Deutschlands kostspieliges Energie-Dilemma: Schlechte Planung und Fehlentscheidungen – 1 Billion Dollar erforderlich.

Charles Rotter

[Ich finde es peinlich, dass man für solche Nachrichten aus unserem Lande auf auswärtige Quellen, in diesem Falle aus den USA, zurückgreifen muss! – Hervorhebungen vom Übersetzer {außer Überschriften}. A. d. Übers.]

Deutschland steht vor der astronomischen Herausforderung, eine massive Energielücke zu schließen, die das Land laut BloombergNEF bis 2030 über eine Billion Dollar kosten könnte. Die Dringlichkeit, diese Energiekrise anzugehen, ergibt sich aus einer Kombination von Faktoren, einschließlich der Folgen des Krieges in der Ukraine und der zweifelhaften Entscheidung, von Atom- und Kohlekraftwerken wegzukommen. Das Dilemma, in dem sich Deutschland jetzt befindet, ist jedoch größtenteils eine Folge schlechter Planung und unzureichender Voraussicht im Energiesektor. Während die Nation krampfhaft nach Lösungen sucht, wird deutlich, dass entscheidende Gelegenheiten verpasst und schlechte Entscheidungen getroffen wurden, und die Kosten dieses Versäumnisses steigen nun.

Unterschätzung des Umfangs der Herausforderung:

Einer der grundlegenden Fehler in der deutschen Planung war die Unterschätzung des Umfangs der erforderlichen Energiewende. Die politische Entscheidung, aus Atom- und Kohlekraftwerken auszusteigen, gepaart mit der gestiegenen Nachfrage nach Elektrofahrzeugen, Heizsystemen und wirtschaftlich selbstmörderischen Klimaverpflichtungen, hat einen überwältigenden Bedarf an neuer Stromerzeugung und verbesserten Stromnetzen geschaffen. Das schiere Ausmaß des Vorhabens, das die Installation von Solarzellen in der Größe von 43 Fußballfeldern und 1 600 Wärmepumpen pro Tag erfordert, deutet auf einen gravierenden Mangel an Voraussicht und Vorbereitung hin.

Deutschland hat mehr als 260 Mrd. € (275 Mrd. $) für die Bewältigung der unmittelbaren Risiken einer durch Russlands Krieg in der Ukraine ausgelösten Energiekrise zurückgestellt, aber die endgültige Lösung wird viel kostspieliger sein – wenn das Land sie überhaupt durchsetzen kann. – [hier]

Die Pläne der BASF SE, angesichts der Belastungen durch die Energiekrise 2.600 Arbeitsplätze abzubauen, sind ein Zeichen für die Dringlichkeit. Das Geschäft des Chemieriesen in Deutschland ist in der zweiten Jahreshälfte in die Verlustzone gerutscht, und er schließt nun eine Reihe energieintensiver Fabriken, darunter zwei Ammoniakanlagen und damit verbundene Düngemittelanlagen, was zu einem Abbau von 700 Arbeitsplätzen am Hauptstandort Ludwigshafen führt. – [hier]

Mangelnde Klarheit bei der Ersetzung von Energieträgern:

Deutschlands Dilemma wird durch den unklaren Weg zum Ersatz der auslaufenden Energiequellen noch verschärft. Da Kernkraft und Kohle vom Tisch sind, ist das Land in hohem Maße auf den Import von Flüssigerdgas angewiesen, das mit höheren Kosten verbunden ist. Die Umstellung auf Elektroautos, Wärmepumpen und Wasserstoffproduktion erhöht den Energiebedarf zusätzlich. Es fehlt jedoch an konkreten Plänen für die Stromerzeugung in Zeiten geringer erneuerbarer Erzeugung. Das Vertrauen in künftige, mit Wasserstoff betriebene Gaskraftwerke steht vor großen Hürden. Dazu gehören der Mangel an bereitwilligen Investoren, die Abhängigkeit von einer nicht existierenden und möglicherweise nie existierenden Technologie und die hohen Kosten, die damit verbunden sind, falls diese Probleme jemals gelöst werden sollten.

Unzureichende Investitionen und unklare Vorschriften:

Der Mangel an Finanzmitteln und Investitionen im Energiesektor ist auf die große Marktunsicherheit und unklare Vorschriften zurückzuführen, und natürlich auf die zweifelhaften Rentabilitätsaussichten der intermittierenden Wind- und Solarenergie ohne umfangreiche Subventionen. Diese Probleme behindern die Entwicklung der notwendigen Infrastruktur. Investoren zögern nach wie vor, sich auf kostspielige Projekte einzulassen, so dass sich Deutschland in einem Zustand der Ungewissheit befindet. Klare Regelungen und finanzielle Anreize sind unabdingbar, um überhaupt eine Beteiligung des Privatsektors zu erreichen.

Schlussfolgerung:

Deutschlands 1-Billionen-Dollar-Energieproblem ist eine deutliche Mahnung bzgl. der Folgen, die eine schlechte Planung für die Energiezukunft eines Landes haben kann. Das Versäumnis, das Ausmaß der Energiewende genau zu antizipieren, und das Fehlen eines klaren Weges zum Ersatz der auslaufenden Energiequellen haben ein großes Hindernis geschaffen. Die Bewältigung dieser Krise erfordert eine umfassende Neubewertung der Energiepolitik, einschließlich eines Überdenkens einiger politisch motivierter Ausstiegsmöglichkeiten aus der Kernenergie, verstärkter Investitionen in Forschung und Entwicklung und der Schaffung klarer Vorschriften und finanzieller Anreize. Deutschland muss aus den Versäumnissen der Vergangenheit lernen und sie rasch korrigieren, um eine stabile Energiezukunft für das Land zu gewährleisten. Die Zeit ist von entscheidender Bedeutung.

Link: https://wattsupwiththat.com/2023/06/14/germanys-costly-energy-conundrum-poor-planning-and-bad-choices-1-trillion-dollars-needed/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Wieder im Twitter-Gefängnis

Willis Eschenbach

Nun, ich habe schon einmal über meine Zeit in einem echten Gefängnis geschrieben. Das Gericht sagte, ich sei der „Störung des Friedens“ schuldig, aber wir nannten es „Störung des Krieges“. Wie die meisten Dinge in meinem Leben ist das eine seltsame Geschichte … aber ich schweife ab.

Auf jeden Fall bin ich jetzt im Twitter-Gefängnis. Das hier wird wahrscheinlich mein letzter Beitrag auf Twitter für eine Weile sein …

Man sollte meinen, dass nach etwa vierzig Jahren intensiver Klimastudien Einigkeit über die wichtigsten Fakten in diesem Bereich herrschen würde … aber nein …

Hier sind die globalen Temperaturen von Berkeley Earth, der National Oceanic and Atmospheric Agency und der Japan Meteorological Agency:

Stehen wir also kurz davor, 1,5°C zu erreichen?

Und hier ist die Geschichte der Schätzungen der „Klimasensitivität“. Dies ist die zentrale Zahl in der Debatte, die Temperaturveränderung, die bei einer Verdopplung des CO₂ erwartet wird. Es gibt nicht nur keine Einigung … die Streuung ist im Laufe der Zeit immer größer geworden. Ich erörtere dies in einem Beitrag hier.

Obwohl die Modelle Schätzungen der Klimasensitivität haben, die über die gesamte Landkarte verteilt sind, können sie alle eine erträgliche Leistung bei der Nacherzählung der Vergangenheit erbringen … was eindeutig beweist, dass sie nicht „physikbasiert“ sein können. Ich erörtere dies in einem Beitrag mit dem Titel „Dr. Kiehls Paradoxon“.

Und auf dieser lächerlich wackeligen „wissenschaftlichen“ Grundlage wollen sie die globalen Wirtschafts-, Strom- und Energiesysteme zu immensen Kosten völlig umgestalten, während sie den Armen großen Schaden zufügen.

Die Wahrheit ist, dass diese ganze Bewegung nichts mit dem Klima zu tun hat. Sie versuchen nicht einmal, das zu verbergen:

Dies ist eine der arrogantesten und am wenigsten wissenschaftlich untermauerten nackten Machtergreifungen der Geschichte. Glauben Sie nicht daran. Sie haben nicht Ihr bestes Interesse im Sinn.

Bleiben Sie gesund, genießen Sie diese wunderbare Welt, lachen Sie über die Verrückten, die die Anstalt leiten …

In Freundschaft,

w.

Ich ging also gestern Abend zu Bett und wachte auf, um festzustellen, dass ich von Twitter suspendiert worden war, angeblich wegen eines Tweets, den ich im Mai abgesetzt hatte:

Ich habe ihrem „Support-Team“ wie folgt geantwortet:

Liebe Freunde bei Twitter, ich fürchte, ich bin sehr missverstanden worden. Ich habe NICHT gegen die Twitter-Regeln gegen Gewaltaufrufe verstoßen. Ich wurde wegen des folgenden Tweets gesperrt:
—————————-
Ich sehe, dass James Comer „Schritte“ gegen das FBI unternehmen wird, weil es Beweise für Bidens Korruption verheimlicht hat. Schritte? Hier ist mein einfacher 3-Schritte-Plan:

1) Feuere jede einzelne Person, die für das FBI arbeitet.

2) Brenne das FBI-Gebäude bis auf die Grundmauern nieder.

3) Die Erde salzen.

—————————-

Leute, das war mit Humor gemeint. Es ist SATIRE. Ich entschuldige mich, wenn Sie oder vielleicht Ihre Algorithmen es ernst genommen haben.

Natürlich schlage ich nicht vor, dass wir buchstäblich das FBI-Gebäude niederbrennen und „die Erde salzen“. Ich war lediglich frustriert darüber, dass das FBI mit Verbrechen davonkommt, für die Sie und ich für lange Zeit ins Gefängnis gehen würden.

Und wohlgemerkt, selbst in der Satire habe ich nicht zur Gewalt gegen eine Person aufgerufen. Ich dachte, die letzte Zeile würde meine satirische Absicht deutlich machen.

Ich meine, wann hat eigentlich das letzte Mal jemand „die Erde gesalzen“? Vor 2.000 Jahren? Sie können doch wohl nicht glauben, dass das ernst gemeint war?

Nun, ich denke, das können Sie glauben, aber Sie würden sich zu 110% irren. Ich bin ein friedlicher Mensch, ich wünsche niemandem etwas Böses.

Ich bitte Sie, diese völlig unangemessene und ungerechtfertigte Sperre aufzuheben.

Ich habe mich bei Twitter Blue angemeldet, um Elon bei seinen Bemühungen zu unterstützen, einen Ort zu schaffen, an dem die Menschen ihre Meinung frei äußern können, und ich bitte Sie höflich darum, unschuldige Satire wie meinen Tweet zuzulassen.

Ich wünsche Ihnen allen alles Gute und danke für Ihre Arbeit, um Twitter über Wasser zu halten.

w.

Wurde ich tatsächlich wegen eines satirischen Tweets suspendiert oder wegen meiner sehr beliebten Beiträge über den Klimabetrug? Wir werden es nie erfahren.

Auf jeden Fall bitte ich alle, die ein Twitter-Konto haben, einen Tweet an @elonmusk zu senden, um gegen diese höchst ungerechtfertigte Sperrung zu protestieren. Mein Twitter-Handle ist @weschenbach, und ihr Vorgehen ist einfach falsch. Bitte verlinkt auf diesen Beitrag, wenn ihr eine Bitte um meine Wiedereinstellung twittert, damit die Leute die Problematik verstehen können.

Grrrr …

Viele Grüße an alle!

Aktualisierung: Heute Morgen, nachdem ich die obigen Zeilen geschrieben hatte, erhielt ich um 8.59 Uhr die folgende Antwort von Twitter:

Hallo,
Wir haben Ihre Anfrage erhalten, Ihr Konto wiederherzustellen. Wir prüfen derzeit eine große Anzahl von Anfragen und bitten Sie um Geduld, da es länger als gewöhnlich dauern kann, bis wir Ihnen ein Ergebnis mitteilen können.

Wenn es sich bei dieser Anfrage um eine Wiederherstellung des Kontos nach unseren neuen Kriterien handelt, geben Sie uns bitte 5-7 Tage Zeit für die Prüfung und Beantwortung.
Vielen Dank!

Twitter

OK, in Ordnung.

Dann erhielt ich die folgende Nachricht, die 19 Minuten später gesendet wurde …

Hallo,
Ihr Konto wurde aufgrund von Verstößen gegen unsere Nutzungsbedingungen gesperrt. Nach der Überprüfung auf Wiedereinsetzung wird Ihr Konto nicht wiederhergestellt werden.

Vielen Dank,

Twitter

19 Minuten, nachdem sie mir gesagt hatten, wie überlastet sie sind?

Ich habe das Gefühl, dass mich jemand in der Twitter-Minderheit nicht mag und/oder dass sie eher KI als Menschen einsetzen … bitte twittert, um gegen diesen Unsinn zu protestieren.

Link: https://wattsupwiththat.com/2023/06/15/in-the-slam-again/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Polareis trotzt dem Klimakrisen-Narrativ

Heartland Institute

Fast jede Einschätzung der Klimamodelle und folglich jede düstere Warnung, die von Alarmisten auf der Grundlage der Simulationen der Modelle ausgesprochen wurde, ist im Laufe der Jahre durch Zeit und Beweise widerlegt worden. Selbst die eine Prophezeiung, die für eine kurze Zeit am wahrscheinlichsten zu sein schien – das Verschwinden des Meereises in der Arktis – ist inzwischen kein Thema mehr, vor allem, nachdem zusätzliche Forschungen den starken Rückgang des arktischen Meereises nach 1996 in einen Zusammenhang gebracht haben.

Jüngste Forschungsergebnisse zeigen deutlich, dass sich die von den Klimamodellen prognostizierte Geschwindigkeit des Temperaturanstiegs, der Anstieg des Meeresspiegels, das Aussterben der Eisbären und die Zunahme extremer Wetterereignisse aller Art allesamt als falsch erwiesen haben.

Schauen wir uns zunächst die Meereisdaten an. Eine Studie der Global Warming Policy Foundation (GWPF) aus dem Jahr 2021 untersuchte die Daten im Detail und fand keinen Hinweis darauf, dass das Meereis an einem der beiden Pole unmittelbar vor dem Verschwinden steht.

Der GWPF-Bericht weist darauf hin, dass der ehemalige Vizepräsident Al Gore in seiner Nobelpreisrede im Jahr 2007 auf Forschungsergebnisse verwies, die seiner Meinung nach zeigten, dass das arktische Meereis „von einer Klippe fällt“ und aufgrund der fortgesetzten Nutzung fossiler Brennstoffe bald verschwinden wird. Gores Behauptung stützte sich auf Forschungen von Wissenschaftlern der U.S. Naval Postgraduate School, die ein regionales Modell des Meereis-Ozean-Systems in der Arktis verwendeten, welches auf Beobachtungsdaten für den 12-Jahres-Zeitraum 1996-2007 beruht, um zu dem Schluss zu kommen, dass die Arktis irgendwann zwischen 2013 und 2019 im Sommer praktisch eisfrei sein würde.

Die Vorhersage war falsch; Meereis gibt es immer noch. Und wie sich herausstellte, deuten spätere Untersuchungen darauf hin, dass die derzeitige Ausdehnung des arktischen Meereises im Sommer nicht einmal für die jüngere Geschichte ungewöhnlich ist, geschweige denn für lange Zeiträume. Tatsächlich hat sich das arktische Meereis in der Vergangenheit innerhalb weniger Jahre oder Jahrzehnte dramatisch ausgedehnt und zurückgezogen, wobei das Meereis von Anfang 1900 bis in die 1940er Jahre eine ähnliche Ausdehnung hatte wie das heutige Sommer-Meereis. Danach nahm das sommerliche Meereis in der Arktis stark zu und begleitete den leichten globalen Abkühlungstrend von den 1950er bis zu den frühen 1980er Jahren. Während dieses Zeitraums erreichte das arktische Meereis einen Höchststand in diesem Jahrhundert.

Es scheint, dass die Prophezeiungen über den Rückgang des arktischen Sommer-Meereises, die auf den Daten einiger weniger Jahre beruhen und von Klimamodellprojektionen zu einem langfristigen Trend extrapoliert wurden, der einen steilen Rückgang ab 2006 beinhaltete, keine Grundlage im historischen Eisverhalten der Region hatten. Der Rückgang bezog sich auf einen Spitzenzeitraum in diesem Jahrhundert und nicht auf den langfristigen Durchschnitt der Meereisausdehnung. Der Rückgang des sommerlichen Meereises in der Arktis hat sich seit 2007 deutlich verlangsamt, wobei es in einigen Jahren zugenommen und in anderen Jahren abgenommen hat. Ausgehend von der derzeitigen langsamen Abnahme zeigen die Daten, dass es laut der Analyse von J. Ray Bates, einem außerordentlichen Professor für Meteorologie an der School of Mathematics and Statistics am University College Dublin und Verfasser der GWPF-Studie mehr als 500 Jahre dauern würde, bis die Arktis im September eisfrei wäre, wenn der Trend des jüngsten 15-Jahres-Zeitraums beibehalten würde.

Das Meereis in der Antarktis ist sogar noch verwirrender für die Klimamodellprojektionen. Während die Prognosen der Modelle durchweg darauf hindeuten, dass das Meereis dort einen ähnlichen Rückgang erfahren sollte wie in der Arktis, hat die Meereisausdehnung in der Antarktis im Laufe der Zeit tatsächlich leicht zugenommen. Die Meereisausdehnung der Antarktis nahm von 1980 bis 2015 stetig zu und erreichte 2014 und 2015 neue Rekordwerte, bevor sie einige Jahre lang stark zurückging. Seit 2019 hat sich das antarktische Meereis auf ein Niveau erholt, das in den 1980er und frühen 1990er Jahren üblich war, also zu Beginn einer längeren Wachstumsperiode. Entgegen den Prognosen der Klimamodelle hat das Meereis um die Antarktis seit den 1980er Jahren insgesamt zugenommen, und der Wachstumstrend ist steigend.

Das Meereis ist nicht das Einzige, was dort passiert. Auch akkumulierendes Eis und Schnee auf dem antarktischen Kontinent haben zugenommen. Während sich die Klimaalarmisten auf den Gletscherrückgang auf dem westantarktischen Eisschild und der angrenzenden antarktischen Halbinsel konzentrieren, legt die Antarktis insgesamt beträchtliche Mengen an Eis zu. Man darf nicht vergessen, dass die Westantarktis und die Halbinsel nur einen relativ kleinen Teil des Kontinents ausmachen, der in Teilen von unterirdischen, geologisch aktiven Wärmequellen unterlagert wird. Die Halbinsel ist auf drei Seiten von offenen Meeren umgeben und wird daher direkter von den Temperaturen und Strömungen an der Meeresoberfläche beeinflusst als die inneren Teile des Kontinents.

Schelfeis stabilisiert und verlangsamt oder blockiert den Fluss des auf dem Boden liegenden Eises ins Meer. In einer kürzlich in der Fachzeitschrift Cryosphere veröffentlichten Arbeit wurden die Nettoauswirkungen des antarktischen Eisschilds untersucht, die sich aus den beobachteten und gemessenen Veränderungen der den Kontinent umgebenden Schelfeisflächen ergeben. Die Forscher nutzten Satellitendaten und Bildmaterial, um die Veränderungen von 34 Schelfeisflächen in der gesamten Antarktis von 2009 bis 2019 zu messen. Sie fanden heraus, dass das Wachstum des Schelfeises in der Ostantarktis den Rückgang in der Westantarktis und auf der antarktischen Halbinsel, über den in den Mainstream-Medien so oft berichtet wird, bei weitem übertraf:

In den letzten zehn Jahren wurde die Verringerung der Fläche auf der Antarktischen Halbinsel (6693 km²) und der Westantarktis (5563 km²) durch die Zunahme der Fläche in der Ostantarktis (3532 km²) und der großen Ross- und Ronne-Filchner-Schelfeisgebiete (14 028 km²) überkompensiert. …

Insgesamt ist die Fläche des antarktischen Schelfeises seit 2009 um 5305 km² gewachsen, wobei sich 18 Schelfe zurückzogen und 16 größere Schelfe an Fläche zunahmen. Unsere Beobachtungen zeigen, dass die antarktischen Schelfeisflächen in den letzten zehn Jahren 661 Gt Eismasse hinzugewonnen haben.

Das Netto-Wachstum der Schelfe im letzten Jahrzehnt stimmt mit den Ergebnissen der NASA für den gesamten Eisschild überein. Anhand von Satellitendaten fand die NASA heraus, dass die Antarktis zwischen 1992 und 2001 im Durchschnitt 112 Milliarden Tonnen Eis pro Jahr zugenommen hat, was sich zwischen 2003 und 2008 auf einen Nettozuwachs von 82 Milliarden Tonnen Eis pro Jahr verlangsamte.

Die Zuwächse an Meereis, Schelfeis und festem Landeis in der Antarktis widersprechen den Behauptungen des IPCC, wonach der Klimawandel einen Nettoverlust an Eis und Schnee in der Antarktis verursacht (oder verursachen sollte). Diese Behauptungen beruhen übrigens auf den gleichen Computer-Modellprojektionen, die andere Klimatrends durchweg falsch wiedergegeben haben.

Quellen: Global Warming Policy Foundation; Climate Change Dispatch; The Cryosphere

Link: https://heartlanddailynews.com/2023/06/climate-change-weekly-473-polar-ice-defies-climate-crisis-narrative/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Was die Medien verschweigen über … Wald- und Buschbrände

Was das IPCC wirklich sagt, Trends und die Komplexität der Anpassung

Roger Pielke Jr.

[Alle Hervorhebungen im Original! A. d. Übers.]

Waldbrände, die in vielen gesunden Ökosystemen vorkommen, sind wegen ihrer Auswirkungen auf Eigentum und Gesundheit ein besonders schwieriges Problem für die Gesellschaft. Es ist auch deshalb eine Herausforderung, weil sich Menschen gerne an feuergefährdeten Orten aufhalten und Dinge tun, die Brände entfachen. Wir haben aus harter Erfahrung gelernt, dass die vollständige Unterdrückung von Waldbränden nicht die beste Strategie ist, da sie zu noch größeren und schädlicheren Waldbränden führen kann. Diese Dynamik macht Waldbrände zu einem schwierigen Thema für die Politik.

In dieser Woche ist der Rauch von Waldbränden in Kanada entlang der Ostküste der Vereinigten Staaten nach Süden gezogen und hat New York City und Washington, DC, in Mitleidenschaft gezogen. Entsprechend viel Aufmerksamkeit wurde in den Medien erregt. Das Ereignis sollte einen lehrreichen Einblick in die Komplexität des Klimas und die Herausforderungen der Anpassung an eine unbeständige Welt bieten.

In diesem Beitrag gehe ich auf einige Aspekte der Waldbrände ein, die meiner Meinung nach in der öffentlichen Diskussion fehlen. Ich beginne damit, was das IPCC über Waldbrände sagt, diskutiere leicht verfügbare Daten über Waldbrandtrends und schließe mit der Komplexität der Politik angesichts der vernetzten Mensch-Umwelt-Dynamik.

Das IPCC hat weder das Auftreten von Bränden noch die verbrannte Fläche auf den vom Menschen verursachten Klimawandel zurückgeführt.

Das IPCC ist natürlich nicht unfehlbar, aber er ist unverzichtbar und immer ein guter Ausgangspunkt, wenn es darum geht, was über Extremereignisse und ihre Auswirkungen bekannt ist. Viele Menschen sind überrascht, wenn sie erfahren, dass das IPCC keine Trends oder Ursachen von Waldbränden untersucht.

Stattdessen konzentriert man sich dort auf das „Feuerwetter“, das er definiert als:

„Wetterbedingungen, die das Entstehen und die Aufrechterhaltung von Waldbränden begünstigen, in der Regel auf der Grundlage einer Reihe von Indikatoren und Kombinationen von Indikatoren wie Temperatur, Bodenfeuchtigkeit, Feuchtigkeit und Wind. Zum Brandwetter gehört nicht das Vorhandensein oder Fehlen von Brandlasten. Hinweis: Unterscheidet sich vom Auftreten von Waldbränden und der verbrannten Fläche.“

Damit ein Waldbrand entstehen kann, braucht es mehr als nur „Feuerwetter“ – es braucht auch Brennstoff und eine Zündquelle. Dem IPCC zufolge ist das Wetter nicht der wichtigste Faktor bei Bränden: „Menschliche Aktivitäten sind zum wichtigsten Faktor geworden“. In der Tat werden die meisten Waldbrände durch menschliche Aktivitäten ausgelöst.

Der IPCC äußert „mittleres Vertrauen (etwa 50-50), dass es in einigen Regionen positive Trends bei den Bedingungen des „Feuerwetters“ gibt:

„Es besteht ein mittleres Vertrauen darin, dass Wetterbedingungen, die Waldbrände begünstigen (Feuerwetter), in Südeuropa, Nordeurasien, den USA und Australien während des letzten Jahrhunderts wahrscheinlicher geworden sind“.

Bis 2050 erwartet der IPCC mit „hohem Vertrauen“ (etwa 8/10), dass das Feuerwetter nur in einigen wenigen Regionen zunehmen wird, wie die roten Kreise in der IPCC-Abbildung zeigen, die ich unten kommentiert habe:

Das IPCC gibt auch an, wann er erwartet, dass das „Auftreten“ eines Signals des Klimawandels für verschiedene „Klima-Auswirkungsfaktoren“ nachweisbar sein wird. Ich habe diese Tabelle unten wiedergegeben, wobei „Feuerwetter“ blau hervorgehoben ist. Die meisten Menschen werden wahrscheinlich von der Anzahl der weißen Zellen in der Tabelle überrascht sein, die auf das Fehlen eines Signals hinweisen, sogar bis 2100 und unter unserem alten Freund RCP8.5. Für „Feuerwetter“ ist bis 2100 kein Signal zu erkennen.

Wer den IPCC (und meine Beiträge zu seinen jüngsten Berichten) aufmerksam verfolgt, dem wird vielleicht auffallen, dass einige der Einträge in der obigen Tabelle nicht mit den Behauptungen über Entdeckung und Zurechnung überein zu stimmen scheinen, die an anderer Stelle im IPCC AR6 gemacht werden – dem würde ich zustimmen. Aber das ist ein Thema für das IPCC.

Kurz gesagt, das IPCC liefert keine Grundlage für eindeutige Behauptungen über die Entdeckung oder die Zuordnung von „Feuerwetter“ zum Klimawandel. Das IPCC äußert sich nicht zu Trends bei der Anzahl der Brände und der verbrannten Fläche. Diese Schlussfolgerungen stehen im Widerspruch zu fast allen Medienberichten.

Sehen wir uns nun einige Daten an.

Weltweit sind die Emissionen von Waldbränden in den letzten Jahrzehnten zurückgegangen, ebenso wie in vielen Regionen:

Die obige Abbildung zeigt, dass die Emissionen von Waldbränden seit 2003 weltweit zurückgegangen sind, basierend auf Daten der EU. Das bedeutet jedoch nicht, dass Waldbrände überall zurückgegangen sind. Zum Beispiel haben Waldbrände in den letzten Jahrzehnten im Westen der Vereinigten Staaten, in Frankreich und Russland zugenommen. Es bedeutet jedoch, dass die Behauptung, die Waldbrände hätten in den letzten Jahrzehnten weltweit zugenommen, empirisch nicht belegt werden kann, zumindest wenn man diese wichtige und weithin anerkannte Messgröße zugrunde legt.

In Kanada – wo in dieser Woche ausgedehnte Brände die Luft im Osten der USA und anderswo belasteten – hat die Feueraktivität in den letzten Jahrzehnten nicht zugenommen, wie aus der nachstehenden Abbildung mit offiziellen Daten hervorgeht:

Waldbrände in Kanada. Quelle: NFDP

Auch in Quebec gibt es keine Anzeichen für eine langfristige Zunahme der Feueraktivität, wie man unten erkennt. Vielmehr waren die letzten Jahre ungewöhnlich ruhig:

Waldbrände in Quebec. Quelle: NFDP

Ein Blick auf die Daten des NFDP zeigt, dass die meisten Brände in Québec und die Fläche, die sie in den letzten zehn Jahren verbrannt haben, von Menschen ausgelöst wurden, während der Rest durch Blitzschlag verursacht wurde, wie die folgende Abbildung zeigt:

Über einen viel längeren Zeitraum, der bis ins Jahr 1700 zurückreicht, deuten die Forschungsergebnisse darauf hin, dass die „Verbrennungsraten“ in den letzten Jahrzehnten in ganz Kanada viel niedriger waren als in den vergangenen Jahrhunderten, wie aus der nachstehenden Abbildung hervorgeht:

Das sind viele Daten, ich weiß. Was man daraus mitnehmen sollten, ist Folgendes:

● Waldbrände haben in den letzten Jahrzehnten weltweit abgenommen;

● Dennoch haben einige Regionen einen Anstieg zu verzeichnen;

● Weder in Kanada noch in Quebec hat es in diesem Jahrhundert eine Zunahme gegeben;

● Die Häufigkeit von Bränden in ganz Kanada ist heute geringer als in den vergangenen Jahrhunderten.

Waldbrände sind ein natürlicher Bestandteil von Ökosystemen, hängen mit dem Klimawandel zusammen und sind ein Problem für die Gesellschaft.

Wie oben dargelegt, wird erwartet, dass sich der Klimawandel auf das Umfeld auswirkt, in dem Waldbrände entstehen, insbesondere durch verbesserte „Feuerwetter“-Bedingungen an einigen Orten. Auch wenn das IPCC derzeit nur ein mittleres Vertrauen hat und davon ausgeht, dass das eindeutige Auftreten eines Signals Jahrzehnte dauern kann, nehmen wir einfach an, dass der Klimawandel eine Wirkung hat.

OK – na und?

Einem prominenten Klimawissenschaftler zufolge gibt es nur einen Weg, wie wir Waldbrände in den Griff bekommen können, und zwar durch Änderungen in der globalen Energiepolitik:

Die einzige Möglichkeit, zu verhindern, dass diese Ereignisse häufiger und intensiver werden, besteht darin, die weitere Erwärmung des Planeten zu verhindern. Und die einzige Möglichkeit, dies zu tun, ist die schnellstmögliche Dekarbonisierung unserer Wirtschaft.

Das ist natürlich Unsinn. Es gibt sehr gute Gründe, die Weltwirtschaft zu dekarbonisieren, aber dies zu tun, um Waldbrände und ihre Auswirkungen zu kontrollieren, gehört nicht dazu.

Glücklicherweise gibt es viele Dinge, die getan werden können, um das Risiko von Waldbränden und die damit verbundenen Auswirkungen zu bekämpfen. Die OECD hat einen ausgezeichneten Bericht veröffentlicht, der viele dieser Präventionsmaßnahmen erörtert, die in der folgenden Abbildung zusammengefasst sind:

In Anbetracht der komplexen Zusammenhänge zwischen Mensch und Umwelt im Zusammenhang mit Waldbränden ist das IPCC-Rahmenwerk zur Erkennung und Zuordnung von Waldbränden möglicherweise nicht angemessen oder besonders nützlich. Wenn Waldbrände mehr sein sollen als nur ein Argument der Klimawandel-Propheten, müssen wir die vielen komplexen Zusammenhänge in ihrem lokalen Kontext ernst nehmen.

So haben wir gerade heute hier in Colorado erfahren, dass das Marshall-Feuer, welches im Dezember 2001 mehr als 1.000 Häuser in der Nähe von Boulder zerstörte, durch eine Kombination aus offenem Feuer und einer sich überspannenden Stromleitung entfacht wurde.

Aber die Katastrophe wurde durch eine Kombination aus Sturm, bewirtschafteten Freiflächen mit invasiven Arten, einem Niederschlagsdefizit, jahrzehntelangen Flächennutzungs-Entscheidungen, die Nachbarschaften neben brennbarem Land platzierten, Häusern aus brennbarem Material und mehr verursacht. Sicher, man kann sagen, dass der Klimawandel eine Rolle gespielt hat, wenn das passt, aber danach muss eine viel wichtigere Diskussion über Entwicklung, Bauvorschriften, Landnutzung und -verwaltung, Freiflächen, vorgeschriebene Brände und so weiter stattfinden.

Waldbrände sind in vielen Teilen der Welt wichtig. Sie werden in dem Maße an Bedeutung gewinnen, wie sich die Menschen in brandgefährdeten Gebieten weiterentwickeln und sich die „Feuerwetter“-Bedingungen ausweiten. Ein erster Schritt zu einer besseren Bewirtschaftung der brandgefährdeten Regionen besteht darin, ihre Komplexität zu verstehen, und das bedeutet, nicht alles auf das Klima zu reduzieren und die globale Energiepolitik nicht als einzige Lösung zu betrachten.

Link: https://rogerpielkejr.substack.com/p/what-the-media-wont-tell-you-about-783?utm_source=post-email-title&publication_id=119454&post_id=126926234&isFreemail=true&utm_medium=email

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Klimamodelle haben die Auswirkungen von CO₂ auf die globalen Temperaturen um den Faktor 5 überschätzt

Cap Allon

Eine neue Studie legt nahe, dass Kohlendioxidmoleküle nur geringe Auswirkungen auf die ausgehende Strahlung haben und dass die heutigen Klimamodelle dem CO₂ grundlegend falsche globale Temperatureffekte zuschreiben.

Russische Physiker (Smirnov und Zhilyaev, 2021) haben kürzlich ihre von Experten begutachtete Arbeit in der Sonderausgabe von Advances in Fundamental Physics für die Zeitschrift Foundations veröffentlicht.

Nach einer detaillierten Bewertung der Rolle der CO₂-Moleküle in der Atmosphäre stellen sie fest: „Wir haben einen Widerspruch gefunden zu den Ergebnissen der klimatologischen Modelle bei der Analyse des Treibhauseffekts der Erde.“

Die wichtigsten Punkte der Studie sind:

1. Klimamodell-Simulationen über die Auswirkungen von CO₂ auf die globalen Temperaturen sind um den Faktor 5 fehlerhaft, weil „in klimatologischen Modellen das grundlegende Kirchhoffsche Gesetz ignoriert wird“, das besagt, dass Strahler „gleichzeitig die Absorber sind.“

2. Eine Änderung der Konzentration einer optisch aktiven atmosphärischen Komponente (wie CO₂) „würde nicht zu einer Änderung des ausgehenden Strahlungsflusses führen.“

3. CO₂-Moleküle „sind nicht der Hauptstrahler der Atmosphäre“. Wasserdampfmoleküle sind es, und daher „können sie für die beobachtete Erwärmung der Erde verantwortlich sein.“

Die Diskrepanz zwischen der Treibhausgaswirkung von Wasserdampfmolekülen im Vergleich zu CO₂ wurde bereits an anderer Stelle angesprochen.

Lightfoot und Mamer (2014) und (2017) weisen darauf hin, dass Wassermoleküle a) 29-mal häufiger in der Atmosphäre vorkommen und 1,6-mal wirksamer bei der Erwärmung sind als CO₂-Moleküle, b) Wasserdampf 96 % des gesamten Strahlungsantriebs aller Treibhausgase ausmacht und c) eine Verdopplung der CO₂-Konzentration nur zu einem globalen Temperaturanstieg von 0,33 °C führen würde.

Die Befürworter der anthropogenen globalen Erwärmung können diese Ergebnisse blindlings abtun, so viel sie wollen, aber sie zeigen zumindest unwiderlegbar, dass die Wissenschaft noch lange nicht „settled“ ist.

Der Begriff „Konsens“ wird verwendet, um die falsch Informierten zu mobilisieren und, in diesem Fall, um schwache Politiker einzuschüchtern, damit sie eine verzerrte, menschenfeindliche Politik unterschreiben. In Wirklichkeit aber hat der Begriff Konsens in der Wissenschaft nichts zu suchen. In Bezug auf die globale Erwärmung ist die Wissenschaft noch nicht so weit – und dabei bin ich großzügig. Doch ohne eine offene und ehrliche Überprüfung der Literatur werden die Massen für immer im Dunkeln tappen und sich immer fragen, was die Erwärmung in der Zukunft bringen wird. Das Unbekannte ist ohnehin beängstigend, und die Eliten nutzen diese Angst aus und verstärken sie; diese korrumpierten Seelen nähren sich davon und missbrauchen sie bei der verbissenen Verfolgung ihres neuen totalitären Paradigmas.

Weisen wir das zurück!

Link: https://electroverse.info/cold-b-c-climate-change-everest-deaths-models-overestimate-co2s-impact/, darin der dritte Beitrag

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE