Der Ersatz der fossilen Treibstoffe der Welt

Andy May

Progressive US-Amerikaner sind überzeugt, dass fossile Brennstoffe bis 2050 durch erneuerbare Energien ersetzt werden müssen. Die IEA hat sogar einen Plan dafür. Wie soll das funktionieren? Im Gegensatz zu den Progressiven schätzen wir Beobachtungsdaten mehr als Ideologie, also schauen wir mal auf die Daten. Laut dem 2021 Outlook for Energy von ExxonMobil verbrauchte die Welt im Jahr 2020, während der Pandemie, 89,4 BBOE (Milliarden Barrel Öläquivalent) an Primärenergie. OurWorldinData.Org gibt eine ähnliche Zahl von 93,5 für das Jahr 2019 vor der Pandemie an, wie in Abbildung 1 dargestellt:

Abbildung 1: Gesamtenergieverbrauch der Welt in BBOE. Datenquelle: OurWorldinData.org.

Bei der Erörterung des weltweiten Energieverbrauchs wird in der Literatur eine verwirrende Anzahl von Einheiten verwendet. In diesem Beitrag haben wir durchgängig BBOE, d. h. Milliarden Barrel öläquivalenter Energie, verwendet. Erdöl ist nach wie vor die größte Primär-Energiequelle der Welt und liefert 31-34 % unserer Energie, weitere Barrel Öl sind dem Laien vertraut.

OurWorldinData verwendet TWh (TeraWatt-Stunden) zur Angabe des Energieverbrauchs, der mit 5,9×10-4 multipliziert werden muss, um ihn in BBOE umzurechnen. ExxonMobil verwendet Quadrillion BTUs, und der Umrechnungsfaktor beträgt 0,1651787. BP bevorzugt Exajoule, die sich von ExxonMobils Quadrillion BTUs um den Faktor 0,94782 unterscheiden. Sie sehen, worauf ich hinaus will: Bei all den Umrechnungen und seltsamen Einheiten fällt es schwer, darüber nachzudenken, was die Zahlen für unser Leben und unseren Wohlstand bedeuten. Stattdessen werden die Augen des Lesers glasig, und die realen Auswirkungen der Zahlen gehen verloren.

Die verschiedenen Rohöle auf der Welt sind verschiedene komplizierte Mischungen von Kohlenwasserstoffen, so dass der hier verwendete Energiegehalt eines Barrel Öls der durchschnittliche Energiegehalt eines Heizöls ist, der der IRS-Definition des Energiegehalts eines Barrel Öls, 5,8 Millionen BTU, entspricht. Ein Kubikfuß Erdgas hat den Energiegehalt von 1.000 BTUs; somit haben 5,8 Tausend Kubikfuß (MCF) Erdgas den gleichen Energiegehalt wie ein BOE.

Laut OurWorldinData wird die 2019 weltweit verbrauchte Primär-Energie durch Erdöl (33,8 %), Erdgas (24,7 %), Kohle (27,6 %), traditionelle Biomasse (7 %), Wasserkraft (2,7 %), Kernkraft (1,8 %), Windkraft (0,9 %), moderne Biokraftstoffe (0,7 %) und 0,8 % Solarenergie sowie andere erneuerbare Energien bereitgestellt. Natürlich wird Strom verbraucht, aber er muss mit einem oder mehreren der Primärenergieträger erzeugt werden. Der prozentuale Anteil unserer Primärenergie, der aus verschiedenen Quellen erzeugt wird, schwankt von Jahr zu Jahr und je nach Quelle ein wenig, aber die von mir aufgeführten Werte sind sehr typisch. Sie zeigen, dass 86 % unserer Energie aus fossilen Brennstoffen stammt und nur 2 % aus Wind, Sonne, anderen Quellen und modernen Biokraftstoffen. Der Anteil der Solarenergie ist unbedeutend und wird mit „anderen“ kombiniert.

Abbildung 1 zeigt, dass der Anstieg des weltweiten Energieverbrauchs seit 1960 recht linear ist (R2 = 0,99) und mit einer Rate von 1,1 Milliarden BOE/Jahr zunimmt. Entgegen der landläufigen Meinung wachsen die modernen erneuerbaren Energieträger nicht einmal in ausreichendem Maße, um mit dem Verbrauchswachstum Schritt zu halten. Infolgedessen nimmt der Verbrauch fossiler Brennstoffe weltweit zu und nicht ab. Das Gesamtwachstum bei den erneuerbaren Energien ist so gering, dass es nur 7 % des Anstiegs des Energieverbrauchs abdeckt. Man kann nur eine bestimmte Anzahl von Solarzellen und Windrädern herstellen und installieren, und sie halten im Freien nicht so lange.

Die westlichen Industrieländer haben versucht, ihren Kohleverbrauch zu senken, um die CO2-Emissionen zu reduzieren. Doch abgesehen von den Auswirkungen der Pandemie hat sich dies nicht auf den weltweiten Kohleverbrauch ausgewirkt, was vor allem an China und Indien liegt, wie in Abbildung 2 zu sehen ist. Ihre Bemühungen haben lediglich dazu geführt, dass die Produktion nach China, Indien und in andere Länder exportiert wurde, was die Abhängigkeit der Industrieländer von Importen erhöht hat. Selbst die Pandemie hat kaum etwas am Kohleverbrauch geändert.

Progressive Politiker ignorieren diese Tatsache oft und betonen den Energieverbrauch in den Industrieländern, während sie den Export von fossilen Brennstoffen in die Entwicklungsländer ignorieren. Der springende Punkt ist, dass der Energiemarkt global ist und die Preise global festgelegt werden, nicht von bösen fossilen Brennstoffunternehmen. Energie aus fossilen Brennstoffen steigert den Wohlstand auf der ganzen Welt und erleichtert den globalen Handel. Ihre Abschaffung würde die Industrieländer von zahlreichen wichtigen Industriegütern abschneiden.

Abbildung 2: Kohleverbrauch, China, Indien und die Welt in Terawattstunden. Quelle: OurWorldinData.org.

„Traditionelle Biobrennstoffe“ sind die Verbrennung von Holz und Dung in Häusern oder Betrieben für Wärme, Licht oder zum Kochen. Dies ist nicht wünschenswert, weil dabei die Luft vergiftet wird. Die Luftverschmutzung in Innenräumen, die durch herkömmliche Biobrennstoffe verursacht wird, ist für 4 % der weltweiten Todesfälle verantwortlich. Eine große, in The Lancet veröffentlichte Studie schätzt, dass im Jahr 2019 mehr als zwei Millionen Todesfälle auf die Luftverschmutzung in Innenräumen zurückzuführen sind (Christopher Murray, 2020). Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzt, dass jedes Jahr vier Millionen Todesfälle auf die Luftverschmutzung in Innenräumen zurückzuführen sind. Die Verbrennung von Holz in Haushalten ist nicht nur ein Problem in den Entwicklungsländern. Die Europäische Umweltagentur, die WHO und die Niederländische Organisation für angewandte wissenschaftliche Forschung gehen davon aus, dass über 40 % der toxischen Emissionen aus der Verbrennung von Biomasse in Haushalten stammen. Das britische Ministerium für Umwelt, Ernährung und ländliche Angelegenheiten (DEFRA) schätzt, dass 38 % der Luftverschmutzung im Vereinigten Königreich auf die Emissionen von Holzöfen zurückzuführen sind. Dagegen entfallen 5 % auf die Energieerzeugung und -verteilung von Strom, der nicht aus Biokraftstoffen gewonnen wird. Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie hier und hier.

Moderne Biokraftstoffe sind Biodiesel und Holzpellets oder Holzschnitzel, die zwar immer noch Schadstoffe produzieren können, aber in Kraftwerken, Lastwagen oder Autos verbrannt werden, die mit modernen Abgas-Reinigungsanlagen ausgestattet sind, so dass diese Kraftstoffe, wenn überhaupt, nur sehr wenig giftige Schadstoffe freisetzen. Moderne Biokraftstoffe sind jedoch unbedeutende Energiequellen, d. h. weniger als 1 %, wie Solar- und Windenergie. Dieselben Umweltschutzanlagen werden in Kohlekraftwerken mit denselben geringen Schadstoffemissionen eingesetzt, und laut ExxonMobil wurden 2019 42 % des weltweiten Stroms mit Kohle erzeugt. Die starke Luftverschmutzung durch die Kohleverbrennung in China und Indien ist auf die inländische Kohleverbrennung und auf Kraftwerke mit unzureichender Abgasreinigungsanlage zurückzuführen (siehe auch hier).

Im Allgemeinen haben sich zusätzliches atmosphärisches CO2 und die globale Erwärmung bisher als vorteilhaft erwiesen, so dass es in der Debatte nicht um die Auswirkungen von Treibhausgasen und globaler Erwärmung heute oder in der Vergangenheit geht, sondern darum, was in Zukunft geschehen könnte. Abbildung 3 projiziert die in Abbildung 1 dargestellten Steigerungen auf das Jahr 2050:

Abbildung 3: Projizierter Energieverbrauch und projizierte moderne erneuerbare Energieerzeugung. Datenquelle: OurWorldinData.org.

Die in Abbildung 1 dargestellten Prognosen zeigen, dass die erneuerbaren Energien den künftigen Energiebedarf wahrscheinlich nicht decken können. Es ist klar, dass eine andere Energiequelle benötigt wird, und das wird wahrscheinlich die Nutzung zusätzlicher fossiler Brennstoffe sein. Sind die zusätzlichen fossilen Brennstoffe vorhanden? Tabelle 1 zeigt Schätzungen der EIA, wonach die Welt über 3.357 BBOE an technisch förderbarem Öl und weitere 3.813,7 BBOE an Erdgas verfügt. Beide Werte sind konventionelle und unkonventionelle Ressourcenschätzungen. Die weltweiten unentdeckten, technisch förderbaren konventionellen Erdöl- und Erdgasressourcen des USGS sind ebenfalls angegeben, ebenso wie eine von Fachleuten überprüfte Schätzung der unkonventionellen Ressourcen von Hongjun Wang und Kollegen. Die Schätzungen variieren, bewegen sich aber in der gleichen Größenordnung.

Die weltweiten Kohleressourcen werden auf 860 Milliarden Tonnen geschätzt. Im Jahr 2019 beliefen sich die weltweite Kohleproduktion und der Verbrauch auf 7953 Millionen Tonnen (Mt), und es wurden 24,2 BBOE an Energie erzeugt, was etwa 0,00304 BBOE/Mt entspricht.

Tabelle 1: Verschiedene Schätzungen der technisch förderbaren Öl- und Gasressourcen in BBOE.

Fossile Brennstoffe werden auf der Welt schon seit langem gefördert, doch die technisch förderbaren Ressourcen nehmen weiter zu, und es ist zu erwarten, dass die Ressourcenschätzungen in Zukunft noch steigen werden (siehe auch hier). Der Hauptgrund für den Anstieg der Ressourcenschätzungen sind neue Technologien. Die in Abbildung 3 dargestellten Projektionen des Energieverbrauchs belaufen sich auf 3.264,3 BBOE Energie zwischen 2022 und 2050, die gesamte projizierte erneuerbare Energieproduktion beträgt 79,3, was nur 2,4 % des Bedarfs entspricht. Der Rest muss aus fossilen Brennstoffen stammen. Die Genehmigung und der Bau von Kernkraftwerken dauern zu lange, und bis 2050 wird nur wenig Strom aus Wasserkraft hinzukommen.
Mit Erdgas, Erdöl und Kohle verfügen wir über technisch förderbare Ressourcen in Höhe von 9.785 BBOE, also dreimal so viel Energie aus fossilen Brennstoffen, wie wir vor 2050 benötigen werden. Und was noch wichtiger ist: Wir werden noch viel übrig haben.

Diskussion und Schlussfolgerungen

Bei 119 $ pro Barrel Öl, 66 $ pro Tonne Kohle und 7,28 $ pro MMBTU (ab 15.6.2022) gibt es keine wirtschaftlichen Zwänge, welche die Entwicklung unserer reichhaltigen natürlichen Energieressourcen verhindern. Allerdings sind die politischen, behördlichen und gerichtlichen Hürden (z. B. in Form von Umweltklagen) derzeit sehr hoch. Globaler Wohlstand und die Verfügbarkeit von Energie sind eng miteinander verknüpft. Wenn die Nutzung fossiler Brennstoffe eingeschränkt wird, werden mehr Menschen verarmen, die globale Gesundheit wird sich verschlechtern, und es ist klar, dass das Wachstum der erneuerbaren Energien die Differenz nicht ausgleichen wird.

Die Regierungen der Welt befinden sich eindeutig auf einem gefährlichen und unhaltbaren Weg. Fossile Brennstoffe sind für unser Wohlergehen und Überleben unerlässlich. Die Menschen wissen das und wollen sie kaufen; daher beobachten wir hohe Preise in einer Zeit, in der natürliche Ressourcen im Überfluss vorhanden sind. Es sind nur die Regierungen, die uns im Weg stehen – unsere gewählten Vertreter und die nicht gewählten Bürokraten. Wir müssen unsere Regierungen radikal ändern, und zwar schnell. Die Auswirkungen der Treibhausgase sind gering und können sogar vorteilhaft sein, was für unsere derzeitigen Regierungen nicht zutrifft.

[Hervorhebungen vom Übersetzer]

Link: https://andymaypetrophysicist.com/2022/06/16/replacing-the-worlds-fossil-fuels/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Es ist unwahrscheinlich, dass Wasserstoff jemals eine brauchbare Lösung für das Energie-Speicherproblem sein wird

Francis Menton, MANHATTAN CONTRARIAN

Das, was ich als „Energiespeicherproblem“ bezeichne, ist das offensichtliche, aber weitgehend unerkannte Problem, dass Strom, der durch intermittierende erneuerbare Energien wie Wind und Sonne erzeugt wird, ein Stromnetz nicht am Laufen halten kann, ohne dass ein Verfahren zur Energiespeicherung vorhanden ist, um die Nachfrage in Zeiten geringer Produktion zu decken. Diese Zeiten geringer Stromerzeugung aus Wind und Sonne treten regelmäßig auf – zum Beispiel in windstillen Nächten – und können bei starker Bewölkung und Windstille im Winter eine Woche oder noch viel länger dauern.

Wenn geplant ist, die gesamten Vereinigten Staaten mit Wind- und Solaranlagen zu versorgen, und wenn wir davon ausgehen, dass Wind- und Solaranlagen in ausreichender Zahl gebaut werden, um die Energie zu erzeugen, die im Laufe eines Jahres verbraucht wird, müssen wir berechnen, wie viel Speicherkapazität erforderlich ist, um die Zeiten mit überschüssiger Produktion mit denen mit unzureichender Produktion auszugleichen, um das Jahr ohne Stromausfälle zu überstehen. Die Herausforderung, ein ganzes Jahr zu überstehen, könnte weitaus mehr Speicher erfordern als die Überwindung einer einwöchigen Wind-/Sonnenflaute, denn sowohl Wind als auch Sonne sind saisonabhängig und erzeugen in manchen Jahreszeiten viel mehr als in anderen.

In früheren Beiträgen in diesem Blog wurde auf mehrere kompetente Berechnungen der Speichermenge verwiesen, die in verschiedenen Ländern benötigt wird, um ein ganzes Jahr lang nur mit Wind und Sonne Strom zu erzeugen. Für die gesamten Vereinigten Staaten beschreibt dieser Beitrag vom Januar 2022 die Arbeit von Ken Gregory, der auf der Grundlage des derzeitigen Stromverbrauchs einen Speicherbedarf von etwa 250.000 GWH für ein ganzes Jahr errechnet. Geht man dann davon aus, dass im Rahmen des Dekarbonisierungsprojekts alle derzeit nicht elektrifizierten Wirtschaftssektoren (Verkehr, Hausbrand, Industrie, Landwirtschaft usw.) elektrifiziert werden, würde sich der Speicherbedarf ungefähr verdreifachen, auf 750.000 GWH. Wenn dieser Speicherbedarf durch Batterien gedeckt werden soll und wir die benötigte Speichermenge zum Preis der besten derzeit erhältlichen Batterien (Lithium-Ionen-Batterien vom Typ Tesla) ansetzen, ergeben sich Vorab-Kapitalkosten im Bereich von Hunderten von Billionen Dollar. Allein diese Kosten würden ein Vielfaches des gesamten BIP der USA ausmachen und das gesamte Dekarbonisierungsprojekt unmöglich machen. Hinzu kommt, dass Lithium-Ionen-Batterien (und alle anderen derzeit erhältlichen Batterien) nicht in der Lage sind, Energie über Monate hinweg zu speichern, z. B. vom Sommer bis zum Winter, ohne dass es zu Verlusten kommt, und sich dann im Laufe weiterer Monate zu entladen. Mit anderen Worten: Die Fantasie einer ausschließlich durch Batterien gestützten Wind-/Solarenergiewirtschaft ist dazu verdammt, schnell gegen eine undurchdringliche Wand zu laufen.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Gibt es also einen anderen Ansatz zur Dekarbonisierung, der funktionieren könnte? Da die Kernkraft von denselben Umweltschützern blockiert wird, die sich gegen jede Nutzung fossiler Brennstoffe aussprechen, gibt es nur wenige Optionen. Am plausibelsten wäre es, Wasserstoff als Speichermedium zu verwenden, um die zufälligen Schwankungen der Stromerzeugung aus Wind und Sonne auszugleichen.

Es ist ja nicht so, dass bisher noch niemand daran gedacht hätte. Für Politiker und Aktivisten, die frei über theoretische Lösungen schwadronieren können, ohne sich über praktische Hindernisse oder Kosten Gedanken machen zu müssen, scheint es in der Tat so, als könnte es nicht einfacher sein. Mit Wasserstoff kann man den Kohlenstoff komplett aus dem Energiekreislauf herausnehmen: Man stellt den Wasserstoff aus Wasser her, speichert ihn, bis man ihn braucht, und verbrennt ihn bei Bedarf, um Energie zu erzeugen, wobei nur Wasser als Nebenprodukt anfällt.

Im Jahre 2003 schlug der damalige Präsident George W. Bush in seiner Rede zur Lage der Nation genau ein solches System vor:

In seiner Rede zur Lage der Nation 2003 rief Präsident Bush seine Wasserstoff-Kraftstoff-Initiative ins Leben. Ziel dieser Initiative ist die Zusammenarbeit mit dem Privatsektor, um die für eine Wasserstoffwirtschaft erforderliche Forschung und Entwicklung zu beschleunigen. Die Wasserstoff-Kraftstoff-Initiative des Präsidenten und die FreedomCAR-Partnerschaft stellen fast 1,72 Milliarden Dollar für die Entwicklung von wasserstoffbetriebenen Brennstoffzellen, Technologien zur Wasserstoff-Infrastruktur und fortschrittlichen Automobiltechnologien bereit. Die Initiative des Präsidenten wird die Kommerzialisierung von Brennstoffzellenfahrzeugen im Zeitrahmen von 2020 ermöglichen.

Brennstoffzellenautos (d. h. mit Wasserstoff betriebene Autos) bis 2020. Nichts Besonderes!

Vielleicht ist Ihnen noch nicht aufgefallen, dass hier im Jahr 2022 eine große Anzahl von wasserstoffbetriebenen Autos auf den Straßen unterwegs sein wird. Wie steht es um das Projekt, den Wasserstoff durch ein kohlenstofffreies Elektrolyseverfahren aus Wasser zu erzeugen (manchmal auch als „grüner Wasserstoff“ bezeichnet)? Dies ist aus dem JP Morgan Wealth Management 2022 Annual Energy Paper (Seite 39):

Die derzeitige Produktion von grünem Wasserstoff ist vernachlässigbar. …

Die Lösung scheint so furchtbar offensichtlich zu sein, und doch tut sie niemand. Was ist nur los mit allen?

Die Antwort lautet kurz gefasst, dass Wasserstoff in Form eines freien Gases viel teurer in der Herstellung ist als das gute alte Erdgas (auch bekannt als Methan oder CH4), und wenn man ihn einmal hat, ist er in jeder Hinsicht dem Erdgas als Brennstoff für den Betrieb des Energiesystems unterlegen (abgesehen von der Frage der Kohlenstoffemissionen, falls man diese für ein Problem hält). Wasserstoff ist viel schwieriger und kostspieliger zu transportieren, zu lagern und zu handhaben als Erdgas. Er ist viel gefährlicher und kann explodieren. Er hat eine viel geringere Volumendichte, was ihn vor allem für Transportanwendungen wie Autos und Flugzeuge weniger geeignet macht.

Und natürlich gibt es kein groß angelegtes Demonstrationsprojekt, das zeigen würde, wie ein wasserstoffbasiertes Energiesystem funktionieren würde oder wie viel es kosten würde, wenn man alle Extras und derzeitigen Unbekannten nicht nur für die Produktion, sondern auch für den Transport und die sichere Handhabung von Wasserstoff berücksichtigt.

Hier sind nur einige der Fragen, die sich bei der Betrachtung von Wasserstoff als Weg zur Dekarbonisierung stellen:

● Kosten von „grünem“ Wasserstoff im Vergleich zu Erdgas: In den letzten Jahren, d.h. vor den letzten Monaten, lagen die Erdgaspreise in den USA zwischen 2 und 6 $ pro Million BTUs. Der Preisanstieg der letzten Monate hat den Erdgaspreis auf etwa 9 $/MMBTUs ansteigen lassen. Laut diesem Artikel von Seeking Alpha vom Dezember 2020 liegt der Preis für „grünen“ Wasserstoff, der durch Elektrolyse von Wasser hergestellt wird, im Bereich von 4 bis 6 $ pro kg, was laut Seeking Alpha 32 bis 48 $ pro MMBTU entspricht. Mit anderen Worten: Selbst nach dem jüngsten drastischen Anstieg der Erdgaspreise ist Erdgas immer noch drei- bis fünfmal billiger zu haben als „grüner“ Wasserstoff. Manche sagen für die Zukunft einen dramatischen Preisrückgang für „grünen“ Wasserstoff und einen weiteren Preisanstieg für Erdgas voraus. Das mag sein. Aber bei den derzeitigen Preisen oder in der Nähe davon wird niemand in größerem Umfang „grünen“ Wasserstoff als Reservekraftstoff für intermittierende erneuerbare Energien kaufen; und ohne Käufer wird niemand große Mengen dieses Stoffes produzieren.

● Wie viel Überbau an Sonnen-/Windkraftkapazität wäre erforderlich, um „grünen“ Wasserstoff zu erzeugen? Es wären wahrhaft atemberaubende Mengen an zusätzlichen Sonnenkollektoren und/oder Windturbinen erforderlich, um genügend „grünen“ Wasserstoff zu erzeugen, um ein Netz, das hauptsächlich von Sonne und Wind gespeist wird, sinnvoll zu stützen. Der Artikel von Seeking Alpha enthält Berechnungen darüber, wie viel Nennkapazität an Solarmodulen erforderlich wäre, um genug „grünen“ Wasserstoff zu produzieren, um nur einen kleinen GE-Turbinengenerator (288 MW) zu betreiben. Die Antwort ist, dass die Nennkapazität der Solarmodule fast das Zehnfache der Kapazität der Anlage betragen würde, die den Wasserstoff verwenden würde: „Nehmen wir die weit verbreitete GE 9F.04 Gasturbine, die 288 MW Leistung erzeugt. Mit 100 % Wasserstoff als Brennstoff würde diese Turbine nach Angaben von GE etwa 9,3 Millionen CF oder 22.400 kg Wasserstoff pro Stunde verbrauchen. Bei einem Wirkungsgrad der Elektrolyse von 80 % und Energiekosten von 49,3 kWh/kg würde die Herstellung dieses Wasserstoffvorrats für eine Stunde 1.104 MWh Strom für die Elektrolyse erfordern. Die Erzeugung des Wasserstoffs für den Betrieb der Turbine für 12 Stunden (~ von der Abenddämmerung bis zum Sonnenaufgang) würde 12 x 1.104 MWh, also 13,2 GWh erfordern. Bei einem typischen Solarkapazitätsfaktor von 20 % würde dies etwa 2,6 GW Nennkapazität an Solarenergie erfordern, die für die Erzeugung des Wasserstoffs zum Betrieb des 288-MW-Generators über Nacht eingesetzt werden“. Angesichts der enormen Verluste bei der Herstellung des Wasserstoffs und der anschließenden Rückverstromung ist es fast unmöglich, sich vorzustellen, dass dieses Verfahren jemals mit der Verbrennung von Erdgas konkurrenzfähig sein könnte.

● Um genügend „grünen“ Wasserstoff für die Stromversorgung des Landes zu gewinnen, muss der Ozean elektrolysiert werden. Der Ozean ist als Wasserquelle praktisch unendlich, aber die Süßwasservorräte sind begrenzt. Wenn man Salzwasser elektrolysiert, erhält man große Mengen an hochgiftigem Chlor. Es gibt Leute, die an Lösungen für dieses gigantische Problem arbeiten, aber bis jetzt befindet sich alles noch im Laborstadium. Die Mehrkosten für die Gewinnung von „grünem“ Wasserstoff aus dem Meer sind ein absolutes Luftschloss.

● Wasserstoff hat eine viel geringere Energiedichte als Benzin. Für viele Zwecke, insbesondere für die Verwendung als Kraftstoff im Verkehr, ist es von großer Bedeutung, dass Wasserstoff eine viel geringere Volumendichte als Benzin hat. Sogar flüssiger Wasserstoff hat eine Energiedichte, die nur ein Viertel der von Benzin beträgt (8 MJ/L gegenüber 32 MJ/L), was bedeutet, dass der Kraftstofftank viel größer sein muss; und flüssiger Wasserstoff muss bei der lächerlich niedrigen Temperatur von -253 Grad Celsius aufbewahrt werden. Alternativ kann man das Gas auch komprimieren, aber dann ist die Energiedichte etwa zehnmal geringer. Sowohl die Komprimierung des Gases als auch die Umwandlung in Flüssigkeit erfordern große Mengen an zusätzlicher Energie, was zusätzliche Kosten bedeutet, die in den Berechnungen noch nicht berücksichtigt wurden.

● Wasserstoff macht Stahlpipelines spröde. Wasserstoff ist viel schwieriger zu transportieren und zu handhaben als Erdgas. Die meisten bestehenden Gaspipelines bestehen aus Stahl, und Wasserstoff hat eine Auswirkung auf den Stahl, die als „Versprödung“ bezeichnet wird und dazu führt, dass die Rohre mit der Zeit Risse und Lecks bekommen. Risse und Lecks können zu Explosionen führen. Außerdem können bestehende Erdgasleitungen aufgrund der volumetrischen Energiedichte weit weniger Energie transportieren, wenn sie für den Transport von Wasserstoff verwendet werden.

Ich weiß nicht, wie viel mehr unsere Energie kosten würde, wenn wir uns von allen Kohlenwasserstoffen verabschieden und auf Wind- und Solarenergie umsteigen würden, die durch „grünen“ Wasserstoff unterstützt wird – und das weiß auch niemand sonst. Ich schätze, dass sich die Gesamtkosten für Energie um etwa das Fünf- bis Zehnfache erhöhen würden.

Der ganze Beitrag steht hier.

Link: https://wattsupwiththat.com/2022/06/14/hydrogen-is-unlikely-ever-to-be-a-viable-solution-to-the-energy-storage-conundrum/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Kritische Bemerkungen zum gegenwärtigen Zustand der Klimawissenschaft

Guus Berkhout, Präsident von Clintel

Wenn man in einem Klimamodell davon ausgeht, dass die Einflüsse von (a) Änderungen der Sonneneinstrahlung, (b) Änderungen der Wolkenbedeckung und (c) Änderungen des ozeanischen Wärmetransports auf das Klima marginal sind, dann bleibt als einzige plausible Lösung der Einfluss von Änderungen der Konzentration von Treibhausgasen in der Atmosphäre. Wir sehen jedoch, dass solche Klimamodelle die Vergangenheit nicht rekonstruieren können und sich als sehr unfähig erweisen, ein realistisches Bild von der Zukunft zu zeichnen.

Heute sehen wir, dass es um die wissenschaftliche Gemeinschaft immer schlechter bestellt ist. Was wir dem Regierungssystem vorwerfen, geschieht nun auch an den Universitäten: ‚Zu viel Einfluss politischer Ideologien und zu viel Einfluss kommerzieller Finanzierung‘.
Aber es gibt noch etwas, das mich beunruhigt.

Ich beobachte mit Sorge die zunehmende Verengung der Lehrstühle an den Universitäten. Anstatt sich mehr und mehr auf Superspezialisierung zu konzentrieren, sollten sich die Universitäten mehr mit dem Verhalten von Gesamtsystemen befassen. Darin liegt die eigentliche wissenschaftliche Herausforderung, jetzt und in der Zukunft. Schließlich kann man das Verhalten eines komplexen Systems nicht als Summe unabhängiger Teilsysteme beschreiben. Und je feiner die Unterteilungen sind (wie es jetzt geschieht), desto weiter entfernen wir uns von der Realität.

Ein kleiner Auszug aus meiner eigenen Erfahrung mit komplexen Systemen. Der erste kritische Schritt besteht darin, wie man ein System in Teilsysteme unterteilt. Wenn man zu wenig über die Beziehungen zwischen den beabsichtigten Teilsystemen weiß, ist eine solche Unterteilung höchst zweifelhaft. Dass dieses fehlende Wissen das Modell seiner Realitätsnähe berauben kann, wird eigentlich viel zu wenig oder gar nicht diskutiert. Das ist typisch für die Mainstream-Klimamodelle: Eine Menge detaillierter Berechnungen, die uns nicht näher an die Wahrheit bringen, sondern eher weiter von ihr weg. Bei der Validierung dieser ausgefallenen Modelle wird viel herum getüftelt.

Ein aktuelles Energiebeispiel aus den Niederlanden. Vorschläge für neue Investitionen in unser komplexes Energiesystem kamen früher von fähigen Energieingenieuren. Wir konnten zu Recht stolz auf unsere äußerst zuverlässige Energieversorgung sein. Heute kommen diese Vorschläge von Verwaltungsangestellten unserer Regierung, die über keinerlei Kenntnisse verfügen. Das Ergebnis ist einfach nur peinlich. Schritt für Schritt wird unser einst so robustes Energiesystem demontiert.

Clintel-Energieingenieure haben den technisch analphabetischen Politikern wiederholt erklärt, dass der Einsatz von immer mehr intermittierender Wind- und Solarenergie („grüne Energie“) die Zahl der Stromausfälle erhöhen wird. Wir sehen bereits jetzt, dass die „grüne Lösung“ die Energierechnung für die meisten Menschen unerschwinglich macht. Die wahre Lösung ist jedoch zum Greifen nah.

Eine letzte Bemerkung. Die Geschichte hat immer wieder gezeigt, dass die wissenschaftliche Forschung ohne Einmischung politischer Ideologien stattfinden muss und dass die wissenschaftliche Debatte nach dem Grundsatz „Audiatur et Altera Pars“ geführt werden muss. Die ungehinderte Wissenschaft war die Quelle des Fortschritts in der Vergangenheit, und ich kann mit Sicherheit sagen, dass dies auch in der Zukunft so sein wird.

AJB, 12. Juni 2022

Hinweis: Dieser Brief von Berkhout ging per E-Mail ein, so dass kein Link genannt werden kann. Wer die Übersetzung überprüfen will, kann das mit Hilfe des u. g. beigefügten Originals tun.

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Anmerkungen hierzu: Im Mai d. J. hielt eine Frau Prof. Ulrike Lohmann auf einem Symposium von Prof. Ganteföhr in Konstanz. Dazu schrieb Michael Limburg an ihn (Ganteföhr):

„Die Krone setzt m.E.n. die Behauptung auf, dass ihre Modelle mit CO2 Anstieg eben diese Temperaturerhöhung zeigten, ließe man das weg, wäre der Verlauf wesentlich flacher. Ja was sollen die Modelle denn anders rechnen, wenn die Programmierer als Hauptantrieb das CO2 eingebaut haben, und natürliche Ursachen – vor allem diesen großen gelben Ball am Himmel- nur unter „ferner liefen“ einrechnen. Das ist doch nur eine selbst erfüllende Prophezeiung, als Wissenschaft verbrämter Unsinn.“

Dazu ein Zitat von Christian-Dietrich Schönwiese (HR Stadtgespräche 2.2.2010) „Wir machen keine Vorhersagen, sondern bedingte, Szenarien gestützte Projektionen… Und Projektion heißt „wenn – dann“-Aussage, Wenn ich in das Modell hinein stecke, der Mensch macht das und das und die Natur macht quasi nichts, sie wird also weitgehend vergessen, bei diesem Blick in die Zukunft , dann wird die Temperatur so und so ansteigen … das trifft praktisch auf die Gesamtheit der natürlichen Klimaprozesse zu (Lehrbuch Christian-Dietrich Schönwiese Klimatologie 4. Auflage Seite 362)

Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

Hier das Original:

Critical remarks on the current state of climate science




Neue Daten widerlegen eindeutig die Medien-Behauptungen, wonach der „Klimawandel mehr Waldbrände verursacht“

Anthony Watts

Medien, Politiker und Klimaaktivisten behaupten gerne, der Klimawandel führe dazu, dass Waldbrände häufiger und stärker werden. Die Verbindung besteht in der angeblichen Beziehung zum Anstieg der globalen atmosphärischen Kohlendioxidkonzentration (CO2) aufgrund der Verbrennung fossiler Brennstoffe und der Überzeugung, dass wir infolge der Zunahme dieser beiden Elemente vermehrt unter den Auswirkungen leiden werden: höhere Temperaturen, mehr Trockenheit und mehr Waldbrände.

Hier sind einige entsprechende Beispiele:

Der Klimawandel verursacht mehr Waldbrände und die Regierungen sind unvorbereitet, sagt die U.N. (PBS)

Während sich das Klima verändert, kämpft die Welt mit einer Waldbrandkrise (UNEP)

Klimawissenschaftler warnen vor einer „globalen Waldbrandkrise“ (NYT)

Im Artikel der New York Times verrät der Untertitel die vermeintliche Ursache:

„Zunehmende Hitze und Trockenheit könnten laut einem Bericht der Vereinten Nationen zu einem 50-prozentigen Anstieg der Brände führen.“

Natürlich sind die Vereinten Nationen nicht für die Wissenschaft zuständig, sondern für die Politik, also sind deren Behauptungen mit Vorsicht zu genießen.

Zum Glück kann ein Blick auf reale Daten solche politisch begründeten Behauptungen leicht widerlegen. Die Europäische Weltraumorganisation (ESA) unterhält eine Datenbank über die verbrannte Fläche von Waldbränden, die aus Daten von Erdbeobachtungssatelliten erstellt wird. Letztes Jahr kündigte die ESA eine Aktualisierung des Datensatzes an, um ihn auf das Jahr 1982 zurückzubringen:

Globale Daten bzgl. Wald- und Buschbrände für mehrere Jahrzehnte zur Unterstützung von Trendanalysen

„Das CCI-Feuerteam hat die Aufzeichnungen über die verbrannte Fläche bis ins Jahr 1982 zurück verlängert.

Und jetzt kommt der lustige Teil: Wenn man die ESA-Satellitendaten verwendet, um eine Trendanalyse durchzuführen, wie sie vorschlagen, gibt es eine Überraschung: Es gibt keine.

Die Statistikerin Zoe Phin hat kürzlich die ESA-Satellitendaten für eine Trendanalyse verwendet und dazu Folgendes gesagt:

In einem früheren Beitrag mit dem Titel „Trend in Global Fires“ habe ich den globalen Trend bei Bränden in den letzten 21 Jahren aufgezeigt. Ich habe eine Quelle mit weiteren Daten gefunden, die bis 1982 reichen. Sie stammt aus einem von der Europäischen Weltraumorganisation finanzierten Projekt hier. Die aktuellen Daten werden von britischen Servern heruntergeladen, hier.

Phin hat damit das folgende Diagramm (Abbildung 1) aus diesen ESA-Satellitendaten erstellt:

Abbildung 1: ESA-Satellitendaten, die die weltweit verbrannte Fläche in Millionen von Quadratkilometern von 1982 bis 2018 zeigen. Grafik von Zoe Phin.

Phin fügte eine Erklärung des Offensichtlichen hinzu, zumindest für geschulte Augen:

„In den Daten fehlt das Jahr 1994, aber das ist in Ordnung. Es ist offensichtlich, dass Kohlendioxid keinen Einfluss auf Brände hat. Jeder, der Ihnen etwas anderes erzählt, ist ein Lügner, ein Schwachkopf oder einfach nur ignorant. Letzteres kann geheilt werden.“

Obwohl viele Menschen, die die Klimadebatte verfolgen, in der Lage sind, den fehlenden Zusammenhang zu erkennen, ist es wichtig, Daten aus verschiedenen Quellen in ein und demselben Diagramm darzustellen, damit die Interpretationen nicht in Frage gestellt werden. Im Folgenden finden Sie zwei Diagramme, Abbildung 2 von der Website der Global Monitoring Laboratory/Earth System Research Laboratories der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA), in denen die CO2-Trends dargestellt sind:

Abbildung 2: Das Diagramm zeigt die monatlichen Durchschnittswerte des Kohlendioxids, die am Mauna Loa Observatorium auf Hawaii gemessen wurden. Die Kohlendioxiddaten auf dem Mauna Loa stellen die längste Aufzeichnung direkter Messungen von CO2 in der Atmosphäre dar. Die rote Linie stellt die monatlichen Mittelwerte dar, zentriert auf die Mitte eines jeden Monats. Die schwarze Linie stellt dieselben Werte dar, nachdem sie um den durchschnittlichen saisonalen Zyklus korrigiert wurden. Quelle

In der nachstehenden Abbildung 3 wurden Abbildung 1 und Abbildung 2 grafisch kombiniert, um eine neue Grafik, Abbildung 3, zu erstellen, die auf die x- und y-Skala sowie die Zeitskala der verfügbaren ESA-Satellitendaten von 1982 bis 2018 abgestimmt ist. Leider hat die ESA keine Daten über 2018 hinaus bereitgestellt.

Abbildung 3: Grafische Kombination von Abbildung 1 und Abbildung 2, wobei die numerischen Werte der jährlichen CO2-Konzentrationen für 1982 und 2018 zu diesen Jahren hinzugefügt wurden. Kombination und Maßstabsanpassung von Anthony Watts, Quelle für die CO2-Daten hier

Es besteht eindeutig kein Zusammenhang zwischen dem Anstieg des atmosphärischen CO2 und der weltweit verbrannten Fläche durch Waldbrände. Von 1982 bis 1983, als CO2 zunahm, gab es weniger Waldbrände. Von 1993 bis 2012 nahmen die Waldbrände mit dem CO2-Anstieg zu. Von 2012 bis 2018, als CO2 unaufhörlich zunahm, gab es einen dramatischen Rückgang der weltweit verbrannten Fläche, und der Endpunkt im Jahr 2018 ist sogar niedriger als zu Beginn der Daten im Jahr 1982.

Das Fehlen eines dauerhaften Zusammenhangs widerlegt die Behauptungen der UN und der Medien. Wäre CO2 tatsächlich der Dreh- und Angelpunkt für die Verschlimmerung von Waldbränden, hätten die Waldbrände von 2012 bis 2018 zunehmen müssen anstatt dramatisch zu sinken.

Diese Daten haben keine Agenda, sie erzählen einfach die Geschichte. Aber Medien, Politiker und Klimaaktivisten mögen keine gegenteiligen Daten, weil sie ihr Narrativ stören.

Anthony Watts is a senior fellow for environment and climate at The Heartland Institute. Watts has been in the weather business both in front of, and behind the camera as an on-air television meteorologist since 1978, and currently does daily radio forecasts. He has created weather graphics presentation systems for television, specialized weather instrumentation, as well as co-authored peer-reviewed papers on climate issues. He operates the most viewed website in the world on climate, the award-winning website wattsupwiththat.com.

Link: https://climaterealism.com/2022/06/new-data-absolutely-destroys-media-claims-of-climate-change-is-causing-more-wildfire/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Bidens Tugendwahn: Die Kosten der Klimapolitik

David Simon, MasterResource

Präsident Bidens Klimapolitik ist nicht „die Wurzel allen Übels“, aber sie ist nahe dran. Anstatt das Klima der Erde zu verbessern, verursacht sie mehrere wirtschaftliche und nationale Sicherheitsprobleme oder verschlimmert sie zumindest erheblich.

Bidens Klimapolitik zielt darauf ab, wie er während seiner Kampagne erklärte, „die fossilen Brennstoffe zu beenden …“. Um dies zu erreichen, würgt er die Produktion fossiler Brennstoffe in den USA reglementierend ab.

Bidens Einschränkung der US-Ölproduktion hat den Preis für West Texas Intermediate stark in die Höhe getrieben. Im Januar 2020, als die Wirtschaft vor der Pandemie brummte, lag er bei 51,56 $ pro Barrel, im Dezember 2020, dem Monat vor Bidens Amtsantritt, bei etwa 50 $. Im Januar 2022 war der Preis durch Bidens Maßnahmen auf 88,15 $ gestiegen. Einen Monat später begann Russland seinen Krieg gegen die Ukraine und trieb den Preis auf über 100 Dollar.

Die Benzinpreise haben einen ähnlichen Verlauf genommen: von 2,64 Dollar pro Gallone [= ca. 4 Liter] im Januar 2020 und 2,28 Dollar im Dezember 2020 auf 3,41 Dollar im Januar 2022. Und jetzt liegt der Preis im Durchschnitt bei 5,00 $.

Auch die Preise für Dieselkraftstoff und Flugzeugtreibstoff sind enorm hoch. Sie erhöhen die Preise für alles, was mit Lastwagen und Flugzeugen transportiert wird, sowie für Flugtickets.

Aber das ist noch nicht alles. Kunststoffe und viele andere Materialien werden aus Erdöl hergestellt. Hohe Ölpreise erhöhen die Produktionskosten und die Preise für alles, von Laptops über Patagonia-Westen bis hin zu Düngemitteln, die derzeit vielleicht am wichtigsten sind. Hohe Düngemittelpreise erhöhen natürlich auch die Lebensmittelpreise.

Die Folgen von Bidens Einschränkung der Erdgasförderung in den USA könnten noch schlimmer sein. Der Erdgaspreis hat sich verdreifacht, von etwa 3 Dollar pro Million britischer Wärmeeinheiten im Juni 2021 auf etwa 9 Dollar im Mai 2022. Dadurch sind nicht nur die Rechnungen der Energieversorger gestiegen, sondern auch die Preise für Waren, die in gasbetriebenen Anlagen hergestellt werden.

Aber höhere Preise sind vielleicht nicht das Schlimmste. Die längerfristige Klimakampagne gegen die Nutzung von Erdgas hat dazu geführt, dass die Energieversorger weniger Stromerzeugungs-Kapazitäten haben. Dies hat, wie das Wall Street Journal kürzlich berichtete, dazu geführt, dass die Betreiber von Stromnetzen davor warnen, „dass die Stromerzeugungskapazitäten mit der Nachfrage nicht Schritt halten können, eine Lücke, die schon in diesem Jahr zu [gesteuerten*] Stromausfällen während Hitzewellen oder anderen Spitzenzeiten führen könnte“.

[*Im Original steht „rolling blackouts“. Damit sind gezielte Stromabschaltungen in bestimmten Bereichen gemeint. Damit will man verhindern, dass es flächendeckend zu unkontrollierten derarrtigen Ausfällen kommt. A. d. Übers.]

Nationale Sicherheit

Bidens Beschränkungen für die Produktion fossiler Brennstoffe in den USA schaden nicht nur der Wirtschaft, sondern verschlechtern auch die nationale Sicherheit.

Die hohen Ölpreise infolge der US-Produktionsbeschränkungen haben den Geldfluss in Putins Kriegskasse erhöht. Reuters berichtete im April, dass Russland trotz der amerikanischen und internationalen Sanktionen im April aufgrund der hohen Ölpreise voraussichtlich 9,6 Milliarden Dollar mehr einnehmen wird als vor den Sanktionen geplant.

Beschränkungen der Erdgasförderung in den USA können nur die Menge an Flüssigerdgas verringern, die für die Verschiffung an europäische Länder zur Verfügung steht. Diese suchen verzweifelt nach Erdgas, um ihre Abhängigkeit von Gas aus Russland zu verringern.

Das iranische Terrorregime zu beschwichtigen, indem die USA zum Atomabkommen von 2015 zurückkehren, ist seit seinem ersten Tag im Amt ein zentraler Grundsatz von Bidens Außenpolitik. Doch die hohen Öl- und Benzinpreise haben Bidens Wunsch nach diesem gefährlichen Deal noch bestärkt – denn er weiß, dass eine Rückkehr zum Atomabkommen den USA erlauben würde, die Sanktionen gegen iranische Ölverkäufe aufzuheben.

Die Aufhebung dieser Sanktionen würde den iranischen Ölabsatz steigern, die auf dem Weltmarkt verfügbare Ölmenge erhöhen, die Ölpreise senken und die Benzinpreise senken. Die Aufhebung dieser Sanktionen würde dem Iran natürlich auch viele weitere Milliarden Dollar zur Finanzierung seines geheimen Atomwaffenprogramms und des weltweiten Terrorismus einbringen.

Bidens jüngste Annäherungsversuche an das unterdrückerische Maduro-Regime in Venezuela scheinen ebenfalls von dem Wunsch motiviert zu sein, die Sanktionen gegen die Ölverkäufe dieses Regimes zu beenden, es mehr Öl produzieren und verkaufen zu lassen und die Öl- und Benzinpreise zu senken.

Irreführung bzgl. Klimawandel

Der vielleicht tragischste Aspekt von Bidens horrender Klimapolitik ist, dass es nicht nur keinerlei wissenschaftliche Beweise dafür gibt, dass sie irgendeinen nennenswerten Einfluss auf die weltweiten Kohlenstoffemissionen oder die globalen Temperaturen haben wird, sondern dass es wissenschaftlich erwiesen ist, dass die globale Erwärmung nicht schädlich, sondern vielmehr vorteilhaft ist.

[Hervorhebung im Original]

Daten aus drei Studien, die im Mai 2015, Juli 2021 und August 2021 in The Lancet veröffentlicht worden waren zeigen, dass die globale Erwärmung Leben rettet. Diese Studien von drei Gruppen von Wissenschaftlern aus der ganzen Welt, die in den letzten Jahrzehnten Millionen von Todesfällen in zahlreichen Ländern analysiert haben zeigen, dass bei niedrigeren Temperaturen ein Vielfaches mehr Menschen sterben als bei höheren Temperaturen. Die Schlussfolgerung aus diesen Studien ist klar: Ein wärmerer Planet rettet Leben.

Die Daten von EM-DAT – The International Disaster Database (vorgestellt von Max Roser, Wirtschaftswissenschaftler an der Universität Oxford, und Hannah Ritchie, Forscherin) zeigen, dass die Zahl der jährlichen Todesopfer durch Naturkatastrophen seit 1920 über 90 % zurückgegangen ist, obwohl die Durchschnittstemperatur der Erde seit 1920 um 1,11 Grad Celsius gestiegen ist und sich die Weltbevölkerung im gleichen Zeitraum von weniger als zwei Milliarden auf fast acht Milliarden vervierfacht hat.

Die Zahl der Hurrikane hat mit der globalen Erwärmung nicht zugenommen. In einem Bericht der US-Umweltbehörde EPA aus dem Jahr 2021 heißt es: „Die Gesamtzahl der Wirbelstürme (insbesondere nach Bereinigung um verbesserte Beobachtungsmethoden) und die Zahl der Wirbelstürme, die die Vereinigten Staaten erreichen, lassen keinen eindeutigen Gesamttrend seit 1878 erkennen.“

Auch wird nicht mehr Land durch Brände heimgesucht, weil sich die Erde erwärmt hat. Der Umweltstatistiker Bjorn Lomborg hat Daten aus dem Journal of Geophysical Research vorgelegt: Biogeosciences, Remote Sensing of Environment, and Earth’s Future, aus denen hervorgeht, dass der prozentuale Anteil der weltweit verbrannten Fläche pro Jahr von 1905 bis 2020 und größtenteils bis 2021 zurückgegangen ist.

Der Meeresspiegel ist zwar gestiegen, aber nur in einem mikroskopisch kleinen Tempo. Die EPA meldete im Juli 2021 Folgendes: „Im Durchschnitt aller Weltmeere ist der absolute Meeresspiegel von 1880 bis 2013 mit einer durchschnittlichen Rate von 1,5 mm pro Jahr gestiegen (siehe Abbildung 1). Seit 1993 ist der durchschnittliche Meeresspiegel jedoch mit einer Rate von 3 bis 3,6 mm pro Jahr gestiegen – etwa doppelt so schnell wie der langfristige Trend.“ Das bedeutet, dass es selbst bei der höheren Rate der letzten Zeit 85 bis 100 Jahre dauern wird, bis der Meeresspiegel um 30 cm gestiegen ist!

Geringe Schäden

Und schließlich wird jedweder wirtschaftliche Schaden, den die globale Erwärmung letztendlich verursachen könnte, wahrscheinlich vernachlässigbar sein. In einem Arbeitspapier des National Bureau of Economic Research vom August 2019 (im Dezember 2021 veröffentlicht) wird geschätzt, dass das weltweite BIP im Jahr 2100 um 1,07 Prozent niedriger sein wird, als es sonst wäre, wenn die Erdtemperatur bis 2100 um 0,01 Grad pro Jahr ansteigt.

Im Extremfall schätzt das Arbeitspapier, dass das weltweite BIP im Jahr 2100 um 7,22 Prozent niedriger sein wird, als es sonst wäre, wenn die Erdtemperatur stattdessen um 0,04 Grad pro Jahr steigt (fast das Vierfache der tatsächlichen Anstiegsrate seit 1920).

Das mag nach einer großen Sache klingen, aber ein wenig Kontext zeigt, dass dies, wenn es passiert, unbedeutend sein wird.

Daten der Weltbank (präsentiert von Macrotrends) zeigen, dass seit 1960, als sich die Erde um 0,87 Grad* erwärmt hat, das Welteinkommen pro Person (inflationsbereinigt) von 445 Dollar im Jahr 1960 auf 10.926 Dollar im Jahr 2020 in die Höhe geschnellt ist. Dieser Anstieg entspricht einer durchschnittlichen Wachstumsrate von etwa 5,48 Prozent pro Jahr.

[*Aus dem Original geht nicht hervor, ob Grad Fahrenheit oder Grad Celsius gemeint ist. Der Übersetzer vermutet ersteres, was einer Erwärmung etwa um 0,5°C entspricht. A. d. Übers.]

Bei einem Anstieg des weltweiten Pro-Kopf-Einkommens um nur 2 Prozent pro Jahr gegenüber dem Stand von 2020 (ohne Berücksichtigung eines Rückgangs infolge der globalen Erwärmung) wird das weltweite Pro-Kopf-Einkommen im Jahr 2100 53.269 Dollar erreichen (inflationsbereinigt). Die im NBER-Arbeitspapier angegebene Senkung um 1,07 Prozent würde diese Zahl auf 52.699 Dollar senken. Die im Arbeitspapier genannte extreme Reduktion um 7,22 Prozent würde die Zahl noch etwas weiter senken, aber immer noch bei 49.423 Dollar betragen – etwa fünfmal so viel wie heute.

Schlussfolgerung

Es ist an der Zeit, Bidens gefährliche Politik der Tugendhaftigkeit abzulehnen und stattdessen die Produktion fossiler Brennstoffe zu deregulieren.

David M. Simon is a senior fellow at the Committee to Unleash Prosperity and a lawyer in Chicago. For more, please see www.dmswritings.com. His previous posts at MasterResource can be viewed here.

Link: https://wattsupwiththat.com/2022/06/14/bidens-virtue-signaling-the-costs-of-climate-policy/#respond

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE