Jahr 2022 in Deutschland – wenig erfreulich für Landwirte und Gärtner

Stefan Kämpfe

Das Horror-Jahr 2022 wird uns wegen der unfähigsten Bundesregierung aller Zeiten, einer selbstverschuldeten Energiekrise und der Hyper-Inflation in denkbar schlechter Erinnerung bleiben. Auch in Sachen Wetter verlief 2022 wenig wunschgemäß. Zwar werden sich Sonnenanbeter gefreut haben, aber für Landwirte und Gärtner gab es wenig zu bejubeln. Nachdem nun die meisten Daten des abgelaufenen Jahres vorliegen, kann es klimatologisch eingeordnet werden.

Wie außergewöhnlich war die Witterung des Jahres 2022?

Als Wetter bezeichnet man den augenblicklichen physikalischen Zustand der Atmosphäre eines bestimmten Ortes zu einer bestimmten Zeit. Dieser physikalische Zustand lässt Ausreißer und Extremwerte zu; was als „normal“ gilt, ist fast immer Ansichts-, Glaubens- und Geschmackssache. Der heuer etwas aus der Mode gekommene Begriff der Witterung füllt die zeitliche Lücke zwischen Wetter und Klima nicht völlig; er lässt sich aber ganz gut zur Charakterisierung des Wetters über mehrere Tage, Wochen und Monate bis hin zu Jahreszeiten oder eines Jahres verwenden. Auch der Begriff des Klimas ist zeitlich unscharf; er kann gemitteltes Wetter und aufgetretene Rekordwerte eines Zeitraumes weniger Jahre, mehrerer Jahrzehnte bis hin zu Jahrhunderten umfassen; nicht selten limitiert der Beginn einer bestimmten Messreihe die zeitliche Dimension. Sehr kurze Mittelungen leiden unter dem Problem der Zufälligkeit – man kann aus wenigen, zufällig nacheinander folgenden sehr warmen oder kalten Jahren keine zuverlässigen Rückschlüsse auf die längerfristigen Verhältnisse eines Ortes ziehen! Sehr lange Mittelungen verschleiern hingegen mögliche kürzere Klimaschwankungen. Aufgrund dieser Probleme hat sich international die so genannte „CLINO-Periode“ von 30 Jahren zur Mittelung durchgesetzt. Aber was bedeutet das nun für die Einordnung des Jahres 2022? Mit einem Deutschland-Mittel von 10,5°C stellte es den Rekord von 2018 ein; warum es so warm war, sehen wir gleich noch. Es lohnt sich auch, kritisch auf den Beginn der Messreihe zu schauen! Im Jahre 1881 hatte die Industrialisierung Deutschlands mit all ihren Konsequenzen gerade erst begonnen; eine wachsende Luftverschmutzung verminderte die Sonnenscheindauer und wirkte ebenso kühlend wie der verheerende Vulkanausbruch des Krakatau (1883). Und gut einhundert Jahre später, 1981, war die Luftverschmutzung noch immer ein großes Umweltproblem; doch schon etwa ein Jahrzehnt später griffen die Luftreinhaltemaßnahmen – seitdem nahmen Sonnenscheindauer und Wärme merklich zu. Außerdem wuchsen seit 1881 Bevölkerung und Siedlungsdichte stark, was so genannte Wärmeinseleffekte förderte, welche nicht nur auf die Städte und Dörfer begrenzt blieben, sondern durch Entwässerung, geänderte Landnutzung und überregionale Verkehrstrassen sowie die aktuell zunehmende Nutzung der Wind- und Solarenergie auch Teile des Umlandes erwärmten; alle diese Effekte dauern an.

Abbildung 1: Die Entwicklung der Deutschland-Jahrestemperaturmittel weist drei Phasen auf: Eine deutliche Erwärmung bis etwa 1948, danach eine geringe Abkühlung bis 1987 und ab 1988 die aktuelle, starke Erwärmung. Die Gesamterwärmung seit 1881 beträgt 1,7 Kelvin (°C). Mit Bereinigung der Wärmeinseleffekte würden die aktuellen Mittelwerte aber um etwa 0,4 bis 0,7 Kelvin (°C) niedriger ausfallen. Hinweis: Diese Grafik zeigt KEINE Klimasensitivität des CO₂, sie verdeutlicht lediglich, dass im mittleren Zeitabschnitt kein Zusammenhang zwischen CO₂-Konzentrationen und Lufttemperaturen bestand; in den anderen beiden besteht er lediglich bei rein statistischer Betrachtungsweise.

Eine erste, wesentliche Ursache der Wärme 2022 – viele Südwestlagen

Seit 1881, dem Beginn regelmäßiger Wetteraufzeichnungen in Deutschland, liegen auch die Häufigkeitsverhältnisse der Großwetterlagen nach HESS/BREZOWSKY halbwegs zuverlässig vor. Betrachtet man diese über den Gesamtzeitraum, so fällt die Häufigkeitszunahme der am stärksten erwärmend wirkenden Großwetterlagen SWA und SWZ (Südwestlagen unter Hoch- und Tiefdruckeinfluss) auf. Auch im Jahre 2022 waren diese mit über 40 Tagen mehr als doppelt so häufig, wie im Langjährigen Mittel.

Abbildung 2: Die starke Häufigkeitszunahme der SW-Lagen (orange) ist unter anderem auch eine Folge der gegenwärtigen AMO-Warmphase (grün); bei hohen AMO-Werten treten tendenziell mehr SW-Lagen auf. AMO: Zyklisch auftretende Zirkulationsschwankung der Ozeanströmungen im Nordatlantik bezeichnet, die eine Veränderung der Meeresoberflächentemperaturen des gesamten nordatlantischen Beckens mit sich bringt, wodurch Einfluss auf die Atmosphäre ausgeübt wird. Umrechnung beider Größen in Indexwerte, um sie besser in einer Grafik darstellen zu können.

Das folgende Streudiagramm zeigt den großen Einfluss der Südwestlagen-Häufigkeit auf die Jahresmitteltemperaturen in Deutschland.

Abbildung 3: Tendenziell (nicht immer) fallen Jahre mit vielen SW-Lagen wärmer aus; so beispielsweise 1999, 2000, 2014 oder 2022. Aber das extrem warme Jahr 2018 wies nur durchschnittlich viele SW-Lagen auf. Immerhin fast 30% der Gesamtvariabilität der deutschen Jahresmitteltemperaturen lassen sich mit der SW-Lagenhäufigkeit erklären – ein für klimatologische Verhältnisse beachtlicher Zusammenhang!

Die vielen SW-Lagen können die Wärme des abgelaufenen Jahres also teilweise, aber nicht vollständig erklären – womit wir nun bei der Sonnenscheindauer wären.

Rekord-Sonnenscheindauer 2022

Nicht nur in den Urlaubsmonaten, auch im März, Mai und im Spätherbst versüßte uns wenigstens die Sonne den bitteren Alltag 2022. Näheres dazu hier, hier, hier und hier. Die Sonnenscheindauer hat in den letzten vier Jahrzehnten in Deutschland auffallend stark zugenommen; grob Ähnliches zeigt sich auch auf den Britischen Inseln. Leider liegt das Flächenmittel der Besonnung erst seit 1951 vor. Diese wachsende Besonnung wirkte, besonders im Sommerhalbjahr, stark erwärmend – ein Großteil der Klimaerwärmung ist also nicht den steigenden CO-Konzentrationen, sondern der längeren Sonnenscheindauer geschuldet. Diese längere Besonnung hatte offenbar mehrere Ursachen: Die aktuelle AMO-Warmphase mit geänderten Großwetterlagen-Häufigkeiten, die Luftreinhaltemaßnahmen, die zunehmende Austrocknung der Landschaft durch eine falsche Bewirtschaftung und Siedlungspolitik sowie die Sonnenaktivität selbst; auch der massive Ausbau der Wind- und Solarenergie könnte sie gefördert haben. Die folgende Grafik zeigt die Entwicklung der Sonnenscheindauer im Deutschen Flächenmittel. Mit 2024 Sonnenstunden herrschte fast überall Weinbauklima.

Abbildung 4: Mit 2024 Sonnenstunden überbot das abgelaufene Jahr den alten Rekordhalter, das ebenso warme Jahr 2018, um etwa 9 Stunden; 2003 folgt mit knapp 2014 Stunden auf Platz 3.

Anhand der folgenden Grafik wird der enge Zusammenhang von Sonnenscheindauer und Temperaturen deutlich:

Abbildung 5: Fast Gleichklang bei der Entwicklung der Jahressonnenscheindauer (gelb) und der Jahresmitteltemperaturen (blau). Der Zusammenhang zwischen beiden ist signifikant und positiv; fast 48% der Temperatur-Variabilität wird von der Sonnenscheindauer bestimmt. Man achte auch hier, analog zur Abbildung 1, auf den starken Anstieg ab 1988. Umrechnung beider Größen in Indexwerte, nur so sind sie in einer Grafik zu veranschaulichen.

Nochmals Großwetterlagen: Viele Unbestimmte Großwetterlagen bedeuteten häufige Flauten

Auch im abgelaufenen Jahr setzte sich die Tendenz zu häufigeren Schwachwind-Lagen fort; das sind unter anderem die so genannten XX-Lagen (Wetterlagen ohne eindeutige Anströmrichtung über Deutschland). Zunehmend geraten nun auch Wind- und Solarenergie in den Verdacht, unser Klima massiv zu beeinflussen; Näheres unter anderem hier und hier. Wichtige, ernste Hinweise für die Begrenztheit und die schon jetzige Übernutzung der Ressource Wind sind die Häufigkeitszunahme der windschwachen, Unbestimmten XX-Wetterlagen sowie die tendenzielle Abnahme der Windstärke in Norddeutschland.

Abbildungen 6a und 6b: Oben (6a) die merkliche Häufigkeitszunahme der Unbestimmten Wetterlagen ohne Anströmrichtung (XX-Lagen) im Jahresmittel; mit 81 Tagen gab es auch 2022 überdurchschnittlich viele XX-Lagen. Näheres zur erst seit Juli 1979 vorliegenden Objektiven Wetterlagen-Klassifizierung hier. Unten die Entwicklung der Windgeschwindigkeit in Norddeutschland seit 1992 (Mittel aus 25 DWD-Stationen, leider nur in Beaufort vorliegend). 2022 verlief Dank eines stürmischen Hochwinters zwar leicht windiger als das Vorjahr, dennoch gehörte es zu den windschwächeren Jahren.

Unterdurchschnittliche Niederschläge 2022

Besonders in den Monaten März und von Mai bis August fehlte es an Regen. Zu den trockensten Jahren zählte 2022 mit etwa 669 mm im deutschen Flächenmittel aber nicht; und auch langfristig zeigt sich im Jahresmittel bislang gar noch eine leichte Niederschlagszunahme. Deutschland bleibt also ein wasserreiches Land – wenn man das Regenwasser besser speichert und umverteilt.

Abbildung 7: Langfristig sogar leichte Zunahme des Jahresniederschlages in Deutschland. Auch wenn im abgelaufenen Jahr mehr als 100 mm Regen fehlten – zu den herausragend trockenen Jahren zählte 2022 nicht; aber die Niederschlagsverteilung war für das Pflanzenwachstum zeitlich sehr ungünstig.

Kaum noch Vegetationsverfrühung?

Seit gut 30 Jahren beobachtet der Verfasser die Vegetationsentwicklung in Weimar. Die landläufige Meinung, alles blühe und reife immer früher, gilt jedoch nicht uneingeschränkt, denn alle wichtigen phänologischen Jahreszeiten zeigen seit 1990 momentan keinen oder nur einen geringen, nicht signifikanten Verfrühungstrend:

Abbildung 8: Keine wesentlichen (signifikanten) Trends bei der Vegetationsentwicklung in Weimar seit 1990. Man beachte, dass fallende Trends (Hasel) Verfrühung, steigende Verspätung bedeuten – doch wegen der großen Streuung der Einzelwerte sind sie nicht signifikant. Alle Beobachtungen erfolgten stets an denselben Standorten.

Die meiste Verfrühung fand also bis etwa zum „Klimasprung“ (um 1988) statt – danach scheint die Verfrühung weitgehend ausgereizt; der Verfrühungstrend der Haselblüte ist wegen seiner enormen Streuung nicht signifikant.

Die Mittleren Temperaturminima in Deutschland – kaum steigend

Anders, als bei den Tagesmitteltemperaturen, gibt es (leider) beim DWD kein deutsches Flächenmittel für die Mittleren Minima; sie mussten daher aus 25 nahezu ortsfesten DWD-Stationen seit 1988 geschätzt werden; Näheres zu der Problematik hier und hier. Während die Jahresmitteltemperaturen seit 1988 um 1 Kelvin (°C) anstiegen – hauptsächlich infolge der stark steigenden Maxima wegen der Besonnung, erwärmten sich die Minima im selben Zeitraum nur um knapp 0,4°C, weil unter anderem wolkenärmere Nächte die Erwärmung bremsten. Auch hier zählte – wenig überraschend, 2022 zu den wärmsten Jahren, aber es landete nicht auf Platz 1 wie bei den Jahresmitteltemperaturen, sondern nur im oberen Mittelfeld.

Abbildung 9: Entwicklung der Mittleren Minima seit 1988 in Deutschland. Sie erhöhten sich nur unwesentlich.

2022 – weniger Meereis in der Arktis?

Abschließend noch ein Blick über den deutschen Tellerrand hinaus. Der angeblich so besorgniserregende Flächenschwund des arktischen Meereises, welcher uns von den links-grünen Qualitätsmedien stets kolportiert wird, scheint sich vorerst zu verlangsamen oder gar zu stoppen – was zukünftig passiert, wissen wir nicht.

Abbildung 10: Nach den Rekord-Tiefstständen der Jahre 2016, 2019 und 2020 nahm die mit Meereis bedeckte Fläche im vergangenen Jahr deutlich und im Jahr 2022 leicht zu; der starke Eisrückgang scheint vorerst gestoppt. Verlässliche Daten liegen erst seit 1979 vor (Einführung der lückenlosen, satellitengestützten Flächenerfassung); vermutlich gab es auch in vergangenen Jahrhunderten und Jahrtausenden Phasen mit starkem Eisrückgang.

Stefan Kämpfe, Diplomagraringenieur, unabhängiger Natur- und Klimaforscher

 




Das Windenergie-Wunder

Willis Eschenbach

Ich stieß auf einen lobenden Artikel über das schottische Hywind-Projekt mit dem Titel [übersetzt] „Der erste schwimmende Offshore-Windpark der Welt wird fünf Jahre alt – so läuft es“. Darin wird der „Nutzungsgrad“ gelobt, d. h. die tatsächliche Auslastung der Anlage, die auf dem Typenschild angegeben ist. Und in der Tat, mit einem behaupteten Nutzungsgrad von 54 % ist das beeindruckend.

Der Windpark hat eine Nennleistung von 30 Megawatt (MW). Bei einem Nutzungsgrad von 54 % sind das 142 Gigawattstunden, die pro Jahr erzeugt werden. Wie ich schon sagte, beeindruckend.

Es gibt nur einen winzigen Haken an der Sache: Wie hier beschrieben, wird der Strom von Hywind für 0,25 Dollar pro Kilowattstunde an das Netz verkauft, nicht an den Verbraucher, sondern an das Netz. Das ist etwa das Vierfache der Kosten von Strom aus fossilen Brennstoffen, und raten Sie mal, wer die Differenz subventioniert?

Eben. Der arme britische Steuerzahler. Bei 0,25 Dollar pro Kilowattstunde kostet diese Stromsubvention den Steuerzahler etwas mehr als 26 Millionen Dollar pro Jahr, etwa eine Achtelmilliarde Dollar in den fünf Jahren ihres Bestehens … ein verdammt gutes Geschäft.

Das ist die hässliche Realität von Wind- und Solarenergie. Sie werden von den Steuerzahlern massiv subventioniert, egal wo sie installiert werden. Die Subventionen erfolgen sowohl direkt als auch indirekt. Sie bringen kein Geld ein, sie sind wirtschaftlich nicht wettbewerbsfähig, außer in den fiebrigen grünen Träumen der Umweltschützer, die sie dem armen Steuerzahler aufzwingen.

Unter dem Strich:

● In den USA liegt der durchschnittliche Strompreis für den Verbraucher in der Größenordnung von 0,10 Dollar pro Kilowattstunde.

● Nach Angaben des Manhattan Institute haben wir Wind-, Solar- und Biokraftstoffe über einen Zeitraum von 20 Jahren mit 5 Billionen Dollar subventioniert.

● Our World In Data sagt, dass sie in 20 Jahren weltweit 9,12 Petawattstunden (1015 Wattstunden) geliefert haben.

Das sind 0,55 Dollar pro Kilowattstunde, die wir in ein Rattenloch geworfen haben.

(Die Leute wissen nicht, wie groß 5 Billionen Dollar sind … hier ist eine Möglichkeit, es zu begreifen. Wenn wir jede einzelne Stunde eine Million Dollar verschwenden und 24 Millionen Dollar pro Tag in Brand setzen würden, 24/7/365, dann bräuchten wir 570 Jahre, um 5 Billionen Dollar zu verschwenden. Denken Sie an all die guten Dinge, die dieses Geld hätte tun können. Um nur eine Sache herauszugreifen: Man hätte damit jedes einzelne Dorf auf dem Planeten mit sauberem Trinkwasser versorgen können, und es wäre noch viel Geld übrig geblieben … aber nein, die grüne Lobby muss ihren Irrsinn vom Steuerzahler bezahlen lassen.)

Und was haben uns die fünf Billionen Dollar gebracht? Gar nichts!

Die gute Nachricht hingegen ist, dass es im trockenheitsgefährdeten Nordkalifornien, wo ich wohne, viel regnet. Hier ist der Blick von meiner Veranda, mit sehr nassen Kürbissen auf dem Terrassentisch:

Den Medien und den ach so wissenschaftlichen Klimaforschern zufolge war die Dürre in Kalifornien im letzten Jahr natürlich ein sicheres Zeichen für den gefürchteten Klimawandel. Und wenn es jetzt regnet, raten Sie mal?

Es ist ein weiteres sicheres Zeichen für den gefürchteten Klimawandel …

… und zu den oben erwähnten „guten Nachrichten“ über die Windenergie kommt natürlich noch die schlechte Nachricht, dass das kalifornische Stromnetz nicht mit Wind umgehen kann. Stellen Sie sich das vor. Bei uns zu Hause ist der Strom ausgefallen, und das betrifft bei weitem nicht nur uns. Hier ist die Karte der Stromausfälle bei Pacific Gas and Electric. Ich wohne eineinhalb Stunden nördlich von San Francisco, wo sich das rote Dreieck an der Küste befindet:

Link: https://wattsupwiththat.com/2023/01/05/the-wind-power-mirage/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Kältereport Nr. 1 / 2023

Christian Freuer

Vorbemerkung: Die extrem milde Witterung bei uns sollte nicht den Blick dafür vernebeln, dass es anderswo wieder extrem kalt ist – in Osteuropa beispielsweise, also gar nicht so weit weg von uns. Autor Cap Allon stellt dies in den Zusammenhang mit einem stark mäandrierenden Jetstream, wie er bei geringer Sonnenaktivität häufiger auftritt. Zum gleichen Ergebnis waren aber auch schon Kämpfe et al. in verschiedenen Beiträgen auf diesem Blog gekommen.

Ich fürchte und freue mich darauf (wirklich beides gleichzeitig!), wenn wir hier in Mitteleuropa mal auf die kalte Seite eines solchen Jetstreams kommen! Das ist keine Frage des „ob“, sondern nur des „wann“ (vorerst aber wohl noch nicht).

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Meldungen vom 2. Januar 2023:

Blogger Cap Allon stellt diesem Meldungsblock voran:

Fallen Sie nicht auf die Verschleierung/Propaganda herein; stimmen Sie nicht zu, dass Ihnen Ihr Vermögen/Wohlstand wegen einer imaginären Krise entzogen wird.

Lawinen in UK

Das neue Jahr hat Mitteleuropa eine für die Jahreszeit untypische Wärme gebracht – die Folge eines durch geringe Sonnenaktivität bedingten „meridionalen“ Jetstreams, nicht einer steuerpflichtigen menschlichen Ausscheidung – aber dieses lokale Vergnügen dürfte nur von kurzer Dauer sein, da sich polare Luft darauf vorbereitet, sich aus dem weiterhin außergewöhnlich kalten Skandinavien/NW-Russland nacch Süden auszubreiten.

In UK wurden im vergangenen Monat langjährige Kälterekorde gebrochen, und in den meisten Regionen, insbesondere im schottischen Hochland, gab es starken Schneefall.

Es kam sogar so viel Schnee zusammen, dass Ende letzter Woche am Ben Nevis eine gewaltige Lawine ausgelöst wurde, die einen Bergsteiger an der Nordwand des Berges etwa 2.000 Fuß in den Tod stürzte und einen anderen schwer verletzte.

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Extreme Kälte steht in ganz Russland bevor

Wie bereits angedeutet, herrscht in Osteuropa heftiger Frost:

Abbildung 1: Die Wärme in West- und Mitteleuropa wird durch die Kälte in Osteuropa mehr als kompensiert [tropicaltidbits.com].

Noch bemerkenswerter ist jedoch die Ausdehnung der extremen Kälte nach Osten, wo praktisch ganz Russland, die Mongolei, Kasachstan (eigentlich alle Gebiete) sowie große Teile Chinas von Temperatur-Anomalien bis zu 30°C unter der Winternorm betroffen sein werden.

Es dürften alle bisherigen Kälterekorde gebrochen werden, und zwar in einem riesigen Gebiet.

Aber man betrachte, was einer Landmasse droht, die leicht 10 Mal so groß ist wie Mitteleuropa:

Abbildung 2: GFS 2m Temperatur-Anomalien (°C) Jan 15 – Jan 18 [tropicaltidbits.com].

Am 4. Januar wird das sogar auf dem Alarmisten-Blog wetteronline.de thematisiert: https://www.wetteronline.de/wetterticker/massiver-kaelteeinbruch-in-osteuropa

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Nordindien: Wichtige Straße durch 1 m Neuschnee blockiert

Die wichtige indische Mughal-Straße, die weite Teile der Region Jammu mit dem südlichen Kaschmir verbindet, wird wegen der jüngsten außergewöhnlichen Schneefälle den ganzen Winter über gesperrt sein, wie die Behörden am Sonntag mitteilten.

Der Verkehr auf der Straße wurde am Donnerstag eingestellt, nachdem sich mehr als ein Meter Schnee angesammelt hatte.

Dazu gibt es auch ein Reportage-Video hier.

In den letzten Tagen und Wochen hat es in dieser Region der Welt, auch im benachbarten Pakistan, stark geschneit.

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Sydney: Zum ersten Mal seit 1859 hat die Stadt die 32°C-Marke nicht erreicht

Es war ein kaltes Jahr 2022 in Australien:

Das Land erlebte einen überdurchschnittlich kalten Winter (der für einige Orte, darunter Brisbane, der kälteste aller Zeiten war), einen überdurchschnittlich kalten Herbst und einen rekordverdächtig kalten Sommerbeginn (der dem Land die niedrigste Sommertemperatur aller Zeiten bescherte).

In Sydney hat die Habour City gerade einen kühlen Dezember hinter sich gebracht und damit ein außergewöhnlich kühles Jahr abgeschlossen. Zum ersten Mal in den Wetterbüchern, die bis ins Jahr 1859 zurückreichen, erreichte Sydney während des gesamten Jahres nicht mehr als 32°C – und das trotz des immer stärker werdenden UHI-Effekts (Urban Heat Island) in der Stadt.

Anomale Kälte aus der Antarktis erfasste im Dezember weite Teile des Landes, nicht nur Sydney, und brach im Laufe des Monats Hunderte von Tiefsttemperaturrekorden – vor allem in den Regionen Queensland und New South Wales.

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Jakobshavn-Gletscher in Grönland wächst weiter

In den letzten Jahren ist der größte Gletscher Grönlands (Jakobshavn) zum ersten Mal seit mindestens 1850 wieder gewachsen.

Im Jahr 2017 hatte die NASA-Mission Oceans Melting Greenland (OMG) aus der Luft einen Rückgang der Wassertemperatur vor der grönländischen Westküste um mehr als 1,5 Grad Celsius dokumentiert.

Diese starke Abkühlung war nach Angaben des OMG-Teams das Ergebnis natürlicher ozeanischer und atmosphärischer Muster, die quasi einen „Schalter umlegen“ zwischen wärmeren und kühleren Strömungen entlang der Küste.

Da der Schalter jahrzehntelang in der gleichen Position bleiben kann, war das Team froh, diese dramatische Veränderung beobachten zu können – vor allem, als sie sahen, wie sie sich auf den größten Gletscher Grönlands, den Jakobshavn, auswirkte. Der Gletscher war jahrelang geschrumpft, doch der Zustrom kälteren Wassers belebte den Jakobshavn, so dass er zum ersten Mal seit der industriellen Revolution wieder wuchs und sich in Richtung Meer bewegte.

Link: https://electroverse.co/uk-avalancheextreme-freeze-russia-mughal-blocked-sydney-1859-greenland-grows/

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Meldungen vom 3. Januar 2023:

Wieder zunächst Cap Allon:

Entgegen allen Behauptungen der Panikmacher ist der Planet etwa 15 % grüner als im Jahr 2000, und die biologische Vielfalt nimmt stark zu.

Der kalte Dezember in Skandinavien

Neben UK, Irland, Island und den baltischen Ländern war Skandinavien eine weitere europäische Region, die im Dezember 2022 von erheblich überdurchschnittlich kaltem Wetter betroffen war.

Es folgen Betrachtungen für die Länder Skandinaviens einzeln. Beispielhaft hier die Graphik von Norwegen:

Abbildung 4: Quelle: @Meteorologene

Es folgt noch ein Beitrag zur Sonnenaktivität sowie ein weiterer zur Ergrünung der Wüsten. Letzterer wird in einem gesonderten Beitrag übersetzt.

Link: https://electroverse.co/scandinavias-cold-dec-sunspots-why-are-the-deserts-greening/

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Meldungen vom 5. Januar 2023:

Kalter Dezember in Nordamerika, Australien, Teilen Europas und Asien

Wie die 15 AMSU-Satelliten der NASA/NOAA (die jeden Quadratzentimeter der unteren Troposphäre messen) zeigen, hat sich die Erde im Dezember abgekühlt, und zwar auf einen Wert, der nur 0,05 °C über der multidekadischen Basislinie liegt (in den späten 1980er Jahren war der Planet wärmer).

Nationale meteorologische Agenturen und Institute bestätigen die Abkühlung, wobei Länder auf beiden Hemisphären einen anomal kalten letzten Monat des Jahres 2022 melden.

Es folgt zunächst der Blick auf Nordamerika, aber dort liegen die endgültigen Daten noch nicht vor. Anderswo ist das aber bereits der Fall:

Australien

Der Dezember bildete den Abschluss eines anomal kalten Jahres in Australien:
Der australische Kontinent verzeichnete einen überdurchschnittlich kalten Winter (den kältesten aller Zeiten in Brisbane), den kältesten Frühling seit Jahrzehnten (den kältesten November aller Zeiten in vielen Orten, einschließlich Forbes und Ivanhoe) und am 9. Dezember die niedrigste Sommertemperatur aller Zeiten (-7 °C im Perisher Valley).

Der Frost in Perisher trug dazu bei, dass New South Wales den fünftkältesten Dezember seit den 1800er Jahren erlebte; er trug auch dazu bei, dass der australische Kontinent den Monat mit einer Anomalie von -0,85 °C unter der multidekadischen Norm abschloss.

Teile Europas

Ebenso durchliefen weite Teile Europas einen anomal kalten Dezember 2022.

Dies ist natürlich längst vergessen, da die Länder in der Mitte des Kontinents jetzt ein oder zwei Wochen ungewöhnlicher Wärme genießen. Aber ein kleiner Teil der Welt mit ungewöhnlich milder Witterung gleicht nicht die wahrhaft arktischen Bedingungen aus, die in anderen, weitaus größeren Regionen des Planeten herrschen.

Wie bereits berichtet war der Dezember in ganz Skandinavien kalt.

Gleiches gilt für UK. Trotz eines milderen Monatsendes endete der Dezember 2022 mit einer Abweichung von 1,3 K unter der historischen Norm; eine negative Temperaturanomalie, die mit den Dezembern von 1739, 1757, 1780 und 1939 in Mittelengland vergleichbar ist.

Auch im nahe gelegenen Irland war es im Dezember mit einer Temperaturanomalie von -1,4 °C unter der älteren Norm für den Zeitraum 1981-2010 kühl.

In Litauen wurde ein landesweiter Durchschnitt von -2,6 °C registriert, was -1,5 °C unter der Norm liegt. Darüber hinaus blieb der Schnee für viele Litauer den ganzen Monat über liegen, selbst nach einer vergleichsweise milden letzten Woche.

Asien

Der Dezember 2022 lag in Japan mit einer Anomalie von 0,45 °C unter der multidekadischen Norm. Außerdem war es im ganzen Land ein historisch schneereicher Monat, in dem die Tages- und Monatswerte und sogar viele Allzeit-Schneehöhen fielen.

Auch in Hongkong war der letzte Monat des Jahres sehr kalt. Mit einem Durchschnittswert von 16,6 °C lag die Region 1,6 °C unter ihrer saisonalen Norm.

In Südkorea lag die Durchschnittstemperatur bei eisigen -1,4 °C und damit deutlich, nämlich um 2,5 °C unter dem Durchschnitt.

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Kaltes Jahr 2022 in der Antarktis

Die Antarktis scheint sich abzukühlen…

Der Kontinent erlebte 2021 seinen bisher kältesten „kernlosen“ Winter (April-September) und setzte dann den Abkühlungstrend im Jahr 2022 fort, indem er eine Reihe von überdurchschnittlich kalten Monaten (einschließlich des kältesten Novembers seit 1987) sowie den letzten Rekordwert von -60 °C verzeichnete.
Die Daten liegen nun für das gesamte Jahr 2022 vor, und es überrascht nicht, dass das Jahr kälter als normal endete.

Die Südpolstation beendete das Jahr mit einem Jahresdurchschnitt von -49,5°C, was -0,4°C unter der Norm liegt.

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Und noch einmal USA:

Historische Schneefälle in South Dakota und Minnesota

Die Stürme dieser Woche sind in Gemeinden in ganz South Dakota und SW Minnesota ein Ereignis, das in die Geschichte eingehen wird.

Armour zum Beispiel meldete am 3. Januar um 16:30 Uhr über 60 cm Neuschnee.

Anderswo, in Winner, fielen am Dienstag mehr als 25 cm Schnee und übertrafen damit den bisherigen Rekord für einen Tag Schneefall im Januar, der am 19. Januar 1988 aufgestellt worden war.

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Minneapolis/St. Paul*: Schneereichster Winterbeginn seit 30 Jahren

*beide Städte liegen eng beieinander und werden als „Twin Cities“ bezeichnet.

Die Zwillingsstädte haben den schneereichsten Winterbeginn seit etwa drei Jahrzehnten erlebt. Und nur vier Tage nach Beginn des Monats ist es bereits der schneereichste Januar seit fünf Jahren.

Mittwochmittag, dem 4. Januar, betrug die Schneemenge am Minneapolis-St. Paul International Airport, dem offiziellen Klimastandort für die Zwillingsstädte, 30 cm – ein neuer Tagesrekord.

Noch beeindruckender ist, dass der Schneefall in dieser Saison bereits 115 cm beträgt, während der Durchschnitt (bis zu diesem Zeitpunkt) bei 50 cm liegt. Damit ist dies der schneereichste Start in einen Winter in der Region seit 1992. Der Durchschnitt für eine ganze Saison liegt bei 130 cm.

Im Westen, in Kalifornien, fielen in der Silvesternacht in Palisades Tahoe 18 cm pro Stunde und im UC Berkeley Central Sierra Snow Lab 20 cm pro Stunde, womit das UC Berkeley Central Sierra Snow Lab seinen bisherigen 12-Stunden-Schneerekord brach…

Siehe dazu die nächste Meldung.

Link: https://electroverse.co/frigid-december-cold-2022-south-pole-historic-snowfall-us-more-to-come/

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Meldungen vom 6. Januar 2023:

Cap Allon: Weltweit sinken die Temperaturen und die Schneedecke nimmt zu – kaum Anzeichen für bevorstehendes Unheil:

Schneedecke in Kalifornien die höchste seit 40 Jahren

Die Schneedecke in den kalifornischen Bergen ist so hoch wie seit 40 Jahren nicht mehr – und es werden weitere Schneefälle vorhergesagt.

Derzeit beträgt die Schneedecke in Kalifornien 179 % des historischen Durchschnitts, was durch die jüngsten rekordverdächtigen Schneestürme begünstigt wurde.

Die Schneedecke im gesamten Bundesstaat liegt sogar bei 70 % des Durchschnittswertes vom 1. April und erreicht damit das beste Wasserjahr seit Aufzeichnung (1982-1983):

Es folgt eine Erklärung, warum dieser Massenschnee für die Wasserversorgung des US-Staates so wichtig und positiv ist.

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Oslo: „Chaos“ durch starke Schneefälle

In den letzten Monaten war es in ganz Skandinavien sehr kalt, und die Kälte wurde von starkem, störendem Schneefall begleitet, insbesondere in Norwegen.

Trotz der rund um die Uhr erfolgenden Schneeräumungs-Aktivitäten in der Stadt wurden die Pendler in Olso aufgefordert, am Donnerstag und Freitag von zu Hause aus zu arbeiten, nachdem starker Schneefall einen Großteil des Verkehrs in der Hauptstadt zum Erliegen gebracht hatte.

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Extremer Frost erfasst weite Gebiete von Russland/Asien

Es ist in der Tat warm in Mitteleuropa, Alarmisten, wir sehen das. Aber was ist mit der rekordverdächtigen Kälte im Osten, die den größten Teil des transkontinentalen Russlands und des gesamten asiatischen Kontinents zu erfassen beginnt?

Wenn eine Landmasse von ca. 1,1 Millionen km², die sich derzeit milder Witterung erfreut (Mitteleuropa), auf eine „katastrophale globale Erwärmung“ zurückzuführen ist, was ist dann die Ursache für die eisige Landmasse von weit über 20 Millionen km² im Osten? Auch durch die globale Erwärmung, nehme ich an…?!

Diese Kältewelle ist zumindest im europäischen Teil Russlands voraussichtlich nur von kurzer Dauer, soll doch eine extrem positive NAO den Simulationen zufolge milde atlantische Luftmassen bis jenseits von Moskau treiben.

Link: https://electroverse.co/cali-snowpack-chaos-in-oslo-extreme-freeze-russia-asia-x-flare/

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wird fortgesetzt … (mit Kältereport Nr. 2 / 2023)

Redaktionsschluss für diesen Report: 7. Januar 2023

Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE




Bloß nicht den Hype glauben!

Roger Pielke Jr.

Globale Katastrophen im Jahre 2022, eine vorläufige Abschätzung

Im September stellte der Generalsekretär der Vereinten Nationen, António Guterres, anlässlich der Veröffentlichung eines Berichts mit dem ironischen Titel „United in Science“ folgende Behauptungen auf:

Überschwemmungen, Dürren, Hitzewellen, extreme Stürme und Waldbrände werden immer schlimmer und brechen die Rekorde mit immer alarmierenderer Häufigkeit. Hitzewellen in Europa. Kolossale Überschwemmungen in Pakistan. Langanhaltende und schwere Dürren in China, am Horn von Afrika und in den Vereinigten Staaten.

Das neue Ausmaß dieser Katastrophen hat nichts Natürliches an sich. Sie sind der Preis für die Abhängigkeit der Menschheit von fossilen Brennstoffen. Die Zahl der wetter-, klima- und wasserbedingten Katastrophen ist in den letzten 50 Jahren um das Fünffache gestiegen.

Wie ich und andere dokumentiert haben, ist Guterres Behauptung, die Zahl der Katastrophen sei um 500 % gestiegen, eine reine Falschaussage. Eine offensichtlichere und ungeheuerlichere Falschbehauptung werden Sie in öffentlichen Diskussionen von einer wichtigeren Institution nicht finden. Erschwerend kommt hinzu, dass die falsche Behauptung eines massiven Anstiegs der Katastrophen von niemand Geringerem als der Weltorganisation für Meteorologie legitimiert wird, einem der Gründungsorgane des IPCC.

Ich beschäftige mich seit fast 30 Jahren mit der Erforschung von Katastrophentrends und der Rolle, die (a) die Anfälligkeit und Gefährdung der Gesellschaft und (b) Klimaschwankungen und -veränderungen spielen. Dabei habe ich die konzertierten und erfolgreichen Bemühungen der Klimabefürworter beobachtet, Desinformationen über Katastrophen zu schaffen und zu verbreiten, wohl wissend, dass praktisch alle Journalisten und Wissenschaftler schweigen und zulassen, dass die falschen Informationen unkontrolliert verbreitet werden – und manchmal helfen sie sogar, sie zu verstärken.

Die Leser hier werden wissen, dass die tatsächliche Wissenschaft von Wetter- und Klimaextremen und den damit verbundenen Katastrophen weitaus differenzierter und weniger apokalyptisch ist, als es im öffentlichen Diskurs zumeist dargestellt wird. Die wissenschaftliche Realität schmälert nicht die Bedeutung der Klimaschutzpolitik, aber sie sagt etwas über die Standards der wissenschaftlichen Integrität aus.

In meinem heutigen Beitrag gebe ich einige vorläufige Informationen zu den globalen Katastrophen des Jahres 2022. Die heute verfügbaren Informationen sind unvollständig – das Jahr ist noch nicht ganz vorbei, und es sind noch nicht alle Datenanalysen durchgeführt worden, und die, die durchgeführt wurden, sind nur ein erster Schnitt. Die heute verfügbaren Informationen ermöglichen uns jedoch einen ersten Blick auf die Katastrophen des Jahres 2022 in historischer Perspektive.
Sicherlich gab es 2022 einige bemerkenswerte wetter- und klimabedingte Katastrophen, darunter:

● Überschwemmungen in Pakistan, Südafrika, Nigeria, Indien, den Vereinigten Staaten und Brasilien

● Dürre in Europa, Ostafrika und China

● Wirbelsturm Ian in Florida

Vorläufige Schätzungen gehen davon aus, dass im Jahr 2022 weltweit bis zu 11 000 Menschen bei wetter- und klimabedingten Katastrophen ums Leben kommen werden, was nach Angaben des Centre for Research on the Epidemiology of Disasters [CRED] in etwa dem Durchschnitt des vergangenen Jahrzehnts entspricht. Die Gesamtsterblichkeitsrate für Wetter- und Klimakatastrophen lag 2022 bei etwa 1,4 Menschen pro Million, was eine der fünf niedrigsten jährlichen Sterblichkeitsraten darstellt, seit Daten verfügbar sind (seit mehr als einem Jahrhundert) – und ich wage zu behaupten, in der gesamten aufgezeichneten menschlichen Geschichte. Die Jahre mit niedrigeren Sterbeziffern sind alle jüngeren Datums: 2021, 2018, 2017, 2016 und 2014. Noch vor 30 Jahren, im Jahr 1992, war die weltweite Todesrate durch Wetter- und Klimakatastrophen mit 29,0 pro Million mehr als 20 Mal so hoch. Der Rückgang der menschlichen Auswirkungen von Katastrophen ist eine wissenschaftliche und politische Erfolgsgeschichte, die weithin unterschätzt wird.

Werfen wir einen Blick auf einige erste Daten zu den Katastrophen des Jahres 2022, um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie sich dieses Jahr in die jüngere Geschichte einfügt. Hier konzentriere ich mich auf die Gesamtzahl der Wetter- und Klimakatastrophen und ihre wirtschaftlichen Auswirkungen. In einem späteren Beitrag werde ich auf einige Besonderheiten näher eingehen, darunter die unterdurchschnittliche Aktivität der tropischen Wirbelstürme im Jahr 2022 und die rekordverdächtig niedrigen Emissionen aus Wald- und anderen Bränden. Detaillierte Informationen zu den globalen Überschwemmungen und Dürren im Jahr 2022 müssen erst durch weitere Daten und Analysen ermittelt werden. Meinen jüngsten Beitrag mit einem detaillierten Blick speziell auf die USA können Sie hier lesen.

Gesamtzahl der globalen Katastrophen

Quelle: CRED. Die Schätzung von 325 für 2022 basiert auf 300 Wetter-, Klima- und Wasserkatastrophen bis November, plus 27 geschätzte für Dezember (=300/11).

Die obige Grafik zeigt, dass laut CRED EM-DAT – die gleiche Datenbank, auf die WMO und Guterres ihre falschen Behauptungen stützen, aber ich schweife ab – im Jahr 2022 insgesamt etwa 330 Katastrophen auftreten werden, wenn man die EM-DAT-Kriterien für die Aufnahme berücksichtigt. Die Anzahl der Katastrophen im Jahr 2022 entspricht in etwa dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre und liegt etwa 10 % unter der jährlichen Anzahl der Katastrophen im ersten Jahrzehnt dieses Jahrhunderts. Auch die weitergehenden Auswirkungen dieser Katastrophen (Todesfälle, wirtschaftliche Verluste) entsprechen diesen Trends.

Auf der Grundlage dieser Daten, die von CRED seit dem Jahr 2000 als zuverlässig angesehen werden, gibt es keinen Hinweis darauf, dass die Zahl der weltweiten Wetter- und Klimakatastrophen zunimmt. Das bedeutet, dass es – unbestreitbar – keine Beweise für eine weitere falsche Behauptung der UNO gibt: „Die Zahl der Katastrophenereignisse wird bis 2030 voraussichtlich 560 pro Jahr erreichen – oder 1,5 pro Tag, statistisch gesehen.“ (Sehen Sie hier nach.)

Ich bin neugierig: Wann fangen Journalisten an, die Fakten über Katastrophen zu berichten und Fehlinformationen zu widerlegen?

Globale Verluste durch Katastrophen

Aktualisiert von Pielke 2019. Hinweis: Die Schäden für 2022 werden auf der Grundlage vorläufiger Schätzungen von Swiss Re und des geschätzten BIP-Wachstums für 2022 auf der Grundlage des IWF geschätzt. Die endgültigen Zahlen können höher oder niedriger sein, und in den verbleibenden Tagen des Jahres 2022 können noch weitere Schäden auftreten.

Der globale Rückversicherungsriese Swiss Re projizierte, dass im Jahr 2022 Katastrophenschäden in Höhe von insgesamt 260 Mrd. USD zu verzeichnen sein werden. Auf der Grundlage dieser Schätzung und einer Schätzung des IWF für das globale BIP-Wachstum im Jahr 2022 können wir davon ausgehen, dass die weltweiten Schäden durch Wetter- und Klimakatastrophen im Jahr 2022 etwa 0,2 % des globalen BIP betragen werden. Das entspricht in etwa dem Mittelwert der Jahre 1990 bis 2021. In diesem Zeitraum sind die Schäden (im Verhältnis zum BIP) jedoch zurückgegangen, wie Sie in der obigen Abbildung sehen können, die eine von Experten überprüfte Analyse aktualisiert, die ich erstmals 2019 veröffentlicht habe.

In den letzten sechs Jahren waren die Schäden im Verhältnis zum BIP höher als im vorangegangenen Jahrzehnt, was größtenteils auf das Fehlen starker Wirbelstürme in den Vereinigten Staaten in diesem Zeitraum (2005-2017) zurückzuführen ist. Bemerkenswert ist, dass die Hurrikanschäden in den USA in der Vergangenheit mehr als 60 % der „globalen“ Katastrophenschäden ausmachten. Es gibt auch keine Anzeichen für eine dramatische Beschleunigung der Katastrophenschäden im Verhältnis zum globalen BIP, die im Stern-Bericht vor mehr als 15 Jahren prognostiziert worden war. Wann immer also von „Milliarden-Dollar-Katastrophen“ und ihrem angeblichen Zusammenhang mit dem Klimawandel die Rede ist, lässt sich das mit einem einzigen Wort zusammenfassen: Desinformation.

Fazit auf globaler Ebene

Katastrophen sind furchtbar – Menschen sterben und werden vertrieben, Eigentum und Infrastruktur werden beschädigt und zerstört, und die Wirtschaft kann in Mitleidenschaft gezogen werden. Der Planet Erde ist ein Ort der Extreme. Wirbelstürme, Überschwemmungen, Dürren, Hitzewellen und andere Arten von Extremereignissen sind normal und waren es schon immer.

Allerdings birgt der vom Menschen verursachte Klimawandel das Potenzial, Extremereignisse häufiger oder schlimmer zu machen. So gibt es zum Beispiel bereits gute Belege dafür, dass Hitzewellen vielerorts intensiver geworden sind, und dieser Anstieg ist auf die zunehmenden Treibhausgase zurückzuführen. Für die meisten Arten von Wetter- und Klimaextremen ist es jedoch weder gelungen, einen Trend zu erkennen noch ihn auf menschliche Einflüsse auf das Klima zurückzuführen.

Nehmen Sie das nicht von mir, sondern vom IPCC.

Gleichzeitig ist die Fähigkeit der Gesellschaften, sich auf Extremereignisse vorzubereiten und sich von ihnen zu erholen, eine bemerkenswerte Geschichte politischer Erfolge – die Zahl der Todesopfer im Zusammenhang mit Katastrophen ist von Millionen pro Jahr vor einem Jahrhundert auf Tausende pro Jahr im letzten Jahrzehnt gesunken. Das sind immer noch zu viele, aber wir sollten anerkennen, dass dies auch eine enorme Leistung darstellt. Wir können und sollten mehr tun.

Leider wird heutzutage jede Wetter- und Klimakatastrophe als eine Art „Aushängeschild“ für die Klima-Katastrophe herangezogen. Jedes Extremereignis und die damit verbundenen menschlichen Auswirkungen werden schnell zu einem Symbol für etwas anderes – wie eine verfehlte Energiepolitik, raffgierige Unternehmen für fossile Brennstoffe, böse Politiker oder gefühllose Jet-Set-Milliardäre. Das ist ein einfaches und mächtiges Narrativ, das aber auch unglaublich irreführend ist.

Solche selbstbewussten Behauptungen über die Ursachen haben nicht nur eine schwache wissenschaftliche Grundlage, sondern lenken auch davon ab, worauf wir uns im Zusammenhang mit Katastrophen eigentlich konzentrieren sollten – auf die Katastrophen selbst und die gesellschaftlichen Bedingungen, die ihnen zugrunde liegen. Ein Extremereignis ist keine Katastrophe. Eine Katastrophe tritt nur dann ein, wenn ein Extremereignis auf eine unvorbereitete, verletzliche und exponierte Gemeinschaft trifft. Weitere Fortschritte bei der Abschwächung der Auswirkungen von Katastrophen auf die menschliche Gesellschaft werden daher von einer besseren Vorbereitung, einer geringeren Anfälligkeit und einem besseren Umgang mit der Gefährdung abhängen.

Die Verringerung der Treibhausgase ist natürlich von entscheidender Bedeutung. Aber das gilt auch für weitere Fortschritte bei der Verringerung der Auswirkungen von Katastrophen. Es handelt sich um zwei unterschiedliche Dinge, und die Verwechslung von Ersterem mit Letzterem bedeutet nicht nur einen Verlust an politischem Fokus, sondern auch einen Triumph der Desinformation über fundierte Wissenschaft. Wir können uns mit der Notwendigkeit der Dekarbonisierung der Weltwirtschaft befassen und weitere Fortschritte bei der Eindämmung von Katastrophen erzielen – beides gleichzeitig, ohne das eine mit dem anderen zu verwechseln. Dies erfordert jedoch einen Grad an Ehrlichkeit in unseren Diskussionen über diese Themen, der verloren gegangen ist. Mal sehen, ob wir sie wiederfinden können.

Link: https://rogerpielkejr.substack.com/p/dont-believe-the-hype?mc_cid=82b361cccf&mc_eid=2677af5302

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Früher haben wir die schlimme Natur geduldig ertragen, jetzt wollen wir vom Westen (viel) Geld dafür

Helmut Kuntz

Seit auf dem letzten Klimagipfel auch dank vehementer, deutscher Unterstützung beschlossen wurde, für Klimaschäden Reparationszahlungen zu leisten, werden stetig neue und immer schlimmere Einschläge des Klimawandels gemeldet.
Nun hat es auch die Salomonen erwischt, wie es ein erschütternder Bericht von dort ausweist.

Klimawandel im Südpazifik: „Für uns geht es ums Überleben”

Ein Journalist (Studium Politikwissenschaften und Sinologie), welcher eigentlich über das Verhältnis zwischen den Salomonen und China berichten wollte, wurde vom EU-Botschafter der Salomonen genötigt, stattdessen zu berichten, wie sein Inselstaat wegen dem Klimawandel buchstäblich ums Überleben kämpft.

Wie das Interview zeigt, kennt sich der Journalist wohl bestens mit dem Klimawandel aus, weiß also selbst genau, wie schlimm dieser auch dort schon wütet. Selbstverständlich kann er auch den daran alleine schuldigen Westen benennen, und so braucht der Botschafter nur noch zu seinen Fragen das Erwartete bestätigen:
[1] Frankfurter Rundschau, Sven Hauberg, 03.01.2022 (Auszug): Klimawandel im Südpazifik: „Für uns geht es ums Überleben”
Pazifische Inselstaaten wie die Salomonen sind besonders stark von Klimawandel betroffen. Im Interview erzählt der EU-Botschafter des Landes, was er vom Westen fordert – und warum er auf China setzt.

… Mosé, EU-Botschafter der Salomonen, will bei dem Treffen dann aber doch nicht über das Verhältnis seines Landes zu China reden. Ein anderes Thema sei ohnehin drängender, sagt er: Der Klimawandel ist für das Land mit seinen rund 700.000 Einwohner eine existenzielle Bedrohung. „Die Zeit läuft uns davon“, warnt Mosé, der auch in Deutschland die Interessen seines Landes vertritt, im Interview mit der Frankfurter Rundschau von IPPEN.MEDIA.
Journalist: Herr Botschafter, wie wirkt sich der Klimawandel auf den Salomonen aus?
Der Klimawandel ist eine existenzielle und ernste Gefahr für die Salomonen und viele andere Inselstaaten im Pazifik. Besonders betroffen sind kleine Atolle und Gebiete in Küstennähe. Die Strände werden weggespült, das zwingt die Menschen, ihre Dörfer aufzugeben und weiter ins Inland zu ziehen. Weil der Meeresspiegel steigt, verschmutzt auch das Trinkwasser. Viele Bauern auf den Salomonen, die bislang zum Beispiel Taro oder Süßkartoffeln angebaut haben, können das nicht mehr. Aber auch Menschen, die in höherliegenden Gebieten leben, sind betroffen. Zum Beispiel, weil Erosion die Böden zerstört.
Journalist: Auch Unwetter werden wegen des Klimawandels immer häufiger …
Wir erleben häufiger schwere Regenfälle, was zu Überschwemmungen führt und Straßen wegspült. Auch Wirbelstürme nehmen zu. Früher gab es vielleicht alle fünf Jahre einen schweren Sturm, heute ein oder zweimal pro Jahr. Kaum ist die eine Katastrophe überstanden, kommt die nächste.
Journalist: Auch viele andere Inseln der Region leiden unter den Auswirkungen des Klimawandels. Wo zeigt sich das besonders?
Besonders betroffen sind zum Beispiel Inselstaaten wie Tuvalu, die Marshallinseln oder Kiribati. In 50 oder 100 Jahren existieren viele dieser Inseln vielleicht nicht mehr. Für uns geht es jetzt ums Überleben. Die wissenschaftlichen Daten zeigen, dass wir an einem Kipppunkt stehen. Wichtige Entscheidungen dürfen jetzt nicht vertagt werden. Sonst ist es zu spät. Tuvalu etwa besteht aus mehreren Atollen, die oft nur ein paar Zentimeter über dem Meeresspiegel liegen. Da kann es vorkommen, dass eine besonders hohe Welle das halbe Atoll überflutet.
Journalist: Die westlichen Industriestaaten tragen die Hauptverantwortung für den Klimawandel, während die Salomonen und andere Inselstaaten ganz besonders darunter leiden. Macht Sie das wütend?
Ja, das macht mich wütend. Wir tragen weniger zum Klimawandel bei als andere, und trotzdem leiden wir am meisten darunter. Die Industriestaaten wissen, was ihre Handlungen für Konsequenzen haben und vor welchen Problemen wir stehen. Trotzdem handeln sie viel zu langsam. Keiner kann heute mehr ernsthaft leugnen, dass es die globale Erwärmung gibt und wie sie sich weltweit auswirkt. Schon alleine, weil nicht mehr nur die ärmeren Länder betroffen sind. Sogar in Europa bekommt man ja die Auswirkungen schon zu spüren. Wir aber merken jeden Tag aufs Neue, was der Klimawandel bedeutet.
Journalist: Klimawandel: Die reichen Staaten sind schuld, die armen Länder leiden
Journalist:
Was fordern Sie vom Westen konkret?
Wir fordern, dass sich die großen Industriestaaten stärker daran beteiligen, die ärmeren Länder finanziell zu unterstützen.

Südseeparadiese

Es geht nicht darum, dass schlimme Naturereignisse nicht wie geschildert geschehen würden. Es geht darum, dass solche dort schon immer geschahen und das sich stetig verändernde Klima entgegen den Behauptungen daran bisher keine Verschlimmerungen bewirkt hat.

Es gibt (bei uns leider nicht nur) eine Partei, welche an ideologie-bedingter Dummheit kaum übertroffen werden kann. Das war schon früher so, wie ein Wahlbrief an die Bewohner der Carteret-Inseln (etwas nordwestlich der Salomon-Inseln vor Neu-Neuguinea gelegen) im Südpazifik zeigt:
Wahlbrief von Bündnis 90/ Die Grünen „an die Bewohner der Carteret Inseln“ (Auszüge):

… Ihre Heimat ist ein Ort, von dem wir Deutschen träumen. Eine Südseeidylle mit weißen Palmenstränden, umgeben von türkisfarbenem Wasser, das funkelnde Unterwasserlandschaften birgt. Welche Wunder die Natur schaffen kann, das wussten Sie schon, als Sie Kinder waren.
Sie leben in diesem Paradies seit vielen Jahrhunderten. Doch nach der Landung der Europäer begann der Niedergang Ihres Landes. Hungersnöte, Übervölkerung und monokulturelle Landwirtschaft zwangen viele Ihrer Landsleute schon vor Jahren zur Flucht.
… Wir tragen die Verantwortung für diese Katastrophe. Nicht nur bei Ihnen, überall auf der Welt sind die Vorboten der Klimakatastrophe sichtbar: Eisberge schmelzen, der Meeresspiegel steigt, die Unwetter werden schwerer, ganze Landstriche werden verwüstet. Am schlimmsten trifft es die Menschen in den Ländern, die am wenigsten zum Klimawandel beitragen. Wie Sie … Wir, der Norden, sind in der Pflicht, endlich zu handeln.

Warum offenbart dieser Wahlbrief Dummheit? Weil das Leben auf den Südseeatollen nur für Touristen und zur genau richtigen Jahreszeit „paradiesisch“ ist. Während der Taifunzeit ist es dort die Hölle, wenn ein Tsunami kommt ebenfalls. Dazu gibt es Malaria und ohne Lebensmittel in Dosen kann man schnell verhungern, denn ohne Zufuhr von außen herrscht eklatanter Nahrungsmangel.

Bild 1 Atolle im Südpazifik. Die im Zeitungsartikel genannten gekennzeichnet. Quelle: Pacific Sea Level and Geodetic Monitoring Project Monthly Sea Level and Meteorological Statistics

Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht. Lügt man jedoch lange genug, wird es zur Wahrheit

Was der Botschafter der Salomonen dem Redakteur berichtet, kennen EIKE-Leser inzwischen durch viele Artikel (nicht nur) des Autors. Immer ist es das gleiche „Spiel“: Ein Vertreter eines Landes berichtet jemandem, der alleine das hören will, von schlimmen Auswirkungen des Klimawandels. Eine Faktennachschau zeigt dann allerdings verblüffend oft, dass die angeblich so sichere Zuordnung zum Klimawandel nicht stimmen kann:
[Link] EIKE, xxx: Seit der Klimawandel alle Probleme dieser Welt erklärt, kann jedes Kind „Minister“. Teil 2(2)
[Link] EIKE, 02.12.2022: Ich will Geld vom reichen Westen …
[Link] EIKE, 21.11.2022: Früher musste man seinen Namen zumindest tanzen können, heute reicht es, sich werbewirksam anzukleben
[Link] EIKE, 27.05.2022: Wieder schlägt der Klimawandel unbarmherzig zu: Nun versinkt auch Lagos (Nigeria) im Atlantik
[Link] EIKE 22.11.2021: Klimakrise: Weltkulturerbestadt Saint-Louis (Senegal) versinkt im Meer. Nur ist der Meeresspiegel dort gar nicht gestiegen.
Auch beim Artikel der Frankfurter Rundschau [1] ist das wieder der Fall, zumindest nach Überzeugung des Autors.

Man würde annehmen, dass das doch irgendwann irgendjemandem auffallen müsste. Frau Merkels zerstörendes Wirken über viele Jahre und nun das abschließende, GRÜNe, konsequente „Auskehren“ allen restlichen Verstandes in politischen Leitungsfunktionen haben es allerdings geschafft, die Klimahysterie so konsequent in deutsche Gehirne einzuhämmern, dass dazu keine Hoffnung mehr besteht. Bei seiner Tagespostille kann es der Autor fast täglich erleben. Kein Leitkommentar oder Artikel, in dem nicht irgendwie der wichtige Klimawandelkampf beschworen wird.

Das gilt auch für Energie, wie es der aktuelle Hype um das Buch von Prof. Michael Sterner „So retten wir das Klima“ zeigt. Herr Sterner – ein geistiges Double von C. Kemfert (rein persönliche Meinung des Autors) – erzählt: „Es ist alles da, was wir für eine nachhaltige Energiewende brauchen – wir müssen nur wollen“.
(Nicht nur) die Redaktion der Nordbayerischen Nachrichten war des Lobes voll. Endlich einer, der sich traut, C. Kemferts Energie-Märchen hemmungslos noch weiter zu spinnen: Speicher gibt es genügend, Wasserstoff bald auch, über Kosten reden lohnt nicht, weil diese Energie immer billiger wird und und und.
Nachdenken braucht man darüber nicht. Wirklich jedes eingesparte kg vom bösem Kohlendioxyd ist beliebig viel Geld und Mühe wert und wenn es nur ideologischer Nutzen ist.
Das Schlimme ist: Herr Stern weiß mit Sicherheit, worüber er redet. Aber mit streng an die politischen Wünsche angepassten Ergebnissen von „Wissenschaft“ kommt man halt schneller und sicherer weiter …

Die Daten

Zurück zu den wegen des Klimawandels ums Überleben kämpfenden Atollen der Salomonen. Eigentlich hat der Autor mit seinen bisherigen Artikeln schon die ganze Südsee „abgegrast“ und trotzdem noch nirgens die allseits gemeldeten Untergänge gefunden.
Die Welt ändert sich jedoch täglich und wenn es so glaubhaft berichtet wird, muss doch etwas Wahres daran sein. Was bleibt dann übrig, als wieder und wieder die Messdaten nachzusehen, um wieder und wieder zu dem einzigen Schluss zu kommen, dass die westliche „Intelligenz“ einfach betrogen werden will um das Geld der Bürger zur Begleichung einer selbst erfundenen Klima-Erbschuld und des persönlichen Egos in die weite Welt hinauswerfen zu können.

Meerespegel

Zeitungsartikel [1]: Weil der Meeresspiegel steigt, verschmutzt auch das Trinkwasser.
Ein häufig zu lesendes Argument. In aller Regel allerdings eine direkte Folge von notgedrungenem, übermäßigem Abpumpen der geringen Süßwasservorkommen und oft auch zumindest mangelhafter Abwasser- und Abfallsysteme.

Nun der Pegelverlauf bei und um den Salomonen. Wer den Artikel über Palau [2] noch in Erinnerung hat, dem kommen solche Pegelverläufe bekannt vor. Sie sind das typische Ergebnis von Erdbeben infolge Vertikalverschiebungen der pazifischen Bruchkante. Oder glaubt jemand, dass der Klimawandel um 2016 plötzlich auf die Idee kam, den Pegel so ansteigen zu lassen wie in den Bildern 2 und 3?

Bild 2 Meerespegelverlauf bei den Salomon-Inseln von 1994 – 2022. Vom Autor erstellt und ergänzt. Datenquelle: Australian Government Pacific Sea Level and Geodetic Monitoring Project

Der Pegelverlauf von Tuvalu zeigt das Gleiche Geschehen:

Bild 3 Meerespegelverlauf bei Tuvalu von 1992 – 2022. Vom Autor erstellt und ergänzt. Datenquelle: Australian Government Pacific Sea Level and Geodetic Monitoring Project

Kiribati zeigt das Beben von 1998, das von 2016 aber nicht mit einem Folgeanstieg. Daneben zusätzlich ein längeres Pegelbild von Kiribati aus einem anderen Viewers mit der Ergänzung (rot) um die aktuellen Werte des linken Bildteils.

Mit dem längeren Pegelverlauf lässt sich der Pegelanstieg sicherer ableiten. Und er liegt irgendwo zwischen 0 … 1 mm/pa.

Bild 4 Meerespegelverlauf bei Kiribati von 1992 – 2022. Vom Autor erstellt und ergänzt. Datenquelle: Australian Government Pacific Sea Level and Geodetic Monitoring Project. Dazu der Pegelverlauf aus einem anderen Viewer mit Ergänzung (rot) durch den Autor

Bei dem anderen Viewer lassen sich weitere Verläufe aus diesem Atollgebiet ansehen. Sie unterscheiden sich teils deutlich, allerdings ist trotzdem kein klimawandelbedingter, unnatürlich hoher Pegelanstieg zu erkennen.

Bild 5 Verschieden Pegelverläufe aus dem Atollgebiet von Kiribati

Im Pegelverlauf der Marshall-Inseln lassen sich beide Erdbeben wieder sehen. Auch dort lässt sich ableiten, dass ohne Erdbeben seit dem Jahr 2000 praktisch kein Pegelanstieg erfolgt ist.

Bild 6 Meerespegelverlauf bei den Marshall-Inseln von 1992 – 2022. Vom Autor erstellt und ergänzt. Datenquelle: Australian Government Pacific Sea Level and Geodetic Monitoring Project

Fazit

Der angegebene, klimawandel-bedingte (übernatürliche) Meerespegelanstieg ist in den Tidenpegel-Messdaten aller im Zeitungsartikel genannten Atollen nicht zu finden. Zu finden sind Vertikalverschiebungen durch Erdbewegungen, da sich alle diese Atolle auf/an der pazifischen Bruchkante befinden. Wäre es nicht so, würde es diese auf Vulkanen aufgebaute Atolle nicht geben.

Die Fluten

Zeitungsartikel [1]: Tuvalu etwa besteht aus mehreren Atollen, die oft nur ein paar Zentimeter über dem Meeresspiegel liegen. Da kann es vorkommen, dass eine besonders hohe Welle das halbe Atoll überflutet.
Suggeriert wird, dies wäre aufgrund eines Meeres-Pegelanstiegs der Fall. Nun kann das nicht sein, weil er (auch) dort nicht stark genug stattfindet.

Trotzdem kommt es immer wieder vor, dass besonders hohe Wellen auf diese Küsten treffen, zum Beispiel bei den nicht seltenen Tsunamis. Solche Wellen können geradezu extrem hoch werden. Dagegen ist der minimale Pegelanstieg reinste Bagatelle.

Zitat: Die größte in Salomonen bislang registrierte Flutwelle erreichte eine Höhe von 12,10 Metern. Bei diesem Tsunami am 01.04.2007 kamen 50 Menschen ums Leben.

Bild 7 Listung von Tsunamis bei den Salomonen

Früher gab es vielleicht alle fünf Jahre einen schweren Sturm, heute ein oder zweimal pro Jahr

Zeitungsartikel [1]: Auch Wirbelstürme nehmen zu. Früher gab es vielleicht alle fünf Jahre einen schweren Sturm, heute ein oder zweimal pro Jahr. Kaum ist die eine Katastrophe überstanden, kommt die nächste.
Auch diese regelmäßig wiederholte Anschuldigung an das Wetter ist bekannt. Bei der Sichtung von Palau war es genau so. Dort zeigte es sich, dass die Daten genau das Gegenteil – ein deutliches Abnehmen – aussagten. Gleich werden wir sehen, dass es auch bei den Salomonen so ist.

Bei der Colorado State University, Department of Atmospheric Science, Tropical Meteorology Project [Link] finden sich dazu Daten. Anbei damit erstellte Grafiken des Autors.
Der Botschafter hat recht. Jedes Jahr gibt es in diesem Meeresgebiet 5 … 10 heftige Stürme und bis auf wenige Ausnahmen mindestens einen, oft auch mehrere schlimme Hurricans.
Mit seinem viel wichtigeren Aussageteil, früher wären es viel weniger gewesen, liegt er aber mehr als voll daneben. Sehr unwahrscheinlich, dass er es nicht weiß, aber sagen muss er es einem Reporter aus dem reichen Westen ja nicht:

Bild 8 South Pacific Ocean, Named Storms. Vom Autor erstellt. Quelle: Colorado State University, South Pacific Ocean Historical Tropical Cyclone Statistics

Bild 9 South Pacific Cat 3+ Hurricans. Vom Autor erstellt. Quelle: Colorado State University, South Pacific Ocean Historical Tropical Cyclone Statistics

Bild 10 South Pacific Ocean, Accumulated Cyclone Energy. Vom Autor erstellt. Quelle: Colorado State University, South Pacific Ocean Historical Tropical Cyclone Statistics

Fazit

Die Aussage, früher hätte es weniger Stürme gegeben und aktuell nähmen sie sogar zu, können die Daten nicht entfernt bestätigen, sondern sagen dazu das Gegenteil. Das ist oft so, wenn Einheimische mit Aktivistenschulung berichten. Schließlich wissen auch Einheimische inzwischen, was die „Westliche Intelligenz“ hören möchte. Und sie wissen, dass das sogar Geld in ihre Kassen spült.

Schwere Regenfälle

Zeitungsartikel [1]: Wir erleben häufiger schwere Regenfälle, was zu Überschwemmungen führt und Straßen wegspült

Auch diese Behauptungen sind bekannt. Und auch diese lassen sich mit einer Studie widerlegen:
[3] Trends in total rainfall

… Station trends in annual total and extreme rainfall for 1961–2011 are spatially heterogeneous andlargely not statistically significant. This differs with the results of earlier studies that show spatially coherent trends thattended to reverse in the vicinity of the South Pacific Convergence Zone (SPCZ).
Station trends over the 1961–2011 period are largely non-significant (approximately 95% of stations) andspatially heterogeneous except in the South Pacificsubtropics where all the station trends are negative although not significant

Bild 11 [3] Figure 4. Subregional time series for total rainfall (units: mm). Dashed line indicates ordinary least squares fit. (a) West Pacific Monsoon (WPM),(b) North ITCZ (nITCZ), (c) Southwest SPCZ (swSPCZ), (d) Central Tropics (CT), (e) South Pacific subtropics (ST) and (e) Far east SPCZ(feSPCZ)

Fazit

Wirklich keine Behauptung ist plump genug, um bei uns nicht als Beleg für Klimawandelschäden gelten zu dürfen. Der Redakteur ist dafür ein Paradebeispiel (es hätte aber genau so gut einer der Nordbayerischen Nachrichten, der SZ oder sonst einer Zeitung sein können).
Im ganzen „Interview“ hat der Redakteur an den Aussagen über Samoa nicht die geringste Spur von Zweifel, umgekehrt, er bestätigt die Aussagen und gibt sie vor. Es ist inzwischen eine Manie der sich für intelligent haltenden geworden, das Geld der Bürger als Klimabuße in die Welt schleudern zu müssen, Zweifel würden da nur stören.

Leider ist dazu nicht im Entferntesten ein Ende in Sicht. Und Opfermythen können Jahrtausende überdauern.
Wir Bürger werden in naher Zukunft an alle nicht-westlichen Erdbewohner welche über schlechtes Wetter hadern, Zahlungen leisten (müssen). Denn das ist von der UN gefordert und wird als Verpflichtung feministischer Außenpolitik eisern umgesetzt:
[4] António Guterres behauptete bei der Veröffentlichung eines Berichts: „United in Science“:

Überschwemmungen, Dürren, Hitzewellen, extreme Stürme und Waldbrände werden immer schlimmer und brechen die Rekorde mit immer alarmierenderer Häufigkeit. Hitzewellen in Europa. Kolossale Überschwemmungen in Pakistan. Langanhaltende und schwere Dürren in China, am Horn von Afrika und in den Vereinigten Staaten.
Das neue Ausmaß dieser Katastrophen hat nichts Natürliches an sich. Sie sind der Preis für die Abhängigkeit der Menschheit von fossilen Brennstoffen. Die Zahl der wetter-, klima- und wasserbedingten Katastrophen hat sich in den letzten 50 Jahren verfünffacht.

António Guterres, Auszüge aus seiner Rede bei CO27:
Das Klimachaos ist eine Krise von biblischem Ausmaß … Die Zeichen sind überall zu sehen. Statt eines brennenden Busches stehen wir vor einem brennenden Planeten. Die Stimmen derer, die an vorderster Front von der Klimakrise betroffen sind, müssen gehört werden … Unser Planet befindet sich immer noch in der Notaufnahme.
… Wir müssen die Emissionen jetzt drastisch reduzieren
… Ein Fonds für Verluste und Schäden ist wichtig – aber er ist keine Lösung, wenn die Klimakrise einen kleinen Inselstaat von der Landkarte spült oder ein ganzes afrikanisches Land in eine Wüste verwandelt.
Klimabefürworter – angeführt von der moralischen Stimme junger Menschen – haben die Agenda durch die dunkelsten Tage hindurch in Bewegung gehalten. Sie müssen geschützt werden.
Ihnen allen möchte ich sagen, dass wir Ihre Frustration teilen. Aber wir brauchen Sie jetzt mehr denn je … Jeder Einzelne von uns muss jeden Tag in den Schützengräben kämpfen.
Lassen Sie uns gemeinsam im Kampf für Klimagerechtigkeit und Klimaziele nicht nachlassen.

Der Generalsekretär der UN kann vollkommen frei entgegen allen Fakten solchen eklatanten Unsinn über das Wetter behaupten, ohne auch nur mit geringster Kritik konfrontiert zu werden. Irgend etwas versagt da vollkommen in unserem Wissenschaftssystem.
Über die unsäglich dummen, faktenfreien Reden unserer feministischen Aussenpolitikerin zum Klima wurde in den vorhergehenden Artikeln schon berichtet, deshalb hier keine Wiederholung.

Hoffnung

Nicht, dass der Klimaalarm-Hype bald beendet würde. Nachdem die problemlos gelungene, ja von vielen geforderte, Besteuerung der Atemluft Unsummen in die Kassen der immer geldhungrigeren Regierenden spült, ist ein Abschaffen dieser automatisch sprießenden und vor allem sich ständig erhöhenden Geldquelle vollkommen unrealistisch. Eher ist ein Ausweiten auf weitere Atmoshärenbestandteile und sonstige Klima-schadensverursachende Tätigkeiten zu erwarten und teilweise schon in Vorbereitung.

Es geht um Bestätigungen, dass angeblich sichere Dogmen der Klimakirche falsch sein können. Hier zum Beispiel der (angeblich) sicher sterbenden Korallenriffe(für EIKE-Leser allerdings ein längst bekanntes Thema).
So meldete die SZ am 2. Februar 2022: ... Korallen gehören zu denjenigen Lebewesen, die der Klimawandel besonders hart trifft. Selbst wenn es gelingen sollte, die Erderwärmung bei 1,5 Grad Celsius zu stoppen, werden bis Ende des Jahrhunderts wahrscheinlich 70 Prozent aller Korallenriffe verschwunden sein. Schon bei einer Erwärmung um zwei Grad Celsius dürften es 99 Prozent sein, also so gut wie alle. Das haben verschiedene Studien unabhängig voneinander gezeigt.

Dass das nicht stimmen kann, konnte der Autor in einem Reportagevideo des BR24 „erleben“, als eher zufällig gezeigt wurde, dass vor Afrika Korallen in Meeresgebieten blühen und gedeihen, in welcher laut Aussage einer Fachperson (im Video) Korallen vor Hitze sterben müssen. Im Video wurde er durch einen Tauchgang selbst mit seiner vorherigen Falschaussage konfrontiert. Leider brach das Video dann dieses Thema ab, denn wen interessiert das schon …

Und nun wird gemeldet, dass Korallen sich „auf wundersame Weise“ erholen können. Ökokirche eben.
[5] The Daily Digest (stark gekürzt): Ein vom Aussterben bedrohtes Korallenriff gedeiht jetzt und verändert unser Verständnis der Ozeane
… Die einst gebleichten und absterbenden Korallenriffe rund um die südlichen Line Islands von Kiribati scheinen sich auf wundersame Weise erholt zu haben, und das ändert alles, was wir darüber wissen, wie sich der Klimawandel auf unsere Ozeane auswirken wird.
… Enric Sala und seine engagierten Meeresbiologen besuchten 2009 zum ersten Mal die Korallenriffe der südlichen Line Islands … Was wir vorfanden, war ein Paradies“, schrieb Sala in einem Artikel, den er in National Geographic veröffentlichte, „von Menschen unberührte Riffe mit einem blühenden Korallendschungel voller großer Fische.
… Leider wurde Kiribatis unberührtes Korallenriff in den Jahren 2015 und 2016 fast zerstört, nachdem ein beispielloses El-Niño-Ereignis im Pazifischen Ozean große Bereiche der Gewässer rund um den südlichen Teil der Line Insel fünfzehn Wochen lang ungewöhnlich warmen Temperaturen ausgesetzt hatte.
Mehr als die Hälfte war gebleicht …
Als ein Teil von Salas ursprünglichem Team 2017 zum Riff zurückkehrte, stellten sie fest, dass mehr als die Hälfte davon zerstört worden war …
… Erst 2022 konnte Sala zum Korallenriff der südlichen Line Inseln zurückkehren und was er vorfand, versetzte ihn in Erstaunen … Ich konnte nicht glauben, was ich sah“, schrieb Sala und fragte sich, ob die Erwärmung des Riffs überhaupt eine Tragödie war.
Das Riff war wieder makellos
„Der Boden war mit lebenden, wunderschönen Korallen bedeckt, bis zu einer Tiefe von 100 Fuß … wir waren wieder im Paradies.“ Unsere Korallenriffe können heilen.
… Die Erfahrung lehrte Sala und Meeresbiologen, dass sich Korallenarten an steigende Temperaturen anpassen können, aber was noch wichtiger ist, dass Korallenriffe viel besser in der Wiederherstellung sind und unser Verständnis unserer Ozeane grundlegend verändert haben.

Quellen

[1] Frankfurter Rundschau, 03.01.2022: Klimawandel im Südpazifik: „Für uns geht es ums Überleben”
[2] EIKE, 21.11.2022: Früher musste man seinen Namen zumindest tanzen können, heute reicht es, sich werbewirksam anzukleben

[3] S. Mc Gree at al., 2013: An updated assessment of trends and variability in total and extreme rainfall in the western Pacific
[4] Achgut, 5.1.2023: Klimakatastrophe? Die Daten und der Hype

[5] The Daily Digest, Zeleb Es, 4. Jan. 2023: Ein vom Aussterben bedrohtes Korallenriff gedeiht jetzt und verändert unser Verständnis der Ozeane