„Grüne“ Technologien sind gefährlich und keinesfalls als Haupt-Sache geeignet

H. Sterling Burnett

Ich habe bereits früher über die bekannten Gefahren geschrieben, die grüne Energietechnologien für die menschliche Gesundheit und das Leben darstellen. In der CCW von letzter Woche [in deutscher Übersetzung hier] habe ich ein potenzielles Problem erörtert, dessen ich mir bisher nicht bewusst war: die Abfälle aus Mikroplastik/Verbundstoffen und die chemische Auslaugung von Harzen aus Windturbinen, die im Laufe der Zeit zerkleinert und abgetragen werden.

[CCW = Climate Change Weekly, der wöchentliche Rundbrief vom Heartland Institute. A. d. Übers.]

In einem früheren CCW [in deutscher Übersetzung hier] habe ich über die Gefahren gesprochen, die von Lithium-Ionen-Batterien ausgehen, der Antriebskraft von Elektrofahrzeugen (EVs), moderner wiederaufladbarer Elektronik und den Batteriefarmen, die mancherorts zur Stromversorgung eingesetzt werden, in der Regel als Reserve für Wind- und Sonnenenergie. Die Batterien überhitzen, fangen Feuer oder explodieren viel zu oft. Dies geschieht auch dann, wenn die Batterien nicht in Gebrauch sind. Es ist nicht angenehm, wenn Ihr Auto, Ihr Handy oder Ihr Roller Feuer fängt, aber noch unangenehmer ist es, wenn etwas in einem Flugzeug oder in Ihrer Garage in Flammen aufgeht oder explodiert und die Umgebung in Brand setzt.

Mit der jüngsten Flut von Artikeln über Brände, die durch EV-Batterien und Windturbinen verursacht wurden, scheint es, als würden die Mainstream-Medien erst jetzt erkennen, was wir vom Heartland Institute, die Fluggesellschaften und die tatsächlichen Nutzer grüner Technologie schon lange berichten: Grüne Technologie kann sehr gefährlich sein.

So berichtete NBC News kürzlich über einen Vorfall im Juli 2022, bei dem ein geparkter Linienbus in Connecticut spontan in Flammen aufging (ich berichtete damals darüber), sowie über einen Wohnungsbrand, der durch einen Elektroroller ausgelöst wurde und bei dem unter anderem ein fünfjähriges Mädchen und eine 36-jährige Frau ums Leben kamen. Lithium-Ionen-Batterien wurden von der Feuerwehr als Ursache für mehr als 200 Brände allein in New York City im Jahr 2022 ermittelt, bei denen sechs Menschen ums Leben kamen und fast 150 verletzt wurden.

Das Problem ist aber noch viel gravierender als das. Es geht nicht nur darum, dass die Batterien von E-Fahrzeugen zufällig in Flammen aufgehen. Ein zusätzliches Problem besteht darin, dass sie giftige Dämpfe ausstoßen, was es noch schwieriger macht, sie zu löschen, selbst wenn die Feuerwehren entsprechend ausgerüstet sind, was bei vielen nicht der Fall ist.

Zu diesem Punkt schreiben die Reporter von NBC News:

„Die Quelle der Gase, die die Flammen verursachen, ist in einer Zellenbatterie eingeschlossen, die kein Wasser durchlässt“, sagte Ofodike Ezekoye, ein Brandforscher und Professor für Maschinenbau an der University of Texas in Austin. „Wenn die Feuerwehr auf diese Art von Vorfällen reagiert, dauert es viel länger, das Feuer unter Kontrolle zu bringen, weil so viel mehr Wasser benötigt wird.“ …

Hunter Clare und Justin Lopez, die für die Feuerwehr in Peoria, Arizona, arbeiten, haben die Gefahren aus erster Hand erfahren.

Im April 2019 wurden die beiden Feuerwehrmänner zu einem Einsatz in einer Anlage gerufen, in der Tausende von Lithium-Ionen-Batterien gelagert waren, die zur Energiespeicherung in einem Stromnetz verwendet werden. Die Batterien sind wichtige Komponenten in solchen Anlagen, die Solarenergie speichern.

Als Clare und Lopez zusammen mit anderen Ersthelfern eintrafen, fanden sie eine weiße Dampfwolke vor, die aus dem Gebäude drang und über die Wüste zog. „Sie befand sich etwa 1 m über dem Boden und waberte wie Meerwasser“, sagte Clare.

Die Feuerwehrleute vermuteten, dass es sich um eine Art Chemiecocktail handelte. Sie sicherten den Bereich und testeten die Luft mit speziellen Geräten, die gefährliche Werte von Blausäure und Kohlenmonoxid anzeigten.

Dann warteten sie, bis die Dämpfe nicht mehr aus dem Gebäude strömten und die Werte des brennbaren Gases sanken. Es vergingen fast zwei Stunden, bis die Feuerwehrleute zur Eingangstür des Gebäudes vordrangen. Als sie diese öffneten, entwich eine große Wolke aus dem Gebäude. Bevor sie sich in Sicherheit bringen konnten, entzündete sich das Gasgemisch im Raum und löste eine gewaltige Explosion aus.

Auch in Ihrer Nähe: gefährliche Brände, die länger als zwei Stunden brennen, giftige Gase ausstoßen und sekundäre Explosionen verursachen. Hoffentlich sind Ihre örtlichen Feuerwehren darauf vorbereitet.

Wenn EV-Batterien nicht gerade Häuser, Geschäfte und Wohnblocks in Brand setzen oder Menschen krank machen, explodieren, kollabieren und brennen Windkraftanlagen und bedrohen das Leben von Menschen, die Hunderte von Metern von der Problemquelle entfernt sind.

Wovon könnte ich sprechen, fragen Sie? Nur so viel: Windkraftanlagen zerstören sich immer häufiger selbst. Wenn die Gondeln und Rotorblätter nicht gerade explodieren und gefährliche Trümmerteile Hunderte von Metern in alle Richtungen schleudern – eine Gefahr, die schon seit einiger Zeit bekannt ist und in zahlreichen Videos festgehalten wurde – fangen sie Feuer oder brechen in letzter Zeit einfach zusammen, da die Größe und Leistung der Turbinen zugenommen haben und nur wenig Zeit für die Prüfung der strukturellen Integrität vor der Inbetriebnahme zur Verfügung steht. Die Turbinen wurden höchstwahrscheinlich anhand von Computer-Modellsimulationen getestet, und meine Leser wissen, wie zuverlässig diese sind.

Einige Medien nehmen dies endlich zur Kenntnis. IEEE Spectrum veröffentlichte kürzlich einen Artikel mit dem Titel „Wind Farm Fires Far More Common Than Reported, Study Finds“. Die Autoren berichteten über eine Studie, wonach „Brände in Windkraftanlagen zehnmal häufiger vorkommen als sie gemeldet werden, so eine neue Studie des Imperial College London, der Universität Edinburgh und des SP Technical Research Institute of Sweden.“

Während die großen Windkraftunternehmen Siemens und GE von Verlusten in Milliardenhöhe in ihren Windenergiesparten berichten, die durch unerwartet hohe Ersatz- und Garantiekosten verursacht werden, berichtet die Nachrichten-Website HITC, dass riesige Windkraftanlagen immer häufiger umfallen. Aus dem Bericht geht hervor, dass neuere, größere, leistungsstärkere, aber weniger getestete Turbinen in unvorhergesehener Zahl rund um den Globus umstürzen.

„Das Streben nach immer größeren und leistungsfähigeren Windturbinen hat in der gesamten Windkraftbranche zu Problemen bei der Herstellung geführt, berichtet Bloomberg“, so HITC.

Es scheint, dass sich das alte Sprichwort bewahrheitet: Je größer sie sind, desto heftiger (und häufiger) fallen sie.

Es sollte selbstverständlich sein, aber ich sage es trotzdem: Große Windturbinen, die explodieren, Feuer fangen oder unter ihrem eigenen Gewicht zusammenbrechen, stellen ein ernsthaftes Sicherheitsrisiko für Landbesitzer, Angestellte, Passanten und die allgemeine Öffentlichkeit in der Nähe dieser industriellen Windprojekte dar – und das ist eine wachsende Zahl von Menschen, weil Präsident Joe Biden den Bau von mehr ebendiesen Windkraftanlagen schneller und überall vorantreibt.

Grüner Wasserstoff hat auch eine Schattenseite, obwohl ihm nicht so viel Aufmerksamkeit zuteil wird wie Windkraftanlagen und Elektroautos, da er ein viel kleineres, wenn auch wachsendes Segment des Marktes für grüne Energie darstellt. Über die Tatsache, dass die Zahl der Wasserstoff-Tankstellen und der Fahrzeuge, die Wasserstoff-Kraftstoff transportieren, explodiert ist, wurde nur wenig berichtet.

Sowohl in Norwegen als auch in Kalifornien sind in den letzten Jahren Tankstellen explodiert. Eine Explosion in einer Wasserstofftankstelle in Longview, North Carolina, beschädigte Häuser und Fahrzeuge in großer Entfernung von der Anlage. Bei einer Explosion in Norwegen lösten die Airbags in Autos auf den nächstgelegenen Straßen aus, so dass mindestens zwei Fahrer ins Krankenhaus gebracht werden mussten. Wasserstoff ist ein hoch explosives Gas und erfordert daher besondere Vorsichtsmaßnahmen beim Transport, bei der Lagerung, beim Betanken von Fahrzeugen und bei seiner zunehmenden Verwendung im Verkehr.

Fairerweise muss gesagt werden, dass Fahrzeuge, Tankstellen und Raffinerien, die mit fossilen Brennstoffen betrieben werden, gelegentlich ebenfalls explodieren können und dies auch tun. Allerdings wurden viele Jahre und Milliarden von Dollar investiert, um sie so sicher wie möglich zu machen. Die Frage ist nun, ob wir genug Zeit und Geld für die Prüfung und Gewährleistung der Sicherheit von Wasserstoff-Brennstoffzelleninfrastrukturen und Wasserstofffahrzeugen aufwenden, wie wir es bei Benzin- und Dieselfahrzeugen getan haben, oder sogar so viel, wie für die rasche Beschleunigung der Nutzung solcher Technologien und Fahrzeuge als Mittel zur Bekämpfung des Klimawandels ausgegeben wird.

Ob es sich nun um immer größere Windturbinen, Wasserstoff-Treibstofftechnologien oder den verstärkten Einsatz von Elektrofahrzeugen und Batteriekraftwerken mit nachweislich brennbaren Batterien handelt – wir haben die moralische Pflicht, die Risiken eines verfrühten oder erweiterten und beschleunigten Einsatzes zu verringern, bevor wir uns auf ein großes, gefährliches Experiment mit der Öffentlichkeit einlassen. Jede Regierung sollte zumindest offen und ehrlich über die potenziellen Gefahren informieren, bevor sie diese einer ahnungslosen Bevölkerung aufzwingt, damit die Menschen eine informierte Entscheidung treffen können.

Objektive Daten belegen nicht, dass der Klimawandel heute eine Krise verursacht. Das bedeutet, dass wir Zeit haben, die Technik auf Vordermann zu bringen. Unabhängig davon, ob es sich dabei um bessere Versionen bestehender so genannter grüner Energietechnologien oder um völlig neue, noch unentdeckte Energiequellen handelt, gibt es keine drohende Klimaapokalypse, die den überstürzten Einsatz von Energietechnologien rechtfertigen würde, von denen bekannt ist, dass sie – oft aus ungeklärten Gründen – unsicher sind.

Lassen Sie uns nicht heute Tod und Zerstörung verursachen, um morgen ein Phantom-Klimarisiko zu vermeiden.

Sources: NBC News; HITC; IEEE Spectrum

Link: https://heartlanddailynews.com/2023/02/climate-change-weekly-462-green-technologies-are-dangerous-not-ready-for-prime-time/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Das Ende der Wissenschaft, der realitätsnahen Politik und des Wohlstands

Stefan Kämpfe

Wissen ist Macht – Nichts wissen macht Nichts“ – mit diesem Spruch trösteten sich ganze Schülergenerationen. Spaß beiseite – zweifellos haben uns Wissenschaft und Technik unseren hohen Lebensstandard beschert und unsere Weltsicht geprägt. Doch im 21. Jahrhundert sinkt unser Wohlstand bedrohlich, und das Ansehen der einst so gefeierten Wissenschaften bröckelt. Ein Blick in die Geschichte zeigt: Fortschritt kann von langen Phasen der Stagnation oder gar des Rückschritts unterbrochen werden. Aktuell hat ein neues, dunkles Zeitalter der Kriege und des grün-religiösen Aberglaubens begonnen, und die Wissenschaft ist daran keinesfalls unschuldig. Im von Gender- und Öko-Wahn dominierten Deutschland zeigt sich der Niedergang besonders deutlich

Spätrömische Dekadenz Damals und Heute

Das Römische Reich zählte zweifellos zu den größten und erfolgreichsten Reichen der Weltgeschichte – und doch endete mit ihm die Antike, eine erste Epoche, in welcher gerade Wissenschaft und Technik große Erfolge feierten und hohes Ansehen genossen. Bei näherer Betrachtung fällt jedoch Folgendes auf: Alle der sieben Weltwunder der Antike wurden vor der Blütezeit Roms errichtet (das „jüngste“ der Weltwunder war der Leuchtturm „Pharos“ zu Alexandria, erbaut zu Beginn des 3. Jahrhunderts vor Christus, da war Karthago noch viel mächtiger als Rom). Nahezu alle wichtigen Erfindungen der Menschheit, seien es nun das Rad, die Waffentechnik, die Schrift, die Astronomie und Mathematik, das Pferd als Transportmittel oder die Seefahrt, erfolgten lange vor Rom, das aber davon profitierte. Führend in Wissenschaft, Kunst und Geometrie waren die alten Griechen, welche von Rom ebenso vereinnahmt wurden, wie die phönizisch-karthagische Seefahrt. Auch wenn es damals noch keine Patentrechte gab und die Quellenlage sehr lückenhaft ist, so gab es doch während des Aufstiegs Roms und der Römischen Kaiserzeit (etwa dem 3. Jh. vor bis zum 5. Jh. nach Christus) nur noch sehr wenige bahnbrechende Erfindungen; die wichtigsten waren wohl der Beton (Opus caementicium, im Deutschen meist Opus caementitium geschrieben), das gebundene (aber nicht gedruckte!) Buch, Zeitungen, der Wohnungsbau und die Post; führend waren die Römer auch in der Herstellung und Bearbeitung von Glas sowie in der Medizin und Sanitärtechnik. Aber im Großen und Ganzen verwaltete man das bisherige Wissen nur oder entwickelte es etwas weiter; die technische Bedeutung mancher antiker Erfindungen wie etwa von Herons Dampfball, einer ersten, überlieferten antiken Wärmekraftmaschine, erkannte man nicht. Hinderlich waren auch die sehr komplizierte Sprache (Latein) und das ebenso komplizierte Rechnen ohne die Null (wer schon mal einen Ablativus absolutus übersetzen oder mit Römischen Zahlen rechnen musste, weiß, wie schwierig und unhandlich das ist). „Unsere“ heurigen Zahlen, inklusive der Null, basierend auf dem System der Zehnerpotenzen, wurden erst ab dem Mittelalter, aus Indien und Arabien kommend, in Europa nach und nach gebräuchlich. Viel Zeit investierten die Römer hingegen in Steuer-, Verwaltungs- und Rechtswesen, was das Leben der Bürger zunehmend erschwerte und verteuerte. Die Oberklasse schwelgte im Luxus. Als dann ab dem Ende des 2. Jahrhunderts zunehmend Machtkämpfe und Bürgerkriege ausbrachen (nicht selten regierten drei oder vier Kaiser gegeneinander) und die Ost- und Nordgrenzen des Reiches von Einwanderern überrannt wurden, begann der Abstieg. Ähnlich, wie heute, wollten diese Einwanderer den Luxus und die Annehmlichkeiten Roms genießen; doch deren Integration misslang, und das Weltreich zerfiel. Einen nicht unwesentlichen Todesstoß erhielt es mit dem Niedergang der berühmten Bibliothek in Alexandria (ob und wann diese aber abbrannte, ist unter Historikern strittig), denn damit ging viel antikes Wissen verloren. Die Parallelelen zur jetzigen Zeit sind unübersehbar. „Das Gros der Wissenschaftler folgt eher ausgetretenen Pfaden und optimiert vorhandenes Wissen.“ – das behauptet der Forschungsmanager Wilhelm Krull. Er bezog sich dabei unter anderem auf die Ergebnisse dreier US-Forscher, welche 45 Millionen Fachartikel aus etwa 70 Jahren auswerteten sowie 4 Millionen Patente untersuchten und ihre Erkenntnisse in „Nature“ veröffentlichten; Näheres dazu hier. Und auch der damalige Verlust der Bibliothek von Alexandria sollte uns eine ernste Warnung sein: Unser heuer größtenteils digital gespeichertes Wissen könnte im Falle von Kriegen, Naturkatastrophen, Blackouts oder Hacker- und Terror-Angriffen verloren gehen, was uns ins Mittelalter zurückwerfen würde. Die aktuelle Beschäftigung mit Nebensächlichkeiten sowie die ausufernde Bürokratie und Bevormundung sind weitere Parallelen zwischen Damals und Heute.

Die Alchemisten – Menetekel der zunehmenden Abhängigkeit der Wissenschaften von der Macht

Ein jeder kennt in etwa die Geschichte des Alchimisten Johann Friedrich Böttger, eines Chemikers und Erfinders im barocken 18. Jahrhundert. Er war Miterfinder des europäischen Hartporzellans. Er überführte diese Erfindung in den Produktionsprozess und war der Gründungsadministrator der Porzellanmanufaktur Meißen. Doch wie viele Alchemisten seiner Zeit, konnte er nicht frei forschen – ihm fehlten schlichtweg die finanziellen und logistischen Möglichkeiten. August der Starke, wegen seiner Prunksucht und häufiger Kriege stets finanziell klammer sächsischer König, stellte ihm Forschungsmöglichkeiten, sperrte ihn aber auch in den Arrest. Dabei hatte Böttger noch Glück – zwar konnte auch er unmöglich Gold herstellen, aber mit dem wertvollen Porzellan erkaufte er sich seine teilweise Freiheit wenige Jahre vor seinem Tode zurück. Von der Alchemie zur Scharlatanerie ist es nicht weit – das Geld der Mächtigen ist gar zu verlockend. Womit wir bei der totalen Abhängigkeit der Forschung vom Geld der Machthaber wären.

Nur scheinbar noch große Erfolge trotz viel Wissenszuwachs – die alten Römer lassen grüßen. Stecken Forschung und Technik in der Sackgasse und gibt es eine Schallmauer für den Erkenntniszuwachs?

Nicht wenige Erfinder und Entdecker der frühen Neuzeit konnten ihre Erkenntnisse noch Dank eigener Ressourcen oder sehr bescheidener Förderungen realisieren. So erfand der Brillenmacher Hans Lipperhey (nicht ganz unumstritten) um 1608 das Fernrohr; welches Galilei nur wenige Jahre später seine bahnbrechenden astronomischen Entdeckungen ermöglichte. Auch die Gebrüder Wright, welchen 1903 der erste Motorflug gelang, waren lediglich einfache Mechaniker und Fahrradhändler. Doch spätestens seit der Zeit der Alchemisten wurde Forschung tendenziell immer material- personal- und kostenintensiver. Zunächst konnten noch große Erfolge gefeiert werden. Auch der Wissenszuwachs war nie größer, als heute. Doch Flugzeuge, Autos, Raketen, Internet, Smartphones und immer schnellere Großrechner basieren allesamt auf Grundlagenwissen, welches mit überschaubarem Aufwand von meist wenigen, genialen Forschern vor mehreren Jahrzehnten bis Jahrhunderten erarbeitet wurde; diese Ära endete etwa so zwischen 1915 und den späten 1960er Jahren (Einstein, Heisenberg, Higgs). Einige Paradebeispiele der Verlangsamung und Stagnation des Fortschritts sind hier. Um heute einen etwa gleich großen quantitativen oder qualitativen Fortschritt (Ertrag im weitesten Sinne) zu erzielen, müssen überproportional steigende Aufwendungen betrieben werden.

Abbildung 1: Überproportional steigende Aufwendungen für denselben Ertrag in Wissenschaft und Technik (schematisch). Für den gleichen Ertrag musste man in der Anfangszeit von Wissenschaft und Technik (links auf der waagerechten Ordinate) viel weniger Ressourcen einsetzen, als heute (rechts).

Es bestehen hier freilich erhebliche Unterschiede zwischen den einzelnen Wissenschafts- und Technikgebieten; trotzdem nähern wir uns immer mehr einer Art Schallmauer: Erkenntnisse sind immer schwerer zu gewinnen und in praxistaugliche Technik umzusetzen. Außerdem spielen gesellschaftliche Gegebenheiten eine wesentliche Rolle. In Deutschland mit seiner überbordenden Bürokratie, seinem komplizierten Steuer- und Rechtssystem und seiner zunehmend technik- und wissenschaftsfeindlichen Bevölkerung (Kern- und Gentechnik!) ist es sicher schwieriger und teurer, bahnbrechende Neuerungen zu entwickeln, als in aufstrebenden Nationen. Und gerade für eine zunehmend überalternde Gesellschaft, wie die deutsche, ist die überproportionale Aufwandsentwicklung ein zunehmendes Problem – jedem neuen Projekt droht zunehmender Personalmangel. Ob Robotik und künstliche Intelligenz hier Abhilfe schaffen können, ist ungewiss. Wächst uns die Wissenschaft immer mehr über den Kopf – ein Moloch, der alles verschlingt, aber kaum noch etwas leistet? Hinzu kommt die zunehmende Spezialisierung, es mangelt am geistigen Austausch zwischen den unterschiedlichsten Fachdisziplinen. Außerdem gibt es auch Fachdisziplinen wie etwa die Wetter- und Klimavorhersage, bei denen uns die Mathematik Grenzen setzt; Näheres dazu hier. Um Missverständnissen vorzubeugen – Forschung soll nicht in Frage gestellt werden. Aber sie ist zunehmend nur unter einer Voraussetzung möglich: Wohlstand und Produktivität müssten weiter wachsen, um die dafür benötigten Ressourcen zu erwirtschaften; außerdem können Großprojekte nur noch bei globaler Arbeitsteilung bewältigt werden. Und das ist, auch angesichts der immer weiter ausufernden Kriege des 21. Jahrhunderts, vorerst unwahrscheinlich.

Nichts gelernt: Die samt und sonders sinn- und ergebnislosen Kriege des 21. Jahrhunderts

Kriege gelten seit dem Altertum als Geißel der Menschheit, selbst wenn sie mitunter den Fortschritt beflügelten; man denke nur an die beschleunigte Entwicklung der Fliegerei im ersten und der Raketentechnik im zweiten Weltkrieg. Doch insgesamt binden sie viele Ressourcen und kosten Opfer, die dann Wissenschaft, Bildung und Forschung fehlen. Nach den Terror-Anschlägen des 11. Septembers 2001 rief der damalige US-Präsident George W. Bush den Kampf gegen den Terror und die Schurkenstaaten aus und belog die Welt mit den angeblichen Massenvernichtungswaffen im Irak. Doch die Ergebnisse dieses angeblich „gerechten“ Kampfes blieben bescheiden: Es gelang lediglich, Saddam Hussein und Osama Bin Laden zu ermorden; aber Terror und Instabilität blieben, und die angeblichen „Schurkenstaaten“ Iran und Nordkorea erstarkten. Syrien konnte nicht befriedet werden; in Afghanistan feierten die Taliban ihre Auferstehung. Mit Beginn des Ukraine-Krieges brach das Eitergeschwür des unseligen Ost-West-Konfliktes wieder auf; auch der China-Taiwan-Konflikt droht zu eskalieren. Das alles mag für die Entwicklung neuer Waffensysteme förderlich sein – insgesamt verstricken sich alle Großmächte immer aussichtsloser in eine Abwärtsspirale des Rückfalls in die unseligen Zeiten des 19. und 20. Jahrhunderts.

Falsche Verheißungen, Behauptungen, Prognosen und Fehlentscheidungen: Der massive Vertrauensverlust in Wissenschaft, Medien und Politik

In jüngster Zeit häufen sich schwerwiegende Fälle des Versagens der Wissenschaft und der eng mit dieser verflochtenen Politik. Das prominenteste Beispiel ist wohl die Corona-Pandemie. Weltweit wurden „auf wissenschaftlicher Basis“ die Freiheitsrechte von Milliarden Menschen über qualvolle zwei Jahre massiv eingeschränkt, um das Virus einzudämmen. Man hat damit sicher so manchen Corona-Toten verhindert – aber könnten die psychologischen und wirtschaftlichen Folgeschäden weitaus mehr Opfer gekostet haben? Vereinsamung, die Zunahme von Alkoholismus und Selbstmorden, die Vernachlässigung anderer Krankheiten und weiter sinkender Bildungsstand wegen geschlossener Schulen sowie eine massive Pleitewelle waren die „Nebenwirkungen“ des Schießens mit Kanonen auf Spatzen. Hastig entwickelte Impfstoffe versprachen zu viel, hielten nicht alles und kosteten noch mehr, Impfverweigerer oder Querdenker wurden diskriminiert und ausgegrenzt. Wir alle verloren fast zwei Lebensjahre in Merkels Corona-Massenknast – niemand übernimmt dafür die Haftung. Aber ab Mitte 2022 wurde die ganze Pandemie nach und nach sang- und klanglos zu Grabe getragen – nach all der Panikmache. Waren vielleicht Ukraine-Krieg und Energiekrise nun auf einmal wichtiger? Ach ja – die Deutsche Energiewende zwecks Klimarettung ist auch so ein „Wissenschaftsprojekt“. Wir erinnern uns: Die Energiewende sollte den Deutschen Durchschnittshaushalt nicht mehr kosten, als eine Kugel Eis, versprach Anfang der 2000er Jahre der grüne Oberlehrer Jürgen Trittin. Und die Umwelt würde dadurch besser geschützt. Viele Milliarden Eiskugeln später, angesichts der von Windrädern verschandelten und von Solarpaneelen aufgeheizten Landschaft zeigt sich: Alles viel teurer, wetterabhängiger und umweltschädlicher, als gedacht, man denke nur an die vielen gehäckselten Insekten, Greifvögel und Fledermäuse an den Windkraftanlagen, aber auch an die vielen Dunkelflauten.

Abbildung 2: Seit den frühen 2000er Jahren verteuerte sich Strom in Deutschland viel stärker, als die meisten andern Verbraucherpreise. Hier sind 4.000 KWh Jahresverbrauch für Haushaltsstrom zugrunde gelegt. Der starke Anstieg der Energiepreise begann schon in den frühen 2000er Jahren; nicht erst mit dem Beginn des Ukraine-Krieges! Bildquelle: statita.com

Alt-Kanzlerin Merkel, stets eng mit der Auto-Lobby vernetzt, versprach schon im Jahre 2013 eine Million zugelassene Elektro-Autos in Deutschland für das Jahr 2020. Es gibt nur zwei Möglichkeiten: Entweder waren ihre Kenntnisse auf dem Gebiet (sie ist studierte Physikerin) blamabel gering, oder sie log uns bewusst an, um wieder mal die Grünen links zu überholen. Immer deutlicher zeichnet sich ab: E-Mobilität führt nur in eine weitere Sackgasse, weil weder der Strom dafür noch die vielen, benötigten Seltenerdmetalle verfügbar sind – von den Umweltschäden ganz zu schweigen. Selbiges gilt auch für die Wärmepumpen. Und wie sieht es mit dem Lieblingsthema überbezahlter Aktivisten-Forscher, der Klimakatastrophe, aus? Im abgelaufenen Jahr 2022 erlebte die Südhalbkugel einen unerwartet strengen Winter, der aktuelle Nordwinter 2022/23 verläuft in vielen Regionen, von Mitteleuropa einmal abgesehen, ebenfalls harsch, und die Erderwärmung verläuft deutlich langsamer, als von den „wissenschaftlichen Modellen“ vorhergesagt; seit 101 Monaten (das sind mehr als 8 Jahre!) pausiert sie im globalen Mittel gänzlich.

Abbildung 3: Keine Erwärmung, sondern geringe (nicht signifikante!) weltweite Abkühlung seit Sept. 2014; Endpunkt ist der Januar 2023. Bildquelle, in deutscher Übersetzung hier

Ähnliches ist auch vom Schnee zu vermelden. Schon Anfang der 2000er Jahre unkten einige Forscher, es werde ihn in Deutschland schon bald nicht mehr geben. Angesichts der immer weiter verlotternden Deutschen Infrastruktur und der Energiekrise wäre das Ausbleiben von Schnee und Kälte eine frohe Botschaft – doch selbst im milden Winter 2022/23 waren sie wieder recht präsent und weigern sich ebenso zu verschwinden, wie schlechte Politiker und die von ihnen hinterlassenen Schulden oder Missstände. Verwirrende „Hilfestellung“ leistet uns die Wissenschaft stets auch in Ernährungsfragen – wenn da die vielen Irrtümer und die Ideologie nicht wären. „Nimm ein Ei mehr“ tönte die DDR-Werbung Mitte der 1970er Jahre. Als im Kältewinter 1978/79 dann wegen der Strom- und Heizungsausfälle viele Legehennen erfroren, waren Eier plötzlich schädlich – wegen des „bösen“ Cholesterins. Kaffee und schwarzer Tee galten lange Zeit als schlimme Gesundheitskiller, welche dem Körper Flüssigkeit und Vitamine rauben sollten – heuer sind sie rehabilitiert. Ob geringe Mengen Alkohol der Gesundheit eher schaden oder nützen, wird bis heuer kontrovers diskutiert. Gesundheitsminister Karl Lauterbach sagte dem angeblich so schädlichen Speisesalz den Kampf an – seine Mahlzeiten schmecken vermutlich so fade und langweilig, wie seine Reden sind. Mal werden Gluten, Stärke und Zucker verteufelt, dann wieder Milch oder Butter, und Fleisch ist neuerdings aus ideologischen Gründen (CO2-Bilanz!) ganz schädlich; dafür werden „Bio“ und „Veggie“ über den grünen Klee gelobt; allerdings können sie sich nur die grünen Besserverdiener leisten. Als weiterer Dauerbrenner unerfüllter Hoffnungen erweist sich die Kernfusion, welche, wenn sie denn wirtschaftlich genutzt werden könnte, unsere Energieprobleme beheben könnte. Seit Jahrzehnten immer der gleiche Satz: In spätestens 40 Jahren sei es vollbracht. Aber heuer, wieder mal 40 Jahre und hunderte Milliarden Dollar Forschungsgelder später, ist ein wirtschaftlich und zuverlässig arbeitender Fusionsreaktor noch immer außer Reichweite – die fragwürdigen Erfolgsmeldungen des Jahres 2022 ändern daran Nichts. Auch um die in den frühen 2010er Jahren so euphorisch gefeierte Genschere CRISPR-CAS wurde es deutlich ruhiger – denn all die versprochenen Super-Pflanzen und Tiere, welche Hitze und Dürre trotzen, dazu krankheitsresistent, produktiv und wohlschmeckend sind, blieben aus – das holländische, nach Wasser schmeckende Gemüse lässt grüßen. Und seit Jahrzehnten forscht die aufgeblasene, großspurige US-Weltraumbehörde NASA nun schon nach extraterrestrischem Leben und verspricht Erfolge in spätestens zehn Jahren. Morgen, Morgen, nur nicht heute, werde es schon mit der Goldmacherei klappen – Hauptsache, die Fördergelder und Drittmittel fließe üppig weiter (nicht wenige Forscher verbringen heuer mehr Arbeitszeit mit der Besorgung von Forschungsgeldern, als im Labor). Bei solcher Panikmache, Fehlprognosen, Halbwahrheiten und falschen Versprechungen wundert es nicht, dass sich immer mehr Menschen von Politik, Medien und Wissenschaft abwenden.

Widerlegt die aktuelle Erfolglosigkeit von Wissenschaft und Technik die Thesen der Prä-Astronautik?

Die Prä-Astronautik (auch Paläo-SETI genannt) ist eine Parawissenschaft, welche die Untersuchung der vermeintlichen Präsenz außerirdischer Intelligenzen auf der Erde während der Vorgeschichte und des Altertums zum Ziel hat. Diese sollen die Entwicklung der Menschheit wesentlich gefördert und beeinflusst haben. Bekanntester Vertreter dieser Thesen ist Erich von Däniken, dessen Buch „Erinnerungen an die Zukunft“ zum Bestseller wurde. Viele Behauptungen der Prä-Astronautik klingen zumindest plausibel, eindeutige Beweise fehlen jedoch, und vor allem die Pareidolie (sie bezeichnet die menschliche Schwäche, in Dingen und Mustern vermeintliche Gesichter und vertraute Wesen oder Gegenstände zu erkennen) ist ein starkes Gegenargument, welches viele prä-astronautischen Thesen entkräftet. Und dann fragt sich der kritische Zeitgenosse: Warum helfen uns die Aliens nicht jetzt aus der Sackgasse? Gerade in der Raumfahrt waren die Fortschritte der letzten Jahrzehnte recht bescheiden. Seit Eugene Cernan (Dez.1972) setzte kein Mensch mehr seinen Fuß auf einen fremden Himmelskörper, Reisen zum Mars würden mit unserer völlig veralteten Raketentechnik viele Monate (nur Hinflug!), zu den Gasriesen Uranus und Neptun Jahre, an den Rand des Sonnensystems Jahrzehnte, zum nächsten Stern Jahrzehntausende dauern… . Wo ist nun der gute außerirdische Onkel E.T., welcher uns die Tricks mit Wurmlöchern, Antimaterie-Antrieb oder Anti-Gravitation zeigt? Es bleiben drei Möglichkeiten: Es gibt kein außerirdisches intelligentes Leben (ob das, was gerade auf der Erde als Menschheit lebt, noch intelligent ist, darf bezweifelt werden), oder aber E.T. ist zu weit von uns entfernt, um uns finden und uns helfen zu können, oder aber er hat das Interesse an uns verloren.

Selektive, tendenziöse Berichterstattung: Wes‘ Brot ich ess‘, des‘ Lied ich sing‘

Politisch unabhängige Forschung und Medien – selbst in unseren westlichen Scheindemokratien existieren diese bestenfalls auf dem Papier. Ein jeder kennt hierfür viele Beispiele, man denke nur, wie sich Forscher und Journalisten auf jegliche negativen Auswirkungen der CO2-Zunahme und der Erderwärmung stürzen. Deren positive Auswirkungen (CO2 ist der wichtigste Pflanzennährstoff, eine Zunahme bedeutet besseres Pflanzenwachstum, und ein wärmeres Klima bietet wahrscheinlich mehr Vor- als Nachteile) verschweigt man hingegen. Ein besonders subtiles ganz aktuelles Beispiel, bei welchem die Kunst des Weglassens Anwendung fand, um politisch unbequeme Wahrheiten zu vermeiden, ist eine im Januar 2023 erschienene Studie des Deutschen Wetterdienstes (DWD) zur Zunahme der Globalstrahlung in Deutschland. Unter Globalstrahlung versteht man die Summe der kurzwelligen Einstrahlung, bestehend aus der direkten Sonneneinstrahlung und der diffusen Himmelsstrahlung. Diese nahm in den vergangenen vier Jahrzehnten merklich zu und ist besonders im Sommer die wichtigste Ursache der starken Klimaerwärmung in Deutschland. Doch dieser nun wirklich wichtige Umstand wird in der besagten Arbeit mit keinem Sterbenswörtchen erwähnt. Am Beispiel Potsdams soll einmal der überragend große Einfluss der sommerlichen Globalstrahlung auf die Sommertemperaturen illustriert werden (im Deutschland-Mittel herrschen grob ähnliche Verhältnisse).

Abbildungen 4a und b: Oben (4a) die Entwicklung der Globalstrahlung in Potsdam-Telegrafenberg seit 1983, mit diesem Jahr startet auch die erwähnte DWD-Studie. Unten die Entwicklung der sommerlichen Lufttemperaturen, selbe Station und selber Zeitraum, jeweils mit linearem Trend und elfjährigem, endbetontem Gleitmittel. Die Ähnlichkeit beider Verläufe ist erstaunlich; das Bestimmtheitsmaß beträgt 70,9%, was bedeutet, dass mehr als zwei Drittel der sommerlichen Temperaturvariabilität von der Globalstrahlung beeinflusst werden. Leider waren die Globalstrahlungsdaten nur bis 2019 verfügbar; mit jenem Jahr endet die Reihe des Potsdamer Institutes für Klimafolgenforschung (PIK), weil die Säkularstation Potsdam wegen zunehmender Wärmeinselbelastung aufgegeben werden musste – der DWD misst seitdem am Standort weiter; Näheres zum Wärmeinsel-Effekt und der Potsdam-Problematik hier.

War dem DWD, einer staatlichen Behörde, der enge Zusammenhang zwischen Globalstrahlung (im weitesten Sinne: Sonnenscheindauer) und Lufttemperaturen zu brisant, weil er die angeblich so dominante Rolle des CO bei der Erwärmung in Frage stellt? Stattdessen betont man lieber die Bedeutung der Globalstrahlung zur Gewinnung Erneuerbarer Energien – Political Correctness lässt grüßen. Aber dass die Sonne im Winter kaum scheint, bleibt unerwähnt.

Abbildung 5: Im Januar 2023 trug die massiv ausgebaute Solarenergie (gelbliche Spitzen) kaum etwas zur Stromerzeugung bei – weit weniger als 3% des Stromverbrauchs konnten damit gedeckt werden. Bildquelle: energy-charts.info, ergänzt

Die DWD-Studie kann man hier finden.

Der Öko-Fanatismus als neue Geißel des 21. Jahrhunderts: Aus Merkels Corona-Massenknast direkt in die grüne Öko-Diktatur

Zwar ist der angesprochene Niedergang des Fortschritts und der Freiheitsrechte ein weltweiter Prozess, aber in Deutschland, dem einstigen Land des Wirtschaftswunders und einem noch bis in die frühen 2000er Jahre führenden Industrieland, zeigt er sich besonders deutlich. Bis in die 1990er Jahren wurde Deutschland für seine leidlich funktionierende soziale Marktwirtschaft, sein Ingenieur- und Bildungswesen, seine gute Infrastruktur, seine Bemühungen im Umweltschutz und seine dank Energiemix sichere Energieversorgung weltweit geachtet, doch spätestens mit der Ära Merkel begann der Niedergang. Heuer ist Deutschland zwar immer noch der belächelte Oberlehrer in Sachen Ökologismus und Gender-Wahn, aber die Fehler und jahrelangen Verzögerungen beim Bau der Berliner Flughafens (BER), ständige Pleiten, Pech und Pannen bei der Deutschen Bahn und der Energiewende, das stark sinkende Bildungsniveau und die verlotternde Infrastruktur machen es zunehmend zum Deppen der Welt. Wohlstand und gesellschaftlicher Konsens bröckeln. Der quälend langen Merkel-Ära des Aussitzens, Nichts-Tuns, des Taktierens und des Macht-Erhaltens, getoppt vom Corona-Lockdown, folgte direkt die Öko-Diktatur. Mit Fridays for Future und der Letzten Generation entstanden Ende der 2010er Jahre besonders aggressive, fanatische und renitente Organisationen, welche in Deutschland besonders viel Zustimmung fanden. Sie erinnern mit ihrer Radikalität zunehmend an den RAF-Terror der 1970er Jahre. Zwar werden heuer keine Arbeitgeber-Präsidenten mehr ermordet, aber dafür wird die gesamte Bevölkerung mit Blockaden und aggressiven Demonstrationen drangsaliert und quasi in Dauer-Geiselhaft genommen. Im Laufe der Geschichte verfolgten schon viele politische Bewegungen und Parteien fanatisch ihre gefährlichen Ziele. Im Mittelalter gab es Fanatismus, der religiös geprägt war. Er hat dazu geführt, dass viele Menschen im Namen Gottes verfolgt oder sogar verbrannt wurden. Auch in der Gegenwart gibt es nun also Fanatiker, die ohne Rücksicht auf die Interessen anderer Menschen ihre politischen Ziele durchsetzen wollen und ein vernunftbetontes, an der Realität orientiertes Regieren unmöglich machen. Sie vertreten zwar keineswegs die Mehrheit der Bevölkerung, verschaffen sich aber mit aggressiven, spektakulären Aktionen wie dem Sich-Festkleben auf Straßen und Flughäfen oder der Beschädigung von Kunstwerken, viel mediales Interesse. Das Ganze ist eine nicht zu tolerierende Form der Nötigung und Erpressung. Spätestens seit Angela Merkel sind die Regierungen nur noch Marionetten und willfährige Erfüllungsgehilfen dieser Protestbewegungen – Greta Thunberg, die Umwelthilfe, die Gender- und Regenbogen-Szene sowie Luisa Neubauer sitzen quasi stets mit am Regierungstisch. Man will es allen recht und „barrierefrei“ machen und stolpert doch nur von Pleite zu Pleite. Seit den 2010er Jahren überrollt nun eine Flüchtlingswelle nach der anderen das im Niedergang befindliche Deutschland, kostet viel Geld, aber die Integration misslingt. Der brav seiner Arbeit nachgehende, Steuern zahlende Normalbürger kommt hingegen in den Medien und im Staatswesen kaum noch vor, dafür wird er mit Diesel-Fahrverboten, Gender-Sprech, CO2-Steuern, dramatisch steigenden Krankenkassenbeiträgen und Lebenshaltungskosten sowie immer mehr Bürokratie drangsaliert und schikaniert. Zwar besänftigten das 9-Euro-Ticket oder der Heizkostenzuschuss das Wahlvolk, aber nachhaltig und sinnvoll waren diese Strohfeuer nicht. Und die Ampel? Steht seit Inbetriebnahme auf Dauergrün. Aber so, wie die Letzte Generation an der Straße, klebt Kanzler Scholz an der Macht, und weil er seinen grünen Partner nicht in den Griff bekommt, setzt er eben Merkels Politik des Hinhaltens, Beschwichtigens, Verzögerns und Aussitzens fort. Mit schlimmen Folgen für uns alle – besonders im Energiesektor, denn aktuell jagt eine Strom- und Gaspreiserhöhung die nächste.

Die grünen Märchen vom Endsieg – grüne Wunderwaffen gegen den Energienotstand und die Umweltzerstörung?

Als Hitlers militärische Lage immer aussichtsloser wurde, versprach er neue Wunderwaffen, welche das Blatt wenden sollten. Das böse Erwachen kam spätestens am 8. Mai 1945, für viele auch schon bedeutend früher. Schauen wir uns nun einmal die versprochenen grünen Wunderwaffen gegen die Energiekrise an. Eine erste wird gerade klammheimlich beerdigt – die Bio-Treibstoffe. Noch vor Jahrzehnten versprach uns der grüne Oberlehrer Jürgen Trittin: „Der Acker wird das Bohrloch des 21. Jahrhunderts.“ Doch die Fotosynthese ist ein sehr schlechter Energiewandler – Solarzellen schneiden da deutlich besser ab. Biotreibstoffe treiben vor allem eines – die Nahrungsmittelpreise, denn sie belegen wertvolle Ackerflächen. Das immer teurer werdende „Essen auf Rädern“ sollte also besser nicht mit dem Rapsöl-getriebenen Fahrzeug ausgeliefert werden. Und gerade der Raps- und Maisanbau verursacht, da wenig bodenschonend und sehr energieintensiv, viele Umweltschäden bei wenig Endenergieertrag. So langsam werden also E 10, Biogas und Biodiesel an Bedeutung verlieren, wobei nichts dagegen spricht, nicht anders verwertbare Biomassereste energetisch zu verwerten. Die Windenergie hat ein massives Akzeptanz- und Ressourcenproblem: Sie verschandelt ganze Landschaften, und der Wind ist begrenzt: Schon jetzt deuten sich zurückgehende Windgeschwindigkeiten und Klimaschäden wegen Windübernutzung an; Näheres dazu unter anderem hier. Die Solarenergie wird zwar auch einen gewissen Beitrag zur Energieversorgung leisten können, allerdings ist auch ihr Flächen- und Ressourcenverbrauch zu hoch; schon heuer trägt sie massiv zur Klimaerwärmung bei (Wärmeerzeugung bei Sonnenschein), und in Deutschland scheint die Sonne von Mitte Oktober bis Mitte Februar zu wenig. Sonnenenergie wäre allerdings grundlastfähig und wetterunabhängig, würde sie im Weltraum erzeugt und mittels Mikrowellen-Strahlung zur Erde transferiert. Aber das ist erstens ferne Zukunftsmusik (in China, Europa und den USA wird daran geforscht), und dann sind da noch zwei ganz böse Störenfriede: Der immer weiter zunehmende Weltraumschrott und starke Sonneneruptionen könnten die Solarfarmen im All zerschießen. Bliebe der Wasserstoff als Energiespeicher für überschüssigen Ökostrom, aber der ist wegen der vielen Wandlungsprozesse (am Ende bleiben nur klägliche 15 bis 30% der ursprünglichen Energie übrig) sehr ineffizient, Näheres hier. Auch die Geothermie hat viele Tücken; und woher der ganze Strom sowie die Rohstoffe für die E-Autos und Wärmepumpen kommen sollen, bleibt unbeantwortet. Bliebe als letzte Wunderwaffe das Energiesparen – der grüne Waschlappen der Nation, Winfried Kretschmann, hat es ja quasi von oben herab verordnet. Doch es hat Grenzen und ist in vielen Bereichen schon längst ausgereizt. Alle Lebens-, Produktions- und Konsumtionsprozesse benötigen eine Mindestmenge an Energie – selbst der deutsche Behörden- und Beamtenschlaf. Das Kosten-Energie-Äquivalenzgesetz lässt grüßen, verteuert sich die Energie, wird unser Leben immer unbezahlbarer, Näheres dazu hier.

Ein schmutziges Geheimnis: Die Seltenen Erden

Selten sind sie nicht und auch keine Erden, sondern Metalle, aber sie werden für die grüne Energiewende überall massenhaft benötigt; dazu kommen exorbitante Mengen an Kupfer und Edelmetallen für die Elektrifizierung. Leider hat all das unschöne Begleiterscheinungen: Es muss der stets sehr umweltschädigende Bergbau massiv ausgeweitet werden, oft in Naturschutzgebieten, die Extraktion aus den Erzen erfordert viel Chemie, unter anderem hochgiftige Säuren, und es bleiben als Abfallprodukte giftige Metalle wie Blei und Arsen sowie radioaktive Abfälle wie Uran oder Thorium, welche, will man keine Kernkraftverwertung, in ein Endlager für radioaktive Stoffe müssen – das von den Grünen so massiv bekämpfte Gorleben lässt grüßen… . Bislang übernahmen China, Russland, Afrika und Südamerika diese Drecksarbeit, damit in Europa „saubere“ E-Autos fahren und Windkraftanlagen oder Solarzellen Strom liefern können. Wegen der neuen, hochbrisanten geopolitischen Lage (Ukraine-Krieg, Spannungen mit China) wird nun Europa vermehrt Bergbau betreiben müssen – sie ersetzen die dreckigen Kohleminen des 20. durch die für Seltene Erden des 21. Jahrhunderts. Auf die Reaktion der grünen Aktivisten darf man schon gespannt sein… .

4. Gibt es Wege aus der Sackgasse?

Zunächst einmal müssen Wissenschaft, Technik und Energiegewinnungsverfahren endlich wieder ideologiefrei und objektiv beurteilt werden. Alle Kriege müssen gestoppt werden – bis dahin ist es noch ein langer Weg, doch auch am Ende des furchtbaren Dreißigjährigen Krieges musste man einsehen: Verhandeln ist besser als Schießen, ein schlechter Frieden immer noch günstiger als jeder Krieg. Die Erpressung der gesamten Gesellschaft durch die Öko-Terroristen und die Gender-Szene muss gestoppt werden. Die Forschung muss wieder kreativer, interdisziplinärer, meinungstoleranter und offener für Quereinsteiger werden. Bislang gibt es (leider) keine wirklich umweltfreundliche Energienutzung! Es gelang auch praktisch nie, eine bestimmte Technik oder ein Energiegewinnungsverfahren erfolgreich per Dekret von oben zu verordnen! Den Königsweg für alle Nationen und Standorte gibt es nicht. Während in Island die Geothermie und in Norwegen die Wasserkraft dominieren, hat sich in den meisten Staaten ein Energiemix aus verschiedensten Quellen bewährt. Wegen ihrer hohen Energiedichte darf auch die in Deutschland geächtete Kernenergienutzung kein Tabu sein, zumal neue, inhärent sichere Reaktortypen in technischer und finanziell machbarer Reichweite liegen. Auch Methanhydrate könnten eine Option sein, falls sie sich kostengünstig und umweltfreundlich fördern und verwerten lassen. Wind- und Solarenergie sollten nur dort eine wesentliche Rolle spielen, wo sie reichlich vorhanden sind und nahe am Ort der Erzeugung direkt als Strom verbraucht werden können – wegen ihrer geringen Energiedichte sind lange Transportwege oder die Umwandlung in andere Energieträger wenig sinnvoll. Und es muss verstärkt an den wirklich potentiellen Energiequellen der Zukunft geforscht werden. Allerdings liegen diese, etwa die Kernfusion, vermutlich noch in weiter, ungewisser Ferne (ein Irrtum wäre gewiss ein Anlass zur Hoffnung). Heute arbeiten weltweit mehrere Tausend Mitarbeiter an ITER. Insgesamt 35 Nationen aus Europa, Asien, Russland und den USA sind an diesem Projekt zur Erforschung der Kernfusion beteiligt; Kostenpunkt: mindestens 20 Milliarden Euro. Technisch umsetzbare Ergebnisse lieferte ITER bislang aber nicht.

Die Aufgabe unserer Regierungen besteht nicht darin, die Ideologien militanter, aggressiver in der Energiepolitik auszuleben, sondern bezahlbare Energie für alle Menschen zu gewährleisten. Andernfalls werden schon in naher Zukunft zunehmende soziale Spannungen drohen, die sich schnell zu bürgerkriegsähnlichen Zuständen verschärfen können. Des Weiteren bedarf es einschneidender Reformen, um unser sehr ineffizientes Sozial-, Gesundheits- und Bildungssystem den schwierigen Erfordernissen der Neuzeit anzupassen.

Stefan Kämpfe, unabhängiger Natur- und Klimaforscher

 




Interview mit Tony Heller

Clintel

„Hallo, hier ist Tony Heller von realclimatescience.com, der über das Klima aufklärt“. Dies ist der Standard-Eröffnungssatz in den vielen Youtube-Videos, die Tony Heller online gestellt hat. Heller ist mit seiner Website, seinem Youtube-Kanal und seinem Twitter-Account zu einer bekannten Figur in der öffentlichen Klimadebatte geworden. Sein Schwerpunkt liegt auf der Wetter- und Klimageschichte und den Datenmanipulationen von US-Instituten wie der NASA und der NOAA.

Durch seine Klimaarbeit kam er in Kontakt mit der Japanerin Kirye. Sie ist ebenfalls sehr aktiv auf Twitter und auf dem Klimablog Notrickszone. Während der Covid-Pandemie beschloss sie, in die USA zu kommen, und jetzt sind sie und Heller verheiratet. Sie leben in Cheyenne, Wyoming, mit ihren Hunden.

Wir begrüßen Tony als unsere Nummer 1500 der Weltklimaerklärung! Er war gerne bereit, einige Fragen zu beantworten, teilweise per E-Mail und teilweise in einem Telefoninterview.

Welchen Hintergrund haben Sie?

Ich habe in vielen verschiedenen Bereichen der Wissenschaft, Technik und Bildung gearbeitet. Hier ist eine unvollständige Liste.
Ausbildung:
BS Geologie, Arizona State University
Master in Elektrotechnik, Rice University
Boston Universität Geologie
Universität von Nord-Arizona Informatik
Colorado State University Informatik
Universität von New Mexico Geochemie

Ich bin und war schon immer Umweltschützer. Früher habe ich als Wildnis-Ranger im Cibola National Forest, New Mexico, und im Santa Fe National Forest, New Mexico, gearbeitet. Amüsanterweise hat der Betreiber des Sandia Peak Skigebiets außerhalb von Albuquerque das Gebiet in diesem Jahr wegen der Angst vor der globalen Erwärmung geschlossen. Heute Morgen war es dort -17 °C kalt, und das leere Skigebiet ist unter tiefem Schnee begraben. Dieses Gebiet liegt ganz in der Nähe von Albuquerque, und jetzt müssen die Leute 100 km zum nächsten Skigebiet fahren.

Ich habe 1972 bei meiner ersten Anhörung im Kongress zur Unterstützung von Wilderness ausgesagt.

Ich habe für die Gesetze über saubere Luft und sauberes Wasser gekämpft. Derzeit kämpfe ich gegen die Stadt Boulder, Colorado, um die Bebauung der South Boulder Wetlands zu verhindern. Ich bin seit 40 Jahren Vollzeit-Radfahrer für alle meine Nahverkehrsmittel. Ich bin Mitglied der CO₂-Koalition.

Ich habe als Lehrer für Naturwissenschaften, Sportdirektor und Fußballtrainer an der Oak Creek Ranch School in Arizona gearbeitet. Als Mathematiklehrer an der Phoenix Country Day School und als Vertretungslehrer im Murphy School District in Phoenix, Arizona. Ich war EDV-Lehrer am Tomball College in Texas.

Ich habe in den Los Alamos National Labs Forschung im Bereich Geothermie und Ölschiefer betrieben. Später auch Thermodynamische Forschung an Methanhydraten und Vulkanforschung. Ich habe einen Sicherheitsanalysebericht für die DOE-Nuklearabfalldeponie im Permian Basin verfasst. Ich war ehrenamtlicher Kurator des Arizona Mineral Museum.

Ich wurde auch Elektroingenieur und arbeitete an vielen verschiedenen Projekten:

Compaq/SGI MIPS consortium design team
Power PC design team IBM/Apple/Motorola (Used in most game consoles over the last three decades, and PowerMacs)
Sandia Labs computer architect
Sandia Labs representative to Al Gore’s Bankers Trust key escrow consortium
Cyrix Media GX microprocessor design team manager
Raycer Graphics OpenGL graphics processor verification lead
Design manager Hitachi/ST SH5 microprocessor
Verification lead MemoryLogix microprocessor
Founder, design lead Visual Media video effects/editing software
OpenGL driver development ATI
Itanium/i7 design team Intel (very likely being used by you right now)
Sped up Helicos DNA sequencing algorithm by 50X
Sped up NCAR weather microphysics kernel by 500X
Ported NCAR’s radiative transfer model to GPU
Ported NCAR’s WRF weather model to Windows
Drone visualization and control software for the US military
Medical device control systems (under NDA)
Virtual reality visualization design (under NDA)
Radio control and visualization software (under NDA).

Ich bin geschäftiger denn je. Ich habe ein Startup-Unternehmen gegründet, das Software entwickelt.

Seit wann und warum interessieren Sie sich für den Klimawandel?

Ich interessiere mich für das Wetter, seit ich ein kleines Kind war, und beschäftige mich mit der globalen Erwärmung, seit ich 1980 in den Los Alamos Labs damit bekannt gemacht wurde.

Wie haben sich Ihre Ansichten zum Klimawandel entwickelt?

Ich war jahrzehntelang ein überzeugter Anhänger der globalen Erwärmung. Mein Chef in Los Alamos machte mich mit diesem Gedanken bekannt. Das Ganze erschien mir recht plausibel, ich sah Veränderungen im Wetter. In den neunziger Jahren flog ich häufig nach London. Einmal bin ich im Februar geflogen und habe westlich von Heathrow Leute beim Wasserskifahren gesehen, das ist schon bemerkenswert. Aber dann, eines Tages im Januar, nahm ich einen Zug von London nach Cambridge und blieb wegen starken Schneefalls stecken. Ich begann, Veränderungen im Wetter zu beobachten, die eher zyklisch als linear zu sein schienen. Ich begann, mir die Klimadaten der NASA und der NOAA anzusehen, und entdeckte, dass sie unter dem Deckmantel von „Anpassungen“ manipuliert wurden – was im Falle der Vereinigten Staaten sogar zu einer Umkehrung des Trends führte. Mir wurde schnell klar, dass dies wahrscheinlich die schlechteste Wissenschaft war, die ich je gesehen hatte.

Nachdem ich historische Aufzeichnungen der Gletscherschmelze untersucht hatte, stellte ich fest, dass sie nicht mit den NASA-Temperaturdiagrammen übereinstimmen. Meine Nachforschungen haben keine Beweise für eine Zunahme von Wetterextremen ergeben.

Ungefähr im Jahre 2008 begann ich, einige Artikel für The Register zu schreiben, dann für den Blog von Anthony Watts und dann begann ich meinen eigenen Blog. Das tue ich nun schon seit 15 Jahren.

Sie scheinen sich auf Wetter- und Klimageschichte spezialisiert zu haben, wie kam es dazu?

Ich habe mich schon immer für das Wetter interessiert, schon als Kind. Als ich anfing, mir die Temperaturdaten der NASA anzusehen und sie mit den tatsächlichen historischen Aufzeichnungen zu vergleichen, stellte ich schnell fest, dass es überhaupt keine Korrelation gab. Nehmen wir das Jahr 1921: Es war ein sehr warmes Jahr, sowohl in den Vereinigten Staaten als auch auf der ganzen Welt. Es gab schreckliche Hitzewellen und Dürren, über die in den Zeitungen ausführlich berichtet wurde. Viele Menschen hungerten in Osteuropa, Russland und Asien:

Und 1921 war in den rohen Temperaturdaten für die USA das zweitwärmste Jahr in den Aufzeichnungen. Schaut man sich jedoch die NASA-Temperaturdaten an, so zeigt sich, dass 1921 eines der kältesten Jahre in den Aufzeichnungen ist! Die Arktis schmolz sehr schnell, es gab viele Berichte über schwindende Gletscher. Aber irgendwie kam die NASA zu dem Schluss, dass es eines der kältesten Jahre seit Beginn der Aufzeichnungen war, was absurd ist. Das ist absurd. Was sie tun, ist Betrug in höchstem Maße.

Haben Sie einen Preis dafür gezahlt, dass Sie sich zu diesem Thema geäußert haben?

Ja, ich habe auf jeden Fall eine Menge Jobs und Verträge wegen meiner Klimaarbeit verloren. Man kann sagen, dass ich ein frühes Opfer von Cancel Culture war. Finanziell konnte ich mich durch Spenden auf meinem Blog über Wasser halten. Und ich bin auch ein ziemlich guter Programmierer, so dass ich in der Regel etwas Programmarbeit finden kann. Ich bereue es nicht, dies getan zu haben. Ich habe erkannt, dass es wichtig ist und dass die Leute, die das tun, ruchlose Dinge im Schilde führen. Es ist wichtig, die Menschen wissen zu lassen, was vor sich geht. Meine Beobachtung aus der Geschichte ist, dass Regierungen, die mit solchen großen Lügen beginnen, sehr schlechte Absichten haben und viele Menschen töten.

Welchen Standpunkt vertreten Sie in Bezug auf die Klimasensitivität?

Ich denke, dass das ganze Konzept der Klimasensitivität ein Witz ist. Es basiert auf einem sehr vereinfachten Modell, das davon ausgeht, dass es nur eine Variable im Klimasystem gibt. Ich war sehr gut mit Dr. Bill Gray befreundet. Sein Hauptargument war, dass, wenn die Temperaturen steigen, auch die Konvektion zunimmt, was zu Gewitterwolken führt, wodurch mehr Wärme in die obere Atmosphäre abgeleitet wird. Selbst die Zahlen, die Judith Curry verwendet, z. B. 1,5 Grad Celsius für eine Verdoppelung, sind viel zu hoch angesetzt. Meiner Meinung nach sind diese Zahlen von vornherein absurd und gehen von einem statischen Klima aus. Für mich ist die ganze Idee der Klimasensitivität eine Farce.

Ist der Klimawandel in Ihrem Land ein großes Thema und wie merken Sie das?

In den USA werden wir ununterbrochen mit Klimapropaganda bombardiert.

Wie sollte Ihrer Meinung nach die Klimapolitik idealerweise aussehen?

Es sollte keine „Klimapolitik“ geben – die ein trojanisches Pferd für die Steuerung der Energiepolitik ist. Wir brauchen eine rationale Diskussion über Energiepolitik, die nicht durch Aberglauben über einen imaginären Zusammenhang zwischen Energie und Klima getrübt wird.

Was ist Ihre Motivation, die Clintel World Climate Declaration zu unterzeichnen?

Die Möglichkeit, zur Aufklärung der Öffentlichkeit beizutragen.

Link: https://clintel.org/tony-heller/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Neue Studie: Die Korallenriffe der Welt gehen nicht unter

Sich verändernde Korallen sind erstaunlich anpassungsfähig an den Klimawandel

Dr. Peter Ridd

Eine neue, von der Global Warming Policy Foundation veröffentlichte Studie widerlegt alarmistische Behauptungen über den Zustand der Korallenriffe der Welt.

Nach Ansicht des Autors, des renommierten Riff-Wissenschaftlers Peter Ridd, zeigen die offiziellen Daten keine Anzeichen für einen langfristigen Trend bei der Gesundheit der Riffe. Tatsächlich deuten die besten Aufzeichnungen – für das australische Great Barrier Reef – darauf hin, dass die Korallenbestände einen Rekordstand erreicht haben.

Dr. Ridd sagte dazu:

„Der Öffentlichkeit wird ständig weisgemacht, dass die Riffe durch die globale Erwärmung irreparabel geschädigt werden, aber Bleichereignisse, über die so viel Unkenrufe verbreitet werden, sind einfach die natürliche Reaktion der Korallen auf Veränderungen in der Umwelt. Sie sind eine außerordentlich anpassungsfähige Lebensform, und auf Bleichereignisse folgt fast immer eine rasche Erholung“.

Dr. Ridd schlägt vor, Korallen nicht als bedroht durch den Klimawandel zu betrachten, sondern sie vielmehr als einen der Organismen anzuerkennen, die in einer sich erwärmenden Welt am wenigsten Schaden nehmen werden.

„Korallen beziehen ihre Energie aus einer symbiotischen Beziehung mit verschiedenen Algenarten. Wenn sich die Umweltbedingungen ändern, können sie schnell zu einer anderen Art wechseln, die besser an die neuen Bedingungen angepasst ist. Diese Anpassungsfähigkeit bedeutet, dass die meisten Probleme, die sie erleiden, nur von kurzer Dauer sind“.

Dr. Ridd sagt, dass die wirklichen Risiken für die Riffe von Überfischung und Verschmutzung herrühren.

Die GWPF hat Autoren, die von den Schlussfolgerungen der Studie abweichen könnten, um Stellungnahme zu dieser Studie gebeten. Keiner der Autoren, die kontaktiert wurden, nahm diese Einladung an.

Peter Ridd: Coral in a Warming World: Causes for Optimism (pdf)

Link: https://www.thegwpf.org/publications/worlds-coral-reefs-not-declining-new-paper-reveals/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Erreichen von Net Zero

Viv Forbes

Den Klerikern des grünen Kults zufolge wird sich das globale Klima beruhigen, wenn wir erst einmal die letzte Kohlemine in die Luft jagen, alle Dieselmotoren auf den Schrottplatz werfen, keinen Beton mehr verwenden, Segelschiffe neu erfinden, das Grasland mit Solaranlagen und die Hügel mit Windkraftanlagen bedecken und dann unser gesamtes Vieh schlachten. Es wird dann, so diesen Dogmatikern weiter zufolge, nicht zu warm, nicht zu kalt sein. Es wird kein extremes Wetter mehr geben, keine Dürren, Überschwemmungen, Wirbelstürme oder Schneestürme und kein Aussterben von Pflanzen und Tieren.

Doch die Aufzeichnungen in den Felsen erzählen eine ganz andere Geschichte über Klimaveränderungen. Selbst als die Natur noch volle Kontrolle über das Klima hatte, war dasselbe kein ruhiger Ort.

Lange bevor die erste Dampflokomotive über die erste Eisenbahnstrecke schnaufte, wurde die Erde regelmäßig von Naturkatastrophen heimgesucht – Erdbeben, Flutwellen, Polverschiebungen, magnetische Umkehrungen, Vulkanausbrüche, Unwetter und Dürreperioden. Riesige Gebiete waren von erstickenden Eiskontinenten, Wüstensand, gewaltigen Schlamm- und Lavaströmen, Salzschichten und dicken Kohleflözen bedeckt. Tausende von Arten verschwanden, darunter Dinosaurier, Mammuts und die australische Megafauna.

Auch der moderne Mensch ist gegen das drohende Aussterben nicht gefeit, aber es wird nicht von der heutigen warmen, feuchten Atmosphäre oder dem Gas des Lebens, dem Kohlendioxid, ausgehen. Es wird wahrscheinlich vom nächsten eiszeitlichen Klimazyklus dieser Epoche kommen, bei dem lange, bittere Eiszeiten von kurzen Wärmeperioden getrennt werden. Diese globalen Wetterzyklen werden durch Änderungen der Umlaufbahnen im Sonnensystem ausgelöst.

In jeder kurzen Warmzeit wie dem heutigen Holozän stoßen die sich erwärmenden Ozeane genug Kohlendioxid in die Atmosphäre aus, um das reichhaltige Pflanzen- und Tierleben zu unterstützen, das uns heute umgibt. Aber niemals hat diese „globale Erwärmung“ die zyklische Rückkehr des Eises verhindert. Die Warmzeit des Holozäns, in der wir leben, hat ihren Höhepunkt bereits überschritten, und lange bevor wir Netto-Null-Emissionen erreichen, wird die Kälte zurückkehren.

Wenn Schneestürme wehen und Gletscher wachsen, werden sich die großen Eisschilde wieder ausbreiten. Kohlendioxid wird aus der Atmosphäre in die sich abkühlenden Ozeane entweichen, und der größte Teil der Menschheit wird von Frost, Dürre, Ernteausfällen und Hunger bedroht sein. Einige wenige Glückliche, die in Äquatorregionen oder in Bunkern und Gewächshäusern rund um Kohle- oder Kernkraftwerken leben, könnten überleben.

Diejenigen, die noch in der Lage sind, Uran, Kohle, Öl oder Gas abzubauen, schaffen es vielleicht, genügend Wärme und Kohlendioxid als Pflanzennahrung zu erzeugen, um die feindlichen Bedingungen – kalte Sonne, den Permafrost und die trockene, karge Atmosphäre – teilweise auszugleichen. Und einige wenige, die über die entsprechenden Fähigkeiten und Werkzeuge verfügen, könnten wieder zu Jägern und Sammlern werden (die meisten Neandertaler haben den letzten Eiszeitzyklus jedoch nicht überlebt).

Wir sollten die moderne Warmzeit nicht fürchten, sondern feiern und für die vielen Vorteile danken, die sich aus der Nutzung dieser wunderbaren natürlichen Vorräte an Kohlenwasserstoff und Kernenergie ergeben, um unsere Häuser zu wärmen, Wasser zu pumpen, Batterien aufzuladen und unsere Tiere und Pflanzen zu ernähren.

Diese guten Zeiten werden nicht ewig andauern.

Wenn das Eis zurückkehrt, werden verfallene Windturbinen und schneebedeckte Solarzellen als nackte Grabsteine auf dem Friedhof der gescheiterten grünen Religion zurückbleiben.

Link: https://cornwallalliance.org/2023/02/achieving-net-zero/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE