich unsere Ausatmungsluft besteuert werden. Dieses Geschäftsmodell will unser Geld. Vergleichbar mit dem Sündenablasshandelsmodell der Kirche im Mittelalter. Nur um einiges schlimmer, weil uns das Geld gesetzlich geraubt wird.

Anzumerken ist nochmals, dass die Deutschlandtemperaturen vor 140 Jahren mit ganz anderen Wetterstationen an ganz anderen Plätzen erfasst wurden. Damals standen die Wetterhütten bevorzugt bei Klöstern, bei Forsthäusern am Waldrand, einsamen Gutshöfen in freier Landschaft oder bei Bahnwärterhäuschen auf freier Strecke. Seit gut 25 Jahren werden die Tagestemperaturen der einzelnen Stationen an viel wärmeren Plätzen, sogenannte Wärmeinseln nach ganz anderen Messerfassungs-Methoden aufgezeichnet. Insbesondere seit 2001 erfolgt seitens des DWD ein Stationsaustausch und eine Erhöhung der Warm-Wetterstationen.

Wir haben das Wärmer machen der deutschen Temperaturreihen durch Stationsaustausch in vielen Artikeln bei EIKE erklärt. z.B. hier.

Insbesondere auf die Abb. 3 und Abb. 4 des obigen links soll hingewiesen sein. Trotz allem gilt: Die Klimaerwärmung begann in Mittel- und Westeuropa erst 1987 mit einem Temperatursprung. Erst seit 1988 bis heute wurde der April deutlich wärmer, wenn auch nicht in der vom DWD ermittelten Steigungsformel, sondern etwas moderater.

Zur Klarstellung unserer Haltung: Wir bestreiten nicht die IR-Absorption/Emission bestimmter gasförmiger Moleküle. CO₂ ist ein klimaaktives Gas. Aber wir bestreiten anhand der DWD-Temperaturreihen die behauptete hohe Temperaturzunahme, wobei CO₂ der entscheidende Temperaturregelknopf sein soll. Diese Lehre ist eine bewusste Irreführung der Bevölkerung. CO₂ wirkt allerhöchstens in homöopathischen Dosen, leicht erwärmend oder abkühlend oder gar nicht. Wie die CO₂-Zunahme wirkt ist jedenfalls aus den DWD-Temperaturreihen nicht erkennbar.

Weniger wärmend veränderte Einzelstationen seit 1988: Sie haben geringere Steigungsformeln als der DWD-Schnitt: Dachwig, Buchen, Amtsberg, Memmingen, Rosenheim, Zeitz, Gießen, Netzstall. Als Beispiel Dachwig.

Abb. 4a: Dachwig in Thüringen zeigt nur eine moderate angenehme Aprilerwärmung seit 1988

Erg: Die April-Erwärmung seit 1988 fällt viel schwächer aus als beim DWD-Gesamtschnitt. (nur 0,27°C/dec). Ab 1998 bis heute, also seit 28 Jahren gibt es gar keine Aprilerwärmung mehr, obwohl auch in Dachwig die CO₂-Konzentrationen zugenommen haben. Nebenbei: Die Nächte haben sich bei dieser ländlichen Station in Thüringen seit 1988 mit 0,27 C/dec sogar stark abgekühlt. Aprilabkühlung der Nächte also seit 38 Jahren!!!

Zwischenfrage an die Treibhauskirche: Wirkt CO₂ nachts kühlend?

Und ein Standort mit starker baulich wärmender Veränderung im selben Zeitraum: Hof.

Abb. 4b: die einstige DWD-Wetterstation Hof-Land ist inzwischen von einem Industriegebiet umgeben mit einer vierspurigen Bundesstraße direkt vor dem DWD-Gelände. Man beachte die Steigungsformel

Drei Feststellungen:

Es gibt wärmeinselarme und wärmeinselstarke Wetterstationen in Deutschland. Bei WI-starken Stationen steigen die Temperaturreihen stärker. Die DWD-Temperaturreihen sind ein Schnitt aus WI-schwachen und WI-starken Wetterstationen, siehe Steigungsformeln

Die tatsächliche natürliche Aprilerwärmung wäre ohne menschliche Mithilfe weniger stark

Und: Der Klimawandel, d.h. die Temperaturzunahme begann in Mitteleuropa erst 1988 und nicht seit der Industrialisierung!!!!

Frage: Wenn nicht Kohlendioxid die, wenn auch schwächere Aprilerwärmung seit 1988 verursacht hat, was dann?

Die richtige Erklärung: Wir finden mindestens 5 weitere Gründe der Aprilerwärmung seit 1988. CO₂ ist nicht dabei.

1. Natürliche Ursachen: Rein statistisch haben die Südwestwetterlagen im April zugenommen und die nördlichen und östlichen Wetterlagen abgenommen. Das zeigt u.a. die Zunahme des Saharastaubes, der mit den Süd- und Südwestwinden zu uns getragen wird.

2. Die Zunahme der Sonnenstunden: Mit der Drehung der Windrichtung auf mehr südlichen Wetterlagen haben die Aprilsonnenstunden insgesamt stark zugenommen. Die Zunahme ist auch ein positives Ergebnis der gesetzlichen Luftreinhaltemaßnahmen. Mehr Sonnenstunden ist tagsüber einerseits eine natürlich Erwärmung, andererseits wird dadurch auch die Höhe des Wärmeinseleffektes gesteigert. Der WI-Effekt ist deshalb seit 1988 stärker angewachsen als im Zeitraum bis 1987

Abb. 5: Der DWD erfasst die Sonnenstunden erst seit 1951 zu einem Schnitt. Beachte, zunächst die Abnahme bis 1987, dann die Zunahme. Die Sonnenstundenzunahme hat wesentlich zu einem Anstieg der Apriltemperaturen seit 1988 beigetragen.

Nebenbei, der Spruch des Tages von Carsten Schwanke am 29.03.2026 in Wetter vor Acht: „Die Sonnenscheindauer hat in den letzten Jahrzehnten enorm zugenommen aufgrund der Erwärmung

Mit den Sonnenstunden hat zugleich auch die Intensität der Sonnenstrahlung zugenommen, nähere Erläuterungen hier: Martin Wild’s Übersichtsartikel „Global dimming and brightening“, A review, J. Geophys. Res., 114, D00D16, doi:10.1029/2008JD011470.1.

Da die zunehmenden April-Sonnenstunden nur tagsüber erwärmend wirken, merken die nächtlichen T-Min Temperaturen nichts davon. Nächste Grafik: Vergleich beider seit 1988

Abb. 6a/b: Die nächtlichen T-Min Apriltemperaturen sind seit 1988 nicht gestiegen, die Aprilnächte blieben gleich kalt, (siehe sogar leicht negative Trendformel), dagegen sind die CO₂-Konzentrationen deutlich um 78 ppm seit 1988 gestiegen.

Wissenschaftlicher Zusammenhang: Zwischen Aprilnachttemperaturen (T-Min) und dem CO₂ Anstieg besteht keinerlei Korrelation!!! Im Gegenteil. Dabei sollte doch laut Treibhaustheorie der Treibhauseffekt nachts stärker wirken als tagsüber. Auch diese beiden Grafiken zeigen, dass die Treibhauslehre mit CO₂ als zentralem Temperaturregler falsch ist. Und natürlich zeigt das auch, dass Wetterfrosch Carsten Schwanke mit seiner Schlussfolgerung falsch liegt. Wie schon oft bemerkt, verhindert die Treibhauslehre bei den Gläubigen das logische Denken.

