Kältereport Nr. 29 / 2022

Christian Freuer

Vorbemerkung: Der letzte Kältereport ist schon einige Wochen her. Private Ereignisse und aktuelle Übersetzungen waren die Ursache. Das heißt aber nicht, dass es nur wenige Kalt-Ereignisse gegeben hat. So gibt der vergangene Winter auf der Südhalbkugel immer noch nicht auf – mit teils schlimmen Folgen für die Landwirtschaft. Aber auch die Nordhalbkugel kann mit ersten starken Frühwintereinbrüchen aufwarten, vor allem im Ostteil der USA.

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Meldungen vom 3. Oktober 2022:

Kalter September in weiten Teilen Europas

Luft arktischen Ursprungs hat im vergangenen Monat vielen Ländern und Regionen Rekordkälte und Schnee beschert, darunter UK, Frankreich, Deutschland, Skandinavien und die Balkanländer.

Es folgen kurze Einzeldarstellungen für die genannten Länder.

Link: https://electroverse.co/cold-september-for-europe-hurricane-activity-trending-down-un-says-they-own-the-science-on-climate-change/

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Meldungen vom 5. Oktober 2022:

Schnee-Saison auf der Nordhemisphäre mit einem Rekord-verdächtigen Beginn

Betrachtet man alle verfügbaren Daten, so hat die Schneesaison 2022-2023 in der nördlichen Hemisphäre einen beeindruckenden Start hingelegt.

Die Karte „Total Snow Mass for the NH“ des Finnischen Meteorologischen Instituts, die ich auf Electroverse verfolge, muss noch ihren ersten Datenpunkt des Jahres aufzeichnen, aber in der Zwischenzeit können wir die Daten von Environment & Climate Change Canada (ECCC) und Rutgers nutzen.

ECCC hat einen ‚Snow Extent Tracker‘ und ein ‚Snow Water Equivalent‘ (SWE) Diagramm.
Beide zeigen einen überdurchschnittlichen Anstieg:

Hinweis des Übersetzers: Die Internet-Adressen ECCC und Rutgers lassen sich googeln, aber die folgenden drei Graphiken waren weder dort noch anderswo zu finden. Es sind auch keine Links genannt. Sie werden hier unter diesem Vorbehalt gezeigt. Die o. g. Graphik des Finnish Meteorological Institute erscheint da zuverlässiger, zeigt aber den ersten Datenpunkt erst am 9. Oktober.

ECCC ‘Snow Extent Tracker’ for NH

ECCC ‘Snow Water Equivalent’ (SWE) Tracker for NH

Dieses „gesunde“ Wachstum wird vom Rutgers Global Snow Lab gestützt, das eine nützliche Basis von 1967 bis 2022 verwendet, um seine Ableitungen zu erstellen.

Im Gegensatz zur absurden MSM-Rhetorik ist die Schneedecke auf der nördlichen Hemisphäre nach den neuesten Daten über den 56-jährigen Mittelwert hinausgeschossen und klopft tatsächlich an die Tür zum 56-jährigen Maximum:

Die meisten dieser frühwinterlichen Schneefälle sind in Sibirien und Nord-/Ostrussland aufgetreten. … Diese Region der Welt hat in diesem Jahr einen historisch frühen Wintereinbruch erlebt, bei dem in den letzten 12 Wochen regelmäßig arktische Luftmassen auf weite Teile des transkontinentalen Russlands (sowie Kasachstan und die Mongolei) übergriffen und dort verweilten.

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Kalter September in ganz Skandinavien

Der September war in vielen Gebieten Europas kühl ausgefallen, vor allem in den nördlichen Regionen.

Es folgen Angaben zu den einzelnen Ländern.

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Eine Myriade täglicher Tiefsttemperatur-Rekorde ist diese Woche im Nordosten der USA gebrochen worden

So auch in New York City, wo die NWS-Klimastation am John F. Kennedy International Airport in Queens am Montag einen Höchstwert von nur 11,1 °C erreichte und damit den bisherigen Rekord von 11,7 °C aus dem Jahr 1974 (Sonnenminimum des 20. Zyklus) brach.

Zum Vergleich: Die durchschnittliche Höchsttemperatur für den 3. Oktober liegt bei 21.1°C.

Neben New York wurden auch in vielen anderen nordöstlichen US-Bundesstaaten am Montag und Dienstag neue Tiefsttemperaturrekorde aufgestellt, unter anderem in Pennsylvania, Ohio, Maine und Virginia.

Link: https://electroverse.co/nh-snow-season-off-to-record-start-cold-scandinavia-snow-nz-cold-australia-nyc-x-flare/

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Meldungen vom 6. Oktober 2022:

Sehr kalter September in den Staaten des Baltikums

Auch in den Staaten des Baltikums war der September kühl ausgefallen. Stellvertretend für diese Staaten sei hier Lettland genannt:

Lettland

Der September 2022 war in Lettland sehr kalt – rekordverdächtig, um genau zu sein.

Die Durchschnittstemperatur lag bei 10,1°C und damit beeindruckende 2,2 K unter der Norm für den Zeitraum 1991-2020.

Karte mit freundlicher Genehmigung von LVGMC:

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Erstmals Oktober-Schnee bis hinunter auf Meeresspiegel-Niveau seit 53 Jahren in Christchurch, Neuseeland

Die Tageshöchsttemperaturen auf der neuseeländischen Südinsel bewegen sich den dritten Tag in Folge im einstelligen Bereich, und zahlreiche Schneewarnungen und -beobachtungen bleiben bestehen.

In Christchurch hat sich der Schnee bis auf Meereshöhe festgesetzt. Das letzte Mal war dies im Oktober 1969 der Fall, also vor 53 Jahren. Auch weiter nördlich, in Wellington, kam es zu beträchtlichen Ansammlungen von Schnee – der erste Frühlingsschneefall in der Region seit mehr als einem Jahrzehnt. Seltene Oktoberschneeflocken haben auch Teile von Dunedin bedeckt, ebenfalls auf historisch niedrig gelegenen Gebieten.

Einen sehr ausführlichen Beitrag mit vielen Bildern zu Kälte und Schnee in Neuseeland gibt es hier! Er datiert ebenfalls vom 6. Oktober.

Es folgt ein Ausblick auf Ausbrüche antarktischer Kälte nach Australien und nach Südamerika. Aber auch für die USA wird der erste Vorstoß aus der Arktis prognostiziert. Sollte es so kommen, findet es Eingang in diesen Kältereport.

Link: https://electroverse.co/very-cold-sept-baltic-bill-gates-concession-christchurch-first-oct-snow-in-53-years-australia-next-u-s-polar-outbreak/

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Meldungen vom 7. Oktober 2022:

Weitere Kälterekorde in Neuseeland

Neuseeland bricht verbreitet seit langem bestehende Kälterekorde, doch den Mainstream-Medien ist das völlig egal. Sie sind schnell dabei, sich auf Hitzewellen und Waldbrände in diesem Teil der Welt zu stürzen, aber wenn es um noch nie dagewesene Kälte geht, sind es nur Grillen.

In dieser Woche wurden auf beiden Inseln Kälterekorde gebrochen. Nachfolgend fünf Richtwerte, die am Freitagmorgen auf der Nordinsel gefallen sind, zusammengestellt von MetService:

Viele weitere Oktober-Rekordtiefstwerte wurden gemeldet, darunter 1,8°C in Auckland und -3°C am Flughafen Wanaka. Auch in Westport wurden seltene Fröste gemeldet.

Zu den anomalen Tiefstwerten gesellten sich historische Frühjahrs-Schneefälle. Auf der abgelegenen Chatham-Insel fielen sehr seltene Schneeflocken auf Meereshöhe. Und wie gestern berichtet wurde [siehe weiter oben], gab es in Christchurch den ersten Oktoberschnee auf Meereshöhe seit 1969.

Link: https://electroverse.co/records-fall-nz-cold-europe-bird-flu-outbreak-mrna-cows-internet-blackout/

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Meldungen vom 11. Oktober 2022:

Südamerika auch im Frühjahr noch im Klammergriff von Luftmassen aus der Antarktis

Weite Teile des südamerikanischen Kontinents werden weiterhin von einer Rekord-verdächtigen Frühjaährs-Kältewelle heimgesucht.

In den letzten Tagen sind die Temperaturen in Nordargentinien, Uruguay, Paraguay und Südbrasilien stark gesunken, wobei insbesondere in Uruguay und Paraguay in niedrigen Lagen seltene Oktoberfröste festgestellt wurden.

In der paraguayischen Hauptstadt Asuncion werden beispielsweise Tageshöchsttemperaturen von <15°C registriert, was etwa 13 K unter der multidekadischen Norm liegt.

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Kühles Wetter auch auf Bermuda

Das britische Inselterritorium schloss mit einer Durchschnittstemperatur von 26,8°C ab, was -0,4 K unter der multidekadischen Norm liegt.

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China, Japan und Korea wechseln von Hitze zu rekordverdächtiger Kälte und Schnee

Die arktische Kälte, die in den letzten Monaten in Ostrussland und der Mongolei für niedrige Temperaturen und Schneefälle gesorgt hat, hat nun auch China, Japan und die koreanische Halbinsel erreicht.

Diese Region der Welt hat eine drastische Kehrtwende erlebt, von Hitze zu rekordverdächtiger Kälte innerhalb von 24-48 Stunden.

In Zentral- und Ostchina wurden Hunderte neuer Tiefsttemperaturrekorde aufgestellt, und in vielen Orten, darunter auch in Shenyang, wurden historisch frühe Schneefälle beobachtet. In Nordkorea wurden im ganzen Land und sogar in Meeresnähe Tiefsttemperaturen gemessen – hier wurde auf einer Höhe von 1 300 m ein Monatsrekord von -10 °C (14 °F) aufgestellt.

Der Schnee in Shenyang geht als zweitfrühester Schneefall seit Beginn der meteorologischen Aufzeichnungen (vor weit über einem Jahrhundert) in die Annalen ein. Zum Vergleich: Der früheste Schnee in der Stadt fiel am 8. Oktober 1969 (also nur einen Tag früher).

Am 10. Oktober lag der Schnee in den Provinzstädten Zhangwu und Kangping knöcheltief, berichtet news.cgtn.com.

Auch in den höheren Lagen der Provinz Anhui wurden Berichten zufolge Rekorde gebrochen.

Link: https://electroverse.co/antarctic-outbreak-south-america-chilly-bermuda-wheat-spikes-china-japan-and-the-koreas-see-record-cold-snow/

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Meldungen vom 12. Oktober 2022:

Hier folgt zunächst der Ausblick auf einen bevor stehenden massiven Frühwinter-Einbruch in den USA. {Der fand tatsächlich auch statt, siehe weiter unten}

Rekordkälte auf der Macquarie-Insel

Der Oktober begann in den meisten Teilen Australiens kühl und feucht.
Eine Reihe von antarktischen Kaltluftausbrüchen, die sowohl Australien als auch Neuseeland seltenen Frühlingsfrost und Schnee brachten, brachten auch eine Vielzahl von Tiefsttemperaturrekorden mit sich, darunter einen neuen Monatstiefstwert auf der abgelegenen Insel Macquarie (54S).

Mit -6°C in der vergangenen Woche wurde die bisher niedrigste Temperatur, die auf der Insel jemals gemessen wurde, gebrochen – nämlich -4.6°C aus dem Jahr 1969.

Im Laufe dieser Woche erwartet Australien weitere antarktische Kälte.

Dann folgt unter dem Link noch ein Bericht über den Zorn von Landwirten in Australien nach Bekanntwerden der Absicht der Regierung, die „Abgase“ von Kühen zu besteuern.

Link: https://electroverse.co/arctic-outbreak-north-america-record-cold-macquarie-new-zealands-plan-to-tax-cow-burps/

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Meldungen vom 13. Oktober 2022:

Kälte in Paraguay

In weiten Teilen Südamerikas war auch der September 2022 ein anomal kühler Monat.
In Paraguay war es sogar sehr kühl. Die Temperaturanomalien reichten hier von 1 K bis zu vollen -2 K unter der multidekadischen Norm.

Die nachstehende Karte wurde mit freundlicher Genehmigung von DINAC Paraguay erstellt:

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Neue Kälterekorde in Teilen der USA

Eine Rekordtiefsttemperatur von -8,3°C (17F) wurde kürzlich am Flughafen von Bismarck (North Dakota) gemessen, womit derselbe Wert wie im Jahr 1976 (Sonnenminimum des schwachen Zyklus 20) erreicht wurde.

Auch in Parkersburg, West Virginia, wurde am 11. Oktober ein neuer Rekord aufgestellt – der zweite Tag in Folge, an dem die Stadt einen neuen Tiefstwert aufstellte oder erreichte. Nachdem am 10. Oktober die bisherige Bestmarke von 0°C erreicht wurde, brach der Tiefstwert von 0,6°C am nächsten Morgen den alten Rekord von 1,1°C aus dem Jahr 1945 (Sonnenminimum des Zyklus 17).

Eine weitaus frostigere arktische Front droht nun, die östliche Hälfte der USA über das Wochenende und bis in die nächste Woche hinein zu erfassen.

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Delhi friert

Seit Ende 2019 wurden in ganz Indien immer neue Kälterekorde aufgestellt.

Allein in Delhi gab es 2019 den kältesten Dezembertag seit mehr als einem Jahrhundert; 2020 wurden die kältesten Oktober- und Novembermonate seit 54 bzw. 71 Jahren registriert; 2021 wurde in Delhi der kälteste Maitag seit 70 Jahren verzeichnet, und der darauffolgende Monat brachte die niedrigste Juni-Temperatur aller Zeiten; und in diesem Jahr, 2022, erlebte Delhi einen strengen, anhaltenden Winter, in dem die kältesten Januar- und Februartage seit einem Jahrzehnt verzeichnet wurden, wobei in den umliegenden Orten der erste Schnee seit 1958 fiel: Szenarien, die zum Tod einer Rekordzahl von Obdachlosen in Delhi führten – 200 „offizielle“ Todesfälle allein im Januar.
Und jetzt, im Oktober, werden erneut Rekorde gebrochen.

Die Höchsttemperatur in Delhi ist in dieser Woche auf 23,4°C gesunken und liegt damit mehr als 10 K unter der saisonalen Norm von 33,8°C. Auch der Temperaturunterschied zwischen dem Minimum am Freitag (20,8°C) und dem Maximum am Samstag (23,4°C) war mit nur 2,6 K der geringste Temperaturunterschied, der in Delhi seit 1969 registriert wurde.

Am vergangenen Wochenende verzeichnete die Stadt außerdem die zweithöchste 24-Stunden-Niederschlagssumme seit 2007 (Sonnenminimum des Zyklus 23).

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„Einmal in 50 Jahren auftretender Frost“ dezimiert die Blaubeerernte in Neuseeland

Trotz der verzweifelten Versuche der WEF-Marionette Jacinda Arden, Steuern auf die „Abgase“ von Kühen durchzusetzen, um die globale Erwärmung aufzuhalten, hat ganz Neuseeland – das sind beide Inseln – im Jahr 2022 ein „Jahr ohne Frühling“ erlebt.

Nach einem milden Winter ist der Frühling nun ins Stocken geraten und völlig ausgeblieben.
Aufgrund eines schwachen und welligen meridionalen Jetstreams – die ihrerseits durch die geringe Sonnenaktivität bzw. das abnehmende Magnetfeld der Erde verursacht wird – sind eine Reihe von polaren Luftmassen vom antarktischen Eisschild nach Norden über Neuseeland und auch Australien geweht worden.

Rekordtiefstwerte und historische Schneefälle haben die Region in den letzten Wochen heimgesucht, was zu Schneefallwarnungen und Aufrufen an die Landwirte führte, den Jungviehbestand zu schützen.

Nach schlaflosen, frostigen Nächten – in denen es mit -5°C rekordverdächtig kalt wurde – musste eine Familie aus Waikato mit ansehen, wie ihre Heidelbeerpflanzen vor ihren Augen zugrunde gingen.
Wie sunlive.co.nz berichtet, sollte Monavale Blueberries, Neuseelands größte zertifizierte Bio-Blaubeerplantage, zu dieser Jahreszeit voller weiß blühender Büsche undlautem Bienensummen sein. Doch ein „einmaliger“ Frost hat die Sträucher braun werden, die Bienen verschwinden lassen und schätzungsweise 300 Tonnen der potenziellen Ernte vernichtet – etwa 90 % der Ernte.

„So etwas haben wir noch nie erlebt“, sagt Oliver de Groot, der in dritter Generation die Obstplantagen betreut.

Die Daten des MetService bestätigen dies, denn mit -2,9 °C wurde der niedrigste Oktoberwert seit 1972 registriert.

Link: https://electroverse.co/cold-paraguay-record-lows-bismark-and-parkersburg-delhi-shivers-frost-decimates-nz-blueberry-crop/

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Meldungen vom 19. Oktober 2022:

Hunderte neue Tiefsttemperatur-Rekorde in den USA

Wie vor einer Woche vom GFS vorhergesagt, hat ein heftiger arktischer Ausbruch weite Teile der Vereinigten Staaten erfasst.

Und während die AGW-Partei und ihre Schoßhündchen in den Medien auf die Hitzewelle im Nordwesten hinweisen und einen Klima-Notstand ausrufen, bleibt die Tatsache bestehen, dass ein rekordverdächtiger Kälteeinbruch über zwei Drittel der USA hinwegfegt.

Allein in den letzten 24 Stunden wurden Hunderte von Tiefsttemperatur-Rekorden gebrochen.

Dieser Kaltluftausbruch hat sogar Eingang in den alarmistischen Blog wetteronline.de gefunden. Die zugehörige Wetterlage sieht so aus (Quelle: Wetterzentrale.de; GFS-Modell):

Link: https://electroverse.co/russian-scientists-forecast-cooling-thicker-ice-over-the-coming-years-putin-wants-cold-winter-100s-of-low-temp-records-fall-u-s/

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wird fortgesetzt … (mit Kältereport Nr. 30 / 2022)

Redaktionsschluss für diesen Report: … 19. Oktober 2022

Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE




Klima „Krise“: Fake News-Rundschau

Kip Hansen

Ich hoffe, dass dies eine „zweiwöchentliche Zusammenfassung“ sein wird, ohne fest daran zu glauben, dass ich in der Lage sein werde, diese Bemühungen aufrechtzuerhalten – ich gebe zu, dass ich durch meine laufenden Verpflichtungen ziemlich ausgelaugt bin. Ich werde ein paar falsche Geschichten über die Klimakrise entlarven, die nicht in jeder Zusammenfassung einen eigenen Aufsatz erfordern.

Der asiatische Südwest-Monsun wird immer unregelmäßiger und heftiger

Ein einfacher Anfang, denn ich habe dies bereits übersetzt nach: „Der Südwest-Monsun – unberechenbarer?“ Das ist er nicht. Er ist so, wie er immer war, und hat sich in den letzten 121 Jahren, in denen die Regierungen Indiens (die ebenfalls ständig wechseln) akribisch Buch geführt haben, nicht wesentlich verändert.

Herbstallergien sind real. Und sie werden immer schlimmer.

Wenn Ihnen gesagt werden musste, dass Herbstallergien real sind, dann sind Sie kein Herbstallergiker. Man erkennt, dass es sich hier um eine Climate Change® Geschichte handelt, weil sie mit der obligatorischen positiven Behauptung beginnt, dass „irgendeine unerwünschte Sache oder ein Zustand“ (was auch immer man will, in diesem Fall Herbstallergien) „real“ ist – wie immer, wenn man den Lesern dies unnötigerweise mitteilt – niemand denkt, dass Herbstallergien ein Scherz sind.

Und warum werden sie schlimmer? Der Klimawandel! (natürlich….)

Die Times zitiert einen Experten: „Was viele Menschen nicht wissen ist, dass sich die Allergie-Saison aufgrund des Klimawandels fast verdoppelt hat und intensiver geworden ist“, sagte Kenneth Mendez, der Präsident und Geschäftsführer der Asthma and Allergy Foundation of America. „Höhere Kohlendioxidemissionen veranlassen die Pflanzen dazu, größere Mengen an Pollen freizusetzen“, sagte er. „Das ist der Grund, warum sich Allergien viel schlimmer anfühlen. Und da es länger warm bleibt und der erste Frost immer später eintritt, haben Pflanzen wie Ambrosia mehr Zeit zu wachsen und Allergene freizusetzen“, so Mendez.

Und vergessen Sie nicht den Wärmeinseleffekt, der dafür sorgt, dass es in den Städten (wo keine großen Ambrosia- und Goldrutenfelder wachsen) länger warm ist.

Wirklich! Es gibt eine Studie! Aber die Studie zeigt, dass es – machen Sie sich darauf gefasst – davon abhängt, wo Sie leben und in welchem Jahr. An manchen Orten gibt es weniger Pollen, an anderen mehr. Einzelheiten finden Sie in der Studie, der vollständige Text ist unter dem Link online.

Allergiesaisons – ja, es gibt mehr als eine – gibt es in den Vereinigten Staaten das ganze Jahr über, und sie überschneiden sich. Der Winter ist eine Pause von Allergien im Freien, aber da wir so viel Zeit in unseren Häusern verbringen, bringt der Winter auch Allergien in Innenräumen mit sich.

Unter dem Strich: Seit dem Ende der kleinen Eiszeit hat sich die Erde glücklicherweise etwas erwärmt, der CO2-Gehalt in der Atmosphäre ist gestiegen und den Pflanzen geht es besser. Die Vegetationsperioden haben sich in den meisten Regionen verlängert, was zu Rekorderträgen bei fast allen landwirtschaftlichen Nutzpflanzen geführt hat. Dies kam auch Bäumen und Unkräutern (Pflanzen, die wir nicht mögen“) zugute, deren Pollen Pollenallergien auslösen und die in einigen Gebieten ebenfalls Rekorderträge erzielen.

[Offenlegung: Der Autor lebt in einem Teil der Vereinigten Staaten, der regelmäßig auf der Top-Ten-Liste der Allergie-Hauptstädte der USA erscheint. Ich habe keine Veränderung der Allergiesaison bemerkt – sie kam mir schon immer „unendlich“ vor].

Diese Geschichte mit dem Untertitel: „Eine Katastrophe, die ein jahrzehntelanges Projekt zur Versorgung der nepalesischen Hauptstadt mit Wasser aus Rohrleitungen zunichte gemacht hat, zeigt das Missverhältnis zwischen langsam voranschreitenden, von Gebern finanzierten Bemühungen und der rapiden globalen Erwärmung.“

Kathmandu hat endlich Leitungswasser. Nach einer Klimakatastrophe war es verschwunden.

Wenn man ein Beispiel für die Umsetzung des Mantras „jedes Ereignis ist ein Klimakrisen-Ereignis“ braucht, dann reicht diese Geschichte. Es geht um eine Überschwemmung im Melamchi-Flusstal in Nepal.

Geologisch gesehen ist das gesamte Flusstal eine Überschwemmungsebene, die durch wiederholte Überschwemmungen entstanden ist, welche den Talboden ausgehöhlt haben. Überschwemmungen sind hier nicht unerwartet und haben sich offensichtlich im Laufe der Jahrhunderte immer wieder ereignet.

Die folgenden Bilder zeigen die Lage und den Zustand des Melamchi Water Supply Headworks nach der Überschwemmung:

Der AGU Blogosphäre The Landslide Blog erörtert die Ursache der Katastrophe und erklärt das Ausmaß der oben abgebildeten Schäden: „Das Kraftwerk des Projekts in Ambathan ist nach wie vor mehrere Meter tief unter Flutschutt begraben. … Laut Rajendra Prasad Pant, Sprecher des Melamchi Water Supply Development Board, ist es noch ungewiss, wann mit der Beseitigung der Trümmer und den Wiederherstellungsarbeiten begonnen wird… Nach ersten Schätzungen hat das Projekt einen Schaden von mehr als 1 Milliarde Rupien [etwa 6 Millionen Pfund] erlitten.“ (das Foto nach der Überschwemmung wurde von https://flyinglabs.org/nepal/ zur Verfügung gestellt).

Es hat eine Katastrophe stattgefunden, die das Wasserprojekt, das die Stadt Kathmandu mit sauberem Trinkwasser versorgen soll, möglicherweise auf Jahre hinaus beeinträchtigen wird.

Verursacht durch den Klimawandel? Nein, die Hauptursache war das Wetter, insbesondere die schweren Monsunregen, die es in Nepal fast jedes Jahr gibt, sowie die darauf folgenden Überschwemmungen in verschiedenen Flusstälern Nepals. Die Kathmandu Post berichtet, dass im letzten Jahrhundert viele Nepalesen bei diesen Überschwemmungen ums Leben gekommen sind, und schreibt: „Überschwemmungen in Nepal sind nach wie vor ein alljährliches Ereignis, so auch in diesem Jahr.“

Aber das Ausmaß dieser Überschwemmung wurde nicht nur durch zu viel Regen verursacht, was wetterbedingt ist, sondern durch einen besonderen Umstand:

„Das Verständnis dieser Katastrophe, von der wir wissen, dass sie durch den Bruch eines Erdrutschdamms verursacht wurde, ist während des Monsuns schwierig, wenn die Wolkendecke die Erfassung von Satellitenbildern erschwert. … aber es scheint, dass die Interpretation, dass ein Erdrutschdamm während der starken Regenfälle entstand und dann brach, richtig ist.“ [Quelle]

Ein Erdrutschdamm [.pdf für eine vollständige Erörterung] entsteht, wenn ein Erdrutsch niedergeht und den Durchfluss eines Baches oder Flusses blockiert.  Dies kommt recht häufig vor. In dem verlinkten Dokument wird erklärt, dass „Erdrutschdämme in allen Gebirgsregionen vorkommen“ und dass „aufgrund der relativ kurzen Lebensdauer der meisten dieser Dämme und des oft katastrophalen Versagens [seitens von Behörden] dringender Handlungsbedarf besteht, einschließlich der Bewertung von Überschwemmungen flussaufwärts und katastrophalen Überschwemmungen flussabwärts“. Genau das ist im Melamchi-Tal geschehen.

Ich habe sie persönlich in den Bächen gesehen, die aus den Catskill Mountains im Staat New York kommen. In den Catskills rutscht tonhaltiger Schlamm voller Steine von den steilen Hängen eines „Clove“ [ein Clove ist ein enges Tal mit steilen Hängen, der Begriff wird in den Gebieten Nordamerikas verwendet, die zuerst von den Niederländern besiedelt wurden] und blockiert den Bach oder Fluss am Grund. Schließlich überwindet das Wasser die Blockade und stürzt in einem reißenden Strom die Schlucht hinunter, wobei es Schlamm und Felsen mit sich reißt, während das durch den Damm zurückgehaltene Wasser ausströmt.

[Einschub des Übersetzers: Nicht überall in den USA ist man so sorglos. Im Osten des US-Bundesstaates Pennsylvania nahe der Stadt Stroudsburg gibt es ein Naturdenkmal, das „Delaware Water Gap“ {kann man googeln!}. Dort hatte man schon Ende der 1970er Jahre Vorsorge gegen ein solches Ereignis getroffen. – Ende Einschub]

Erdrutschdämme und ihre katastrophalen Zusammenbrüche sind nicht auf den Klimawandel zurückzuführen. Sie werden nicht durch die globale Erwärmung verursacht. Sie werden nicht einmal unbedingt durch starke Monsunregen verursacht.

Das Tal des Melamchi-Flusses selbst könnte durch wiederholte Brüche von Erdrutschdämmen aus dem Gebirge herausgeschnitten worden sein.

Unter dem Strich: Die unglückselige Überschwemmung des Melamchi-Flusstals im Juni 2022 wurde durch einen katastrophalen Bruch eines Erdrutschdamms verursacht. Die Schäden am Melamchi-Wasserversorgungsprojekt sind enorm und werden Jahre und viele internationale Spendengelder erfordern, um sie zu beheben. Dadurch wird sich die Versorgung Kathmandus mit zuverlässigem, sauberem Trinkwasser verzögern.

Der Klimawandel war jedoch nicht die Ursache.

Erste Studie über die Überschwemmungen in Pakistan: Wissenschaftler sehen den Klimawandel am Werk.

Im Juni und August kam es in der Region Sindh in Pakistan zu katastrophalen Überschwemmungen. Die Presse gab natürlich dem Klimawandel die Schuld. Durch die Magie der Wetter-Zuordnung hören wir aus jedem Sprachrohr der Klimakrisenmedien, dass die Überschwemmungen wahrscheinlich durch den Klimawandel verursacht wurden.

Das ist natürlich Unsinn. Damit das stimmt, müssten die Überschwemmungen etwas Neues sein, das jetzt auftritt, da sich das Klima gegenüber einem früheren Zustand verändert hat. Natürlich hat Pakistan seit jeher unter verheerenden Überschwemmungen gelitten. Bemerkenswerte Überschwemmungen gab es in den Jahren 1992, 1995, 2003, 2007, 2009, 2010, 2011, 2012, 2013, 2014, 2020, 2021 und auch in diesem Jahr. Eine der schlimmsten ereignete sich im Jahre 1950.

Überschwemmungen in Pakistan sind nicht neu, sondern leider die Regel.

Im Gegensatz zu den plappernden Stimmen der Klimakrisenpresse gibt es eine Reihe von Meinungsbeiträgen in der New York Times. Alle behaupten natürlich, dass der Klimawandel eine große Rolle bei der Katastrophe gespielt haben muss – solche Behauptungen sind obligatorisch, wenn man hofft, veröffentlicht zu werden. Doch jetzt, Monate nach der ersten Katastrophe, kommen immer mehr Bruchstücke dessen ans Licht, was dort wirklich los war:

a) David Wallace-Wells, ein Meinungsautor der Times, der sich auf das Klima konzentriert, räumt ein (ganz unten im Artikel): „Das Problem ist, dass der Klimawandel auch zu einer Ausrede wird“. Die Kolumnistin Arifa Noor fügt hinzu: „Die Regenfälle und ihre Intensität entziehen sich unserer Kontrolle; die Verwüstungen, die sie anrichten, aber nicht.“ Und „schlechte Regierungsführung hat die Überschwemmungen in Pakistan verschlimmert“, wobei sie einige langfristige Fehler aufzählt: versagende Wasserinfrastruktur, Abholzung, schlechte Entwässerungssysteme und gefährliche, unregulierte Bauvorhaben.

b) Fatima Bhutto stellt fest: „Die am schlimmsten betroffene Provinz Sindh im Süden leidet besonders. Sie scheint weder auf Katastrophen vorbereitet zu sein noch über Pläne zu verfügen, um die Wasserinfrastruktur oder das kaum funktionierende Abwassersystem zu stärken.“

c) Ibrahim Buriro, ein Organisator der Awami Workers Party und Masterstudent in Entwicklungsstudien, weist auf die Manie der pakistanischen Regierung hin, Dämme zu bauen und zu versuchen, die Flüsse zu kontrollieren, von denen die Nation abhängt. „Die feudalen Eliten und die schlechte Planung der Regierung haben sich in den natürlichen Lauf unserer Wasserwege eingemischt. Sie haben der Katastrophe den Weg geebnet – und sie kam.“

Um die Wasserprobleme Pakistans zu verstehen, muss man nur einen Blick auf die Landkarte werfen:

Die Region Sindh ist rot eingekreist. Der südlichste und östlichste Teil ist auf anderen Karten als „saisonal überschwemmt“ gekennzeichnet. Außerhalb des großen Indus-Tals ist das Land trocken. Auf der Karte sind Dämme und Hindernisse als rote Formen dargestellt. Wenn der Monsunregen im Norden, zu dem auch die Hänge des tibetischen Plateaus gehören einsetzt, fließt fast das gesamte Wasser aus dem trockenen, verdichteten Land in den Sindh hinunter. Ausführlichere Informationen findet man in einem YouTube-Video über den Indus.

Unter dem Strich: Das arme Pakistan war und ist den Monsunregenfällen ausgeliefert, die Wohlstand und Überschwemmungen bringen, wenn sie kommen, und Dürre, wenn der Monsun ausbleibt. Das rasante Bevölkerungswachstum hat dazu geführt, dass immer mehr Arme in der Landwirtschaft tätig sind und in gefährlicher Lage bauen. Die Politik und die Maßnahmen der Regierung haben dieses allgegenwärtige Risiko wahrscheinlich noch verschlimmert. Das fast völlige Fehlen von Notfallplanung und -vorbereitung verschärft die Probleme dort weiter. Der Klimawandel wird, wie überall, als Vorwand für lokal verursachte Probleme benutzt. Pakistan wird auf der nächsten UN-Klimakonferenz verstärkt um internationale Hilfe betteln.

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Kommentar des Autors Kip Hansen:

Ich warte darauf, dass die Staats- und Regierungschefs der Welt zur Vernunft kommen und erkennen, dass ihre ständigen Bemühungen, fossile Brennstoffe „wegen des Klimawandels“ zu unterdrücken, zerstörerisch und schädlich sind.

Experten raten Ländern wie Pakistan, Dämme zu bauen und zu versuchen, Flüsse auf eine Weise zu kontrollieren, die andernorts zu Katastrophen geführt hat, und dann den Klimawandel für die Katastrophen verantwortlich zu machen, die sie verursacht haben. Die Welt wird mehr internationale Hilfe für Pakistan bereitstellen, die auf ähnliche Weise missbraucht wird. Das ist die Welt, in der wir leben.

Zum Glück für die heutigen Staats- und Regierungschefs der Welt können sie den Klimawandel für ihre absichtlich zerstörerische Politik verantwortlich machen. Hoffentlich wachen ihre Bürger irgendwann auf und erkennen die Wahrheit – vielleicht in diesem Winter in Europa, wenn sie in ihren ungeheizten Häusern frösteln.

Link: https://wattsupwiththat.com/2022/10/12/climate-crisis-false-news-roundup/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Globale Streudiagramme

Willis Eschenbach

Seit einiger Zeit verwende ich eine seltsame Art von Streudiagramm. Hier ist ein Beispiel. Es zeigt die Beziehung zwischen der Oberflächentemperatur und den Auswirkungen der Wolken auf die Oberflächenstrahlung. Wolken können die Oberfläche entweder erwärmen oder abkühlen, je nach Ort, Zeit und Art. Dieses Phänomen wird als „Wolkenstrahlungseffekt“ (Cloud Radiative Effect, CRE) bezeichnet.

Das Ausmaß der Erwärmung oder Abkühlung durch Wolkenstrahlung (CRE) wird in Watt pro Quadratmeter (W/m²) gemessen. Ein positiver Wert bedeutet, dass die Wolken die Oberfläche erwärmen, ein negativer, dass die Wolken die Oberfläche abkühlen. Im flächengewichteten Durchschnitt kühlen die Wolken die Oberfläche um etwa 21 W/m² ab.

Abbildung 1. Streudiagramm, Oberflächentemperatur (horizontale X-Achse) gegenüber dem Netto-Strahlungseffekt der Wolken (vertikale Y-Achse). Das gibt dem Wort „nichtlinear“ eine neue Bedeutung.

Jeder blaue Punkt in Abbildung 1 steht für eine Gitterzelle von 1° Breitengrad und 1° Längengrad irgendwo auf der Erdoberfläche. Jeder Punkt ist horizontal in Bezug auf seine 21-Jahres-Durchschnittstemperatur und vertikal in Bezug auf seine 21-Jahres-Wolkenstrahlungswirkung angeordnet. Die gelb/schwarze Linie ist eine LOWESS-Glättung, die den Gesamttrend der Daten zeigt.

Von besonderem Interesse ist die Steigung der gelb-schwarzen Linie, die angibt, wie stark sich die Strahlungswirkung der Wolken pro 1°C Temperaturänderung ändert.

Aus Abbildung 1 ist ersichtlich, dass Wolken im Allgemeinen die kältesten Gebiete des Planeten erwärmen. Gitterzellen in den ~ 10 % der Erde, in denen die mittlere Jahrestemperatur unter -5 °C liegt, werden durch Wolken erwärmt.

In wärmeren Gebieten hingegen kühlen die Wolken die Oberfläche ab. Und wenn die Temperatur über 25-26 °C steigt, nimmt die Abkühlung durch Wolken mit steigender Temperatur stark zu. In diesen Gebieten nimmt die Wolkenabkühlung mit jedem zusätzlichen Grad Temperatur um bis zu 15 W/m2 zu. Das liegt daran, dass Anzahl, Größe und Stärke der thermisch bedingten Gewitter in den feuchtwarmen Tropen oberhalb von 26 °C rasch zunehmen.

Hier ist ein Video, das zeigt, wie die Gewitter dem warmen Wasser das ganze Jahr über folgen:

Abbildung 2. Die Gewitterintensität wird durch Farben dargestellt (die Höhe der Wolkenobergrenze ist ein Maß für die Stärke des Gewitters). Die grauen Konturlinien zeigen Temperaturen von 27, 28 und 29°C.

Daraus ist ersichtlich, dass sich Gewitter bevorzugt über den Hot Spots bilden und den Temperaturanstieg in diesen Gebieten wirksam begrenzen. Dies ist der Grund dafür, dass nur 1 % der Erdoberfläche und praktisch kein offener Ozean eine Jahresdurchschnittstemperatur von mehr als 30 °C aufweist.

Da nur wenige Klimatologen ein Streudiagramm auf der Grundlage von Gitterzellen verwenden, möchte ich nun auf diese Art von Streudiagramm eingehen. Sie hat eine sehr wertvolle Eigenschaft.
Der Wert besteht darin, dass die Methode längerfristige Durchschnittswerte betrachtet. In Abbildung 1 zum Beispiel sind dies die Durchschnittstemperaturen, auf die sich jede der Gitterzellen nach Jahrtausenden eingestellt hat. Infolgedessen enthalten die Temperaturen der einzelnen Gitterzellen alle möglichen Rückkopplungen und den Großteil der langsamen Reaktionen auf sich ändernde Bedingungen.

Dies ermöglicht es uns, Fragen zu beantworten wie: „Wie werden die Wolken reagieren, wenn die Temperaturen langsam steigen“? Die Alarmisten wollen uns glauben machen, dass die Erwärmung durch die Rückkopplung der Wolken verstärkt wird.

Aber Abbildung 1 erzählt eine viel komplexere und nuanciertere Geschichte. Die Steigung der gelb/schwarzen Linie zeigt die Veränderung der CRE als Reaktion auf eine Temperaturänderung von 1°. Wenn sie nach rechts abfällt, zeigt dies, dass das Ausmaß der wolkenbedingten Abkühlung mit steigender Temperatur zunimmt – die CRE wird negativer, und die Wolken bewirken mehr Abkühlung.

Es gibt nur zwei Stellen, an denen die Wolken die zugrunde liegende Erwärmung verstärken. Dies sind die Bereiche in Abbildung 1, in denen die gelb-schwarze Linie nach rechts oben abfällt. Es handelt sich um die 3 % der Oberfläche, die kälter als -20 °C sind, und die ~30 % der Erde zwischen 15 °C und 25 °C. Diese machen etwa ein Drittel des Planeten aus.

Bei allen anderen Temperatur-Bereichen kühlen die Wolken mit zunehmender Erwärmung immer mehr, insbesondere in dem Drittel der Erde, das im Durchschnitt über 25 °C liegt.

Schlussfolgerung? Nur ein Drittel des Globus‘ hat eine wärmende Wolkenrückkopplung, und diese ist nicht sehr stark. Zwei Drittel der Erde haben eine kühlende Wolkenrückkopplung, und darüber hinaus ist die kühlende Rückkopplung viel stärker als die wärmende Rückkopplung.

Wir können also sagen, dass die Wolkenrückkopplung im Durchschnitt negativ und nicht positiv ist. Ein flächengewichteter Durchschnitt der obigen Daten zeigt, dass die Wolkenabkühlung weltweit im Durchschnitt -3,2 W/m² Abkühlung für jedes Grad C Erwärmung beträgt. (In Wirklichkeit wird die Gesamtreaktion der Wolken geringer ausfallen, da sich die wärmsten Gebiete der Erde, in denen die Wolkenrückkopplung am stärksten ist, im Allgemeinen nicht sehr stark erwärmen werden).

Ich habe oben erklärt, dass dieses Verfahren uns die langfristige Antwort liefert, nachdem fast alle verschiedenen Rückkopplungen, langsamen Erwärmungen und Anpassungen stattgefunden haben. Ich habe erklärt, dass dies nicht die kurzfristige Reaktion der Wolken auf die Oberflächentemperatur ist. Es handelt sich um die langfristige, im Wesentlichen stationäre Reaktion.

Damit kann die Frage nach der langfristigen Reaktion der Wolken auf 1°C Erwärmung tatsächlich beantwortet werden. Und sie kann die Frage im Detail beantworten, indem sie zeigt, wie die Rückkopplung der Wolken von den Polen zu den Tropen variiert.

Das einzige Argument, das ich dagegen sehen kann ist, dass eine langsame thermische Anpassung durch die jüngste Erwärmung noch nicht eingetreten ist. Möglich, aber hier ist der Grund, warum das wahrscheinlich kaum einen Unterschied machen wird – eine steigende Flut hebt im Allgemeinen alle Boote.

Mit anderen Worten: Wenn wir mehrere nahe gelegene Gitterzellen haben und eine davon eine langsame thermische Restanpassung durch die jüngste Erwärmung erfährt, werden aller Wahrscheinlichkeit nach auch die anderen nahe gelegenen Zellen eine ähnlich langsame thermische Restanpassung erfahren.

Dadurch bleibt die interessierende Steigung, die Steigung der gelben Linie in Abbildung 1, so gut wie unverändert.

Zumindest besagt das meine Logik. Aber ich habe schon immer Daten der Logik vorgezogen. Nach einigem Nachdenken wurde mir klar, dass ich dies testen konnte, indem ich anstelle des vollen 21-Jahres-Durchschnitts kürzere Durchschnittswerte der CERES-Daten nahm. Ich habe 5-Jahres-Durchschnittswerte der gleichen CERES-Daten verwendet. Zum Vergleich habe ich sie im gleichen Maßstab wie in Abbildung 1 aufgetragen:

Abbildung 3. LOWESS-Glättungen der Streudiagramme von vier ausgewählten Teilmengen der CERES-Daten. Die zugrundeliegenden Streudiagrammdaten sind nicht dargestellt.

Wie man sieht, liegen die glatten LOWESS-Trendlinien aller vier Rasterzellen-Scatterplots so dicht beieinander, dass sie sich gegenseitig überdecken. Dies zeigt eindeutig, dass ein Rasterzellen-Scatterplot tatsächlich die langfristige, allumfassende Beziehung zwischen den beiden interessierenden Variablen anzeigt. Sie wird durch die Veränderungen bei CRE und Temperatur zwischen den 5-Jahres-Zeiträumen kaum beeinflusst.

Link: https://wattsupwiththat.com/2022/10/14/global-scatterplots/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Die wahre „existentielle Bedrohung“ für Menschen und den Planeten

Das ist die Politik des Vorantreibens „grüner“ Energie und die Unterdrückung fossiler Treibstoffe!

Don Ritter

Es ist eine Ironie. Genau die Maßnahmen der Biden-Regierung und der europäischen Regierung, die die angebliche „existenzielle Bedrohung“ durch den Klimawandel bekämpfen sollen, sind selbst die wahre existenzielle Bedrohung für die moderne Zivilisation.

Als jemand, der in Wissenschaft und Technik ausgebildet wurde, der sein Leben lang wandert, gärtnert und die Natur in höchstem Maße liebt, wünsche ich mir einen gesunden, nachhaltigen Planeten genauso sehr wie jeder, der die Klimawandel-Agenda unterstützt. Es geht nicht darum, dass „grüne“ Energie schlecht ist. Es geht darum, dass die Geschwindigkeit, mit der „grüne“ Energie erzeugt wird, und die enormen Investitionen, die dafür erforderlich sind, in keinem Verhältnis zum Energiebedarf der Gesellschaft stehen – weder jetzt noch in absehbarer Zukunft.

Elon Musk hat das verstanden, aber die meisten Regierungsvertreter nicht – oder sie schweigen lieber. „Realistisch betrachtet wird die Zivilisation zusammenbrechen, wenn wir nicht kurzfristig weiterhin Öl und Gas nutzen“, sagte Musk.

Der Zerfall der Zivilisation ist eindeutig eine „existenzielle Bedrohung“. Und dieser Mann verkauft Elektroautos! Er empfahl auch, „weiterhin nach Öl und Gas zu bohren und zu fördern“, weil er weiß, dass für die Herstellung und den Betrieb von Elektroautos auf Jahre hinaus erhebliche Mengen an Strom aus fossilen Brennstoffen benötigt werden.

„Existenzielle“ Fragen wie Krieg, Frieden, wirtschaftliche Vitalität, Arbeitsplätze und Lebensstandard haben alle die gleiche entscheidende Antriebskraft: Energie – alle Formen von Energie. Energie für den Transport von Menschen und Gütern, für den Betrieb von landwirtschaftlichen Betrieben und die Versorgung mit Nahrungsmitteln, für das Heizen und Kühlen von Häusern, für den Antrieb von Produktionsanlagen und für den Treibstoff von Schiffen, Flugzeugen und Fahrzeugen für unser Militär. Erdgas ist unverzichtbar für Düngemittel, um eine hungrige Welt zu ernähren. Erdöl und Erdgas sind die Bausteine für Kunststoffe, Arzneimittel, Kunstfasern, Farben und Tausende anderer Produkte.

Heute kommen diese lebenswichtigen, fast schon selbstverständlichen Vorteile fast ausschließlich aus Öl, Gas und Kohle. Wer sie hat, wird mächtig sein, wer sie nicht hat, wird nicht mächtig sein. China und Russland wissen das ganz genau.

Europa hat sich auf einen Pakt mit dem Teufel eingelassen, indem es seine Energieversorgung an Wladimir Putin und das energiereiche Russland auslieferte – und gleichzeitig seine eigene Energiezukunft mit einer Politik gegen fossile Brennstoffe und den Klimawandel vereitelte. Europa hat seine Kohle-, Gas- und Atomkraftwerke geschlossen und gleichzeitig teure, unzuverlässige und wetterabhängige Solar- und Windkraftanlagen gebaut. Putins Krieg gegen die Ukraine wäre ohne seine Vorherrschaft über die Gas-, Öl- und Kohlelieferungen nach Europa nicht möglich gewesen.

Und wo steht die Regierung der Vereinigten Staaten in Sachen Energie? Sie kopiert Europa, mit riesigen Subventionen für grüne Energie und einem unerbittlichen regulatorischen Krieg gegen fossile Brennstoffe, der die gesamte Regierung betrifft.

Amerika sollte einer Energie-unsicheren Welt sagen: „Wir werden alles in unserer Macht Stehende tun, um die Energieversorgung zu verbessern“, und zwar mit einem „Alles-aus-einer-Hand“-Ansatz: nicht nur fossile Brennstoffe und erneuerbare Energien, sondern auch Kernkraft und Wasserkraft, wo immer dies möglich ist. Stattdessen betteln wir feindselige Diktaturen an – die sich weder um Menschenrechte noch um ökologische Werte scheren – ihre Produktion zu erhöhen, weil wir uns weigern, unsere zu erhöhen.

Ist das nicht ein bisschen peinlich? Wir könnten die „Tankstelle der Demokratie“ für die freie Welt sein. Aber die Klimapolitik unserer Regierung steht dem im Weg.

Die einfache Arithmetik spricht Bände. Fossile Brennstoffe decken immer noch etwa 80 % des Energieverbrauchs der Welt und Amerikas ab. Der Rest stammt aus Wasserkraft, Kernkraft, Sonnenenergie, Windkraft und Biomasse. In den USA machen Solar- und Windenergie weniger als 5 % unseres Gesamtenergieverbrauchs aus – und weniger als 2 % für den Verkehr, um 290 Millionen Autos, Lastwagen und Busse zu betreiben. Bei Flugzeugen liegt der Anteil bei Null.

Kohle macht etwa 33 % des Gesamtenergieverbrauchs in den USA und 37 % weltweit aus. Dennoch wird sie durch die Klimapolitik vorzeitig aus der globalen Energieversorgung genommen. Das ist verheerend, vor allem für arme Länder.

Die Entwicklungsländer brauchen eine Ausweitung des Kohlebergbaus, um Strom zu erzeugen, Arbeitsplätze zu schaffen und Milliarden von Menschen aus der Armut zu befreien. Doch die Klima-besessenen Bürokratien der internationalen Finanzinstitutionen und staatlichen Hilfsorganisationen wie der Weltbank, der Asiatischen Entwicklungsbank und USAID verweigern ihnen den Zugang zu Kapital. Das ist heuchlerisch, vor allem, weil der Westen sich vor allem mit Kohle industrialisiert hat.

Klimaaktivisten auf allen Regierungsebenen und in der einkommensorientierten Privatwirtschaft haben eine neue Energiewirtschaft geschaffen, die auf umfangreichen Subventionen für Solar- und Windenergie basiert, um Kohle, Öl und Gas zu ersetzen. Für Europa und Amerika droht eine Katastrophe, weil sie es zu früh tun – bevor die Ersatzstoffe auch nur annähernd einsatzbereit sind.

Der „Inflation Reduction Act“ der Biden-Regierung enthält rund 370 Milliarden Dollar an neuen Subventionen für grüne Energie und lenkt damit absichtlich massive private Investitionen in Solar- und Windenergie und weg von fossilen Brennstoffen, die nach wie vor unverzichtbar sind – praktisch, wirtschaftlich und geopolitisch.

Bevor die Regierungen solche enormen Subventionen bereitstellen, müssen sie alle Umweltauswirkungen der Herstellung und Installation massiver Windturbinen-, Solarpanel- und Backup-Batterieanlagen analysieren. In den USA und weltweit würden diese Technologien den Abbau und die Verarbeitung von Metallen und Werkstoffen – fast ausschließlich fossile Brennstoffe – in einem Ausmaß erfordern, wie es in der Geschichte der Menschheit noch nie vorgekommen ist, und zwar in einem Ausmaß, das auf Jahrzehnte hinaus unmöglich zu erreichen ist.

Wind-, Solar- und Batterieanlagen beeinträchtigen und zerstören außerdem riesige Landflächen: Lebensräume für Wildtiere, Anbauflächen und landschaftlich reizvolle Gebiete. Sie töten Vögel, Fledermäuse und andere Wildtiere. Ohne teure, feueranfällige Batteriepufferung erfordern sie ineffiziente Kohlenwasserstoff-„Peaker“-Anlagen, die immer wieder ein- und ausgeschaltet werden, wenn der Wind nicht weht und die Sonne nicht scheint.

Die Verteufelung von Energiequellen birgt die Gefahr von Stromausfällen, Fabrikschließungen und frierenden Menschen im Dunkeln während langer Winter. Angeblich „saubere, grüne, erneuerbare“ Energie ist einfach noch nicht in der Lage, den wachsenden Strombedarf Amerikas und der Welt zu decken.

Die Substitution von Kohle durch Erdgas bei der Stromerzeugung ist der Grund dafür, dass Amerika bei der Reduzierung der Treibhausgasemissionen in der freien Welt führend ist. Erdgas sollte nicht als Ausgestoßener, sondern als „Brückenkraftstoff“ für eine Zukunft ohne fossile Brennstoffe betrachtet werden.

Die Biden-Regierung stellt langfristige, unsichere, möglicherweise fehlerhafte und wahrscheinlich übertriebene Klimavorhersagen über das Leben und die Unabhängigkeit der Ukraine, die Sicherheit unserer europäischen Verbündeten – und sogar die Sicherheit und das Wohlergehen Amerikas selbst. Indien, Brasilien, Indonesien und viele andere Länder des „globalen Südens“ brauchen Öl, Gas und Kohle, um zu existieren und sich zu modernisieren. Aber die Biden-Regierung wird ihnen nicht versichern, dass Amerika die Lücke schließen wird, wenn sie versuchen, sich von russischen fossilen Brennstoffen zu lösen. Ist es da ein Wunder, dass sie sich gegenüber Putins brutaler Invasion neutral verhalten haben?

Leider ist die Debatte über den Ausbau der amerikanischen Energieversorgung als Ersatz für die russische – und zur Gewährleistung unserer eigenen Energiesicherheit – in der Regierung, vielen Denkfabriken und den Medien so gut wie nicht vorhanden. Vielmehr arbeiten sie alle zusammen, um die Debatte zu zensieren und zum Schweigen zu bringen.

Das ist nicht nur seltsam, weil die steigenden Energiekosten der Hauptfaktor sind, der die Inflation antreibt und eine Rezession bedroht, nicht nur in Amerika, sondern weltweit. Es ist sogar mehr als merkwürdig.

Die staatliche Unterdrückung der Produktion fossiler Brennstoffe bedroht die nationale Sicherheit und die Wirtschaft zahlloser Länder. Die Forderung nach einem überstürzten „Umstieg“ stellt die größte „existenzielle Bedrohung“ überhaupt dar – für das Überleben der modernen Industrienationen, für die Entwicklungsländer und für das Überleben unseres Planeten, wie wir ihn kennen.

Don Ritter received his Doctorate in Metals and Materials from MIT. He served 14 years on the House Energy and Commerce and Science and Technology Committees; was Ranking Member on the Congressional Helsinki Commission, and was founding Co-Chair of the Baltic States-Ukraine Caucus. Ritter led the National Environmental Policy Institute after leaving Congress. He is a Trustee of the Victims of Communism Memorial Foundation, and Trustee and President & CEO Emeritus of the Afghan American Chamber of Commerce.

Link: https://wattsupwiththat.com/2022/10/16/the-real-existential-threat-to-people-and-planet/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Vom (Nicht)Sterben der Alpengletscher und dem realen Sterben deutscher Intelligenz….

Raimund Leistenschneider

Doch zuerst möchte der Autor mit einer weit verbreiteten Fehlmeinung aufräumen:

Vielfach wird angenommen, dass die heutigen Gletscher der Alpen oder Skandinaviens Überbleibsel der letzten Eiszeit sind. Dies ist aber falsch. Europa war im Holozänoptimum (Abb.3) vor ca. 7.000 Jahren völlig eisfrei. Die meisten europäischen Gletscher sind erst danach entstanden und somit ziemlich jung und höchstens 6.000 Jahre alt. Ihr Umfang schwankte in den letzten Jahrtausenden zudem stark. Auch die skandinavischen Gletscher entstanden erst ab ca. 50 v. Chr. Anmerkung: Der 2. Punische Krieg war bekanntlich 218 v.Chr.

Dass die Alpen in früheren Jahren weitgehend eisfrei waren, belegen Holzfunde in heutigen Gletscherregionen der Alpen von Prof. Dr. Christian Schlüchter, Professor für Quartär- und Umweltgeologie an der Universität Bern und Lehrbeauftragter der ETH Zürich.

Er fand in den Hochflutablagerungen eines Gletscherbaches im unmittelbaren Vorfeld des Unteraargletschers im Berner Oberland 30 bis 60 Zentimeter dicke Holzstücke und Überbleibsel eines Moors. Baumreste wurden einem Arvenstamm (alpenländischer Nadelbaum) zugeordnet und auf 4.920 ± 60 Jahre vor heute datiert. Die Moorreste datieren auf 2.100 ± 50 Jahre vor heute. Die Fundstücke sind außergewöhnlich, da Bäume und insbesondere ein Moor nur an Stellen vorkommen, an denen kein dauerhaftes Eis vorhanden ist und die Baumgrenze damit deutlich höher lag als heute. Aus den vorgenommenen Datierungen ergab sich, dass in den letzten 10.000 Jahren etwas mehr als 50% der Zeitspanne die Gletscher deutlich kürzer als waren als heute.

Prof. Schlüchter: „Vor 1900 bis 2300 Jahren lagen die Gletscherzungen mindestens 300 Meter höher als heute. So wurden in der Römerzeit die Gletscher kaum als solche erlebt, aus dem einfachen Grund, weil sie weitab von den damals benutzten Alpenübergängen lagen und somit auch nicht als Hindernis empfunden wurden.“ Dies erklärt auch, warum in den sonst sehr detaillierten Beschreibungen der römischen Chronisten kaum ein Wort über die Gletscher zu finden ist. Als Hannibal 218 v.Chr. mit seinen Kriegselefanten (im Winter!!) die Alpen überquerte und ins römische Kernland einfiel, waren die Alpenpässe weitgehend eisfrei. Dies war die Zeit des römischen Klimaoptimums. Abb.2 links zeigt, wie es nach Rekonstruktionen seinerzeit dort ausgesehen hat.

Abb.2 links zeigt den Sustenpass (Passhöhe 2.224 ü. d. M.), wie er nach den Untersuchungen von Schlüchter zur Römerzeit vor etwa 2.000 Jahren ausgesehen hat. Der Steigletscher hat sich auf die Höhe der Tierberglihütte (2.795 m) zurückgezogen, die Baumgrenze lag deutlich höher als heute. Quelle: „Die Alpen“/ Zeichnung Atelier Thomas Richner nach Vorlage Christoph Schlüchter. Kopiert aus ETH-Zürich, “Grüne Alpen statt ewiges Eis“, 14.02.2005. (Quelle). Die rechte Abbildung zeigt den Gletscher um 1993 und seine Ausdehnung 1856 (nach der “Kleinen Eiszeit“) und 1922.

Abb.3, ergänzt nach Quelle Prof. Schönwiese. Deutlich zu erkennen, dass die Warmzeitmaxima eine insgesamt abfallende Tendenz aufweisen. Weiter, die Entstehung der Alpengletscher vor ca. 6.000 Jahren, sowie der Untergang von Doggerland in der Nordsee durch rasanten Meeresspiegelanstieg zu Beginn des Holozän-Klimaoptimums. Klimaschwankungen sind also nichts Außergewöhnliches und nicht vom Menschen gemacht oder in die Wege geleitet. Selbst sog. Klimaaktivisten werden nicht wagen zu behaupten, die (dieselgetriebenen) Pferdewagen der Römer wären für das Römische Klimaoptimum verantwortlich oder der starke Methanausstoß römischer Pferde.

Abb.4 geht noch weiter in die Erdgeschichte zurück und zeigt die aus Proxys gewonnene Rekonstruktion der Erdtemperaturen bis vor 500 Mio. Jahren. Zur besseren Übersicht haben die Verfasser die Zeitachse in Sektoren aufgeteilt.

Abb.4, Quelle. Dazu hat der Autor die roten Pfeile und deren Text eingefügt. Selbst bei Eintreffen der IPCC-Prognose, was nicht der Fall ist und sein wird (Abb.5) liegen die „befürchteten“, zukünftigen Temperaturen gerade mal auf dem Niveau der letzten Zwischeneiszeit vor 150.000 Jahren. Geschweige denn auf dem Temperaturniveau, dass über Jahrmillionen auf der Erde herrschte. Wir leben gegenwärtig in einer vergleichsweise kühlen Erdepoche!

Abb.5, Quelle, zeigt in rot, das Mittel der Temperaturentwicklung aus den Klimaprojektionen der IPCC-Klimamodelle und in blau und grün die reale, gemessene globale Temperaturentwicklung. Allein das reicht schon aus, den Unsinn der IPCC-Aussagen zu entlarven. Doch zurück zu den Gletschern und speziell, zu den Alpengletschern.

Die Gletscher (Kryosphäre = Oberflächenbereich der Erde, welcher von Eis bedeckt ist) bedecken eine Landfläche von 15.700.000 km² (Uni Karlsruhe). Anhand von einigen Dutzend Gletschern wurde darauf geschlossen, dass die übrigen 160.000 Gletscher auf der Erde ebenfalls schmelzen, von diesen 160.000 Gletschern sind gerade einmal knapp 70.000 vermessen. Für ca. 300 wurde eine 1-jährige Massenbilanz erstellt. Im Zeitraum bis zur Jahrtausendwende wurden nur 87 Gletscher länger als 10 Jahre untersucht (“Glaciers and the Canging Earth“, Mark B. Dyurgerov und Mark F. Meier, University of Colorado, 2005). Das ergibt sage und schreibe 0,054%!! die als Grundlage für die Aussage des weltweiten Gletscherrückganges stehen. Sowohl zu dem angeblichen „Konsens“, der immer wieder von den Klimaaktivisten als angeblicher Beweis herangeführt wird.

Gletschervorstoß oder Rückzug hängen weiter von lokalen Faktoren ab, wie Topographie, Temperatur, Niederschlagsmenge, Oberflächenstruktur (z.B. Bedeckung mit Saharastaub), ob das Fließbett gefroren ist…, so dass nicht ohne Weiteres aus einem Rückzug eines Gletschers auf eine regionale Erwärmung geschlossen werden kann.

Abb.6, Quelle: Geographisches Institut der Universität Zürich, Dr. Michael Zemp, 2006. Die Abbildung zeigt den prozentualen alpinen Gletscherrückgang für die Jahre 1970 und 2000, bezogen auf das Jahr 1850. Warum ausgerechnet das Jahr 1850 als Bezugspunkt genommen wurde, zeigt Abb.7.

Abb.7 zeigt den Temperaturverlauf der letzten 1.100 Jahre, ergänzt (Jahreszahlen) nach Quelle: Lord Christopher Monckton vom 05.11.2006. Sie zeigt deutlich, dass 1850 in einer Kaltphase und dazu noch kurz nach der “Kleinen Eiszeit“ (der kältesten Epoche der letzten 2.000 Jahre) lag. Auch der Vergleich von 2000 mit 1970 ist nicht statthaft, da 1970 ebenfalls (wenn auch nicht so ausgeprägt und diesmal zugunsten der Gletscherbedeckung) in einer Kaltperiode lag. Wir erinnern uns, Anfangs der 1970-Jahre war die Politik und Öffentlichkeit mit einer anstehenden drohenden Eiszeit beschäftigt. Wie war das doch nochmals mit der Statistik, die man nur dann glaubt, wenn man sie selbst gefälscht hat.

„Schweizer Gletscher schmelzen wie noch nie!“, so die Tagesschau am 28.09.2022. und dazu ein „bombastisches“ Bild (Abb.8).

Abb.8, Quelle. „Wissenschaftler“ verdeutlichen am schweizer (Parade)Gletscher*1), dem Großen Aletsch, wie stark die Eisdecke in diesem recht warmen Sommer geschmolzen ist und halten dazu einen 6m großen Stab neben den klein wirkenden Personen.

Da darf natürlich der Klimaaktivist (eigentlich als ZDF-„Wetterfrosch“ eingestellt) Herr Terli nicht fehlen (Abb.9).

Abb.9, Quelle: ZDF-Mediathek, zeigt Herrn Terli mit einem Bild am Großen Aletsch. Auch hier soll der 6m lange Stab verdeutlichen, wie viel Gletschereis geschmolzen ist. Dazu Herr Terli: „… Dieser Sommer war europaweit extrem… und diese 6m an Eis sind am Aletsch-Gletscher, am Konkordiaplatz weggeschmolzen. es ist quasi ein leises Sterben der Gletscher.“ Was dies alles mit dem Wetterbericht (kleines Bild oben links) für die kommenden Tage zu tun hat, mit dem die Sendung, für die Herr Terli Sendezeit erhält, angekündigt wird, bleibt rätselhaft. Statt Wetterbericht, wird die Sendezeit von ihm dazu missbraucht, um tendenziöse Klimapolemik zu verbreiten. Dazu gleich mehr.

*1) Alpine Gletscher werden in vier Kategorien eingeteilt:

A: >10 km

B: 5 bis <10 km

C: 1 bis  5 km

D: < 1km

Die Gletscher der Kategorie D sind relativ stationär. Zwar gibt es Jahre, in denen sie Verluste erleiden, sie stoßen aber immer wieder vor und behalten ihre Größe bei. Würden die IPCC-Vorhersagen zutreffen, müsste sie zuerst verschwinden. Es ist deshalb auch unsinnig, von einem alpinen Gletschersterben zu sprechen. Dieses findet nicht statt.

Gletscher der Kategorie A, wie z.B. der sehr gut untersuchte Großer Aletsch in der Schweiz, folgen auf Grund Ihrer Größen- also Massenträgheit, zeitverzögert Warm- bzw. Kaltphasen („glätten“ sozusagen Dekaden-Warm-, bzw. Kaltphasen) und zeigen somit seit Beginn der wärmeren Periode, ab dem Ende der Kleinen Eiszeit um 1850, eine schrumpfende Tendenz, während die massenärmeren Gletscher Temperaturentwicklungen schneller folgen. Aber auch bei Gletschern der Kategorie A ist der Gletscherschwund im 20. Jahrhundert nichts Außergewöhnliches, wie die Untersuchungen von Wilfried Haeberli und Hanspeter Holzhauser (Uni Zürich) zeigen (Abb.10).

Abb.10 zeigt die Gletscherentwicklung Großer Aletsch für die letzten 2.000 Jahre. Erklärung: Rote Balken stehen für Rückzug und blaue für Vorstoß. Unten = Rückzug, Oben = Vorstoß. Die rechte Skala zeigt die Gletscherbewegung in Metern und die linke die zugehörigen Jahreszahlen des aktuellen Gletscherrückgangs. Geglättet wurde über 50 Jahre. Deutlich ist zu erkennen, dass es Zyklen gibt, in denen der Gletscher wächst und schrumpft. So gab es in den letzten 2.000 Jahren drei in etwa gleich starke Minima: Heute, im 8. und im 1. Jahrhundert (dieses Gletscherschmelzen gar noch stärker als heute). Der heutige Rückzug begann um 1850, dem Ende der „Kleinen Eiszeit“.

Deutlich sind in Abb.10 Zyklen zu erkennen (rote Linien, ergänzt vom Autor). Diese haben eine mittlere Zykluszeit von ca. 220 Jahren. Dies entspricht ziemlich genau dem Hauptsonnenzyklus, dem im Mittel 207-jährigen De Vries/Suess-Zyklus, der in 2003, als Europa seinen Jahrhundertsommer erlebte und in unseren Breiten vermehrt Polarlichter zu sehen waren, sein Maximum hatte.

Nicht nur die Gletscherentwicklung der Alpen, sondern auch die arktische Eisbedeckung wird durch den Hauptsonnenzyklus, den de Vries/Suess-Zyklus moderiert, wie die Abb.11 zeigt.

Natürliche Schwankungen auf die Meeresströmungen im Nordatlantik und somit auf den Golfstrom, zeigt Abb.11, Quelle: Dr. Nils Axel Mörner, „Keine Gefahr eines globalen Meeresspiegelanstiegs“. Zu sehen ist die arktische Eisentwicklung, in Verbindung mit den vorherrschenden Meeresströmungen, in Relation zum Hauptsonnenzyklus (de Vries/Suess-Zyklus). Sowohl die arktische Eisbedeckung, als auch das Muster der Meeresströmungen folgt dem im Mittel 208-jährigen de Vries/Suess-Zyklus. Bei Sonnenminima erlebten Nordwesteuropa, der Nordatlantik und die Arktis Kaltphasen.

Anmerkung: Auch hier sind die IPCC-nahen Modell nach ACIA von der Realität weit entfernt. Die arktische Eisbedeckung nimmt aktuell nicht ab, sondern zu!

Abb.12, Unterlage mit Text von Herrn Klaus Puls, nach Daten NSIDC (US- National Snow and Ice Data Center) zeigt, dass die arktische Eisbedeckung langfristig (seit 1990) wieder zunimmt. Übrigens geht wegen der Abnahme der solaren Aktivität auch die NASA für die nächsten Jahrzehnte von einem deutlichen globalen Temperaturrückgang um bis zu 2°C aus. Und ohne den Unsinn von Paris und den horrenden Summen für die deutschen Bürger, die dieses Unsinnsabkommen von Paris verursacht.

Abb.13, Quelle: Ab 2050 fällt der Eddy-Zyklus (1.000-jähriger Sonnenzyklus, der dem De Vries/Suess-Zyklus „übergeordnet“ ist) der Sonne. Spätestens ab diesem Zeitpunkt geht die NASA von einem deutlichen Temperaturrückgang aus, der so stark wie in der „Kleinen Eiszeit“ (ca. 2°C kälter als heute) ausfallen kann. Zumindest aus Sicht der NASA (hier oder hier).

2°C kälter als heute (aus Sicht der NASA) und dass alles ohne diesen Schwachsinn – Entschuldigung, der am 12. Dezember 2015 in Paris abgeschlossen wurde und der eine vierköpfige Familie in Deutschland bis zu 150.000€ kostet!! Es kann nicht oft genug erwähnt werden, was in Paris am 12.Dezember 2015 für ein Unsinn beschlossen wurde!

Zum 1.000 jährigen Eddy-Zyklus, Abb.14 aus Luterbacher u.a.: European summer temperatures since Roman times. In: Environmental Research Letters. 2016, doi:10.1088/1748-9326/11/2/024001

Abb.14, vom Autor ergänzt nach o.g. Quelle. Aus der Arbeit ist in den letzten 2.000 Jahren kein einheitlicher Trend von Temperaturanomalien, bezogen auf den klimatologischen Referenzzeitraum von 1961 – 1990 zu erkennen. Daher hat der Autor eine Waagerechte zur Zeitachse eingefügt und dort festgesetzt, wo diese die drei stärksten Anomalien schneidet. Dies deckt sich exakt mit dem Eddy-Zyklus der Sonne.

Nach diesem kleinen Exkurs, wieder zurück zur alpinen Gletscherentwicklung und deren Sinnbild, dem Großen Aletsch.

Macht doch schon was her, so ein 6m-langer Stock, neben einem kleinen Menschen (Abb. 8 und 9). Damit kann der unwissende Betrachter schon beeindruckt werden und genau darum geht es: Nicht um wissenschaftliche Aufklärung, sondern um tendenziöse Meinungsmache. Daher folgender Vergleich.

Der Große Aletsch hat eine Länge von knapp über 20 km und eine max. Dicke von 800 m, und zwar genau dort am Konkordiaplatz, wo der 6m-Stab aufgestellt wurde. 6 m auf 20 km entspricht gerade mal 0,03%. Auf die Dicke bezogen, 0,75%. Donnerwetter, was für eine Eisschmelze, da wird es den Großen Aletsch bald nicht mehr geben….

Doch damit nicht genug. Auf der Zugspitze, dem höchsten Berg unseres Landes, fallen (Spalte „Durchschn. Schneefall“) in den Wintermonaten November bis März rund 8m Schnee! (Abb.15)

Abb.15, Quelle , zeigt die Schneefallstatistik der Zugspitze. Der durchschnittliche Schneefall über die Wintermonate November bis März beträgt 7,97m, fast 8m!

Und diese 8m („Mensch“, was gäbe das für einen langen Meterstock oder sollte der Autor lieber sagen: Lange Leitung) schmelzen jeden Winter, Frühling und Sommer wieder vollständig ab, ohne dass sich deswegen irgendjemand aufregen würde! Aber die „Wissenschaftler“ um Herrn Terli wünschen sich offenbar einen ständigen Winter und eine ständige Eiszeit. Müssen irgendwie bek….. sein. Aber nein, weit gefehlt, die sind nur raffiniert, um an das Geld anderer Leute zu gelangen. Denn Wissenschaftler verdienen ihr Geld nicht, wie der Karle vom Band oder die Jutta beim Aldi an der Kasse durch ihre täglich Arbeit, in der sie Waren/Dienstleistungen schaffen, sondern sind auf Fördergelder angewiesen, und um die zu bekommen, scheint offenbar jedes Mittel recht zu sein. Getreu dem Urteil des früheren Präsidenten der Max Planck Gesellschaft, Prof. Dr. Hubert Markl:

„Es ist nicht zu bestreiten, dass es auch in der Wissenschaft – häufiger als uns Wissenschaftlern lieb ist – Lug und Trug gibt, nicht nur fahrlässige Schlamperei, sondern wirklich absichtsvollen Betrug.“

In dieses Bild passt auch die Tatsache, warum so gern der Große Aletsch genommen wird, ein angeblich nie da gewesenes Gletscherschmelzen beweisen zu wollen (Abb.16).

Abb.16, Quelle. Julia Fritschle Gletscherrückgänge in den Alpen, nach FUNK-SALAMI 2004: 169, zeigt den Gletscherrückzug an drei großen Alpengletschern. nur der Große Aletsch zeigt kontinuierlich einen Rückgang, während der Rückgang der beiden anderen zyklisch und weitaus „undramatischer“ ist und sich deshalb nur der Große Aletsch für eine Massenmanipulation eines vermeintlichen Gletschersterbens eignet. Wie war das doch nochmal mit der Statistik, der man nur glaubt, wenn man sie selbst gefälscht hat? Dass sich der große Große Aletsch untypisch für alpine Gletscher verhält, zeigen die beiden folgenden Abbildungen.

Abb. 17, ergänzt nach ETH-Zürich “Alpen-Gletscherschmelze von Atlantikströmung beeinflusst?“, Geophysical Research Letters (2010), 37, L10501. zeigt die zyklische Entwicklung der österreichischen Gletscher von 1890 – 2002 (vgl. mit dem zyklischen Verhalten der beiden Gletscher aus Abb.16). Gut erkennbar, dass der derzeitige Rückzug auf einen längeren Eisvorstoß folgt und das in den Jahren von 1930 bis in die 1960-Jahre, ähnlich geringe Eisbedeckungen vorlagen, wie heute. Der Gletscherzyklus zeigt weiter sehr starke Ähnlichkeiten mit der AMO, die vom Brückner-Zyklus gesteuert wird und keine mit einem CO2-Atmosphärenpegel (kleines Bild).

„Die Untersuchungen anhand von 30 Gletschern zeige, dass die Massenbilanz der Schweizer Gletscher mit der AMO korreliere“, so die Forscher. Und weiter “Es zeigte sich, dass die AMO die Perioden besonders markanter Gletscherrückgänge, wie etwa in den 1940ern und seit den 1980ern, so wie Stagnation oder Zuwachs in den 1910er und 1970er Jahren, erklären kann.“

Die ETH-Forscher ermittelten eine um 18 W/m² höhere solare Einstrahlung als in den vergangenen 10 Jahren bis heute, was, angesichts dem Strahlungsantrieb von 1,5 W/m², welcher das IPCC dem CO2 in seinen Klimamodellen zubilligt, enorm ist. Siehe auch hier und hier.

In ihrer Studie geben die Forscher der Sonneneinstrahlung den maßgeblichen Anteil am Gletscherrückgang. Dabei dienten ihnen die seit 1934 vorliegenden Messungen der Sonneneinstrahlung in Davos. Während die ETH-Wissenschaftler die verstärkte Sonneneinstrahlung auf die alpinen Gletscher, auf die geringere Aerosol-Konzentration der Atmosphäre zurückführen (Aerosole reflektieren direkt das Sonnenlicht, bzw. dienen über chemische Reaktionen als Kondensationskeime für Wassertropfen und beeinflussen somit maßgeblich die Wolkenbildung), sind direkte solare Aktivitätssteigerungen und damit verbundener geänderter Wetterlagen und höhere Temperaturen ebenso ausschlaggebend für die Periode der Gletscherrückgänge, was die vorherige Abbildung und die folgende zeigt.

Abb.18 zeigt die Gletscherentwicklung in der Schweiz im Zeitraum von 1880 bis 2008. Ebenfalls in Zusammenhang zur AMO. Auch hier ist, wie bei der österreichischen Gletscherentwicklung, ein deutlicher Zusammenhang zur AMO sichtbar. In Zeiten einer negativen, also kalten AMO, kommt es zu einem deutlichen Gletschervorstoß und in Zeiten einer positiven, also warmen AMO, zu einem deutlichen Gletscherrückgang. Auch hier ist in der Zeit der 1940-Jahre ein deutlicher Gletscherrückgang zu beobachten. Dies zeigt, dass die Gletscherfluktuation in den Schweizer Alpen, auf natürliche, wiederkehrende Ursachen zurückzuführen ist und nichts mit einem postulierten anthropogenen Klimawandel zu tun hat.

Abb.18, Quelle. Die schweizerischen Gletscherentwicklung im Zeitraum von 1890 – 2008 zeigt ebenfalls keinerlei Zusammenhang mit dem Anstieg eines atmosphärischen CO2-Pegels, dagegen aber einen nicht zu übersehenden Zusammenhang mit der AMO. Während der AMO-Warmphasen kommt es zu einem deutlichen Gletscherrückgang und während der AMO-Kaltphase zu einem entsprechenden Gletschervorstoß, wobei der heutige Gletscherschwund nichts Außergewöhnliches darstellt und ebenfalls zyklisch ist. Gegenwärtig befinden wir uns in einer AMO-Warmphase, die noch einige Jahre anhalten wird!

Wie auf Grund der geographischen Nähe nicht anders zu erwarten, fluktuiert die alpine schweizerische Gletscherentwicklung, wie die österreichische alpine Gletscherentwicklung, mit der natürlichen, zyklischen AMO.

Fazit:

1. Das Gerede von einer nie da gewesenen alpinen Gletscherschmelze oder gar von einem „leisen Sterben“ der Gletscher ist nichts anderes als Effekthascherei derer, die damit ihre (Forschungs)Gelder verdienen.

2. In der alpinen Gletscherschmelze hat es mehrere Schmelzereignisse gegeben, die genauso stark oder stärker (römisches Klimaoptimum) waren, wie das heutige.

3. Im Holozänoptimum vor 7.000 Jahren waren die Alpen komplett Gletscher-frei. Die alpinen Gletscher sind erst vor ca. 6.000 Jahren entstanden.

4. Die zyklischen Schwankungen der alpinen Gletscherbedeckung sind natürlichen Ursprungs und schwanken mit der solaren Aktivität, die sich u.a. im Brückner-Zyklus, der die AMO moderiert, wiederspiegeln.

5. Der Große Aletsch als Symbol eines stetigen alpinen Gletscherrückgangs heranzuziehen ist wissenschaftlicher Betrug oder verharmlosend als „cherry picking“ zu bezeichnen. Im Deutschen passt dazu: Statistischer Betrug.

Offensichtlich haben angesichts der realen Probleme, vor denen unser Land und unsere Gesellschaft steht, sehr viele noch nicht begriffen, was wir uns mit solchen Kassandrarufen wie „Klimakatastrophe“ (die es gar nicht gibt), „leises Sterben der Gletscher“ (was es auch nicht gibt), etc. einhandeln: Den Verlust der industriellen und damit wirtschaftlichen Basis unseres Landes, die in einem horrenden Verlust von Arbeitsplätzen und der Verarmung weiter Teile der Bevölkerung gipfelt.

Die Beschlüsse von Paris kosten eine vierköpfige Familie rund 150.000€ (hier) und da sind die aktuell sprunghaft gestiegenen Energiepreise noch gar nicht mit betrachtet. Und es gibt immer noch viel zu viele, die uns Deutschen weismachen wollen, unser Heil läge in sog. Erneuerbaren, die uns unabhängig von Gaslieferungen machen. Genau das Gegenteil ist der Fall:

Je mehr Windräder, umso stärker ist die Abhängigkeit von Gaslieferungen, denn der Wind weht oft genug gar nicht (Abb.19) und dann müssen sog. Reservekraftwerke her. Nun raten Sie mal, welche Kraftwerke das sind? Richtig: Gaskraftwerke. Will heißen, je mehr (nutzlose) Windenergie wir haben, umso mehr Reservekraftwerke benötigen wir! Die Pufferung der Kraftwerksleistung beträgt nämlich etwa 1 zu 1!! Das heißt nichts anderes, als das jedes Windkraftwerk im Prinzip nutzlos und damit überflüssig ist.

Abb.19, Quelle: Rolf Schuster, zeigt für den August 2022 die installierte Windleistung (roter Balken), die (mickrige) tatschliche Windleistung (Einspeisung, blau), die Solarleistung (gelb, die nachts immer Null ist = Sandmännchenenergie), den Verbrauch (karminrot, am Tage stets höher als nachts).

An fast der Hälfte des Monats ist die Einspeisung sog. Erneuerbarer = Null oder geht gegen Null. Wollen wir nicht im Dunkeln umher wandeln, muss die komplette Energieerzeugung von konventionellen Kraftwerken abgedeckt werden. Da hilft auch keine Verdoppelung oder Verdreifachung der Windanlagen. Denn Null mal Null ergibt immer Null.

Aber offensichtlich haben die Nullen in der deutschen Politik und den deutschen Medien die Regie fest in Händen und viel zu viele glauben den Unsinn, der täglich dort verbreitet wird. Und weitere Horrormärchen, wie das angebliche alpine Gletschersterben stehen schon bereit, so z.B. das angebliche Insektensterben, dass es genauso wenig gibt – jeder, der im Sommer mit dem Auto auf Autobahnen unterwegs war, konnte sich vor lauter Fliegen auf der Windschutzscheibe darüber sicherlich nicht freuen – wie einen menschengemachten Klimawandel. Das Ziel dabei ist klar: Die chemische Industrie soll damit getroffen werden (und unsere Nahrungsmittelherstellung). Angesichts der Tatsache, dass mehr als 90% (!!!) der Wertschöpfungskette mit Chemie anfängt und ohne Chemie nicht vorstellbar sind (ARD-Fakt vom 29.09.2022) kann man über soviel Dummheit derer, die sich solches (Insektensterben, wie Klimakrise) auf ihre „Fahnen schreiben“ nur wundern.

Der Ruf nach immer mehr sog. Erneuerbaren zur Energiegewinnung, im Anblick der (weitgehend hausgemachten) Energiekrise (eine tatsächliche Krise!), in der unserer Land steckt, erinnert den Autor doch sehr an die Rede im Volkspalast, zu einem Zeitpunkt, als das Ende und damit die Katastrophe bereits absehbar waren und trotzdem anschließend alle Anwesenden lauthals „Ja“ geschrien haben…. Offensichtlich haben wir Deutsche oder zumindest große Teile davon, nicht viel aus unserer Geschichte gelernt!

„Wir spielen mit 6 Millionen*2) Arbeitsplätzen, wie jüngst Prof. Vahrenholt resümierte, welche die immer schneller fortschreitenden Deindustrialisierung unseres Landes mit sich bringt (hier). Und dass alles für eine natürliche Temperaturerhöhung von +0,4°C bis 0,7°C in Deutschland, wie die Teile 1 und 2 der Autoren Leistenschneider / Kowatsch belegten, sowie einen gigantischen Schwindel um Temperaturmesswerte und Temperaturmessstationen.

*2) Hatten wir schon mal: Als 6 Millionen stempeln gingen (Weimarer_Republik ). Dass Ergebnis, als seinerzeit die vermeintlichen „Heilsbringer“ gerufen wurden, ist bekannt.

Abb.20, Quelle: Götz Wiedenroth mit seiner freundlichen Erlaubnis.

Angesichts der immer größer werdenden realen Probleme, sollten wir endlich damit aufhören. so weiter zu machen, wie bisher und Fiktionen, wie einem menschengemachten Klimawandel oder einer vermeintlichen nie da gewesenen Gletscherschmelze Tür und Tor zu öffnen, sondern sie aus unserem „Grundstück“ entfernen. Die, die uns Klimakrisen etc. weismachen wollen, tun dies aus finanziellen Gründen (z.B. um Forschungsgelder zu erhalten) und/oder aus politischen Gründen. Die meisten jedoch (Volkspalastparallele) sind ganz einfach nur Dummköpfe.