Russlands (und auch Chinas) schärfste Waffen sind fossile Treibstoffe!

Donn Dears

Die Fähigkeit einer modernen Wirtschaft, Lebensmittel und Waren für ihre Bürger zu produzieren sowie Waffen und Treibstoff für ihr Militär, um Macht auszuüben, sind die unbestreitbaren zwei Säulen der globalen Macht. Beide hängen von preisgünstiger und leicht verfügbarer Energie ab.

Fast 80% der amerikanischen Energie wird aus Öl, Gas und Kohle gewonnen. Nur 20 % stammen aus anderen Quellen wie Wasserkraft, Kernkraft, Wind- und Sonnenenergie. Selbst die grünste aller Ökonomien wird auf fossile Brennstoffe angewiesen sein, wenn der Wind nicht weht und die Sonne nicht scheint. Wind und Sonne liefern 5 % unseres Gesamtverbrauchs und nur 2 % der Energie für den Antrieb von rund 290 Millionen Fahrzeugen.

Mit anderen Worten: Amerika lebt und kämpft buchstäblich mit fossilen Brennstoffen.

Russland, dessen Wirtschaft kleiner ist als die Italiens, hat gezeigt, dass es sich über alle internationalen Normen hinwegsetzen und in ein Nachbarland einmarschieren kann, weil es Energie im Überfluss hat.

Waffen, und noch mehr Waffen. Zuerst waren es Speere, dann Haubitzen, dann HIMARS, dann Raketenabwehr und Drohnen, dann ATACMS mit größerer Reichweite, dann bessere Panzer, jetzt F-16. Wer kann schon sagen, welche Waffe als nächstes benötigt wird, um die russische Aggression abzuwehren?

Auch Russland hat seine Waffen, und sie werden durch den Verkauf von Öl, Gas, Kohle und aus fossilen Brennstoffen hergestellten Produkten wie Petrochemikalien, Düngemitteln usw. bezahlt. Russische Raketen, Flugzeuge, Drohnen, Panzer und Artillerie, die ukrainisches Blut vergießen und Häuser, Krankenhäuser und Elektrizitätswerke zerstören, werden mit Russlands Einnahmen aus fossilen Brennstoffen gekauft.

Energie ist Russlands größte Waffe, da sie alle anderen Waffen erst möglich macht. Nur mit solchen Einnahmen kann Russland seine Verwüstung der Ukraine fortsetzen. Eine neue russische Offensive bahnt sich an, und auch sie wird durch die Energie-Profite finanziert. Die Russen von Putin an abwärts sprechen von einem viel längeren Krieg, weil sie die Einnahmen dafür haben und sich keine Sorgen um eine Revolte der Steuerzahler oder ihre Wiederwahl machen müssen.

Während die USA und Europa ihre Käufe und ihren Verbrauch an russischer Energie eingeschränkt haben, wird diese anderswo verkauft. Diese Energie wird mit einem Preisnachlass verkauft, aber Russland verdient immer noch Hunderte von Milliarden Dollar mit Energieverkäufen und kann daher seinen Krieg fortsetzen, solange Putin will. Trotz der Sanktionen hat Russland im Jahr 2022 fossile Brennstoffe im Wert von über 350 Dollar* verkauft. Deutschland hält derweil an seinem Fracking-Verbot fest.

[*Original: Russia sold over $350 worth of fossil fuels in 2022. Der Übersetzer vermutet, dass hier eine Mengenangabe fehlt. {Millionen? Milliarden?}]

Um Frieden in Europa zu schaffen und potenzielle Kriege anderswo zu vermeiden, sollte man meinen, dass Amerika und der Westen ihre eigenen Öl-, Gas- und Kohlevorräte erhöhen und die Preise auf dem Weltmarkt senken würden. Eine solche Initiative würde auch Ländern wie Indien und Brasilien im „Globalen Süden“ alternative Bezugsquellen bieten, um russische Produkte zu ersetzen.

Man sollte auch meinen, dass der Westen verstehen würde, dass seine Fähigkeit, Waffen und Munition für die Ukraine aufzufüllen und sich gegen Aggressionen zu wehren, wo auch immer, wie z. B. in Taiwan, auf der Produktion, dem Transport und der Betankung mit fossilen Brennstoffen beruht und ganz sicher nicht auf Wind- und Sonnenenergie. Es wird niemals einen elektrischen Panzer geben!

Und warum sollte man nicht den Preis, den Russland für seine Energie erhält, senken und gleichzeitig die wirtschaftliche und militärische Sicherheit gewährleisten, die sich aus fossilen Brennstoffen ergibt? Die Antwort aus Europa und jetzt auch aus Amerika ist ein klares „Nein“. Offenbar hat die Bewältigung der im Computer modellierten „Klimakrise“ Vorrang vor der Landesverteidigung, der Eindämmung der russischen Aggression in Europa und der Sicherung einer zuverlässigen, erschwinglichen Energieversorgung für moderne Industrienationen und Lebensstandards.
Die Alternative – die gleichzeitige Förderung der Technologie erneuerbarer Energien wie Wind und Sonne bei gleichzeitigem Ausbau fossiler Brennstoffe im Rahmen eines „Alles-oder-nichts“-Ansatzes – ist denjenigen ein Gräuel, die fest daran glauben, dass der Klimawandel eine existenzielle Bedrohung darstellt. Ironischerweise sind dieselben Leute froh, wenn sie fossile Brennstoffe aus den USA durch Öl aus Diktaturen wie Venezuela, Iran und Saudi-Arabien ersetzen können. Es scheint sie nicht zu stören, dass die Lieferketten für Wind- und Solarenergie und Batterien größtenteils über das kommunistische China laufen.

Eine Energiestrategie, die alles berücksichtigt, würde es Russland erschweren, seinen Krieg zu finanzieren; es würde ukrainische Menschenleben retten und ihr Leid lindern. Sie würde zeigen, dass Amerika gewillt ist, Russlands Energievorherrschaft jetzt und in Zukunft herauszufordern.

Leider ist genau das Gegenteil der Fall. Die USA verhindern den Bau von Energietransportpipelines, schränken die Genehmigung von Raffinerien und Erdgas-Exportanlagen ein, unterdrücken die Verpachtung von Erdöl- und Erdgasvorkommen und Bohrungen und, was am schlimmsten ist, ersticken längerfristige Investitionen in der Branche. Angetrieben von der allumfassenden Entschlossenheit, die CO₂-Emissionen zu begrenzen, haben Europa und jetzt auch Amerika den fossilen Brennstoffen den Krieg erklärt. Währenddessen verbrennen Russland und China Öl, Gas und Kohle und stoßen dabei Treibhausgase in einem Ausmaß aus, welches das des Westens in den Schatten stellt.

Die Regierungen in Europa und jetzt auch in Amerika haben es völlig versäumt zu erkennen, dass sie durch die Unterdrückung fossiler Brennstoffe Ländern wie Russland, dem Iran und China enorme Macht abtreten, die eben diese fossilen Brennstoffe nutzen, um ihre eigene Wirtschaft und militärische Macht zu stärken und andere zu bedrohen.

Energie ist zur Waffe geworden, und der Westen befindet sich im Modus der energetischen Abrüstung. Der Westen büßt seine Fähigkeit ein, Frieden durch Stärke zu erreichen, ist doch Energie die allumfassende Waffe in den Arsenalen der Staaten und Bündnisse.

Das russische Volk hat weitaus größeres Leid erfahren, als auf seinem eigenen Territorium ein totaler Krieg geführt wurde und Millionen Menschen ums Leben kamen. Diesmal spürt das russische Volk nicht die Hauptlast des Krieges, so dass der Druck, ihn zu beenden, begrenzt ist, und Russlands enorme Einnahmen aus fossilen Brennstoffen stehen zur Verfügung, um ihn fortzusetzen, vielleicht für Jahre.

Es ist zweifelhaft, dass die Unterstützung für die Ukraine durch potenziell wankelmütige westliche Demokratien so lange anhalten könnte.

Die Volkswirtschaften und die Streitkräfte der Länder sind nach wie vor auf fossile Brennstoffe angewiesen. Es gibt keinen Ersatz für die Dominanz fossiler Brennstoffe, auch nicht auf längere Sicht. Anderes zu glauben und zu handeln ist selbstmörderisch. Das ist die wahre „existenzielle Bedrohung“.

Autor: Donn Dears is an engineer and retired senior executive of the General Electric Company who spent his career in the power sector. He led organizations that provided engineering services for GE’s large electrical apparatus and spearheaded the establishment of GE subsidiary companies around the world. Donn actively participated in providing engineering services to a wide range of industries, including electric utilities, steel, mining, and transportation.

Link: https://www.cfact.org/2023/03/12/russias-biggest-weapon-and-chinas-too-is-fossil-fuel-energy/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Ein Energieexperte erfindet den Nacht-Sonnenstrom

Helmut Kuntz

Schon oft hat der Autor beklagt, dass bei Klima und Ökoenergie wirklich nichts zu blöde ist, um trotzdem hemmungslos von offiziell als „Wissenschaftler“ betitelten Personen – oft mit dem Zusatztitel eines Regierungsberater*ins – verkündet zu werden. Und unisono finden sich Redakteur*innen, welche solch Verkündetes ausnehmend toll finden und stolz zu verbreiten helfen.

Der selbsternannte Erfinder der Speichertechnologie Power-to-Gas …

Der nach eigener Benennung stolze Erfinder von Power-to-Gas (PtG), einer Technologie, die es weit vor seiner Geburt schon gab [2] [1]:

Bild 1 Twitter-Screenshot [2]


Ist laut FOCUS eine äußerst bekannte und gefragte Person. Schließlich berät er die Bundesregierung und EU-Kommission und arbeitet ehrenamtlich im VDE, VDI und Weltklimarat [1].

Nach rein persönlicher Überzeugung des Autors ist die Tätigkeit als Berater unserer Regierung inzwischen eher ein Ausschlusskriterium für seriöse, wissenschaftliche Arbeit. Denn seit „Merkel“ ist Fachkenntnis, vielleicht sogar verbunden mit eigenständigem Denken und dem Mut, das auch auszusprechen, in Gremien von „Regierungsberatern“ etwas sehr seltenes geworden. Nicht, weil es solche Personen nicht gäbe, sondern weil eine solche Person schnellst-möglich aus solchen Gremien entfernt wird. In der EU dürfte es nicht viel anders sein.

Als konkreter Beleg (wie man sich in solchen Gremien hält) lässt sich dazu die unselige C. Kemfert- ebenfalls in vielen Beratungsgremien präsent – nennen, deren fachliches Aussageniveau gut mit dem unserer Außenministerin korreliert und in kritischen Blogs als eine nicht versiegende Quelle für postulierten Unsinn zitiert wird [5] [6] [9] [10].

Hat nun den solaren Nachtstrom erfunden

Kaum anders ist der Eindruck, den dieser „Energieprofessor“ Sterner vermittelt.
Im FOCUS steht als eine seiner vielen, von ihm als Gastautor selbst getätigten Aussagen:
[1] Einerseits wird das Problem der Wetterabhängigkeit durch einen großen Verbund der Regionen in Europa gelöst, da immer irgendwo etwas Wind weht und über die Zeitzonen hinweg Solarstrom da ist.

Dass selbst über ganz Europa Windflauten herrschen können und es sich deshalb um ein Märchen handelt, weiß sogar ein kommerzieller Ableger von Greenpeace:
[7] … Eine exemplarische Darstellung der durchschnittlichen Windgeschwindigkeiten am 3. Februar 2006 (Abbildung 6) zeigt, dass Windflauten eine gesamteuropäische Herausforderung sein können. Die kalte Dunkelflaute im Januar/Februar 2006 erstreckte nahezu während ihrer gesamten Dauer über ganz Kontinentaleuropa. Nur an einigen Tagen ergaben sich etwas höhere Windgeschwindigkeiten im Bereich der Nordsee (Niederländische Küste), in Großbritannien und an der Mittelmeerküste Südfrankreichs. Daraus lässt sich schlussfolgern, dass der Beitrag des europäischen Stromaustauschs zur Herstellung der Versorgungssicherheit in dem Maße sinkt, in dem die Energiewende europaweit vollzogen wird. Versorgungssicherheit während einer Dunkelflaute lässt sich mit Hilfe der Nachbarländer nur dann zuverlässig gewährleisten, wenn diese Nachbarländer weiterhin ausreichend steuerbare Kraftwerkskapazitäten vorhalten. Bei einer europaweiten Energiewende muss der transnationale Stromaustausch dringend durch weitere Flexibilitäts-Optionen ergänzt werden …

Und viele Andere wissen es auch, sofern sie nicht die immer fester verankerten, GRÜNEN Bretter vor dem Kopf haben:
[8] EIKE: Herr Hofreiter ist sich sicher, dass es keine Dunkelflauten geben kann. Doch das Wetter führt vor, dass es solche regelmäßig auch über ganz Europa erzeugt

Doch nicht nur der Wind, auch die Sonne soll es richten. Ganz typisch verlinkt der FOCUS-Artikel beim Begrifft „Europa“ auf politische Seiten und nicht auf welche, die dazu Information liefern könnten. Anzunehmen ist eine Überforderung der Redaktion, zu ahnen, um welche es sich dabei handeln könnte.
Laut Herrn Regierungsberater Sterner sollen es die Zeitzonen in Europa richten. Davon hat Europa drei und diese umfassen somit seit solche festgelegt wurden ungefähr drei Stunden.
Eine orientierende Nachschau soll zeigen, wie vehement die Sonne über Herrn Sterners besondere „Zeitzonen“ hinweggeht:
-Am kürzesten Tag letzten Jahres gab es über Deutschland von ca. 9 … 14:30 so etwas wie einen „Solarertrag“.
-Am längsten Tag gab es etwas gutwillig von 9 … 20 Uhr Solarstrom, aber immer noch spendete die Sonne volle 13 Stunden keinen Strom.

Bild 2 Solarertrag Deutschland am 21.12.2022. Agora-Viewer, Screenshot

Bild 3 Solarertrag Deutschland am 21.06.2022. Agora-Viewer, Screenshot

Nun rechne man als grobe Verlängerung der Sonnenscheindauer die drei Stunden Zeitzone dazu und behaupte, dass „über die Zeitzonen hinweg Solarstrom da ist“.
Solch eine, nach wenigen Minuten Recherche sogar mittels Messdaten als vollkommener Schwachsinn erkennbare Aussage, darf nur ein Regierungsberater*in publizieren oder in einer Talkshow mit ausreichend vielen GRÜNEN um sich herum behaupten.

Ganz sicher ist der Anspruch auf die Erfindung des „Solaren Nachtstromes“ allerdings nicht. EIKE-Leser erinnern sich an den Zappelphillip von der SPD im Bundestag, welcher hemmungslos – doch unter Beifall – erzählte, dass die Sonne rund um die Uhr Solarstrom liefere [4] und damit das Niveau im Bundestag auf einen neuen Tiefpunkt zu stellen schaffte (den unsere Annalena auf internationalen Podien allerdings mit Bravour weiterführt). Vielleicht gibt es zwischen diesen zwei Erfindern aber einen „Wissenschafts-“ Austausch.

Diese Art “Wissenschaft“ hat gelernt: Wichtig ist vor allem zu wissen, wer anschafft …

Ansonsten hält es Herr Sterner ähnlich wie Frau Kemfert und fabuliert gerne wie diese, wenn es „angesagt“ ist:
[2]Michael Sterner nimmt es ansonsten nicht sehr genau mit Jahreszahlen und Ereignissen.
Um zu demonstrieren, dass es immer nur menschliches Versagen ist, dass zu Blackouts führt, wählte er eine Schiffsüberführung an der Nordsee und der Sturm Kyrill. Das im Zusammenspiel hätte zu einem Blackout geführt, so der Experte.
Der Sturm Kyrill trat im Januar 2007 auf, der Stromausfall aber im November 2006. Es muss also ein ganz besonderer Sturm gewesen sein, der bereits 3 Monate vor dem Eintreffen solche Auswirkungen auf die Stromversorgung in Europa hatte. Ein tragisches Beispiel dafür, wie jemand versucht Mythen zu entkräften und gleichzeitig neue Mythen schafft. Richtig krass ist an seinem Kommentar der Hinweis: Faktenchecks statt Fake-News. Wir nominieren Michael Sterner für den Auh Weiha Award 2023 …

Dass das Speicherthema eines ist, bei dem man nur in Fettnäpfchen treten kann, ist hinlänglich bekannt. Frau Kemfert macht so etwas mit Begeisterung, um nur ihr berühmtes Beispiel der „noch und nöcher“-Speicher zu nennen.
Herr Sterner kann das allerdings auch:
[1] (Herr Sterner) … Und es gibt noch die Speicher vielfältigster Art, die die Versorgungssicherheit garantieren
Mythos 2: Es gibt nicht ausreichend Speichermöglichkeiten
Immer wieder höre ich: Wind- und Solarenergie sind nicht speicherbar, oder wir werden nicht ausreichend Speicherkapazitäten für Wind und Solar haben. Beides ist Quatsch. Wir haben ausgereifte Technologien für diesen Zweck: Für den täglichen Ausgleich Pumpspeicher und Batteriespeicher und für die langfristigen saisonalen Schwankungen die Gasspeicher, die wir mit erneuerbarem Gas füllen und wieder in Strom wandeln.

Da outet sich Herr Sterner als ein geradezu perfektes Double von Frau Kemfert. Wie diese behauptet er einfach etwas, lässt dabei aber das Wichtigste weg.
Nämlich, dass es „Gasspeicher“ im erforderlichen Umfang und mit Wasserstofftechnologie noch gar nicht gibt. Nicht nur sind sie noch nicht gebaut, die erforderliche Großtechnologie ist noch nicht einmal entwickelt. Schlimmer, sie muss erst noch erforscht werden. Das gilt für Deutschland, wie für Österreich:
[3] (Vorarlberg online, 13.03.2023) In etwa gleich hoch dotiert ist auch der Exzellenzcluster „Materialien für Energiekonversion und Speicherung“ um Rupprechter. In den Verbund fließen knapp 34,5 Millionen. Hier wolle man das „große Speicherproblem“ rund um den Ausbau von erneuerbarer Energiegewinnung in Angriff nehmen: Um von fossilen Energieträgern wegzukommen, werde man versuchen, aus CO2 flüssige Treibstoffe zu machen und die Wasserstoffproduktion voranzutreiben.

In Deutschland ist man da schon viel weiter.Man weiß schon genau, was, wenn man das Forschen endlich einmal hinter sich hat, der Rest der Welt davon halten wird:
Bundesministerium für Bildung und Forschung, 16.05.2022 NACHHALTIGKEIT: Grüner Wasserstoff ist das Erdöl von morgen.
Der flexible Energieträger ist unverzichtbar für die Energiewende und eröffnet deutschen Unternehmen neue Märkte. Mit der Nationalen Wasserstoffstrategie machen wir Deutschland zu einem globalen Vorreiter
… Technologien rund um den Grünen Wasserstoff sind daher von höchster Bedeutung für die Zukunftsfähigkeit des Industriestandortes Deutschland. Vor diesem Hintergrund hat die Bundesregierung im Juni 2020 die Nationale Wasserstoffstrategie beschlossen. Diese wollen wir nach dem Regierungswechsel im vergangenen Jahr neu auflegen: noch ambitionierter, noch verbindlicher.
… Mithilfe der Forschung werden wir neue strategische Wasserstoff-Partnerschaften in Europa und der Welt aufbauen. Mit Australien und den Staaten des südlichen und westlichen Afrikas beispielsweise legen wir in Demonstrationsprojekten den Grundstein für einen internationalen Wasserstoffhandel. Damit werden neue Exportchancen und Absatzmärkte für innovative Technologieunternehmen aus Deutschland geschaffen.
Dass die dafür erforderlichen Gaskraftwerke noch nicht einmal in Planung sind, muss ein Regierungsberater ja auch nicht sagen.

Aber Recht hat Herr Sterner in einem Punkt: Batteriespeicher würden uns retten. Lediglich ein kleines bisschen Geld muss man dafür allerdings in die Hand nehmen.
Der Autor kam nach groben Abschätzungen auf ungefähr zwischen 14,5 … 38 Billionen EUR Investitionssumme (nicht die amerikanischen Billionen, sondern deutsche):
[link] EIKE, 22.12.2022: Wenn Kosten überhaupt keine Rolle spielen, wird alles zur Lösung, auch Batteriespeicher
[link] EIKE 29.01.2020: Die Ökoenergie Speicher-Lösung ist so einfach. Es muss sie nur jemand bezahlen

Zum Vergleich: Über die mit solchen und vielen, vielen weiteren Ausgaben (angeblich) zu einem kleinen Teil verringerbaren Klimawandel-Schadenskosten von bis zum Jahr 2050 in Summe vielleicht zwischen 125 … 250 Milliarden EUR hat sich „ganz Deutschland“ (zumindest alle „Qualitätsmedien“) sichtlich erschüttert gezeigt:
[link] EIKE, 10.03.3023: Vor dem Klimawandel gab es noch keine Klimaschäden … Der Elefant im Raum wird geflissentlich übersehen.

Und da kommt ein dritter Energiekasper mit ins Spiel, nicht zufällig ein Partner von C. Kemfert. Seine Aussagen sind inzwischen allerdings oft so hanebüchen (eine äußerst höfliche Umschreibung), dass diesen außer beispielsweise die Redaktion der Nordbayerischen Nachrichten wohl niemand mehr wirklich ernst nimmt:

Bild 4 Ein typischer Quaschnig-Tweet

Bild 5 Tweed von Quaschning

Quaschning bei Phoenix auf die Nachfrage, was denn mit der Ladestruktur wäre:
“Natürlich muss man die Ladeinfrastruktur mit den oben ziehen, aber da geht es im Wesentlichen um Steckdosenbau und daran sollte es in Deutschland doch nicht scheitern.”

Fakten interessieren nicht. Es geht alleine um die Ideologie

Auf Achgut erschien eine Darstellung zur vom Umweltbundesamt beauftragten Studie über den Sinn eines Tempolimits:
[11] Achgut, 13.03.2023: Tarnen und Täuschen mit dem Umweltbundesamt

Diese Studie zeigt vergleichsweise die gleichen Mängel und zum Erhalt des geforderten Ergebnisses bewusst gemachten Fehler auf, wie die Studie zu den Klimafolgekosten [12]. Im Gegensatz zu dieser, von den Medien trotzdem „bewunderten“ Studie hat sich eine kleine Partei getraut, eine Gegenexpertise zu beauftragen, in welcher die Fehler aufgedeckt wurden.
Exemplarisch ist die Reaktion der „Ertappten“ und deren Befürworter, vor allem sind diese frei von Fakten:
[13] Achgut, 5.3.2023: Der Sonntagsfahrer: Ab Tempo 120 rechtspopulistisch

Quellen

[1] FOCUS online, Gastautor Sterner, 07.03.2023: Angst vor dem Blackout? Experte entlarvt die zwei größten Mythen der Energiewende
[2] kaltesonne, 09. März 2023: Fremde Federn
[3] Vorarlberg online, 13.03.2023: Üppige Forschungsförderung für fünf „Clusters of Excellence“
[4] EIKE, 28. Okt. 2022: „Der Strombedarf in Deutschland schwankt über den Tag. Und das Schöne ist, die Solarenergie, die zum Beispiel, schwankt nicht“ …
[5] EIKE, 29.09.2022: Das Gegenteil von „Lauterbach“. Energiekrise? Ist mir nicht bekannt
[6] EIKE 28. Mai 2018: Augen zu und vorwärts in die Vergangenheit!
[7] Greenpeace Energy eG, 12.05.2017: Energy Brainpool KALTE DUNKELFLAUTE ROBUSTHEIT DES STROMSYSTEMS BEI EXTREMWETTER
[8] EIKE: Herr Hofreiter ist sich sicher, dass es keine Dunkelflauten geben kann. Doch das Wetter führt vor, dass es solche regelmäßig auch über ganz Europa erzeugt
[9] Kaltesonne, 6. April 2020: Claudia Kemfert verrechnet sich bei den Energiewendekosten wohl um mehrere Hundert Milliarden Euro
[10] EIKE, 8. April 2020: Frau Professor Dr. Kemfert verrechnet sich mal eben um einige hundert Milliarden €!
[11] Achgut, 13.03.2023: Tarnen und Täuschen mit dem Umweltbundesamt
[12] EIKE, 10.03.3023: Vor dem Klimawandel gab es noch keine Klimaschäden … Der Elefant im Raum wird geflissentlich übersehen.
[13] Achgut, 5.3.2023: Der Sonntagsfahrer: Ab Tempo 120 rechtspopulistisch

 




Die Verwirrung um den Tod von Walen ist groß – und einiges davon absichtlich

David Wojick

Die Presseberichterstattung über das tragische Walsterben ist ein Musterbeispiel für Verwirrung, insbesondere die törichten Versuche, die Entwicklung der Offshore-Windenergie irgendwie zu entlasten. Hier sind einige prominente Beispiele.

Die immergrüne New York Times gewinnt das Rennen um die schlechteste Berichterstattung, indem sie behauptet, die zahlreichen Walsterben der letzten Zeit seien auf das Online-Shopping zurückzuführen. Ich denke mir das nicht aus.

Ihre Schlagzeile verspricht eine Erklärung: „Warum seit Dezember 23 tote Wale an der Ostküste angespült wurden“. Als Hauptgrund wird angeführt, dass der Schiffsverkehr an der Ostküste zugenommen hat, weil die Menschen nach dem Covid viel einkaufen, vor allem online, und ein Großteil der Todesfälle auf Schiffsunfälle zurückzuführen ist.

Die NYT drückt es folgendermaßen aus: „Die Kaufgewohnheiten der Online-Pandemie treiben auch einen rekordverdächtigen Anstieg der Frachtsendungen an, der die Häfen in New York und New Jersey im vergangenen Jahr zu den geschäftigsten der Nation machte. Ein Großteil der Waren wird jetzt auf weitaus größeren Schiffen transportiert, von denen einige ihre Routen geändert haben, um das Chaos in der Versorgungskette zu lindern, das im letzten Jahr dazu führte, dass einige Ladenregale leer blieben. Infolgedessen scheinen mehr Wale in den direkten Weg von mehr Schiffen geraten zu sein. „Wenn sich die Wale in diesen Kanälen befinden“, so Paul Sieswerda, Geschäftsführer von Gotham Whale, einer in New York City ansässigen Walforschungsgruppe, „muss man die Daumen drücken und hoffen, dass es keine Kollisionen gibt.“

Dabei wird außer Acht gelassen, dass es die Offshore-Windenergie ist, welche die Wale in diese stark befahrenen Fahrrinnen treibt.

Das Problem bei dieser Ausrede ist, dass Kollisionen mit Schiffen eine wahrscheinliche Todesursache im Zusammenhang mit der Offshore-Windentwicklung ist. Die NOAA sagt voraus, dass viele Hunderte von Walen durch Sonaruntersuchungen von Offshore-Windenergieanlagen belästigt werden, was wahrscheinlich dazu führt, dass viele von ihnen in die nahegelegenen, stark befahrenen Fahrspuren flüchten [wo natürlich keine Windräder stehen]. Einige könnten dabei sogar taub werden.

Der zunehmende Schiffsverkehr macht die Offshore-Windkraft also noch tödlicher. Die weit verbreitete Vorstellung, dass Schiffsunfälle eine Alternative zum Windtod sind, ist ein völliger Irrtum.

In der NYT heißt es auch, dass die Buckelwal-Population an der Küste zugenommen hat und die meisten Todesfälle Buckelwale sind. Ein solcher Anstieg bedeutet jedoch, dass noch mehr Wale durch Sonar belästigt werden, was wiederum zu mehr Todesfällen führt. Außerdem wird die Tatsache ignoriert, dass sich die Todesrate bei den Buckelwalen 2016 plötzlich verdreifacht hat, ebenso wie das Absterben der Glattwale, als die groß angelegte Sonar-Belästigung begann.

Noch typischer ist die Schlagzeile der ebenfalls grünen Zeitung Virginia Mercury: „Wind und Wale: ‚Keine Beweise‘ verbinden Projekte mit Todesfällen“. Kein „Zusammenhang“ ist das vorherrschende Mantra.

In Wirklichkeit starrt uns die Verbindung ins Gesicht. Es handelt sich um ein Dutzend aktiver, groß angelegter Sonar-Projekte, die derzeit die Küste von Virginia bis Massachusetts säumen. Die Reaktion eines Wals auf Sonarbeschallung kann leicht tödlich werden. Das NOAA-Belästigungspotenzial wird auf der Grundlage der prognostizierten Zahl der Wale berechnet, die einem unsicheren Sonar-Lärmpegel ausgesetzt sind.

Es ist verdächtig seltsam, dass in keinem Artikel, den ich gesehen habe, diese weit verbreiteten, anhaltenden Sonar-Belästigungszahlen auch nur erwähnt werden. Ist das entsetzliche Ignoranz oder Vertuschung?

Mir ist ein Fall bekannt, in dem das Versäumnis, die Geißel der Sonar-Belästigung zu erwähnen vorsätzlich ist. Dies ist in mehreren kürzlich erschienenen Artikeln über den Tod von Walen in USA Today der Fall.

Bevor diese Artikel verfasst wurden, hatte ich einen langen Schriftwechsel mit einem der Autoren über die Todesgefahr durch Sonarbeschallung. Der Autor sagte sogar, er habe sich die lange Liste der numerischen Genehmigungen der NOAA zur Belästigung angesehen. Dennoch wurde in einem späteren Artikel kein einziges Wort über diese quantitative Bedrohung verloren.

Natürlich wissen die Leute bei NOAA und BOEM alles über die genehmigte laufende Belästigung von Hunderten von Walen. Sie neigen dazu zu sagen, dass es keine „direkte Verbindung“ gibt, womit sie meinen, dass das Sonar die Wale nicht direkt tötet, was auch stimmt. Die Wale werden nicht durch die Schallwellen getötet.

Aber die Sonarbeschallung tötet sehr wahrscheinlich viele Wale indirekt, indem sie Dinge wie Taubheit und tödliche Verhaltensweisen hervorruft. Die Bundesbehörden lügen also durch technische Unterlassung. In den Nachrichtenartikeln wird diese Täuschung durch die allgemeine Verwendung des Begriffs „Verbindung“ noch verstärkt.

In Wahrheit ist der Zusammenhang zwischen Sonarbelästigung und dem Tod von Walen offensichtlich. Genau dieser Zusammenhang muss untersucht werden.

Autor: David Wojick, Ph.D. is an independent analyst working at the intersection of science, technology and policy. For origins see http://www.stemed.info/engineer_tackles_confusion.html For over 100 prior articles for CFACT see http://www.cfact.org/author/david-wojick-ph-d/ Available for confidential research and consulting.

Link: https://www.cfact.org/2023/03/10/whale-death-confusion-abounds-and-some-is-deliberate/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE




Berlins Klima-Referendum am 26. März … Berliner Regierungschefs könnten sofortige diktatorische Befugnisse erhalten

Pierre Gosselin

Der Weg zur Tyrannei beginnt in Berlin: Klima wird zum Notstand erklärt

Eine neue, radikale Klimanovelle, über die am 26. März in einem Volksentscheid abgestimmt wird, könnte die Berliner Klimaziele in einklagbare Verpflichtungen umwandeln und damit den Weg für radikale CO₂-Reduktionsmaßnahmen durch einen nicht gewählten Stadtrat frei machen.

Änderungsentwurf: Klimaneutralität schon 2030 statt 2045!

[Hervorhebung im Original]

Wenn die Berliner glauben, dass Demonstranten, die den Verkehr behindern, indem sie sich auf die Straße kleben, ein Ärgernis sind, dann warten Sie nur ab, was nach dem 26. März der Fall sein könnte, wenn die Berliner über den Klima-Volksentscheid abstimmen.

Wenn der Volksentscheid erfolgreich ist, wird eine radikale Änderung des aktuellen Klimaschutz- und Energiewendegesetzes in Kraft treten. Der Pleiteticker.de verfügt exklusiv über ein internes Papier und berichtet von einem „Ermächtigungsparagraphen“ in der geplanten Gesetzesnovelle.

Ziel des Volksbegehrens ist es, das bestehende Klimaschutz- und Energiewendegesetz (EWG Bln) zu ändern, um die Stadt Berlin zu zwingen, die Klimaneutralität bis 2030 statt 2045 zu erreichen.

Die Abstimmung ist bindend, d.h. wenn der Volksentscheid erfolgreich ist, wird die Gesetzesänderung in Kraft gesetzt. Die Novelle wird von den Grünen und radikalen Gruppen wie Fridays for Future und Extinction Rebellion vorangetrieben.

Ziele würden zu gesetzlichen Verpflichtungen

Die Novelle wäre so radikal, dass selbst Berliner SPD-Sozialdemokraten sie für gefährlich halten und von einem „Ermächtigungsparagraphen“ im Gesetz sprechen, der einer kleinen Gruppe nicht gewählter Personen, nämlich einem vom Berliner Senat eingesetzten Klimaschutzrat, immense Macht übertragen würde.

Bezüglich des Paragraphen 6 der neuen Novelle, „Sofortprogramm bei Nichterfüllung von Verpflichtungen“, warnt die SPD ausdrücklich davor, dass die Klimaziele in „Verpflichtungen“ umgewandelt wurden, was bedeuten würde, dass der Berliner Senat wahrscheinlich sofortige radikale Maßnahmen ergreifen müsste, um die Verpflichtungen zu erfüllen, sogar per Gerichtsbeschluss.

Paragraph 14 sieht einen „Klimaschutzrat“ vor, der die Einhaltung der Ziele überwachen soll. Er würde vom Berliner Senat ernannt und von nicht demokratisch gewählten Vertretern gebildet werden.

Abschied vom Auto in Berlin?

„Es besteht die Gefahr, dass von der Möglichkeit von Sofortmaßnahmen – die nach Ansicht der SPD nicht demokratisch legitimiert sind – exzessiv Gebrauch gemacht wird“, warnt Pleiteticker. „Wenn das Klima-Volksbegehren erfolgreich umgesetzt wird, wird es für die Berliner also nicht nur teuer, sondern es wird viel mehr Freiheitseinschränkungen geben als unter dem bisherigen rot-grünen Senat – die Berliner Bevölkerung muss sich dann womöglich ganz von ihrem Auto verabschieden.“

Verringerung des Flugverkehrs am Berliner Flughafen BER?

Laut Paragraph 3 „Klimaschutzverpflichtungen“ soll die CO₂-Reduktion bis 2025 70 Prozent und bis 2030 95 Prozent gegenüber 1990 betragen! „Die bisherige Regelung wurde dahingehend geändert, dass die Zeiträume drastisch verkürzt wurden.“

Laut Paragraf 2 würde sogar der Berliner Flughafen in das Klimabudget einfließen. Pleiteticker warnt: „Es besteht also die Gefahr, dass als Sofortmaßnahme zur Emissionsminderung die Zahl der Flüge reduziert werden könnte.“

Immobilieneigentümer würden zu größeren Renovierungen gezwungen werden

Die Novelle sieht außerdem vor, dass alle öffentlichen Gebäude bis 2030 energetisch saniert werden müssen und die gesamte Landesverwaltung bis 2030 CO₂-neutral sein muss.

„Woher das Geld dafür kommen soll, bleibt wieder einmal ein Rätsel“, kommentiert Pleiteticker.

Paragraph 19, „Nutzung erneuerbarer Energien“, könnte auch die verpflichtende Installation von Solaranlagen für alle Hausbesitzer bedeuten. Auch hier weiß niemand, wie das alles bezahlt werden soll. Der Besitz eines Hauses oder Grundstücks würde für viele Privateigentümer sicherlich unerschwinglich werden.

Aus einem anderen Blickwinkel betrachtet, könnte Berlin als Pilotprojekt dienen, das aller Wahrscheinlichkeit nach die schiere Torheit einer schnellen Klimaneutralität ein für alle Mal entlarven würde. Vielleicht wäre ein „erfolgreicher“ Volksentscheid eine gute Lektion für den Rest der Welt.

[Das wäre dann aber auch eine Dokumentation abgrundtiefer Dummheit für den Rest der Welt – wer dafür stimmt, hat es dann nicht besser verdient! A. d. Übers.]

Link: https://notrickszone.com/2023/03/12/berlins-march-26th-climate-referendum-berlin-leaders-could-have-immediate-dictatorial-powers/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

Mehr dazu gibt es auch hier: https://www.tichyseinblick.de/meinungen/grundrecht-verfassungsgericht-buerger-zu-schutzbefohlenen-susanne-baer/

 




Vergleich: Eisbär-Sichtungen und Eisverhältnisse in Neufundland & Labrador zwischen 2017 und 2023

Susan Crockford, Polar Bear Science

Nachdem eine Frau am Dienstagmorgen (7. März 2023) einen Bären vor ihrem Haus fotografiert hatte, warnten die Naturschutzbehörden die Bewohner der Küstengemeinden vor Eisbären, die in der vergangenen Woche im Norden von Neufundland und im Süden von Labrador an Land gegangen waren. Da keine Bären dieser Teilpopulation mit Satelliten-Funkhalsbändern geortet werden, wissen wir nicht, ob es ein paar Dutzend Bären – oder ein paar Hundert – sind, die auf dem Eis jagen und an Land kommen, wenn sich die Gelegenheit ergibt.

Nachdem seit Anfang März mehr als ein Dutzend Bären in der Region an Land gesichtet worden waren, erklärte der Eisbärenspezialist Andrew Derocher im April 2017 gegenüber CBC Radio, dass dies eine schlechte Nachricht für die Bären sei.

In dem Artikel „Changing sea ice bad omen for province’s polar bears: professor“ äußerte sich Derocher pessimistisch darüber, was dies für den Erhaltungszustand der Eisbären in der Davis Strait bedeutet und warum sie so plötzlich für Menschen an Land in Neufundland sichtbar wurden:

Obwohl im März und April viele Bären auf dem Inselteil der Provinz gesichtet wurden, sagte Derocher, dass sie zumeist nicht freiwillig dort sind.

„Sie wollen nicht an Land sein, aber sie verfangen sich in diesen Eisfeldern, die von Wind und Strömung getrieben werden“, sagte er.

„Eisfelder“, die mit Bären an Land geschoben werden? Ich würde sagen, dass eine solche Art der Beförderung schwer zu erreichen ist, wenn vor den Küsten solides Eis liegt, wie unten gezeigt.

Hier ist zu sehen, wie die Meereisbedingungen vor fünf Jahren in der Woche vom 6. März aussahen, wobei rot für festes Packeis steht (9/10-10/10 Abdeckung). Vor allem die Südküste von Labrador und die nördliche Halbinsel von Neufundland, wo die ersten Bären der Saison angetroffen wurden, waren vollständig vereist. Ich beschrieb sie in diesem Jahr als eine „Eisautobahn“ für Eisbären:

In der gleichen Woche dieses Jahres waren die Bedingungen vor Neufundland und Labrador recht ähnlich, obwohl im Golf weniger Eis vorhanden war:

Später in der Saison 2017 (19. April) war das Eis in Landnähe noch kompakter, so dass die Bären einfach an Land gehen und sich umsehen konnten, um ihre Neugier zu befriedigen:

Beachten Sie den veränderten Tonfall in Derochers Tweet über die diesjährige Sichtung:

„Es ist die Zeit des Jahres, in der Eisbären in Neufundland und Labrador auftauchen. Das Meereis in der Region sieht solide aus und der Bär ist in guter Verfassung, so dass er mit etwas Glück (oder mit Unterstützung der Wildtierbehörden) wieder auf das Eis zurückkehren sollte, wo er hingehört. – https://cbc.ca/news/canada/ne

Link: https://wattsupwiththat.com/2023/03/12/polar-bear-sightings-and-sea-ice-conditions-in-newfoundland-labrador-2023-vs-2017/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE