Grüne weigern sich, über das Recycling bzgl. „Erneuerbarer“ und die Renaturierung von Bergbaugebieten zu diskutieren

Ronald Stein

Die Realität zeigt, dass alle Mineralien und Metalle, die für die Herstellung von Windturbinen, Solarmodulen und Batterien für Elektrofahrzeuge benötigt werden, an Orten wie Baotou, der Inneren Mongolei, Bolivien und der Demokratischen Republik Kongo abgebaut und verarbeitet werden, meist unter chinesischer Kontrolle. Die Stilllegung und Wiederherstellung dieser Bergbaulandschaften in ihren ursprünglichen Zustand ist in den Entwicklungsländern nicht vorgesehen. Auch die Wiederverwertung ausgedienter Turbinenschaufeln, Solarpaneele und EV-Batterien ist in wohlhabenden Ländern nicht vorgesehen.

Die Standorte für den Abbau der Materialien, die für den Bau von Windkraft-, Solar- und Elektroautobatterien benötigt werden, unterliegen nur minimalen bis gar keinen Arbeits-, Lohn-, Umwelt-, Rekultivierungs-, Arbeitsschutz- und Sicherheitsvorschriften. Die bloße Gewinnung dieser exotischen Mineralien bringt weltweit soziale Probleme, Menschenrechtsverletzungen und Umweltzerstörungen mit sich, was aber für die reichen Länder, die von diesen „grünen“ Materialien profitieren, durchweg nicht von Bedeutung ist.

Die Klima-Sekte KÖNNTE in diesen Entwicklungsländern Stilllegungs- und Sanierungsstandards bis zum letzten Löwenzahn durchsetzen, so wie wir es für stillgelegte Minen, Öl- und Atomstandorte in Amerika haben, aber die Klima-Sekte verhindert Gleiches in Entwicklungsländern.

Der Lebenszyklus für „erneuerbare“ Energien wie Wind- und Solarenergie reicht von der Planung, der Beschaffung und dem Bau über Betrieb, Wartung und Reparatur bis hin zur Stilllegung und Entsorgung, aber auch hier gilt, dass Recycling und die Wiederherstellung der Landschaft in ihren ursprünglichen Zustand in den wohlhabenden Ländern, die sich für den Umweltschutz einsetzen, nicht vorgesehen sind.

Da Rotorblätter, Paneele und EV-Batterien nur sehr schwer zu recyceln sind, stellt der durch sie verursachte Müllberg ein wachsendes Problem dar. Laut einer 2017 in der Fachzeitschrift Waste Management veröffentlichten Studie wird allein die weltweite Windindustrie bis 2050 jährlich 43 Millionen Tonnen Rotorblatt-Abfälle produzieren.

Diese abgenutzten Windturbinen werden dem Gewicht von 215.000 Lokomotiven entsprechen. Die Nachfrage der wohlhabenden Volkswirtschaften nach mehr Windturbinen wird bis 2050 weltweit 43 Millionen Tonnen derartige Abfälle verursachen, wobei 40 Prozent des Abfalls auf China entfallen, 25 Prozent auf Europa, 16 Prozent auf die Vereinigten Staaten und 19 Prozent auf den Rest der Welt.

Größe und Gewicht der Schaufeln variieren, aber die durchschnittliche Länge beträgt etwa 37 m und das Gewicht etwa fünf Tonnen. Einige der größten können so lang wie ein Fußballfeld sein und 20 Tonnen wiegen. Derzeit gibt es keine skalierbaren, kosteneffizienten Technologien für das Recycling der Schaufeln, und die meisten von ihnen landen auf Mülldeponien.

Die 1.000 Pfund schweren Batterien für Elektrofahrzeuge stellen eine ähnliche Herausforderung dar. Da mehr als 40 Prozent aller Elektroautos in Amerika in Kalifornien stehen, gibt es in Kalifornien keine Recycling-Anlagen für Elektroauto-Batterien, und landesweit sind nur fünf in Betrieb, so die CalEPA. Und das, obwohl gebrauchte Lithium-Ionen-Batterien wertvolle Mineralien enthalten, die sonst aus der Erde geholt werden müssten, meist aus Übersee in Entwicklungsländern. Die „Wegwerfgesellschaft“ ist in Amerika lebendig und gesund.

Da die wohlhabenden Länder von einer „grünen“ Gesellschaft besessen sind, sieht es so aus, als ob die Stilllegung, das Recycling und die Wiederherstellung der Bergbaulandschaften in den Entwicklungsländern und der Standorte für erneuerbare Energien in den Industrieländern in absehbarer Zeit nicht in Frage kommen werden.

Die überwiegende Mehrheit dieser kritischen Mineralien und Elemente wird im Ausland abgebaut, und fast die gesamte Veredelung findet allein in China statt.

Darüber hinaus ist China der größte Einzelanbieter der meisten entscheidenden Mineralien und Seltenen Erden, die weltweit verwendet werden, und fast der einzige Veredler dieser Produkte. Das bedeutet, dass Mineralien und Seltene Erden, die anderswo – oft mit chinesischer Finanzierung – abgebaut werden, nach China verschifft werden, um dort zu verwertbaren Materialien verarbeitet zu werden. Ein großer Teil der in China abgebauten und veredelten Materialien wird durch Zwangs- oder Sklavenarbeit hergestellt, oft von verfolgten religiösen Minderheiten wie Falun-Gong-Anhängern und Uiguren.

Die Biden-Regierung erklärte am 4. Oktober 2022, dass Batterien aus China möglicherweise durch Kinderarbeit belastet sind. Dennoch setzt die amerikanische Regierung weiterhin Vorschriften, Subventionen und Steuererleichterungen durch, um die Umwelt zu schonen, und schafft damit finanzielle Anreize für Entwicklungsländer, ihre derzeitigen Praktiken fortzusetzen, mit denen sie ihre Landschaften zerstören und ihre Arbeitskräfte zu Grausamkeiten zwingen.

Jetzt setzt die Biden-Regierung verstärkt auf Afrika, um Chinas Kontrolle über die Energieversorgung der USA entgegenzuwirken.

Die Realität der heutigen globalisierten Versorgungskette und die finanziellen Anreize Amerikas, die die Ausbeutung von Mensch und Umwelt immer weiter vorantreiben, machen es jedoch fast zu einer Gewissheit, dass die von der Biden-Regierung vorangetriebene massive grüne Energiewende mit Mineralien und Teilen gebaut wird, die mit chinesischer und/oder afrikanischer Sklavenarbeit hergestellt wurden.

Da es in China oder Afrika keine ausreichenden Informationen gibt, um die Herstellung von Zwangsarbeitern und noch weniger die Rohstoffe zu verfolgen, werden die wohlhabenden Länder weiterhin die Menschen mit gelber, brauner und schwarzer Haut in den Entwicklungsländern ausbeuten.

Aus wirtschaftlicher Sicht führt die Klimahysterie der reichen Länder zu schwerwiegenden negativen externen Effekten für die Entwicklungsländer. Ethisch gesehen verurteilt die Klimabesessenheit des Westens auf unmoralische Weise die heutigen Generationen verarmter Völker und Nationen zu fortgesetztem Unrecht und frühem Tod in den kommenden Jahren. Täuschen Sie sich nicht, diese List dient der weiteren Bereicherung der Menschen in den Industrieländern, während sie gleichzeitig die Menschen in den Entwicklungsländern ausbeuten.

Autor: Ronald Stein is an engineer, senior policy advisor on energy literacy for CFACT, and co-author of the Pulitzer Prize nominated book “Clean Energy Exploitations.”

Link: https://www.cfact.org/2023/03/19/greens-refuse-to-discuss-recycling-renewables-and-restoring-mining-locations-to-pristine-condition/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Sind Wale die jüngsten Opfer der Klimawandel-Industrie?

Peter Murphy

Star-Trek-Fans* sollten sich an diesen markigen Wortwechsel über bedrohte Buckelwale aus dem Spielfilm „Star Trek IV: The Voyage Home“ von 1986 zwischen Leonard Nimoys berühmter Figur und der Schauspielerin Catherine Hicks erinnern, die „Dr. Taylor“, die Cetologin, spielte.

[*In Deutschland lief die Serie unter der Bezeichnung „Raumschiff Enterprise“. A. d. Übers.]

„Mr. Spock“ sagte: „Eine Spezies bis zur Ausrottung zu jagen, ist nicht logisch“, woraufhin „Dr. Taylor“ antwortete: „Wer hat je behauptet, dass die menschliche Rasse logisch ist?“

Die Geschichte des Films erzählt, dass Buckelwale im 21. Jahrhundert ausgestorben sind. Die unerschrockene Besatzung der U.S.S. Enterprise (die eigentlich in einem requirierten klingonischen Raumschiff aus Star Trek III weiterflog), angeführt von William Shatners „Captain James Kirk“, musste eine Zeitreise vom 23. Jahrhundert in die Mitte der 1980er Jahre unternehmen. Die Mission bestand darin, Buckelwale zu bergen, um die Spezies neu zu bevölkern und den Planeten Erde vor einer mächtigen außerirdischen Sonde in drei Jahrhunderten zu retten.

Anstelle von Waljägern bedroht die „erneuerbare“ Energie im 21. Jahrhundert einen echten, nicht fiktiven Rückgang der Buckelwale. Es gibt immer mehr Beweise dafür, dass die Sonarwellen von Windturbinen, die vor der Atlantikküste im Meer aufgestellt werden, Wale, Delfine und andere Meeresbewohner schwächen und zu ihrem vorzeitigen Tod führen.

Dr. David Wojick, der an der Carnegie Mellon University gelehrt und im U.S. Naval Research Lab gearbeitet hat schreibt, dass Sonar-Belästigung eine eindeutige und gegenwärtige Gefahr für Wale darstellt, indem sie „Dinge wie Taubheit und tödliches Verhalten hervorruft“, einschließlich der Infektion von Walen, die in Schifffahrtswege und Fischverwicklungen fliehen.

Nach Angaben der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) wurden im Kalenderjahr 2023 zwischen Maine und Florida 13 Buckelwale an Land gespült, was bereits der Gesamtzahl von 19 im letzten Jahr nahekommt.

Buckelwale sind nicht die einzige Art, die stirbt. Auch Glattwale sind tot an Land gespült worden. Seit Dezember sind allein in der mittelatlantischen Region mehr als zwei Dutzend Wale verendet.

Seit Januar 2016, als neun Offshore-Lease-Verkäufe im Mittelatlantik stattfanden und weitere folgen werden, hat die NOAA eingeräumt, dass „entlang der Atlantikküste ein erhöhtes Buckelwalsterben aufgetreten ist“ (Hervorhebung von mir), wobei im Jahresdurchschnitt fast 30 Buckelwale starben, fast das Dreifache der vorherigen jährlichen Norm.

Egal, wie der Daily Caller kürzlich berichtete, tritt die Biden-Regierung auf das Gaspedal, um mehr Offshore-Windkraft zu finanzieren.

Wie einst die Tabakfirmen, die bestritten, dass ihr Produkt Krebs verursacht, leugnen auch die Biden-NOAA und ihre Klimawandel-Kohorten, dass es „keine Beweise“ dafür gibt, dass Offshore-Windanlagen den Walen schaden. Vielmehr führt die Behörde einige der tödlichen Walunfälle auf eine „Kollision mit einem Schiff“ zurück, räumt aber ein, dass mehr Forschung erforderlich ist.

Chris Oliver, der stellvertretende Administrator der NOAA-Fischereibehörde sagte: „Der Schutz und die Erhaltung dieser gefährdeten Wale ist besonders wichtig angesichts der reduzierten Kalbungsrate, des rapiden Rückgangs der Population in nur wenigen Jahren und des Nachweises einer anhaltend hohen Sterblichkeitsrate.“ Daher wurde im vergangenen Sommer zusammen mit seinen kanadischen Kollegen eine Arbeitsgruppe mit dem Namen „Atlantic Large Whale Take Reduction Team“ gebildet, um die Zahl der Verwicklungen von Walen in der Reusenfischerei zu verringern.

Ein neues Team von Bürokraten soll die Wale retten! Sollten wir uns jetzt besser fühlen? Herr Oliver tut es. Er schrieb, dass er „ein positives Gefühl“ in Bezug auf die Ziele der „Erhaltung und Wiederherstellung dieser Art“ hat.

Nur sterben noch mehr Wale unnötigerweise, da Herr Oliver und die NOAA den [Wal] im Raum übersehen, indem sie jegliche Schuld der Offshore-Windturbinen nicht anerkennen. Das Problem ist, dass es in der Biden-Regierung als religiöse Ketzerei gelten würde, wenn sie es täten, also verschleiern sie es. Bundesbürokraten mögen zwar den Schutz des öffentlichen Dienstes genießen, dennoch wagen sie es nicht, die Abkehr vom Klimawandel zu riskieren, indem sie Bedenken über Windturbinen äußern, die Wale tödlich verletzen. Dies könnte zu einer Versetzung auf die Aleuten, zum Kriegsgericht oder zur Guillotine führen, bildlich gesprochen.

Die NOAA ist nicht die einzige Einrichtung, die sich in fataler Ungläubigkeit befindet. Große Medien und Organisationen wie Greenpeace und die New York Times, die fanatisch die Klimakatastrophe und die damit verbundene politische Agenda propagieren, ziehen die Flinte ins Korn. Yahoo News behauptete, dass „Wissenschaftler und Umweltgruppen sagen, dass es keine Beweise gibt, die [Offshore-Windturbinen] mit dem Tod von Walen in Verbindung bringen“.

Zumindest muss ein Moratorium für den Bau von Offshore-Windturbinen verhängt werden, die allein aus klimatischer Sicht ineffektiv und eine kolossale Verschwendung sind und nun auch für die größten Säugetiere der Erde eine Gefahr darstellen. Die US-Abgeordneten Chris Smith und Jeff Van Drew aus New Jersey und ein Dutzend Bürgermeister in diesem Bundesstaat fordern genau das, ebenso wie eine wachsende Zahl von Naturschutzgruppen, darunter CFACT.

Die entscheidende Frage lautet: Wie können die [US-]Bundesregierung und die erklärten Umweltschützer, die jahrzehntelang alles getan haben, um den Bau und die Erschließung wegen Schnecken, Eulen, Lachsen und anderen Nagetieren zu verhindern, munter mit Windturbinen weitermachen, die nachweislich zum „erhöhten“ Walsterben beitragen?

„Dr. Taylor“, der Cetologe in Star Trek IV, hat die Antwort mit einer heutigen Wendung: „Wer hat je behauptet, dass die [Klimawandel-Kleriker] logisch sind?“

This article originally appeared in The Daily Caller

Autor: Peter Murphy is Senior Fellow at CFACT. He has researched and advocated for a variety of policy issues, including education reform and fiscal policy, both in the non-profit sector and in government in the administration of former New York Governor George Pataki. He previously wrote and edited The Chalkboard weblog for the NY Charter Schools Association, and has been published in numerous media outlets, including The Hill, New York Post, Washington Times and the Wall Street Journal.

Link: https://www.cfact.org/2023/03/18/are-whales-the-latest-casualties-of-the-climate-change-industry/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Wie man Amsterdam retten könnte

Helmut Kuntz

Die Redaktion des Lokalblattes der Nordbayerischen Nachrichten, welches der Autor immer noch bezieht weil man auf die Lokalinformationen nicht ganz verzichten will, hat eine Neuerung eingeführt. Fast schon täglich gibt es eine ganze Seite mit einer Darstellung – oft in Form eines Interviews – zu einem Thema, um die Leser laut Aussage der Redaktion darüber besonders gut zu informieren.

Wer bestätigt die Meinung der Redaktion?

In aller Regel läuft diese „Sonderinformation“ darauf hinaus, dass die Redaktion welche genau weiß was die richtige Meinung zu sein hat, über etwas oder Jemanden berichtet, der ihr diese bestätigt.
Schwer zu erraten, dass wenn es um Klima und Energie geht und das ist mehr als häufig der Fall, Frau Kemfert, der IPCC, Herr Sterner [3], einfach die ganze High-Society des Klimaalarmismus und „Neue-Energieen“-Enthusiasten zu Wort kommen. Sogar der Energiekasper Quaschning [3] durfte schon Beiträge leisten.

Ab und zu wird aber auch ein besonders hervorzuhebendes Buch vorgestellt, wenn es jemandem gelungen ist, den woken Zeitgeist und das von der Deutschen Presseagentur streng begrenzte Wissensniveau besonders gut zu treffen.
Als solchen traf es nun den Historiker, Journalist und Autor Philipp Blom. Dieser hat jüngst ein neues Buch herausgebracht [2], welches diesen woken Zeitgeist präzise trifft und deshalb wie zu erwarten, von unseren Medien geradezu in den Himmel rezensiert wurde. Entsprechen wird es auf Amazon als „Bestseller Nr. 1 in Politik & Geschichte der Klassischen Antike Allgemein“ angegeben.

Wie gut dieser Philip Blom sich angepasst hat, lässt sich am Beispiel der FAZ in ihrer Rezension sehen:
[4] FAZ, Philipp Bloms Buch „Die Unterwerfung“, 16.01.2023: HERRSCHAFT ÜBER DIE NATUR: Ganz oben in der Hierarchie bleibt der europäische Mann
… Auf den Klima- und Umweltkonferenzen, die das Ruder doch noch herumreißen, den Planeten bewohnbar halten sollen, schob sich zuletzt die Frage der Verantwortung in den Vordergrund. Wenn die Länder des globalen Südens Geld verlangen, um die Folgen der Klimaerwärmung zu bewältigen oder ihre Natur zu schützen, hat das auch damit zu tun, dass die Kräfte, die sich nun als zerstörerisch erweisen, nicht bei ihnen entfesselt wurden. Das geschah auf der anderen Hälfte der Erdkugel …

Wie das Buch geschrieben ist, lässt sich in einer Buchvorschau auszugsweise lesen.
Würde man darüber IPCC-Bericht für politische Entscheidungsträger, Publikation Prof. Rahmstorf, Claudia Kemfert, Vortrag Prof. Schellnhuber oder Mojib Latif schreiben, man würde es sofort glauben und nur über bestimmte Einsprengsel etwas wundern:
[5] Buchvorschau (Auszug): … Das gezähmte und beherrschte Land, der unterworfene Planet, zeigt sich überfordert von so viel willkürlicher und plötzlicher Manipulation … hat dieser Aufstieg einen Preis: Fein aufeinander eingespielte Lebenszyklen kollabieren, chemische Zusammensetzungen und Temperaturen von Ozeanen und Temperaturen ändern sich, Ozeanströmungen und Höhenwinde ändern die Richtung, Polareis schmilzt ab, Regenwälder verschwinden, Meeresspiegel steigen, die Biodiversität kollabiert, Das himmlische Jerusalem ist noch unbewohnt und längst kellerfeucht.
Diese natürlichen Prozesse spulen sich ab wie von Wissenschaftlerinnen vorhergesagt, nur wesentlich schneller als von vielen Modellen errechnet …

Kein Wunder, dass ein solcher Schriftsteller die bedingungslose Anerkennung der Redaktion der Nordbayerischen Nachrichten erhält und entsprechend vorgestellt wird.

Ist außer einer geschwollenen Sprache auch Substantielles zu finden?

Früher, als den Autor noch sein Beruf in Atem hielt, las man so etwas und war von der „Sprachgewalt“, beeindruckt. Inzwischen ist diese „Sprach-Achtung“ längst verfallen. Man liest auch hinter die Zeilen und fragt sich nach vielen Seiten hochglanzformuliertem Text, was darin an Substanz weitergegeben wurde. Und kommt dabei zu dem Schluss, dass solche „Sprachgewalt“ oft nur die schnöde Magersucht des Inhalts überdecken muss.

Doch nun zu „Fakten“. Dabei wird nicht nur auf das Buch direkt bezogen, sondern auch auf Aussagen des Autors Blume im Zeitungsinterview [1] um zu zeigen, wie sorgfältig Herr Blume damit umgeht, alternativ, wie hemmungslos er „Hörensagen“ als Fakten präsentiert.

Ein bedingungslos klimawandelgläubiger NN-Redakteur (das traut sich der Autor hier zu schreiben, da er dessen häufig erscheinenden Leitkommentar, in dem fast nie ein mehr oder weniger passender Hinweis auf den besonders schlimmen Klimawandel fehlt, seit langem „verfolgt“) hat diesen Herrn Blume interviewt [1]. Neben dem üblichen, woken Geplänkel kommen beide zum unvermeidbaren Klima, welches im Buch eine wesentliche Rolle spielt:
Redakteur: Ausreden wie: Nur mal langsam mit dem Klimaschutz
Philip Blume: Ja, ich bin halber Holländer und bin auch oft dort. Da sieht man die Gefahren ganz anders als in Deutschland. – weil das Meer immer näher rückt. Da kann man sich rumeiern nicht mehr leisten, sondern plant, wie man Amsterdam retten könnte.

Irgendwoher ist so etwas bekannt. Immer wieder liest man, wie schlimm der Klimawandel an der Nordsee wütet. Besonders arg wütet er, wenn GRÜNe dort eine Nachschau halten. Zwar wissen manche dieser Spezies mangels rudimentärster Schulkenntnisse den Unterschied zwischen einem Halbkreis von 180 Grad und einem Vollkreis mit 360 Grad nicht, aber den exclusiven Blick, überall sofort und unerbittlich den Klimawandel identifizieren zu können, haben sie [11].

Bild 1 Tweed einer ehemaligen GRÜNEN Vorsitzenden

[Link] Berliner Morgenpost, 14.10.2021: Klimawandel Diese deutschen Städte werden im Meer versinken

Doch sobald man die Fakten nachsieht, stellt man fest, dass dort die Natur „arbeitet“, aber eben nicht der berüchtigte Klimawandel wütet:
[Link] EIKE, Apr. 29, 2022: Seit der Klimawandel an jedem Übel schuld ist, kann man sich jede andere Erklärung sparen
[Link] EIKE, Feb 28, 2023: Der Meeresspiegel der Nordsee steigt, ganz dramatisch? Die Realität sagt: nein….
[Link]
EIKE, 25. August 2019: Klima-Ruhe an der Nordsee

Die schlimmsten, historischen Flutereignisse an der Nordseeküste sollen 1362 und 1634 geschehen sein. Mit ihren gewaltigen Küstenveränderungen und Landverlusten geschahen diese und regelmäßige weitere vor allem in den Jahrhunderten als es kalt war, also vor dem Beginn des besonders schlimmen Klimawandels und endeten erst mit dem Bau ausreichend hoher und stabiler Deiche:
[6] Nordsee: Chronik der Sturmfluten
[7]
Die Ems: Historische Hochwasserereignisse

In den Niederlanden selbst geschah die letzte, allerdings sehr große Flut, im Jahr 1953. Dabei kam das Meer damals nicht über die Seedeiche, sondern die zu niedrigen Flussdeiche.
Amsterdam liegt 2 m unter dem Meeresspiegel. Der tiefste Punkt der Niederlande liegt 6,76 m darunter und nur 74 % der Niederlande liegen über Null.
Das ist kein Ergebnis von wenigen Jahrzehnten angeblich besonders schlimmem Klimawandel, sondern begann um 1000 herum, als man in dieser Gegend begann, Deiche aufzuschütten und in flutgefährdeten Bereichen zu siedeln.

Herr Blume „sieht“ jedoch, wie in Holland das Meer „immer näher rückt“ und weiß, dass dies eine Auswirkung des Klimawandels ist. Daraus leitet man ab, dass der Küstenpegel vor den Niederlanden besonders stark steigt, wie er es im Buch allgemein andeutet.

Bei solchen Behauptungen macht der Autor immer das Gleiche. Er schaut sich die wirklichen – und nicht die erzählten – Daten an.

Anbei die Pegelverläufe am weitesten zurückreichender Pegelreihen der Nordsee, Cuxhaven und Rotterdam. Die Regressionsgeraden sind praktisch gleich. Der Pegelanstieg beträgt 1,42 mm/pa, ist also sehr gering. Anstelle eines „Anstiegs“ ist seit ca. 1970 bei den Maximalpegeln eher eine Stagnation zu sehen, wie es in [12] bereits dargestellt wurde.

Bild 2 Langzeit-Tiden-Pegelverläufe Cuxhaven und Rotterdam (relativ) mit Regressionsgeraden. Quelle: PSLM-Pegelviewer. Grafik vom Autor erstellt

Nun die Pegelverläufe von Cuxhaven und Rotterdam einzeln.

Bild 3 Langzeit-Tiden-Pegelverlauf Cuxhaven 1843 – 2018 mit einem gleitenden Mittelwert. Quelle: PSLM-Pegelviewer. Grafik vom Autor erstellt

An diesem Pegelverlauf sieht man deutlich, dass keine Beschleunigung stattfindet. In [12] wird sogar eine Verringerung der Anstiegsgeschwindigkeit festgestellt.
Es findet sich allerdings eine Beschleunigung und zwar bei von Satelliten gemessenen Pegeln. Was direkt vor Ort mit dem „Meterstab“ gemessen nur „ungenau“ gelingt, messen Satelliten aus 1.300 km Höhe! (die auch mit Tidenpegel kalibriert werden müssen) angeblich viel genauer, moderne Technik eben. Deshalb kommen diese auf höhere Pegelanstiege (die typischen 3 mm/pa). Immer öfter werden die Satellitenmesswerte wegen „Instrumentendriften“ rückwirkend korrigiert. Und fast immer drifteten diese Instrumente zu niedrigeren Pegelwerten in der Vergangenheit.

Bild 4 Langzeit-Tiden-Pegelverlauf Rotterdam 1858 – 2021. Quelle: PSLM-Pegelviewer. Grafik vom Autor erstellt

Und damit lässt sich nur wieder feststellen: Der Herr Blume mag bei Amsterdam viel sehen. Aber mit Sicherheit ist seine Interpretation bezüglich des Klimawandels dazu falsch.

Allerdings liegt er mit seiner Behauptung genau richtig und braucht sich in unserem GRÜNland dafür auch nicht zu schämen. Die „Wissensplattform“ WIKIPEDIA liegt noch viel weiter daneben:
[8] WIKIPEDIA: Hochwasserschutz in den Niederlanden
Im Zuge des Klimawandels rechnen Forscher mit einem Anstieg des Meeresspiegels der Nordsee um einen bis vier Meter innerhalb der nächsten 100 Jahre.

Das steht dort einfach so als „gesichertes Wissen“ und ist in 77 Jahren trotzdem noch viel weniger, als es das PIK als „nicht ganz unmöglich“ mit ca. +8,9 m in einer Studie verkündet hat oder unsere Annalena mit ihren 7 m Anstieg [9].
Ein Klimahüpfer oder Letzte-Generation-Verzweifelter der das liest, muss annehmen, es glauben zu dürfen.

Sobald man solche Angaben in einer Grafik zusammenstellt, sieht man allerdings, welcher Irrsinn damit verkündet (genau genommen simuliert) wird. Leider traut sich kein seriöser Wissenschaftler, dies anzuprangern. Er bekäme umgehend keine Fördermittel mehr und massive Probleme mit der Universitätsleitung, die sich nicht traut, dem unvermeidbar folgenden, Shitstorm der NGOs Paroli zu bieten.

Hier stelle man sich nun einfach vor, der NN-Redakteur hätte Herrn Blume nach Belegen gefragt. Aber so etwas macht man nicht mehr. Belege anführen zu müssen war mal ein vollkommen veraltetes, typisch“ weißes“ Vorgehen in der Wissenschaft, welches den „nachhaltigen“, GRÜNEN Fortschritt massiv behindern würde. Zudem sind Zweifel am Klimadogma sowieso nicht mehr erlaubt.

Bild 5 Langzeit-Tiden-Pegelverlauf Rotterdam mit verschiedenen Pegelvoraussagen. Grafik vom Autor erstellt

Nicht anders ist seine Aussage im Buch „Diese natürlichen Prozesse spulen sich ab wie von Wissenschaftlerinnen vorhergesagt, nur wesentlich schneller als von vielen Modellen errechnet …“, zu werten.
Oft genug wird publiziert, welche enormen Diskrepanzen zwischen gemessener Temperatur (die durch Manipulationen sicher bewusst zu hoch ausgewiesen ist) und den Simulationen bestehen.

Warum das so ist, hat mal ein mutiger Forscher erzählt:
„… ein Forscher, der seit zwanzig Jahren am renommierten Hamburger Max-Planck-Institut für Meteorologie auf dem Feld der Klimamodellierung tätig ist, sagte im März 2019 in einem SPIEGEL-Interview:
„Die Rechenleistung der Computer ist auf das Vielmillionenfache gestiegen, aber die Vorhersage der globalen Erwärmung ist so unpräzise wie eh und je. […] Es ist nicht leicht, dieses Versagen der Öffentlichkeit zu vermitteln. […]
Die Temperaturen in der Arktis zum Beispiel klaffen in den verschiedenen Modellen um teilweise mehr als zehn Grad auseinander. Das lässt jede Prognose der Eisbedeckung wie bloße Kaffeesatzleserei erscheinen.“ …
Und traf damit das, was vergleichende Untersuchungen zeigen:

Bild 6 Temperatur-Differenzen zwischen Szenarien und Beobachtung

Im Bild 6 sieht man, warum inzwischen unser Deutscher Wetterdienst und das IPCC inzwischen vorwiegend das praktisch nicht mögliche Szenario RCP8,5 verwenden. Anders ließen sich die explosionsartig zunehmenden Kosten für den Dekarbonisierungs-Wahnsinn nicht „rechtfertigen“.

Bild 7 Temperatur-Differenzen zwischen Simulationsvarianten (rot) und Beobachtung (blau)

Das Besprochene reicht, um die „Seriosität“ des Buchautors Philipp Blume bewerten zu können.
Zumindest bezüglich dem propagierten Klimawandel stochert auch seine um die inzwischen üblichen, tiefgelegten Niveaus. Eine auch nur im Ansatz kritische Reflexion darüber ist nicht erkennbar. Inzwischen reicht so etwas auch für ein Fachbuch.

Eine Bewertung auf Amazon dazu findet der Autor treffend:
Bewertungskommentar auf Amazon: Sei’s drum. Der grün gepinselten Umweltjünger der neuen Zeit wird dieses Buch richtig gut finden, der „Ottonormalo“ wirds durchwinken und der wissenschaftlich Interessierte wird abwinken. Schade…

Aber wie immer, gibt es auch die andere Meinung.
In der gleichen Zeitungsausgabe wurde neben dem Interview mit dem Buchautor auch das Buch besprochen. Der Rezensent kam zu dem Schluss: [10] „seine brillante Argumentation über 350 Seiten hinweg scheint gar keine Alternative zuzulassen … “
So groß können Meinungsunterschiede beim gleichen Thema ausfallen.

Während an dem Artikel getippt wird, kommen Meldungen zum neuesten IPCC-Sachstandsbericht.
Reuters, 20.03.2023: UN hört tickende Zeitbombe – Schnellste Klima-Erwärmung seit 2000 Jahren
Bundesaußenministerin Annalena Baerbock sprach von einem Bericht von brutaler Klarheit … „
… Kurz gesagt, unsere Welt braucht Klima-Handeln an allen Fronten – alles, überall und sofort“, sagte UN-Generalsekretär Guterres.
t-online: Bericht des Weltklimarats Das ist die Katastrophe, vor der Greta Thunberg warnte

Dabei kann man zwischen Zeilen lesen, worum es wirklich geht:
… Nach zähem Ringen hat sich der Weltklimarat am Sonntag auf den neuen Synthesebericht über den Klimawandel geeinigt. Vorausgegangen war ein erbitterter Streit zwischen reichen Staaten und Entwicklungsländern über Emissionsziele und Finanzhilfen für die Länder, die am meisten von den Folgen der Erderwärmung betroffen sind (Zufügung: und im Abstimmgremium die Stimmenmehrheit haben).

Dafür werden die Vorhersagen immer langfristiger. Beim Wetter oszillieren die Simulationen nach spätestens sieben Tagen und sind ab dann zunehmend unbrauchbar. Trotzdem „wissen§ es die Simulationen beim Klima inzwischen für tausende von Jahren:
Version vom 20. März 2023, Synthesebericht zum Sechsten IPCC-Sachstandsbericht (AR6) Hauptaussagen aus der Zusammenfassung für die politische Entscheidungsfindung (SPM):
… Die in diesem Jahrzehnt getroffenen Entscheidungen und durchgeführten Maßnahmen werden sich jetzt und für Tausende von Jahren …
IPCC Klimawandel 2021 Naturwissenschaftliche Grundlagen:
B.5.4 Langfristig wird der Meeresspiegel … unweigerlich für Jahrhunderte bis Jahrtausende ansteigen und für Tausende von Jahren erhöht bleiben (hohes Vertrauen). Im Verlauf der nächsten 2 000 Jahre wird der mittlere globale Meeresspiegel um etwa 2 bis 3 m ansteigen, wenn die Erwärmung auf 1,5 °C begrenzt wird, um 2 bis 6 m, wenn sie auf 2  C begrenzt wird, und um 19 bis 22 m bei einer Erwärmung von 5  C, und er wird in den darauffolgenden Jahrtausenden weiter ansteigen (geringes Vertrauen).

Quellen

[1] Nordbayerische Nachrichten, lokale Printausgabe 18./19. März 2023: Ist die Erde noch zu retten?
[2] Historiker Phillip Blom. Buch „Die Unterwerfung – Anfang und Ende der menschlichen Herrschaft“
[3] EIKE, 17.03.2023: Ein Energieexperte erfindet den Nacht-Sonnenstrom
[4] FAZ, 16.01.2023: HERRSCHAFT ÜBER DIE NATUR: Ganz oben in der Hierarchie bleibt der europäische Mann
[5] Buchvorschau: Die Unterwerfung Anfang und Ende der menschlichen Herrschaft über die Natur Von Philipp Blom 2022
[6] Nordsee: Chronik der Sturmfluten
[7] Die Ems; Historische Hochwasserereignisse
[8] WIKIPEDIA: Hochwasserschutz in den Niederlanden
[9] EIKE, 22. Sept. 2021: Annalena lässt den Meerespegel schnell mal um 7 m steigen – und zwei schauen nur wie bekloppt dabei zu
[10] Nordbayerische Nachrichten, lokale Printausgabe 18./19. März 2023: Die Erde kommt auch ohne uns ganz gut zurecht
[11] EIKE, 21.11.2022: Früher musste man seinen Namen zumindest tanzen können, heute reicht es, sich werbewirksam anzukleben
[12] EIKE, 25. August 2019: Klima-Ruhe an der Nordsee

 




Internationale Spitzen-Wissenschaftler: Temperatur auf der Nordhemisphäre wird über die nächsten 25 Jahre sinken

Chris Morrison

[Der Beitrag zeichnet sich im Original durch zahlreiche Hervorhebungen aus. Diese wurden hier aber nicht übernommen. A. d. Übers.]

Flüstern Sie es leise – und sagen Sie es nicht Al ‚Boiling Oceans‘ Gore – aber die nördliche Hemisphäre könnte bis zu den 2050er Jahren in eine Abkühlungsphase mit einem Rückgang von bis zu 0,3°C eintreten. In der Folge wird sich auch der Rest des Globus‘ abkühlen.

Diese von den Mainstream-Medien ignorierten Ergebnisse wurden letztes Jahr veröffentlicht und sind das Werk von sechs internationalen Spitzenwissenschaftlern unter der Leitung von Nour-Eddine Omrani vom norwegischen Bjerknes Centre for Climate Research. [Links hinzugefügt]

Die in der Fachzeitschrift Nature Climate and Atmospheric Science veröffentlichte Studie besagt, dass sich die Nordatlantische Multidekadische Oszillation AMO abschwächt, eine wichtige Meeresströmung, die wärmeres Wasser in die Arktis gepumpt hat, was zu einer Abkühlung des Nordatlantiks und niedrigeren Temperaturen führt, wie sie im Zeitraum 1950-1970 beobachtet worden sind.

Die aktuellen Beobachtungen bestätigen diese Vermutungen. Wie wir vor kurzem berichteten, hat der Rückgang des arktischen Sommer-Meereises vor etwa einem Jahrzehnt aufgehört und es hat in letzter Zeit wieder zugenommen. Der grönländische Eisschild wuchs bis August 2022 um fast 500 Milliarden Tonnen, was fast dem geschätzten jährlichen Verlust entspricht.

Natürlich haben die Klimaalarmisten diese jüngsten Trends noch nicht ganz aufgegriffen. So erklärte Sir David Attenborough seinem BBC Frozen Planet II-Publikum, dass das sommerliche Meereis innerhalb von 12 Jahren verschwunden sein könnte.

Interessanterweise führen die sechs Wissenschaftler, deren Arbeit dazu beigetragen hat, den Mythos der „feststehenden“ Wissenschaft zu entkräften, einen Teil der globalen Erwärmung immer noch auf menschliche Ursachen zurück. Die nördliche Hemisphäre ist durch „mehrere multidekadische Klimatrends gekennzeichnet, die dem anthropogenen Klimawandel zugeschrieben werden“.

Mit ihrer Arbeit, die eine 30-jährige globale Abkühlung vorhersagt, stehen sie jedoch außerhalb der „feststehenden“ Meinung, die behauptet, dass das vom Menschen erzeugte Kohlendioxid die wichtigste – möglicherweise die einzige – Determinante der globalen und lokalen Temperaturen ist.

Zumindest wird dadurch die Hysterie gedämpft, die auf fast sofortige Strafmaßnahmen gegen die Netto-Null-Maßnahmen drängt. Der Hauptautor Omrani soll gesagt haben, dass die erwartete Erwärmungspause „uns Zeit gibt, technische, politische und wirtschaftliche Lösungen vor der nächsten Erwärmungsphase zu erarbeiten, die ab 2050 wieder einsetzen wird“. Es erübrigt sich zu erwähnen, dass solche Überlegungen auf der Klimafreak-Show in Davos in der vergangenen Woche fehlten, wo die Elite-Delegierten die Angstmacherei auf ein Rekordniveau steigerten.

Der ehemalige US-Vizepräsident Al Gore rastete völlig aus und wütete über „Regenbomben“ und „kochende Ozeane“. Der derzeitige US-Klimabeauftragte und Privatjet-Besitzer John Kerry bezeichnete die Versammlung als eine „ausgewählte“ Gruppe von Menschen, die versuchen, „den Planeten zu retten“, während der oberste UN-Karnevalist Antonio Guterres behauptete, wir würden mit der Klimakatastrophe flirten und jede Woche eine neue Horrorgeschichte bringen.

Natürlich könnte man meinen, dass dies unter den gegebenen Umständen ein rundum gelungener Versuch war, mehr Geld in die Kassen zu spülen – ähm, ich meine, mehr echte Klimabesorgnis zu wecken – in einer Zeit, in der Korallen, arktisches Meereis, das Grönlandeis, Eisbären und nun auch die globale Erwärmung aus dem Portfolio der Plakatalarme gestrichen werden müssen.

Wie wir bei zahlreichen Gelegenheiten angemerkt haben, ging dem globalen Temperaturanstieg vor etwa zwei Jahrzehnten die Luft aus. Genaue Satellitenaufzeichnungen zeigen Pausen von etwa 2000 bis 2012 und eine aktuelle Pause von über acht Jahren.

Man könnte argumentieren, dass die einzige wirkliche Erwärmung seit über 20 Jahren durch eine besonders starke natürliche El-Nino-Oszillation in der Mitte des letzten Jahrzehnts verursacht wurde. Oberflächendaten, die von Einrichtungen wie dem britischen Met Office verwaltet werden, haben eine rückwirkende Erwärmung hinzugefügt, während es zunehmend Zweifel an der Vor-Ort-Aufzeichnung von massiven Wärmeverzerrungen gibt, die durch das Wachstum von Städten und Gemeinden auf der ganzen Welt verursacht werden.

Das Omrani-Papier ist komplex, aber es dreht sich um die Auswirkungen der zyklischen und natürlichen nordatlantischen multidekadischen Oszillation (AMO). Beobachtungen und Aufzeichnungen, die bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts zurückreichen, haben enorme Veränderungen des arktischen Meereises gezeigt.

Es scheint, dass die AMO eine wichtige Rolle bei diesen Veränderungen spielt. Eine der wichtigsten Prognosen des Papiers lautet: „Weitere Abschwächung der Nordatlantischen Oszillation, Abkühlung des Nordatlantiks und Stillstand des nordatlantischen Meereises im Winter sowie globale Oberflächentemperaturen wie in den 1950er bis 1970er Jahren“.

Bei einem Rückgang im Vergleich zu diesem Zeitraum könnte die globale Temperatur um bis zu 0,3 °C sinken.

Alle wissenschaftlichen Erkenntnisse, die den Anteil des vom Menschen verursachten CO₂ verharmlosen, werden in der akademischen Welt, in der Politik und in den Medien weitgehend ignoriert. Aber selbst einige Wissenschaftler, die einen beträchtlichen anthropogenen Beitrag behaupten, erkennen die Rolle an, die natürliche atmosphärische Faktoren in einem sich ständig verändernden Klima spielen.

Weitere skeptischere Wissenschaftler wie der emeritierte Professor Richard Lindzen vom MIT haben ein intellektuelles Problem damit, alle oder die meisten Veränderungen der globalen Temperaturen auf ein einziges atmosphärisches Spurengas zu schieben. Lindzen lehnt diese „eindimensionale“ Sichtweise des Klimas ab. Er gehört der klimawissenschaftlichen Denkschule an, die argumentiert, dass Temperaturveränderungen durch dynamische Wärmeströme in der Atmosphäre und den Ozeanen verursacht werden, die wiederum durch Temperaturunterschiede in den Breitengraden oder, um es wissenschaftlich auszudrücken, durch „barokline Instabilität“ verursacht werden. Für Lindzen ist es „absurd“ anzunehmen, dass der kleine Beitrag von CO₂ der steuernde Faktor für Temperaturänderungen in unserem komplexen, dreidimensionalen Klima ist.

Es scheint, dass Wissenschaftler, je mehr sie suchen und erforschen, desto mehr verstehen, dass die Atmosphäre und das Klima, das sie erzeugt, eine immens komplexe Umgebung ist, die von vielen weitreichenden natürlichen Einflüssen beeinflusst wird.

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Link: https://climatechangedispatch.com/n-hemisphere-temps-set-to-fall-over-next-25-years-say-top-intl-scientists/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Die (beliebigen Begriff einsetzen-)Klima-Krise ist da!

H. Sterling Burnett

Klimarealisten sollten sich auf den bevorstehenden medialen Ansturm vorbereiten, bei dem dieses oder jenes saisonale Wetterereignis auf die eine oder andere Weise durch den anthropogenen Klimawandel verstärkt wird.

In den letzten zwei Jahrzehnten haben die Medien jedes Jahr, wenn der Winter abklingt und der Frühling beginnt, ihr aktuelles Frühlingsritual zelebriert: die Klimaangst.

Seit es Jahreszeiten gibt – lange bevor die Umweltschützer das Ende der Welt wegen des Klimawandels verkündeten – bedeutet der Frühling den Beginn der Allergiesaison, die so genannt wird, weil die Pollen der blühenden Pflanzen bei den Betroffenen allergische Reaktionen hervorrufen. Die leichte Erwärmung hat dazu beigetragen, dass die durchschnittliche Dauer der Temperaturen unter dem Gefrierpunkt und der späte Frost, der die Pflanzen tötet, leicht abgenommen haben. Das bedeutet, dass die Pflanzen früher mit dem Austrieb und der Blüte beginnen. Die Allergiesaison beginnt früher als in den vergangenen Jahrzehnten.

In den letzten Jahren wurde daher jede Allergiesaison von unzähligen Nachrichten begleitet, in denen behauptet wurde, dass der Klimawandel die Saison länger und schlimmer macht. Wenn die Allergiesaison länger dauert, gilt das als schädliche Auswirkung des Klimawandels. Was in den Berichten jedoch ignoriert wird, sind die Vorteile der längeren Vegetationsperiode: eine allgemeine Begrünung der Erde und eine Steigerung der Pflanzenproduktion zur Verringerung des Hungers. In den Nachrichten wird das Schicksal von Allergikern beklagt, während das Gesamtbild ignoriert wird. Sie konzentrieren sich auf einen Nachteil einer grüneren Welt – die Verschlimmerung von Allergien – und ignorieren dabei die viel größeren Vorteile: mehr Bäume, Sträucher, Gräser, Blumen und Nahrungspflanzen, was alles gut für Bestäuber, Tiere und Menschen ist. Selbst Allergiker, mit Ausnahme der vielleicht griesgrämigsten, würden wahrscheinlich ein paar zusätzliche Tage mit Allergien als kleinen Preis für eine grünere Welt mit mehr Nahrung und weniger Hunger betrachten.

Mit dem Frühling beginnt auch für die Ahornsirupindustrie die Zeit des Anzapfens der Ahornbäume. In den letzten Jahren wurde die Anzapfsaison von der Behauptung begleitet, der Klimawandel zerstöre die Ahornsirup-Produktion. Wegen des Klimawandels gibt es keinen echten Ahornsirup mehr für Ihre Pfannkuchen und Waffeln! Schnell, hört auf, fossile Brennstoffe zu verwenden! Die Daten sind jedoch eindeutig: Während sich die Erde leicht erwärmt hat, hat die Ahornsirupproduktion weiterhin Rekorde gebrochen, und es gibt keine Anzeichen dafür, dass sich dieser Trend ändern wird.

Dann kommen wir zu den großen Vier: Überschwemmungen, Wirbelstürme, Trockenheit und Waldbrände.

Seit den Anfängen der Zivilisation haben sich Städte an Flüssen angesiedelt. Flüsse bilden natürliche Reisekorridore und Handelsrouten. Jedes Jahr, wenn es im Frühjahr regnet, das Eis bricht und der Schnee zu schmelzen beginnt, werden die Städte an den Flüssen überschwemmt. Nicht jede Stadt an jedem Fluss wird jedes Jahr überflutet, aber einige Städte an einigen Flüssen werden jedes Jahr irgendwo überflutet. Darüber hinaus hat die moderne Entwicklung entlang der Flüsse dazu geführt, dass Überschwemmungen wahrscheinlicher geworden sind oder mehr Schaden anrichten, wenn sie auftreten. Dazu gehören das Bauen in natürlichen Überschwemmungsgebieten, das Versäumnis, Deiche instand zu halten, die Kanalisierung von Zuflüssen und Flüssen, die zunehmende Bebauung mit undurchlässigen Flächen und die Beseitigung von Feuchtgebieten.

Wenn man den Klimaalarmisten zuhört, könnte man meinen, dass Überschwemmungen nicht existierten oder äußerst selten waren, bevor der Mensch begann, fossile Brennstoffe zu verbrennen. Das IPCC der Vereinten Nationen hat jedoch weder eine Zunahme von Überschwemmungen noch Hinweise auf Veränderungen in der Häufigkeit oder Schwere von Überschwemmungen gefunden, die er auf den anthropogenen Klimawandel zurückführen könnte. Dies gilt, obwohl das IPCC behauptet, dass der Klimawandel zu einer Zunahme von Starkniederschlägen beigetragen hat. Wie der IPCC schreibt, führen „stärkere Niederschläge nicht immer zu mehr Überschwemmungen“.

Was für Ahornsirup und Überschwemmungen gilt, trifft auch auf Wirbelstürme, Dürre und Waldbrände zu. Jede dieser Arten von Wetterereignissen tritt saisonal auf. Es gibt eine „Hurrikan-Saison“, in der Regel von Juni bis November. Die Dürre hat eigentlich keine bestimmte „Saison“, tritt aber typischerweise zwischen Mai und September auf (vor allem im Westen der USA). Die „Waldbrandsaison“ liegt in der Regel in den Sommermonaten und erreicht ihren Höhepunkt im August. (Waldbrände sind zwar technisch gesehen keine Wetterereignisse, treten aber häufiger während Dürreperioden auf). Jedes dieser Ereignisse ist im Laufe der geologischen und aufgezeichneten Geschichte mit einer solchen Regelmäßigkeit aufgetreten, dass die Menschen sie allgemein als Jahreszeiten betrachtet haben – und zwar lange bevor die angeblich katastrophale, vom Menschen verursachte globale Erwärmung zu einem Gesprächsthema für Politiker, Unterhaltungs- und Medienexperten wurde.

Wenn die jüngste Geschichte ein Anhaltspunkt ist, werden die Medien, sobald die Hurrikan- und Waldbrandsaison beginnt und die Böden im Sommer trockener werden, das Publikum mit einer Geschichte nach der anderen überhäufen, in der behauptet wird, dass die Nutzung fossiler Brennstoffe durch den Menschen dazu führt, dass Hurrikane, Waldbrände und Dürren häufiger auftreten, schlimmer werden oder beides. In den meisten dieser Geschichten kommen so genannte „Experten“ zu Wort, die diesen oder jenen Wirbelsturm oder dieses oder jenes Feuer dem Klimawandel zuschreiben, in der Regel auf der Grundlage von Computermodellen, wenn sie sich die Mühe machen, auch nur den Anschein von Beweisen zu erwecken.

Wenn Modelle und Theorien jedoch im Widerspruch zu harten Daten stehen, sollten wir die Fakten akzeptieren und Behauptungen zurückweisen, die dadurch widerlegt werden, egal wie elegant die Theorie, wie komplex das Modell oder wie angesehen die Person ist, die die Behauptung aufstellt. Das ist solide Wissenschaft, im Gegensatz zur politischen Wissenschaft.

In Bezug auf Wirbelstürme, Dürre und Waldbrände bedeutet das, dass man anerkennen muss, dass die Daten den Behauptungen widersprechen, der Klimawandel verschlimmere eines dieser saisonalen Ereignisse. Die Daten zeigen, dass Wirbelstürme weder häufiger noch stärker werden, ungeachtet der Behauptungen der handverlesenen Experten. Die Daten zeigen auch, dass weder die Anzahl noch die Schwere von Dürren oder Waldbränden über ihren historischen Normen liegen: Die aus den Daten ersichtlichen langfristigen Trends stützen einfach nicht die Behauptung, dass Waldbrände und Dürren jetzt häufiger oder schwerer sind als in der Vergangenheit.

Wenn Sie also in diesem Jahr Geschichten lesen, in denen behauptet wird, der Klimawandel verursache eine Apokalypse von Allergien, das Verschwinden von Ahornsirup, Überschwemmungen, Wirbelstürme, Dürren und Waldbrände, dann prüfen Sie die Fakten. Dann werden Sie sich besser fühlen. Das Heartland Institute stellt die vollständig referenzierten Daten zu diesen und anderen extremen Wettertrends unter ClimateRealism.com und ClimateataGlance.com zur Verfügung.

Quellen: Climate Realism; Climate at a Glance

Link: https://heartlanddailynews.com/2023/03/climate-change-weekly-465-fill-in-the-blank-climate-crisis-season-is-here/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE