Mehr zum Streit zwischen Scafetta und Schmidt

Andy May

Der Streit zwischen Nicola Scafetta und Gavin Schmidt über die richtige Art und Weise der Fehlerabschätzung im ERA5-Wetter-Reanalysedatensatz des Europäischen Zentrums für mittelfristige Wettervorhersage (EZMW) wurde endlich in Geophysical Research Letters veröffentlicht. Der Kommentar von Schmidt, Jones und Kennedy ist hier zu finden (Schmidt, Jones, & Kennedy, 2023), und Scafettas Antwort ist hier (Scafetta N., 2023a).

Über diesen Streit habe ich bereits Anfang des Jahres hier geschrieben [in deutscher Übersetzung hier]. In den endgültigen Fassungen hat sich nicht viel geändert.

Schmidt, Jones und Kennedy gehen bei ihrer Bewertung des Fehlers im Durchschnitt der ERA5-Temperaturdaten immer noch (fälschlicherweise) davon aus, dass die globale Temperatur während dieses Zeitraums von 2011 bis 2021 konstant war und dass ihre jährliche Variabilität auf zufälliges Rauschen zurückzuführen ist. Dies ist eindeutig eine unphysikalische Interpretation des Erdklimas, da es echte systematische Veränderungen des Klimas von Jahr zu Jahr gibt, unabhängig davon, ob man annimmt, dass sie auf natürliche oder vom Menschen verursachte Kräfte oder beides zurückzuführen sind.

Indem sie natürliche und vom Menschen verursachte Klimakräfte mit zufälligem Rauschen vermischen, blähen Schmidt, Jones und Kennedy den tatsächlichen Fehler des Temperaturmittelwerts um das 5-10fache auf. Tatsächlich ergibt eine korrekte Analyse des Ensembles der beobachteten globalen Temperaturen einen dekadischen Fehler von etwa 0,01-0,02°C, wie in den veröffentlichten Aufzeichnungen angegeben. BEST (Berkeley Earth Land/Ocean Temperature record) kommt für 1951-1980 auf einen Fehler von +/– 0,018°C. Stattdessen schätzten Schmidt, Jones und Kennedy den Fehler anhand der Standardabweichung des Mittelwerts (siehe Kapitel 3 hier) für den Zeitraum 2011-2021. Die von ihnen verwendete Gleichung ist eine Gleichung, die nur verwendet werden kann, wenn es mehrere Messungen derselben Größe gibt, nicht aber elf jährliche Schätzungen für elf verschiedene Jahre. Sie kann nicht verwendet werden, um den Fehler einer Größe, in diesem Fall der durchschnittlichen Temperatur der Erdoberfläche, die sich auf natürliche Weise und möglicherweise aufgrund menschlicher Emissionen von Jahr zu Jahr ändert, richtig zu schätzen.

Die Originalarbeit von Scafetta, der Grund für den Streit, kann hier heruntergeladen werden. In der Studie zeigt Scafetta, dass alle IPCC/CMIP6-Klimamodelle, die zu einem ECS[1] von mehr als 3°C Erwärmung pro CO₂-Verdoppelung führen, die beobachtete globale Erwärmung statistisch signifikant überschätzen. Wie man bestimmt, was statistisch signifikant ist, ist der Kern des Streits. Aber Statistik hin oder her, Scafettas Standpunkt wird in Abbildung 1 deutlich. Im Zweifelsfall sollte man sich die Daten ansehen.

Abbildung. IPCC/CMIP6-Klimamodellierte Temperaturen (in rot) im Vergleich zu Beobachtungen (blau, ERA5-2-Meter-Temperaturen). Quelle: (Scafetta N., 2022a).

In Abbildung 1 stammen die Beobachtungen von ECMWF ERA5. Wenn CO₂ und andere Treibhausgase für die gesamte jüngste Erwärmung verantwortlich sind, wie der IPCC-Bericht AR6 behauptet (IPCC, 2021, S. 425 & 961-962), liegt die von uns beobachtete Klimasensitivität eindeutig unter 3°C. Scafettas Analyse der ECS ist sehr überzeugend, aber es gibt noch mehr Beweise dafür, dass die höheren ECS-Schätzungen des AR6 falsch sind. Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie in meiner vierteiligen Serie über die mysteriöse AR6 ECS: Teil 1, Teil 2, Teil 3 und Teil 4 [in deutscher Übersetzung hier, die Übersetzungen der ersten drei Teile sind dort verlinkt]. Es gibt auch eine sehr gute Zusammenfassung von Beobachtungsschätzungen der ECS und eine Kritik an den AR6-Methoden zur Bestimmung der ECS in Kapitel 7 des Clintel-Bandes über AR6 hier.

Referenzen

Crok, M., & May, A. (2023). The Frozen Climate Views of the IPCC, An Analysis of AR6.

IPCC. (2021). Climate Change 2021: The Physical Science Basis. Contribution of Working Group I to the Sixth Assessment Report of the Intergovernmental Panel on Climate Change. In V. Masson-Delmotte, P. Zhai, A. Pirani, S. L. Connors, C. Péan, S. Berger, . . . B. Zhou (Ed.)., WG1. Retrieved from https://www.ipcc.ch/report/ar6/wg1/

Scafetta, N. (2022a). Advanced Testing of Low, Medium, and High ECS CMIP6 GCM Simulations Versus ERA5-T2m. Geophysical Research Letters, 49. doi:10.1029/2022GL097716

Scafetta, N. (2023a). Reply to “Comment on ‘Advanced testing of low, medium, and high ECS CMIP6 GCM simulations versus ERA5-T2m’. Geophysical Research Letters, 50. doi:10.1029/2023GL104960

Schmidt, G. A., Jones, G. S., & Kennedy, J. J. (2023). Comment on “Advanced testing of low, medium, and high ECS CMIP6 GCM simulations versus ERA5-T2m”. Geophysical Research Letters, 50. doi:10.1029/2022GL102530

Taylor, J. (1997). An Introduction to Error Analysis, second edition. University Science Books. Retrieved from https://www.amazon.com/Introduction-Error-Analysis-Uncertainties-Measurements/dp/093570275X/ref=monarch_sidesheet

ECS is the equilibrium climate sensitivity, or the ultimate change in global average surface temperature after an instantaneous doubling of CO₂. See here for more details.

Link: https://andymaypetrophysicist.com/2023/09/23/more-on-the-statistical-dispute-between-scafetta-and-schmidt/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Übernatürliche Warnungen für Kalifornien

Duggan Flanakin

Am selben Tag, an dem der Hurrikan Hilary dem Gebiet von Los Angeles Rekord-Regenmengen bescherte (fast 150 l/m² am Lake Palmdale und 108 l/m² auf dem UCLA-Campus), ereignete sich im nahen Ojai ein Erdbeben der Stärke 5,1.

Den wirklich Aufgeklärten sollten diese seltenen Katastrophen als Warnung von oben dienen, dass der Golden State auf einen massiven Untergang zusteuert – als Strafe für den Versuch, dem smogfreien Amerika und der Welt Smog bekämpfende Elektrofahrzeuge aufzuzwingen.

Und das zu Recht.

Schließlich wird heute jeder Wirbelsturm, jede Hitzewelle, jeder Waldbrand und jede Überschwemmung überall auf der Welt dem Klimawandel zugeschrieben. Der Klimawandel frisst sogar die Hausaufgaben der Kinder! Doch dieselben Menschen, die die Hitze, den Wind, das Wasser und das Feuer nicht aufhalten können, glauben, dass sie das Klima durch Elektrifizierung kontrollieren können.

Was ist eigentlich der Klimawandel? Fragt man religiöse Führer, so könnte er der Beweis für die Sünde des Menschen sein. Der in Spanien lebende spirituelle Hinduführer Swami Rameshwarananda, einer von 50 religiösen Führern, die eine Reihe von zehn spirituellen Grundsätzen zur Bewältigung der Klimakrise aufgestellt haben sagt: „Wir müssen das Konzept des Ego gegen das Konzept des ‚Öko‘ austauschen. Das Ego ist das Problem.“

Nach Angaben des „Elijah Board of World Religious Leaders“ gehören zu diesen Grundsätzen „nicht schaden!“ (der hippokratische Eid) und „jede Handlung zählt“.

Eine „Maßnahme“ im Namen der Klimaspiritualität ist die Vorschrift für Elektrofahrzeuge, die wie die Abschaffung fossiler Brennstoffe und die Beendigung aller Bergbauaktivitäten nur für Europa, Nordamerika und andere Nationen gilt, die von westlichem Geld und westlicher Macht abhängig sind.
Doch das Elektroauto-Mandat und der Verzicht auf fossile Brennstoffe verstoßen eindeutig gegen „nicht schaden!“ – auch wenn ihr Scheitern die traurige Wahrheit zeigt, dass „jede Handlung zählt“.
Ein weiterer Verstoß gegen „nicht schaden!“ ist die „C40 Cities Climate Leadership Group“, deren Ziele von über 100 Städten weltweit unterstützt werden. Zu den Zielen der Gruppe gehören – bis zum Jahr 2030 – „0 kg Fleischkonsum, 0 kg Milchkonsum, 3 neue Kleidungsstücke pro Person und Jahr, 0 Privatfahrzeuge und 1 Kurzstreckenflug alle 3 Jahre pro Person“.

Die Fleisch liebenden Einwohner von Austin, Houston, New Orleans, Miami, Chicago, Philadelphia, New York, Los Angeles, Phoenix, Portland, San Francisco, Seattle und der Bundeshauptstadt wissen wahrscheinlich nicht, dass ihre Stadtverwaltungen diese Ziele unterstützt haben, die „auf einer Zukunftsvision einer ressourceneffizienten Produktion und weitreichenden Veränderungen im Verbraucherverhalten beruhen“.

Der tugendsame Bürgermeister von New York Eric Adams hat stadtweite Obergrenzen für den Verzehr von Fleisch und Milchprodukten in städtischen Einrichtungen (einschließlich öffentlicher Schulen und Gefängnisse) eingeführt. Die irische Regierung hat die Tötung von 200.000 Rindern für 600 Millionen Pfund versprochen, um die Methan-Emissionen sowie den Fleisch- und Milchkonsum der Menschen zu reduzieren.

Man könnte meinen, dass dies Teil eines größeren Plans zur drastischen Reduzierung der menschlichen Bevölkerung ist.

Vor sieben Jahren listete der Autor und Unternehmer A. D. Largie „10 Methoden“ zur Reduzierung der menschlichen Bevölkerung auf. Der Transhumanismus stand ganz oben auf der Liste, aber die Kontrolle der Nahrungsmittelversorgung kam an zweiter Stelle.

Largie sagt: „Wenn man die Nahrungsversorgung eines lebenden Organismus kontrolliert, kontrolliert man den Organismus… Die machthungrigen Eliten unter uns verstehen diese Tatsache voll und ganz und haben die Nahrung der Menschen langsam verändert… um letztendlich die menschliche Bevölkerungsrate zu reduzieren.“

Der Bevölkerungsökologe William Rees von der University of British Columbia sieht es so: „Wir verbrauchen die Ressourcen der Erde in einem unhaltbaren Tempo“. Doch unsere natürlichen Tendenzen als Menschen „machen es uns schwer, diesen ‚fortgeschrittenen ökologischen Overshoot‘ zu korrigieren.“

Was für eine offene Tür für die Eliten, um eine „Kurskorrektur“ vorzunehmen, ohne es jemandem zu sagen.

Rees behauptet zu Recht, dass die bloße Umstellung auf erneuerbare Energien das Problem des exponentiellen Bevölkerungswachstums (ein Nebenprodukt der Nutzung fossiler Brennstoffe) nicht wirklich angeht. Stattdessen tragen solche Bemühungen weiter zum übermäßigen Verbrauch bei. Rees bezweifelt, dass der technologische Fortschritt den 8 Milliarden Bewohnern der Erde ein Überleben, geschweige denn ein Gedeihen ermöglichen kann.

Nehmen wir an, die Machthaber setzen tödliche Viren (für die sie entscheiden, wer das Gegenmittel bekommt) auf eine ahnungslose Welt los. Gewöhnliche Menschen können wenig tun, um ein Massensterben zu verhindern. Neue Generationen von Androiden werden sie bedienen, und Bill Gates und andere leisten Pionierarbeit bei der Herstellung von Lebensmitteln im Labor.

Seit langem heißt es: „Wie es Kalifornien geht, so geht es der Nation“. Doch schon 1989 schrieb Ronald Brownstein: „Sacramento, das praktisch außerhalb der Reichweite der Öffentlichkeit operiert, ist zum politischen Äquivalent von ‚Herr der Fliegen‘ geworden; [es bietet] die Möglichkeit zu untersuchen was passiert, wenn Politiker auf sich allein gestellt sind, frei von Aufsicht. Es war kein schöner Anblick.“

Drei Jahrzehnte später stellte der politische Kolumnist James Shott fest, dass eine Million Kalifornier in den vergangenen zehn Jahren in andere Bundesstaaten geflohen waren (ein anhaltender Trend). Ein wichtiger Grund dafür war, dass der durchschnittliche Preis für ein Haus vom Dreifachen des Jahresgehalts im Jahr 1970 auf das Zehnfache im Jahr 2019 gestiegen war. Kein Wunder, dass mehr als die Hälfte der Einwohner des Bundesstaates wegziehen wollte.

Was die Menschen wollen, spielt keine Rolle mehr, so scheint es zumindest. Die neue kalifornische Politik, die schwere Lastkraftwagen vorschreibt, verdrängt beispielsweise ältere Fahrzeuge und ihre Besitzer aus dem Bundesstaat. Die Politiker des Bundesstaates fordern, dass diese Lkw unabhängig von ihrer Leistung keine Emissionen mehr verursachen.

Der Kanadier Dalbir Bala gab 130.000 Dollar für einen elektrischen Ford F-150 aus (kaum ein riesiger Lkw), nur um zu erfahren, dass Schnellladestationen weder schnell sind noch eine volle Ladung liefern. Er wagte es nicht, das Fahrzeug auf Angel- oder Campingausflüge mitzunehmen, und er stellte fest, dass seine Leistung stark vom Wetter beeinflusst wurde.

Ein erstaunter Ford-CEO Jim Farley versuchte, Balas Behauptung, der Elektro-Lkw sei ein „Betrug“, zu widerlegen, indem er mit seinem eigenen elektrischen F-150 eine Fahrt quer durchs Land unternahm. „Das Aufladen war eine ziemliche Herausforderung“, gab er zu. Selbst in Kalifornien dauerte es 40 Minuten, um eine Ladung von 40 % zu erreichen. Farley versuchte, diese hartnäckige Realität in etwas Positives umzuwandeln, und schloss: „Langstreckenfahrten mit einem Elektro-Lkw sind ein Akt der Pionierarbeit.“

In der Zwischenzeit versetzte der Konkurs von Proterra der überschwänglichen Liebe von Vizepräsidentin Kamala Harris für elektrische Schulbusse einen vernichtenden Schlag. Proterra scheiterte trotz enormer Subventionen, die von den Kalifornien imitierenden sozialen Einflussnehmern vorangetrieben wurden.

William Goldings „Herr der Fliegen“ endete für alle auf der Insel in einer Katastrophe. Die virtuelle Realität, in der sich die heutigen Politiker bewegen (die Computermodelle verwenden, die ihren Annahmen schmeicheln), könnte – wenn sie nicht kontrolliert werden – zu dem Worst-Case-Szenario führen, das Rees malt.

Tatsache ist, dass die politische Klasse den Völkermord an den Uiguren und die Versklavung achtjähriger kongolesischer Kinder ebenso wie das Aussterben der Glattwale und die Dezimierung der Weißkopfsee- und Steinadler als notwendige Opfer akzeptiert, um den „Netto-Null“-Moloch am Laufen zu halten. „Nicht schaden!“ ist hier nicht das Prinzip.

Aber jede Maßnahme ist wichtig.

Gewöhnliche Bürger auf der ganzen Welt erkennen, dass Vorschriften nach kalifornischem Vorbild in die Katastrophe führen. Der Widerstand gegen das Verbot von Gasöfen und Warmwasserbereitern, gegen die zwangsweise Einführung von Wärmepumpen, gegen die Abschaltung von Klimaanlagen und gegen andere Vorschriften wächst. Das Wall Street Journal hat sogar berichtet, dass die Blase bei den Elektrofahrzeugen zu platzen beginnt.

Vielleicht ist das der Grund, warum Hilary nach Kalifornien gekommen ist. Katastrophen erinnern die Menschen immer daran, sich aufeinander zu verlassen, nicht auf die Regierungen.

Wenn die Menschen sehen, wie unfähig oder gefühllos Politiker auf Katastrophen reagieren (Brände in Maui und East Palestine, Ohio eingeschlossen), wächst der Mut, sich unerwünschten Vorschriften zu widersetzen. Sogar in Kalifornien.

This piece originally appeared at RealClearEnergy.com and has been republished here with permission.

Link: https://cornwallalliance.org/2023/09/supernatural-warnings-come-to-california/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Eine Geschichte von zwei Walschutzgruppen

David Wojick

Es gibt zwei Gruppen, die sich auf den Schutz des stark gefährdeten Nordatlantischen Glattwals spezialisiert haben, von dem nur noch etwa 340 Exemplare leben, und es werden jeden Monat weniger. Die eine ist neu und klein, während die andere alt und groß ist.

Die kleine Gruppe behauptet, dass die Entwicklung der Offshore-Windenergie die Wale tötet, was auch ich glaube, aber die NOAA leugnet. Die große Gruppe, zu der auch die NOAA und einige von ihr finanzierte Forscher gehören, denkt jetzt über die Möglichkeit nach, dass Offshore-Wind tatsächlich Auswirkungen auf die Wale haben könnte. Dieser dramatische Unterschied ist es wert, ein wenig untersucht zu werden.

Die kleine Gruppe ist die Save Right Whales Coalition (SRWC) unter https://saverightwhales.org/. Die wirklich große Gruppe, gegründet 1986, ist das North Atlantic Right Whale Consortium (NARWC) unter https://www.narwc.org/. Die Mitglieder von NARWC sind in der Tat eine wohlhabende Gruppe.

Die kleine Koalition konzentriert sich auf die Windenergie und sagt: „Wir sind eine Allianz von Umwelt- und Gemeindeorganisationen, Wissenschaftlern und Naturschützern, die sich dafür einsetzen, den vom Aussterben bedrohten Nordatlantischen Glattwal und andere Meeresbewohner vor der Industrialisierung unseres Lebensraums durch die groß angelegte Offshore-Windenergie-Entwicklung zu schützen.“

Das große Konsortium sagt, seine Aufgabe sei es, „die vom Menschen verursachte Sterblichkeit von Glattwalen in kritischen Lebensräumen und Wanderkorridoren zu beseitigen“. Der Schwerpunkt liegt jedoch auf den alten Gefahren des Verfangens in Fischereigeräten und des Zusammenstoßes mit Schiffen, ohne zu erwähnen, dass beides durch den neuen und anhaltenden Walbelästigungslärm der Windenergie-Entwicklung verursacht werden kann.

Allerdings denkt das große Konsortium jetzt zumindest über die Offshore-Windkraft nach. Auf der bevorstehenden Jahrestagung des Konsortiums findet eine Sitzung zu diesem Thema statt. Hier sind die Präsentationen:

Sitzung 2: Wechselwirkungen mit Offshore-Windenergie und Schadensbegrenzung

– Rufverhalten und -muster von Glattwalen im Nordatlantik, Auswirkungen auf die Entwicklung der Windenergie

– Empfehlungen für die passive akustische Echtzeitüberwachung in der Nähe von Offshore-Windenergieanlagen, um die Risiken für Nordatlantikwale zu minimieren

– Vom Wind zu den Walen: Mögliche hydrodynamische Auswirkungen der Offshore-Windenergie auf die Ökosysteme der Nantucket Shoals Region

– Erforschung von Überschneidungen zwischen NARW und Ozeanmerkmalen: Eine autonome ozeanographische und ökologische Basislinie

– BOEM-NOAA Nordatlantischer Glattwal und Offshore-Windstrategie

Nicht gerade eine „Rettung der Wale vor dem Tod“-Sache. Man beachte, dass zwei der fünf Vorträge von NOAA-Mitarbeitern gehalten werden und der Rest von deren gut finanzierten Forschern stammt. Über die sogenannte Strategie im letzten Vortrag habe ich bereits etwas geschrieben. Es gibt keine Strategie.

In krassem Gegensatz dazu hat die „Save Right Whales Coalition“ (Koalition zur Rettung der Glattwale) vor kurzem einen Brief an NOAA-Administrator Richard Spinrad geschickt, in dem sie ihre tiefe Besorgnis zum Ausdruck bringt. Die Koalition hat ihre eigenen Nachforschungen über schädlichen Sonarlärm angestellt, mit beunruhigenden Ergebnissen. Hier ist der Anfang des Briefes:

„Sehr geehrter Herr Dr. Spinrad: Wir schreiben Ihnen, um Sie auf dringende und glaubwürdige Informationen über Offshore-Sonar-Aktivitäten aufmerksam zu machen, die in Windpachtgebieten im Atlantik stattfinden. Unsere Daten zeigen insbesondere, dass das Sonar in Entfernungen, welche die von der NOAA Fisheries (NMFS) festgelegten Grenzwerte überschreiten, Geräuschpegel der Belästigungsstufe B erzeugt. Folglich sind die Schutzabstände, die in den von der NMFS ausgestellten Genehmigungen zur zufälligen Belästigung (Incidental Harassment Authorizations, IHAs) für Offshore-Windsonararbeiten festgelegt wurden, überhaupt nicht schützend. Vielmehr kommen die Meeressäuger wahrscheinlich viel näher an das Sonar heran, als es erlaubt wäre. Wir glauben, dass dies einer der Hauptgründe für die jüngste Welle von Walsterben im Atlantik seit dem 1. Dezember 2022 und die anhaltenden ungewöhnlichen Todesfälle (Unusual Mortality Events, UMEs) in den Jahren 2017-18 ist. Das einzige Mittel zur Lärmminderung ist die Entfernung. Die verkürzte Stufe B der IHAs hat in der Tat alle erwarteten Abhilfemaßnahmen nutzlos gemacht.“

Es folgt eine 5-seitige Zusammenfassung dieser beunruhigenden Ergebnisse.

Dies ist keineswegs das erste Mal, dass die NOAA technische Informationen über die Gefahr von übermäßigem Lärm durch Offshore-Windkraftanlagen erhält. Ein solcher Lärm kann leicht zu tödlichem Verhalten bei Walen führen, einschließlich Schiffsanprall, Verfangen und Rückgang der Fortpflanzung.

Wir werden sehen, wie die NOAA auf dieses ernsthafte Schreiben der „Save Right Whales Coalition“ reagieren wird. Ihre laufenden Forschungen sind auch für uns von großem Interesse, zumal das reiche North Atlantic Right Whale Consortium wenig oder nichts gegen Offshore-Wind zu unternehmen scheint.

Autor: David Wojick, Ph.D. is an independent analyst working at the intersection of science, technology and policy. For origins see http://www.stemed.info/engineer_tackles_confusion.html For over 100 prior articles for CFACT see http://www.cfact.org/author/david-wojick-ph-d/ Available for confidential research and consulting.

Link: https://www.cfact.org/2023/09/18/a-tale-of-two-whale-protection-groups/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE




17 Jahre mit nahezu Nulltrend beim Meereis im September widerlegen die Behauptung, dass mehr CO₂ weniger Meereis bedeutet!

Susan Crockford, Polar Bear Science

Wenn das wärmste Jahr aller Zeiten keine eisfreien Bedingungen im September hervorbringen kann, was braucht man denn noch dazu? Das arktische Meereis ist auch in diesem Jahr nicht zurückgegangen und hat damit zweifellos die Erwartungen enttäuscht, die seit langem einen Rückgang in einer Todesspirale erwartet hatten. Das arktische Meereis erreichte sein saisonales Minimum in diesem Jahr etwa Mitte September, und obwohl der genaue Wert noch nicht veröffentlicht wurde, wird die durchschnittliche Eisbedeckung im September wahrscheinlich bei etwa 4,2 Millionen km² liegen, sobald sie Anfang Oktober bekannt gegeben wird.

Eisbär (Ursus maritimus) auf dem Packeis nördlich der Insel Spitzbergen, Norwegen, Skandinavien, Europa

Dies bedeutet, dass der Trend für das Meereis im September seit nunmehr 17 Jahren gegen Null tendiert, was den fast flachen Trend verlängert, welchen die Meereis-Experten des NSIDC vor vier Jahren feststellten. Dies reißt ein großes Loch in das vorherrschende Konzept, dass mehr atmosphärisches CO₂ zu weniger Sommer-Meereis führt. Man beachte, dass die im August 2023 gemessenen CO₂-Werte 419,7 Teile pro Million (ppm) betrugen, verglichen mit 382,2 im August 2007, ein Anstieg um 37,5 ppm ohne entsprechenden Rückgang des sommerlichen Meereises (und gegenüber 314,2 ppm im Jahr 1960). Gemessen in Tonnen stiegen die CO₂-Emissionen aus fossilen Brennstoffen von 31,1 Mrd. im Jahr 2007 auf 37,1 Mrd. im Jahr 2021 (dem letzten Jahr, für das Daten vorliegen), wobei auch hier kein entsprechender Rückgang des Sommer-Meereises zu verzeichnen war.

Hintergrund

Im Jahr 2015 argumentierten Neil Swart et al., dass der von 2007-2013 dokumentierte siebenjährige Beinahe-Null-Trend statistisch gesehen durch natürliche Schwankungen verursacht wurde und mit Modellen, die aufgrund erhöhter CO₂-Werte „eisfreie“ Bedingungen innerhalb von Jahrzehnten vorhersagen, durchaus vereinbar war. Ihre Modelle ließen sie zu dem Schluss kommen, dass ein 14-jähriger Fast-Null-Trend (z. B. 2007-2020) zwar möglich, aber weitaus unwahrscheinlicher ist und dass sogar längere Fast-Null-Trends sehr viel wahrscheinlicher sind, wenn die Arktis nahezu eisfrei ist (d. h. etwa 1 Mio. km²).

Ein 17 Jahre andauernder Fast-Null-Trend (2007-2023), insbesondere bevor die Ausdehnung das beängstigend klingende „eisfreie“ Niveau erreicht hat, macht die Annahme praktisch zunichte, wonach die Meereisausdehnung durch atmosphärisches CO₂ oder sogar die globalen Temperaturen gesteuert wird, insbesondere angesichts der Behauptung, dass 2023 das „wärmste Jahr aller Zeiten“ sein könnte!

Graphik: Man muss kein Mathegenie sein, um zu erkennen, dass die Ausdehnung des Meereises im September seit 2007 nahezu konstant geblieben ist (der rosa Punkt markiert das ungefähre Niveau für 2023 in dieser Grafik aus dem Jahr 2022), aber Walt Meier vom NSIDC hat die Rechnung bereits 2019 gemacht (Einfügung), die nun um weitere vier Jahre verlängert worden ist.

Dieser absurde Gedanke, dass das atmosphärische CO₂ das arktische Meereis im Sommer kontrolliert, aber nur einen leichten Rückgang im Winter und keinen Rückgang des antarktischen Meereises verursacht (Blanchard-Wrigglesworth et al. 2022; Crockford 2023), wurde von Biologen übernommen, die Eisbären von jeder Regierung und Naturschutzorganisation der Welt als „vom Aussterben bedroht“ eingestuft sehen wollen, koste es, was es wolle.

Vor 2015 mussten Eisbärenspezialisten der Bewertung der Roten Liste der IUCN einen Anschein von Wissenschaftlichkeit verleihen, weshalb sie ihre Vorhersagemodelle so programmierten, dass sie eine lineare Beziehung zwischen CO₂ und dem arktischen Meereis im Sommer annahmen (Notz und Stroeve 2016; Stern und Laidre 2016; Regehr et al. 2016: Wiig et al. 2015). Und im Jahr 2023 wurde dieselbe Annahme von Steven Amstrup und seinen Meereis-Experten getroffen, als sie die lächerliche Behauptung aufstellten, dass CO₂-Emissionen direkt mit dem geringeren Überleben von Eisbärenjungen in der Arktis in Verbindung gebracht werden können (Amstrup und Bitz 2023; Molnar et al. 2020). Obwohl Eisbärenforscher dieses lineare CO₂-Meereiskonzept im Allgemeinen auf regionaler Ebene (Subpopulationen) anwenden (und eine etwas andere Metrik der „sommerlichen“ Eisausdehnung verwenden), ist der Effekt derselbe: Sie gehen davon aus, dass mehr globales CO₂ bedeutet, dass das sommerliche Meereis an einem beliebigen Ort in der Arktis auch in den kommenden Jahrzehnten linear abnehmen wird.

Womit wir wieder beim Stillstand und meiner großen Frage wären: Werden die Eisbärenspezialisten jemals den 17 Jahre andauernden Nulltrend beim sommerlichen Meereis anerkennen oder werden sie für immer nur eine gerade Linie von 1979 ziehen und darauf bestehen, dass das sommerliche Meereis immer noch abnimmt?

Denn im Ernst: Wenn das heißeste Jahr aller Zeiten keine „eisfreien“ Bedingungen im September und das seit langem vorhergesagte Verhungern der Eisbären herbeiführen kann, was braucht man denn noch dafür?

Derzeitige Bedingungen

Wie unten dargestellt, betrug die Eisausdehnung am 15. September 2023 4,1 Mio. km² und schien bis zum 20. September wieder zu steigen:

Unten: Ausdehnung des arktischen Meereises am 20. September 2023 im Vergleich zu den vorangegangenen vier Jahren:

References

Amstrup, S.C. and Bitz, C.M. 2023.Unlock the Endangered Species Act to address GHG emissions. Science 381(6661):949-951. pdf here.

Blanchard-Wrigglesworth, E., I. Eisenman, S. Zhang, et al. 2022.New perspectives on the enigma of expanding Antarctic sea ice, Eos 103.https://doi.org/10.1029/2022EO220076.

Crockford, S.J. 2023. The Polar Wildlife Report. Global Warming Policy Foundation Briefing 63, London. pdf here.

Molnár, P.K., Bitz, C.M., Holland, M.M., Kay, J.E., Penk, S.R. and Amstrup, S.C. 2020. Fasting season length sets temporal limits for global polar bear persistence. Nature Climate Change.  https://doi.org/10.1038/s41558-020-0818-9 pdf here.

Notz, D. and Stroeve, J. 2016. Observed Arctic sea-ice loss follows anthropogenic CO₂ emission. Science 354(6313):747-750. pdf here.

Stern, H.L. and Laidre, K.L. 2016. Sea-ice indicators of polar bear habitat. Cryosphere 10: 2027-2041.

Swart, N.C., Fyfe, J.C., Hawkins, E., Kay, J.E. and Jahn, A. 2015. Influence of internal variability on Arctic sea-ice trends. Nature Climate Change 5(2): 86–89.

Wiig, Ø., Amstrup, S., Atwood, T., Laidre, K., Lunn, N., Obbard, M., et al. 2015. Ursus maritimus. The IUCN Red List of Threatened Species 2015: e.T22823A14871490. Available from http://www.iucnredlist.org/details/22823/0 [accessed Nov. 28, 2015]. See the supplement for population figures.

Link:https://wattsupwiththat.com/2023/09/23/17-years-of-near-zero-trend-in-september-sea-ice-demolishes-claim-that-more-CO₂-means-less-sea-ice/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE




Zu wenig, zu spät

Joe Bastardi

Nach dem Super Nino von 15-16 wurde mir klar, dass die Klima-Situation wenig mit Klima und Wetter zu tun hat. Dies ist das Ergebnis der Anstiegsfunktion der Temperaturen, die nach dem Super Nino von 97-98 aufgetreten war:

Ich wiederhole es noch einmal. Es war dann glasklar, dass die Erwärmung der Ozeane und die Super-Nino-Reaktion den Wasserdampf in die Luft gepumpt haben, was zu der allgemeinen „globalen“ Erwärmung geführt hat, während in Wirklichkeit die Erwärmung in den kältesten, trockensten Gebieten zu ihrer kältesten, trockensten Zeit verzerrt war (die Arktis oder Antarktis zum Beispiel bekommt ihre großen Abweichungen vom Durchschnitt im Winter, was dann in die gesamte globale Temperatur einfließt und die Erwärmung verzerrt).

Die Rückstrahlung von CO₂, die ein oder zwei Millimeter in den Ozean eindringt, erwärmt die Ozeane nicht. Sie ist größtenteils ein natürlicher Faktor; lesen Sie bitte die Beiträge des letzten Jahres.

Ich bin extrem frustriert über die Leute an der Macht, die eigentlich mehr tun sollten als nur Lippenbekenntnisse zu all dem abzugeben. Ich bin frustriert über eine Industrie, die sich darauf spezialisiert hat, über ein riesiges Ablenkungsmanöver zu streiten. Im Laufe der Jahre hat die Erwärmung selbst bewiesen, dass es sich nicht um den Anstieg von CO₂ handeln kann, sondern um große natürliche Einträge.

Aber es gibt kein echtes Interesse daran, den Ansturm der Klimapropaganda zu stoppen, ich vermute, es ist zu spät. Ich wohne in der Nähe einer großen Universität, und nur sehr wenige Studenten haben Kenntnis von allen Faktoren, die hier eine Rolle spielen. Vielen von ihnen ist es schlichtweg egal, ein Nebenprodukt eines relativ einfachen Lebens und der Annahme, dass wir mitmachen, um mitzumachen. Also sind sie halbherzig dabei. Eine ganze Generation, die sich entweder nicht kümmert oder, falls sie es doch tut, der Gehirnwäsche erlegen ist, um die sich vieles hier dreht.

Nehmen Sie die Ukraine. Hier geht es nicht um ein Urteil über die Ukraine, sondern um die Art der Drohung, dass Putin, der nicht einmal diesen Krieg gewinnen kann, dies als Sprungbrett für weitere Eroberungen nutzen wird. Wie soll das in Anbetracht der Ereignisse einen Sinn ergeben? Anstatt sich also eine auf der Realität der aktuellen Fakten beruhende Meinung über die Ukraine zu bilden werden Mutmaßungen und nicht beweisbare Vermutungen angestellt. Das Gleiche gilt für den Klimawandel. Glaubt irgendjemand ernsthaft, dass Putin, der hier so viel Ärger hat, die Absicht hat, Europa zu überrennen? Er begeht vielleicht nationalen Selbstmord in einem Patt-Krieg in der Ukraine und marschiert dann weiter? Das ist nicht Hitler, der in die Tschechoslowakei einmarschiert, und doch wird die Furcht vor etwas, das auf Unbekanntem und höchstwahrscheinlich falschen Voraussetzungen beruht, als Propagandamittel benutzt, um den Menschen Angst einzujagen, siehe den Link. Man sagt, es sei etwas anderes, erzeugt Angst und übernimmt dann die Führung. Die Klima-Agenda macht das Gleiche.

Noch einmal: Die Botschaft ist weder pro noch contra Ukraine. Sie besagt, dass man die reale Situation bewerten soll und nicht davon ausgehen soll, dass Dinge passieren werden, die angesichts der tatsächlichen Ereignisse wenig Sinn machen.

Covid. Das ist dasselbe. In zwei Kapiteln meines Buches – und ich werde sie nicht noch einmal aufwärmen – wird gesagt, dass dies zu dem führen wird, was Sie beim Klima beobachten.

Das Einwanderungsproblem: Offensichtlich mögen die Leute, die offene Grenzen und Zufluchtsstädte fordern, das gemeinsame Elend des Sozialismus nicht, das ihnen zu bescheren der Gouverneur von Texas beschlossen hat. Auch hier handelt es sich wieder um ein falsches Ablenkungsmanöver, um das eigentliche Problem zu verschleiern, nämlich dass es Menschen gibt, die illegal ins Land kommen, und dass die Bundesstaaten, die an das Einreiseland angrenzen, die Hauptlast davon tragen. Aber wie bei COVID, wie bei der Ukraine, wie beim Klima, wie bei allem heutzutage ist die Antwort mit Wahrheit und Fakten zu wenig und zu spät.

Ich schreibe dies, weil ich meine beiden Freunde Marc Morano und Steve Milloy in der Talkshow bei Laura Ingraham gesehen habe. Meine Frage an sie lautet: WO ZUR HÖLLE WAREN SIE SEIT 2015-2016 UND DIESES SUPER NINO? Es gab jede Menge Beweise dafür, was vor sich ging. Und genau da liegt das Problem. Selbst in den sogenannten konservativen Medien achtet niemand darauf, was vor sich geht, um die Voraussetzungen für eine Gegenreaktion zu schaffen. Stattdessen heißt es „warten, bis es passiert, und dann kontern“. Zu diesem Zeitpunkt ist es zu spät. Die Linke weiß das. Sie verwenden es unaufhörlich, und warum auch nicht? Diejenigen, die sich im Laufe der Jahre dagegen wehren sollten (ein Marc Morano oder Steve Milloy können nicht viel tun), haben nichts weiter getan, als Lippenbekenntnisse zu all dem abzugeben. Ich weiß das persönlich, denn als ich im Laufe der Jahre versucht habe, Leute zu kontaktieren und ihnen Vorschläge zu unterbreiten, wie sie sich dagegen wehren können, war das Schweigen ohrenbetäubend. Sicher, CFACT erlaubt es, aber bis wir am Abgrund stehen, sind die Leute, die den Wachturm in den Sitzen der Macht bemannen sollen, hilflos und unglücklich, und ich fürchte, das Ergebnis ist hoffnungslos.

Ich kann mich nicht einmal zu der Absurdität dessen äußern, was ich von Joe Biden und Zelensky in der UNO zum Klimawandel gehört habe.

Hier gibt es einen roten Faden. Ich habe darüber in diesem Artikel geschrieben.

Das steht in jeder Ausgabe. Wer ist der Schuldige? Letzten Endes können wir nur uns selbst die Schuld geben. Viele der Menschen der Generation Z haben keine Ahnung, was sie da eigentlich anschieben. Wir haben uns nicht gewehrt, als wir es mussten. Und die Art der Gegenwehr jetzt, angesichts der völligen Aufgabe des wahren Schlachtfelds, nämlich der Verteidigung unserer Lebensweise in den letzten Jahren bedeutet, dass es wahrscheinlich zu wenig zu spät ist.

In gewisser Weise ist das der einzige Trost, den ich finden kann.

Eine hervorragende Antwort auf das Warum dessen, was Sie sehen, steht hier.

Zivilisationen kommen und gehen, und Regierungen steigen und fallen. Weil unser Schöpfer die Menschen liebt, segnet er auch jede Nation mit einer gewissen Zeitspanne, damit sie gedeihen und Gutes tun kann, aber dieser Segen endet, wenn eine Nation degeneriert, rebellisch und unfähig wird, sich selbst zu regieren. Wenn Gott feststellt, dass die ausgedehnte Barmherzigkeit für ein Volk keine erlösende Wirkung hat, grenzt er dieses Volk aus oder vernichtet es.

Mir scheint, das beschreibt, was wir heute erleben.

An die Menschen, die jetzt aufwachen: wollen Sie also versuchen, Antworten zu finden? Nun, was auch immer Sie bisher getan haben, es funktioniert nicht. Wir starren entweder in den Abgrund oder befinden uns bereits darin. Und ich habe in den letzten acht Jahren beobachtet, dass die Menschen keine Ahnung haben, worum es eigentlich geht.

Wir sollen doch eine Nation unter Gott sein. Was glauben Sie, wird passieren, wenn das nicht mehr im Mittelpunkt unserer Vision steht?

Autor: Joe Bastardi is a pioneer in extreme weather and long-range forecasting. He is the author of “The Climate Chronicles: Inconvenient Revelations You Won’t Hear From Al Gore — and Others” which you can purchase at the CFACT bookstore. His new book The Weaponization of Weather in the Phony Climate war can be found here: phonyclimatewar.com

Link: https://www.cfact.org/2023/09/20/too-little-too-late/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE