Klimawandel-Alarmisten liegen oft falsch, zweifeln aber nie

Gary Abernathy

Eines der nervigsten Dinge an Klima-Untergangspropheten ist die Gewissheit, mit der sie ihre düsteren Vorhersagen treffen, während sie gleichzeitig Ausreden für all ihre früheren nicht einmal annähernd eingetretenen Prognosen finden. Schauen wir uns einige davon noch einmal an.

Anfang bis Mitte der 1970er Jahre sagten mehrere Zeitschriftenartikel und eine Reihe von Wissenschaftlern voraus, dass Abkühlungstrends innerhalb weniger Jahre eine neue „Mini-Eiszeit” einläuten könnten. Das ist nicht eingetreten. Tatsächlich wurden die neuen Kristallkugeln von kalt auf heiß geschaltet.

In einem Artikel der Associated Press vom Juni 1989 wurde „ein hochrangiger UN-Umweltbeamter” zitiert, der behauptete, dass „ganze Nationen durch den Anstieg des Meeresspiegels von der Erde verschwinden könnten, wenn der Trend zur globalen Erwärmung nicht bis zum Jahr 2000 umgekehrt wird”.

Noel Brown, Direktor des New Yorker Büros des Umweltprogramms der Vereinten Nationen, betonte, dass „die Regierungen ein Zeitfenster von zehn Jahren haben, um das Problem des Treibhauseffekts zu lösen, bevor es sich der Kontrolle der Menschheit entzieht”. Ohne Maßnahmen „wird der Meeresspiegel bis zu 90 cm steigen, was ausreichen würde, um die Malediven und andere flache Inselstaaten zu überfluten”.

Nach letzten Berichten geht es den Malediven weiterhin gut – vor allem dank des wachsenden Tourismus‘! Laut CBS News sagte der ehemalige Vizepräsident Al Gore (immer gut für einen Lacher) 2009 auf einer UN-Klimakonferenz, dass neue Daten darauf hindeuten, dass die arktische Polkappe bereits in fünf bis sieben Jahren im Sommer verschwinden könnte, also spätestens 2016. Das ist nicht eingetreten.

Im Jahr 2000 veröffentlichte die britische Zeitung „The Independent“ einen Artikel, in dem ein Wissenschaftler zitiert wurde, der behauptete, dass britische Kinder dank der globalen Erwärmung innerhalb eines Jahrzehnts „nicht mehr wissen werden, was Schnee ist“. Sagen Sie das nicht den britischen Jugendlichen und anderen, die die strengen Winter 2010, 2013, 2018 usw. erlebt haben!

Reicht das? Machen wir noch ein paar mehr.

Anfang der 2000er Jahre gab es zahlreiche Vorhersagen, dass alle Gletscher im Glacier-Nationalpark bis 2020 oder, wenn wir Glück hätten, bis 2030 verschwinden würden.

„Spätere Vorhersagen verschoben das unvermeidliche Verschwinden der Gletscher auf 2050“, heißt es in einem Artikel der Zeitung Daily Inter Lake vom Dezember 2025. „Nun sagen Forscher, dass es Grund zu der Annahme gibt, dass einige der ewigen Eisformationen des Parks bis ins Jahr 2100 bestehen bleiben werden.“ Gletscher sind bekanntlich hartnäckig. In mehreren Reportagen der letzten Jahre wurden Wissenschaftler und Klimaalarmisten zitiert, die vorausgesagt hatten, dass New York City aufgrund von Überschwemmungen infolge des Klimawandels unter Wasser verschwinden würde.

So titelte beispielsweise The Guardian 2011, kurz nach dem Hurrikan Irene, „Große Stürme könnten New York City im nächsten Jahrzehnt unter Wasser setzen“ und untertitelte: „Der durch den Klimawandel bedingte Anstieg des Meeresspiegels könnte die Stadt in Irene-ähnlichen Sturmszenarien lahmlegen, behauptet ein neuer Klimabericht.“

Stattdessen ist die einzige Flutwelle, mit der New York City konfrontiert ist, die Schuldenflut unter dem sozialistischen Bürgermeister Zohran Mamdani.

Trotz einer Erfolgsbilanz, die selbst den überzeugtesten Gläubigen entmutigen sollte, hagelt es weiterhin Vorhersagen, die sich derzeit vor allem auf leicht steigende Temperaturen konzentrieren, die angeblich zu vermehrten Niederschlägen, heftigeren Stürmen und Dürren, Überschwemmungen (sie decken immer beide Möglichkeiten ab) oder anderen Katastrophen führen werden.

„Der Klimawandel ist real, er findet statt, und wenn wir nicht bald etwas dagegen unternehmen, werden die Folgen schwerwiegend sein“, so Martin Krause, Direktor der Abteilung für Klimawandel des Umweltprogramms der Vereinten Nationen. Zweite Strophe, gleich wie die erste.

Während die meisten Anhänger der These des vom Menschen verursachten Klimawandels der Schule des Alarmismus‘ angehören, die nach dem Motto „Lasst uns das schlimmste Szenario entwerfen und hoffen, dass es alle so erschreckt, dass sie endlich handeln“ vorgeht, ist es erfrischend, gelegentlich auf jemanden zu treffen, der einen vernünftigeren Ansatz verfolgt.

Noah Kaufman, ehemaliger leitender Ökonom im Wirtschaftsberaterstab der Biden-Regierung, derzeit leitender wissenschaftlicher Mitarbeiter am Center on Global Energy Policy der Columbia University und Co-Direktor der Resilient Energy Economies Initiative, könnte genau dieser Person entsprechen.

In einem Artikel mit dem Titel „Lasst uns alle einen Moment lang ruhig bleiben“, der Anfang dieses Monats in The Atlantic erschien, beklagt Kaufman – obwohl er deutlich macht, dass er persönlich fest an den vom Menschen verursachten Klimawandel glaubt – die konkreten Panikprognosen mit Datum und Uhrzeit, die dazu beigetragen haben, dass seine Sache an Respekt und Glaubwürdigkeit verloren hat.

„Nur wenige Ökonomen vertreten diese Alles-oder-Nichts-Ansichten zur Klimapolitik“, schreibt Kaufman. Kaufman weist darauf hin, dass „quantitative Schätzungen der gesamten globalen Schäden über Jahrhunderte hinweg weit über unsere analytischen Fähigkeiten hinausgehen. Kleine Änderungen in den Annahmen … können zu Ergebnissen führen, die praktisch jede politische Reaktion zu rechtfertigen scheinen.“

Letztendlich „können diese Modelle entweder eine pessimistische Weltanschauung reflektieren, in der sich die Klimaschäden bis zu einem katastrophalen Ausmaß beschleunigen, oder eine optimistischere, in der der menschliche Fortschritt die Schäden relativ gering hält. Sie sind wenig hilfreich, um zu bestimmen, welche dieser Zukunftsszenarien eintreten wird.“

Kaufman kommt zu dem Schluss, dass „die vollständigen Auswirkungen des Klimawandels nicht vorhersehbar sind und eine konstruktivere öffentliche Diskussion über die Klimapolitik erfordert, dass man sich damit besser arrangiert.“

Ich empfehle Kaufmans Artikel. Auch wenn ich wahrscheinlich weiterhin zu denen gehören werde, die zwar zustimmen, dass sich das Klima regelmäßig verändert, aber skeptisch gegenüber dem Ausmaß des Einflusses des Menschen bleiben, habe ich nichts dagegen, darüber zu diskutieren und mir unterschiedliche Standpunkte anzuhören. Solche Gespräche sind viel angenehmer mit jemandem, der sich nicht selbstgerecht verhält oder die Intelligenz von Andersdenkenden herabsetzt.

Wenn mehr Anhänger der These vom vom Menschen verursachten Klimawandel den Skeptikern mit Respekt, Gelassenheit und ohne Vorwürfe begegnen würden, könnte dies wesentlich dazu beitragen, die Gemüter zu beruhigen – und sind wir uns nicht alle einig, dass dies das Ziel sein sollte?

Gary Abernathy is a longtime newspaper editor, reporter and columnist. He was a contributing columnist for the Washington Post from 2017-2023 and a frequent guest analyst across numerous media platforms. He is a contributing columnist for The Empowerment Alliance, which advocates for realistic approaches to energy consumption and environmental conservation.

This article was orginally published at The Empowerment Alliance and is re-published here with permission. 

Link: https://wattsupwiththat.com/2026/02/04/climate-alarmists-are-often-wrong-but-never-in-doubt/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Skandinavien friert – Windturbinen frieren ein

Cap Allon

Anmerkung des Übersetzers: Dieser Beitrag gehört eigentlich in den nächsten Kältereport, ist aber so ausführlich mit relevanten Informationen, dass er hier gesondert übersetzt wird. – Ende Anmerkung.

Ein tiefgreifendes, anhaltendes arktisches Wetterphänomen hat Skandinavien einen der kältesten Jahresanfänge seit Jahrzehnten beschert, mit extremer Kälte im Landesinneren Norwegens und einer erheblichen Beeinträchtigung der Windenergieproduktion in ganz Finnland.

In Zentralnorwegen sind wir erst 38 Tage im Jahr 2026, aber Roros hat bereits 15 Tage mit Temperaturen unter -30 °C verzeichnet. Diese Schwelle wurde seit 1942, als bis Anfang Februar 21 solcher Tage registriert worden waren, zu diesem frühen Zeitpunkt im Jahr nicht mehr so häufig erreicht.

Weiter östlich hat die gleiche Luftmasse eine kritische (und offensichtliche) Schwachstelle im finnischen Energiesystem offenbart.

Die Windenergieerzeugung ist fast zum Erliegen gekommen, weil durch die anhaltenden Minustemperaturen die Turbinenblätter vereisen und die Betreiber zwingen, die Anlagen abzuschalten, um Schäden zu vermeiden.

Laut dem Netzbetreiber Fingrid Oyj produzierten Windparks letzte Woche nur einen Bruchteil ihrer installierten Kapazität, obwohl Finnland in den Wintermonaten stark auf Windenergie angewiesen ist, um den Spitzenbedarf zu decken.

Windkraftanlage im Nebel bei Oulu, Nordfinnland.

Die Temperaturen in der Region Ostbothnien im Westen Finnlands, wo sich der Großteil der Windkraftkapazitäten des Landes konzentriert, sind kontinuierlich auf etwa -20 °C gesunken.

Nebel in Höhe der Rotorblätter hat die Eisbildung beschleunigt und das Problem noch verschärft. Selbst dünne Eisschichten können Turbinen aus dem Gleichgewicht bringen und automatische Abschaltungen sowie längere Einschränkungen auslösen.

Finnland wird oft als Erfolgsgeschichte im Bereich der erneuerbaren Energien angeführt, hat es doch einen der höchsten Anteile erneuerbarer Energien am Endverbrauch in der EU. Aber gerade jetzt, bei hoher Stromnachfrage und hohen Preisen sind die Betreiber gezwungen, die Produktion einzustellen.

Die Kälte ist dieses Jahr wirklich extrem, und die erneuerbaren Energien Skandinaviens, mit hohen Kosten aufgebaut, um angeblich den Planeten vor einer „katastrophalen Erwärmung” zu retten, versagen in großem Stil.

Trotz massiver Subventionen haben sich erneuerbare Energien als katastrophale Investition erwiesen.

[Hervorhebung im Original]

Diese Grafik zeigt die Fünfjahres-Performance des Octopus Renewables Infrastructure Trust (ORIT):

Gleiches zeigt sich bei Greencoat UK Wind (UKW):

Und auch bei der Renewables Infrastructure Group (TRIG):

Dies ist das Urteil des freien Marktes.

Subventionen können einzelne Projekte stützen, aber sie sind nicht gleichbedeutend mit Renditen für Investoren.

Die Kälte hat auch den Süden Skandinaviens erreicht:

Die Ostsee ist bei Rügen zugefroren, wo das Eis nun den Leuchtturm umgibt:

Weiter südlich, in der Nähe von Mikoszewo in Polen, laufen die Menschen über „Pfannkucheneis”, das die Küste bedeckt:

Link: https://electroverse.substack.com/p/scandinavia-shivers-wind-turbines?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Fakten statt Angst: Redaktioneller Kurswechsel bei Zeitungen zeigt Durchbruch des Klima-Realismus‘ in Großbritannien

Anthony Watts

Ein Artikel in Carbon Brief (CB) mit dem Titel „UK newspaper editorial opposition to climate action overtakes support for first time” (Erstmals überwiegt in britischen Zeitungsartikeln die Ablehnung von Klimaschutzmaßnahmen gegenüber deren Befürwortung) dokumentiert einen deutlichen Wandel hin zu einem realistischen Umgang mit dem Klimawandel in UK: Zum ersten Mal seit CB damit begonnen hat, Zeitungsartikel zu verfolgen, äußern sich mehr britische Zeitungsartikel skeptisch gegenüber der alarmistischen Klimadiskussion und hinterfragen die Sinnhaftigkeit verschiedener Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels, als dass sie Behauptungen über Klimakatastrophen und Einschränkungen des Energieverbrauchs befürworten. Unabhängig davon, wie man zu der Darstellung von CB steht, ist der zugrunde liegende Trend real, über den berichtet wird – und steht im Einklang mit einem breiteren, globalen Anstieg des Klimarealismus‘.

Die folgende Graphik von CB zeigt diese Verschiebung deutlich:

Man beachte, dass diese Verschiebung im Jahr 2022 begann, wobei der stärkste Rückgang bei alarmistischen Artikeln und der größte Anstieg bei Artikeln zu verzeichnen war, die eine realistischere Einschätzung des Klimawandels und der Klimapolitik befürworteten. Diese Entwicklung setzte sich 2024 fort und war 2025 vollständig abgeschlossen.

Auf internationaler Ebene hat die zunehmende globale Präsenz des Heartland Institute eine sichtbare Rolle bei diesem Wandel gespielt. Die offizielle Gründung von Heartland UK/Europe, beschrieben* in „The Heartland Institute Solidifies Its Global Impact by Founding Heartland UK & Europe” (Das Heartland Institute festigt seinen globalen Einfluss durch die Gründung von Heartland UK & Europe), reflektiert die wachsende Nachfrage in UK und in Europa nach faktenbasierter Kritik an Klimaalarmismus und überzogenen politischen Maßnahmen. Die Leitung von Heartland UK/Europe unter Lois Perry hat den Schwerpunkt auf Transparenz, Kosten-Nutzen-Analysen und den Unterschied zwischen gemessenen Klimatrends und spekulativen Worst-Case-Modellen gelegt – Botschaften, die bei Redakteuren und Kommentatoren, die der Netto-Null-Orthodoxie zunehmend skeptisch gegenüberstehen, auf Resonanz stoßen.

[*In deutscher Übersetzung hier. A. d. Übers.]

Diese Veränderung kam nicht aus heiterem Himmel, sondern ist das klare Ergebnis der Strategien, die von Heartland UK/Europe eingeführt worden waren, verbunden mit einer wachsenden internationalen Skepsis gegenüber der Notwendigkeit kostspieliger und disruptiver „Klimaschutzmaßnahmen”.

Ein perfektes Beispiel für ein Ereignis, das diese Veränderung vorangetrieben hat, ist die jüngste Gegenveranstaltung zum Weltwirtschaftsforum in Davos, die vom Heartland Institute organisiert wurde und bei der Folgendes verkündet worden war:

Das Heartland Institute veranstaltet vom 19. bis 23. Januar in Zürich das World Prosperity Forum, bei dem internationale Führungskräfte und politische Entscheidungsträger zusammenkamen, um die globalistische, linke Agenda zu hinterfragen, die jedes Jahr beim Weltwirtschaftsforum vorangetrieben wird.

Während das Weltwirtschaftsforum eine zentralisierte, von oben nach unten gerichtete Vision für die Weltwirtschaft fördert, vertritt das World Prosperity Forum eine auf Wohlstand und Freiheit ausgerichtete Vision, die auf freien Märkten, individueller Freiheit und steigendem Lebensstandard basiert.

In den Vereinigten Staaten hat der Klimarealismus an Boden gewonnen, da Wähler und Politiker zunehmend skeptisch gegenüber kostspieligen „Netto-Null”-Vorgaben sind, die weitreichende Vorteile versprachen, diese aber nicht einbrachten, sondern stattdessen zu höheren Energiepreisen und einer Instabilität des Stromnetzes führten. Die Rücknahme oder Schwächung wichtiger Klimainitiativen der US-Bundesregierung während der Trump-Jahre – in Verbindung mit dem Rückzug der USA aus mehreren symbolträchtigen internationalen Verpflichtungen – hat die Aura der Unvermeidbarkeit durchbrochen, die einst die globale Klimapolitik umgab. Seitdem hat sich die Debatte ausgeweitet, und die Annahme, dass es „keine Alternative” zu umfassenden Klimaschutzmaßnahmen gibt, hat sich abgeschwächt.

Es ist bemerkenswert, dass CB selbst in dem Artikel einräumt, dass die meisten kritischen Leitartikel nicht die Existenz des Klimawandels bestreiten, sondern vielmehr politische Maßnahmen in Frage stellen – was CB als „Skepsis gegenüber den Maßnahmen” bezeichnet. Diese Unterscheidung ist für den Aufstieg des Klimarealismus‘ von zentraler Bedeutung. Faktenbasierte Websites wie Climate at a Glance und Climate Realism sind voll von datengestützten Beispielen, die zeigen, dass viele Schlagzeilen über sich verschärfende Extreme, beschleunigte Bedrohungen durch den Anstieg des Meeresspiegels oder bevorstehende Kipppunkte nicht durch langfristige Beobachtungen gestützt werden. Das Ergebnis ist eine wachsende Bereitschaft unter Redakteuren zu hinterfragen, ob teure Klimapolitik durch die Beweislage gerechtfertigt ist.

Carbon Brief bezeichnet diesen Trend als „Gegenreaktion“, aber eine andere Interpretation ist, dass er entweder den Triumph der Wahrheit über die Lügen im Laufe der Zeit oder eine normale demokratische Korrektur reflektiert. Da Behauptungen über eine bevorstehende Katastrophe mit den tatsächlichen Ergebnissen kollidieren – stabiles oder sich verbesserndes Wohlergehen der Menschen, rückläufige klimabedingte Todesfälle und widerstandsfähige Volkswirtschaften –, überprüfen Medienunternehmen derzeit, ob angstbasierte Botschaften noch glaubwürdig sind. Diese Neubewertung ist nicht nur in UK, sondern in ganz Europa, Nordamerika und darüber hinaus zu beobachten.

In diesem Sinne unterstreicht der Artikel von Carbon Brief unbeabsichtigt eine positive Entwicklung: Fakten beginnen, mit Angst zu konkurrieren. Klimarealismus – basierend auf beobachteten Daten, dem historischen Kontext und der wirtschaftlichen Realität – ist nicht mehr auf eine Handvoll abweichender Stimmen beschränkt. Er wird zunehmend Teil der Mainstream-Debatte, verstärkt durch Organisationen wie The Heartland Institute und Heartland UK/Europe und untermauert durch die wachsende Zahl von Belegen, die bei Climate at a Glance und Climate Realism zusammengestellt wurden. Die Welt nimmt dies zur Kenntnis, und die Medienberichterstattung beginnt endlich aufzuholen.

Link: https://climaterealism.com/2026/01/facts-over-fear-newspaper-editorial-shift-shows-climate-realism-breakthrough-in-the-uk/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

Anmerkung des Übersetzers: Also zumindest hierzulande kann ich diesen Kurswechsel in den Medien noch nicht erkennen. Aber vielleicht kommt das ja demnächst.

 




Wird es in Kanada wirklich wärmer?

Tom Harris

Erwärmt sich Kanada wirklich doppelt so schnell wie der globale Durchschnitt, wie es die kanadische Regierung behauptet? Ein neuer Bericht sagt Nein, denn die Daten, die Environment and Climate Change Canada (ECCC) verwendet, sind offenbar durch grundlegende Fehler verfälscht – so gravierend, dass nach ihrer Korrektur die gesamte vermeintliche Erwärmung der letzten sechs oder sieben Jahrzehnte verschwindet.

Angesichts der Tatsache, dass Kanada einen großen Teil der globalen Landfläche ausmacht, fragt man sich natürlich, ob sich die Welt tatsächlich so stark erwärmt, wie uns gesagt wird.

Ein Report, der das Gerede von der globalen Erwärmung in Frage stellt

Diese Entdeckung hätte in ganz Kanada für Schlagzeilen in den Mainstream-Medien sorgen müssen. Schließlich wurden die Fehler in den kanadischen Temperaturdaten bereits vor über vier Jahren von Dr. Joseph Hickey entdeckt, einem hochqualifizierten kanadischen Datenwissenschaftler, und die von mir geleitete Gruppe, die International Climate Science Coalition – Canada, hat seit einem Monat darüber berichtet.

Aber erwarten Sie nicht, dass die Mainstream-Medien im „Great White North” etwas darüber berichten werden. Die meisten kanadischen Medien werden stark von der Bundesregierung und den Provinzregierungen subventioniert, die eine Berichterstattung über diese Geschichte wahrscheinlich nicht begrüßen würden. Dr. Dave Snow, außerordentlicher Professor für Politikwissenschaft an der University of Guelph, schreibt:

„Kanada hat eine Reihe von Maßnahmen ergriffen, darunter Subventionen, Steuererleichterungen und obligatorische Beiträge ausländischer Technologieunternehmen, die zweifellos einen Großteil der Einnahmen von Nachrichtenagenturen und der Gehälter von Journalisten ausmachen – möglicherweise bis zu 50 Prozent.“

Die öffentliche Infragestellung der Regierungspropaganda zu einem so wichtigen Thema wie dem Klimawandel ist für jeden Redakteur ein riskantes Unterfangen, wenn dies dazu führt, dass seine Geldgeber blamiert werden.

Warum die Merdien schweigen

Hier ist etwas, von dem die Regierungen in Kanada – und die Medien, die von ihrer Großzügigkeit abhängig sind – lieber hätten, dass Sie es nie erfahren. Am 23. Dezember wurde der Bericht [Titel übersetzt] „Künstliche schrittweise Erhöhungen der homogenisierten Temperaturdaten entkräften veröffentlichte Behauptungen zur Klimaerwärmung in Kanada” von Dr. Joseph Hickey, einem Datenwissenschaftler mit einem Doktortitel in Physik, veröffentlicht. Der Bericht wurde von CORRELATION Research in the Public Interest veröffentlicht und befasst sich mit einem erheblichen Fehler in den Temperaturdaten Kanadas.

Der Temperatursprung im Jahre 1998 und das Daten-Problem

Anhand der Daten der ECCC für Hunderte von Stationen im ganzen Land hatten Wissenschaftler zuvor berechnet, dass die Temperatur in Kanada in den letzten sechs bis sieben Jahrzehnten um 1 bis 2 Grad Celsius gestiegen ist. Doch 1998, genau in dem Jahr, in dem 72 kanadische Referenz-Klimastationen erstmals in das Globale Klimabeobachtungssystem aufgenommen worden waren, kam es an den meisten Stationen im ganzen Land zu einem plötzlichen stufenweisen Anstieg von etwa 1 Grad Celsius.

Zahlreiche Studien in der wissenschaftlichen Literatur behaupten, dass solche plötzlichen Temperatursprünge nicht auf echte Klimaveränderungen zurückzuführen sind, sondern durch Messartefakte verursacht werden, welche die Daten verfälschen. Sie argumentieren, dass diese Daten daher aus den Aufzeichnungen entfernt werden sollten. Obwohl eine der Studien, die dies erklärt, von Dr. Lucie A. Vincent verfasst worden ist, der leitenden Klimatologin bei Environment Canada, wurde der Temperatursprung in den Daten der ECCC belassen und ist bis heute dort zu finden. Hickey kommt zu dem Schluss: „Die gemeldete Klimaerwärmung in Kanada scheint vollständig auf einen Fehler bei der Temperaturmessung zurückzuführen zu sein.“

Ignorierte Warnungen aus Regierungskreisen

Hickey entdeckte dies erstmals im Jahr 2021, als er als Analyst für die Bank of Canada tätig war und daher daran gehindert wurde, seine Erkenntnisse der Öffentlichkeit mitzuteilen. Nachdem er die Bank verlassen hatte, sicherte er sich über einen Informationszugang seine Kommunikation mit Environment Canada, weshalb wir wissen, was als Nächstes geschah.

In diesem Jahr machte Hickey Environment Canada auf das Problem aufmerksam und erklärte Vincent ausführlich, dass die Schärfe des Temperaturanstiegs und dessen Ausmaß darauf hindeuten, dass er nicht auf einen tatsächlichen Klimawandel zurückzuführen ist. Er legte auch eine gründliche Analyse der möglichen Ursachen für das Artefakt vor, zu denen Landnutzungsänderungen und Änderungen an den Messgeräten gehören könnten. Beides könnte leicht zu einer Verschiebung der Temperaturdaten um ein Grad führen. Darüber hinaus erklärte er: „Es gibt keine anderen ähnlichen großen und geografisch weit verbreiteten Diskontinuitäten im AHCCD-Datensatz [dem wichtigsten Temperaturdatensatz von Environment Canada] in anderen Jahren.“ Dieser Anstieg könnte für fast die gesamte behauptete Erwärmung verantwortlich sein, die für Kanada in den letzten sechs oder sieben Jahrzehnten berechnet worden ist.

Vincent wies ihn im Wesentlichen zurück, gab keine Erklärung für den sprunghaften Anstieg und sagte, dass die Verschiebung „wahrscheinlich nur auf Klimaschwankungen zurückzuführen ist“.

Warum fehlerhafte Daten immer noch die Klimapolitik bestimmen

Kanada gibt also Hunderte Milliarden Dollar für die Bekämpfung des Klimawandels aus, wobei es sich weitgehend auf Daten stützt, von denen der am stärksten an ihrer Erstellung beteiligte Regierungswissenschaftler nur sagen kann, dass sie „wahrscheinlich“ auf eine Erwärmung hindeuten.

Hickey war nicht der einzige Mitarbeiter der Bank of Canada, der die Temperaturdaten des ECCC beanstandete. In seinem Bericht vom Dezember schreibt er:

Am 7. Dezember 2020 schickte Julien McDonald-Guimond, Ökonom bei der Bank of Canada, eine E-Mail an Forscher von Environment Canada mit einer Anfrage zu den … täglichen Temperaturaufzeichnungen und wies darauf hin, dass er einige Fälle gefunden habe, in denen die tägliche Tiefsttemperatur höher war als die tägliche Höchsttemperatur für den gleichen Tag und für die gleiche AHCCD-Station.”

Tatsächlich gab es mehr als 10.000 Fälle, in denen die tägliche Tiefsttemperatur höher war als die Tageshöchsttemperatur.

Megan Hartwell, Klimadatenanalystin bei Environment Canada, antwortete McDonald-Guimon: „Wir waren ziemlich überrascht über die Häufigkeit des von Ihnen gemeldeten Problems und haben uns etwas Zeit genommen, um die Daten sorgfältig durchzugehen.“

Dass ECCC von McDonald-Guimonds Befund überrascht war, ist Grund genug zur Sorge. Aber die Tatsache, dass sie sich nun „die Zeit genommen haben, die Daten sorgfältig zu überprüfen“, wirft die Frage auf: Haben sie die Daten vor der ersten Veröffentlichung nicht sorgfältig geprüft?

Environment and Climate Change Canada hat noch nicht auf Hickeys Bericht vom Dezember reagiert. Sie haben einiges zu erklären.

This article was previously published on americanthinker.com.

Tom Harris is Executive Director of International Climate Science Coalition – Canada.

Link: https://clintel.org/is-canada-really-warming/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

Anmerkung des Übersetzers: Im Grunde ist dieser Beitrag eine Bestätigung der zahlreichen Meldungen in verschiedenen „Kältereports“ der letzten Jahre über extreme Kälte in Kanada.

 




Australien: Extreme Hitze wird Darwin unbewohnbar machen, sagen ABC-Propheten und Wahrsager-Aktivisten …

… die nicht wissen, dass es vor 120 Jahren noch viel heißer war

Jo Nova

Das Northern Territory wird unbewohnbar werden, verkündet ABC und plappert dabei gedankenlos die neuesten Voodoo-Behauptungen von Aktivisten nach.

ABC Blob News hat heute fast 3 Millionen Dollar unserer Steuergelder ausgegeben, aber nicht einmal zehn Minuten damit verbracht, die neuesten Panikmeldungen zu überprüfen.

Aktivisten warnen: Extreme Hitze wird das Northern Territory innerhalb von 40 Jahren unbewohnbar machen

Matthew Qvortrup, ABC

Die Climate Justice Alliance, ein Zusammenschluss von Gesundheits-, Wohnungs-, Umwelt- und Sozialdienstorganisationen, sagt, dass steigende Temperaturen und immer heftigere Hitzewellen eine direkte und unmittelbare Bedrohung für die Menschen im gesamten Territorium darstellen, insbesondere im Top End.

Der Umweltaktivist Ned Bible von Jesuit Social Services sagte, dass das Ausmaß und die Geschwindigkeit der Erwärmung dringende, koordinierte Maßnahmen aller Regierungsebenen erforderten.

„Ohne dringende Maßnahmen wird die extreme Hitze das Northern Territory in weniger als 40 Jahren unbewohnbar machen”, sagte Dr. Bible. Quelle

Hätte ABC nur zwei Minuten damit verbracht, die historischen Temperaturaufzeichnungen auf der Website des BoM zu durchsuchen, hätten sie gesehen, dass die Temperaturen seit den 1940er Jahren zwar gestiegen sind, Darwin jedoch über lange Zeiträume hinweg gute Aufzeichnungen vorweisen kann und es vor 120 Jahren heißer war. Und bevor jemand „nicht standardisierte Geräte” sagt, lautet die Antwort „Nein” – Stevenson-Schirme [Wetterhütten] wurden 1894 in Darwin installiert und zeichneten in den folgenden zehn Jahren viele Jahresdurchschnittstemperaturen über 33 °C auf. Die heutigen Temperaturen sind nur mit Hilfe von heißem Flughafen-Asphalt, Bevölkerungswachstum, elektronischen Sensoren und Radarinterferenzen wieder auf dieses Niveau gestiegen. Falls irgendwelche Daten in diesen Grafiken korrigiert werden müssen, dann sind es wahrscheinlich die jüngsten Messwerte, die möglicherweise in geschrumpften 60-Liter-Schirmen mit elektronischen Geräten, die Sekundendaten aufzeichnen, und heissen Luftböen vom Asphalt stammen.

Die Temperaturen in Darwin sind gesunken, und es hat fast 90 Jahre gedauert, bis sie sich wieder erholt haben:

Die Lügen von ABC durch Auslassen

Sie zeigen die aktuelle Grafik, aber nicht die historische.

Und dieser Abkühlungstrend ist seit 75 Jahren bekannt – er erstreckte sich auch über ein riesiges Gebiet Australiens, darunter Alice Springs, Hay und Bourke, und wurde 1952 in einem von Fachkollegen begutachteten Artikel von Deacon et al. beschrieben.

Jennifer Marohasy analysierte die Daten aus Darwin und kam zu dem Schluss, dass das Vorgehen des BOM gegenüber den Originaldaten „nicht zu rechtfertigen“ sei.

Falls sie die Historie nicht umschreiben, ignorieren sie diese einfach…

Die Climate Justice Alliance scheint zu glauben, dass der Klimawandel die Aborigines und die Bewohner der Torres-Strait-Inseln unverhältnismäßig stärker treffen wird als alle anderen. Aber leben sie nicht schon seit 40.000 Jahren hier? Wenn ja, dann haben ihre Vorfahren das Holozän überlebt, als die Welt so viel wärmer war, dass der Meeresspiegel um Australien herum 1,5 Meter höher lag. Ich habe gehört, dass die Klimaanlagen damals auch nicht besonders gut waren.

Das Grausamste, was wir Menschen in einer Hitzewelle antun können ist, ihnen den Strom unerschwinglich zu machen, weil wir versuchen, das Wetter zu verändern.

Wenn wir die ABC verkaufen würden, könnten wir für eine Milliarde Dollar Klimaanlagen für die Armen kaufen.

REFERENZEN

Deacon, E.L. (1952) Climatic Change in Australia since 1880, Australian Journal of Physics, Volume 6, Pages 209-218. [PDF]

ABC “News”  https://www.abc.net.au/news/2026-02-04/climate-change-will-make-nt-unlivable/106301158

Link: https://joannenova.com.au/2026/02/extreme-heat-will-make-darwin-unlivable-say-abc-prophets-and-soothsayer-activists-denying-history/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE