Die schamlose Erpressung durch die Windindustrie ist eine große Chance für den Kanzler

Presseerklärung des GWPF

Die Regierung sollte die plumpe Erpressung der Windindustrie zurückweisen und Verträge annullieren, die offenbar auf der Grundlage falscher Zusicherungen zustande gekommen sind.

London, 3. März – Jetzt werden weitere Details über den Versuch der Offshore-Windindustrie bekannt, zusätzliche Unterstützung für noch nicht gebaute Projekte zu erhalten, über die zuerst die Financial Times berichtete und die Gegenstand einer Erklärung von Net Zero Watch sind („Forderungen nach mehr Subventionen entlarven die Illusion sinkender Kosten der Windenergie“).

Die Times berichtet nun, dass der dänische staatlich kontrollierte Windkraftriese Ørsted damit droht, den mit 8 Milliarden Pfund weltweit größten Windpark Hornsea Three abzubrechen, wenn er nicht mehr Unterstützung von der britischen Regierung in Form von „erhöhten Kapitalzuschüssen“ erhält.

Hornsea Three gehörte zu den fünf Projekten, die im Rahmen der von der britischen Regierung für 2022 ausgeschriebenen Contracts for Difference sehr niedrige Preise geboten haben. Ørsted behauptet, dass es nicht allein ist und dass alle diese Projekte nun „in Gefahr“ sind.

Begründet wird diese Drohung damit, dass das Unternehmen mit „sehr außergewöhnlichen Umständen“ konfrontiert sei, die seine Kosten in die Höhe getrieben hätten.

Da die Verträge jedoch ohnehin an die Inflation gekoppelt sind und die Weltmarktpreise für Stahl seit der Einreichung des CfD-Angebots von Ørsted für Hornsea 3 sogar gesunken sind, kann Net Zero Watch diese Erklärung nicht akzeptieren.

Im Gegenteil, wir verweisen erneut auf Analysen, die wir und andere im Laufe der Jahre veröffentlicht haben und die anhand von geprüften Jahresabschlüssen zeigen, dass die Investitions- und Betriebskosten für Windkraftanlagen nicht wesentlich gesunken sind und dass die CfD-Angebote nie realistisch waren.

Wir sagten voraus, dass sich diese Unternehmen schließlich wieder an die Regierung wenden und noch mehr Unterstützung fordern würden. Damals wurden wir für diese Arbeit heftig kritisiert, und ein prominenter Energie-Reporter erklärte, es sei bizarr zu glauben, dass die Windkraftunternehmen „auf die Drohung mit der Pleite setzen“, um die Regierung zu weiteren Subventionen zu erpressen. Doch genau diese Situation zeichnet sich jetzt ab.

Ein Sprecher der Regierung wurde mit den Worten zitiert, dass der „inflationsgebundene Vertrag von Hornsea Three bereits großzügig“ sei, dass man aber „offen dafür sei, die Bedenken der Branche anzuhören“.

Der Kanzler mag zuhören, aber er sollte die plumpe Erpressung durch die Industrie zurückweisen und sie als einmalige Gelegenheit nutzen, um Verträge zu kündigen, die offenbar auf der Grundlage falscher Zusicherungen abgeschlossen wurden.

Dr. John Constable, Energiedirektor von Net Zero Watch, sagte:

Von 2002 bis 2022 hat die Offshore-Windindustrie im Vereinigten Königreich etwa 20 Milliarden Pfund an Subventionen erhalten, die auf die Rechnungen der Verbraucher aufgeschlagen werden und größtenteils im Rahmen der Renewables Obligation erfolgen. Falls die Offshore-Windkraft noch nicht zu einer echten Kostensenkung führt, ist es unwahrscheinlich, dass dies jemals der Fall sein wird. Der Schatzkanzler sollte sich für die Verbraucher und Steuerzahler einsetzen und sagen, dass es jetzt reicht!

Link: https://www.netzerowatch.com/the-shameless-blackmail-by-the-wind-industry-is-a-golden-opportunity-for-the-chancellor/
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Sollten wir der „Klimawissenschaft“ der UN trauen?

Donna Laframboise

Im letzten Sommer hat die National Association of Evangelicals, eine Organisation, die hauptsächlich in Amerika, aber auch in meinem Land Kanada vertreten ist, einen Bericht veröffentlicht, in dem sie Christen auffordert, sich intensiv mit dem Klimawandel zu befassen. Der Bericht mit dem Titel Loving the Least of These stützt sich auf die Arbeit einer Einrichtung der Vereinten Nationen (UN), um seine Argumente vorzubringen.

Nachdem ich zwei Bücher über dieses Gremium – den IPCC – geschrieben habe, musste ich leider feststellen, dass Loving the Least of These ein alarmierendes Maß an Naivität aufweist.

Beginnen wir mit der UNO selbst. Was auch immer sie sonst sein mag, sie ist eine riesige Bürokratie. Bürokratien sind mit Karrieristen besetzt, die von einer Aufgabe zur nächsten hüpfen und die realen Konsequenzen ihrer Entscheidungen weit hinter sich lassen. Es ist wichtig zu verstehen, dass das UN-Personal eine permanente „Komm-aus-dem-Gefängnis-frei“-Karte* in der Hosentasche trägt. Sie heißt diplomatische Immunität und bedeutet, dass sie für ihre Handlungen niemals rechtlich zur Verantwortung gezogen werden können.

[*Diese Karte ist Teil des bekannten Gesellschaftsspiels „Monopoly“. A. d. Übers.]

Im Jahr 2010 schleppten UN-Friedenstruppen versehentlich die Cholera in das vom Erdbeben heimgesuchte Haiti ein. Zu dem Trauma einer schrecklichen Naturkatastrophe kam eine schreckliche Krankheit hinzu. Schätzungsweise 10 000 Haitianer verloren ihr Leben durch die Cholera. Familien mussten unermessliches Leid ertragen.

Die UNO hat jahrelang geleugnet, gemauert und das von ihr angerichtete Leid vertuscht. In einem beschönigenden Bericht wurden die Haitianer beschuldigt, nicht aber die Friedenstruppen (die nach einem Cholera-Ausbruch in Nepal nach Haiti entsandt worden waren). Bevor sie das Offensichtliche zugaben, versuchten UN-Experten mit aller Macht, die Cholera auf den Klimawandel zu schieben. Klagen liefen aufgrund der oben erwähnten rechtlichen Immunität ins Leere.

Falls ich an einem College einen Kurs über die UNO unterrichten würde, würde ich von meinen Studenten verlangen, dass sie zunächst zwei Bücher lesen. The Big Truck That Went By: How the World Came to Save Haiti and Left Behind a Disaster (Wie die Welt kam, um Haiti zu retten, und eine Katastrophe hinterließ) wurde von Jonathan Katz geschrieben, einem Journalisten, der dort stationiert war, als das Erdbeben stattfand. Und: Deadly River: Cholera and Cover-up in Post-Earthquake Haiti (Tödlicher Fluss: Cholera und Vertuschung in Haiti nach dem Erdbeben“) erzählt die Geschichte eines französischen Arztes, der zu einer Untersuchung gerufen wird. Das Buch von Ralph Frerichs zeigt, dass die UNO eine moralische Prüfung nach der anderen nicht bestanden hat. Die meisten von uns haben die UNO noch nie in Aktion erlebt. Diese beiden Bücher bieten einen Sitzplatz in der ersten Reihe. Es ist kein schönes Bild.

Organisationen, denen es an der Pflicht fehlt, Rechenschaft abzulegen, sind gefährlich. Die UNO ist eine solche Organisation. Nichts, was sie sagt, sollte daher für bare Münze genommen werden.

Wenden wir uns nun dem UN-Klimagremium, dem IPCC, zu.

In Loving the Least of These heißt es, dass die Wissenschaftler, die die IPCC-Berichte verfassen, unbezahlte Freiwillige sind, die „keine Tantiemen für die Endprodukte erhalten“, und dass sie daher weniger wahrscheinlich voreingenommen sind. Das ist eine schöne Theorie. Leider ist die Realität etwas komplizierter.

Bevor ich mich mit der Institution selbst befasse, möchte ich auf die Schlussfolgerung eingehen, dass die Wissenschaftler, die die Berichte erstellen, unparteiisch sind, weil sie unbezahlt sind.

Geld ist nicht das Einzige, was von Wert ist. Als Hauptautor, koordinierender Hauptautor oder Mitwirkender an einem IPCC-Bericht wird der Ruf eines Akademikers gestärkt, was dazu beiträgt, dass er oder sie Lehr- und Forschungsstellen, eine Festanstellung, Veröffentlichungen in Fachzeitschriften und viele andere Vorteile von enormem finanziellen Wert erhält. Diese Dinge sind weit mehr wert als jede finanzielle Vergütung, die ein Mitwirkender erhalten könnte.

Nun zu der Institution selbst.

Der IPCC ist, wie sein Name verrät, eine zwischenstaatliche Einrichtung – eine Ansammlung von Regierungsvertretern, deren Aktivitäten von UN-Mitarbeitern geleitet und orchestriert werden. Wissenschaftler haben im IPCC nie das Sagen gehabt. Nachdem sie mit der Arbeit an einem bestimmten Kapitel beauftragt wurden, wird ihnen gesagt, worüber sie schreiben sollen und wie viele Wörter sie verwenden dürfen. Die Themen der Berichte werden von der IPCC-Leitung Jahre im Voraus in Absprache mit den Regierungen festgelegt. Wenn die Regierung von Land X möchte, dass das Thema Y behandelt wird, sind die Wissenschaftler verpflichtet, dies zu tun, selbst wenn es kaum bis gar keine verlässlichen Forschungsergebnisse gibt. Die Wissenschaftler haben so wenig Spielraum, dass eine Gruppe 2013 darauf hingewiesen wurde, dass sie das Wort „Systeme“ im Titel ihres Kapitels nicht in „Ökosysteme“ ändern könne, ohne zuvor die Zustimmung mehrerer Ebenen der IPCC-Bürokratie einzuholen. Mit anderen Worten: Die IPCC-Wissenschaftler sind nur Rädchen im Getriebe der Bürokratie. Selbst wenn jeder einzelne von ihnen zu 100 % frei von Voreingenommenheit wäre, ist die Maschine selbst das Problem.

Die großen IPCC-Berichte sind in der Regel Tausende von Seiten lang. Da nur wenige Menschen sie jemals vollständig lesen werden, werden am Ende des Prozesses der Berichtserstellung Zusammenfassungen erstellt – eine für jeden der drei Abschnitte. Jede Zusammenfassung umfasst ein paar Dutzend Seiten und wird von einer Teilmenge der beteiligten Wissenschaftler verfasst. Diese werden nicht willkürlich ausgewählt, sondern von den zuständigen Stellen handverlesen. Selbst dann sind die von ihnen erstellten Zusammenfassungen deutlich als „Entwürfe“ gekennzeichnet.

Wie wird ein Entwurf zu einem endgültigen Dokument? Indem er durchs Feuer geht. Die endgültige Fassung ist das, was am anderen Ende einer massiven, einwöchigen IPCC-Sitzung herauskommt, an der Vertreter aller Regierungen teilnehmen, die daran interessiert sind. Bei diesem Treffen sind die Wissenschaftler gegenüber den Politikern, Diplomaten und Bürokraten in der Minderheit. Absatz für Absatz wird der Entwurf der Zusammenfassung geprüft. Es wird darum gerungen. Eine Regierung möchte drei Wörter streichen. Eine andere Regierung möchte zwei Sätze einfügen. Erst wenn alle Anwesenden zustimmen, wird mit dem nächsten Absatz fortgefahren.

Diese Sitzungen finden hinter verschlossenen Türen statt. Aktivisten von Organisationen wie Greenpeace und dem World Wildlife Fund (WWF) dürfen daran teilnehmen, Journalisten und Mitglieder der Öffentlichkeit jedoch nicht. Die Verfasser von Loving the Least of These glauben allen Ernstes, dass das IPCC moralisch aufrecht und vertrauenswürdig ist. Falls dem aber so ist, warum dann die Geheimhaltung? Warum die Sicherheitskräfte vor der Tür? Was sollen die Journalisten nicht sehen? Was soll die Öffentlichkeit nicht wissen?

Wie ein Uhrwerk verkündet am Ende der Woche ein UN-Sprecher auf einer Pressekonferenz: „Die Wissenschaft hat gesprochen!“ Falls die Wissenschaft wirklich das Sagen hätte, würden die Wissenschaftler ihren Bericht fertigstellen und ihn umgehend veröffentlichen. Sie würden eine Zusammenfassung verfassen, und auch diese würde umgehend veröffentlicht werden – ohne Treffen, ohne Gerangel mit Politikern, Diplomaten und Bürokraten.

Im IPCC-Universum wird die endgültige Fassung der Zusammenfassung vor dem ausführlichen Bericht veröffentlicht. Warum? Weil es, so erstaunlich es auch klingen mag, beim IPCC gängige Praxis ist, Dinge zu überarbeiten, um sicherzustellen, dass der ursprüngliche Bericht mit der politisch ausgehandelten Zusammenfassung übereinstimmt. Im Jahr 2013 mussten neun von 14 Kapiteln eines Abschnitts des Berichts überarbeitet werden, wobei mehr als 20 Änderungen an einem einzigen Kapitel vorgenommen wurden. Sie haben richtig gelesen. Der Bericht wird geändert. Denn anders als anderswo ist die Zusammenfassung das einzige Dokument, das für alle gilt.

Die Journalisten haben eine miserable Arbeit geleistet, um zu erklären, wie der IPCC tatsächlich arbeitet. Es ist verständlich, dass der Durchschnittsbürger keine Ahnung hat, was wirklich vor sich geht. Als jemand, der die Welt des Klimas seit mehr als einem Jahrzehnt beobachtet, muss ich leider sagen, dass der IPCC unser Vertrauen nicht verdient hat. Die naive Umarmung dieser Organisation durch die National Association of Evangelicals ist daher nicht gerechtfertigt.

Diese kurze Kritik am IPCC ist nur die Spitze des Eisbergs. Die vollständige Geschichte erscheint in meinen Büchern The Delinquent Teenager Who Was Mistaken for the World’s Top Climate Expert (2011) und Into the Dustbin: Rajendra Pachauri, the Climate Report & the Nobel Peace Prize (2013), meine Rede vor der World Federation of Scientists zum Thema 3 Things Scientists Need to Know About the IPCC (2013), und eine dreiteilige Artikelserie auf meiner Website (2013).

This piece originally appeared at WND.com and has been republished here with permission.

Canadian journalist Donna Laframboise is the author of the IPCC exposé,The Delinquent Teenager Who Was Mistaken for the World’s Top Climate Expert, and recently discussed the shortcomings of the IPCC on Tom Nelson’s popular podcast here. She wrote this article for the Cornwall Alliance for the Stewardship of Creation.

Link: https://cornwallalliance.org/2023/02/should-we-trust-the-uns-climate-science/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Wissenschafts-Korrrespondent von Reuters: „ich lag falsch“ bzgl. Klima

Craig Rucker

Neil Winton arbeitete 32 Jahre lang bei Reuters, unter anderem als globaler Wissenschafts- und Technologie-Korrespondent.

Winton hat kürzlich zugegeben, dass es „falsch“ war mitzumachen und nicht die journalistische Anstrengung zu unternehmen, das vorherrschende Klimanarrativ der Medien zu hinterfragen.

Marc Morano veröffentlichte Details auf CFACTs Climate Depot.

Winton sagte:

Als ich Mitte der 1990er Jahre Korrespondent für Wissenschaft und Technologie bei Reuters wurde, stand die globale Erwärmung ganz oben auf meiner Agenda. Schon damals machte uns die BBC Angst, indem sie sagte, dass wir alle sterben würden, wenn die Menschheit ihre egoistischen Verhaltensweisen nicht änderte. Kohlendioxid (CO₂) war der Übeltäter und musste erst gezähmt und dann beseitigt werden. Ich hatte keinen Grund zu der Annahme, dass dies nicht eine anerkannte Tatsache war. Ich habe mich geirrt.

Meine Reuters-Referenzen bedeuteten, dass ich leichten Zugang zu den besten Klimawissenschaftlern der Welt hatte. Zu meinem Erstaunen wollte keiner von ihnen kategorisch sagen, dass der Zusammenhang zwischen CO₂ und der globalen Erwärmung, die heute als Klimawandel bekannt ist, eine bewiesene wissenschaftliche Tatsache sei. Einige sagten, dass die menschliche Produktion von CO₂ eine wahrscheinliche Ursache sei, andere, dass sie einen gewissen Beitrag leisten könnte; einige sagten, CO₂ spiele überhaupt keine Rolle. Alle waren sich einig, dass sich das Klima in den letzten 10 000 Jahren mit dem Rückgang der Eiszeit erwärmt hatte, aber die meisten waren sich nicht wirklich sicher, warum. Die Sonneneinstrahlung, die sich im Laufe der Zeit verändert, wurde als Schuldiger favorisiert.

Meine Berichterstattung spiegelte das breite Spektrum der Meinungen wider, mit Reuters typischem „Einerseits dies, andererseits das“-Stil. Aber selbst dann schien den Mainstream-Medien die nötige Energie ausgegangen zu sein, und sie schlossen sich oft faul den fehlerhaften, rechthaberischen Thesen der BBC an. Es war zu mühsam, darauf hinzuweisen, dass die Schlussfolgerung der BBC von vielen beeindruckenden Wissenschaftlern in Frage gestellt wurde.

Winton fuhr fort, einen wesentlichen Punkt über die Bedrohung der Freiheit durch den grünen Radikalismus anzusprechen, der für die Mission von CFACT seit unserer Gründung wesentlich ist:

Die Linke hatte in den 1990er Jahren alle ökonomischen Argumente verloren, und ihre Aktivisten ergriffen eifrig die Chance zu sagen, dass freie Märkte und geringe regulatorische Maßnahmen uns nicht vor dem Klimawandel retten können; nur das Eingreifen der Regierung könnte dies tun.

Vielen Dank, Neil Winton, für diesen wichtigen Einblick in die Welt des medialen Gruppendenkens und Ihre Einsicht, wie Reuters und so viele andere beim Thema Klima den Faden verloren haben.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts schrieb* der Humorist Finley Peter Dunne über Zeitungen, die „die Bedrängten trösten und die Bequemen bedrängen“.

[*Hinweis: Unter dem Link erscheint zunächst etwas ganz anderes.]

Niemand ist fetter und bequemer geworden, und niemand verdient ein wenig journalistische Trübsal mehr als diejenigen, die durch die Ausbeutung des Klimas enorme Macht und Vermögen anhäufen. Fragen Sie einfach Reuters.

Reporter, machen Sie Ihren Job. Stellen Sie die schwierigen Fragen und überprüfen Sie das Klima-Narrativ und die unzähligen Konflikte, die sich daraus ergeben, vollständig.

Die Öffentlichkeit verdient es zu wissen.

Für die Natur und auch für die Menschen,

Craig Rucker, CFACT President

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

Hinweis: Da mir dieser Text per E-Mail zugesandt wurde, kann kein expliziter Link angegeben werden. Wer die Übersetzung überprüfen will, kann das mit dem beigefügten DOC tun:

waswrong




Kindische Vorstellungen treiben tödliche Energie- und Agrar-Agenden an

Paul Driessen

Viele Öko-Aktivisten (und zu viele Gesetzgeber, Regulierungsbehörden, Richter und Journalisten) haben Schwierigkeiten, über Slogans hinaus zu denken. Sie glauben anscheinend, dass die Ausrufung ökologischer Notlagen, die Wiederholung kluger Mantras und der Erlass von Proklamationen und Mandaten ein Utopia ohne fossile Brennstoffe und mit ökologischer Landwirtschaft schaffen werden – in ihren Träumen.

Seit 1950 haben die amerikanischen Landwirte die Maiserträge pro Hektar um unglaubliche 500 % gesteigert – und die Erträge anderer Kulturen um geringere, aber immer noch erstaunliche Beträge, während sie weniger Land, Wasser, Treibstoff, Düngemittel und Pestizide benötigten. Ihre Exporte haben dazu beigetragen, den weltweiten Hunger und die Unterernährung zu verringern. Auch die Landwirte in Brasilien, Indien und anderen Ländern der Welt haben in den letzten Jahren Rekordernten eingefahren. Ihr Erfolg hat viele „Wurzeln“.

Hybrid-Saatgut kombiniert wertvolle Eigenschaften von verschiedenen Pflanzen. Biotech-Saatgut schützt Nutzpflanzen vor Insekten und Viren und reduziert den Bedarf an Wasser und Pestiziden. Stickstoffdünger (der aus Erdgas synthetisiert wird) trägt zusammen mit Phosphor und Kalium zur Aufwertung der Böden bei. Schul- und Online-Programme bieten Bibliotheken mit landwirtschaftlichen Erfolgsinstrumenten. Der Anstieg des atmosphärischen Kohlendioxids (CO₂) fördert das Pflanzenwachstum zusätzlich.

Lang wirkende Herbizide bekämpfen Unkräuter, die sonst den Pflanzen Feuchtigkeit und Nährstoffe entziehen würden, und ermöglichen den Landwirten eine pfluglose Bewirtschaftung, die das Aufbrechen des Bodens vermeidet, die Erosion verringert, die Bodenfeuchtigkeit besser bewahrt und die lebenswichtigen Bodenorganismen schützt. Die in Israel entwickelte Tropfbewässerung liefert Wasser ohne die für andere Bewässerungsmethoden typische Verdunstung.

Moderne Hightech-Traktoren nutzen GPS-Systeme, Sensoren, Kameras und andere Geräte, um präzise Kurse über die Felder zu steuern, während sie ständig die Bodenzusammensetzung messen und genau die richtigen Arten und Mengen an Düngemitteln, Herbiziden und Insektiziden sowie Saatgut ausbringen, um optimale Ernten zu gewährleisten.

Stellen Sie sich vor, welch reiche Ernte die Menschheit einfahren könnte, wenn sich all diese Technologien über den gesamten Globus verbreiten würden!

Stattdessen wird dieser den Planeten schonende, lebensrettende Fortschritt angegriffen – von wohlmeinenden oder ideologisch motivierten, schlecht beratenen oder in böser Absicht agierenden … aber durchweg gut finanzierten … Organisationen, die Erdgasverbote, eine „umweltfreundlichere“ Landwirtschaft und eine Rückkehr zu „traditionellen landwirtschaftlichen Lebensweisen“ fordern.

Ihr Hass auf Biotech-Pflanzen ist intensiv und gut dokumentiert, aber sie verachten auch Hybridsamen. Sie wollen, dass moderne Herbizide und Insektizide zugunsten „natürlicher“ Alternativen verboten werden, die oft giftig für Bienen, Tiere und Menschen sind, möglicherweise sogar synthetisch hergestellt werden (z. B. neurotoxische Pyrethrine) und selten auf Rückstände auf Produkten oder Langzeittoxizität für Menschen getestet werden. Sie fordern „natürliche“ Düngemittel, die oft nur einen winzigen Bruchteil der Nährstoffe liefern, die moderne synthetische Düngemittel liefern.

Sie wollen nur „traditionelle“ (d. h. Subsistenz-) Landwirtschaft lehren, insbesondere in Afrika. Sie ziehen es vor, es „Ernährungs-Souveränität“ zu nennen – was sie als das „Recht“ auf „kulturell angemessene“ Nahrungsmittel bezeichnen, die mit „ökologisch vernünftigen und nachhaltigen Methoden“ im Einklang mit der Agrarökologie produziert werden. Mit anderen Worten: Millionen von Menschen (die herrschenden Eliten und ihre Kinder?) müssen von morgens bis abends Schwerstarbeit leisten.

Traktoren? Warum nicht Pferde, Ochsen oder menschliche Arbeitskraft, fragen sie? Schaffen Sie wenigstens die Benzin- und Dieseltraktoren und -lastwagen ab und ersetzen Sie diese durch elektrische Modelle. Ganz abgesehen davon, dass Traktoren und Mähdrescher mit Elektroantrieb mehrere Tonnen an Batteriemodulen benötigen würden und trotzdem nicht in der Lage wären, einen ganzen Arbeitstag ohne stundenlanges Aufladen zu bewältigen.

Sie wollen, dass Öl und Gas im Boden verbleiben. „Wir brauchen keine petrochemischen Produkte, insbesondere keine synthetischen Düngemittel, Pestizide und Herbizide“. Oder Traktorreifen, Farben, Fenster, GPS/Computergehäuse und vieles mehr.

Haben sich diese Analphabeten schon einmal ihre eigene Kleidung, ihre Lebensmittel, ihr Zuhause, ihr Büro oder ihre Welt angesehen? Synthetische Stoffe, Kosmetika, Handy- und Computergehäuse, Arzneimittel, Klebebänder und Klebstoffe, Schutzkleidung, Brillen, Autokarosserien, Reinigungsmittel, Gondelabdeckungen und Flügel von Windkraftanlagen, medizinische Geräte, Autokarosserien – praktisch alles um sie herum und in ihrem Leben basiert auf Öl, Gas und Petrochemikalien.

Aber wir können Biokraftstoffe doch einfach als Ersatz für Rohstoffe für Produkte verwenden, die wir wirklich brauchen, wird behauptet. Das stimmt.

Die Abschaffung von Erdöl, Erdgas, Petrochemikalien und Verbrennungsmotoren würde sicherlich bedeuten, dass kein Ethanol mehr als Benzinzusatz verwendet wird. Damit entfiele die Notwendigkeit, auf 36.000.000 Hektar (das entspricht der Fläche von Iowa) Mais anzubauen, und dieses Land könnte für Nahrungsmittel oder als Lebensraum für Wildtiere genutzt werden. Nur wird das nicht der Fall sein.

Biobetriebe haben deutlich geringere Ernteerträge pro Hektar und benötigen viel mehr Land als die konventionelle Landwirtschaft. Schlimmer noch: Die Einstellung der Öl- und Gasförderung würde bedeuten, dass zig Millionen Hektar mit Biokraftstoffpflanzen bepflanzt werden müssten, um Futtermittel für Tausende von heute petrochemischen Produkten bereitzustellen.

Das bedeutet, dass für den Anbau und die Ernte von Zucker- und Ölsaaten (und Algen) wesentlich mehr Traktoren oder menschliche Arbeitskräfte – und mehr Wasser, Dünger und Pestizide – benötigt werden. Und dann müssten all diese einfachen Biokraftstoffmoleküle in sehr viel komplexere Kohlenwasserstoffe umgewandelt werden, um die erforderlichen Ausgangsstoffe zu liefern. Das würde noch mehr Energie aus noch mehr Windturbinen und Sonnenkollektoren erfordern – zusätzlich zur Verdoppelung oder Verdreifachung unseres bestehenden Strombedarfs, um die US- und die Weltwirtschaft auf voll elektrische Systeme umzustellen und die Batterien für den Netzausgleich und die Notstromversorgung, die diese Systeme erfordern würden, immer wieder aufzuladen.
Oder vielleicht plant das Team Biden, all diese Petrochemikalien und/oder Produkte einfach zu importieren – wie es in Bezug auf Windturbinen, Solarpaneele, Batteriemodule, Transformatoren und andere „grüne“ Energieausrüstungen zu planen scheint. Amerika wird nicht in der Lage sein, irgendetwas davon zu produzieren, weil Team Biden und seine Verbündeten gegen Bergbau und Bohrungen in den USA sind (selbst für Rohstoffe, die für ihre utopische „erneuerbare“ Energiewende unerlässlich sind) – und wir werden nicht einmal bezahlbaren, zuverlässigen Strom haben, um Fabriken zu betreiben.

Wie können diese „besten und klügsten“ Entscheidungsträger und Berater so ignorant, unfähig und ahnungslos sein – so unfähig, auch nur zwei oder drei Punkte miteinander zu verbinden? Sie zerstören unseren Planeten, Lebensräume und die Tierwelt, um die Erde vor einer im Computer modellierten „Klimakrise“ zu retten, von der Präsident Biden absurderweise behauptet, sie sei „eine größere Bedrohung als ein Atomkrieg“.

Sie stützen kritische politische Maßnahmen, die das Leben und den Lebensunterhalt überall tiefgreifend beeinflussen, auf den kindlichen Glauben an den Weihnachtsmann und Harry Potter. Sie glauben, dass wir die heutigen Energie- und Landwirtschafts-Ressourcen und -technologien verbannen können – und dass ein erstaunlicher Ersatz einfach da sein wird … durch einen mystischen, mythischen Prozess namens Materialbeschaffung für staatlich angeordnete Infrastrukturänderungen (MAGIC für Materials Acquisition for Government-mandated Infrastructure).

Einige von ihnen wissen, dass dies unmöglich ist, aber sie fördern diese Politik trotzdem. Sie scheinen zu glauben, dass sie vorschreiben können, dass die „einfachen Leute“ einfach sparsam leben müssen, unter den Lebensstandards des neunzehnten oder frühen zwanzigsten Jahrhunderts, in 63 m²-Wohnungen, die Elektrizität nutzen, wenn sie verfügbar ist (nicht, wenn sie sie brauchen), und sich von Käferburgern und Larvenmilch ernähren.

Sie glauben, dass Afrika „das perfekte Labor“ für die Erprobung neuer Lebensmittel wie „Cracker, Muffins, Fleischbrote und Würste“ aus Seefliegen wäre. Wenn das alles nicht klappt, werden sie einfach eine Zwangsrationierung einführen.

Andere würden sogar noch weiter gehen. Obamas Wissenschaftsberater John Holdren plädierte für eine „Rückentwicklung der [Vereinigten Staaten und anderer überentwickelter Länder] und eine Halbentwicklung der unterentwickelten Länder, um einen angemessenen und ökologisch nachhaltigen Lebensstandard für alle dazwischen zu erreichen“.

Der Ozeanograph Jacques Cousteau sagte einmal: „Um die Weltbevölkerung zu stabilisieren, müssen wir jeden Tag 350.000 Menschen eliminieren.“ Der Wissenschaftler Charles Wurster von Environmental Defense sagte: „Die Menschen sind die Ursache für alle Probleme…. Wir müssen einige von ihnen loswerden, und [das Verbot von DDT] ist so gut wie jeder andere Weg.“

Umwelt- und Rassengerechtigkeit? Kampagnen, politische Maßnahmen und Regierungsaktionen zur Abschaffung fossiler Brennstoffe und moderner landwirtschaftlicher Praktiken und Technologien sind weit mehr als gefühllos und herrisch. Sie gehen weit über Öko-Imperialismus, Öko-Kolonialismus und Öko-Apartheid hinaus. Sie treiben den Öko-Mord auf globaler Ebene durch Energie-, Landwirtschafts- und Klimapolitik voran. Sie erzwingen einen systemischen, systematischen Rassismus.

Diese Ideen und die Befürworter dieser Politik sollten aus Regierungen, Medien und akademischen Einrichtungen verbannt werden – und nicht die wundersamen Technologien, die das moderne Leben möglich machen.

Autor: Paul Driessen is senior policy advisor for CFACT and author of Cracking Big Green and Eco-Imperialism: Green Power – Black Death.

Link: https://www.cfact.org/2023/02/27/childish-beliefs-drive-lethal-energy-and-agricultural-agendas/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Zuverlässige vs. intermittierende Energie-Erzeugung: Eine Übersicht (Teil I)

Bill Schneider

[Alle Hervorhebungen im Original!]

„Warum sollte ein Heizkraftwerk Geld auf einem staatlich manipulierten Markt ausgeben, der einen angemessenen Gewinn gefährdet? Warum sollte das Kraftwerk unter diesen Bedingungen überhaupt auf dem Markt bleiben?“

„Für die IVREs ist es ein risikoloses Geschäft, bei dem die Märkte garantiert sind und die Steuerzahler im ganzen Land mitverdienen. Aber was ist mit dem Bedarf an zuverlässiger Energie?“

Dieser zweiteilige Beitrag ist eine Fortsetzung des kürzlich erschienenen IER-Artikels von Robert Bradley mit dem Titel [übersetzt] „Wind, Solar und der große Blackout in Texas: Guilty as Charged“ (Schuldig im Sinne der Anklage). In diesem Artikel wurde erörtert, wie regulatorische Änderungen und Subventionen zugunsten der Erzeuger von intermittierend variablen erneuerbaren Energien (Intermittently Variable Renewable Energy IVRE) zu einem vorzeitigen Kapazitätsverlust, einem Mangel an neuen Kapazitäten und zu Problemen bei der Modernisierung der verbleibenden (überlebenden) traditionellen Kapazitäten führten. Diese drei Faktoren – das „Warum hinter dem Warum“ – erklären den perfekten Sturm, der mit dem Sturm Uri* begann (bzw. von ihm ausgelöst wurde).

[*Gemeint ist der Schneesturm mit den verheerenden Auswirkungen vor allem in Texas im März 2021]

In diesem Teil I wird beschrieben, wie der Markt ursprünglich funktionieren sollte – aber angesichts des von der Regierung neu gestalteten Strommarktes nicht funktioniert hat, angefangen bei der Erzeugung. Die Veränderung wurde verursacht durch:

Investitionsgelder, die durch staatliche Subventionen und besondere Steueranreize vom Ausbau der Grundlastkapazität weggelockt wurden, und

Betriebsmöglichkeiten, die durch „First-Use“-Mandate weggelockt wurden. First-Use-Mandate sind besonders schädlich, da die Netzbetreiber von den IVREs immer dann kaufen müssen, wenn sie produzieren, wodurch die zuverlässigen Erzeuger ungenutzt bleiben.

Die Verzerrung

Stellen Sie sich vor, eine Milliarde Dollar liegt auf dem Tisch für den Bau einer nuklearen, kohle- oder erdgasbefeuerten Energie-Erzeugungsanlage. Ihre Finanzen erfordern eine Kapitalrendite (ROI), um das erforderliche Kapital von Investoren und/oder Aktionären zu erhalten.

Sie haben die Anlage in gutem Glauben gebaut und sich dabei auf eine solide Netzmodellierung gestützt, die auf eine beträchtliche Chance zum gewinnbringenden Verkauf Ihrer Energie während der Betriebsdauer der Anlage hindeutet. Sie haben eine Due-Diligence-Prüfung dieser Möglichkeit im Vergleich zu den Kosten durchgeführt, und die Kapitalrendite war gut genug, um eine endgültige Investitionsentscheidung (FID) zu treffen, so dass die Anlage finanziert und gebaut wurde. Großartig.

Nehmen wir an, dass im Rahmen des Business Case X Stromeinheiten ins Netz verkauft werden sollen. Auf der Grundlage einer zufriedenstellenden Leistung der Anlage ist es statistisch gesehen sicher, dass das Projekt mindestens 50 Prozent von X verkauft und die Gewinnschwelle erreicht (natürlich sind die Zahlen hier erfunden, aber Sie verstehen schon). Auf einer hohen Ebene sind die zu steuernden Variablen: 1) Kraftstoffpreis, 2) Arbeitskosten, 3) Wartungskosten.

Dies ist ein normaler Markt – so wie er früher einmal war. Das Versorgungsunternehmen hatte eine „Dienstleistungsverpflichtung“ und den tariflichen Anreiz, die Kapazität über die Nachfragespitzen hinaus zu nutzen.

Eingreifen der Regierung….

IVRE-“First-Use“-Mandate: Diese Vorschriften verlangen von den Netzbetreibern nicht nur, dass sie den Strom aus IVREs „zuerst“ abnehmen, wenn diese Strom erzeugen, sondern sie verlangen von den Netzbetreibern auch oft, dass sie für IVRE-Strom einen Aufschlag gegenüber allen anderen Quellen zahlen.

Ihr Geschäftsmodell wurde nun durch einen doppelten Schlag in die Knie gezwungen: Sie verlieren nicht nur Geschäfte, weil IVREs „zuerst“ verkaufen müssen, sondern können auch absolut nichts tun, um ihren Strom kommerziell attraktiver zu machen, da IVREs nicht nur sehr niedrige kurzfristige Grenzkosten haben – das nächste Elektron, das sie erzeugen können, ist extrem billig, da Wind und Sonne (und fallendes Wasser für Wasserkraft) „kostenlos“ sind.

In diesem Szenario steigt aufgrund anderer politischer Externalitäten der Preis für Ihren Brennstoff (wenn Sie Erdgas oder Kohle verwenden).

Das sieht nicht gut für Sie aus, oder? Plötzlich ist die Strommenge, um die Sie konkurrieren (d. h. die Marktnachfrage), geschrumpft, weil sich IVREs jederzeit vor Ihnen „einreihen“ können.

Ganz zu schweigen davon, dass Sie – von wenigen Ausnahmen abgesehen – nur sehr begrenzt in der Lage sind, Ihre Anlagen abzuschalten, wenn die Nachfrage gesunken ist, und so Ihre Betriebs- und Wartungskosten zu begrenzen, vor allem, wenn Sie bei einem plötzlichen Anstieg der Nachfrage Strom zum Verkauf bereithalten sollen.

Das ist das zweischneidige Schwert der IVREs: Ihre Produktionskapazität kann genauso schnell sinken, wie sie steigt. Wenn das passiert, erwarten die Netzbetreiber, dass die Grundlast bereitsteht, um sie zu verkaufen, und das oft nur mit einer kurzen Vorankündigung. Das bedeutet, dass die Betreiber von Grundlastkraftwerken nicht abschalten können, wenn sie nicht verkaufen; vielmehr müssen sie ihre Kraftwerke warm halten und die Turbinen am Laufen halten, falls sie zum Verkauf aufgefordert werden, wenn die IVREs dies nicht können.

Dieser Zustand, in dem die Betreiber von Grundlastkraftwerken warten müssen, wird als „Spinning Reserve“ bezeichnet – das bedeutet, dass das Kraftwerk zwar in Betrieb ist, aber keinen verkaufsfähigen Strom erzeugt. Dadurch entstehen jedoch hohe Brennstoff-, Arbeits- und Wartungskosten.

Wenn also die Treibstoffkosten steigen und ich meine Stromerzeugungsanlage mit einer Minimalbesatzung betreibe, was bleibt mir dann noch übrig, um zu sparen?

Wartung

Anstatt Geld für planmäßige Wartungsarbeiten auszugeben, wird der Stromerzeuger versuchen, die roten Zahlen durch Aufschieben von Wartungsarbeiten aufzufüllen. Je mehr ich dazu gezwungen bin (die Alternative wäre der Konkurs oder der Ausstieg aus dem Markt), desto mehr spiele ich „Russisches Roulette“ mit meiner Betriebsfähigkeit.

Geplante Wartungsarbeiten werden auf der Grundlage statistischer Modelle geplant, damit ich meine Anlage sicher betreiben und verkaufbare Energie erzeugen kann. Ich kann diese Statistiken durch die Einführung der Zustandsüberwachung (kurz „con-mon“) strecken, aber letztendlich muss ich die Anlage warten, wenn ich keinen Ausfall riskieren will.

Wenn ich es mir aber nicht leisten kann, die Wartung durchzuführen, werde ich Dinge aufschieben, von denen ich glaube, dass ich damit durchkomme, wie z. B. Ausrüstungen für den Betrieb der Anlage bei extrem niedrigen Temperaturen, da es hier in Texas selten „so kalt“ wird. Und ich habe gehört, was über den Klimawandel gesagt wird, der angeblich die Wintertiefs mildert….

Statistisch gesehen ist mein Risiko ziemlich gering, oder?

Bis sich die sprichwörtlichen Löcher in den Schichten des „Schweizer Käses“ aneinanderreihen (einige erinnern sich vielleicht an das Sicherheitsmodell mit dieser Grafik) und es plötzlich sehr kalt wird und die IVREs nicht genug erzeugen, um die Lücke zu schließen.

Und da ich die Wartung aufgeschoben habe, versucht mein Kraftwerk, verkaufsfähigen Strom zu erzeugen, aber es geht kaputt.

Wer ist schuld?

Ja, in diesem Beispiel ist mein Grundlastkraftwerk ausgefallen. Dies ist das erste „Warum“, das die IVRE-Befürworter anführen, aber sie wagen es nicht, weiter zu gehen. Die Ebenen unterhalb des ersten „Warum“ haben alle damit zu tun, dass die Regierung die Bedingungen für Grundlastkraftwerke im Nachhinein grundlegend geändert hat: IVREs ziehen Investitionsgelder an und dürfen die Marktnachfrage abdecken, wann immer sie Strom erzeugen.

Für IVREs ist das ein risikoloses Geschäft, bei dem die Märkte garantiert sind und die Steuerzahler im ganzen Land mitverdienen. Aber was ist mit dem Bedarf an zuverlässiger Energie?

Schlussfolgerung

Warum sollte ein Heizkraftwerk Geld auf einem staatlich manipulierten Markt ausgeben, der einen angemessenen Gewinn gefährdet? Warum sollte das Kraftwerk unter diesen Bedingungen überhaupt auf dem Markt bleiben?

An diesem Punkt befinden wir uns heute: Der Markt ist kaputt, und es besteht die Gefahr, dass die „Versicherung“ für IVREs, die die Zuverlässigkeitslücke abdeckt (nicht genügend Sonne oder Wind über längere Zeiträume, wodurch jeder Vorteil, den Batteriespeicher ihnen bieten könnten, zunichte gemacht wird), versagt. Schließlich werden die Grundlastkraftwerke entweder durch aufgeschobene Wartung lahmgelegt oder aber billig an Käufer verkauft, die noch weniger Anreiz haben, sie zu warten. Und die dringend benötigten neuen Kapazitäten werden gar nicht erst gebaut (Phantomkraftwerke).

Hinweis

Die Art der IVREs wird weiterhin die Grundlastgeneratoren aus dem Geschäft drängen – und die IVREs werden weiterhin die Grundlast für diese Probleme verantwortlich machen, selbst wenn ihre Mandate die Sicherheit, die die Grundlast bietet, zerstören. Die Autoren Tom Stacy und George Taylor haben zu diesem Thema eine ausführliche Eingabe an die FERC (Federal Energy Regulatory Commission) der USA verfasst.

Link: https://www.masterresource.org/renewable-energy-fallacies/reliable-vs-intermittent-schneider-i/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE