Waldbrände in Kanada: Daten vs. Hysterie

Cap Allon

„In diesem Jahr gab es in Kanada bereits 2355 Brände auf einer unglaublichen Fläche von 40.000 km²“, heißt es in den ersten Zeilen eines kürzlich erschienenen MSM-Artikels – ohne Kontext, nur mit scheinbar hohen Zahlen und einer Prise Übertreibung.

Die neuesten Daten des Canadian Interagency Forest Fire Centre (CIFFC) zeigen, dass es am 6. Juni 437 aktive Brände gab, womit sich die Gesamtzahl in diesem Jahr auf 2355 erhöht hat, was etwa 400 Brände über dem Zehnjahresdurchschnitt liegt.

„Waldbrände sind ein natürliches Phänomen“, heißt es in dem MSM-Artikel weiter, „aber durch den Klimawandel dauern sie länger und werden intensiver“.

Diese Behauptung wollen wir einmal näher unter die Lupe nehmen.

Das folgende Diagramm wurde mit freundlicher Genehmigung der National Forestry Database erstellt. Sie zeigt die jährliche Anzahl der Waldbrände in Kanada und deren flächenmäßige Ausdehnung seit 1990.

Studieren Sie das Diagramm. Das behauptete „Klimasignal“ ist einfach nicht vorhanden. Der Trend ist ganz klar rückläufig:

[Diese Graphik ist im Original interaktiv]

Als Nächstes wollen wir uns die Ursache der Brände ansehen.

Nehmen wir Alberta als Beispiel – einfach weil es an erster Stelle auf der alphabetischen Liste steht – so ist „menschliche Aktivität“ seit 2003 jedes Jahr der Hauptverursacher von Waldbränden in der Provinz, und zwar mit einigem Abstand, an zweiter Stelle stehen Blitzeinschläge und an dritter Stelle vorgeschriebene Verbrennungen.

In einem der letzten Jahre wurden 681 Brände durch Menschen verursacht, 89 durch Blitzschlag und 2 durch vorschriftsmäßige Verbrennungen (28 davon wurden nicht näher bezeichnet).

„Der Klimawandel führt dazu, dass [Waldbrände] länger andauern und intensiver sind“, lautet die Behauptung. Die Daten deuten jedoch darauf hin, dass menschliche Rücksichtslosigkeit die Hauptursache für die Brände ist – und selbst dann ist der Trend noch rückläufig.

Um dies zu untermauern, sollten wir uns das Diagramm noch einmal ansehen und auf das Jahr 2020 achten – insbesondere auf den dramatischen Rückgang. Das war das Jahr der Pandemie – Sie wissen schon, als die Kanadier wegen einer fiesen Grippe zwangsweise in ihren Häusern eingeschlossen wurden.

Seltsamerweise scheint auch die „globale Erwärmung“ in diesem Jahr einen Schnupfen bekommen zu haben, denn sowohl die Zahl der Waldbrände als auch die verbrannte Fläche erreichten einen historischen Tiefstand.

Ich versuche, mich auf dieser Website von fadenscheinigen Verschwörungstheorien fernzuhalten, aber helft mir ein wenig, ihr Klimaleugner. Erklären Sie die Satellitenbilder, die zeigen, dass die Brände in ganz Kanada gleichzeitig ausgebrochen sind. Die Aufnahmen sind gefälscht?

Möglicherweise. Entweder das, oder die meisten dieser Brände wurden, wie jedes Jahr, von Brandstiftern gelegt – nur dieses Mal vielleicht in einem zeitlich abgestimmten Angriff.

Nach dem, was ich in den letzten Jahren gesehen habe, halte ich es für durchaus möglich, dass eine Regierung, die wild entschlossen ist, ihre Kohlenstoffsteuer zu erhöhen und „den Klimawandel zu bekämpfen“, ein solches Spektakel inszeniert.

Und ihre pflichtbewussten Schoßhündchen in den Medien sind im Moment auf Hochtouren, wie dieser Tweet zeigt:

Ein weiteres Kuriosum: Kanadas Brände scheinen sehr patriotisch zu sein und halten sich größtenteils auf der Nordseite der US-Grenze:

Der Patriotismus der Brände ist natürlich eine große Erleichterung für die Amerikaner, die sich glücklich schätzen können, dass sie nicht wieder ein Jahr wie 1937 durchleben müssen, als alle drei Minuten ein Waldbrand ausbrach:

Die Wetter-besessenen Fernsehnachrichten lassen uns alle glauben, dass die Katastrophen immer schlimmer werden.

Das ist nicht der Fall – auch die Daten sprechen eine deutliche Sprache.

Im Jahr 1900 brannten jedes Jahr etwa 4,5 % der Landfläche der Welt. Im Laufe des letzten Jahrhunderts ist dieser Anteil auf etwa 3,2 % gesunken. Und in den letzten beiden Jahrzehnten zeigen Satellitenaufnahmen einen noch stärkeren Rückgang. Im Jahr 2021 brannten nur noch 2,5 %.

Hier die „offizielle“ Tabelle der Waldbrände in den Vereinigten Staaten:

Wie auch in Kanada ist der Trend rückläufig.

Aber es gibt noch mehr zu berichten.

Die Regierung Biden hat kürzlich alle Daten über Waldbrände vor 1983 gelöscht. Dies geschah, weil sich herausstellte, dass die Brandflächen zwischen 1910 und 1960 viel größer waren als heute und daher der gewünschten Korrelation zwischen AGW und Waldbränden widersprachen.

In typischer Orwell’scher Manier wischte die Regierung diese Jahrzehnte unbequemer Daten aus den Geschichtsbüchern und führte dabei die glanzlose Begründung an: „Es war nicht offiziell“ (hier verlinkt).

Außerdem ist das Jahr 1983 – der neue Ausgangspunkt – zufällig das Jahr mit der geringsten Brandfläche in der aufgezeichneten Geschichte:

Quelle: National Interagency Fire Center [NIFC].

Das Bild ist eindeutig: Es gibt keinen – das heißt null Komma null – Zusammenhang zwischen der Intensität und/oder Häufigkeit von Bränden und dem „Klimawandel“.

Wer etwas anderes behauptet, verbreitet unwissenschaftliche Propaganda.

Die Brandflächen in den USA sind tatsächlich um 90 % zurückgegangen, seit der CO₂-Gehalt auf dem vorindustriellen Niveau liegt.

Bezeichnenderweise hat die Biden-Regierung auch dieses Dokument kürzlich gelöscht:

Link: https://electroverse.info/canada-wildfires-data-vs-hysteria/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Dickes arktisches Eis zwingt russische Schiffe, einen langen Umweg zu fahren

Cap Allon

Das arktische Meereis schmilzt so schnell, dass es bis 2008… 2013… 2014… 2016… sicherlich bis zu den 2030er Jahren… auf jeden Fall bis zum Ende des Jahrhunderts verschwunden sein wird – es sei denn, der menschliche Wohlstand wird abgewürgt und unser Lebensstandard drastisch reduziert, dann wird alles gut.

Falschvorhersagen sind das Métier der AGW-Partei:

ABC News, 27. April 2008: „Sie wissen, dass der Klimawandel hartnäckig ist, wenn der Nordpol statt einer riesigen Schneedecke eine riesige Wasserfläche ist. In diesem Jahr bereiten sich Wissenschaftler in der Arktis zum ersten Mal auf diese Möglichkeit vor“.

Mark Serreze, leitender Wissenschaftler beim NSIDC, 12. Dezember 2007: Eisfrei bis 2012: „Die Arktis schreit auf“.

BBC News, 12. Dezember 2007: Arktis eisfrei bis 2013: „Unsere Projektion von 2013 für die Entfernung des Eises im Sommer berücksichtigt nicht die letzten beiden Minima in den Jahren 2005 und 2007 … In Anbetracht dieser Tatsache kann man also argumentieren, dass unsere Projektion von 2013 vielleicht schon zu konservativ ist“.

Sierra Club Kanada, 10. Juni 2013: Eisfrei bis 2014: „Ich bin noch zuversichtlicher geworden, was meine Vorhersage der totalen Zerstörung des arktischen Meereises im Jahr 2013 angeht.“

The Guardian, Sept 17, 2012: Endgültiger Zusammenbruch des Meereises innerhalb von 4 Jahren: „Einer der weltweit führenden Eisexperten hat den endgültigen Zusammenbruch des arktischen Meereises in den Sommermonaten innerhalb von vier Jahren vorausgesagt“ (nämlich Prof. Peter Wadhams von der Universität Cambridge).

Hier noch eine solche Phantasterei:

Trotz dieser Schlagzeilen hat das arktische Meer aber nicht gehorcht, wie die Daten zeigen.

Selbst am 6. Juni 2023 (dem jüngsten Datenpunkt) sind noch große Gebiete mit dickem, mehrjährigem Eis von 3 bis 4 Metern vorhanden:

Russland ist eine Nation, die der Propaganda von der eisfreien Zone keinen Glauben schenkt, ganz im Gegenteil: Putin sieht Jahrzehnte dicken Eises in der Arktis voraus, wie sein jüngster Bau von neun riesigen nuklearbetriebenen Eisbrechern zeigt, um Russlands arktische Operationen fortzusetzen.

Unten sind Aufnahmen des Eisbrechers „Jamal“ zu sehen, der im Jahr 2021 auf dem Nördlichen Seeweg eingesetzt wird:

Die erwähnten gescheiterten Propheten der Vergangenheit wären zweifellos schockiert (erfreut?) zu hören, dass dickes Eis im Jahr 2023 sogar Russlands neue Eisbrecher dazu zwingt, eine südliche Route zu nehmen, um die Arktis überhaupt erreichen zu können.

Diese Eisbrecher mit Nuklearantrieb gehören zu den leistungsstärksten der Welt, doch das diesjährige Eis – selbst im Mai und Juni, also weit nach dem Maximum im März – erweist sich selbst für sie als zu stark.

Putins neuester Eisbrecher, die Yevpatii Kolovrat (4020 Tonnen), hat sich der Pazifikflotte vor der Halbinsel Kamtschatka angeschlossen, die sich auf der anderen Seite des Beringmeers von Alaska befindet. Anstatt jedoch von der St. Petersburger Werft aus, in der es gebaut wurde, arktische Gewässer zu durchqueren, fuhr das Schiff in den Atlantik und weiter nach Süden ins Mittelmeer. Anschließend durchquerte es den Suezkanal und fuhr durch den Indischen Ozean in die Philippinische See, bevor es schließlich in seinem Heimathafen Petropawlowsk im Nordpazifik ankam.

Diese Route ist leicht doppelt so lang wie die Nordpassage nach Kamtschatka. Warum sollte Russlands neuester Eisbrecher nicht in den arktischen Gewässern fahren, für die er eigentlich gedacht ist? Die unbequeme Antwort: dickes, massives Eis.

[Hervorhebung im Original]

Daten des russischen Instituts für Arktis- und Antarktisforschung zeigten, dass die russischen arktischen Gewässer Anfang Mai von einer dicken Meereisschicht bedeckt waren. In der Laptewsee und der ostsibirischen See galten zwei Gürtel aus mehrjährigem Eis als unpassierbar, selbst für einen der stärksten Eisbrecher der Welt – benannt nach einem berühmten russischen Kriegshelden aus dem 13. Jahrhundert.

Dies war in den letzten Jahren das Thema, d. h. lang anhaltendes Meereis, nicht die saisonale Variante, die kommt und geht, behindert den arktischen Verkehr. Entgegen den Vorhersagen halten sich die mehrjährigen Eisschichten mit einer Dicke von 3 bis 4 m bis weit in die Schmelzsaison im Frühjahr hinein.

Die Yevpatii Kolovrat [siehe Abbildung unten] ist „nur“ in der Lage, 1,5 m dickes Eis zu durchbrechen und war daher selbst im Mai gezwungen, „den langen Weg zu nehmen“. Und sie ist nicht die Einzige, denn das dicke mehrjährige Eis hindert die meisten Schiffe seit Oktober 2022 daran, die arktischen Gewässer zu durchqueren.

Bild: RIA Novosti archive, image #186141 / Nikolai Zaytsev / CC-BY-SA 3.0
https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/

Link: https://electroverse.info/thick-ice-stops-russian-ships-record-cold-belarus-and-latvia-perth-power-on-the-brink/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Auch über Attributions-Studien kann man zu Erkenntnissen kommen

Helmut Kuntz

Im gerade vergangenen Mai wurde in Italien die Emilia-Romagna (wieder) von einer extremen Regenflut heimgesucht. Selbstverständlich Anlass für alle die es besonders genau wissen, darin unverkennbar und absolut sicher den ominösen Klimawandel erkennen zu können:
[7] SPIEGEL, 20.05.2023: Unwetter in Italien – Klimawandel bedroht Mittelmehrraum
Stürme, Überschwemmungen, Dürre: Der Klimawandel könnte Unwetter im Mittelmeerraum extremer machen, warnen Forscher – mit Folgen für Deutschland.
TAZ, 18.05.2023: Extremwetter infolge des Klimawandels: Italien wetterfest machen
Italien gilt als Hotspot des Klimawandels, die jüngste Flutkatastrophe ist nur ein Vorbote. Die Regierung braucht jetzt schnelle Konzepte.

Doch nun wurde Italiens Klima-Folter(er) rehabilitiert

Diese Überschrift ist eine leichte Abwandlung vom Header des Artikels „Italiens Klima-Folter“ auf Klimareporter.de von 2018 [1]. Er wurde damals aufgrund schlimmer Starkregen in Italien geschrieben, mit dem unvermeidbaren Hinweis, dass nur der Klimawandel dafür in Frage kommt und ein Professor vom PIK es selbstverständlich auch belegen – zumindest genauestens vermuten – kann.
Allerdings wurde zu den Mai-Ereignissen nun von honoriger Stelle eine Atrributionsstudie publiziert, die genau dieses Narrativ nicht nur in Frage stellt, sondern glatt verneint:
Merkur 04.06.2023: Überschwemmung in Italien: Studie untersucht Einfluss des Klimawandels und kommt zu überraschendem Ergebnis
… Intensive Regenfälle, wie sie in den vergangenen Wochen über der italienischen Emilia-Romagna niedergingen, sind durch den Klimawandel in dieser Region nicht wahrscheinlicher geworden … Auf der Basis von Wetterdaten und Computermodellen suchten die Forschenden nach Hinweisen auf den Einfluss des Klimawandels auf den Starkregen – und konnten keinen Trend feststellen.

Zusätzlich listet diese Studie noch, dass auch in Italien bezüglich den Anpassungsmaßnahmen gegen die dort ebenfalls regelmäßigen Extremniederschläge wohl ähnliche Zustände wie im Ahrtal herrschen, was aber weniger ein Licht auf die Verhältnisse in Italien, sondern auf die Ergebnisse von 16 Jahren „Merkel“ wirft.

Attributionsstudie “Limited net role for climate change in heavy spring rainfall in Emilia Romagna” [2]

Diese kommt zu dem überraschenden Schluss, dass der ominöse Klimawandel nicht! für dieses Ereignis verantwortlich gemacht werden kann:
[2] Attributionsstudie 2023
(Deepl-Übersetzung) …. Sowohl in den Stationsdaten als auch in anderen Beobachtungsdatenprodukten ist kein signifikanter Trend im Auftreten der 21-tägigen Frühjahrsniederschläge:
Die Regenmenge, die heute bei einem 200-jährigen Ereignis fällt, ist also die gleiche wie bei einem 200-jährigen Ereignis zu Beginn der Aufzeichnungen.
Um festzustellen, ob es tatsächlich keinen Trend gibt der auf den vom Menschen verursachten Klimawandel zurückzuführen ist, oder ob ein Trend durch Veränderungen anderer Einflussfaktoren für Niederschläge, wie Landnutzungsänderungen oder Aerosolveränderungen, überdeckt wird, betrachten wir dasselbe 21-Tage-Ereignis in Klimamodellen mit und ohne den vom Menschen verursachten Anstieg des Klimawandels.
Von den 19 verwendeten Modellen zeigt keines eine signifikante eine signifikante Änderung der Wahrscheinlichkeit oder Intensität des Auftretens eines solchen Ereignisses. Dies deutet darauf hin, dass im Gegensatz zu den meisten Teilen der Welt in der Region Emilia-Romagna im Frühjahr tatsächlich keine Zunahme von Starkregenereignissen festzustellen ist.
Folglich ist die Änderung der Intensität zwischen dem Klima von 2023 und einem 1,2°C kühleren Klima in diesen Datensätzen ebenfalls sehr gering und mit großen Unsicherheiten behaftet:
4 % Anstieg in den Stationszusammenfassungen (Unsicherheit: -49 % bis 30 %),
3 % Rückgang in MSWEP (Unsicherheit: -32 % bis 40 %) und
10 % Rückgang in ERA5 (Unsicherheit: -28 % bis 16 %).

Anbei eine Darstellung, wie die Studie zu ihren Ergebnissen kommt. Zuerst die Extrem-Niederschlagsdaten in der Studie:

Bild 1 In der Studie ermittelten und zur Auswertung angezogenen 21-Tage-Niederschlagsdaten der betroffenen Region für den Zeitraum 1950 bis Mai 2023. Quelle: [2] Figure 5: Time series of AMJ maxima of 21-day accumulated rainfall along with the ten-year running mean (shown by red line) for ER based on (a) station composites (b) MSWEP and (c) ERA5 datasets

Diese Niederschlagsverläufe wurden in Korrelation mit der Globaltemperatur verglichen:

Bild 2 Globaltemperaturverlauf

Umgesetzt in eine Darstellung des temperaturabhängigen Auftretens solcher Ereignisse, leiten sich dann die statistischen Wiederholraten ab. Der Unterschied zwischen den blauen und roten Begrenzungslinien der rechten Grafiken zeigt die berechnete Differenz zwischen der Ereignishäufigkeit bei aktueller Temperatur und einem 1,2 Grad kühlerem Klima:

Bild 3 [2] Figure 6: GEV fit with constant dispersion parameter, and location parameter scaled proportional to observed GMST, for the ER region based on (a) station composites (b) MSWEP and (c) ERA5. The 2023 event is included in the fit. Left: Observed AMJ Rx21d as a function of the smoothed GMST. The thick red line denotes the time-varying location parameter; the thinner lines above indicate 6-year and 40-year effective return levels. The vertical red lines show the 95% confidence interval for the location parameter for the 2023 climate and a 1.2ºC cooler climate. The 2023 observation is highlighted with the magenta box. Right: Return time plots for the climate of 2023 (red) and a climate with GMST 1.2 ºC cooler (blue). The past observations are shown twice: once shifted up to the current climate and once shifted down to the climate of the late nineteenth century. The markers show the data and the lines show the fits and uncertainty from the bootstrap. The magenta line shows the magnitude of the 2023 event. – Bild vom Autor ergänzt

Die Wetterdaten

In der Studie wird ein Zeitraum von 1950 bis aktuell, also von 73 Jahren zur Auswertung angezogen (Bild 1) und in Grafiken die damit bis zu 10.000 Jahre weit in die Zukunft „hochzurechnen“, als Mittelwert- Linien mit Vertrauensbereich eingetragen.

Die Verwendung solcher (für Niederschlagsereignisse) kurzer Zeiträume findet sich unisono in allen Attributionsstudien (die der Autor bisher angesehen hat). Dabei stellt sich die Frage, ob es nicht längere Datensätze gibt und wenn, warum diese dann nicht verwendet werden, allerdings auch, was sich dann vielleicht am Ergebnis ändern würde.

Zu Italien kann man erstaunt lesen, dass gerade in diesem Land die Wetteraufzeichnungen besonders lang und hochwertig seien:
[10] Observation data
Italy is one of the first countries that started to systematically collect meteorological observations. Meteorological instruments and a network of observations were developed by Galileo’s scholars and operated in the 17th century already. The rainfall series 55 collected in Padua since 1725 is the longest daily record in the world, and five other rainfall stations have been continuously in operation – with few missing values – since the eighteenth century (Bologna, Milan, Rome, Palermo and Turin). Therefore, a data set of enormous value has been accumulated in Italy over the last three centuries (Brunetti et al., 2006).

Und so findet sich beispielsweise die Langzeit-Wetteraufzeichnung von Bologna – einer Stadt mitten in der von der Flut betroffenen Emilia-Romagna – in Tagesauflösung in zwei Studien:

Bild 4 Langzeit-Wetterdaten von Bologna aus zwei Studien [10] und: [3] Figure A1. Time series of daily precipitation series in Bologna … with annual maximum rainfall depths marked ans additional showing climatic values (30-year averages) of annual maxima and of daily averages (adapted from Koutsoyiannis … )

Beim genaueren Vergleich sieht man, dass im unteren Verlauf [3] die in [10] um 1830 deutlich erkennbare, hohe Tagessumme fehlt, ansonsten stimmen die beiden Verläufe wohl überein.
Erkennbar ist, dass die extremen Tagesniederschläge eher abnehmen und ohne Vortrend spontan von einem Extrem unterbrochen werden können, was für Extremniederschlag allerdings ganz typisch ist. Auch das Ahrtal mit seinem schon drei Mal aufgezeichnetem, grob alle 100 Jahre auftretendem Extremst-Ereignis zeigt diesen Effekt.

In Griechenland zeigt sich übrigens dazu ein ähnliches Verhalten:

Bild 5 [3] Figure 3. Time series of daily precipitation series in Athens at the Hill of Nymphs station of the National Observatory of Athens (average daily values start in 1860 with a total length of 161 years; daily and maximum daily values start in 1864 with a total length of 155 years). The graph also shows (a) the high and low records, (b) the climatic values (30-year averages), and (c) the fitted linear trends. (Upper): average daily rainfall; (Lower): maximum daily rainfall.

Wie war es noch früher?

Nun würde man gerne wissen, wie es noch früher mit dem Extremniederschlag aussah.

Auch dazu findet sich eine Studie:
[11] Studie, Nazzareno Diodato at al.,
July 2019: A millenuium-long reconstruction of damaging hydrological events across Italyjan
Und diese zeigt, dass in Italien die schlimmsten Fluten ausgerechnet während der Kälte des ausgehenden Mittelalters bis grob zum Beginn der Industrialisierung geschahen. Ein Ergebnis, welches sich gut mit den Flutereignissen in Deutschland deckt und anhand der seit dem Mittelalter hinterlegten Flusspegeldaten über ganz Deutschland einfach nachgeprüft werden kann.

Bild 6 [11] 3. Overview of several environmental and climate patterns during the past twelve centuries (800–2017).

(F) Hydrological variability for the Po River Basin (brown curve) reconstructed by foraminiferal δ18O record-sediment core
(A) Evolution of the smoothed 11-year Gaussian flter of storm severity index sum – SSIS(GF) – in Italy (blue curve) with retreat/advance of the Langjökull glacier (Iceland) reconstructed from the Hvítárvatn lake varves (red curve).

Bei so vielen historischen Daten wundert man sich dann schon, warum die Attributionsstudie erst mit dem Jahr 1950 beginnt. Doch das hat „gute“ Gründe.

Falsche“ Daten würden das Ergebnis „stören“

Trägt man die zu korrelierende Globaltemperatur in den Niederschlagsverlauf von Bologna ein, sieht man sofort, dass kurz vor 1950 ein steiler Temperaturanstieg begann und ab dann der Extremniederschlag im Verlauf auch „günstiger“, also wenigstens etwas alarmistischer ausfällt. Betrachtet man allerdings den vollständigen Zeitbereich, finden sich in der kalten Zeit vor 1940 genau so hohe, sogar höhere Tagesextreme als danach. Mehr als etwas „unglücklich“, wenn man einen Anstieg mit steigender Temperatur belegen will.
Zudem: Nur bis 1900 … 1935 zeigt sich so etwas wie eine wirkliche Korrelation zwischen Temperaturanstieg und hohem Extremniederschlag.

Bild 7 Verlauf der Globaltemperatur vom Autor über die Niederschlagskurve von Bologna kopiert

Wenn man gerade bei den Daten ist. Unter den Temperaturdaten dieser Gegend finden sich schöne Beispiele für nachträgliche „Richtigstellungen“.
Beispielhaft der Datensatz von Rimini (ein vom Flutereignis stark betroffener Ort.

Bild 8 Temperaturverlauf von Rimini mit den nicht gelöschten Adjustierungen. Vom Autor ist der Verlauf der Rohdaten in orange grob nachgezeichnet. Bestimmt nicht zufällig zeigt der „richtiggestellte“, schwarze Temperaturverlauf in der Vergangenheit (erheblich) niedrigere Temperaturen

Die folgende Zusammenstellung von Grafiken zeigt direkt die Auswirkungen der (bewussten) Einschränkung der Datensatzlänge. Dass es bei erheblich kälteren Temperaturen ebenfalls vergleichbare Extremniederschlagsereignisse gibt, verschwindet völlig aus dem Auswertefokus:

Bild 9 Zusammenfassung der verschiedenen Daten durch den Autor

Was passiert nun, wenn man beispielhaft das Extremereignis von 1933 in die ursprüngliche Auswertung nachträgt, unter der Annahme, dass der Niederschlag damals ähnlich hoch wie beim diesjährigen Maiereignis war. Die Temperaturdifferenz dazu beträgt ungefähr minus 0,9 Kelvin.

Die Häufigkeitsbilder der Extremereignisse zeigen nun:
-Das aktuelle Ereignis ist unabhängig von der Temperatur,
-die Temperatur-Tendenz (Mittelwert ist die dicke, rote Linie), welche in den Grafiken b und c schon fällt und nur in a eine geringfügige Anstiegstendenz aufweist, würde wohl auch in a fallend werden.
-Die zusätzlich eingezeichneten, blauen Begrenzungslinie zeigen sowieso, dass die Gesamttendenz von Extremregen mit höherer Temperatur abnimmt.

Alleine diese Grafiken widerlegen damit zusätzlich den oft postulierten Klimawandeleinfluss, bestätigt also auch die Aussagen der anderen Attributionsstudien, dass Extremniederschlag bei Kälte häufiger vorkam.

Bild 10 Häufigkeitsgrafiken aus Bild 3 mit vom Autor nachgetragenen Ereignisdaten von 1933 und blauen Begrenzungslinien

Was ist von unseren „Klimawandel-Experten“ zu halten

Unabhängig davon, was man aus der Attributionsstudie herauslesen will, zeigt diese eines allerdings klar:
Keine der dortigen Regenfluten kann auf den ominösen Klimawandel bezogen werden. Und bis zum Auftreten der diesjährigen Maiflut, ab der man dann genauer hinsehen muss, zeigten dies alle Daten auf Anhieb überdeutlich, da sie bei tieferen Temperaturen höhere Extrempegel und auch Häufungen auswiesen (eingezeichnete, hellblaue, gestrichelte Begrenzungslinien im Bild 10).

Die vielen Fachpersonen welche über Jahre das Gegenteil behaupteten (und immer noch behaupten), lagen (und liegen) demnach erkennbar mit Falschaussagen daneben. Leider zeigen diese auch, wie man beim ominösen Klimawandel trotz vorhandener, eindeutiger Daten betrogen wird (rein persönliche Meinung des Autors).
[8] DERSTANDARD, 16. Sept. 2022: SCHWERE UNWETTER Italien: Nach der Rekorddürre die Sintflut
… Bei Unwettern in der italienischen Region Marken sind bisher zehn Menschen ums Leben gekommen. Flüsse, die zuvor fast ausgetrocknet waren, wurden zu zerstörerischen Fluten … Italien erweist sich immer mehr als Hotspot des Klimawandels: Wurden in Italien im Jahr 2009 noch rund 300 Extremwetterphänomene gezählt, waren es im Jahr 2019 laut der European Severe Weather Database mehr als 1.600 – eine Verfünffachung innerhalb von zehn Jahren.
… Wir sind es leid, in immer kürzeren Abständen Opfer der Klimakrise beklagen zu müssen“, erklärte der Chef der italienischen Grünen, Angelo Bonelli …
[1] 6.11.2018 (klimareporter.de): Italiens Klima-Folter
Schwere Unwetter halten Italien seit Tagen im Griff – mit über 30 Toten und gigantischen Schäden. Die Wetterextreme passen zu den Szenarien der Klimaforschung für eine aufgeheizte Welt. Betroffen ist nicht nur die Mittelmeerregion.

Zum gerade zitierten „klimareporter.de“: Dabei handelt es sich um die Nachfolgeplattform des Portals „klimaretter.info“, einer ehemaligen Hetzseite gegen „Klimaleugner“, welche unter Mitwirkung von Frau Claudia Kemfert betrieben wurde.
In der Nachfolge-Plattform „klimareporter.de“ ist Frau Kemfert ebenfalls als Mitglied im Herausgeberrat beteiligt.
Allerdings auch Frau Professor Friederike Otto, die Herausgeberin vieler Attributionsstudien, auch Mitautorin dieser Attributionsstudie.

Damit outet sich die in der Klimawandel-Attributionsforschung mit federführende Frau Professor Otto als bekennende und angepasste Klimaaktivistin. Für den Autor ist es deshalb auch kein Wunder, dass die unter ihrer Beteiligung entstehenden und publizierten Attributionsstudien solch eklatante, (bewusste) methodische Mängel aufweisen. Frau Kemfert geht ja ebenfalls so vor und „verzichtet“ zur Verbreitung ihrer Agenda auch teils recht konsequent auf wissenschaftliche Ansprüche (rein private Meinung des Autors, die dieser aus Mängeln in Publikationen von Frau Kemfert ableitet).

Quellen

[1] Klimareporter, 6.11.2018: Italiens Klima-Folter
[2] Attributionsstudie, Barnes, C at al., 2023 (14 Autoren): Limited net role for climate change in heavy spring rainfall in Emilia Romagna
[3] Studie Demetris Koutsoyiannis at al., 27 April 2023: In Search of Climate Crisis in Greece Using Hydrological Data: 404 Not Found
[4] Nathan J. L. Lenssen, at al.: Improvements in the GISTEMP Uncertainty Model
[5] NASA GISS Surface Temperature Analysis (v4)
[6] WELT, 04.11.2016 : KATASTROPHENJUBILÄUM Wie in Italien schon einmal die Welt unterging
[7] SPIEGEL, 20.05.2023: Unwetter in Italien Klimawandel bedroht Mittelmehrraum
[8] DERSTANDARD, 16. Sept. 2022: SCHWERE UNWETTER Italien: Nach der Rekorddürre die Sintflut
[10] Studie Rui Guo and Alberto Montanari, 21. October 2022: Historical rainfall data in Northern Italy predict larger meteorological drought hazard than climate projections
[11] Studie, Nazzareno Diodato at al., July 2019: A millenuium-long reconstruction of damaging hydrological events across Italyjan
[11] 3. Overview of several environmental and climate patterns during the past twelve centuries (800–2017).




Die wahren Kosten von Energie

Willis Eschenbach

Ein Unternehmen namens Lazard veröffentlicht jährlich einen Bericht über die so genannten „Levelized Cost of Energy“ (LCOE) [etwa: Die wahren Kosten von Energie]. Hier ist die Version vom April 2023. Die LCOE sind eine Schätzung der gesamten Kapital-, Betriebs- und Wartungskosten für neue Kraftwerke, die in Betrieb genommen werden. Die LCOE von Lazard werden immer wieder verwendet, um zu behaupten, dass Strom aus erneuerbaren Energiequellen jetzt billiger ist als Strom aus fossilen Brennstoffen. Die Lazard-Daten haben jedoch ein Problem: Sie enthalten nicht die Kosten für die Reserve und andere Kosten für erneuerbare Energien. Diese Kosten lassen sich in vier Gruppen einteilen: Reservekosten, Ausgleichskosten, Netzanschlusskosten und Kosten für die Netzverstärkung/-erweiterung.

Vor ein paar Tagen habe ich den folgenden Tweet gepostet:

Ich habe es SOOO satt, dass die Leute die von Lazard ermittelten Energiekosten zum direkten Vergleich von z. B. Solarenergie mit Gas oder Windkraft mit Kohle heranziehen.

Die Lazard-Leute selbst sagen (Hervorhebung von mir)

Direkte Vergleiche mit „konkurrierenden“ Technologien zur Erzeugung erneuerbarer Energie müssen Aspekte wie die Dispatch-Charakteristiken berücksichtigen (z.B. Grundlast und/oder disponierbare Zwischenkapazität im Vergleich zu Spitzenlast oder intermittierenden Technologien).

Das ist nicht fakultativ, wenn Sie also diese Aspekte nicht berücksichtigen, lügen Sie über die erneuerbaren Energien.

Zu meinem Glück hat mir der Nutzer yclept @Roadshow11235 einen Link zu etwas gegeben, das ich noch nie gesehen hatte: eine Analyse eben dieser Kosten. Diese möchte ich hier im Einzelnen darstellen.

Ich beginne mit den Originaldaten von Lazard.

Abbildung 1. Ursprüngliche Lazard-Levelized Cost of Energy (LCOE) vom April 2023

Wenn man sich diese Lazard-LCOE-Zahlen ansieht, wird klar, warum behauptet wird, dass erneuerbare Energien billiger sind als fossile oder nukleare Energieträger. Es sieht so aus, als ob Solar- und Onshore-Windkraft die klaren Gewinner sind.

Aber – und das ist ein sehr großes Aber – sind dabei die anderen oben aufgeführten Kosten, die vor allem die erneuerbaren Energien betreffen, nicht berücksichtigt. Lassen Sie mich diese einzeln definieren:

BACKUP: Alle Stromquellen benötigen Backup-Strom für die Zeiten, in denen sie keinen oder nicht genügend Strom erzeugen. Bei intermittierenden Energiequellen ist der Bedarf an Reserveenergie jedoch viel größer.

NETZAUSGLEICH: Bei intermittierenden Energiequellen sind zusätzliche Geräte erforderlich, um zu verhindern, dass ihre stark schwankende Einspeisung in das Netz dieses destabilisiert.

NETZANSCHLUSS: Erneuerbare Wind- und Sonnenenergie ist Gleichstrom mit variabler Spannung. Bevor er in das Netz eingespeist werden kann, muss er durch kostspielige Synchron-Wechselrichter geleitet werden, um ihn in Wechselstrom mit stabiler Spannung und Frequenz umzuwandeln.

NETZVERSTÄRKUNG/ERWEITERUNG: Im Gegensatz zu fossilen oder nuklearen Kraftwerken, die im Allgemeinen beliebig platziert werden können, befinden sich erneuerbare Energiequellen oft weit entfernt von dem Ort, an dem der Strom benötigt wird. Daher muss das Netz für solche Quellen in der Regel erweitert, verstärkt oder beides werden.

Wie hoch sind diese Kosten? Nun, die oben verlinkte Quelle nennt Werte für fünf Länder – Finnland, Frankreich, Südkorea, die USA und UK. Die Beträge variieren für jedes Land. Für diese Analyse habe ich nicht den Durchschnitt dieser Werte verwendet, sondern den Durchschnitt plus eine Standardabweichung der Daten.

Warum nicht einfach den Durchschnitt? Gute Frage.

– Diese Zahlen beziehen sich alle auf entwickelte Industrieländer, in denen bereits umfangreiche Netze vorhanden sind. Auf die ganze Welt angewandt, werden die netzbezogenen Kosten höher sein.

– Je weniger entwickelt ein Land ist, desto teurer ist es, dort Geschäfte zu machen, weil viele der Nebengeschäfte, Lieferungen und Transportsysteme, die wir in den entwickelten Ländern für selbstverständlich halten, einfach nicht vorhanden sind.

– Auch der Faktor Gier wird ins Spiel kommen. Bestehende erneuerbare Energiequellen haben oft lukrative Verträge, um ihren Strom zu Preisen zu verkaufen, die weit über den Marktpreisen liegen, und sie nutzen jedes Schlupfloch, um dies zu tun.

– Unvorhergesehene Ereignisse. Hagelstürme zerstören Solarpaneele, machen aber fossilen Kraftwerken nichts aus. Meereswellen brechen und beschädigen Stromkabel, die von Offshore-Windturbinen an Land kommen. Beispiele finden Sie in meinem Beitrag „Blocking The Wind“.

– Schließlich gibt es noch etwas, das ich bescheiden „Willis‘ rekursive Konstruktionsregel“ nenne, die besagt, dass „alles länger dauert und mehr kostet, selbst wenn man Willis‘ rekursive Regel berücksichtigt“.

Unter diesen Vorbehalten sind hier die zusätzlichen erneuerbaren Kosten für jede der Energiequellen aufgeführt:

Abbildung 2. Summe der Mehrkosten für jede Energiequelle. Beachten Sie, dass die Kosten für jede Energiequelle mit dem prozentualen Anteil dieser Quelle an der Gesamtstromversorgung („Durchdringung“) steigen.

Sie können sehen, warum Lazard sagt, dass die nivellierten Kosten für erneuerbare Energien nicht direkt vergleichbar sind mit disponierbaren oder grundlastfähigen Energieträgern wie Kernkraft, Kohle und Gas.

(An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass in vielen US-Bundesstaaten der Betrag, der den Stromerzeugern für Elektrizität gezahlt wird, in der Größenordnung von 0,05 bis 0,07 Dollar pro Kilowattstunde liegt. Selbst wenn also das Land, die Paneele, die Befestigungsstrukturen und der ganze Rest der Solaranlage völlig kostenlos wären, würden sie immer noch mehr kosten als die aktuellen Strompreise … aber ich schweife ab …)

Wie sehen also die ursprünglichen Lazard-Daten aus, wenn wir die zusätzlichen Kosten für jede der verschiedenen Energiequellen einbeziehen? Hier sind sie:

Abbildung 3. Original Lazard Levelized Cost of Energy (LCOE, gelbe Linien) vom April 2023 und LCOE plus Kosten für Backup, Ausgleich, Netzanschluss und Netzverstärkung/-erweiterung (farbige Linien). Beachten Sie, dass die hohen Kosten der Kernenergie zum Teil auf den irrsinnigen bürokratischen Aufwand zurückzuführen sind, der für den Bau einer solchen Anlage betrieben werden muss. Das kann behoben werden.

Solar- und Windenergie sehen nicht so gut aus, wenn man alle Kosten einbezieht …

Die obige Abbildung 3 macht deutlich, warum weltweit 1.008 neue Kohlekraftwerke entweder angekündigt, in Planung, genehmigt oder im Bau sind.

Abbildung 4. Standorte von 1.008 neuen Kohlekraftwerken, die entweder angekündigt, in Planung oder im Bau sind. Am Rande sei bemerkt, dass australische Politiker glauben, die Schließung ihrer 6 bestehenden Kohlekraftwerke würde den Planeten retten. QUELLE

Der Grund, warum diese Länder Kohlekraftwerke bauen ist, dass die Menschen in den meisten vernünftigen Ländern im Gegensatz zu den Klimaalarmisten im Westen die Gesamtkosten der verschiedenen Energiequellen betrachten und nicht nur die LCOE-Zahlen von Lazard.

Weitere Behauptungen sind nicht möglich.

Aktualisierung: Für diejenigen, die glauben, dies sei nur theoretisch, sei gesagt, dass die Unkenntnis dieser Fakten das Vereinigte Königreich vor kurzem 10 Millionen Pfund an einem Tag gekostet hat …

Link: https://wattsupwiththat.com/2023/06/02/the-actual-levelized-cost-of-energy/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Der Monat Mai in Deutschland: Keine CO₂ -Erwärmungswirkung erkennbar – Teil 2

Teil 2: Der unterschiedliche Verlauf der Tag-und Nachttemperaturen im Monat Mai seit 1988

Matthias Baritz, Stefan Kämpfe, Josef Kowatsch

Teil 1 hier

Wir gehen von der bislang unbewiesenen Behauptung der CO– Erwärmungswissenschaft aus, dass allein die steigenden CO-Konzentrationen den Temperaturverlauf bestimmen würden. CO ein Klimakiller – das wollen wir im folgenden Abschnitt überprüfen. Wäre das so, dann müssten die Tag/Nachtemperaturtrendlinien bei den einzelnen Wetterstationen gleich oder ähnlich verlaufen.

Leider bietet der DWD für seine 2500 Wetterstationen keine Daten an. Das ist auch nicht möglich, denn seit 2000 wurde etwa die Hälfte der Wetterstationen ausgetauscht, und viele neue kamen hinzu, deren Aufzeichnungszeitraum sehr kurz ist.

Jedoch von Einzelstationen liegen Daten vor. Wir haben über 30 ausgewertet und zeigen eine Reihe quer durch Deutschland. (Blauer Graph unten= Nachttemperaturen). Die oberen grauen Kurven sind immer die T-max am Tage bei Helligkeit. Für ein Jahr also immer 31 T-max im Gesamtschnitt, ebenso der blaue Graph unten= Nachttemperaturen. Der mittlere braune Graph bildet 24 Stunden ab und bei einem Maienjahr ist es der Schnitt aus den 31x 24 Stunden. So hat bei der Wetterstation Gießen der Mai 2023 dann einen Maienschnitt von 13,7°C:

 

Abb. 13: Gießen-Wettenberg hat einen deutlich negativen Trendverlauf, sowohl am Tage als auch in der Nacht. Auffällig ist, dass die Nachttemperaturen stärker fallen, als am Tage!

Abb. 14: Auch Memmingen, südlich von Ulm zeigt diesen Trend

Abb. 15: Interessant ist die DWD Station Nürnberg Netzstall. Tagsüber nur eine leicht fallende Trendgerade, dafür sind die Nachttemperaturen stark fallend (um ca. 2,5 ° in den letzten 36 Jahren gesunken).

Abb.16: Selbst in den Städten wie in München (und nachfolgend Düsseldorf) ist das Muster erkennbar: Stärkere Nachtabkühlung.

Abb.17: Deutlich stärkere Nachtabkühlung auch bei Düsseldorf.

Abb. 18: DWD Wolfach, eine wärmeinselarme Station in Baden Württemberg wird Im Laufe der letzten 36 Jahre kälter und zwar tagsüber weniger stark als nachts.

Anmerkung: Außer Düsseldorf und München hat der DWD alle sonstigen Stationen im Betrachtungszeitraum seit 1988 über einen Kilometer Umkreis hinaus versetzt. Z.B Memmingen vom östlichen Stadtrand im Stadtpark/Friedhof in den Westen außerhalb des Ortes. Dabei greift die DWD-Datenhomogenisierung nicht mehr. Es sind streng genommen zwei neue Standorte, was in diesem Falle allerdings gleichgültig ist. Weil:

In diesem Teil 2 betrachten wir die unterschiedliche Entwicklung der Tag/Nachtemperaturen und beide Temperaturen wurden jeweils am selben Standort gemessen und im Versetzungsjahr dann beide am neuen Standort weiter gemessen.

Außerdem führt der DWD selbst diese Station mit der gleichen Stationsnummer weiter. Und wir verwenden die Original-DWD-Daten.

Die nächste Wetterstation im kleinen Ort Dachwig in Thüringen wurde laut DWD seit 1988 nicht versetzt. Ob sich in der Standortumgebung etwas baulich verändert hat, wissen wir auch nicht.

Abb.19: Die Trendlinienschere zwischen Tmax und T-min geht deutlich auseinander.

 

Bei allen Stationen ist anzumerken, dass die Zahl der Sonnenstunden im betrachteten Zeitraum, also seit 1988 bis 2023 um mehr als 10% gesunken ist. Das erklärt vielleicht die Tagesabkühlung im Mai, aber nachts?

Fazit: Die Trendlinien der Grafiken zeigen eine Abkühlung des Monats Mai seit 1988 in Deutschland, siehe braune Trendlinien. Und zwar nachts stärker als tagsüber. Abkühlung ist das Gegenteil von Erwärmung. Das würde bedeuten, dass die steigende CO-Konzentration der Atmosphäre kühlend wirkt, oder gar nicht oder unerheblich und andere Gründe die Maiabkühlung seit 1988 bewirken.

Wir schließen aus dem unterschiedlichen Steigungsverlauf der Tag/Nachttemperaturen. CO wirkt überhaupt nicht, siehe Artikelüberschrift.

Zusammenfassung:

Das Klima wandelt sich immer. Das hat natürliche und menschengemachte Gründe. Aber nicht CO. Kohlendioxid ist kein Klimakiller, sondern ein notwendiges Gas zum Erhalt des Lebens auf der Erde. Die Schöpfung der Erde ist auf Kohlenstoff aufgebaut. Kampf dem Klimawandel durch eine CO-Steuer zwecks Absenkung der Atmosphärenkonzentration ist eine Sünde an der Schöpfung. Die Erde hat immer noch zu wenig CO in der Atmosphäre. Die Erzeugung einer Klimaangst vor einem angeblich erhitzenden CO vor allem in Deutschland durch die Leitmedien ist wissenschaftlich völlig unbegründet und grottenfalsch.

Auch wenn CO im Infrarotbereich absorbiert, dann sollten sich Physiker endlich überlegen, weshalb dieser Fakt – bei dem eine gleichzeitige Molekülgeschwindigkeitserhöhung = Erwärmung physikalisch logisch ist -in der Gesamtatmosphäre keine Rolle spielt und keine CO-basierten Erwärmungen gemessen werden können.

Letztlich hat der Großversuch bei der Sprengung der Ostseepipeline gezeigt, dass selbst das 50 x stärkere Treibhausgas Methan zu keinerlei messbaren Erwärmungen über der Ostsee geführt hat. Die erhöhten Konzentrationen wurden gemessen, die Erwärmung nicht.

Die CO-Steuer ist Teil eines raffinierten Geschäftsmodells der Panikmache, eine CO-Ablassteuer dient ausschließlich der Gewissensberuhigung von leichtgläubigen Gutmenschen, zur Freude der Geldeintreiber. Wir kennen das Geschäftsmodell. Es ist vergleichbar mit dem Ablasshandel im Mittelalter gegen eigens erfundene Sünden.

Die großflächige Zerstörung, Bebauung, Flächenversiegelung und Trockenlegung einstiger Naturlandschaften sind der menschenverursachende Temperaturtreiber. Leider hält der Zerstörungstrend weiter an, siehe: hier. Und diese großflächigen, zunehmenden Trockenlegungen und Bodenversiegelungen mit sofortiger Niederschlagsableitung sind zugleich mitverantwortlich für die zunehmenden Überschwemmungen und den leichten Meeresspiegelanstieg. Verstärkter Natur- und Umweltschutz ist zu fordern, sauberes Wasser, saubere Luft und unvergiftete, Wasser speichernde Böden mit zunehmendem Humusanteil.

Prinzip: Der Niederschlag muss dort zurückgehalten werden, wo er fällt. Früher hatten sogar Städte ihre offenen Seen, Weiher, Tümpel und Auwiesen zur Wasserversickerung und Kühlung.

Wir fordern die Leser auf, aktiv zu werden bei den Medien und den Abgeordneten. Unser Artikel soll als wissenschaftliche Grundlage dienen. Das Erzeugen einer ständigen Klimaangst wegen der steigenden Kohlendioxidkonzentrationen muss aufhören.

Und das wusste bisher niemand, weil es der DWD und die Medien verschweigen: Der Monat Mai wird seit 1988 selbst in den Wärmeinseln der Städte kälter und nicht wärmer. Insbesondere die Nachttemperaturen sind deutlich fallend.

Und als ob der Monat Mai auch noch den letzten Zweifler überzeugen möchte: Die Nachttemperaturen sind in der Gegenwart, also seit dem Jahre 2000 noch auffälliger fallend. Als Beispiel nehmen wir Nürnberg/Netzstall, damit der Leser diesen kürzeren Zeitraum mit Grafik 15 seit 1988 vergleichen kann.

Abb. 20: In der Gegenwart, also ab der Jahrtausendwende ist die Trendlinie der Nachttemperaturen besonders negativ. Die Station steht jedoch erst seit 17 Jahren am jetzigen Standort. Wir arbeiten mit den Original-DWD-Daten

Wir haben gelernt: Der Monat Mai ist der Beweis, dass die CO-Erwärmungstheorie falsch ist !!!

Matthias Baritz, Naturwissenschaftler und Naturschützer

Stefan Kämpfe, Diplomagraringenieur, unabhängiger Natur- und Klimaforscher

Josef Kowatsch, Naturbeobachter und unabhängiger, weil unbezahlter Klimaforscher.