3. Der Wärmeinseleffekt: Die Standorte der DWD-Stationen sind aufgrund der Bebauung immer wärmer geworden, und sie werden weiter wärmer. Der WI-effekt ist vor allem nach der Einheit stark angestiegen, schon deswegen, weil die Sonnenstunden zugenommen und die Niederschläge abgenommen haben, siehe oben Wetterstationsvergleich Dachwig und Hof.

4. Abnehmende Niederschläge und damit weniger Kühlung im April. Siehe nächste Grafik.

Abb. 7: Der Boden, vor allem die asphaltierten Flächen Deutschlands bleiben länger trocken, die Verdunstungskälte hat sich seit 1988 stark verringert im April. Zunehmende Trockenheit heißt zugleich mehr an Lufttemperatur.

Dazu nimmt die Flächenversiegelung in Deutschland laufend zu, was den Wärmeinseleffekt des ersten Frühlingsmonats ständig erhöht, (derzeit ist ein Siebtel = 52 000 km² der Gesamtfläche Deutschlands versiegelt), Zunahme etwa 45 ha täglich, siehe Flächenversiegelungszähler.

5. Eine statistische Erwärmung. Die Erfassung in der Wetterhütte wurde abgeschafft und der Tagesdurchschnitt nach ganz anderen Methoden digital erfasst. Zudem wurden auch Wetterstationen durch Tausch an wärmere Plätze verlegt. Die müssen jetzt ganztägig in der Sonne stehen.

6. Die Windhäufigkeit. Die Windhäufigkeit hat allgemein seit 1988 abgenommen wie Stefan Kämpfe in seiner acht Artikeln lange Reihe und auch wir beschrieben haben. Schlecht für die Windräder bzw. für die alternative Stromerzeugung. Siehe nächste Grafik: abnehmende Windstärke.

Abb. 8: durchschnittliche Windstärke in Deutschland für den Monat April. Leichte, aber signifikante Abnahme der durchschnittlichen Windgeschwindigkeit

Sicherlich gibt es noch eine Vielzahl an weiteren Gründen, weshalb es in Mittel- und Westeuropa, teilweise auch in Nordeuropa 1987/88 zu einem plötzlichen Temperatursprung mit anschließender Weitererwärmung kam. Wir rufen die Leser auf, noch weitere mögliche Gründe zu nennen und zur Diskussion zu stellen. So funktioniert der Wissenserwerb in der Wissenschaft.

Zwischenfazit: Wir haben anhand der DWD-April-Temperaturreihen bisher gezeigt: Kohlendioxid kann gar nicht der globale Temperaturregler sein, denn die Temperaturen sind

  1. Von 1943 bis 1988 gesunken, obwohl CO₂ angestiegen ist
  2. Der Klimawandel begann erst 1987/88 mit einem Temperatursprung und einem steilen Anstieg der Apriltemperaturen
  3. Nur tagsüber wurde es wärmer, nachts nicht.
  4. Seit 20 Jahren wird der April nicht mehr wärmer, obwohl CO₂ weiter steigt.
  5. Die nächtlichen T-Min wurden seit 1988 überhaupt nicht wärmer. (Abb. 6a)

Vereinfacht gesagt: Der April wurde seit 1988 in Deutschland überhaupt nur wärmer, weil aufgrund der Sonnenstundenzunahme die Tage tagsüber wärmer wurden.

Doch nicht nur der Deutsche Wetterdienst zeigt uns die Temperaturzunahme seit 1988, auch andere Wetterstationen außerhalb Deutschlands haben einen ähnlichen Verlauf. Wie schon zu Beginn des Artikels erwähnt, bezieht sich dies auf ganz Westeuropa, beim April auch auf Nordeuropa.

Abb. 9: Die Erwärmung erfolgte erst ab 1988 nach dem Temperatursprung (hier knapp 1 K). Davor eine deutliche Abkühlung der Apriltemperaturen. Vergleiche den Temperaturverlauf aus Grafik 3 für Gesamtdeutschland: fast identische Trendgeraden! Selbst ein Parabelfit zeigt einen Temperaturanstieg erst Ende der 80er Jahre. Quelle; https://climatereanalyzer.org/

Abb. 10: Gebietsmittel Skandinavien, Erwärmung setzt erst nach dem Temperatursprung 87/88 ein. April 2026 lag noch nicht vor. Quelle: wie Abb. 9

Abb. 11: Auch hier in Zentralengland gleich verlaufende (orange) Trendgeraden wie in Deutschland, Quelle: https://www.metoffice.gov.uk/hadobs/index.html

Ein Blick in die Antarktis: überhaupt kein Trend beim April

Abb. 12a: Man beachte die Riesenfläche über den Antarktiskontinent hinaus ins Meer, besser gesagt in die umgebende Meer-Eisfläche hinein. Bei einem Schnitt von -18°C in den letzten 46 Jahren kann kein Eis schmelzen, es fehlt die Erwärmung.

Abb. 12b: Überhaupt keine Erwärmung bei der Station Neumayer in den letzten 44 Jahren. Die Antarktis kühlt sogar leicht ab im gesamten Gebietsmittel. Quellen für 12a https://climatereanalyzer.org/, 12b DWD

Frage: Wirkt der angebliche CO₂-Temperaturregelknopf in der Arktis nicht? Dort hat die CO₂-Konzentration in den letzten 50 Jahren genauso zugenommen wie in Europa.

Abb. 12c: Das gleiche April-Verhalten zeigen auch andere Einzel-Stationen in der großen Antarktis. Überhaupt keine Erwärmung, die Antarktis-Erwärmung ist eine glatte Medienlüge.

Wir haben noch viele weitere Stationen auf der Südhalbkugel ohne Aprilerwärmung in den letzten Jahrzehnten gefunden, die aus Platzgründen hier aber nicht dargestellt werden.

Gesamtergebnis: CO₂ macht kein Klima heiß egal ob der derzeitige globale CO₂-Anstieg in Deutschland hauptsächlich menschenbedingt ist oder natürlichen Ursprunges. Diese Definition ist somit absolut falsch: Der Begriff Klimawandel bezeichnet langfristige Temperatur- und Wetterveränderungen, die hauptsächlich durch menschliche Aktivitäten verursacht sind, insbesondere durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe.

Richtig ist: CO₂ ist überhaupt kein Temperaturregelknopf, wir werden dreist belogen!!!

Deshalb ist die von unserer Regierung betriebene Klimapanikpolitik, die CO₂ als Temperaturregelknopf sieht und die CO₂-Einsparungspolitik falsch. Nun sogar im Grundgesetz verankert. Diese linksgrüne Glaubens-Politik ruiniert unser Land, zerstört den sozialen Frieden und will die Demokratie abschaffen.

Wie ist dieser April 2026 nun einzuordnen?

  1. Warm aber keinesfalls besorgniserregend, siehe Titelbild, die Natur gibt das nicht her.
  2. Sonnenstunden über dem Schnitt, aber keinesfalls besorgniserregend, siehe Grafik 5
  3. Niederschlag, unter dem Schnitt, aber keinesfalls besorgniserregend, siehe Grafik 7

Von irgendwelchen Klimakipppunkten oder sonstigen Katastrophen sind wir weit entfernt.

Wir brauchen mehr CO in der Atmosphäre

Eine positive Eigenschaft hat die CO-Zunahme der Atmosphäre. Es ist das notwendige Wachstumsmittel aller Pflanzen, mehr CO führt nicht nur zu einem beschleunigten Wachstum, es steigert die Ernteerträge und bekämpft somit den Hunger in der Welt. Ohne Kohlendioxid wäre die Erde kahl wie der Mond. Das Leben auf der Erde braucht Wasser, Sauerstoff, ausreichend Kohlendioxid und eine angenehm milde Temperatur. Der optimale CO-gehalt der Atmosphäre liegt etwa bei 800 bis 1200ppm, das sind etwa 0,1%. Nicht nur für das Pflanzenwachstum, sondern auch für uns eine Art Wohlfühlfaktor. Von dieser Idealkonzentration sind wir derzeit weit entfernt. Das Leben auf der Erde braucht mehr und nicht weniger CO in der Luft. Untersuchungen der NASA bestätigen dies, auch hier. Und vor allem dieser Versuchsbeweis.

Kohlenstoffdioxid ist nicht der globale Temperaturregler, ist überhaupt kein Klimakiller und schon gar kein Giftstoff. Derartige Behauptungen sind eine bewusste und dreiste Lüge. Das Leben auf dem Raumschiff Erde ist auf Kohlenstoff aufgebaut und CO ist das gasförmige Transportmittel, um den Wachstumsmotor Kohlenstoff zu transportieren. Wer CO vermindern will, versündigt sich gegen die Schöpfung dieses Planeten. Leider sind auch die christlichen Kirchen mit dabei. Wir verweisen auf einen Vorgängerartikel.

Auf CO₂ ist die Schöpfung der Erde aufgebaut. Bild: Bálint József

Natur- und Umweltschutz einerseits, sowie Klimaschutz sind Gegensatzpaare. CO₂ ist kein globaler Temperaturregler und Klimaschutz ist ein teures Geschäftsmodell, das keinerlei Klima schützt, sondern über gesteuerte Panik- und Angstmache auf unser Geld zielt. Gegen die Terrorgruppe „letzte Generation“ und andere bezahlte NGOs muss mit allen gesetzlich erlaubten Mitteln vorgegangen werden, da die Gruppen keine Natur- und Umweltschützer sind, sondern bezahlte Chaosanstifter. Ebenso gegen die panikverbreitende Politik und Medien. Abzocke ohne Gegenleistung nennt man das Geschäftsmodell, das ähnlich wie das Sündenablassmodell der Kirche im Mittelalter funktioniert – ausführlich hier beschrieben. Nur mit dem Unterschied, dass man uns das Geld automatisch in Form von Steuern aus der Tasche zieht. Ein Aufstand der Anständigen ist unbedingt und schnell erforderlich. Wir müssen uns wehren gegen diese erfundene CO₂-Klimalüge.

Es wird Zeit, dass endlich Natur- und Umweltschutz in den Mittelpunkt menschlichen Handelns gestellt werden. Die Erhaltung der natürlichen Vielfalt von Pflanzen und Tieren sollte ein vorrangiges Ziel sein und nicht diese unseriöse Panikmache von Medien im Verbund mit gut verdienenden Klimaangst-Schwätzern wie z.B. die Professoren Quaschnig/Lesch/Rahmstorf/Schellnhuber/Latif und anderen von uns in der Politik agierenden und teuer bezahlten fabulierenden und Angst machenden Märchenerzählern.

Wir alle sind aufgerufen, jeder auf seinem Weg und nach seinem Können die derzeitige Klima-Panikmache und die Verteufelung des lebensnotwendigen Kohlendioxids zu bekämpfen. Ein Umdenken in der Bevölkerung und bei den Kirchen ist schnellstens erforderlich, um den völlig unsinnigen CO₂-Reduzierungsmaßnahmen der grünen Glaubens-Klimapolitik ein Ende zu bereiten. Wie man vorgehen könnte, dazu verweisen wir auf unseren Vorgängerartikel.

Josef Kowatsch, Naturbeobachter, aktiver Naturschützer, unabhängiger Klimaforscher

Matthias Baritz, Naturwissenschaftler und Umweltschützer.

 




Wer hat Angst vor dem großen bösen El Niño-Wolf?

Joe Bastardi

Ich bin verblüfft über das, was ich über den bevorstehenden El Niño höre, von dem ich schon lange sage, dass er gute Chancen hat, sich zu einem Super-El-Niño zu entwickeln. Auf der einen Seite der Klimadebatte gibt es Leute, die versuchen, extreme Wetterereignisse so darzustellen, als wäre es das Ende der Welt. Sie reiben sich auch schon die Hände bei der Aussicht auf einen weiteren globalen Temperaturanstieg, was völlig im Widerspruch zu der Vorstellung steht, dass CO₂ all dies verursacht, haben wir doch ein Beispiel für einen anderen Temperaturanstieg, der sich wieder abflachte, als die Erde versuchte, sich an den erhöhten Wasserdampfgehalt anzupassen.

Aber was ist, wenn wir das haben, was meiner Meinung nach das einschneidendste Klimaereignis der letzten 50 Jahre war: den Super-El-Niño von 1997–1998. Wie hat sich das auf die USA ausgewirkt?

Eine detaillierte, von Fachkollegen begutachtete Analyse von Stanley A. Changnon aus dem Jahr 1999 (Bulletin of the American Meteorological Society) bezifferte konkret die landesweiten Auswirkungen der Wetterereignisse, die diesem starken El Niño zugeschrieben wurden. Darin wurden direkte wirtschaftliche Verluste von etwa 4 bis 4,5 Milliarden US-Dollar geschätzt (vor allem Sach- und Ernteschäden durch Stürme und Überschwemmungen sowie einige wirtschaftliche Einbußen in den Bereichen Freizeit und Schneeräumung), aber auch Vorteile in Höhe von rund 19 Milliarden US-Dollar. Dies führte zu einem positiven Nettoeffekt von ~15 Milliarden US-Dollar, wobei weniger staatliche Hilfsgelder benötigt wurden als in früheren Wintern ohne El Niño. Ja, die Wetter- und Klimakosten in den USA während des El-Niño-Ereignisses 1997–98 lagen insgesamt unter dem Durchschnitt – und brachten sogar einen erheblichen wirtschaftlichen Nettovorteil mit sich –, insbesondere wenn man die Atlantik-Hurrikansaison 1997 (stark abgeschwächt) und den Winter 1997–98 (in weiten Teilen des Landes milder als der Durchschnitt, wobei die erheblichen Einsparungen die lokalen Schäden überwogen) betrachtet.

Ist das nicht etwas Besonderes? Erstens besteht die Möglichkeit, dass es mitten in der Saison keine Hurrikane gibt (wie ich bereits mehrfach erwähnt habe, mache ich mir schon früh große Sorgen), und dann – was ich wirklich am meisten hassen würde – das Ausbleiben des Winters. Man darf nicht vergessen, dass manche El-Niño-Jahre großartige Winter mit gewaltigen Stürmen gebracht haben. Der bereits erwähnte Winter 97/98 brachte den stärksten Schneesturm hervor, der je im Ohio Valley verzeichnet wurde. (Louisville brach seinen Allzeit-Schneefallrekord und erreichte am Morgen des 6. Februar 57 cm. Dies gilt bis heute als der höchste Schneefall, der jemals bei einem einzelnen Schneesturm gemessen wurde.) Und 2016, einem weiteren milden Winter, gab es den gewaltigen Schneesturm Mitte bis Ende Januar. Das waren allerdings insgesamt beides sehr milde Winter. Aber ich bin mir sicher: Wenn ein Extremereignis auftritt, sei es ein Hurrikan, eine Überschwemmung, eine Tornadoserie oder was auch immer, wird es auf El Niño geschoben werden. Nun, wie sieht es mit dem Gegenteil aus? Wenn es in den USA ruhig bleibt, wird das überhaupt bemerkt? Natürlich nicht. Man wird sich auf den vorhersehbaren Anstieg im westlichen Pazifik stürzen, der bevorsteht, und dabei völlig ignorieren, dass das letzte Jahrzehnt den niedrigsten ACE-Wert* aller jemals im westlichen Pazifik gemessenen Jahrzehnte aufwies.

*ACE = Accumulated Cyclone Energy, eine Maßzahl für die Anzahl und Stärke von Wirbelstürmen. A. d. Übers.

Tatsache ist, dass die Klima-Clique die Unwissenheit der meisten Menschen darüber ausnutzt, was zuvor geschehen ist. Und so bieten große El-Niño-Ereignisse eine hervorragende Gelegenheit, den Menschen vorzugaukeln, dass so etwas noch nie zuvor passiert sei. In Wirklichkeit gibt es nichts Neues unter der Sonne (abgesehen von der plötzlichen Erwärmung während des letzten El Niño rund um Australien, die nicht durch CO₂ verursacht worden sein kann).

Nun möchte ich das Wichtigste erörtern: Warum der große El Niño von 1997–98 die sichtbare Kehrseite der kumulativen Wärmeansammlung in den Ozeanen war, die durch geothermische und andere natürliche Ursachen zustande kam, die ich mehrfach als mögliche Mitverursacher skizziert habe. Beachten Sie, dass ich nicht gesagt habe, dies sei die einzige Erklärung, und dass ich das Wort „möglich“ verwendet habe. Aber der „Zufall“ ist zu schwer zu ignorieren.

Betrachten Sie jedoch den Multivariaten ENSO-Index (MEI), den Goldstandard für die Messung von ENSO-Ereignissen (El Niño–Southern Oscillation):

Beachten Sie, dass es nach 1997 mehr Blau als Rot gibt. Das ist ein weiterer Punkt, der mich an meiner Seite in der Klimadebatte stört: dass sie glauben, La Niña würde den Globus abkühlen. Das stimmt zwar im Vergleich zu dem Temperaturanstieg, der dabei auftritt, aber wie an der globalen Temperatur deutlich zu sehen ist, bleibt ein höheres Plateau zurück als zuvor.

Wenn es sich, wie ich glaube, um Wasserdampf statt um CO₂ handelt, wurde der jüngste Anstieg durch den Hunga-Tonga- Ausbruch begünstigt.

Beachten Sie jedoch, wie die El-Niños auf dem MULTIVARIATE ENSO INDEX stärker ausfielen, als es kälter war. Woran könnte das liegen?

Weil die allgemeine Erwärmung der Ozeane die Reaktion nun etwas mehr abschwächt. Der Kontrast bei der Meerestemperatur (SST) zwischen dem Ereignis von 1982–83 und dem jüngsten starken El Niño, gemessen am Oceanic Niño Index, ist eklatant.

23-24. Notice how warm the oceans are around the El Niño compared to previous years.

Ich habe den Zeitraum von November bis März als Vergleichsbasis herangezogen, doch im Jahr 2024 war es in Australien von Januar bis Februar sehr warm.

Dies schwächte ein weiteres ENSO-Instrument erheblich ab, den Southern Oscillation Index, der – im Gegensatz zum Oceanic Niño Index – auf beispiellose Weise mitten im Winter aus der El-Niño-Kategorie fiel!

Selbst 2016 mit einem sehr starken Ereignis…

… waren die umliegenden Gebiete insgesamt deutlich wärmer als 82–83. Wenn man also einen Index wie den MEI verwendet, der ebenfalls atmosphärische Parameter misst, zeigt der MEI kein so starkes Ereignis. Je kälter es war, desto deutlicher trat El Niño hervor. Das könnte viele der Klimahysteriker enttäuschen, die wegen dieses El Niño mit den Hufen scharren, denn da es jetzt so warm ist, wird er den letzten Höchststand vielleicht nicht übertreffen können. Denken Sie daran: Je wärmer es wird, desto schwieriger ist es, noch wärmer zu werden.

2015–2016 war das Jahr, in dem ich dachte, die Gegenseite müsste endlich zugeben: „Meine Güte, es ist Wasserdampf.“ Aber nein, sie haben noch einen draufgesetzt, so wie sie es auch dieses Jahr tun werden, egal was passiert.

Aber der Grund, warum sich der MEI so verhält, wie er es tut – nämlich aufgrund der Menge an Wasserdampf (WV) in der Luft –, hat die Situation tatsächlich auf den Kopf gestellt. Das bedeutete, dass sich der westliche Pazifik und der asiatische Kontinent stärker erwärmten als die Ozeane östlich und südlich davon. Dies verstärkte natürlich die Ostwinde über dem Pazifik, was wiederum dazu führte, dass mehr La-Niña-Ereignisse auftraten. Aber bitte beachten: La Niñas sind eine Reaktion auf die Erwärmung und führen nicht zu einer allgemeinen Abkühlung. Damit eine Abkühlung wirklich einsetzen kann, muss das, was den Ozean erwärmt (Leute wie ich glauben, dass es ein natürlicher Vorgang ist) aufhören. Ich bin jetzt 70 Jahre alt und höre schon seit Jahren immer wieder, dass die Abkühlung aufgrund dieses oder jenes Ereignisses kurz bevorstehe. Und als ich mit Bill Nye über die globalen Temperaturen debattierte, wusste ich noch nichts von der geothermischen Erwärmung, die gerade stattfand.

Aber keine Ausrede: Bill hat Recht damit, dass die Temperatur gestiegen ist. Ich frage mich jedoch, ob er sich überhaupt mit den natürlichen Ursachen befasst oder sich so intensiv mit den wetterbezogenen Aspekten auseinandergesetzt hat, wie man es hier sieht – vielleicht, um einmal innezuhalten und darüber nachzudenken oder zu verstehen, dass die Temperaturanstiegsfunktion ein Produkt des Wasserdampfs ist, was nicht nur wunderbar mit der Gesamtwärmung korreliert, sondern auch damit, wo und wann es am stärksten wärmer wird. Ich lerne, indem ich korrigiert werde, wenn ich falsch liege, aber wenn man nie glaubt, dass man falsch liegt, dann passiert das nicht. Aber solange wir keine nachhaltige Abkühlung sehen, können die anderen, egal wie falsch wir sie auch finden, immer wieder sagen: „Der CO₂-Ausstoß steigt, die Temperatur steigt, da habt ihr eure Antwort.“ Und wenn es eine Agenda ist, die Ideen propagiert, wonach wir Unsummen ausgeben müssen, ohne dass man uns sagen kann, was dabei herauskommt, dann sollte man nichts anderes erwarten.

Ich muss mich mit der Erwärmung auseinandersetzen, egal woher sie kommt, denn sie wirkt sich auf die Vorhersage aus – und genau das muss ich wissen. Wenn man nie globale Vorhersagen macht, wie willst man das dann wirklich wissen? Vielleicht denke ich das, weil ich so oft korrigiert werde.

Noch ein Beispiel: Die Winter in den 30 Jahren vor dem Super-El-Niño von 1997/98:

Da der Zeitraum nicht weit vom 30-Jahres-Durchschnitt entfernt ist, werden wir viele Werte haben, die nahe am Normalwert liegen, aber sicherlich deutlich wärmer sind als in den vergangenen 30 Jahren.

Wenn wir nun nur noch Feuchtthermometer hätten, oder besser noch Taupunkttemperaturen. Ich werde zu einem großen Fan des sogenannten „Taupunkt-Ankers“, für den sich Phillip Mulholland einsetzt.

https://www.researchgate.net/profile/Philip-Mulholland

Meine Rangfolge lautet: Sättigungsmischungsverhältnisse, Taupunkte, Feuchttemperaturen und last and LEAST Temperaturen, da die vorangehenden Faktoren das Klima und dessen Veränderungen besser erklären.

Man beachte jedoch, dass die ersten drei nicht quantifiziert werden, CO₂ hingegen schon.

Hm, ich frage mich warum?

Link: https://www.cfact.org/2026/04/24/whos-afraid-of-the-big-bad-el-nino-wolf/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE