Oje! Die „Energiewende“: Lernen und Rückzug bei BP

Allen Brooks, MasterResource

„Physikalische und wirtschaftliche Realitäten müssen nicht nur berücksichtigt, sondern auch kontrolliert werden. Sich Veränderungen zu wünschen und darauf zu hoffen, ist keine erfolgreiche Geschäftsstrategie, und die letzten Jahre haben das BP-Management für diese Realität sensibilisiert.“
„Leaning in“ ist ein Ausdruck, den der CEO von BP plc Bernard Looney gerne verwendet, um zu beschreiben, wie sein Unternehmen die Energiewende angeht. Laut Looney wandelt sich BP von einer „internationalen Ölgesellschaft“ zu einer „internationalen Energiegesellschaft“. Das bedeutet mehr erneuerbare Energien und weniger Öl und Gas. Looney berief sich auf das “ Einsteigen “ im Februar 2020, als er neue strategische Ziele für BP vorstellte, um bis 2050 oder früher „absolut kohlenstofffreie Emissionen zu erreichen“.

Der Plan

In seinem Vortrag „Reimagining energy, reinventing BP“ [etwa: Energie neu definieren, BP neu erfinden] sagte Looney, BP müsse sich als Produzent sauberer Energie neu erfinden, weil der Klimawandel dies erfordere. Das Unternehmen müsse Teil der Lösung und nicht mehr Teil des Problems sein. Looney sagte, dass nicht nur die Öffentlichkeit einen solchen Wandel fordere, sondern auch die Investoren und Mitarbeiter von BP. Einige Beobachter fragten sich, ob dies eine Neuauflage der Ende der 1990er Jahre gescheiterten Umbenennung von BP in Beyond Petroleum sein würde.

Looney verwies auf seinen ersten Arbeitstag als CEO, als er sah, wie das Büro des Unternehmens von Klimaaktivisten umzingelt war, die seine Schließung erzwangen. Dies zeigte für Looney die Dringlichkeit des Strategiewechsels. In seiner Präsentation erläuterte Looney nur vage die Hauptaspekte des neuen Plans – weniger Öl und Gas und mehr Investitionen in „Wachstums-Umstellungs-Motoren“ – und versprach, im Herbst Einzelheiten zu nennen. Gleichzeitig warnte er die Anleger und BP-Pensionäre, dass das Dividendenwachstum angesichts der geringeren Renditen von Investitionen in erneuerbare Energien gefährdet sein könnte, dass aber die stetigeren Erträge die Zyklizität der Öl- und Gaserträge ausgleichen würden.

Als Looney Mitte Februar 2020 sprach, war die Pandemie gerade im Entstehen begriffen und begann, sich über den gesamten Globus zu verbreiten. Der wirtschaftliche Stillstand, den die Medizin zur Bekämpfung von Covid bewirkte, zerstörte beinahe die Erdölindustrie und machte den neuen Geschäftsplan von BP zu einem möglichen Gewinner. Seitdem haben sich die Volkswirtschaften weltweit wieder geöffnet und erholt. Mit der Erholung ist auch der Öl- und Gasverbrauch gestiegen. Im vergangenen Jahr wurde der Öl- und Gasverbrauch zusätzlich durch den Einmarsch Russlands in die Ukraine angekurbelt, der die Weltenergiemärkte durcheinanderbrachte und Europa dazu veranlasste, die Abhängigkeit von den billigen russischen fossilen Brennstoffen zu beenden. Die Öl-, Gas-, Kohle- und Strompreise stiegen auf dem gesamten Kontinent und in Großbritannien an. Plötzlich wurde die Energiesicherheit zur wichtigsten Überlegung und verdrängte die Sorgen um Erschwinglichkeit und Dekarbonisierung.

Den Plan zurückschrauben

Kürzlich gab BP seine Gewinne für 2022 bekannt – Rekordergebnisse wie bei allen großen Ölkonkurrenten. Überschattet wurde die Ankündigung der Gewinne und der Dividendenerhöhung von BP durch Looneys Änderungen an seiner früheren großen Strategie der „Neudefinition“. Für das Jahr 2020 plante das Management die Veräußerung von Erdölanlagen, die Verringerung der Kapitalinvestitionen in das Erdölgeschäft, die Erhöhung der Investitionen in die GTEs und die Kürzung der künftigen Ölproduktion. Ein Eckpfeiler der neuen Pläne war die Reduzierung der Ölproduktion um 40 Prozent gegenüber 2019 bis 2030. Dieser Plan stand im krassen Gegensatz zu dem früheren Ziel des Unternehmens, die Ölproduktion zwischen 2018 und 2030 um 20 Prozent zu steigern.

Als BP am 7. Februar seine Ergebnisse vorlegte, kündigte das Management größere Anpassungen an seinem Plan „Reinventing BP“ an. Jetzt plant BP, die Produktion bis 2025 um etwa 12 Prozent gegenüber der für 2019 angepassten Produktion zu senken und sie bis 2030 um 25 Prozent statt der geplanten 40 Prozent zu verringern. Mehr Öl und Gas bedeuten mehr Kohlenstoffemissionen, was die Erwartungen von BP für 2020 weiter dämpft.

BP plant außerdem eine Aufstockung seines Investitionsprogramms um jeweils 8 Mrd. USD für die Geschäftsbereiche Öl und Gas sowie Growth Transition Engines (GTEs). Die höheren Investitionen werden durch deutlich höhere prognostizierte Cashflows finanziert, die zum Teil auf höhere Ölpreise zurückzuführen sind. BP geht jetzt von einem realen Ölpreis von 70 $ pro Barrel im Jahr 2030 aus, gegenüber der früheren Schätzung von 60 $. Die höhere Ölpreisprognose bedeutet einen zusätzlichen Gewinn vor Zinsen, Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) von 4 bis 6 Milliarden Dollar im Jahr 2030.

Durch die Erhöhung der Kapitalinvestitionen kann BP mit seinen GTEs bis 2025 ein zusätzliches EBITDA von 1 Mrd. USD und bis 2030 von 2 Mrd. USD erzielen. Die 8 Milliarden Dollar an zusätzlichem Kapital, die in Öl und Gas investiert werden, dürften das EBITDA im Jahr 2025 um weitere 2 Milliarden Dollar und im Jahr 2030 um 3 bis 4 Milliarden Dollar erhöhen. Beachten Sie, dass die Investitionsrendite bei Erdöl höher ist als bei den GTEs. Dies ist der Kern des Problems der Energiewende bei BP.

Geringe Erträge aus erneuerbaren Energien

Bei der kürzlichen Vorstellung des „BP Energy Outlook“ stellte ein Zuhörer eine Frage: Können die Renditen für Öl und Gas mit 15 bis 20 Prozent und für erneuerbare Energien mit 6 bis 8 Prozent gesteigert werden, oder müssen die Investoren ihre Erwartungen zurückschrauben? Die Diskussionsteilnehmer, darunter der Chefökonom von BP, der Leiter der Internationalen Agentur für erneuerbare Energien und der Leiter des Energieprogramms der Columbia University, hatten darauf keine Antwort. Die Frage wurde beantwortet, als BP seine Ergebnisse bekannt gab: Der Ansturm auf erneuerbare Energien sollte gebremst werden, während die Gewinne aus höheren Ölpreisen durch höhere Dividenden und Aktienrückkäufe geteilt werden sollten.

Eine Woche vor der Veröffentlichung von BP meldete die britische Shell plc Rekordgewinne und passte gleichzeitig ihren Plan für die Umstellung auf grüne Energie an. Nun haben sowohl BP als auch Shell beschlossen, ihr Tempo zu drosseln und ihren Vorstoß in Richtung erneuerbare Energien neu auszurichten. Gleichzeitig haben sie ihr Engagement in ihren traditionellen Öl- und Gasgeschäften verstärkt, werfen diese doch durchweg höhere Erträge ab.

Die niedrigen Renditen der erneuerbaren Energien sind bekannt. Sie sind so bekannt, dass Looney von BP vor dem potenziellen Risiko für das Dividendenwachstum und den Aktienkurs des Unternehmens durch die beschleunigten Investitionen in erneuerbare Energien warnte. Er versprach, die Dividende zu schützen, die später aufgrund der finanziellen Auswirkungen der Covid-Wirtschaftskrise gekürzt wurde.

Der Aktienkurs von BP ist seit 2005 hinter dem seiner amerikanischen Konkurrenten zurückgeblieben, als ein Raffinerieunfall das Leben von 15 Arbeitern kostete und das Unternehmen in eine defensive Haltung brachte. Auf diesen Unfall folgte fünf Jahre später die Explosion des Macondo-Bohrlochs im Golf von Mexiko, die die größte Ölpest in der Geschichte der USA auslöste und die Zukunft von BP gefährdete.

Viel aussagekräftiger ist jedoch die Entwicklung der BP-Aktie seit dem Zusammenbruch der Branche Anfang 2020. Seitdem hat sich der Aktienkurs von ExxonMobil vervierfacht, während sich die BP-Aktie lediglich verdoppelt hat. Shell und die französische Ölgesellschaft TotalEnergies SE. haben eine ähnlich schwache Performance gezeigt. Diese Ergebnisse zeigen, dass die Anleger von der strategischen Antwort der europäischen Ölgiganten auf den Klimawandel wenig beeindruckt sind, was sich negativ auf die Rendite der Anleger auswirkt. Solange die europäischen Ölkonzerne keine Antworten auf die niedrigen Renditen der erneuerbaren Energien finden, werden die Anleger mit den Füßen abstimmen.

Schlussfolgerung

Im Londoner Wirtschaftsmagazin von Bloomberg TV fragten die Moderatoren am Tag der Veröffentlichung der Ergebnisse von BP: Kaufen Sie den BP-Schwenk? Die Frage könnte lauten, ob die Anleger glauben, dass BP es ernst meint mit der Abkehr von seinen GTEs und der Rückbesinnung auf Öl und Gas, um den Ansprüchen der Anleger gerecht zu werden. Wenn ja, würden Anleger, die sich mit Umwelt-, Sozial- und Governance-Fragen beschäftigen, die Aktie meiden. Oder sollten die Anleger die BP-Aktie kaufen, weil sich die künftigen Renditen durch die strategische Neuausrichtung verbessern würden?

Der Aktienkurs von BP stieg am Tag der Veröffentlichung der Ergebnisse um 8 Prozent und am nächsten Tag um 3,4 Prozent. Die Anleger „kauften den Schwenk“, weil sie eine bessere Kapitalverwaltung und höhere Erträge und Dividenden in der Zukunft sahen.

Die Lehre aus den jüngsten Gewinn- und Geschäftsstrategieanpassungen von Big Oil ist, dass die „Energiewende“ viel langsamer vonstatten gehen muss – oder sogar eine Rückkehr zu verbraucherfreundlichen, steuerzahlerneutralen Energien. Die Erschwinglichkeit und Zuverlässigkeit von Energie aufgrund der Energiedichte überprüft das magische Denken über erneuerbare Energien.

Physikalische und wirtschaftliche Realitäten müssen nicht nur berücksichtigt, sondern auch kontrolliert werden. Das Wünschen und Hoffen auf einen Wandel ist keine erfolgreiche Geschäftsstrategie, und die letzten Jahre haben das BP-Management für diese Realität sensibilisiert.

Link: https://wattsupwiththat.com/2023/02/23/doh-the-energy-transition-learning-and-retreat-at-bp/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Kältereport Nr. 8 /2023

Christian Freuer

Vorbemerkung: Man glaubt es kaum – war im vorigen Kältereport der Vollständigkeit halber eine „Hitzewelle in Australien“ erwähnt worden (die so heiß gar nicht war), so wartet dieser Kontinent ebenso wie Neuseeland wieder mit Meldungen über extreme Kälte auf. Aber auch die Antarktis findet in diesem Report breiten Raum (weiter unten).

Über Kalifornien wurde tatsächlich auch in den hiesigen MSM berichtet, aber nicht in allzu großer Aufmachung. Extremwetter wird eben nur dann hoch auf den Schild gehoben, wenn es Warm-Ereignisse sind.

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Meldungen vom 27. Februar 2023:

Rekord-Kälte in Australien

Australien hat in den letzten 12 oder mehr Monaten eine anomale, rekordverdächtige KÜHLHEIT erlitten, mit einem sichtbaren Abkühlungstrend, der nun in sein 10. Jahr geht (mit einer Rate von -0,132°C pro Jahrzehnt seit 2013 – Tendenz zunehmend):

Nach dem kalten Winter und Frühling 2022 und dem Sommer 2022-23 mit den niedrigsten jemals gemessenen Sommertemperaturen in Australien droht sich die Kälte nun bis in den [meteorologischen] Herbst 2023 auszudehnen, der am 1. März begann.

Hunderte von langjährigen Tiefsttemperatur-Rekorden sind in den letzten Monaten gefallen, zuletzt am Sonntagmorgen auf Lord Howe Island mit 13,7 Grad Celsius, dem niedrigsten Wert, der jemals im Februar auf der Insel gemessen worden ist.

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Sommerschnee trifft Neuseeland

Am Sonntag gab es auf dem Mt Hutt in Canterbury den ersten Schnee des Jahres – und das im Sommer.

Der Leiter des Skigebiets, James Mckenzie, sagt: „So viel Schnee gibt es nur selten. Diese Schneemenge (30 cm) im Februar zu bekommen, ist erstaunlich“.

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Schnee in Hollywood

Ein seltener und außergewöhnlicher Schneesturm hat am Wochenende Los Angeles und Südkalifornien heimgesucht. Für LA wurde die erste Schneesturmwarnung seit 1989 ausgesprochen.

Sogar um den legendären Hollywood-Schriftzug herum wurde Schnee gesichtet:

In den letzten Tagen hat sich in ganz Kalifornien massenhaft Schnee angesammelt, sogar in tief gelegenen Gebieten wie San Bernardino. Hierzu zwei Twitter-Videos: https://twitter.com/i/status/1629588595270098944 und https://twitter.com/i/status/1629593841685921792

„Ein bemerkenswerter Sturm in den letzten Tagen mit historischen Schneemengen bis hinunter in Höhenlagen, in denen dies selten vorkommt“, sagte der Nationale Wetterdienst, und die Beeinträchtigungen waren erheblich.

Die Kälte war ebenso heftig: San Francisco zum Beispiel brach am Freitag einen 132 Jahre alten Tiefsttemperaturrekord (4°C).

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Rekord-Schneezuwachs von 11 Gigatonnen auf dem grönländischen Eisschild

Dem grönländischen Eisschild geht es seit 2017 außerordentlich gut, und trotz anderslautender Mainstream-Behauptungen hat es sich auch in dieser Saison gut gehalten.

Grönland verzeichnete 2022 den stärksten Start in eine Schnee-/Eissaison aller Zeiten, und seitdem liegt die Oberflächenmassenbilanz (SMB) – eine Berechnung zur Bestimmung der „Gesundheit“ eines Gletschers – auf dem vom Dänischen Meteorologischen Institut (DMI) verwendeten Mittelwert für 1981-2010.

Am Freitag (24. Februar) ging es wieder aufwärts, als der Eisschild an einem einzigen Tag satte 11 Gigatonnen zulegte – ein neuer Rekord in den Büchern des DMI, die bis ins Jahr 1981 zurückreichen:

Link: https://electroverse.co/record-cold-australia-summer-snow-new-zealand-flakes-in-hollywood-greenland-smb-gains/

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Meldungen vom 28. Februar 2023:

Es folgt zunächst ein längerer Beitrag zu Polarlichtern bis weit nach Süden.

Auch zu den folgenden Meldungen aus dem Mittelmeer gibt es ergänzende Meldungen bei wetteronline.de. Zunächst hier für Schneemassen in Norditalien, wo jüngst noch eine extreme Dürre in den MSM-Schlagzeilen auftauchte:

https://www.wetteronline.de/wetterticker/orte-in-norditalien-versinken-im-schnee-massiver-wintereinbruch-in-den-suedalpen–7574c5a0-d69a-4788-8b13-819a7202d3d4

Schnee in Barcelona, höchste Alarmstufe auf Mallorca

Der Vorstoß von Luftmassen arktischen Ursprungs hat jetzt das westliche Mittelmeer erreicht:

Dazu gibt es dieses Video:

https://twitter.com/i/status/1630136241608876032

Auch für Mallorca, die größte spanische Baleareninsel im Mittelmeer, hat Aemet die äußerst seltene Alarmstufe Rot ausgerufen, da im Tramuntana-Gebirge heftige Schneefälle bis zu 50 cm und Tiefsttemperaturen bis zu -2C herrschen, wobei die Schneefallgrenze auf historische 100 m Seehöhe sinkt:

https://twitter.com/i/status/1630169336722644993

Schneefälle führten in Spanien zu vielen Straßensperren:

https://twitter.com/i/status/1630103336492908544

Zu Mallorca kam am 28. Februar diese Meldung bei wetteronline:

https://www.wetteronline.de/wetterticker/starker-sturm-und-schnee-auf-mallorca-windboeen-in-orkanstaerke-und-wintereinbruch–d4b27d16-4c3a-4112-906e-69321639af12

Wetterlage Balearen am 28.Februar 2022, 08.55 MEZ, Quelle: wetteronline.de

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Kaliforniens Rekord-Schneejahr

Tausende von Einwohnern in der Gegend um Lake Arrowhead waren am Wochenende eingeschneit, als der „stärkste Sturm seit Jahrzehnten“ über die südkalifornischen Berggemeinden hereinbrach.

Viele Bewohner waren von der tiefen Schnee- und Eisschicht eingeschlossen, so dass Bernardino County* am Montag den lokalen Notstand ausrief. Pflüge arbeiteten langsam daran, die Hauptstraßen am Sonntag zu räumen, und man hofft, dass die Wohngebiete am Montag wieder geöffnet werden können.

[*„County“ entspricht unseren Landkreisen. Nebenbei: San Bernardino County ist der flächenmäßig größte Landkreis der USA]

„Dies ist der gewaltigste Sturm, den ich in den 31 Jahren, die ich hier lebe, erlebt habe“, sagte die Anwohnerin Ginny Dunn. „Ich habe North Bay noch nie so verschneit und unbewohnt gesehen“.

Das letzte großflächige Schneefallereignis auf Meereshöhe in der Bay Area war 1976 (Sonnenminimum des schwachen Zyklus 20).

https://twitter.com/i/status/1629902807259283456

Das UC Berkeley Central Sierra Snow Laboratory hat bis Montag 12 m Schneefall in dieser Saison gemessen – 2,5 m mehr als der saisonale Durchschnitt:

[360 inch ≈ 9 m; 460 inch ≈ 12 m; 6894 ft ≈ 2000 m] Quelle

Immerhin, das WETTER in Kalifornien wird auch beim Alarmisten-Blog wetteronline.de am 26. Februar gemeldet:

https://www.wetteronline.de/wetterticker/schnee-im-sonnenstaat-kalifornien-ueberschwemmungen-im-grossraum-los-angeles-neue-unwetter-drohen–80ba13f1-22d1-4e1c-9b69-0f83c8b10843

Die derzeitigen WETTERvorgänge haben in Kalifornien sicher einige Schäden verursacht, aber was in den MSM verschwiegen wird: Ganz Kalifornien ist mehr als glücklich über die starken Niederschläge und auch über die Rekord-Schneemassen in den Bergen, markieren diese doch eine willkommene Erleichterung hinsichtlich der Dürre, die während der letzten Jahre in dem US-Staat herrschte.

Zu der Rolle der MSM liefert auch Blogger Cap Allon Bemerkungen, die dem Leser hier nicht vorenthalten bleiben sollen:

Aber halt, denken wir nicht, dass das schneereichste Jahr, das Kalifornien je erlebt hat, die Hypothese der globalen Erwärmung widerlegen könnte. Nein, nein, nein, die MSM haben ihre gekauften und bezahlten Erklärungen, mit denen sie solche Dummheiten aus der Welt schaffen wollen:

„Der Klimawandel verursacht mehr extreme Niederschläge, sowohl Starkregen als auch Schnee, sowie stärkere Schwankungen zwischen nassen und trockenen Perioden im Westen der USA, einschließlich Kalifornien, das immer noch von der schlimmsten Dürre seit 1.200 Jahren heimgesucht wird.“

Die etablierten Medien fahren fort:

„Der Klimawissenschaftler Daniel Swain sagte, dass es angesichts der Aussichten auf eine Fortsetzung der sehr aktiven und kalten, schneereichen Bedingungen für mindestens die nächsten paar Wochen sehr gut möglich ist, dass Teile des Staates eines der zwei besten Schneejahre in der Geschichte erleben werden.“

Viereckige Nägel in runde Löcher stecken – das ist heutzutage die Hauptaufgabe von Klimawissenschaftlern, die beobachten, dass die Beobachtungen der realen Welt den Proklamationen der AGW-Partei immer mehr widersprechen.

Hier ein Video mit den wahrlich beeindruckenden Schneemassen:

https://twitter.com/i/status/1630402208490721283

Und dazu dieses Bild:

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Die Antarktis kühlt ab

Die Antarktis kühlt sich ab – die Daten sind eindeutig und unbestreitbar.

Jeglicher Eisverlust am „Boden der Welt“ ist auf die Zirkulationsmuster (d. h. Winde) innerhalb des antarktischen Wirbels zurückzuführen, der dieses Jahr besonders stark (und kalt) ist. Diese Winde treiben das Meereis vor die Küste und in die Ozeane – das Eis schmilzt nicht aufgrund des menschlichen Wohlstands (d. h. der CO₂-Emissionen), wie uns das Establishment glauben machen will.

– Das kann nicht sein: In den letzten Jahren war es in der Antarktis außergewöhnlich kalt. Letztes Jahr wurde der kälteste Winter aller Zeiten (April-Sept.) verzeichnet, und seitdem wurden regelmäßig die monatlichen Durchschnittswerte unterschritten und eine Reihe von Temperaturrekorden gebrochen.

Erst am Montag, dem 27. Februar, sank die Temperatur am Dome Fuji, einer japanischen Basisstation in der Antarktis, auf -58,1°C. Dies ist nun die niedrigste globale Temperatur im Februar 2023, sondern übertrifft auch den historischen Tiefstwert von -57,9 °C, der Anfang des Monats in Oymyakon in Sibirien gemessen wurde.

Der Planet kühlt sich ab und wird sich im Einklang mit der geringen Sonnenaktivität weiter abkühlen, die laut Vorhersagen bis zum Sonnenzyklus 26 (der 2030 beginnen soll) „von einer Klippe fallen“ wird. Es ist noch Zeit, sich darauf vorzubereiten, das heißt, wenn unsere parasitären Oberherren die Zivilisation nicht vorher in den Boden stampfen.

Link: https://electroverse.co/auroras-barcelona-under-snow-ca-record-snow-greenland-smb-spikes-antarctica-cools/

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Meldungen vom 1. März 2023, die gleich an die letzte Meldung oben anknüpfen:

Die letzten vier Monate in der Antarktis war der zweitkälteste Zeitraum November-Februar seit Beginn von Aufzeichnungen

Nachdem am Montag mit -58,1°C die niedrigste globale Temperatur im Februar 2023 gemessen wurde und damit die historisch kalten -57,9 °C in Oymyakon, Sibirien, vom Thron gestoßen wurden, sank die Temperatur in der Dome Fuji Base in der Antarktis am Dienstag sogar noch weiter und erreichte -60,2 °C – die erste [Sommer!]-Temperatur unter -60 °C auf der Südhalbkugel im Jahr 2023.

Noch beeindruckender ist, dass der Februar an der Südpolstation im Durchschnitt -41,1°C betrug, was -0,7°C unter der multidekadischen Basislinie liegt.

Damit sind die vergangenen vier Monate nach 1999-2000 (-36,6°C) der zweitkälteste November-Februar-Zeitraum aller Zeiten (-35,6°C).

Die Antarktis wurde auch im Januar von extremer Kälte (für den Sommer) heimgesucht, wobei anomale Messwerte von deutlich unter -40 °C regelmäßig auftraten.

Am 29. Januar wurden an der berüchtigten Wostok-Station -48,7 °C gemessen. Damit wurde der historische Januar-Tiefstwert von 1989 (-48,5 °C) unterboten, was die Station zur niedrigsten Sommertemperatur seit ihrer Eröffnung im Jahr 1957 machte.

Am 30. Januar verzeichnete die italienisch-französische Concordia-Station -48,5°C – dies entspricht der niedrigsten Januartemperatur, die die Station im letzten Jahr gemessen hat. Hier sind die kältesten Januar-Tiefstwerte von Concorida in chronologischer Reihenfolge: -48°C am 28. Januar 2012; -48,3°C am 31. Januar 2012; -48,5°C am 30. Januar 2022; und jetzt -48,5°C am 30. Januar 2023 – es zeichnet sich ein Trend ab.

Zurück zu Wostok: Der Dezember war ebenfalls extrem kalt, mit einem Durchschnittswert von -34,1°C – der zweitkälteste letzte Monat des Jahres seit Beginn der Aufzeichnungen (nach Dezember 1999).

Noch einmal zur Erinnerung: Das sind Hochsommer-Temperaturen in der Antarktis!

Am bezeichnendsten ist jedoch, dass die Südpolstation im Jahr 2021 (April-September) ihren bisher kältesten kernlosen Winter erlebte und seitdem überdurchschnittlich kalte Monate verzeichnet, wobei die letzten vier Monate (November-Dezember) die zweitkältesten seit Aufzeichnung waren: November 2022 mit -40,4 °C (-40,7 °F) – der kälteste Monat seit 1987; Dezember 2022 mit -29,1 °C (-20,4 °F) – der kälteste Monat seit 2006; Januar 2023 mit -31,3 °C (-24,3 °F) – der kälteste Monat seit 1995; und Februar 2023 mit -41,1 °C (-42 °F) – das sind -0,7 °C unter der Norm. Diese letzten vier Monate waren die zweitkältesten November-Dezember in der Antarktis seit Aufzeichnungsbeginn.

Wie bereits erwähnt, hat sich die Antarktis – zumindest in den letzten sieben Jahrzehnten – den Anweisungen der AGW-Partei widersetzt und sich abgekühlt. Dieser Trend hat sich in den letzten Jahren verstärkt, und das Jahr 2023 setzt diesen Trend fort.

Nichts sagt „katastrophaler Anstieg des Meeresspiegels“ so gut wie der größte Eisschild der Welt, welcher 90 % des Süßwassers an der Oberfläche des Planeten beherbergt und unter anhaltender und rekordverdächtiger KÄLTE leidet. Nichts zeigt „Globale Erwärmung“ so gut wie die ABKÜHLUNG des Bodens der Welt.

Man sehe mir nach, dass ich diese Meldung hier vollständig übersetzt habe. Und damit im Zusammenhang steht auch die nächste Meldung:

Australiens viel zu kalter Sommer

Weite Teile Ost- und Zentralaustraliens haben gerade den kältesten Sommer seit Jahrzehnten erlebt – nach einem viel zu kalten kalten Frühling und Winter.

Zu den herausragenden Ereignissen gehören die kältesten Sommernächte in Canberra seit 38 Jahren und die kältesten in Sydney seit 23 Jahren.

Die Mainstream-Medien betreiben heute Schadensbegrenzung, indem sie den eindeutigen ABKÜHLUNGstrend in Australien mit allen möglichen Erklärungen belegen:

„Die niedrigen Temperaturen waren anomal, da der Klimawandel nun dafür sorgt, dass die meisten Jahreszeiten wärmer sind als in den vergangenen Jahren“, berichtet der König der Warmmacher abc.net.au. „La Niña“ und „Ostwinde“ sind die beiden Hauptschuldigen, so der homogene Klumpen der Verschleierung, der die MSM ist – natürliche Faktoren, die irgendwie die unerbittliche „Katastrophe“, die AGW ist, überwunden haben.

Sydney, Melbourne, Canberra und Brisbane gehörten zu den wichtigsten Metropolen, die – trotz des UHI-Effekts – unterdurchschnittlich kühle Sommer erlebten, wobei letztere im Jahr 2022 auch den kältesten Winter aller Zeiten erlebten.

In Canberra wurden kaum Klimaanlagen benötigt, da die Tiefstwerte bei nur 11,2 °C lagen – weit unter der Norm und dem niedrigsten Wert seit 1985 (Sonnenminimum des Zyklus 21).

Es empfiehlt sich, diese Meldung noch weiter zu lesen!

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Nach einem Kurzbeitrag zur Kälte in Europa folgt noch einmal ausführlicher etwas zum Wetter in Kalifornien. Später in der gleichen Meldung liest man das hier:

Die jüngsten Stürme beschränken sich nicht auf den Westen, sondern sind ein Ereignis, das sich von Küste zu Küste ausbreitet. Starker Schneefall verzögert die Öffnung von Hunderten von Schulen im gesamten Nordosten. Michigan kämpft nach einem Sturm, der Tausende von Haushalten ohne Strom ließ, erneut mit Eis. Und im Südosten, rund um Detroit, waren einige Kunden auch fast eine Woche nach einem vorangegangenen Wintersturm noch ohne Strom.

Außerdem wurden rekordverdächtig niedrige Temperaturen registriert, und der NWS [National Weather Service] gab im ganzen Bundesstaat Schnee- und Frostwarnungen aus.

Der Yosemite-Nationalpark, der seit Samstag wegen starker Schneefälle geschlossen war, verschob seine für Donnerstag geplante Wiedereröffnung auf unbestimmte Zeit. Das Berkeley Central Sierra Snow Laboratory in der Nähe des Donner Pass meldete, dass seit Oktober 12,7 m Schnee gefallen sind, mehr als in jedem anderen Schneejahr seit 1970 und nur übertroffen von den 20,3 m im Jahre 1952.

Link: https://electroverse.co/antarctica-chills-australias-cold-summer-frosty-europe-snows-and-lows-pound-u-s/

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Meldungen vom 2. März 2023:

Kalter Februar in Kanada – kältester Februar jemals an der Station Ranklin Inlet

Der Februar war in ganz Kanada kalt und endete mit einer Temperaturanomalie von -1,15 °C.

Besonders kalt war es in Nunavut, wo an der Station Ranklin Inlet der kälteste Februar seit Beginn der Aufzeichnungen verzeichnet worden ist:

Rankin brach auch eine Reihe historischer Tiefsttemperaturen im Februar, mit Rekordtiefstwerten von -44°C am 21. Februar und -43.2°C am 1. sowie am 20. Februar. Ein weiterer Rekordtiefstwert wurde wahrscheinlich am 22. Februar aufgestellt.

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4,5 m Schnee innerhalb weniger Tage – seit Langem bestehende Schneefall-Rekorde gebrochen

Kaum fünf Monate in diesem Wasserjahr, das vom 1. Oktober bis zum 30. September dauert, sind im Zentralen Schneelabor der Berkeley Field Research Station bereits mehr als 9 m Schnee gefallen – mehr als das Doppelte des Durchschnitts für diese Jahreszeit (6,5 m).

Begrabene Zelte in Curry Village im Yosemite-Nationalpark. Quelle

Link: https://electroverse.co/cold-feb-canada-california-breaks-snowfall-records-noaa-forecasting-a-very-cold-march-across-the-u-s/

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wird fortgesetzt … (mit Kältereport Nr. (9 / 2023)

Redaktionsschluss für diesen Report: 2. März 2023

Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE




Neue Studie: Hurrikan-Aktivität verstärkt sich NICHT immer mehr

Der Autor fordert die Nachrichten-Medien auf, über empirische Fakten korrekt zu berichten.

Global Warming Policy Foundation GWPF

Die Global Warming Policy Foundation hat heute ihren regelmäßigen Bericht über die weltweite Aktivität von Hurrikanen veröffentlicht. Der Klima-Autor Paul Homewood sagt, dass die offiziellen Daten eindeutig sind: Sie werden nicht schlimmer. Es gibt sogar Hinweise darauf, dass sie in den letzten Jahren weniger aktiv waren.

Homewood sagt:

„In den Jahren 2021 und 2022 wurde weltweit die geringste Anzahl von Hurrikanen und schweren Hurrikanen in einem Zweijahreszeitraum seit 1980 verzeichnet, und dies vor dem Hintergrund langfristiger Hurrikan-Aktivitäts-Trends, die im Wesentlichen flach sind.“

Homewood fordert die Journalisten auf, diese unbestreitbaren Fakten der Öffentlichkeit mitzuteilen:

„Während die Wissenschaftler ganz klar sagen, dass wir keine dramatische Zunahme der Hurrikane erleben, ja nicht einmal eine Zunahme überhaupt, wurde der Öffentlichkeit vorgegaukelt, dass die Tropenstürme schlimmer werden. Es ist höchste Zeit, dass die Mainstream-Medien mit der Wahrheit herausrücken und den Menschen sagen, was wirklich vor sich geht.“

Die Hurrikan-Saison 2022

Executive summary

Es wird weithin angenommen, dass Hurrikane infolge des Klimawandels schlimmer werden. Dieser Glaube wird von den Medien und einigen Politikern genährt, insbesondere wenn ein schwerer Sturm auftritt. Verstärkt wird dieser Glaube dadurch, dass die durch Hurrikane verursachten Schäden heutzutage viel größer sind, weil die Bevölkerung in den gefährdeten Küstengebieten zunimmt und der Wohlstand im Allgemeinen steigt.

Aber ist dieser Glaube richtig, oder handelt es sich um ein Missverständnis? In dieser Studie wurden offizielle Daten und Einschätzungen von Hurrikan-Wissenschaftlern sorgfältig ausgewertet und festgestellt:

– In den Jahren 2021 und 2022 wurde weltweit die geringste Anzahl von Wirbelstürmen und schweren Wirbelstürmen in einem Zweijahreszeitraum seit 1980 verzeichnet.

– Der offensichtliche langfristige Anstieg der Zahl der Hurrikane seit dem 19. Jahrhundert ist eher auf Änderungen in der Beobachtungspraxis im Laufe der Jahre zurückzuführen als auf einen tatsächlichen Anstieg.

– Die Daten zeigen seit Mitte des 19. Jahrhunderts, als die systematischen Aufzeichnungen begannen, keine langfristigen Trends bei den auf das Festland übtertretenden Hurrikanen in den USA, weder in Bezug auf die Häufigkeit noch auf die Intensität.

– Auch bei den atlantischen Hurrikanen gibt es keinen solchen Trend, wenn man berücksichtigt, dass viele Hurrikane vor der Satellitenära gar nicht erfasst worden sind.

– Auch weltweit gibt es seit Beginn der zuverlässigen Aufzeichnungen in den 1970er Jahren keine Trends bei Hurrikanen.

– Es gibt auch Hinweise darauf, dass die Windgeschwindigkeiten der stärksten Hurrikane im Vergleich zu den Hurrikanen vor der Satelliten-Ära aufgrund veränderter Messmethoden heute möglicherweise überschätzt werden.

– Die Zunahme der atlantischen Hurrikane in den letzten fünfzig Jahren ist nicht Teil eines langfristigen Trends, sondern lediglich eine Erholung von einem tiefen Minimum der Hurrikanaktivität in den 1970er Jahren, das mit der atlantischen multidekadischen Oszillation zusammenhing.

Diese Ergebnisse stehen im Einklang mit den Erkenntnissen der Hurrikanforscher im Allgemeinen sowie mit denen offizieller Stellen wie der NOAA und sogar des IPCC.

Paul Homewood: The 2022 Hurricane Season (pdf)

Link: https://www.thegwpf.org/publications/hurricane-activity-not-getting-worse-new-paper-shows/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Das holozäne Temperatur-Rätsel

Andy May

Wie meine regelmäßigen Leser wissen, schreibe ich seit über zehn Jahren über das Holozän, insbesondere über das holozäne Klima. Meine Kollegen Javier Vinós und Renee Hannon haben ebenfalls ausführlich über dieses Thema geschrieben. Damit wird eine Lücke gefüllt, die der IPCC hinterlässt, ignoriert dieser doch das Holozän, was ich in meinen letzten beiden Beiträgen hier und hier sehr deutlich gemacht habe [in deutscher Übersetzung hier]. An dieser Stelle möchte ich einen sehr umfassenden und informativen Übersichtsartikel über das, was die Autoren, Darrell S. Kaufman und Ellie Broadman, „The Holocene global temperature conundrum“ nennen, rezensieren. Der Artikel wurde am 15. Februar, also vor etwas mehr als einer Woche, in Nature veröffentlicht. Ich wurde von einem Leser darauf aufmerksam gemacht, der sich selbst als „Mike G“ bezeichnet und mir freundlicherweise eine pdf-Datei des Artikels zukommen ließ.

Kaufman und Broadman definieren das Holozän-Temperatur-Rätsel folgendermaßen:

Eine bahnbrechende Rekonstruktion der GMST zeigte den Höhepunkt der Erwärmung während des mittleren Holozäns, als die GMST etwa 0,8 °C höher war als in der vorindustriellen Zeit. Im Gegensatz dazu zeigten frühe instationäre Klimamodelle, dass die GMST während des mittleren Holozäns im Vergleich zur vorindustriellen Temperatur [auch bekannt als Kleine Eiszeit] um etwa -0,5 °C niedriger lag, gefolgt von einer anhaltenden Erwärmung. Diese Diskrepanz zwischen dem aus Proxy-Daten abgeleiteten globalen Abkühlungstrend des späten Holozäns und dem von Klimamodellen simulierten Erwärmungstrend ist als ‚Holozän-Temperatur-Rätsel‘ bekannt“ – (Kaufman & Broadman, 2023)

Die uns vorliegenden Proxy-Beweise deuten also darauf hin, dass die globalen mittleren Temperaturen des frühen Holozäns (GMST) um etwa 0,8 °C höher lagen als während der Kleinen Eiszeit (auch bekannt als vorindustrielle Periode), aber die IPCC/CMIP6/PMIP4-Klimamodelle deuten darauf hin, dass es im frühen Holozän um 0,3 bis 0,5 °C kühler war als in der Kleinen Eiszeit.

Nach eingehender Prüfung der Belege für Temperaturveränderungen im Holozän kommen Kaufman und Broadman zu dem Schluss, dass die globalen mittleren Temperaturen (GMST) während des holozänen Klimaoptimums höher waren und dass die anschließende globale Abkühlung in der folgenden Periode stattfand, die oft als Neoglazial bezeichnet wird. Abbildung 1 stammt aus meinem früheren Beitrag. Sie enthält angemessene regionale Temperatur-Rekonstruktionen für die Arktis, die nördliche Hemisphäre, die Tropen, die südliche Hemisphäre und die Antarktis:

Abbildung 1. Die gezeigten regionalen Temperatur-Rekonstruktionen sind in 30°-Breitenabschnitten dargestellt, d. h. die Arktis (grüne Linie) reicht von 90°N bis 60°N, die nördliche Hemisphäre (dicke schwarze Linie) reicht von 60°N bis 30°N, die Tropen reichen von 30°N bis 30°S, die südliche Hemisphäre reicht von 30°S bis 60°S und die Antarktis von 60°S bis 90°S. Es werden die Warmzeit des Holozänen Klimaoptimums, der Mittelholozäne Übergang (MHT) und die Neoglaziale Periode identifiziert. Quellen: (Mai, 2018, Kapitel 4) und hier.

Wie Abbildung 1 deutlich macht, ist es schwierig, die Temperaturveränderungen im Holozän mit einem „globalen Durchschnitt“ genau und ehrlich darzustellen. Zu Beginn des Holozäns gehen die verschiedenen Breitengrade in unterschiedliche Richtungen, und die neoglaziale Abkühlung ist nicht wirklich global, sondern findet hauptsächlich auf der nördlichen Hemisphäre statt. Dennoch kommen Kaufman und Broadman zu dem Schluss:

Die GMST erreichte ihren Höhepunkt wahrscheinlich irgendwann spät in der ersten Hälfte des Holozäns, etwa vor 6,5 ka [4500 v. Chr.], was durch umfangreiche Proxydaten belegt und durch Theorien und Modelle unterstützt wird. Proxydaten, die in mehreren Studien berichtet wurden, deuten darauf hin, dass die GMST während dieses Jahrtausendzeitraums im Vergleich zu 1850-1900 um etwa 0,5 °C höher war, wobei der größte Teil der Erwärmung in den mittleren bis hohen Breiten der nördlichen Hemisphäre stattfand„. – (Kaufman & Broadman, 2023)

Die Daten laufen also den Modellen zuwider. Als ich noch Computermodellierer war, war das das Ende der Fahnenstange: Tut mir leid, Kumpel, du hast es vermasselt. Aber wir leben heute in einer anderen Welt. Die Autoren führen weiter aus:

Auf der Modellierungsseite simulierte keines der 16 globalen Klimamodelle der neuesten Generation, die am jüngsten CMIP6-PMIP4, 6-ka-Experiment teilnahmen, eine GMST, die ihre vorindustriellen Kontrollläufe überstieg. Die GMST bei 6 ka war in diesen Modellen im Durchschnitt 0,3 °C kühler als in der vorindustriellen Periode (Abb. 1b), was gegen ein globales HTM spricht.“ – (Kaufman & Broadman, 2023)

Sie stellen eine Grafik der von CMIP6 modellierten Temperaturdifferenz zwischen dem holozänen Klimaoptimum (HCO) und der kleinen Eiszeit (LIA) zur Verfügung. Dies ist unsere Abbildung 2:

Abbildung 2. Der Unterschied zwischen den CMIP6/PMIP4-Klimamodelltemperaturen während des holozänen Klimaoptimums und der Kleinen Eiszeit. Die Modelle sagen voraus, dass es in der Kleinen Eiszeit im Durchschnitt 0,3°C wärmer war als im holozänen Klimaoptimum. Dies steht im Widerspruch zu allen Proxy-Beweisen und allen historischen Aufzeichnungen.

Die Karte der Klimamodellergebnisse in Abbildung 2 ist schon vernichtend genug, aber das Histogramm auf der rechten Seite suggeriert, dass die mittleren Breiten der nördlichen Hemisphäre während des HCO und der LIA fast gleich warm waren! Wir wissen, dass das nicht richtig sein kann. Zahlreiche historische, proxy- und archäologische Aufzeichnungen aus der ganzen Welt zeigen, dass die LIA die kälteste und unglücklichste Zeit in der Geschichte der Menschheit auf der nördlichen Hemisphäre war.

Kaufman und Broadman folgern:

Wenn unsere bevorzugte Interpretation [im HCO war es wärmer als in der LIA] richtig ist und der jüngsten globalen Erwärmung ein mehrjähriger globaler Abkühlungstrend vorausgegangen war, dann weist dies auf die Notwendigkeit hin, unser Verständnis der natürlichen Klimaantriebe und Rückkopplungen sowie deren Darstellung in Klimamodellen zu verbessern. Die sehr großen saisonalen und latitudinalen Veränderungen der Sonneneinstrahlung, die durch orbitale Antriebe verursacht werden, sind der wahrscheinlichste Auslöser für die Klima-Rückkopplungen in der zweiten Hälfte des Holozäns.“ – (Kaufman & Broadman, 2023)

Ich kann nur sagen: „Hört! Hört!“ Die Klimamodelle sind eindeutig nicht in der Lage, den natürlichen Klimawandel genau zu modellieren, insbesondere nicht den orbitalen Antrieb. Wenn man den natürlichen Klimawandel nicht modellieren kann, hat man keine Ahnung, wie groß der menschliche Einfluss auf das Klima ist. Wenn man das Holozän nicht korrekt modellieren kann, versteht man den Klimawandel nicht.

References

Kaufman, D., & Broadman, E. (2023, February 15). Revisiting the Holocene global temperature conundrum. Nature, 614, 425-435. Retrieved from https://doi.org/10.1038/s41586-022-05536-w

Link: https://andymaypetrophysicist.com/2023/02/24/the-holocene-temperature-conundrum/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Das unbrauchbare Messnetz des Deutschen Wetterdienstes für Temperaturvergleiche – oder

wie das ZDF, unter dem Deckmantel einer objektiven Berichterstattung, den Zuschauer wissentlich falsch informiert

Teil 2: Das unbrauchbare Messnetz des Deutschen Wetterdienstes

Raimund Leistenschneider, Josef Kowatsch

Im Teil 2 zeigen die Autoren, beginnend mit Abb.13, wie der DWD sein Messnetz manipuliert, um immer höhere Temperaturen ausweisen zu können, obwohl es in Wirklichkeit keinen Trend mehr zu höheren Temperaturen gibt.

Abb.13, Quelle R. Leistenschneider, nach Daten des DWD, zeigt alle vom DWD, nach dessen eigenen Angaben, bis 2022 (Stand 08/2022) stillgelegten Messstandorte, aufgeschlüsselt nach Dekaden. Die aktuelle Dekade zeigt bis 08/2022 bereits 90 Stilllegungen. Hochgerechnet auf das Jahrzehnt, sind dies, bei gleichbleibender Stilllegungsfreude des DWD = 550 Messstandorte. Hierfür wurden alle Messstandorte ausgewertet, die der DWD nach eigenen Angaben jemals betrieben hat.

Bis 1990 wurden in 100 Jahren (!) etwa soviele Standorte stillgelegt, wie in den 1990-Jahren. Also in lediglich 10 Jahren.

Abb.13 legt nahe, dass das Messnetz des DWD, zu dem von Herrn Terli gewählten Referenzzeitraum in Abb.2 (Teil 1), eine ganz andere Struktur hatte als heute. Daher soll das Messnetz des DWD zum Zeitpunkt 31.01.1980 (Januar 1980) betrachtet werden. Dies deshalb, da:

– Anfang 1980 etwa in der Mitte des von Herrn Terli gewählten Referenzzeitraumes liegt und

– laut IPCC, ab diesem Zeitpunkt sich die Temperaturentwicklung von der Sonnenaktivität abkoppelt und sozusagen THG die Regie bei der Temperaturentwicklung übernommen haben.

Abb.14, Quelle R. Leistenschneider, nach Daten des DWD, zeigt alle vom DWD, nach dessen eigenen Angaben, zum 31.01.1980 betriebenen Messstandorte. Auch hierfür wurden alle Messstandorte ausgewertet, die der DWD nach eigenen Angaben jemals betrieben hat. Deutlich ist zu sehen, dass seinerzeit das Messnetz des DWD weit größer und damit feinmaschiger und damit genauer war als heute.

3. Ergebnis

Auf Basis des DWD-Messnetzes zum Zeitpunkt des 2. klimatologischen Referenzzeitraumes (von Herrn Terli gewählt) erhöht sich, aufgrund des deutlich größeren Messnetzes zu heute, der statistische Fehler auf 69%. Damit ist die Auswertung und die Grafik, die Herr Terli in seiner Abb.2 (Teil 1) einem Millionenpublikum zeigen durfte, rundum wertlos und falsch.

Weiter ist zu sehen, dass der DWD weitaus mehr „alte“ Stationen in seinem Messnetz hatte, als dies heute der Fall ist. Schauen wir daher auf die jeweilige Struktur der DWD-Messnetze.

Abb.15, Quelle R. Leistenschneider, nach Daten des DWD, zeigt die weitgehend ausgeglichene Struktur des DWD-Messnetzes vor der Klimahype. In seinem Messnetz hat er etwa die gleiche Anzahl von „alten“, wie von „neuen“ Messstandorten.

Die heutige Struktur des DWD-Messnetzes ist dagegen sichtlich unausgewogen und schieflastig, Abb.16.

Abb.16, Quelle R. Leistenschneider, nach Daten des DWD, offenbart die Unausgewogenheit (Schieflastigkeit) des heutigen DWD-Messnetzes zugunsten von „neuen“ Messstandorten, die ab dem Klimmarummel des IPCC im Jahr 1990 begann. Vergleiche mit Abb.13.

Hinzu kommt, dass der DWD seine neuen Messstandorte immer tiefer platziert, Abb.17.

Abb.17, Quelle: R. Leistenschneider, nach Daten des DWD, zeigt die Stationshöhe im Durchschnitt von den neu aufgenommenen Messstandorte des DWD in dessen Messnetz. Also jeweils die mittlere Höhe aller Stationen einer Dekade, im Vergleich, vor den Aktivitäten des IPCC in 1990.

Der in Abb.17 genannte obere Wert des Temperaturgradienten von 0,979 K/100m gilt streng genommen nur für trockene Luft, die kein gasförmiges Wasser gebunden hat. Folgerichtig wird er daher trockenadiabatischer Temperaturgradient genannt. Die „praktische Bandbreite“ des Temperaturgradienten liegt für unsere Breiten bei 0,65 K/100m bis 0,979 K/100m. Begründung:

In der Realität enthält Luft immer zu einem gewissen Grad auch Feuchtigkeit, d.h. es befindet sich gasförmiges Wasser in der Luft (Wasserdampf). Dementsprechend ändert sich auch die spezifische Wärmekapazität cp in der Formel für den Temperaturgradienten. Tatsächlich bleibt der Einfluss der geänderten Wärmekapazität auf den Temperaturgradienten jedoch häufig vernachlässigbar gering, da nur etwa 1 % Wasserdampf in der Luft enthalten ist.

Deutlich größeren Einfluss auf den Temperaturgradienten hat eine mögliche Kondensation des im Luftpaket enthaltenen Wasserdampfes. Mit sinkender Temperatur wird es nämlich irgendwann dazu kommen, dass ein Teil des gasförmig gebundenen Wassers kondensiert, d.h. wieder flüssig wird. Dies liegt daran, dass kalte Luft weniger Wasser speichern kann als warme Luft. Beispiel: Bei 20 °C ist in einem Kubikmeter Luft maximal ca. 17 g Wasserdampf enthalten; bei -20 °C hingegen nur rund 1 g.

Die Autoren haben in Ihrer Berechnung in Abb.15 daher den mittleren Wert von 0,7 K/100m angesetzt. Wohlwissend, dass der Wert im trockenen und vglw. warmen Sommer 2022 höher und zwar in der Nähe des trockenadiabatischen Temperaturgradienten von 0,979 K/100m, lag.

Abb.18, Quelle: R. Leistenschneider, nach Daten des DWD: Zur Vervollständigung zeigen die Autoren, die in den letzten Dekaden vom DWD neu hinzu genommenen Messstandorte.

4. Ergebnis

Das heutige Messnetz des deutschen Wetterdienstes zeigt eine frappierende Schieflastigkeit seiner Messstandorte und ist für Temperaturvergleichsmessungen zu früheren Temperaturen gänzlich ungeeignet.

Dazu kommen noch die vom DWD in seinen Temperaturdatensätzen nachträglich vorgenommenen Änderungen (Manipulationen), hin zu kälteren Temperaturen zu Beginn seiner Messungen. Dies aus dem Grund/mit der Folge, dass die heutigen Temperaturen umso wärmer erscheinen, Abb.19 und Abb.20.

Nachträgliche Messwertveränderungen durch den DWD

Der DWD hat ganz gezielt die Temperaturjahresdaten für Deutschland nachträglich dahin verändert, dass er die Jahrestemperaturen zu Beginn seiner Messreihe ab 1881 kälter macht, um dadurch die heutigen wärmer erscheinen zu lassen (Abb.19).

Abb.19, Quelle: Josef Kowatsch, nach Daten des DWD, zeigt die vom DWD nachträglich kälter gemachten Jahre zu Beginn seiner Vergleichstemperaturen für Deutschland-Jahresmittel. Josef Kowatsch hat die Steigungen ermittelt. Sie ergeben eine Erhöhung von 15% für die Jahre 1881 – 1987 (der 1. Betrachtungszeitraum der obigen Vergleiche). Durch solche DWD-Tricks wird es auf wundersame Weise in Deutschland immer wärmer und wärmer.

Gleiche Manipulationen hat der DWD bei den Wintertemperaturen für Deutschland angewendet (Abb.20).

Abb.20, Quelle: Josef Kowatsch, nach Daten des DWD, zeigt die Jahre und die vom DWD nachträglich veränderten Temperaturmittelwerte für Deutschland-Winter, hin zu kälteren Temperaturen, zu Beginn seiner Vergleichsmessungen. Auch hier mit dem Ziel: Die heutigen Temperaturen im Vergleich wärmer darstellen zu können, wenn die historischen Temperaturen nachträglich kälter gemacht werden. Ab 1951 fanden keine nachträglichen Veränderungen vom DWD statt.

Und selbst bei all den Manipulationen mit Daten und Standorten ist der Januar in den letzten 36 Jahren nicht wärmer geworden, wie Abb.21 zeigt.

Abb.21, Quelle: Josef Kowatsch, nach Daten des DWD, zeigt die Januar-Temperaturen der letzen 36 Jahren. Ein Trend zu höheren Temperaturen ist nicht vorhanden. Lediglich liegt die Januartemperatur 2023 über dem Mittel. Nicht mehr und nicht weniger! Zur Erinnerung, wie belog doch Herr Terli, im Auftrag des ZDF, im Teil 1 die Zuschauer am 01. Februar: „Die Tendenz zu warmen Januarmonaten setzt sich weiter fort…

Dies beweist einmal mehr, dass es ZDF und seinen Klimaaktivisten um nichts anderes geht, als um Panik- und Angstmache, um damit persönliche und politische Ziele zu flankieren. Die Lüge einer THG-basierten Erwärmung am Leben zu erhalten. Einer Lüge, die mit der größten Umverteilung von unten nach oben verbunden ist.

Für den Februar 2023 sieht die Temperaturentwicklung nicht anders aus = Keine erkennbare Erwärmung in den letzten Jahrzehnten (Abb.22).

Abb.22, Quelle, Josef Kowatsch, nach Daten des DWD, zeigt, Stand Ende Februar, für die letzten 3 Tage hochgerechnete Februartemperatur 2023 für Deutschland (rot) und einer naturbelassenen Station. Deutlich erkennbar, dass die Temperatur nicht steigt, sondern fällt und selbst bei den ganzen Tricksereien und Manipulationen des DWD, die die Autoren zeigten, steigen auch in Deutschland die Temperaturen nicht. Wir dürfen mal gespannt sein, was ZDF und Co. für eine Meldung bringen. Sicherlich eine, die so klinkt, wir haben nur noch 2 Jahre Zeit….

5. Ergebnis

Die Januar- und Februartemperaturen sind in den letzten Jahrzehnten nicht gestiegen. Lediglich liegt 2023 über dem langjährigen Mittel.

Und doch gibt es in unserem Land die lautstarke Minderheit der Gekauften*4) und der Dummen, die immer noch an den sog. menschengemachten Klimawandel und eine anhaltende Erwärmung glauben.

*4) Journalisten/Autoren (zusammengefasst: Schreiberlinge) oder sollten die Autoren besser sagen „Schreibtischtäter“, die z.B. Klimaverbrecher verharmlosend als „Klimaaktivisten“ beschreiben, stehen zuweilen auf den Gehaltslisten der Superreichen, die dadurch ihre Spekulations-und Geldgeschäfte in die gewünschte Richtung lenken. Das EIKE berichtete darüber. Wir dürfen sicher sein, dass dies nur die Spitze des Eisbergs ist. Was in der Satire in Abb.23 zum Ausdruck kommt.

Abb.23 gilt offensichtlich nicht nur für sog. Klimawissenschaftler und deren Projekte, sondern auch für Klimajournalisten und für Klimaverbrecher, wie die „Letzte Generation“, die nach Informationen einer der Autoren (Leistenschneider) von der US-Hochfinanz, allen voran von der Stiftung des US-Milliardärs George Soros, eines Großspekulanten, unterstützt wird. Dies alles sicherlich nur zum Wohle der Menschheit.

Bei der Heerschar der Dummen, die vorzugsweise Freitags auf die Straße gerufen werden, bzw. in dem Buch von Hans Hofmann-Reinecke „Grün und dumm“ so trefflich beschrieben werden, fällt den Autoren spontan Albert Einstein ein, der einst sagte:

„Zwei Dinge sind unendlich: Das Universum und die Dummheit und bei ersterem bin ich mir nicht ganz sicher.“ Die immer noch große Heerschar der Dummen, eine sicherer Bank für all jene, die solche für ihre Zwecke missbrauchen.

Solange die schweigende Mehrheit, der lautstarken Dummheit, die KW nicht von KWh, also Leistung nicht von Arbeit unterscheiden können – dies ganz sicher deshalb, weil diese Gruppe in ihrem Leben jemals das eine, noch das andere erbrachte*5) – bzw. den gekauften Schreibtischtätern, bzw. „nützlichen Idioten“*6) die Regie überlässt, so lange werden wir weiter die höchsten Strompreise, die im letzten Jahr um 70% gestiegen sind (so in der Stromrechnung eines der Autoren), bezahlen müssen. Und dies hat nichts mit Vladimir Putin, nichts mit Russland und nichts mit dem Ukraine-Krieg zu tun, sonder beruht einzig und allein auf einer total irrsinnigen und verfehlten Energiepolitik in unserem Land. Eine Energiepolitik, die billige und damit Arbeitsplätze-schaffende Energie, wie die Kern-oder die Kohleenergie abschafft und durch exorbitante und hoch subventionierte Wind-und Solarenergie ersetzt.

*5) Sich dumm-dreist irgendwo festzukleben ist ja auch viel einfacher, als sich mit Wissen und Können zu beschäftigen. Ersteres vermag auch der größte Dorftrottel.

*6) Erklärung, siehe diesen Artikel der Autoren: „Die Regenmacher vom Deutschen Wetterdienst oder, wie Temperaturen auf raffinierte Weise warm gemacht werden. Teil 2″. Dort unter Abb.19.

Europa geht hier nicht den irrsinnigen deutschen Weg, sondern den Weg der Arbeitsplätze und der Verbraucher: Hin, zu kostengünstiger Energie (einfach mal die Stromkosten vergleichen. Hin zur Kernenergie! Zur Veranschaulichung: Der Energieinhalt von Kernenergie zu Windenergie beträgt 100.000.000 zu 1!

Abb.24, Quellen, siehe Chart, zeigt die Strompreisentwicklung in Deutschland. Zur Erinnerung: 2022 war das AUS für den billigen Strom aus der Kernenergie, Zukäufe mussten teuer beglichen werden und nur 3 Kernkraftwerken wurde nach einem langen hin und her in der Bundesregierung eine Gnadenfrist bis Mitte April 2023 gegeben.

Dass, gegenüber September 2022, gegenwärtig die Strompreise wieder gefallen sind (Sept. 2022 war das oben beschriebene Hin und Her in vollem Gange und damit die Spekulationen an den Strom- und Energiebörsen (da war doch irgendwo im Artikel etwas mit Spekulanten und Superreichen….) liegt an der Volllast der z.Z. laufenden Kernkraftwerke, sowie wieder kostengünstigeren Zukäufen. Die Grpahik zeigt eindrucksvoll, was uns in Zukunft bei den Strompreisen erwartet, wenn bei uns keine billige Volllastenergie mehr produziert wird.

Unser, der deutsche Weg, wird, wie gesehen, durch Lüge und Falschinformation einer vermeintlichen Erwärmung (Klimakrise) flankiert, die in Wirklichkeit gar nicht existiert! Da wird z.B. vom grünen Wirtschaftminister Habück, Entschuldigung, natürlich Habeck, verkündet, erneuerbare Energien seien billig und würden Arbeitsplätze schaffen…

 

Abb.25, Quelle: ZDF-Mediathek. Wer glaubt, ein Energieinhalt von 1 zu 100 Millionen, bringt billige Energie für Industrie und Verbraucher und schafft Arbeitsplätze, der glaubt auch an den Osterhasen und den Weihnachtsmann und ist als Entscheidungsträger für das Wohl unseres Landes fehl am Platz.

Bei dem Motiv aus dem Kölner-Rosenmontagszug (da fehlt noch die lange Nase), fällt einem nur noch die Redewendung mit der Wüste ein, in die man den ein oder anderen schicken sollte.

Es wird höchste Zeit, damit zu beginnen! Denn die schweigende Mehrheit hat dies in Händen.

Raimund Leistenschneider – EIKE

Josef Kowatsch – Naturbeobachter, aktiver Naturschützer und unabhängiger, weil unbezahlter Klimaforscher