Kältereport Nr. 9 / 2023

Christian Freuer

Vorbemerkung: Fast jede Woche ein neuer, langer Kältereport – offenbar ist die „Globale Erwärmung“ nicht das, was sie sein sollte. An erster Stelle in diesem Report die Antarktis zu nennen, die gleich in mehreren Meldungen auftaucht. Dort geht es jetzt in den Herbst, und was von dort gemeldet wird, lässt für den bevor stehenden Winter nichts Gutes erahnen.

Besondere Kälte und Schnee setzen sich aber auch anderswo fort.

Meldungen vom 3. März 2023:

Immer noch Schnee-Notstand in Kalifornien

Nach einem „einmaligen“ Wintersturm sind die Kalifornier immer noch damit beschäftigt, sich aus den Schneemassen auszugraben, und für das Wochenende sind weitere heftige Schneefälle vorhergesagt.

Der beliebte Yosemite-Nationalpark wurde auf unbestimmte Zeit geschlossen, nachdem rekordverdächtige Schneefälle über das Gebiet hereinbrachen.

In den Skigebieten von Tahoe, wie z. B. Palisades, wurden in den letzten 48 Stunden rekordverdächtige 2 m Schnee gemessen.

In San Bernardino County, östlich von Los Angeles, wird rund um die Uhr Schnee geräumt, obwohl es weit über eine Woche dauern könnte, bis einige Gebiete erreicht sind, insbesondere angesichts der vorhergesagten weiteren Schneemengen.

Hierzu gab es auch wieder eine Meldung bei wetteronline:

https://www.wetteronline.de/wetterticker/schneemassen-in-kalifornien–1e2531c1-46a8-48f3-a8e8-6ef767cd7fbb

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Fast 4 m Schnee in Höhenlagen von Mallorca

Wie bereits im letzten Kältereport berichtet, wurde die Mittelmeerinsel Mallorca von meterhohen Schneefällen heimgesucht.

Es hat sich herausgestellt, dass sich in den höheren Lagen der Insel rekordverdächtige fast 4 m Schnee angesammelt haben – die höchsten Schneemengen seit mindestens 1985 (Sonnenminimum des 21. Zyklus) – nachdem der Wintersturm „Juliette“ auf der Baleareninsel schwere Schäden angerichtet hat.

In tieferen Lagen wurden noch nie dagewesene 90 cm registriert, und die spanische Ferieninsel hat Rettungsteams eingesetzt, um gestrandete Einwohner zu evakuieren.

Viele europäische Länder wurden diese Woche von heftigen Schneefällen heimgesucht: In Kroatien saßen Anfang der Woche Hunderte von Autos fest, nachdem ein Schneesturm den Verkehr zum Erliegen gebracht und Teile des Landes praktisch abgeschnitten hatte.

Ähnliche Bedingungen herrschten in den Nachbarländern Serbien, Montenegro und Bosnien.
Zurück in Westeuropa: Portugal und Spanien zum Beispiel leiden seit über einem Monat unter polaren Kälteverhältnissen. Hier in Zentralportugal erwachte ich zum 21. Frost seit Anfang Februar (auf einer Höhe von 200m). Das ist ein Novum und behindert meine Bemühungen um die Aussaat erheblich.

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Es folgt noch ein Beitrag zum CO₂-Ausstoß im letzten Jahr.

Link: https://electroverse.co/californians-snow-stranded-mallorca-hit-by-13-feet-uk-set-for-powerful-long-lasting-arctic-outbreak-all-as-co2-emissions-hit-record-high/

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Meldungen vom 6. März 2023:

Außerordentlich niedrige Temperaturen auf dem Antarktischen Plateau

Das antarktische Plateau wird weiterhin von außergewöhnlich niedrigen Temperaturen heimgesucht.
In Vostok wurde kürzlich ein Wert von -65,2°C gemessen – ein unglaublich seltener Wert für Anfang März.

Zum Vergleich: -65,5°C ist die niedrigste Temperatur, die jemals in der südlichen Hemisphäre im Februar gemessen wurde (ebenfalls in Vostok). Zur Erinnerung: Dort ist jetzt Hochsommer!

Aus einem Tweet von Stefano Di Battista:

Jährliche Aktualisierung des antarktischen Minimums / 16 Am 3. März wurden in Wostok -65,3 °C gemessen und damit der bisherige Tiefstwert (-63,1 °C) vom 2. März an gleicher Stelle übertroffen. Der Monatsrekord der Station liegt bei -75,3 °C, erreicht am 23. März 1982 und am 21. März 2020 (siehe State of Antarctic Environment)

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Und das in den USA:

Einwohner in Süd-Kalifornien: „Helft uns!“

Die vom Schnee eingeschlossenen Bewohner in Südkalifornien bitten um Hilfe.

Die Situation wird für viele immer verzweifelter, da die Vorräte aufgebraucht sind.

ABC7 Los Angeles überflog kürzlich das Gebiet von Crestline am Lake Gregory und fing eine in den Schnee geschriebene Nachricht ein:

Ende Februar lenkte ein wellenförmiger „meridionaler“ Jetstream arktische Luft anomal weit nach Süden.

Diese Konstellation sorgte für seltene Schneestürme in Landkreisen wie San Bernardino, wo inzwischen der Notstand ausgerufen wurde.

In Lake Arrowhead, fast 16 km von Crestline entfernt, fielen an sieben Tagen insgesamt 280 cm Schnee (der Jahresdurchschnitt der Gemeinde liegt bei 56 cm), und im benachbarten Running Springs 380 cm.

Neben San Bernardino County hat Gouverneur Gavin Newsom in 12 weiteren Bezirken Kaliforniens den Notstand ausgerufen.

Wie vorhergesagt treiben diese jüngsten Gesamtwerte die Schneemassen auf der Nordhalbkugel weit über den Durchschnitt von 1982-2012:

Schneemasse der Nordhemisphäre, Stand: 4. März 2023. Quelle

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Der kalte Februar in Australien

Weite Teile Ost- und Zentralaustraliens haben gerade den kältesten Sommer seit Jahrzehnten hinter sich – nach einem ebenfalls überdurchschnittlich kalten Frühling und Winter.

Die Temperaturdaten für Februar 2023 sind nun bestätigt worden: Nach Angaben des australischen Bureau of Meteorology BoM wurde eine Temperaturanomalie von -0,20 °C unter dem multidekadischen Durchschnitt registriert, so dass der Sommer insgesamt um -0,50 °C unter der Norm lag.

… Hier folgt die Beschreibung, wie sich das australische Wetterbüro BoM windet, um eine nie da gewesene Erwärmung herbei zu reden!

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Kurzmeldung:

Israel friert

Kurzmeldung: der Februar 2023 war in Israel kühl und nass.

Das Land beendete den Monat mit einer Durchschnittstemperatur von 12,04°C, was 0,79°C unter dem multidekadischen Durchschnitt liegt.

Link: https://electroverse.info/antarctic-plateau-socal-residents-help-us-australias-cool-feb-india-to-import-wheat/

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Meldungen vom 7. März 2023:

Die Antarktis verzeichnet so früh in der neuen Saison die niedrigste Temperatur aller Zeiten

Außergewöhnlich niedrige Temperaturen halten den antarktischen Kontinent weiterhin in Atem.
Nach den extrem kalten -65,2°C in Wostok – ein äußerst seltener Wert für Anfang März – kühlte sich die antarktische Station in den frühen Morgenstunden des 7. März noch weiter ab und erreichte historische -68,1°C.

Es wird vermutet, dass dies die niedrigste Temperatur ist, die jemals in der Antarktis so früh in der Saison gemessen wurde. Zum Vergleich: -64,7°C ist die niedrigste Temperatur, die jemals auf der südlichen Hemisphäre im Februar gemessen wurde (ebenfalls in Vostok, Antarktis) – obwohl einige Bücher -65,5°C als Rekord-Minimum im Februar angeben.

Die Antarktis kühlt sich ab – die Daten sind eindeutig und unbestreitbar.

Auch der Eisschild hat sich zumindest in den letzten 7 Jahrzehnten stetig vergrößert.

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Starker Schneefall im März in Großbritannien – Kohlekraftwerk als Notlösung bereit

In dieser Woche werden Schnee und Eis in weiten Teilen von UK erwartet, sogar in Südengland, wo für diese Jahreszeit beträchtliche Schneemengen vorhergesagt werden.

Das Met Office hat gesagt, dass in Schottland mehr als 30 cm Schnee fallen könnte, wobei sich auch weiter südlich einige Zentimeter absetzen könnten.

Hier folgt der Ausblick auf eine massive Kältewelle mit viel Schnee in UK. Mehr dazu, falls das so kommt. Im Norden von UK, also Schottland und Nordengland ist der Schnee aber schon da:

Schottland:

https://twitter.com/i/status/1633012102498492417

Nordengland:

https://twitter.com/i/status/1632942461017366531

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Weiterhin Rekordkälte und -schnee in weiten Teilen der USA

Für viele Menschen in den Vereinigten Staaten – und auch in Kanada – war dies ein denkwürdiger Winter.

Selbst jetzt herrsacht in weiten Teilen Nordkaliforniens noch immer Schnee-Notstand, und die Bewohner in den südlichen Teilen des Staates bitten die Behörden nach den jüngsten Rekordschneefällen immer noch um Hilfe.

Aus einem Tweet:

Annie Rose Ramos

Dies ist die Einfahrt zur #Crestline in San Bernardino … Schneewände auf beiden Seiten der Straße und darunter begrabene Autos. Dies ist die Straße, auf der heute Hunderte von Menschen zu den Lebensmittelverteilungsstellen gehen und hoffen, dass ihnen die Lebensmittel nicht ausgehen, bevor sie dort ankommen

Hier das Video dazu:

https://twitter.com/i/status/1632884648358612993

Falls es interessiert, hier noch ein Video aus diesem Tweet:

https://twitter.com/i/status/1632828393795514369

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Lawinen in Hokkaido, Japan

In dieser Woche sind in Japan zwei Skifahrer unter Lawinen begraben worden – einer am Berg Yotei und der andere am Berg Pekerebetsu.

In dieser Wintersaison hat es in weiten Teilen Japans rekordverdächtige Schneemengen gegeben. In Omaezaki, das an der Spitze der Halbinsel Omaezaki an der japanischen Pazifikküste liegt, ging im Februar ein äußerst seltenes Schneegestöber nieder. Zuvor hatte es in der Stadt nur 1966 und 1996 geschneit (Sonnenminimum des 19. bzw. 22. Zyklus), und zwar nie mehr als 3 cm.

In den nördlichen Präfekturen Japans, insbesondere in Hokkaido, sind in letzter Zeit zahlreiche Lawinen abgegangen.

Link: https://electroverse.info/antarctica-coldest-temp-heavy-snow-uk-cold-and-snow-u-s-hokkaido-avalanche/

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Meldungen vom 8. März 2023:

Starker Schneefall in London und -14°C in UK

Überall in UK führt starker Schneefall im März zu Straßensperrungen, Schulausfällen und Flugstopps – sogar in Südengland.

UK wird diese Woche von Frost heimgesucht, was den Frühling sehr verzögert. In Schottland wurde heute Morgen eine rekordverdächtige Temperatur von -14 °C gemessen.

Das Met Office hat eine Vielzahl von Wetterwarnungen vor Kälte und Schnee herausgegeben, die sich auf den größten Teil des Landes erstrecken.

Am heutigen Mittwochmorgen wurden in London große Flocken beobachtet:

Video aus diesem Tweet:

https://twitter.com/i/status/1633340551348080640

Auch in der Stadt Bristol im Südwesten hat es geschneit, und der dortige Flughafen hat aufgrund der polaren Bedingungen alle Flüge eingestellt.

„Die Teams des Flughafens Bristol arbeiten hart an der Schneeräumung, aber der Schnee fällt weiter“, heißt es in einer Erklärung.

https://twitter.com/i/status/1633364085478678528

Blogger Cap Allon konnte es sich nicht verkneifen, folgendes Beispiel zu beschreiben. Kann ich auch nicht:

An diesem Mittwochmorgen titelt der warm-alarmistische Independent“: „Großbritannien vor fünf Tagen Schnee, Karte zeigt kälteste Orte in UK“.

Amüsanterweise gehörte dieses Blatt zu den ersten, die Anfang der 2000er Jahre die „Schneefrei“-Angst verbreiteten, die selbst nach mehr als zwei Jahrzehnten des Scheiterns immer noch von Ahnungslosen und Böswilligen gleichermaßen verbreitet wird.

Hier der Artikel vom 20. März 2000:

„Schneefälle gehören jetzt der Vergangenheit an“, schrieb The Independent im März 2000 … „was Wissenschaftler auf den globalen Klimawandel zurückführen, der nicht nur weniger weiße Weihnachten, sondern auch weniger weiße Januare und Februar bringen wird“.

Nun, hier sind wir im März, genau 23 Jahre nach dieser „wissenschaftlich untermauerten“ Prophezeiung, und dies (siehe unten) ist die Szene.

Ich weiß nicht, wie/warum die Massen absichtlich die vielen Ungenauigkeiten und katastrophalen Fehlschläge der Vergangenheit ignorieren und weiterhin daran glauben, dass diejenigen, die in Machtpositionen sind, Begriffe wie „die Wissenschaft“ verwenden und Werkzeuge wie die alten Medien zum Wohle der Menschheit einsetzen.

Es folgen noch viele weitere Bemerkungen dieser Art über die Wettervorgänge in UK.

Link: https://electroverse.info/heavy-snow-hits-londonnorthern-hemisphere-snow-mass-sitting-at-300-gigatons-above-1982-2012-average-and-climbing/

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Meldungen vom 9. März 2023:

UK Met Office gibt „gelbe“ Warnung mit meterhohem Schnee und -18°C Vorhersage aus

Nach den gestrigen (nach unten korrigierten) -15,4 °C ging es heute Morgen in UK noch etwas besser: In Altnaharra Saws, Schottland, wurden -16 °C gemessen – die niedrigste Märztemperatur in UK seit 2010 und eine der niedrigsten in den Aufzeichnungen.

In diesem Tweet mehr dazu.

Es folgen Aussichten auf noch niedrigere Temperaturen während der nächsten Tage.

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Historische Kälte in Utah

Während Amerikas enorme Schneefälle die Schlagzeilen beherrschen, gibt es noch einen anderen Faktor, der in diesem Winter fast historische Ausmaße erreicht hat und der die verblendete „Warmschnee“-Fraktion der AGW-Partei zum Schweigen bringt – es war wirklich kalt.

Die Schneedecke des Westens ist in der Tat eine Erwähnung wert. Kalifornien zum Beispiel steht vor der schneereichsten Saison seit Beginn der Aufzeichnungen.

Forscher des UC Berkeley Central Sierra Snow Lab haben seit Beginn der Wintersaison 2022-2023 am 1. Oktober 15 m Schnee gemessen, was die fünft-schneereichste Saison seit dem Bau der Einrichtung im Jahr 1946 bedeutet. „Und die Saison ist noch lange nicht zu Ende“, sagt der NWS-Meteorologe Mark Deutschendorf, der nicht ausschließt, dass das Labor den Rekord von 1952 (20 m) brechen wird.

Im nahe gelegenen Utah gab es ebenfalls historische Schneefälle – aber wie bereits erwähnt, darf die klirrende KÄLTE nicht übersehen werden. Das örtliche Büro des Nationalen Wetterdienstes hat Zahlen veröffentlicht, die genau zeigen, wie kalt es hier war.

Im Zeitraum zwischen November und Februar hatte Salt Lake City die fünftniedrigste Anzahl von Tagen über 10 Grad Celsius [50 F] in der Geschichte der Stadt, die bis in die 1800er Jahre zurückreicht. Derzeit hat das Jahr 2023 nur zwei Tage über der 10°C-Marke geliefert – null im Februar:

Es ist auch 121 Tage her, dass Salt Lake City die 15°C-Marke erreicht hat.

Anderswo hat man in Logan nur vier Tage über 10°C erlebt.

Und anomale Kälte hat sogar den Süden Utahs erfasst, wo Cedar City die drittwenigsten Tage über 10°C verzeichnet.

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Es folgt noch ein Beitrag zu massiven Ernteausfällen in mehreren Ländern Südamerikas.

Link: https://electroverse.info/uk-met-office-issues-amber-warning-historically-cold-utah-crop-output-cut/

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wird fortgesetzt … (mit Kältereport Nr. (10 / 2023)

Redaktionsschluss für diesen Report: 9. März 2023

Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE




Die perversen, bornierten und betrügerischen ethischen Grundsätze der ESG

Paul Driessen

Warnung: Ihr Rentenfonds wurde möglicherweise von BlackRock oder anderen Wall-Street-Vermögensverwaltern unterschlagen, die einseitig beschlossen haben, dass die zig Billionen Dollar an Geld anderer Leute, die sie kontrollieren, zur Förderung der von ihnen favorisierten politischen Ziele verwendet werden sollten – um „die Welt zu einem besseren Ort zu machen“.

Wie die meisten Menschen wissen, steht ESG für Umweltschutz, soziale Gerechtigkeit und Steuerung von Unternehmens- und Gesellschaftsangelegenheiten. Das sind alles edel klingende Ziele. Unter ESG geht es jedoch um fortschrittliche, zukunftsweisende Ziele, wobei die Verhinderung von „vom Menschen verursachten Klimakatastrophen“ an erster Stelle steht. Das Fondsvermögen wird verwendet, um „Netto-Null“-Klimaprogramme voranzutreiben und Unternehmen, die fossile Brennstoffe nutzen, zu bestrafen oder aus der Finanzierung zu nehmen.

Dieser enge Fokus führt zu ernsten Problemen. Diese Billionen von Dollar sollen passiv in Index- und andere Fonds investiert werden, die treuhänderisch dazu verpflichtet sind, maximale Renditen für staatliche, kommunale, betriebliche und private Renten- und Investitionskonten zu erzielen. Bei den ESG-Fonds werden jedoch allzu oft hohe Renditen geopfert, um politisierten Zielen zu dienen, oft in Absprache mit Regierungen, Aktivisten und anderen Finanzinstituten und somit auch unter Verletzung von Kartellgesetzen und grundlegenden ethischen Prinzipien.

Aus diesem Grund ist der Vermögensverwalter Vanguard vor kurzem aus der von der UNO geförderten „Glasgow Financial Alliance for Net Zero“ ausgetreten. In der Zwischenzeit ziehen Arizona, Florida, Kentucky, Louisiana, Missouri, North Carolina, Texas, West Virginia und andere US-Bundesstaaten Dutzende von Milliarden Dollar aus BlackRock, State Street und anderen Wall-Street-Vermögensverwaltungsfirmen ab, weil sie ihre treuhänderischen Pflichten verletzt haben. Das ist nur die Spitze des Eisbergs dieses Betrugs.

Wachsame ESG-Praktiker verwenden auch enge ES&G-Definitionen, um Tugendhaftigkeit zu signalisieren, hochtrabende Reden zu halten und vorgeschriebene Agenden aufzulegen, ohne sich um die Konsequenzen zu kümmern. Wenn die „existenzielle Bedrohung durch den vom Menschen verursachten Klimawandel“ das Hauptargument ist, werden die enormen Probleme, die mit dem Ersatz fossiler Brennstoffe durch „saubere erneuerbare Energien“ verbunden sind, einfach ignoriert, unterdrückt und aus der Analyse herausgefiltert.

Die Realitäten der Menschen und des Planeten müssen unbedingt in jede ethische ESG-Analyse einbezogen werden!

Schutz der Umwelt. Anstatt nur die Temperaturen, Stürme, Dürren, den Anstieg der Meere und andere Umweltbelastungen zu betrachten, die Klimamodelle fälschlicherweise den Emissionen fossiler Brennstoffe zuschreiben, muss eine genaue und ehrliche ESG-Analyse auch die enormen ökologischen Auswirkungen von Wind-Solar-Batterie-Energiesystemen (WSB) bewerten, die angeblich Öl, Gas und Kohle ersetzen werden.

WSB-Systeme und die dazugehörigen Übertragungsleitungen entstehen nicht von selbst, sondern durch Materialbeschaffung für den globalen industriellen Wandel (Materials Acquisition for Global Industrial Change, MAGIC. „Magic“ steht im Englischen für „Zauberei“. A. d. Übers.). Sie erfordern Bergbau in noch nie dagewesenem Ausmaß. Allein für Präsident Bidens erste Serie von Offshore-Windturbinen wären 110.000 Tonnen Kupfer erforderlich, die aus 25.000.000 Tonnen Erz raffiniert werden, nachdem 40.000.000 Tonnen Abraum entfernt wurden – plus Millionen Tonnen Eisen, Mangan, Aluminium, Nickel, Beton, Kunststoffe und andere Materialien … aus Milliarden von Tonnen Erzen.

Um die gesamte Stromerzeugung aus Kohle und Gas in den USA durch WSB zu ersetzen – plus Benzinfahrzeuge und Gasöfen – wären Zehntausende von Windturbinen, Milliarden von Solarmodulen, Milliarden von Batteriemodulen für Fahrzeuge und Notstromspeicher sowie Tausende von Kilometern an neuen Übertragungsleitungen erforderlich. Hat BlackRock den Bedarf an Erzen und Minen dafür berechnet? Für einen globalen Übergang?

All diese Turbinen, Paneele, Module, Übertragungsleitungen, Minen, Verarbeitungsanlagen und Fabriken müssen irgendwo untergebracht werden. Haben die ESG-Potentaten festgelegt, in wessen Hinterhof sie stehen werden? (Haben sie die Auswirkungen auf die Landschaft, die Lebensräume, die Greifvögel und andere Wildtiere, die Luft- und Wasserverschmutzung durch die Minen und andere Betriebe, die Wahrscheinlichkeit, dass die vom Aussterben bedrohten Glattwale durch die Windkraftanlagen vor der US-Atlantikküste in den Tod getrieben werden, bewertet?

Erhalten all diese WSB-Minen, Gießereien, Fabriken und Auswirkungen überhaupt (offensichtlich negative) ESG-Bewertungen?

Soziale Gerechtigkeit. Die ESG-Theologie geht davon aus, dass die Armen und farbige Menschen am meisten unter dem Klimawandel leiden. In Wirklichkeit profitieren sie am meisten davon, dass es reichlich zuverlässige, erschwingliche Brennstoffe und Elektrizität gibt – für Autos, Arbeitsplätze, moderne Häuser, zum Kochen, Heizen und Klimatisieren. Tatsächlich geht es den Armen und Farbigen in Großbritannien und Europa, wo der „Übergang zu grüner Energie“ in vollem Gange ist, nicht besonders gut.

Mehr als sieben Millionen britische Haushalte sind in diesem Winter in Energiearmut geraten, und es wurden spezielle „Wärmestuben“ eingerichtet, um den Menschen zu helfen, das eisige Wetter zu überstehen. Jüngste Schlagzeilen warnen davor, dass es in Großbritannien in diesem Winter zu landesweiten Stromausfällen, umfangreichen Fabrikschließungen und Entlassungen kommen könnte. In Deutschland decken sich Familien mit Kerzen ein, um wenigstens lesen zu können, während sie arbeitslos in ihren Wohnungen frösteln.

Es sterben Menschen, die Krankheiten und Vorerkrankungen überlebt hätten, wenn sie nicht so verarmt, unterkühlt und mangelernährt gewesen wären. In den USA haben 14 % der Senioren Mahlzeiten ausgelassen, und 10 % haben im Jahr 2022 aufgrund der stark steigenden Energie-, Lebensmittel- und sonstigen Preise medizinische Behandlungen verschoben oder abgesagt oder verschreibungspflichtige Medikamente rationiert. Ehrliche ESG-Bewertungen würden auch all dies berücksichtigen.

Die Entwicklungsländer brauchen dringend verlässliche, erschwingliche Elektrizität, um Arbeitsplätze zu schaffen, Familien aus der Armut zu befreien, Häuser, Schulen und Krankenhäuser zu modernisieren, sauberes Wasser bereitzustellen und Holz und Tierdung zum Kochen und Heizen zu ersetzen. Auch heute noch sterben Millionen von Eltern und Kindern an Atemwegs- und Darmerkrankungen, die in wohlhabenden Ländern unbekannt sind, weil sie keinen Strom haben.

Die ESG-Bewertung ignoriert all dies, verhindert aktiv Investitionen in Kraftwerke für fossile Brennstoffe in afrikanischen und anderen Ländern und versucht, die Finanzierung auf Wind- und Solarenergie und die Arbeitsplätze und Lebensstandards zu beschränken, die diese begrenzte, wetterabhängige Energie unterstützen kann. Das ist kaum ethisch oder sozial verantwortlich.

Steuerung von Unternehmens- und Gesellschaftsangelegenheiten. ESG-Aktivisten und Finanzinstitute arbeiten mit Unternehmen, Bundes-, Landes- und Kommunalregierungen zusammen, um der Klimakrisen-Agenda zu dienen und Investitionen aus den fossilen Brennstoffen in „erneuerbare“ Energien zu lenken. Im Grunde ist dies Faschismus, ein Wirtschaftssystem, in dem die Regierung nicht die Produktionsmittel besitzt, sondern sie durch Gesetze, Politik und Vereinbarungen mit Finanzinstituten, Unternehmen, Aktivisten, Medien und der Wissenschaft kontrolliert.

Ebenso problematisch ist, dass ESG unweigerlich dazu führt, dass sich die modernen Industrienationen zurückentwickeln, da ihre Fabriken und Arbeitsplätze nach China, Indien und in andere Länder abwandern, die im Rahmen von Klimavereinbarungen nicht verpflichtet sind, ihren Kohle- und Erdgasverbrauch in absehbarer Zeit zu reduzieren, und auch nicht die Absicht haben, dies zu tun, und die weiterhin rekordverdächtige Mengen Kohle verbrennen, um zuverlässigen und erschwinglichen Strom zu gewährleisten.

Dies wirft auch beunruhigende Bedenken hinsichtlich der nationalen Sicherheit auf, da die Vereinigten Staaten und ihre Verbündeten immer abhängiger von chinesischen Fabriken und chinesisch kontrollierten Lieferketten für Wind-, Solar-, Batterie-, Transformator-, Kommunikations-, Computer-, Gesundheits- und sogar Verteidigungs-/Waffenrohstoffe und -technologien werden.

ESG-Befürworter spielen diese Bedenken herunter, während sie ignorieren, dass die steigende Nachfrage nach Rohstoffen im Rahmen der Netto-Null-Agenda die Preise für immer knapper werdende Rohstoffe in die Höhe treiben und damit die Energieinfrastrukturen und Volkswirtschaften von Nationen auf der ganzen Welt gefährden würde.

Da kommen einem die Worte Betrug und Schwindel in den Sinn. Aber ein noch besserer Begriff hat seinen Ursprung in China – Shanghaied: die Anwendung von Tricks, Einschüchterung oder Gewalt, um jemanden zu zwingen, seiner Marine … oder seinem Unternehmen zu dienen. In diesem Fall zwingt der ESG-Druck Investoren, Unternehmen und Länder dazu, den Interessen der chinesischen Regierung und des Unternehmenssektors zu dienen, die die Lieferketten und die Herstellung von Technologien jeder Art, insbesondere im Energiesektor, kontrollieren. Auch die ESG-Bewertungen schenken dem keine Beachtung.

Tatsächlich scheinen BlackRock, State Street, andere ESG-Firmen und ihre Verbündeten aus Regierung und Umweltschutz darauf bedacht zu sein, unseren Planeten mit „grüner“ Energie zu zerstören, um ihn vor Katastrophen durch fossile Brennstoffe zu bewahren, die in Klimamodellen und fieberhaften Vorstellungen existieren (wie in „Die Erde hat Fieber“) … aber nicht in der realen Welt.

Paul Driessen is senior policy advisor for the Committee For A Constructive Tomorrow (www.CFACT.org) and author of books and articles on energy, environmental and human rights issues.

Link: https://cornwallalliance.org/2023/02/esgs-perverse-narrow-fraudulent-ethical-principles/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Vor dem Klimawandel gab es noch keine Klimaschäden … Der Elefant im Raum wird geflissentlich übersehen.

Helmut Kuntz

— weshalb alle bisherigen und künftigen Wetterschäden seit dem Jahr 2000 allein eine Folge der vom bösen Menschen verursachten CO₂-Emissionen sind. Auch irgendwelche Vorteile des sich zum Glück etwas erwärmten Klimas sind vollkommen unbekannt. So vermittelt es eine vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz beauftragten und kürzlich in Berlin vorgestellt Studie über die bis zum Jahr 2050 zu erwartenden Klimafolgekosten [1] .

Wissenschaft verkommt in Deutschland zunehmend zum Kabarett

Praktisch bereits ausgeführt durch die Ernennung eines Kabarettisten zum Professor für Klimaagitation [2], wohl aufgrund ausreichend hanebüchener, dafür aber immer ausreichend Politik-konformer Aussagen [3] [4] [5] .

Leider ist dies kein Einzelfall, sondern wird zunehmend zum „wissenschaftlichen“ Vorbild. Gerade beim Klimawandel (und „Neuen Energien“) ist es einer Karriere nicht dienlich, eine andere, als die in Berlin vorgegebene Meinung zu haben. Und auf gar keinen Fall, wenn der Auftrag dazu noch von Behörden vergeben wird.

Die Studie: „Kosten durch Klimawandelfolgen in Deutschland“ wurde von einer obersten Bundesbehörde beauftragt.
Weil es um Kosten geht, nicht bei Klimaforschern, sondern bei solchen die sich mit Ökonomie auskennen: Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW), die Gesellschaft für Wirtschaftliche Strukturforschung (GWS) und die Prognos AG.

Nachdem federführend die EU mit GRÜNEN Wahnsinn Forderungen die Welt vor dem Klima retten will und unsere Regierung dies eilfertig und mit noch mehr Elan schon vorbeugend umsetzt, wussten die „Forschenden“, welche Aussagen erwartet wurden. Und genau das wurde auch geliefert.

Bild 1 Video. Screenshot (Teilbild)

Nun sind 900 Milliarden oder etwas aufgerundet eine Billion EUR Klimafolgekosten innerhalb von 27 Jahren mit jährlich 33,3 Milliarden EUR bei einem Bruttoinlandsprodukt von 3867 Milliarden EUR im Jahr 2022 gerade einmal 0,863 % davon. Und selbst wenn es so wäre, als „Kampfkosten“ gegen den vom UN Generalsekretär Guterres, der EU und vielen deutschen Städten ausgerufenem Klimanotstand überhaupt nicht dramatisch.
Dramatischer ist eher, dass um jährlich fiktive (und grottenfalsche) 33,3 Milliarden EUR angeblich einzusparen, ein Mehrfaches ausgegeben wird.

Trotzdem lohnt es sich nachzusehen, wie die „Wissenschaftsökonomen“ die Schadenssumme fabulierten ermittelten, denn wieder ist diese Studie ein Beispiel, wie hemmungslos sogenannte Wissenschaft sich verbiegt und Studien erstellt, für die man sich früher nicht nur geschämt, sondern seine Reputation riskiert hätte.

Diese Ansicht zur Studie deckt sich keinesfalls mit denen, welche unsere Qualitäsmedien darüber vermitteln. Von diesen werden die Autoren durchgehend gelobt, zum Beispiel, weil sie das gemacht haben, was Greenpeace „eingeführt“ hat, um wenn immer „notwendig“, maximale Kosten zu erzeugen: Eine möglichst lange Kostenkette fabulieren und mit fiktiven Kosten belegen.

[1] Spiegel: Während in der Regel bei der Berechnung von Folgeschäden des Klimawandels vor allem Zerstörungen etwa durch Überflutungen berücksichtigt werden, nimmt das aktuelle vom Wirtschaftsministerium in Auftrag gegebene Papier dem »Handelsblatt« zufolge auch Schäden über reine Wiederaufbaukosten hinaus in den Blick. So berücksichtigten die Autoren etwa zusätzliche Belastungen durch eingeschränkte Produktionsmöglichkeiten oder unterbrochene Lieferketten.

Zuerst einmal: Nichts in Frage stellen

Die Einleitungen der Studienblätter (die „Studie“ ist als ein Hauptblatt mit weiteren, neun ergänzenden „Merkblättern“ publiziert) liest sich wie eine Proklamation der Freitagshüpfer:
[6] Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz: WAS UNS DIE FOLGEN DES KLIMAWANDELS KOSTEN – ZUSAMMENFASSUNG
… Längst sind die Folgen klimatischer Veränderungen auch in Deutschland zu spüren. In den letzten Jahren häufen sich extreme Wetterereignisse. Neben den Hitzesommern, die vielen Menschen zu schaffen machen, wirkt sich der Klimawandel vor allem auf die Verfügbarkeit von Wasser aus: Sowohl ein Zuviel als auch ein Zuwenig an Wasser kann katastrophale Folgen haben. Sichtbar wurde das in den Dürren der letzten Jahre, die sich massiv auswirkten – insbesondere auf Landwirtschaft sowie Forstwirtschaft und Wälder.
Eike Leser wissen: Es gibt in Deutschland keine Häufung extremer Wetterereignisse. Das steht offiziell im letzten, veröffentlichten Klima-Monitoringbericht unserer Regierung [7].

Bild 2 [7] Darstellung zu Hochwasser „ein signifikanter Trend lässt sich nicht feststellen“

Bild 3 [7] Darstellung zu Hagelschäden „Die Ereignisse zeigen einen fallenden Trend“

Bild 4 [7] Starkregen im Siedlungsbereich: Ein Trend ist nicht ermittelbar

Bild 5 Verteilung der häufigsten Todesursachen in Deutschland im Jahr 2017. Quelle: © Statista 2019. Bild vom Autor ergänzt

Doch weiter geht es in dieser Studie:
[6] Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz: Die Flutkatastrophe im Juli 2021 hat gezeigt, welche Folgen ein extremes Niederschlagsereignis haben kann, das durch den Klimawandel wahrscheinlicher wird. Szenarioberechnungen zufolge ist davon auszugehen, dass durch die Zunahme solcher Extremwetterereignisse die Kosten des Klimawandels bis zur Mitte des Jahrhunderts noch einmal deutlich steigen werden.

Es ist verblüffend, dass sich unser angeblich modernes Zeitalter in einem nicht vom Mittelalter unterscheidet: Wenn eine Person von hohem Rang eine Aussage getätigt hat, wird sie nicht mehr angezweifelt, selbst wenn bekannt wird, dass diese Aussage falsch ist.
Und genau so ist es mit der Flut letztes Jahr im Ahrtal.

Frau Merkel erklärte damals spontan bei ihrem Besuch vor Ort, dass die Flut eine direkte Auswirkung des Klimawandels sei und genau so wurde es in allen Medien publiziert. Dass der danebenstehende Ortsbürgermeister ihr sofort danach ins selbe Mikrofon unter Verweis auf die Flutgeschichte des Ahrtals widersprach, kam nirgends mehr vor.
Aber es kam noch schlimmer. Unter Federführung des Deutschen Wetterdienstes fand sich ein „Forscherkonsortium“, welches mit einer in sagenhafter Geschwindigkeit erstellten Attributionsstudie beteuerte, dass Frau Merkels Aussage richtig wäre.

Erreicht wurde das Ergebnis, weil in der Studie eklatante, (bewusste) methodische Fehler gemacht wurden. So wurden die beiden vorhergehenden, vergleichbar großen Jahrhundertfluten nicht in die Berechnungen einbezogen. Macht man das, ergibt sich das Gegenteil der ursprünglichen Studienaussage. Im Detail nachlesbar unter:
[8] EIKE, 19.07.2022: Wenn historisch belegte Fluten statistisch gar nicht vorgekommen sein können, wird es das Ergebnis einer Attributionsstudie sein
[9] EIKE, 28.11.2022: Attributionsstudien zeigen das Gegenteil von dem, was darüber verkündet wird

Vor allem zeigen die Grafiken der Attributionsstudien auch, dass Extrem-Regenereignisse im Gegensatz zu allen gängigen Publikationen bei Kälte zunehmen:

Bild 6 [9] Grafik mit dem gezeigten, negativen Zusammenhang zwischen Temperatur und Extremniederschlag aus der Ahrtal-Attributionsstudie. Bild vom Autor ergänzt.

In der neuen Studie wird all das ignoriert und das Gegenteil verkündet:
[11] Die Attributionsforschung zeigt, dass der menschengemachte Klimawandel bereits heute Hitze- und Starkregenereignisse häufiger und extremer macht
Dass die extremen Schadenskosten und vor allem hohe Opferzahl einem früher unvorstellbarem Behördenversagen gewchuldet sind [10], wird von den Ökonomen selbstverständlich auch unterschlagen. Die Wissenschaftler weisen in ihrer Studie die gesamten Schadenskosten einfach dem Klimawandel zu. Wirklich alle falschen Daten der Ahrtal-Attributionsstudie werden einfach als Wahrheit übernommen:
[6] Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz: Für die Flut im Ahrtal des Juli 2021 stellten Untersuchungen einen eindeutigen Einfluss des Klimawandels fest. Modellrechnungen zeigen, dass der Klimawandel die Eintrittswahrscheinlichkeit um den Faktor 1,2 bis 9 und die Niederschlagsmenge um bis zu 19 Prozent erhöht hat

Hitze tötet. Und was macht Kälte?

Diese Frage wird von dem Ökonomenteam gar nicht gestellt. Sie texten:
[6] Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz: Hitze führt zu Übersterblichkeit Temperaturen von über 30 °C tags und 24 °C nachts beeinträchtigen die Leistungsfähigkeit und den Schlaf. Eine Körpertemperatur von 41 °C, die beispielsweise infolge eines Hitzschlags erreicht werden kann, ist lebensgefährlich. Mit hohen Temperaturen steigen die Krankheitsanfälligkeit und der Hitzestress, insbesondere bei älteren und pflegebedürftigen Menschen. Es sinkt also nicht nur die Arbeitsproduktivität von Millionen Erwerbstätigen. Viel schlimmer: Auf Hitzeereignisse gehen 99 Prozent der mindestens 30.000 extremwetterbedingten zusätzlichen Todesfälle in Deutschland seit 2000 zurück

Was hat dazu geführt, dass sich diese Ökonomen nicht schämen, eine so einseitige und in Summe bewusst falsche Darstellung der jahreszeitlichen Mortalitäten in einer Studie zu hinterlegen?
Wirklich an „allen Ecken“ finden sich Studien, welche es richtig darstellen:
Kaltesonne, 24.05.2021: Höhere Sterberaten in heißen Sommern – folgt daraus eine allgemein höhere Sterberate?
EIKE, 05. Juni 2021: Die Bedeutung von hitzebedingter Sterblichkeit, die auf schlechte Modellierung zurückzuführen ist

Anbei eine Grafik mit den wöchentlichen Sterbefällen seit 1990 welche die relativ geringe „Übersterblichkeit“ im Sommer und die wirklich hohen im Winter belegt:

Bild 7 Relative Sterbezahlen Deutschland 1990 – 2020. Grafik vom Autor erstellt

Dazu noch eine Grafik der letzten Jahre. Man muss mit Klimaideologie vollgestopft sein, um aus der „Hitzesterblichkeit“ gegenüber der Wintersterblichkeit eine erhöhte Gefahr abzuleiten:.

Bild 8 Sterberate Deutschland von KW 1, 2017 bis KW 6, 2023. Grafik vom Autor erstellt

Ein Zeitraum von 20 Jahren reicht, um Klimaschäden hochzurechnen

Beim Studieren von Klima(wandel)studien verblüfft den Autor immer aufs Neue, wie angebliche „Wissenschaftler“ auf die Idee kommen, durch Betrachten eines winzigen Zeitausschnittes klimatische Aussagen treffen zu können. Die Attributionsstudien sind dazu geradezu exemplarische Beispiele.

Aber auch diese Studie. In ihr wird nur der Zeitraum seit 2000 betrachtet und daraus zum Jahr 2050 hochgerechnet:
[6] Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz: Das Projekt „Kosten durch Klimawandelfolgen in Deutschland“ bestand aus zwei Analysesträngen: Erstens wurde analysiert, welche Schäden klimawandelbedingte Extremwetterereignisse in Deutschland seit dem Jahr 2000 verursacht haben. Diese Übersicht über vergangene Extremwetterschäden in Deutschland wurde ergänzt durch zwei Detailanalysen von Ereignissen der letzten Jahre: Untersucht wurden die Schäden der Dürre- und Hitze-Extreme in den Jahren 2018 und 2019 sowie der Sturzfluten und Überschwemmungen im Juli 2021, die insbesondere Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen schwer getroffen haben. … und was auf Deutschland zukommt Neben dieser rückblickenden Ex-post-Analyse hat das Projekt auch nach vorne geschaut und Szenarioberechnungen für zukünftig zu erwartende Schäden durchgeführt

Denken braucht man aber auch wirklich nicht mehr. Es gibt inzwischen so viele Simulationsprogramme die es den Wissenschaftlern abnehmen. Und so lassen sich zu jedem der typischen Klimaszenarien wunderbar Zukunftsverläufe und Aussagen generieren:
[6] Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz: Mitte des Jahrhunderts: Fast jedes Jahr Klimaschäden wie im „Rekordjahr“ 2021? Die zu erwartenden jährlichen Folgekosten für den Zeitraum von 2022 bis 2050 steigen im Zeitverlauf immer stärker an und summieren sich am Ende auf 280 bis 900 Mrd. Euro (Abbildung 5).

Bild 9 [6] Leider steht es nicht in der Legende. Es ist aber anzunehmen, dass es sich um die Szenarien gelb: RCP2.6; blau: RCP4.5; rot: RCP 8.5 handelt

Mit dieser Grafik und dem daraus abgeleiteten Schadenswert erfährt der Leser, dass es sich bei den Medienmeldungen um das mangels ausreichender fossiler Brennstoffe nicht mögliche Szenario RCP8.5 handelt.
Nimm man die vielleicht realistischen zwischen RCP2.6… RCP4.5, so kommt auf summierte Klimakosten zwischen 250 —500 Milliarden Euro bis zum Jahr 2050, also jährlich zwischen 0,24 … 0,5% des heutigen BIP. Das ist nicht mehr als Rauschen und im Jahr 2050 ökonomisch gar nicht mehr „messbar“.
Aber selbst das stimmt nicht entfernt.

Gibt es ohne Klimawandel wirklich keine Wetterschäden?

Hat diese Studienautoren anscheinend noch niemand gefragt. In allen Präsentations-Merkblättern werden alle Schäden vollständig dem Klimawandel zugeschrieben.
Wirklich nirgends ist auch nur erwähnt, geschweige berücksichtigt, dass es in früheren Zeiten schon klimabedingte Extremereignisse gab und deshalb doch ein erheblicher Teil der angegebenen und simulierten Schäden auch ohne den AGW-Eintrag erfolgen – wie die Daten der Attributionsstudien und des historischen Ahrtals zeigen -, sogar höher sein könnten.

Seien wir aber einfach gnädig und nehmen an – weil öfters publiziert -, der anthropogene Anteil am sich wandelnden Klima wäre 50 % (und ignorieren, dass Extremregen bei Kälte zunimmt).
Dann beträgt der kumulierte Klimaschadensbetrag bis zum Jahr 2050 noch zwischen 125 … 250 Milliarden EUR oder zwischen 0,12 … 0,25 % des BIP. Und das dürfte eher zu hoch als zu niedrig sein.

Alleine für die Kosten der Energiewende gab das ifo-Institut im Jahr 2019 an:
[12]Die kumulativen systemischen Mehrkosten für die Energiewende bis 2050 liegen je nach Randbedingungen zwischen 500 Milliarden Euro und mehr als 3000 Milliarden Euro.
Inzwischen ist diese Schätzung längst Makulatur.
Aber selbst mit diesen veralteten und viel zu niedrigen Kosten fragt man sich, warum alleine für diesen kleinen Teilaspekt schon das 5 … 10fache zum „Verhüten“ – was ja noch nicht einmal sicher hilft -, ausgegeben wird.

Es muss daran liegen, dass der einfache Bürger solche komplexen Themen nicht wirklich durchschaut. Unsere Regierung hat da ganz andere Möglichkeiten der Beratung und orientiert sich daran:
DIW [13] Die Erträge der Energiewende sind viel höher als die Kosten
Die Gewinne der Energiewende werden einfach ausgeblendet. Stattdessen werden Schreckensszenarien von ausufernden Kosten beleuchtet, mahnt Claudia Kemfert.

Politische Versäumnisse gibt es seit dem Klimawandel nicht mehr

Die Studienökonomen fabulieren hemmungslos:
[14] Starkregenschäden entstehen insbesondere in Handlungsfeldern der Deutschen Anpassungsstrategie, die einen direkten Bezug zur bebauten Umwelt vorweisen: der Verkehr, die Industrie und das Gewerbe sowie das Bauwesen selbst … Das Transportwesen ist von beiden Extremereignissen betroffen. Sowohl durch Sturzfluten als auch durch lange Trockenheit und Hitze kann der Warenverkehr erheblich gestört werden. Produktionsverluste und -verzögerungen bzw. Umsatzeinbußen sind die Folge …

Etwas realistisch betrachtende erklären, was inzwischen den Verkehr beeinträchtigt. Vor allem jedoch, dass daran nicht das Klima, sondern 16 verlorene, bleierne „Merkeljahre“, in denen nur die Rettung der Welt (mit dem Geld der Bürger) und nicht deren Wohl wichtig war, schuld sind:
[15] Frankfurter Allgemeine, 24.10.2019: MARODE INFRASTRUKTUR:Deutschland braucht 450 Milliarden Euro
50 Milliarden Euro – so viel müsste der deutsche Staat in den kommenden zehn Jahren zusätzlich ausgeben, um bestehende Investitionslücken zu schließen und als Standort attraktiv zu bleiben. Andernfalls droht sich der Verfall des öffentlichen Kapitalstocks, also von Straßen, Schienen und Schulen, ungebremst fortzusetzen. Das meint Michael Hüther, Ökonom und langjähriger Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln
[16] DIW, 22. November 2022: Infrastrukturmängel: Marode Straßen bremsen Unternehmen aus

Vorteile des sich seit der nachmittelalterlichen Kaltzeit sich erwärmenden Klimas kennen die Simulationen nicht

Wir leben aktuell in einem Wohlstand und mit einer Lebensaltersvorschau, die noch vor 100 Jahren – als selbst die kleinen Kinder der Bergbauern den Sommer über wegen Armut und Nahrungsmangel als Knechte und Hausmädchen ins Alpenvorland auswandern mussten – unvorstellbar war.
Den Ökonomen scheint das vollkommen unbekannt zu sein, oder nicht erwähnenswert, weshalb ihre Studie nichts davon berücksichtigt.

Bild 10 Klimabezogene Mortalität. Quelle: International Desaster Database

Bild 11 Ernteerträge Deutschland (als Relativzahl) von 1400 – 2010. Grafik vom Autor erstellt. Datenquelle: Blog Heimbiotope, Tabelle mit historischen Getreideerträgen

Studie der Universität Göttingen: Erhöhte CO2-Konzentration könnte Ernteerträge in Norddeutschland um bis zu 60% steigern

Nur beim IPCC darf das nicht sein. Danach „müssen“ sich die Ernteergebnisse ideologiekonform anders verhalten. Kernergebnis aus dem fünften Sachstandsbericht des IPCC:

Bild 12 IPCC-Aussage zu Ernteerträgen

Wie man solche Aussagen fabuliert, hat der Autor vor längerer Zeit dargestellt:
EIKE 30.06.2015: Ernteerträge und Klimawandel
Doch die Wirklichkeit sieht anders aus:
FOCUS 11.06.2019: … In Manila drohen zwei Millionen Mangos zu verfaulen. Das Landwirtschaftsministerium des südostasiatischen Inselstaats hat daher ein Programm ins Leben gerufen, mit dem die Überproduktion nun verkauft werden soll, bevor sie schlecht wird.
30.03.2020 Getreide: IGC erwartet 2020/21 Rekord bei Produktion
Der Internationale Getreiderat IGC erwartet für alle Getreidesorten zusammen 2020/21 ein Produktionsplus von zwei Prozent gegenüber Vorjahr und einen neuen Rekord.

Nach all dem überrascht auch nicht mehr, dass in dem „tödlich heißen“ Italien die Bewohner länger leben als im kühleren Deutschland:

Bild 13 Lebensaltervergleich

Den Elefanten im Raum hat niemand in die Simulationen programmiert

Bild 14 Anstieg der Erdbevölkerung

Nur die zwischenzeitliche Erwärmung, das zusätzliche CO₂, Dünger und Verfahrens-Verbesserungen sorgten bisher dafür, dass die streng mathematisch bewiesene Vorhersage des sicheren Verhungerns der Weltbevölkerung von Herrn Malthus im Jahr 1798 nicht Wirklichkeit geworden ist. Im Gegenteil, die EU kann inzwischen festlegen, dass nicht mehr ausreichend gedüngt werden darf und Ökolandbau trotz 30 … 50 % weniger Ertrag Vorrang bekommt

Fazit

Bei diesem handelt es sich ausschließlich um die rein persönliche Meinung des Autors. Weit entfernt vom Wissen streng wissenschaftlich arbeitender Ökonomen wie es bei dem diese Studie erarbeitenden Team mit Sicherheit der Fall ist, kann er als Laie diese bestimmt hochwertige Arbeit in ihrer typischen Exzellenz gar nicht bewerten.
Trotzdem macht er es. Sein Fazit: Schlimmer kann man den Niedergang und bedingungslose Regierungstreue des deutschen „Wissenschaftsstandortes“ kaum noch aufzeigen. Dazu kommt, dass die Bürger von der Politikkaste immer hemmungsloser belogen des-informiert werden. Da macht die „Ampel“ weiter, wie „Merkel“ aufgehört hat.

Quellen

[1] Spiegel, 6. März 2023: Studie des Wirtschaftsministeriums Klimawandel könnte Deutschland 900 Milliarden Euro bis 2050 kosten
[2] Stern, 13.01.2022: Eckart von Hirschhausen ist jetzt Professor an der Uni Marburg
[3] EIKE 22. Januar 2021: Die Hitzetoten des Dr. von Hirschhausen
[4] EIKE 14.07.2019: Der Mensch bekommt Fieber, bekommt es unsere Erde damit auch?
[5] Tichyseinblick, 29.06.2022: Bei Maischberger: ARD-Star Hirschhausen fordert Nachbarschaftswache bei Stromverbrauch
[6] Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz: WAS UNS DIE FOLGEN DES KLIMAWANDELS KOSTEN – ZUSAMMENFASSUNG
[7] EIKE 19.12.2019: Klimabericht 2019: Absolute Unkenntnis und/oder Falschinformation kennzeichnen unsere „Eliten“. Beispiel Hitzetote durch den „Klimawandel“ T2(2)
[8] EIKE, 19.07.2022: Wenn historisch belegte Fluten statistisch gar nicht vorgekommen sein können, wird es das Ergebnis einer Attributionsstudie sein
[9] EIKE, 28.11.2022: Attributionsstudien zeigen das Gegenteil von dem, was darüber verkündet wird
[10] EIKE 30.07.2021: Einschläge des Klimawandels oder eher eklatantes Staats- und Behördenversagen?
[11] Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz: WAS UNS DIE FOLGEN DES KLIMAWANDELS KOSTEN – MERKBLATT #02
[12] ifo-Institut, 2019: Was uns die Energiewende wirklich kosten wird
[13] DIW Berlin: Die Erträge der Energiewende sind viel höher als die Kosten Dieser Text von Claudia Kemfert erschien am 19. Mai 2021 im Handelsblatt
[14] Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz: WAS UNS DIE FOLGEN DES KLIMAWANDELS KOSTEN – MERKBLATT #06
[15] Frankfurter Allgemeine, 24.10.2019: MARODE INFRASTRUKTUR:Deutschland braucht 450 Milliarden Euro
[16] DIW, 22. November 2022: Infrastrukturrmängel: Marode Straßen bremsen Unternehmen aus

 




Zuverlässige vs. intermittierende Energie-Erzeugung: Eine Übersicht (Teil II)

Bill Schneider

„IVREs sind von Natur aus unzuverlässig. Man kann nicht verlangen, dass der Wind weht oder die Sonne scheint. Industrielle Windenergie und netzgebundene Solarenergie sind nicht billig, sondern teuer, doppelt vorhanden und parasitär“.

Bei den intermittierenden, variablen erneuerbaren Energiequellen (Intermittent variable renewable energy IVRE)) handelt es sich in erster Linie um Windturbinen und Solar-Photovoltaik-Paneele (Solar PV). Sie können aber auch Unterwasserturbinen („Gezeiten“) und Sonnenkollektoren („Spiegel“), groß angelegte Lithium-Ionen-Batteriespeicher („Batterien“) und in elektrischen Anlagen gespeicherte Brennstoffe (Wasser/Wasser, Öl, Kohle, Erdgas oder Kernenergie) umfassen, die bei Bedarf in Elektronen umgewandelt werden, da diese Brennstoffe zu geringeren Kosten als Elektronen gelagert werden können.

Abgesehen von geplanten Wartungsarbeiten (relativ selten) und ungeplanten Ausfällen (noch seltener) wurden die meisten Generatoren so konzipiert – und, was noch wichtiger ist, so kalkuliert –, dass sie in einem relativ stabilen Zustand arbeiten. Dieser konstante Zustand wird gemeinhin als Grundlaststrom bezeichnet. Wenn ein Grundlastkraftwerk die gesamte Elektrizität ausschöpft, die es erzeugen kann, arbeitet es in einem stabilen Zustand, was sowohl für seine Lebensdauer als auch für die Maximierung der Einnahmen im Vergleich zu den Kosten für die Aufrechterhaltung der hohen Leistung und die Gewinnung weiterer Anlagen zur Deckung der steigenden Nachfrage von Vorteil ist.

Zur Bewältigung von „Spitzen“ in der Stromnachfrage (aufgrund ungewöhnlich heißer oder kalter Tage oder zur Deckung der Kapazität bei einem ungeplanten Ausfall eines Generators oder des Stromnetzes) werden „Spitzenlast“-Generatoren mit variabler Leistung von den Netzbetreibern angefordert, um plötzliche Lastspitzen zu bewältigen. Spitzenlastgeneratoren sind in der Regel relativ billig in der Herstellung (da sie nicht sehr oft in Betrieb sind), aber teuer im Betrieb (da sie die Kapital-, Betriebs- und Wartungskosten in einem relativ kleinen Zeitfenster der Stromerzeugung amortisieren müssen). Da die Nachfrage stetig steigt, erhöht sich auch die finanzielle Rentabilität neuer Grundlastkraftwerke.

Natürlich gibt es hier noch viel mehr Details, aber dies ist die allgemeine Art und Weise, wie Stromangebot und -nachfrage gesteuert wurden – das heißt, bis die Regierungen begannen, IVREs vorzuschreiben und Anreize zu schaffen.

IVRE-Anreizmodell

Gegenwärtig genießen IVREs die folgenden Anreize und Aufträge von Gesetzgebern und Regulierungsbehörden:

Direkte Subventionen. Diese Subvention könnte ein direkter Geldzuschuss von einem Ministerium oder einer Behörde sein

Steuerliche Anreize. Hierbei handelt es sich um spezielle Steuererleichterungen (Gutschriften) oder -abzüge für bestimmte Arten von Stromerzeugungsanlagen

Darlehensbürgschaften. Eine Kreditbürgschaft nimmt dem Kreditgeber das Risiko ab, wenn ein Ministerium oder eine Behörde die Erfüllung der Kreditbedingungen garantiert, so dass es für Kreditgeber einfacher ist, Projekte zu finanzieren, die von solchen Gesetzen oder Vorschriften betroffen sind.

Mandate für die „Erstnutzung“. In der Regel verlangen die Regulierungsbehörden von den Netzbetreibern, dass sie den von den Begünstigten dieser Mandate verkauften Strom vor allen anderen Erzeugungsanlagen abnehmen. Erstverwendungsmandate gewährleisten, dass ein IVRE seinen Strom verkaufen kann, wenn er ihn erzeugen kann.

Festpreis-/Mindestpreis-Mandate. Diese manchmal auch als „vorgeschriebene Einspeisetarife“ bezeichneten Mandate können entweder direkt im Gesetz verankert (legislativ) oder von Regulierungsbehörden vorgeschrieben sein. In jedem Fall müssen die Begünstigten einen Mindestpreis für den von ihnen erzeugten Strom zahlen, unabhängig davon, ob dieser Preis der Marktnachfrage entspricht oder nicht.

Die Kombination dieser Subventionen und Mandate stellt sicher, dass IVREs Finanzierungen anziehen und ihre Kapazität „vor der Reihe“ monetarisieren – trotz ihrer inhärenten Unfähigkeit, ihren „Brennstoff“ zu speichern (da Sonnenlicht, Wind- und Gezeitenenergie nicht gespeichert werden können und das Parken von Elektronen in großen Batterien sehr kostspielig, ressourcenintensiv und zeitaufwändig ist).

Ohne diese Subventionen und Auflagen wären die Kosten für Strom aus erneuerbaren Energien hoch – und, was noch wichtiger ist, die Wahrscheinlichkeit, dass ein industrieller Großverbraucher oder ein Netzbetreiber sie zur Einspeisung in das Netz auffordert, wäre sehr gering (da erneuerbare Energien ihre Kapazität nicht vor dem Zeitpunkt der Erzeugung garantieren oder „disponieren“ können, da sie nicht kontrollieren können, was die Sonne, der Wind oder die Gezeitenkräfte tun wollen).

Aber mit diesen Subventionen und Mandaten sind die IVREs nicht nur in der Lage, auf den Zug aufzuspringen, sie können auch in dem Wissen arbeiten, dass, wenn sie nicht erzeugen können, es jemand anderes tut. Das bedeutet, dass die Grundlast die Nachfrage (den Absatz) verliert, ohne dafür bezahlt zu werden, dass sie in Bereitschaft steht, wenn die IVREs aufgrund von „Brennstoff“-Rückgängen, die auf das Geheiß von Mutter Natur zurückzuführen sind, nicht produzieren können. Dieses Problem wird im Folgenden näher erläutert.

ELEKTRONENMARKT, Historisches Modell

Stellen Sie sich vor, es gäbe einen Markt für Elektronen. Es gibt Erzeuger und Verbraucher. Da Elektronen sofort nach ihrer Entstehung verbraucht werden müssen (da sie nicht länger als ein paar Stunden in großen Mengen gelagert werden können), gibt es einen Marktregulator – nennen wir diese Person den Elektronenmarktmanager (EMM).

Der Markt umfasst große Elektronenverbraucher (wir nennen sie ECL), mittlere Elektronenverbraucher (ECM) und kleine Elektronenverbraucher (Haushalte und kleine Unternehmen, wir nennen sie ECH), sowie verschiedene Arten von Elektronenproduzenten (Eps)

Die Nachfrage wird in Fünf-Minuten-Schritten über den Tag verteilt gemessen, so dass der Markt über 288 „Slots“ pro Tag verfügt, in denen die Nachfrage nach Elektronen mit der Produktionskapazität abgeglichen werden muss.

Wenn der EMM mit der ECL verhandelt, ist es ein kurzes Gespräch: ECL benötigt XX Elektronen in Slot YY.

Da ECLs so groß sind, haben sie Verträge direkt mit EPs. Diese Verträge sind dem EMM bekannt und werden auf der Grundlage des bekannten Bedarfs in Zeitschlitze eingeplant.

Kleinere ECMs und alle ECHs sind nicht groß genug, um direkt mit einem EP einen Vertrag abzuschließen, daher kaufen sie bei Elektronenhändlern (ERs, einem Zwischenhändler, der auf der Grundlage der erwarteten Nachfrage Elektronen in großen Mengen kauft und sie an ECMs und ECHs verkauft).

EPs bauen Kapazitäten auf der Grundlage von Verträgen mit ECLs oder ERs auf. Es ist zu beachten, dass ERs eine gewisse Flexibilität in ihre Verträge mit EPs einbauen müssen, da ihre Verkaufsnachfrage an ECMs und ECHs schwanken kann.

Im Großen und Ganzen sieht der Markt wie folgt aus:

EP(x) to ECLs and ERs = 100% EPx capacity

EMM stellt sicher, dass EPx über genügend Elektronen verfügt, um sowohl große, vertraglich gebundene ECLs als auch den Rest des Marktes (ECMs und ECHs, verwaltet durch ERs) zu bedienen.

Wenn der Markt wächst, können neue große ECLs ihr eigenes EP für die neue Nachfrage bauen lassen (z. B. eine große Produktionsanlage). Wenn ECMs und ECHs wachsen, müssen die ERs in der Lage sein, das Wachstum zu antizipieren und in ihre Verträge mit EPs aufzunehmen – und das Wachstum schafft schließlich genug Nachfrage, um Investitionen in neue Eps zu rechtfertigen.

ECMs und ECHs, die nicht groß genug sind, um direkt mit einem EP einen Vertrag abzuschließen, zahlen einen Aufpreis, um ihre Anforderungen durch einen ER verwalten zu lassen. Im Gegenzug kann der ER seinen Kunden erhebliche Flexibilität bieten, allerdings zu einem Preis, der das Risiko steuert. Wenn der ER das Elektron nicht verkaufen kann, muss er trotzdem für das Elektron bezahlen, so dass der Wert des ungenutzten Elektrons verloren geht.

Schließlich können sich sowohl ECLs als auch ERs dafür entscheiden, direkt vom EMM zu kaufen, anstatt einen Vertrag abzuschließen. Dies wird als „Spotmarkt“ bezeichnet, und im Allgemeinen ist der Preis eine Funktion des Gleichgewichts zwischen Angebot und Nachfrage.

Das EMM muss den Markt ständig ausgleichen, um sicherzustellen, dass genügend Elektronen zur Deckung der Nachfrage erzeugt werden. Nachfragespitzen treten in der Regel auf, wenn der Gesamtbedarf der ER-Kunden plötzlich ansteigt (z. B. wenn aufgrund eines sehr heißen oder sehr kalten Tages mehr Elektronen benötigt werden).

Daher sieht das EMM eine „Spitzenelektronenproduktion“ vor, indem es Bereitschafts-Elektrizitätswerken (zur Erinnerung: „Peaker“) erlaubt, einen Preis für ihre Elektronen zu nennen, wenn sie in den Elektronennachfragemarkt eintreten müssen – denn wenn sie ihr Elektrizitätswerk nur ein paar Stunden pro Saison betreiben, müssen sie genug Geld verdienen, um den Bau und die Wartung des Elektrizitätswerks zu rechtfertigen.

Auf einem normalen Markt wäre eine „Spitzenelektronenproduktion“ ziemlich teuer – und die E-Werksbetreiber müssten diese erhöhte Nachfragespitze in ihren Verträgen berücksichtigen. Da sie aber so viele Elektronen kaufen, tun sie ihr Bestes, um die Elektronennachfrage im Laufe des Jahres vorherzusagen, und ihre Preismodelle berücksichtigen die Kosten für die in diesem Zeitraum erwarteten Mengen und Preise der „Spitzenelektronenproduktion“.

Unterscheiden wir nun die „Basis-Elektronenproduktion“ als EP-B und die „Spitzen-Elektronenproduktion“ als EP-P. In einem Zeitfenster mit Spitzenbedarf sieht der Markt wie folgt aus:

EP-B + EP-P = ECL + ER(Δ), wobei ER(Δ) ein vorübergehender Anstieg der Nachfrage ist.

Ein EP-B wird in der Regel so gebaut, dass die Einnahmen für eine bestimmte Menge erzeugter Elektronen maximiert werden. Seine „Stückkosten pro Elektron“ steigen deutlich an, wenn die Nachfrage sinkt. Umgekehrt ist ein EP-P oft billig in der Herstellung, aber teuer im Betrieb, da er nicht sehr oft benötigt wird.

So weit ist alles gut. Aber nehmen wir an, die Regierung beschließt, Geld und Vorschriften für eine andere Art von EP bereitzustellen, eine, deren „Brennstoff“ für ihre Elektronen „kostenlos>“ ist, aber nicht gespeichert oder kontrolliert werden kann. Nennen wir dies einen EP-IVR, oder einen intermittierend variablen erneuerbaren Elektronenproduzenten.

Ein EP-IVR kann vielleicht 100 Elektronen in einer Stunde herstellen, aber nur, wenn der „Brennstoff“ verfügbar ist. Wenn der „Brennstoff“ nicht verfügbar ist (weil die Sonne nicht scheint oder der Wind nicht weht), kann ein EP-IVR keine Elektronen erzeugen.

Diese Einschränkung würde normalerweise bedeuten, dass sich das EMM nicht die Mühe machen würde, EP-IVRs einzuplanen, es sei denn, es könnte ein paar Zeitfenster im Voraus vorhersagen, und diese Planung würde in allerletzter Minute erfolgen – genau wie bei einem EP-P.

Das würde dazu führen, dass EP-IVR-Elektronen sehr teuer sein müssten, um das zu decken, was sie erzeugen können, und die Nachfrage des EMM nach EP-IVR-Elektronen würde nicht oft realisiert werden, da EP-Bs billiger arbeiten und das EMM daher alle EP-B-Elektronen zuerst nutzen würde.

Umgekehrt, wenn der „Treibstoff“ in großen Mengen verfügbar ist (aufgrund von viel Sonne und/oder Wind in einem bestimmten Zeitfenster), könnten die EP-IVR feststellen, dass es einfach nicht genug Käufer für ihre Elektronen gibt.

Daher ist es ziemlich wahrscheinlich, dass nur wenige, wenn überhaupt, EP-IVRs gebaut werden, da die Kosten für ihren Bau hoch sind und ihre Lieferfähigkeit oft durch die Unfähigkeit, ihren „Brennstoff“ zu speichern oder zu kontrollieren, eingeschränkt wird.

ELEKTRONENMARKT, IVRE Subventionen und Mandate

Eintritt der Regierung. Sie beschloss, dass mehr EPs EP-IVRs sein sollten, und unternahm daher eine Reihe von Maßnahmen, um den Eintritt von EP-IVRs in den Elektronenmarkt zu fördern:

●Subventionen: oft eine Kombination aus Bargeld, günstigen Krediten und Steuervergünstigungen

● Garantierte Nachfrage: EMMs sind verpflichtet, vor allen anderen EPs Elektronen von EP-IVRs zu kaufen, um sicherzustellen, dass EP-IVRs jedes Elektron verkaufen, das sie erzeugen können

● Garantierte Mindestpreise: EP-IVRs wird ein Mindestpreis für jedes Elektron, das sie verkaufen können, garantiert, was sich darauf auswirkt, wie viel ECLs oder ERs an EP-IVRs gegenüber anderen EPs zahlen müssen

Der Nettoeffekt dieser Markteingriffe ist, dass EP-IVRs nun ihre Elektronen vor allen anderen Verkäufern abladen können – und sogar ECLs werden entweder gedrängt (indirekt durch Regierungen, Aktionäre, Kreditgeber und/oder Regulierungsbehörden) oder suchen aktiv nach EP-IVRs gegenüber EP-Bs.

Der Markt ist also auf diese Weise neu geordnet:

EP-IVR + EP-B + EP-P (falls verlangt) = ECL + ER(Δ)

Wäre die von den EP-IVR bereitgestellte Kapazität konstant oder sogar vorhersehbar, wäre dies nicht so sehr ein logistisches Problem, sondern lediglich eine Frage der Preisintervention.

ABER:

Die EP-IVR-Verkaufskapazität kann nicht länger als sechs Zeitfenster ab dem aktuellen Zeitfenster vorhergesagt werden. Diese Variabilität macht die Arbeit des EMM schwierig.

EP-Bs müssen hinter den Kulissen betrieben werden, in einem „Bereitschafts“-Zustand gehalten werden, aber keine tatsächlichen Einnahmen aus dem Verkauf von Elektronen erzielen. Dieser Zustand wird als „Spinning Reserve“ bezeichnet und bedeutet, dass die EP-Bs Brennstoff verbrennen und Betriebskosten für den Betrieb ihrer Anlagen zahlen, falls die EP-IVRs nicht in der Lage sein sollten, ihre prognostizierte Kapazität zu liefern – oder wenn die erwartete Nachfrage die von den EP-IVRs prognostizierte Kapazität in einem Zeitfenster übersteigt (z. B. weil der Wind nicht weht und die Nachfrage nach Elektronen an einem heißen Tag hoch ist).

Umgekehrt muss das EMM aufgrund von „Erstbezugsverpflichtungen“, wenn die Kapazität des EP-IVR tatsächlich höher ist als vorhergesagt (weil es mehr Wind oder Sonne gibt als vorhergesagt), von den ECLs und ERs verlangen, dass sie zuerst vom EP-IVR kaufen, wenn sie direkt vom EMM kaufen.

Dies zwingt die EP-Bs dazu, in einem Zustand der „Spinning Reserve“ zu arbeiten, in dem sie keine Einnahmen erzielen.

Umgekehrt müssen die EP-IVRs, sollten sie nicht die vorhergesagte Menge an Elektronen liefern, darauf vorbereitet sein, die Lücke zu füllen.

Selbst bei garantierten Mindestpreisen durch die Regulierungsbehörden sind die kurzfristigen Grenzkosten für das Erzeugen eines Elektrons aus „kostenlosem“ Brennstoff ziemlich billig, so dass die EP-IVR-Lobbyisten allen vorschwärmen, wie billig sie sind.

In der Zwischenzeit tragen die EP-Bs das Risiko, dass die EP-IVR nicht geliefert werden, und die EP-IVRs können sich finanzieren und Geld verdienen, weil das Risiko auf die EP-Bs übertragen wurde.

Diese ungedeckte Risikoübertragung macht es unwahrscheinlicher, dass Investoren weitere EP-Bs finanzieren (da dank staatlicher Subventionen und Mandate die „sichere“ Investition nun EP-IVRs sind), und es ist wahrscheinlicher, dass die derzeitigen EP-B-Betreiber ihren Betrieb einschränken oder ganz aufgeben. Dies wiederum wird dazu führen, dass EP-Ps, deren Betrieb teuer ist, wie Unkraut aus dem Boden schießen und die Preise für die Verbraucher erhöhen.

Speicherung

Denken Sie daran, dass Elektronen – von sehr wenigen (und sehr teuren) Ausnahmen abgesehen – nicht gespeichert werden können. Sobald sie erzeugt sind, müssen sie verbraucht werden.

Die Regierung hat sich entschieden, in Systeme zu „investieren“, die versuchen, erzeugte Elektronen zu speichern (über Batteriespeicher) und „freien“ Kraftstoff in gespeicherten Kraftstoff umzuwandeln (über Pumpspeicherwerke).

Beide Systeme sind sehr teuer und ziehen daher Subventionen und Erstnutzungsrechte nach sich. Sie halten EP-B-Anlagen davon ab, gebaut zu werden oder in Betrieb zu gehen. Hinzu kommt, dass die Versicherung, die beide Speichermethoden bieten, in der Regel zwischen sieben und zwölf Stunden hält. Darüber hinaus müssen die meisten von ihnen wieder aufgeladen werden, was dem Markt Kapazitäten entzieht, anstatt zu ihm beizutragen.

Schlussfolgerung

Die Strommärkte sind ziemlich kompliziert, wenn man sich mit den Einzelheiten befasst. Der Zweck dieses Artikels war es nicht, auf diese Ebene hinabzusteigen, sondern vielmehr einen Überblick über das Thema für einen Laien zu geben, der normalerweise nicht liest, diskutiert oder darüber nachdenkt, wie Strommärkte funktionieren.

Die Befürworter von IVRE haben und werden auch weiterhin die Schlussfolgerung widerlegen, dass ihre Energietechnologie mangelhaft ist und nur aufgrund des Netzes staatlicher Subventionen und Auflagen überlebt. Denken Sie daran, dass ohne diese Vorgaben (zu denen auch die Finanzierung beliebter Speichersysteme gehört, wie z. B. die Installation und der Betrieb von extrem teuren Batteriespeichern, deren Kapazität bei Volllast etwa 7-8 Stunden reicht, oder der Bau von Pumpspeicherkraftwerken, die auf vorhandenen großen Löchern im Boden von ausgegrabenen Minenstandorten oder „Hohlräumen“ beruhen, wobei das Wasser von einem Hohlraum zum anderen transportiert wird, um Spitzenstrom zu erzeugen, und dann über die IVRE-Erzeugung zurücktransportiert wird) IVREs von Natur aus unzuverlässig sind.

Man kann nicht verlangen, dass der Wind weht oder die Sonne scheint. Industrielle Windenergie und netzgebundene Solarenergie sind nicht billig, sondern teuer, doppelt vorhanden und parasitär.

Link: https://wattsupwiththat.com/2023/03/04/reliable-vs-intermittent-generation-a-primer-part-ii/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Die falschen Versprechungen von Elektroautos

Andrew Stuttaford

„Je mehr der Staat ‚plant’“, schrieb Hayek, „desto schwieriger wird die Planung für den Einzelnen“. Das mag dem Fahrer eines Elektrofahrzeugs (EV) bekannt vorkommen, der mitten im Nirgendwo an einer Ladestation hält und feststellt, dass sie kaputt ist.

Im Januar letzten Jahres bezeichnete Carlos Tavares, der Vorstandsvorsitzende von Stellantis, dem fünftgrößten Automobilhersteller der Welt (der aus der Fusion von Fiat Chrysler und Peugeot hervorgegangen ist), die Elektrifizierung als „eine von Politikern gewählte Technologie“ und sagte, sie sei dem Automobilsektor „aufgezwungen“ worden. Im Gegensatz dazu war der Siegeszug des Verbrennungsmotors (Internal Combustion Engine ICE) vor über einem Jahrhundert organisch. Menschlicher Erfindungsreichtum und die Macht der Märkte führten zu einem Produkt, das fast alles andere von der Straße verdrängte. Elektroautos (die um 1900 ihren ersten Auftritt hatten) wurden nicht verboten, ebenso wenig wie das Pferd. Auf die pferdelosen ICE-Kutschen für die Astors folgten bald das Model T und seine Verwandten. Das Zeitalter des Automobils war nun wirklich angebrochen.

Der sprunghafte Anstieg der Nachfrage nach E-Fahrzeugen (wenn auch von einem niedrigen Niveau aus) in Europa und den USA könnte als Beweis dafür gesehen werden, dass die E-Fahrzeug-Technologie mit Hilfe von Steuergeldern und staatlichen Anreizen florieren kann, ohne dass der Staat eingreift, um seine bösen Konkurrenten auszuschalten oder zu behindern. Doch einige politische Entscheidungsträger, die sich mit der von ihnen behaupteten (und von einigen vielleicht sogar geglaubten) „Klimakrise“ konfrontiert sehen, konnten offensichtlich nicht davon überzeugt werden, dass E-Fahrzeuge trotz all ihrer lautstark angepriesenen Wunder die konventionellen Autos überflügeln sollten. Es bleibt also der Zwang und damit die Möglichkeit, einen großen Teil des täglichen Lebens so umzugestalten, dass es den Standards derer entspricht, die es am besten wissen. Die Umstellung auf Elektroautos wird letztlich dazu führen, dass die Rolle des Autos schrumpft, einer Maschine, die lange Zeit von einem bestimmten Typus von Autoritären wegen der Unordnung, die sie verursacht, wegen des Platzbedarfs und wegen der Autonomie, die sie bietet, verachtet wurde.

Ab 2035 werden in Europa und – nach Kalifornien – auch in Teilen der Vereinigten Staaten Verkaufsverbote für neue Verbrennungsfahrzeuge in Kraft treten [?]. Das europäische Verbot gilt auch für Hybridfahrzeuge, die einen der besseren und weniger störenden Wege zur Senkung der Treibhausgas-Emissionen (THG) darstellen. Doch wie viele der religiösen Kulte, denen er ähnelt, ist auch der Klima-Fundamentalismus durch ein ständiges Streben nach Reinheit gekennzeichnet. Der vom Benzin belastete Hybrid musste verschwinden. Japan schlägt einen anderen Weg ein. Seine Hybride haben sich gut bewährt, und ihre Hersteller argumentieren, dass ihre Technologie mehr zu bieten hat. Wie zum Beispiel der Vorsitzende des größten indischen Automobilherstellers sind die Japaner skeptisch, dass es nur einen Weg in eine klimafreundlichere automobile Zukunft gibt. Toyota beispielsweise verkauft ein Auto mit Wasserstoff-Brennstoffzelle (BMW hat ebenfalls mit der Produktion eines SUVs mit Wasserstoff-Brennstoffzelle in kleinem Maßstab begonnen). Fahrzeuge mit Wasserstoff-Brennstoffzelle haben keine Treibhausgas-Emissionen und wären sowohl in Europa als auch in Kalifornien zugelassen. Durch die massiven Investitionen in Elektrofahrzeuge wird jedoch in Europa und den USA relativ wenig für Wasserstoff übrig bleiben.

In der Zwischenzeit hat die Hinwendung des Westens zu E-Fahrzeugen den chinesischen Autoherstellern die Möglichkeit gegeben, in Märkte einzudringen, in denen sie bisher nicht erfolgreich waren. Elektroautos, die im Wesentlichen aus einer Batterie und einem Computer in einer vierrädrigen Kiste bestehen, sind relativ einfach herzustellen. Sie haben einen Großteil des Vorsprungs beseitigt, den der Verbrennungsmotor den alteingesessenen westlichen Herstellern verschafft hatte. …

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Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE