Kältereport Nr. 15 /2023

Christian Freuer

Vorbemerkung: Ein letztes Mal (voraussichtlich!) tauchen die USA in diesem Report auf. Hervorzuheben wäre auch eine Meldung aus Nordindien mit ungewöhnlicher Kälte im Gebirge – war doch jüngst irgendwo von extremer Hitze dort die Rede. Nun ja.

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Meldungen vom 27. April 2023:

UK: Rekordwert für Ende April gebrochen

In dieser Woche ist es still geworden um Großbritanniens Klimaalarmisten, wird doch das Land mit einer Rekordkälte überzogen.

Heute Morgen wurde im schottischen Loch Glascarnoch mit -7,4 °C der offizielle britische Tiefstwert gemessen. Damit wurde der bisherige Tiefstwert von -6,1°C aus dem Jahr 1956 in Glenlivet gebrochen.

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Zusammenfassend für den Winter in den USA:

Der Westen der USA war nie schneereicher als diesmal

Der Westen der USA hat einen historischen Winter hinter sich. Von rekordverdächtigen Kälteperioden bis hin zu noch nie dagewesenen Schneemengen war dies eine denkwürdige kalte Jahreszeit – und eine, die den Prophezeiungen der AGW-Partei zuwiderläuft.

Angefangen bei der Kälte – und nach den Daten der wärmesüchtigen NOAA – haben die USA in diesem Jahr (bis zum 24. April) bisher 7 Allzeit-Tiefsttemperaturrekorde im Vergleich zu nur einem Hitzerekord aufgestellt, während allein im April (ebenfalls bis zum 24. April) 321 monatliche Tiefstwerte im Vergleich zu 66 Hitzerekorden gefallen sind.

Zum Schnee: In den offiziellen Büchern, die bis ins Jahr 2001 zurückreichen, war die größte jemals mit Schnee/Eis bedeckte Fläche im Westen der USA Anfang April bisher die mit 1.030.820 Quadratkilometer aus dem Jahr 2019. In diesem Jahr wurde dieser Wert jedoch weit übertroffen: Satellitenbilder zeigen, dass am 1. April mehr als 1.149-960 km² des Westens mit Schnee und Eis bedeckt waren.

Zum Vergleich: Die durchschnittliche Schneedecke im Westen der USA beträgt Ende März 242.000 Quadratmeilen.

Nach den Daten des NSIDC lag die Schneedecke in dieser Saison in allen westlichen Bundesstaaten weit über dem Durchschnitt vom 1. April. In der nachstehenden Tabelle liegen South Dakota, Nebraska und Arizona mit 350 % des Durchschnitts an der Spitze, dicht gefolgt von Nevada:

Alle westlichen US-Bundesstaaten haben überdurchschnittliche Schneemengen zu verzeichnen; alle haben sogar einen Rekord aufgestellt:

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Polarer Kaltluftvorstoß nach Australien steht bevor

Trotz der erwiesenen Tricks des BoM bei der Temperaturberechnung hat sich Australien in den letzten Jahren immer noch abgekühlt.

Weitere antarktische Kaltluft-Vorstöße sind auf dem Weg, den Großteil des Kontinents an diesem Wochenende zu erfassen.

Mehr dazu, wenn es soweit ist.

Link: https://electroverse.info/uk-record-cold-u-s-has-never-been-snowier-polar-cold-on-course-for-australia-glancing-cme-impact-due-today/

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Meldungen vom 1. Mai 2023:

„Überraschender“ spät-saisonaler Schnee in Reykjavík

Die Bewohner der isländischen Hauptstadt erwachten Ende letzter Woche mit einer Schneedecke.

Offiziell fielen im Stadtgebiet zehn Zentimeter Schnee – ein seltenes Ereignis, wie der Meteorologe des isländischen Wetteramtes, Teitur Arason, erklärt: „In den letzten 75 Jahren ist in der zweiten Aprilhälfte nur vier Mal so viel Schnee in der Region Reykjavík gefallen.“

Ein Tiefdruckgebiet sei für die ungewöhnlichen Schneefälle verantwortlich, so Arason weiter. Der Schnee habe sich inzwischen in den Süden der Insel verlagert, wo die Behörden die Menschen im Süden dringend auffordern, die Lage zu prüfen, bevor sie sich ins Freie wagen.

Dazu gibt es ein Video:

https://youtu.be/yNHVi7ixLgE

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Frostiges Queensland, Australien

Die vorwinterliche Abkühlung in Australien wird diese Woche voraussichtlich anhalten, was wiederum beweist, dass die Aussagen des BoM über einen „überdurchschnittlich warmen“ Herbst nichts weiter als ein Hirngespinst sind.

Am Sonntagmorgen herrschten auf dem gesamten Kontinent anomal niedrige Temperaturen – ein vertrautes Bild:

GFS 2m Temperaturanomalien (C) 30. April [tropicaltidbits.com].

Harry Clark, Meteorologe beim Bureau of Meteorology sagte, dass ein Tiefdruckgebiet über Queensland hinwegzieht und kühlere Luft in weite Teile des Staates bringt: „Das Minimum für Stanthorpe wird für Montag und Dienstag auf etwa 5°C vorausgesagt“, sagte er und fügte hinzu, dass die Höchsttemperaturen, vor allem im Landesinneren, bis zu 10°C unter dem multidekadischen Durchschnitt liegen werden.

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Historische Mai-Kälte und Schnee auf Kurs für Michigan

Die Vorhersage für Anfang Mai sieht für die gesamte Obere Halbinsel KALT aus – rekordverdächtig kalt, mit starkem Schneefall.

Ein Blick in die Bücher zeigt, dass der letzte messbare Schnee im Mai in West Michigan im Jahr 1994 fiel (kurz vor dem solaren Minimum des Zyklus‘ 22).

Für Montag werden außerdem Höchstwerte von 5° C vorhergesagt, was den kältesten Maitag seit mindestens 1976 (Sonnenminimum des Zyklus‘ 20) bedeuten würde.

Auch hier Näheres nach Eintreten des Ereignisses.

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Starke Frühjahrs-Schneefälle setzen sich in den europäischen Alpen fort

Die europäischen Gletscher wurden in den letzten Wochen regelrecht zugeschüttet, was die Behauptungen der MSM über einen „schneelosen Winter“ als leeres Gerede entlarvt.

Kommentar von Blogger Cap Allon dazu:

Zur Erinnerung: „Gletscher sind die Botschafter der Klimakrise“, sagt Matthias Huss vom Gletschermessnetz Glamos – so wie einst das arktische Meereis, so wie früher das grönländische Eisschild, so wie früher die Eisbärenzahlen und so wie früher das Great Barrier Reef, nicht wahr, Huss?

striche

Es folgt hier noch eine Statistik zum Wassergehalt der Schneedecke auf der Nordhemisphäre:

Link: https://electroverse.info/snow-hits-reykjavik-frosty-queensland-record-snowy-michigan-heavy-snow-european-alps/

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Meldungen vom 3. Mai 2023:

Hier bringt Cap Allon Angaben zu Mitteleuropa. Weil auch die dem hiesigen Narrativ widersprechen, kommt das hier ausführlich mit den Graphiken:

Starker Mai-Schnee in den Alpen

Die MSM haben in letzter Zeit nur sehr wenig über die europäischen Temperaturen berichtet – sehr vielsagend …

Die offiziellen Daten zeigen, dass der April in weiten Teilen des Kontinents, vor allem in den zentralen und östlichen Regionen, ein kalter – und schneereicher – Monat war, mit eisigen Bedingungen, die nun in den Mai hineinreichen.

Der April 2023 endete in Deutschland mit einer Anomalie von -1,37°C unter dem mehrjährigen Durchschnitt.

Die Niederschlagsmenge lag bei 147,1 % der Norm.

Noch kältere Bedingungen herrschten in Österreich, wo die Temperaturanomalien laut ZAMG um ganze -2°C unter dem Durchschnitt lagen.

Die Niederschlagsmenge – in den höheren Lagen des Landes als Schnee – lag um 88 % über dem Normalwert.

In der Schweiz lag der April um 1,2°C unter der mehrjährigen Norm:

Anomale Kälte herrschte auch in vielen anderen europäischen Ländern, unter anderem in den Niederlanden (-1,1 °C) und in Belgien (-1,4 °C):

Ebenso ungünstig war, dass der April mit enormen Schneefällen über den Alpen zu Ende ging; Akkumulationen, welche die apokalyptischen „Kein Schnee“-Schlagzeilen der MSM als weitere Absurdität erscheinen ließen.

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Rekord-Kälte in Indien

In weiten Teilen Indiens herrscht seit Wochen anomale Kälte; der Mai hat nun monatliche Rekord-Tiefsttemperaturen zu verzeichnen.

In dieser Woche wurden in Städten wie Dehradun und Mukteshwar die bisher niedrigsten Tageshöchsttemperaturen für den Monat Mai gemessen – 19,9°C bzw. 10,1°C.

In Ridge (Delhi) wurden am Dienstag mit 16,3 °C die niedrigsten Maiwerte aller Zeiten gemessen, und auch in Dharamshala wurden mit 8,4 °C rekordverdächtig niedrige monatliche Tiefstwerte gemessen.

Indien kühlt sich ab – Tatsache.

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Ein weiterer Monat kälter als normal in Down Under

Einem bekannten Trend folgend war der April 2023 in Down Under ein weiterer kalter Monat.

Den offiziellen Daten des Bureau of Meteorology (BoM) zufolge endete der letzte Monat mit einer durchschnittlichen Temperaturanomalie von -0,7 °C unter der multidekadischen Norm.

Damit setzt sich der Abkühlungstrend auf dem Kontinent fort und reiht sich in die überdurchschnittlich kalten Sommer, Herbste und Winter der letzten Jahre ein. Außerdem entlarvt dies die offiziellen Meldungen über einen „überdurchschnittlich heißen Herbst“ als reines Gefasel.

Dem BoM zufolge war der April in Westaustralien kälter und im nördlichsten Queensland heiß.

Die Niederschlagsmenge lag 35,7 % über dem Durchschnitt und war damit der nasseste April seit 17 Jahren – besonders nass war es im Westen.

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Es folgen noch Ausführungen zur Sonnenaktivität.

Link: https://electroverse.info/snow-alps-record-cold-india-cool-down-under-solar-and-temps-down-arctic-ice-up/

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Meldungen vom 4. Mai 2023:

Ausführlich geht Cap Allon wieder auf die USA ein. Dort gab es in manchen Gebieten Mai-Schnee, aber hier werden nur die Kurzmeldungen übersetzt.

Sechster zu kalter Monat in Folge in Cheyenne, Wyoming

Nach Angaben des Nationalen Wetterdienstes war der April in Cheyenne der sechste Monat in Folge, der kälter als der Durchschnitt war.

„Der April 2023 war in unserem Gebiet ein unbeständiger Monat“, so das Cheyenne-Büro des NWS, in dem sowohl Kälte- als auch Temperaturrekorde fielen.

In der Hauptstadt des US-Bundesstaates wurde am 11. April der früheste Tag mit einer Temperatur von über 20 Grad Celsius verzeichnet, aber die kalten Rekorde übertrafen die warmen und sorgten für einen Monat, der 0,6 Grad Celsius unter dem multidekadischen Durchschnitt lag.

Historische Schneefälle in Michigan und West Virginia

Schnee im Mai ist in den USA angeblich selten.

Das Jahr 2023 jedoch schreibt die Bücher neu…

Michigan

Der NWS hat die Schneemenge dieser Woche auf der oberen Halbinsel von Michigan als „historisch“ bezeichnet, nachdem allein am 1. und 2. Mai mehr als 60 cm Schnee gefallen sind.

Der bahnbrechende Schnee von Wyoming beschränkte sich natürlich nicht nur auf Marquette, und es geht noch eindrucksvoller.

In Herman, im Westen des U.P., fielen beispielsweise allein am Dienstag fast 70 cm Schnee – der stärkste Schneefall an einem einzigen Tag im Mai in der östlichen Hälfte der USA, twitterte der Klimatologe Brian Brettschneider.

West Virginia

Seltener Mai-Schnee ist in dieser Woche an einigen seltsamen Orten gefallen, darunter auch in West Virginia.

Die Flocken begannen am Montag zu fliegen und türmten sich am Mittwochmorgen immer noch auf, als der Bundesstaat von den stärksten spätsaisonalen Schneefällen erwachte, die je aufgezeichnet wurden.

Meteorologen sprachen von einem „beispiellosen Schneesturm“, einem „mitten im Winter stattfindenden Ereignis“, bei dem Winde aus Nordwesten kalte, feuchte Luft die nach Westen gerichteten Berghänge hinaufbliesen und in den höheren Lagen 15 cm Schnee fallen ließen.

In einigen Gegenden ist dieser Schneesturm der stärkste des Jahres, obwohl er bis weit in den Frühling hinein andauerte.

Es überrascht nicht, dass langjährige Rekorde gebrochen werden.

Die kalten Maibedingungen halten diese Woche für viele Menschen im Osten und Nordosten an. Südliche Bundesstaaten wie Mississippi haben in den letzten 24 Stunden ebenfalls die monatlichen Tiefsttemperaturrekorde gebrochen.

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Kältester April in Nome, Alaska

Der April in Nome, Alaska, endete mit einer Durchschnittstemperatur von -13,1°C, was laut Rick Thoman vom Alaska Center for Climate Assessment and Policy fast 8 K unter der Norm liegt.

Damit war dies der drittkälteste April aller Zeiten, nur 1985 und 1924 waren die vierten Monate des Jahres noch kälter.

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Und noch einmal nach Indien:

Starker Mai-Schneefall in Nordindien

Der Schnee vom Mai hat in dieser Woche die höheren Lagen von Himachal Pradesh, Indien, heimgesucht.

Nach Angaben der HP Traffic, Tourists and Railways Police blockierten 30 cm Schnee in der Gegend von Chanshil die Straßen und brachte etwa 30 Fahrzeuge zum Stehen.

„In den hochgelegenen Gebieten der Bezirke Lahaul-Spiti, Kullu, Kinnaur, Chamba, Sirmaur und Shimla hat es seit Sonntag mäßig geschneit“, sagte ein Met-Beamter.

Der angesammelte Schnee lässt die Temperaturen weit unter die jahreszeitlichen Normen sinken. In der Landeshauptstadt Shimla wurde eine Temperatur von 8,5 °C gemessen, in Kalpa von 5,8 °C und in Keylong von 1,6 °C .

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Und dann wieder Europa:

Kühles UK

Der April 2023 wies im Vereinigten Königreich eine Durchschnittstemperatur von 7,8 °C auf, was 0,1 °C unter dem multidekadischen Durchschnitt liegt.

Ein überdurchschnittlich warmes Nordirland trug dazu bei, die jkältere Witterung in England auszugleichen.

Die folgenden Karten wurden mit freundlicher Genehmigung des britischen Met Office erstellt:

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Rekord-Kälte in Lettland

Für Donnerstag und Freitag wird für Lettland eine der kältesten „Frühlings-Frostperioden“ seit Beginn der Aufzeichnungen vorhergesagt.

In den nächsten acht Nächten wird die Lufttemperatur unter Null liegen, wobei der stärkste Frost am 5. und 6. Mai erwartet wird, wenn es -6 °C oder noch kälter werden dürfte, berichtet lsm.lv – eine Kälte, welche „die verheerenden Auswirkungen auf die Pflanzen verstärken wird“, so der Bericht weiter, selbst auf solche, „die normalerweise resistent gegen Frühlingsfrost sind“.

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Es folgt noch einmal eine Meldung zur Sonnenaktivität.

Link: https://electroverse.info/cold-cheyenne-historic-us-snow-nomes-freezing-april-may-snow-india-cool-uk-cold-latvia-sunspot/

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wird fortgesetzt … (mit Kältereport Nr. (16 / 2023)

Redaktionsschluss für diesen Report: 7. Mai 2023

Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE




Stadt in Wisconsin kämpft gegen große Solaranlagen (und Klima-Kungeleien)

Robert Bryce

Als ich gestern Nachmittag im Rathaus von Christiana eintraf, standen Mark A. Cook, der Vorsitzende der Stadt, und zwei örtliche Landbesitzer, John Barnes und Roxann Engelstad, bereit und warteten. Sie hatten mehrere Karten und Diagramme dabei, die den Grundriss und die Details des von Invenergy geplanten 300-Megawatt-Solarenergiezentrums Koshkonong zeigten.

Cook kam gleich zur Sache. Christiana, sagte er, „basiert auf der Landwirtschaft, seit die Menschen hier siedeln. Dieses Projekt wird die Landwirtschaft in dieser Stadt für Generationen auslöschen“. Das Solarprojekt zielt auf „unser bestes Ackerland. Es ist ja nicht so, dass sie uns das minderwertige Land wegnehmen. Das ist das Beste, was wir haben.“ Er fuhr fort, dass das Unternehmen Ackerland ins Auge fasst, weil es relativ flach ist und sich daher leicht mit Paneelen bedecken lässt. Außerdem befindet sich Christiana in der Nähe eines an das Hochspannungsnetz angeschlossenen Gaskraftwerkes. Dank dieser Lage kann das geplante Solarprojekt seinen Strom problemlos in das Netz einspeisen.

In Christiana, das 70 Meilen westlich von Milwaukee liegt, leben etwa 1.800 Menschen. Die Stadt liegt inmitten einer malerischen Hügellandschaft mit landwirtschaftlichen Betrieben, die hauptsächlich Mais und Sojabohnen anbauen. Die Landschaft ist geprägt von dicht bewaldeten Flächen mit Bäumen und Sträuchern, die in den nicht beackerten Bereichen nachgewachsen sind. Der Boden ist von einem satten, dunklen Braun. Bei bewölktem Himmel sieht das bearbeitete Land fast schwarz aus.

Cook, der auch Präsident der Cambridge Area Fire and EMS Commission ist, sagte mir, dass Christiana mit einem Budget von etwa 3,8 Millionen Dollar arbeitet. Man hat bereits etwa 200.000 Dollar an Rechtskosten für den Kampf gegen das Invenergy-Projekt ausgegeben und eine Klage eingereicht, um das 650-Millionen-Dollar-Projekt zu stoppen. Bald wird eine weitere Klage gegen die Wisconsin Public Service Commission folgen. Die Stadt behauptet, die Behörde habe gegen die Verfassung von Wisconsin und die eigenen Vorschriften der Kommission verstoßen, als sie im vergangenen Jahr eine Genehmigung für das Projekt erteilte. Mehr über die rechtlichen Details in Kürze.

Der Kampf in Christiana ist eine weitere Momentaufnahme der Landnutzungskonflikte um erneuerbare Energien, die im ganzen Land toben. Menschen wie Cook, Barnes, Engelstad und die anderen Menschen in Christiana sind keine NIMBYs*, das Schimpfwort, das Projektentwickler und viele Klimaaktivisten gerne benutzen, um Menschen zu beschreiben, die sich gegen große erneuerbare Projekte wehren.

[*NIMBY = Not In My Back Yard = nicht vor meiner Haustür. A. d. Übers.]

Vielmehr stehen ihre Bemühungen, Christiana und sein Ackerland vor der Energieausbreitung zu schützen, die mit Großprojekten für erneuerbare Energien einhergeht, in direktem Einklang mit den Ansichten einer überwältigenden Mehrheit der Amerikaner. Im März veröffentlichte ein neues Medienunternehmen namens Heatmap („das sich auf die größte Geschichte der Welt konzentriert: die große Klima- und Energiewende“) die Ergebnisse einer Umfrage unter 1.000 erwachsenen Amerikanern.

Die Umfrage, an der Menschen aus allen 50 Bundesstaaten teilnahmen ergab, dass 79 % der Amerikaner der Meinung sind, dass neue erneuerbare Energien „langsam“ und nicht „schnell“ eingeführt werden sollten und dass die Erhaltung von Land und Wildtieren Vorrang vor einer schnellen Reduzierung der Treibhausgase haben sollte:

Eine im März veröffentlichte Umfrage ergab, dass fast 80 % der Erwachsenen in den USA der Meinung sind, dass Umweltschutz wichtiger ist als eine rasche Einführung erneuerbarer Energien. Quelle: Heatmap Klima-Umfrage.

Robinson Meyer von Heatmap erklärte weiter, dass „nur 21 % der Amerikaner der Aussage zustimmten, dass wir erneuerbare Energien schnell einführen sollten, um die Emissionen so schnell wie möglich zu senken, selbst wenn dies bedeutet, dass natürliche Flächen oder wilde Tiere geschädigt werden“. Meyer fügte eine Zeile hinzu, die Sie nicht in der New York Times oder NPR lesen werden: „Mit anderen Worten: Man muss nicht unbedingt auf Astroturfing oder geheime Verbindungen zu fossilen Brennstoffen zurückgreifen, um zu erklären, warum so viele Amerikaner gegen neue erneuerbare Projekte sind“.

„79 % der Amerikaner gaben an, dass neue erneuerbare Energien ‚langsam‘ und nicht ’schnell‘ eingeführt werden sollten und dass die Erhaltung von Land und Wildtieren Vorrang vor einer schnellen Reduzierung der Treibhausgase haben sollte… Mit anderen Worten, man braucht nicht unbedingt den Rückgriff auf Astroturfing-Programme oder geheime Verbindungen zu fossilen Brennstoffen, um zu erklären, warum so viele Amerikaner gegen neue erneuerbare Projekte sind“.

Wie die Renewable Rejection Database (Datenbank zur Ablehnung erneuerbarer Energien) zeigt, lehnen in der Tat sehr viele Amerikaner in ländlichen Gebieten von Maine bis Hawaii Wind- und Solarprojekte ab. Seit 2015 haben lokale Gemeinden und Gerichtsbarkeiten fast 500 Mal Wind- oder Solarprojekte abgelehnt oder eingeschränkt. Die Menschen im ländlichen Raum wehren sich gegen diese Projekte, weil sie um ihre Grundstückswerte besorgt sind – und das zu Recht. Eine Studie aus dem Jahr 2020 in Rhode Island ergab, dass die Preise für Häuser in der Nähe von Solarprojekten bis zu 7 % gesunken sind. Eine im letzten Monat veröffentlichte Studie des Lawrence Berkeley National Laboratory kam zu dem Schluss, dass Solarprojekte den Wert von Grundstücken in der Nähe bis zu 5 % verringern können.

Die Geschichte, die ich gestern in Christiana gehört habe reflektiert, was ich in den letzten zehn Jahren von Menschen in Dutzenden von anderen Gemeinden gehört habe. Die Szenarien sind fast immer die gleichen: Ein großes, ausländisches Unternehmen für erneuerbare Energien kommt in eine ländliche Gemeinde, erhält im Stillen Pachtverträge von einer Handvoll großer (oft abwesender) Landbesitzer und lässt dann die lokale Regierung wissen, dass es plant, große Landstriche mit Windturbinen oder Solarzellen zu belegen. Sobald sich die Nachricht verbreitet, organisieren sich die Anwohner, um die Projekte zu bekämpfen. Sie sind immer unterlegen. Sie haben nie genug Geld und können daher nicht mit der Finanzkraft der großen Konzerne mithalten. Manchmal gelingt es ihnen, die Projekte in Schach zu halten. Manchmal gelingt es ihnen aber auch nicht.

Die Einwohner von Christiana sehen sich mit Invenergy einem gewaltigen Feind gegenüber. Das Unternehmen, kontrolliert von dem Milliardär Michael Polsky (geschätztes Nettovermögen: 1,5 Milliarden Dollar), ist das weltweit größte Unternehmen für erneuerbare Energien in Privatbesitz. Invenergy hat sich einen Ruf als eines der aggressivsten und streitlustigsten Unternehmen im Bereich der erneuerbaren Energien erworben. Letztes Jahr verklagte das Unternehmen Worth County, Iowa, um den Bezirk zu zwingen, ein Windprojekt zu akzeptieren, das der Bezirk nicht will. Außerdem verklagte das Unternehmen im vergangenen Jahr die Gemeinde Fulton in Michigan, kurz nachdem diese eine Genehmigung verweigert hatte, die es dem Unternehmen erlaubt hätte, 12 Windturbinen in der Gemeinde zu errichten.

Julie Kuntz, die sich selbst als „Bauernmädchen aus Iowa in der fünften Generation“ bezeichnet, sagte mir letztes Jahr im Power Hungry Podcast, dass Invenergy mit „ruchlosen Taktiken“ versucht hat, ländliche Landbesitzer in Iowa zur Unterzeichnung von Pachtverträgen zu bewegen. (Das Interview ist auch hier abrufbar.) Kuntz, die in Grafton, Iowa, wohnt, sagte, sie habe E-Mails von einem der Anwälte von Invenergy erhalten, die ihrer Meinung nach darauf abzielten, sie einzuschüchtern. „Das ist die Art und Weise, wie dieses Unternehmen arbeitet, nämlich durch Einschüchterung.“

Diese von Roxann Engelstad entworfene Karte zeigt, wie viel von Christiana durch das geplante Koshkonong-Solarprojekt abgedeckt werden soll.

Nun zurück zu Koshkonong. Das von Invenergy vorgeschlagene Projekt wird etwa 6.400 Acres oder 26 km² umfassen. Wie auf der obigen Karte zu sehen ist, wird das Projekt, wenn es gebaut wird, etwa ein Drittel der Stadt Christiana abdecken. Zusätzlich zu den Solarmodulen, die etwa 7,2 Quadratmeilen Ackerland bedecken könnten, sehen die Projektpläne auch ein Batteriespeichersystem mit einer Leistung von 165 MW (667 MWh) vor, das, wenn es gebaut wird, nur wenige hundert Meter von einer örtlichen Grundschule entfernt liegen würde.

Im Mai 2022 erteilte die Wisconsin PSC [Wisconsin ‚Public Service Commission‘] Invenergy eine so genannte Bescheinigung der öffentlichen Zweckmäßigkeit und Notwendigkeit. Diese Genehmigung hindert Christiana effektiv daran, irgendwelche Bebauungsvorschriften durchzusetzen, die das Projekt stoppen würden. Der Haken an der Sache ist jedoch, dass Invenergy die Genehmigung von der PSC erhalten hat, das Solarprojekt in Koshkonong jedoch an zwei Versorgungsunternehmen verkaufen will: Die in Milwaukee ansässige WEC Energy Group und Madison Gas and Electric.

Frank Jablonski, ein in Madison ansässiger Anwalt, der Engelstad und ihren Ehemann Edward Lovell in ihrer Klage gegen die PSC vertritt, erklärte mir telefonisch, dass das, was die PSC beim Koshkonong-Projekt tut, Invenergy und den beiden Energieversorgern, die das Projekt kaufen wollen, erlaubt, „staatliche Vorschriften zu umgehen, die eine strengere Analyse erfordern würden“. Er fügte hinzu, dass die WEC Energy Group und Madison Gas and Electric, wenn sie das Projekt selbst hätten bauen wollen, ein viel strengeres Regulierungs- und Umweltprüfungsverfahren hätten durchlaufen müssen.

Kurz gesagt, was in Christiana passiert, ist ein weiteres Beispiel für Klimakorporatismus. Anfang dieses Monats schrieb ich über Jamie Dimon, den Chef von Amerikas größter Bank J.P. Morgan, der kürzlich vorschlug, die Regierungen sollten häufiger von der Möglichkeit der Enteignung Gebrauch machen, damit mehr Wind- und Solarprojekte gebaut werden könnten. Dimon vergaß zu erwähnen, dass seine Bank einer der größten Akteure im lukrativen Geschäft der Steuerfinanzierung ist, einer Branche mit einem Jahresumsatz von 20 Milliarden Dollar, die eine zentrale Rolle bei der Entwicklung von Wind- und Solarprojekten spielt. Wie ich in diesem Artikel erklärt habe, ist Klimakorporatismus der Einsatz von Regierungsmacht, um die Profite großer Unternehmen auf Kosten der Verbraucher – und insbesondere auf Kosten kleiner (und meist ländlicher) Landbesitzer – im Namen des [Kampfes gegen den] Klimawandel zu steigern.

Die Nutzung staatlicher Macht, um es Invenergy und den beiden Versorgungsunternehmen zu ermöglichen, mehr Geld zu verdienen, ist eindeutig das, was in Christiana geschieht. Das ist in der Tat eine der Hauptforderungen in Engelstads Klage gegen die PSC. Er behauptet, dass die PSC durch die Erteilung des Zertifikats für die öffentliche Zweckmäßigkeit und Notwendigkeit an Invenergy den Versorgungsunternehmen die Möglichkeit gibt, sich der detaillierten Offenlegung und Analyse zu entziehen, die nach dem Recht des Bundesstaates Wisconsin erforderlich wäre. Außerdem wird behauptet, dass der Plan von Invenergy, das Koshkonong-Projekt an die beiden Versorgungsunternehmen zu verkaufen, dem Unternehmen einen „Wettbewerbsvorteil gegenüber potenziellen, gutgläubigen kommerziellen Entwicklern verschafft und damit gegen die staatliche Politik zur Förderung des Wettbewerbs verstößt, für deren Umsetzung die PSC zuständig ist.“

Eine der vielen Gegner des Koshkonong-Projekts ist Carissa Lyle, die mit ihrem Mann Nathan und drei kleinen Kindern in einem jahrhundertealten Bauernhaus in Christiana lebt. Sollte das Koshkonong-Projekt gebaut werden, würde es ihr drei Hektar großes Grundstück auf drei Seiten umschließen. Letztes Jahr schickte mir Lyle, die auch Stadtschreiberin ist, eine E-Mail. Sie schrieb: „An alle, die dies lesen und unsere Sorgen und Ängste abtun wollen, bitte ich Sie, sich in unsere Lage zu versetzen… Wir wissen nicht, wie die Zukunft unserer Familie aussehen wird. Zum jetzigen Zeitpunkt stehen wir vor schwierigen Entscheidungen. Wenn dieses Projekt genehmigt wird, müssen wir entscheiden, ob wir das Risiko eingehen wollen, an diesem Standort zu bleiben. Wenn wir entscheiden, dass es die Sicherheit unserer Familie nicht wert ist und wir umziehen müssen, werden wir dann verkaufen können? Und wenn wir verkaufen, wie hoch ist der Verlust, den wir hinnehmen müssen?“

Am Mittwoch Nachmittag traf ich Lyle persönlich im Rathaus von Christiana. Wir unterhielten uns, während ihre drei kleinen Kinder Carter, Miles und Brinley zwischen den Tischen und Stühlen im Sitzungssaal des Rathauses herumtobten. „Hier geht es um soziale Kompetenz“, sagte sie mir. „Es geht um Großgrundbesitzer, Städte und große Unternehmen, die uns vorschreiben wollen, was wir zu tun haben.

Autor: Robert Bryce is the host of the Power Hungry Podcast, executive producer of the documentary, Juice: How Electricity Explains the World, and the author of six books, including most recently, A Question of Power: Electricity and the Wealth of Nations

Link: https://www.cfact.org/2023/05/01/wisconsin-town-fights-big-solar-and-climate-corporatism/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Die Elefanten im Raum

Christopher Monckton of Brenchley

Die „Klimahölle“, von der der reizbare Herr Guterres, der Sekretär der Vereinten Nationen, im Vorfeld der letzten COPout-Konferenz sprach, ist nicht existent. Während sich die neue Pause der globalen Erwärmung Monat für Monat unaufhaltsam verlängert, weicht die reale globale Erwärmung immer deutlicher von dem ab, was vorhergesagt wurde und wird.

Doch die Thermageddonisten, die das tote Pferd wie ein Elefant im Porzellanladen peitschen, obwohl der Kaiser keine Kleider hat, ignorieren die Elefanten im Raum.

Ihr neuester Vorstoß besteht darin, darauf hinzuweisen, dass der reale Trend der globalen Erwärmung im letzten Drittel des Jahrhunderts seit dem ersten IPCC-Zustandsbericht von 1990 größer ist als der Trend von 1990 bis Juni 2014, dem Monat, in dem die neue Pause begann. Von 1990 bis Juni 2014 betrug der Trend 0,09 C/Dekade. Trotz der neuen Pause war der Trend von 1990 bis April 2023 mit 0,136 C/Dekade jedoch um 50 % höher.

Wenn die Neue Pause anhält, wird der Gesamttrend natürlich irgendwann dem Trend zu Beginn der Neuen Pause entsprechen. Wenn er lange genug anhält, wird er unter den vorherigen Trend fallen, genau wie bei der vorherigen langen Pause.

In jedem Fall sind diese langen Pausen sichtbare Indikatoren für den Elefanten im Raum, nämlich die Tatsache, dass das gesamte Intervall der Vorhersagen der globalen Erwärmung, die vom IPCC (1990) gemacht wurden und an denen der IPCC (2021) immer noch festhält, sich als eklatant über der beobachteten Realität liegend erwiesen hat:

Auch ist die grobe Übervorteilung nicht der einzige Elefant im Raum. Lassen Sie uns kurz einige andere Mitglieder der wachsenden Herde zusammenfassen. Zum Beispiel bedeutet die annähernd logarithmische Reaktion auf eine erhöhte CO₂-Konzentration, dass jedes zusätzliche Molekül CO₂, das wir der Atmosphäre hinzufügen, einen geringeren Treibhauseffekt und damit eine geringere Erwärmung verursacht als jedes seiner Vorgänger:

Die meisten offiziellen Methoden zur Vorhersage der globalen Erwärmung beruhen auf Rückkopplungsanalysen. Die Stärke der Rückkopplung, die in dem vom IPCC (2021) vorhergesagten 3 [2, 5] C ECS enthalten ist, beträgt 0,24 [0,23, 0,26] Watt pro Quadratmeter und Grad der Referenztemperatur. Die Breite des Intervalls beträgt nur 0,03 W/m²K. Wenn man also nur 0,01 W/m²K zur Rückkopplungsstärke hinzufügt, würde ECS um 1 K zunehmen. Aber die Rückkopplungsstärke kann nicht mit einer so winzigen Genauigkeit wie einem Hundertstel Watt pro Quadratmeter bestimmt werden. Daher sind alle Vorhersagen des IPCC nicht besser als bloße Vermutungen und bieten keine Grundlage für die kostspielige Politik, die von unvorsichtigen westlichen Regierungen verfolgt wird.

Das Ausbleiben des vorhergesagten tropischen „Hotspots“ in der mittleren Troposphäre bestätigt, dass die Wasserdampf-Rückkopplung (die einzige, die potenziell groß genug ist, um von Bedeutung zu sein: der Rest hebt sich selbst auf) gering ist:

Die falsche Darstellung der Rückkopplung ist auch nicht der einzige Fehler in den Modellen. Als Dr. Pat Frank vom Stanford Linear Accelerator Laboratory zum ersten Mal seine Erkenntnis präsentierte, dass die allgemeinen Zirkulationsmodelle die Fehlerfortpflanzung in den Zeitschritten von heute bis 2100 und darüber hinaus nicht berücksichtigt hatten, waren seine Zuhörer – die World Federation of Scientists – verblüfft. Sein Ergebnis, das 2019 veröffentlicht wurde, ist in den Fachzeitschriften bis heute unwidersprochen geblieben. Sein Ergebnis macht alle Vorhersagen der Modelle wertlos. Sie sind nicht besser als bloße Vermutungen:

Glücklicherweise gibt es auf Beobachtungen basierende Verfahren zur Temperaturvorhersage, die nicht von der Diagnose der Rückkopplungsstärke anhand der Ergebnisse von allgemeinen Zirkulationsmodellen oder einer anderen Form der Rückkopplungsanalyse abhängen und auch nicht davon, dass die Modelle die Ausbreitung der Unsicherheit nicht berücksichtigen. Das Verfahren des Energiebudgets zum Beispiel hängt nicht von der Kenntnis der Rückkopplungsstärke ab. Die Monte-Carlo-Verteilung auf der Grundlage der veröffentlichten Unsicherheiten in den fünf aufgelisteten Anfangsbedingungen ergibt einen harmlosen ECS-Wert von 0,13 [0,09, 0,20] K:

Man kann auch die Monte-Carlo-Verteilung verwenden, um die globale Erwärmung von 0,1 °C zu ermitteln, die in dem unwahrscheinlichen Fall verhindert werden könnte, dass die gesamte Welt bis 2050 Netto-Null-Emissionen erreicht:

Das obige Schaubild geht großzügig davon aus, dass weltweit Netto-Null-Emissionen möglich sind. In Wirklichkeit bauen China, Russland, Indien und Pakistan ihre Kohlekraftwerks-Kapazitäten stark aus, um ihre Strompreise um eine Größenordnung unter denen der westlichen Länder zu halten. Unter dieser Annahme würde jede 1 Milliarde Dollar, die für die Emissionsminderung ausgegeben wird, weniger als 1/10.000.000 C verhindern:

Das bevorzugte Verfahren zur Erreichung von Netto-Null – die Installation von Wind- und Solarenergie – kann die CO₂-Emissionen ohne kostspielige statische Batterie- oder Wasserstoffproduktion nicht weiter reduzieren, sobald die durchschnittliche stündliche Nachfrage in einem nationalen Netz die installierte Nennkapazität von Wind- und Solarenergie – ihre Leistung bei idealem Wetter – übersteigt. Viele westliche Länder liegen jetzt über dieser Grenze. Die obigen Schätzungen der vermiedenen Erwärmung, der Kosten und des Kosten-Nutzen-Verhältnisses sind also optimistisch:

Schließlich waren die reißerischen Vorhersagen der Profiteure des Untergangs über den Hungertod falsch. Tatsächlich ist die Zahl der Hungertoten in der Ära der globalen Erwärmung seit den 1970er Jahren auf ein Rekordtief gesunken:

Die Erfahrung hat gezeigt, dass einfache und unwiderlegbare Punkte, wie sie in dieser Reihe von Diagrammen zusammengefasst sind, einen starken Einfluss auf diejenigen ausüben, deren Verstand noch offen für die objektive Wahrheit ist.

Eines meiner Projekte für diesen Sommer wird sein, die Elefanten im Raum für alle sichtbar zu machen, indem ich sie in einem Buch mit Bildern wie diesen zusammenfasse, mit einem notwendigen Minimum an Text. Die Schaubilder können dann für jede Jahresausgabe aktualisiert werden. Nicht jeder wird jeden Punkt verstehen, aber die meisten Menschen guten Willens können die meisten von ihnen verstehen. Auf jeden Fall ist die organisierte Hysterie, die sich in den Äußerungen von Herrn Guterres widerspiegelt, völlig unangebracht.

Link: https://wattsupwiththat.com/2023/05/04/the-elephants-in-the-room/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Die Selbstzerstörung Amerikas – von innen her

Peter Murphy

Der Präsident der Vereinigten Staaten Joseph Biden wird von Woche zu Woche besessener vom Klimawandel. Ein aktuelles Beispiel ist sein jüngster Angriff auf die Automobilindustrie und die vielen Millionen Amerikaner, welche die von ihr produzierten Benzinautos mögen und brauchen, im letzten Monat. Diese Besessenheit und ihre weitreichenden Auswirkungen werden den Niedergang Amerikas als wohlhabende und mächtige Nation nur beschleunigen.

Die Biden-Regierung treibt die Preise für Benzinautos in die Höhe, um jedem, der es sich noch leisten kann, Elektroautos aufzuzwingen. Dies geschieht durch neue drakonische Emissionsnormen für Neufahrzeuge ab 2027, die bis 2032 um mehr als die Hälfte gesenkt werden müssen.

Für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge gelten beispielsweise 186 Gramm Kohlendioxid pro Meile für die Modelle des Jahres 2026 als Norm, die die Regierung nun in neun Jahren auf 82 Gramm pro Meile senken will. Die Halbierung der ohnehin schon niedrigen Emissionswerte führt dazu, dass die Herstellung und der Verkauf von Autos teurer werden, was wiederum bedeutet, dass sich weniger Amerikaner ein Auto leisten und es besitzen können.

Analysten der Automobilindustrie und sogar die Washington Post warnten davor, wie aggressiv und unrealistisch diese vorgeschlagenen Emissionsvorschriften sind, und wiesen darauf hin, dass die Herstellung, der Verkauf und die Unterstützung einer solchen Menge von Elektroautos in naher Zukunft nicht möglich sind.

Kein Grund zur Beunruhigung, sagt Albert Gore, der Geschäftsführer der Zero Admission Transportation Association (nicht der ehemalige Vizepräsident und Pionier der Klimaverrückten und -abzocker, sondern ein anderer Gore). Herr Gore behauptet, dass die Vorschriften der Regierung „hervorragend umsetzbar“ sind und dass „Millionen von fortschrittlichen Arbeitsplätzen“ geschaffen werden.

Die Autoindustrie ist nur noch ein Schatten ihres früheren Selbst und verwandelt sich unaufhaltsam in eine Agentur der [US-]Bundesregierung. Man denke nur an die einst gepriesene Ford Motor Company, die im vergangenen Monat bekannt gab, dass die Elektroauto-Sparte des Unternehmens in diesem Jahr voraussichtlich 3 Milliarden Dollar verlieren und erst in drei Jahren, wenn überhaupt, Gewinne erzielen wird, wenn die Regierung nicht massiv eingreift. Der Vorstandsvorsitzende von Ford äußerte sich auch zu Recht besorgt über die Anfälligkeit der Beschaffung von Mineralien für Elektrofahrzeug-Batterien aus Übersee.

In Orwellscher Manier versicherte uns Michael Regan, der Leiter der Umweltschutzbehörde, dass diese Emissionsvorschriften „den Markttrends folgen“ und dass die Regierung die Autohersteller nicht dazu zwingt, Elektrofahrzeuge zu produzieren. Er behauptete weiter, dass die Vorschriften über die Lebensdauer eines Fahrzeugs, das nicht den Emissionsnormen unterliegt, 12.000 Dollar einsparen werden. Mit anderen Worten: Da Benzinfahrzeuge viel teurer werden – durch die Regierung, nicht durch den „Markt“ – und mehr Wartungsarbeiten wie Ölwechsel benötigen, werden die Verbraucher angeblich bei Elektrofahrzeugen Geld sparen.

Margo Oge, eine ehemalige Leiterin der EPA-Abteilung für Transport und Luftqualität während der Obama-Regierung, stellte klar, dass es bei diesen neuen Vorschriften darum geht, „die schlimmsten Aspekte des Klimawandels zu reduzieren“, darunter Hurrikane, Tornados und Waldbrände, wie CBS News berichtet. Bezeichnenderweise gibt es keinen Hinweis darauf, dass CBS Frau Oge oder andere Klimaextremisten nach Beweisen dafür gefragt hat, dass niedrigere CO₂-Emissionen das Wetter beeinflussen werden.

Die einzige Möglichkeit, diese neuen Emissionsnormen für Kraftfahrzeuge durchzusetzen, ist ein massiver staatlicher Eingriff in den Markt, und zwar nicht nur durch Vorschriften, sondern auch durch massive Subventionen aus Steuergeldern für Autohersteller und Verbraucher, um das ganze selbstzerstörerische Unterfangen zu unterstützen, einschließlich dieser „Millionen“ neuer Arbeitsplätze. In der Tat geht es bei der so genannten „grünen“ Politik, die Windkraft, Solarenergie und Elektrofahrzeuge [in deutscher Übersetzung hier] erzwingen soll darum, den freien Markt, die Präferenzen der Verbraucher und die Freiheit selbst umzustürzen.

Bevor die amerikanischen Verbraucher beim Kauf von Elektroautos Geld „sparen“, werden wir alle viel mehr an Autopreisen, Steuern und allgemeiner Inflation (durch mehr Staatsverschuldung) zahlen müssen, um den erzwungenen Übergang zu Elektroautos zu schaffen. Dies ist keine theoretische Vorhersage. Die Klimapolitik Bidens führt dazu, dass dies bereits jetzt geschieht.

Vorschriften zur Senkung der Kohlenstoffemissionen könnten ebenfalls weit hinter den Erwartungen zurückbleiben. Eine kürzlich in der Fachzeitschrift Productions and Operations Management veröffentlichte Studie hat ergeben, dass die von der Europäischen Union zwischen 2000 und 2014 erlassenen niedrigeren Emissionsnormen nicht zu einer Verringerung der Emissionen im Straßenverkehr geführt und die Wahrscheinlichkeit der Nichteinhaltung durch die Automobilhersteller erhöht haben.

Da sich immer mehr Amerikaner kein eigenes Auto leisten können, weder mit Benzin noch mit Elektroantrieb, werden unsere Freiheit und die Wahl unseres Lebensstils immer mehr eingeschränkt, auch was unseren Arbeits- und Wohnort angeht. Das ist letztlich das Ziel der Extremisten des Klimawandels, nämlich mehr Amerikaner dazu zu zwingen, in Städten in „nachgerüsteten“ Hochhäusern zu leben, den öffentlichen Nahverkehr zu nutzen und Fahrrad zu fahren – alles in dem vergeblichen Bemühen, die Kohlenstoff-Emissionen zu senken und den Planeten zu retten, was weder gesichert noch nachweisbar ist.

Die Einführung teurerer und restriktiverer Lebensstandards führt zu einem weniger freien und schwächeren Amerika. Diese unheilvollen Trends beschränken sich nicht nur auf die Bereiche Verkehr und Energie, sondern umfassen auch das Schwinden der verfassungsmäßigen Freiheiten. Die gleiche expandierende Regierung, die darauf aus ist, die Wirtschaft der Nation und die Art und Weise, wie wir leben umzugestalten, will gleichzeitig kontrollieren, was Sie wissen und was Sie glauben dürfen, von der Covid-Politik über den Klimawandel bis hin zu Fragen der nationalen Sicherheit und mehr.

Die Beschleunigung der Abschaffung von Benzinautos mit fadenscheiniger Rhetorik und wissenschaftlich klingendem planetarischem Alarmismus ist ein hervorstechendes Beispiel dafür, dass es bei der Klimapolitik darum geht, dass die Regierung „die vollständige Macht ausübt, Opposition und Kritik gewaltsam unterdrückt [und] die gesamte Industrie [und] den Handel reglementiert“.

Das Wörterbuch definiert das als Faschismus“.

Autor: Peter Murphy is Senior Fellow at CFACT. He has researched and advocated for a variety of policy issues, including education reform and fiscal policy, both in the non-profit sector and in government in the administration of former New York Governor George Pataki. He previously wrote and edited The Chalkboard weblog for the NY Charter Schools Association, and has been published in numerous media outlets, including The Hill, New York Post, Washington Times and the Wall Street Journal.

Link: https://www.cfact.org/2023/04/29/the-self-destruction-of-america-from-within/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Ein weiterer Klimawissenschaftler mit tadelloser Legitimation bricht aus der Reihe: „unsere Klima-Modelle sind eine Verhöhnung der realen Welt“

Cap Allon

Dr. Mototaka Nakamura promovierte am Massachusetts Institute of Technology (MIT) und spezialisierte sich fast 25 Jahre lang auf anomales Wetter und Klimawandel an renommierten Einrichtungen wie dem MIT, dem Georgia Institute of Technology, der NASA, dem Jet Propulsion Laboratory, dem California Institute of Technology, JAMSTEC und der Duke University.

In seinem Buch The Global Warming Hypothesis is an Unproven Hypothesis (Die globale Erwärmungshypothese ist eine unbewiesene Hypothese) erklärt Dr. Nakamura, warum die Datengrundlage, auf die sich die Wissenschaft der globalen Erwärmung stützt, „unglaubwürdig“ ist und man sich nicht darauf verlassen kann:

„Die globalen Durchschnittstemperaturen vor 1980 basieren auf unzuverlässigen Daten“, schreibt Nakamura.

„Bevor 1980 die vollständige Beobachtung der Erdoberfläche durch Satelliten begann, wurde nur ein kleiner Teil der Erde hinsichtlich der Temperaturen mit einer gewissen Genauigkeit und Häufigkeit beobachtet. Weltweit verfügen nur Nordamerika und Westeuropa über vertrauenswürdige Temperaturdaten, die bis ins 19. Jahrhundert zurückreichen.“

Von 1990 bis 2014 beschäftigte sich Nakamura mit der Wolkendynamik und den Kräften, die atmosphärische und ozeanische Strömungen auf mittlerer bis planetarer Ebene beeinflussen. Seine Stationen waren das MIT (für einen Doktortitel in Meteorologie), das Georgia Institute of Technology, das Goddard Space Flight Center, das Jet Propulsion Laboratory, die Universitäten Duke und Hawaii sowie die Japan Agency for Marine-Earth Science and Technology.

Er hat mehr als 20 klimarelevante Arbeiten zur Strömungsdynamik veröffentlicht. Die Glaubwürdigkeit und das Wissen dieses Mannes sind unbestritten.

Die heutige „Wissenschaft der globalen Erwärmung“ gleicht einer auf dem Kopf stehenden Pyramide, die auf der Arbeit einiger weniger Klimamodellierer aufgebaut ist. Diese AGW-Pioniere behaupten, die vom Menschen verursachten CO₂-Emissionen als Ursache für den jüngsten Temperaturanstieg nachgewiesen zu haben, und haben diese Erwärmung dann einfach in die Zukunft projiziert. Alle nachfolgenden Klimaforscher haben die Ergebnisse dieser ursprünglichen Modelle als gegeben hingenommen, und wir sind jetzt sogar in einem Stadium, in dem die bloße Überprüfung ihrer Gültigkeit als Ketzerei angesehen wird.

Mit Nakamura haben wir einen hochqualifizierten und erfahrenen Klimamodellierer mit tadellosen Referenzen, der die unwissenschaftliche Grundlage der Behauptungen zur Klimakrise zurückweist – der schlimmste Albtraum der AGW-Partei.

Datenfälschung

Wenn man gegen die globale Erwärmung argumentiert, ist es meiner Meinung nach am schwierigsten, die Leute von der Fälschung von Daten, d. h. der Verfälschung von Temperaturen, zu überzeugen. Wenn man seine Worte nicht sorgfältig wählt, einige Fakten vergisst oder einen falschen Ton anschlägt, kann man leicht wie ein Verschwörungsfanatiker klingen.

Aber jetzt haben wir Nakamura.

Der gute Doktor hat die orthodoxen Wissenschaftler der „Datenfälschung“ beschuldigt, indem sie historische Temperaturdaten nach unten korrigiert haben, um den heutigen subtilen Erwärmungstrend aufzublähen.

Nakamura schreibt: „Die Daten über die mittlere globale Temperatur haben keinen wissenschaftlichen Wert mehr und sind nichts weiter als ein Propagandawerkzeug für die Öffentlichkeit.“ Und während Klimamodelle nützliche Werkzeuge für akademische Studien sind, „werden die Modelle zu unbrauchbarem Schrott oder schlimmer (da sie ernsthaft irreführende Ergebnisse produzieren können), wenn sie für Klimaprognosen verwendet werden“.

Klimaprognosen sind einfach nicht möglich, so Nakamura, und die Auswirkungen des vom Menschen verursachten CO₂ können mit dem Wissen und der Technologie, die wir derzeit besitzen, nicht beurteilt werden. Die Modelle vereinfachen die Funktionsweise des Klimas grob.

Sie ignorieren nicht nur die Sonne, sondern vereinfachen auch drastisch die Dynamik der Ozeane im großen und kleinen Maßstab, die Aerosolveränderungen, die Wolken erzeugen (die Wolkendecke ist einer der Schlüsselfaktoren, die darüber entscheiden, ob wir eine globale Erwärmung oder eine globale Abkühlung haben), die Triebkräfte der Eisbedeckung („Ohne eine einigermaßen genaue Darstellung ist es unmöglich, aussagekräftige Vorhersagen über Klimaschwankungen und -veränderungen in den mittleren und hohen Breiten und damit für den gesamten Planeten zu machen“) und den Wasserdampf.

Klimaprognosen leiden auch unter willkürlichen „Anpassungen“ von Schlüsselparametern, die einfach nicht verstanden werden.

Nakamura über CO₂

„Das reale oder realistisch simulierte Klimasystem ist weitaus komplexer als ein absurd einfaches System, das von den Spielzeugen simuliert wird, die bisher für Klimaprognosen verwendet wurden, und wird für naive Klimaforscher, die keine oder nur sehr begrenzte Kenntnisse der geophysikalischen Strömungsdynamik haben, unüberwindbar schwierig sein“, so Nakamura weiter.

„Die Dynamik der Atmosphäre und der Ozeane sind absolut kritische Aspekte des Klimasystems, wenn man hofft, jemals eine sinnvolle Vorhersage von Klimaschwankungen machen zu können.“

Darüber hinaus wird der solare Input als eine „sich niemals ändernde Größe“ modelliert, was absurd ist.

„Es ist erst einige Jahrzehnte her, dass wir die Fähigkeit erlangt haben, die eingehende Sonnenenergie genau zu überwachen. In diesen Jahrzehnten hat sie sich nur um ein bis zwei Watt pro Quadratmeter verändert. Ist es vernünftig anzunehmen, dass sie in den nächsten hundert Jahren oder länger nicht mehr als das schwanken wird, um Vorhersagen zu treffen? Ich würde sagen: Nein.“

Sie können das Buch von Mototaka Nakamura kostenlos auf Kindle lesen.

Wappnen Sie sich mit den Fakten und verbreiten Sie diese – Fakten wie die drei folgenden (alle aus dem Buch entnommen):

„Die Modelle haben kein Konzept für die Wolkenbildung/-verstärkung.“

„Es werden Annahmen getroffen und dann Anpassungen vorgenommen, um ein Narrativ zu stützen.“

„Unsere Modelle sind eine Verhöhnung der realen Welt.“

[Hervorhebung im Original]

Solarer Antrieb

Die Sonnenleistung ist nicht konstant, IPCC – und die Modulation der Wolkenkeimbildung ist eine der wichtigsten Folgen.

Während solarer Minima schwächt sich das Magnetfeld der Sonne ab, und der Druck des Sonnenwindes nimmt ab. Dadurch können mehr kosmische Strahlen aus den Tiefen des Weltraums in die Atmosphäre unseres Planeten eindringen. Es wurde festgestellt, dass diese kosmischen Strahlen Wolken bilden (Svensmark et al.), wobei Wolken bekanntermaßen eine entscheidende Rolle im Klimasystem der Erde spielen.

Roy Spencer, PhD. schreibt kurz und bündig: „Wolken sind der Sonnenschutz der Erde, und wenn sich die Wolkenbedeckung aus irgendeinem Grund ändert, kommt es zu einer globalen Erwärmung – oder zu einer globalen Abkühlung.“

Link: https://electroverse.info/climate-scientist-breaks-ranks/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE