Es ist an der Zeit, den Mythos eines Grand Solar Minimums zu beerdigen

Dr. Javier Vinós

Vor vierzehn Jahren wurde ein neuer Klima-Mythos geboren. Ein Grand Solar Minimum (GSM) war im Entstehen begriffen, das nicht nur die globale Erwärmung umkehren, sondern den Planeten in eine neue kleine Eiszeit stürzen würde, was die Klimaalarmisten überraschen und übermäßiges Leid verursachen würde. Es ist nun an der Zeit, diesen Mythos zu begraben.

1. Der Ursprung des Mythos‘

Das tiefe solare Minimum von 2008-2009 war für die Sonnenphysiker eine völlige Überraschung. Sie wussten nicht, dass die Sonnenaktivität so gering werden konnte, da dies in der Zeit der Sonnenbeobachtung mit modernen Instrumenten noch nicht vorgekommen war. Im Jahr 2009 veröffentlichte ein Sonnenforscher namens Habibullo Abdussamatov einen Artikel in russischer Sprache, in dem er behauptete, dass es in den folgenden Jahren zu einer starken Abkühlung kommen würde, die auf den Beginn eines neuen GSM zurückzuführen sei. Er begründete das so:

● Die geringe Sonnenaktivität des damals laufenden Sonnenzyklus‘ (SC) Minimum 23-24.

● Ein zweihundertjähriger Zyklus der Sonnenaktivität, bei dem die Sonnenaktivität nach 1600 und nach 1800 abgenommen haben soll

● Die Pause in der globalen Erwärmung seit 1998

Abbildung 1. Aus Abdussamatov 2009. „Die Sonne bestimmt das Klima“. Nauka i Zhizn, N1, S. 34-42.

Diese Vorhersage erreichte den Westen und wurde sehr populär, wie eigentlich jede Katastrophenvorhersage. Artikel über die Ankunft eines GSM wucherten auf Klima-Blogs wie z. B. dieser auf WUWT: The ‚Baby Grand‘ has arrived.

Andere Wissenschaftler wie Livingston & Penn und de Jager & Duhau schlossen sich 2009 den Vorschlägen von Abdussamatov an, indem sie das Auftreten eines GSM vorschlugen, obwohl sie hinsichtlich seiner klimatischen Auswirkungen vorsichtiger waren. Das ging so weit, dass sie das Narrativ der globalen Erwärmung bedrohten, als es durch die Pause und Climategate angegriffen wurde. So kam kein Geringerer als Stefan Rahmstorf zu ihrer Verteidigung und sagte, dass den Modellen zufolge

„ein neues Minimum der Sonnenaktivität vom Maunder-Typ die durch menschliche Treibhausgasemissionen verursachte globale Erwärmung nicht kompensieren kann.“ (Feulner & Rahmstorf 2010)

2. 2012 bis 2015: die goldenen Jahre des Mythos‘

Nach 2009 nahm die Sonnenaktivität langsam zu, und es war klar, dass es sich bei SC24 um einen Zyklus handelte, wie es ihn seit fast einem Jahrhundert nicht mehr gegeben hatte. Viele Wissenschaftler schrieben Arbeiten über ein SGM, das von einer Hypothese zu einer ernsthaften Möglichkeit geworden war. In den Jahren 2012 und 2013 veröffentlichte Abdussamatov neue Arbeiten in englischer Sprache.

Im Jahr 2011 veröffentlichte der schwedische Meeresspiegelexperte Nils-Axel Mörner einen Artikel in einer der wenigen Zeitschriften, die noch skeptische Beiträge akzeptieren, nämlich Energy & Environment. Er begann mit einer kühnen Behauptung:

„Um 2040-2050 werden wir ein neues großes Sonnenminimum erleben. Dann ist mit einer neuen ‚Kleinen Eiszeit‘ in der Arktis und in Nordwesteuropa zu rechnen“. – Nils-Axel Mörner, 2011

Für diese Behauptung legte er keine anderen Beweise vor als eine Verlängerung der Sonnenaktivität auf der Grundlage der Sonnenflecken-Aufzeichnungen.

Zwei Jahre später brachte Nils-Axel 18 andere Forscher dazu, sich an der ersten Ausgabe einer neu gegründeten Zeitschrift, Pattern Recognition in Physics, zu beteiligen. Es handelte sich um eine Sonderausgabe zum Thema, wie die Umlaufbahnen der Planeten Sonnen-Variationen verursachen könnten. Sie enthielt einen von den 19 Forschern unterzeichneten Brief, der einen Frontalangriff auf die Schlussfolgerungen des IPCC darstellte. Zu den Unterzeichnern gehörten bekannte Forscher wie Willie Soon, Nicola Scafetta, Ole Humlum, David Archibald, Harald Yndestad und Don Easterbrook sowie einige im Internet aktive Personen wie Tallbloke. Das vorhersehbare Ergebnis war die Einstellung der Zeitschrift durch ihre Herausgeber. Der Brief endete mit einer Schlussfolgerung und zwei Implikationen, auf die sich die Unterzeichner geeinigt hatten. Die zweite Schlussfolgerung ist hier von Bedeutung:

Offensichtlich befinden wir uns auf dem Weg zu einem neuen großen Sonnenminimum. Dies lässt ernsthafte Zweifel an einer anhaltenden, ja sogar beschleunigten Erwärmung aufkommen, wie sie vom IPCC-Projekt behauptet wird.“

Zu diesem Zeitpunkt wurden bereits zahlreiche Artikel über das kommende GSM und seine möglichen Auswirkungen auf das Klima veröffentlicht (de Jager & Duhau 2012; Solheim et al. 2012; Anet et al. 2013; Steinhilber & Beer 2013). Zahlreiche Artikel im Internet machten den Mythos unter Klimaskeptikern und -alarmisten sehr populär, die von der katastrophalen Natur einer neuen Eiszeit angezogen wurden.

3. Valentina Zharkovas Ruhm

Es war im Juli 2015, als der Mythos in die Zeitungen der Welt sprang. Die Forscherin Valentina Zharkova von der Northumbria University stellte ihr Sonnenmodell auf einer Tagung vor, und in der Pressemitteilung wurde hervorgehoben, dass sie einen „Rückgang der Sonnenaktivität um 60 % in den 2030er Jahren auf das Niveau einer ‚Mini-Eiszeit’“ vorhersagte.

Die Verbindung zum Klima wurde nicht von ihr hergestellt, sondern von denen, die die Pressemitteilung verfasst haben. Ihre im gleichen Jahr veröffentlichte Studie (Zharkova et al. 2015) enthielt nichts über das Klima. Sie selbst sagte:

„In der Pressemitteilung haben wir nichts über den Klimawandel gesagt. Ich vermute, dass sie, als sie vom Maunder-Minimum hörten, Wikipedia oder etwas Ähnliches benutzten, um mehr darüber herauszufinden.“ – Valentina Zharkova

Ihre Forschung wurde erst durch die Medienberichterstattung mit dem Klimawandel und der Kleinen Eiszeit in Verbindung gebracht. Sie sagte jedoch, dass es für sie einen Sinn ergab, als die Verbindung hergestellt war. Die Aufmerksamkeit gefiel ihr. Bis heute bringt sie ihre Forschungen zur Sonnenaktivität mit den Auswirkungen auf das Klima in Verbindung. In einem Leitartikel aus dem Jahr 2020 für die Zeitschrift Temperature (Zharkova 2020) schreibt sie:

„Dies wiederum kann in den nächsten drei Zyklen (25-27) des großen Minimums zu einem Rückgang der Erdtemperatur um bis zu 1,0 °C im Vergleich zur aktuellen Temperatur führen. Die größten Temperaturrückgänge werden während der lokalen Minima zwischen den Zyklen 25-26 und 26-27 auftreten.“ – Zharkova, 2020

Irina Kitiashvili, eine NASA-Forscherin, hat ebenfalls ein Modell, das vorhersagt, dass SC25 etwa die Hälfte der Aktivität von SC24 haben wird (Kitiashvili 2020). Das Problem mit den Modellen von Kitiashvili und Zharkova ist, dass sie eine komplexe lineare Extrapolation der seit SC21 im Jahr 1980 abnehmenden Sonnenaktivität darstellen.

4. 2018 werden die Karten neu gemischt

Eine Arbeit von Zharkovas Gruppe aus dem Jahr 2018 (Popova et al. 2018) rückte ihr Modell um 800 Jahre zurück und wurde von dem bekannten finnischen Sonnenforscher Ilya Usoskin scharf kritisiert (Usoskin 2018). Er war ein Gutachter der Studie, aber seine Rezension ging im System des Verlags verloren und wurde später als Kommentar veröffentlicht. Usoskin stellte mit gutem Grund fest, dass:

„Es ist unmöglich, harmonische Vorhersagen für Tausende von Jahren auf der Grundlage von nur 35 Jahren Daten zu machen. – Usoskin 2018

und dass die Ergebnisse des Modells durch Beobachtungen widerlegt wurden.

Abbildung 2 ist eine Abbildung aus Zharkova et al. 2015 mit meinen Hinzufügungen in Rot.

Während das Maunder-Minimum dort ist, wo es sein sollte, fehlt das Spörer-Minimum, das größte GSM seit Tausenden von Jahren. Stattdessen bezeichnete sie den Zeitraum 1350-1500 irreführenderweise als die mittelalterliche Warmzeit, die mindestens 300 Jahre früher stattfand. Zharkova hat sich in die Reihe der Klimawissenschaftler eingereiht, die bereit sind, die Daten zu verdrehen, um ihre Karriere zu fördern. Zharkovas Modell ist die Computerzeit nicht wert, die es verbraucht. Dies ist eine traurige Realität für so viele Modelle heutzutage.

Im Jahr 2018 stand das neue solare Minimum bevor, und in Klima-Blogs wurden zahlreiche Artikel über ein bevorstehendes GSM veröffentlicht. Ein solares Minimum ist auch die Zeit, in der die solaren Polfelder ihre 11-Jahres-Maximalwerte erreichen, was es uns ermöglicht, die Stärke des kommenden Zyklus mithilfe der Polfeldvorläufermethode vorherzusagen. Auf einer Tagung im Jahr 2018 gab Leif Svalgaard seine Vorhersage bekannt, dass SC25 etwas mehr Aktivität als SC24 haben sollte, nicht weniger.

5. Der Januar 2023 weist bereits so viel Aktivität auf wie der Februar 2014.

Der Februar 2014 war der aktivste Monat im SC24 mit 146,1 Sonnenflecken und 166,2 solaren Fluxeinheiten (sfu) im 10,7-cm-Radioband, der anderen Methode zur Messung der Sonnenaktivität. Der Januar 2023 hatte 143,6 Sonnenflecken und 176,6 sfu, was der Aktivität des aktivsten Monats im SC24 entspricht (Abbildung 3).

Abbildung 3. Sonnenaktivität, gemessen anhand der monatlichen Sonnenfleckenzahl (links, schwarz) und des 10,7-cm-Sonnenflusses (rechts, rot), zwischen 1975 und Januar 2023.

Die geglättete Sonnenfleckenzahl, die von SILSO zur Bestimmung des Beginns, des Endes und des Maximums des Sonnenzyklus verwendet wird, ist aufgrund der Glättung um 6 Monate verzögert. Sie zeigt jedoch durchgängig, dass SC25 in gleichem Abstand zum Minimum etwas aktiver ist als SC24.

Abbildung 4. Unter Verwendung der geglätteten Sonnenfleckenzahl von SILSO zeigt SC25 etwas mehr Aktivität als SC24. Quelle: Jan Alvestad

Es bleibt noch viel Zeit bis zum Ende von SC25, vorhersehbar um 2031-32, aber die Behauptung, dass SC25 viel weniger aktiv sein wird als SC24, ist nicht mehr haltbar. Daher sollten die Befürchtungen, dass sich ein GSM während der nächsten Sonnenzyklen entwickeln wird, nicht weiter kolportiert werden.

6. Die Sonnenspektralanalyse wusste es seit 2006

Bevor diese ganze Geschichte begann, bevor die Polarfeld-Vorläufermethode eine Vorhersage für SC24 hatte, bevor irgendjemand wusste, dass ein Rückgang der Sonnenaktivität bevorstand, veröffentlichte Mark Clilverd zusammen mit anderen britischen und finnischen Forschern 2006 eine Arbeit mit dem Titel „Predicting solar cycle 24 and beyond“ (Clilverd et al. 2006). In dieser bemerkenswerten Arbeit verwendeten sie eine spektrale Methode, die auf säkularen Zyklen in der Sonnenfleckenzahl basiert, um vorherzusagen, dass die Zyklen SC24 und 25 eine viel geringere Aktivität als frühere Zyklen haben würden, aber von SC26 gefolgt werden würden, wenn die Aktivität beginnen würde, sich zu erholen (Abbildung 5).

Abbildung 5. Clilverds Modell sagte zwei Zyklen mit geringer Aktivität voraus, lange bevor sie eintraten.

Es sei daran erinnert, dass die NASA-Wissenschaftler im Jahr 2006 einen großen Sonnenzyklus 24 prognostizierten, der größer war als SC23.

Da er der erste war, der das derzeitige ausgedehnte solare Minimum als Ausdehnung von nur zwei Zyklen vorhersagte und die richtigen Daten angab, ist es nur fair, dass dieses ausgedehnte solare Minimum als Clilverd-Minimum bezeichnet wird.

Im Jahr 2016 habe ich auch ein einfaches Spektralmodell der vergangenen und zukünftigen Sonnenaktivität erstellt, das ich in einem Kommentar auf WUWT veröffentlicht habe. Das Modell wurde 2018 für mein Buch verfeinert und erscheint in Kapitel 13 (21st Century Climate Change). Die modellierte Variable ist die Gesamtzahl der monatlichen Flecken in einem Zyklus von Anfang bis Ende, da die maximale Aktivität eine weniger zuverlässige Variable ist. Da die Länge eines Zyklus nicht vorhergesagt werden kann, wird von 11-jährigen Zyklen ausgegangen (Abbildung 6). Wenn ein Sonnenzyklus nicht genau 11 Jahre lang ist, wird die Form des Zyklus beeinflusst, aber die Gesamtaktivität der Sonne sollte nicht beeinflusst werden.

Abbildung 6. Spektralmodell der Sonnenaktivität, das den hundertjährigen Feynman-Zyklus (F1-F4) zeigt und die Sonnenaktivität bis 2130 vorhersagt. Abbildung aus Vinós 2022.

Dieses Modell sagte im Jahr 2016 auch voraus, dass im 21. Jahrhundert keine GSM auftreten werden. Tatsächlich könnte es zwei bis drei Jahrhunderte dauern, bis die Menschen wieder einen GSM erleben. Kein schlechtes Ergebnis, wenn es sich als richtig erweist, denn GSM haben einen sehr starken negativen Einfluss auf das Klima (Vinós 2022).

Download the bibliography here.

Link: https://andymaypetrophysicist.com/2023/02/18/it-is-time-to-bury-the-grand-solar-minimum-myth/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

Diskussion zwischen Dr. Zharkova und Dr. Vinós

Der Beitrag von Dr. Javier Vinós steht in direktem Gegensatz zu den Arbeiten von Dr. Valentina Zharkova, die ihre Forschungen auch bei der EIKE-Tagung vorgetragen hatte (Video, PDF). Nachdem der Beitrag von Vinós bei WUWT erschienen war, gab es sofort eine umfangreiche, aber stets sachliche Diskussion dazu von zahlreichen Kommentatoren. Das ist Wissenschaft, die Wissen schafft – so wie es sein sollte.

Beide Lager haben nach Ansicht des Übersetzers sehr gute Argumente, was ihn als Möchtegern-Philosoph zu der Folgerung kommen lässt, dass vielleicht beide Seiten recht haben. Es scheint, als ob man ein Grand Solar Minimum unterschiedlich definiert. Ein großer Vorteil dieses Disputes ist es, dass es um überschaubare Zeiträume geht – und nicht irgendwann in 50 oder 100 Jahren.

Hier soll noch aus den Kommentaren der Austausch zwischen Dr. Zharkova und Dr. Vinós direkt heraus genommen und übersetzt angefügt werden. Es ist nicht mein Fachgebiet, daher enthalte ich mich jeder Bewertung. Es wird aber spannend, wie dieser Beitrag ggf. auf diesem Blog kommentiert wird.

Dr. Zharkova schreibt bei WUWT unter einem Pseudonym und spricht von sich in der 3. Person.

Dr. Zharkova:

Die Antworten von Zharkova auf die unbegründeten Kommentare von Usoskin wurden in dem rpaper in JASTP mit den Antworten auf jeden Kommentar gegeben (Zharkova et al 2018). Auch die Situation bzgl. des aktuellen Großen Solaren Minimums und der Sonnenaktivität im Zyklus 25 wird in der aktuellen Studie von Zharkova und Shepherd, 2022 (PDF hier) diskutiert.

Die Schlussfolgerung ist klar: Das GSM läuft gut, ab 2020 und im Verlauf, wie wir es 2015 vorausgesagt haben https://www.nature.com/articles/srep15689.

Link zu diesem Kommentar: https://wattsupwiththat.com/2023/02/18/it-is-time-to-bury-the-grand-solar-minimum-myth/#comment-3683508

Dr. Vinós:

„Das GSM läuft gut“ – Natürlich läuft es gut, weil es nicht auftaucht, Gott sei Dank!

Ich stimme den Argumenten von Ilya Usoskin voll und ganz zu. Ich halte ihn für einen der großen Sonnenforscher unserer Zeit.

Link zu diesem Kommentar: https://wattsupwiththat.com/2023/02/18/it-is-time-to-bury-the-grand-solar-minimum-myth/#comment-3683580

Dr. Zharkova:

Auch Zharkova et al. (2015; hier) möchten an unsere Vorhersage für 2015 (Abb. 2, untere Grafik) der Sonnenaktivität in den Zyklen 25 und 26 erinnern. Die Abbildung zeigt, dass das Maximum des Zyklus‘ 25 nahe am Zyklus 24 liegt und etwa 80 % des Maximums des Zyklus‘ 24 erreichen wird, während das Maximum des Zyklus‘ 26 nur etwa 30 % des Maximums des Zyklus‘ 24 erreichen wird. Bislang beträgt die maximale Anzahl der Sonnenflecken im Zyklus 25 (143) 80% des Maximums im Zyklus 24 (163). Die weitere Zeit wird zeigen, ob dieses Verhältnis so gut beibehalten wird, wie wir es vorhergesagt haben.

Ich kann nur hinzufügen, dass die Polarjets mit starken Frösten und Schneestürmen, die in diesem Winter auf der Nordhalbkugel in den USA, Kanada, dem Vereinigten Königreich und Russland aufgetreten sind, und die sommerlichen Schneefälle und Fröste in Australien im Dezember 2022 nur die ersten Warnungen vor weiteren Kälteeinbrüchen sind, die kommen werden, nachdem die Sonne das Maximum des Zyklus‘ 25 überschritten hat, in dem sie sich jetzt befindet.

Dieser letzte Satz ist auf jeden Fall ein Punkt für Dr. Zharkova! Man braucht nur an die „Kältereports“ zu denken. – Der Übersetzer

Link zu diesem Kommentar: https://wattsupwiththat.com/2023/02/18/it-is-time-to-bury-the-grand-solar-minimum-myth/#comment-3683847

Dr. Vinós:

Bislang beträgt die maximale Anzahl der Sonnenflecken im Zyklus 25 (143) 80% des Maximums im Zyklus 24“

Nein. Wie ich in dem Artikel gesagt habe, war die maximale monatliche Sonnenfleckenzahl im Zyklus 24 146,1 im Februar 2014. Die Daten sind hier zu finden und können überprüft werden.

Die bisherige maximale Sonnenfleckenzahl im Zyklus 25 (143,6 im Januar 2023) entspricht also 98,3 % des Maximums im Zyklus 24. 10,7 cm Sonnenfluss sind in diesem Zyklus bereits dahin gegangen, wo er in SC24 nicht hinreichen konnte.

Es könnte in der Zukunft kaltes Wetter geben, aber das hat nichts damit zu tun, dass das Modell von Valentina Zharkova falsch ist. Springen Sie lieber von ihrem Schiff, bevor es untergeht.

Link zu diesem Kommentar: https://wattsupwiththat.com/2023/02/18/it-is-time-to-bury-the-grand-solar-minimum-myth/#comment-3683856

Der Link zum Artikel bei WUWT: https://wattsupwiththat.com/2023/02/18/it-is-time-to-bury-the-grand-solar-minimum-myth/




Was ist falsch bzgl. Elektrofahrzeuge? Alles!

Peter Murphy

Der allgemeine Tenor der Autowerbung und aller Werbespots für den Verkauf von Produkten ist, dass man sich gut fühlt und es sich daher lohnt, sein Geld auszugeben. Wenn Sie ein neues Auto der Marke [geben Sie die Marke an] fahren, fühlen Sie sich wahrgenommen, sicher, besonders, glücklich usw. Das Leben ist schön; sogar noch schöner!

Bei Elektrofahrzeugen wird uns der kolossale Schwachsinn verkauft, dass der Besitz eines solchen Autos „besser für den Planeten ist“. Ein aktuelles Beispiel ist eine Pizza. Wenn Sie bei [der Pizza-Kette] Dominos Pizza bestellen, können Sie beruhigt sein, denn der Fuhrpark des Unternehmens wird komplett elektrisch betrieben! Und wer kann die lustige Super-Bowl-Werbung aus dem Jahr 2022 vergessen, in der Arnold Schwarzenegger und eine meiner Lieblingsfrauen, nämlich Salma Hayek, für Elektroautos warben?

Memo an Arnold, Salma und den letzten ehemaligen A-Lister [?], Kevin Bacon, und jetzt Will Farrell während des diesjährigen Super Bowls, die alle mit Elektroautos Geld verdienen: Es ist höchste Zeit, diesen Wahnsinn zu hinterfragen. Elektrofahrzeuge schaden der Umwelt, reduzieren die Kohlenstoff-Emissionen nicht nennenswert, sind regressiv gegenüber Amerikas armer bis mittlerer Klasse, beuten die Massen in den Entwicklungsländern aus und stärken das kommunistische China, das die größte nationale Sicherheitsbedrohung für die Vereinigten Staaten darstellt.

Elektrofahrzeuge benötigen riesige Batterien, die etwa 1.000 bis 3.000 Pfund wiegen und aus Metallen wie Kobalt, Mangan, Nickel und Graphit bestehen. Diese teils hoch giftigen Materialien stammen meist aus Entwicklungsländern, vor allem aus dem Kongo, wo sie durch Kinderarbeit aus dem Untergrund gewonnen werden. Außerdem gibt es nicht genügend Kapazitäten für den ausreichenden [in deutscher Übersetzung hier] Abbau der Materialien, um den Ersatz von Benzinfahrzeugen auch nur in Erwägung zu ziehen.

Bergbau zwecks Energiespeicherung ist einer der Gründe, warum die so genannten grünen Umweltaktivisten und -organisationen Erdöl, Kohle und Erdgas verachten, obwohl Heuchelei unter dem Banner des „Kampfes gegen den Klimawandel“ bedeutet, das Offensichtliche niemals zugeben zu müssen, geschweige denn sich zu entschuldigen.

Studien [in deutscher Übersetzung hier] haben gezeigt, dass die fossile Energie, die für den Abbau und den Transport von Metallbestandteilen und für die Herstellung von Batterien (insbesondere in China) benötigt wird, zusammen mit der Energie, die für die Versorgung des Stromnetzes notwendig ist, den angeblichen Vorteil der geringeren Kohlenstoff-Emissionen zunichte macht. Eine Studie des National Bureau of Economic Research aus dem Jahr 2015 kam zu dem Ergebnis, dass E-Fahrzeuge einen negativeren Einfluss auf die Umwelt haben als Benzinfahrzeuge. Und da die Stromkosten für Privathaushalte bis 2022 um 10,5 Prozent steigen werden, übersteigen die Kosten für den Betrieb von Elektroautos mancherorts die von Benzinfahrzeugen.

Elektroautos sind mit durchschnittlich mehr als 65.000 Dollar so teuer wie Luxusautos, was sie zu einem Tugendspielzeug für die oberen Einkommensschichten und Wohlhabenden macht. Da die US-Regierung den Kauf dieser Fahrzeuge mit einer Steuergutschrift von 7.500 Dollar subventioniert, bedeutet dies, dass jeder nicht wohlhabende Steuerzahler wohlhabenden Käufern mit einem Haushaltseinkommen von bis zu 300.000 Dollar dabei hilft, Besitzer eines Elektroautos zu werden. Nennen wir es „umgekehrte Robin Hood“-Politik.

Abgesehen von den zweifelhaften Auswirkungen auf die Kohlendioxid-Emissionen (falls das überhaupt eine Rolle spielt, was eine ganz andere Debatte ist) und der Perversität der Subventionierung des Kaufs von E-Fahrzeugen durch arme Arbeitnehmer für Besserverdienende, gibt es noch weitere Probleme bei der Umstellung der US-Autoflotte auf Elektrofahrzeuge.

Elektrofahrzeuge stellen eine Version des Kolonialismus des 21. Jahrhunderts dar und werden bald zu einer wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Schwachstelle für die Vereinigten Staaten werden.

Das liegt an unserem größten Widersacher China, genauer gesagt, an der Kommunistischen Partei Chinas. Das ist der gleiche Klüngel, der gerade ungestraft einen Spionageballon über Amerika geschickt hat, der Millionen von Minderheiten innerhalb seiner Grenzen verfolgt, der die Verbündeten der USA im Pazifik militärisch bedroht und der die USA infiltriert, indem er Ackerland kauft, Universitäten finanziert, der Hollywood-Filmindustrie Inhalte diktiert sowie Regierungs- und Industriegeheimnisse reihenweise stiehlt.

China baut unaufhaltsam ein globales Monopol auf Batteriematerialien auf, indem es massiv in den Bergbau in Afrika und anderswo investiert, während die Biden-Regierung gerade 225.000 Acres im Norden Minnesotas für den Bergbau gesperrt hat, obwohl sich dort die größten Mineralienvorkommen der Nation befinden. Während Präsident Biden die US-Kapazitäten für die Herstellung von Elektrofahrzeugen reduziert, während er gleichzeitig darauf drängt, deren Anzahl auf den Straßen zu erhöhen, werden die amerikanischen Existenzen zunehmend von der Kommunistischen Partei Chinas bedroht [in deutscher Übersetzung hier].

Nach dem von China ausgelösten Coronavirus und dem Wissen, dass unsere eigenen Arzneimittel so stark von der chinesischen Produktion abhängig sind, sollte man meinen, unsere Herren in der Regierung würden uns von der Abhängigkeit von China befreien. Doch weit gefehlt.

Stattdessen sind Präsident Biden, „Klimabotschafter“ John Kerry und seine gesamte Regierung Spielball Chinas, mehr darauf bedacht, das herrschende Politbüro zu verärgern. Einer von mehreren Gründen dafür ist die leichtgläubige Hoffnung, dass sie eine Art Klimaabkommen mit China schließen können.

Von „Klimawandel“ besessene Regierungspolitiker und Gesetzgeber scheinen blind für die hässlichen Realitäten ihrer eigenen Politik zu sein. Den Amerikanern Elektroautos aufzudrängen ist ein regressiver Irrweg, der keine Auswirkungen auf das Klima hat, mehr Bergbau und Ausbeutung von Arbeitern in den Entwicklungsländern erforderlich macht und unser wirtschaftliches Wohlergehen und unsere Sicherheit der Gnade der Kommunistischen Partei Chinas ausliefert.

Haben Sie immer noch ein gutes Gefühl dabei, ein Elektroauto zu fahren?

Autor: Peter Murphy is Senior Fellow at CFACT. He has researched and advocated for a variety of policy issues, including education reform and fiscal policy, both in the non-profit sector and in government in the administration of former New York Governor George Pataki. He previously wrote and edited The Chalkboard weblog for the NY Charter Schools Association, and has been published in numerous media outlets, including The Hill, New York Post, Washington Times and the Wall Street Journal. Website: https://www.petermurphylgs.com/

Link: https://www.cfact.org/2023/02/15/whats-wrong-with-electric-vehicles-everything/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




CEEMD vs. Joseph Fourier

Willis Eschenbach

Bei einem meiner nächtlichen Streifzüge durch die Klimaliteratur stieß ich auf eine Studie aus dem Jahr 2021 mit dem Titel „Evidence of solar 11-year cycle from Sea Surface Temperature (SST)“ von Daniele Mazza und Enrico Canuto, im Folgenden MC21 genannt. Sie behaupten, mit Hilfe der Fourier-Analyse nachweisen zu können, dass die Meerestemperatur im tropischen Pazifik im Bereich des Nino 4 (5°N bis 5°S, 160°E – 150°W) im Zeitraum 1948-2021 ein Signal des Sonnenzyklus‘ enthält. Die gleiche Behauptung machen sie auch für ein breiteres Band im gleichen Nino-4-Gebiet der Tropen (10°N bis 10°S, 160°E – 150°W).

In dieser Analyse werde ich zwei sehr unterschiedliche Gründe aufzeigen, warum ihre Schlussfolgerungen nicht gerechtfertigt sind.

Lassen Sie mich mit der Frage beginnen: Was ist die Fourier-Analyse, eigentlich? Nun, im Jahr 1807 veröffentlichte ein französisches Genie namens Joseph Fourier seine brillante Erkenntnis. Er hatte erkannt, dass jedes Signal, z. B. eine Zeitreihe von Temperaturbeobachtungen, in eine Reihe von perfekten Sinuswellen zerlegt werden kann. Diese Sinuswellen, jede mit ihrer eigenen Amplitude, Periode und Phase, lassen sich addieren, um das ursprüngliche Signal exakt zu rekonstruieren.

Die Fourier-Analyse ist ein sehr leistungsfähiges Verfahren zur Zerlegung eines Signals. Sie hat sich bei der Analyse, Synthese und dem Verständnis von Signalen aller Art als äußerst erfolgreich erwiesen und wird für eine Vielzahl von Analysen verwendet. Sie ist jedoch nicht das einzige relevante Verfahren.

CEEMD steht für „Complete Ensemble Empirical Mode Decomposition“. Wie die Fourier-Analyse zerlegt sie ein Signal in eine Reihe von einfacheren Signalen. Die Fourier-Zerlegung zerlegt ein Signal jedoch nur in reine, gleichbleibend regelmäßige Sinuswellen. CEEMD hingegen zerlegt das Signal in „empirisch bestimmte“ zugrundeliegende Signale. Das bedeutet, dass der Bereich der Zykluslängen der Signale in jeder Gruppe durch die Daten selbst bestimmt wird. Ich erörtere CEEMD ausführlich in meinem Beitrag mit dem Titel Noise Assisted Data Analysis.

Was bedeutet das in der Praxis? Nun, lassen Sie mich CEEMD auf die Daten anwenden, die sie in ihrer Analyse verwendet haben. Zunächst sehen Sie hier die monatlichen Sonnenfleckendaten von 1948 bis Mitte 2021:

Abbildung 1. Monatliche Sonnenfleckenzahlen, Januar 1948 – Juni 2021.

Und hier ist die vollständige empirische Zustands-Dekomposition (CEEMD) desselben Sonnenfleckensignals:

Abbildung 2. CEEMD-Zerlegung der monatlichen Sonnenfleckenzahlen.

Was sehen wir uns hier also an? Das obere Feld zeigt die Rohdaten. Die Felder C1 bis C9 zeigen das Signal in jedem der neun empirischen Modi. Zusammen mit dem Resttrend im unteren Feld ergibt sich daraus eine perfekte Rekonstruktion des ursprünglichen Signals. Der größte Teil des Sonnenfleckensignals liegt eindeutig im empirischen Modus C6.

Im Folgenden wird die CEEMD-Sonnenfleckenzerlegung auf eine andere Weise betrachtet. Dazu werden die Periodogramme der einzelnen empirischen Modi betrachtet. Periodogramme zeigen die Perioden (Zykluslängen) der Signale, die den jeweiligen empirischen Modus bilden. Abbildung 3 zeigt dieses Ergebnis:

Abbildung 3. Periodogramme der CEEMD-Zerlegung der monatlichen Sonnenfleckenzahlen.

Hier sehen wir, dass der empirische Modus C6 einen starken Sonnenfleckenzyklus enthält, der mit knapp 11 Jahren seinen Höhepunkt erreicht, mit etwas mehr sonnenfleckenbezogener Stärke im empirischen Modus C7. Ansonsten gibt es wenig zu sehen.

Nun können wir die langperiodischen Schwankungen im Sonnenfleckensignal nachbilden, indem wir einfach die in Abbildung 2 gezeigten empirischen Modi von ~ 11 Jahren und länger addieren. Dabei handelt es sich um die Modi C6 bis C9 plus den Resttrend. Abbildung 4 zeigt dieses Ergebnis, überlagert mit den zugrunde liegenden Sonnenfleckendaten:

Abbildung 4. Sonnenfleckenzahlen wie in Abbildung 1, überlagert mit der Summe der empirischen Modi von 11 Jahren und länger.

So weit, so gut. Sie können sehen, wie gut der CEEMD die Schwankungen in den Sonnenfleckendaten wiedergibt. Als Nächstes zeige ich die gleiche Art von Analyse für den großen NINO4-Bereich, der in der MC21-Analyse verwendet wurde. Hier sind zunächst die Rohdaten von 1948-2021:

Abbildung 5. Monatliche NINO4 10°N-10°S Temperaturen, Januar 1948 – Juni 2021.

Als Nächstes wird die vollständige empirische Zustands-Zerlegung (CEEMD) desselben Temperatursignals dargestellt:

Abbildung 6. CEEMD-Zerlegung der monatlichen NINO4-Temperaturen.

Dann haben wir die Periodogramme jedes der empirischen Modus-Signale:

Abbildung 7. Periodogramme der CEEMD-Zerlegung der monatlichen NINO4-Temperatur.

Hier können wir sehen, dass es einen starken Zyklus gibt, der bei 12 Jahren seinen Höhepunkt erreicht … und das ist der Grund, warum die Autoren von MC 21 ein „Sonnensignal“ in den Ozeantemperaturen geltend machen. In den Sonnenfleckendaten gibt es jedoch keinen 12-Jahres-Zyklus. Sehen Sie sich Abbildung 3 an. Er ist ein paar Monate kürzer als ein 11-Jahres-Zyklus.

Schließlich können wir, wie in Abbildung 4, den zugrundeliegenden Temperaturzyklus in den NINO4-Daten von 10°N-10°S rekonstruieren, indem wir die 11-jährigen und längeren empirischen Modi plus den Rest addieren. Abbildung 8 zeigt dieses Ergebnis:

Abbildung 8. Temperaturen wie in Abbildung 1, überlagert mit der Summe der empirischen Modi von 11 Jahren und länger.

Wie man sieht gibt es ein Signal, und die CEEMD-Analyse ergibt eine sehr gute Übereinstimmung … aber es ist ganz anders als das Signal der Sonnenflecken. Um die Unterschiede zu verdeutlichen, möchte ich die Summen der CEEMD-Modi über elf Jahre für die Sonnenflecken und die Temperaturen zeigen:

Abbildung 9. Vergleich der zugrundeliegenden Zyklen der Sonnenflecken und der NINO4 10°N-10°S Temperaturen. Um einen direkten Vergleich zu ermöglichen, wurden die CEEMD-Resttrends in beiden Ergebnissen nicht berücksichtigt.

Hier werden die Fehler in ihrer Analyse ganz offensichtlich. Sie haben behauptet, dass ein 12-Jahres-Zyklus in den Temperaturdaten auf Sonnenschwankungen zurückzuführen ist. Aber wie Sie sehen können, gibt es zwar eine passable Übereinstimmung bis 1980, aber selbst in diesem Abschnitt sind die Spitzen und Tiefpunkte des Temperatursignals dem Sonnensignal manchmal um bis zu anderthalb Jahre voraus. Das würde bedeuten, dass es unmöglich ist, dass die NINO4-Temperatur den Sonnenfleckenzyklus verursacht … und zu anderen Zeiten liegen die Flecken bis zu dreieinhalb Jahre vor den Temperaturen.

Schlimmer noch, nach 1980 verschieben sich die NINO4-Temperaturen mehr und mehr nach rechts. Dies spiegelt den Unterschied zwischen dem 10,75-Jahres-Zyklus der Sonnenfleckendaten im Zeitraum von Januar 1948 bis Juni 2021 und dem 12-Jahres-Zyklus der NINO4-Temperaturen im gleichen Zeitraum wider.

Kurz gesagt, die Zyklen liegen zwar nahe beieinander, aber sie zeigen keinen Zusammenhang zwischen dem 11-jährigen Sonnenfleckenzyklus und dem 12-jährigen Temperaturzyklus in diesem Zeitraum.

Warum also gibt es eine Ähnlichkeit? In ihrer Studie zeigen sie den Grund auf, nämlich:

Nachdem wir Hunderte von Temperaturaufzeichnungen der Erdoberfläche heruntergeladen und analysiert hatten, fanden wir schließlich in einigen wenigen Fällen eindeutige Beweise für die 11-Jahres-Zyklus-Signatur der Sonne, während diese in der überwiegenden Mehrheit der anderen Fälle nicht nachweisbar war, da sie unter anderen (saisonalen oder El-Nino-bedingten) Schwingungen oder Rauschen begraben war.

(Nebenbei bemerkt gefällt mir ihre völlig unbelegte Behauptung, dass der Sonneneffekt überall vorhanden ist, aber nur nicht „nachweisbar“ ist, weil er unter Gründen „begraben“ ist … aber ich schweife ab).

Das Problem ist, dass man, wenn man an genügend Stellen sucht, schließlich ein ähnliches Signal findet … aber das ist wahrscheinlich statistisch nicht signifikant. Hier ist ein Beispiel:

Nehmen wir an, Sie haben einen Zufallszahlengenerator, der bei jeder Benutzung eine neue Zufallszahl zwischen eins und hundert erzeugt. Ein Mann sagt: „Ich kann den Bereich der nächsten Zahl erraten. Sie wird zwischen eins und fünf liegen“. Und tatsächlich, die nächste Zahl ist drei.

Da die Wahrscheinlichkeit, dass er sie zufällig richtig errät, nur eins zu zwanzig (0,05) beträgt, gilt dieses Ergebnis bei einem „p-Wert“ von 0,05 als statistisch signifikant, und vielleicht hat der Mann Recht, dass er die Zahl erraten kann. Natürlich besteht bei einem p-Wert von 0,05 immer noch eine 5 %ige Chance, dass es sich um reines Glück handelt.

Nehmen wir aber andererseits an, die nächste zufällige Zahl ist zweiunddreißig. Der Mann liegt falsch. Also sagt er: „Lass es mich noch einmal versuchen“ … und wieder scheitert er. Also versucht er es noch einmal und noch einmal, und natürlich hat er irgendwann schließlich Recht.

Ist dieses Ergebnis statistisch signifikant? Darf er sich als erfolgreich bezeichnen?

Nun … nein. Wie mein Vater zu sagen pflegte, als ich ein Kind war: „Selbst ein blindes Huhn findet ab und zu ein Korn“.

Nein, es ist nicht signifikant, und er kann keinen Erfolg für sich beanspruchen, denn wenn man genügend Versuche unternimmt, oder im Falle der aktuellen Sonnenflecken, wenn man an genügend Stellen nachsieht, wird man schließlich ein positives Ergebnis erhalten.

Um dies auszugleichen, verwenden wir die so genannte „Bonferroni-Korrektur“. Dabei handelt es sich um eine Erweiterung der Arbeit des italienischen Mathematikers Carlo Emilio Bonferroni (1892-1960). Die Korrektur selbst wurde von einer Frau namens Olive Jean Dunn entwickelt und 1961 veröffentlicht. Sie erwähnte Bonferroni nur einmal in ihrer Analyse, aber sie war in den 1960er Jahren eine Frau, so dass Bonferroni den Ruhm erntete … man stelle sich das vor.

Auf jeden Fall besagt die Bonferroni/Dunn-Korrektur, dass man, wenn man nach statistischer Signifikanz bei einem bestimmten p-Wert von „α“ suchen (sagen wir 0,05 wie im obigen Beispiel, ein Wert, der in der Klimawissenschaft häufig verwendet wird) und man an „n“ Stellen danach sucht, man den p-Wert wie folgt nach unten anpassen muss:

Nach ihrer eigenen Beschreibung suchten die Autoren nach dem Sonnensignal in „Hunderten von Temperaturaufzeichnungen“ … um also etwas statistisch Signifikantes zu finden, muss es eine sehr, sehr gute Übereinstimmung sein, mit einem Bonferroni-korrigierten p-Wert von

α von 0,05 / n von 100 = korrigierter p-Wert von 0,0005

Dies ist eine Übereinstimmung, wie sie in der Klimawissenschaft nur selten vorkommt … und in ihrer Analyse erwähnen sie nicht einmal die statistische Signifikanz.

Das ist also meine Analyse der MC21-Studie. Und, hoppla, wenn sie einfach eine einfache alte Fourier-Analyse verwendet hätten und sie mit der Fourier-Analyse der Sonnenflecken für den gleichen Zeitraum verglichen hätten, anstatt sie nur mit den NINO4-Temperaturen durchzuführen, hätten sie das Problem sofort erkannt:

Abbildung 10. Fourier-Periodogramme der Sonnenflecken und der NINO4-Temperaturen von 10°N-10°S.

Wie man sieht sind die Perioden bei weitem nicht gleich, was bedeutet, dass sie in und aus der Phase zueinander gehen. Das wiederum bedeutet, dass, wie oben in Abb. 9 gezeigt, die Veränderungen der NINO4-Temperaturen zeitweise die Veränderungen der Sonnenflecken anführen … und das bedeutet, dass die Sonnenflecken unmöglich die Ursache für die NINO4-Temperaturen sein können.

Und eine weitere Sonnenstudie beißt ins Gras.

Zur Erinnerung: Ich habe vor einigen Jahrzehnten begonnen, mich mit der Frage eines Zusammenhangs zwischen Sonnenflecken und Wetter zu beschäftigen, und ich war ein wahrer Gläubiger des Zusammenhangs zwischen Sonnenflecken und Wetter. Ich dachte, es wäre einfach, Beweise dafür zu finden, dass Sonnenflecken in irgendeiner Form das Wetter beeinflussen.

Aber obwohl ich mir eine Reihe von Temperaturen, Niederschlägen, Fluss-, See- und Meeresspiegeln und anderen Phänomenen angesehen habe, von denen behauptet wurde, sie enthielten ein Sonnenfleckensignal, habe ich nie eine Behauptung gefunden, die einer genauen Prüfung standhielt. Hier finden Sie Links zu 24 meiner Sonnenfleckenanalysen, die alle … nichts zeigten. Das bedeutet nicht, dass es keinen Zusammenhang zwischen Sonnenflecken und Oberflächen-Phänomenen gibt – es bedeutet nur, dass ich, falls es ihn gibt, ihn nicht finden konnte.

Link: https://wattsupwiththat.com/2023/02/20/ceemd-vs-joe-fourier/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




„Uns bleiben 500 Tage, um ein Klima-Chaos zu vermeiden“

Cap Allon

Angst ist eine mächtige Waffe. Die Bedrohung durch eine drohende „Klimakatastrophe“ wird seit Jahrzehnten zur Kontrolle der Weltbevölkerung eingesetzt. Es ist an der Zeit, dass wir alle aufwachen.

In den 1960er und 1970er Jahren waren Warnungen vor Ozonabbau, saurem Regen, die Ernte bedrohenden Dürren und sogar einer drohenden Eiszeit in den Tageszeitungen zu lesen – Drohungen, die absichtlich ausgesprochen wurden, um die Schafe in Angst und Schrecken zu versetzen und gefügig zu machen.

In den 1980er Jahren wurden diese Warnungen dann verfeinert, sorgfältig und böswillig zu der vielleicht größten Kontrollmaßnahme geformt, die je erdacht wurde. Am Ende des Jahrzehnts waren die Eliten bereit, sie auf die Massen loszulassen.

Sie erkannten, dass die Angst mittels dem Volk die Schuld an einer drohenden Katastrophe zu geben zusätzliche ausbeutbare Aspekte liefert. Aspekte der Schuld, des Machtkampfes, der Spaltung und der Besteuerung. Die Behzeichnung der Kontrollmaßnahme war Anthropogenic Global Warming (AGW).

Die Aussage von James Hansen von der NASA vor dem Kongress im Jahr 1988 brachte den Stein ins Rollen, oder man kann ihm zumindest zugute halten, dass er die Politiker auf die „Maßnahme“ aufmerksam gemacht hat. Hansen brachte die menschlichen CO₂-Emissionen mit den steigenden globalen Temperaturen in Verbindung und prognostizierte drei „Erwärmungsszenarien“ für die Zukunft (klicken Sie hier, um herauszufinden, wie gut er abgeschnitten hat – Spoiler: er hat grandios katastrophal abgeschnitten).

Die UNO und ihre korrumpierten Schoßhündchen in den Medien verschwendeten keine Zeit, um das „Projekt Angst“ auf den Weg zu bringen, und begannen schnell, mit ihren eigenen, wissenschaftlich nicht fundierten Weltuntergangsszenarien hausieren zu gehen.

Eine AP-Schlagzeile aus dem Jahr 1989 lautete bereits: „Steigende Meere könnten Nationen auslöschen: U.N.-Beamte“ – in dem Artikel warnte ein U.N.-Beamter, dass ganze Nationen von der Landkarte verschwinden würden, wenn die Welt die Erwärmung bis zum Jahr 2000 nicht umkehren würde.

Die Wissenschaft sagte uns, dass die Arktis bis 2009, 2013, 2015, 2016, 2018 und jetzt bis 2050 völlig eisfrei sein würde…? wobei die Mainstream-Publikationen den wachsenden Stapel gescheiterter Prophezeiungen nie in Frage stellten.

Al Gore ist der König der Schwindler, aber auch die meisten modernen Politiker sind auf den Trick hereingefallen (sie mussten es, um einen kleinen, aber lauten – und gehirngewaschenen – Teil der Bevölkerung zu beschwichtigen), obwohl einige es weiter treiben als andere und sich dadurch blindlings der Lächerlichkeit und dem erzwungenen Rückzug ihrer zukünftigen Selbst aussetzen, wenn sich ihre Vorhersagen unweigerlich als falsch erweisen.

Im Mai 2014 behauptete der französische Außenminister Laurent Fabius bei einem gemeinsamen Auftritt mit dem damaligen US-Außenminister John Kerry, „wir haben 500 Tage Zeit, um ein Klimachaos zu vermeiden“.

Fabius‘ lächerliche Äußerungen fielen in die Anfangszeit der Ausarbeitung des Pariser Klimaabkommens, das 195 Unterzeichner fand und schließlich im November 2016 in Kraft trat (etwa 60 Tage nach der vom französischen Außenminister genannten Frist für die Katastrophe).

Aber Fabius ist sicher nicht der Einzige.

Die jüngste Geschichte ist übersät mit Beispielen für verfallene Weltuntergangsdaten. Es gibt lange Listen, die auf Blogs im Internet zusammengestellt wurden; es gibt Kataloge, die Tausende und Abertausende gescheiterter Klimavorhersagen von Politikern, Wissenschaftlern und Journalisten gleichermaßen dokumentieren. Unglücklicherweise wird diese Realität von den gekauften und völlig korrumpierten Medien nie erwähnt – die Wissenschaft steht schließlich fest, und die Tatsache, dass jede düstere Klimavorhersage der letzten 40 Jahre falsch war, ist scheinbar völlig irrelevant.

Aber wir Menschen sind Schafe.

Wir sind leicht zu hüten.

Die wenigen Antiautoritären unter uns haben es immer schwerer, denn die modernen Möglichkeiten der Revolte werden immer mehr beschnitten. Sogenannte „Fact-Checker“ filtern die Sprache im Internet, und sie und nur sie entscheiden, was wahr ist, und so können sie auf Geheiß ihrer totalitären Hintermänner das Narrativ und damit die Realität selbst formen – und das zu allen Themen: von AGW bis COVID, von der Ukraine bis BLM, von Vinylchlorid-Austritten bis zur Zerstörung unserer Lebensmittelversorgung.

Es ist längst an der Zeit, dass wir aufstehen.

Es ist an der Zeit, dass wir uns auflehnen.

Link: https://electroverse.co/big-freeze-america-cold-manila-we-have-500-days-to-avoid-climate-chaos/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Kältereport Nr. 6 /2023

Christian Freuer

Vorbemerkung: Diesmal umfasst die Zeitspanne der Meldungen einen längeren Zeitraum. In diesem Kältereport geht es mal nicht hauptsächlich um Nordamerika, sondern um Europa. Wenn man in den folgenden Meldungen liest, was ringsum in Europa bzgl. Kälte los ist – östlich, südlich und südwestlich von uns – dann kommt man zwangsläufig zu dem Schluss, dass wir hier auf einer „Insel der Seligen“ weilen.

Unter den genannten Links wird auch immer wieder auf eine bevor stehende „Störung“ des stratosphärischen Polarwirbels (Sudden Stratospheric Warming, SSW) bis hin zu einem möglichen „Major Warming“ Anfang März hingewiesen. Das findet zwar in diesen Kältereport (noch) keinen Eingang, aber es dürfte dann zum Ende dieses Monats sehr spannend werden, so ein solches Ereignis wirklich eintrifft.

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Meldungen vom 9. Februar 2023:

Starke Schneefälle von der Slowakei bis nach Griechenland

Heftige Schneestürme haben diese Woche in der Slowakei zu Verkehrsbehinderungen geführt, während in weiten Teilen Europas unterdurchschnittliche Temperaturen herrschen.

Der Straßen-, Bahn- und Flugverkehr wurde im ganzen Land durch meterhohe Schneemassen beeinträchtigt, und auch die wichtigste slowakische Ost-West-Autobahn wurde gesperrt.

Sogar im Süden Griechenlands schneite es, wobei über 1 historischer Meter Teile der Insel Evia bedeckte.

Der Wintersturm ‚Barbara‘ sorgte am Mittwoch den vierten Tag in Folge für anomale Tiefstwerte und heftigen Schneefall. Die Bewohner von Viotia, Fthiotida, Magnesia und Evia beispielsweise wurden per SMS aufgefordert, aufgrund der polarähnlichen Bedingungen „Bewegungen drastisch einzuschränken und den Anweisungen der Behörden Folge zu leisten“.

Teile der Stadt Volos sind mit einer Schneedecke von fast einem Meter bedeckt, und ähnliche Schneemengen sind auch in Pilio und Zagora zu verzeichnen.

Dazu gibt es ein Video:

https://youtu.be/Zl804cJvh4I

Auf Wetteronline kamen mehrere Meldungen zu Kälte und Schnee in Süditalien sowie Italien allgemein:

Am 9. Februar 2023:

https://www.wetteronline.de/wetterticker/schneesturm-am-aetna-stromleitungen-auf-sizilien-beschaedigt–41f6d081-17a7-4729-a273-ddeef36bd10f

Am 10. Februar 2023:

https://www.wetteronline.de/wetterticker/schneesturm-in-italien-stromleitungen-am-aetna-beschaedigt-schnee-in-rimini–41f6d081-17a7-4729-a273-ddeef36bd10f

Am 11. Februar 2023:

https://www.wetteronline.de/wetterticker/palmen-im-schnee-straende-sind-in-italien-weiss–b7e25995-1940-4cf5-8d1f-dcd44590fc7e

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Kalter Januar in Pakistan

Asien hat in den letzten Monaten unter einer historischen Kälte gelitten, vom Nordosten Russlands bis zum Iran, von Kasachstan bis Japan.

Die Januar-Zahlen für Pakistan liegen vor und zeigen, dass die südasiatische Nation eine monatliche Durchschnittstemperatur von 9,98 °C zu verzeichnen hatte, was mehr als 2 K unter dem Durchschnitt von 1991-2020 liegt und, was noch beeindruckender ist, es liegt um 1,25 K unter der Norm von 1961-1990 (einer historisch kalten Ära).

Nach Angaben des pakistanischen Wetterdienstes wurden im Laufe des Monats zahlreiche neue Tiefsttemperaturrekorde aufgestellt, darunter 0,6 °C in Chitral, womit der bisherige Rekord aus dem Jahr 1977 gebrochen wurde, 1 °C in Drosh, -4 °C in Saidu Sharif und -10 °C in Nokkundi, womit der bisherige Richtwert aus dem Jahr 1934 gebrochen wurde.

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Es folgt unter dem Link noch jeweils 1 Beitrag zu Sonnenaktivität und Klima bzw. zu einem Betrug der AGW-Propagandisten bzgl. der Eisausdehnung in der Arktis.

Link: https://electroverse.co/heavy-snow-from-slovakia-to-greece-pakistans-cold-jan-solar-activity-climate/

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Meldungen vom 10. Februar 2023:

Starker Schneefall im Libanon

Westasien wird weiterhin von anomalen Tiefs und heftigen Schneefällen heimgesucht. Heute ist der Libanon dran, insbesondere die nördlichen Bezirke Bsharri und Keserwan.

Die Schneehöhe in Hadchit beträgt 1,2 m , wobei in höheren Lagen weitaus größere Schneemengen zu verzeichnen sind.

Dazu gibt es ein Twitter-Video:

https://twitter.com/i/status/1623790403135602691

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Starker Frost in den Ländern des Balkans

Die Kälte greift auch auf westliche Regionen über, einschließlich der Balkanregion in Südosteuropa.

In der Türkei herrschen zum Wochenschluss eisige Kälte und Schneestürme, die die Tragödie nach dem historischen Erdbeben vom Montag noch verschlimmern. Die Betroffenen müssen sich entscheiden, ob sie in ihren Häusern bleiben wollen – mit dem Risiko eines Gebäudeeinsturzes – oder ob sie sich ins Freie wagen wollen – mit dem Risiko zu erfrieren.

Die Kälte breitet sich auch in Bosnien, Montenegro und Serbien aus, wo heute Morgen extreme Tiefstwerte gemessen wurden.

In Rumänien, genauer in der Ortschaft Întorsura Buzăului, wurde ein bemerkenswerter Wert von -31,1 °C gemessen.

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Es folgt unter dem Link jeweils 1 Beitrag zu einem bevor stehenden Warm-Ereignis in der Stratosphäre sowie eine Warnung des russischen Klimatologen Abdussamatov, dass eine vermutliche Abkühlung die Gefahr der nächsten Jahre ist, nicht eine Erwärmung.

Link: https://electroverse.co/heavy-snow-lebanon-balkans-freeze-polar-vortex-we-should-fear-a-deep-temperature-drop/

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Meldungen vom 13. Februar 2023:

Kälte in Spanien, auf Zypern und in Osteuropa

Trotz des Rufs nach einem „No-Show-Winter“ ist es in weiten Teilen Europas seit dem Jahreswechsel anomal kalt geblieben.

So lag die Durchschnittstemperatur im Januar 2023 in Spanien bei 5,9 °C und damit deutlich unter dem mehrjährigen Durchschnitt.

Die Kälte hat auch Zypern, Griechenland und Italien erreicht. In Chromio auf Zypern – in der Nähe des Olymps – sank die Temperatur kürzlich auf -12 °C, was nach Angaben der zyprischen Meteorologiebehörde nur 0,6 °C vom nationalen Rekord entfernt ist. Auf dem Troodos-Berg wurden -11 °C gemessen – ein neuer Tiefstwert für diesen Ort.

In den letzten Wochen war es in ganz Osteuropa bitterkalt, was in der Türkei mit -31,9 °C, in Rumänien mit -31,1 °C, in Montenegro mit -30 °C und in Serbien mit -24 °C seinen Höhepunkt fand.

Für einen Großteil Europas wird in dieser Woche eine Pause vom Frost vorhergesagt, wobei sich die Besorgnis auf den sich entwickelnden SSW [= Sudden Stratospheric Warming] richtet…

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Es folgt unter dem Link je ein Beitrag als Aktualisierung einer erwarteten Erwärmung der Stratosphäre sowie zu Sonnenflecken-Zyklen. Letzterer wird vollständig in einem Extra-Beitrag übersetzt.

Link: https://electroverse.co/cold-spain-cyprus-and-eastern-europe-ssw-update-ai-sunspot-cycles/

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Meldungen vom 14. Februar 2023:

Es folgt zunächst ein Ausblick auf eine bevor stehende neue Kältewelle in weiten Teilen der USA. Wie üblich mehr dazu nach Eintritt des Ereignisses. Weitere Meldungen unter diesem Link:

Kälte in Manila, Philippinen

Die Lufttemperatur in Metro Manila sank am Valentinstag in Quezon City auf ungewöhnlich niedrige 20,3°C.

Nach Angaben der Philippine Atmospheric, Geophysical and Astronomical Services Administration (PAGASA) ist die Kälte in Manila auf den vorherrschenden Nordost-Monsun oder „Amihan“ zurückzuführen.

Die PAGASA rechnet damit, dass die „Kältewelle“ mindestens bis zum Ende des Monats anhalten wird und die Lufttemperaturen in den meisten Teilen des Landes unter dem Durchschnitt verharren werden.

Link: https://electroverse.co/big-freeze-america-cold-manila-we-have-500-days-to-avoid-climate-chaos/

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Am 15. 2. 2023 fiel nur eine Meldung auf, und zwar bei wetteronline.de:

Ätna-Schnee 15. 2. 2023:

https://www.wetteronline.de/wetterticker/vulkan-aetna-versinkt-meterhoch-im-schnee–8725688b-ff11-4635-979d-5b97ec7f45eb

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Meldungen vom 16. Februar 2023:

100 Millionen Amerikaner in Alarmbereitschaft für Unwetter – im Westen wurden bereits weitere Rekorde gebrochen

Für rund 100 Millionen Amerikaner gelten derzeit Unwetterwarnungen, da ein heftiger Wintersturm aufzieht, der bis Donnerstag von Colorado bis Alabama starken Schneefall, starke Winde und im Südosten die Gefahr von Tornados bringen soll.

Diesen Aussichten folgen Einzelheiten zu den erwarteten Vorgängen. Einige waren aber auch schon eingetreten:

Schon jetzt wurden einige Rekorde gebrochen.

Die extreme Schneemenge von 10 cm am Mittwoch in Grand Junction brach den bisherigen Rekord von 5 cm aus dem Jahr 1940. „Das war ein guter Schnee für die Gegend“, sagte die NWS-Meteorologin Megan Stackhouse, „und wir sind sehr froh darüber.“

In Colorado wurde in Colorado Springs ein 81 Jahre alter Rekord gebrochen: Die 11 cm vom Valentinstag brachen den alten Rekord von 8 cm aus dem Jahr 1941.

Und schließlich, wenn auch keineswegs erschöpfend, brach Pueblo am 15. Februar einen täglichen Schneefallrekord: Die mehr als 13 cm Neuschnee, die am Mittwoch um 6:30 Uhr morgens fielen, brachen den bisherigen Tagesrekord der Stadt aus dem Jahr 1965 (7 cm).

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Omaezaki, Japan: Extrem seltener Schneefall

Japan hat in diesem Winter einige wirklich historische Kälte-Maßstäbe gesetzt, sowohl was die Kälte als auch den Schnee betrifft.

In weiten Teilen des Landes herrschten in dieser Woche ähnlich eisige Bedingungen, insbesondere in der Präfektur Hokkaido im Norden.

Hier liegen die Temperaturen im Bereich von -22 bis -27 Grad Celsius, wobei Shumarinai mit -32,5 Grad Celsius den Monatsrekord für Februar (in Büchern seit dem Jahr 1978) brach.

Auch der Schnee ist weiterhin ein Faktor.

Am Mittwochmorgen wurde in Sukayu Onsen in der Präfektur Aomori eine Schneehöhe von 394 cm gemessen – nach Angaben der japanischen Wetterbehörde die höchste in ganz Japan in diesem rekordverdächtigen Winter (siehe Link unten).

Auch in Omaezaki, an der Spitze der Halbinsel Omaezaki an der japanischen Pazifikküste gelegen, kam es in dieser Woche zu äußerst seltenem Schneegestöber. Zuvor hatte es in der Stadt nur 1966 und 1996 (Sonnenminimum des 19. bzw. 22. Zyklus) geschneit, jedoch nie mehr als 3 cm.

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Kalter Januar in Thailand und Guadeloupe

Zum Abschluss der Januar-Rundblick…

Im Januar 2023 lag die Durchschnittstemperatur in Thailand bei 25 °C und damit 0,5 °C unter dem multidekadischen Durchschnitt.

In Guadeloupe lag die offizielle Station am Flughafen Le Raizet im vergangenen Monat bei 24,6 °C und damit 0,4 °C unter der Norm, ebenso wie auf vielen karibischen Inseln.

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Weiter Kälte in Osteuropa

Wie schon seit Wochen ist es in Osteuropa – insbesondere in den südöstlichen Teilen – anomal kalt.

Gefährliche Tiefstwerte und extremer Schnee machen den Türken und Syrern, die von dem jüngsten tödlichen Erdbeben betroffen sind, weiterhin zu schaffen.

Harter Frost und extreme Kälte um die -30 Grad Celsius haben das Hochland heimgesucht. Am Mittwoch wurden in Bezirhane -35,4 Grad Celsius und am Flughafen von Erzurm -31,4 Grad Celsius registriert.

Selbst an der türkischen Mittelmeerküste wurden ungewöhnliche Tiefstwerte unter -5 °C gemessen.

Link: https://electroverse.co/100-million-americans-on-alert-japan-suffers-rare-snow-eastern-europe-freezes/

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Meldungen vom 17. Februar 2023:

20 Todesopfer durch Lawinen in Tadschikistan

In den letzten Monaten haben heftige Schneefälle die „Stans“ heimgesucht, und die Zentralasiaten haben darunter gelitten.

In dieser Woche kamen in den tadschikischen Regionen Gorno-Badachschan und Ischkoschim im Osten des Landes mindestens 20 Menschen durch Lawinen ums Leben.

Es werden keine Vergleichswerte genannt, so dass man nicht erkennen kann, ob es sich um extreme Schneemassen handelt.

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Es folgen einige Meldungen über außerordentliche Schneemassen in den USA, aber nicht nur an ein oder zwei Stellen, sondern offenbar ziemlich verbreitet – und in Gegenden, die sonst eher für Hitze bekannt sind:

Über 1 m Schnee im Skigebiet Santa Fe, New Mexico

Das Skigebiet Santa Fe erhielt während des vergangenen Sturms innerhalb von nur 48 Stunden mehr als 1 Meter Neuschnee.

[Link vom Übersetzer hinzugefügt]

Beamte bezeichneten die Bedingungen als „hervorragend“ mit einer 2 m-Basis im Skigebiet.

Das Niveau in der Sierra

Die aktuellen Schneehöhen liegen in den Sierras weit über dem Durchschnitt – sogar höher als in den historischen Saisons 2017 und 2019.

Im Jahr 2017 waren PCT-Wanderer bis weit in den Juli hinein durch meterhohen Schnee in der Sierra unterwegs.

Es ist wahrscheinlich, dass Wanderer im Jahr 2023 ähnliche Bedingungen erwarten können.

Nach Angaben des kalifornischen Ministeriums für Wasserressourcen lag die durchschnittliche Schneedecke in dieser Saison bei 196 % des Durchschnittswerts für den 10. Februar 2023. Im Vergleich dazu lag die durchschnittliche Schneedecke im Jahr 2017 zum selben Zeitpunkt bei 180 %.

Über 10 Meter Schnee im Skigebiet Alta, Utah

Das Alta-Skigebiet in Utah [2600 bis 3200 m ü. NN] hat in dieser Saison die 10 Meter-Marke durchbrochen und damit einen neuen Rekord aufgestellt.

[Link vom Übersetzer hinhzugefügt]

In den Jahren 1981-1982 stellte Alta den langjährigen Rekord für die meisten Schneefälle zwischen Oktober und Januar auf, als erstaunliche 442 Zoll zusammenkamen. Alta hat diesen Rekord am 25. Januar 2023 um drei Zentimeter überboten, aber seither hat der Schnee nicht nachgelassen, so dass die Gesamtschneemenge des Skigebiets jetzt bei 502 inches liegt, und es sind noch weitere Zentimeter in Aussicht.

Alta hat 2016/17, 2018/19, 2019/20 und jetzt 2022-23 die 10 Meter-Marke übertroffen – es scheint sich ein Trend zu entwickeln…

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Argentinien kühlt sich ab

Im Gegensatz zu Brasilien und anderen südamerikanischen Ländern war es in Argentinien in diesem SH-Sommer ungewöhnlich warm.

Das änderte sich jedoch diese Woche, als ein anomaler polarer Kälteeinbruch das Land heimsuchte.

Die Kälte machte sich vor allem in Ushuaia bemerkbar, wo Schneeregen fiel und eine Rekord-Tiefsttemperatur von nur 4,7 °C gemessen wurde – die niedrigste Tagestemperatur des Monats Februar jemals.

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Neue Kälterekorde im Westen der USA

Gleichzeitig mit dem Süden hat Nordamerika mit seinem eigenen Polaren Einbruch zu kämpfen.

Für rund 100 Millionen Amerikaner wurden Warnungen und Hinweise ausgegeben, und es werden erste Rekorde aufgestellt, die sich in den kommenden Tagen weiter nach Osten ausbreiten dürften.

Allein in den letzten 24 Stunden wurden in sieben westlichen Staaten Rekorde aufgestellt: in Kalifornien, Arizona, New Mexico, Colorado, Utah, Nevada und Idaho.

In Fullerton, Südkalifornien, wurde mit 4°C der bisherige Tiefstwert aus dem Jahr 2009 (Sonnenminimum des Zyklus 23) erreicht.

In San Jacinto wurde ein Rekordwert von -1°C gemeldet, was dem Rekordwert aus dem Jahr 1989 entspricht.

Link: https://electroverse.co/avalanches-tajikistan-3-5-feet-ski-santa-fe-alta-surpasses-500-argentina-cools-cold-u-s/

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Damit diese Reports nicht zu einseitig ausfallen kommt hier eine Meldung für Warm-Fetischisten: Australien wird wetteronline zufolge von einer „Hitzewelle heimgesucht. Nun ja. Temperaturwerte über 40 Grad im Outback sind eigentlich normal im Sommer, bis 50°C gab es aber auch schon mal.

Das folgende Bild von wetteronline zeigt die Verhältnisse in Australien derzeit: Die Ostküste merkt nichts von der Hitze (wie schon den ganzen bisherigen Sommer nicht – vgl. Sydney rechts unten im Bild – und von einer großen Dürre kann eigentlich auch keine Rede sein: Selbst im Outback haben sich verschiedentlich gewittrige Schauer gebildet. Die gelben Punkte markieren Blitze. Das sind sicher keine Wolkenbrüche (außer ganz im Nordwesten des Kontinents), aber es reicht doch aus, um die Hitze nicht überborden zu lassen:

Ortszeit: Abends

Die Meldung steht hier.

wird fortgesetzt … (mit Kältereport Nr. 7 / 2023)

Redaktionsschluss für diesen Report: 19. Februar 2023

Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE