310 begutachtete Studien, welche das „Konsens“-Narrativ in Frage stellen

Cap Allon

Der unabhängige Forscher David Siegel hat eine Datenbank mit 310 begutachteten wissenschaftlichen Artikeln zusammengestellt (Tendenz steigend), die zentrale Elemente der vorherrschenden Klimadiskussion in Frage stellen – insbesondere die Behauptung, dass die jüngsten Temperaturveränderungen eindeutig auf menschliche Aktivitäten zurückzuführen sind.

Die Sammlung umfasst mehrere Bereiche der Klimawissenschaft, darunter Temperaturzuordnung, Sonnenvariabilität, Physik der Treibhausgase, Chemie der Ozeane und Veränderungen des Meeresspiegels.

Zu den vorgestellten Artikeln gehört eine 2024 in Nature veröffentlichte Studie, in der untersucht wird, ob der jüngste Anstieg der globalen Temperaturen eine Beschleunigung der Erwärmung darstellt [Ein jüngster Anstieg der globalen Erwärmung ist noch nicht feststellbar].

Die Autoren kommen zu folgendem Schluss:

„Unsere Ergebnisse zeigen nur begrenzte Hinweise auf einen Erwärmungsschub; in den meisten Temperatur-Zeitreihen ist keine Veränderung der Erwärmungsrate über die 1970er Jahre hinaus festzustellen … Über alle Datensätze hinweg ist ein Anstieg von mindestens 55 % erforderlich, damit ein Erwärmungsschub zum gegenwärtigen Zeitpunkt erkennbar ist.“

Ein weiterer hervorgehobener Artikel, veröffentlicht im Journal of Sustainable Development [Simpson (2024)] argumentiert, dass umfassende Netto-Null-Maßnahmen ohne fundierte wissenschaftliche Debatte über die zugrunde liegenden Annahmen der Treibhausgas-Hypothese verfolgt wurden.

Siegel verweist auch auf die Arbeit der Physiker William Happer und William van Wijngaarden, deren Analysen des Strahlungstransfers in der Atmosphäre zu dem Schluss kommen, dass zusätzliches CO aufgrund der Sättigung der Infrarotabsorptionsbänder zu abnehmenden Erwärmungseffekten führt.

Andere zitierte Forschungsarbeiten untersuchen die Sonnenvariabilität als Treiber von Klimaschwankungen, darunter frühere Arbeiten der Physikerin Joanna Haigh vom Imperial College, während Judith Currys Auswertung von Meeresspiegeldaten große Unsicherheiten bei Langzeitprognosen aufzeigt.

Siegels Datenbank verlinkt derzeit auf 310 Klimastudien, was verdeutlicht, dass die wissenschaftliche Literatur zur Klimazuschreibung weitaus umfangreicher – und weitaus umstrittener – ist als die oft wiederholten Behauptungen einer „gesicherten Wissenschaft”.

Die vollständige Liste der Artikel ist hier verfügbar.

Link: https://electroverse.substack.com/p/antarctica-below-60c-as-sea-ice-stabilizes?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke)

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Wetter und Klima: Modelle, Modelle über alles in der Welt!

Dipl.-Met. Christian Freuer

In einer Welt der Klima-Propaganda, in der Möchtegern-Gurus, Links-Chaoten und Erwärmungs-Fetischisten immer irgendwelche Modelle heranziehen, um ihre Glaubenssätze zu belegen, ist es vielleicht angebracht, mal ein ganz konkretes Beispiel für die Qualität derartiger Modelle aufzuzeigen.

Ich bin ganz zufällig darauf gestoßen bei meinem üblichen morgendlichen Vergleich verschiedener Wettervorhersage-Modelle. Ob man sich da Wetter- oder Klimamodelle anschaut, ist zweitrangig, denn das Prinzip ist in beiden das Gleiche: Man erfasst die aktuelle Lage, bringt sie in eine Computer-lesbare Form und lässt es dann laufen.

Modelle müssen zu 100% programmiert werden, und falls Wunschdenken der Programmierer auch nur ansatzweise zum Tragen kommt, fließt das unweigerlich in die Modelle ein, das muss nicht einmal böse oder ideologische Absicht sein. In meiner über 40-jährigen Zeit als Prognostiker war es gar nicht so einfach, irgendwelches Wunschdenken aus der Formulierung von Wetterprognosen herauszuhalten.

Aber genug der Vorrede. Wie gesagt sind die folgenden Tage rein zufällig ausgewählt worden. Besonders eklatant erschienen mir nämlich die Unterschiede der Wetter-Modellsimulationen vom 22. Februar 2026 für den 9. März 2026 zu sein (360 Stunden ≅ 15 Tage).

In den folgenden Darstellungen stehen in der oberen Zeile die Simulationen von Geopotential und Bodendruck der 500-hPa-Fläche, darunter jeweils (als Ausschnitt) Temperatur und Geopotential der 850-hPa-Fläche. Verglichen werden die Modelle GFS, EZMW und AIFS. Was sich dahinter verbirgt, kann man gut bei wetterzentrale.de nachlesen.

Hier also zunächst die Simulationen vom 22. Februar für den 9. März 2026:

Es sollen hier keine langatmigen Interpretationen folgen, denn es geht ja ausschließlich um die Unterschiede der Simulationen. In diesem Fall ist den Simulationen zufolge von 20°C bis 20 cm Schnee alles möglich. Was man dabei nicht aus dem Auge verlieren darf: Alle Lösungen sind gleich wahrscheinlich!

Nun wäre zu erwarten, dass sich die Unterschiede umso mehr verringern, je näher man dem Vorhersagetag kommt. Wie sehen die Modelle die Entwicklung für 240 ≅ 10 Tage im Voraus?

Nun, wie man sieht, sind die Unterschiede tatsächlich schon deutlich geringer. Vor allem GFS (links in den Graphiken) und EZMW (in der Mitte) sehen plötzlich ziemlich gleich aus. Jedenfalls ist nichts mehr von dem Kaltluftvorstoß des AIFS-Modells zu sehen, obwohl dieses Modell den immer noch zeigt, nur viel weiter östlich.

Kommen wir nun dem Vorhersagetermin noch näher und betrachten die Simulationen 168 Stunden ≅ eine Woche im Voraus.

Allzu große Unterschiede zeigen sich jetzt nicht mehr. Zumindest kann man ziemlich sicher sagen, was NICHT kommen wird, nämlich ein Wintereinbruch, wie ihn das AIFS-Modell 15 Tage im Voraus noch simuliert hatte.

Und wie ist nun die aktuell eingetretene Lage am 9. März 2026? So:

Da kann man nun alles hinein interpretieren, was man möchte. Mir geht es um etwas ganz anderes, nämlich um das

Fazit: Wie in aller Welt kann man bei den aufgezeigten Unterschieden schon nach 15 Tagen behaupten, dass ähnliche Modellsimulationen für 80 JAHRE im Voraus so genau sind, dass damit die Zerschlagung einer ganzen Industrienation gerechtfertigt wird?!

Dies ist nur als weiterer kleiner Baustein gedacht zusätzlich zu der Fülle der Argumente und Belege gegen CO als Ursache allen Übels.




Zuverlässige Solarenergie hat einen viel größeren Flächenbedarf als bisher angenommen

H. Sterling Burnett

Im Vergleich zu klassischen Stromerzeugungsquellen wie Kohle, Erdgas, Kern- und Wasserkraft hat Solarenergie einen enormen Flächenbedarf pro erzeugter Strommenge.

Wie in „Energy at a Glance: Solar Power“ und „Affordable, Reliable, and Clean: An Objective Scorecard to Assess Competing Energy Sources“ dargelegt, zeigen Untersuchungen, dass Solarenergie pro Megawatt erzeugter Elektrizität mehr als dreimal so viel Land benötigt wie Kohle, Erdgas oder Kernkraft. Das bedeutet, dass dreimal mehr Lebensraum zerstört oder Ackerland für den Anbau von Nutzpflanzen oder die Viehzucht unbrauchbar gemacht wird als bei anderen Energiequellen, wenn man einen direkten Vergleich anstellt, der den Bergbau einschließt, aber möglicherweise die Abfallentsorgung für Solarenergie ausschließt, die in den meisten Analysen normalerweise nicht berücksichtigt wird.

Eine aktuelle Studie der Energieanalysten Isaac Orr und Mitch Rolling von „Energy Bad Boys“ legt jedoch nahe, dass der Flächenbedarf der Solarenergie viel größer ist als bisher angenommen und dass sich die Situation noch verschlimmert, wenn in einem Gebiet mehr Solarenergie zur Ersetzung bestehender Kohlekraftwerke hinzukommt oder wenn Erdgas als Alternative für den gestiegenen Energiebedarf ausgeschlossen wird.

Orr und Rolling schreiben in ihrer Analyse:

Die meisten öffentlichen Diskussionen über Solarenergie konzentrieren sich auf die Energieerzeugung, aber Stromversorgungssysteme sind auf Zuverlässigkeit während Spitzenlastzeiten ausgelegt. Betrachtet man das Stromnetz einmal unter dem Gesichtspunkt der akkreditierten Kapazität – also der Kapazität, auf die man sich während Spitzenlastzeiten verlassen kann – statt unter dem Gesichtspunkt der jährlichen Energie, so sieht der Flächenbedarf für verschiedene Technologien ganz anders aus.

Orr und Rolling verglichen die Auswirkungen einer geplanten 500-Megawatt (MW)-Solaranlage, dem River City Energy Project im Cerro Gordo County in Iowa auf die Umwelt mit denen einem alternativen Erdgas-Kombikraftwerk.

Das bestehende Erdgaskraftwerk Emery Generating Station im Cerro Gordo County hat eine Nennleistung von 602,8 MW. Unter Berücksichtigung eines „vergleichbaren“ Solarkomplexes hinsichtlich der akkreditierten oder Spitzenkapazität, die über längere Zeiträume benötigt wird, berechneten Orr und Rolling, dass dafür mehr als 105.792 Acres (ca. 428 km²) an Solarmodulen erforderlich wären, was etwa 29 Prozent der gesamten Landfläche von Cerro Gordo County entspricht. Das liegt weit über den 2.894 Acres, die für das Projekt auf Basis der durchschnittlichen Kapazität geplant sind.

Betrachtet man nur die installierte Leistung, würde die für Cerro Gordo County vorgeschlagene 500-MW-Industriesolaranlage von Ranger Power etwa 5,8 Acres pro MW installierter Nennleistung erfordern. Im Gegensatz dazu steht das bestehende Gaskraftwerk auf etwa 0,096 Acres pro MW installierter Leistung. Somit benötigt Solarenergie etwa 60-mal mehr Land pro MW erzeugter Energie. Und dabei wird natürlich nur die installierte Leistung berücksichtigt, nicht die akkreditierte oder erforderliche Spitzenlastkapazität.

Der Midcontinent Independent System Operator (MISO), die regionale Übertragungsbehörde und Marktclearingstelle, zu der Cerro Gordo County gehört, hat kürzlich sein Leistungsbewertungssystem aktualisiert, um die Zuverlässigkeit aller Erzeugungsquellen in seinem System in Zeiten zu berücksichtigen, in denen das System am ehesten mit Lastverluststunden zu kämpfen hat. Unter seinem neuen Bewertungssystem für direkte Lastverluste kommt MISO zu dem Schluss, dass bis 2030 während der Sommer-Spitzenlast die erwartete zuverlässige Solarenergie in seinem gesamten Gebiet etwa 4 Prozent des benötigten Stroms ausmachen würde, bis 2043 jedoch auf nur noch 2 Prozent sinken würde, was weniger als der Hälfte der erwarteten Betriebsdauer einer neuen, in Betrieb genommenen Anlage entspricht. Im Laufe des Jahres sind die Zahlen sogar noch schlechter: MISO schätzt, dass Solaranlagen nur 2,25 Prozent der akkreditierten Energie liefern werden, und weniger als 1 Prozent im Jahr 2043, weit weniger als die 50 Prozent, die MISO unter seinem früheren Bewertungssystem geschätzt hatte.

Im Vergleich dazu geht MISO davon aus, dass Erdgasanlagen im gleichen Zeitraum, also während der Sommer-Spitzenlastzeiten und im Jahresdurchschnitt, im Sommer 2030 89 Prozent der akkreditierten Energie erzeugen werden, wobei dieser Anteil bis 2043 auf 88 Prozent und im Jahresdurchschnitt 2030 auf 82 Prozent sinken wird, um dann bis 2043 auf 81 Prozent zu fallen. Erdgas ist während Spitzenlastzeiten einfach viel, viel zuverlässiger als Solarenergie, wenn man bedenkt, dass Solarenergie nachts vollständig ausfällt und bei Bewölkung, Regen oder Schnee viel weniger Strom produziert als angegeben.

Unter Berücksichtigung des neuen Akkreditierungssystems von MISO würde die Bereitstellung einer vergleichbaren Leistung zu einer vorgeschlagenen 500-MW-Erdgasalternative viel mehr Fläche erfordern, als die Befürworter der Solaranlage des River City Energy Project schätzen.

Nach dem Bewertungssystem von MISO wären „im Planungsjahr 2025–2026 für einen MW akkreditierter Kapazität 19,29 Acres Solarmodule erforderlich, verglichen mit 0,14 Acres für ein Erdgas-Kombikraftwerk“, schätzen Orr und Rolling.

„In den Jahren 2030 und 2033 wären 257,24 Acres Solarpanels für ein MW akkreditierter Kapazität erforderlich, wobei diese Fläche bis 2043 auf 578,80 Acres anwachsen würde“, so die Energy Bad Boys weiter. „Im Vergleich dazu würde Erdgas im Jahr 2030, 2033 und 2043 jeweils 0,14 Acres, 0,14 Acres und 0,14 Acres benötigen.“

Das bedeutet, dass die Solaranlage fast 1.838 Prozent mehr Fläche benötigen würde, um die gleiche Menge an zuverlässigem Strom wie ein Gaskraftwerk zu produzieren.

Die Forscher weiteten ihre Analyse auf ganz Iowa aus. Die folgende Tabelle verdeutlicht dies:

An anderen Orten variieren diese Zahlen je nach geografischer Lage und Klima etwas. Schließlich haben New Mexico und Arizona jährlich mehr Sonnenstunden als Iowa. Dies macht jedoch keinen großen Unterschied, da der Spitzenbedarf in den sonnigeren und heißeren Bundesstaaten höher ist. Außerdem sinkt die Leistung von Solarmodulen bei extremer Hitze erheblich. Solarzellen verlieren pro Grad Celsius über 25 °C 0,30 bis 0,50 Prozent ihrer Effizienz, was bei längeren Perioden extremer Hitze zu einem Rückgang ihrer Effizienz um 10 bis 25 Prozent führt.

Der letzte Punkt ist wichtig, denn wenn der fortschreitende Klimawandel in Zukunft zu mehr extrem heißen Tagen und einer Zunahme längerer Hitzewellen führt, wie Klimamodelle prognostizieren – obwohl Erfahrungen und Daten diese Vorhersage bislang nicht bestätigen –, dann wird Solarenergie, eine vermeintliche Lösung für die Energieversorgung der modernen Gesellschaft angesichts des Klimawandels, weniger effektiv sein als versprochen. Je mehr sich die Erde erwärmt, insbesondere je höher die Anzahl sehr heißer Tage ist, desto weniger effektiv ist Solarenergie als Klimaschutzlösung. Stromversorger müssen immer mehr Solarmodule installieren und damit immer mehr Wild- und Ackerland bedecken, um die Effizienzverluste der Solarenergie auszugleichen, die bei Temperaturen über 25 °C auftreten, was eigentlich gar nicht so heiß ist.

Kurz gesagt: Unabhängig davon, ob man nur die angegebene Nennleistung berücksichtigt oder auch die wichtigere akkreditierte Leistung einbezieht, sollte jeder, dem der Schutz von Land und Freiflächen am Herzen liegt, neue Solarenergieprojekte ablehnen, wenn es darum geht, den wachsenden Bedarf an stabiler Stromversorgung zu decken.

Quellen: Energy Bad Boys;Energy at a Glance

Link: https://heartland.org/opinion/climate-change-weekly-573-reliable-solar-has-larger-land-footprint-than-previously-thought/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Eine weitere wirre Story beleuchtet, warum die Zeit für Klima-Hysterie und Linksaußen-Medien abläuft

Gary Abernathy

Nur wenige Tage bevor Präsident Trump verkündete, dass sich die EPA in Bezug auf den Klimawandel nicht mehr an der sogenannten „Gefährdungsfeststellung” orientieren werde, beschloss die Redaktion der Washington Post, sich erneut mit dem alten Thema „Die Erde wird immer heißer” zu befassen.

Entgegen ihrer Absicht ließ der daraus resultierende Artikel mit der Überschrift [übersetzt] „Wissenschaftler glaubten, sie hätten die globale Erwärmung verstanden. Dann kamen die letzten drei Jahre” die Entscheidung der Trump-Regierung völlig logisch erscheinen.

Der am 11. Februar veröffentlichte Artikel ist eine Lektion über die Gefahren, die entstehen, wenn eine Organisation, die sich angeblich auf Journalismus konzentriert, ihre eigenen Analysen im Bereich der Klimawissenschaft durchführt und dann einen Artikel hervorbringt, der nicht verwirrender sein könnte, wenn er absichtlich versuchen würde, Abbott und Costellos „Who’s On First?“ als die lustigste Comedy-Nummer aller Zeiten zu ersetzen, die auf dem Konzept der Verwirrung basiert.

„Laut einer Analyse der Washington Post“, so der erste Absatz des Artikels, „war die höchste Erwärmungsrate seit Beginn der Aufzeichnungen in den letzten 30 Jahren zu verzeichnen.“ Die Post merkte an, dass ihre Analyse auf „einem Datensatz der NASA zur Analyse der globalen durchschnittlichen Temperaturen von 1880 bis 2025“ basiere.

Der Artikel war vermutlich bereits in Arbeit, bevor die USA von einer der kältesten Perioden der letzten Jahre heimgesucht worden sind. Aber das machte nichts. Die Post hatte auch dafür vorgesorgt.

„Während die Vereinigten Staaten unter einer eisigen Kältewelle leiden, ist es im Rest der Welt weiterhin ungewöhnlich warm“, versicherte uns die Post. Man denke nur an Nuuk in Grönland, wo „die Temperaturen im Januar mehr als 10 Grad Celsius über dem Durchschnitt lagen. In Teilen Australiens stiegen die Temperaturen unterdessen inmitten einer Rekordhitzewelle über 49 Grad Celsius.“

An manchen Orten wird es kalt. An anderen Orten wird es heiß. Willkommen auf der Erde, liebe Besucher. Die Post war besorgt, weil „etwa 40 Jahre lang – von 1970 bis 2010 – die globale Erwärmung mit einer relativ konstanten Geschwindigkeit voranschritt“, nämlich pro Jahrzehnt um etwa 0,19 Grad Celsius. „Dann begann sich diese Geschwindigkeit zu verändern“, berichtete die Post. „Die Erwärmungsrate stieg um eine Stufe an. Die Temperaturen sind in den letzten zehn Jahren um fast 0,27 Grad Celsius pro Jahrzehnt gestiegen – ein Anstieg von etwa 42 Prozent.“

Wenn Ihnen das völlig verwirrend erscheint, sind Sie nicht allein. Die Post begann mit der Aussage, dass die höchste jemals gemessene Erwärmungsrate „in den letzten 30 Jahren“ zu verzeichnen war, also seit etwa 1996. Dann hieß es jedoch, dass die globale Erwärmung von 1970 bis 2010 „ziemlich konstant“ war. Wie bitte?

Es ist nie ganz klar, warum „die letzten drei Jahre“ in der Überschrift hervorgehoben und im Artikel mehrmals erwähnt werden. Versuchen Sie nicht zu sehr, einen Sinn darin zu erkennen. Diese Leute sind Journalisten, äh, ich meine Wissenschaftler, äh, Wissenschaftsjournalisten – nun, sie sind sicher keine Mathematiker. Seien Sie nachsichtig mit ihnen.

Folgen Sie dem gewundenen Verlauf der Geschichte: Sulfataerosole in der Atmosphäre trugen tatsächlich zur Abkühlung bei. Aber sie sind schädlich für die Gesundheit, und als die Länder gegen solche Stoffe vorgingen, heizte sich die Lage wieder auf. Außerdem gibt es weniger tief liegende Wolken, sodass mehr Sonnenwärme durchkommt. Andererseits „sind Wolken seit langem eine der größten Unsicherheiten in der Klimawissenschaft. Wahrscheinlich tragen Wolken wie Aerosole zur Abkühlung der Erde bei, aber in welchem Umfang, ist eine offene Frage.“ Wie alles andere auch.

Bitte lesen Sie den folgenden Abschnitt aufmerksam durch – wenn nötig auch mehrmals – und lassen Sie uns dann gemeinsam eine Zusammenfassung erstellen.

Vor etwa zwei Jahrzehnten, so die Post, „begannen die Länder auch, von Kohle und Öl auf Wind- und Solarenergie umzusteigen. Infolgedessen sind die weltweiten Schwefeldioxidemissionen seit Mitte der 2000er Jahre um etwa 40 Prozent gesunken; Chinas Emissionen sind sogar noch stärker zurückgegangen. Dieser Effekt wurde in den letzten Jahren durch eine neue internationale Verordnung verstärkt, die die Schwefelemissionen von Schiffen um etwa 85 Prozent reduzierte. Das erklärt zum Teil, warum sich die Erwärmung etwas beschleunigt hat.“

Moment mal, Kohle-, Öl- und Schwefelemissionen haben dazu beigetragen, die Erde kühler zu halten? Und die Reduzierung dieser Emissionen hat die Erde erwärmt? Hier ist die Erklärung der Post: „Jahrzehntelang wurde ein Teil der durch Treibhausgasemissionen verursachten Erwärmung durch Sulfataerosole ‚maskiert‘. Diese winzigen Partikel verursachen Herz- und Lungenerkrankungen, wenn Menschen verschmutzte Luft einatmen, aber sie lenken auch die Sonnenstrahlen ab.“ Man muss sich also entscheiden, welches Übel man in Kauf nehmen will.

Die Post zitierte einen Experten, der sich dieser „zu heiß, um damit umzugehen“-Erzählung noch nicht anschließen kann. Chris Smith, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Leeds, sagte gegenüber der Post: „Es ist noch zu früh, um definitiv zu sagen, dass die Erwärmungsrate zugenommen hat“, und er möchte noch einige Jahre lang weitere Daten sammeln.

Die Post hingegen hat möglicherweise nicht so viel Zeit. Anfang Februar kündigte das Blatt eine weitere Entlassungswelle an, und während erste Schätzungen von einem Verlust von etwa einem Drittel der Redaktion ausgingen, „ergab eine Berechnung der Washington-Baltimore Newspaper Guild, der Gewerkschaft, die die Journalisten der Post vertritt, dass die Geschäftsführung der Zeitung fast die Hälfte der zuvor beschäftigten Journalisten entlassen hat“, so The Washingtonian.

Den linksradikalen (ehemals Mainstream-)Medien kommt es nie in den Sinn, dass ihr Niedergang nicht nur auf wirtschaftliche Faktoren oder den Aufstieg des Internets zurückzuführen sein könnte. Ebenso wichtig sind die offensichtliche Voreingenommenheit und die agenda-getriebene Politik, die zu einem Vertrauensverlust bei Millionen von Amerikanern geführt haben, die nicht Teil der linksradikalen Blase sind, der sich die Medien zunehmend verschrieben haben.

Die Ära der Klimawandel-Hysterie neigt sich glücklicherweise ihrem Ende zu. Einige ihrer größten Befürworter teilen ihr Schicksal.

This article was published at RealClear Energy

Link: https://www.cfact.org/2026/03/07/another-confusing-story-highlights-why-climate-hysteria-and-far-left-media-are-reaching-their-end/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

Anmerkung des Übersetzers: Auch hier sehe ich die Lage in unserem Land leider nicht so optimistisch. Der relative Erfolg der grünen Totengräber Deutschlands bei der jüngsten Wahl in Süddeutschland lässt keine andere Folgerung zu.

 




Keine signifikanten Änderungen bzgl. Überschwemmungen in Europa

H. Sterling Burnett

Die Website Climate Cosmos veröffentlichte kürzlich einen Artikel, in dem Behauptungen widerlegt werden, wonach die jüngsten Überschwemmungen in Europa, die Schlagzeilen machten, historisch beispiellos und ein Beweis für den Klimawandel seien.

Climate Cosmos ist eine deutsche Medienplattform, die sich auf Klimawandel, erneuerbare Energien, Nachhaltigkeitsbemühungen und Weltraumwissenschaft konzentriert.

In „European Floods and Storms Defy Claims of Climate Change Amplification” (Europäische Überschwemmungen und Stürme widerlegen Behauptungen über eine Verstärkung des Klimawandels) untersucht der Autor Jeff Morgan die Behauptungen der Medien, wonach der Klimawandel die Überschwemmungen in Teilen Europas verstärkt und sie dadurch schwerwiegender oder wahrscheinlicher gemacht habe, wobei einige Medien behaupteten, die Überschwemmungen seien beispiellos gewesen. Morgan führt historische und aktuelle Belege an, die zeigen, dass die jüngsten Überschwemmungen weder beispiellos noch extremer waren als frühere Überschwemmungen, die zu einer Zeit auftraten, als die globalen Durchschnittstemperaturen und Kohlendioxidemissionen niedriger waren als heute. Morgan schreibt:

Langfristige Daten zeigen, dass es im Laufe der Geschichte wiederholt zu schweren Überschwemmungen in ganz Europa gekommen ist, deren Ausmaß oft mit den jüngsten Ereignissen vergleichbar war oder diese sogar übertraf. So kam es beispielsweise 1997 zu verheerenden Überschwemmungen an der Donau, die in ihrer Schwere viele zeitgenössische Ereignisse übertrafen.

Aufzeichnungen aus Städten wie Budapest und Wien dokumentieren bedeutende Überschwemmungen, die Jahrhunderte zurückreichen, darunter ein bemerkenswertes Ereignis im Jahr 1838. Diese historischen Präzedenzfälle zeigen, dass extremes Wetter seit langem Teil der Klimavariabilität des Kontinents ist. Aktuelle Analysen bestätigen, dass die Zahl der großen Überschwemmungen in natürlichen Flüssen während der letzten 80 Jahre insgesamt nicht zugenommen hat.

Der sechste Sachstandsbericht des IPCC liefert eindeutige Belege dafür, dass es keinen Anstieg bei Starkniederschlägen oder Überschwemmungen gibt. In Kapitel 12 wird ausdrücklich festgestellt, dass selbst bei moderaten Erwärmungsszenarien kein Anstieg solcher Phänomene zu beobachten ist.

Prognosen für mögliche Veränderungen gibt es nur in hochspekulativen, extremen Zukunftsszenarien nach 2050, und diese weisen nur eine mittlere Zuverlässigkeit auf. Diese Einschätzung unterstreicht, dass die beobachteten Wetterextreme in Europa keinen eindeutigen Anstieg im Zusammenhang mit steigender Temperatur zeigen.

In einer für ein Medienunternehmen ungewöhnlichen Wendung enthält Morgans Artikel Fußnoten, die seine Behauptungen mit Verweisen untermauern.

Die Website „Climate Realism” des Heartland Institute reagierte zuvor auf frühere Medienberichte über Überschwemmungen in Europa und wies auf die historischen Vorläufer der aktuellen Überschwemmungen sowie auf das Fehlen erkennbarer Trends hinsichtlich einer Zunahme der Schwere oder Häufigkeit von Überschwemmungen hin.

Natürlich beweist die Tatsache, dass die Überschwemmungen der Vergangenheit mindestens genauso schwerwiegend und sicherlich tödlicher waren wie die jüngsten Überschwemmungen nicht, dass der Klimawandel keine Rolle bei den aktuellen Überschwemmungen gespielt hat. Sie deutet jedoch darauf hin, dass Überschwemmungen komplexer sind als die einfache Zuschreibung „Der Klimawandel findet statt, also ist er dafür verantwortlich“, die Medien regelmäßig auf der Grundlage von leider voreingenommenen und fehlerhaften Schnellberichten von Klimaaktivistenorganisationen vornehmen.

„Stadtentwicklung und Hochwassermanagement spielen eine größere Rolle bei der Bestimmung der Schäden durch Stürme als jedes angebliche Klimasignal“, schreibt Morgan. „Regionen mit robusten Infrastrukturinvestitionen haben die jüngsten Ereignisse weitaus besser überstanden als solche ohne.“

Climate Realism hat bereits zuvor den gleichen Punkt angesprochen. Städte sind mit dem Aufkommen von Vororten, einem massiven Bevölkerungswachstum und einer Verlagerung von ländlichen Gebieten und Landwirtschaft hin zu industriellen und kommerziellen Aktivitäten entlang historischer Transportwege – Flüsse, Bäche und Häfen – dramatisch gewachsen. Mehr Menschen und mehr Gebäude in hochwassergefährdeten Gebieten bedeuten, dass bei Hochwasser die Schäden oder zumindest der nominale Wert der Schäden größer sind als bei früheren Hochwassern. Eine besser gefestigte Infrastruktur kann nur einen Bruchteil der Auswirkungen einer schlechten Planung und Standortwahl von Wohnhäusern und Unternehmen ausgleichen. Letztendlich, wie Morgan ausführlich darlegt, wird die Behauptung, dass menschliche Treibhausgasemissionen ungewöhnliche Überschwemmungen in Europa verursachen, weder durch historische Beweise noch durch aktuelle Analysen und Trends gestützt.

Quellen: Climate Cosmos; Climate Realism; Climate Realism

Link: https://heartland.org/opinion/climate-change-weekly-573-reliable-solar-has-larger-land-footprint-than-previously-thought/, zweite Meldung

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE