Die Verwirrung um den Tod von Walen ist groß – und einiges davon absichtlich

David Wojick

Die Presseberichterstattung über das tragische Walsterben ist ein Musterbeispiel für Verwirrung, insbesondere die törichten Versuche, die Entwicklung der Offshore-Windenergie irgendwie zu entlasten. Hier sind einige prominente Beispiele.

Die immergrüne New York Times gewinnt das Rennen um die schlechteste Berichterstattung, indem sie behauptet, die zahlreichen Walsterben der letzten Zeit seien auf das Online-Shopping zurückzuführen. Ich denke mir das nicht aus.

Ihre Schlagzeile verspricht eine Erklärung: „Warum seit Dezember 23 tote Wale an der Ostküste angespült wurden“. Als Hauptgrund wird angeführt, dass der Schiffsverkehr an der Ostküste zugenommen hat, weil die Menschen nach dem Covid viel einkaufen, vor allem online, und ein Großteil der Todesfälle auf Schiffsunfälle zurückzuführen ist.

Die NYT drückt es folgendermaßen aus: „Die Kaufgewohnheiten der Online-Pandemie treiben auch einen rekordverdächtigen Anstieg der Frachtsendungen an, der die Häfen in New York und New Jersey im vergangenen Jahr zu den geschäftigsten der Nation machte. Ein Großteil der Waren wird jetzt auf weitaus größeren Schiffen transportiert, von denen einige ihre Routen geändert haben, um das Chaos in der Versorgungskette zu lindern, das im letzten Jahr dazu führte, dass einige Ladenregale leer blieben. Infolgedessen scheinen mehr Wale in den direkten Weg von mehr Schiffen geraten zu sein. „Wenn sich die Wale in diesen Kanälen befinden“, so Paul Sieswerda, Geschäftsführer von Gotham Whale, einer in New York City ansässigen Walforschungsgruppe, „muss man die Daumen drücken und hoffen, dass es keine Kollisionen gibt.“

Dabei wird außer Acht gelassen, dass es die Offshore-Windenergie ist, welche die Wale in diese stark befahrenen Fahrrinnen treibt.

Das Problem bei dieser Ausrede ist, dass Kollisionen mit Schiffen eine wahrscheinliche Todesursache im Zusammenhang mit der Offshore-Windentwicklung ist. Die NOAA sagt voraus, dass viele Hunderte von Walen durch Sonaruntersuchungen von Offshore-Windenergieanlagen belästigt werden, was wahrscheinlich dazu führt, dass viele von ihnen in die nahegelegenen, stark befahrenen Fahrspuren flüchten [wo natürlich keine Windräder stehen]. Einige könnten dabei sogar taub werden.

Der zunehmende Schiffsverkehr macht die Offshore-Windkraft also noch tödlicher. Die weit verbreitete Vorstellung, dass Schiffsunfälle eine Alternative zum Windtod sind, ist ein völliger Irrtum.

In der NYT heißt es auch, dass die Buckelwal-Population an der Küste zugenommen hat und die meisten Todesfälle Buckelwale sind. Ein solcher Anstieg bedeutet jedoch, dass noch mehr Wale durch Sonar belästigt werden, was wiederum zu mehr Todesfällen führt. Außerdem wird die Tatsache ignoriert, dass sich die Todesrate bei den Buckelwalen 2016 plötzlich verdreifacht hat, ebenso wie das Absterben der Glattwale, als die groß angelegte Sonar-Belästigung begann.

Noch typischer ist die Schlagzeile der ebenfalls grünen Zeitung Virginia Mercury: „Wind und Wale: ‚Keine Beweise‘ verbinden Projekte mit Todesfällen“. Kein „Zusammenhang“ ist das vorherrschende Mantra.

In Wirklichkeit starrt uns die Verbindung ins Gesicht. Es handelt sich um ein Dutzend aktiver, groß angelegter Sonar-Projekte, die derzeit die Küste von Virginia bis Massachusetts säumen. Die Reaktion eines Wals auf Sonarbeschallung kann leicht tödlich werden. Das NOAA-Belästigungspotenzial wird auf der Grundlage der prognostizierten Zahl der Wale berechnet, die einem unsicheren Sonar-Lärmpegel ausgesetzt sind.

Es ist verdächtig seltsam, dass in keinem Artikel, den ich gesehen habe, diese weit verbreiteten, anhaltenden Sonar-Belästigungszahlen auch nur erwähnt werden. Ist das entsetzliche Ignoranz oder Vertuschung?

Mir ist ein Fall bekannt, in dem das Versäumnis, die Geißel der Sonar-Belästigung zu erwähnen vorsätzlich ist. Dies ist in mehreren kürzlich erschienenen Artikeln über den Tod von Walen in USA Today der Fall.

Bevor diese Artikel verfasst wurden, hatte ich einen langen Schriftwechsel mit einem der Autoren über die Todesgefahr durch Sonarbeschallung. Der Autor sagte sogar, er habe sich die lange Liste der numerischen Genehmigungen der NOAA zur Belästigung angesehen. Dennoch wurde in einem späteren Artikel kein einziges Wort über diese quantitative Bedrohung verloren.

Natürlich wissen die Leute bei NOAA und BOEM alles über die genehmigte laufende Belästigung von Hunderten von Walen. Sie neigen dazu zu sagen, dass es keine „direkte Verbindung“ gibt, womit sie meinen, dass das Sonar die Wale nicht direkt tötet, was auch stimmt. Die Wale werden nicht durch die Schallwellen getötet.

Aber die Sonarbeschallung tötet sehr wahrscheinlich viele Wale indirekt, indem sie Dinge wie Taubheit und tödliche Verhaltensweisen hervorruft. Die Bundesbehörden lügen also durch technische Unterlassung. In den Nachrichtenartikeln wird diese Täuschung durch die allgemeine Verwendung des Begriffs „Verbindung“ noch verstärkt.

In Wahrheit ist der Zusammenhang zwischen Sonarbelästigung und dem Tod von Walen offensichtlich. Genau dieser Zusammenhang muss untersucht werden.

Autor: David Wojick, Ph.D. is an independent analyst working at the intersection of science, technology and policy. For origins see http://www.stemed.info/engineer_tackles_confusion.html For over 100 prior articles for CFACT see http://www.cfact.org/author/david-wojick-ph-d/ Available for confidential research and consulting.

Link: https://www.cfact.org/2023/03/10/whale-death-confusion-abounds-and-some-is-deliberate/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE




Berlins Klima-Referendum am 26. März … Berliner Regierungschefs könnten sofortige diktatorische Befugnisse erhalten

Pierre Gosselin

Der Weg zur Tyrannei beginnt in Berlin: Klima wird zum Notstand erklärt

Eine neue, radikale Klimanovelle, über die am 26. März in einem Volksentscheid abgestimmt wird, könnte die Berliner Klimaziele in einklagbare Verpflichtungen umwandeln und damit den Weg für radikale CO₂-Reduktionsmaßnahmen durch einen nicht gewählten Stadtrat frei machen.

Änderungsentwurf: Klimaneutralität schon 2030 statt 2045!

[Hervorhebung im Original]

Wenn die Berliner glauben, dass Demonstranten, die den Verkehr behindern, indem sie sich auf die Straße kleben, ein Ärgernis sind, dann warten Sie nur ab, was nach dem 26. März der Fall sein könnte, wenn die Berliner über den Klima-Volksentscheid abstimmen.

Wenn der Volksentscheid erfolgreich ist, wird eine radikale Änderung des aktuellen Klimaschutz- und Energiewendegesetzes in Kraft treten. Der Pleiteticker.de verfügt exklusiv über ein internes Papier und berichtet von einem „Ermächtigungsparagraphen“ in der geplanten Gesetzesnovelle.

Ziel des Volksbegehrens ist es, das bestehende Klimaschutz- und Energiewendegesetz (EWG Bln) zu ändern, um die Stadt Berlin zu zwingen, die Klimaneutralität bis 2030 statt 2045 zu erreichen.

Die Abstimmung ist bindend, d.h. wenn der Volksentscheid erfolgreich ist, wird die Gesetzesänderung in Kraft gesetzt. Die Novelle wird von den Grünen und radikalen Gruppen wie Fridays for Future und Extinction Rebellion vorangetrieben.

Ziele würden zu gesetzlichen Verpflichtungen

Die Novelle wäre so radikal, dass selbst Berliner SPD-Sozialdemokraten sie für gefährlich halten und von einem „Ermächtigungsparagraphen“ im Gesetz sprechen, der einer kleinen Gruppe nicht gewählter Personen, nämlich einem vom Berliner Senat eingesetzten Klimaschutzrat, immense Macht übertragen würde.

Bezüglich des Paragraphen 6 der neuen Novelle, „Sofortprogramm bei Nichterfüllung von Verpflichtungen“, warnt die SPD ausdrücklich davor, dass die Klimaziele in „Verpflichtungen“ umgewandelt wurden, was bedeuten würde, dass der Berliner Senat wahrscheinlich sofortige radikale Maßnahmen ergreifen müsste, um die Verpflichtungen zu erfüllen, sogar per Gerichtsbeschluss.

Paragraph 14 sieht einen „Klimaschutzrat“ vor, der die Einhaltung der Ziele überwachen soll. Er würde vom Berliner Senat ernannt und von nicht demokratisch gewählten Vertretern gebildet werden.

Abschied vom Auto in Berlin?

„Es besteht die Gefahr, dass von der Möglichkeit von Sofortmaßnahmen – die nach Ansicht der SPD nicht demokratisch legitimiert sind – exzessiv Gebrauch gemacht wird“, warnt Pleiteticker. „Wenn das Klima-Volksbegehren erfolgreich umgesetzt wird, wird es für die Berliner also nicht nur teuer, sondern es wird viel mehr Freiheitseinschränkungen geben als unter dem bisherigen rot-grünen Senat – die Berliner Bevölkerung muss sich dann womöglich ganz von ihrem Auto verabschieden.“

Verringerung des Flugverkehrs am Berliner Flughafen BER?

Laut Paragraph 3 „Klimaschutzverpflichtungen“ soll die CO₂-Reduktion bis 2025 70 Prozent und bis 2030 95 Prozent gegenüber 1990 betragen! „Die bisherige Regelung wurde dahingehend geändert, dass die Zeiträume drastisch verkürzt wurden.“

Laut Paragraf 2 würde sogar der Berliner Flughafen in das Klimabudget einfließen. Pleiteticker warnt: „Es besteht also die Gefahr, dass als Sofortmaßnahme zur Emissionsminderung die Zahl der Flüge reduziert werden könnte.“

Immobilieneigentümer würden zu größeren Renovierungen gezwungen werden

Die Novelle sieht außerdem vor, dass alle öffentlichen Gebäude bis 2030 energetisch saniert werden müssen und die gesamte Landesverwaltung bis 2030 CO₂-neutral sein muss.

„Woher das Geld dafür kommen soll, bleibt wieder einmal ein Rätsel“, kommentiert Pleiteticker.

Paragraph 19, „Nutzung erneuerbarer Energien“, könnte auch die verpflichtende Installation von Solaranlagen für alle Hausbesitzer bedeuten. Auch hier weiß niemand, wie das alles bezahlt werden soll. Der Besitz eines Hauses oder Grundstücks würde für viele Privateigentümer sicherlich unerschwinglich werden.

Aus einem anderen Blickwinkel betrachtet, könnte Berlin als Pilotprojekt dienen, das aller Wahrscheinlichkeit nach die schiere Torheit einer schnellen Klimaneutralität ein für alle Mal entlarven würde. Vielleicht wäre ein „erfolgreicher“ Volksentscheid eine gute Lektion für den Rest der Welt.

[Das wäre dann aber auch eine Dokumentation abgrundtiefer Dummheit für den Rest der Welt – wer dafür stimmt, hat es dann nicht besser verdient! A. d. Übers.]

Link: https://notrickszone.com/2023/03/12/berlins-march-26th-climate-referendum-berlin-leaders-could-have-immediate-dictatorial-powers/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

Mehr dazu gibt es auch hier: https://www.tichyseinblick.de/meinungen/grundrecht-verfassungsgericht-buerger-zu-schutzbefohlenen-susanne-baer/

 




Vergleich: Eisbär-Sichtungen und Eisverhältnisse in Neufundland & Labrador zwischen 2017 und 2023

Susan Crockford, Polar Bear Science

Nachdem eine Frau am Dienstagmorgen (7. März 2023) einen Bären vor ihrem Haus fotografiert hatte, warnten die Naturschutzbehörden die Bewohner der Küstengemeinden vor Eisbären, die in der vergangenen Woche im Norden von Neufundland und im Süden von Labrador an Land gegangen waren. Da keine Bären dieser Teilpopulation mit Satelliten-Funkhalsbändern geortet werden, wissen wir nicht, ob es ein paar Dutzend Bären – oder ein paar Hundert – sind, die auf dem Eis jagen und an Land kommen, wenn sich die Gelegenheit ergibt.

Nachdem seit Anfang März mehr als ein Dutzend Bären in der Region an Land gesichtet worden waren, erklärte der Eisbärenspezialist Andrew Derocher im April 2017 gegenüber CBC Radio, dass dies eine schlechte Nachricht für die Bären sei.

In dem Artikel „Changing sea ice bad omen for province’s polar bears: professor“ äußerte sich Derocher pessimistisch darüber, was dies für den Erhaltungszustand der Eisbären in der Davis Strait bedeutet und warum sie so plötzlich für Menschen an Land in Neufundland sichtbar wurden:

Obwohl im März und April viele Bären auf dem Inselteil der Provinz gesichtet wurden, sagte Derocher, dass sie zumeist nicht freiwillig dort sind.

„Sie wollen nicht an Land sein, aber sie verfangen sich in diesen Eisfeldern, die von Wind und Strömung getrieben werden“, sagte er.

„Eisfelder“, die mit Bären an Land geschoben werden? Ich würde sagen, dass eine solche Art der Beförderung schwer zu erreichen ist, wenn vor den Küsten solides Eis liegt, wie unten gezeigt.

Hier ist zu sehen, wie die Meereisbedingungen vor fünf Jahren in der Woche vom 6. März aussahen, wobei rot für festes Packeis steht (9/10-10/10 Abdeckung). Vor allem die Südküste von Labrador und die nördliche Halbinsel von Neufundland, wo die ersten Bären der Saison angetroffen wurden, waren vollständig vereist. Ich beschrieb sie in diesem Jahr als eine „Eisautobahn“ für Eisbären:

In der gleichen Woche dieses Jahres waren die Bedingungen vor Neufundland und Labrador recht ähnlich, obwohl im Golf weniger Eis vorhanden war:

Später in der Saison 2017 (19. April) war das Eis in Landnähe noch kompakter, so dass die Bären einfach an Land gehen und sich umsehen konnten, um ihre Neugier zu befriedigen:

Beachten Sie den veränderten Tonfall in Derochers Tweet über die diesjährige Sichtung:

„Es ist die Zeit des Jahres, in der Eisbären in Neufundland und Labrador auftauchen. Das Meereis in der Region sieht solide aus und der Bär ist in guter Verfassung, so dass er mit etwas Glück (oder mit Unterstützung der Wildtierbehörden) wieder auf das Eis zurückkehren sollte, wo er hingehört. – https://cbc.ca/news/canada/ne

Link: https://wattsupwiththat.com/2023/03/12/polar-bear-sightings-and-sea-ice-conditions-in-newfoundland-labrador-2023-vs-2017/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Neues WUWT-Feature zur globalen Temperatur: Anomalie vs. Real-World Temperatur

Anthony Watts

Einer der beängstigendsten Aspekte der globalen Erwärmung, auch bekannt als „Klimawandel“, sind die Diagramme, die aus den Temperaturdaten für den öffentlichen Gebrauch erstellt und die von einer unkritischen und willfährigen Presse hochgejubelt werden. Wenn es um die Messung des Klimas geht, müssen die Temperaturunterschiede des letzten Jahrhunderts mit Hilfe der Temperaturanomalie-Verfahren stark vergrößert werden, um sie tatsächlich zu erkennen.

Die am häufigsten zitierte Grafik der globalen Temperaturanomalie stammt vom NASA Goddard Institute of Space Studies (GISS) und zeigt die jährlichen Durchschnittstemperaturen seit 1880, wie in Abbildung 1 unten zu sehen:

Abbildung 1: Land-Ozean-Temperaturindex, 1880 bis heute, mit Basiszeitraum 1951-1980. Die durchgezogene schwarze Linie ist der globale Jahresmittelwert und die durchgezogene rote Linie ist der geglättete Fünfjahres-Tiefstwert. Die graue Schattierung stellt die gesamte (LSAT und SST) jährliche Unsicherheit mit einem 95 %-Konfidenzintervall dar und kann heruntergeladen werden. [Weitere Informationen über das aktualisierte Unsicherheitsmodell finden Sie hier: Lenssen et al. (2019)]. Quelle: https://data.giss.nasa.gov/gistemp/graphs_v4/

Für Ungeübte und Uneingeweihte (d. h. die breite Öffentlichkeit) sieht es so aus, als befände sich die Temperatur der Erde auf einem Weg in eine heiße und schreckliche Zukunft.

Manchmal nehmen Medien wie die als „The Guardian“ bekannte Tageszeitung diese Daten und erstellen eigene Diagramme, die sie noch steiler und beängstigender aussehen lassen, wie das stark statistisch verstärkte Diagramm in ihrem Artikel aus dem Jahr 2019, das in Abbildung 2 zu sehen ist:

Abbildung 2. Schlagzeile und grafische Darstellung der globalen Temperatur von The Guardian im Jahr 2019. Beachten Sie, dass die Grafik durch die Verwendung einer anderen Basislinie für den Anomalievergleich verstärkt wurde. NASA GISS verwendet 1950-1980 als Basislinie, während der Guardian 1850-1900 als Basislinie verwendet, wodurch die positiven Anomalien in der nahen Gegenwart verstärkt werden, da 1850-1900 eine kühlere Periode in der Temperaturgeschichte der Erde war.

Es ist kein Wunder, dass einige Kinder glauben, sie hätten wegen des „Klimawandels“ keine Zukunft, wenn sie von dem stets alarmierten und stets unzuverlässigen Damian Carrington geschrieben werden.

Aber in der realen Welt erleben die Menschen das Klima nicht als jährliche oder monatliche Temperaturanomalien, sondern sie erleben das Wetter von Tag zu Tag, wobei ein Tag ungewöhnlich warm und ein anderer ungewöhnlich kalt sein kann. Manchmal werden an solchen Tagen neue Rekorde aufgestellt. Das ist normal, aber solche Rekorde werden in den Medien oft als Beweis für den „Klimawandel“ dargestellt, obwohl es sich in Wirklichkeit nur um natürliche Schwankungen der Erdatmosphäre und des Wettersystems handelt. Tatsächlich ist es zweifelhaft, dass die Menschen die milde Erwärmung des letzten Jahrhunderts überhaupt bemerken würden, da der menschliche Körper den Unterschied zwischen 13°C und 14°C in einem bestimmten Moment oft nicht erkennen kann, geschweige denn über einen längeren Zeitraum.

Im Grunde ist das, was wir als Klimawandel kennen, nichts anderes als ein von Menschen gemachtes statistisches Konstrukt. Man kann nicht nach draußen gehen, ein Instrument in die Luft halten und sagen: „Ich messe das Klima.“ Beim Klima geht es immer um Durchschnittswerte der Temperatur im Laufe der Zeit. Es handelt sich um eine Datentabelle, in der die täglichen Höchst- und Tiefsttemperaturen in monatliche Durchschnittswerte umgewandelt werden und die monatlichen Durchschnittswerte in jährliche Durchschnittswerte und die jährlichen Durchschnittswerte in Diagramme, die ein Jahrhundert umfassen.

Aber solche Diagramme, die in Pressemitteilungen an die Medien und die Öffentlichkeit verwendet werden, geben die Geschichte der Daten nicht wirklich ehrlich wieder. Sie lassen eine große Menge an Hintergrundinformationen weg, wie zum Beispiel die Tatsache, dass es in den letzten 40 Jahren eine Reihe von El-Niño-Wetterereignissen gab, die die Erde erwärmt haben, zum Beispiel 1983, 1998 und 2016. Die beiden größten El-Niño-Ereignisse sind in Abbildung 3 zeitgleich mit dem Temperaturanstieg dargestellt:

Abbildung 3. Globale GISTEMP-Temperaturdaten im laufenden 12-Monats-Mittel (Anomalien im Vergleich zu den ersten 30 Jahren). Quelle: RealClimate.org

Diese Diagramme verschweigen auch die Tatsache, dass ein Großteil der globalen Temperaturmessungen durch urbane Wärmeinseln (Urban Heat Island, UHI) und lokale Wärmesenken, die die Temperaturen nach oben verzerren, stark verunreinigt sind, wie z. B. die groß angelegte Verzerrung der Klimaüberwachungsstationen, die ich im Jahr 2022 dokumentiert habe. 96 % der untersuchten Stationen entsprechen nicht einmal den veröffentlichten Standards für genaue Klimabeobachtungen. Im Grunde genommen: Müll rein, Müll raus.

[Hervorhebung im Original]

Aber abgesehen davon ist das Hauptproblem, wie die Daten in den Medien dargestellt werden, wie das Beispiel von The Guardian in Abbildung 2 zeigt.

Zu diesem Zweck habe ich ein neues regelmäßiges Feature auf WUWT vorbereitet, das auf der rechten Seitenleiste zu finden sein wird, kombiniert mit den vieljährigen monatlichen Temperaturgrafiken des von der NOAA betriebenen U.S. Climate Reference Network und der von der University of Alabama Huntsville (UAH) durch Satelliten abgeleiteten globalen Temperaturaufzeichnungen, die auf dem neuesten Stand der Technik sind (nicht verzerrt oder beschädigt).

Bildschirmfoto von WUWT mit neuer Funktion in der Seitenleiste.

Ich verwende den globalen Datensatz des NASA Goddard Institute of Space Studies GISTEMP. Der Unterschied besteht einfach darin, dass ich sowohl die absolute (gemessene) als auch die anomale (statistisch vergrößerte) Version der globalen Temperatur anzeige. Dazu wird das umgekehrte Verfahren angewandt, wie es hier beschrieben ist.

Bei dieser Berechnung wird die „normale“ Temperatur der Erde mit genau 14,0°C angenommen, und diese wird einfach zu der von NASA GISS gemeldeten anomalen Temperatur addiert, um die absolute Temperatur zu erhalten. Die Grundlage für diese Zahl stammt von NASA GISS selbst, und zwar von deren FAQ-Seite, die im August 2016 von der Wayback-Maschine erfasst worden ist.

Abbildung 4. Bildschirmausschnitt der NASA GISS FAQ-Seite vom 24. August 2016 – Quelle: Wayback-Maschine

Natürlich hat das GISS diese Seite heute wieder entfernt, weil sie nicht wollen, dass die Leute genau das tun, was ich jetzt tue – nämlich die absoluten Temperaturdaten in einer nicht beängstigenden grafischen Darstellung bereitstellen, und zwar in der Größenordnung, in der die Menschen die Temperatur der Erde dort erleben, wo sie leben. Zu diesem Zweck habe ich einen Temperaturbereich von -29°C bis +49°C [-20°F bis +120°F] gewählt, der repräsentativ ist für die niedrigen Wintertemperaturen in der Nähe des Polarkreises und die hohen Sommertemperaturen in vielen bevölkerten Wüsten, wie z. B. im Nahen Osten.

Abbildung 5: GISTEMP-Daten der NASA, aufgetragen als Temperaturanomalie, unter Verwendung einer „normalen“ Temperatur von 14,0°C

Abbildung 6: GISTEMP-Daten der NASA, aufgetragen als absolute Temperatur, unter Verwendung einer „normalen“ Temperatur von 14,0°C

Können Sie erkennen, welche Grafik visuell eine „Klimakrise“ darstellt und welche nicht?

Sie können meine Arbeit gerne überprüfen – die Excel-Tabelle und die Berechnungen finden Sie hier. Um die obigen Grafiken in den Abbildungen 5 und 6 zu erstellen, habe ich die Daten aus der Excel-Tabelle in das Grafikprogramm Dplot importiert.

Link: https://wattsupwiththat.com/2023/03/12/new-wuwt-global-temperature-feature-anomaly-vs-real-world-temperature/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Danke, Epoch Times, für den Bericht über die Zerstörung [nicht nur] der britischen Landwirtschaft durch die Net-Zero-Politik

Kursiv vom Übersetzer hinzugefügt

Linnea Lueken

In einem kürzlich erschienenen Artikel der Epoch Times wird beschrieben, wie die Bemühungen der britischen Regierung, die Kohlendioxid-Emissionen auf Null zu reduzieren, die britische Landwirtschaft beeinträchtigen und zu einer Nahrungsmittelknappheit führen, die sich wahrscheinlich noch verschärfen wird. Autor Owen Evans interviewt britische Landwirte, die sagen, dass staatliche Anreize und Klimainitiativen dazu geführt haben, dass die Landwirte ihre Anbauflächen verkleinert haben.

In dem Artikel „DEFRA’s Net Zero Policies Contributing to Fruit & Vegetable Shortages, Warn British Farmers“ (DEFRAs Netto-Null-Politik trägt zur Obst- und Gemüseknappheit bei, warnen britische Landwirte) beschreibt Evans, wie die jüngste Obst- und Gemüseknappheit in britischen Supermärkten zum Teil durch die Regierungspolitik verursacht wird, die die Lebensmittelproduktion aktiv behindert.

Evans erklärt, dass das Ministerium für Umwelt, Ernährung und ländliche Angelegenheiten (DEFRA) der britischen Regierung den Landwirten eine Politik aufzwingt, die sich mehr auf den Klimawandel als auf die Lebensmittelproduktion konzentriert. In einigen Fällen bezahlt DEGRA die Landwirte dafür, dass sie ihr Land aus der Produktion nehmen.

„Landwirte und Landeigentümer werden auch ermutigt, neue Wälder anzulegen, indem sie 10.000 Pfund für jeden neu angelegten Hektar erhalten“, erklärt Evans. Darüber hinaus wurden mögliche Pläne aufgegeben, welche die Installation von Solarzellen auf produktiven landwirtschaftlichen Flächen einschränken würden, so dass noch mehr landwirtschaftliche Flächen dem Klimaschutz geopfert werden könnten.

Climate Realism hat diese Zusammenhänge bereits früher hergestellt, zum Beispiel in dem Beitrag „Thanks, Center Square, For Reporting on the Effects of High Fossil Fuel Prices on Food Prices“ [etwa: „Danke, Center Square, für die Berichterstattung über die Auswirkungen der hohen Preise für fossile Brennstoffe auf die Lebensmittelpreise“]. In jenem Beitrag wiesen wir darauf hin, dass sich die Betriebskosten mit am direktesten auf die Lebensmittelpreise auswirken. Traktoren und Maschinen, die für die Aufrechterhaltung hoher landwirtschaftlicher Erträge erforderlich sind, leiden unter den hohen und schwankenden Kraftstoffpreisen, die durch politische Maßnahmen zur Einschränkung der Erkundung, Produktion und Nutzung fossiler Brennstoffe bedingt sind und die Kraftstoffpreise in die Höhe treiben.

Stickstoffdünger und Bodenhilfsstoffe werden ebenfalls von den Preisen für Erdöl und Erdgas beeinflusst, aus denen sie häufig hergestellt und geliefert werden. Diese synthetischen Düngemittel sind auch wichtig, um die begrenzte landwirtschaftliche Nutzfläche optimal zu nutzen, wie in einem Beitrag auf Climate Realism erörtert wurde, in welchem die schädlichen Auswirkungen des Verbots synthetischer Düngemittel in Sri Lanka diskutiert wurden.

Die Treibstoffkosten lassen sich zum Teil auf die Bemühungen der westlichen Länder um fossile Brennstoffe und die Netto-Null-Politik zurückführen, so dass es sich in Wirklichkeit um einen Angriff auf die Landwirtschaft an zwei Fronten handelt: Landnutzung und Betriebskosten.

Die Zurückdrängung der Landwirtschaft auf den britischen Inseln bedeutet eine stärkere Abhängigkeit von Importen, und ein von Evans befragter Landwirt erklärt: „Die Politik der Regierung treibt unsere Ernährungssouveränität in den Boden“. Außerdem werden importierte Lebensmittel oft in Ländern erzeugt, in denen die landwirtschaftlichen Maschinen keine oder weniger strenge Emissionskontrollen haben, und dann mit Schiffen, die mit fossilen Brennstoffen betrieben werden, über die Weltmeere transportiert. Das ist kaum Netto-Null!

Die Kohlendioxid-Emissionen haben zu einer allgemeinen Begrünung der Erde beigetragen und die Ernteerträge weltweit und im Vereinigten Königreich erheblich gesteigert. Infolgedessen untergräbt die Netto-Null-Agrarpolitik der britischen Regierung, die Landwirte dazu ermutigt, die Landwirtschaft aufzugeben und Ackerland für erneuerbare Energien zu nutzen, die Lebensmittelsicherheit von UK und trägt zu den jüngsten Engpässen in britischen Lebensmittelgeschäften bei. Die Epoch Times sollte dafür gelobt werden, dass sie die schädlichen Auswirkungen der Netto-Null-Agrarpolitik auf die Landwirtschaft in UK hervorhebt.

Autorin: Linnea Lueken is a Research Fellow with the Arthur B. Robinson Center on Climate and Environmental Policy. While she was an intern with The Heartland Institute in 2018, she co-authored a Heartland Institute Policy Brief „Debunking Four Persistent Myths About Hydraulic Fracturing.“

Link: https://climaterealism.com/2023/02/thanks-epoch-times-for-reporting-on-how-net-zero-policies-are-destroying-british-agriculture/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE