„Newsletters“ der GWPF – Nr. 1 / 2023

Christian Freuer

Das Global Warming Policy Forum GWPF veröffentlicht regelmäßig Rundbriefe, in denen Meldungen aus der realen Welt aus verschiedenen Quellen zusammengestellt werden. Dabei steht in den Schlagzeilen schon, worum es geht. Fast alle Beiträge hierzu sind einer Übersetzung würdig, aber da es sich dabei um bis zu zehn Beiträgen alle 2 bis 3 Tage handelt, ist das natürlich nicht zu stemmen.

Aber die Schlagzeilen sprechen in der Regel schon für sich. Daher werden hier ab sofort die Schlagzeilen übersetzt und mit sämtlichen relevanten Links hinterlegt gepostet. Unter den Links zu den Rundbriefen selbst findet man alle angesprochenen Beiträge in einer Kurzfassung.

Rundbrief vom 17. Mai 2023:

1) Politischer Widerstand bremst die grüne Agenda Brüssels – FinancialTimes, 15. Mai 2023

2) EU-Richtlinie für erneuerbare Energien wegen Frankreichs Priorität für Kernenergie in Frage gestellt – Politico, 17. Mai 2023

3) Europas Nuklearallianz strebt 150 GW Kernkraftkapazität in der EU bis 2050 an – EurActiv, 16. Mai 2023

4) Verabschieden Sie sich vom US-Automarkt, wie wir ihn kennen: Billige chinesische Elektroautos sind im Kommen – Business Insider, 16. Mai 2023

5) Wenn die Batterie der Schlüssel zu einer EV-Zukunft ist, hat China ihn in der Hand – Auto Blog, 16. Mai 2023

6) Indien plant, die EU-Kohlenstoffsteuer bei der WTO anzufechten – EurActiv, 16. Mai 2023

7) Der Rücktritt des deutschen Energiestaatssekretärs ist ein Rückschlag für die Klimapläne der Grünen Partei – Clean Energy Wire, 17. Mai 2023

8) Offshore-Windturbinen werden abgeschaltet, um Zugvögeln zu helfen – Dutch News, 16 May 2023

9) Flat White: Net Zero’s künstliche Nahrungsmittelkrise ebnet den Weg für „Future Foods – Spectator Australia, 16. Mai 2023

10) Brendan O’Neill: Die Revolte der Arbeiterklasse gegen Net Zero – Spiked, 16. Mai 2023

11) Und schließlich: Welche Klimakrise? Rekordernten bei Weizen und Mais prognostiziert – Farm Policy News, 16. Mai 2023

Link: https://mailchi.mp/685fce0cd2c7/political-pushback-puts-brakes-on-brussels-green-agenda-196019?e=08ba9a1dfb

—————————-

Rundbrief vom 18. Mai 2023:

1) EU-Spaltung über Netto-Nullpunkt vertieft sich, da Frankreich das Ziel für erneuerbare Energien ablehnt – Bloomberg News, 17. Mai 2023

2) Ross Clark: Europa wendet sich gegen Net Zero – The Spectator, 20. Mai 2023

3) Brüsseler Zölle gefährden Net-Zero, warnen Autohersteller – The Daily Telegraph, 17. Mai 2023

4) Italienischer Zentralbanker warnt: Netto-Null-Ziele können mehr schaden als nutzen – Politico, 12. Mai 2023

5) China überholt Amerika im Rennen um Elektroauto-Batterien und wird das 21. Jahrhundert bestimmen – Business Insider, 16. Mai 2023

6) Globale Dominanz bei Elektroautos: Wie China die US-Autoindustrie vernichtet – First Post, 18. Mai 2023

7) Coal India hat 52 neue Kohleabbauprojekte entwickelt, um sein 1-Milliarde-Tonnen-Ziel zu erreichen – Construction World, 18. Mai 2023

8) Andrew Montford: Nein Ambrose, gedrosselter Strom ist nicht kostenlos – Net Zero Watch, 18. Mai 2023

9) Labours oberster Gewerkschaftsvertreter drängt Starmer zur Verstaatlichung des britischen Energiesektors – Financial Times, 17. Mai 2023

10) Und schließlich: Welche Klimakrise? Pakistan meldet rekordverdächtige Weizenernte – Radio Free Europe, 5. Mai 2023

Link: https://mailchi.mp/9eb5905088f6/europe-is-turning-against-net-zero-196047?e=08ba9a1dfb

—————————-

Rundbrief vom 19. Mai 2023:

1) Globaler Kohlenstoffmarkt in Aufruhr, nachdem Simbabwe Ausgleichsgelder abgreift – Bloomberg, 18. Mai 2023

2) Beliebtheit von ESG-Investitionen nimmt bei britischen Investoren ab – Investment Week, 18. Mai 2023

3) EU-Emissionszölle riskieren Handelskrieg mit Indien – The European Conservative, 18. Mai 2023

4) Nicht genug Ressourcen für EVs als einzige saubere Autooption, sagt Toyota – Reuters, 19. Mai 2023

5) Robing Hood beraubt die Armen, um die Reichen zu versorgen: Jaguar Land Rover bietet 500 Millionen Pfund an Subventionen für den Bau einer Batteriefabrik in Großbritannien – The Guardian, 19. Mai 2023

6) Ralph Schoellhammer: Chinesische Autos sind dabei, den deutschen Markt zu ruinieren – Unherd, 19. Mai 2023

7) Drei Fledermausarten sind vom Aussterben bedroht, da Windturbinen einen hohen Tribut von der Tierwelt fordern – The Globe and Mail, 11. Mai 2023

8) Fraser Nelson: Europa beginnt, sich gegen die Propheten des Klima-Alarmismus zu wenden – The Daily Telegraph, 18. Mai 2023

9) Und schließlich: Die „1,5°C-Temperaturkatastrophe“-Geschichte hat ihren jährlichen Medienauftritt – Chris Morrison, The Daily Sceptic, 19. Mai 2023

Link: https://mailchi.mp/e0a2de501e34/global-carbon-market-in-turmoil-after-zimbabwe-grabs-offset-money-196091?e=08ba9a1dfb—————————-

Rundbrief vom 20. Mai 2023:

1) Lord Frost warnt: Das Streben nach Netto-Null um jeden Preis ist ein Fehler – Daily Express, 20. Mai 2023

2) Von der Realität überrumpelt: G7-Staats- und Regierungschefs machen Kehrtwende bei Subventionen für fossile Brennstoffe – Reuters, 20. Mai 2023

3) Hintergrund: G-7-Staats- und Regierungschefs bevorzugen LNG-Investitionen in Abkehr von fossilen Brennstoffen aufgrund der Energiekrise – Bloomberg, 28. Juni 2022

4) König Charles unterstützte diese Pflegeheime 40 Jahre lang – jetzt zwingt Net Zero sie zur Schließung – The Daily Telegraph, 19. Mai 2023

5) Net Zero Britain: Der Tod des billigen europäischen Urlaubs – The Daily Telegraph, 20. Mai 2023

6) Ross Clark: Unsere schlimmsten Befürchtungen haben sich bestätigt. Net Zero wird uns ärmer machen – The Daily Telegraph, 19. Mai 2023

7) Klima-Alarmisten behaupten, dass sie auf Twitter missbraucht werden, seit Elon Musk das Ruder übernommen hat – Cowboy State Daily, 18. Mai 2023

8) Princeton University Debate: Warum der Klimawandel kein Notfall ist – Princeton University Reunions

9) China überholt Japan als weltgrößten Automobilexporteur – Car Scoops, 20. Mai 2023

Link: https://mailchi.mp/faf5e7aae4b3/lord-frost-warns-hurtling-towards-net-zero-at-any-cost-will-be-a-mistake-196107?e=08ba9a1dfb

—————————-

Rundbrief vom 25. Mai 2023, in welchem es hauptsächlich um Nachrichten aus Deutschland geht:

1) Deutschlands Netto-Null-Heizungsplan löst sich in Rauch auf – Associated Press, 23. Mai 2023

2) Deutschlands Koalition des Chaos‘ – The Week, 24. Mai 2023

3) Razzia gegen deutsche Klimaaktivisten wegen Bildung einer „kriminellen Vereinigung“ – BBC News, 24 May 2023

4) Wachsender Widerstand gegen erneuerbare Energien in Europa – Reuters, 22. Mai 2023

5) Wie Macron Großbritannien den Marsch geblasen hat – indem er bei Net Zero auf die Bremse getreten ist – The Sunday Telegraph, 21. Mai 2023

6) Frankreich erwägt eine 130-Milliarden-Pfund-„Ökosteuer“ für Superreiche, um Netto-Null zu erreichen – The Daily Telegraph, 24. Mai 2023

7) Swiss Re schließt sich anderen großen Rückversicherern an und verlässt die Net-Zero Insurance Alliance – Reinsurance News, 22. Mai 2023

8) James Woudhuysen: Die EU vertieft die Energiekrise – Spiked, 24. Mai 2023

9) „Alarmistischer“ Unterricht zum Klimawandel lässt Schüler um ihre Zukunft fürchten – The Sunday Telegraph, 21. Mai 2023

10) Leitartikel: Bringen Sie wieder Vernunft in die grüne Debatte – The Sunday Telegraph, 21. Mai 2023

11) Net-Zero-Flop: Rolls-Royce gibt die Arbeit an der Kohlenstoffabscheidung auf, da der neue Chef das Unternehmen rationalisiert – The Business Desk, 23. Mai 2023

12) Andrew Montford: Die komischen Daten der IEA – Net Zero Watch, 23. Mai 2023

13) Matthew Lynn: Die Tories haben eine Wirtschaft der Subventionsjunkies geschaffen – The Daily Telegraph, 23. Mai 2023

Link: https://mailchi.mp/3936366b1090/germanys-net-zero-heating-plan-goes-up-in-smoke-196135?e=08ba9a1dfb

Wird fortgesetzt…

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Wechselhafter, verhalten temperierter Mai 2023 in Deutschland – ein Wonnemonat mit einigen Schönheitsfehlern

Der Mai zeigt schon seit fast vier Jahrzehnten keine und auch langfristig nur eine geringe Erwärmungstendenz

Stefan Kämpfe

Wer nach dem kühlen April auf Entschädigung hoffte, kam im Mai 2023 nur zeitweise auf seine Kosten – mitunter war es schon sommerlich warm; doch meist überwogen empfindlich kühle Tage. Einem kühlen Monatsbeginn folgten verspätete Eisheilige, und im letzten Monatsdrittel machten sich die „Kleinen Eisheiligen“ trotz viel Sonnenscheins mit kalten Nächten bemerkbar. Leider stellte sich besonders in Nordostdeutschland auch die gefürchtete Frühjahrs- und Frühsommertrockenheit wieder ein, was die Ernteaussichten schmälert; wenn auch deutlich weniger schlimm, als 2022. Der 2023er Mai mochte also keinen rundum zufriedenstellen – aber langfristig zeigen sich weder bei den Mai-Temperaturen noch bei den Niederschlägen besorgniserregende Trends.

Enorme Witterungsgegensätze – leider typisch für den Wonnemonat

In den vergangenen Jahrzehnten zeichnete sich der Mai öfter durch teilweise beständige, trocken-warme Ost- und Südwetterlagen aus (2022, 2018, 2016, 2008, 2000, 1999, 1993, 1992, 1988). Er zählte damit, zusammen mit April, September und Oktober, zu den klassischen „Schönwettermonaten“. Aber in diesem Mai zeigte sich das typische „Ostwetter“ teils unterkühlt. „Der Ostwind und der Mai, sind unzertrennliche Zwei“ – aber wehe, wenn uns diese kalten Nordost- und Ostlagen im nächsten Winter behelligen sollten! Und anders, als im Hochsommer, kann Nordostwetter im Mai mitunter noch empfindlich kühl verlaufen. Immer wieder kam es zu jähen Temperatursprüngen, und in ungünstigen Lagen wurden anfangs sogar noch leichte Nachtfröste registriert. Am Beispiel der DWD-Station Dachwig, welche temperaturmäßig in etwa dem DWD-Deutschlandmittel entspricht, zeigt sich der extrem bockige Charakter dieses erkältungsträchtigen „Wonnemonats“ – man konnte sich fast gleichzeitig einen Sonnenbrand und eine schwere Erkältung einfangen.

Abbildung 1: Tageweiser Temperaturverlauf (Minima, Maxima und Tagesmittel) an der relativ ländlichen DWD-Station Dachwig im Thüringer Becken nordwestlich von Erfurt. Neben häufigen Bodenfrösten wurde hier an zwei Tagen noch leichter Luftfrost registriert – aber ein zwei Sommertage gab es auch schon.

Abbildungen 2a und 2b: Wetterkarten vom 16. (2a, oben) und vom 21. Mai 2022. Große Witterungsgegensätze. Während am 16. Mai sehr kühle, wolkenreiche Nordmeerluft aus Nordwesten nach Deutschland strömte, gelangte am 21. Mai sommerlich warme Luft aus Südosten zu uns; gebietsweise stiegen die Lufttemperaturen deutlich über 25°C. Diese jähen Wechsel wiederholten sich mehrfach. Bildquellen: wetterzentrale.de

Dieser Mai zeigte uns eindrucksvoll: Die Großwetterlagen mit ihren Luftmassen bestimmen das Temperaturniveau – nicht die CO-Konzentration.

Der Mai – ein erwärmungsträger Monat?

Im Gegensatz zu den meisten anderen Monaten, lassen sich im Deutschland-Mittel des Monats Mai Klimasprünge nur andeutungsweise erkennen, und seit Aufzeichnungsbeginn (1881) betrug die Erwärmung nur knapp ein mageres Kelvin (1°C). Der Mai erweist sich damit als der erwärmungsschwächste Monat im Jahresverlauf. Betrachtet man den Zeitraum ab 1988, kühlte er sogar leicht ab. Dabei sind die DWD-Daten auch noch wärmeinselbelastet.

Abbildung 3: Verlauf der Maitemperaturen im Deutschland-Mittel seit 1881 mit drei nur sehr undeutlichen Entwicklungsphasen. Einer langen, bis etwa 1947 dauernden leichten Erwärmung folgte eine Stagnationsphase bis 1991, in welcher sehr warme Mai-Monate fehlten und die Werte weniger stark streuten. Beginnend mit 1992 und gipfelnd im Rekord-Mai 2018, traten wieder etwas häufiger warme Maien auf, während extrem kühle mit unter 10°C fehlten; dennoch kühlte es sich seitdem wieder unwesentlich ab. In den gesamten 143 Jahren der Reihe betrug der Temperaturanstieg nur magere knapp 1 Kelvin (°C) – bei enorm steigenden CO₂-Konzentrationen. Mit WI-Bereinigung hätte es praktisch gar keine Mai-Erwärmung gegeben, und solche extrem warmen Maien wie 2018 mit 16°C kommen, wenn auch sehr selten, immer mal vor, so im Mai 1889, als bei viel geringerem WI-Effekt 15,8°C gemessen wurden. Hinweis: Diese Grafik zeigt KEINE Klimasensitivität des CO₂ sie verdeutlicht lediglich, dass die Temperaturentwicklung meist nicht zur immer schneller steigenden CO₂-Konzentration passt.

Bei genauerer Betrachtung fällt das Fehlen jeglicher Mai-Erwärmung sogar schon seit 1986 auf – trotz der beiden kalten „Nachläufer“ der 1970er-Abkühlungsphase von 1987 und 1991. Diese beiden „Nachläufer“ verlängerten quasi die bislang letzte Kaltphase des Mai-Temperaturverhaltens.

Abbildung 4: Schon seit 1986, das sind 38 Jahre, keine Mai-Erwärmung in Deutschland. Kein anderer Monat blieb so lange „erwärmungsresistent“.

Betrachtet man nur die mittleren Minimum-Temperaturen (für die es leider kein DWD-Flächenmittel gibt), so zeigt sich seit 1988 gar eine leichte Abkühlung, weil der Mai vermutlich wolkenärmer wurde, was die nächtliche Abkühlung fördert.

Abbildung 5: Mittlere Minima im Mai seit 1988 bis 2022, gebildet aus 25 weitgehend ortsfesten Wetterstationen. Man erkennt eine leichte, nicht signifikante Abkühlung, welche sich auch 2023 fortsetzen wird, denn es ist mit einem Wert von nur etwa 6 bis 6,5°C zu rechnen.

Wer diesen Daten misstraut, der kann ja die Natur befragen: In Weimar trat der phänologische Frühsommer, welcher durch die ersten blühenden Holunderdolden angezeigt wird, seit Beobachtungsbeginn im Jahre 1990 nicht zeitiger ein. Und der Laubaustrieb war hier erst nach dem 20. Mai 2023 völlig abgeschlossen.

Abbildung 6: Keine Verfrühung der Holunderblüte mehr, und das trotz der sehr späten Eintrittstermine 1991 und 1996.

Noch erstaunlicher ist die Entwicklung der Mai-Temperaturen in Zentralengland (Midlands), für das eine über 360ig-jährige Messreihe vorliegt; sie erfasst damit auch den Höhepunkt der „Kleinen Eiszeit“, das so genannte Maunder-Minimum als vermutlich kälteste Epoche in den mindestens letzten 2.000 Jahren. Seitdem sollte es doch eine kräftige Erwärmung um viel mehr als ein Grad gegeben haben – aber die Realität sieht ganz anders aus:

Abbildung 7: In Zentralengland (Midlands) kaum 0,6 Kelvin Temperaturanstieg in über 360 Jahren. Die wärmsten Maien fallen allesamt in das 18. und 19. Jahrhundert; in der Neuzeit waren dort nur der Mai 1992 und 2022 relativ warm; 2023 blieb mit knapp unter 13°C mäßig warm.

Großwetterlagen und Sonnenscheindauer als wesentliche Treiber der Mai-Temperaturen, neuer Häufigkeitsrekord Unbestimmter (XX) Wetterlagen

Wie wir schon anhand der Abbildung 2 gesehen hatten, können die stark steigenden CO-Konzentrationen nicht ursächlich für die Entwicklung der Mai-Temperaturen gewesen sein. In allen Sommerhalbjahres-Monaten übt die Sonnenscheindauer einen signifikanten Temperatureinfluss aus. Das Deutschland-Flächenmittel dafür ist leider erst seit 1951 verfügbar.

Abbildung 8: Leichte Mai-Erwärmung in Deutschland seit 1951 bis etwa 2000 auch dank höherer Besonnung (etwa 46% der Temperaturvariabilität werden von der Sonnenscheindauer bestimmt). Die Zunahme der Sonnenscheindauer hatte verschiedenste Ursachen, unter anderem die stark abnehmende Konzentration der Luftschadstoffe (SO₂, Staub) und die Austrocknung Deutschlands durch Bebauung, Versiegelung und Meliorationen. Möglicherweise fördert auch die übertriebene Nutzung der Wind- und Solarenergie eine Bewölkungs- und Nebelabnahme, was mehr Besonnung nach sich zieht. Umrechnung der Sonnenscheindauer in Indexwerte, um sie anschaulicher mit den Lufttemperaturen in einer Grafik zu zeigen. Seit etwa der Jahrtausendwende scheinen die sonnigen, warmen Mai-Monate wieder etwas seltener zu werden.

Der Mai 2023 verlief überdurchschnittlich sonnig, zählte aber nicht zu den sonnenscheinreichsten und damit auch nicht zu den wärmsten, weil es immer wieder sehr kühle Nächte und häufige kühlere, wolkigere Phasen gab. Die langfristige Häufigkeitsentwicklung der Großwetterlagen mit Nordanteil, welche im Mai signifikant kühlend wirken, zeigte langfristig eine merkliche Abnahme, was eigentlich stärker steigende Mai-Temperaturen forcieren müsste, doch scheint die Häufigkeitszunahme der erwärmenden Großwetterlagen mit südlichem Strömungsanteil beendet; sie werden künftig vielleicht wieder etwas seltener.

Abbildungen 9a und 9b: Langfristige Lineartrends der Großwetterlagen mit nördlichem (blau) und südlichem (rot) Strömungsanteil; dazu noch der ebenfalls erwärmend wirkende Großwettertyp HM. Diese langfristigen Lineartrends verschleiern jedoch die aktuelle Entwicklung seit 1988 (9b, unten), bei welcher die nördlichen Lagen sogar wieder unwesentlich häufiger wurden. Die Daten für 2023 liegen noch nicht vor.

Werfen wir noch einen Blick auf die leider erst seit 1980 vorliegende „Objektive Wetterlagenklassifikation“ des DWD. Im Mai 2021 fällt sofort die überdurchschnittliche Anzahl der höhenzyklonalen Wetterlagen auf (so genannte AZ- und ZZ-Lagen, die im 500-hPa-Niveau zyklonal sind). Diese wirken im Mai signifikant stark kühlend:

Abbildung 10: Häufigkeitsentwicklung der AZ- und ZZ-Lagen sowie der Maitemperaturen in Deutschland seit 1980. Der negative Einfluss der Häufigkeit dieser Lagen auf die Maitemperaturen ist mit einem Bestimmtheitsmaß von fast 53% signifikant und sehr hoch; man achte auf das „spiegelbildliche“ Verhalten. In den 1980er Jahren und gegenwärtig treten diese von höhenkalter Luft geprägten Lagen häufiger auf, als um das Jahr 2000 (oft wärmere Maien). In 2021 traten sie an mehr als zwei Dritteln aller Maitage auf; aber 2022 wieder sehr selten (warmer Mai). Eine ähnliche Häufung war nur noch in den Maien 1983 und 1984 zu verzeichnen, jene verliefen fast so kühl, wie der Mai 2021. Umrechnung der Wetterlagenhäufigkeit in Indexwerte, um sie anschaulicher mit den Lufttemperaturen in einer Grafik zu zeigen; Daten für 2023 liegen noch nicht vollständig vor.

Im Mai 2023 traten an mindestens fünfzehn Tagen Unbestimmte Wetterlagen, so genannte XX-Wetterlagen ohne eindeutige Anströmrichtung, auf. Das ist ein neuer Rekord seit deren Erfassungsbeginn 1980. Häufige Flauten und damit sehr geringe Windstromerträge waren die Folge. Windiges Wetter herrschte nur phasenweise. Möglicherweise killt sich die Windenergie selbst und ist auch für die häufigeren Dürren mitverantwortlich; Näheres dazu unter anderem hier und hier.

Abbildungen 11a und 11b: Die deutsche Stromproduktion im Mai 2022 (oben) und im Mai 2023 (unten, bis 29. Mai). Nach Abschaltung der letzten Kernkraftwerke kann die deutsche Stromproduktion nur mittels vermehrter Stromimporte und Kohleverstromung gesichert werden, obwohl im Mai sehr viel Sonnenenergie zur Verfügung steht und viel weniger Strom für Heizung und Beleuchtung benötigt wird, als im Winter. Anders, als noch im Mai 2022 (obere Abbildung), bestand 2023 fast stets eine erhebliche Lücke zwischen dem Verbrauch (schwarze Lastlinie) und der Stromerzeugung. Im Mai 2022 konnte noch relativ viel Strom exportiert werden; allerdings oft zu sehr schlechten Preisen. Bildquellen: energy-charts.info

Kündigen die aktuell leicht fallenden Mai-Temperaturen das Ende der AMO-Warmphase an?

Anders als im April und von Juni bis November, ist im Mai der Temperatureinfluss der AMO nur unwesentlich. Aber etwas anderes fällt auf:

Abbildung 12: Nur geringe, zeitliche Übereinstimmung der AMO und der Mai-Temperaturen in Deutschland. Um den gesamten Zeitraum ohne zeitliche Verschiebungen zu erfassen, wurden hier ausnahmsweise die Polynome sechsten Grades anstelle der endbetonten Gleitmittel verwendet. Sie überhöhen die Entwicklung stark, zeigen aber den zeitlichen „Vorlauf“ der Maitemperaturen gegenüber der AMO. Zur besseren Veranschaulichung in einer Grafik wurden Indexwerte verwendet; die AMO-Maiwerte für 2023 liegen noch nicht vor.

Ein ganz ähnliches Verhalten zeigen auch die Mai-Werte von Zentralengland, welche bis zum Aufzeichnungsbeginn der AMO (1856) vorliegen – es könnte also sein, dass uns die etwas kühleren Mai-Temperaturen das baldige Ende der AMO-Warmphase „ankündigen“.

Abbildung 13: Auch in Zentralengland zeigt sich das zeitliche „Vorlaufen“ der Mai-Temperaturen gegenüber der AMO; Darstellungsweise wie in Abb. 9.

Die Mai-Niederschläge 2023 – meist unzureichend

Mit um die 44 mm Niederschlag, das sind knapp zwei Drittel der CLINO-Periode 1991 bis 2020, zählte dieser Mai bei weitem nicht zu den trockensten seit 1881. Leider hat die altbekannte Regel „Mai warm und trocken, lässt alles Wachstum stocken“ weiterhin ihre Gültigkeit, auch wenn die stark gestiegenen CO-Konzentrationen den Pflanzen dabei helfen, Trockenphasen besser zu überstehen. Der ohnehin von Dürren geplagte Nordosten Deutschlands war auch in diesem Mai stark benachteiligt; ab etwa der Elbe nordostwärts fielen meist weniger als 20 mm; nach 2018, 19, 20 und 22 kündigt sich dort die nächste Missernte an. In Weimar begann die übliche Frühsommerdürre diesmal recht spät; erst in der letzten Maidekade. Etwas besser sieht es in der Landesmitte und regional deutlich besser in Südwestdeutschland aus. Ein Blick auf die Langfrist-Entwicklung der Mai-Niederschläge zeigt indes nichts Besorgniserregendes:

Abbildung 14: Langfristig sogar leichte Zunahme der Mai-Niederschläge, allerdings ohne Signifikanz. Auch über die letzten 3 bis 4 Jahrzehnte blieb dieser Trend bestehen.

Angesichts der aktuellen Ernährungskrise wäre eine größere Unabhängigkeit der Landwirtschaft von den Launen der Natur wünschenswert und im wasserreichen Deutschland auch problemlos möglich: Man nimmt Geld, das ja für Kriege, Gender-Fragen und Klimaschutz reichlich vorhanden ist, in die Hand, um Kleinspeicher und Bewässerungsanlagen zu bauen.

Abbildung 15: Landwirtschaftlicher Kleinspeicher bei Kromsdorf/Weimarer Land, im Dürre-Mai 2020 gut gefüllt. Solche Kleinspeicher helfen nicht nur bei der Ertragssicherung und der Qualitätsverbesserung landwirtschaftlicher Erzeugnisse, sie erhöhen auch die Luftfeuchtigkeit, dämpfen Temperaturextreme und fördern die Artenvielfalt in der ausgeräumten Agrarlandschaft. Foto: Stefan Kämpfe

Eine gute Getreideernte 2023 wäre bei reichlichen Juni-Niederschlägen, welche aber eher unwahrscheinlich sind, noch möglich. Für viel Futter, Kartoffeln, Mais und Obst müsste es freilich auch noch bis etwa Mitte August häufig und ergiebig regnen.

Unsichere, eher verhalten-warme Aussichten für Sommer und Herbst 2023?

Auch wenn Langfristprognosen wenig seriös sind, so hat die Bauernregel „Wie’s im April und Maien war, so wird das Wetter im Rest vom Jahr“ zumindest einen wahren Kern. In diesem Jahr werden April und Mai zusammen nur etwa 10°C erreichen, was fast dem Mittelwert von 1881 bis 2022 (10,1°C) entspricht.

Abbildung 16: Der Zusammenhang zwischen dem Deutschland-Mittel der Monate April und Mai zum Zeitraum Sommer und Herbst (Juni bis November) ist für sichere Prognosen viel zu schwach; aber er liefert zumindest einen ersten, groben Hinweis, dass es im weiteren Jahresverlauf etwas weniger warm zugehen könnte als in den Jahren 2018 und 2022.

Für eine Grobabschätzung der Hochsommerwitterung sollte der „Siebenschläferzeitraum“ (Witterungstendenz zwischen dem 20. Juni und dem 10. Juli) abgewartet werden; für den Juni deutet sich ein eher warmer, dürrer Verlauf bei großer Unsicherheit an. Für einen (insgesamt) recht warmen Zeitraum Sommer/Herbst 2023 spricht die aktuell noch bestehende AMO-Warmphase; doch ob das hohe Temperaturniveau des Vorjahres erreicht wird, ist ungewiss.

Das in diesem Frühjahr nur langsam schmelzende Meereis der Arktis könnte aber die sommerliche Westwind-Zirkulation beschleunigen und somit kühlere Phasen in Mitteleuropa begünstigen; auch hier muss die weitere Entwicklung noch abgewartet werden.

Stefan Kämpfe, Diplomagraringenieur, unabhängiger Natur- und Klimaforscher

 




Eine weitere Kritik am AR 6 des IPCC

Andy May

Nach mehr als zwei Jahren harter Arbeit haben Marcel Crok, ich und 11 weitere Wissenschaftler endlich unsere Kritik am sechsten Bericht des International Panel on Climate Change (IPCC) (AR6) veröffentlicht. Das gesamte Buch wurde einer umfassenden Begutachtung durch Fachkollegen unterzogen, und eine niedrig aufgelöste pdf-Datei eines fast endgültigen Entwurfs des Buches ist seit Wochen auf clintel.org verfügbar. Alle Kommentare, die zu diesem Entwurf eingegangen sind, wurden sorgfältig geprüft und, sofern sie vom Team genehmigt wurden, in das endgültige Buch aufgenommen. Wir sind ein bisschen hart zu AR6, aber unsere Kritik ist wohlverdient. Nur das eBook ist jetzt erschienen, die gedruckte Ausgabe sollte in ein oder zwei Wochen da sein. Die Kindle-Ausgabe ist text-to-speech-fähig. Erhältlich bei Amazon, Kobo sowie Barnes and Noble.

Kurze inhaltliche Zusammenfassung

Das IPCC hat seinen sechsten Zyklus zur Bewertung des Klimawandels abgeschlossen, der aus insgesamt sieben Berichten besteht und als „AR6“ bezeichnet wird. Ein Team von acht Wissenschaftlern sowie mehrere anonyme Gutachter aus dem Clintel-Netzwerk haben mehrere Aussagen aus den Berichten der Arbeitsgruppe 1 (The Physical Science Basis) und der Arbeitsgruppe 2 (Impacts, Adaptation and Vulnerability) analysiert. Das Team und die Gutachter kommen aus Spanien, Kanada, Italien, Deutschland, Norwegen, den Niederlanden, dem Vereinigten Königreich und den Vereinigten Staaten. Die Fehler sind im WG2-Bericht am größten, aber auch im WG1-Bericht vorhanden.

So ignorierte das IPCC beispielsweise 52 äußerst relevante Peer-Review-Artikel, aus denen hervorging, dass die „normalisierten Katastrophenschäden“ nicht auf den Klimawandel zurückzuführen sind, hob jedoch einen von 53 Artikeln hervor, in dem ein Anstieg der Schäden behauptet wurde. Diese eine Arbeit ist – wenig überraschend – fehlerhaft, aber offenbar waren ihre Schlussfolgerungen für den IPCC so verlockend, dass er darauf hereinfiel. Die Strategie des IPCC scheint darin zu bestehen, jede gute Nachricht über den Klimawandel zu verbergen.

„Wir befinden uns auf einer Autobahn in die Klimahölle“, sagte UN-Chef Guterres kürzlich. Ein eingehender Blick auf die Sterblichkeitsdaten zeigt jedoch, dass die Zahl der klimabedingten Todesfälle so niedrig ist wie nie zuvor. Der bekannte Wirtschaftswissenschaftler Bjorn Lomborg hat diese hervorragende Nachricht in einer von Experten begutachteten Arbeit aus dem Jahr 2020 veröffentlicht, aber das IPCC hat sich entschieden, sie zu ignorieren, siehe Abbildung 17 hier.

Im Jahr 2010 führten Fehler im vierten WG2-Bericht zu einer Untersuchung des IPCC durch den InterAcademy Council IAC. Diese IAC-Überprüfung empfahl unter anderem, dass „Autorenteams mit unterschiedlichen Standpunkten der erste Schritt sind, um sicherzustellen, dass eine ganze Bandbreite an durchdachten Ansichten berücksichtigt wird.“ Diese wichtige Empfehlung wird vom IPCC immer noch ignoriert. Eine der wichtigsten Empfehlungen der IAC Review, welche die AR6-Autoren ignoriert haben, wie in unserem Buch dokumentiert, ist:

„Das IPCC sollte die Review-Editoren ermutigen, ihre Autorität voll auszuüben, um sicherzustellen, dass die Kommentare der Reviewer von den Autoren angemessen berücksichtigt werden, ebenso wie echte Kontroversen im Bericht.“InterAcademy Council Review of the IPCC, Seite xiv

Zahlreiche sehr gut dokumentierte Kommentare von Gutachtern wurden im AR6 vollständig ignoriert; unser Buch dokumentiert viele der ungeheuerlichsten dieser Kommentare. Auch der Bericht der Arbeitsgruppe 1 des AR6 ist nicht frei von Verzerrungen und irreführenden Schlussfolgerungen. Das IPCC versucht, die Klimageschichte umzuschreiben, indem die Existenz des holozänen Klimaoptimums, einer Warmzeit zwischen 10.000 und 6000 Jahren, ausgelöscht wird mittels Einführung einer neuen Hockeyschläger-Grafik, die das Ergebnis willkürlich ausgewählter Temperaturproxies ist. Sie ignorieren Temperaturrekonstruktionen, die eine wesentlich größere Variabilität in der Vergangenheit zeigen.

Das IPCC behauptet, der Anstieg des Meeresspiegels habe sich in den letzten Jahrzehnten beschleunigt. Wir zeigen, dass diese Behauptung fehlerhaft ist, weil das IPCC die dekadische natürliche Variabilität der Meeresspiegelrate ignoriert. Wir zeigen auch, dass das IPCC-Meeresspiegel-Tool – welches zum ersten Mal zur Verfügung gestellt wurde – im Jahr 2020 einen mysteriösen und unwahrscheinlichen Sprung nach oben zeigt.

Der kanadische Wirtschaftswissenschaftler Ross McKitrick wies darauf hin, dass alle vom IPCC verwendeten Modelle eine zu starke Erwärmung der Troposphäre zeigen, sowohl global als auch in den Tropen (wo die Modelle einen „Hot Spot“ vorhersagen). Die beobachtete Erwärmung deutet auf eine moderate Klimaempfindlichkeit zwischen 1 und 2,5 Grad Celsius hin, während das IPCC eine Klimaempfindlichkeit von 3 Grad behauptet.

Darüber hinaus ist das IPCC seinem Szenario mit den höchsten Treibhausgas-Emissionen, dem so genannten RCP8.5- oder jetzt SSP5-8.5-Szenario, „verfallen“. In den letzten Jahren haben mehrere Arbeiten gezeigt, dass dieses Szenario einfach nicht plausibel ist und nicht für politische Zwecke verwendet werden sollte. Das IPCC räumt in seinem WG1-Bericht ein, dass dieses Szenario eine „geringe Wahrscheinlichkeit“ hat, aber diese sehr wichtige Bemerkung wurde in der Summary for Policy Makers nicht hervorgehoben, so dass die Medien und die politischen Entscheidungsträger davon nichts wissen. Dieses unplausible Szenario wird in dem Bericht häufig verwendet.

Unsere Schlussfolgerungen sind ziemlich scharf. Wir haben in fast jedem von uns überprüften Kapitel Verzerrungen und Fehler festgestellt. In einigen Fällen kann man natürlich endlos über unsere Kritik streiten und darüber, wie relevant sie für das allgemeine „Klima-Narrativ“ des IPCC ist. In einigen Fällen jedoch dokumentieren wir eine so eklatante Rosinenpickerei des IPCC, dass sich selbst glühende Befürworter des IPCC beschämt fühlen sollten.

Der AR6-Bericht offenbart, dass sie die sehr wichtigen mehrdekadischen Ozean-Oszillationen ignoriert haben, die in den 1990er und 2000er Jahren entdeckt wurden (siehe Vinos, 2022 Kap. 11 sowie Wyatt und Curry, 2014), lange nachdem sich das IPCC ausschließlich auf anthropogene Ursachen konzentriert hatte. Diese Oszillationen haben insgesamt einen großen Einfluss auf unser Klima, haben aber nichts mit „nicht kondensierenden Treibhausgasen“ zu tun. AR6 stellt fest, dass:

„…der langfristige Einfluss von Sonnenaktivität und Vulkanen vernachlässigbar ist“ – AR6, Seite 67

Dennoch erkennen sie keinen anderen natürlichen Einfluss auf den multidekadischen Klimawandel an, obwohl die jüngsten Entdeckungen auf einen erheblichen natürlichen Klimawandel hindeuten – ein echter Fall von Tunnelblick.

Man hatte uns versprochen, dass die IPCC-Berichte objektiv über die von Fachleuten überprüfte wissenschaftliche Literatur berichten würden, doch wir finden zahlreiche Beispiele dafür, dass wichtige Forschungsarbeiten ignoriert wurden. In Ross McKitricks Kapitel über den „Hot Spot“ listet er viele wichtige Arbeiten auf, die im AR6 nicht einmal ansatzweise erwähnt werden. Marcel Crok gibt in seinem Kapitel über Szenarien Beispiele dafür, wie unvernünftige Emissionsszenarien verwendet werden, um die Öffentlichkeit zu verängstigen, und Beispiele für Verzerrungen und das Verschweigen guter Nachrichten in seinen Kapiteln über extremes Wetter und Schneefall. Nicola Scafetta und Fritz Vahrenholt dokumentieren, dass über 100 Arbeiten, die zeigen, dass die Sonnenaktivität mit dem Klimawandel korreliert, vom IPCC ignoriert wurden. Zahlreiche weitere Beispiele werden in anderen Kapiteln dokumentiert. Diese absichtlichen Auslassungen und Verzerrungen der Wahrheit sprechen nicht für das IPCC, eine Reform der Institution ist dringend erforderlich.

Vielleicht ist das der Grund, warum sie nach 47 Berichten und 32 Jahren immer noch nicht die Mehrheit der Menschen auf der Erde oder in den USA davon überzeugen konnten, dass der vom Menschen verursachte Klimawandel unser wichtigstes und ernstestes gesellschaftliches Problem ist. Andere Probleme werden immer als wichtiger und dringender angesehen. In einer Pew-Research-Umfrage von 2018 rangierte der Klimawandel auf Platz 18 von 19 wichtigen Themen, in einer ähnlichen Umfrage von 2014 rangierte der Klimawandel auf Platz 14 einer Prioritätenliste. Auch in einer Umfrage des Pew Research Center aus dem Jahr 2022 rangierte der Klimawandel auf Platz 14. Im UN-Bericht My World 2015, einer Umfrage unter 10 Millionen Menschen auf der ganzen Welt, rangierte der Klimawandel an letzter Stelle von 16 wichtigen Themen. Ein Umdenken findet nicht statt.

Stehen wir an einer Weggabelung? Werden die Vereinten Nationen, das IPCC und die Politiker endlich erkennen, dass ihre 50 Jahre alte Hypothese veraltet ist, und die neuen natürlichen Erwärmungskräfte, die in den letzten dreißig Jahren entdeckt wurden, in ihre Arbeit und Prognosen einbeziehen? In der Vergangenheit hat sich das IPCC gegen Versuche gewehrt, seine Arbeit unabhängig zu überprüfen. Wir hoffen, dass unsere Dokumentation der Probleme im AR6 schließlich zu den notwendigen Änderungen in ihrer Organisation und ihren Verfahren führt.

Link: https://andymaypetrophysicist.com/2023/05/28/a-critique-of-ar6/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Die Herausforderung: Ersetzen der Lieferkette, welche die Menschheit unterstützt

Ronald Stein

Nur eine Handvoll Menschen hat jemals Rohöl gesehen oder berührt, aber jeder der 8 Milliarden Menschen auf diesem Planeten genießt die aus diesem schwarzen Gold gewonnenen Produkte aus den Erdölderivaten.

Chemische Produkte wie Kunststoffe, Lösungsmittel, medizinische Hilfsmittel und Düngemittel sind für den modernen Lebensstil unerlässlich.

Die Welt versucht, von fossilen Brennstoffen wegzukommen, aber die herrschende Klasse ist sich der Grenzen von Solar- und Windenergie noch nicht bewusst. Der Elefant im Raum, über den niemand sprechen will ist, dass Wind und Sonne nur Strom erzeugen, aber absolut nichts für die Gesellschaft produzieren. Dieses 1-minütige Video ist kurz, lehrreich und unterhaltsam und wurde bereits von mehr als 800.000 Menschen in den sozialen Medien angeschaut.

In den letzten 200 Jahren, als die Weltbevölkerung von 1 auf 8 Milliarden anstieg, haben wir gelernt, dass Rohöl praktisch nutzlos ist, es sei denn, es wird in Raffinerien zu Erdölderivaten verarbeitet, die die Grundlage für mehr als 6.000 Produkte unseres täglichen Lebens bilden, die es vor 1900 noch nicht gab, und die als Treibstoff für den Schwerlast- und Langstreckenbedarf von mehr als 50.000 Jets, die Menschen und Produkte transportieren, und von mehr als 50.000 Handelsschiffen für die globalen Handelsströme sowie für das Militär und die Raumfahrtprogramme dienen.

Die Abkehr von fossilen Brennstoffen zur Erreichung von Netto-Null-Emissionen ohne eine Ersatzversorgungskette für die derzeit aus Erdöl gewonnenen Produkte und Brennstoffe wird sich negativ auf die 8 Milliarden Menschen auf diesem Planeten auswirken:

● Eine massive Verringerung der zuverlässigen Quellen für Produkte und Brennstoffe, die heute aus Erdöl hergestellt werden, führt zu einer Gesellschaft, in der wir regelmäßig im Dunkeln frieren müssen, was mindestens Millionen Tote in kalten Ländern mit Netto-Null-Vorschriften zur Folge hat.

● Eine gefährliche Verringerung der Verfügbarkeit (und damit ein enormer Anstieg der Kosten) aller Produkte, die wir in der modernen Welt verwenden und die aus Erdöl hergestellt werden, wie Kunststoffe, Farben, Arzneimittel usw.

● Eine enorme Verringerung des Nahrungsmittelangebots, die zu einer Massenhungersnot in den Ländern führt, die bei einem Verbot sämtlicher Stickstoffdünger eine Netto-Null-Produktion vorschreiben.

● Für diejenigen, die die oben genannten Folgen überleben, ein finanzieller Zusammenbruch einschließlich einer tiefen Depression und ein daraus resultierender Einbruch unseres Lebensstandards und damit ein massiver Rückgang des Umweltschutzes, da wir nicht mehr über die für den Umweltschutz erforderlichen Produkte und Brennstoffe verfügen und gezwungen sind, uns auf schmutzige Energiequellen wie Holz (Abschied von den Wäldern), Müll, Dung usw. zu verlassen.

● Für diejenigen, die das überleben, bedeutet dies erhebliche soziale Unruhen, einen sprunghaften Anstieg der Kriminalität und die wahrscheinliche Verhängung des Kriegsrechts mit der Abschaffung unserer Grundfreiheiten in den Ländern mit Netto-Null-Produktion.

● Mit dem Zusammenbruch der Wirtschaft würde unsere militärische Abschreckung ernsthaft geschwächt und unsere Gegner, die nicht auf Netto-Null gehen (China usw.), würden ermutigt, nach Belieben Invasionen durchzuführen, die möglicherweise in einer direkten Invasion und dem Zusammenbruch westlicher Demokratien gipfeln.

Führende Politiker aus reichen Ländern verschweigen die außerordentlichen sozialen Vorteile von CO₂ und fossilen Brennstoffen. Kohlendioxid, auch das aus der Verbrennung fossiler Brennstoffe, dient als Pflanzennahrung, die die Pflanzenproduktion steigert und die Ernährung von mehr Menschen ermöglicht. CO₂ sowie die Treibhausgase Methan und Distickstoffoxid tragen dazu bei, die Erde auf lebensfreundlichen Temperaturen zu halten; ohne sie würden die Menschen leiden. Fossile Brennstoffe sind kostengünstige und reichlich vorhandene Energiequellen, die für moderne Gesellschaften notwendig sind, und sie sind wichtige Ausgangsstoffe für Produkte des täglichen Bedarfs und Kraftstoffe für den Verkehr sowie für Düngemittel und Pestizide, die das Leben von Milliarden von Menschen ermöglichen.

Die herrschende Klasse verschweigt in Gesprächen die katastrophalen Folgen einer Reduzierung der fossilen Brennstoffe und der CO₂-Emissionen auf Netto-Null. Es kann nicht genug betont werden, dass der Verzicht auf fossile Brennstoffe und die Umsetzung von Netto-Null-Strategien und -Aktionen den Verzicht auf 6000 aus fossilen Brennstoffen hergestellte Produkte bedeutet, die die Grundlage des heutigen Lebensstils und der heutigen Wirtschaft bilden, sowie auf Stickstoffdünger und Pestizide, die dazu führen werden, dass etwa die Hälfte der Weltbevölkerung nicht mehr genug zu essen hat.

Im Interesse der 8 Milliarden Menschen, die heute auf diesem Planeten leben, muss die Welt, bevor wir ohne geprüften Fallschirm aus einem Flugzeug springen, einen Plan haben, um die Nachfrage der Bevölkerung auf diesem Globus nach all den Produkten und Infrastrukturen zu decken, die es heute gibt und die es vor ein paar hundert Jahren noch nicht gab.

Wo ist der Plan unserer Führungselite, die acht Milliarden Menschen auf diesem Planeten mit den Produkten zu versorgen, die heute aus Erdöl hergestellt werden?

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass ein Leben ohne Öl NICHT SO EINFACH ist, wie Sie vielleicht denken, denn erneuerbare Energien sind nur intermittierende Elektrizität aus Brisen und Sonnenschein, und WEDER Windturbinen NOCH Sonnenkollektoren können irgendetwas für die Gesellschaft herstellen.

Autor: Ronald Stein is an engineer, senior policy advisor on energy literacy for CFACT, and co-author of the Pulitzer Prize nominated book “Clean Energy Exploitations.”

Link: https://www.cfact.org/2023/05/22/the-worlds-challenge-replacing-the-supply-chain-of-products-which-supports-humanity/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE




Was Napoleon bereits wusste oder die Hitzewelle in der Wüste Gobi – Teil 2

Teil 2 – Das heutige Wettergeschehen: Ein Spiegelbild zu dem vor 200 Jahren

Raimund Leistenschneider – EIKE

In seinem Artikel „Menschengemachter Klimawandel und Energiewende: Den Naiven gewidmet, die Sinn suchen, wo keiner ist“ zeigte der Autor dort am 28. Juli 2022 unter Abb.8 die obige Graphik, welches ein Ausschnitt der dortigen Abb.6 darstellt.

Deutlich sind starke Ähnlichkeiten im Temperaturmuster zu erkennen. Auch im Jahr 1814 stiegen im 19. Jahr nach einem Hauptsonnenzyklus*2) die Temperaturen deutlich an, nachdem sie das Jahr zuvor gefallen waren. Der Autor ging im Juli 2022 davon aus, dass 2022 die Temperaturen im Vergleich zu 2021 steigen und kennzeichnete dies mit einer gestrichelten Linie. Nun, heute wissen wir, er sollte Recht behalten. In 2023 sollten dann die Temperaturen wieder fallen. Nun, derzeit sieht es danach aus. Aber vielleicht gelingt es dem DWD*3) durch weitere Datenfälschungen und Messnetzmanipulationen ja, den Trend zu drehen?

*2) Der Hauptsonnenzyklus – De Vries/Suess-Zyklus – hat eine mittlere Länge von 208 Jahren, bei Schwankungen von +/- 10%. Sei letztes Maximum war 2003, als Europa einen Jahrhundertsommer erlebte und in unseren Breiten mehrmals Polarlichter zu sehen waren.

*3) Der Autor weist ausdrücklich daraufhin, wenn er vom DWD schreibt, dann meint er nicht die vielen dortigen Meteorologen und Wissenschaftler, die jeden Tag akribisch ihrer Tätigkeit nachgehen, um verwertbare Ergebnisse zu liefern, sondern die dortige Führungsmannschaft, die nicht müde wird, sich und damit ihre Behörde und natürlich den Bundesverkehrsminister – der DWD ist eine Behörde im Bundesverkehrsministerium – mit unsoliden und unwissenschaftlichen Aussagen lächerlich zu machen, siehe hier oder hier.

Anhand der starken Analogie der Temperaturmuster und damit des Wetters haben wir derzeit in 2023 stark ähnliches Wetter wie 1815, als Napoleon seine Schlacht um Waterloo führte und diese verlor.

1815 war ein sehr regenreiches Jahr und am Tag der Schlacht um Waterloo und die Tage davor, hatte es stark geregnet. Abb.16 oben zeigt das Tief, das dafür verantwortlich war.

Abb.16 oben, Quelle, zeigt in der Zeit der Schlacht von Waterloo (18. Juni 1815) das ausgeprägte Tief über dem Kanal und der britischen Insel. Darunter, zeitgenössige Bilder der Schlacht, die deutlich die nassen Bodenverhältnisse zeigen.

Napoleon wollte die Schlacht, wie es in seiner „Natur“ lag, bald beginnen und so eine Entscheidung erzwingen, bevor sich die getrennten verbündeten Heere (Wellington und Blücher) wieder vereinigen konnten. Er hatte vor seinen Marschällen als Schlachtbeginn 9,00 Uhr festgelegt. Aufgrund der äußerst schlechten Bodenverhältnisse – seine Artillerie drohte im Morast festzustecken und so in ihrer entscheidenden Beweglichkeit einzubüßen – musste er den Angriffsbeginn verschieben. Dieser fand fast drei Stunden später wie geplant, um 11,35 Uhr statt. Erst dieser Zeitverlust versetzte Blücher in die Lage, Wellington am späten Nachmittag „in letzter Minute“ mit seinen ausgeruhten preußischen Armeekorps zu Hilfe zu kommen. Als Napoleon sich bereits anschickte, dem bereits von den französischen Truppen geschlagenen Wellington, die entscheidende Niederlage zuzuführen. Ohne diese naturbedingte Verzögerung, wäre Blücher zu spät gekommen, mit unübersehbaren weltgeschichtlichen Folgen. Siehe hier.

Anmerkung: Der Autor möchte an dieser Stelle nicht versäumen, dass in der Wissenschaft für die Verspätung auch andere, militärische Gründe herangezogen werden.

Abb.17, Quelle, zeigt an zwei tschechischen Messstationen die Abweichungen beim Niederschlag in Prozent vom Mai 1815 bis Dezember 1817. Deutlich ist zu sehen, dass Napoleon mit schlechtem Wetter konfrontiert war.

Abb.18, ergänzt nach dieser Quelle, zeigt die Abweichungen der Niederschlagsmenge von 1500 bis 2000, anhand von Proxydaten aus den Pyrenäen. Deutlich zu sehen, dass in 1815 die Niederschlagsmenge etwa 100% höher als das Mittel lag.

Anmerkung: 1816 war ebenfalls ein regenreiches Jahr, was auf den Ausbruch des Vulkans Tambora in 1815 zurück geht. Ein Jahr darauf hatten sich seine Aerosole um den ganzen Globus verteilt und beeinflussten das Wetter stark. 1816 gilt in der Wissenschaft als das Jahr ohne Sommer.

1815 war demnach ein vergleichsweise niederschlagsreiches Jahr. Dies erinnert doch sehr an das bisherige Jahr 2023, welches bis jetzt ebenfalls vergleichsweise niederschlagsstark war. 2023 sind 20 Jahre nach dem letzten Maximum im Hauptsonnenzyklus und 1815 sind 20 Jahre nach dem davor liegenden Maximum im Hauptsonnenzyklus. Nicht nur bei den Temperaturen (Wechseln) in Abb.15, ähneln sich die Jahre von vor 200 Jahren mit denen von heute, auch bei den Niederschlägen und somit gemeinhin beim Wetter, scheinen sich die Jahre zu ähneln.

Abgesehen von den mannigfachen Fälschungen und Manipulationen, die im Teil 1 angerissen wurden und die in Deutschland die Temperaturen in immer neue Höhen klettern lassen, ist das gegenwärtige Wettergeschehen, mit seinen Temperaturwechseln von warm nach kalt und umgekehrt, das „normale“ Wettergeschehen nach einem Maximum im Hauptsonnenzyklus: Heute, wie vor 200 Jahren. Mit Heizungen oder Verbrennungsmotoren hat dies nichts, aber auch rein gar nichts zu tun. Aber darum geht es ja gar nicht, sondern um Geld, unser Geld. Zuvor noch ein Blick in die Zeit von Napoleon.

Abb.19, Quelle, zeigt die Abweichungen der Niederschlagsmenge im Oktober 1813 von den langjährigen Mittelwerten der jeweiligen Stationen (in % des Normalwertes). Grüne Balken nach unten: negative Abweichungen (zu trocken), blaue Balken nach oben: positive Abweichungen (zu nass).

In Teil 1 zeigte der Autor ein Beispiel, wie die Manipulatoren einer menschengemachten Klimaerwärmung in ferne Gegenden ziehen, um Belege für die vermeintliche menschengemachte Klimaerwärmung zu finden, da derzeit in Deutschland das Wetter nicht mitspielen will. Abb.19 entlarvt eine weitere Lüge und Manipulation derer, die an der Klimahype prächtig verdienen und sie für politische, wie finanzielle Ziele verfolgen.

Der Süden Frankreichs musste in den letzten Monaten vermehrt dafür herhalten, dass der angebliche menschengemachte Klimawandel für eine dramatische Trockenheit verantwortlich sei. Nun, man schaue bitte auf Abb.19, um zu erkennen, dass dies bereits unter Napoleon, im Jahr 1813, der Fall war! Doch wie sieht das Wetter-/Temperaturgeschehen für die nächsten Jahre/Jahrzehnte aus? Anhand der festgestellte Analogie mit dem heutigen und dem Wettergeschehen von vor 200 Jahren wagt der Autor die Prognose, abgeleitet aus Abb.20.

Abb.20, Quelle: Prof. Ewert, zeigt die Jahrestemperaturen von Berlin-Dahlem*4) von 1701 – 2008. Die rote Linie gibt näherungsweise den Zeitpunkt des Maximums im Hauptsonnenzyklus an. Bis zu einem Zeitraum von 20 – 30 Jahren nach dem Hauptsonnenzyklus schwanken die Temperaturen am stärksten zwischen warm und kalt (rote Fläche). Heute nennt der DWD diese starken Schwankungen „Extremwetter“. Bis zum Minimum im Hauptsonnenzyklus sind immer noch relativ hohe Temperaturausschläge zu verzeichnen, jedoch auf insgesamt niedrigerem Niveau (grüne Fläche). Unmittelbar vor und nach dessen Minimum ist das Klimasystem sozusagen in seinem eingeschwungenen, kalten Zustand und die Temperaturwechsel sind am geringsten (blaue Fläche). Vor einem Temperaturanstieg fallen die Temperaturen auf ein relatives Minimum und steigen dann kontinuierlich an (schwarze Linien).

*4) Die anderen Städte/Gegenden in denen so lange Temperaturaufzeichnungen vorliegen, wie z.B. Kopenhagen, Hohenpeißenberg, Wien, München, St. Petersburg, Vilnius, Boston oder Mittelengland zeigen gleiches Muster.

Aus Sicht des Autors werden die nächsten 5 bis 10 Jahren weiterhin durch starke Wechsel bei den Temperaturen geprägt sein, bis dann die Temperaturen dauerhaft fallen, Will heißen, um im Mittel 1-1,5°C zu heute. Seine Sicht, die er anhand von Vergleichen von heute mit historischen Temperaturdaten gewinnt, deckt sich mit den Erkenntnissen der NASA, die ihrerseits ihre Schlussfolgerung aus der Sonnenbeobachtung zieht.

Im Teil 1 zeigte der Autor Abb.10 der drei maßgeblichen Sonnenzyklen, die unser Wetter-/Klimageschehen maßgeblich steuern.

Abb.10, Quelle: siehe Chart: Sowohl Hauptsonnenzyklus (hier 230 Jahre-Zyklus genannt), als auch der Brückner-Zyklus (hier Ozean-Zyklus genannt), sowie der 1.000 Jahre-Zyklus der Sonne (Eddy-Zyklus, siehe Abb.11).

Der Beginn einer neuen Kaltphase und nicht Warmphase deckt sich mit Beobachtungen und Aussagen der NASA hier oder hier.

Abb.21, Quelle: Ab 2050 fällt der Eddy-Zyklus der Sonne. Spätestens ab diesem Zeitpunkt geht die NASA von einem deutlichen Temperaturrückgang aus, der so stark wie in der „Kleinen Eiszeit“ (ca. 2°C kälter als heute) ausfallen kann. Zumindest aus Sicht der NASA.

Werte Leser, wenn wieder einmal von Teilen der Politik eine Klimasau durch’s Dorf gejagt werden soll und solche Sender, wie das ZDF, etc. (gemeinhin mit „Qualitätsmedien“ bezeichnet) ihr dazu der Weg eben und korrupten Politikern das Wort geredet wird, so sollte man mit einer gebührenden Skepsis solchen Nachrichten begegnen. Denn nicht die Wahrung der Natur steht dabei im Fokus, sondern der eigene Profit und der Verdienst der Superreichen und Großspekulanten, die diese Klimahype und die damit verbundene Umverteilung von Unten nach Oben benutzen, um reicher und reicher zu werden (hier).

So ist festzustellen, dass die Grünen die Partei der Hochfinanz und der Großspekulanten ist, um mit Verboten, die politisch durchgesetzt werden sollen, deren Finanzziele zu erreichen. Und dies hat mittlerweile eine mehrjährige Tradition.

Abb.22, Quelle. Das Bild stammt aus dem Artikel „Bitcoin millionaire puts money on Greens in German election“ „Moritz Schmidt’s donation of 1 million euros ($1.2 million) to the Greens made headlines as the party traditionally receives only small sums“ vom 24. April 2021.

Im Artikel gibt der Geldspender selbst an, dass Bitcoins sehr energieintensiv sind und damit das Klima schädigen. Übersetzung aus dem Text:

„… der im Laufe der Jahre rund 2 Millionen Euro mit dem Verkauf seiner Bitcoins verdient hat, sagte, er habe 2017 erfahren, dass die virtuelle Währung eine große Menge Strom verbraucht. Während die Details von Bitcoin-Fans und Kritikern heiß diskutiert werden, sagen Experten, dass die zum Generieren und Handeln von Kryptowährungen erforderliche Leistung beträchtlich ist. „Ein Energiefresser zu sein, ist in das Bitcoin-System eingebaut“…

Kryptowährungen haben keinen inneren Wert wie etwa der Schweizer Franken, der US-Dollar oder das Britische Pfund, bei denen eine Zentralbank den Wert über Goldreserven, sowie der staatlichen Wirtshaft- und Finanzkraft absichern. Kryptowährungen sind reine Zockerinstrumente und deren innerer Wert besteht nur aus dem Vertrauen darin, mit ihnen etwas richtiges kaufen zu können, z.B. einen Tesla. Die Definition in Wikipedia entlarvt ihren Sinn als reines Zockerinstrument, fernab von irgendwelchen Regelungen und damit Sicherheit für den Anleger / Besitzer:

Kryptowährungen benötigen keine Notenbanken und unterstehen insofern keiner Behörde oder sonstigen Organisation.“

Die Welt schrieb dazu: „Der Bitcoin ist ein Spielzeug für Zocker.“ (hier). Haben die Spekulations-Milliardäre genug abgesahnt, na, raten Sie mal, was mit dem Wert des Bitcoin passiert. Die breite Masse der Anleger, meist gutgläubige junge Menschen, sind dann ihr Geld los, mit dem sie vorher Bitcoins gekauft haben.

Die Grünen stehen mit ihrer Millionenspende damit in „bester Gesellschaft“ zu Manipulatoren und Abzockern. Hauptsache, der (eigene) „Rubel“ rollt. Dies unterstreicht das Gebare der grünen Spitzenpolitiker, wie Frau Baerbock, Provisionen einzustreichen und dann diese nicht einmal anzugeben. Dabei geht es um nicht angegebene Einkünfte zwischen 17.500€ und 37.000€. Da wird verständlich, dass Frau Baerbock keine Billigflüge braucht, um in Urlaub zu fliegen. Schon eine Lachnummer, wenn die Grünen von einem „Versehen“ sprechen (hier oder (hier). Wie viele Millionen Euro hat Frau Baerbock denn, dass sie einfach mal so 17.500€ – 37.000€ übersieht?

Wasser predigen und Wein saufen. Selbst und mit ganzen Stäben, zu Lustreisen auf Klimagipfel in ferne Länder reisen, aber der Bevölkerung den Urlaub mit dem Flieger verbieten wollen. Eine üble und leider lange Tradition in der deutschen Politik, mit all den Folgen, die für die Bevölkerung daraus entstehen. Viele unserer Mitbürger im Osten, haben dies noch am eigenen Leib spüren müssen. Und wieder einmal ist es die Presse, die solchen politischen Strömungen das Wort redet. Wie seinerzeit zu Beginn der Nazi-Terrorherrschaft. Siehe hierzu den Artikel des Autors „Das Betrugsdezernat in Klima-/Wetterangelegenheiten, setzt seine Arbeit fort„.

Und leider muss die Frage erlaubt sein, ob an dem Milliardengeschäft der Klimahype, nicht der ein oder andere Dollar/Euro in die Kassen der Redakteure und Journalisten fließt, um der Bevölkerung, mit immer neuen Ängsten, die Notwendigkeit von Zwangsmaßnahmen und der damit verbundenen immer höher werdenden Kosten aufzubürden? Aufgedeckte Beispiele gibt es bereits. Die Dunkelziffer dürfte hoch sein.

Geld anstatt Wissenschaft. Gekaufte Wissenschaft. Seit langem bekannt hier oder hier. Denn weder in der theoretischen Physik und schon gar nicht in der Experimentalphysik gibt es einen Treibhauseffekt.

Anmerkung: Der Autor gibt an dieser Stelle an, dass in der Wissenschaft dazu die Meinungen auseinander gehen. Wobei die wenigsten Wissenschaftler die These von sog. THG unterstützen, nicht etwa die Mehrheit. Siehe hier oder hier.

Unabhängig davon gilt: Einen Nachweis, Treibhausgase würden in irgendeiner Weise die Temperaturen beeinflussen, existiert nicht. Weder bei den heutigen Temperaturen, noch bei historischen, Abb.23 und Abb.24.

Abb.23, Quelle, zeigt die Globaltemperaturen aus Satellitensicht und das kleine den atmosphärischen CO₂-Pegel. Kein Zusammenhang!

Abb.24 unten, Quelle: siehe Chart, zeigt die Temperatur im Holozän der letzten 11 tausend Jahre und oben (wissenschaftliche Quellen siehe ebenfalls Chart) dazu den atmosphärischen CO₂-Pegel im gleichen Zeitraum. Wie für jedermann sofort ersichtlich: Zwischen Temperatur und atmosphärischen CO₂-Pegel besteht keinerlei Zusammenhang. Obwohl mehrere Zeiträume in den letzten 10.000 Jahre deutlich wärmer waren als heute, lag der atmosphärische CO₂-Pegel weit unter dem heutigen Pegel.

Irgendwann in unserem Leben haben wir alle einmal an den Osterhasen geglaubt. Als dann jemand kam und sagte, der Osterhase existiert nicht, haben wir ungläubig geschaut. Heute wissen wir: Einen Osterhasen gibt es nicht! Ebenso wenig einen Treibhauseffekt, der die Temperaturen steuert. Und wer glaubt (vgl. Abb.23 und Abb.24) Treibhausgase wie CO, hätten irgendeinen Einfluss auf die Temperatur, der glaubt auch, dass Zitronenfalter Zitronen falten.

Raimund Leistenschneider – EIKE