Aufruf an alle Verbraucher: Es ist an der Zeit, unsere verfehlte Energiepolitik zu überdenken!

David Holt

Das letzte Jahr war das jüngste in einer Reihe von schlechten Jahren für Energievorschläge. Bevor wir diesen Weg fortsetzen, ist es an der Zeit, der nationalen Diskussion über Energie- und Umweltpolitik eine gesunde Dosis Realität zu verleihen.

Täuschen Sie sich nicht, wir befinden uns in einer aufregenden, evolutionären Phase der Energie- und Umweltpolitik. Wind- und Solarenergie kommen in rasantem Tempo ins Netz, die Kohlenstoffabscheidung und -speicherung nimmt Fahrt auf, und die Emissionen gehen weiter rapide zurück. Amerika ist weltweit führend bei der Kohlenstoffreduzierung, und Innovationen in der Energietechnologie verbessern Leistung und Effizienz.

Unser nationales Problem bei all dem ist, wie wir diese Fortschritte auf intelligente, kohärente und realitätsnahe Weise nutzen können, damit wir den wachsenden Energiebedarf unserer Wirtschaft decken können, ohne Familien zu schaden, indem wir Energie weniger erschwinglich und zuverlässig machen. Dies ist eine wissenschaftliche und technische Herausforderung großen Ausmaßes, eine Aufgabe, bei deren Lösung sich Amerika traditionell hervorgetan hat.

Das große Manko ist die Art und Weise, wie unsere Energiediskussion geführt wird.

Zu viele Jahre lang haben die faktenfreien, unlogischen und ideologischen Forderungen von Extremisten eine übergroße Rolle in unserem energiepolitischen Dialog gespielt. Bei der modernen Form des extremen Aktivismus geht es selten um das erklärte Ziel – in diesem Fall den Umweltschutz. Er ist zunehmend darauf ausgerichtet, wirtschaftliche Aktivitäten zu blockieren, verantwortungsvolle Lösungen zu vereiteln und die Menschen zu radikalen Veränderungen zu zwingen.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Die einfache Tatsache ist, dass wir eine kohlenstoffärmere Zukunft anstreben können und müssen, während wir gleichzeitig mehr Erdöl und Erdgas als je zuvor fördern und unsere Energiewirtschaft mit mehr Wind- und Solarenergie und bald auch mit Kernkraft diversifizieren.

Ich habe mich oft gefragt, warum extreme Aktivistengruppen ihre Argumente nicht auf dem Marktplatz der Ideen vortragen wollen. Sie ziehen es vor, Bösewichte zu erfinden und falsche Entscheidungen zu treffen, indem sie den Fortschritt im Energiebereich und den Fortschritt im Umweltschutz gegeneinander ausspielen, Emotionen schüren oder sich auf Ad-hominem-Angriffe verlegen.

Es ist ermüdend und wenig zielführend, wenn ihre falschen Wutausbrüche zu viel Einfluss haben: 2022 hatten wir ein Jahr mit fast rekordverdächtigen Energiepreisen, welche die höchste Inflation seit 40 Jahren auslösten, Dutzende von Staaten, die vor Stromausfällen oder Blackouts warnten, und sinkende Emissionswerte.

Anstatt diesem falschen Narrativ zu folgen, sollten Daten, wirtschaftliche Auswirkungen und rigorose, kontinuierliche Tests (d. h. die wissenschaftliche Methode) zentrale Bestandteile unserer Energie- und Umweltdiskussion sein.

Wäre dies der Fall, würde niemand Versuche in Erwägung ziehen, Erdgas zu verbieten, wie es in New York, Kalifornien und anderen Staaten vorgeschlagen wurde. Auch würde niemand Versuche in Erwägung ziehen, Gasherde und -geräte auf der Grundlage diskreditierter Studien zu verbieten, wie dies in Dutzenden von Rechtsordnungen und auch von der derzeitigen Regierung vorgeschlagen wurde.

Hinzu kommen das Labyrinth der regulatorischen Hürden für die heimische Erdöl- und Erdgasproduktion, das Versagen bei der Genehmigung von Energieprojekten und der plötzliche Widerstand von Aktivisten gegen die Entfernung von Kohlenstoff aus unserer Umwelt durch Kohlenstoffabscheidung und -speicherung, die lange Zeit als einer der unverzichtbarsten Wege angesehen wurde, um Herstellern, Stahlproduzenten, Zementproduzenten und anderen energieintensiven Industrien zu helfen, ihren Kohlenstoff-Fußabdruck in großem Umfang und schnell zu reduzieren.

Ähnliche Widersprüche gibt es zuhauf. Einen Tag, nachdem Energieministerin Jennifer Granholm in einem vollelektrischen Ford Pickup herumgefahren war, blockierte die Biden-Regierung den Abbau eines der größten Kupfer- und Nickelvorkommen Amerikas. E-Fahrzeuge benötigen dreimal so viel Kupfer wie herkömmliche Fahrzeuge. Warum also nicht amerikanische Arbeiter unter unseren strengen Umweltschutzauflagen mit dem Abbau beauftragen? Warum nicht „Make It in America“, wie es der Präsident in mehreren Ansprachen zur Lage der Nation gefordert hat?

Die übliche Anti-Alles-Gang, die Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor durch Elektrofahrzeuge ersetzen will, ist auch gegen die Entwicklung von Metallen in den USA, darunter ein wichtiges Mineral für Elektrofahrzeuge: Kobalt. Es wird hauptsächlich aus Minen in chinesischem Besitz im Kongo bezogen, in denen Kinderarbeit eingesetzt wird. Gleichzeitig fordern sie die US-Regierung auf, China zu schonen, während sie eine Politik unterstützen, die China die Kontrolle über unsere zukünftige Energieversorgung gibt.

Wo wir leben, wie wir uns fortbewegen, welche Energie wir nutzen – all das sind Freiheiten, die unsere Lebensqualität verbessern. Niemand – und schon gar nicht diejenigen, die an oder nahe der Armutsgrenze leben und es am meisten zu spüren bekommen, wenn die Energiepreise in die Höhe schießen – sollte eine Politik unterstützen, die die Preise in die Höhe treibt, indem sie die Auswahl und das Angebot an Energie einschränkt.

Die europäischen Länder taten dies, indem sie Produktionsverbote verhängten und funktionierende, immer verfügbare Energieanlagen zu früh abschalteten. Diese Energiepolitik ist mit katastrophalen Kosten für die Steuerzahler gescheitert, ein Gefühl, das die Kalifornier kennen.

Die Länder der Europäischen Union und UK haben mindestens 756 Milliarden Dollar – etwa so viel wie der Verteidigungshaushalt der USA im vergangenen Jahr – in ihren Haushalt eingestellt, um die Rekord-Energierechnungen auszugleichen. Dennoch wollen einige gewählte Politiker, dass wir diese absichtliche wirtschaftliche Selbstbeschädigung in Amerika hinnehmen.

Es ist an der Zeit, dass die Verbraucher überall – Familien, Landwirte, Lastwagenfahrer, Gewerkschaften, Hersteller, Einzelhändler, Umweltschützer – einen Widerruf für jede Idee fordern, die Energie weniger erschwinglich, verfügbar, zuverlässig oder umweltverträglich macht.

This article originally appeared at Real Clear Energy

Autor: David Holt is president of Consumer Energy Alliance, a U.S. consumer energy and environment advocate supporting affordable, reliable energy for working families, seniors and businesses across the country.

Link: https://www.cfact.org/2023/04/08/calling-all-consumers-its-time-to-recall-our-failing-energy-policies/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Klima-Faktencheck: Ausgabe März 2023

Steve Milloy, JunkScience.com

Einführung des Übersetzers: Hier werden diverse MSM-Meldungen auf ihren Wahrheitsgehalt beleuchtet. Zwar ist kaum eine davon in hiesigen MSM aufgetaucht (jedenfalls ist dem Übersetzer keine aufgefallen), doch wird diese Zusammenstellung hier übersetzt, um zu dokumentieren, wie vorsichtig man mit allen Meldungen in den MSM umgehen muss, zumindest wenn es um Klimawandel oder auch Energie geht. – Ende Einführung.

Hier werden zehn Propaganda-Meldungen bloßgestellt und widerlegt. Die gesamte PDF-Version steht hier.

Meldung: Was tötet Wale: Der Klimawandel oder die Offshore-Windindustrie?

Die Washington Post berichtete unter dem Titel [übersetzt] „Warum Meerestiere weltweit tot angespült werden“, dass der Grund hierfür „Veränderungen der Meerestemperatur und der Wasserchemie – die auf den Klimawandel zurückzuführen sind – was dazu führt, dass die Fische, von denen sich die Wale ernähren, näher ans Land ziehen. Dadurch besteht für die Wale ein größeres Risiko für Kollisionen mit Schiffen. Postmortale Untersuchungen haben ergeben, dass Schiffskollisionen die wahrscheinliche Ursache für den Tod vieler Wale sind“.

Faktencheck: Von der Biden-Regierung bereits erteilte Genehmigungen für Offshore-Sonar-Tests zur Errichtung von Windturbinen erlauben den Unternehmen, Dutzende von Walen zu belästigen oder zu töten, darunter vom Aussterben bedrohte Nordatlantische Glattwale und Tausende von Delfinen verschiedener Unterarten.

Wenn diese Aktivitäten keine Bedrohung für diese Arten darstellten würden, warum ist dann eine Genehmigungen für die Entnahme erforderlich? Die Regierung Biden schlägt vor, der Offshore-Windindustrie Genehmigungen zu erteilen, mehr Wale und Delfine bei der Errichtung von Offshore-Windturbinen zu töten. Außerdem ist zwischen 1850 und 2020 die Meerestemperatur im Nordatlantik um lediglich 0,6°C gestiegen. Die Behauptung, dass solch geringe Veränderungen zum Tod von Walen und Delfinne an der Küste von New Jersey ursächlich sind, widerspricht einfach dem gesunden Menschenverstand.

Meldung: Der Klimawandel verursacht ungewöhnlich heftige Tornado-Ereignisse

Um das Interesse an einem Report der Washington Post zur Tornado-Saison 2023 zu steigern, twitterte das Blatt auf alarmistische Weise über „Beobachtungen einer außerordentlich hohen Tornado-Aktivität“.

Faktencheck: Fast alle jährlichen Tornado-Aktivitäten liegen entweder über dem Durchschnitt oder unter dem Durchschnitt. Ungewöhnlich wäre allenfalls eine „durchschnittliche“ Tornado-Aktivität. Außerdem gibt es keine Korrelation zwischen Tornado-Aktivität und den Emissionen oder der sogenannten „durchschnittlichen globalen Temperatur“.

Meldung: Klimawandel verantwortlich für Stürme in Neuseeland

Associated Press berichtete unter der Schlagzeile [übersetzt] „Wissenschaftler: Klimawandel verstärkte die Häufigkeit von Stürmen in Neuseeland“, dass „der Klimawandel für eine erhebliche Verschlimmerung der Überschwemmungen im Zuge eines Zyklons in Neuseeland sorgte. Dies führte zu einer der kostspieligsten Katastrophen des Landes“.

Faktencheck: Für Leser, die sich die Mühe machten, mehr als nur diese Schlagzeile zu lesen, fanden im gleichen Report das hier: „Wissenschaftler ziehen auch Computer-Simulationen heran, um zu ergründen, ob die globale Erwärmung dabei eine Rolle spielt. Aber das betroffene Gebiet ist so klein, dass die meisten Computermodelle es gar nicht erfassen konnten. Nichtsdestotrotz sagten die Wissenschaftler, dass „sie sicher sind, der Klimawandel habe eine Rolle gespielt, selbst wenn sie es nicht genau quantifizieren können“. Die Wissenschaftler sind sich also sicher, obwohl sie wissen, dass das unmöglich ist.

Meldung: Eine wärmere Welt verursacht „unbestreitbar“ extreme Dürren und Regenfälle

Die Washington Post berichtete anderswo unter der Schlagzeile [übersetzt] „Eine wärmere Welt verursacht extreme Dürren und Regenfälle – ‚unbestreitbare‘ neue Forschungen belegen das“, dass „schwere Dürren und starke Regenfälle während der letzten acht Jahre öfter aufgetreten sind als im vorigen Jahrzehnt“.

Faktencheck: Falls man sich jedoch einmal die ganze Studie vornimmt, findet man darin die nachstehende Graphik. Die Daten zeigen keineswegs irgendeine merkliche Beziehung zwischen der mittleren globalen Temperatur und der Intensität von Dürren oder Regenfällen.

Meldung: Verursacht die globale Erwärmung ‚Hitzewellen‘ in der Tiefsee?

Reuters berichtete unter der Schlagzeile [übersetzt] „Maritime Hitzewellen überziehen den Meeresboden rund um Nordamerika“, dass „neuen Forschungen zufolge Hitzewellen am Meeresboden intensiver und länger andauernd als an der Meeresoberfläche ausfallen“. Reuters fügte hinzu: „Der Ozean hat etwa 90% der überschüssigen Wärme des Klimawandels absorbiert … maritime Hitzewellen haben im vergangenen Jahrzehnt um etwa 50% zugenommen“.

Faktencheck: Reuters räumte zwar ein, dass „Hitzewellen im unteren Bereich auch von selbst auftreten können“, aber das verharmlost die Realität, die praktisch die gesamte jüngste „globale Erwärmung“ erklären könnte. Der Meteorologe Joe Bastardi wies darauf hin, dass „[die emissionsbedingte globale Erwärmung] nicht das ist, was vor sich geht. Es muss einen geothermischen Beitrag geben, und davor wird ein Auge zugedrückt. Marine Hitzewellen benötigen aufgrund der Energiemenge im Ozean einen äußeren Antrieb. Man erhitzt einen Topf mit Wasser nicht mit einem Fön, sondern mit einem Ofen“.

Bastardi hat bereits früher darauf hingewiesen, dass die vulkanische Aktivität unter Wasser, wie die des so genannten Feuerrings im Pazifik, die Erwärmung der Tiefsee und den El Nino/La Nina-Zyklus vorantreiben könnte, der wiederum für die in den letzten Jahrzehnten beobachtete Erwärmung verantwortlich zu sein scheint. All dies hat nichts mit Emissionen zu tun.

Meldung: Alaska-Ölbohrprojekt ist eine „Klimabombe„?

CNN berichtete unter dem Titel „Biden administration to approve major Alaska oil drilling project“, dass die Gegner des Projekts es als „Klimabombe“ bezeichneten.

Faktencheck: Das Willow-Projekt an Alaskas North Slope wird auf 600 Millionen Barrel Öl geschätzt, die in den nächsten 30 Jahren gefördert werden sollen. Das mag viel erscheinen, aber unsere Gesellschaft verbrennt 100 Millionen Barrel Öl pro Tag. Unabhängig von dem, was als „Klimawissenschaft“ bezeichnet wird, ist die Produktion des Willow-Projekts über 30 Jahre im Vergleich zum durchschnittlichen weltweiten Ölverbrauch innerhalb von sechs Tagen für das globale Klima unbedeutend.

Meldung: Bedroht der Klimawandel die Kaffee-Ernte?

Das Roast Magazine berichtet in „Study: Climate Change Increasing ‚Systemic Shock‘ to Coffee Production“, dass „die globale Kaffeeindustrie aufgrund des Klimawandels mit zunehmenden und ‚andauernden systemischen Schocks‘ für die Kaffeeproduktion rechnen kann, so eine neue Studie, die diesen Monat in der Zeitschrift PLOS Climate veröffentlicht wurde… Die Studie nimmt insbesondere die Klimaphänomene El Niño, La Niña und die Madden-Julian Oscillation (MJO) zur Kenntnis, die sich auf die globalen tropischen Regionen in der gesamten Kaffeeanbauwelt auswirken.“

Faktencheck: Da sich die ozeanischen und atmosphärischen Zirkulationsmuster nicht ändern und das Wetter in keiner Weise extremer wird, ist es unmöglich, dass diese Faktoren einen Rückgang der Kaffeeproduktion verursachen. Tatsächlich zeigen die Daten der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO), dass dies nicht der Fall ist. Lesen Sie mehr

Meldung: Leidet Vanuatu unter dem ‚Klimawandel‘?

Axios berichtet in „Tiny island nation takes climate change to The Hague“, dass „der kleine pazifische Inselstaat Vanuatu kurz davor steht, die Genehmigung der UNO zu erhalten, um ein beispielloses Rechtsgutachten darüber anzufordern, welche Verpflichtung Länder haben, den Klimawandel zu bekämpfen.“

Faktencheck: Weder Vanuatu noch irgendeine andere winzige Pazifikinsel leidet unter dem anhaltenden Anstieg des Meeresspiegels (der übrigens schon vor der Industrialisierung stattfand), dem Verlust von Korallen oder der Zunahme der Häufigkeit oder Intensität von Wirbelstürmen. Mehr

Meldung: Das Ende von Schnee?

Im Februar 2014 schrieb der Skibranchenautor und Verfasser von „The Last Winter“ @PorterFox einen die globale Erwärmung beklagenden Meinungsartikel mit dem Titel „The End of Snow?“ für die NYTimes.

Faktencheck: Nur neun Jahre später meldete die Washington Post für den Westen der USA so starke Rekordschneefälle, dass sie die Skilifte in den Skigebieten Kaliforniens und Utahs verschütteten. Übrigens hat die Schneedecke in Nordamerika im Winter seit den 1960er Jahren zugenommen. [Siehe hierzu auch die jüngsten Kältereports].

Meldung: Verschlimmert der Klimawandel Turbulenzen?

Business Insider berichtet in „Climate change is making plane turbulence worse, and it could make flights bumpier and more expensive“, dass „Jedes Jahr Piloten durchschnittlich 5.500 Begegnungen mit schweren oder größeren Turbulenzen melden. Und diese Zahl hat in den letzten Jahren dank des Klimawandels zugenommen.“

Faktencheck: Ein Bericht der Internationalen Zivilluftfahrt-Organisation (ICAO) aus dem Jahr 2021 zeigt nicht nur, dass die Häufigkeit und der Schweregrad extremer Wetterereignisse nicht signifikant zugenommen haben, sondern auch, dass es seit 1989 keine statistisch signifikante Zunahme von Unfällen durch Turbulenzen im Luftverkehr gegeben hat, obwohl die Zahl der Passagiere und die der geflogenen Kilometer enorm gestiegen ist. Mehr

Link: https://wattsupwiththat.com/2023/04/06/climate-fact-check-march-2023-edition/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




CO₂-Emissionen abschwächen, um die globale Erwärmung zu stoppen? Viel Spaß dabei!

Christopher Monckton of Brenchley

Michael Limburg vom EIKE, dem großartigen deutschen Umwelt-Thinktank, weist darauf hin, dass es in den monatlichen Konzentrationsdaten von Mauna Loa überhaupt keine erkennbaren Auswirkungen des großen Rückgangs der jährlichen CO₂-Emissionen infolge der chinesischen Viruspandemie gibt.

Die 18 Monate von Januar 2020 bis Juli 2021, in denen viele Länder den Betrieb einstellten, sind in der Grafik zur CO₂-Konzentration auf dem Mauna Loa schattiert dargestellt. Obwohl die globalen CO₂-Emissionen in der ersten Hälfte des Jahres 2020 um bemerkenswerte 27 % zurückgingen (Le Quéré et al. 2020), blieb der Aufwärtstrend der CO₂-Konzentration während der Pandemie nahezu linear und hat sich danach unverändert fortgesetzt. Die Breite der gelben Trendlinie beträgt 1 μmol/mol.

Ein längerfristiger Trend seit 2015, wobei die Breite der Trendlinie wiederum 1 μmol/mol beträgt:

Auch der Aufwärtstrend des gesamten anthropogenen Treibhausgasantriebs ist trotz des starken Rückgangs der CO₂-Emissionen während der Pandemie nahezu perfekt linear geblieben:

Diese Überlegungen bekräftigen die Schlussfolgerung in meinem jüngsten Beitrag über die immer länger werdende Neue Pause (mittlerweile 8 Jahre und 9 Monate), dass selbst dann, wenn die gesamte Welt bis 2050 tatsächlich Netto-Null-Emissionen erreichen würde, die globale Temperatur bis dahin um weniger als ein Zehntel Grad sinken würde:

[Hervorhebung im Original]

Die Tabelle zeigt, wie wenig die globale Erwärmung selbst in der Theorie durch das Erreichen des Netto-Nullpunkts weltweit und in verschiedenen Gebieten verhindert werden könnte.
Nach 2100 würde eine weitere Erwärmung nur noch in sehr geringem Maße verhindert werden, da die vorhandenen und absehbaren Öl- und Gasvorkommen weitgehend erschöpft wären und die Kohlereserven bei der derzeitigen Nachfrage nur noch für ein halbes Jahrhundert reichen würden.

Es lässt sich auch berechnen, wie viel (oder eher wie wenig) die globale Erwärmung verhindert würde, wenn die Vereinigten Staaten ihre derzeit installierte Wind- und Solarkapazität verdoppeln würden:

Aus der obigen Berechnung (h/t Douglas Pollock) geht hervor, dass Wind- und Solarenergie allein nicht in der Lage sein werden, die Vereinigten Staaten oder die Welt auf Null zu bringen. Daher war die frühere Tabelle mehr als nur etwas optimistisch. Fazit: Die Zerstörung der westlichen Volkswirtschaften, um den Planeten zu retten, wird dem Klima nicht das Geringste nützen.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Link: https://wattsupwiththat.com/2023/04/08/abate-co2-emissions-to-cut-global-warming-good-luck-with-that/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

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Anmerkungen der EIKE-Redaktion:

Offensichtlich ist der anthropogene Anteil am sogenannten Kohlenstoffkreislauf, der den Zuwie Ablauf zur CO₂-Konzentration der Atmosphäre bestimmt, so klein, dass selbst die gewaltige CO₂-Reduktion, die dieses Menschheitsexperiment zur Folge hat (die Forscher ermittelten rd. 2,4 Gt CO, das wären aktuell das rd. 3 1⁄2 fache der deutschen Emissionen, und rd. 7 % der weltweiten Emissionen) keinerlei erkennbare, schon gar nicht messbare Auswirkungen auf seine Konzentration hat. Offenbar sind die natürlichen Komponenten dieses Kreislaufes um ein Vielfaches größer als bisher unterstellt, was zur Folge hat, dass sämtliche CO₂-Minderungsbemühungen ins Leere laufen.

Die Natur nimmt sie einfach nicht wahr.

Da aber die CO₂-Konzentration (genauer die Treibhausgas-Konzentration) die einzige behauptete Verursacherin der gegenwärtigen moderaten und erst in Zukunft erschröcklicher Erwärmung sein soll, und überdies ebenso behauptet wird, dass 50 % der anthropogenen Emissionen in der Atmosphäre verbleiben, ist diese Beobachtung eindeutig ein Offenbarungseid für das IPCC, die WMO, die UN, alle COP 26 Besucher incl. aller deutschen ministerialen und NGO beamteten Klimaretter, ein Fiasko, insbesondere aber für „die Wissenschaft“. Ich möchte sie daher einmal mehr dienende Wissenschaftler“ nennen, die seit Jahrzehnten das hohe Lied von der zwingend erforderlichen CO₂-Vermeidung singen, und ultimativ fordern und sich damit auch durchsetzten, dass zumindest die westlichen Industriestaaten ein imaginäres Null- Emissionsziel anstreben, und dabei wissentlich und willentlich die Verarmung ihrer Bevölkerung in Kauf nehmen.

Nun hätte ein jeder der guten Willens ist, über einen gesunden Menschenverstand verfügt und zudem Wissenschaft ernst nimmt, vielleicht sogar wissenschaftliche Texte wenigstens grob zu lesen und zu durchdringen vermag, also eigentlich alle Wissenschaftsjournalisten der Mainstream-Medien, über ARD Tagesschau-Redaktion“ und ZDF heute Umweltexperten „hin zu den bereits oben erwähnten Presseorganen, ebenso wie die Leute vom PIK (Potsdam Institut für Klimafolgenforschung), den zuständigen MaxPlanck-Instituten und, und, und, … also ein jeglicher Meinungsbildner der 1 und 1 imstande ist zusammen zu zählen, schon von Anfang an Zweifel an der Seriosität der veröffentlichten Zahlen anmelden müssen. Denn die stimmen einfach nicht, die Unsicherheiten sind zu groß, ihre Definition ist zu schwammig, die Erfassung zu schwierig und zeitaufwendig, um daraus Wirkgrößen im unteren einstelligen Prozentbereich bestimmen zu wollen. Darüber haben wir bei EIKE oft berichtet, unter Anderem hier.

 




Der neue Stillstand verlängert sich auf 8 Jahre und 9 Monate

Christopher Monckton of Brenchley

[Sämtliche Hervorhebungen in diesem Beitrag im Original!]

Die neue Pause hat sich auf 8 Jahre und 9 Monate ausgedehnt. Die kleinste quadratische lineare Regression der monatlichen UAH-Satellitendaten zur globalen Temperatur zeigt keine globale Erwärmung von Juli 2015 bis März 2023. Wie üblich ist diese Website so ziemlich der einzige Ort, an dem über dieses anhaltende Fehlverhalten der globalen Temperaturen berichtet wird.

Das Anfangs- und das Enddatum der Neuen Pause sind nicht willkürlich gewählt. Das Enddatum ist die Gegenwart; das Startdatum ist das am weitesten zurückliegende Datum, das man erreichen kann, um immer noch einen Nulltrend zu finden. Es ist, was es ist.

Zum Vergleich: Hier ist der gesamte Datensatz für 44 Jahre und 4 Monate seit Dezember 1978. Er zeigt eine weniger als erschreckende langfristige Erwärmungsrate, die 1,3 Grad/Jahrhundert entspricht, wovon 0,3 K seit Januar 2021 bereits eingetreten sind, so dass nur noch 1 K (beim derzeitigen Trend) bis zum Jahr 2100 verbleibt, bis zu dem die Reserven an Kohle, Öl und Gas weitgehend erschöpft sein werden.

Die Tatsache, dass sich die globale Erwärmung im Laufe des dritten Jahrhunderts seit dem IPCC (1990) als geringer erwiesen hat als die 0,3 Grad/Dekade, die der IPCC damals zuversichtlich vorausgesagt hatte (und auch heute noch voraussagt), ist relevant für eine Frage, die Senator John Kennedy zwei unglücklichen Vertretern der derzeitigen US-Misswirtschaft stellte, als er sie bei einer kürzlichen Anhörung in die Mangel nahm.

Der Senator fragte zunächst Dr. Robert Litterman*, den Vorsitzenden des Unterausschusses für klimabezogene Marktrisiken der U.S. Commodity Futures Trading Commission, wie lange er sich schon mit der Klimafrage beschäftige. Antwort: 15 Jahre. Dann Dr. Douglas Holtz-Eakin, Präsident des American Action Forum. Antwort: etwa 25 Jahre.

[„Litter“ ist das amerikanische Wort für „Müll“ oder „Abfall“. Natürlich nur Zufall. A. d. Übers.]

Senator Kennedy: „Dr. Litterman, wie viel wird es kosten, die Vereinigten Staaten von Amerika bis 2050 kohlenstoffneutral zu machen?“

Litterman: „Ich weiß es nicht, Sir.“

Senator Kennedy: „Sie plädieren also dafür, dass wir diese Dinge tun, aber Sie kennen die endgültigen Kosten nicht?“

Litterman: „Ja, absolut, ich kenne die endgültigen Kosten nicht und sie sind sehr ungewiss. Es hängt von den Innovationen ab, es hängt von …“

Senator Kennedy: „Ich versuche hier nur, eine Grundlage zu schaffen, um Ihre Expertenaussage zu verstehen. Dr. Holtz-Eakin, wissen Sie, wie viel es kosten wird, die Vereinigten Staaten von Amerika bis 2050 kohlenstoffneutral zu machen?“

Holtz-Eakin: „Das hängt davon ab, wie man es macht. Wenn wir das alles mit dem Bundeshaushalt machen …“

Senator Kennedy: „Öffentliche und private Gelder. Letztendlich sind es sowieso private Gelder.“

Holtz-Eakin: „Ich stimme zu.“

Senator Kennedy: „Also, wie viel?“

Holtz-Eakin: „Wir ziehen 50 Billionen Dollar in Betracht.“

Senator Kennedy: „50 Billionen Dollar?“

Holtz-Eakin: „Ja.“

Senator Kennedy: „OK, danke. Wenn wir die Vereinigten Staaten von Amerika bis 2050 kohlenstoffneutral machen, indem wir 50 Billionen Dollar ausgeben, wofür Sie eintreten, nehme ich an …“

Holtz-Eakin: „Nein.“

Senator Kennedy: „OK, streichen Sie den letzten Teil. Ich liege falsch. Sie befürworten es nicht. Sie befürworten etwas.“

Holtz-Eakin: „Wenn Sie etwas tun wollen, dann tun Sie etwas Kluges: das ist es, wofür ich plädiere.“

Senator Kennedy: „Wenn wir 50 Billionen Dollar ausgeben, um die Vereinigten Staaten von Amerika bis 2050 kohlenstoffneutral zu machen, um wie viel wird das die Welttemperaturen senken?“ [1]

Holtz-Eakin: „Das kann ich nicht sagen, weil ich nicht weiß, was China und Indien und der Rest der Welt getan haben.“

Senator Kennedy: „Haben Sie jemanden von der Biden-Regierung sagen hören, wie sehr das die Welttemperaturen senken würde?“ [2]

Holtz-Eakin: „Nein.“

Senator Kennedy: „Weiß irgendjemand, wie stark es die Welttemperaturen senken wird? [Pause] Nein?“ [3]

Holtz-Eakin: „Das kann niemand mit Sicherheit wissen.“

Senator Kennedy: „OK. Dr. Litterman, wenn wir 50 Billionen Dollar, oder wie viel auch immer, ausgeben, um die Vereinigten Staaten von Amerika bis 2050 kohlenstoffneutral zu machen, um wie viel wird dies die Welttemperaturen senken?“ [4]

Litterman: „Senator, das hängt vom Rest der Welt ab. Wir müssen mit dem Rest der Welt zusammenarbeiten. Wir sitzen im selben Boot. Es ist eine Welt. Wir können nicht eine Mauer um die Vereinigten Staaten errichten und sagen …“

Senator Kennedy: „Was ist, wenn wir 50 Billionen Dollar ausgeben, Europa kooperiert, die meisten westlichen Demokratien kooperieren, aber Indien und China tun es nicht? Wie sehr werden unsere 50 Billionen Dollar die Welttemperatur senken?“ [5]

Litterman: „Wir stecken da gemeinsam drin, Senator. Wir müssen die Welt dazu bringen, zusammenzuarbeiten.“

Senator Kennedy: „Ich verstehe. Das ist mir klar. Wie sehr wird das die Welttemperaturen senken?“[6]

Litterman: „Wenn China und Indien nicht helfen? Ich weiß es nicht.“

Lassen Sie uns Senator Kennedys sechsmal gestellte und sechsmal unbeantwortete Frage beantworten. Sie ist eine der zentralen Fragen in der Klimadebatte, aber niemand im Parlament diesseits des großen Teichs [= in Europa] hätte den Witz, den Mut oder die Beharrlichkeit gehabt, sie zu stellen und sie immer wieder zu stellen. Ich bin immer wieder beeindruckt, wie gut Ihre Staatsmänner im Vergleich zu unseren Politikern sind.

Zur Beantwortung dieser Frage werden wir nur Daten aus wissenschaftlichen Quellen verwenden, die von den „Demokraten“ als geeignet angesehen werden.

Erstens, Die nahezu geradlinige Rate, mit der die weltweiten anthropogenen CO₂-Äquivalent-Emissionen seit dem Ersten Sachstandsbericht des IPCC von 1990 gestiegen sind, ist oben dargestellt. Diese „Business-as-usual“-Rate wird sich wahrscheinlich fortsetzen, da die meisten Länder ihre Verbrennung von Kohle, Öl und Gas weiter ausbauen.

Der von der U.S. National Oceanographic and Atmospheric Administration erstellte globale jährliche Treibhausgas-Index zeigt, dass trotz kostspieliger Maßnahmen, die vor allem von den westlichen Ländern zur Verringerung ihrer Emissionen ergriffen wurden, der durch die weltweiten Treibhausgasemissionen verursachte Strahlungsantrieb seit 1990 mit einer nahezu geradlinigen Rate von 1/30 pro Jahr weiter zugenommen hat. Somit ist noch keine Wirkung der bestehenden globalen Emissions-Minderungsmaßnahmen zu erkennen, deren Kosten von McKinsey Consulting im letzten Jahr auf 5,6 Billionen Dollar pro Jahr geschätzt worden sind.

Zweitens wird sich der nahezu lineare Aufwärtstrend beim anthropogenen Treibhauseffekt fortsetzen, da Länder wie Indien, China (das derzeit 43 neue Kohlekraftwerke baut und den Bau weiterer plant) und Pakistan (das Anfang 2023 eine Vervierfachung seiner Kohlekraftwerkskapazität ankündigte) ihre Kohlekraftwerke weiter ausbauen.

In den 27 Jahren von 2023 bis 2049 werden weitere 27/30tel einer Einheit (0,9 Blöcke) entstehen, wenn alles so weitergeht wie bisher. Würden sich jedoch alle Länder bis 2050 geradlinig auf den Nullpunkt zubewegen, würde die Hälfte dieser 0,9 Einheiten – oder 0,45 Einheiten – wegfallen.

Drittens, Die mittelfristige Rate der globalen Erwärmung pro Einheit des anthropogenen Antriebs ist das Verhältnis zwischen der mittelfristigen mittelfristigen 2xCO₂-Klimareaktion von 1,8°C (TCR, oben) und dem effektiven 2xCO₂-Antrieb von 3,93 W/m² (ERF, unten), d. h. 0,458 K/Wm².

Viertens wird die Tatsache berücksichtigt, dass die globale Erwärmung seit 1990 weniger als die Hälfte der mittleren dekadischen Rate beträgt, die damals vorhergesagt worden war – und auch heute noch vorhergesagt wird. Die beobachtete dekadische globale Erwärmung seit 1990, die anhand der von der Universität von Alabama in Huntsville verwalteten globalen Satellitentemperaturdaten ermittelt wurde, betrug nur 0,136°C pro Jahrzehnt:

Das IPCC (1990) machte Vorhersagen zur globalen Erwärmung auf der Grundlage von vier Emissionsszenarien A-D, in absteigender Reihenfolge der vorhergesagten anthropogenen Emissionen. Die Trendlinie des Szenarios B für den CO₂-äquivalenten Treibhauseffekt von 1990 bis 2025 (ebd., Abb. 2.4B) war identisch mit der Trendlinie unter der Annahme konstanter jährlicher Emissionen nach 1990 (ebd., Abb. A.15). In Wirklichkeit sind die Emissionen jedoch bis 2023 im Vergleich zu 1990 um etwa 53 % gestiegen.

In den 33 Jahren seit 1990 hat sich Szenario A also als sehr viel näher am Ergebnis erwiesen als B-D. Unter Szenario A (dem „Business-as-usual“-Szenario) prognostizierte der IPCC eine mittlere globale Erwärmung von 0,3°C pro Jahrzehnt oder 3°C bis zum Jahr 2100 sowie eine endgültige Erwärmung von 3°C bei verdoppeltem CO₂-Gehalt.

Durch Multiplikation mit 0,136 / 0,3, also 0,453, wird die vorhergesagte Erwärmung pro Einheit des anthropogenen Einflusses auf die Beobachtung reduziert.

Die obigen Berechnungen, die auf den gängigen Daten basieren, werden dann in einer einfachen Gleichung zusammengefasst. Der Aufwärtstrend des anthropogenen Einflusses um 27/30 Grad in den nächsten 27 Jahren wird halbiert, damit sich alle Nationen in einer geraden Linie von hier bis 2050 auf Netto-Null bewegen können, anstatt sofort Netto-Null zu erreichen. Dieser anthropogene Einfluss wird dann in eine verhinderte globale Temperaturveränderung umgerechnet, die wiederum entsprechend dem Rückstand der realen mittelfristigen Erwärmung pro Jahrzehnt seit 1990 gegenüber der dann vorhergesagten mittelfristigen globalen Erwärmung reduziert wird. Die verhinderte globale Erwärmung würde weniger als ein Zehntel Grad Celsius betragen, selbst wenn es allen Ländern gelänge, bis 2050 Netto-Null-Emissionen zu erreichen, was nicht der Fall sein dürfte:

Selbst wenn die USA, die für 15 % der weltweiten Emissionen verantwortlich sind, in der Lage wären, bis 2050 Netto-Null zu erreichen, würde ihr Beitrag die globale Temperatur um weniger als ein Siebzigstel eines Grades senken. Das ist die Antwort auf die Frage von Senator Kennedy – die Antwort, die „demokratische“ Klima-„Experten“ mit 15 und 25 Jahren Erfahrung überhaupt nicht geben konnten (oder wollten).

Ist diese infinitesimale Reduzierung der globalen Temperatur ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis? Nehmen wir die von Herrn Holtz-Eakin genannten 50 Billionen Dollar Kosten für das US-Netto-Null-Programm als Ausgangspunkt. Das würde bedeuten, dass die Kosten für ein globales Netto-Nullwachstum bei 400 Billionen Dollar liegen würden. Wenn man bedenkt, dass McKinsey Consulting allein die Investitionskosten auf 275 Billionen Dollar beziffert und die Betriebskosten das 2-3fache der Investitionskosten betragen, könnten die Gesamtkosten durchaus 900 Billionen Dollar betragen, also mehr als das Doppelte von Herrn Holtz-Eakins aus der Luft gegriffener Schätzung.
In diesem Fall würde jede 1 Milliarde Dollar, die für den vergeblichen Versuch ausgegeben wird, Netto-Null-Emissionen zu erreichen, etwa ein Zehnmillionstel Grad globaler Erwärmung verhindern – das schlechteste Preis-Leistungs-Verhältnis der Geschichte.

Ich habe diese neuen Berechnungen im Detail dargelegt, weil sie, sobald sie allgemein bekannt sind, dazu beitragen werden, dem Klimaschwindel ein Ende zu setzen.

Kommentar des Übersetzers: Diesen Optimismus verbreitet Lord Monckton schon seit Jahren. Ich teile ihn nicht, solange das „Establishment“ so beharrlich an der Propaganda festhält – es denkt nämlich gar nicht daran zuzulassen, dass jene Berechnungen bekannt werden!

Link: https://wattsupwiththat.com/2023/04/03/the-new-pause-lengthens-to-8-years-9-months/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Globale Erwärmung verlängert die Wachstumsperioden von Pflanzen

Linnea Lueken, Climate Realism

In einem kürzlich erschienenen Artikel der BBC wird über eine neue Studie von Forschern der Ohio State University (OSU) berichtet, die anhand historischer Dokumente festgestellt haben, dass sich die Vegetationsperiode der Bäume in der Region im Vergleich zum 19. Jahrhundert um fast einen Monat verlängert hat. Dies ist nicht überraschend. Zahlreiche Forschungsergebnisse und belastbare Daten zeigen auch, dass die Pflanzenwelt im Allgemeinen von dem zusätzlichen atmosphärischen CO₂ und der mäßigen Erwärmung profitiert.

Der Artikel „Climate change: trees grow for extra month as planet warms – study“ (Klimawandel: Bäume wachsen einen Monat länger, weil sich der Planet erwärmt) beschreibt eine OSU-Studie, die teilweise auf den Aufzeichnungen eines Landwirts aus Ohio zwischen 1883 und 1912 beruht. Der Landwirt dokumentierte detailliert die meteorologischen Daten und das Wachstum der Bäume auf seinem Grundstück von Saison zu Saison.

Der Hauptautor der Studie nahm dann zwischen 2010 und 2014 Daten aus der Heimatstadt des Landwirts auf und verglich das heutige Wachstum der Laubbäume mit den Aufzeichnungen des Landwirts. Er kam zu dem Schluss, dass die Blätter 15 Prozent länger an den Bäumen bleiben als im 19. Jahrhundert. Das entspricht etwa einem zusätzlichen Monat Wachstum.

Die BBC schreibt, dass die „Auswirkungen der längeren Wachstumsperiode unbekannt sind“, aber auch, dass, da Bäume während der Photosynthese Kohlendioxid aus der Atmosphäre aufnehmen, „die Forscher sagten, dass eine längere Wachstumsperiode wahrscheinlich bedeutet, dass sie mehr davon aufnehmen“.

Die Ergebnisse der Studie dürften diejenigen nicht überraschen, die sich mit den Daten über die Entwicklung des Pflanzenwachstums befassen.

Nach den Satellitendaten des Vegetationsindex‘ der NASA hat die Vegetationsdecke der Erde in den letzten zwanzig Jahren zugenommen. Je nachdem, welche statistische Analysemethode verwendet wird, wie in einem Beitrag auf Climate Realism erläutert, beträgt die Begrünung in den letzten zwanzig Jahren weltweit zwischen 5 und 10 Prozent. (Siehe Abbildung:)

Darüber hinaus beschreibt eine Studie von Harvard et al. aus dem Jahr 2020, dass allein die derzeitige Begrünung bis zum Jahr 2100 17 Jahre der vom Menschen verursachten Kohlendioxid-Emissionen ausgleichen wird und dass etwa 70 Prozent der Begrünung nach 1980 durch Kohlendioxid-Düngung verursacht wird. Eine andere Studie ergab, dass die Wüste Sahara in einem ähnlichen Zeitraum um etwa 8 % geschrumpft ist.

Die Begrünung der Erde ist sowohl für Menschen als auch für Tiere von Vorteil. Dies gilt vor allem für die großen Anbauregionen, wo die zusätzliche CO₂-Düngung zur Steigerung der Produktion und der Erträge wichtiger Nutzpflanzen beigetragen hat, wie bei Climate Realism unter anderem hier sowie hier und hier gezeigt wurde.

Scheinbar unfähig, eine Geschichte über den Klimawandel mit einer positiven Note zu beenden, warnen die Autoren des BBC-Berichts und die Forscher, dass „höhere, fluktuierende Temperaturen auch Bäume auf bisher unbekannte Weise belasten können.“

Die Ursachen sind „bisher unbekannt“, denn trotz der seit mehr als hundert Jahren andauernden Erwärmung gibt es keine Anzeichen für eine gefährliche Belastung, wohl aber für zahlreiche Vorteile.

Die BBC bemühte sich, mit dieser Geschichte eine alarmierende Botschaft zu vermitteln, denn die Nettoauswirkungen des zusätzlichen atmosphärischen CO₂ und der mäßigen Erwärmung über einen langen Zeitraum waren für die Pflanzenwelt, einschließlich der Bäume, größtenteils vorteilhaft und nicht schädlich. Die verfügbaren Daten belegen, dass die verlängerten Vegetationsperioden gut für das Wachstum der Wälder und die lebenswichtige Pflanzenproduktion auf der ganzen Welt waren und auch in Zukunft sein werden. Das OSU-Forschungsteam und die BBC-Berichterstatter sollten nicht versuchen, die Ergebnisse dieser Studie in den Wind zu schlagen, denn sie untermauern nur, was frühere Untersuchungen über die Vorteile des Klimawandels für das Pflanzenwachstum gezeigt haben.

Autorin:Linnea Lueken is a Research Fellow with the Arthur B. Robinson Center on Climate and Environmental Policy. While she was an intern with The Heartland Institute in 2018, she co-authored a Heartland Institute Policy Brief “Debunking Four Persistent Myths About Hydraulic Fracturing.”

Link: https://wattsupwiththat.com/2023/04/01/yes-bbc-global-warming-extends-plant-growing-seasons/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE