Mitteilung an Medien: Vorstellung des Realitometers

Christopher Monckton of Brenchley

Seit 1990, als der IPCC seine ersten Vorhersagen zur globalen Erwärmung machte, ist ein Drittel des Jahrhunderts vergangen. In den 400 Monaten seit Januar 1990 haben sich die ursprünglichen Vorhersagen des IPCC, die von einer Erwärmung von 0,2 bis 0,5 °C pro Jahrzehnt für das folgende Jahrhundert ausgingen (siehe unten), als stark übertrieben erwiesen.

Im Jahr 1990 sagte der IPCC auch voraus, dass eine Verdoppelung des CO₂-Gehalts in der Luft im mittleren Bereich eine globale Erwärmung von 3 °C verursachen würde – die gleiche Erwärmung wie die vorhergesagte Erwärmung durch ein Jahrhundert anthropogener Emissionen aus allen Quellen. Im Jahr 2021 sagte der IPCC voraus, dass die Erwärmung durch eine CO₂-Verdopplung 2 bis 5 °C betragen würde, mit einer besten Schätzung von 3 °C, also dem Zehnfachen der dekadischen Vorhersagen von 1990.

Das Realitometer, das jeden Monat veröffentlicht wird, zeigt die reale globale Erwärmung pro Jahrhundert seit Januar 1990 aus dem monatlichen Satelliten-Temperaturdatensatz der Universität von Alabama in Huntsville (UAH), verglichen mit der Bandbreite der Vorhersagen des IPCC und mit der mittleren Bandbreite von 3,9 C Hundertjahres-Erwärmung, die in den CMIP6-Modellen vorhergesagt wird.

Das Realitometer zeigt eine reale Erwärmung von nur 1,33 C/Jahrhundert über ein Drittel eines Jahrhunderts. Die mittlere Vorhersage der CMIP6-Modelle von 3,9 °C erweist sich somit als schockierende Überschreitung der realen Erwärmung um 293 %. Die Vorhersagen des IPCC von 2-5 °C liegen zwischen 150 % und 375 % der realen Erwärmung. Seitdem hat der IPCC seine erstmals im Jahre 1990 erstellten Vorhersagen jedoch nicht reduziert, um sie in die Nähe der beobachteten Realität zu bringen.

Der IPCC stützte seine Vorhersagen im Jahr 1990 auf vier Emissionsszenarien A-D. Szenario A war das „Business-as-usual“-Szenario. Es ging von einem erheblichen Anstieg der jährlichen Emissionen im Vergleich zu 1990 aus. Szenario B sagte keinen Anstieg der jährlichen Emissionen im Vergleich zu 1990 voraus. In Wirklichkeit sind die jährlichen Emissionen seit 1990 um mehr als die Hälfte gestiegen. Die Emissionen bis 2021, dem letzten vollständigen Jahr, für das Zahlen vorliegen, entsprechen genau dem Business-as-usual-Szenario A. Doch die in Szenario A vorhergesagte Erwärmung tritt einfach nicht ein.

 

Das Realitometer stützt sich auf die von Satelliten gemessenen Temperaturanomalien, da diese Daten nicht wie die terrestrischen Daten durch den städtischen Wärmeinseleffekt, d. h. die direkte Erwärmung durch die nur unzureichend korrigierte Wärmeabgabe der Städte kontaminiert sind.

Anstelle anderer Satellitendaten (RSS v.4, NOAA v.4 und Washington U v.1) wird UAH v.6 verwendet, weil, wie Andy May in einer ausgezeichneten Kolumne an dieser Stelle hervorgehoben hat, nur UAH die falschen Daten in den älteren NOAA-11- bis NOAA-14-Satelliteninstrumenten korrigiert hat und weil die UAH-Daten nach dieser Korrektur weitaus besser als alle anderen Satellitendaten mit den Radiosondendaten übereinstimmen, einem unabhängigen Maßstab.

Monat für Monat wird das Realitometer zeigen, wie absurd übertrieben die offiziellen Vorhersagen der globalen Erwärmung waren und sind, auf denen die leicht zu manipulierenden Regierungen – nur in den westlichen Ländern – ihre die Wirtschaft zerstörende Netto-Null-Politik aufgebaut haben. Diese Politik beruht auf der Vorstellung, dass die globale Erwärmung im mittleren Bereich fast dreimal so stark sein wird wie bisher. Doch kein einziges Mainstream-Nachrichtenmedium hat darüber berichtet, wie verblüffend groß das Verhältnis zwischen Vorhersage und Realität ist.

Link: https://climaterealism.com/2023/05/note-to-media-introducing-the-realitometer/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Ein einfacher Führer zu einer rationalen Energiepolitik

Ronald Stein

Es gibt umfangreiche technische und langwierige Diskussionen und Lösungsvorschläge – sowohl Pro als auch Contra – über den Klimawandel, den Anstieg der Ozeane, extreme Wetterereignisse, die Auswirkungen von Emissionen, Netto-Null-Emissionen, EV-Mandate, Wind- und Solarmandate, Umweltverschmutzung, Temperaturwechsel und Energiesubventionen.

Der Elefant im Raum, über den selten gesprochen wird, ist die einfache und leicht zu verstehende Tatsache, dass die Welt vor einer Verknappung der gleichen Produkte und Kraftstoffe steht, die aus Erdöl hergestellt werden und die Grundlage für das Bevölkerungswachstum des Planeten von einer auf acht Milliarden Menschen in weniger als zweihundert Jahren waren.

Eine nichttechnische Erklärung für diese bevorstehende Verknappung ist, dass Windturbinen und Sonnenkollektoren nur Strom erzeugen, aber keine Produkte für die Menschheit herstellen können.

Da es keinen Plan zur Aufrechterhaltung der Versorgungskette für alle Produkte und Brennstoffe gibt, mit denen die acht Milliarden Menschen auf diesem Planeten versorgt werden können, sollte das Folgende hilfreich sein für neue Verordnungen, Auflagen und Gesetze, die eine vernünftige, erschwingliche und rationale Energiepolitik wiederherstellen würden.

● Windturbinen und Sonnenkollektoren erzeugen nur Strom, aber keine Produkte für die Menschheit.

● Der Verzicht auf fossile Brennstoffe würde zu einer Verringerung der folgenden Punkte führen, da all diese Infrastrukturen aufgrund der aus Erdöl hergestellten Produkte existieren, die weder von Windturbinen noch von Sonnenkollektoren hergestellt werden können:

● Heute sind 700 Ölraffinerien auf der ganzen Welt für bestimmte Rohölrohstoffe ausgelegt, die an diesen Standorten zur Verfügung stehen, und stellen dann jedes 42-Gallonen-Fass Öl in leichte und schwere Kohlenwasserstoffprodukte um, die aus diesem Rohmaterial erhältlich sind, um die 8 Milliarden Menschen auf diesem Planeten zu versorgen, die von den 50.000 Jets, die Menschen und Produkte transportieren, und von mehr als 50.000 Handelsschiffen für den globalen Handelsverkehr abhängig sind, sowie von den Militärs der einzelnen Länder und den Raumfahrtprogrammen, die auf den schweren Kohlenwasserstoffen für die verschiedenen aus Rohöl hergestellten Kraftstoffe basieren.

● Die Zukunft sieht nicht gut aus, da 20 Prozent der 700 weltweit veralteten Raffinerien in den nächsten fünf Jahren geschlossen werden sollen, was zu einem Rückgang der Produktion führen wird, da 140 Produktionsstätten wegfallen werden, um die ständig wachsende Nachfrage nach Schiffen, Flugzeugen und Derivaten für alle von der Gesellschaft nachgefragten Produkte zu befriedigen. Wenn in den wohlhabenden Ländern in den kommenden Tagen weniger produziert wird, sind weitere Engpässe und eine Inflation sowohl bei Kraftstoffen als auch bei Produkten auf Dauer garantiert.

● Seit 1977, also seit 46 Jahren, ist in Amerika keine neue Raffinerie mehr gebaut worden, so dass die Notwendigkeit neuer amerikanischer Raffinerieanlagen zur Verarbeitung von Erdgas und/oder Kohle ein Wunschtraum sein könnte, um Umwelt- und Baugenehmigungen für eine neue Produktionsstätte für fossile Brennstoffe zu erhalten, wenn Amerika motiviert ist, sich sowohl von Erdgas und Kohle als auch von Erdöl zu befreien.

● Diese leichten Kohlenwasserstoffe werden in erster Linie für die Herstellung von mehr als 6.000 Produkten für die Menschheit und Infrastrukturen verwendet, die es vor 1800 noch nicht gab.

● Um eine Welt zu schaffen, in der nur noch diese leichten Kohlenwasserstoffe für die Herstellung aller Produkte verwendet werden, die den Lebensstil und die Infrastrukturen unterstützen, gibt es in grünen Kreisen Überlegungen, die bestehenden alten Raffinerien so umzubauen, dass sie nur noch Derivate produzieren und/oder die bestehenden Raffinerien durch Derivat-Raffinerien zu ersetzen oder nur noch diese leichten Kohlenwasserstoffe herzustellen. Auch das könnte ein Hirngespinst sein, da jede Raffinerie für bestimmte Rohöl-Rohstoffe ausgelegt ist, die an diesen Standorten zur Verfügung stehen, und eine Umrüstung technisch zu teuer und nicht einmal zulässig sein könnte.

● Ein 42-Gallonen-Fass Öl enthält etwa 90 Prozent schwere Kohlenwasserstoffe für verschiedene Kraftstoffe und etwa 10 Prozent leichte Kohlenwasserstoffe, die die Grundlage für Tausende von Produkten bilden, die aus diesen Erdölderivaten als Nebenprodukte hergestellt werden. Wir können nicht noch mehr leichte Kohlenwasserstoffe aus einem Barrel Öl herauspressen.

● Eine solche Umstellung dieser alten Raffinerien auf derivative Raffinerien ist ein Hirngespinst oder eine Umwelt- und Emissionskatastrophe, da 90 Prozent dieses 42-Gallonen-Fasses Rohöl entsorgt werden müssten, wenn es nicht als verarbeitete Produkte wie Flüssiggas (LPG), Autobenzin, Düsenkraftstoff, destilliertes Heizöl und Dieselkraftstoff vermarktet werden kann.

● Es waren die fossilen Brennstoffe, die es der Menschheit ermöglichten, innerhalb von 200 Jahren von 1 auf 8 Milliarden Menschen zuzunehmen, weil sie zu Tausenden von brauchbaren, lebensverbessernden und lebensrettenden Produkten verarbeitet werden können.

● Die „Umstellung“ der Menschheit auf reine Elektrizität bedeutet eine Umstellung auf Wind- und Solarsysteme, die keines dieser lebenswichtigen Produkte herstellen können. Dass der Übergang zu reiner Elektrizität höchstwahrscheinlich den Tod von MILLIONEN Menschen durch Krankheiten, Unterernährung, verminderten Lebensstandard und wetterbedingte Katastrophen zur Folge haben wird, wohingegen Prognosen über Millionen von Todesopfern durch „Kohlenstoffemissionen“ und Klimawandel auf Computermodellen beruhen, die keine dieser Realitäten in Betracht ziehen.

Die Standorte für den Abbau der für den Bau von Wind-, Solar- und EV-Batterien benötigten Materialien befinden sich in Entwicklungsländern, in denen nur minimale bis gar keine Arbeits-, Lohn-, Umwelt-, Sanierungs-, Gesundheits- und Sicherheitsvorschriften für die Arbeiter gelten. Allein der Abbau dieser exotischen Mineralien bringt weltweit soziale Probleme, Menschenrechtsverletzungen und Umweltzerstörung mit sich, ist aber für die wohlhabenden Länder, die von diesen „grünen“ Materialien profitieren, nicht von Bedeutung.

● Die Klima-Sekte KÖNNTE in diesen Entwicklungsländern Stilllegungs- und Wiederherstellungs-Standards bis zum letzten Löwenzahn anstreben, so wie wir es für stillgelegte Minen, Öl- und Atomanlagen in Amerika haben, aber die Klima-Sekte vermeidet dasselbe in Entwicklungsländern.

● Der Lebenszyklus von Strom aus Wind- und Solarturbinen reicht von der Planung, Beschaffung und dem Bau über Betrieb, Wartung und Reparatur bis hin zur Stilllegung und Entsorgung, aber auch hier sind Recycling und die Wiederherstellung der Landschaft in ihren ursprünglichen Zustand in den reichen Ländern, die sich umweltfreundlich verhalten, nicht vorgesehen.

● Die Welt vom Öl zu befreien, ohne an einen Ersatz zu denken, wäre unmoralisch und böse, da eine extreme Verknappung der aus fossilen Brennstoffen hergestellten Produkte, die die 8 Milliarden Menschen auf diesem Planeten versorgen, zu Milliarden von Todesfällen durch Krankheiten, Unterernährung und wetterbedingte Todesfälle führen wird. Eine Verknappung der Produkte aus fossilen Brennstoffen würde dazu führen, dass die Lebensweise in die Zeit der Pferdefuhrwerke um 1800 zurückverlegt werden müsste, und könnte die größte Bedrohung für die acht Milliarden Bewohner des Planeten darstellen.

Bevor politische Maßnahmen ergriffen werden, die sich auf die Versorgungskette für Rohöl auswirken, muss ein Ersatz gefunden werden, der die Versorgungskette für mehr als 6.000 Produkte und verschiedene Brennstoffe aufrechterhalten kann, die den Gesundheits- und Nahrungsmittelbedarf der 8 Milliarden Menschen auf diesem Planeten decken, sowie für die 50.000 Handelsschiffe und 50.000 Flugzeuge, die Produkte für den globalen Handel, das Militär und die Raumfahrtprogramme um die Welt transportieren.

This piece originally appeared at Cfact.org and has been republished here with permission.

Link: https://cornwallalliance.org/2023/05/an-easy-guide-to-rational-energy-policies/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Kältereport Nr. 16 /2023 …

… diesmal mit einem Kuriosum am Ende

Christian Freuer

Vorbemerkung: Kaum nähert sich der Winter der Südhalbkugel, tauchen schon Australien und Neuseeland in den Meldungen auf. Dazu passt eine Meldung von wetteronline.de über eine extrem frühe Abkühlung in der Antarktis (Link siehe unten). Bemerkenswert auch: Durch alle MSM geisterte die Meldung über extreme Hitze in Spanien (siehe auch den Kältereport Nr. 14). Inzwischen zeigen alle Simulationen übereinstimmend die Ausweitung des Tiefdrucksystems über Mitteleuropa bis zum westlichen Mittelmeer. Auf der gesamten Iberischen Halbinsel dürfte sich als in dieser und der nächsten Woche sehr kühles und niederschlagsreiches Wetter einstellen! Auch Blogger Cap Allon deutet das schon an, und es dürfte im nächsten Kältereport in den Meldungen auftauchen. Aber schauen wir doch mal, ob in den MSM dazu etwas kommt!

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Meldungen vom 8. Mai 2023:

Australien: Rekord-Tierfsttemperaturen und vor.saisonaler Schnee

Anomale Kälte und Schnee hielten am Wochenende Gebiete in New South Wales und Victoria Einzug – unterhalb von 500 m – ebenso wie winterliches Wetter in weiten Teilen Australiens.

Nach einer Reihe von überdurchschnittlich kalten Jahreszeiten wird der Herbst 2023 den kalten und schneereichen Trend in Australien voraussichtlich fortsetzen.

Von den Schneefeldern bis zu den südlichen Highlands von NSW führte die Kombination aus extrem kalter Polarluft und beträchtlichem Niederschlag zu weitreichenden Schneefällen zu Beginn der Saison.

Bereits Anfang Mai gab es den ersten subalpinen Schnee des Jahres, der am Brown Mountain, in Nimmitabel und im Perisher Valley beträchtliche Schneemengen lieferte.

„Das war der erste Schnee, und zwar ein großer“, sagte Rod Coleman aus Nimmitabel. „Es hat einfach nicht aufgehört … es hat den ganzen Tag geschneit“, was Coleman als unglaublich selten für diese Jahreszeit bezeichnete.

In Orten wie Falls Creek, Hotham und Robertson, wo Schnee- und Eiswarnungen mittlerweile an der Tagesordnung sind, kam es zu Ansammlungen von bis zu 20 cm – und das ganze fünf Wochen vor Beginn der offiziellen Schneesaison.

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Seltener Mai-Schneefall in Pakistan

Seltene Schneefälle haben am Wochenende die höheren Regionen Pakistans, einschließlich des Hindukusch-Gebirges, heimgesucht.

Sowohl im oberen als auch im unteren Teil der Stadt Chitral fiel am Sonntag Schnee, während im Distrikt Swat, insbesondere in Kalam, zum ersten Mal seit 30 Jahren Mai-Schneefall beobachtet wurde.

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Kalt und nass in Kenia

Nach den westlichen USA und Australien ist Kenia das jüngste Land, das seine „katastrophale, durch CO₂ verursachte Megadürre“ beendet.

Das ostafrikanische Land hat zwei nasse Monate in Folge erlebt und beendet damit „die schlimmste Dürre in seiner Geschichte“.

Und als weiterer Schlag gegen die Katastrophisten endete der April 2023 in Kenia mit einer Durchschnittstemperatur von 22,9°C, was 0,8°C unter dem multidekadischen Durchschnitt liegt.

Auch hier hat Mutter Natur ein Gleichgewicht gefunden, ohne dass der Mensch eingreifen musste.

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Kälte in Osteuropa verlängert sich in den Mai hinein

Insgesamt war der April in ganz Europa sehr kalt. Die späten Schneefälle haben auch dazu geführt, dass die Temperaturen auf dem Kontinent in vielen Fällen unter die saisonalen Durchschnittswerte lagen – ein Phänomen, welches sich nun im Mai fortsetzt.

Es folgen Graphiken mit den Abweichungen in den Balkan-Ländern. Überall war es kälter als die Norm. Es wird auf das Original verwiesen, wen diese Darstellungen interessieren. Cap Allon fährt dann fort:

Es genügt zu sagen, dass der April in Nord- und Osteuropa ein sehr kalter Monat war – eine Kälte, die die anomale Hitze auf der Iberischen Halbinsel mehr als ausglich. Und jetzt im Mai halten die Anomalien in Europa an und verstärken sich sogar noch, insbesondere in den baltischen Ländern, wo eine Vielzahl nationaler monatlicher Tiefsttemperaturrekorde aufgestellt wurde, wie z. B. in Estland mit -7,6 °C in Koodu, in Lettland mit -6,8 °C in Zosēni und in Litauen mit -6 °C in Skuodas.

Link: https://electroverse.info/australia-suffers-record-lows-and-early-snows-pakistan-snow-cold-kenya-europes-freezing-april-spills-into-may/

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Meldungen vom 9. Mai 2023:

Australien: Monatliche Rekord-Kälte breitet sich bis nach Queensland aus

Die rekordverdächtige Kälte Australiens hat sich von Victoria und NSW nach Norden bis nach Queensland ausgebreitet.

Weite Teile Ostaustraliens erlebten in dieser Woche die niedrigsten Mai-Temperaturen, die je gemessen wurden – ein Vorgang, der umso beeindruckender ist, wenn man bedenkt, dass wir uns noch weit in der ersten Monatshälfte befinden.

Außerdem wurde in Queensland seit Juli 2019 keine niedrigere Temperatur mehr gemessen.

Am Dienstagmorgen (9. Mai) wurden in Queensland wirklich historische Werte gemessen: Die um 6:30 Uhr in Oakey gemessenen -5,7 °C übertrafen den bisherigen Mai-Tiefstwert der Stadt von -4,4 °C aus dem Jahr 2019. Durch den Windchill fühlte es sich sogar noch kälter an: -9,5°C.

Auch andernorts sind bemerkenswerte monatliche Tiefstwerte gefallen, darunter in Dalby (-3,2°C brachen den Rekord von 1911 von -2,2°), an der Sunshine Coast (3,3°C) und in Blackwater (3,1°C) – um nur drei weitere zu nennen.

Nach dem rekordverdächtig kalten Winter 2022 beginnt die kalte Jahreszeit 2023 in Brisbane ähnlich und erreicht 9°C. Am Flughafen von Brisbane war es mit 4,4 °C noch kälter – der niedrigste Maiwert seit 17 Jahren.

Auch im benachbarten Bundesstaat NSW wurden weiterhin Rekorde gebrochen: Narrabri, zum Beispiel, verzeichnete eine außergewöhnliche -3,3°C.

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Mai-Schnee in Indien

In weiten Teilen der indischen Region Jammu und Kaschmir kam es am Montag, dem 8. Mai, zu seltenen Schneefällen in der Nachsaison.

Der Schnee war teilweise heftig, vor allem in der Region Kokernag in Süd-Kaschmir, die vollständig bedeckt war.

Das Betaab-Tal in Pahalgam war ein weiteres Gebiet, in dem es außerhalb der Saison schneite; auch in Kulgam und Kishtwar gab es neues Schneegestöber, wie ANI auf YouTube berichtet:

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Es folgt eine Meldung über ein schwaches, aber deutlich spürbares Erdbeben in Irland! Gehört nicht in einen Kältereport, aber da es als Nachricht nirgendwo auftaucht…

Dann die nächste Meldung:

Der sehr kalte April in Alaska

Insgesamt und trotz der falschen Schlagzeilen und der UHI-ignorierenden Datensätze erlebten die Vereinigten Staaten einen kalten April 2023.

Der April endete in den USA (Lower 48) mit einer Durchschnittstemperatur von 10,76° C, die selbst laut der wärmeverheißenden Regierungsbehörde NOAA über 0,2° C unter dem multidekadischen Durchschnitt lag.

In Alaska waren die Anomalien noch krasser.

Der letzte Monat schloss mit einer Durchschnittstemperatur von -8.7° C in The Last Frontier, was, wiederum nach offiziellen Vergleichen, beeindruckende 5,5 K unter dem Normalwert liegt und Alaskas viertkältesten April in 99 Jahren Aufzeichnungen ausmacht.

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Es folgt noch ein kurzer Abschnitt zu einem Sonnensturm.

Link: https://electroverse.info/record-monthly-cold-sweeps-queensland-may-snow-clips-india-ireland-registers-its-largest-ever-quake-alaskas-very-cold-april-g3-storms-possible-tomorrow/

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Meldungen vom 10. Mai 2023:

Brutal kalter Winter in der Mongolei tötet das Vieh – 212.000 Menschen brauchen Hilfe

Es war ein historischer, brutal kalter Winter in den zerklüfteten Weiten der Mongolei – Bedingungen, die bis in den Frühling hinein andauerten.

Ein eisiger Winter hat dazu geführt, dass Hirtenfamilien in der Mongolei ohne Vieh auskommen müssen und mit schweren Nahrungsmittel-Engpässen konfrontiert sind, warnt Save the Children.

Derzeit herrscht in 13 der 21 Provinzen der Mongolei ein „Dzud“ – ein Naturphänomen, das nur in der Mongolei vorkommt und bei dem starker Schneefall und extreme Kälte zu unzureichenden Weideflächen für das Vieh führen. Zwischen 1940 und 2015 wurden zweimal pro Jahrzehnt offizielle „Dzud-Erklärungen“ abgegeben. In den letzten Jahren haben die Dzuds jedoch an Häufigkeit zugenommen, so dass sie nun jährlich vorkommen.

Wie auf die zunehmenden „Kältewellen“ in Indien hat die AGW-Partei auch darauf keine Antwort, sondern nur die Floskel: „Klimakrise“.

In diesem Jahr waren Temperaturen unter -40°C eine allzu regelmäßige Erscheinung, Messwerte, die zum vorzeitigen Tod von Hunderttausenden von Tieren führten, entweder durch Verhungern oder durch Erfrieren. Dies wiederum hat die Lebensgrundlage von etwa 200 000 mongolischen Haushalten beeinträchtigt, die ihr Einkommen mit dem Hüten von Ziegen, Schafen, Rindern, Pferden, Yaks und Kamelen erzielen.

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Kalter April auch in Pakistan

Viele asiatische Länder erlebten 2022-23 einen historisch kalten Winter, von Nordost-Russland bis Iran, von Kasachstan bis Japan.

Der Januar in Pakistan zum Beispiel hatte eine Durchschnittstemperatur von 9,98°C, was mehr als 2 K unter der multidekadischen Norm liegt – eine Kälte, die sich nun bis in den April erstreckt, wobei der letzte Monat einen Durchschnitt von 24,28°C lieferte – 0,7C unter der Norm.

Im Januar wurde auch die bisher niedrigste Temperatur in Pakistan gemessen, nämlich -10° am 14. Januar in Nokkundi. Aber auch in vielen anderen asiatischen Ländern wurde in diesem Jahr Geschichte geschrieben, denn auch in Sibirien, China und Japan wurden neue Rekord-Tiefsttemperaturen gemessen:

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Starke Schneefälle legen Flüge in Peru lahm

Starke Schneefälle haben zu Flugverspätungen auf dem internationalen Flughafen Alejandro Velasco Astete in der peruanischen Stadt Cusco geführt.

Die peruanische Fremdenverkehrspolizei (POLTUR) teilte mit, dass Flüge aus Sicherheitsgründen verschoben oder gestrichen wurden, und fügte hinzu, dass einige Passagiere nach dem Anblick der extremen Bedingungen auf der Start- und Landebahn sogar um die Aussetzung der Flüge baten.

Schneefälle sind in dieser Region eher selten, vor allem in den niedrigeren Lagen und zu dieser Jahreszeit.

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Eisbohrkern-Daten aus Grönland

Die Daten des Grönland-Eiskerns widerlegen alle Behauptungen, dass die heutigen klimatischen Veränderungen katastrophal, beispiellos oder auch nur ungewöhnlich sind.

Die wolfsheulenden Schafe unter uns – die mit Farbe werfenden, ihre Agenda verfolgenden Alarmisten – sind die wahren Wissenschafts-Leugner.

Eine logische, datengestützte und unwiderlegbare Abrechnung mit dem AGW-‚Katastrophismus‘ finden Sie in diesem 4-minütigen Video!

Link: https://electroverse.info/mongolias-cold-winter-pakistans-frigid-april-snow-peru-cold-mule-deer-numbers-ice-core-data/

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Meldungen vom 11. Mai 2023:

Kältester Mai-Beginn seit 1987 in Nordindien

In den höheren Regionen Indiens herrschten diese Woche eisige Temperaturen.

Wie am Dienstag berichtet, hat es in letzter Zeit in Himachal Pradesh (HP) für die Jahreszeit untypisch viel geschneit, aber es ist die Kälte, die den Ausschlag gibt.

Nach Angaben des Indian Meteorological Department (IMD) waren die ersten zehn Tage im Mai die kältesten (und feuchtesten) in Nordindien seit 36 Jahren, also seit 1987.

Surender Paul, IMD-Direktor für die Hauptstadt von HP Shimla sagte, dass die Höchsttemperaturen in den ersten zehn Maitagen zwischen 8 und 36 Grad Celsius lagen, während es normalerweise schon weit über 40 Grad Celsius heiß geworden wäre.

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Die längste Ski-Saison jemals im Las-Vegas-Gebiet

Lee Canyon, ein Skigebiet nur 80 km nördlich des Las Vegas Strip, hat soeben bekannt gegeben, dass es auf seine bisher längste Saison zusteuert, was nicht zuletzt an den historischen Schneefällen in dieser Wintersaison liegt.

Bis zum Ende dieses Wochenendes, also bis zum 14. Mai, kann man im Lee Canyon Skifahren und Reiten – ein neuer Rekord.

Die landesweiten Schneemengen in Nevada, Kalifornien und Utah liegen allesamt 300 % oder mehr über den Durchschnittswerten der letzten zwei Jahrzehnte.

In Utah sind die Schneemengen gigantisch. „Dieses Jahr ist ein Rekordjahr“, sagt Jordan Clayton, Leiter des Utah Snow Survey. 2Wir haben die bisherigen Rekorde weit hinter uns gelassen“.

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Es folgt ein längerer Abschnitt zu einem Phänomen in der Arktischen See. Dieser wird separat übersetzt.

Link: https://electroverse.info/indias-coldest-may-las-vegas-snow-beaufort-gyre-release/

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Meldungen vom 12. Mai 2023:

Früher Wintereinbruch in Neuseeland

Die Temperaturen in ganz Neuseeland sind in dieser Woche stark gesunken, und heftige Schneefälle im Mai haben die Schneefallgrenze auf beiden Inseln unter 400 m sinken lassen.

In den Skigebieten in der Nähe von Queenstown fiel allein am Mittwoch bis zu einem halben Meter Schnee.

Die beeindruckenden Schneemengen führten dazu, dass das Manganui-Skigebiet auf der Nordinsel Neuseelands seine Pisten bereits am 12. Mai öffnete und damit einen neuen Clubrekord für die früheste Öffnung aller Zeiten aufstellte, der den bisherigen Rekord vom 16. Mai 2009 (Sonnenminimum des Zyklus 23) übertraf.

Club-Sprecher Rob Needs konnte es kaum glauben. „Die Aufregung ist groß“, sagte er. „Es ist Wahnsinn. Es ist so früh. Es ist sicherlich nicht das, was wir gewohnt sind.“

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Weiterhin Rekord-Kälte in Australien

„Die frostigen Temperaturen haben Australien bereits einen Schauer über den Rücken gejagt und sind ein Warnsignal für einen besonders kalten Winter“.

So beginnt ein kürzlich erschienener Artikel auf 9news.com.au, der entgegen den offiziellen Regierungsprognosen davon ausgeht, dass in der kommenden kalten Jahreszeit Temperaturrekorde in den einzelnen Bundesstaaten fallen werden – sogar der landesweite Tiefstwert von -23°C, der 1994 am Charlotte’s Pass gemessen worden war.

In ganz Ostaustralien haben bereits zahlreiche Orte ihre bisher niedrigsten Mai-Temperaturen gemessen – und das auch noch früh im Monat, was dieseVorgang noch beeindruckender macht. Zu diesen Rekorden gehören unter anderem Cooma, Omeo, Bombala und Canberra, während Sydney mit 7,1 °C am vergangenen Sonntag die niedrigste Temperatur zu Beginn des Herbstes seit 85 Jahren (seit 1938) verzeichnete.

Auch die Schneefälle in Ostaustralien zu Beginn der Saison sind bemerkenswert: Die ersten Schneefälle des Jahres haben bereits Brown Mountain, Nimmitabel und Perisher Valley heimgesucht – um nur drei zu nennen.

Link: https://electroverse.info/snowy-new-zealand-cold-australia-chilly-czech-warming-cooling/

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Und zu guter Letzt eine Meldung [auf Deutsch!] aus der Antarktis über extrem frühe Kälte (vom 13. Mai – noch dazu auf dem alarmistisch ausgerichteten Blog von wetteronline.de).

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Das Kuriosum – zwei Wirbelstürme mit entgegen gesetzter Rotation!

Dipl.-Met. Christian Freuer

Hier kommt etwas, das nicht Thema eines Kältereports ist, das aber m. E. in dieser Kombination nur sehr selten auftreten dürfte und über die höchstwahrscheinlich nirgendwo etwas zu lesen sein wird. Daher soll es hier dokumentiert werden.

Man betrachte einmal die folgende Abbildung:

Screenshot von wetteronline.de

Zu sehen ist der Indische Ozean nördlich und das angrenzende Seegebiet südlich des Äquators. Man erkennt zwei tropische Wirbelstürme. Der eine über dem Golf von Bengalen hat inzwischen Myanmar heimgesucht und dort auch größere Schäden verursacht. Der andere liegt südlich des Äquators westlich der Großen Sunda-Inseln. Wie es sich für Wirbel auf der Südhalbkugel gehört, rotiert er im Uhrzeigersinn, während der Bengalen-Zyklon entgegen dem Uhrzeigersinn wirbelt. Deutlich erkennt man dass an der Anordnung der Cirrus-Bewölkung.

Dass beide Wirbel gleichzeitig auftreten – nur getrennt durch den Äquator – ist mir noch nie untergekommen.

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wird fortgesetzt … (mit Kältereport Nr. (17 / 2023)

Redaktionsschluss für diesen Report: 14. Mai 2023

Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE




Die Ankunft des „grünen“ Königs

Adam Houser

In die Höhe schießende Energiepreise. Ein Gesundheitssystem in der Krise. Ein wachsendes Haushaltsdefizit.

Wo sollen die Bürger Großbritanniens Antworten auf diese existenziellen Bedrohungen finden? Keine Angst, hier kommt der „grüne“ König, strahlend mit all seiner ökologischen Pracht und bringt eine Lösung für die wirklichen Probleme, über die sich die Briten Sorgen machen sollten: Klimawandel, Umweltverschmutzung und Nachhaltigkeit.

König Charles III. wurde am vergangenen Samstag gekrönt, und um seine Leidenschaft für die Umwelt und den Planeten zu unterstreichen, wurden im Zusammenhang mit der Zeremonie mehrere umweltfreundliche Initiativen durchgeführt.

Wie inews.co.uk berichtet, soll die Krönung von König Charles die nachhaltigste aller Zeiten sein, mit tierversuchsfreiem heiligem Öl und recycelten Zeremoniengewändern. Aber das ist noch nicht alles.

Gehen wir kurz die symbolischen Initiativen des „grünen“ Königs durch.

Erstens: die Einladung zur Krönung. Besonders bemerkenswert ist das Design des Kunstwerks auf der Einladung, das als „Grüner Mann“ bekannt ist. Einige behaupten, dass der Grüne Mann, ein Bild eines grünen Gesichts aus Blumen, Blättern und Pflanzen, aus dem Heidentum stammt, während andere behaupten, dass es sich nur um ein Stück britischer Folklore handelt, das sogar in englischen Kirchen zu sehen ist. Wie dem auch sei, das Bild des Grünen Mannes wurde groß und prominent am unteren Rand der Einladung platziert, um König Charles‘ Engagement und Leidenschaft für die Umwelt zu unterstreichen. Oh, und die Karte wurde natürlich aus Recyclingpapier hergestellt.

Als Nächstes: das tierversuchsfreie heilige Öl. i.news berichtet:

„Das heilige Öl, mit dem der König gesalbt wird, wurde mit tierversuchsfreien Zutaten hergestellt. Frühere Versionen enthielten Zibetöl aus den Drüsen der kleinen Säugetiere und Ambra aus den Eingeweiden von Walen.

Dr. George Gross, Gastwissenschaftler für Theologie am King’s College London und zusammen mit Dr. David J. Crankshaw Mitbegründer des British Coronations Project sagte, die Verwendung von tierversuchsfreiem Salböl sei ein „großes Statement“ und spiegele Charles‘ „tierfreundliche Empfindlichkeiten“ wider.

Als Nächstes werden die wiederverwendeten Gewänder vorgestellt. Während frühere Könige sich dafür entschieden, ihre Roben für ihre Krönungen neu anfertigen zu lassen, hat sich König Charles für die Wiederverwendung der Robe entschieden, die König Georg VI. bei seiner Krönung 1937 trug. Königin Camilla verwendet den Staatsmantel, den Königin Elisabeth II. 1953 trug.

Die Abgeordneten wurden gebeten, ihre Roben nicht zu tragen, damit weniger neue Materialien und neue Roben angefertigt werden müssen.

Angesichts der umweltfreundlichen Initiativen ihres neuen grünen Königs können die Briten nun sicher sein, dass das Königreich in sicheren Händen ist.

Dennoch kann es verwirrend sein, wie viel Zeit wir ohne diese Maßnahmen wirklich haben. Vergessen wir nicht die früheren Äußerungen des damaligen Prinz Charles zum Thema Umwelt.

Im Jahr 2020 sagte Prinz Charles, wir befänden uns „buchstäblich in der letzten Stunde“ im Kampf gegen den Klimawandel. Im Jahr 2019 sagte er, wir hätten noch 18 Monate Zeit. Im Jahr 2015 verkündete Charles, dass wir eigentlich 35 Jahre Zeit hätten, um den Planeten zu retten.

Nun, in jedem Fall sollten wir lieber auf Nummer sicher gehen. Während die Briten also darauf warten, dass ihr lebensrettender medizinischer Eingriff geplant wird, oder den Großteil ihres Gehaltsschecks für Heizung und Kraftstoff ausgeben, wird der „Grüne Mann“ auf Recyclingpapier zurück lächeln.

Autor: Adam Houser coordinates student leaders as National Director of CFACT’s collegians program and writes on issues of climate and energy.

Link: https://www.cfact.org/2023/05/11/the-coming-of-the-green-king/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Wie viel Töten durch Wind wollen wir eigentlich?

David Wojick

[Alle Hervorhebungen in diesem Beitrag vom Übersetzer]

Es ist klar, dass der rasch wachsende Ausbau der Windenergie Vögel in immer größerer Zahl tötet. Dass dabei auch Wale und andere Meeressäugetiere getötet werden, wird ebenfalls immer deutlicher. Die politische Frage lautet also: Wie viel Töten ist genug, bevor wir aufhören, noch mehr zu töten? Diese Frage scheint nicht gestellt zu werden.

Der Ansturm auf den Bau riesiger Windkraftanlagen an Land und auf See ist für viele Arten potenziell verheerend. Wir haben uns auf die wachsende Bedrohung von Walen und anderen Meeressäugern durch die industrielle Offshore-Windkraft konzentriert.

Dies ist jedoch nur ein Teil eines viel umfassenderen Musters der unkontrollierten Tötung durch Windkraft. Betrachten wir zunächst die Gleichgültigkeit der Biden-Regierung gegenüber der Tötung von Vögeln an Land.

Da wäre zunächst einmal der Steinadler. Diese majestätische Art ist der größte Raubvogel im Westen Nordamerikas, wo der Ausbau der Windenergie rasch zunimmt. Seine Population ist viel kleiner als die des bekannten Weißkopfseeadlers und möglicherweise rückläufig.

Der Steinadler ist durch den Eagle Act geschützt, so wie die Wale durch den Marine Mammal Protection Act. Für Windkraftanlagen sind so genannte „incidental take permits“ (Genehmigungen für die unbeabsichtigte Tötung von Steinadlern) erforderlich, die vom Fish and Wildlife Service (FWS) erteilt werden.

Es stellt sich heraus, dass es ein Problem gibt, nämlich dass die Windindustrie das Adlergesetz ignoriert und die erforderlichen Genehmigungen nicht einholt. Ich habe mir das nicht ausgedacht. Der FWS drückt es folgendermaßen aus:

„Im Hinblick auf Steinadler war ein Ziel der Eagle Rule von 2016, die Einhaltung der Vorschriften zu verbessern und die Konsistenz und Effizienz bei der Genehmigung der Entnahme von Steinadlern bei Windenergieprojekten zu erhöhen. Diese Ziele sind jedoch nicht erreicht worden. Obwohl die Beteiligung von Windenergieprojekten am Genehmigungsprogramm seit 2016 zugenommen hat, bleibt sie immer noch weit hinter unseren Erwartungen zurück. Niedrige Antragsraten und Genehmigungs-Anforderungen, die von einigen als belastend empfunden werden, haben dazu geführt, dass im Vergleich zur Anzahl der in Betrieb befindlichen Windprojekte in Steinadlergebieten nur wenige Genehmigungen für Windkraftprojekte erteilt werden. Infolgedessen werden weiterhin Steinadler getötet, ohne dass Schutzmaßnahmen durchgeführt werden, um dies auszugleichen.“

Es werden also nur wenige Genehmigungen für Windkraftprojekte erteilt, die Steinadler bedrohen, und davon gibt es eine Menge.

Droht der Biden-FWS mit einem harten Durchgreifen gegen diese mutwillige Gesetzlosigkeit? Ganz und gar nicht. Stattdessen schlagen sie vor, die Genehmigungsverfahren zu vereinfachen, indem sie sie weniger wirksam machen. Bei unzähligen Windkraftprojekten im Wert von Milliarden von Dollar ist man der Meinung, dass die Genehmigungen für die Tötung von Adlern zu „aufwändig“ sind, weshalb die Biden-Bande vorschlägt, sie zu lockern. Zum Teufel mit den Adlern, volle Kraft voraus.

Der Vorschlag des FWS sieht nämlich vor, die Standort-spezifischen Genehmigungen abzuschaffen und stattdessen eine „allgemeine Genehmigung“ einzuführen, die für alle normalen Windkraftprojekte gilt. Alles, was ein milliardenschweres Projekt tun muss ist, sich anzumelden und eine winzige Gebühr zu zahlen, die angeblich das bevorstehende Adlertöten irgendwie abmildert.

Als Teil dieser allgemeinen Genehmigung ist das Adlertöten von NEPA* ausgenommen, oder besser gesagt, das gesamte Projekt ist davon ausgenommen, solange das Adlertöten alles ist, was sie tun. Keine Umwelt-Verträglichkeitsprüfung beschleunigt die Dinge sicherlich, aber nicht zum Vorteil der Adler.

[*NEPA = National Environmental Policy Act (Amerikanisches Gesetz über den Umgang mit der Umwelt). A. d. Übers.]

Auch die Anforderung, dass ein unabhängiger Beobachter die toten Adler zählen muss, ist in der allgemeinen Genehmigung nicht mehr enthalten. Wir sind nun darauf angewiesen, dass uns die Betreiber von Windkraftanlagen (die keine Genehmigungen erhalten haben) mitteilen, wenn sie zu viele Vögel getötet haben.

Dies ist eindeutig ein großer politischer Schritt, der die Windkraftentwicklung auf Kosten der Adler begünstigt. Biden sagte, dass jede Bundesbehörde alles in ihrer Macht Stehende tun sollte, um erneuerbare Energien zu fördern, und dieser Vorschlag erfüllt diesen Test.
Abgesehen von den Adlern, deren Zahl relativ gering ist, gibt es auch noch die anderen toten Vögel. Windturbinen werden nicht umsonst „Vogelschredder“ genannt. Um wie viele Vögel geht es bei der Tötung?

Interessanterweise wurde zu dieser Frage vor zehn Jahren, als die Windkraft gerade erst aufkam, viel geforscht, heute jedoch nur noch wenig. Ein gutes Beispiel ist ein Artikel aus dem Jahr 2013 mit dem Titel „Estimates of bird collision mortality at wind facilities in the contiguous United States“, [etwa: „Schätzungen der Kollisionssterblichkeit von Vögeln an Windkraftanlagen in den USA“], Biological Conservation, Band 168, Dezember 2013, Seiten 201-209.

Man schätzte damals den Tod von 250.000 Vögeln pro Jahr. Bei einer installierten Leistung von rund 50.000 MW sind das etwa 5 Todesfälle pro MW und Jahr. Das ist bereits eine Menge toter Vögel, aber es wird noch viel schlimmer, wenn wir uns das Ziel der Biden-Regierung von „Netto-Null“-Emissionen anschauen.

Ich habe vor kurzem über eine neue Tesla-Analyse der Anforderungen an die erneuerbaren Energien für das Netto-Null-Ziel geschrieben. Diese sind enorm, denn neben der Bereitstellung von Strom, wenn die Sonne scheint und der Wind kräftig weht, müssen sie auch genügend Wasserstoff herstellen, um unseren Strom zu erzeugen, wenn dies nicht der Fall ist.

Tesla sagt, dass wir für Net Zero satte 2 Millionen MW an Windkapazität benötigen. Bei fünf toten Vögeln pro MW sind das unglaubliche 10 Millionen Tote pro Jahr. Das wären etwa 300 Millionen tote Vögel während der gesamten 30-jährigen Laufzeit der vom FWS vorgeschlagenen allgemeinen Genehmigungen.

Es könnten noch viel mehr sein, wenn der endlose Wald von Vogelhäckslern ein Ausweichen unmöglich macht. Wir brauchen wirklich eine Untersuchung zu dieser schrecklichen Aussicht.

Die große Mehrheit dieser toten Vögel werden Singvögel sein. Es ist eine Ironie des Schicksals, dass die Umweltbewegung erst mit Carsons „Stummer Frühling“, in dem vor der möglichen Ausrottung von Singvögeln gewarnt wurde, in Schwung kam. Jetzt, da wir uns kopfüber in die Umweltindustrialisierung stürzen, scheint sich der Kreis zu schließen.

Es ist an der Zeit, die politische Frage zu stellen: Wie viel Windmord wollen wir? Oder anders gefragt: Wie viel ist zu viel?

Link: https://www.cfact.org/2023/05/10/how-much-wind-killing-do-we-want/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE