Facebook zensiert die Unbequeme Wahrheit bzgl. der Temperaturen in der Antarktis

Paul Homewood, NOT A LOT OF PEOPLE KNOW THAT

Dies hier erschien heute bei mir auf Facebook:

Wenn man auf „SEE WHY“ klickt, erhält man das hier:

Und das hier ist das, was die Facebook-Zensoren uns nicht zeigen wollen:

[-135°F = -92,8°C]

Es ist ein Rätsel, warum sich Facebook auf USA Today als wissenschaftliche Quelle verlassen will. Vielleicht hätten sie tatsächlich überprüfen sollen, was echte Wissenschaftler sagen:

Abstract

Der antarktische Kontinent hat sich in den letzten sieben Jahrzehnten nicht erwärmt, obwohl die Konzentration von Treibhausgasen in der Atmosphäre monoton gestiegen ist.

In diesem Beitrag untersuchen wir, ob die hohe Orographie des antarktischen Eisschildes (AIS) dazu beigetragen hat, die Erwärmung des Kontinents zu verzögern. Zu diesem Zweck vergleichen wir die Reaktion des antarktischen Klimas auf eine CO₂-Verdoppelung bei heutiger Orographie mit der Reaktion bei einem abgeflachten AIS. Um unsere Ergebnisse zu untermauern, führen wir diese Übung mit zwei verschiedenen Klimamodellen durch. Wir stellen fest, dass die CO₂-Verdoppelung bei einem abgeflachten AIS einen stärkeren latenten Wärmetransport in Richtung des antarktischen Kontinents, eine stärkere Feuchtigkeitskonvergenz über dem Kontinent und infolgedessen eine stärkere oberflächenverstärkte Kondensationserwärmung bewirkt. Eine stärkere Feuchtigkeitskonvergenz über dem Kontinent wird durch die Abflachung der feuchten isentropen Oberflächen ermöglicht, wodurch die Feuchtigkeitsgradienten entlang der Bahnen, auf denen der außertropische polwärts gerichtete Feuchtigkeitstransport hauptsächlich stattfindet, verringert werden und somit mehr Feuchtigkeit den Pol erreichen kann. Außerdem verschwindet die polare meridionale Zelle, wenn die AIS abgeflacht ist, was eine größere CO₂-bedingte positive Temperaturadvektion in Richtung des antarktischen Kontinents ermöglicht. Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass die große Höhe der derzeitigen AIS eine wichtige Rolle bei der Verringerung der Anfälligkeit des antarktischen Kontinents für eine CO₂-bedingte Erwärmung spielt.

Ich werde das auf Facebook posten und sehen, wie lange es dauert, bis die Zensoren zuschlagen!

Link: https://wattsupwiththat.com/2023/05/08/facebook-censoring-the-inconvenient-truth-about-antarctic-temperatures/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Neue Umfrage: Befürchtungen bzgl. Klima nehmen ab

H. Sterling Burnett

Die Öffentlichkeit wird täglich mit einer Flut von Berichten über alle Medienplattformen – Print, Online und Rundfunk – bombardiert, in denen behauptet wird, dass der Mensch einen katastrophalen Klimawandel verursacht und dass nur ein tief greifender wirtschaftlicher Wandel, der eine stärkere Kontrolle der Regierung über unser Leben erfordert, ihn verhindern kann. Es ist wie die sagenumwobene chinesische Wasserfolter – das Tröpfchen, Tröpfchen, Tröpfchen des Klimaalarms – und das schon seit Jahrzehnten.

Trotzdem – oder vielleicht auch gerade deshalb – zeigen die jüngsten Meinungsumfragen, dass die Öffentlichkeit immer weniger davon überzeugt ist, dass der Mensch den Klimawandel verursacht. Die ganze Berichterstattung scheint auch nicht dazu beigetragen zu haben, dass sich der Stellenwert des Klimawandels im Vergleich zu anderen wichtigen politischen Themen verändert hat oder dass die Menschen bereit sind, für die Bekämpfung des Klimawandels zu zahlen.

Eine Umfrage nach der anderen, seit der Klimawandel in den späten 1980er Jahren zu einem Thema der öffentlichen Debatte wurde, zeigt ein paar Dinge ziemlich einheitlich. Im Allgemeinen, je nach Umfrage, akzeptiert eine Mehrheit der Menschen, dass der Klimawandel stattfindet. Wenn auch nicht die Mehrheit, so glaubt doch zumindest ein großer Prozentsatz der Menschen, dass der Klimawandel hauptsächlich vom Menschen verursacht wird. Der Klimawandel rangiert durchweg an oder nahe dem unteren Ende der Themen, die der Öffentlichkeit Sorgen bereiten. Und die meisten Menschen sind nicht bereit, viel für die Bekämpfung des Klimawandels zu zahlen.

In all den Jahren, seit die globale Erwärmung als Schreckgespenst des Umweltschutzes aufgetaucht ist, haben Umfragen gezeigt, dass sich die öffentliche Meinung zu diesem Thema kaum verändert hat. Und, was für Klimaschützer vielleicht noch alarmierender ist als der Klimawandel selbst, eine prominente Umfrage aus jüngster Zeit zeigt, dass quer durch alle politischen Richtungen der Glaube daran, dass der Mensch die Hauptursache für den Klimawandel ist, rückläufig ist, nachdem er in den letzten zehn Jahren meist zugenommen hat.

Eine kürzlich vom Energy Policy Institute an der University of Chicago und dem Associated Press-NORC Center for Public Affairs Research (UC/AP) durchgeführte Umfrage über die Einstellung zum Klima ergab, dass „eine Mehrheit der Amerikaner glaubt, dass der Klimawandel real ist und sich beschleunigt, aber weniger glauben, dass er größtenteils oder ganz vom Menschen verursacht wird.“

Menschen, die extreme Wetterereignisse erlebt haben, die von den Mainstream-Medien fälschlicherweise dem Klimawandel zugeschrieben werden, verfälschen diese Zahlen. Von denjenigen, die seit der letzten UC/AP-Umfrage kein extremes Wetterereignis erlebt haben, glauben nur 64 Prozent, dass der Klimawandel stattfindet, und nur 43 Prozent von ihnen denken, dass er hauptsächlich vom Menschen verursacht wird. Selbst unter denjenigen, die ein extremes Wetterereignis erlebt haben, glauben 54 Prozent, dass es hauptsächlich vom Menschen verursacht wurde, und nur 51 Prozent glauben, dass der Klimawandel sie persönlich betreffen wird. Die letztgenannte Zahl deutet darauf hin, dass eine beträchtliche Anzahl der Menschen, die durch extreme Wetterereignisse zu Schaden gekommen sind, klug genug ist, um die Lügen der Medien zu durchschauen, wonach der Klimawandel für jeden Tornado, jede Überschwemmung und jeden Wirbelsturm verantwortlich ist. Viele von ihnen erkennen offenbar stattdessen, dass extremes Wetter natürlich ist. Im Gegensatz dazu glauben nur 32 Prozent derjenigen, die noch nicht von extremen Wetterereignissen betroffen waren, dass der Klimawandel ihr Leben beeinflussen wird.

Der steile Rückgang der Zahl der Menschen aller politischen Richtungen, die glauben, dass der Mensch für den Klimawandel verantwortlich ist, ist wahrscheinlich die alarmierendste Erkenntnis aus der UC/AP-Umfrage für Klimaalarmisten und politisch verbundene Profiteure der grünen Energie. Politiker warnen regelmäßig, dass der vom Menschen verursachte Klimawandel eine „existenzielle Bedrohung“ für die Menschheit und den Planeten darstellt. Und Nachrichtenkonsumenten werden täglich mit einer Flut von Berichten konfrontiert, die die eine oder andere Katastrophe mit dem Klimawandel in Verbindung bringen. Die UC/AP-Umfrage zeigt jedoch, dass die tägliche Propaganda nicht den gewünschten Effekt hat.

Unter den befragten [US-]Demokraten sank die Zahl derer, die glauben, dass der Klimawandel vom Menschen verursacht wird, von 72 Prozent im Jahr 2018 auf 60 Prozent heute, ein Rückgang um 12 Prozentpunkte. Unter denjenigen, die sich als Unabhängige bezeichnen, sank der Glaube an einen vom Menschen verursachten Klimawandel um 19 Punkte, von 61 Prozent im Jahr 2018 auf 42 Prozent heute. Die Zahl der Republikaner, die glauben, dass der Mensch hauptsächlich für den Klimawandel verantwortlich ist, blieb im gleichen Zeitraum mit 33 Prozent konstant. Insgesamt gibt es laut der Umfrage jetzt mehr Menschen, die nicht glauben, dass der Mensch hauptsächlich für den Klimawandel verantwortlich ist, als solche, die dies glauben. Der Anteil derjenigen, die an den vom Menschen verursachten Klimawandel glauben, fiel von 60 Prozent im Jahr 2018 auf nur noch 49 Prozent.

Meiner Meinung nach war es schon immer so, dass der Klimawandel der springende Punkt ist: Wo rangiert der Klimawandel im Vergleich zu anderen politischen Themen, die der Öffentlichkeit wichtig sind, und wie viel sind die Menschen bereit, für die Bekämpfung des Klimawandels zu zahlen? Wie gesagt, die Antworten auf diese Fragen sind kein Trost für diejenigen, die behaupten, der Klimawandel sei die größte Gefahr für die Menschheit.

Fragen Sie die Öffentlichkeit nach fast jedem politischen Thema, das häufig in den Schlagzeilen steht, und die Befragten werden sagen, dass es wichtig ist: saubere Luft, Kriminalität, Wirtschaftswachstum, Bildung, Gesundheitsversorgung, Einwanderung, Arbeitsplätze, Rente, Steuern, Terrorismus und vieles mehr. Die Menschen sagen, dass sie alle wichtig sind. Was wir jedoch wirklich wissen müssen, ist, wie wichtig jedes Thema im Vergleich zu anderen Anliegen ist. In einer Welt, in der die Ressourcen und die Aufmerksamkeit der Wähler begrenzt sind, muss sich die Regierung darauf konzentrieren, was die Öffentlichkeit am meisten beschäftigt und was sie motiviert, wenn sie zur Wahl geht.

In einer kürzlich von Pew Research durchgeführten Umfrage wurde mehr als 5.000 Personen eine Liste mit 21 wichtigsten Anliegen oder Prioritäten vorgelegt, und sie sollten angeben, welche davon ihrer Meinung nach „vom Präsidenten und vom Kongress in diesem Jahr vorrangig behandelt werden sollten“. Es überrascht nicht, dass wie so oft die „Stärkung der Wirtschaft“ und die „Senkung der Gesundheitskosten“ die Liste anführten.

„Der Umgang mit dem Klimawandel“ lag zwar nicht auf dem letzten Platz, wie in den meisten früheren Umfragen, aber auf Platz 17 der Liste. Nur 37 Prozent der von Pew befragten Personen gaben an, dass dieses Thema höchste Priorität haben sollte. Dies bedeutet einen Rückgang der Besorgnis gegenüber der Pew-Umfrage von 2022, als der Umgang mit dem Klimawandel auf Platz 14 von 18 Prioritäten rangierte und 42 Prozent der Befragten sagten, dass dies „eine der obersten Prioritäten für den Präsidenten und den Kongress sein sollte“.

Die UC/AP-Umfrage bestätigt einmal mehr, dass die meisten Menschen – und damit meine ich die große Mehrheit – nicht bereit sind, für die Bekämpfung des Klimawandels zu zahlen. UC/AP berichtet sogar, dass:

Die Bereitschaft der Amerikaner, eine Gebühr zur Bekämpfung des Klimawandels zu zahlen, auf den niedrigsten Stand seit Beginn der APNORC/EPIC-Umfrage im Jahr 2016 gefallen ist.

Nur 38 Prozent der Amerikaner gaben an, dass sie bereit wären, 1 Dollar für eine monatliche Kohlenstoffgebühr zu zahlen, ein Rückgang um 14 Prozentpunkte gegenüber 2021.

Nicht einmal 12 Dollar pro Jahr, um die Erde vor der Zerstörung zu bewahren, also wirklich!

Die Unterstützung für eine Kohlenstoffabgabe sinkt von da an. Je höher die vorgeschlagene Gebühr ist, desto geringer ist die Unterstützung. Nur 29 Prozent der Menschen wären bereit, 20 Dollar pro Monat für die Bekämpfung des Klimawandels zu zahlen.

Die jeweiligen Umfrageergebnisse der UC/AP und von Pew stimmen mit den Ergebnissen früherer Umfragen zum Klimawandel überein. In einer Mitte 2010 von den Vereinten Nationen durchgeführten Umfrage mit mehr als 7 Millionen Befragten aus 195 Ländern (und damit der größten mir bekannten Stichprobengröße für eine klimabezogene Umfrage) wurden die Teilnehmer beispielsweise gebeten, 16 Prioritäten zu benennen. Eine qualitativ hochwertige Bildung stand an erster Stelle, während „Maßnahmen gegen den Klimawandel“ den letzten Platz belegte und 300.000 Stimmen weniger erhielt als „Zugang zu Telefon und Internet“, der auf Platz 15 der Liste landete.

Umfragen zeigen, dass die Mehrheit der Befragten den Klimawandel zwar für eine ernste Bedrohung hält, aber nicht bereit ist, viel zu zahlen, um ihn zu bekämpfen.

In einer von der Washington Post und der Kaiser Family Foundation durchgeführten Umfrage aus dem Jahr 2019 gaben beispielsweise 60 Prozent der Befragten an, dass sie glauben, die Welt habe weniger als zehn Jahre Zeit, um die schlimmsten Auswirkungen des Klimawandels zu verhindern – wobei die meisten dieser Befragten behaupteten, die Welt habe zwei Jahre oder weniger Zeit zum Handeln. Außerdem waren 70 Prozent der Befragten „sehr“ oder „etwas“ besorgt, dass der Klimawandel die Gesundheit der Amerikaner beeinträchtigen könnte.

Trotzdem waren 51 Prozent der Befragten „eher“ oder „stark“ dagegen, eine monatliche Steuer von 2 Dollar auf die Stromrechnungen von US-Haushalten zu zahlen, um den Klimawandel zu bekämpfen. In ähnlicher Weise würden 61 Prozent eine Erhöhung der Benzinsteuer um 10 Cent pro Gallone zur Bekämpfung des Klimawandels ablehnen. Die Zahl der Befragten, die eine Erhöhung der Stromrechnung und der Benzinsteuer ablehnen, stieg stark an, als die vorgeschlagenen Gebühren erhöht wurden: 71 Prozent sprachen sich gegen eine monatliche Steuer von 10 Dollar auf die Stromrechnungen von US-Haushalten aus, und 74 Prozent lehnten eine Erhöhung der Benzinsteuer um 25 Cent pro Gallone ab.

Um es klar zu sagen: Diese relativ bescheidenen Kostensteigerungen liegen weit unter den jährlichen Preiserhöhungen von mehreren Tausend Dollar, die die Regierung Biden den amerikanischen Haushalten in ihren Bemühungen zur Bekämpfung des Klimawandels bereits auferlegt hat.

Bedeutet dies, dass viele der Befragten Fatalisten sind? Oder deutet es darauf hin, dass sie, wenn es hart auf hart kommt und ihr hart verdientes Geld auf dem Spiel steht, nicht wirklich glauben, dass eine Klimaapokalypse bevorsteht? Ich weiß es nicht.

Ich habe es schon einmal gesagt, und ich werde es wiederholen: Die Besorgnis über den Klimawandel ist meilenweit und zentimetertief. Die Menschen haben gesprochen, wenn die Politiker nur zuhören würden.

Sources: EPIC/AP; Climate Change Weekly; Climate Change Weekly; Pew Research Center

Link: https://heartlanddailynews.com/2023/04/climate-change-weekly-469-new-survey-shows-climate-concern-is-declining/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

Anmerkung des Übersetzers: Mir ist nicht bekannt, ob es hierzulande eine ähnliche Umfrage gibt. Mir fehlt allerdings auch die Zeit zu recherchieren. Kann einer der Kommentatoren hierzu etwas beisteuern?

 




Gründliche Analyse von Clintel zeigt gravierende Fehler im jüngsten IPCC-Bericht

Clintel Foundation

* Das IPCC verschweigt gute Nachrichten über Katastrophenschäden und klimabedingte Todesfälle

* Das IPCC hat fälschlicherweise behauptet, dass die geschätzte Klimasensitivität über 2,5°C liegt; sie liegt eher unter 2°C.

*Das IPCC führt politische Entscheidungsträger in die Irre, indem es sich auf ein unplausibles Worst-Case-Szenario für Emissionen konzentriert.

* Die Fehler im AR6-Bericht sind schlimmer als die, die zur IAC-Überprüfung im Jahr 2010 geführt haben.

Der IPCC ignorierte wichtige, von Fachleuten überprüfte Literatur, die zeigt, dass normalisierte Katastrophenschäden seit 1990 zurückgegangen sind und dass die menschliche Sterblichkeit aufgrund von Wetterextremen seit 1920 um mehr als 95 % gesunken ist. Das IPCC zog durch Rosinenpickerei aus der Literatur die gegenteiligen Schlussfolgerungen und behauptete einen Anstieg der Schäden und der Sterblichkeit aufgrund des vom Menschen verursachten Klimawandels. Dies sind zwei wichtige Schlussfolgerungen des Berichts The Frozen Climate Views of the IPCC, der von der Clintel Foundation veröffentlicht worden ist.

Der 180-seitige Bericht ist – soweit wir wissen – die erste seriöse internationale „Bewertung“ des Sechsten Sachstandsberichts des IPCC. In 13 Kapiteln zeigt der Clintel-Bericht, dass das IPCC die Klimageschichte umgeschrieben hat, ein unplausibles Worst-Case-Szenario hervorhebt, eine enorme Voreingenommenheit zugunsten der „schlechten Nachrichten“ und gegen die „guten Nachrichten“ aufweist und die guten Nachrichten aus der Zusammenfassung für politische Entscheidungsträger heraushält.

Die Fehler und Verzerrungen, die Clintel in dem Bericht dokumentiert, sind weitaus schlimmer als diejenigen, die 2010 zur Untersuchung des IPCC durch den Interacademy Council (IAC Review) geführt haben. Clintel ist der Ansicht, dass das IPCC reformiert oder aufgelöst werden sollte.

Mit dem kürzlich veröffentlichten Synthesebericht hat das IPCC seinen sechsten Bewertungszyklus, der insgesamt sieben Berichte umfasst, abgeschlossen. Ein internationales Team von Wissenschaftlern des Clintel-Netzwerks hat mehrere Aussagen aus den Berichten der Arbeitsgruppe 1 (The Physical Science Basis) und der Arbeitsgruppe 2 (Impacts, Adaptation and Vulnerability) analysiert. Dies hat nun zu dem Bericht The Frozen Climate Views of the IPCC geführt.

In jedem Kapitel dokumentiert der Clintel-Bericht Verzerrungen und Fehler in der Bewertung des IPCC. Die Fehler sind im WG2-Bericht schlimmer als im WG1-Bericht. In Anbetracht der politischen Bedeutung des so genannten „Loss and Damage“ (bei den jährlichen COP-Treffen verhandeln die Länder derzeit über Spenden für einen Loss and Damage-Fonds) würde man eine gründliche Überprüfung der einschlägigen Literatur erwarten. Clintel zeigt jedoch, dass das IPCC in dieser Hinsicht völlig versagt hat. Ein im Jahr 2020 veröffentlichter Übersichtsartikel zu diesem Thema zeigte beispielsweise, dass 52 von 53 von Fachleuten geprüften Arbeiten, die sich mit „normalisierten Katastrophenschäden“ befassten, keinen Anstieg der Schäden feststellten, der auf den Klimawandel zurückgeführt werden könnte. Das IPCC hob die einzige Arbeit hervor, in der ein Anstieg der Schäden behauptet wurde. Diese Arbeit ist – wenig überraschend – fehlerhaft, aber die Auswahl durch das IPCC lässt vermuten, dass es den Schlussfolgerungen dieser Arbeit nicht widerstehen konnte.

Klimabedingte Todesfälle

„Wir befinden uns auf einem Highway zur Klimahölle“, sagte UN-Chef Guterres kürzlich. Ein genauerer Blick auf die Sterblichkeitsdaten zeigt jedoch, dass die Zahl der klimabedingten Todesfälle so niedrig ist wie nie zuvor. Der bekannte Wirtschaftswissenschaftler Bjorn Lomborg hat diese wichtige Information in einer von Experten begutachteten Arbeit aus dem Jahr 2020 veröffentlicht, aber das IPCC hat sich wieder einmal entschieden, sie zu ignorieren.

Die Strategie des IPCC scheint darin zu bestehen, alle guten Nachrichten über den Klimawandel zu verbergen und alles Schlechte hochzuspielen.

Manipulation der Klima-Historie

Auch der Bericht der Arbeitsgruppe 1 ist nicht frei von Verzerrungen und irreführenden Schlussfolgerungen. Der Bericht dokumentiert Probleme in jedem Kapitel, das das Clintel-Team überprüft hat. Das IPCC hat versucht, die Klimageschichte umzuschreiben, indem es die Existenz des so genannten thermischen Holozän-Maximums (oder Holozän-Klima-Optimums), einer Wärmeperiode zwischen 10.000 und 6000 Jahren vor heute, verschwinden ließ. Man hat eine neue Hockeyschläger-Grafik eingeführt, die das Ergebnis einer Kombination von unausgewogenen Proxies ist. Und es hat Temperatur-Rekonstruktionen ignoriert, die eine größere Variabilität in der Vergangenheit zeigen, wie etwa die gut dokumentierte Kleine Eiszeit.

Das IPCC behauptet, der Anstieg des Meeresspiegels habe sich in den letzten Jahrzehnten beschleunigt. Clintel hat gezeigt, dass diese Behauptung fehlerhaft ist, weil das IPCC die dekadische Variabilität des Meeresspiegels ignoriert. Wir zeigen auch, dass sein Meeresspiegel-Tool – das zum ersten Mal zur Verfügung gestellt wurde – einen mysteriösen und unwahrscheinlichen Sprung nach oben im Jahr 2020 zeigt.

Klima-Sensitivität

Der kanadische Wirtschaftswissenschaftler Ross McKitrick hat darauf hingewiesen, dass alle vom IPCC verwendeten globalen Klimamodelle eine zu starke Erwärmung in der Troposphäre zeigen, sowohl global als auch in den Tropen (wo die Modelle sogar einen „Hotspot“ vorhersagen). Dies deutet auf einige grundlegende Probleme in der Art und Weise hin, wie diese Modelle das Klimasystem simulieren.

Ein „spektakuläres2 Ergebnis des IPCC AR6-Berichts war die Anhebung der Untergrenze für die wahrscheinliche Klimasensitivität von 1,5°C auf 2,5°C, womit behauptet wurde, dass niedrige Werte für die Klimasensitivität jetzt unwahrscheinlich sind. Der Clintel-Bericht zeigt, dass diese Anhebung nicht gerechtfertigt ist. Aus dem Clintel-Bericht geht hervor, dass die beobachtete Erwärmung und andere Belege darauf hindeuten, dass der wahre Wert eher unter 2°C als über 2,5°C liegt. Dies bedeutet auch, dass die beste Schätzung für die Klimasensitivität, die laut IPCC bei 3°C liegt, nicht gerechtfertigt ist.

Darüber hinaus ist das IPCC seinem höchsten Emissionsszenario, dem so genannten RCP8.5 (oder jetzt SSP5-8.5), „verfallen“. In den letzten Jahren haben mehrere Arbeiten gezeigt, dass dieses Szenario unplausibel ist und nicht für politische Zwecke verwendet werden sollte. Im WG1-Bericht räumt das IPCC ein, dass dieses Szenario eine „geringe Wahrscheinlichkeit“ hat, aber diese sehr wichtige Bemerkung wurde in der Summary for Policymakers nicht hervorgehoben, so dass diese wichtigen Adressaten von diesem Problem nichts wissen. RCP8.5 ist das Szenario, auf das im IPCC-Bericht am häufigsten Bezug genommen wird.

Die Begutachtung durch den IAC

Im Jahr 2010 führten Fehler im WG2-Bericht des Vierten Sachstandsberichts zu einer Untersuchung des IPCC durch den Interacademy Council (IAC) der Vereinten Nationen. In dieser Untersuchung wurde unter anderem empfohlen, dass „Autorenteams mit unterschiedlichen Standpunkten der erste Schritt sind, um sicherzustellen, dass eine vollständige Palette durchdachter Ansichten berücksichtigt wird.“ Diese wichtige Empfehlung wird vom IPCC immer noch ignoriert. Schlimmer noch, wir dokumentieren, dass Roger Pielke Jr., ein Wissenschaftler mit beträchtlichem Fachwissen in diesen Bereichen, vom IPCC als eine Art ‚Voldemort‘ betrachtet wird, und sie vermeiden es absichtlich, seine Arbeit oder sogar seinen Namen zu erwähnen. Dies führt zu verzerrten Schlussfolgerungen.

Reform

Wir müssen leider feststellen, dass das IPCC bei der Bewertung der wissenschaftlichen Literatur schlechte Arbeit geleistet hat. Alle Länder stützen sich auf die Berichte des IPCC, um ihre Klimapolitik zu rechtfertigen, und die meisten Medien vertrauen den Behauptungen des IPCC blindlings. Der Clintel-Bericht The Frozen Climate Views of the IPCC zeigt, dass dieses Vertrauen nicht gerechtfertigt ist.

Unserer Meinung nach sollte das IPCC reformiert werden und ein breiteres Spektrum an Ansichten einbeziehen. Die Einladung von Wissenschaftlern mit anderen Ansichten, wie Roger Pielke Jr. und Ross McKitrick, sich aktiver an dem Prozess zu beteiligen, ist ein notwendiger erster Schritt. Wenn eine solche Einbeziehung unterschiedlicher Ansichten aus irgendeinem Grund nicht akzeptabel ist, sollte das IPCC aufgelöst werden.

Unsere eigenen Schlussfolgerungen in Bezug auf das Klima – die auf der gleichen zugrunde liegenden Literatur basieren – sind weit weniger düster. Aufgrund des zunehmenden Wohlstands und der fortschreitenden Technologie ist die Menschheit weitgehend immun gegen den Klimawandel und kann ihn problemlos bewältigen. Die globale Erwärmung ist für die Menschheit weitaus weniger gefährlich als das IPCC behauptet.

Der Bericht kann hier heruntergeladen werden.

Die Pressemitteilung (auf Englisch) kann hier als pdf heruntergeladen werden.

Niederländische Pressemitteilung hier.

Ungarische Pressemitteilung hier.

ABOUT CLINTEL
The Climate Intelligence foundation (Clintel) was founded in 2019 by emeritus professor of geophysics Guus Berkhout and science journalist Marcel Crok. Clintel’s main objective is to generate knowledge and understanding of the causes and effects of climate change, as well as the effects of climate policy. Clintel published the World Climate Declaration, which has now been signed by more than 1500 scientists and experts. Its central message is “there is no climate emergency”.

Link: https://wattsupwiththat.com/2023/05/10/thorough-analysis-by-clintel-shows-serious-errors-in-latest-ipcc-report/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Buch-Rezension: Unbequeme Wahrheiten: über Strom und die Energie der Zukunft

Buch-Rezension von Kip Hansen

Es ist vielleicht ein bisschen spät, dieses Buch als Weihnachtsgeschenk für sich selbst zu bestellen, aber bei der richtigen Quelle können Sie vielleicht die gedruckte Ausgabe für eine gemütliche Lektüre über das lange Neujahrswochenende bekommen. Und wenn Sie eine Menge Geld sparen wollen, versuchen Sie es mit der Kindle-Version – und Sie haben es sofort!

[Internationaler Hinweis: In den USA versuchen Sie es hier oder im Vereinigten Königreich bei amazon.uk]

Die Leser hier wissen bereits, dass es bei den Klimakriegen nicht wirklich um das Klima oder irgendein Klima geht. In den Klimakriegen geht es in erster Linie darum, woher die moderne Zivilisation ihre Energie bezieht. Woher wir unsere Energie bekommen. Die Klimakriege sind ein Angriff durch die Hintertür auf die menschliche Zivilisation – insbesondere auf die Zivilisationen der Armen, die nach Ansicht der selbsternannten Großgeister, die den Großen Reset organisieren, arm bleiben müssen, insbesondere energiearm. Die Klimakriege sind in erster Linie ein Krieg gegen die massiv Nutzen bringende Verwendung von Kohle, Erdöl und Erdgas – die Energiequelle zur Erzeugung der Energie, welche die Menschen für fast jeden guten Zweck nutzen.

Die Regierungen der Welt geben Ihre Steuergelder (und € und ₣ und ₱ und ¥ und £) für die Subventionierung von Solar- und Windkraftprojekten auf der ganzen Welt aus, um die derzeitigen zuverlässigen Kohle-, Öl- und Erdgaskraftwerke durch variable erneuerbare Energien zu ersetzen.

Und das ist im Grunde „der Knackpunkt“. Wir alle mögen erneuerbare Energien. Was problematisch ist, sind die variablen erneuerbaren Energien.

Wenn Sie es leid sind, mit Ihren Arbeitskollegen, Ihrer Familie und Ihren Freunden über „erneuerbare Energien“ zu sprechen, dann liegt das wahrscheinlich daran, dass Sie zwar wissen, dass sie ein Problem darstellen, aber Sie können nicht wirklich gut begründen, warum sie mit den derzeitigen Technologien der Menschheit nicht funktionieren und warum diese „kostenlose Energie“ in der realen Welt teurer ist.

Dr. Lars Schernikau und Prof. Willam Hayden Smith zur Hilfe!

Ihr neues Buch „Unbequeme Warheiten… über Elektrizität und die Energie der Zukunft“ wird Ihnen die Informationen liefern, die Sie brauchen, um über dieses Thema mit einem Gefühl der Autorität zu sprechen, das durch echte Informationen gestützt wird. Aber was noch besser ist: Es wird Sie darüber aufklären, was Strom und Energie sind, wie sie erzeugt werden und wie sie dazu beitragen, die Zivilisation aufzubauen und am Laufen zu halten.

Dieses unglaublich detaillierte Buch voller klarer und informativer Illustrationen deckt so viele wichtige Themen in den Bereichen Leistung, Energie und Elektrizität ab, dass es schwierig ist, sie aufzuzählen, aber hier ist eine Auswahl:

Primärenergie vs. Elektrizität – Was ist der Unterschied?

Erneuerbare Energie aus Wind und Sonne – Ist sie wirklich erneuerbar? Ist sie wirklich billiger?

Installierte Kapazität vs. erzeugter Strom – Wie diese Begriffe verwendet werden, um Regierungen zu täuschen und Investoren zu betrügen

Wasserstoff und Batterien – Können sie wirklich das Problem der Stromspeicherung lösen?

Übertragung und Verteilung – Das eigentliche versteckte Problem, mit dem sowohl Solar- und Windenergie als auch die Umstellung auf batteriebetriebene Elektrofahrzeuge zu kämpfen haben.

Energieknappheit und Energiemangel – in weiten Teilen der Welt bereits ein Problem.

Netto-Energie-Rendite (eROI)

„Net-Zero“, „Dekarbonisierung“, die „Energiewende“ und die Zukunft der Energie und was das für die Nachhaltigkeit bedeutet.

Dies ist kein Buch für die örtliche Schule – es ist kein Kinderbuch. Es wäre eine gute Ergänzung für die Bibliothek der örtlichen Volkshochschule oder Universität. Es ist ein Buch, das von Wissenschaftlern für die gebildete Allgemeinheit geschrieben wurde.

Wenn Sie die meisten Aufsätze auf dieser Website verstehen und daraus lernen können, dann haben Sie genug Hintergrundwissen, um dieses Buch zu lesen und daraus zu lernen. Verkaufen Sie sich nicht unter Wert und lassen Sie sich nicht abschrecken – dieses Buch ist für jeden zugänglich, der eine Mainstream-Zeitung oder eines der populärwissenschaftlichen Magazine lesen kann. Was es nicht ist, ist ein ständiger Strom von dummen und uninformativen Energiegesprächen oder eine Tirade gegen alternative Energien. Vielmehr finden Sie echte Antworten auf schwierige Fragen darüber, wie die Welt sich heute mit Energie versorgt, und eine ernsthafte Diskussion darüber, was wir auf unserem Weg in die Zukunft tun könnten und sollten.

Dieses Buch wurde von einem erfahrenen Rohstoffhändler und einem sehr sachkundigen Wissenschaftler geschrieben und besteht nicht nur aus ihren Meinungen und gesammelten Fakten, sondern wird durch 12 Seiten mit Verweisen auf Artikel und Papiere gestützt, von denen die meisten mit verkürzten Weblinks für einen schnellen Zugriff versehen sind.

Wenn Sie sich ernsthaft mit den Fakten über die Energiesysteme und -probleme der Welt – und mögliche Lösungen – auseinandersetzen wollen, dann ist dies das richtige Buch für Sie.

Fazit: Äußerst empfehlenswert.

Webseite: www.unpopular-truth.com (in Deutsch und Englisch inklusive aller Grafiken)

Link zum Original: https://wattsupwiththat.com/2022/12/23/book-review-the-unpopular-truth-about-electricity-and-the-future-of-energy/




Die praktische Unmöglichkeit von Kohlenstoffabscheidung und -speicherung in großem Maßstab

Steve Goreham

Die Umweltschutzbehörde EPA arbeitet an einer neuen Vorschrift, die strenge Grenzwerte für Kohlendioxid (CO₂)-Emissionen von US-Kraftwerken festlegen soll. Die Energieversorger wären verpflichtet, bestehende Anlagen mit CCS-Technologie (Carbon Capture and Storage) nachzurüsten oder auf Wasserstoff als Brennstoff umzustellen. Andere fordern den Einsatz von CCS zur Dekarbonisierung der Schwerindustrie. Doch die Kosten für die Abscheidung und die Menge an CO₂, die nach Ansicht der Befürworter abgeschieden werden muss, machen jede Vorstellung von der Machbarkeit zunichte.

Bei der Kohlenstoffabscheidung und -speicherung wird Kohlendioxid aus einer Industrieanlage separiert, bevor es in die Atmosphäre gelangt, transportiert und für Jahrhunderte bis Jahrtausende gespeichert. Die Abscheidung kann durch das Herausfiltern von Kohlendioxid aus Verbrennungsabgasen erreicht werden. Für den Transport des abgeschiedenen CO₂ werden Pipelines vorgeschlagen. Unterirdische Reservoirs könnten für die Speicherung genutzt werden. In den letzten zwei Jahrzehnten haben Befürworter CCS vorgeschlagen, um die Emissionen von Kohlekraftwerken, der Stahlindustrie, der chemischen Industrie und anderen schwer zu dekarbonisierenden Industrien zu reduzieren und so den vom Menschen verursachten Klimawandel zu bekämpfen.

CCS hat sich aufgrund der Kosten für die Abscheidung und der begrenzten Marktfähigkeit von Kohlendioxid als Produkt nur langsam durchgesetzt. Heute gibt es weltweit 39 CCS-Anlagen zur CO₂-Abscheidung, die insgesamt 45 Millionen Tonnen pro Jahr abscheiden, was etwa 0,1 Prozent der weltweit produzierten Industrieemissionen entspricht. Davon befinden sich 20 in den USA oder Kanada, sechs in Europa und fünf in China. Vierundzwanzig dieser Anlagen nutzen abgeschiedenes CO₂ für die verbesserte Ölgewinnung. Abgeschiedenes CO₂ wird in Ölquellen eingeleitet, um die Ölförderung zu steigern,

Die Nachrichten von diesen Einrichtungen sind gemischt. Viele erreichen ihre Ziele bei der Kohlenstoffabscheidung nicht oder verursachen Kosten, die weit über dem Budget liegen. Nichtsdestotrotz bieten Australien, Kanada, China, Japan, die USA und europäische Länder jetzt Milliarden an direkten Subventionen oder Steuervergünstigungen für Unternehmen zur Abscheidung von CO₂-Emissionen und zum Bau von Pipelines und Speicheranlagen. Weltweit sind über 300 große und kleine Abscheidungsprojekte in Planung, die nach ihrer Fertigstellung die Abscheidung auf 0,5 Prozent der vom Menschen verursachten Emissionen steigern könnten.

Illinois, Iowa und andere Bundesstaaten kämpfen mit Problemen im Zusammenhang mit Plänen für CO₂-Pipelines. Ethanolwerke und andere Anlagen wollen CO₂ abscheiden und benötigen ein neues Pipelinenetz, um das Gas zu unterirdischen Speicherstätten zu transportieren. Diese Pipelines stoßen auf den heftigen Widerstand lokaler Gemeinden wegen der Nutzung von Ackerland und Sicherheitsbedenken im Falle eines Pipelinebruchs.

Die Kohlenstoffabscheidung und -speicherung ist sehr teuer. Ein Beispiel sind die Pläne für CCS in Wyoming, dem führenden US-Kohlestaat. Wyoming förderte im Jahr 2020 41 Prozent der US-Kohle, und etwa 85 Prozent der Elektrizität des Bundesstaates wurde in Kohlekraftwerken erzeugt. Aufgrund der reichhaltigen Kohleressourcen und der guten Möglichkeiten, CO₂ unterirdisch zu speichern, schien Wyoming ein hervorragender Kandidat für den Einsatz von CCS zu sein. Der Bundesstaat verabschiedete im März 2020 das Gesetz House Bill 200, das den Versorgungsunternehmen vorschreibt, bis 2030 20 Prozent des Stroms aus Kohlekraftwerken zu erzeugen, die mit CCS ausgerüstet sind.

Als Reaktion auf das Gesetz haben Rocky Mountain Power und Black Hills Energy, die beiden großen Energie-Versorgungsunternehmen Wyomings, Alternativen für ihren Betrieb analysiert und der Wyoming Public Service Commission im März 2022 eine Stellungnahme vorgelegt. Die Stellungnahmen fielen jedoch nicht zugunsten von CCS aus. Black Hills Energy stellte fest, dass der Einbau von CCS in zwei bestehende Kohlekraftwerke schätzungsweise 980 Millionen Dollar kosten würde, also das Dreifache der Investitionskosten für den Bau der Kraftwerke. Rocky Mountain Power erklärte, dass der Einbau von CCS in seine bestehenden Kraftwerke „zum jetzigen Zeitpunkt wirtschaftlich nicht machbar“ sei.

Abgesehen von den Kosten ist die Menge des Kohlendioxids, die nach Ansicht der Befürworter abgetrennt werden muss, enorm. Die von der Industrie erzeugte CO₂-Menge ist global gesehen gering, sie beträgt nur etwa fünf Prozent dessen, was die Natur täglich in die Atmosphäre freisetzt und aus ihr aufnimmt. Aber die Menge des industriell erzeugten CO₂ ist für menschliche Verhältnisse immer noch enorm.

Ein leerer Boeing 747 Jumbo-Jet wiegt zum Beispiel 412.300 Pfund (187.000 kg). Sein maximales Treibstoffgewicht beträgt 433.195 Pfund (196.494 kg), also mehr als das Leergewicht des Flugzeugs. Bei der Verbrennung von Treibstoff werden zwei Sauerstoffatome aus der Atmosphäre entnommen und mit jedem Kohlenstoffatom verbunden. Für jedes Kilogramm Kerosin, das verbrannt wird, entstehen 3,16 Kilogramm Kohlendioxid.

Nehmen wir das Kraftwerk Drax in North Yorkshire, England, das drittgrößte Kraftwerk Europas, das zu zwei Dritteln mit Biomasse betrieben wird. Das Kraftwerk experimentiert mit CCS, um die Emissionen zu reduzieren. Täglich verbraucht das Kraftwerk etwa 20 000 Tonnen Holzpellets, die in 475 Eisenbahnwaggons angeliefert werden. Stellen Sie sich die Menge vor, die diese Eisenbahnwaggons transportieren würden, und verdoppeln Sie sie, um eine Vorstellung von der CO₂-Menge zu bekommen, die jeden Tag aufgefangen und gespeichert werden muss.

Die Schwerindustrie der Welt verbraucht riesige Mengen an Kohle, Erdgas und Erdöl. Ammoniak, Zement, Kunststoffe, Stahl und andere Industrien produzieren jedes Jahr Milliarden Tonnen von Materialien für die Landwirtschaft, das Baugewerbe, das Gesundheitswesen, die Industrie und den Transport. Die Abscheidung, der Transport und die Lagerung von CO₂ aus diesen Prozessen würde Billionen von Dollar und viele Jahrzehnte an Investitionen erfordern.

Die Internationale Energieagentur fordert, dass bis 2050 9 % der weltweiten CO₂-Emissionen aufgefangen und gespeichert werden. Derzeit sind 39 größere und kleinere Abscheidungsanlagen in Betrieb. Die IEA schätzt, dass bis 2050 jedes Jahr 70 bis 100 größere Abscheidungsanlagen in Betrieb genommen werden müssen, um dieses Ziel zu erreichen. Es ist unwahrscheinlich, dass auch nur 20 Prozent des Ziels erreicht werden, ganz zu schweigen von Hunderten Milliarden Dollar an Ausgaben.

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Autor: Steve Goreham is a speaker, author, and independent columnist on energy, sustainability, climate change, and public policy. More than 100,000 copies of his books are now in print, including his latest, Outside the Green Box: Rethinking Sustainable Development.

Link: https://www.cfact.org/2023/05/03/the-practical-impossibility-of-large-scale-carbon-capture-and-storage/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE