Die Erholung europäischer Spezies‘ widerspricht dem Untergangs-Narrativ

Vijay Jayaraj

Als junger Doktorand war ich begeistert, in der unberührten Grassteppe Portugals, einem Paradies für Vögel, meine ersten praktischen Erfahrungen im Naturschutz zu sammeln.

Während dieses Besuchs lernte ich die entscheidende Rolle von Naturschützern und die Faktoren kennen, die sich am stärksten auf die Wildtierpopulationen auf der ganzen Welt auswirken. Eine wichtige Erkenntnis für mich war, dass die Ursache für den Zusammenbruch der Populationen der wichtigsten Tierarten die Überjagung ist und nicht der Klimawandel, der in den Medien gerne als Schreckgespenst dargestellt wird, auch wenn er erfunden ist.

Vor allem dank der Bemühungen um die Erhaltung der Arten sind viele der ikonischen Arten in Europa wieder auf dem Vormarsch. Die Auswirkungen des Klimas sind überwiegend positiv, da der moderne Anstieg des CO₂-Gehalts und die natürliche Erwärmung zusammen mit den Bewirtschaftungspraktiken zu einer Zunahme der Waldflächen in Europa führen.

Vergessen Sie also die Schwarzmalerei in den Mainstream-Nachrichten und erfreuen Sie sich an den erfreulichen Erfolgsgeschichten der Naturschützer.

In Portugal erforschte ich die Lebensräume der Zwerg- und Großtrappe sowie zahlreicher anderer Zugvögel, insbesondere derjenigen, die auf der westeuropäisch-afrikanischen Flugroute unterwegs sind.

Trappen sind bodenlebende Vögel und gelten in Portugal als bedroht. Die Wiederherstellung von Lebensräumen zeigt Erfolge bei der Erhaltung der Population, insbesondere bei der Großtrappe, die etwa so groß wie ein wilder Truthahn ist.

Programme wie das Great Bustard Conservation Program (Programm zur Erhaltung der Großtrappe) führen regelmäßige Kontrollen der Population durch, um deren Anzahl, Verbreitung und Bruterfolg zu ermitteln. Diese Informationen dienen den Naturschützern als Orientierungshilfe und helfen ihnen, die Bedürfnisse der Art besser zu verstehen. Ich hatte das Privileg, einem Wissenschaftler dabei zu helfen, Großtrappen mit Funkhalsbändern auszustatten und dann ihre Bewegungen quer durch Europa zu verfolgen.

Das Programm arbeitet auch daran, die Öffentlichkeit für die Großtrappe und die Bedeutung von Schutzmaßnahmen zu sensibilisieren. Dazu gehören auch Bildungsaktivitäten wie Führungen und der Betrieb von Besucherzentren, von denen eines mir die Teilnahme an dem Programm ermöglichte.

Der Azorengimpel, der nur auf den Azoreninseln vorkommt, galt als stark gefährdet. Seine Population hat sich jedoch durch Schutzmaßnahmen deutlich erhöht. Der iberische Kaiseradler, ein großer Raubvogel, der in Portugal aufgrund von Bejagung und Lebensraumzerstörung vom Aussterben bedroht war, erlebt derzeit ein Comeback.

Der Europäische Wisent wurde Anfang des 20. Jahrhunderts durch Zucht- und Wiederansiedlungsprogramme in Gefangenschaft vor dem Aussterben bewahrt. Heute gibt es über 7 500 Tiere in mehreren europäischen Ländern, darunter Polen, Weißrussland und Russland. Etwa 4.000 streifen frei in der Wildnis umher.

Die Bemühungen um die Wiederansiedlung des Seeadlers begannen in den 1970er Jahren, nachdem er in UK zu Beginn des 20. Jahrhunderts fast ausgestorben war. Heute gibt es dort über 150 Brutpaare in freier Wildbahn. Der Fischadler, ein fischfressender Vogel, der im 19. Jahrhundert im Vereinigten Königreich vom Aussterben bedroht war, zählt heute etwa 1.500 Exemplare.

Der Biber, der einst in Europa weit verbreitet war, wurde wegen seines Fells und seines Castoreums (ein Drüsensekret, das in Parfüms und Arzneimitteln verwendet wird) fast bis zur Ausrottung gejagt. In vielen europäischen Ländern, darunter Deutschland, die Niederlande und Schottland, sind jedoch Wiederansiedlungsprogramme erfolgreich verlaufen. Heute gibt es in Europa über 1,2 Millionen Eurasische Biber.

Der europäische Grauwolf wurde im 20. Jahrhundert durch die Jagd fast ausgerottet, aber heute erholt sich die Population in mehreren Ländern, darunter Italien, Spanien und Deutschland. Ihre Zahl hat sich um 1 800 Prozent erhöht, und es gibt jetzt 17 000 Tiere.

Der iberische Luchs, der einst als die am stärksten gefährdete Katzenart der Welt galt, hat sich von einem Tiefstand von etwa 100 Tieren im Jahr 2002 auf mehr als 400 im Jahr 2021 erholt.

Die Liste lässt sich beliebig fortsetzen. Es gibt sogar einen ganzen Bericht über das Comeback der Wildtiere von Rewilding Europe. Die Erholung dieser europäischen Arten stellt eine Herausforderung für das Klimanarrativ dar, das von den Medien und Prominenten verbreitet wird, die behaupten, dass der Klimawandel Millionen von Arten zum Aussterben bringt.

Weltweit zeigt sich, dass es den 8 Millionen Arten der Erde gut geht. Im Gegensatz zu einer alarmistischen Vorhersage, die von bis zu 30.000 Aussterbefällen pro Jahr ausgeht, sind in den letzten 40 Jahren jährlich nur etwa zwei Arten ausgestorben.

Die Leser und Zuschauer sind gut beraten, über die angstmachende Pseudowissenschaft der Schwarzmaler hinauszuschauen.

Vijay Jayaraj is a Research Associate at the CO2 Coalition, Arlington, Virginia. He holds a master’s degree in environmental sciences from the University of East Anglia, UK, and resides in India.

Link: https://cornwallalliance.org/2023/01/recovery-of-european-species-contradicts-doomsday-narrative/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Februar-Phantastereien vs. Realität

Willis Eschenbach

Gestern veröffentlichte Eric Worrall einen interessanten Artikel mit dem Titel „Forbes: Global Warming is Causing Colder Februaries“. Der Titel sagt schon alles. In dem Forbes-Artikel heißt es:

Dank des Klimawandels ist der Februar jetzt der grausamste Monat

Jeff McMahon, Senior Contributor, Jan 29, 2023,12:14am EST

Die ungewöhnlich eisigen Februartage in Texas sind vielleicht gar nicht mehr so ungewöhnlich.
Der Frühwinter hat sich in ganz Nordamerika erwärmt, aber der Spätwinter ist eine andere Geschichte. Wissenschaftler haben einen Abkühlungstrend über mehr als 40 Februar-Monate dokumentiert, der durch gefährliche und immer häufiger auftretende arktische Kaltlufteinbrüche tief in die Vereinigten Staaten gekennzeichnet ist.

In dem hier zugrunde liegende Artikel in Science liest man:

Unterbrechungen durch kaltes Wetter

Trotz der raschen Erwärmung, die das Hauptmerkmal des globalen Klimawandels ist, insbesondere in der Arktis, wo die Temperaturen viel stärker steigen als anderswo auf der Welt, haben die Vereinigten Staaten und andere Regionen der nördlichen Hemisphäre in den letzten vier Jahrzehnten eine auffällige und immer häufigere Anzahl von Episoden mit extrem kaltem Winterwetter erlebt. Cohen et al. haben Beobachtungen und Modelle kombiniert, um zu zeigen, dass der Wandel in der Arktis wahrscheinlich eine wichtige Ursache für eine Kette von Prozessen ist, die sie als Störung des stratosphärischen Polarwirbels bezeichnen, was letztlich zu Perioden extremer Kälte in den nördlichen mittleren Breiten führt (siehe die Perspektive von Coumou).

Abstract

Die Arktis erwärmt sich doppelt so schnell wie der globale Durchschnitt, und es wird berichtet, dass in vielen dicht besiedelten Regionen der mittleren Breitengrade strenges Winterwetter zunimmt. Anhand von Beobachtungen zeigen wir, dass eine weniger bekannte Störung des stratosphärischen Polarwirbels (SPV), die mit Wellenreflexion und Dehnung des SPV einhergeht, mit extremer Kälte in Teilen Asiens und Nordamerikas zusammenhängt, einschließlich der jüngsten texanischen Kältewelle vom Februar 2021, und dass sie im Laufe der Satellitenära zugenommen hat. Anschließend nutzen wir numerische Modellexperimente, die wir mit Trends bei der Schneebedeckung im Herbst und dem arktischen Meereis verknüpfen, um eine physikalische Verbindung zwischen den Veränderungen in der Arktis und der Ausdehnung der SPV und den damit verbundenen Auswirkungen auf die Oberfläche herzustellen.

Nun, ich bin ein Datentyp. Also holte ich mir die US-Februartemperaturen aus vier verschiedenen Datensätzen – Berkeley Earth, CERES, NOAA ClimDiv und den UAH MSU-Daten der unteren Troposphäre. Mit Ausnahme des CERES-Datensatzes decken alle den von der Studie abgedeckten Zeitraum von 1979 bis 2021 ab.

Hier sind die US-Trends für den Februar aus den vier Datensätzen:

Abbildung 1. Kontinentale US-Temperaturanomalien im Februar, vier Datensätze.

In allen vier Datensätzen wurde der Februar wärmer, nicht kälter.

Wie sind sie also zu ihren Ergebnissen gekommen? Nun, sie haben sich nicht auf Beobachtungsdaten gestützt.

Stattdessen verwendeten sie ein Klimamodell, das mit den Ergebnissen eines Klimareanalysemodells plus Schneedeckendaten plus arktische Meereisdaten gefüttert wurde … und zusätzlich verwendeten sie K-means Clustering der geopotentiellen Höhen der 100 hPa-Reanalyse, multiple lineare Regression, ein vereinfachtes Betts-Miller-Konvektionsschema, ein idealisiertes Grenzschichtschema auf der Grundlage der Monin-Obukhov-Ähnlichkeitstheorie, einen Plattenozean, das Strahlungsschema des Rapid Radiative Transfer Model (RRTMG) und eine Menge anderer guter Juju.

Was sie anscheinend nicht getan haben, war … sich tatsächlich reale Daten anzusehen, anstatt das Bette-Midler-Konvektionsschema zu verwenden.

Ich muss sagen, dass es irgendwie amüsant ist, das Sterben des Klimawahnsinns zu beobachten … oder es wäre amüsant, wenn der Klimaalarmismus nicht so gefährlich wäre, vor allem für die Armen. Diese Art von Wahnsinn treibt die Energiepreise in die Höhe, und das ist die grausamste Steuer von allen.

Link: https://wattsupwiththat.com/2023/01/30/february-fantasy-versus-reality/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Zweigeteilter Januar 2023 in Deutschland – der Namensgeber lässt grüßen

Was beeinflusst unsere Januar-Temperaturen wirklich?

Stefan Kämpfe

Der Januar erhielt seinen Monatsnamen von dem römischen Gott Janus (für ganz korrekte Lateiner: Ianus). Mit seinen zwei Gesichtern kann dieser Gott gleichzeitig nach hinten und nach vorne blicken, also in die Vergangenheit und in die Zukunft. Zwei sehr verschiedene Gesichter präsentierte uns auch der Januar 2023; er begann mit mai-typischen Temperaturen, aber ab der Monatsmitte feierte der Winter seine Auferstehung. Insgesamt blieb mit etwa 3,6 bis 3,7°C im DWD-Flächenmittel für Deutschland zwar ein merkliches Plus, doch konnte er mit den extrem milden Jännern der jüngsten Vergangenheit bei weitem nicht mithalten. Seit nunmehr 36 Jahren verharrt der ehemalige „Hartung“ auf sehr mildem Niveau – bei stark steigenden CO-Konzentrationen. Man ahnt es schon: Ganz andere Ursachen als CO dominieren das Temperaturverhalten im Hochwinter.

Zwei gegensätzliche Januar-Hälften 2023 – warum?

In diesem Januar brachten uns Südwest- und Westlagen zunächst sehr mildes Wetter; die erste Januarhälfte wies mit etwa 7°C im DWD-Mittel ein Temperaturniveau wie etwa Anfang April auf. Zwar gab es in der zweiten Monatshälfte auch keine intensive Kaltluftzufuhr, aber häufige Flauten und gemäßigte Luftmassen (meist xP und xPs) gaben der Witterung nun besonders im Südosten Deutschlands ein winterliches Gepräge. Erst zum Monatsende stiegen die Temperaturen wieder, erreichten aber das hohe Niveau der ersten Monatshälfte nicht. Ein Blick auf den Temperaturverlauf an der für Deutschland gut repräsentativen DWD-Station Erfurt/Weimar veranschaulicht die zwei sehr unterschiedlichen Januar-Hälften.

Abbildung 1: Die nahe der geografischen Landesmitte Deutschlands liegende DWD-Station Erfurt/Weimar zeigt zwei gegensätzliche Januar-Hälften 2023; eine sehr milde erste und eine mäßig kalte zweite. Aus der Grafik lässt sich aber noch mehr herauslesen. Lagen Maxima und Minima weit auseinander, so fand an diesen Tagen entweder ein markanter Luftmassenwechsel statt, oder es war ein wolkenarmer Strahlungstag. An völlig trüben Tagen, so um den 23. Januar, unterschieden sie sich kaum. Mehrfach erreichte auch das Tagesmaximum die Marke von 0°C nicht (waagerechte, blaue Linie); an dieser Station gab es also immerhin 5 Eistage.

Janusköpfigkeit auch bei der deutschen Stromproduktion

Wie stark die deutsche Energiewende durch die meteorologischen Gegebenheiten in Frage gestellt wird, hat der Autor unter anderem hier beschrieben. Der Januar 2023 zeigte nahezu lehrbuchhaft: Erneuerbare Energien sind tatsächlich Freiheitsenergien – sie liefern äußerst unzuverlässig nur, wann sie wollen. Während in der ersten Januarhälfte ein recht kräftiger Wind, von kurzen Schwächephasen abgesehen, oft beträchtliche Strommengen erzeugte, herrschte in der zweiten Hälfte oft Flaute – mit katastrophalen Folgen für die Strompreise und die deutsche CO-Bilanz. Hinzu kamen viele trübe Tage – in Weimar schien die Sonne vom 18. bis zum 27. Januar überhaupt nicht. Erst zum Monatsende frischte der Wind wieder auf.

Abbildung 2: Kaum Wind- und Solarenergie ab Mitte Januar; die eigentliche Kalamität begann am 16. und dauerte bis zum 29. Januar, aber auch davor und danach waren die „Erneuerbaren“ nicht immer produktiv. Nur bis Monatsmitte und ganz am Ende wehte mehr Wind – aber auch da reichte er nicht immer aus. Und die Solarenergie erbrachte fast Nichts. Selbst eine Verzehnfachung der Wind- und Solaranlagen hätte über längere Zeiträume nicht genügend Strom geliefert. Man achte auf den hohen Anteil des verstromten, teuren Erdgases; aber auch die importierte Steinkohle verteuerte sich erheblich – für die Strompreise in Deutschland lässt das nichts Gutes erahnen. Ohne ausreichende Energiespeicher bleiben die fossilen Energieträger jedoch unverzichtbar; die oft gepriesene Wasserstofftechnologie ist hinsichtlich ihres Wirkungsgrades ineffizient, kurzfristig nicht in großem Umfang realisierbar und viel zu teuer! Alle „Erneuerbaren“ leisteten trotz ihres weit fortgeschrittenen Ausbaugrades zeitweise nur 15 bis 40% der Gesamtstromerzeugung, also mussten 60 bis 85% konventionell erzeugt werden! Die einst so sichere, kostengünstige Kernenergie erbrachte, da nun im Steckbetrieb auslaufend, nur noch geringe Mengen (rote Linie ganz unten). Man beachte, dass der Primärenergiebedarf in Deutschland viel höher als die hier dargestellte Stromerzeugung ist – legt man diesen Primärenergieverbrauch zugrunde, decken die „Erneuerbaren“ Energien trotz ihres enormen Ausbaugrades nur knappe 16% im witterungsmäßig viel günstigeren Jahresmittel ab (Stand: 2021). Bildquellen: energy-charts.info, ergänzt.

Das langfristige Temperaturverhalten – der Januar hat (vermutlich) die wärmsten Zeiten schon hinter sich

Ähnlich wie die meisten Monate, erwärmte sich der Januar im späten 19. und im frühen 20. Jahrhundert stark; danach folgte eine lange Stagnationsphase bis etwa in die 1980er Jahre, was nicht gut zur schon damals steigenden CO-Konzentration passt. Ab 1988 folgte ein sprunghafter Anstieg auf das heutige, sehr milde Temperaturniveau, welches seit nunmehr 36 Jahren fast unverändert blieb. Seit Aufzeichnungsbeginn (1881) betrug die Erwärmung stattliche 2,2 Kelvin (°C). Dabei sind die DWD-Daten aber wärmeinselbelastet, und die DWD-Reihe startet in der letzten Phase der „Kleinen Eiszeit“ – um 1881 war es besonders kalt. Extrem milde Januare mit mind. 4°C im DWD-Mittel hatten Seltenheitswert (1921, 1975, 1983 und letztmalig 2007).

Abbildung 3: Verlauf der Januartemperaturen im Deutschland-Mittel seit 1881 mit drei Entwicklungsphasen. Einer bis 1921 dauernden, starken Erwärmungsphase folgte eine unwesentliche Abkühlung bis in die 1980er und um 1988 der „Sprung“ auf das heurige, sehr milde Niveau. In den gesamten 143 Jahren der Reihe betrug der Temperaturanstieg etwa 2,3 Kelvin (°C). Mit WI-Bereinigung hätte es eine geringere Erwärmung um etwa 1,7 Kelvin gegeben. Der letzte, extrem milde Januar (2007) liegt nun schon 16 Jahre zurück.

Es lohnt sich, die letzten 36 Jahre genauer zu betrachten.

Abbildung 4: Keine Januar-Erwärmung mehr seit über dreieinhalb Jahrzehnten in Deutschland – trotz stark steigender CO₂-Konzentrationen.

Noch erstaunlicher ist die Entwicklung der Januar-Temperaturen in Zentralengland (Midlands), für das eine über 360ig-jährige Messreihe vorliegt; sie erfasst damit auch den Höhepunkt der „Kleinen Eiszeit“, das so genannte Maunder-Minimum als vermutlich kälteste Epoche in den mindestens letzten 2.000 Jahren. Seitdem sollte es doch dort eine kräftige Erwärmung um viele Grad gegeben haben – aber die Realität sieht ganz anders aus:

Abbildung 5: Mit etwa 1,8 Kelvin nur ein sehr mäßiger Januar-Temperaturanstieg seit über 360 Jahren in Zentralengland; auch diese Daten sind vermutlich WI-belastet.

Auch hier zeigt sich für die letzten gut dreieinhalb Jahrzehnte keinerlei Erwärmungstrend:

Abbildung 6: Keine Januar-Erwärmung mehr seit dreieinhalb Jahrzehnten auch in Zentralengland. Mit etwas über 5°C zählte dort der Januar – anders als in Deutschland, nicht zu den mildesten der letzten Jahrzehnte.

Die NAO als wesentlicher Treiber der Januar-Temperaturen

Wie wir schon in den vorherigen Abschnitten sahen, waren die stark steigenden CO2-Konzentrationen nicht ursächlich für die Entwicklung der Januar-Temperaturen. Bei allen Winter-Monaten, kommt es nämlich darauf an, ob die Luft über den in dieser Jahreszeit relativ warmen Atlantik und die Nordsee oder über das sehr kalte Festland zu uns weht – mit leichten Variationen. Es bedarf einer bestimmten Luftdruckverteilung, welche entweder milde westliche oder kalte östliche Strömungen fördert (im Januar nur mäßig kaltes Nordwetter tritt selten über längere Zeiträume auf). Diese Verhältnisse beschreibt die NAO. Unter der Nordatlantischen Oszillation (NAO) versteht man die Schwankung des Luftdruckverhältnisses zwischen dem Islandtief im Norden und dem Azorenhoch im Süden. Die NAO wird als dimensionsloser Index nach leicht unterschiedlichen Ermittlungsmethoden ausgewiesen; deshalb finden sich im Internet verschiedene Datensätze, aber stets bedeuten hoch positive NAO-Werte eine intensive Westströmung über dem Ostatlantik. Bei stark negativen Werten kann dort sogar eine Ostströmung herrschen; dann gelangt die milde Atlantikluft nicht nach Deutschland (möglich bleiben nördliche, östliche und südliche Lagen). Zwei Wetterkarten-Beispiele verdeutlichen das:

Abbildungen 7a und 7b: Oben eine Lage bei stark positiver NAO im extrem milden Januar 1983. Es herrschte an jenem 10. Januar 1983 zwischen hohem Luftdruck über SW-Europa und tiefem über dem Nordatlantik/Nordmeer/Skandinavien eine rege Westströmung über West- und Mitteleuropa. Unten spiegelbildliche Verhältnisse am 14.01.1987 bei stark negativer NAO mit hohem Luftdruck von Island über Skandinavien bis ins nördliche Osteuropa und tiefem über dem Mittelmeer; selbst im sonst wintermilden Britannien und in Irland zitterte man vor Kälte. Bildquellen: wetterzentrale.de

Für den Januar 2023 liegen noch keine Monatsmittel der NAO-Indizes vor; nach den bisherigen Tagesdaten sind aber leicht positive Werte zu erwarten. Aber wie verhielt sich nun die NAO im Januar langfristig? Da sie von Januar zu Januar erheblich schwankt, wurde, um die Schwankungen etwas zu glätten, ein 11-jähriges, zentriertes Gleitmittel unter Verwendung der NAO-Werte des Britischen Metoffice erstellt; Selbiges geschah auch mit den Januar-Flächenmitteln der DWD-Deutschlandtemperaturen und der AMO:

Abbildung 8: Deutliche zeitliche Übereinstimmung der NAO nach Metoffice (violett) und der Januar-Temperaturen in Deutschland. Die in der Abb. 3 besprochenen Entwicklungsphasen der Januar-Temperaturen (schwarz) gingen grob mit einem entsprechenden Verhalten der NAO-Werte einher: Merklicher Anstieg bis in die 1920er, dann wieder ein Rückgang bis in die 1940er, dann mäßige Schwankungen, besonders 1988 und kurz danach wieder sehr hohe Werte, abschließend ein Verharren bei nur noch geringen Schwankungen auf einem hohen Niveau. Man beachte, dass NAO und Temperaturen seit den 1990er Jahren nur noch geringe Schwankungen aufwiesen – ein gänzlich anderes Verhalten, als in den gut einhundert Jahren zuvor. Bei jährlicher Korrelation von 1881 bis 2021 wurden stattliche 42,5% der Temperaturvariabilität von der NAO verursacht, das ist deutlich signifikant. Ob auch die Atlantische Mehrzehnjährige Oszillation, ein Index für die Wassertemperaturen im zentralen Nordatlantik (grün) hierbei eine Rolle spielte? Sie hat zwar nur einen geringen, nicht signifikant positiven Einfluss auf die Januar-Temperaturen, könnte aber in Einzelfällen das hohe Temperaturniveau der Gegenwart doch gefördert haben, so auch zum Jahresanfang 2023. Daten für Jan. 2023 noch nicht vorliegend.

Weil sich die meisten NAO-Indizes auf den östlichen Nordatlantik beziehen, haben sie nicht immer einen Einfluss auf die mitteleuropäische Januar-Witterung. Der Autor hat deshalb einmal aus den seit 1948 vorliegenden Aerologischen NOAA-Daten einen einfachen Index für den 10. Längengrad Ost unter Verwendung der Luftdruck-Daten (Meeresspiegel-Niveau) zweier Koordinaten als Differenz berechnet – es ergab sich ein noch etwas engerer Zusammenhang:

Abbildung 9: Berechnete Luftdruck-Differenzen in Hektopascal zwischen den zwei Punkten 10°E, 40°N und 10°E, 65°N; diese liegen im nordwestlichen Mittelmeer b.z.w. bei Nordnorwegen. Der tendenzielle Anstieg erklärt, warum es im Januar seit 1948 wärmer wurde, der Korrelationskoeffizient ist mit r=0,785 (B=61,6%) enorm hoch, solch enge Zusammenhänge „schafft“ sonst nur die Sonnenscheindauer zu den Sommertemperaturen! Man kann außerdem folgende Regeln erkennen: War die Luftdruckdifferenz sehr stark positiv (>25 hPa), so fielen alle diese Januare (rote Jahreszahlen) extrem mild aus; ab etwa Null oder gar negativen Werten waren die Januare deutlich zu kalt, besonders ab minus 5 hPa. Werte für Januar 2023 liegen noch nicht vor.

Näheres zur Methode des Autors hier. Aber halt – sollte sich angesichts des seit etwa 1980 stark schrumpfenden Arktischen Meereises die Zirkulation nicht merklich abschwächen, was zu fallenden Luftdruckdifferenzen und kälteren Januaren mit immer mehr Witterungsextremen führen müsste? Aber auch der 2023er Januar verlief ja recht unspektakulär. Denn vermutlich wird der Einfluss der Meereis-Bedeckung auf die Zirkulationsverhältnisse stark überschätzt. Die Variabilität der Deutschen Januar-Temperaturen wurde seit 1979 aber nur zu kümmerlichen etwa 4% von der Größe der arkt. Meereisbedeckung beeinflusst – meilenweit von jeglicher Signifikanz entfernt. Auch sind angesichts der starken NAO-Schwankungen mit den bisherigen Maxima im frühen 20. Jahrhundert und um 1990 wesentliche Einflüsse der CO-Konzentration wenig plausibel. Was genau die NAO antreibt, ist bis heute ungeklärt; es besteht noch erheblicher Forschungsbedarf; doch dürften Sonnenaktivität und Meeresströmungen hierbei eine gewisse Rolle spielen.

Milder Januar – diesmal trotzdem teils kalter Restwinter?

Wie bei manch anderen Monaten gibt wegen der Erhaltungsneigung der Hochwinterwitterung die Witterungstendenz zum Monatswechsel Januar/Februar zwar oft grobe Hinweise auf den Witterungsverlauf der kommenden Wochen; diesmal deutet sich aber ein zumindest zeitweise sehr kalter Februar besonders für Südostdeutschland an. Auch hier ist die Luftdruckverteilung zwischen Süd- und Nordeuropa zu beachten. Zwar verliefen die beiden letzten Januartage sowie der Februar-Auftakt windig und mäßig-mild, doch scheint danach hoher Luftdruck über Nord- und Zentral-Europa längere Zeit zu dominieren, was die Temperaturvorhersage erheblich erschwert. Je weiter nördlich bis nordöstlich das Hochzentrum liegt, desto kälter wird es; verbreitet leichte bis mäßige Nachtfröste scheinen sicher, mäßige bis strenge nicht ausgeschlossen. An den Tagen ist zwischen leichten Plusgraden, vorwiegend im Nordwesten, und Dauerfrost noch alles möglich – nur mit ergiebigem Niederschlag kann zunächst kaum gerechnet werden, lediglich geringe bis leichte Schneefälle sind gebietsweise möglich. Und für die Windstromerzeugung sieht es wieder zunehmend flau aus; die Energiekrise wird sich weiter verschärfen. Was ab etwa der Monatsmitte passiert, ist noch unklar und hängt davon ab, ob sich der troposphärische Kältepol nach Grönland/Nordostkanada (Milderung in Mitteleuropa) oder nach Nordosteuropa verlagert (Kälte in Mitteleuropa). Insgesamt dürfte der Februar also recht kühl verlaufen; er erreicht bei weitem nicht das Temperaturniveau des extrem milden Februars 2022 und auch nicht dessen Windstromausbeute. Einem milden Januar folgen, freilich nur sehr grob und tendenziell, ein milder März und ein eher warmer „Jahresrest“ – für sichere Prognosen sind diese Zusammenhänge aber viel zu unsicher.

Stefan Kämpfe, Diplomagraringenieur, unabhängiger Natur- und Klimaforscher

 




Grüne Energie: Nicht die Oma mit der Rechnung belasten

Planning Engineer (Russell Schussler)

Erneuerbare Energien haben ein Gerechtigkeitsproblem. Energiepolitische Maßnahmen, welche die Verbraucher zwingen, enorme Kosten zu tragen, um größere öffentliche Ziele zu erreichen, werden zu einer versteckten Form der Besteuerung. Die Energierechnungen verschlingen einen viel größeren Teil des Einkommens derjenigen, die am unteren Ende der wirtschaftlichen Skala stehen.

Wenn Stromversorgungsunternehmen oder Stromtarife zur Erreichung eines öffentlichen Gutes eingesetzt werden, trifft jede Kostenerhöhung unverhältnismäßig stark diejenigen, die über ein geringeres Einkommen und weniger Ressourcen verfügen. Die Stromkosten wirken wie eine stark regressive Steuer, die diejenigen belastet, die am meisten zu kämpfen haben, und die Wohlhabenden am wenigsten belastet. Als praktizierender Ingenieur habe ich mir oft Sorgen gemacht, welche Auswirkungen unsere Projekte auf die weniger Glücklichen haben würden. Jetzt befürchte ich, dass arme, kämpfende Großmütter am Ende für die „grünen“ Träume der finanziell Wohlhabenden bezahlen werden.

Wenn ich mir den angestrebten grünen Wandel anschaue, mache ich mir weniger Sorgen über die exorbitanten Kosten als früher. Ich bin mir nicht mehr sicher, ob ich ein ausreichendes Verständnis dafür habe, dass Nationen in der Lage sind, riesige Mengen an Kosten und Schulden für das „öffentliche Wohl“ zu machen. Das übersteigt manchmal mein Vorstellungsvermögen. Ich sehe so viele Milliarden, die für Dinge ausgegeben werden, die weniger wichtig zu sein scheinen als das Stromnetz. Deshalb denke ich manchmal, warum nicht so viel Geld für verschiedene Energieprojekte ausgeben. Vielleicht können wir riesige Summen öffentlicher Gelder in aussichtslose Projekte stecken und auf das Beste hoffen. Aber ich kann nicht umhin, mich zu fragen, wer letztendlich dafür bezahlen wird, und zu hoffen, dass die Armen und Schwächsten unter uns nicht am Ende unüberlegte Vorhaben finanzieren müssen.

Dieser frühere Beitrag fasst zusammen, was ich zu wissen glaubte:

Der Energiepreis verursacht enorme direkte und indirekte Kosten für die Gesellschaft. Die Energiekosten machen mehr als ein Fünftel des Einkommens nach Steuern des untersten Einkommensquintils der USA aus. Höhere Energiekosten für die Landwirtschaft und das verarbeitende Gewerbe werden in Form höherer Produktpreise an die Verbraucher weitergegeben und senken so den Lebensstandard insgesamt. Je höher die Energiekosten in einer Region sind, desto weniger wettbewerbsfähig ist diese Region, was sich in niedrigeren Löhnen und höherer Arbeitslosigkeit niederschlagen dürfte.

Erschwingliche Energie sorgt für mehr Komfort, Gesundheit und Sicherheit und ermöglicht es Maschinen, das Leben zu verbessern und die mühsame Arbeit zu verringern. Höhere Energiekosten beschränken diese Vorteile auf kleinere Teile der Bevölkerung. Erschwingliche Energie ist mit einem hohen Lebensstandard, besserer Gesundheit und besserem Umweltschutz verbunden.

Aber wenn jemand anderes dafür bezahlen kann, mache ich mir vielleicht nicht so viele Gedanken über die Kosten.  In diesem Beitrag werde ich nicht auf den Schaden eingehen, den „grüne“ Bemühungen unabhängig von ihren Kosten verursachen, sondern mich darauf konzentrieren, wer für die „grünen“ Vorteile zahlen sollte, die einige als potenziell erreichbar ansehen, unabhängig davon, ob diese Vorteile jemals eintreten werden oder nicht.

Was mir beigebracht wurde

Als ich in der Energieversorgungsbranche aufwuchs, wurde ich schnell von der Vorstellung abgebracht, dass meine College-Träume bestimmen würden, was als Teil des Energiesystems gebaut wurde. Ich habe kein System für mich gebaut. Mir wurde gesagt, dass ich, bevor ich eine kostspielige Entscheidung treffe, darüber nachdenken sollte, wie sie sich auf eine ältere Dame auswirken könnte, die sich gerade ihre Rente auszahlen lässt. Manchmal wurde die Ermahnung in Bezug auf einen kämpfenden Landwirt auf dem Feld ausgesprochen. Wir spielten eine wichtige Rolle im Leben unserer Verbraucher, und ihre Wünsche und Bedürfnisse spielten eine zentrale Rolle bei unserer Entscheidungsfindung.  Die meisten unserer Kunden kauften keine schicken Autos oder lebten einen luxuriösen Lebensstil. Sie brauchten ein gutes, praktisches Stromversorgungssystem und nicht irgendetwas aus den Tagträumen eines Ingenieurs.

Verwechseln Sie diese Ermahnung nicht damit, billig zu sein oder nur auf die Kosten zu achten. Ich habe gelernt, dass es eine tolle Sache ist, wenn das Ganze gut funktioniert und auch wirtschaftlich ist.  Aber nicht um des Schickimickis willen. Bei jeder Entscheidung müssen sowohl kurzfristige als auch langfristige Bedürfnisse berücksichtigt werden. Jede Entscheidung muss ein Gleichgewicht zwischen Kosten, Zuverlässigkeit und öffentlicher Verantwortung herstellen, damit alle Nutzer des Netzes davon profitieren. Die Entscheidungen müssen die lokale Wirtschaft und die Unternehmen unterstützen und die Lebensqualität für alle verbessern. Ich möchte anmerken, dass wir uns oft mehr auf lokale und weniger auf globale Überlegungen konzentrierten, als es vielen heute lieb sein mag. Aber wir nahmen alle Umweltanforderungen und die Minimierung der gesamten Umweltauswirkungen sehr ernst. Ich fühle mich privilegiert, dass ich am Ausbau eines effektiven, zuverlässigen und öffentlich verantwortlichen Netzes beteiligt war. Es ist besser und wunderbarer als das, wovon ein College-Kind träumt. Ich bin stolz auf meine Arbeit, vor allem weil ich mich bei jedem Schritt gefragt habe: „Was ist das Beste, was wir für Oma oder den Bauern auf dem Feld tun können?“

Einige Dinge, die ich getan habe

Ich möchte nicht, dass jemand auf die Idee kommt, dass die Sorge um Oma den Ausbau des Stromnetzes behindert oder die Planung in die Länge zieht. Jahrelang habe ich mich dafür eingesetzt, dass billige überschüssige Wasserkraft aus dem pazifischen Nordwesten über eine hochmoderne HGÜ-Verbindung (Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung) nach Los Angeles fließen konnte, um die Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen im LA-Bassin zu ersetzen. Dies war Teil eines großen Hightech-Projekts, von dem alle Seiten profitierten. Diese Entscheidung wurde vor meiner Zeit getroffen, aber sie war für viele Großmütter eine gute Entscheidung. Später war ich an vielen Entscheidungen über den Einsatz von Hightech-Leistungselektronik oder anderen technologischen Innovationen beteiligt. Viele Möglichkeiten wurden zurückgestellt, weil sie für ein praktisches Stromnetz nicht sinnvoll waren, aber schließlich wurden andere große Projekte als lohnend erachtet. Der Punkt ist, dass man nicht einfach Dinge tut, um Dinge zu tun, sondern dass man Dinge tut, wenn und wo sie sinnvoll sind.

Ich behaupte nicht, dass alle Entscheidungen, die überall, wo ich gearbeitet habe, getroffen wurden, gut waren oder angemessen berücksichtigt wurden. Die Anziehungskraft des Neuen, des Ersten zu sein, oder als kluger Innovator zu gelten, ist stark. Ein Vorgänger von mir hatte ein Projekt zur Energiespeicherung durchgesetzt, das auf einigen fragwürdigen Annahmen beruhte. Es qualifizierte sich für Millionen an Forschungsgeldern. Es wurde fertiggestellt, kurz bevor ich die Planung übernahm. Es funktionierte gut, hatte aber anfangs eine Reihe von Problemen. Für das, was wir für das Projekt ausgegeben haben, wäre es für unsere Verbraucher viel besser gewesen, wenn wir stattdessen herkömmliche Gasverbrennungsturbinen installiert hätten. Gute Technik ignoriert versunkene Kosten, also haben wir sie so effizient und effektiv wie möglich eingesetzt. Es war spannend, eine neue Technologie zu präsentieren. Es war großartig, ein spezielles Fachwissen entwickelt zu haben. Aber man hätte sich anfangs mehr Gedanken darüber machen sollen, was dieses Projekt für Oma bedeuten könnte.

Später in den 90er Jahren hatten wir in Alabama ein altes Kohlekraftwerk, das stillgelegt werden musste, und das in Verbindung mit dem Auslaufen einiger Stromverträge bedeutete, dass wir eine größere Stromerzeugung benötigten. Wir erstellten zahlreiche detaillierte Szenarien, die eine große Wand aus Computerausdrucken bildeten, und betrachteten alle relevanten Faktoren über einen Zeitraum von dreißig Jahren, um herauszufinden, was im besten Interesse unserer Verbraucher war. Die meisten, die nicht an den umfangreichen Studien beteiligt waren, hielten ein neues Kohlekraftwerk für den besten Plan, da unsere derzeitigen Kraftwerke gut liefen.  Während die künftigen Betriebskosten eines Kohlekraftwerks als niedrig prognostiziert wurden (was in Wirklichkeit nicht der Fall gewesen wäre), waren die anfänglichen Kosten für den Bau der Kraftwerksinfrastruktur zu hoch und die Zukunft zu ungewiss. Wir untersuchten viele Optionen, darunter auch eine innovative Anlage zur Verbrennung von Gras, die auf Biomasse umgestellt wird. Die Studienarbeit zeigte, dass die beste Alternative darin bestand, zwei neue Verbrennungsturbinen neben dem alten Kohlekraftwerk zu errichten. Die Abwärme der neuen Verbrennungsturbinen wurde zur Dampferhitzung genutzt, um die alten Kohleturbinen anzutreiben. Die Anlage funktionierte wie ein effizientes und sauberes Gas-Kombikraftwerk. In den ersten Jahren waren einige verärgert darüber, dass wir uns nicht für Kohle entschieden hatten, aber diese Entscheidung hat sich in den folgenden Jahren als richtig erwiesen.

Es ist schwer, für die Zukunft zu planen, denn die Dinge ändern sich ständig. Es gibt so viele potenzielle Schwankungen bei Kosten, Bedürfnissen, Vorschriften und verschiedenen anderen kritischen Faktoren. Was uns jedoch zugute kam: wir wussten, wer bedient wird und was die wichtigen Dinge sind, die wir zu tun versuchen. Die Einhaltung von Vorschriften war eine Voraussetzung, nicht unser Endziel. Wenn die Vorschriften zu eng gefasst sind, können viele Dinge außerhalb der regulierten Belange schief gehen.

Versorgungsunternehmen haben mit der Zeit immer weniger Entscheidungsbefugnis

Im Laufe meiner Karriere wurden unsere Möglichkeiten, Entscheidungen zu treffen, die sich auf das allgemeine Wohl unserer Kunden auswirken, immer mehr eingeschränkt. Im Bereich der Stromerzeugung wurde die Aufsicht stärker, da die Möglichkeiten und Alternativen immer eingeschränkter wurden. Immer mehr Versorgungsunternehmen mussten Ausschreibungen durchführen und externe Angebote berücksichtigen. Anstatt eine Entscheidung zu treffen, war es eher so, dass ein Verfahren durchgeführt und ein Gewinner ausgewählt wurde.

Auf der Übertragungsseite würden wir Gebühren für Stromerzeuger erheben, die sich an unser Netz anschließen wollen. Wenn Teile des Netzes aufgerüstet werden müssten, um den Anschluss zu ermöglichen, würden wir ihnen diese Verbesserungen zusammen mit den Kosten für den Anschluss in Rechnung stellen. Da sie unser bestehendes Netz nutzen würden, würden wir ihnen auch einen Teil der Kosten für das bestehende System, das sie nutzen würden, in Rechnung stellen. Die Federal Energy Commission (FERC) war sehr besorgt darüber, unabhängigen Stromerzeugern (IPPs) das Recht zu gewähren, jedes beliebige Netz zu nutzen. Die FERC verlangte von uns, dass wir uns mit den IPPs zusammenschließen, und gestattete uns, höchstens die Grenzkosten oder die auf unseren durchschnittlichen Systemkosten basierenden Kosten in Rechnung zu stellen, jedoch nicht beides. Vielleicht war das notwendig, um den Wettbewerb und die Offenheit zu fördern und es neuen Anbietern leichter zu machen. Eine Folge davon war, dass, wenn eine neue Last hohe Zusammenschaltungskosten hatte, niemand die Oma für das entschädigte, was sie im Laufe der Jahre in das System gesteckt hatte.

Die Regulierung erfolgt immer in der Absicht, die Versorgungsunternehmen für das öffentliche Wohl bzw. für das Wohl der Verbraucher empfänglicher zu machen. Regeln und Vorschriften schränken jedoch die Optionen und Wahlmöglichkeiten ein. Spezifische Maßnahmen können dazu führen, dass ein schmaler Bereich des Gemeinwohls stärker in den Mittelpunkt gerückt wird, aber viele allgemeinere Belange des Gemeinwohls werden dadurch beeinträchtigt.  Bei all den Maßnahmen im Zusammenhang mit „grüner Energie“ und dem Vorstoß zur Verringerung der CO₂-Emissionen scheint sich niemand Gedanken über allgemeinere Aspekte des Gemeinwohls und speziell über Oma und viele andere Verbraucher wie sie zu machen.

Oma und grüne Energie

Die Umstellung des gesamten Stromnetzes auf Ökostrom ist ein Projekt, dessen Umfang und Intensität so kühn und majestätisch ist, dass es das Herz eines jeden Hochschulabsolventen höher schlagen lässt. Eine Menge großartiger, aufregender, herausfordernder Arbeit für so edel klingende Ziele. Wer würde nicht gerne dabei sein, wenn es darum geht, den Planeten zu retten? Welche Kosten sollten gescheut werden, um zu verhindern, dass die Ozeane kochen? Wenn man sich all die Regeln, Vorschriften und Subventionen ansieht, mit denen die „grüne“ Agenda vorangetrieben wird, werden offenbar nicht viele Kosten gescheut. Ich mache mir Sorgen, was die Bemühungen um eine rasche Umgestaltung des Stromnetzes für die Zuverlässigkeit bedeuten könnten, aber es scheint, als wären wir machtlos, den Trend zu bremsen. Wenn ich diesen Prozess schon nicht aufhalten kann, dann möchte ich mich wenigstens für die Oma einsetzen.

Der grüne Wandel wird in erster Linie durch die Sorge um die CO₂-Emissionen und die existenzielle Krise des Klimawandels angetrieben. Es geht mir hier weder darum, die Sorgen um CO₂ zu verstärken noch zu beschwichtigen. Die Punkte, die ich hier anspreche, werden umso wichtiger, je größer die Herausforderungen bei der Reduzierung von CO₂ sind. Ich bitte alle, die die Reduzierung von CO₂ als äußerst wichtig erachten, sich Gedanken darüber zu machen, wer für die notwendigen Reduzierungen bezahlen soll.

Es führt kein Weg daran vorbei: Wir alle atmen aus, verbrauchen Energie und Ressourcen und belasten [?] die gemeinsame Umwelt mit CO₂. Der Einfluss des Einzelnen auf den CO₂-Ausstoß ist aufgrund seiner Entscheidungen und seiner Situation sehr unterschiedlich. Steigender Wohlstand kann in gewisser Weise dazu beitragen, den CO₂-Fußabdruck zu verringern, da er es den Menschen ermöglicht, bessere Entscheidungen zu treffen, effizienter zu sein und bessere Technologien einzusetzen. Andererseits führt größerer Wohlstand zu höheren Fußabdrücken, wenn der Einzelne mehr fliegt, insbesondere in Privatjets, über größere Ressourcen verfügt und anderen kohlenstoffintensiven Aktivitäten nachgeht. Diejenigen, die weniger wohlhabend sind, haben vielleicht einfachere Bedürfnisse, die ihren CO₂-Fußabdruck verringern könnten. Andererseits kann ihre Situation dazu führen, dass sie sich aus Kostengründen auf kohlenstoffintensivere Aktivitäten einlassen. So kann es beispielsweise billiger sein, Material zu verbrennen als sauberen Strom zu nutzen. Die Erfassung, Beurteilung und Bewertung von CO₂-Fußabdrücken ist kompliziert.

Betrachten wir nun die Oma, die ihr Leben lebt und mit einer festen Rente auskommt. Ihr Lebensstil ist einfach. Sie isst nicht viel. Sie kauft nicht viel. Sie verreist nicht weit. Sie lebt ein einfaches Leben, aber sie mag ihre Wohnung im Sommer kühl und im Winter warm, auch wenn sie einen Pullover trägt, um die Stromrechnung niedrig zu halten. Ohne die heutigen Trends könnte sie Strom kaufen, der hauptsächlich mit Erdgas erzeugt wird. Ihre Rechnungen wären niedrig und ihr CO₂-Fußabdruck wäre im Vergleich zu den meisten anderen in diesem Land immer noch klein. Aber heute muss sie in den meisten Fällen die Solaranlagen auf den Häusern der wohlhabenderen Verbraucher subventionieren. Sie muss sich an der Finanzierung grüner Innovationen beteiligen, die ihr heute nicht helfen und vielleicht auch in Zukunft nicht von Nutzen sein werden. Der von ihr genutzte Sektor der Energiewirtschaft, die Elektrizität für Privathaushalte, ist mit einer hohen Kohlenstoffsteuer belastet, während andere Sektoren weniger belastet sind. Wir verlangen viel von ihr.

Energiepolitische Maßnahmen, die die Verbraucher zwingen, enorme Kosten zu tragen, um größere öffentliche Ziele zu erreichen, werden zu einer versteckten Form der Besteuerung. Wenn Energiekosten als Steuer verwendet werden, sind sie eine der regressivsten Steuern, die es gibt, und zwar weitaus schlimmer als eine Pauschalsteuer es wäre. Energierechnungen verschlingen ein Vielfaches des Einkommens derjenigen, die am unteren Ende der wirtschaftlichen Skala stehen. Die Armen übermäßig zu besteuern ist kein guter Weg, um das Gemeinwohl zu erreichen. Wir sollten öffentliche Steuern nicht in Stromrechnungen verstecken. Wir sollten Oma nicht für ihren kleinen Beitrag zum CO₂-Ausstoß zur Rechenschaft ziehen, während wohlhabende Menschen, die so viel mehr Wahlmöglichkeiten haben, Zigarrenboote fahren, Villen bauen, Güter konsumieren und die Welt bereisen können, pro Einheit so viel weniger Verantwortung für den von ihnen verursachten CO₂-Ausstoß übernehmen müssen.

Mir ist klar, dass es eine Menge großartiger Dinge gibt, die im Bereich der „grünen“ Energie getan werden könnten. Bevor wir das tun, sollten wir uns das Geld ansehen, woher es kommt und wohin es geht. Viele privilegierte „Weltverbesserer“ verdienen ihr Geld mit der Sorge um CO₂, obwohl ihr persönlicher CO₂-Fußabdruck enorm hoch ist. Sie wollen die Wahlmöglichkeiten anderer einschränken, während sie selbst von allen nennenswerten persönlichen Unannehmlichkeiten abgeschirmt werden. Viele, viele weniger wohlhabende Menschen zahlen Kosten, die für sie persönlich sehr bedeutend und sogar belastend sind, um fragwürdige grüne Bestrebungen zu unterstützen.

Lassen Sie uns in Zukunft klar machen und immer versuchen zu verstehen, woher das Geld kommt und wohin es geht. So viele großartige „grüne“ Projekte bleiben hinter den Erwartungen zurück. Wir sollten die Projekte nach ihrer Fertigstellung bewerten, um zu sehen, ob sie viel Gutes bewirkt haben, bevor wir von den Verbrauchern noch mehr Geld für ähnliche Projekte annehmen.Es reicht nicht aus, zu glauben, dass es sich um eine gute Sache handelt und daher alle Maßnahmen und Anstrengungen gerechtfertigt sind, wenn sie eine gewisse Hoffnung auf die Erreichung der Ziele haben. Wir müssen denjenigen gegenüber rechenschaftspflichtig sein, die auf das Netz angewiesen sind und die für ihren Energiebedarf bezahlen. Wir sollten eine möglichst vollständige Buchführung sehen, aus der hervorgeht, wer die Gewinner und Verlierer dieser „grünen“ Unternehmungen sind. Aber soweit ich das beurteilen kann, werden diese grandiosen Misserfolge so gut wie nie aufgearbeitet. Ich fürchte, dass niemand, der etwas auf sich hält, der Oma genug Aufmerksamkeit schenkt.

Wenn wir schon große „grüne“ Dinge tun müssen, dann sollten wir auch an das Geld denken. Ich weiß nicht, ob wir die Wohlhabenden besteuern, einfach Geld drucken, die Unternehmenssteuern erhöhen, die Mittelschicht treffen oder was auch immer. Ich weiß nur, dass wir die Kosten nicht einfach auf die Oma abwälzen sollten. Sie braucht nur eine kleine Menge wirtschaftlicher und zuverlässiger Energie, die auf eine öffentlich verantwortliche Art und Weise erzeugt wird, die sie vielleicht nicht überproportional für die Lösung aller Probleme der Welt verantwortlich macht.

Nachtrag: Die arme Oma in Deutschland

Ich fürchte, die „grüne Wende“ hat vielen armen deutschen Großmüttern bereits großen Schaden zugefügt. Die deutsche Energiewende wurde als der „Übergang Deutschlands zu einer kohlenstoffarmen, umweltverträglichen, zuverlässigen und erschwinglichen Energieversorgung“ beschrieben. Viele sahen Deutschland als Vorzeigebeispiel für das, was möglich war. In früheren Jahren wurde sie als spektakulärer Erfolg angepriesen. Netztechnische Bedenken im Zusammenhang mit einer „grünen“ Energiewende wurden oft einfach mit der Aussage „Was ist mit Deutschland?“ abgetan. 2017 habe ich diesen Artikel mit dem Titel „The Myth of the German Renewable Energy Miracle“ verfasst. Im Jahr 2019, nach Ausgaben von über 150 Milliarden Euro, stellte der Präsident des Bundesrechnungshofes Kay Schuller fest, dass die Ausgaben „in einem extremen Missverhältnis zu den Ergebnissen stehen“. Obwohl viel Wind- und Solarenergie zugebaut wurde, erscheinen mir die Ergebnisse der deutschen Energiewende mit der Zeit immer enttäuschender.

Deutschland hat zwar viel Wind- und Solarenergie zugebaut, aber seine Bemühungen haben sich nicht als nachhaltig erwiesen, und es wird jetzt durch seinen eigenen erhöhten Verbrauch von Kohle und Öl ausgebremst. Es wurde viel verändert, aber es war kein grundlegender Wandel. Deutschlands Energiepolitik der Vergangenheit hat internationales Echo ausgelöst. Aber es ist schon traurig genug, nur die Auswirkungen auf die deutsche Bevölkerung zu sehen. Energiearmut ist für viele ein großes Problem, und es weitet sich aus, so dass man heute Schlagzeilen sieht, die verkünden, dass die Mittelschicht in Deutschland zunehmend von Energiearmut betroffen ist. In Deutschland und anderen Teilen Europas gibt es immer mehr Probleme mit „Heizen oder Essen“ (siehe hier, hier, hier oder googeln Sie einfach danach).

Das ist eine schwierige Situation. Wer zahlt für dieses teure gescheiterte Experiment? Wie soll Deutschland ein Gleichgewicht zwischen den Kosten für Industriekunden und den Kosten für Anwohner herstellen? Dies sind schwierige, schmerzhafte und gewichtige Entscheidungen. Wenn der Strom für Unternehmen zu teuer ist, kann die Wirtschaft für alle ruiniert werden. Aber es ist grausam, die Kosten denjenigen aufzubürden, denen es weniger gut geht. Es ist viel besser, es nicht zu einem solchen Extrem kommen zu lassen und die Wahrscheinlichkeit solcher Probleme zu verringern. Vielleicht lag ich mit meiner Annahme richtig, dass man nicht einfach Geld drucken kann, um kostspielige Experimente am Netz durchzuführen. Die Kosten spielen vielleicht doch eine Rolle. Lassen Sie uns dafür sorgen, dass wir unsere Großmütter nicht in den Ruin treiben, indem wir eine undurchführbare Technologie entwickeln, die auf allzu hoffnungsvollen Träumen beruht, bei denen wir nicht wissen, woher das Geld kommen soll, wenn sie scheitern.

Link: https://judithcurry.com/2023/01/29/green-energy-dont-stick-granny-with-the-bill/#more-29687

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Kältereport Nr. 4 /2023

Christian Freuer

Vorbemerkung: Dies ist der letzte Report dieses Monats. Vier derartige Zusammenstellungen seit dem Jahreswechsel, das heißt etwa einer pro Woche. Und jeder ist fast länger als der Vorige. Hinzu kommt, dass ein längerer Beitrag zum diesjährigen Sommer am Südpol gar nicht enthalten ist, weil dieser separat vollständig übersetzt werden soll.

Und: Man bedenke, dass wir hier in Mitteleuropa gerade vor dem Hingtergrund der aktuellen politischen Lage dankbar sein sollten, uns in einer „Mild-Insel der Seligen“ zu befinden. Die Numerik mit Stand von heute (1. Februar) zeigt jedoch, dass es nach dem kommenden Wochenende auch bei uns von Osten her deutlich winterlicher zur Sache gehen könnte.

Meldungen vom 25. Januar 2023:

Rekord-Kälte und tödliche Schneemassen in Japan

Die Kältewelle in Asien verschärft sich, vor allem im Osten, wo in China, Korea und Japan weiterhin Rekorde fallen.

In allen Regionen Japans hat es gefroren und/oder geschneit, und die historischen Tiefstwerte purzeln.

Heute Morgen (25. Januar) wurde zum Beispiel in Kousa ein Tiefstwert von -9 °C gemessen, die niedrigste Temperatur, die je in den Büchern aus dem Jahr 1979 verzeichnet wurde.
Auch am Mittwochmorgen wurden weitere Rekorde gebrochen, von denen einige hier zusammengestellt sind.

Zu der Rekordkälte vom Mittwoch gesellten sich schwere und tödliche Schneefälle, die den Verkehr lähmten, den Zugverkehr behinderten, die Annullierung Hunderter von Flügen erzwangen und mindestens drei Menschenleben forderten.

Besonders heftig war der Schneefall an der Küste des Japanischen Meeres. In der Stadt Maniwa in der Präfektur Okayama beispielsweise fielen innerhalb von nur 24 Stunden (bis 8:00 Uhr am Mittwochmorgen) rekordverdächtige 93 cm.*

*Dazu: Das Japanische Meer liegt zwischen Sibirien und dem Inselstaat. Die sibirische Kaltluft nimmt auf dem weg über dieses nur teilweise zugefrorene Meeresgebiet Feuchtigkeit auf. Es ist der gleiche „Lake-Effect“ wie an den Großen Seen in Nordamerika und bei entsprechenden Wetterlagen manchmal auch an der Ostsee in Mecklenburg.

Der große Frost trifft auch Japans Züge: In den Bahnhöfen der westlichen Stadt Kyoto sind etwa 3.000 Menschen gestrandet, nachdem Schneeverwehungen die Einstellung des Zugverkehrs erzwungen hatten, wobei einige Fahrgäste gezwungen waren, im Hauptbahnhof von Kyoto zu schlafen.

Auch der Hochgeschwindigkeitszugverkehr des Landes ist unterbrochen worden.
Unglaubliche Schneemengen gab es auch hier in Hiroshima, Japan, das mit einem Kälteeinbruch konfrontiert ist, wie er in diesem Jahrzehnt noch nicht vorgekommen ist. Die Temperatur beträgt derzeit -5 Grad.

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Kältester Dezember auf Island seit 50 Jahren

Der Dezember brachte Rekordkälte in ganz Island, vor allem aber in der Hauptstadt Reykjavík, die den kältesten Monat seit mehr als einem Jahrhundert erlebte.

Der nationale Durchschnitt für Dezember 2022 lag bei -4C (24.8F) – der kälteste Dezember in Island seit 1973 (Sonnenminimum des Zyklus 20).

Reykjavík verzeichnete einen Durchschnitt von -3,9 °C, was 4,7 K unter der jahrzehntelangen Norm liegt und bedeutete, dass die Hauptstadt den kältesten Dezember seit 126 Jahren erlebte, was den Daten des Met Office zufolge dem Dezember 1916 (The Centennial Minimum) entspricht.

Nur dreimal zuvor war es in Reykjavík kälter: 1878, 1886 und 1880.

Andernorts verzeichnete Akureyri den kältesten Dezember seit 1973 und Hveravellir den kältesten aller Zeiten (in den Annalen bis 1965 zurückgehend).

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Frost in Europa und Nordafrika

Auch in UK und auf dem europäischen Festland ist es kalt mit Schnee. In UK müssen die Menschen weiterhin dafür bezahlen werden, dass sie ihren Strom abschalten, da das nationale Stromnetz Schwierigkeiten hat, den Wärmebedarf zu decken.

Frostnächte gab es auch im Süden bis nach Nordafrika, im Hochland, aber auch lokal in niedrigen Lagen.

In Algerien wurden rekordverdächtige Minusgrade von -7,3 °C in Batna und 1 °C in Annaba (an der Küste) gemessen. In Tunesien wurde die Stadt Kasserine von -5,6°C heimgesucht, während Küstenorte wie Tabarka, Bizerte und Gabes Tiefstwerte von -0,2°C, 0,6°C bzw. 0,1°C verzeichneten, wobei in Enfidha ein außergewöhnlicher Wert von -3,1°C aufgetreten war.

Mehr dazu in der nächsten Meldung.

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Es folgt noch ein Beitrag zu Stratosphären-Wolken.

Link: https://electroverse.co/deadly-snows-japan-icelands-coldest-dec-rare-polar-stratospheric-clouds/

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Meldungen vom 26. Januar 2023:

Seltener Schneefall in Algerien

In Algerien kam es diese Woche zu seltenen Schneefällen, da sich die Luft arktischen Ursprungs bis in den Süden Nordafrikas ausgebreitet hat.

Die Sanddünen im Südwesten des Landes sind weiß bedeckt, und in Beni Ounif beispielsweise gab es den ersten starken Schneefall seit 2012.

In den nördlichen Landesteilen hat es tagelang stark geschneit, was zu blockierten Straßen, der Isolierung von Städten und Dörfern und Verspätungen auf den Flughäfen geführt hat.

Schnee in der Wüste Algeriens. Quelle

Dazu gab es am 31. Januar auch was bei wetteronline.de mit weiteren Bildern:

https://www.wetteronline.de/wetterticker/sahara-kaeltewelle-in-nordafrika-kamele-stapfen-im-schnee–9bbdceda-61a2-4ae3-8b59-0dee4303d6d8

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In Afghanistan herrschen Tiefsttemperaturen von -34 °C, und es kommt zu Unterbrechungen im Stromnetz und bei der Lebensmittelversorgung.

Wie ein Taliban-Beamter bestätigte, sind in dem südasiatischen Land inzwischen mindestens 157 Menschen erfroren, wahrscheinlich noch viel mehr, da Millionen von Menschen bei rekordverdächtigen Temperaturen und ohne Stromzufuhr erfrieren.

Die Tiefstwerte von -34 °C liegen weit unter dem landesweiten Winterdurchschnitt, der zwischen 0 °C und 5 °C liegt.

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Weitere gebrochene Rekorde in den USA

Laut NWS wird am Donnerstag von Texas bis Maine mit Schneefällen von mehr als 20 cm gerechnet, während im nördlichen Neuengland und den umliegenden Gebieten mehr als ein Meter Schnee fallen könnte, was zu gefährlichen Reisebedingungen führen dürfte.

Es wurden bereits Rekorde gebrochen:

Dayton, Ohio, zum Beispiel hat einen 108 Jahre alten Rekord für Schneefall gebrochen, nachdem am Mittwoch 13 cm gefallen waren, was die 12 cm von 1915 übertrifft (The Centennial Minimum).

Auch im Gebiet der Zwillingsseen wurde ein neuer Schneerekord aufgestellt: Die 23 cm, die in Mountain Home fielen, verdreifachten den bisherigen Rekord für dieses Datum aus dem Jahr 1978 (Sonnenminimum des 21. Zyklus).

Auch in Teilen des Südostens von Missouri wurden über Nacht Schneerekorde aufgestellt, so auch hier bei Regional Radio, wo die 20 cm Schnee am frühen Mittwochmorgen den alten Richtwert von 13 cm aus dem Jahr 1956 übertrafen.

Und schließlich, aber keineswegs erschöpfend, brach der texanische Panhandle Rekorde, wobei die 7 cm in Amarillo zum Beispiel einen Rekord aus dem Jahr 1892 brachen.

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Weitere „Allzeit“-Rekorde in Japan

In Japan sterben weiterhin Menschen, da die beispiellose arktische Kältewelle in Asien anhält.
Nach Angaben der japanischen Behörden starben am Mittwoch und Donnerstag vier weitere Menschen bei der Räumung von rekordverdächtigen Schneemengen, die Kabinettschef Hirokazu Matsuno als einen „Kälteeinbruch, wie er nur einmal in einem Jahrzehnt vorkommt“ bezeichnete.

„Einmal in einem Jahrzehnt“ scheint jedoch untertrieben zu sein, wurden doch in dieser Woche in ganz Japan neue Tiefsttemperaturrekorde aufgestellt, wie die -8,3°C in Tobishima, die -11.6°C in Matsumae, -3,4°C in Ushibuka, -13,3°C in Kuroiso, -16,4°C in Otawara, -13,5°C in Shioya, -14,4°C in Numata, -14,4°C in Ueda, -8,2°C in Yokkaichi, -12,3°C in Higashiomi, -16,8°C in Nagi, und -14,2°C in Imaoka.

Darüber hinaus sind im Laufe der Tage viele weitere Allzeit-Tiefsttemperaturen gefallen. Dabei handelt es sich um Temperaturen, die an diesen Orten noch nie zuvor registriert wurden, oft in Annalen, die bis die frühen 1900er/späten 1800er Jahre zurückreichen.

Anderswo in Asien

Das Gleiche gilt für weite Teile Asiens, wo diese Woche in China ein neuer nationaler Tiefstwert (-53 °C) erreicht wurde und auch in Korea, Sibirien, den Balkanländern sowie in weiten Teilen Westasiens eine Vielzahl von langjährigen Tiefstwerten erreicht wurde.

Ein weiterer eisiger Morgen wurde am Donnerstag in China verzeichnet, wo zum Beispiel in Wuxi und Yancheng historische Rekorde fielen.

Auch in Chunggang, Nordkorea, wurden eisige -33,2 °C und in Taegwallyong, Südkorea, -25,2 °C registriert.

Einen kalten Morgen erlebte auch Tawain, wo in den höheren Lagen der Insel -9,1 °C gemessen wurden.

Die Polarluft ist sogar bis in den Süden der Philippinen vorgedrungen, wo in Basco ungewöhnlich niedrige 13 °C gemessen wurden.

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Es folgt eine längere Betrachtung von Blogger Cap Allon zu folgenden Betrachtungen darüber, wie sich die MSM winden. Das soll hier eingefügt werden. Wen das nicht interessiert, der scrolle nach unten bis zum Ende dieses kursiv gesetzten Abschnitts:

Doch trotz des anhaltenden, rekordverdächtigen und kontinentweiten Frostes in Asien (bald werden es drei Kontinente sein, da auch für Nordamerika und Europa arktische Kaltlufteinbrüche simuliert werden), bringen die pflichtbewussten Agendasprecher von CNN die Schadensbegrenzungsstorys heraus und behaupten ohne Umschweife, dass es sich bei dem, was wir in den letzten Monaten in Asien erlebt haben, tatsächlich um die globale Erwärmung handelt.

Die MSM haben sogar ein paar bezahlte (oder bestenfalls ahnungslose) „Experten“ angeheuert, um die extreme Kälte in Asien zu erklären:

„Wir können dieses extreme Wetter – extrem heißes Wetter im Sommer und extrem kaltes Wetter im Winter – als eines der Signale des Klimawandels betrachten“, sagte der Sprecher der Koreanischen Meteorologischen Verwaltung, Woo Jin-kyu.

Yeh Sang-wook, Klimaprofessor an der Hanyang-Universität in Seoul, geht sogar noch einen Schritt weiter und behauptet, die Rekordschmelze in der Arktis im vergangenen Jahr (falsch, das Eis hat sich gut gehalten) sei der Grund für die derzeitige Kälte in Asien: „Wenn das Meereis schmilzt, öffnet sich das Meer, wodurch mehr Wasserdampf in die Luft gelangt, was zu mehr Schnee im Norden führt“.

Richtig… aber wir sprechen nicht von „Schnee im Norden“, Sang-wook, wir sprechen von einer noch nie dagewesenen „Kälte im Süden“.

„Es gibt keine andere Erklärung“, fügte Sang-wook hinzu, dem in dem CNN-Artikel sofort von Kevin Trenberth vom US National Center for Atmospheric Research (NCAR) widersprochen wird: „Es gibt sicherlich eine große natürliche Variabilität, die auftritt … im Moment befinden wir uns in der La-Niña-Phase, und das beeinflusst sicherlich die Arten von Mustern, die dazu neigen, aufzutreten … also ist das auch ein Faktor.“

La Niña hat eine kühlende Wirkung auf die globalen Temperaturen. Wir erleben derzeit eine seltene dritte La-Niña-Phase in Folge, was wiederum eine weitere Realität ist, die die Klimaschwindler genau falsch verstanden haben.

Sang-wook schließt mit einer weiteren unlogischen Behauptung ab: „(Die globale Erwärmung) verstärkt sich in der Tat, und es besteht ein Konsens unter den Wissenschaftlern weltweit, dass sich diese Art von Kältephänomenen in Zukunft verschlimmern wird.“

Diese Leute sind bestenfalls Idioten.

Die globale Erwärmung ist die Theorie – die globale Erwärmung, die, wie die Wissenschaft seit Jahrzehnten verkündet, weltweit linear steigende Temperaturen und weniger Schneefall bedeutet. Aber was die AGW-Partei jetzt tut, ist, eine gescheiterte Hypothese so zu verdrehen, dass sie zu den Beobachtungen der realen Welt passt, während stattdessen eine neue Theorie angeboten werden sollte. TPTB und ihre Schoßhündchen in den etablierten Medien betreiben Betrug.

Ihre Logik sieht folgendermaßen aus: Wenn sich die Welt weiter erwärmt, wird sie sich auch abkühlen; wenn der Schnee verschwindet, wird er gleichzeitig stärker ausgeprägt sein; und wenn das Meereis schmilzt, wird es sich auch ausdehnen. Kurz gesagt: globale Erwärmung = globale Abkühlung – das ist schon fast artistisch.

Ehrliche wissenschaftliche Untersuchungen zeigen jedoch, dass eine meridionale Jetstream-Strömung die Ursache für diese Schwankungen zwischen den Extremen ist. Und diese mäandrierende Strömung hat eine ganz natürliche Ursache: eine historisch niedrige Sonnenaktivität.

Link: https://electroverse.co/algeria-snow-157-afghans-frozen-to-death-u-s-cold-all-time-records-japan/

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Meldungen vom 27. Januar 2023:

Hier folgt zunächst ein Ausblick auf zu erwartende Kälte in weiten Teilen Europas. Das bleibt abzuwarten, denn die Numerik (Stand 29. Januar) geht höchstens von einer vorübergehenden mäßigen Kältewelle aus. Anders sieht es im östlichen Mittelmeer aus. Griechenland und die Türkei könnten tatsächlich vor historischen Schneefällen stehen. Mehr dazu ggf. nach Eintritt dieser Vorgänge.

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Weiter historische Kälte und Schnee im westlichen Teil der USA

Es war ein Winter der Rekorde im Westen der Vereinigten Staaten. Und mit Blick auf die Zukunft sind sich die Modelle einig, dass ein weiterer arktischer Ausbruch bevorsteht, der diesmal den größten Teil des nordamerikanischen Kontinents erfassen wird.

Ganz abgesehen von dem, was noch kommen wird, hat es in diesem Jahr in den westlichen Bergen noch nie dagewesene Schneefälle gegeben.

Das Central Sierra Snow Lab hat bis zum 19. Januar offiziell 450 cm Schnee in den Bergen der nördlichen Sierra Nevada gemessen – das sind 249 % des Durchschnitts für den gesamten Januar.

In Mammoth Lakes sind in diesem Jahr mehr als 10 m Schnee gefallen, was einen neuen Rekord darstellt und die Verantwortlichen des Skigebiets zu der Aussage veranlasste: „In den meisten Orten würde das, was wir gerade in Mammoth Lakes erlebt haben, als Naturkatastrophe angesehen werden.“
In einigen Gebieten des Lake Tahoe sind 250 cm mehr Schnee gefallen als im gesamten letzten Jahr. Tahoe hat in diesem Jahr historische Schneefallrekorde erreicht und wird sie sicherlich noch brechen.
In Nordkalifornien hat Mt. Shasta bisher 450 cm Schnee erhalten; normalerweise liegt der durchschnittliche Schneefall für die gesamte Saison bei 340 cm.

Anmerkung des Übersetzers: Die Schneemassen in den Gebirgen Kaliforniens sind eine höchst willkommene Reserve, falls es im Sommer wieder zu einer größeren Dürre kommen sollte.

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Kälte sogar in Florida

Während der Nordosten immer noch auf seinen ersten richtigen Schnee im Januar wartet (über die Feiertage gab es mehr als genug, da einer der „schlimmsten Winterstürme in der Geschichte der USA“ Buffalo mit einer Höhe von 240 cm verwüstete und mindestens 100 Menschen tötete), haben Floridas Seekühe im Süden mit ungewöhnlich kalten Bedingungen zu kämpfen.

Wie die Behörden diese Woche mitteilten, sind in diesem Monat mindestens 56 Seekühe gestorben, im Vergleich zu 39 im gleichen Zeitraum des Jahres 2022 – dem zweittödlichsten Jahr aller Zeiten.

Nach Ansicht von Wildtierexperten ist der Großteil der diesjährigen Todesfälle auf die jüngste schwere Kältewelle in diesem Bundesstaat zurückzuführen,

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Nunavut-Schule senkt Kälteschutzgrenze“ auf -60°C

Nunavut = früher die Nordwest-Territorien in Kanada

Die Bezirksschulbehörde (DEA) in Sanirajak, Nunavut, hat ihre Kältepolitik gelockert.

Die frühere Wetterpolitik der Schule in Arnaqjuaq sah die Schließung vor, wenn der Windchill zwischen -50°C und -55°C lag. Kürzlich wurde jedoch beschlossen, diesen Wert auf -60°C zu senken, damit für die Kinder weniger Tage ausfallen.

Ein Windchill-Wert von unter -60°C ist ziemlich selten, selbst in Sanirajak, einer Gemeinde mit weniger als 900 Einwohnern an der Küste des Foxe-Beckens in der zentralen Arktis. Aber es kommt vor. Es könnte sogar heute passieren… Environment and Climate Change Canada [ECCC] hat am Donnerstag eine Warnung vor extremer Kälte für die Gemeinde herausgegeben: -42°C werden erwartet, mit einem Windchill von fast -60°C am frühen Morgen.

Nichts deutet mehr auf eine „katastrophale globale Erwärmung“ hin als die Herabsetzung des Grenzwerts für kalte Wettertage.

Link: https://electroverse.co/snow-europe-historic-totals-western-u-s-cold-weather-cutoff-170-strong-bison/

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Meldungen vom 30. Januar 2023:

Anhaltender extremer Frost in Sibirien

Am vergangenen Wochenende wurden in Sibirien (und auch in weiten Teilen Asiens) weitere historische Kälterekorde gebrochen. Der rekordverdächtige Frost auf dem Kontinent hält an und wird voraussichtlich bis weit in den Februar hinein andauern.

Der Januar war in weiten Teilen Asiens erheblich zu kalt, vom Nordosten Russlands bis zum Iran, von Moskau bis Südkorea werden weiterhin bemerkenswerte Tiefsttemperaturen gemessen.

In der nordrussischen Stadt Jubilejnaja zum Beispiel wurde am Freitag mit -55,4 °C die niedrigste jemals gemessene Temperatur erreicht und damit die am 3. Februar 1946 gemessene Temperatur von -55,2 °C übertroffen.

Im Süden ist die Temperatur in der ostaserbaidschanische Stadt Sarab seit dem 10. Januar 16 Mal unter -20 °C gesunken – ein neuer Rekord. In der iranischen Stadt Gorgan in der Provinz Golestan herrschen seit dem 11. Januar über Nacht Tiefstwerte von mindestens -2°C.

Auch im Nahen Osten, einschließlich der Straße von Hormuz, herrscht Frost, und die anomale Kälte hat auch Oman erreicht, wo sich in der vergangenen Woche auf dem Berg Jabal al Shams Schnee angesammelt hat.

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Weiterhin Allzeit-Kälterekorde in ganz Japan

Ostasien wurde in den letzten Wochen von gefährlicher Kälte und Schnee heimgesucht, und Tausende Nordkoreaner sind während des Temperatursturzes, des Zusammenbruchs der Infrastruktur und der Lebensmittelknappheit „verschwunden“.

In Japan wurden am Montagmorgen (30. Januar) weitere außergewöhnliche Tiefstwerte und historische Schneefälle verzeichnet.

In Hokkaido zum Beispiel war es ein weiterer eisiger Tag, an dem an sechs Stationen die Temperaturen unter -30 °C fielen, wobei in Shumarinai ein Rekordwert von -32,6 °C registriert wurde. In Bibai in der Unterpräfektur Sorachi, Hokkaido, wurde mit -29,6 °C ein neuer Tiefstwert gemessen seit Beginn von Aufzeichnungen im Jahre 1977.

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Schnee auf Mallorca

Die polare Kältewelle, die Europa erfasst hat, reicht weiterhin bis nach Südspanien und sogar Nordafrika.

In Zentralportugal, wo ich wohne, ist die Temperatur in den letzten Wochen unter den Gefrierpunkt gesunken (in einer Seehöhe von 200 m).

Auf der Mittelmeerinsel Mallorca wurde in der Nacht von Samstag auf Sonntag heftiger Schneefall gemeldet, der eine Reihe von Straßen sperrte.

„Das sieht nicht nach Mallorca aus“, sagte der örtliche Amateur-Meteorologe Alberto Darder Rossell.

Nach Angaben der spanischen Wetterbehörde AEMET sind derartige Schneemengen ungewöhnlich und folgen auf das sehr seltene Schneegestöber, das die Inselhauptstadt Palma am vergangenen Wochenende heimsuchte.

Hierzu gibt es bei wetteronline auch ein Video:

https://www.wetteronline.de/wetterticker/mallorca-schnee-lockt-inselbewohner-in-die-berge–2a21a586-aa11-4e6a-b07a-43bc98697887

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Es folgt unter dem Link noch eine längere Betrachtung zur Entwicklung in Antarktika, die separat vollständig übersetzt werden wird. Dazu passt auch die nächste Meldung.

Link: https://electroverse.co/siberia-japan-freese-snow-in-mallorca-south-pole-cooling-trend/

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Meldungen vom 31. Januar 2023:

Es folgt zunächst noch ein „Ausflug“ in die Antarktis.

In Utah unter -50°C, der niedrigste Wert seit 2002

Mit dem Ausbruch arktischer Luftmassen in dieser Woche beginnen in den USA und auch in Kanada weitere Rekorde zu fallen.

Der Montag war in den mittelwestlichen Bundesstaaten besonders kalt, wobei Peter Sink, Utah, mit -52,2°C den ersten Platz belegte – die niedrigste Temperatur in diesem Bundesstaat seit 2002.

Anderswo wurde in Denver mit -23,3°C am 30. Januar ein Kälterekord aus dem Jahr 1985 (Sonnenminimum des Zyklus 21) gebrochen.

In Dillon, Montana, brach ein Tiefstwert von -32,8 C am frühen Montagmorgen den bisherigen Kälterekord der Stadt aus dem Jahr 1951.

Auch im östlichen Idaho wurden am Montag extreme Kältewerte gemessen: Tiefstwerte wurden in Rexburg, Idaho Falls, Pocatello, Stanley und Challis gemeldet, um nur fünf Regionen zu nennen.

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Asiens Allzeit-Tiefstwerte

Die historische Kältewelle in Asien hält weiter an.

Im Südosten werden weiterhin anomale Tiefstwerte verzeichnet, darunter 2,6 °C in Lang Son, Vietnam; 1,5 °C in Samneua, 1,6 °C in Viengsay und 1,6 °C in Tkakhek, alle in Laos; und 5,1 °C in Nakhon Phanom Agro, Thailand. Das sind Gebiete in der tropischen Klimazone!

Wenn diese nachplappernden, verschleiernden Alarmisten behaupten, dass „im Jahr 2023 keine Kälterekorde gefallen sind“ – was sie mit Sicherheit behaupten werden, da sie es jedes Jahr behaupten – dann leiten Sie ihnen die unten stehende Grafik weiter, die nur fünf der „neuen Allzeit-Kälterekorde in Asien, nach Ort“ auflistet, einschließlich des nationalen Allzeit-Tiefstwerts, der am 22. Januar in der Stadt Mohe in China aufgestellt worden war:

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Es folgen noch Kurzmeldungen zu einer starken Abkühlung der Stratosphäre mit der Bildung „Leuchtender Nachtwolken“ als Folge sowie noch ein paar Bemerkungen zur aprognostischen rasanten Abschwächung der Sonnenaktivität.

Link: https://electroverse.co/antarctica-record-cold-utah-62f-asias-all-time-lows-stratosphere-very-cold/

wird fortgesetzt … (mit Kältereport Nr. 5 / 2023)

Redaktionsschluss für diesen Report: 31. Januar 2023

Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE