Alles andere als „grün“

Viv Forbes

„Grüne“ Politik zerstört die natürliche Umwelt und verändert das lokale Wetter. Dies ist Teil eines vergeblichen UN-Konzepts, das vorgibt, das Klima in der Welt zu verbessern.

Jede grüne Energie verschlechtert die Umwelt.

Beispiel Windenergie.

Windturbinen stehlen Energie aus der Atmosphäre und müssen das lokale Wetter beeinflussen. Turbinen werden immer auf dem höchsten Punkt und entlang von Bergrücken aufgestellt, um mehr Wind einzufangen. Natürliche Hügel wirken sich bereits auf das lokale Wetter aus, indem sie entlang des Bergrückens mehr Regen und weiter windabwärts einen Regenschatten verursachen. Windturbinen verstärken diesen Regenschatteneffekt, indem sie den Wind seiner Fähigkeit berauben, Feuchtigkeit und Regen in das trockenere Landesinnere zu tragen. Die Förderung von mehr Wüstenbildung im Landesinneren ist nicht grün.

Klimaschützer planen auch, Australien mit Offshore-Windturbinen zu verteidigen – mit Vogelhäckslern, um Australien vor Drachenfliegern, kreuzenden Pelikanen, Möwen, Adlern und gelegentlichen Albatrossen zu schützen.

Solar-„Farmen“ bevorzugen große, flache Flächen. Sie rauben allen Pflanzen in ihrem Sonnenschatten die Sonnenenergie. Dadurch werden wilde und heimische Pflanzenfresser ihrer Nahrung beraubt. Weder Kängurus, Rinder, Emus, Papageien noch Schafe gedeihen in Solarenergie-Wüsten.

Grüne Energie weist nur eine sehr geringe Dichte auf – daher werden große Flächen benötigt, um Wind-/Solarenergie zu sammeln. Noch mehr Land wird für die hässlichen Spinnennetze aus Stromleitungen und Straßen gerodet, die benötigt werden, um die grüne Energie in unregelmäßigen Abständen zu sammeln und in die Städte zu leiten, wo sie gebraucht wird. Doch die meiste Zeit des Tages produzieren diese teuren Anlagen nichts Nützliches.

In Australien kursiert bereits eine Petition mit der Forderung, die hässlichen, zerstörerischen Stromleitungen unter die Erde zu verlegen, um Farmen, Wälder, Wildtiere und Landschaften zu retten.

Was für eine grandiose Idee.

Lasst uns auch die lauten, vogelzerstörenden Windturbinen begraben.

Windturbinen und Solarmodule verschleißen bald und müssen ersetzt werden. Einige haben ihr Haltbarkeitsdatum bereits erreicht. Die meisten dieser „grünen“ Abfälle können nicht recycelt werden. Diesen komplexen Giftmüll aus Kunststoffen, Metallen, Stahl und Beton einfach zu vergraben, ist alles andere als grün. Schon bald werden Chemikalien ins Grundwasser und in die Wasserreservoirs sickern.

Die Herstellung, Errichtung und endgültige Entsorgung grüner Energieerzeuger verbraucht mehr Energie, als sie während ihrer kurzen Lebensdauer produzieren kann. Die Netto-Energieproduktion während ihrer gesamten Lebensdauer ist negativ, und ihre Netto-Emissionen sind nicht null.

Die Anhänger der grünen Bewegung verehren auch Energie aus Biomasse wie Holz. Dies ist der Brennstoff, den Höhlenmenschen zum Wärmen, Kochen von Fleisch und zum Vertreiben wilder Tiere verwendeten. Primitive Menschen wie die Briten verbrennen immer noch Holz zur Stromerzeugung, aber ein zu großer Teil der Energie wird für das Sammeln, Trocknen, Hacken und den Transport dieses energiearmen Brennstoffs aus entfernten Wäldern zu den Kesseln der Kraftwerke verbraucht. Die Deutschen zeigen sich nun zuversichtlich, dass ihr riesiger Wind-Solar-Apparat den kommenden Winter ohne russisches Gas überstehen wird, indem sie Brennholz sammeln. Und das fracking- und kohlefeindliche Großbritannien ist gezwungen, wochenlange Stromausfälle im Winter und/oder Gasmangel einzuplanen.

Die Grünen fördern auch den Hunger in der Welt, indem sie Ethanol aus pflanzlichen Lebensmitteln als Ersatz für bessere Kraftstoffe wie Benzin und Diesel propagieren. Die Hinterwäldler von Tennessee waren Spezialisten in der Destillation von Maiswhiskey, der in vielen Bereichen der Freizeitgestaltung und der Medizin Verwendung fand. Andere fanden heraus, dass sich Ethanol aus den meisten pflanzlichen Stoffen herstellen lässt, insbesondere aus Getreide, Rüben und Zuckerrohr. Die Grünen verunreinigen dann den guten Whiskey mit einer Prise Benzin, um ihn für den menschlichen Verzehr untauglich zu machen, und subventionieren bzw. verordnen dann seine Verwendung in Kraftfahrzeugen. Während einige Menschen verhungern, werden Lebensmittel für Treibstoff verwendet.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Die von der US-Regierung vorgeschriebenen Biokraftstoffmengen haben auch die Raffination von Diesel und anderen Kraftstoffen verteuert.

Zuverlässige Stromerzeuger produzieren Strom, wenn er gebraucht wird. Aber die grüne Energie braucht Batterien, um die Lichter am Leuchten zu halten, wenn Wind- und Sonnenenergie ausfallen (was jeden Tag der Fall ist). Und um diese Batterien aufzuladen und gleichzeitig die Verbraucher zu versorgen, ist eine sehr große Steigerung der Generatorleistung erforderlich. Dies erhöht den Bedarf an noch mehr die Landschaft zerstörenden Stromleitungen und Straßen zwischen Windtürmen, Solarparks, „Big Batteries“, Wasserkraftwerken und Stromverbrauchern.

Überhaupt nicht grün.

Vergleichen Sie dieses hässliche grüne Energiechaos einmal mit sauberer, konzentrierter und zuverlässiger Energie aus langlebigen Kohle-, Gas-, Wasser- oder Kernkraftwerken.

Natürlich lieben die großen Bergbauunternehmen grüne Energie und Elektroautos, weil sie Unmengen von Metallen wie Kupfer, Nickel, Lithium, seltene Erden, Kobalt, Silizium, Aluminium, Molybdän, Silber, Graphit und Stahl sowie Kalkstein und Gas für die Zementherstellung verbrauchen. Aber jede Lithiumbatterie in jedem Elektroauto oder -fahrrad stellt eine spontane Brandgefahr dar – stellen Sie sie weit weg von allem Brennbaren ab.

Und schließlich gibt es noch den vielleicht größten grünen Betrug von allen – Carbon Capture and Burial. Die großen Kohle- und Gaskonzerne lieben diesen Trick – e wird viel mehr Kohle oder Gas verbraucht, um die gleiche nutzbare Energie zu erzeugen – der Rest wird bei der Gasabscheidung, der Kompression, dem Pumpen, der Verrohrung und der Entsorgung verschwendet. Der ganze Schwachsinn beruht auf der Annahme, dass das vergrabene Gas dort bleibt, wo es hingebracht wurde. In seltenen Fällen kann gepumptes CO2 dazu verwendet werden, die Ausbeute aus erschöpften Öl- oder Gasreserven zu erhöhen, aber im Allgemeinen verschwendet dieser grüne Schwindel Energie, entzieht der Biosphäre Pflanzennahrung, erhöht die Stromkosten und verkürzt die Lebensdauer von Kohle- und Gasreserven.

Und was ist mit dem COP27-Klima-Jamboree? Vierhundert Privatjets waren dabei. Selbst die heilige Greta hält das für einen Schwindel.

Link: https://cornwallalliance.org/2022/11/not-green-at-all/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Flucht aus der Irrenanstalt COP-27

Paul Driessen

„Zeigt uns das Geld“, fordern die Klimaaktivisten, und von den reichen Ländern wird erwartet, dass sie einspringen.

Höre ich 100 Milliarden Dollar? Würden Sie 1 Billion Dollar geben? Würden Sie dann 2 Billionen Dollar geben?

Der Bieterkrieg um die Klimareparationen hat begonnen. Was auf der COP-21 in Paris mit 100 Milliarden Dollar pro Jahr begann, stieg am Vorabend der COP-27 in Sharm-el-Sheikh, Ägypten, schnell auf 1,3 Billionen Dollar an und liegt jetzt bei 2,4 Billionen Dollar pro Jahr! Und wir sind weit entfernt von „einmal gehen, zweimal gehen, verkauft“.

Natürlich ging es immer um das Geld – endlose Geldsummen, die angeblich den Entwicklungsländern (wie China!) helfen sollen, sich an den gefährlichen, vom Menschen verursachten Klimawandel anzupassen, ganze Regionen mit Wind- und Sonnenenergie zu versorgen und „faire, gerechte und ausgewogene“ Wiedergutmachungen für steigende Temperaturen, steigende Meere, zerstörerische Stürme, Überschwemmungen, Dürren und Hungersnöte zu sichern, die angeblich von Ländern verursacht wurden, die seit 1850 fossile Brennstoffe nutzen.

Ja, China. Das Reich der Mitte hat sich lange als Entwicklungsland positioniert, wenn es darum geht, wann es anfangen könnte, weniger Kohlekraftwerke zu bauen und langsam auf „erneuerbare“ Energien umzustellen.

Jetzt sagt China, dass es bargeldlose Klimareparationen zahlen wird, wenn die Vereinigten Staaten in Dollar zahlen. Natürlich wäre jeder „gerechte Anteil“ der USA, Großbritanniens, Deutschlands usw. exorbitant – und würde gezahlt, während sie sich schnell von fossilen Brennstoffen abwenden, ungeachtet der wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Kosten.

Wie Oliver Hardy sagen würde: „Noch ein schöner Schlamassel, in den ihr mich gebracht habt“, Joe, John und der Rest von Team Bidens klimabesessenen, fossile Brennstoffe ausrottenden Öko-Gerechtigkeitskriegern.

Sie und ihre Verbündeten aus Aktivismus, Medien und Wissenschaft haben die Klimaschrecke geschaffen – die Behauptung, dass allein die Emissionen fossiler Brennstoffe für das heutige Klima und Wetter verantwortlich sind. Dabei ist es völlig egal, dass seit der letzten Eiszeit im Pleistozän die globalen Durchschnittstemperaturen erheblich gestiegen sind (Baruch Haschem), der Meeresspiegel um etwa 400 Fuß gestiegen ist und Überschwemmungen, Dürren, Wirbelstürme und andere Katastrophen den Planeten und die Menschheit unzählige Male verwüstet haben. Alles, was heute geschieht, ist jedoch den Ländern zu verdanken, die durch die Nutzung fossiler Brennstoffe reich geworden sind. Zumindest behaupten sie das.

Daher sagen die Organisatoren, Aktivisten und Teilnehmer der COP-27 jetzt natürlich, dass die „Klimakrise“ enorme Zahlungen von reichen Ländern an arme Länder erfordert – oder genauer gesagt, von armen Menschen in reichen Ländern an reiche Kleptokraten in armen Ländern. Das wirft eine weitere unbequeme Wahrheit auf.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Vor nicht allzu langer Zeit sagte Obamas „Wissenschaftsberater“ John Holdren: „Uns steht nur ein vernünftiger Weg offen – die gleichzeitige Rückentwicklung der [Vereinigten Staaten und anderer überentwickelter Länder] und die Halbentwicklung der unterentwickelten Länder, um einen angemessenen und ökologisch nachhaltigen Lebensstandard für alle dazwischen zu erreichen.“ Diese Ideologie der De-Entwicklung wird von vielen anderen geteilt.

Nun, die Rückentwicklung und Deindustrialisierung ist in Großbritannien, Deutschland und anderswo bereits im Gange, weil Wind-, Solar- und Batterieenergie (WSB) unmöglich reichlich vorhandene, zuverlässige, erschwingliche und wetterunabhängige fossile Brennstoffe und Kernenergie ersetzen kann. In ganz Europa verschwinden bereits Arbeitsplätze, Unternehmen und ganze Industriezweige, weil fossile Kraftwerke zerstört werden, aber nichts Brauchbares vorhanden ist, um sie zu ersetzen.

Wie also sollen all diese sich zurückentwickelnden ehemals reichen Länder (FRC) jährlich Milliarden oder Billionen aufbringen, um Klimareparationen zu zahlen und armen Ländern bei ihrer Entwicklung zu helfen? Sie können dies unmöglich tun.

Noch schlimmer ist, dass die öko-imperialistischen Industrieländer weiterhin verlangen, dass sich die armen Länder nur bis zu dem minimalen Grad entwickeln, den die WSB-Technologien erlauben würden. Reiche Länder, die Weltbank und globale Finanzinstitutionen weigern sich, etwas anderes als pseudo-erneuerbare Energie zu finanzieren.

Diese skrupellose Politik führt zu Arbeitslosigkeit, Armut, Krankheit und Tod – und fördert das andere grundlegende Ziel der „Klimastabilisierungs“-Programme: die Kontrolle über unser Leben und unseren Lebensstandard. Arme Nationen haben jedoch unveräußerliche, gottgegebene Rechte, sich zu entwickeln, indem sie fossile Brennstoffe, Kern- und Wasserkraft nutzen – und Erdöl als Rohstoff für Düngemittel, Pharmazeutika, Kunststoffe und Hunderte anderer wunderbarer lebensverbessernder und lebensrettender Produkte (die von Ländern entwickelt wurden, die nun Reparationen zahlen sollen).

Die Industrieländer müssten den Entwicklungsländern helfen, diese Ziele zu erreichen. Stattdessen blockieren sie allzu oft die Wege zu einem besseren Leben. Noch unverschämter ist, dass die USA und Europa die Frechheit besitzen, von afrikanischen, asiatischen und lateinamerikanischen Ländern zu verlangen, mehr Öl und Gas zu fördern, aber nur für den Export in die USA und nach Europa!

Währenddessen richtet Großbritannien „Wärmestuben“ ein, in die Menschen für ein paar Stunden am Tag gehen können, anstatt hungrig und arbeitslos in dunklen Wohnungen zu frieren. Es ist, als ob Merry Old England plötzlich ins Mittelalter zurückversetzt worden wäre, und zwar von Politikern, die das Signalisieren von Klimatugenden über die Grundbedürfnisse ihrer Wähler stellen.

Währenddessen demontiert Deutschland eine industrielle Windkraftanlage, um die darunter liegende Braunkohle zu fördern und damit Kraftwerke zu betreiben, Fabriken am Laufen zu halten und Häuser warm zu halten!

Noch verrückter ist, dass dies nur einige wenige Beispiele für den Wahnsinn sind, der die politische Klasse der Welt im Griff hat, insbesondere während der Konferenzen der Vertragsparteien (COPs) zum Klimawandel. Um diesem Irrenhaus zu entkommen, muss man glücklicherweise nur ein paar einfache Realitäten anerkennen:

* Die überwiegende Mehrheit der Länder hat das Pariser Klimaabkommen wegen des Geldes unterzeichnet – von dem sie jetzt langsam merken, dass sie es nie erhalten werden. Außerdem liefern Kohle, Erdöl und Erdgas immer noch 82 % der Weltenergie; Kernkraft, Wasserkraft und Biomasse (Holz und Dung) decken den größten Teil des verbleibenden Energiebedarfs, und weniger als 2 % kommen aus Wind- und Sonnenenergie.

* Die Entwicklungsländer werden noch jahrzehntelang fossile Brennstoffe verbrauchen – und dabei noch mehr pflanzendüngendes Kohlendioxid ausstoßen – und zwar größtenteils zur Gewinnung von Rohstoffen und zur Herstellung von „grüner Technologie“, die sie in die USA, das Vereinigte Königreich, die EU und andere künftige EFRCs exportieren werden. Selbst wenn die Industrieländer ihren Verbrauch an fossilen Brennstoffen vollständig einstellen würden, würden die Treibhausgaswerte in der Atmosphäre weiter steigen.

* Aber das ist egal, denn es gibt keine Beweise dafür, dass wir vor einer Klimakrise stehen, geschweige denn vor einer vom Menschen verursachten Klimakrise, geschweige denn vor Veränderungen, die es in der Geschichte der Erde oder der Menschheit noch nie gegeben hat. Der Mensch hat wahrscheinlich einen gewissen Einfluss auf Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Klima und Wetter, insbesondere in den großen städtischen „Wärmeinseln“. Aber das ist weit entfernt von den Katastrophen, die angeblich dadurch verursacht werden, dass fossile Brennstoffe die mächtigen natürlichen Kräfte ersetzen, die Klima und Wetter im Laufe der Geschichte kontrolliert haben.
* Die 1,5 Grad Celsius, die wir vermeiden sollen, um eine Katastrophe abzuwenden, sind willkürlich und bedeutungslos – und nicht nur an den Beginn der industriellen Revolution gebunden, sondern auch an das Ende der kleinen Eiszeit. Ein oder zwei Grad mehr an Erwärmung wären größtenteils von Vorteil, während eine weitere kleine oder große Eiszeit die Landwirtschaft, Lebensräume, die Tierwelt und die Menschheit zerstören würde.

* Die gesamte Agenda zur Klimakrise basiert auf Computermodellen, die (a) unmöglich alle Kräfte widerspiegeln können, die das Klima bestimmen, und (b) durchweg eine Erwärmung des Planeten vorhersagen, die zwei- bis dreimal größer ist als die tatsächlich von Satelliten, Wetterballons und Oberflächentemperaturmessgeräten aufgezeichnete.

* Es ist reiner Wahnsinn, wirtschaftszerstörende und lebensverändernde Maßnahmen auf nutzlose Modelle zu stützen – vor allem, wenn die Ersatzenergie aus WSB-Systemen stammt, die Abbau, Verarbeitung, Herstellung und Installationen in einem Ausmaß erfordern würden, das unseren Planeten verwüsten würde.

Der einzige Grund, warum diese Tatsachen so wenig bekannt sind, ist, dass Klimaaktivisten, Politiker, Akademiker sowie Nachrichten und soziale Medien Wissenschaftler, Ökonomen und Energieexperten, die das Narrativ der Klimakrise in Frage stellen, fleißig dämonisieren, schikanieren, zensieren, zum Schweigen bringen, deplattieren und dämonisieren.

Zum Glück gewinnt die Wahrheit langsam die Oberhand. Vielleicht wird die COP27 eine gesunde Dosis Klima- und Energievernunft bringen. Sollte dies nicht der Fall sein, könnten wir mit John Holdrens Formel für die Rücknahme von Entwicklung und Lebensstandard enden. Erwarten Sie nur nicht, dass die herrschenden Eliten und ihre Verbündeten aus Hollywood und Big Tech mit gutem Beispiel vorangehen werden.

Paul Driessen is senior policy advisor for the Committee For A Constructive Tomorrow (www.CFACT.org) and author of books and articles on energy, climate change, environmental policy and human rights.

Link: https://cornwallalliance.org/2022/11/escaping-from-the-cop-27-insane-asylum/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Neue Studie: Die Erde kann ihre Temperatur über Jahrtausende hinweg selbst regulieren

Constantin W.Arnscheidt und Daniel H.Rothman

Peer-Reviewed Publication des MASSACHUSETTS INSTITUTE OF TECHNOLOGY

Wissenschaftler haben bestätigt, dass eine „stabilisierende Rückkopplung“ auf einer Zeitskala von 100.000 Jahren die globalen Temperaturen in Schach hält.

Das Klima der Erde hat sich stark verändert, von globalem Vulkanismus über Eiszeiten, die den Planeten abkühlen, bis hin zu dramatischen Verschiebungen der Sonneneinstrahlung. Und doch hat sich das Leben in den letzten 3,7 Milliarden Jahren nicht verändert.

Eine Studie von MIT-Forschern, die in der Zeitschrift Science Advances veröffentlicht wurde, bestätigt nun, dass der Planet über einen „stabilisierenden Rückkopplungs-Mechanismus“ verfügt, der über Hunderttausende von Jahren wirkt, um das Klima vor dem Abgrund zu bewahren und die globalen Temperaturen in einem stabilen, bewohnbaren Bereich zu halten.

Doch wie wird dies erreicht? Ein wahrscheinlicher Mechanismus ist die „Silikatverwitterung“ – ein geologischer Prozess, bei dem die langsame und stetige Verwitterung von Silikatgestein chemische Reaktionen auslöst, die letztlich Kohlendioxid aus der Atmosphäre in die Sedimente der Ozeane ziehen und das Gas in den Felsen einschließen.

Wissenschaftler vermuten seit langem, dass die Silikatverwitterung eine wichtige Rolle bei der Regulierung des Kohlenstoffkreislaufs der Erde spielt. Der Mechanismus der Silikatverwitterung könnte eine geologisch konstante Kraft darstellen, die Kohlendioxid – und die globalen Temperaturen – in Schach hält. Bislang gab es jedoch keine direkten Beweise für das kontinuierliche Funktionieren einer solchen Rückkopplung.

Die neuen Erkenntnisse beruhen auf einer Untersuchung von Paläoklimadaten, die Veränderungen der globalen Durchschnittstemperaturen in den letzten 66 Millionen Jahren aufzeichnen. Das MIT-Team wandte eine mathematische Analyse an, um zu sehen, ob die Daten irgendwelche Muster erkennen lassen, die für stabilisierende Phänomene charakteristisch sind, welche die globalen Temperaturen auf einer geologischen Zeitskala zügeln.

Sie fanden heraus, dass es in der Tat ein einheitliches Muster zu geben scheint, bei dem die Temperaturschwankungen der Erde über Zeiträume von Hunderttausenden von Jahren gedämpft werden. Die Dauer dieses Effekts ähnelt den Zeiträumen, über die die Silikatverwitterung wirken soll.

Die Ergebnisse sind die ersten, die anhand tatsächlicher Daten die Existenz einer stabilisierenden Rückkopplung bestätigen, deren Mechanismus wahrscheinlich die Silikatverwitterung ist. Diese stabilisierende Rückkopplung würde erklären, wie die Erde durch dramatische Klimaereignisse in der geologischen Vergangenheit bewohnbar geblieben ist.

„Einerseits ist es gut, weil wir wissen, dass die heutige globale Erwärmung durch diese stabilisierende Rückkopplung irgendwann aufgehoben wird“, sagt Constantin Arnscheidt, Doktorand am MIT Department of Earth, Atmospheric, and Planetary Sciences (EAPS). „Andererseits wird es Hunderttausende von Jahren dauern, bis dies geschieht, also nicht schnell genug, um unsere heutigen Probleme zu lösen*.“

[*Offenbar gehen die Autoren von einer derzeitigen problematischen Erwärmung aus. Das ist etwas unverständlich, denn sie schreiben doch gerade in ihrer Studie, dass das Leben auf der Erde mit dem von ihnen beschriebenen Mechanismus noch mit ganz anderen Klimaänderungen problemlos fertig geworden ist. Anm. d. Übers.]

Die Studie wurde gemeinsam von Arnscheidt und Daniel Rothman, Professor für Geophysik am MIT, verfasst.

Stabilität in den Daten

Wissenschaftler haben bereits Hinweise auf einen das Klima stabilisierenden Effekt im Kohlenstoffkreislauf der Erde gefunden: Chemische Analysen alter Gesteine haben gezeigt, dass der Fluss von Kohlenstoff in die und aus der Umgebung der Erdoberfläche selbst bei dramatischen Schwankungen der globalen Temperatur relativ ausgeglichen geblieben ist. Außerdem sagen Modelle der Silikatverwitterung voraus, dass dieser Prozess eine gewisse stabilisierende Wirkung auf das globale Klima haben sollte. Und schließlich deutet die Tatsache, dass die Erde dauerhaft bewohnbar ist, auf eine inhärente, geologische Kontrolle extremer Temperaturschwankungen hin.

„Sie haben einen Planeten, dessen Klima so vielen dramatischen äußeren Veränderungen unterworfen war. Warum hat das Leben die ganze Zeit überlebt? Ein Argument ist, dass wir eine Art Stabilisierungsmechanismus brauchen, um die Temperaturen für das Leben geeignet zu halten“, sagt Arnscheidt. „Aber es konnte noch nie anhand von Daten nachgewiesen werden, dass ein solcher Mechanismus das Klima der Erde dauerhaft kontrolliert hat“.

Arnscheidt und Rothman versuchten zu bestätigen, ob tatsächlich eine stabilisierende Rückkopplung am Werk war, indem sie Daten über globale Temperaturschwankungen im Laufe der Erdgeschichte untersuchten. Sie arbeiteten mit einer Reihe von globalen Temperaturaufzeichnungen, die von anderen Wissenschaftlern zusammengestellt wurden, von der chemischen Zusammensetzung alter Meeresfossilien und Muscheln bis hin zu erhaltenen antarktischen Eisbohrkernen.

„Diese ganze Studie ist nur möglich, weil es große Fortschritte bei der Verbesserung der Auflösung dieser Tiefsee-Temperaturaufzeichnungen gegeben hat“, so Arnscheidt. „Jetzt haben wir Daten, die 66 Millionen Jahre zurückreichen, mit Datenpunkten, die höchstens Tausende von Jahren auseinander liegen“.

Mit hoher Geschwindigkeit zum Stillstand

Auf die Daten wandte das Team die mathematische Theorie der stochastischen Differentialgleichungen an, die üblicherweise verwendet wird, um Muster in stark schwankenden Datensätzen aufzudecken.

„Wir erkannten, dass diese Theorie Vorhersagen darüber macht, wie die Temperaturentwicklung der Erde aussehen würde, wenn es Rückkopplungen auf bestimmten Zeitskalen gegeben hätte“, erklärt Arnscheidt.

Mit diesem Ansatz analysierte das Team die Entwicklung der globalen Durchschnittstemperaturen in den letzten 66 Millionen Jahren und betrachtete den gesamten Zeitraum auf verschiedenen Zeitskalen, z. B. Zehntausende von Jahren im Vergleich zu Hunderttausenden von Jahren, um zu sehen, ob sich innerhalb jeder Zeitskala irgendwelche Muster stabilisierender Rückkopplungen ergeben.

„In gewisser Weise ist es so, als würde Ihr Auto auf der Straße rasen, und wenn Sie auf die Bremse treten, rutschen Sie lange Zeit, bevor Sie anhalten“, sagt Rothman. „Es gibt eine Zeitspanne, in der der Reibungswiderstand oder eine stabilisierende Rückkopplung einsetzt, wenn das System in einen stabilen Zustand zurückkehrt.“

Ohne stabilisierende Rückkopplungen sollten die Schwankungen der globalen Temperatur auf einer bestimmten Zeitskala zunehmen. Die Analyse des Teams ergab jedoch ein Regime, in dem die Fluktuationen nicht zunahmen, was bedeutet, dass ein stabilisierender Mechanismus im Klima herrschte, bevor die Fluktuationen zu extrem wurden. Die Zeitskala für diesen stabilisierenden Effekt – Hunderttausende von Jahren – deckt sich mit dem, was Wissenschaftler für die Silikatverwitterung vorhersagen.

Interessanterweise stellten Arnscheidt und Rothman fest, dass die Daten auf längeren Zeitskalen keine stabilisierenden Rückkopplungen erkennen lassen. Das heißt, auf Zeitskalen von mehr als einer Million Jahren scheint es keinen wiederkehrenden Rückzug der globalen Temperaturen zu geben. Was hat also über diese längeren Zeiträume die globalen Temperaturen in Schach gehalten?

„Es gibt die Idee, dass der Zufall eine wichtige Rolle dabei gespielt haben könnte, warum es nach mehr als 3 Milliarden Jahren immer noch Leben gibt“, meint Rothman.

Mit anderen Worten: Wenn die Temperaturen auf der Erde über längere Zeiträume schwanken, sind diese Schwankungen im geologischen Sinne vielleicht nur klein genug, um in einem Bereich zu liegen, in dem eine stabilisierende Rückkopplung, wie z. B. die Silikatverwitterung, das Klima regelmäßig in Schach halten kann, und zwar in einer bewohnbaren Zone.

„Es gibt zwei Lager: Die einen sagen, dass der Zufall als Erklärung ausreicht, und die anderen, dass es eine stabilisierende Rückkopplung geben muss“, sagt Arnscheidt. „Wir sind in der Lage, anhand der Daten zu zeigen, dass die Antwort wahrscheinlich irgendwo dazwischen liegt. Mit anderen Worten: Es gab eine gewisse Stabilisierung, aber auch reines Glück spielte wahrscheinlich eine Rolle, um die Erde dauerhaft bewohnbar zu halten.“

Diese Forschung wurde zum Teil durch ein MathWorks-Stipendium und die National Science Foundation unterstützt.

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Written by Jennifer Chu, MIT News Office

JOURNAL

Science Advances

DOI

10.1126/sciadv.adc9241 

ARTICLE TITLE

Presence or absence of stabilizing Earth system feedbacks on different timescales

ARTICLE PUBLICATION DATE

16. November 2022

From EurekAlert!

Hier das Abstract ser Studie:

Vorhandensein oder Fehlen von stabilisierenden Rückkopplungen im Erdsystem auf verschiedenen Zeitskalen

Abstract

Die Frage, wie das Klima der Erde auf geologischen Zeitskalen stabilisiert wird, ist wichtig für das Verständnis der Erdgeschichte, der langfristigen Folgen des anthropogenen Klimawandels und der Bewohnbarkeit des Planeten. Hier quantifizieren wir die typische Amplitude vergangener globaler Temperaturschwankungen auf Zeitskalen von Hunderten bis zu Dutzenden von Millionen Jahren und nutzen sie, um das Vorhandensein oder Fehlen langfristiger stabilisierender Rückkopplungen im Klimasystem zu beurteilen. Auf Zeitskalen zwischen 4 und 400 ka wachsen die Schwankungen nicht mit der Zeitskala, was darauf hindeutet, dass stabilisierende Mechanismen wie die angenommene „Verwitterungsrückkopplung“ in diesem Bereich eine dominante Kontrolle ausgeübt haben. Auf längeren Zeitskalen nehmen die Fluktuationen zu, was möglicherweise auf tektonisch oder biologisch bedingte Veränderungen zurückzuführen ist, die die Verwitterung als Klimatreiber und Rückkopplung wirken lassen. Diese langsameren Schwankungen zeigen keine Anzeichen für eine Dämpfung, was bedeutet, dass der Zufall immer noch eine nicht zu vernachlässigende Rolle bei der Aufrechterhaltung der langfristigen Bewohnbarkeit der Erde gespielt haben könnte.

Link: https://wattsupwiththat.com/2022/11/20/earth-can-regulate-its-own-temperature-over-millennia-new-study-finds/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Stickoxide und Klima

Gregory R. Wrightstone, CO2 Coalition

Lachgas (N2O) gehört nun neben Kohlendioxid (CO2) und Methan (CH4) zum Pantheon der anthropogenen „Dämonen-Gase“ der Klimaschützer. Ihrer Ansicht nach führen steigende Konzentrationen dieser Moleküle zu einer ungewöhnlichen und noch nie da gewesenen Erwärmung, die wiederum katastrophale Folgen für unsere Ökosysteme und die Menschheit haben wird.

Länder auf der ganzen Welt sind dabei, den Einsatz von Stickstoffdüngern aufgrund der bisher kaum verstandenen Eigenschaften von Distickstoffoxid stark zu reduzieren oder ganz einzustellen. In Kanada wird eine Verringerung der N2O-Emissionen um 40 bis 45 Prozent und in den Niederlanden um bis zu 50 Prozent vorgeschlagen. Sri Lankas komplettes Düngemittelverbot im Jahr 2021 führte zum völligen Zusammenbruch der vorwiegend landwirtschaftlichen Wirtschaft des Landes.

Um die dringend benötigten Informationen über N2O bereitzustellen, hat die CO2-Coalition eine wichtige und zeitgemäße Studie veröffentlicht, in dem die erwärmende Wirkung des Gases und seine Rolle im Stickstoffkreislauf bewertet wird. Ausgestattet mit diesen wichtigen Informationen können politische Entscheidungsträger nun fundierte Entscheidungen über die Kosten und den Nutzen einer vorgeschriebenen Reduzierung dieses nützlichen Moleküls treffen.

Diese neue Studie schließt sich an frühere Berichte der CO2 Coalition über andere Treibhausgase, Kohlendioxid und Methan an.

Die wichtigsten Erkenntnisse aus dieser Studie:

● Bei den derzeitigen Raten würde eine Verdoppelung von N2O in mehr als 400 Jahren stattfinden.

● Die atmosphärische Erwärmung durch N2O wird auf 0,064°C pro Jahrhundert geschätzt.

● Die zunehmende Pflanzenproduktion erfordert eine kontinuierliche Ausbringung von synthetischem Stickstoffdünger, um eine wachsende Bevölkerung zu ernähren.

N2O und sein Erwärmungspotenzial

Der erste Teil der Studie ist sehr technisch und befasst sich mit dem Erwärmungspotenzial von N2O für den Treibhauseffekt. Wie CO2 ist Distickstoffoxid ein lineares, chemisch inertes Molekül, das Infrarotstrahlung absorbiert. N2O hat jedoch eine längere Lebensdauer in der Atmosphäre als CH4, da es resistenter gegen chemischen oder physikalischen Abbau ist. Steigende N2O-Konzentrationen in der Atmosphäre tragen wahrscheinlich in gewissem Umfang zur Erwärmung der Erdatmosphäre bei. Um zu beurteilen, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, ziehen die Autoren die gut validierte Strahlungstransfertheorie und die verfügbaren experimentellen Daten heran und nicht die sehr komplexen allgemeinen Klimamodelle, die sich als unzuverlässig erwiesen haben.

Die derzeitige N2O-Konzentration auf Meereshöhe beträgt 0,34 Teile pro Million (ppm) und steigt mit einer Rate von etwa 0,00085 ppm/Jahr. Diese Anstiegsrate ist seit 1985 konstant und es gibt keine Anzeichen für eine Beschleunigung. Ein Vergleich mit der CO2-Konzentration von derzeit etwa 420 ppm ist angebracht. Bei den derzeitigen Konzentrationen von Treibhausgasen ist der Strahlungsantrieb pro hinzugefügtem N2O-Molekül etwa 230 Mal größer als der Antrieb pro hinzugefügtem CO2-Molekül. Das hört sich schlimm an, aber wie lauten die Fakten?

Die Zuwachsrate der CO2-Moleküle beträgt etwa 2,5 ppm/Jahr, d. h. sie ist etwa 3.000 Mal größer als die Zuwachsrate der N2O-Moleküle. Der Beitrag von Distickstoffoxid zum jährlichen Anstieg des Treibhauseffekts beträgt also 230/3.000 oder etwa 1/13 des CO2-Anteils. Wenn die Haupttreibhausgase CO2, CH4 und N2O etwa 0,1 C/Dekade zur Erwärmung der Erde beigetragen haben, die in den letzten Jahrzehnten beobachtet wurde, würde dies etwa 0,00064 Grad Celsius pro Jahr oder 0,064°C pro Jahrhundert an Erwärmung durch N2O entsprechen, ein Betrag, der kaum zu beobachten ist. Bei der derzeitigen Anstiegsrate würde eine Verdoppelung der N2O-Konzentration mehr als vier Jahrhunderte dauern, und laut Abbildung 5 der Studie wäre die Erwärmung unmerklich gering.

[Hervorhebung im Original]

Der Stickstoff-Kreislauf

Neben Wasser und Kohlenstoff ist Stickstoff von zentraler Bedeutung für das Pflanzenleben, und das richtige Verhältnis ist entscheidend für ein optimales Wachstum. Der Kohlenstoff steht den Pflanzen aus dem CO2 der Atmosphäre zur Verfügung, der Stickstoff muss im Boden verfügbar gemacht werden. Zu diesem Zweck fixieren verschiedene Mikroorganismen und Pflanzenarten mit Hilfe symbiotischer Mikroorganismen zweiatomigen Stickstoff (N2) aus der Atmosphäre im Boden, wo er in komplizierte Kreisläufe stickstoffhaltiger Verbindungen eingeht, die sich mehr oder weniger frei im Boden bewegen können und vielen Pflanzen dienen. Durch die Aktivität der Mikroorganismen (neuere Arbeiten zeigen, dass Archaeen von vergleichbarer Bedeutung wie Bakterien sind) endet der Stickstoffkreislauf mit der Freisetzung von N2 und in viel geringerem Maße von N2O zurück in die Atmosphäre. Aufgrund der Verluste in die Atmosphäre und der Auswaschung in die Gewässer muss der Stickstoff im Boden kontinuierlich aufgefüllt werden, um das Pflanzenwachstum zu optimieren.

Landwirtschaftliches und natürliches Pflanzenwachstum tragen in vergleichbaren Mengen zum Stickstoffkreislauf bei. Ein optimales Pflanzenwachstum erfordert große Mengen an Stickstoff. Ein Teil des Stickstoffs wird durch Tierdung und verrottende Pflanzen bereitgestellt. Diese Stickstoffquellen reichen jedoch nicht aus, um den Bedarf der Landwirtschaft für die Ernährung einer wachsenden Weltbevölkerung zu decken.

Abbildung 14 aus dieser Studie vergleicht die Beziehung zwischen dem zunehmenden Einsatz von künstlichem Stickstoffdünger und den steigenden Erträgen verschiedener Kulturpflanzen in den USA seit 1866. Auffallend ist die starke Korrelation zwischen Stickstoffdüngung und Ernteerträgen. Abbildung 13 zeigt einen ähnlichen Zusammenhang zwischen dem Einsatz von Stickstoffdünger und den Erträgen von Getreidekulturen weltweit. Natürlich lassen sich Veränderungen in komplizierten Prozessen nicht auf eine einzige Ursache zurückführen. Von erheblicher Bedeutung für die Pflanzenproduktion sind auch andere Mineraldünger wie Phosphor und Kalium, bessere Pflanzensorten wie Hybridmais und die zunehmenden Konzentrationen von CO2 in der Atmosphäre. Die entscheidende Rolle von Stickstoffdüngern bei der enormen Steigerung der Ernteerträge ist jedoch unverkennbar.

Abbildung 14: Ernteerträge für Mais, Weizen, Gerste, Gras, Heu, Hafer und Roggen in den Vereinigten Staaten.

Abbildung 13: Jährliche Weltproduktion von Stickstoffdünger für die Landwirtschaft (blau, in Tg) und Weltproduktion aller Getreidekulturen (orange, in Gigatonnen) von 1961 bis 2019

Die Ernährung einer Weltbevölkerung, die jährlich um 1,1 Prozent wächst, ist keine triviale Angelegenheit. Verheerende Hungersnöte der Vergangenheit wurden im letzten Jahrhundert durch die oben erwähnten grundlegenden wissenschaftlichen Entwicklungen in Schach gehalten. Gegenwärtig zeigen viele Regierungen unter dem Einfluss „grüner“ Interessengruppen eine gefährliche Neigung, den Einsatz von Stickstoffdüngern einzuschränken, um die Landwirte „zurück zur Natur“ zu bringen und die Welt vor einer „Klimakatastrophe“ zu bewahren. In den Niederlanden erwägt die Regierung, eine große Anzahl von Landwirten aus dem Geschäft zu drängen, um angeblich eine katastrophale Erwärmung durch N2O-Emissionen zu verhindern. Diese neue Studie zeigt, dass die N2O-Emissionen nur einen geringfügigen Einfluss auf den Temperaturanstieg haben werden. Die Landwirte selbst und nicht die Regierungsbürokraten sollten die optimalen Mengen von Stickstoffdünger bestimmen, um die Ernteerträge zu maximieren.

Eine Landwirtschaft ohne Kunstdünger mag für eine kleine Nische der Weltbevölkerung, die bereit und in der Lage ist, dafür zu zahlen, machbar sein, auch wenn sie sehr arbeitsintensiv ist und nur sehr geringe Erträge liefert. Es ist jedoch unvorstellbar, dass die wachsenden Massen oder sogar die derzeitige Weltbevölkerung ohne den intelligenten, wissenschaftlich fundierten Einsatz von Stickstoff und anderen Düngemitteln ernährt werden können.

„Grüne“ Illusionen können nicht Milliarden von Menschen ernähren!

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Link: https://wattsupwiththat.com/2022/11/12/nitrous-oxide-and-climate/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Früher musste man seinen Namen zumindest tanzen können, heute reicht es, sich werbewirksam anzukleben …

Helmut Kuntz

Es ist Klimakonferenz und damit wieder ein Schaulaufen der thematischen Inkompetenz vor Ort, aber auch in unseren Medien. Nachdem Ankleben gerade modern ist, vergeht kaum ein Tag, an dem nicht irgendein Redaktionsmitglied der Tageszeitung des Autors eine „sich anklebende“ Person freundlichst interviewt und den Lesern deren sichere Vorhersage zum begonnenen Weltuntergang mitteilt. Mit Lösungen, dass solcher nur abgewendet werden kann durch kostenlosen Nahverkehr, ein auskömmliches, bedingungslose Grundeinkommen, Bafög-Erhöhung, Verbot, Essen wegzuwerfen, Pflicht zu veganen Essen, keine Plastiktüten mehr, statt Autobahnen Fahrrad-Schnellwege und auf Landstraßen anstelle mit 100 nur noch mit 80 km/h fahren, vor allem auch die störende Demokratie abschaffen.

Annalena“ Niveau ist der neue Wissensstandard

Wer Giga und Mega vor dem Komma nicht unterscheiden kann und oft genug behauptet „das ist alles genau ausgerechnet“, braucht um seine Karriere nicht zu bangen. Es reicht zu wissen, dass es irgendwie Zahlen gibt und diese groß sind. Die Einen besetzen inzwischen Ministerposten und wer noch nicht in dem Alter ist, startet seine Karriere in Talkshows.

Und so durfte eine junge „Ankleberin“ in einer solchen erzählen, worum es ihr genau geht. In dem Fall war es der Meerespegel der Atolle von Palau, dessen Klimawandel-bedingtes Steigen schon dazu geführt habe, dass, Zitat „ Milliarden Menschen sind schon gestorben dort“.
Im Gegensatz zu einem bekannten Blog: [7] Achgut, 12. November 2022: WENN IDEOLOGIE BILDUNG VERKLEBT Glosse: Die „Letzte Generation“ und die Milliarden Opfer von Palau, gibt es zu allem mindestens gegensätzliche Meinungen. So fand Herr Restle das gut und damit weiß zumindest jeder ordentliche Bürger, wie er das „Ankleben“, die Sachkenntnis zum Thema und auch das zügig weitergehende Verschenken von Geld der Bürger durch unsere Umweltministerin und die neue Staatssekretärin von Greenpeace auf COP27 zu werten hat.

Bild 1 Tweed zur Talkshow

Vollständig gesagt hat die „Ankleberin“: [1] Tweet ÖRR Blog.:Was mich dann wirklich zum Umdenken gebracht hat, war ein Zitat vom Präsidenten des Inselstaates Palau. Er hat gesagt: ‚Es gibt keine Würde in einem qualvollen und langsamen Tod. Ihr könntet unsere Insel genauso gut bombardieren.‘ Und das ist eine Insel, die einfach untergehen wird, Milliarden Menschen sind schon gestorben dort … sind so viele Leben in Gefahr. Und wir sitzen hier und tun so, als würde uns das nicht betreffen.“

Jets die Sharm el Sheik die am 8.11.22 ansteuern Bild Grund Report https://groundreport.in/world-elites-arrived-at-cop27-in-their-private-jets-irony/

Mit dieser Aussage ist die Dame etwas extrem. Natürlich hat sie es nicht einfach erfunden. Sie plappert nach und fabuliert dazu, was der Staatschef von Palau auf der COP vom letzten Jahr gesagt hat, als er den ca. 25.000 (Anmerkung der Redaktion: Inzwischen findet man Zahlen zwischen 33.000 bis 44.000 angereisten Teilnehmern, davon viele Hunderte in Privatflugzeuge) angereisten und ganz sicher sehr kritisch zuhörenden Klimaprofis den schlimmen Zustand erklärte:
ntv PANORAMA, 01.11.2021: Überflutungen durch Klimawandel Inselnation Palau warnt vor Untergang
Der Anstieg des Meeresspiegels führt bereits weltweit zu Überschwemmungen. Inselstaaten wie Palau sind dabei gefährdet, vollständig unterzugehen. Präsident Surangel Whipps Jr. warnt vor einem Aussterben der Kultur und Identität der Einwohner seines Landes und fordert radikale Änderungen.
… „Wir müssen handeln, und zwar sofort, weil es sonst um unser Aussterben geht“, sagte Staatschef Surangel Whipps Jr. dem Sender BBC Radio 4 auf dem UN-Klimagipfel in Glasgow. „Wir wollen, dass die Leute auf dieser Konferenz verstehen, dass wir nicht länger nur reden und Mini-Schritte unternehmen oder die Sache vertagen können“, sagte Whipps. Nötig seien radikale Änderungen, die tatsächlich Folgen hätten. Wenn diese Inseln untergehen, haben wir die Kultur, die Sprache, die Identität der Menschen verloren“, sagte der Präsident.
… Palau mit etwa 19.000 Einwohnern besteht aus mehr als 500 Inseln und liegt rund 1000 Kilometer östlich der Philippinen. Wegen des Klimawandels steigt der Meeresspiegel, das führt zu Überschwemmungen.

Und das geschilderte trifft sich auch mit der Feststellung unserer Annalena, welche sich jüngst höchstpersönlich vor Ort umsah, genauer, sich den dortigen Untergang erzählen ließ. Annalen, nicht rein zufällig „Kumpel“ eines promovierten Erzählers, nutzte dies und zog daraus sofort „kristallklare“ Schlüsse.

Bild 2 Tweet unserer feministischen Außenministerin beim Besuch auf Palau

Ihre kristallklaren Schlüsse verwandelte sie in eine Rede, welche sich auf der Homepage des Auswärtigen Amtes nachlesen lässt, eine Ansammlung an pathetischem Geschwafel, absoluter Unkenntnis, doch innbrünstigst vorgetragener Ideologie. Wenn man nicht wüsste, dass es nicht so ist, würde man annehmen, sie hätte sich einen Redeschreiber unseres Bundespräsidentenversuchs dafür ausgeliehen.

Rede von Außenministerin Annalena Baerbock zu Klima und Sicherheit in Palau:

[Link] Das Meer verschlingt unsere Ernten, unsere Strände, unsere Inseln, unsere Häuser.
Das war die erschreckende Botschaft, die ich heute Morgen gehört habe, als wir einen der schönsten Strände hier in Ihrer Region besucht haben.
Das war es auch, was Sie mir gerade gesagt haben. Und wahrscheinlich werde ich diese Botschaft auch nachher wieder hören, wenn wir Bäuerinnen treffen, deren Taro-Ernte zerstört ist, weil sich das Meer in ihre Felder hineinfrisst.
Ich habe sie auch von einem Fischer gehört, der außerdem einen Laden betreibt und berichtete, dass er nicht nur Mühe hat, einen Fang zu machen, sondern auch Angst, dass sein Haus hinweggespült wird.
Was wir hier sehen, wenn wir auf den Ozean hinausblicken, erscheint wie ein Paradies. Doch Sie stellen sich die Frage: Wie lang wird es dieses Paradies, Ihr Zuhause, noch geben?
Denn wenn der Meeresspiegelt weiter steigt, werden Schulen, die nahe an der Küste stehen, für die Kinder dieser Insel kein sicherer Ort mehr sein. Kulturstätten könnten im wahrsten Sinne des Wortes untergehen. Die Frauen und Männer, die ich heute Morgen getroffen habe, müssen sich eine furchtbare Frage stellen – eine Frage, die für mich persönlich geradezu unvorstellbar ist: Wird mein Zuhause in 30 oder 50 Jahren noch hier sein? Als wir soeben eines Ihrer Häuser besichtigt haben, ist mir klargeworden, dass es dabei nicht um 30 oder 50 Jahre, sondern um die nächsten zehn Jahre geht.
Die Zeit läuft uns wirklich davon. Es ist eine Bedrohung, vor der Sie in Palau und auf dem sogenannten blauen Kontinent angesichts der Klimakrise ganz konkret stehen …

Die Rede geht in diesem Stil noch ellenlange weiter. Aber wichtig ist im Grunde nur, dass Deutschland viel bezahlen wird:
Baerbock:

Keine Region leidet stärker unter der Klimakrise als Sie hier, und das obwohl Ihr Anteil an den weltweiten Treibhausgasemissionen zu den geringsten gehört. Das ist eine eklatante Ungerechtigkeit.
… Doch genau wie bei der Senkung von Emissionen wissen wir, dass Sie bei der Arbeit, die Sie für eine Anpassung an einen wärmeren Planeten leisten, an die Grenzen Ihrer Mittel stoßen. Wir haben darüber auch mit Ihrem Minister gesprochen, der mir sagte: Ja, Anpassungsmaßnahmen, das klingt so toll, aber das kostet auch jede Menge Geld. Und das ist vollkommen richtig. Deshalb müssen wir als Industrieländer endlich unserer Zusage von 100 Milliarden US-Dollar an Klimafinanzierung für Entwicklungsländer und Länder wie Ihres, die am schwersten von der Klimakrise betroffen sind, nachkommen.

Nachdem dieses Ablasssystem der Klimakirche so blendend funktioniert, versuchen es auch andere:

Bild 3 COP 27, Demonstration

Euronews COP 27, Demonstration:

„Die Meeresspiegel steigen, und wir begehren auf“
Hunderte Aktivistinnen und Aktivisten demonstrierten auf dem COP-Gelände in Scharm el Scheich. „Die Meeresspiegel steigen, und wir begehren auf“, skandierten sie bei einem Marsch über das Konferenzgelände. Zudem verlangten sie Ausgleichszahlungen für Klimaschäden in ärmeren Ländern.

Warum? Nun, die Summen sind gewaltig:

Bild 4

Wie das ausgeht, kann man auf COP27 wieder erleben. Man beachte, wer es ankündigt und wer wieder das meiste davon bezahlt:

SCHARM EL SCHEICH (dpa-AFX) – Die USA, Deutschland und die Europäische Union unterstützen die Energiewende in Ägypten mit 500 Millionen Dollar. Das kündigte US-Präsident Joe Biden am Freitag in einer Rede beim Weltklimagipfel in Scharm el Scheich an … Deutschland unterstützt die Initiative mit mehr als 250 Millionen Euro … .

Palau Pegelfakten

In den vielen, vielen Jahren Recherche über untergehende Inseln hat der Autor bisher noch keine gefunden, bei der die teils herzzerreißenden Untergangsberichte wirklich zutrafen. Er hat auch noch keine (Spesen-)Delegation deutscher Politiker „gefunden“, welche beim Besichtigen vor Ort zu Fakten standhaltenden Erkenntnissen gekommen wären.
Immer ließen sich diese lediglich von geschulten Aktivisten Horrorgeschichten erzählen (und dazu gut unterhalten und Verköstigen):
[3] EIKE 30. April 2019: Claudia Roth auf Forschungsreise zum Klimawandel

Auf die billige und wirklich informative – eine Spesen-Lustreise leider sofort erübrigenden Idee -, im Internet gemessene Pegelverläufe und Information anzusehen, scheint für die Berliner Politkaste anscheinend verboten, weshalb es anbei der Autor durchführt.

Palau – kurzfristig einmal deutsches Kolonialgebiet – liegt in der Südsee neben Indonesien und über Papua-Neuguinea. Es handelt sich um eine ehemalige Vulkankette am Pazifischen Feuerring. Dabei sind es nicht nur knapp aus dem Wasser ragende Atolle, sondern die höchste Erhebung ist 242 m hoch.

Nur auf dem englischsprachigen WIKIPEDIA findet sich wirkliche Information zur Geologie (die das deutschsprachige für die zu Klimareparationszahlung verdonnerten Bürger tunlichst weglässt).

Geography of Palau – Wikipedia
deepl-übersetzt (Auszüge): Es wurden zwei Ebenen von natürlichen Terrassenbänken erkannt. Eine Bank liegt 1 bis 2 m über dem mittleren Meeresspiegel, während eine zweite, viel breitere Bank 5 bis 10 m über dem mittleren Meeresspiegel liegt. Viele Dörfer auf der Insel Babeldaob sind auf dieser zweiten Bank gebaut.
Geologische Daten deuten darauf hin, dass die Insel Babeldaob in den letzten 4000 Jahren eine Nettoanhebung des Landes im Verhältnis zum Meeresspiegel von etwa 2 m erfahren hat …

Dazu noch die wirklichen Probleme (im deutschen WIKIPEDIA ebenfalls fehlend): Zu den aktuellen Umweltproblemen gehören unzureichende Einrichtungen für die Entsorgung fester Abfälle, die Gefährdung des marinen Ökosystems durch das Ausbaggern von Sand und Korallen, illegale Fischereipraktiken und Überfischung …

Bild 5 Screenshot vom Gloss-Pegelviewer, vom Autor ergänzt

Wie in solch besonders vom Klimawandel gefährdeten Seegebieten üblich, sind brauchbare Pegeldaten rar, hier aber zu finden, sogar direkt von Palau.
Demnach ist der Maximalpegel dort seit ca. 1990 – also seit über 30 Jahren – nicht angestiegen und der mittlere Pegel in ca. 50 Jahren um gerade einmal 10 cm.

Bild 6 Pegelverlauf Palau seit 1969. Grafik vom Autor aus PSMSL-Originaldaten erstellt

Palau liegt auf einer tektonisch aktiven Zone. Im monatlich aufgelösten Bild der NOAA sieht man es deutlicher, dass um das Jahr 1998 ein Erdbeben stattfand und Palau um gute 10 … 15 cm senkte. Da hat die Natur – aber nicht westliches CO2– den dortigen, natürlichen Pegelanstieg von 50 … 100 Jahren vorweggenommen. Ob man unserer Annalena davon etwas vor Ort am Strand erzählt hat? In Ihrem Tweet und der Rede findet sich nichts davon.

Bild 7 Pegelverlauf Palau bei der NOAA

Diese Senkung der Bruchkante lässt sich über die drei Inselgruppen gut verfolgen:

Bild 8 Pegelverlauf Caroline Isl. seit 1969

Am Deutlichsten zeigt es sich im Pegelverlauf von Guam:

Bild 9 Pegelverlauf Guam Marianas seit 1948

Fazit

Der Autor traut sich alleine aufgrund dieser kleinen Nachschau zu behaupten, dass die „Klimakleberin“ nicht eine Spur von Ahnung über das hat, was sie in der Talkshow behauptete, Annalena vor Ort auf Palau vieles vertreten haben mag, aber niemals die Interessen ihres Landes und Herr Restle wohl eine Mischung aus beidem ist.

Der Präsident von Palau wiederum vertritt eindeutig die Interessen seines Landes. Und die sind einfach gestrickt: Auch wir (ver-)brauchen immer (mehr) Geld, und das wollen wir wie andere mit dem Wort „Asyl“, mit der Nennung „Klimawandelschaden“ ebenfalls bedingungslos und automatisch bekommen.
Wie man anhand der Rede von Frau Baerbock sieht und auf der Klimakonferenz erleben kann, funktioniert es blendend: DEUTSCHLANDFUNK COP27 Entwicklungsministerin Svenja Schulze stellt Globalen Schutzschirm vor

Globaler Meeresanstieg

Nun könnte es immer noch sein, dass zwar nicht bei diesen Atollen, aber eben doch im Rest der Ozeane der überall gemeldete, grausame Pegelanstieg stattfindet. Es kann doch nicht sein, dass die eindeutigen Informationen dazu nicht stimmen.

Bild 10 Screenshot

Auch Annalena verkündete es und offenbart damit wohl auch etwas über ihr Klimawissen:
https://annalena-baerbock.de/leichte-sprache/: Das Klima hat sich geändert. Das heißt: Klima-Wandel. Der Klima-Wandel ist schlecht für unsere Umwelt. Das ist auch für uns Menschen schlecht. Das viele Wasser fließt ins Meer. So steigt das Wasser im Meer immer höher. Dort wo früher die Küste war, ist heute schon das Meer. Dann verlieren viele Menschen ihr Haus.

Auf Achgut kam dazu ein Artikel:
[2] Achgut, 12.11.2022: Highway zur Klimahölle
(Auszug) „Sea Level Trends“
Hier sind einige Beispiele für Sea Level Trends der NOAA, angegeben über einen Zeitraum von 100 Jahren.
Die Trends sind linear – nirgendwo konnte ich in den Satelliten-Messdaten einen beschleunigten Anstieg feststellen – und beunruhigende Zuwächse erst recht nicht.*)
• Europa: Tregde (Norwegen) 0,26 mm/Jahr, Stavanger (Norwegen) 0,42 mm/Jahr, Warnemünde (Deutschland) 1,25 mm/Jahr, Liepaja (Lettland) 0,88 mm/Jahr, Dublin (Irland) 0,07 mm/Jahr, Brest (Frankreich) 1,05 mm/Jahr, Malaga (Spanien) 0,65 mm/Jahr, Rhodos (Griechenland) 0,91 mm/Jahr
• Afrika: Walvis Bay (Namibia) 0,60 mm/Jahr, Durban (Südafrika) 1,23 mm/Jahr
• Asien: Karachi (Pakistan) 1,12 mm/Jahr, Mumbai (Indien): 0,79 mm/Jahr, Jolo (Philippinen) 0,19 mm/Jahr, Sembawang (Singapur) -0,82 mm/Jahr (!), Macau (China) 0,25 mm/Jahr, Keelung II (Taiwan) 0,46 mm/Jahr, Rabaul (Papua-Neuguinea) -2,59 mm/Jahr (!)
• Australien/Pazifik: Kanton island (Kiribati) 0,58 mm/Jahr, Brisbane (Australien) 0,09 mm/Jahr, Wellington (Neuseeland) 1,29 mm/Jahr, Sydney, Fort Denison 1 & 2 (Australien) 0,65 mm/Jahr, Osterinsel (Chile) 0,33 mm/Jahr,
• Amerika:
Sitka (Alaska) -2,47 mm/Jahr (!), Quebec (Kanada) -0,17 mm/Jahr (!), Vancouver (Kanada) 0,37 mm/Jahr, Quepos (Costa Rica) 0,63 mm/Jahr, Santa Cruz (Ecuador) 0,89 mm/Jahr, Quequen (Argentinien) 0,85 mm/Jahr, Stanley (Falklandinseln) 0,55 mm/Jahr, Gibaro (Kuba) 1,41 mm/Jahr.
Natürlich gibt es unter den ca. 1.000 Meeresspiegel-Messstellen auch Orte, an denen die Pegel überdurchschnittlich steigen – sonst käme ja der offiziell verlautbarte Wert für einen „durchschnittlichen Meeresspiegelanstieg“ nicht zustande – z.B. auf den Fidschi-Inseln, dort misst man einen Anstieg von 6,30 mm/Jahr. Die
Fidschi-Inseln liegen allerdings am Rand einer Subduktionszone im Südwestpazifik, wo sich die pazifische unter die australische Platte schiebt, wobei die Fidschi-Inseln absinken und dadurch die Pegel steigen. Dagegen fällt der Pegel an der Messstelle Rabaul (auf der Insel Neubritannien und zu Papua-Neuguinea gehörend) jährlich um 2,59 mm/Jahr. Neubritannien liegt ebenfalls am Rand dieser Subduktionszone, allerdings auf der australischen Platte, die durch die tektonische Aktivität der pazifischen Platte angehoben wird.

Zu diesem Achgut-Artikel anbei ergänzende Pegelbilder.
Um den aktuellen, mittleren Pegelanstieg der Tidenpegel darzustellen, hat der Autor aus einer Tabelle weltweiter Tidenpegel-Anstiegsraten ein Verteilungshistogramm erstellt. Der Mittelwert liegt bei 1,4 mm/pa. Auch wenn die weltweite Pegelverteilung die Ozeane nicht statistisch genau abdeckt, dürfte der Mittelwert nicht allzu weit vom wirklichen abweichen.
Die hohe Streuung zeigt, wie einfach es möglich ist, „beliebige“ Anstiegswerte zu finden.

Bild 11 Verteilung der weltweiten Tidenpegel-Anstiege mm/Jahr. Mittelwert: 1,4 mm/pa. Grafik vom Autor erstellt

Nun die Atollgruppe Kiribati, welche laut unseren Medien ebenfalls regelmäßig in der schönen Südsee verschwindet:
[4] EIKE 24. April 2019: Kiribati versinkt wieder, das ist professionell recherchiert
Außer Auswirkungen heftiger, vertikaler Landbewegungen durch Erdbeben ist kein Klimawandel-Einfluss erkennbar:

Bild 12 Pegelverlauf Kiribati

Die deutsche Nordseeküste ist laut den regelmäßigen Extremwetterkongressen ebenfalls dem Untergang geweiht:

Bild 13 Extremwetterkongress (Auszug)

Zwar sieht man es nicht am gemessenen Pegel (dessen Maximalwerte seit ca. 1990 sogar sinken):

Bild 14 Pegelverlauf Cuxhaven

Aber simulieren kann man es:
Extremwetterkongress: Eine Simulation des prognostizierten Anstiegs des Meeresspiegels von der HafenCity Universität Hamburg zeigt, dass selbst bei einem gemäßigten Szenario im Jahr 2100 knapp 9.000 Quadratkilometer Land überflutet werden könnten – insbesondere entlang der niedersächsischen und schleswig-holsteinischen Nordseeküste.

Ähnlich unspektakulär verläuft der Pegel bei den Niederlanden. Und auch dort ist seit ca. 1980 ein Maximalpegel-Stillstand:

Bild 15 Pegelverlauf Niederlande

Nun ein Bild, wie Pegelverläufe in besonders schlimm betroffenen Gebieten dokumentiert sind:
[5] EIKE 24.06.2017: Wieder versinken ganze Küstenstreifen in den Klimafluten – diesmal in Ghana

Bild 16 Pegelverlauf bei Ghana

Und ein Verlauf ebenfalls an Afrikas Westküste bei Namibia:

Bild 17 Pegelverlauf bei Namibia

Pakistan soll vom Meeresanstieg ebenfalls stark betroffen sein. Ja, es hat einen ganz leicht erhöhten, allerdings verdächtig, stufigen Anstieg,

Bild 18 Pegelverlauf bei Pakistan

Der sich nebenan, bei Indien auch schon nicht mehr findet.

Bild 19 Pegelverlauf an Indiens Westküste

Bei den Philippinen sieht man den Einfluss von Erdbeben:

Bild 20 Pegelverlauf Philippinen

Und beim Verlauf von Manila, wie diese Riesenstadt bisher unhaltbar in ihrem eigenen Sumpf – auf den sie gebaut ist – versinkt:
[6] EIKE 13.08.2017: Manila versinkt durch Wasserentnahme im austrocknenden Untergrund. Der (reiche) Westen mit seinem CO2 soll daran schuld sein – und zahlen

Bild 21 Pegelverlauf Philippinen, Manila

In Alaska wiederum sieht man eines der extremen, aufgezeichneten Beispiel eines Erdbebens mit über einem Meter Senkung:

Bild 22 Pegelverlauf bei Alaska

Fazit

Eine ähnliche Sichtung des Autors zur globalen Erwärmung findet sich unter:
[8] EIKE, 02.11.2022: Der eisige Kontinent Antarktis ist in Gefahr, und mit ihm die gesamte Erde. Nur die Arktis „weiß“ davon bisher nichts, womit die EIKE-Leser eine Möglichkeit haben, die vielen Berichte vom Klimagipfel etwas zu bewerten.

Vergleicht man die Messdaten mit den Aussagen – und Ausgaben – unserer politisch Verantwortlichen, wird man das Gefühl nicht los, inzwischen von Zombies regiert zu werden.
Zum Glück ist es nur ein Gefühl und nicht Wirklichkeit. Wirklichkeit ist jedoch, dass sich an dem Gefühl auf lange Sicht nichts mehr ändern wird. Dafür haben (nicht nur) die GRÜNEN konsequent personelle Fakten geschaffen und alle relevanten Positionen mit Personal besetzt, welches überhaupt nicht daran denkt, nach Fakten zu handeln. In solchen Positionen darf man das auch freimütig, öffentlich erklären:
Zeit online, 6. April 2022: Jennifer Morgan: Ich bleibe im Herzen Aktivistin
Jennifer Morgan: Studierte Politik und Germanistik. In Washington arbeitete sie für verschiedene Klima- und Umweltorganisationen, leitete unter anderem das weltweite Campaigning des WWF. Später ist sie Chefin von Greenpeace International geworden. 2022 holte sie Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) als Sonderbeauftragte für internationale Klimapolitik ins Auswärtige Amt.

Im Kern ist es aber auch ziemlich egal, ob bei Verhandlungen in welchen Deutschland zu Klima-Reparationszahlungen genötigt wird, unsere Vertretung völlig ahnungslos oder aktivistisch ist. Für den Bereich Energie gilt das genau so.

Quellen

[1] Tweet ÖRR Blog.
[2] Achgut, 12.11.2022: „Highway zur Klimahölle“
[3] EIKE 30. April 2019: Claudia Roth auf Forschungsreise zum Klimawandel
[4] EIKE 24. April 2019: Kiribati versinkt wieder, das ist professionell recherchiert
[5] EIKE 24.06.2017: Wieder versinken ganze Küstenstreifen in den Klimafluten – diesmal in Ghana
[6] EIKE 13.08.2017: Manila versinkt durch Wasserentnahme im austrocknenden Untergrund. Der (reiche) Westen mit seinem CO2 soll daran schuld sein – und zahlen
[7] Achgut, 12. November 2022: WENN IDEOLOGIE BILDUNG VERKLEBT Glosse: Die „Letzte Generation“ und die Milliarden Opfer von Palau
[8] EIKE, 02.11.2022: Der eisige Kontinent Antarktis ist in Gefahr, und mit ihm die gesamte Erde. Nur die Arktis „weiß“ davon bisher nichts.