Tech-Gigant schluckt Energieunternehmen in einem 5-Milliarden-Dollar-Deal, um Rechenzentren mit Strom zu versorgen

Audrey Streb, DCNF Energiereporterin, THE DAILY CALLER

Die Muttergesellschaft von Google Alphabet gab am Montag bekannt, dass sie das Rechenzentrums- und Energieinfrastruktur-Unternehmen Intersect für 4,75 Milliarden US-Dollar in bar und „die Übernahme von Schulden” erwerben wird.

Obwohl Google bereits eine Mehrheitsbeteiligung an dem Unternehmen hält, wird die Transaktion laut Alphabet den Ausbau der Infrastruktur für künstliche Intelligenz (KI) des Big-Tech-Unternehmens weiter unterstützen, während die Geschäftstätigkeit von Intersect separat bleibt. Angesichts des steigenden Energiebedarfs in den USA und des prognostizierten sprunghaften Anstiegs des Bedarfs an KI-Rechenzentren sucht Big Tech nach zuverlässigen Stromquellen – wobei einige Unternehmen die Wiederinbetriebnahme von Kernkraftwerken ins Auge fassen.

„Intersect wird uns dabei helfen, unsere Kapazitäten zu erweitern, beim Bau neuer Kraftwerke im Einklang mit der neuen Datencenter-Auslastung flexibler zu agieren und Energielösungen neu zu konzipieren, um die Innovation und Führungsrolle der USA voranzutreiben. Wir freuen uns darauf, Sheldon und das Intersect-Team willkommen zu heißen”, sagte der CEO von Google und Alphabet Sundar Picha, in einer Erklärung am Montag.

Alphabet merkt an, dass diese Übernahme „das kontinuierliche Engagement von Alphabet und Google für Partnerschaften mit Versorgungsunternehmen und Energieentwicklern in der gesamten Branche verstärken wird, um eine reichhaltige, zuverlässige und erschwingliche Energieversorgung zu erschließen, die den Ausbau der Infrastruktur für Rechenzentren ermöglicht, ohne die Kosten an die Netzkunden weiterzugeben.

Intersect hat sich schon immer darauf konzentriert, Innovationen in die Branche zu bringen, und wir freuen uns darauf, als Teil von Google in großem Maßstab voranzukommen“, sagte Sheldon Kimber, Gründer und CEO von Intersect, in einer Erklärung am Montag. „Moderne Infrastruktur ist der Dreh- und Angelpunkt der amerikanischen Wettbewerbsfähigkeit im Bereich der KI. Wir teilen die Überzeugung von Google, dass Energieinnovationen und Investitionen in die Gemeinschaft die Säulen dessen sind, was als Nächstes kommen muss.“

Die Trump-Regierung hat ähnliche Botschaften zur Förderung der Dominanz der USA in der KI-Branche verbreitet und am 11. Dezember eine Durchführungsverordnung unterzeichnet, die einen „nationalen politischen Rahmen für KI” festlegt.

„Wir befinden uns noch in den Anfängen dieser technologischen Revolution und liefern uns mit unseren Gegnern einen Wettlauf um die Vorherrschaft in diesem Bereich”, heißt es in der Verordnung vom 11. Dezember.

Während Präsident Donald Trump betont, wie wichtig der Ausbau der Infrastruktur für Rechenzentren ist, um Amerikas Wettbewerbsvorteil im KI-Wettlauf zu erhalten, protestieren einige lokale Gemeinden gegen den Bau von Rechenzentren, weil sie befürchten, dass diese Einrichtungen die Stromkosten in die Höhe treiben, ländliche Flächen beanspruchen und Wasserressourcen verbrauchen.

Staaten wie Kalifornien, Florida und New York haben kürzlich KI-Richtlinien vorangetrieben oder unterzeichnet, die laut ihren Gouverneuren die Öffentlichkeit vor Big Tech schützen sollen. Demokraten und Republikaner sind sich hinsichtlich der KI-Botschaften im Vorfeld der Zwischenwahlen 2026 uneinig, wobei prominente Politiker beider Lager versprechen, den Ausbau von Rechenzentren zu stoppen, bis klarere Verbraucher- und lokale Schutzmaßnahmen festgelegt sind.

Bemerkenswert ist, dass einige aktuelle Berichte auf geheime Vereinbarungen zwischen Technologieunternehmen, Entwicklern und Versorgungsunternehmen über Rechenzentren hinweisen, die den Wünschen der lokalen Gemeinden zuwiderlaufen. Demonstranten haben sich versammelt, um gegen diese sogenannten „geheimen Vereinbarungen” zu kämpfen, befürchten sie doch, dass die großen Technologieunternehmen auf Kosten der lokalen Gemeinden finanzielle Vorteile erzielen, oft ohne Wissen oder Zustimmung der Anwohner.

Link: https://wattsupwiththat.com/2025/12/24/tech-behemoth-gobbles-up-power-company-in-5-billion-deal-to-juice-data-centers/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Der Kollaps der Elektrofahrzeuge: Mann, das ging ja schnell!

Francis Menton, THE MANHATTAN CONTRARIAN

Vor weniger als drei Jahren – Anfang 2023 – schrieb ich über die damals allgemeine Meinung von Regierung und Industrie, dass Elektrofahrzeuge (EVs) bald den amerikanischen Automarkt erobern würden. Im April 2022 hatte die Biden-Regierung aggressive Fahrzeug-Verbrauchsstandards verabschiedet, die nur durch einen raschen Übergang zu EVs erreichbar sein sollten. Unsere „Klimavorreiter, also die Bundesstaaten Kalifornien und New York hatten dann im August bzw. September 2022 Vorschriften erlassen, die einen Ausstieg aus dem Verkauf von Verbrennungsfahrzeugen vorschrieben, der 2035 abgeschlossen sein sollte, wonach nur noch EVs zugelassen sein würden. In einem Beitrag vom Januar 2023 verlinkte ich auf die Websites von Ford und GM, auf denen beide Unternehmen ihre großartigen Pläne für eine rasche Umstellung ihrer Unternehmen auf die Herstellung von überwiegend oder ausschließlich Elektrofahrzeugen anpriesen. Zu diesem Zeitpunkt behauptete Ford, dass es „Amerikas Umstellung auf Elektrofahrzeuge anführen” und bis 2030 50 % seines Umsatzes in dieser Kategorie erzielen werde. GM prahlte mit seinem „Weg in eine vollelektrische Zukunft” bis 2035.

In einem Beitrag vom 23. Februar 2023 äußerte ich mich skeptisch:

Es scheint, als hätten alle klugen Köpfe beschlossen, dass die Zukunft des Automobils den Elektrofahrzeugen gehört. … Werden Elektrofahrzeuge also bald das Land erobern und zum dominierenden Verkehrsmittel werden? Ich wage das zu bezweifeln.

Hier meine Gründe:

Dies ist nur ein konkretes Beispiel für den allgemeinen Grundsatz, dass es immer ratsam ist, gegen eine zentrale Planung der Wirtschaft zu wetten. Elektroautos mögen für eine kleine Zahl wohlhabender Verbraucher ein erfolgreiches Nischenprodukt sein, aber die Vorstellung, dass sie Benzinfahrzeuge in kurzer Zeit vollständig ersetzen werden, ist der Traum von zentralen Planern, die glauben, ihren Traum mit Zwang durchsetzen zu können. Zentrale Planung funktioniert nie, und auch diesmal wird sie nicht funktionieren.

In den letzten Wochen gab es viele Neuigkeiten zum Thema Elektroautos. Kurz gesagt hätte selbst ich nicht erwartet, wie schnell und vollständig die Elektroauto-Fantasie zusammengebrochen ist.

Der Hintergrund ist natürlich, dass die zweite Trump-Regierung nach ihrem Amtsantritt umgehend Maßnahmen ergriff, um die enorme staatliche Unterstützung für den Verkauf von Elektrofahrzeugen zu beenden. Die hohe Steuergutschrift für den Kauf von Elektrofahrzeugen wurde durch den „One Big Beautiful Bill Act“ abgeschafft, der am 4. Juli unterzeichnet wurde und nach dem 30. September 2025 in Kraft trat. Am 3. Dezember verkündete die Regierung die Rücknahme der als „CAFE“ bekannten Fahrzeug-Verbrauchsstandards auf ein Niveau, das Verbrennungsmotoren erfüllen können.

Der Einbruch der EV-Verkäufe begann unmittelbar mit dem Ende der Steuergutschrift. Am 31. Oktober berichtete die Fachzeitschrift Inside EVs über die Ergebnisse des ersten Monats nach dem Ende der Steuergutschrift:

Sowohl J.D. Power als auch S&P Global Mobility schätzen, dass der Marktanteil von Elektrofahrzeugen in den USA im Oktober von einem Rekordhoch von über 12 % im September auf rund 5 % gefallen ist. Der Anteil batteriebetriebener Fahrzeuge am Gesamtabsatz sank im Jahresvergleich ebenfalls deutlich, von über 8 % im Oktober 2024. Das letzte Mal, dass Elektrofahrzeuge 5 % der Fahrzeugverkäufe in den USA ausmachten, war Anfang 2022. Laut S&P Global Mobility wurden im Oktober rund 64.000 neue Elektrofahrzeuge verkauft. Das ist ein dramatischer Rückgang gegenüber September, als die Amerikaner fast 150.000 Elektrofahrzeuge kauften oder leasten, um noch rechtzeitig von der auslaufenden Förderung in Höhe von 7.500 Dollar zu profitieren.

Die großen Automobilhersteller erkannten schnell, dass sie einen Kurswechsel vornehmen mussten. Am 15. Dezember berichtete das Wall Street Journal, dass Ford eine massive Belastung in Höhe von 19,5 Milliarden Dollar hinnehmen würde, um seine Investitionen in Elektrofahrzeuge abzuschreiben:

Ford Motor gab am Montag bekannt, dass es mit Kosten in Höhe von etwa 19,5 Milliarden US-Dollar rechnet, die hauptsächlich mit seinem Geschäft mit Elektrofahrzeugen zusammenhängen. Dies ist ein schwerer Schlag für den Autohersteller, der angesichts der sinkenden Nachfrage nach Elektrofahrzeugen Einsparungen vornimmt. Der Betrag gehört zu den höchsten Wertminderungen, die jemals von einem Unternehmen vorgenommen worden waren, und markiert die bislang größte Einsicht der US-Autoindustrie, dass sie ihre Ambitionen im Bereich Elektrofahrzeuge in naher Zukunft nicht verwirklichen kann.

Die 19,5 Milliarden US-Dollar kommen zu den rund 13 Milliarden US-Dollar Betriebsverlusten hinzu, die Ford in den letzten drei Jahren bei dem Versuch, im EV-Geschäft zu konkurrieren, trotz der enormen staatlichen Subventionen erlitten hat:

Ford … hat seit 2023 13 Milliarden US-Dollar mit seinem EV-Geschäft verloren. …

Bei GM ist die Abschreibung geringer, aber die Richtungsänderung ist nicht weniger drastisch. Aus NBC News, 16. Oktober:

Am Dienstag gab General Motors bekannt, dass es Verluste in Höhe von insgesamt 1,6 Milliarden US-Dollar im Zusammenhang mit geplanten Änderungen bei der Einführung seiner Elektrofahrzeuge verbuchen würde. Das Unternehmen führte einen Teil der Änderung auf die Streichung der von Präsident Joe Biden eingeführten Kaufprämien für Elektrofahrzeuge in Höhe von 7.500 US-Dollar durch Präsident Donald Trump zurück.

Der Einbruch der Elektroauto-Verkäufe beschränkt sich nicht nur auf Ford und GM. Aus dem NBC-Artikel zu Tesla:

Der Einbruch der Verkäufe bei Tesla – nach wie vor der Marktführer bei Elektroautos in den USA – trägt ebenfalls zur Verschlechterung der Aussichten bei. Die Verkäufe des Unternehmens gingen im zweiten Quartal um fast 13 % zurück, und CEO Elon Musk warnte vor einigen „schwierigen Quartalen” für das Unternehmen.

Ein vergleichbares Phänomen ist auch in anderen Ländern zu beobachten, wenn auch unter unterschiedlichen regulatorischen und politischen Rahmenbedingungen. Aus dem Wall Street Journal vom 14. Oktober:

Der Rest der Welt folgt Amerikas Rückzug aus dem Bereich der Elektrofahrzeuge. Kanada, Großbritannien und die Europäische Union nehmen angesichts der wirtschaftlichen Realität Abstand von ihren Zielen für Elektrofahrzeuge, und sogar China zeigt Risse. . . . Die Autohersteller argumentieren, dass das Geschäftsmodell für Elektrofahrzeuge angesichts der nach wie vor hohen Batteriekosten, der lückenhaften Ladenetzwerke und der sinkenden staatlichen Subventionen unrentabel ist. In ganz Europa, den USA und Kanada wurden Förderprogramme eingestellt oder gekürzt.

Seien wir ehrlich: Das war von Anfang an eine schlecht durchdachte zentrale Planung, die niemals funktionieren konnte. Ich habe mir noch einmal die Links angesehen, die ich in meinem Beitrag vom Januar 2022 zu den Websites von Ford und GM eingefügt hatte. Beide Links sind weiterhin aktiv, aber die begeisterten Äußerungen über den Weg in eine Zukunft mit ausschließlich Elektrofahrzeugen wurden von beiden Seiten entfernt. Stattdessen finden Sie dort im Fall von GM weitere Links, wenn Sie sich ein Elektrofahrzeug kaufen möchten, und im Fall von Ford allgemeine Nachrichten über das Unternehmen. Die Realität ist zurückgekehrt.

Link: https://wattsupwiththat.com/2025/12/18/the-electric-vehicle-collapse-wow-that-was-quick/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

Anmerkung des Übersetzers: Schauen wir mal, wann Deutschland aufwacht!

 




Neue Studie wirft erneut Fragen hinsichtlich unserer Fähigkeit auf, die globale Durchschnittstemperatur aussagekräftig zu bewerten

Kenneth Richard

„Die Temperatur ist eine intensive Eigenschaft, die nur in Gleichgewichtssystemen definiert ist und über Nicht-Gleichgewichtssysteme hinweg nicht sinnvoll gemittelt werden kann.“ – Cohler, 2025

Eine mathematische Beweisführung aus dem Jahr 2007, wonach es in Wirklichkeit keine globale Durchschnittstemperatur gibt (da ein Temperaturdurchschnitt nur in Gleichgewichtssystemen definiert werden kann), wurde nie widerlegt.

Beispielsweise hängt die Feststellung, ob eine Tasse Kaffee sich erwärmt oder abkühlt – und um wie viel –, vollständig von der willkürlich gewählten Mittelwertformel ab. In der Studie wurden vier Verfahren der Bildung von Mittelwerten ausgewählt, um die Veränderung der durchschnittlichen Kaffeetemperatur im Laufe der Zeit zu bewerten. Alle vier ergaben unterschiedliche Ergebnisse hinsichtlich Erwärmung und Abkühlung.

Image Source: Essex et al., 2007

Die Graphik in deutscher Übersetzung (Google translate)

Eine neue Studie eröffnet diese Debatte erneut, indem sie bekräftigt, dass es „unendlich viele Möglichkeiten gibt, die Durchschnittstemperatur zu berechnen“. Die in der modernen „Klimawissenschaft“ gewählte Berechnungsmethode ist willkürlich, nicht physikalisch und liefert im Vergleich zu anderen Verfahren grundlegend andere Ergebnisse.

„Jeder Ansatz führt zu unterschiedlichen numerischen Ergebnissen und unterschiedlichen Trends der Durchschnittstemperatur im Zeitverlauf.“

Image Source: Cohler, 2025

In deutscher Übersetzung:

Eine Studie aus dem Jahr 2020, die dieses wenig beachtete statistische Problem illustriert, das für die moderne „Klimawissenschaft” von grundlegender Bedeutung ist, wies darauf hin, dass eine große Anzahl von Wissenschaftlern die globale durchschnittliche Temperatur zwischen 1877 und 1913 auf 14,0 bis 15,1 °C oder etwa 14,5 °C berechnet hatte.

Den Berechnungen von HadCRUT4, NASA GISS und Berkeley Earth zufolge lag die globale Durchschnittstemperatur von 1991 bis 2018 jedoch bei 14,4 °C, 14,5 °C bzw. 14,5 °C. Mit anderen Worten: Es lässt sich nachweisen, dass sich die globale Durchschnittstemperatur in den letzten 100 Jahren nicht verändert hat.

Image Source: Kramm et al., 2020

In deutscher Übersetzung:

Link: https://notrickszone.com/2025/12/15/new-study-reopens-questions-about-our-ability-to-meaningfully-assess-global-mean-temperature/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Hintergründe zu der Studie zur ITCZ und der Hadley-Zirkulation

Andy May

Alles begann vor acht Jahren, als ich die ersten drei Artikel von Ronan und Michael Connolly über ihre Ideen zur „molaren Dichte-Schnittstelle“ las und rezensierte, die sich direkt unterhalb der Tropopause befindet. Ich mochte Michael Connolly sehr, der leider im August 2025 plötzlich verstorben ist. Wir alle vermissen ihn sehr.

Wie ich in meinem Artikel (May 2025) erkläre, bildet das molare Dichteprofil der Atmosphäre zwei sich schneidende Linien der kleinsten Quadrate, wenn es gegen den Luftdruck aufgetragen wird, wie in Abbildung 1 dargestellt. Der Schnittpunkt der Connollys ist durch die horizontale gestrichelte Linie gekennzeichnet:

Abbildung 1. Der Schnittpunkt der molaren Dichte ist durch die horizontale gestrichelte Linie markiert. Es handelt sich um den Schnittpunkt der blauen Linie der kleinsten Quadrate der oberen Atmosphäre und der grünen Linie der kleinsten Quadrate der unteren Atmosphäre. Die Punkte sind globale Durchschnittswerte von 10-hPa-Bins von 1030 bis 0 hPa. Quelle: (May 2025).

Die für die Erstellung von Abbildung 1 verwendeten Daten stammen von 1.136 Wetterstationen, die jeweils mehrere Wetterballon-Radiosondenaufstiege pro Tag von 1990 bis 2025 durchgeführt haben. Dies ist eine Teilmenge der vollständigen IGRA2-Radiosondendatenbank mit 2.921 Wetterstationen. Die verwendeten Radiosondendaten umfassen Aufstiege mit mindestens 90 Druckstufen, sodass sie die Troposphäre gut definieren. Dieser Teil wurde vertikal auf 10-hPa-Bins (ein Hektopascal entspricht 100 Pascal oder einem Millibar) reduziert. Somit ist Abbildung 1 das Gesamtdiagramm der globalen durchschnittlichen molaren Dichte und zeigt immer noch eine deutliche Knickstelle und Schnittstelle bei 204 hPa (~11,8 km). Diese Änderung der Steigung ist unerwartet; die Formel für die molare Dichte lautet:

In der Gleichung ist „D“ die Molardichte in mol/m³, „P“ der Druck in Pascal, „R“ die Gaskonstante (= 8,3145) und „T“ die Temperatur in Kelvin. Wie aus der Gleichung hervorgeht, sollte die Steigung der Molardichte-Druck-Kurve eine Linie mit konstanter Steigung sein, wenn sich die Zusammensetzung und der Zustand der Atmosphäre nicht ändern. Wie Abbildung 1 jedoch zeigt, findet im Durchschnitt in einer Höhe von etwa 11,8 km eine deutliche Veränderung statt. In dieser Höhe beträgt die durchschnittliche Molardichte 11,9 mol/m³, die durchschnittliche Temperatur -53,8 °C und die relative Luftfeuchtigkeit 21 %. Der Schnittpunkt liegt überall auf der Erde knapp unterhalb der klassischen Tropopause der WMO, außer am sehr kalten Südpol, wo weder die klassische Tropopause der WMO noch die Schnittpunkttechniken sehr gut funktionieren (WMO & Ashford, 1957) und (Xian & Homeyer, 2019).

Die klassische Tropopause der WMO mit ihrer Lapse-Rate funktioniert in höheren Breitengraden im Allgemeinen nicht sehr gut. Sie definiert häufig mehrere Tropopausen, wahrscheinlich weil atmosphärische Rossby-Wellen eine Vermischung von troposphärischer und stratosphärischer Luft verursachen (Xian & Homeyer, 2019). Aufgrund dieser Verwirrung wurden viele Ersatzdefinitionen vorgeschlagen (Connolly et al., 2024), (Reichler et al., 2003) und (Reutter & Spichtinger, 2025). Diese basieren auf Änderungen der relativen Luftfeuchtigkeit, der Ozonkonzentration und anderen Veränderungen, die in diesem Bereich der Atmosphäre stattfinden. Die weltweit einheitlichste Messgröße ist jedoch die molare Dichte-Schnittstelle. Das einzige Problem ist, dass wir nicht wirklich wissen, warum sie auftritt oder warum sie so konsistent ist. Aber unabhängig von der Ursache ist sie ein guter Marker, und ihre Erkennung kann automatisiert werden. Der R-Code zu ihrer Erkennung ist in den ergänzenden Materialien zu meiner Arbeit sowie im Anhang der Arbeit verfügbar (May 2025).

Michael und Ronan haben ihre Wetterballon-Ergebnisse nicht kartografisch dargestellt; sie haben die Ergebnisse immer anhand von atmosphärischen Profilen betrachtet und nie in 3D. Als Michael Connolly einen Vortrag in Tuscon, Arizona, hielt (Connolly M., 2025), erhielt er eine interessante Frage von John Clauser (Connolly M., 2025) (siehe hier, etwa bei Minute 38) zu Ozeanwirbeln und der Hadley-Zirkulation. Kurz gesagt, Dr. Clauser ist der Meinung, dass die Wirbel ein Beweis für die Hadley-Zirkulation sind (Hadley, 1735), während Dr. Michael Connolly dies nicht glaubt (Connolly et al., 2021).

Dieses Gespräch hat mich motiviert, und ich habe einige R-Programme geschrieben, um die Windgeschwindigkeit und -richtung zu kartieren und zu profilieren. Es hat sich herausgestellt, dass die Hadley-Zirkulation real ist und tatsächlich mit den Ozeanwirbeln zusammenhängt. Abbildung 2 zeigt die Zirkulation in einem Diagramm.

Abbildung 2. Schematische Darstellung eines Teils der Hadley-Zirkulation.

Abbildung 2 (sowie die Abbildungen 3, 4 und 5) zeigen geschwindigkeitsgewichtete, vektor-gemittelte „Windpfeile“, wobei die x-Achse die Windgeschwindigkeit, die y-Achse den Luftdruck und die Pfeile die Windrichtung anzeigen (entgegen der meteorologischen Konvention). Die Details zur Berechnung der Windrichtung und der R-Code sind in den ergänzenden Materialien und in Anhang A des Artikels zu finden. Abbildung 2 bezieht sich nur auf den Monat Januar und auf Wetterstationen zwischen 10° südlicher Breite und dem Äquator (Scheibe „-10“, Scheiben sind nach ihrer südlichen Grenze benannt). Die Windrichtung ändert sich, wenn die Windgeschwindigkeit zwischen etwa 450 und 500 hPa abnimmt. Oberhalb dieser Abnahme weht der Wind vom Äquator und der innertropischen Konvergenzzone (ITCZ, im Januar durchschnittlich etwa 5°S) weg, und die Windgeschwindigkeit nimmt mit der Höhe zu. Unterhalb dieser Abnahme kehrt sich der Wind um und weht in Richtung Äquator (in diesem Fall nach Nordwesten), wobei die Geschwindigkeit zur Oberfläche hin leicht zunimmt.

Das Hauptproblem bei der Diskussion über die Molardichte in Connolly und Connolly (2014 und 2014a) war, dass sie ihre Ergebnisse nicht kartografisch dargestellt haben. Daher konnten sie keine Hinweise auf die Hadley-Zirkulation (Hadley, 1735) erkennen und spekulierten, dass diese möglicherweise nicht existiert (Connolly et al., 2021). Im Mai 2025 argumentiere ich, dass sie sehr wohl existiert, es sich jedoch um eine komplexe 3D-Zirkulation handelt und nicht um eine einfache 2D-Nord-Süd-Zirkulation, wie sie oft in der Literatur dargestellt wird (Dima & Wallace, 2003) und (Cook & Webster, 2004). Eine ähnliche Sichtweise einer komplexeren 3D-Hadley-Zirkulation wird in (Karnauskas & Ummenhofer, 2014) vertreten, wo auch einige der damit verbundenen Prozesse erläutert werden.

Hoch in der Troposphäre wird die aufsteigende Luft in der ITCZ horizontal abgelenkt, wenn sie auf die homogen geschichtete Stratosphäre trifft, und bewegt sich in beiden Hemisphären polwärts. Die Kraft der aufsteigenden Luft in der ITCZ drückt auch die tropische Stratosphäre auf über 14 km Höhe*. Dann beginnt sie einen langen Weg hinunter zur Oberfläche, während Wasserdampf aus ihr ausfriert, was die Luftdichte erhöht (Wasserdampf hat ein Molekulargewicht von 14 gegenüber 29 für trockene Luft). Wenn die dehydrierte Luft die Oberfläche erreicht, erwärmt sie sich und schafft eine trockene Hochdruckregion.

*Einschub des Übersetzers dazu: Gemeint ist in diesem Satz die Grenze zur Stratosphäre, also die Tropopause. Die Höhe derselben ist jedoch nicht von der Konvektion abhängig, sondern der viel größeren Schichtdicke der Troposphäre im Vergleich zu kälteren troposphärischen Bereichen. Die tropische Konvektion hat also viel mehr Raum nach oben als die Konvektion in kälteren Bereichen. M. a. W. die hoch reichende Konvektion ist eine Folge der höher liegenden Tropopause und nicht deren Ursache. Ein Anheben der Tropopause durch Konvektion kommt nur stellenweise bei besonders starken Gewitter-Entwicklungen zustande, dem sog. „Overshooting“, und ist sehr kurzlebig. Ein solches Overshooting ist im Eingangsbild oben erkennbar – der Wolkenbuckel, der über die Obergrenze des CB-Schirms hinausragt. – Ende Einschub.

Die Hadley-Zirkulation ist schwer zu erkennen, da sich das Gebiet mit aufsteigender feuchter tropischer Luft, das Zentrum der ITCZ, mit dem Wechsel der Jahreszeiten ständig mit der Sonne nach Norden und Süden bewegt. Man muss die Luftströmung am richtigen Ort und zur richtigen Zeit überprüfen. Glücklicherweise liegt die ITCZ im Januar durchschnittlich bei etwa 5° südlicher Breite (May 2025) und im Winter der nördlichen Hemisphäre ist die Hadley-Zirkulation etwas stärker als in anderen Monaten (Nguyen et al., 2013).

Ein weiterer Beweis für die Existenz der Hadley-Zirkulation sind die subtropischen Wüsten wie die Sahara, das australische Outback und die Atacama-Wüste. Diese Wüstenregionen sind in Abbildung 3 eingekreist:

Abbildung 3. Windpfeile (die die Windrichtung anzeigen) für alle Wetterstationen in der oberen Troposphäre. Die angezeigte Windrichtung ist ein geschwindigkeitsgewichteter Vektordurchschnitt für September aus den Jahren 1990 bis 2025. Die subtropischen Wüstenregionen sind eingekreist.

Der Wind in der oberen Troposphäre in den Wüstenregionen weht in die entgegengesetzte Richtung wie die tropischen Winde und oft mit einem leicht polwärts gerichteten Vektor. Diese Wüsten entstehen dort, wo die Winde in der oberen Troposphäre ihre Richtung umkehren und die geringste horizontale Windgeschwindigkeit aufweisen. Sie befinden sich also über Hochdruckgebieten, in denen die Luft absinkt und austrocknet. Die Ozeanwirbel, die ebenfalls aus dieser Zirkulation resultieren, sind in der oberen Troposphäre sichtbar, jedoch nicht so deutlich wie in der unteren Troposphäre, wie in Abbildung 4 dargestellt:

Abbildung 4. Die mittleren Radiosonden-Windvektoren für den Zeitraum 1990–2025. Die normalen Ost-West-Winde in den Tropen bilden zusammen mit aufsteigender Luft an der ITCZ und absinkender trockener Luft bei etwa 20°–30° N/S sowie den kontinentalen westlichen Beckenrändern die Ozeanwirbel. Die Wirbel sind wie folgt gekennzeichnet: „In“ Indischer Ozean, „NP“ Nordpazifik, „SP“ Südpazifik, „SA“ Südatlantik, „NA“ Nordatlantik. Zusätzlich ist die antarktische zirkumpolare West-Ost-Strömung gekennzeichnet.

Abbildung 4 zeigt, wie die Lage der Kontinente in Verbindung mit der Umkehrung der Windrichtung in der unteren Troposphäre bei niedrigen Windgeschwindigkeiten zwischen 20° und 30° nördlicher/südlicher Breite zur Bildung der Wirbel beiträgt. Die Ausbreitung der Umkehrung der Windrichtung bei niedrigen Windgeschwindigkeiten ist in Abbildung 5 dargestellt:

Abbildung 5. Die Ausbreitung der Umkehrung der Richtung der niedrigen Windgeschwindigkeit vom Äquator (rechts) zum Breitengrad 30°-40° N auf der linken Seite.

Wie Abbildung 5 zeigt, beginnt die Windrichtungsumkehr im April bei etwa 300 hPa (~9 km) am Äquator und verschwindet an der Oberfläche im Bereich zwischen 30° und 40° nördlicher Breite. Die Windrichtung an der Oberfläche (wiederum ein geschwindigkeitsgewichteter Vektordurchschnitt) ist im Bereich zwischen 10° N und 20° N leicht polwärts, dreht jedoch im Bereich zwischen 20° N und 30° N äquatorwärts. Ein ähnliches Muster ist auch in der südlichen Hemisphäre zu beobachten.

Diskussion

Bei der Untersuchung eines 3D-Problems ist es am besten, dies mit 3D-Werkzeugen zu tun. Einfache 2D-Diagramme reichen dafür nicht aus. Wenn die Radiosondendaten mithilfe von geschwindigkeitsgewichteten Vektor-Durchschnittswindpfeilen kartiert und profiliert werden, zeigt sich die Hadley-Zirkulation. In 2D-Diagrammen der Windrichtung ist sie nicht zu erkennen, da die allgemeine Windrichtung in den kritischen Breiten entweder Ost-West (Tropen) oder West-Ost (mittlere Breiten) ist und die kritische Windrichtungsänderung bei niedrigen Geschwindigkeiten normalerweise nicht zu sehen ist. Die Richtungsänderung des Windes mit niedriger Geschwindigkeit in den Subtropen ist gering und verschiebt sich ständig mit den Jahreszeiten. Dieses Muster ist auf den Karten in den ergänzenden Materialien zu sehen, auf denen die monatlichen Bewegungen der ITCZ verzeichnet sind.

Die gesamte Hadley-Zirkulation ist nur selten in einem Profil zu sehen, wie in Abbildung 2 dargestellt, da es sich um ein komplexes 3D-Windmuster handelt, das sich mit der Zeit ständig verändert. Man könnte es als komplexes 4D-Windmuster bezeichnen. Abbildung 2 ist ideal gelegen, sodass sich die ITCZ in diesem Monat immer in diesem Breitengrad befindet und nahe am Äquator liegt, wo die aufsteigende feuchte Luft die molare Dichtekreuzung sehr hoch gedrückt hat. Die ITCZ ist relativ schmal, insbesondere der Teil mit der aufsteigenden Luftsäule, sodass sie schwer zu lokalisieren ist. Die Region, in der die kühle, dehydrierte Luft in beiden Hemisphären absinkt, ist sehr groß, aber die meridionale Windkomponente ist gering.

Die einfachste und konsistenteste Methode, die Hadley-Zirkulation zu beobachten, ist die Profilerstellung der in Abbildung 5 dargestellten Umkehrung der Fallwindrichtung bei niedriger Geschwindigkeit. Dieser Bereich mit niedriger Geschwindigkeit erreicht die Oberfläche bei etwa 30° N/S, den Breitengraden der großen Ozeanwirbel. Dies ist auch der Breitengrad der subtropischen Wüsten, die in Abbildung 3 zu sehen sind. Es ist die Bewegung der Windrichtungsänderung bei niedriger Geschwindigkeit, die die Hadley-Zirkulation am besten und deutlichsten charakterisiert.

All dies wird in meiner neuen Abhandlung ausführlich behandelt, die hier heruntergeladen werden kann. Sie steht im Widerspruch zu dem, was Michael geschrieben und geglaubt hat, aber ich bin sehr traurig, dass er verstorben ist, bevor ich diese Arbeit fertiggestellt habe. Wie ich ihn kenne, wäre er nicht verärgert gewesen, sondern hätte sich über die Darstellung der Daten gefreut und wäre begeistert gewesen, mit mir über die Ideen zu diskutieren. Er war immer ein sehr datenorientierter Mensch.

Kommentar des Übersetzers hierzu: Hier wird exemplarisch dargestellt, wie die Diskussion über verschiedene Standpunkte stattfinden sollte – nämlich konstruktiv und sachlich und nicht verzerrt durch Propaganda, wie es derzeit so weit verbreitet der Fall ist.

Code availability

Eine ZIP-Datei mit dem R-Code, zusätzlichen Diagrammen, die im Text der Arbeit erwähnt werden, sowie einigen Testdaten kann hier oder (May, 2025b) heruntergeladen werden. Die ZIP-Datei enthält auch einige Code-Dokumentationen und die Diagramme, die zur Auswahl der ITCZ-Breitengrade für jeden Monat verwendet wurden.

Daten-Verfügbarkeit

Die verwendeten Daten können hier oder hier heruntergeladen werden. Die FTP-Seite ist wesentlich praktischer, erfordert jedoch eine FTP-Anwendung wie Filezilla.

Dieser Artikel ist auch auf Researchgate verfügbar.

Schlusswort

Manche werden fragen, warum ich diesen Artikel über OSF und außerhalb des üblichen Peer-Review-Verfahrens veröffentlicht habe. Die Antwort ist einfach: Ich bin im Ruhestand, und wenn ich nicht wie bei unserem AJES-Artikel eine spezielle Einladung für einen Artikel habe oder eine Befreiung von den Veröffentlichungsgebühren erhalte, ist es zu teuer und das Geld nicht wert. Wenn ich jünger wäre und das Prestige einer Fachzeitschrift mit Peer-Review kaufen müsste, wäre es das vielleicht wert, aber die Gebühren betragen mehrere tausend Dollar, und das interessiert mich nicht. Der wahre Wert liegt in der Studie, die ich durchgeführt habe, und darin, wie ich sie verfasst habe. In welcher Zeitschrift sie erscheint, ist reine Eitelkeit. Die Leute werden sie lesen und kommentieren, unabhängig davon, wo sie veröffentlicht wird.

Referenzen

Connolly, M. (2025). 20 Million weather balloons: How this data shows that all the climate models are based on wrong assumptions. Retrieved from https://www.youtube.com/watch?v=48Hp9CqSlMQ&t=1026s

Connolly, M., Connolly, R., Soon, W., Velasco Herrera, V., Cionco, R., & Quaranta, N. (2021). Analyzing Atmospheric Circulation Patterns Using Mass Fluxes Calculated from Weather Balloon Measurements: North Atlantic Region as a Case Study. Atmosphere, 12. https://doi.org/10.3390/atmos12111439

Connolly, M., Dingley, O., Connolly, R., & Soon, W. (2024). Comparing Different Tropopause Estimates From High-Resolution Ozonesondes. Earth and Space Science, 11(5). https://doi.org/10.1029/2024EA003584

Cook, K., & Webster, P. (2004). The Elementary Hadley Circulation. In H. F. Diaz, & R. S. Bradley, The Hadley Circulation: Present, Past and Future. https://doi.org/10.1007/978-1-4020-2944-8_2

Dima, I. M., & Wallace, J. M. (2003). On the Seasonality of the Hadley Cell. Journal of the Atmospheric Sciences, 60(12), 1522 – 1527. https://doi.org/10.1175/1520-0469(2003)060<1522:OTSOTH>2.0.CO;2

Hadley, G. (1735). Concerning the cause of the general trade-winds. Phil. Trans., 29, 58-62.

Karnauskas, K., & Ummenhofer, C. (2014). On the dynamics of the Hadley circulation and subtropical drying. Climate Dynamics, 42, 2259-2269. https://doi.org/10.1007/s00382-014-2129-1

May, A. (2025). The Molar Density Tropopause Proxy and its relation to the ITCZ and Hadley Circulation. OSF. https://doi.org/10.17605/OSF.IO/KBP9S, URL: https://osf.io/eq75t

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Nguyen, H., Evans, A., Lucas, C., Smith, I., & Timbal, B. (2013). The Hadley Circulation in Reanalyses: Climatology, Variability, and Change. Journal of Climate, 26(10), 3357 – 3376. https://doi.org/10.1175/JCLI-D-12-00224.1

Reichler, T., Dameris, M., & Sausen, R. (2003). Determining the tropopause height from gridded data. Geophysical Research Letters, 30(20). https://doi.org/10.1029/2003GL018240

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WMO, & Ashford, O. M. (1957, October). Meteorology – A three-dimensional science, second session of the commission for aerology. WMO Bulletin, 6(4), 134-138.

Xian, T., & Homeyer, C. R. (2019). Global tropopause altitudes in radiosondes and reanalyses. Atmospheric Chemistry and Physics, 19(8), 5661–5678. https://doi.org/10.3390/atmos12111439

Link: https://andymaypetrophysicist.com/2025/12/19/the-story-behind-my-paper-on-the-itcz-and-the-hadley-circulation/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Wenn sich das Klima zum Kälteren entwickelt

Cap Allon

Im Laufe der Geschichte hat sich das Klima auf natürliche Weise drastisch verändert, was verheerende Folgen für die Menschheit hatte.

Die 1870er Jahre gelten als eine der härtesten Klimaperioden der letzten 200 Jahre. Geht man noch weiter zurück, waren die 1810er Jahre sogar noch schlimmer. Das gesamte 19. Jahrhundert war ein für die Menschheit ungünstiges Klima.

Das lag nicht am CO2, sondern an der Sonne und den Vulkanen.

Es war keine Wärme. Es war Kälte.

Zwischen 1809 und 1815 schleuderten eine Reihe gewaltiger Vulkanausbrüche große Mengen an Aerosolen in die Stratosphäre, beginnend mit einem unbekannten tropischen Ausbruch im Jahr 1809 und gipfelnd im Ausbruch des Tambora im Jahr 1815. Das Ergebnis war mehr als nur ein einziges schlechtes Jahr. Es war eine lang anhaltende, globale Klima-Fluktuation, die etwa ein Jahrzehnt dauerte. Die Temperaturen sanken, die Jahreszeiten wurden destabilisiert, die Niederschläge wurden unregelmäßig und die Nahrungsmittelsysteme brachen zusammen.

Eine detaillierte historische Rekonstruktion von der Koreanischen Halbinsel zeigt, wie schwerwiegend diese Naturkatastrophen waren.

Regierungsunterlagen und persönliche Berichte dokumentieren zwei katastrophale Hungersnöte, 1809–1810 und erneut 1814–1815, die beide mit einer durch Vulkanausbrüche verursachten Klima-Instabilität zusammenfielen. Ernteausfälle waren weit verbreitet. Die Reisernte brach ein. Die Getreidepreise explodierten. Die soziale Ordnung brach zusammen.

Die menschlichen Verluste waren enorm. Während der ersten Hungersnot starben mehr als eine Million Menschen. Die zweite war noch schlimmer. Schätzungsweise 17 % der Bevölkerung kamen ums Leben, über zwei Millionen Menschen starben innerhalb weniger Jahre. Kälte, Dürre, unzeitige Regenfälle und früher Frost zerstörten nacheinander die Ernten, so dass sich die Gesellschaft nicht erholen konnte, bevor der nächste Schock eintraf.

Es wird oft (vielleicht absichtlich) ignoriert, dass in der Geschichte nicht die Erwärmung, sondern die Abkühlung der große Killer war. Kälte verkürzt die Vegetationsperiode. Sie erhöht die Empfindlichkeit der Ernten gegenüber zeitlichen Fehlern. Sie verstärkt die Schäden durch Dürren und Überschwemmungen. Sie schwächt die Bevölkerung und erhöht die Wahrscheinlichkeit von Hungersnöten und Krankheiten.

Die 1810er Jahre waren kein Einzelfall. Sie waren Teil der Endphase der Kleinen Eiszeit, einer Periode, die durch starke, von Sonnen- und Vulkanaktivitäten verursachte Temperaturschwankungen gekennzeichnet war. Das Klima veränderte sich nicht gleichmäßig, sondern sprunghaft. Und wenn es kälter wurde, mussten die Gesellschaften fast sofort den Preis dafür zahlen.

Daraus lässt sich eine weitere Lehre ziehen. Die Auswirkungen des Klimas im 19. Jahrhundert waren nicht einheitlich. Während Europa und Nordamerika 1816–1817 (aufgrund des Ausbruchs des Tambora) am stärksten litten, kamen die schlimmsten Jahre für Korea bereits früher, nämlich 1809 und 1814. Der Auslöser war der gleiche. Das Ergebnis hing vom Zeitpunkt, der Geografie und der Widerstandsfähigkeit des Nahrungsmittelsystems ab.

Das Klima hat sich schon früher ohne menschlichen Einfluss dramatisch verändert. Als es kälter wurde, kam es schnell zu Notlagen. Es gibt kein physikalisches Gesetz, das besagt, dass diese Einflussfaktoren verschwunden sind. Nur Propaganda und Dogmen.

Die Sonnenzyklen werden schwächer. Die vulkanische Aktivität nimmt zu. Das Magnetfeld der Erde schwächt sich ab. Das Klima hat sich schon früher gewandelt, in beide Richtungen. Und das wird wieder passieren.

Link: https://electroverse.substack.com/p/european-peaks-turn-white-livestock?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke)

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE