Offener Brief an Dr. Hoesung Lee, den Voritzenden des IPCC

Vorbemerkung von Dr. Andy May: Der folgende Brief wurde heute (25. Mai 2023) von Dr. A.J. (Guus) Berkhout, Präsident von Clintel, emeritierter Professor für Geophysik und Mitglied der Königlichen Niederländischen Akademie der Künste und Wissenschaften, an Dr. Lee, den Vorsitzenden des IPCC, geschickt

Professor Dr. Hoesung Lee, Chair of the IPCC,
c/o World Meteorological Organization
7bis Avenue de la Paix C.P. 2300
CH -1211 Geneva 2, Switzerland.

The Hague, 25. Mai 2023

Sehr geehrter Herr Dr. Hoesung Lee,

Mit dem kürzlich veröffentlichten Synthesebericht hat der IPCC seinen sechsten Bewertungszyklus, der insgesamt sieben Berichte umfasst, abgeschlossen. Ein internationales Team von Wissenschaftlern der 1500-köpfigen Climate Intelligence Foundation (Clintel) hat mehrere Aussagen aus den Berichten der Arbeitsgruppe 1 (The Physical Science Basis) und der Arbeitsgruppe 2 (Impacts, Adaptation and Vulnerability) bewertet. Die Ergebnisse wurden in Clintels Bericht The Frozen Climate Views of the IPCC wie folgt zusammengefasst:

Gründliche Analyse von Clintel zeigt schwerwiegende Fehler im jüngsten IPCC-Bericht – Clintel

Als Hintergrundinformation möchte ich Sie an die Überprüfung der IPCC-Verfahren durch den InterAcademies Council (IAC) im Jahr 2010 erinnern, die nach der katastrophalen Öffentlichkeitswirkung von Fehlern in früheren IPCC-Berichten und den Enthüllungen über die Bemühungen der federführenden IPCC-Autoren, die Debatte zu unterdrücken, in Auftrag gegeben wurde. Der IAC kam unter anderem zu folgendem Fazit (Hervorhebung von mir [Clintel]):

Da der IAC-Bericht zum Teil durch die Enthüllung von Fehlern in der letzten Bewertung veranlasst wurde, untersuchte der Ausschuss auch das Überprüfungsverfahren des IPCC. Er kam zu dem Schluss, dass der Prozess gründlich ist, aber eine stärkere Durchsetzung der bestehenden IPCC-Überprüfungsverfahren könnte die Zahl der Fehler minimieren. Zu diesem Zweck sollte das IPCC die Gutachter ermutigen, ihre Befugnisse in vollem Umfang auszuüben, um sicherzustellen, dass alle Prüfungskommentare angemessen berücksichtigt werden. Die Review-Editoren sollten auch sicherstellen, dass echte Kontroversen im Bericht berücksichtigt werden, und sie sollten sich vergewissern, dass die ordnungsgemäß dokumentierten alternativen Ansichten angemessen berücksichtigt wurden. Die federführenden Autoren sollten ausdrücklich dokumentieren, dass das gesamte Spektrum durchdachter wissenschaftlicher Ansichten berücksichtigt wurde [1].

2010 InterAcademies Council (IAC) Überprüfung der IPCC-Verfahren

Wir kommen leider zu dem Ergebnis, dass der IPCC diesen Rat nicht befolgt hat und der AR6 die gleichen Mängel wie zuvor aufweist, nämlich eine voreingenommene Auswahl von Beweisen, die Nichtberücksichtigung echter Kontroversen und die Nichtberücksichtigung ordnungsgemäß dokumentierter alternativer Ansichten.

Um ein Beispiel zu nennen: Der IPCC ignorierte wichtige, von Fachleuten überprüfte Literatur, aus der hervorgeht, dass die normalisierten Katastrophenschäden seit 1990 zurückgegangen sind und dass die menschliche Sterblichkeit aufgrund von Wetterextremen seit 1920 um mehr als 95 % zurückgegangen ist. Die IPCC-Autoren behaupteten das Gegenteil, nämlich dass die Schäden und die Sterblichkeit aufgrund des anthropogenen Klimawandels zugenommen hätten.

Der 180-seitige Bericht von Clintel, The Frozen Climate Views of the IPCC, ist die erste groß angelegte internationale „Bewertung“ des Sechsten Sachstandsberichts des IPCC. In 13 Kapiteln zeigt der Clintel-Bericht, dass der IPCC zahlreiche schwerwiegende wissenschaftliche Fehler macht, die insgesamt eine Voreingenommenheit zugunsten der „schlechten Nachrichten“ und gegen die „guten Nachrichten“ widerspiegeln. Dies war im gesamten Bericht und insbesondere bei der Erstellung der Zusammenfassung für politische Entscheidungsträger der Fall. Die guten Nachrichten über Katastrophenverluste und klimabedingte Todesfälle wurden zum Beispiel in der Summary for Policy Makers ganz weggelassen.

Darüber hinaus wurden im IPCC AR6 zwar Hinweise berücksichtigt, die von den düsteren, schlimmsten Aussichten ablenken, wie etwa die Erkenntnis, dass die Emissionsszenarien RCP8.5, SSP5-8.5 und SSP3-7.0 wenig wahrscheinlich sind und dass die Modelle die Erwärmung in der tropischen Troposphäre systematisch überbewerten, doch sind diese Erkenntnisse tief in den Kapiteln vergraben und werden weder für die Medien noch für die politischen Entscheidungsträger hervorgehoben. Schlimmer noch: Obwohl der IPCC in seiner Diskussion der Emissionsszenarien zu dem Schluss kommt, dass die extremen Szenarien wenig wahrscheinlich sind, wird ihnen in anderen Teilen des Berichts im Hinblick auf die Projektion der Klimaauswirkungen größte Bedeutung beigemessen.

Schließlich stellen wir fest, dass der IPCC geschwiegen hat, während der UN-Generalsekretär und andere hochrangige Beamte die Ergebnisse des IPCC wiederholt falsch dargestellt haben. So sagte beispielsweise Generalsekretär Guterres über den Bericht der Arbeitsgruppe 1:[2]

„Der heutige Bericht der IPCC-Arbeitsgruppe 1 ist ein Alarmzeichen für die Menschheit. Die Alarmglocken schrillen, und die Beweise sind unwiderlegbar: Treibhausgasemissionen aus der Verbrennung fossiler Brennstoffe und der Abholzung von Wäldern ersticken unseren Planeten und bringen Milliarden von Menschen in unmittelbare Gefahr.“ – Generalsekretär Guterres

Im Bericht der Arbeitsgruppe 1 des AR6 wurden diese Dinge nicht gesagt, doch der IPCC hat ihn nie korrigiert und auch die ähnlich ungenaue Medienberichterstattung, die den Inhalt Ihres Berichts verzerrt, nicht in Frage gestellt.

Bei allem Respekt, Dr. Lee, die Welt bei einem so wichtigen Thema und in einem so großen Umfang ernsthaft in die Irre zu führen, ist für eine UN-Organisation, die den Anspruch erhebt, wissenschaftlich zu sein, nicht hinnehmbar. Die Fehler und Verzerrungen, die Clintel im AR6-Bericht gefunden hat, sind schlimmer als die, die zum IAC-Review 2010 geführt haben und zeigen, dass der IPCC seinem Auftrag weiterhin nicht gerecht wird.

Das Clintel-Netzwerk fordert daher Folgendes:

● Dass der IPCC ein Team mit Vertretern von Clintel und anderen unabhängigen Personen, die nicht an der Leitung des IPCC beteiligt sind, beauftragt zu überprüfen, ob der IPCC die von der IAC Review 2010 empfohlenen Reformen vollständig umgesetzt und befolgt hat und ob weitere Reformen erforderlich sind.

● Dass der IPCC prominente Äußerungen von führenden Politikern und Medienvertretern, die den Inhalt des AR6 umschreiben, überprüft und die Aufzeichnungen korrigiert, wenn diese Äußerungen irreführend oder ungenau sind.

● dass der IPCC sich mit Vertretern von Clintel trifft, um Beiträge zu den wichtigsten Mängeln in unserem Bericht zu erhalten, die eine formelle Korrektur erfordern.

Ich erwarte Ihre Antwort.

Mit freundlichen Grüßen,

Dr. A.J. (Guus) Berkhout, President of Clintel, Emeritus Professor of Geophysics, Member of the Royal Netherlands Academy of Arts and Sciences

P. S.: Das Hauptziel der Climate Intelligence Foundation (Clintel) ist es, Wissen und Verständnis für die Ursachen und Auswirkungen des Klimawandels sowie für die Auswirkungen der Klimapolitik zu schaffen. Clintel hat die Weltklimadeklaration veröffentlicht, die inzwischen von mehr als 1500 Wissenschaftlern und Experten weltweit unterzeichnet wurde und damit in Bezug auf Umfang und Referenzen mit den Autorenlisten der Arbeitsgruppen des IPCC konkurriert. Siehe www.clintel.org.

  1. https://www.interacademies.org/news/interacademy-council-report-recommends-fundamental-reform-ipcc-management-structure
  2. https://press.un.org/en/2021/sgsm20847.doc.htm

Link: https://andymaypetrophysicist.com/2023/05/25/open-letter-to-dr-hoesung-lee-chair-of-the-ipcc/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE




Was Napoleon bereits wusste oder die Hitzewelle in der Wüste Gobi – Teil 1

Teil 1 – Eine unendliche Geschichte: Die tendenziöse Berichterstattung des Manipulationssenders ZDF in Klimafragen

Raimund Leistenschneider

Was hat das denn nun schon wieder mit der aktuell ausgerufenen Klimakatastrophe/Klimanotstand zu tun, werden jetzt sicher einige sich fragen? Und, waren die Jahre vor gut 200 Jahre nicht viel kälter als heute und damit überhaupt nicht vergleichbar mit den heutigen, immer wärmer werdenden Jahre. Zumindest immer wärmer, was die Verlautbarungen und angeblichen Messungen diverser, sagen wir, Profiteure der angeblichen Klimakatastrophe und deren Institutionen betrifft.

Was es mit den Messungen z.B. des Deutschen Wetterdienstes (DWD) zur angeblichen katastrophalen Erwärmung in Deutschland zu tun hat, zeigte der Autor bereits hier sowie hier oder hier.

Die vermeintlich immer weiter steigenden Temperaturen, basieren auf Lug und Betrug. Sie basieren auf nachträglich geänderten Messwerten, bei denen die früheren (vor 100 Jahren) Temperaturen nachträglich kälter gemacht werden, wodurch die heutigen Temperaturen statistisch wärmer werden, sowie aus einem geschickt und raffiniert geänderten Messnetz des DWD, wie die v.g. Artikel belegten. Schurkenstücke, frei nach Edgar Wallace. Nein, nicht der Fälscher von London, sondern der Fälscher von Offenbach.

Abb.2, Quelle R. Leistenschneider, nach Daten des Deutschen Wetterdienstes (DWD), zeigt oben, dass just zum Zeitpunkt der Klimahype des IPCC in 1990 (First Assessment Report) der DWD sein Messnetz drastisch verändert und Messstationen stilllegt. Allein in den 1990-Jahren fast soviele, wie in 100 Jahren zuvor, um dann in den 2000´rn, als der jetzige DWD und WMO-Präsident (seit 2019), dass dazu im DWD führende Amt übernimmt, nochmals galoppierend zunimmt.

Abb. 2 unten zeigt, wie viele neue Temperaturmessstationen der DWD in den letzten Jahrzehnten in sein Messnetz aufgenommen hat. Schon gravierend, wie sehr der DWD ab der Jahrtausendwende neue Messstationen aufnimmt. In den 2 Jahrzehnten ab der Jahrtausendwende 735 neue Messstationen. Dies sind etwa 4-mal so viele, wie in den 2 Jahrzehnten davor. Nicht nur das, ab 2021 beschleunigt der DWD nochmals rapide die Aufnahme neuer Messstationen und zwar um annähernd das 10-fache (!), wie in den Jahrzehnten des ausgehenden 20.Jahrhunderts. Siehe hierzu auch hier und hier.

Das Ergebnis solcher Manipulationen zeigt Abb.3.

Abb.3, Quelle: M. Baritz, nach Daten DWD (oben) und Hadley Center (unten) zeigt, wie in Deutschland plötzlich, just mit Durchstarten der Klimahype und „Erscheinen“ des jetzigen DWD-und WMO-Präsidenten beim DWD, also den Standortmanipulationen des DWD, die Temperaturen, im Vergleich zu ländlichen Gebieten in England, sprunghaft steigen! Ein Schelm, der Böses dabei denkt. Dabei sind nicht allein die in Abb.2 gezeigten drastischen Änderungen am Messnetz entscheidend, sondern auch die enorme (auf etwa die Hälfte) Reduzierung der Messstationen. Denn dabei erhalten die neuen, wärmeren Messstationen, mathematisch, autom. ein höheres Gewicht!

Gemäß einer weiteren Binsenweisheit: „Ist der Ruf erst ruiniert,…“ setzt der DWD seine Messnetzmanipulationen weiter fort und entfernt Messstandorte, deren Temperaturgang so gar nicht zu einer (menschengemachten) Klimaerwärmung oder gar Klimakatastrophe passen, aus seinem Messnetz, wie z.B. seine Messstation in Mittelwald-Buckelwiesen.

So sind es zufälligerweise ausgerechnet die neu in sein Messnetz aufgenommenen Messstationen, die immer neue Allzeitrekorde bei den Temperaturen messen, wie. z.B. die Messstationen in Lingen (seit 2008 im DWD-Messnetz) oder in Duisburg-Baerl (seit 2007 im DWD-Messnetz). Was es doch alles für Zufälle gibt! Doch zurück zu unserem Thema und den ungefilterten Realitäten unseres Wetters und dessen statistischem Mittelwert, genannt Klima und dem Mittelwertschutz -nichts anderes ist Klimaschutz – dem sich die meisten unserer mittelmäßig (da passt doch Mittelwertschutz) gebildeten, zumindest, was deren Ausbildung oder Studienabschlüsse betrifft, Politiker verschrieben haben.

Indes sind bei unserem gegenwärtigen und bisherige Wetter in 2023 die Klimaalarmisten zu bedauern. Nichts mit Trockenheit und Wärme! Im Gegenteil, die bisherigen Monate des Jahres waren ausgesprochen nass und kalt.

Abb.4 zeigt nach Daten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) die Aprilmitteltemperaturen für Deutschland der letzten 80 Jahre, bis einschließlich 2023. Seit etwa 10 Jahren fällt der Temperaturtrend. Daran ändert auch der besonders warme April 2018 nichts. Gegenwärtig liegen die Temperaturen unter dem Mittelwert der letzten 80 Jahre. Keine Spur also von einer angeblichen Klimakrise oder gar Klimakatastrophe!

Abb.4 zeigt sehr deutlich eine (natürliche) Temperaturschwingung. Der Autor hat daher deren Min- und Maxpunkte gekennzeichnet und die Zeitspanne dazwischen ermittelt. Die Zeitspanne entsprich exakt dem natürlichen, von der Sonne bestimmten, Brückner-Zyklus*1).

*1) Der Physiker, Geograph und Meteorologe Prof. Eduard Brückner (“Klimaschwankungen seit 1700“, Geographische Abhandlungen 14 (1890), 325) entdeckte diesen Zyklus 1887 neu. Bereits im 16. Jahrhundert wies der Engländer Francis Bacon (den kennt jeder, denn von ihm stammt der Satz „Wissen ist Macht“), einer der geistigen Gründervater der modernen Naturwissenschaften, der auf die eingehende Naturbeobachtung setzte, auf einen 35- bis 40jährigen Zyklus in Holland hin, in dem feucht-kühle und warm-trockene Abschnitte aufeinander folgten.

Brückner wies nach, dass zahlreiche klimatische Phänomene, die in den verschiedensten Gebieten der Erde erscheinen, synchronisiert sind und einem Zyklus von im Mittel 35 Jahren folgen. Er ging bereits von einem Zusammenhang mit der Sonnenaktivität aus. Abb.5 zeigt den Brückner-Zyklus und wie dieser die Temperaturen steuert.

Abb.5, Quelle, zeigt die AMO (rot) nach Daten der NOAA und die Landtemperaturanomaly nach den Daten des britischen Hadley-Centers. Die Temperaturänderungen folgen exakt der AMO, sowie der von Brückner ermittelten Zeitspanne.

Und das nicht erst seit jüngster Zeit, sondern seit mehr als 1.000 Jahren, Abb.6.

Abb.6, Quelle: Fredrik Charpentier Ljungqvist, Stockholm University, “A regional approach to the medieval warm period and the little ice age“, zeigt Temperaturschwankungen aus Eisbohrkerndaten in Grönland (blau) und von Messungen an der Westküste Grönlands (rot) im Zeitraum von 800 – 2000 (grau: Standartabweichung). Man sieht ein heftig gezacktes Muster, in dem sich relative Minima und relative Maxima abwechseln.

Der Brückner-Zyklushat ist kein einzelner Sonnenzyklus, wie z.B. der bekannteste Sonnenzyklus, der 11. jährige Schwabe-Zyklus, sondern ist ein irdischer(!!) Aktivitätszyklus der Vegetation und damit dem Temperatur-und dem Wettergeschehen. Bacon und Brückner haben ihn aufgrund irdischer Beobachtungen entdeckt. Er bildet eine Überlagerung verschiedener solarer Aktivitätszyklen, wie dem Schwabe-Zyklus, Hale-Zyklus, Gleißberg-Zyklus, Hauptsonnenzyklus (de Vries-Suess-Zyklus), Landscheidt-Zyklus (Verlagerung des Massenschwerpunktes des Sonnensystems, die alle direkt (Energieabgabe) oder indirekt (Wolkenbedeckung) auf das irdische Wettergeschehen einwirken. und einen Tempertaturwechselzyklus von im Mittel 35 Jahren ergeben. Und nicht erst weit heute, sondern seit weit über 1.000 Jahren. Mit sog. Treibhausgasen (THG) hat dies rein gar nichts zu tun!

Der Brückner-Zyklus bestimmt solch wichtige Klimaereignisse wie die AMO oder die Gletscherbedeckung der Alpen sowie die Starkregenfälle, um nur einige zu nennen.

Abb.7, Quelle: Multidecadal oscillatory behaviour of rainfall extremes in Europe – zeigt den Zusammenhang der Starkniederschläge in Europa und der AMO und damit der solaren Aktivität, ausgedrückt im Brückner-Zyklus.

Auch die Gletscherschmelze in den Alpen (siehe hier) ist nicht menschengemacht, sondern folgt in eindeutiger Weise der AMO (Abb.8) und damit er solaren Aktivität.

Abb.8, Quelle: Slupetzky, 2005, Uni Salzburg, zeigt die zyklische Entwicklung der österreichischen Gletscher von 1890 – 2002. Gut erkennbar, dass der derzeitige Rückzug auf einen längeren Eisvorstoß folgt und das in den Jahren von 1930 bis in die 1960-Jahre, ähnlich geringe Eisbedeckungen vorlagen, wie heute. Der Gletscherzyklus folgt der AMO und hat keinen Zusammenhang mit einem CO₂-Atmosphärenpegel (kleines Bild).

Nicht nur die Gletscherentwicklung der Alpen, sondern auch die arktische Eisbedeckung wird durch die Sonne und zwar den Hauptsonnenzyklus, den de Vries/Suess-Zyklus moderiert, wie die Abb.9 zeigt.

Abb. 9, Quelle: Dr. Axel Mörner, “Keine Gefahr eines globalen Meeresspiegelanstiegs“. Zu sehen ist die arktische Eisentwicklung, in Verbindung mit den vorherrschenden Meeresströmungen, in Relation zum Hauptsonnenzyklus (de Vries/Suess-Zyklus). Sowohl die arktische Eisbedeckung, als auch das Muster der Meeresströmungen folgt dem im Mittel 208-jährigen de Vries/Suess-Zyklus. Bei Sonnenminima erlebten Nordwesteuropa, der Nordatlantik und die Arktis Kaltphasen.

Abb.10, Quelle: siehe Chart: Sowohl Hauptsonnenzyklus (hier 230 Jahre-Zyklus genannt), als auch der Brückner-Zyklus (hier Ozean-Zyklus genannt), sowie der 1.000 Jahre-Zyklus der Sonne (Eddy-Zyklus, siehe Abb.11) waren/sind bis in die heutige Zeit (2000-Jahre) ansteigend. Keine Spur davon, dass die Temperaturen von der solaren Aktivität abgekoppelt sein sollen, werden die bisherigen Abb. herangezogen. Im Gegenteil, Sonnenaktivität und Erdtemperaturen sind untrennbar und maßgeblich miteinander verbunden.

Abb.11, Quelle, zeigt den 1.000 Jahres-Zyklus (Eddy-Zyklus) der Sonne. Deutlich ist sein zyklisches Verhalten zu sehen. Die heutigen Temperaturen sind vglw. kühler als vor 1.000 Jahren, der sog. „Mittelalterlichen Warmzeit“.

Von diesem kleine Exkurs, was unser Wetter und dessen statistischen Mittelwert, das Klima, tatsächlich steuert, zurück zu „unseren“ notleidenden Klimaalarmisten, die, in Ermangelung von vermeintlichen Klimakatastrophen in unserem Land, in die weite Welt hinausziehen müssen, um angebliche Klimakatastrophen zu finden. Denn, irgendwo auf der Erde ist es immer heiß, trocken, nass,… So musste jüngst Frau Crista Orben, Meteorologin beim ZDF (Sie wissen: ZDF steht für Zentrales Desinformations Fernsehen) nach Südspanien ausweichen, um den Zuschauern eine vermeintliche Klimakatastrophe zu liefern.

Abb.12, Quelle: ZDF-Mediathek, zeigt Frau Orben am 29. April mit den Worten: „Es gibt einen neuen Europatemperaturrekord für April: Vorgestern, 38,8° in Cordoba, Südspanien. Üblich sind da im Moment um 25°. Und das zeigt, wie sehr sich unser Klima ändert.“ Donnerwetter! Diese Aussage muss näher betrachtet werden.

Also ein neuer Europarekord bei den Apriltemperaturen von 38,8°. Celsius oder Kelvin verschweigt Frau Orben, aber ° ist Umgangssprache und somit o.k. Aber dann, „…sind da im Moment um die 25°“. Also was nun? Sind da im Moment 38,8° oder 25°. Aber in einer Redensart heißt es ja „Frauen wissen nicht, was sie wollen…“ Nun, dies soll jetzt nicht das Thema sein. Und dann die absolute Spitze: „Und das zeigt, wie sehr sich unser Klima ändert.“ Unser Klima????? Nun, der Autor kennt da ein Lied aus dem 19. Jahrhundert, geschrieben von August Heinrich Hoffmann von Fallersleben. Da gibt es eine Strophe, die klinkt so:

„Von der Maas bis an die Memel,

Von der Etsch bis an den Belt – “

Aber, dass dieses Lied nun im Namen des ZDF dahingehend erweitert wird, dass „unser“ Gebiet bis auf Südspanien erweitert wird, sprengt doch alles bisherige, was im Namen des Liedes so alles verbreitet wurde. Aber, beim ZDF ist man vor Überraschungen ganz offensichtlich nirgends sicher!

Ist also recht wirres Zeug, was Frau Orben da am 29. April, im Namen des ZDF, einem Millionenpublikum verkündete. Auch wissenschaftlich, wie Abb.13 zeigt.

Aber schauen wir doch mal genauer auf das Datum: 29.April 2023. Da war doch was! Richtig, am 02. Mai war der Petersberger Klimadialog zur Vorbereitung des Weltklimagipfels 2023. Da scheint natürlich das wirre Zeug von Frau Orben am 29. April unter einem anderen Licht: Denn der 29. April war ein Samstag, also der unmittelbare Tag vor dem rot/grünen Klimarummel am 02. Mail – an Sonn- und Feiertagen finden keine persönlich vorgetragenen Wetterberichte im ZDF statt.

Die ZDF-Zuschauer dürfen sicher sein, wenn – in Anlehnung einer weiteren Redensart – wieder einmal, eine Klimasau durch’s Dorf gejagt werden soll, ist das ZDF (Zentrales Desinformations Fernsehen) sofort zur Stelle, um ihr sozusagen den Weg zu ebnen. Dass ZDF wurde wieder einmal dabei ertappt, wie von ihm, verdeckte politische Werbung/Manipulation der Zuschauer, zugunsten einer bestimmten politischen Strömung vorgenommen wurde. Um eine weitere Redensart zu bemühen. Das ZDF (Zentrales Desinformations Fernsehen) macht seinem Namen alle Ehre!

Abb.13, Quelle, zeigt die Klimazonen der Erde. Aufgrund der farblichen Unterscheidung ist sofort erkenntlich, dass Südspanien in einer völlig anderen Klimazone liegt als Deutschland! Nämlich in der subtropischen Klimazone (wie das heiße Nordafrika) und Deutschland, in der gemäßigten Klimazone. Da fragt man sich doch, wie Frau Orben, mangels meteorologischer Grundkenntnisse, ihr Meteorologiestudium schaffte?

Um unsere Freunde bei den Klimaalarmisten aus ihrer Not zu befreien – ihrer Not, dass unser Wetter gar nicht so mitspielen will, wie die grüne Verbotspolitik dies mit ihren Verboten darstellt, schlägt der Autor dem ZDF, etc. vor, den Wetterbericht auf weitere „unserer“ Klimazonen zu erweitern, denn, wie bereits erwähnt, irgendwo auf der Erde ist immer vermeintliches Extremwetter zu finden. Rosige Aussichten also, für das geplagte Klimakatastrophenherz. Dies könnte etwa so aussehen, Abb.14.

Abb.14, Collage: R. Leistenschneider. Der Wetterbericht zeigt „unsere“ Klimazone der Wüste Gobi und dazu die extrem hohen Bodentemperaturen, die ein sofortiges Gegensteuern (Stichwort: 2°-Ziel), mit allen Verboten und Extremkosten (schon wieder extrem, aber so ziemlich alles, was in Zusammenhang mit Klima extrem ist), die dazu gehören, einzuläuten.

Um die gegenwärtige Klimakatastrophe zu untermauern, ist eigens eine klimakatastrophengerechte, meteorologische Arbeitsbekleidung geschaffen worden, die die anhaltende Extremhitze visuell auszudrückt. Der Autor sieht schon, wie sich die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten, bei der klimakatastrophengerechtesten, meteorologische Arbeitsbekleidung förmlich überbieten. Ein Wettrennen, bei dem Mann nur gewinnen kann….

Der Folgewetterbericht könnte dann z.B. die furchtbare und anhaltende Extremhitze und Extremdürre in der Zentral-Sahara zum Inhalt haben. Sonnige Aussichten also für die geplagte Klimakatastrophenseele, in Anbetracht unseres Wetters. Und, bei der neuen, klimakatastrophengerechten, meteorologischen Arbeitsbekleidung, hat Mann auch etwas davon.

Aber was haben diese mannigfachen Manipulationen des DWD, ZDF und Co. zur Aufrechterhaltung eine vermeintlichen Klimakatastrophe, mit Napoleon zu tun?

Teil 2 – Das heutige Wettergeschehen: Ein Spiegelbild zu dem vor 200 Jahren, in Kürze

Raimund Leistenschneider – EIKE

 

Kommentarantwort auf Kommentar Ketterer „Und wieder grüßt das Murmeltier“

Sehr geehrter Herr Ketterer,

Abb.8 zeigt in eindeutiger Weise die Richtigkeit der Aussage des Autors, aber, diese passt nun einmal nicht ins Klimakatastrophenbild und daher darf sie nur falsch sein, auch wenn dafür jeglicher Beweis der Behauptung fehlt.

Dann sind sicher auch die Arbeiten der Uni Zürich eine Fälschung:

Die Abb zeigt die Gletscherentwicklung Großer Aletsch für die letzten 2.000 Jahre. Erklärung: Rote Balken stehen für Rückzug und blaue für Vorstoß.

Sicher auch eine Fälschung die Arbeiten zur schweizerischen Gletscherbedeckung:

swiss_glaciers_vs_AMO

Und natürlich auch eine Fälschung der ETH:

Abb. links zeigt den Sustenpass (Passhöhe 2.224 ü. d. M.), wie er nach den Untersuchungen von Schlüchter zur Römerzeit vor etwa 2.000 Jahren ausgesehen hat. Der Steigletscher hat sich auf die Höhe der Tierberglihütte (2.795 m) zurückgezogen, die Baumgrenze lag deutlich höher als heute. Quelle: „Die Alpen“/ Zeichnung Atelier Thomas Richner nach Vorlage Christoph Schlüchter. Kopiert aus ETH-Zürich, “Grüne Alpen statt ewiges Eis“, 14.02.2005

Und Hannibal, der mit seinen Elefanten im Winter! die Alpen überquerte – was nur bei minimaler (weniger als heute) Gletscherbedeckung ging – auch eine Fälschung und das römische Klimaoptimum auch eine Fälschung und und und…

Herr Ketterer, merken Sie nicht, wie lächerlich Sie sich machen?

Sie schreiben weiter:

„Schon vor 10 Jahren hatte ich dies hier bei EIKE angemerkt,..“

Dass Problem „nur“, dass sich niemand dafür interessiert, was Sie schreiben. Aber trösten Sie sich, dass gilt natürlich auch für das, was ich schreibe. Denn mit „niemanden“ meine ich die, die den „Karren“ mit Verboten und Verordnungen lenken, bzw. ihm den Weg ebnen, Also die Politiker und die Presse. Denn weder Sie noch ich gehören zur Hochfinanz oder zu den milliardenschweren Großspekulanten und verfügen daher nicht über das potentiell, nötige Schmiermittel.

Denn nirgends gilt die Volksweisheit mehr, als in der korrupten Klimawissenschaft und der korrupten, billionen-schweren Klimapolitik: „Wer gut schmiert, der gut fährt.“ In meinem Artikel habe ich einige Beispiele aufgezeigt, wie geschmiert wird und wer geschmiert wird. Bei EIKE finden Sie eine Vielzahl weitere…. Viele Grüße R.L.

 




Kältereport Nr. 17 /2023

Christian Freuer

Vorbemerkung: Es wird immer deutlicher, dass der Winter in manchen Gebieten auf der Nordhalbkugel IMMER NOCH und auf der Südhalbkugel JETZT SCHON sein Stelldichein gibt. Und wieder sind auch Gegenden erwähnt, an denen man das gar nicht so erwartet. Und es ist auch immer wieder bemerkenswert, dass KEIN EINZIGER dieser Vorgänge Eingang in die MSM findet, obwohl es in manchen Gebieten zu einer echten Kälte-Katastrophe kommt (Mongolei).

Meldungen vom 15. Mai 2023:

Der vierte kalte Winter in Alaska in Folge

Alaska galt einst als Hoffnungsträger in der AGW-Kohlenmine: nach vier überdurchschnittlich kalten Wintern in Folge, die in einer historisch kalten Wintersaison 2022-23 kulminierten, hat The Last Frontier diesen Status jedoch mit Sicherheit verloren – die Katastrophisten müssen sich nun anderweitig umsehen, um ihr Narrativ zu untermauern.

Den Daten der NOAA zufolge und trotz der offiziellen Vorhersagen der Behörde, die durchweg „überdurchschnittlich warme“ Jahreszeiten ankündigten, hat sich in den letzten vier Wintern in Alaska ein starker Abkühlungstrend abgezeichnet.

Auch der Old Farmer’s Almanac ist von der Rolle. Er sagte für 2022-23 einen „viel milderen als normalen Winter“ mit unterdurchschnittlichen Schneefällen voraus. Das war an beiden Fronten falsch. In weiten Teilen Alaskas fielen historische Schneemengen von über 250 cm, und in Anchorage wurde ein neuer Rekord für Schneereste aufgestellt, die bis weit in den April hinein auf dem Boden liegen blieben.

Der April war auch ein historisch kalter Monat in ganz Alaska, mit einer Durchschnittstemperatur von -8,7 Grad Celsius, was 5,5 Grad Celsius unter der multidekadischen Norm liegt und den viertkältesten April in 99 Jahren NOAA-Aufzeichnungen darstellt.

Der Schnee hat sich nun bis in den Mai hinein fortgesetzt und noch mehr Rekorde purzeln lassen.

Dazu gibt es ein Twitter-Video.

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Immer neue Kälterekorde in „Down Under“

Eisige polare Luftmassen dominieren weiterhin in weiten Teilen Australiens – zuletzt im Westen. In der zweiten Hälfte dieser Woche ist jedoch mit einem kontinentweiten Kaltluftausbruch aus der Antarktis zu rechnen.

Australien kühlt sich ab, und der Beweis dafür liegt in Messungen: In den letzten sechs Jahren war es in Down Under überdurchschnittlich kalt, und die Liste der Städte, die die kältesten Jahreszeiten seit Beginn der Aufzeichnungen verzeichneten, wird immer länger (wie z. B. Brisbane im letzten Winter).

Im Mai 2023 setzt sich dieser Abkühlungstrend fort, und bereits zu Beginn des Monats wurden in einer Vielzahl von Orten die niedrigsten Mai-Temperaturen aller Zeiten gemessen – unter anderem in Cooma, Omeo, Bombala und Canberra. In Sydney wurde am vergangenen Sonntag mit 7,1 °C die niedrigste Temperatur zu Beginn des Herbstes seit 85 Jahren (seit 1938) gemessen.

Am Wochenende war der Westen an der Reihe zu frieren.

Weite Teile Westaustraliens erlebten gerade den kältesten Maimorgen seit mindestens zwei Jahrzehnten. Sowohl am Sonntag- als auch am Montagmorgen sank die Temperatur in Broome beispielsweise auf 11,5 °C und erreichte damit den niedrigsten Herbstwert seit 1999.

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Mai-Schnee in Europa – und sogar in Spanien

Der meteorologische Sommer steht zwar kurz vor der Tür, aber in den höheren Lagen Europas gibt es weitere und ungewöhnlich starke Schneefälle – und die Medien sind trotz all ihres Geschreis um „schneelose Winter“ bezeichnenderweise still geworden.

In den französischen Alpen haben Tignes und Les 2 Alpes zu Beginn des Monats Mai enorme Schneemengen abbekommen, und die Akkumulationen sind seitdem weiter gestiegen. In jüngster Zeit war Österreich an der Reihe, einen späten Wintereinbruch zu erleben, und Hintertux beispielsweise meldete allein in den letzten Tagen einen halben Meter Neuschnee.

Der heftige Mai-Schnee in Europa beschränkt sich nicht nur auf die Alpen.

Weite Teile Skandinaviens wurden in letzter Zeit außerhalb der Saison begraben, ebenso wie die Berge Nordspaniens, wo sich in den letzten Tagen – nach absurden MSM-Wärmemeldungen über eine Hitzewelle zu Beginn der Saison – mehrere Zentimeter Schnee angesammelt haben.

Teile der Iberischen Halbinsel wurden in letzter Zeit von einer polaren Kältewelle heimgesucht, die in La Raya, einer Bergregion im Fürstentum Asturien im Nordwesten Spaniens, zu „ungewöhnlichen Schneefällen“ führte, wie Reuters berichtet.

Auch hierzu ein Twitter-Video.

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Rekord-Frost in Russland und der Ukraine

Die Ukraine ist ein weiteres europäisches Land, das in letzter Zeit ungewöhnlich kalte und schneereiche Bedingungen verzeichnete. Rekordverdächtige Fröste haben auch das transkontinentale Russland heimgesucht.

Historische Tiefsttemperaturen wurden in Yubileinaya, Jakutien, gemessen, wo die Temperatur weit unter die jahreszeitlich üblichen Werte sank. Am 13. Mai sank das Thermometer hier auf -24,5 °C und übertraf damit den bisherigen Mai-Tiefstwert von -24,1 °C, der vor 70 Jahren, im Jahr 1958, gemessen wurde.

Auch starker Schneefall war ein Thema.

In den letzten Tagen sind die Schneemengen beispielsweise auf der Halbinsel Taimyr im Norden Russlands gewachsen. Selbst Mitte Mai liegt die Schneedecke in Norilsk immer noch bei über 35 cm, und in Chatanga gibt es noch außergewöhnliche Schneeverwehungen von fast einem Meter Höhe.

Auf dem Weg nach Westen und zurück nach Europa fallen die nächtlichen Tiefstwerte in der Ukraine routinemäßig um 6 bis 12 °C unter die Norm und brechen in einer Reihe von Städten Rekorde.

Um nur zwei zu nennen: in der südwestlichen Stadt Izmail wurde am 13. Mai ein Tiefstwert von 3,6°C gemessen – der tiefste Maiwert seit 1976 (Sonnenminimum des Zyklus 20); und in der zentralen Stadt Kryvyi Rih wurde am Wochenende ein Tiefstwert von -0,5°C gemessen – ein neuer Mai-Tiefstwert, der den bisherigen Rekord aus dem Jahr 1988 (Sonnenminimum des Zyklus 21) bricht.

Link: https://electroverse.info/alaskas-cold-winter-records-australia-may-snow-hits-spain-record-frosts-ukraine-russia/

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Meldungen vom 16. Mai 2023:

Das Jahr ohne Frühling in UK

Das Jahr 2023 war im Vereinigten Königreich bisher kalt und nass, und der Frühling weigert sich immer noch, Mitte Mai zu beginnen.

Selbst die etablierten Meteorologen können sich nicht erklären, warum sich die düsteren Bedingungen des Winters immer noch hinziehen, und sind selbst schockiert über „all die starken Fröste, die wir in diesem Frühjahr hatten“.

Der BBC-Meteorologe Tomasz Schafernaker sagte, dass ihn die Leute auf der Straße ansprechen und fragen, wann der Frühling endlich kommt. Womit haben wir es verdient, dass sich dieses kalte, düstere Wetter so lange hinzieht?

Schafernaker zufolge liegt die Antwort in den Geschichtsbüchern, insbesondere in den Wetterbedingungen der 1970er und 1980er Jahre.

Der BBC-Meteorologe erklärt das tatsächlich mit der globalen Erwärmung:

„Von Zeit zu Zeit kehren wir zu früheren Wettergewohnheiten zurück, und genau das erleben wir in diesem Jahr … Aber vor allem dank des Klimawandels sind die Temperaturen schleichend gestiegen – der Schnee ist seltener geworden, und der Frühling hat gelegentlich auch sehr warmes Wetter gebracht. Und daran haben wir uns gewöhnt.“

Im Folgenden werden diese Aussagen detailliert widerlegt. Dabei zitiert Cap Allon den Meteorologen immer wieder und stellt seinen Aussagen die Fakten gegenüber. Es würde zu weit führen, das alles hier zu übersetzen, aber der Blogger setzt als Schlussbemerkung:

Zweitägige Hitzewellen im Sommer sind natürlich leicht zu erklären: „Die globale Erwärmung sorgt dafür, dass mittlere bis hohe Temperaturen von 30 Grad Celsius und geringe Niederschläge an der Tagesordnung sind“ – eine Standardantwort, mit der sich jedes doppeldenkende Mondkalb zu begnügen scheint; rekordverdächtige Kälteperioden hingegen bereiten dem Establishment große Kopfschmerzen – nicht zuletzt, weil sie zunehmen.

Schafernaker nennt die Situation „kompliziert“ – und belässt es tatsächlich dabei…

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Wegen Rekordschnees sind die Straßen im Yosemite Park bis mindestens Juli geschlossen

Nach einer rekordverdächtigen Saison fällt in den höheren Lagen des Westens weiterhin Schnee.
Die Tioga Road und die Glacier Point Road im Yosemite-Nationalpark bleiben auf absehbare Zeit wegen des Schnees geschlossen.

Jedes Frühjahr räumen die Arbeiter 45,5 Meilen der Straße zwischen Crane Flat und Tioga Pass. Zum Zeitpunkt der Aktualisierung am Wochenende (13. Mai) haben die Schneepflüge bisher nur 11 Meilen geräumt und nähern sich kaum White Wolf, wo die Dächer gerade erst wieder auftauchen:

Abb: Ein Großteil des Hochlandes ist immer noch unter Schnee begraben.

Es folgen Hinweise auf große Probleme der Scheeräumung in Utah und Kalifornien und dass das Budget für diesen Zweck doppelt so hoch ist wie üblich. Blogger Cap Allon schreibt dazu am Ende:

Nichts drückt „katastrophale globale Erwärmung“ deutlicher aus als eine annähernde Verdoppelung des Schneeräumungsbudgets eines Staates.

Link: https://electroverse.info/uk-cold-pneumonia-front-midwest-yosemite-park-roads-closed-solar-filaments/

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Meldungen vom 22. Mai 2023:

In Australien halten sich zum ersten Mal seit 1997 ganzjährige Schneeflecken, während die Rekordkälte anhält

Der australische Kontinent kühlt sich ab. Die Daten sind da sehr eindeutig.

Anomale und oft rekordverdächtige Kälte hat das Land in den letzten Jahren immer wieder heimgesucht, und 2023 war es nicht anders.

Von Perth bis Sydney und zuletzt auch in Griffith (NSW) wurden immer wieder neue Tiefstwerte gemessen: Hier sank das Thermometer am Wochenende auf -2,3 °C, was die niedrigste jemals aufgezeichnete Mai-Temperatur in der Stadt bedeutete.

Im Mai dieses Jahres führte eine Gruppe von Doktoranden Forschungen über die australischen Schneeflecken durch.

Im Gegensatz zu den Lehren der AGW-Partei fanden sie heraus, dass ein Schneefleck das Jahr bis zur nächsten Schneesaison überlebt hat – eine Leistung, die es in Australien seit 1997 (Sonnenminimum des 22. Zyklus) nicht mehr gegeben hat. Tatsächlich schafften es drei Flecken, die Sommerschmelze zu überleben.

Hier folgt ein Video, das Anfang Mai dieses Jahres aufgenommen wurde und einen der Eiskerne zeigt, der gebohrt wurde.

An der Stelle auf dem Mount Twynam in 2100 m Höhe lag zum Zeitpunkt der Bohrung der Schnee etwa 40 cm hoch. Seitdem hat das Gebiet jedoch neue Schneeschichten erhalten, da die australische Wintersaison (wieder einmal) früh begonnen hat.

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Überraschender Mai-Schnee in der Region Gulmarg in Kaschmir

In der indischen Region Kaschmir herrschen auch im Juni noch winterliche Bedingungen.

Das Skigebiet von Gulmarg im Kaschmirtal überrascht die Touristen weiterhin mit massiven Schneefällen und eisiger Kälte. In Apharwat liegt immer noch 30 cm Schnee auf den Pisten, was täglich Tausende von Touristen anlockt.

„Wir erleben eine Wintersaison mitten im Sommer; so große Kälte habe ich nicht erwartet“, sagte ein Tourist.

Im Mai kam es zu einem dramatischen Wetterumschwung, und in den höheren Lagen des Kaschmirtals fiel seltener Schnee außerhalb der Saison. Auch die Temperaturen liegen weiterhin deutlich unter dem Normalwert, so dass die Skisaison rundherum verlängert werden kann.

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Frost in Europa

In weiten Teilen Europas ist es eiskalt. Darüber hinaus haben die höheren Lagen des Kontinents trotz der „Kein Schnee!“-Rufe des Mainstreams weiterhin reichlich Schnee im Spätfrühling erhalten.

In den vergangenen Nächten war es in weiten Teilen Mittel- und Osteuropas außergewöhnlich kalt, und obwohl „The Science“ eine drohende verheerende Dürre vorausgesagt hat, hat es wieder geregnet (in Form von starkem Schneefall in den Alpen und Pyrenäen).

In einem aktuellen Reuters-Artikel heißt es, es bestehe kaum eine Chance, dass die Niederschläge die zugrunde liegende Dürre beseitigen: „Zu dieser Jahreszeit können wir nur punktuelle und lokale Stürme haben, die das Niederschlagsdefizit nicht beheben werden“, sagte Jorge Olcina, Professor für geografische Analyse an der Universität von Alicante, ein Sprachrohr der AGW und Liebling der MSM.

Nun, die Regenfälle sind da, Olcina, und sie erweisen sich als stark, anhaltend und weit verbreitet – vor allem in den Regionen, um die sich „The Science“ angeblich am meisten sorgt: Spanien, Portugal und Südfrankreich.

Es folgen mehrere Twitter.Videos und Bilder zu den Überschwemmungen in Italien. Dann geht es weiter:

Um auf die Kälterekorde zurückzukommen: In den tiefen Lagen Frankreichs und Deutschlands herrschte in letzter Zeit Frost, der nicht der Jahreszeit entsprach.

In der Kleinstadt Wittingen (71 m ü.d.M.) beispielsweise wurde mit -1,6 °C ein neuer Mai-Rekord aufgestellt. An mindestens 16 tief gelegenen Stationen in ganz Deutschland, darunter auch in der Metropole Hannover, gab es ebenfalls seltene Spätfröste.

Für Skandinavien, die Alpen und die Pyrenäen wird bis in den Juni hinein Schnee vorhergesagt – erstaunlich!

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Es folgt ein längerer Abschnitt zu einem überraschenden geomagnetischen Sturm.

Link: https://electroverse.info/australia-year-round-snow-rare-may-snow-hits-kashmir-frosts-europe-surprise-geomagnetic-storm/

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Meldungen vom 23. Mai 2023:

Tödlicher Schneesturm in der Mongolei

Die Mongolei hatte einen brutalen und tödlichen Winter 2022-23 zu überstehen, der nach Angaben von Save the Children zu massiven Viehverlusten und dem Leid von 212.000 Menschen führte. Jetzt, im späten Frühjahr, wird das Land weiterhin von tödlichen Schneestürmen heimgesucht.

Derzeit herrscht in 13 der 21 Provinzen der Mongolei ein „Dzud“ – ein für die Mongolei einzigartiges Naturphänomen, bei dem starker Schneefall und extreme Kälte zur Verknappung von Weideflächen für das Vieh führen. Zwischen 1940 und 2015 wurden zweimal pro Jahrzehnt offizielle „Dzud-Erklärungen“ abgegeben. In den letzten Jahren haben die Dzuds jedoch an Häufigkeit zugenommen, so dass sie nun jährlich vorkommen.

Wie auf die zunehmenden „Kältewellen“ in Indien hat auch die AGW-Partei auch hier keine Antwort auf dieses Phänomen.

Wie Xinhua berichtet, hat die Rückkehr des Winters im Land auch umfangreiche Schäden an Gebäuden und Infrastruktureinrichtungen wie Straßen und Stromleitungen verursacht.

Die Kälte und der Schnee haben auch zahlreiche Tiere getötet, so die NEMA weiter, was zu den enormen Winterverlusten beiträgt.

„Das Klima ist ganz anders als in meiner Kindheit“, sagte Delgerbat Anfang Mai. „Als ich jung war, war der Schnee um diese Zeit geschmolzen und es war bereits Frühling, aber jetzt kommt der Frühling so spät.“

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Starker Schneefall in Mendoza, Argentinien, lässt Tausende stranden

Am Sonntag saßen Tausende von chilenischen Reisenden in der argentinischen Provinz Mendoza im Schnee fest.

Der Cristo-Redentor-Weg, eine Verbindung zwischen Argentinien und Chile, wurde aufgrund der starken Schneefälle geschlossen – eine gemeinsame Entscheidung beider Länder – und im Grenzort Las Cuevas bildeten sich bald lange Autoschlangen.

Auch dazu gibt es im Original Twitter-Videos.

Link: https://electroverse.info/deadly-snow-storms-sweep-mongolia-heavy-snow-traps-thousands-in-argentina/

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Meldungen vom 24. Mai 2023:

Außer-saisonaler Schnee in Südspanien

„The Science“ hat zuversichtlich einen Sommer mit verheerender Dürre in Europa vorausgesagt (und tut es immer noch). In dieser Woche jedoch regnet – und schneit – es in Strömen, so dass diese Befürchtungen, die von der Agenda gesteuert werden, nichts weiter sind als willkürlich aus der Luft gegriffener Unsinn.

Die rekordverdächtigen Niederschläge in Europa werden weiterhin von anomaler Kälte begleitet, die dazu führt, dass ein Großteil des Regens in höheren Lagen als weiterer Frühjahrsschnee fällt. Das gilt sogar für Südspanien.

Hier, in der Sierra Nevada in der andalusischen Provinz Granada, kommt es zu „beträchtlichen Ansammlungen“, berichtet Meteored mit freundlicher Genehmigung von @websierranevada, und „mehr davon wird in den kommenden Tagen erwartet“.

Es folgen dazu ein Video sowie ein Twitter-Video.

Der Schnee in Europa ist in diesem Jahr später gekommen, aber er holt die viel dokumentierten Defizite des Winters jetzt locker auf.

Hier ein Blick auf den Berg Triglav in den Ostalpen:

Diese unbequeme Realität wurde von den MSM mit dröhnendem Schweigen bedacht.

Die Propagandaschreier werden natürlich zurückkommen, wahrscheinlich während der unvermeidlichen Hitzewelle im Sommer, aber im Moment liefert Europa nicht die „Katastrophen-Soße“, auf die die AGW-Partei gehofft hatte – und auf die sie noch vor einer Woche voll und ganz gesetzt hatte.

Link: https://electroverse.info/snow-clips-southern-spain-3-3-ft-hits-parts-of-kyrgyzstan-frosts-destroy-ne-vineyards-orchards/

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wird fortgesetzt … (mit Kältereport Nr. (18 / 2023)

Redaktionsschluss für diesen Report: 24. Mai 2023

Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE




Europäischer Krieg gegen Lebensmittel ignoriert Wasserverschmutzung

Duggan Flanakin

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation haben 31 Millionen Europäer keinen Zugang zu öffentlichen sanitären Einrichtungen und 48 Millionen zu Hause kein Leitungswasser. Mindestens 300.000 Europäer folgen der Praxis von San Francisco, offen zu defäkieren – allerdings auf dem Land und nicht auf öffentlichen Straßen. Aber genau wie in den Vereinigten Staaten ist die Wasserqualität dem „Klimawandel“ untergeordnet worden.

An einer anderen Front hat die Europäische Kommission ein „Nachhaltiges EU-Lebensmittelsystem“ beschlossen, eine Initiative, die darauf abzielt, die Agrarpolitik für die europäischen Landwirte von oben herab festzulegen – von Bürokraten, von denen die meisten noch nie ein Feld bestellt haben. Die in Tschechien ansässige Society for Animals kommentierte, dass ein verbindlicher Rahmen für ein nachhaltiges Lebensmittelsystem die Bereiche Umwelt, Klima, Wasser, Luft, Boden, die Auswirkungen auf Nutztiere für Lebensmittel sowie Handel, Transport, wirtschaftliche Instrumente und strenge Regeln für die Einfuhr von Lebensmitteln abdecken muss – Landwirte müssen sich nicht bewerben.

Im einstmals wohlhabenden Europa, so berichtete das Europäische Umweltbüro [EEB] im Jahr 2021, .läuft mehr als ein Fünftel aller Europäer Gefahr, in Armut oder soziale Ausgrenzung zu geraten, weil Lebensmittel als Ware und nicht als Menschenrecht angesehen werden. Nur Bürokraten können Europa retten, fügen sie hinzu. Die Landwirte müssen nicht konsultiert werden.

Das EEB erklärte, dass „es absurd ist zu erwarten, dass man den Menschen einfach Informationen über den Nährwert oder die Nachhaltigkeit von Lebensmitteln gibt und sich darauf verlässt, dass sie (die Menschen) die ‚richtige‘ Wahl treffen“, und dass die von den Marktkräften verursachten Übel in der „Lebensmittelumgebung“ nicht zu bekämpfen sind. Nur wenn die politischen Entscheidungsträger „ihrer Rolle als Verteidiger des Gemeinwohls gerecht werden“ und „alle ihnen zur Verfügung stehenden politischen Instrumente einsetzen“, besteht die Hoffnung, dass die europäischen Essgewohnheiten den Forderungen der Bürokraten entsprechen werden.

Zu den bürokratischen „Lösungen“ gehört vor allem die Behauptung, dass „Europa eine moralische Verantwortung hat, die für unseren eigenen Lebensmittelkonsum benötigten Flächen und Ressourcen zu reduzieren“. Der Grund? Wir leben „in einer Welt, in der das fruchtbare Land aufgrund des Klimawandels und der Umweltzerstörung schrumpft und die Weltbevölkerung wächst“.

Seltsamerweise berichtete die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen im Jahr 2021, dass die weltweite Wertschöpfung in der Land- und Forstwirtschaft sowie in der Fischerei zwischen 2000 und 2019 real um 73 Prozent gestiegen ist und die Gesamtproduktion von Primärkulturen im gleichen Zeitraum um 53 Prozent zugenommen hat. In der Landwirtschaft sind 27 Prozent der weltweiten Arbeitskräfte beschäftigt. [Tatsache ist, dass der Anstieg des Kohlendioxidgehalts in den letzten drei Jahrzehnten zu einer Zunahme des grünen Laubes in den Trockengebieten der Erde um 11 Prozent geführt hat.]

Ein Teil dieses großen Plans wurde bereits in den Niederlanden umgesetzt, wo die Regierung im Jahr 2022 einen Plan zum Aufkauf und zur Schließung von bis zu 3.000 Bauernhöfen „in der Nähe von ökologisch sensiblen Gebieten“ ankündigte, um die Naturschutzvorschriften der Europäischen Union einzuhalten. Konkret ist die Landwirtschaft für etwa die Hälfte der Stickstoffemissionen verantwortlich, die angeblich zum Verschwinden einheimischer Arten führen.

Die Europäische Volkspartei setzte sich für die Landwirte ein und bezeichnete die Landwirtschaft als „strategischen Sektor“, der für die Ernährungssicherheit in Europa und darüber hinaus sorgt und eine entscheidende Rolle für die Vitalität und die Wirtschaft der ländlichen Gemeinden spielt.

Die EVP wandte sich gegen das vorgeschlagene Gesetz zur Wiederherstellung der Natur und wies darauf hin, dass die Umsetzung bestehender Naturschutzgesetze zu bürokratischen Alpträumen und Planungsblockaden geführt habe, welche die wirtschaftliche Lebensfähigkeit des ländlichen Raums, die Ernährungssicherheit, die Erzeugung erneuerbarer Energien und wichtige Infrastrukturen gefährdeten. Solche Gesetze, so die EVP, seien ein direkter Angriff auf die Eigentumsrechte, und 10 Prozent der landwirtschaftlichen Flächen aus der Produktion zu nehmen, sei äußerst unverantwortlich.

Zum Leidwesen der Planer hat die Bauern-Bürger-Bewegung (BBB), die 2019 im Gefolge der weit verbreiteten Proteste der Landwirte (z. B. durch die Blockade von Autobahnen mit Traktoren) gegründet wurde, im März mit fast 20 Prozent der Stimmen 15 Sitze im niederländischen Senat gewonnen. Ziel der BBB ist es, den Plan der Regierung zu bekämpfen, die Landwirte von ihrem Land zu vertreiben und die Vieh- und Pflanzenproduktion zu reduzieren – d. h. ihre Lebensgrundlage vor der städtischen Missachtung derjenigen zu schützen, die sie ernähren.

In Europa wird um die Zukunft der Landwirtschaft gekämpft – und in einer Welt, die von der städtischen Politik dominiert wird, werden Landwirte und andere Landbewohner, deren Lebensunterhalt seit Jahrhunderten mit dem der Landwirte verflochten ist, als „nicht dazugehörig“ betrachtet. Schließlich ernähren sich die Städter heute von stark verarbeiteten Lebensmitteln und lernen Köstlichkeiten wie Kunstfleisch und Grillen kennen.

In den Vereinigten Staaten setzt die Biden-Regierung den Krieg ihres früheren Chefs gegen die Landwirtschaft fort. Laut einer „Studie“, die in den Obama-Jahren mit einem Zuschuss von 10 Millionen Dollar finanziert wurde, sterben durch Feinstaub (Staub- und Rußemissionen) aus landwirtschaftlichen Betrieben jährlich 17.000 Amerikaner. Papperlapapp, sagt die Union of Concerned Scientists und zitiert andere Studien, die behaupten, dass Feinstaub zwischen 100.000 und 200.000 Menschen pro Jahr tötet. Bereits 2011 behauptete EPA-Administratorin Lisa Jackson, Feinstaub sei für ein Fünftel aller Todesfälle in den USA verantwortlich.

Sowohl in Europa als auch in den USA hat der Eifer der städtischen „Intellektuellen“ (Bürokraten), Landwirte und Landbewohner anzugreifen, in dem Maße zugenommen, wie die globalistischen Institutionen an Reichtum und Macht gewonnen haben. Die Machtkonzentration macht es den sehr Reichen leichter, Einfluss zu nehmen, und wie bei den Impfstofftricks der Pharmaindustrie im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie scheinen die von der Regierung geschaffenen Regeln immer den Reichen auf Kosten des einfachen Volkes zu nutzen.

Für die Wohlhabenden ist es wenig profitabel, veraltete Wasser-, Abwasser- und Kanalisationsleitungen zu ersetzen, Flüsse und Bäche von der angesammelten Verschmutzung zu befreien oder sogar fließendes Wasser für die Menschen in abgelegenen Gemeinden bereitzustellen. Für die Bürokraten ist es nicht sexy, dem einfachen Volk die Möglichkeit zu geben, sich in gesäuberten Seen und Flüssen zu erholen. Die Vorschriften, die sie den Landwirten und den ländlichen Gebieten auferlegen, haben keinen Einfluss auf ihr Leben.

In Europa und Amerika – und auch in den Entwicklungsländern – kämpfen die Menschen, die von und auf dem Land leben, um ihre Häuser und Familien vor der „Weisheit“ der städtischen Eliten zu schützen. Dies ist letztlich die große Schlacht unserer Zeit. (Anmerkung: KIs brauchen weder Nahrung noch Wasser, um sich zu ernähren).

Autor: Duggan Flanakin is a Senior Policy Analyst with the Committee For A Constructive Tomorrow. A former Senior Fellow with the Texas Public Policy Foundation, Mr. Flanakin authored definitive works on the creation of the Texas Commission on Environmental Quality and on environmental education in Texas. A brief history of his multifaceted career appears in his book, „Infinite Galaxies: Poems from the Dugout.“

Link: https://www.cfact.org/2023/05/15/europeans-war-against-food-ignores-water-pollution/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Klimawandel: Hurrikan über Deutschland – oder doch nicht?

Was ist ein Kaltlufttropfen?

Kurzbeitrag von Dipl.-Met. Christian Freuer

In diesem Beitrag geht es nicht um große Klima- oder Energiegeschichten, sondern um einen kleinräumigen, aber markanten Vorgang. Man betrachte einmal das Bild oben, hier noch einmal gezeigt:

Abb. 1: Wetterradar vom 24. 5. 2023 vormittags Quelle: wetteronline.de

Man erkennt eine deutliche Wirbelstruktur mit einem wolkenfreien kleinen Gebiet genau im Zentrum. Jedem, der schon mal ein Satellitenbild von einem Hurrikan gesehen hat, dürfte die Ähnlichkeit mit einem solchen auffallen (beim Autor dieser Zeilen war das jedenfalls so).

Aber natürlich handelt es sich nicht einmal ansatzweise um ein derartiges Extremereignis. Dennoch soll hier kurz beschrieben werden, was es damit auf sich hat.

Zunächst zur Druckverteilung am Boden. Abb. 2 zeigt den Bodendruck vom 24. Mai 2023, 09 UTC (= 11 MESZ):

Abb. 2: Bodendruck. Quelle: wetteronline.de

Wie man sieht, sieht man – nichts! Und warum sieht man nichts? Das werden wir gleich sehen. Jedenfalls zeigt sich im Bodendruckfeld über Deutschland ein Hochdruckkeil – keine Spur von einem irgendwie gearteten Tiefdruckwirbel.

Nun gleichen ja die Verhältnisse am Boden nur der Spur eines Schlittschuhläufers auf dem Eis. Der Schlittschuhläufer selbst befindet sich natürlich weiter oben. Gleiches gilt natürlich für das Wetter – gebacken wird es in höheren Luftschichten. Also schauen wir mal nach oben, und zwar in die beste Referenz-Fläche für uns Meteorologen – das 500-hPa-Niveau.

Abb. 3: Höhe der 500-hPa-Fläche über Mitteleuropa, gleiche Zeit wie Abb. 2. Quelle: wetterzentrale.de

Zur Erklärung der Darstellung: Auf der Farbskala unter der Abbildung erkennt man beim Wechsel von gelb zu grün die Zahl 552. Rechts daneben zur nächsten Gelb-Abstufung findest sich die Zahl 556. Man hänge an diese Zahlen ein Null. Dann bedeutet die Zahl 5520, dass an dieser Stelle in einer Höhe von 5520 m über NN der Luftdruck genau 500 hPa entspricht. Dieses Niveau liegt umso tiefer, je kälter die Luftmasse ist. – Die weißen Linien markieren den Bodendruck entsprechend Abb. 2.

Hier sieht man nun natürlich eine sehr deutliche Tiefdruck-Struktur. Es handelt sich dabei um einen kleinen Kaltluftkörper, der ringsum von wärmerer Luft umgeben ist. Da der Wind auf der NH bekanntlich entgegen dem Uhrzeigersinn um ein Tiefdruckgebiet kreist, wird die Wolkenstruktur in Abb. 1 leicht erklärbar.

Dass es sich tatsächlich um einen kleinen Kaltluftkörper handelt, erkennt man eine „Etage“ tiefer, nämlich im 850-hPa-Niveau:

Abb. 4: Temperatur (bunt) im 850-hPa-Niveau, gleiche Zeit wie Abb. 2. Quelle: wetterzentrale.de

Diese Temperaturverteilung spricht für sich. Die weißen Linien kennzeichnen die Höhe, in welcher der Luftdruck genau 850 hPa beträgt – die Zahl 150 rechts neben der grünen Fläche bedeutet eine Höhe von genau 1500 m ü NN.

Diese Höhenlinien zeigen schon keine abgeschlossene zyklonale Struktur mehr, sondern lediglich noch einen Trog. Immerhin – am Boden befindet sich unter diesem Trog ein Hochdruckkeil (s. Abb. 2).

Unter uns Synoptikern wird so etwas als „Kaltlufttropfen“ bezeichnet.

Im Winter ist ein solches Gebilde mit einem Vorstoß sehr kalter Luft verbunden, meist großräumig unter -10 Grad. Im Frühjahr und Sommer treten in einem solchen Gebilde dagegen Schauer und auch Gewitter auf. Wie Abb. 1 zeigt, ist davon diesmal jedoch nur ansatzweise etwas zu sehen. Bei fortschreitendem Tagesgang wird es wohl noch mehr Schauer geben, aber keine Extrementwicklungen. Die numerischen Wettervorhersage-Modelle zeigen auch kaum Niederschlag. Ursache hierfür ist wohl der Umstand, dass allgemein über Mitteleuropa eher kühle Luftmassen liegen. Hätte es zuvor einen Vorstoß heißer subtropischer Luft gegeben, wären die Wettervorgänge im Bereich dieses Kaltlufttropfens sicher ausgeprägter gewesen.

Der kleine Wirbel verlagerte sich während der Folgetage zügig weiter nach Westen bis Südwesten über Spanien (wo tatsächlich Einiges an Gewittern in der dortigen Warmluft simuliert wird) und den Atlantik hinweg, ohne seine ausgeprägte Struktur zu verlieren. Nach einigen Tagen wurde er dann von einem Trog vor Neufundland „eingefangen“ (Abb. 5)

Abb. 5: Simulierte Verlagerung des kleinen Höhenwirbels. Vor Neufundland ist am letzten Tag der Trog erkennbar, in welchem er noch einen Tag später aufging.

Gute Reise, kleiner Wirbel!