Stimmt der Jetstream nicht, oder (nur) das, was die Wissenschaft darüber erzählt?

Helmut Kuntz

Es gibt beim schlimmen, ausschließlich vom Menschen verursachten, sich trotzdem weiterhin stetig wandelndem Klima wirklich nichts, über das sich die Wissenschaft einig wäre.
So auch über die Ursache der Dürren, wie aktuell in Europa. Dafür sei der langsamer werdende Jetstream schuldig. Nur sagt eine neue Studie, dass er eher zugenommen hat.

Ob lang anhaltende Hitze, oder Überschwemmungen, oder Kälte: Der Jetstream wars …

weil dieser nur wegen des schlimmen Klimawandels langsamer wird und das mehr Extremereignisse verursacht. Jedenfalls ist sich (nicht nur) das PIK (Potsdamer Institut für unablässigen Klimaalarm) dabei vollkommen sicher:

Bild 1 Ausschnitt einer dpa-Meldung vom 09. August 2022

[Zu dieser Meldung siehe auch hier. A. d. Red.]

Wenn das Wissen nicht ausreichte, fragte man früher notgedrungen für viel Geld ergänzend ein gutes Orakel. Heute macht man das mit Computern viel billiger, indem man deren künstliche Intelligenz zur eigenen addiert. So kann man diese problemlos „vergrößern“ und siehe, auch dann kommt die Wissenschaft zu dem gleichen und damit gesicherten Ergebnis:

Bild 2 Meldung der DW am 28.05.2019 (Ausschnitt)

Was aufgrund der Verkündung durch unsere Medien folgerichtig das vorgegebene Allgemeinwissen in Deutschland wird, und nun nicht mehr „delegitimiert“ werden darf.
Und so sagte es auch der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Joachim Rukwied kürzlich auch in einem Interview, dass es der langsamer gewordene Jetstream sein muss, welcher unsere Bauern dieses Jahr so unter Dürre leiden lässt, während es voriges Jahr eher zu viel geregnet hat.

Gut, es gäbe noch weitere, das Problem zumindest verschärfende Gründe, ebenfalls alleine von Menschen verursacht.

Bild 3 Agenturmeldung am 10.08.2022

H ONLINE, 10.08.2022: [1] Ende Juni schlug die EU-Kommission eine neue Pflanzenschutzverordnung vor – was die Folgen sein werden, ist den Bauern durch die Revolten der Kollegen in NL und Sri Lanka bestens bekannt.
Wobei die Erntedesaster auf Sri Lanka zeigen, dass der „Klimawandel“ eher das kleinere Übel ist.
Aber gegen die EU und ideologiebedingt unfähige von Fachkenntnis freie Landwirtschaftsminister angehen zu wollen, ist noch sinnloser, als CO2 zu vermeiden.

Zudem ist in Deutschland wirklich handgreiflicher, brutaler Protest außer von der staatlich alimentierten Antifa, inzwischen verstärkt auch von Klimapropheten, fast nicht denkbar. Dafür muss man in der Historie schon etwas weiter zurückgehen, zu den damals noch jungen GRÜNEN und ihren Vorläufern.
Nichtsdestotrotz bereitet sich unsere Regierung mit größter Sorgfalt darauf vor, seitdem Ministerin Faeser gemeinsam mit dem BND herausbekommen hat, wer in Deutschland für Proteste einzig in Frage kommt [6]:

Bild 4 MSN-Meldung (Ausschnitt)

Ins Grübeln kommt man jedoch, wenn eine Studie das Gegenteil ermittelt

Es handelt sich um die in der Klimaschau 122 gezeigte:
[2] Samantha Hallam at al., 21. Januar 2022: A regional (land–ocean) comparison of the seasonal to decadal variability of the Northern Hemisphere jet stream 1871–2011

Am Anfang geht diese Studie auf einige der vielen, bereits veröffentlichten Studien zum Jetstream ein und zeigt, wie divergierend deren Ergebnisse sind. Auch wird berichtet, dass man von vielen die Ergebnisse kaum vergleichen kann, weil es im Kern „jeder macht, wie er will“. Vielleicht ein kleiner Seitenhieb auf den IPCC, der für einen Bericht „locker“ 40.000 Studien sichten und genau auswerten kann und so die Klimawahrheit herausfiltert und zementiert.
Wie viel das für Einzelne und das nur für ein Spezialgebiet bedeutet, wurde einmal berichtet:
[3] … Für den Biologen Hans-Otto Pörtner vom Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung in Bremerhaven, der ein Kapitel zu Ozeanen verantwortet, waren es ungefähr 1200 Studien.
Zudem seien die Beobachtungzeiträume fast aller Studien viel zu kurz für ein aussagefähiges Ergebnis.

Wie wahr, kann der Autor nach dem Lesen wirklich vieler Studien aus eigener Erfahrung sagen. Leider gilt das nicht nur für die zum Jetstream. Kurzum, die Studienautoren waren sich sicher, dass nur eine methodisch richtig aufgebaute, neue Studie ein brauchbares Ergebnis liefert …:
[2] … Whilst the studies are not directly comparable, as they cover diferent time periods, jet defnitions, dataset used and geographical area studied, they do all suggest a poleward shift in the northern hemisphere jet stream. Most of the above studies are of the recent past (1958 onwards) and only Woollings et al. (2014) looked at data from 1871 but only for the North Atlantic. The frst key motivation for the work here is to study the whole northern hemisphere, for the longest available time period from 1871, using one methodology and dataset.
deepl Übersetzung: Die Studien sind zwar nicht direkt vergleichbar, da sie unterschiedliche Zeiträume, Jet-Definitionen, Datensätze und geografische Gebiete abdecken, aber sie deuten alle auf eine polwärts gerichtete Verschiebung des nordhemisphärischen Jetstreams hin. Die meisten der oben genannten Studien beziehen sich auf die jüngste Vergangenheit (ab 1958), und nur Woollings et al. (2014) untersuchten Daten aus dem Jahr 1871, allerdings nur für den Nordatlantik. Die erste Hauptmotivation für die vorliegende Arbeit besteht darin, die gesamte nördliche Hemisphäre für den längsten verfügbaren Zeitraum ab 1871 mit einer einzigen Methodik und einem einzigen Datensatz zu untersuchen.

Ergebnisse:
Abstract: [2] The 141-year trends in jet latitude and speed show diferences on a regional basis. The North Atlantic has signifcant increasing jet latitude trends in all seasons, up to 3° in winter. Eurasia has signifcant increasing trends in winter and summer, however, no increase is seen across the North Pacifc or North America. Jet speed shows signifcant increases evident in winter (up to 4.7  ms−1), spring and autumn over the North Atlantic, Eurasia and North America however, over the North Pacifc no increase is observed. Long term trends are generally overlaid by multidecadal variability, particularly evident in the North Pacifc, where 20-year variability in jet latitude and jet speed are seen, associated with the Pacifc Decadal Oscillation which explains 50% of the winter variance in jet latitude since 1940. The results highlight that northern hemisphere jet variability and trends difer on a regional basis (North Atlantic, North Pacifc, Eurasia and North America) on seasonal to decadal timescales, suggesting that diferent mechanisms are infuencing the jet latitude and speed. This is important from a climate modelling perspective and for climate predictions in the near and longer term.

deepl-Übersetzung: … Die 141-Jahres-Trends bei der Jet-Breite und -Geschwindigkeit zeigen regionale Unterschiede.
Der Nordatlantik weist in allen Jahreszeiten eine deutliche Zunahme der Jet-Breite auf, im Winter bis zu 3°.
In Eurasien sind sowohl im Winter als auch im Sommer deutlich zunehmende Trends zu verzeichnen, während über dem Nordpazifik und Nordamerika keine Zunahme zu beobachten ist.
Die Jet-Geschwindigkeit nimmt im Winter (bis zu 4,7 m/s), im Frühjahr und im Herbst über dem Nordatlantik, Eurasien und Nordamerika deutlich zu, während über dem Nordpazifik kein Anstieg zu verzeichnen ist.
Langfristige Trends werden im Allgemeinen von multidekadischen Schwankungen überlagert, die besonders im Nordpazifik deutlich werden, wo eine 20-jährige Schwankung der Jet-Breite und der Jet-Geschwindigkeit zu beobachten ist, die mit der dekadischen Oszillation des Pazifiks zusammenhängt, die 50 % der winterlichen Schwankungen der Jet-Breite seit 1940 erklärt.
Die Ergebnisse zeigen, dass die Variabilität und die Trends der Jetstreams der nördlichen Hemisphäre auf regionaler Basis (Nordatlantik, Nordpazifik, Eurasien und Nordamerika) auf saisonalen bis dekadischen Zeitskalen unterschiedlich sind, was darauf hindeutet, dass unterschiedliche Mechanismen die Breite und Geschwindigkeit der Jets beeinflussen. Dies ist aus Sicht der Klimamodellierung und für kurz- und längerfristige Klimavorhersagen von Bedeutung.

In der Grafik sieht man, wie sich der Jetstream in den 40 … 50er Jahren stabilisierte und seitdem vielleicht etwas zunimmt, aber nicht abnimmt. Allerdings sieht man auch die hohen Unsicherheiten. Für die Zeit nach ca. 1950 einen Trend bestimmen zu wollen, dürfte erheblich von der Fabulierkunst angewandten Statistik abhängen.

Bild 5 [2] Jet Speed for the Northern Hemisphere from 1871 to 2011 …

Nichts Genaues weiß man halt nicht

So hatte es der Spiegel auch einmal berichtet: [5]Sie schauten dabei, wie oft der Jetstream seine Lage kaum noch änderte, sodass über mindestens neun Tage das gleiche Wetter herrschte….Doch aus den Simulationen ergeben sich auch Unsicherheiten: Möglich ist auch eine stärkere Zunahme von Extremwetterlagen, eine geringere Zunahme oder sogar eine Abnahme – jedoch mit geringerer Wahrscheinlichkeit. Auch in den Beobachtungsdaten, die einen leichten Anstieg zeigen, stecken Unsicherheiten

Die „Neue Zürcher Zeitung“ schrieb es ebenfalls, NZ, 17.09.2021: Der Einfluss des Klimawandels auf den Jetstream wird viel zu einseitig dargestellt
Häufig ist zu lesen, Wetterextreme wie Fluten und Dürren hingen mit einem wegen der Erderwärmung aus dem Ruder gelaufenen Starkwindband zusammen. Viele Befunde sprechen aber gegen diese Wirkungskette … Das Narrativ erwies sich als so eingängig und wirksam, dass berechtigte Zweifel an der Hypothese beiseite gewischt wurden.
Manche Wetterextreme werden nachweislich stärker, auch ganz ohne Veränderung des Jetstreams. Das am besten belegte Beispiel sind die Hitzewellen. Genügt das nicht? Wer eine umstrittene Hypothese als Tatsache darstellt, nur um die Gefahren des Klimawandels in ein noch bedrohlicheres Licht zu rücken, als dies ohnehin schon getan wird, begibt sich in das abschüssige Gelände des Tendenzjournalismus.

Und Zweifel kommen auch dem Laien

Wenn die Daten zum Jetstream von Bild 6 wirklich stimmen, dann kann etwas am Jetstream-Narrativ nicht stimmen. Um 1875 war der Jetstream in drei von vier Jahreszeiten erheblich schneller. Trotzdem wird gerade von damals berichtet:
NewScientist, 20. October 2018: A freak 1870s climate event caused drought across three continents
Die schlimmsten – bekannten – Hitze- und Dürrejahre außerhalb Europas waren 1875 – 1878
Und der bisher einzigartig gebliebene „Dusted Bowl“ in den USA geschah ebenfalls, als der Jetstream schneller war:

Bild 6 USA, Heat-Wave Index mit dem „Dusted Bowl“ um 1930

Da freut man sich, dass auch Klimawissenschaftler Zweifel haben:
Studie [7]: … Es ist an der Zeit, dass sich die Wissenschaftsgemeinschaft mit der Herausforderung auseinandersetzt, den katastrophalen Klimawandel besser zu verstehen. Wie schlimm könnte der Klimawandel werden … ist die Klimakatastrophe relativ wenig erforscht und kaum verstanden.

Leider ist davon bis zu unserer „Intelligenz“ in Berlin noch nichts durchgedrungen. Kein Wunder, denn wer nur die befragt (teils sogar als Staatssekretär*in einstellt), welche entweder selbst keine Ahnung haben, oder eher, aus politischen Gründen nicht ehrlich sind, kann nicht klüger werden [8] [9]. Die Allermeisten sehen wohl auch keinen Handlungsbedarf dazu.

Quellen

[1] EIKE, 11. August 2022: Jetzt auch in Deutschland: Bauern protestieren am 15. August gegen EU-Zerstörungsprogramm „Farm to fork“
[2] Samantha Hallam at al., 21. Januar 2022: A regional (land–ocean) comparison of the seasonal to decadal variability of the Northern Hemisphere jet stream 1871–2011
[3] DER TAGESSPIEGEL, 30.03.2014: Neuer IPCC-Bericht: Klimaforscher kämpfen mit Datenflut
[4] Neue Zürcher Zeitung, 17.09.2021:Der Einfluss des Klimawandels auf den Jetstream wird viel zu einseitig dargestellt
[5] SPIEGEL Wissenschaft, 01.11.2018: Jetstream-Simulation Warum der Klimawandel die Gefahr von Hitzewellen erhöht
[6] EIKE, 14.07.2022: Wer den Eindruck erweckt, dass staatliche Stellen mit der Bewältigung der Lage (im Flutgebiet Ahrtal) komplett überfordert gewesen seien, ist ein Fall für den Verfassungsschutz
[7] Studie, 1.8.2022: Climate Endgame: Exploring catastrophic climate change scenarios
[8] EIKE, 14. August 2022: Extrem-Hitze mit 40°C oder mehr soll in Deutschland immer häufiger auftreten …
[9] Achgut, 11.08.2022: Pfauen der Energiewende – vom ZDF gerupft

 




Typische Trockenlegungen und Erwärmungen durch Bebauung, gezeigt am neuen Baugebiet Heiligenwiesen.

Josef Kowatsch

Im kleinen Ort Hüttlingen im Ostalbkreis beträgt die durchschnittliche Flächenversiegelung durch Bebauung und Straßenerweiterungen seit der Jahrtausendwende etwa 3 Hektar pro Jahr. Derzeit wird der Rest der Heiligenwiesen bis zum Onatsbach hin bebaut. Das ganze Gebiet gehörte einst der Kirche, deshalb der Name. Der letzte Rest war bis vor 70 Jahren ein Feucht- und Überschwemmungsgebiet. Auf Deutschland bezogen findet dieselbe großflächige Landschaftsversiegelung in jeder Sekunde statt.

Flächenversiegelungen führen im Sommer zur Versteppung und bei Regen zu Hochwasser.

Das ist die einstige Benzenwiese, (Benze=Binse), im Volksmund vor 100 Jahren auch Lachenwiese (vgl. Wasserlache) genannt.

Eine kleine Quelle, das Brünnele entspringt 100 m geländeaufwärts im Rücken des Fotographen. Das Brünnele floss einst direkt in die Lachenwiese, daher die Bezeichnung. Bei Regen bildeten sich zusammenhängende Wasserflächen. Im Frühjahr waren die Lachen voll mit Fröschen. Im Sommer zeigte sich die typische artenreiche Auenvegetation mit der bunten Vogel- und Schmetterlingsfauna. Vor fast 70 Jahren wurde die Quelle des Brünneles gefasst und direkt in den Onatsbach, der ganz rechts verläuft, eingeleitet. Die Wiese blieb natürlich noch lange Jahrzehnte eine Feuchtwiese, da sie das gesamte Regenwasser aufsaugte. Binsen und Weiden verschwanden allerdings allmählich. Unten zwischen den beiden Baumaschinen erfolgt nun die direkte Ableitung des zukünftigen Oberflächenwassers in einem 50 cm Rohr in den Onatsbach. (nächstes Bild)

So trocknen wir unser Land von unten und oben aus. Der Regen darf nicht mehr versickern und den Grundwasserspiegel auffüllen. Eine Versteppung Deutschlands zeichnet sich seit 2020 ab mit Wassermangel im Sommer. Dafür steigt der Pegel der Bäche und Flüsse bei Starkregen und letztlich auch der Meeresspiegel, weil der Boden zusehendes sein Wasser ins Meer verliert. Ohne Wasserverdunstung können auch keine Wolken mehr entstehen und die Sonnenstunden im Sommer haben in ganz Deutschland zugenommen. Zusätzlich fehlt die kühlende Verdunstung aus den trockenen Böden, spätabends und nachts verringert sich die Frischluftbildung zur Kühlung des Wohnortes. Ein positiver Effekt: Im Herbst verschwindet die Nebelbildung, einst tagelange Nebel, die für einen Ort im Kochertal typisch waren. Folge: Nicht nur die Sommer werden wärmer, sondern auch der Herbst.

In den letzten 70 Jahren wurden alle Au- und Lachenwiesen (Wasserlache) in unserem Ort zuerst trockengelegt, größtenteils sind sie heute bebaut. Eine einzige Auwiese blieb übrig im Teilort Niederalfingen, die nach dem Besitzer benannte Hüglerwiese.

Eine Boden-Temperaturmessung am 20. Juli 2022 ergab in der Hüttlinger Ortsmitte 48°C, in dieser feuchten Auwiese betrug die Bodentemperatur in der Sonnenhälfte 32°C, im Schattenteil nur 24°C. Die Wiese trägt erheblich zur Frischluftbildung für den Teilort Niederalfingen und zur nächtlichen Abkühlung bei.

Und so sehen trockengelegte Wiesen im August 2022 in Hüttlingen aus. Die Hangwiesen sind besonders betroffen, da das trocken gelegte Kochertal Wasser aus den Hängen und aus den Flächen oberhalb des Kochertales runtersaugt. Wo gibt’s im Wasserstall/Teich noch stehendes Wasser oder gar Teiche in der Landschaft? Alles braungelb im August

Die Bodentemperaturen dieser braungelben Steppenwiesen liegen im Sommer bei 40°C, siehe nächstes Bild. Sie sind außerhalb der Ortschaft eine zusätzliche Flächenheizung und sorgen für trockene und heiße Luft. Die sonst in Deutschland übliche 2.te Wiesenmahd Ende Juli/Anfang August (Öhmd oder Ohmed) genannt, fällt spärlich aus, das einst grüne Wiesengras hat sein Wachstum längst eingestellt.

Fazit: Nicht der Klimawandel führt zur Austrocknung und Erwärmung Deutschlands, sondern die menschenverursachten großflächigen Trockenlegungen einstiger freier Nassflächen erzeugen allmählich den Klimawandel. Über die Hälfte der Fläche von Deutschland wird in den Sommermonaten zu einer Wärmeinsel. Leider werden auch die Wälder zunehmend trockengelegt.

Die Temperaturen in diesen großflächigen Wärmeregionen – einst sprach man von Wärmeinseln – haben sich in den letzten 35 Jahren in den Sommermonaten stark erhöht. Als Beispiel soll der Temperaturanstieg bei der benachbarten Wetterstation Ellwangen dienen. Durch die Sonnenstundenzunahme wurde bereits der erste Sommermonat entscheidend wärmer.

Abhilfe: CO2-Klimasteuern bewirken gar nichts. Der Regen muss wieder in der Landschaft und in den Baugebieten gehalten werden, und zwar durch zusätzliche Teiche und Tümpel oder Rigolen (siehe letztes Bild) unter den asphaltierten Flächen, in welchem sich kurzfristige Stark-Niederschläge sammeln und versickern können. So bleibt nicht nur der Rasen grün.

Josef Kowatsch, Naturbeobachter, aktiver Naturschützer und Klimaforscher.

 




Neuer Bericht: Klima-Untergangs-Prophezeiungen sind wiederholt grandios gescheitert

Linnea Lueken

In einem kürzlich erschienenen Artikel auf Fox News wurde erörtert, dass die von Alarmisten in den letzten Jahrzehnten gemachten Klimaprophezeiungen wiederholt nicht eingetroffen sind. Der Nachrichtensender verdient Lob dafür, dass er die wiederholten, wie von bockigen Kindern stammenden Behauptungen der Klimaalarmisten aufgedeckt hat.

Der Fox News-Artikel mit der Überschrift [übersetzt] „Acht Jahre? Neun Jahre? Vor sechs Jahren? Ein Leitfaden für Klimawandel-Aktivisten zum Weltuntergang“ diskutiert verschiedene alarmistische Vorhersagen, wie die von Bernie Sanders, Alexandria Ocasio-Cortez, Al Gore und anderen Politikern, denen zufolge die Welt vor einem Klimanotstand steht.
Fox erklärt, dass diese Aktivisten in Politik und Medien „zunehmend Weltuntergangsszenarien heraufbeschwören, um Präsident Biden unter Druck zu setzen, einseitige Maßnahmen zur Senkung der Treibhausgas-Emissionen zu ergreifen, obwohl solche Behauptungen in der Vergangenheit immer wieder gescheitert sind“.

Climate Realism hat bereits über einige dieser Weltuntergangs-Prophezeiungen berichtet: Al Gores falsche Vorhersagen, dass der Kilimandscharo bis 2016 eisfrei sein würde, hier; Gores falsche Behauptung, dass es bis 2012 keine Gletscher mehr im Glacier National Park geben würde, hier; die Behauptungen von Klimawissenschaftlern, dass sich die Meeresströmungen beschleunigen würden, was zu einem totalen ökologischen Zusammenbruch führen würde, hier; und Alexandria Ocasio-Cortez, Prinz Charles und Faith Birol behaupten alle, dass wir immer weniger Zeit haben, unseren Lebensstil zu ändern, bevor die weltuntergangsbestimmenden Katastrophen beginnen, hier.

Der Fox News-Artikel zitiert Steve Milloy, Berater von Präsident Trump bei der Auswahl von Mitarbeitern der Umweltschutzbehörde und Gründer von JunkScience.com, der zustimmt, dass diese alarmistischen Prophezeiungen ebenso häufig wie falsch sind.

„Sie machen diese Endzeit-Prophezeiungen aus einer Vielzahl von Gründen, die von Unwissenheit über Politik bis hin zu persönlicher Bereicherung reichen“, sagte Milloy gegenüber Fox News.

Die Ursache für viele dieser falschen Prophezeiungen liegt darin, dass sich die Prognostiker auf fehlerhafte Computermodelle stützen, sagte Myron Ebell, Direktor für globale Erwärmung und internationale Umweltpolitik am Competitive Enterprise Institute, gegenüber Fox News.

„Meistens stimmen die Daten nicht überein oder die Wissenschaftler gehen von einem stärkeren Temperaturanstieg aus, als er tatsächlich eintritt, was die gesamte Prophezeiung verfälscht“, sagte Ebell.

Die Computermodelle, auf denen diese Prophezeiungen beruhen, sind zutiefst fehlerhaft, wie Climate Realism zum Beispiel hier, hier und hier berichtet hat.

Ebell weist darauf hin, dass die Wissenschaftler von größeren Temperaturanstiegen ausgehen, als sie in der Natur vorkommen, und das stimmt. Die folgende Abbildung zeigt Modellläufe, die die globale Erwärmung vorhersagen, neben den tatsächlich beobachteten Temperaturen:

Die Modelle weisen eine Verzerrung der Erwärmung auf, die durch Mittelwertbildung nicht korrigiert werden kann. Ihre Prognosen stimmen nicht mit den tatsächlich gemessenen Temperaturen überein. Da die Prophezeiungen über das künftige Klima auf fehlerhaften Annahmen und mangelhaften Modellen beruhen, die nicht mit den tatsächlichen globalen Durchschnittstemperaturen übereinstimmen, können auch die zusätzlichen Prophezeiungen nicht ernst genommen werden, z. B. die über die Verschärfung extremer Wetterlagen, die sich aus den dramatisch höheren Temperaturen ergeben sollen.

Es scheint, dass jedes Mal, wenn eine dieser Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens in einer Rede eine alarmierende Behauptung aufstellt, der Countdown für den Klimatodestag um ein weiteres Jahr oder so verschoben wird; fast so, als gäbe es die drohende Katastrophe nicht wirklich.

Leider scheinen die Konzernmedien die Tatsache zu ignorieren, dass frühere Prophezeiungen von Katastrophen nicht eingetreten sind, sobald sie falsifiziert wurden. Stattdessen stürzen sie sich auf die nächste Prophezeiung des Unheils – immer mit der Vorhersage, dass die nahe Zukunft schlimmer sein wird als die Gegenwart. Es ist so etwas wie Zenos Paradoxon von Achilles und der Schildkröte oder ein mathematisches Problem, bei dem es um die unendliche Halbierung von Entfernungen geht. Es scheint, dass die Klimaalarmisten außerhalb und innerhalb der Mainstream-Medien nie den Punkt erreichen werden, an dem sie zugeben, dass der Weltuntergang nicht bevorsteht. Glücklicherweise haben Fox News und die von ihnen befragten Experten diesen Punkt anscheinend erreicht. Hoffen wir nun, dass die breiteren Medien daran interessiert sind, echte Klimadaten zu diskutieren, die überhaupt nicht alarmierend sind.

Autorin: Linnea Lueken is a Research Fellow with the Arthur B. Robinson Center on Climate and Environmental Policy. While she was an intern with The Heartland Institute in 2018, she co-authored a Heartland Institute Policy Brief „Debunking Four Persistent Myths About Hydraulic Fracturing.“

Link: https://climaterealism.com/2022/07/thanks-fox-news-for-reporting-climate-doomsday-predictions-have-repeatedly-failed/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Hitzewellen der letzten 1500 Jahre

Cornwall AllianceGastbeitrag von RealClimateScience.com

„Heißes Wetter: So mancher hat sich in den Sommermonaten des Jahres 1884 die Stirn gerieben und erklärt, es sei das heißeste Wetter gewesen, das die Welt je erlebt habe, was natürlich nicht stimmt, denn die extreme Hitze der Vergangenheit wurde im Spätsommer nicht annähernd erreicht.

Im Jahr 627 war die Hitze in Frankreich und Deutschland so groß, berichtet der London Standard, dass alle Quellen versiegten; das Wasser wurde so knapp, dass viele Menschen verdursteten.

Im Jahr 879 musste die Arbeit auf dem Feld aufgegeben werden; die Landarbeiter, die ihre Arbeit fortsetzten, brachen innerhalb weniger Minuten zusammen, so stark war die Sonne. Im Jahr 993 waren die Sonnenstrahlen so heftig, dass die Vegetation wie unter Feuereinwirkung verbrannte. Im Jahr 1000 trockneten die Flüsse unter der langanhaltenden Hitze aus, die Fische wurden zu Haufen aufgetürmt und verfaulten in wenigen Stunden. Menschen und Tiere, die sich im Sommer 1022 in die Sonne wagten, fielen sterbend um.

Im Jahr 1132 trockneten nicht nur die Flüsse aus, sondern der Boden bekam Risse und wurde steinhart. Der Rhein im Elsass trocknete fast aus. Italien wurde 1189 von einer schrecklichen Hitze heimgesucht; Vegetation und Pflanzen wurden verbrannt. Während der Schlacht von Bela im Jahr 1200 forderte die Sonne mehr Opfer als die Waffen; die Männer fielen in regelmäßigen Abständen mit Hitzschlägen zu Boden. Die Sonne von 1277 war ebenfalls sehr stark; es herrschte ein absoluter Mangel an Futtermitteln.

In den Jahren 1303 und 1304 trockneten der Rhein, die Loire und die Seine aus. Im Jahr 1615 wurde die Hitze in ganz Europa zu groß. Schottland litt 1625 besonders darunter; Menschen und Tiere starben reihenweise. Fleisch konnte gekocht werden, indem man es einfach der Sonne aussetzte. Zwischen Mittag und 16 Uhr wagte sich niemand mehr auf die Straße. 1718 mussten viele Geschäfte geschlossen werden; die Theater wurden mehrere Monate lang nicht geöffnet. Sechs Monate lang fiel kein einziger Tropfen Wasser.

Im Jahr 1753 stieg das Thermometer auf einhundertachtzehn Grad [48°C]. Im Jahr 1779 war die Hitze in Bologna so groß, dass eine große Anzahl von Menschen starb. Im Juli 1793 wurde die Hitze unerträglich. Gemüse wurde verbrannt und Obst an den Bäumen vertrocknete. Die Möbel und das Holzwerk in den Wohnhäusern knackten und zersprangen; Fleisch wurde innerhalb einer Stunde schlecht.

In Paris zeigte das Thermometer 1846 einhundertfünfundzwanzig [52°C] Grad in der Sonne an. Die Sommer 1859, 1860, 1869, 1870, 1874 usw. waren, obwohl sie übermäßig heiß waren, von keiner Katastrophe begleitet.“

Statistik heißer Sommer

Die übermäßige Hitze, die zur Zeit herrscht (so eine Pariser Zeitung), gibt dem folgenden Bericht über bemerkenswert heiße Sommer ein gewisses Interesse:

„Im Jahr 1132 öffnete sich die Erde, und die Flüsse und Quellen im Elsass verschwanden. Der Rhein wurde ausgetrocknet. Im Jahr 1152 war die Hitze so groß, dass Eier im Sand gekocht wurden. 1160, in der Schlacht von Bela, starben viele Soldaten an der Hitze. In den Jahren 1276 und 1277 kam es in Frankreich zu absoluten Missernten bei Gras und Hafer. In den Jahren 1303 und 1304 wurden die Seine, die Loire, der Rhein und die Donau trockenen Fußes überquert. In den Jahren 1393 und 1394 verendete eine große Anzahl von Tieren, und die Ernten wurden verbrannt. Im Jahr 1440 war die Hitze zu groß. In den Jahren 1538, 1539, 1540 und 1541 waren die Flüsse fast vollständig ausgetrocknet. Im Jahr 1556 herrschte in ganz Europa eine große Dürre. In den Jahren 1615 und 1616 war die Hitze in Frankreich, Italien und den Niederlanden überwältigend. Im Jahr 1646 gab es achtundfünfzig aufeinanderfolgende Tage mit übermäßiger Hitze. Im Jahr 1678 herrschte übermäßige Hitze. Dasselbe galt für die ersten drei Jahre des 18. Jahrhunderts.

Im Jahr 1718 regnete es von April bis Oktober kein einziges Mal. Die Ernten wurden verbrannt, die Flüsse waren ausgetrocknet und die Theater wurden auf Anordnung des Polizeileutnants geschlossen. Das Thermometer zeigte 36 Grad Reaumur (113 Grad Fahrenheit; 45°C) an. In den Gärten, die bewässert wurden, blühten die Obstbäume zweimal. In den Jahren 1723 und 1724 war die Hitze extrem. Im Jahr 1746 war der Sommer sehr heiß und sehr trocken, was die Ernten völlig verbrannte. Während mehrerer Monate fiel kein Regen. In den Jahren 1748, 1754, 1760, 1767, 1778 und 1749 war die Hitze extrem. Im Jahr 1811, dem Jahr des berühmten Kometen, war der Sommer sehr warm und der Wein köstlich. Im Jahr 1818 blieben die Theater wegen der Hitze fast einen Monat lang geschlossen. Die maximale Hitze betrug 35 Grad Celsius. 1830, am 27., 28. und 29. Juli, zeigte das Thermometer 36 Grad Celsius an. Im Jahr 1832, während des Aufstandes am 5. und 6. Juni, zeigte das Thermometer 35 Grad Celsius an. Im Jahr 1695 war die Seine fast ausgetrocknet. Im Jahr 1850, im Monat Juni, beim zweiten Auftreten der Cholera, zeigte das Thermometer 34 Grad Celsius an. Die höchste Temperatur, die der Mensch für eine gewisse Zeit ertragen kann, schwankt zwischen 40 und 45 Grad Celsius.“

Vorherrschende Sommerhitze

Ein deutscher Schriftsteller, der sich mit bestimmten Vorhersagen über eine große Sommerhitze befasst (die üblicherweise zu dieser Jahreszeit zu hören sind), geht auf frühere Ereignisse zurück. Im Jahr 637 seien die Quellen versiegt und die Menschen vor Hitze ohnmächtig geworden. Im Jahr 879 war es unmöglich, auf den Feldern zu arbeiten. Im Jahr 993 wurden die Nüsse auf den Bäumen geröstet wie in einem Backofen. Im Jahr 1000 trockneten die Flüsse in Frankreich aus, und der Gestank von toten Fischen und anderen Stoffen brachte eine Seuche ins Land. Die Hitze des Jahres 1014 ließ die Flüsse und Bäche in Elsass-Lothringen austrocknen. Der Rhein wurde im Jahr 1132 ausgetrocknet. Im Jahr 1152 war die Hitze so groß, dass man Eier im Sand kochen konnte. Im Jahr 1227 wird berichtet, dass viele Menschen und Tiere durch die große Hitze zu Tode kamen. Im Jahr 1303 wurden die Wasser des Rheins und der Donau teilweise ausgetrocknet und die Menschen gingen zu Fuß hinüber. Im Jahr 1394 wurden die Ernten verbrannt, und 1538 waren die Seine und die Loire wie ausgetrocknetes Land. Im Jahr 1536 wurde Europa von einer großen Dürre heimgesucht. Im Jahr 1014 waren in Frankreich und sogar in der Schweiz die Bäche und Gräben ausgetrocknet. Nicht weniger heiß waren die Jahre 1048, 1779 und 1701. Im Jahr 1715 fiel vom März bis zum Oktober kein einziger Tropfen Regen. Die Temperatur stieg auf 38 Grad Reamur [~48°C] und an begünstigten Stellen blühten die Obstbäume ein zweites Mal. Außergewöhnlich heiß waren die Jahre 1724, 1746, 1756 und 1811. Der Sommer 1815 war so heiß, das Thermometer stand bei 40 Grad Reaumur [~50°C], dass die Vergnügungsstätten geschlossen werden mussten. – London Daily News.

Trockene Zeiten in der Vergangenheit

Die Geschichte der weltweiten Dürrekatastrophen geht auf das Jahr 627 zurück, als in Frankreich und Deutschland Tausende von Menschen verdursteten.

Im Jahr 1000 trockneten die Flüsse Europas aus, und die vielen Fische verfaulten und verbreiteten die darauf folgende Pest.

Im Jahr 1123 trocknete der Rhein im Elsass aus. Bei der Schlacht von Bela im Jahr 1260 starben mehr Männer an der Hitze als an Wunden.

In den Jahren 1303 und 1304 trockneten der Rhein, die Loire und seine Nebenflüsse aus.
Im Jahr 1779 erstickten viele Menschen in Bologna. Überall in Europa blieben die Geschäfte monatelang geschlossen.

Im Jahr 1821 kam eine Mäuseplage mit unerträglicher Hitze. Mehr als 200.000 Menschen starben in Frankreich an der Plage.

Eine Chronologie heißer Sommer

Im Jahre 637 war die Hitze in Frankreich und Deutschland so groß, dass alle Quellen versiegten und das Wasser so knapp wurde, dass viele Menschen verdursteten.

Im Jahr 873 musste die Arbeit auf dem Feld aufgegeben werden; die Landarbeiter, die ihre Arbeit fortsetzten, brachen innerhalb weniger Minuten zusammen, so stark war die Sonne.

Im Jahr 993 waren die Sonnenstrahlen so heftig, dass die Vegetation wie unter Feuereinwirkung verbrannte.

Im Jahr 1000 trockneten die Flüsse unter der lang anhaltenden Hitze aus; die Fische wurden zu Haufen aufgetürmt und verfaulten in wenigen Stunden. Der Gestank, der daraus entstand, verursachte die Pest.

Menschen und Tiere, die sich im Sommer 1022 in die Sonne wagten, fielen sterbend um; ihre Kehlen waren zu Zunder verdorrt, und das Blut rauschte zum Gehirn.

Im Jahr 1132 trockneten nicht nur die Flüsse aus, sondern der Boden brach auf allen Seiten auf und wurde zu Stein gebrannt. Der Rhein im Elsass trocknete fast aus.

Italien wurde 1139 von einer schrecklichen Hitze heimgesucht; Vegetation und Pflanzen wurden verbrannt.

Bei der Schlacht von Bela im Jahr 1260 forderte die Sonne mehr Opfer als die Waffen; die Männer fielen in regelmäßigen Reihen erschlagen zu Boden.

In den Jahren 1303 und 1304 trockneten der Rhein, die Loire und die Seine aus.
Schottland litt besonders im Jahr 1625; Menschen und Tiere starben in Scharen.

Im Sommer 1705 herrschte in mehreren französischen Departements eine Hitze, die der eines Glasofens entsprach. Fleisch konnte gegart werden, indem man es einfach der Sonne aussetzte. Zwischen Mittag und 16 Uhr wagte sich niemand mehr ins Freie.

Im Jahr 1718 stieg das Thermometer auf 118 Grad [48°C].

Im Jahr 1779 war die Hitze in Bologna so groß, dass eine große Anzahl von Menschen erstickte. Es gab nicht genügend Luft zum Atmen, und die Menschen mussten unter die Erde flüchten.

Im Juli 1793 wurde die Hitze unerträglich. Gemüse wurde verbrannt und Obst an den Bäumen vertrocknet. Die Möbel und das Gebälk in den Wohnhäusern zerbrachen und zerfielen; Fleisch wurde innerhalb einer Stunde verdorben.

Im Jahr 1811 trockneten in mehreren Provinzen die Flüsse aus, und man musste sich etwas einfallen lassen, um das Getreide zu mahlen.

Im Jahr 1822 wurde die anhaltende Hitze von Stürmen und Erdbeben begleitet; während der Dürre überfielen Mäusescharen Lothringen und das Elsass und richteten unermessliche Schäden an.

1832 brachte die Hitze in Frankreich die Cholera hervor; allein in Paris fielen ihr 20.000 Menschen zum Opfer.

Im Jahr 1846 zeigte das Thermometer 125 Grad [52°C] in der Sonne an.

50°C im Jahre 1930

48°C im Jahre 1773

1303 trockneten der Rhein, die Loire und die Seine aus.

1853 schien es, als würde New Work in Flammen stehen. Während der Woche starben 214 Menschen in dieser Stadt an einem Sonnenstich.

In Frankreich mussten 1718 viele Läden schließen, die Theater öffneten drei Monate lang nicht ihre Türen, sechs Monate lang fiel kein einziger Tropfen Wasser, 1773 stieg das Thermometer auf 118 Grad [48°C],

Die Hitze in mehreren französischen Provinzen im Sommer 1705 entsprach der eines Glasofens, das Fleisch konnte für die Röhre vorbereitet werden, indem man es einfach der Sonne aussetzte, kein Mensch wagte sich zwischen Mittag und 16 Uhr hinaus.

Im Jahr 1809 herrschte in Spanien eine fürchterliche Hitze, Madrid und andere Städte waren menschenleer und die Straßen stumm, die Arbeiter starben auf den Feldern, und die Weinstöcke waren verbrannt und verdorrt wie von einem Samum.

Das Jahr 1772 war ein furchtbares Jahr in New York. Am 4. Juli traten einhundertfünfundfünfzig Fälle von Sonnenstich auf, von denen zweiundsiebzig tödlich verliefen. Die Hauptverkehrsstraßen glichen Schlachtfeldern, die Menschen fielen reihenweise, und die Krankenwagen waren ständig im Einsatz.

Die Menschen in Britisch-Kolumbien werden derweil von dem schönen Wetter belastet:

Link: https://cornwallalliance.org/2022/08/1500-years-of-heatwaves/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Erholung des Großen Barriereriffs: Details der Korallen-Statistik und Hintergrund

Peter Ridd

Seit 1986 untersucht das Australian Institute of Marine Science (AIMS) etwa 100 der 3000 Korallenriffe des Great Barrier Reef (GBR). Ridd nutzte diese Daten, um die Korallenbedeckung seit 1986 zu berechnen (Abbildung 1), die zeigt, dass das GBR eine rekordverdächtig hohe Korallenbedeckung aufweist.

Abbildung 1: Korallenbedeckung seit 1986: Die Korallenbedeckung für 2022 ist sehr hoch.

Was ist die Korallenbedeckung? Die Korallenbedeckung ist der Prozentsatz des Meeresbodens, der mit Korallen bedeckt ist. Sie ist ein Maß für die Menge der Korallen. Die Korallenbedeckung verringert sich nach großen Wirbelstürmen, wenn die Zahl der Korallen fressenden Seesterne zunimmt, und nach einigen Bleichereignissen. Es dauert in der Regel fünf bis zehn Jahre, bis sich die Korallenbedeckung an einem bestimmten Ort von diesen Ereignissen erholt hat. Die Korallenbedeckung eines einzelnen Riffs kann nach einem großen Sterbeereignis auf wenige Prozent zurückgehen. Sie schwankt auf natürliche Weise mit der Zeit.

AIMS-Daten: Die Rohdaten sind unter diesem Link zu finden.

Die Daten für das GBR sind in drei Regionen unterteilt: Nord, Mitte und Süd. Diese Regionen sind in „Sektoren“ mit 3, 5 bzw. 3 Sektoren in den Regionen Nord, Mitte und Süd unterteilt. Für jeden der 11 Sektoren werden etwa 5-10 einzelne Korallenriffe untersucht. Bei der Untersuchung jedes Riffs wird ein Taucher um den Umfang des jeweiligen Riffs geschleppt. Der Taucher beobachtet den Korallenbewuchs über eine Strecke von 140 Metern und notiert den geschätzten Prozentsatz. Jedes Riff hat einen Umfang von mehreren Kilometern, so dass es für jedes Riff etwa 50 bis 100 der 140 m langen Stichproben-Abschnitte geben könnte.

Die Korallenbedeckung für jedes Riff ist ein Aggregat der Korallenbedeckung aller 140 Meter langen Stichprobenpunkte. Die Korallenbedeckung für jeden Sektor ist ein Aggregat für alle beprobten Riffe in diesem Sektor. Die Korallenbedeckung für die großen Regionen kann durch Aggregieren der Daten aus den beitragenden Sektoren berechnet werden. Die Korallenbedeckung des mittleren GBR kann durch Aggregation der Daten aller 11 Sektoren berechnet werden (Hinweis: AIMS führt diese letzte Berechnung nicht mehr durch).

Die Sektordaten, wie sie auf der AIMS-Website zu finden sind, sind in Tabelle 1 aufgeführt:

Tabelle 1: Korallenbedeckung für jeden Sektor des Great Barrier Reefs im Jahr 2022. Die Unsicherheitsschätzungen variieren, liegen aber typischerweise zwischen 5 % und 10 % gemäß den AIMS-Diagrammen für einen einzelnen Sektor.

Anhand dieser Daten kann die Korallenbedeckung für das gesamte Riff berechnet werden, indem der Durchschnitt aller Sektoren gebildet wird, und es ergibt sich ein Wert von 33,9 % mit einer Unsicherheit von etwa 4 %. Dabei wird von einer gleichmäßigen Gewichtung der einzelnen Sektoren ausgegangen. AIMS führt diese letzte Berechnung nicht mehr durch, um den Durchschnitt für das gesamte GBR (von 33,9 %) zu erhalten, d. h. AIMS liefert nicht mehr die endgültige Durchschnittsstatistik, die von größtem Interesse ist. Es zeigt Daten für einzelne Riffe, Sektoren und Regionen, aber nicht den Durchschnitt/das Aggregat für das gesamte GBR.

Bis 2016 hat AIMS jedoch den Durchschnitt für das Great Barrier Reef veröffentlicht (siehe z. B. den Bericht für 2016/17 unter dem oben genannten Link), wie in Abbildung 2 dargestellt:

Abbildung 2: Bildschirmfoto der Korallenbedeckung für das gesamte GBR von der AIMS-Website.

Zur Erstellung der GBR-Durchschnittsdaten von 1986 bis 2022 (Abbildung 1) hat der Autor das von AIMS veröffentlichte Diagramm (Abbildung 2) für 1986 bis 2017 verwendet, und von 2017/8 bis 2022 wurden die Sektordaten (wie in Tabelle 1 für 2022 dargestellt) gemittelt (siehe Tabelle 2):

Tabelle 2: Zusammenfassung der AIMS-Daten seit 2017/18. Gelbe Einträge zeigen an, dass der Sektor nicht erhoben wurde und das Ergebnis der vorherigen Erhebung verwendet wurde.

AIMS hat die sehr guten Nachrichten über das Riff im Jahr 2022 effektiv versteckt, indem es die GBR-Durchschnittsdaten seit 2017 nicht veröffentlicht hat. Das liegt daran, dass es sehr ungewöhnlich ist, dass alle drei Hauptregionen und fast jeder Sektor zu einem bestimmten Zeitpunkt weit über dem Durchschnitt liegen. Zum Beispiel töten die von einem großen Wirbelsturm verursachten Wellen oft große Mengen an Korallen in einer großen Region ab, so dass sich einige Sektoren oft von einem solchen Ereignis erholen und einen geringen Korallenbewuchs aufweisen. Nur wenn man alle Daten zu einem Durchschnitt für das gesamte Riff zusammenfasst, kann man den außergewöhnlichen Zustand der Korallenbedeckung erkennen. AIMS zeigt Diagramme für alle drei großen Regionen, und alle haben einen sehr hohen Korallenbewuchs – aber keiner ist rekordverdächtig hoch. Da die Wahrscheinlichkeit, dass eine Region eine sehr hohe Korallenbedeckung aufweist, etwa eins zu drei beträgt, besteht nur eine Chance von 1 zu 27, dass ALLE drei gleichzeitig sehr hoch sind. 2022 ist außergewöhnlich, weil alle drei Regionen gleichzeitig einen sehr hohen Korallenbestand aufweisen.

[Hervorhebung im Original]

Es ist überraschend, dass AIMS keine durchschnittliche Korallenbedeckung für das mittlere GBR mehr angibt, da sie zuvor weitreichende Behauptungen über den schlechten Zustand des GBR auf der Grundlage von GBR-weiten Durchschnittsdaten aufgestellt haben. Als beispielsweise die Korallenbedeckung im Jahr 2011 einen Tiefpunkt erreichte, nachdem schwere Wirbelstürme große Mengen an Korallen zerstört hatten, schrieben die AIMS-Autoren (De’ath et al., 2012)[1] in einem sehr öffentlichkeitswirksamen Artikel, der in den Weltmedien weithin zitiert wurde, Folgendes:

Ohne signifikante Änderungen der Störungsraten und des Korallenwachstums wird die Korallenbedeckung in den zentralen und südlichen Regionen des GBR bis 2022 wahrscheinlich auf 5-10 % zurückgehen. Die Zukunft des GBR hängt daher von entschlossenem Handeln ab. Obwohl die Regierungen der Welt weiterhin über die Notwendigkeit einer Begrenzung der Treibhausgasemissionen diskutieren, ist die Verringerung der lokalen und regionalen Belastungen eine Möglichkeit, die natürliche Widerstandsfähigkeit der Ökosysteme zu stärken (7, 9).

Diese Vorhersage von 5-10 % für 2022 hat sich als falsch erwiesen, da die durchschnittliche Korallenbedeckung für alle Regionen jetzt über 30 % beträgt. Dadurch, dass der GBR-Durchschnitt nicht mehr veröffentlicht wird, werden die guten Daten für 2022 und die ungenaue Vorhersage von vor einem Jahrzehnt verschleiert.

Der Grund dafür, dass AIMS keine GBR-Durchschnittsdaten mehr bereitstellt

Ein inoffiziell genannter Grund scheint zu sein, dass AIMS eine einzelne Zahl (den Durchschnitt) als nicht repräsentativ für die gesamte Vielfalt der Bedingungen am Riff ansieht. Das ist richtig, aber der Durchschnitt ist dennoch eine interessante Statistik, und die Daten für die Region, den Sektor, das Riff und den 140-m-Transekt sind für eine detailliertere Diskussion der Daten verfügbar.

AIMS ist inkonsistent. Es aggregiert die Transektdaten, um eine einzige Zahl für jedes untersuchte Riff zu erhalten. Es fasst die Riffdaten zusammen, um eine einzige Durchschnittszahl für einen Sektor zu erhalten. Es aggregiert Riff-/Sektordaten, um einen einzigen Durchschnittswert für jede Region zu erhalten – warum also aggregiert es nicht Riff-/Sektor-/Regionsdaten, um einen einzigen Durchschnittswert für das gesamte Riff zu erhalten?

Nichtsdestotrotz sollte man AIMS dazu beglückwünschen, dass es über mehr als drei Jahrzehnte einen so bemerkenswerten Datensatz gesammelt hat. Es ist ein riesiger Datensatz, und der Autor schätzt, dass AIMS in dieser Zeit einen Taucher um die ganze Welt geschleppt hat.

Warum die Korallenbedeckung eines Korallenriffs nicht 100 % beträgt:

Die Korallenbedeckung ist der Prozentsatz des Meeresbodens, der mit Korallen bedeckt ist. Oft wird angenommen, dass ein gesundes Korallenriff zu 100 % mit Korallen bedeckt sein sollte. Ein Riff setzt sich jedoch aus vielen verschiedenen Ökosystemen zusammen. Dazu gehören Korallensand aus abgebauten Korallen, altes totes Korallengestein, Weichkorallen, Algenbetten und Krustenalgen, eine harte Alge, die dazu beiträgt, die toten Korallen eines Korallenriffs zusammenzuhalten. Tote Korallen sind wie Beton – sie verrotten nicht wie Holz. Korallen wachsen auf den toten Körpern ihrer Vorfahren und bilden so „Riffe“. Die meisten Riffe des GBR haben sich in den letzten Millionen Jahren 50 bis 100 Meter über dem umgebenden Meeresboden gebildet.

Schlussbemerkungen:

Die neuesten Daten über das GBR zeigen, dass es in einem guten Zustand ist. Im Jahr 2022 gibt es zufällig sehr viele Korallen, weil es in den letzten fünf bis zehn Jahren nur wenige größere Sterbeereignisse gegeben hat. Die drei von vier Strandungsereignissen seit 2016, über die in den Medien ausführlich berichtet wurde, können nicht viele Korallen getötet haben, sonst wären die Statistiken für 2022 nicht so gut.

Die Daten seit 1986 zeigen, dass es in jeder Region, jedem Sektor und den meisten Riffen Perioden mit sehr geringem Korallenbewuchs gab. Das ist ganz natürlich. In den Medien wird oft viel darüber berichtet. Aber ein Maß für die Gesundheit eines Systems ist die Fähigkeit, sich von einer großen Belastung zu erholen. Schwache Systeme werden sich nicht erholen. Robuste Systeme erholen sich gut. Dies ist vergleichbar mit der Fähigkeit gesunder Menschen, sich von unvermeidlichen Krankheiten wie Covid19 zu erholen. Schwache Menschen werden oft von Krankheiten getötet. Das GBR hat sich als lebhaftes, gesundes Ökosystem erwiesen. Das sollte nicht überraschen, denn das Riff steht nur unter minimalem Druck durch den Menschen und ist gut geschützt. Es ist auch unvernünftig zu erwarten, dass der geringe Temperaturanstieg im letzten Jahrhundert (1oC) große Auswirkungen hat, zumal bekannt ist, dass die meisten Korallen in wärmerem Wasser schneller wachsen.

Die von AIMS gesammelten Daten zeigen, dass das GBR ein robustes System mit schnell schwankendem Korallenbewuchs ist. Wir müssen damit rechnen, dass irgendwann in der Zukunft eine Abfolge von Ereignissen dazu führen wird, dass sich die Korallenbedeckung halbiert, wie es 2011 der Fall war. Wir müssen uns dann daran erinnern, dass dies mit ziemlicher Sicherheit natürlich ist, und dürfen nicht zulassen, dass die Untergangspropheten die Kinder deprimieren.

[1] De’ath, G., Fabricius, K.E., Sweatman, H. and Puotinen, M. (2012). The 27-year decline of coral cover on the Great Barrier Reef and its causes. Proceedings of the National Academy of Sciences, 109(44), pp.17995–17999.

Mehr dazu gibt es hier und hier.

Peter Ridd is a Member of the CO2 Coalition as well as a a geophysicist with over 100 publications, 35 years’ experience working on the Great Barrier Reef, and works on the physical oceanography of the reef, and also developed a wide range of world-first optical and electronic instruments for measuring environmental conditions near corals and other ecosystems.

Link: https://wattsupwiththat.com/2022/08/12/peter-ridd-on-great-barrier-reef-recovery-technical-details-of-coral-cover-statistics-and-background/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE