Warum Gerichtsverfahren zur globalen Erwärmung scheitern sollten

Joe Bast

Ein Bezirk im US-Bundesstaat Oregon hat eine Klage gegen rund ein Dutzend Öl- und Kohleunternehmen und deren Wirtschaftsverband eingereicht und wiederholt damit im Wesentlichen die Behauptungen (und Lügen) von Klagen, die in anderen Gerichtsbarkeiten des Landes eingereicht wurden. Alle diese Klagen verdienen es, zu scheitern.

Die Kläger in der Rechtssache County of Multnomah v. Exxon Mobil Corp. et al. fordern rund 50 Milliarden Dollar „als Schadensersatz und gerechte Entschädigung für den Schaden, der dem Multnomah County dadurch entstanden ist, dass die Beklagten einen Plan verfolgten, um in raubgieriger Weise Produkte aus fossilen Brennstoffen zu verkaufen und sie in betrügerischer Weise als harmlos für die Umwelt anzupreisen, obwohl sie wussten, dass die von ihren Produkten in die Atmosphäre abgegebene Kohlenstoffverschmutzung wahrscheinlich tödliche extreme Hitzeereignisse verursachen würde….“.

Das ist blanker Unsinn.

Das Argument, dass „Exxon Bescheid wusste“, stützt sich auf das Durchkämmen von Hunderttausenden von Seiten alter Unternehmensdokumente, die Exxon schon früh im Rahmen der Offenlegung freigegeben hat (damals sagten viele von uns, dass dies ein Fehler war), und das selektive Zitieren derjenigen, die scheinbar belastende Zugeständnisse machen.

Wie oft haben Bürokraten in der riesigen Hierarchie von Exxon genau gegenteilige Aussagen gemacht, die aber von den Klägern verschwiegen werden? Angesichts der Größe der Datenbank und der neuen KI-gestützten Suchwerkzeuge könnten Hunderte von gegenteiligen Erklärungen gefunden werden.

Die Verteidigung sollte wissen wollen, ob die Kläger nach solchen Aussagen gesucht haben, ob sie das getan haben, was sie entdeckt haben, und wenn sie es nicht getan haben, warum nicht? Und dann … sollte die Verteidigung es selbst tun.

In Wahrheit muss es bei Exxon und anderen fossile Brennstoffe herstellenden Unternehmen über viele Jahre hinweg eine immer wiederkehrende Debatte darüber gegeben haben, wie ernst sie die Behauptungen der Klimaalarmisten nehmen sollten. Interne Debatten und Diskussionen zu fördern, ist ein gutes Management. Es ist kein Verbrechen.

Die Behauptung, dass die von der Industrie für fossile Brennstoffe finanzierten Klimawissenschaftler „Außenseiter-Meinungen“ vertreten, lässt sich leicht entkräften, und zwar nicht nur durch einen Verweis auf das Global Warming Petition Project, das von 31 478 amerikanischen Wissenschaftlern unterzeichnet wurde. Dennis Bray und Hans von Storch (beide Alarmisten) fanden heraus, dass nur 48 % der Befragten ihrer 2015 durchgeführten Umfrage unter Wissenschaftlern der Aussage „sehr“ zustimmen, dass „der größte Teil des aktuellen oder zukünftigen Klimawandels das Ergebnis anthropogener Ursachen ist oder sein wird.“

Das Gleiche gilt für die Umfrage von Bart Verheggen aus dem Jahr 2015, die ergab, dass weniger als die Hälfte der Autoren der IPCC-Berichte der Aussage zustimmen, dass mehr als die Hälfte der Erwärmung seit Mitte des 20. Jahrhundert menschlichen Aktivitäten geschuldet ist.

In Wahrheit gibt es keinen wissenschaftlichen Konsens, und es gab ihn auch nie. QED, die Industrie für fossile Brennstoffe hat keine Wissenschaftler mit „abseitigen Ansichten“ unterstützt.

Die in diesen Klagen genannten Dollarbeträge, die an konservative und libertäre Denkfabriken gespendet wurden, sind immer übertrieben, zum einen, weil sie die Beträge beschreiben, die im Laufe eines Jahrzehnts oder länger gespendet wurden, und zum anderen, weil die Ölgesellschaften wie praktisch alle öffentlichen Unternehmen in dieser Zeit große Beträge sowohl an liberale als auch an konservative öffentliche Interessengruppen spendeten.

Nur ein kleiner Teil dieser Beträge (oder gar keiner) floss in die Erforschung oder Förderung des Klimawandels. Das Verteidigungsteam sollte verlangen zu erfahren, wie viel von den Geldern von Exxon und API tatsächlich für das Klimaproblem ausgegeben wurde, und wenn die Kläger das nicht sagen können, festlegen, dass es weniger als 5 % waren. Dann sollten sie zu wissen verlangen, wie dieser Betrag im Vergleich zu den Einkünften ideologisch motivierter Gruppen auf der anderen Seite des Themas steht. Wenn sie es nicht sagen können, sollten sie festlegen, dass es weniger als 5 % sind.

In Wahrheit waren die von der Industrie für fossile Brennstoffe an gemeinnützige Gruppen gespendeten Gelder zur Bekämpfung des Klimawandels eine Bagatelle im Vergleich zu den enormen Beträgen, die von anderen an der Klimadebatte beteiligten Gruppen ausgegeben worden sind.

Wie der unabhängige Ermittler Russell Cook wiederholt betont, gibt es keine Beweise dafür, dass einer der Wissenschaftler und Politikanalysten, die entweder direkt oder indirekt Geld von der fossilen Brennstoffindustrie angenommen haben, „für Lügen bezahlt wurde2. Es gibt keine Briefe oder Verträge, nur Andeutungen und Verleumdungen, die von linken Aktivisten verbreitet werden.

Wahrscheinlich gingen 99 % der von den Unternehmen für fossile Brennstoffe ausgegebenen Gelder an Organisationen und nicht an Einzelpersonen, wie es der Fall war, als der viel gescholtene Willie Soon vom Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics bezahlt wurde, und diese Organisationen verfügten über Richtlinien, um die Integrität und Unabhängigkeit ihrer Mitarbeiter zu schützen.

In Wahrheit profitieren die meisten sich an der Klimadebatte beteiligenden Wissenschaftler und Experten in irgendeiner Weise finanziell von ihrer Arbeit (sonst könnten sie sie nicht machen!), aber nur sehr wenige denken, dass sie im Gegenzug für diese Unterstützung die Wahrheit verdrehen. Dazu haben sie sich nie bereit erklärt. Sie glauben, dass sie die Wahrheit sagen.

Und was ist mit den Geldern, die an Akademiker und Umweltschutzgruppen, einschließlich derer, die mit den Vereinten Nationen verbunden sind, gezahlt werden, um das Gegenteil zu behaupten? Wurden diese Beiträge geleistet, bevor es handfeste Beweise für die Existenz eines Problems gab? War in diesem Fall das Motiv, die Öffentlichkeit dazu zu verleiten, öffentliche Maßnahmen zu unterstützen, die diesen Gruppen finanziell zugute kommen?

Wurde die Finanzierung fortgesetzt, obwohl überzeugende Beweise dafür vorliegen, dass die Angst vor der globalen Erwärmung auf wissenschaftlichem Schrott beruht? War in diesem Fall das Motiv, ihre früheren Verbrechen zu vertuschen? Wie viel wussten Greenpeace, der Sierra Club, die MacArthur Foundation, die Rockefeller Brothers usw., und wann wussten sie es?

In Wahrheit hat die Klima-Alarmismus-Industrie genau die unethischen und betrügerischen Praktiken angewandt, die sie der Industrie für fossile Brennstoffe vorwirft.

Die tatsächlichen Erklärungen und Anzeigen der Beklagten und ihrer „Frontgruppen“, die in dieser Klage wiedergegeben werden, sind ausnahmslos vernünftig, überzeugend, genau und datenbasiert. Ich muss immer schmunzeln, wenn die Kläger diese Aussagen oder Anzeigen vollständig wiedergeben, da sie auch heute, Jahrzehnte später, noch fair und überzeugend sind.

Die Verteidigung in diesen Fällen sollte eifrig mehr davon vorlegen, vor allem die Mobil-Anzeigen, den ausgezeichneten Newsletter von Patrick Michaels und die von Fachleuten überprüften Untersuchungen von Willie Soon, nicht weniger als 100 oder 200 Seiten, und den Richter oder die Jury entscheiden lassen, wie glaubwürdig sie sind. Dann stellen sie diese Artikel und Anzeigen den Spendenaufrufen von Greenpeace, Environmental Defense Fund usw. gegenüber. Der Unterschied könnte kaum deutlicher sein.

In Wahrheit betreiben die Umweltgruppen Propaganda und stellen falsche Behauptungen auf, um die Agenda ihrer Geldgeber voranzutreiben, während die von der fossilen Brennstoffindustrie finanzierten Gruppen dies nicht getan haben.

Schließlich suche ich in diesen Klagen immer nach Hinweisen auf das Nongovernmental International Panel on Climate Change (NIPCC) und seine fünfbändige Reihe „Climate Change Reconsidered“ (CCR). Ich habe in dieser Klage keinen einzigen Hinweis darauf gefunden (aber ich habe das Dokument auch nicht danach durchsucht).

Rechtsanwalt Peter Ferrara sagte gerne, CCR sei für Klimaalarmisten „wie Weihwasser und ein Kruzifix für Dämonen“. Wenn er CCR in strittigen Debatten online oder per E-Mail zitierte, verstummte die andere Seite stets, weil sie nicht zugeben konnte, dass ein solches Nachschlagewerk überhaupt existiert.

Der jüngste Band (Climate Change Reconsidered II: Fossil Fuels) listet 117 Wissenschaftler, Wirtschaftswissenschaftler, Ingenieure und andere Experten als Autoren, Mitwirkende oder Gutachter auf. Nur die Randgruppen? Vielleicht, aber die vier vorangegangenen Bände enthielten in der Regel ebenso viele Autoren und Tausende von Artikeln, die von Fachleuten überprüft worden waren.

In Wahrheit haben die Skeptiker der globalen Erwärmung genauso viel intellektuelle Feuerkraft wie die Alarmisten, vielleicht sogar mehr. Das ist einfach eine Tatsache.

Man kann nur hoffen, dass die Verteidigungsteams und die Richter (oder ihre Sachbearbeiter), die diese Fälle verhandeln, klug und ehrlich genug sind, um all dies zu erkennen.

Haftungsausschluss: Das Heartland Institute wird in den in diesem Artikel besprochenen Klagen oft erwähnt, ist aber nicht als Beklagter benannt worden.

Weitere Informationen über Klagen zum Klimawandel hier oder hier.

Climate Change Reconsidered hier

Autor: Joseph Bast is a senior fellow with The Heartland Institute. He was president of The Heartland Institute from its founding in 1984 until his retirement in 2018.

Link: https://heartlanddailynews.com/2023/07/commentary-why-global-warming-lawsuits-deserve-to-fail/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Endlich scheinen die Europäer hinsichtlich von E-Autos aufzuwachen

[Titel im Original: Finally, the Europeans May Be Rejecting the EV Kool-Aid {Kool-Aid = ein US-Erfrischungsgetränk mit Kult-Status}]

Duggan Flanakin

Wenn Sie sich nur auf die amerikanischen Medien verlassen, werden Sie es vielleicht nicht wissen, aber in weiten Teilen Europas wächst die Revolte gegen Netto-Null-Vorschriften im Allgemeinen und gegen Vorschriften für Elektrofahrzeuge im Besonderen.

Angeführt von Luxusauto-Herstellern scheint die Zukunft für den altehrwürdigen Verbrennungsmotor rosig zu sein, wenn neue Technologien für synthetische Kraftstoffe einen erschwinglichen Ersatz für Benzin und Dieselkraftstoffe bieten können.

Die Revolte hatte sich zusammengebraut, nachdem Europa durch den Einmarsch Russlands in der Ukraine wachgerüttelt worden war, der das „Net Zero“-Konzept über den Haufen warf und sogar Deutschland dazu veranlasste, wieder Kohlekraftwerke in Betrieb zu nehmen. Dennoch hatte sich die EU im November letzten Jahres vorläufig auf ein neues Gesetz über Kraftfahrzeug-Emissionen geeinigt, welches den Verkauf von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren (Internal Combustion Engine ICE) bis 2035 verbieten sollte.

Zwei Monate später begann die neue Regierung Meloni in Italien jedoch, Einwände zu erheben. Die erzwungene Umstellung auf E-Fahrzeuge hat in der italienischen Autoindustrie bereits zum Abbau von Arbeitsplätzen geführt, was Verkehrsminister Matteo Salvini zu dem Argument veranlasste, dass es keinen Sinn macht, Tausende von Arbeitsplätzen zu gefährden, wenn es genügend Gründe gibt, ICE-Fahrzeuge mit einem kohlenstoffneutralen Kraftstoff auf der Straße zu halten.

Italiens Weigerung öffnete dem deutschen Finanzminister Christian Lindner die Tür, die Position seiner Regierung zu ändern und eine Ausnahmeregelung für wasserstoffbasierte, kohlenstoffneutrale synthetische E-Kraftstoffe (hergestellt durch Elektrolyse mit Zusatz von Kohlenstoff) zu fordern, die ICE-Fahrzeuge antreiben können. Porsche, das 75 Millionen Dollar in eine Pilotanlage zur Herstellung von E-Kraftstoffen investiert hat, und Ferrari könnten mit E-Kraftstoffen ihr reiches Erbe und ihre ikonischen Modelle bewahren und trotzdem die Null-Emissions-Anforderungen erfüllen.

Bundesverkehrsminister Volker Wissing stimmte dem zu: „Wir brauchen E-Kraftstoffe, denn es gibt keine Alternative, wenn wir unsere Fahrzeugflotte klimaneutral betreiben wollen. Wer es mit der klimaneutralen Mobilität ernst meint, muss sich alle technologischen Optionen offen halten und sie auch nutzen. Ich verstehe diesen Kampf gegen das Auto nicht und warum man bestimmte Technologien verbieten will.“

Der polnische Ministerpräsident Mateusz Morawiecki ist seit langem gegen das EU-Verbot und hatte versprochen, „alles“ zu tun, um die „pseudo-grüne Idee reicher Länder und Brüsseler Bürokraten“ zu stoppen, Benzin- und Dieselmotoren zu verbieten. Polnische Familien könnten sich diese teuren Fahrzeuge nicht leisten, und ein ICE-Verbot würde polnischen Firmen, die Autoteile für bekannte Weltmarken herstellen, irreparablen Schaden zufügen.

Durch einfache Enthaltung bei der Schlussabstimmung über das harte ICE-Fahrzeugverbot hätte Deutschland die vorgeschlagene EU-Gesetzgebung verhindern können. Die Europäische Kommission erklärte sich bereit, einen Kompromiss auszuarbeiten, der den Verkauf von ICE-Fahrzeugen, die mit E-Kraftstoffen betrieben werden können, nach 2035 erlaubt. Umweltgruppen protestierten dagegen und behaupteten, dass die Besitzer von E-Fuel-fähigen Fahrzeugen betrügen und Benzin tanken würden, da Benzin und Diesel für den Antrieb älterer Fahrzeuge weiterhin zur Verfügung stünden.

Alex Keynes, Manager für saubere Kraftstoffe bei der Nichtregierungsorganisation Transport & Environment, behauptete, E-Kraftstoffe seien zu teuer, um einen Platz am Tisch zu bekommen. Er zitierte eine T&E-Studie, die zu dem Schluss kam, dass E-Kraftstoffe im Jahr 2030 in Frankreich 47 Prozent teurer sein würden als Benzin. [Was er nicht sagte, war, ob selbst dieser Unterschied bei den Kraftstoffkosten dazu führen würde, dass der Besitz und das Fahren von mit E-Kraftstoff betriebenen ICE-Fahrzeugen teurer wäre als das Fahren von E-Fahrzeugen mit Lithium-Batterie.]

Benedetto Vigna von Ferrari spottete über die Rhetorik von T&E. Er geht davon aus, dass die Preise für E-Kraftstoffe sinken werden, wenn sie populärer werden, und dass diese Kraftstoffe es den Autoherstellern ermöglichen würden, sich auf die Herstellung kostengünstigerer E-Kraftstoffe zu konzentrieren, anstatt auf teure batteriebetriebene Autos, die ihre eigenen Grenzen haben. Außerdem, so Andrew Graves, ein Veteran der Automobilindustrie, könnten E-Kraftstoffe auch die Lösung sein, um ältere Fahrzeugmodelle auf der Straße zu halten und gleichzeitig die Emissionen zu reduzieren.

Im Vereinigten Königreich (nicht mehr in der EU) hat der frühere Premierminister Boris Johnson, um die EU zu übertrumpfen, ein Verbot für neue ICE-Fahrzeuge bis 2030 und für neue Hybridfahrzeuge bis 2035 erlassen. Die Verabschiedung dieses modifizierten Verbots durch die EU übt Druck auf die britische Regierung aus, diesem Beispiel zu folgen.

Der frühere Tory-Kabinettsminister Sir John Redwood forderte die Sunak-Regierung auf, die Tatsache zu berücksichtigen, dass „Großbritannien verzweifelt darum kämpft, seine Autoindustrie zu erhalten, und wenn wir darauf bestehen, Benzin und Diesel vor allen anderen auslaufen zu lassen, wird es für uns schwieriger, Investitionen anzuziehen. „Je weniger Verbote es gibt“, fügte er hinzu, „desto besser für die Förderung des Wachstums“. Wie ihre italienischen und deutschen Kollegen untersuchen auch die britischen Autohersteller Aston Martin und McLaren E-Kraftstoffe für ihre künftigen Modelle.

Es gibt noch weitere Gründe, warum diese Verbote für ICE-Fahrzeuge nicht praktikabel sind. Laut Graves besteht bereits jetzt das Risiko, dass es nicht genügend Ladestationen oder Batteriefabriken geben wird, um die Nachfrage in einem so kurzen Zeitraum zu befriedigen. Die noch junge Branche hat nach wie vor mit Leistungs und Sicherheitsbedenken zu kämpfen – ebenso wie mit Bedenken hinsichtlich der ökologischen und gesellschaftlichen Schäden, die durch den Abbau wichtiger Metalle für die Batterien von Elektrofahrzeugen entstehen.

Ein weiteres Problem sind die Kosten und damit auch die Popularität. Der Absatz von Elektroautos ist in ganz Europa nach der Streichung der Subventionen zurückgegangen. In Deutschland ist der Absatz von E-Fahrzeugen von Januar 2022 bis Januar 2023 um ein Drittel zurückgegangen, und der Marktanteil fiel von 55 Prozent aller Autoverkäufe im Dezember 2022 auf nur noch 15 Prozent im Januar 2023. In UK und in den Niederlanden sank der Marktanteil von E-Fahrzeugen von einem Monat zum nächsten Monat um 50 Prozent.

Die Autohersteller verlieren immer noch Geld in ihrem Bestreben, reine Elektroautoflotten aufzubauen. Ford meldete, dass sein US-Elektroautogeschäft Verluste in Höhe von 2,1 Mrd. USD aufweist, eine Zahl, die bis 2023 auf 3 Mrd. USD steigen dürfte. John Lawler, der Finanzchef von Ford sagte, es sei normal, dass ein Start-up-Unternehmen Verluste einfährt, aber wenn die Menschen Alternativen haben, könnten nicht einmal die Subventionen des Inflation Reduction Act ausreichen, um die autobegeisterten Amerikaner zu passiven Fahrern von Fahrzeugen zu machen, die sie nicht reparieren können.

Schließlich wachen die Europäer vielleicht langsam auf und erkennen, dass die Chinesen den Markt für Elektroautos beherrschen und versuchen, die europäische [und amerikanische] Autoindustrie zu übernehmen. Der größte britische Autohändler, Pendragon, hat mit dem chinesischen Elektroautohersteller BYD vereinbart, dessen Fahrzeuge in Großbritannien zu verkaufen.

Laut Ben Marlow, dem führenden Stadtkommentator des Telegraph, wollen die Chinesen Europa mit billigeren Elektroauto-Modellen überschwemmen, um die europäischen Autohersteller zu unterbieten und ihren Marktanteil zu erhöhen. China kontrolliert nicht nur den Markt für viele Elektroauto-Komponenten, sondern die Regierung in Peking hat ihre Elektroauto-Industrie auch mit Milliarden von Dollar subventioniert.

Und wie Italiens Matteo Salvini so wortgewandt formulierte, müssen die EU-Länder vermeiden, „China ganze Industrien und Hunderttausende von Arbeitsplätzen zu überlassen“.

Anmerkung: Die Besorgnis über die chinesische Dominanz auf dem Markt für Elektrofahrzeuge hat die Kolonien erreicht! Nur wenige Tage, nachdem der Innenminister zugab, dass der Vorstoß der Biden-Regierung für Elektroautos die Abhängigkeit der USA von China verstärken wird, warnte der CEO der Chase Bank Jamie Dimon in seinem jährlichen Brief an die Aktionäre, dass Chinas Dominanz in der Lieferkette für grüne Energie in Verbindung mit der Biden-Politik für Elektroautos die nationale Sicherheit der USA gefährden wird. Doch der Moloch rollt trotzdem ungebremst weiter.

Autor: Duggan Flanakin is a senior policy analyst for the Committee for a Constructive Tomorrow and a frequent writer on public policy issues.

This piece originally appeared at RealClearEnergy.org and has been republished here with permission.

Link: https://cornwallalliance.org/2023/07/finally-the-europeans-may-be-rejecting-the-ev-kool-aid/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Das Bemühen um „Net Zero“ ist weder sauber noch grün

Kevin Mooney

Indem sie die Öl- und Gasexploration als Teil einer globalen Kampagne zur Erreichung von Netto-Null-Emissionen bis 2050 stoppen, lenken mit Klimaaktivisten verbündete politische Entscheidungsträger „knappe Innovationsressourcen in die falsche Richtung“, so eine Analyse der Energiewende-Bemühungen.

Während die Befürworter von Investitionen in Umwelt, Soziales und Governance [ESG] weiterhin den Fahrplan der Internationalen Energieagentur (IEA) für das Erreichen von Netto-Null-Emissionen als Argument für ihre Ambitionen nutzen, kommen die Autoren einer neuen Studie nach einer Untersuchung der Prognosen der Agentur zu dem Schluss, dass diese auf fehlerhaften Annahmen beruhen.

Die von der IEA prognostizierten Netto-Null-Initiativen können nur verwirklicht werden, wenn die Nachfrage nach Kohle, Erdöl und Erdgas drastisch sinkt, während sich die Verbraucher auf so genannte erneuerbare Energien in Form von Wind- und Sonnenenergie verlegen. Doch wie der Bericht der RealClearFoundation und der Energy Policy Research Foundation deutlich macht, ist dies eine zweifelhafte Annahme.

„Das Verschwinden der Nachfrage nach Kohlenwasserstoffen ist keine plausible Beschreibung der Zukunft, sondern eher Ausdruck eines politischen oder ideologischen Wunsches und keine objektive Einschätzung der Zukunft“, heißt es in dem Bericht. „Das Versäumnis, in ein größeres Angebot zu investieren, wird mit großer Wahrscheinlichkeit zu einer Preisspirale nach oben führen, da die Nachfrage das Angebot zunehmend übersteigt, wie die Regierung Biden erkannte, als sie die strategische Erdölreserve für den nicht strategischen Zweck der Dämpfung der Benzinpreise einsetzte“.

Die Stiftung ist eine gemeinnützige Gruppe, gegründet um die Energiewirtschaft und -politik mit Schwerpunkt auf der Energiesicherheit zu untersuchen. Die geopolitischen Auswirkungen von Netto-Null-Strategien und ESG-Investitionen fließen in ihre Analyse des IEA-Fahrplans ein. Ein großer Teil des Problems liegt bei der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) und dem Einfluss, den sie auf die westlichen Länder einschließlich der USA ausüben könnte.

Sollte die Nachfrage nach Erdöl höher ausfallen als in der IEA-Roadmap prognostiziert, was sehr wahrscheinlich ist, könnte nach Schätzungen der Stiftung der Anteil der OPEC am weltweiten Ölmarkt bis 2050 auf erstaunliche 82 Prozent steigen. Zur OPEC gehören der Iran, der Irak, Kuwait, Saudi-Arabien und Venezuela.

„ESG-Investoren untergraben bewusst oder unbewusst die Sicherheitsinteressen des Westens in einer Zeit wachsender geopolitischer Spannungen“, warnt die Stiftung in ihrer Analyse. Das Ergebnis ist, dass der Westen gut positioniert ist, um mit der richtigen Mischung von Maßnahmen ein gesundes Maß an Unabhängigkeit von der OPEC zu bewahren. Die Stiftung weist darauf hin, dass die IEA ursprünglich als Reaktion auf den „ersten Ölpreisschock“ Anfang der 1970er Jahre gegründet worden war, „um als Käufergruppe westlicher Länder zu agieren und der Marktmacht der OPEC entgegenzuwirken“. Aber angesichts der Tatsache, dass „Netto-Null“-Bestrebungen politisch in Mode gekommen sind, hat sich die Agentur eindeutig von ihrem Auftrag entfernt.

„Die IEA hätte sich dafür entscheiden können, ihrem ursprünglichen Auftrag treu zu bleiben, aber wie der Bericht der Energy Policy Research Foundation zeigt, hat die IEA, indem sie versucht hat, ein Cheerleader für Netto-Null zu werden zugelassen, dass sie als Werkzeug für den Klima-Extremismus benutzt wird. Sie hat die politischen Entscheidungsträger in die Irre geführt sowie die Weltwirtschaft und die westliche Sicherheit gefährdet, während sie den Zweck, für den sie geschaffen wurde, aufgegeben hat.“

Ein wichtiger Teil des Stiftungsberichts befasst sich mit den negativen Folgen eines Investitionsstopps in neue Öl- und Gasfelder, der auf der Vorstellung beruht, dass ein nahtloser Übergang zu erneuerbaren Energien möglich ist. Die amerikanischen Energieverbraucher müssen damit rechnen, dass sie die Folgen zu spüren bekommen.

Die Stiftung schätzt, dass die weltweiten Einnahmen für Öl- und Gasbrennstoffe in den ersten zehn Jahren nach dem Netto-Null-Emissionsausstoß zwischen 12,2 Billionen Dollar und 52,6 Billionen Dollar höher sein werden als die von der IEA in ihren politischen Szenarien angenommenen. Einfach ausgedrückt: Die Verbraucher werden mehr für weniger Öl und Gas zahlen müssen, und zwar zusammen mit allen Kosten, die mit der Energiewende verbunden sind.

Die Analyse der Stiftung hebt auch die Umweltzerstörung hervor, die sich aus einem überstürzten Streben nach Netto-Null-Emissionen ergeben könnte, was die finanziellen und technologischen Realitäten außer Acht lässt.

„Die Verringerung der Öl- und Gasversorgung wird weltweit zu verschiedenen Umwelt- und Gesundheitsauswirkungen beitragen. Erstens wird dies wahrscheinlich zu einem Wiederanstieg des Kohleverbrauchs führen, da viele Länder mit niedrigem und mittlerem Einkommen sich das teurere Erdgas zum Heizen, Kochen und zur Stromerzeugung nicht leisten können“, warnt der Bericht. „Infolgedessen könnte die Umstellung von Kohle auf Gas in vielen Ländern zurückgehen, was die lokale Luftverschmutzung erhöhen und die Gesundheitskrise in vielen städtischen Gebieten verschlimmern würde.

(Siehe auch diesen Beitrag)

Selbsternannte Umweltschützer sollten sich auch einmal genau ansehen, wie viel Land Wind- und Solaranlagen verschlingen könnten. Die Stiftung hat errechnet, dass die zur Erreichung der Netto-Nullstellung erforderliche Solar- und Windenergiekapazität eine Fläche benötigt, die der Größe von Kalifornien und Texas zusammen entspricht, während die für die Stromerzeugung benötigte Bioenergie etwa die Größe von Frankreich und Mexiko zusammen ausmachen würde.

Offensichtlich geht es hier um mehr als nur die reine Wirtschaftlichkeit. Was Umweltschützer üblicherweise als sauber und grün bezeichnen, ist weder das eine noch das andere.

Die geopolitischen, wirtschaftlichen und ökologischen Kosten der Netto-Nullenergie erfordern eine politische Kurskorrektur.

[Hervorhebungen vom Übersetzer]

Kevin Mooney is the Senior Investigative Journalist at the Commonwealth Foundation, Pennsylvania’s free-market think tank, and writes for several national publications. 

Originally published by The Daily Caller. Republished with permission. Content created by The Daily Caller News Foundation is available without charge to any eligible news publisher that can provide a large audience. For licensing opportunities of our original content, please contact licensing@dailycallernewsfoundation.org. 

For more on net zero, click here.

For more on ESG, click here.

Link: https://heartlanddailynews.com/2023/07/the-push-for-net-zero-isnt-clean-or-green/?

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Rekorde brechende Hitzewelle in Europa?

Paul Homewood, NOT A LOT OF PEOPLE KNOW THAT

Der größte Teil der so genannten Berichterstattung über die Hitzewelle in Europa scheint sich um Temperaturvorhersagen zu drehen und nicht um tatsächliche Temperaturen, zusammen mit Behauptungen über „Rekorde“ und Bildern von Menschen, die die Sonne genießen. Die sachliche Berichterstattung scheint Urlaub gemacht zu haben!

Nehmen Sie den obigen Artikel des Telegraph, der am 18. Juli veröffentlicht wurde. Er beginnt so:

Rom gehörte zu den Regionen in Europa, die am Dienstag Temperaturrekorde aufstellten. In ganz Italien wurden Protokolle im Stil von Covid eingeführt, um die Krankenhäuser vor der beispiellosen Hitzewelle zu schützen.

In der italienischen Hauptstadt wurde ein neuer Rekord aufgestellt, als die örtliche Wetterbehörde Höchstwerte von 41,8 °C verzeichnete, womit der bisherige Rekord vom Juni letzten Jahres um 1 °C übertroffen wurde.

Nach Angaben der Europäischen Weltraumorganisation könnten die Thermometer auf Sardinien und Sizilien bis auf 48 °C klettern, während die Temperaturen in Rom und Madrid jeweils die mittleren bis hohen 40 °C erreichen könnten.

Im dürregeplagten Spanien werden in Katalonien und auf den Balearen Höchsttemperaturen von 44 °C erwartet, während sich das Land in den letzten Zügen des Wahlkampfs vor der Abstimmung am Sonntag befindet.

Schauen wir uns einige dieser Behauptungen genauer an:

In der italienischen Hauptstadt wurde ein neuer Rekord aufgestellt, als die örtliche Wetterbehörde Höchsttemperaturen von 41,8 °C registrierte und damit den bisherigen Rekord vom Juni letzten Jahres um 1 °C übertraf.

Zunächst einmal lag der bisherige Rekord nicht bei 40,8 °C, wie angedeutet. Im Jahr 2005 wurde auf der Ponte di Nona eine Temperatur von 42,0°C gemessen:

In dieser Woche erreichte die Temperatur am Flughafen Rom Urbe nur 40 °C:

Temperatur in Sardinien und Sizilien könnte 48°C erreichen.

Und Schweine könnten fliegen!

In Alghero an der Nordküste Sardiniens wurden nur 40 Grad erreicht, was weit unter dem Rekordwert von 41,8 Grad aus dem Jahr 1983 liegt.

Natürlich gibt es Orte weiter südlich auf Sardinien, die von Natur aus viel heißer sind, aber es gibt keinen Hinweis darauf, dass es dort in dieser Woche heißer war als in der Vergangenheit. Die BBC ist besonders gut darin, irgendein obskures kleines Dorf mit einer hohen Temperatur zu finden, ohne eine historische Perspektive zum Vergleich zu bieten.

Und Sizilien? Catania, die größte Stadt der Insel, erreichte am Mittwoch 39 °C. Der Rekord liegt bei 44,4 Grad Celsius, aufgestellt im Jahr 1988.

Die Temperaturen in Rom und Madrid konnten beide die mittleren bis hohen 40 °C erreichen.

Wie wir gesehen haben, ist Rom nie über 41,8 °C hinausgekommen.

In Madrid erreichten die Temperaturen nur 39 °C, was für die Hauptstadt des Landes nichts Ungewöhnliches ist:

Im von der Dürre geplagten Spanien sollten die Temperaturen in Katalonien Höchstwerte von 44°C erreichen.

Dies ist wahrscheinlich die absurdeste Vorhersage von allen, stiegen doch die Temperaturen in Barcelona nicht über 30°C!

In dieser Woche war es in weiten Teilen Europas heiß, teilweise sehr heiß.

Aber ich habe keine Hinweise darauf gefunden, dass die Hitzewelle in irgendeiner Weise beispiellos war, geschweige denn das angedeutete Inferno.

Link: https://wattsupwiththat.com/2023/07/23/record-breaking-heatwave-in-europe/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Werden Windturbinen mehr Abfall als Strom erzeugen?

Ronald Stein, P.E.

Für die Regierungen, die den Bau von Windturbinen subventioniert haben, ist es nun an der Zeit, auch die Stilllegung und das Recycling zu subventionieren.

Zusammenfassung: Angesichts von 43 Millionen Tonnen Rotorblatt-Abfällen, die bis 2050 JEDES JAHR anfallen dürften, ist es dringend erforderlich, Standards für Stilllegung, Wiederherstellung und Recycling festzulegen.

Windturbinen, die einst von den wenigen wohlhabenden und weniger bevölkerten Ländern als saubere Lösung für die Stromerzeugung angepriesen worden sind, werden nun zu einem Schandfleck, einer Gefahr und einer erheblichen Umweltbedrohung.

Nach jahrzehntelangem Betrieb auf der ganzen Welt für die wenigen wohlhabenden und weniger bevölkerten Länder haben Windturbinen weiterhin eine Lebensdauer von etwa 20 Jahren. Bislang wurde noch kein finanziell tragfähiges Verfahren für das Recycling dieser Windkraftanlagen gefunden. Infolgedessen werden die alten Windturbinen heute auf Giftmülldeponien entsorgt.

Da sich die Rotorblätter von Windkraftanlagen nur sehr schwer recyceln lassen, stellt die Masse des Abfalls durch die ausgemusterten Rotorblätter ein wachsendes Problem dar. Prognosen zufolge werden bis 2050 weltweit 43 Millionen Tonnen Blattabfälle JEDES JAHR anfallen – das entspricht der Menge von 215.000 Lokomotiven.

Bis zur Jahrhundertwende im Jahr 2100 wird die Weltbevölkerung von derzeit 8 Milliarden auf über 11 Milliarden anwachsen.

● Die Weltbevölkerung im Jahr 2100 wird voraussichtlich von Indien, Nigeria, China, den USA, Pakistan, der Demokratischen Republik Kongo, Indonesien, Äthiopien, Ägypten und Tansania dominiert werden.

● Auffallend ist, dass Länder wie Deutschland, das Vereinigte Königreich, Australien, Kanada, Japan und Russland, die wohlhabender, aber weniger bevölkert sind, in der Bevölkerungsliste fehlen.

Mit zunehmendem Alter der Windparks werden die Turbinen unbrauchbar und müssen gewartet werden. Aufgrund der mit ihrem Abbau verbundenen hohen Kosten entscheiden sich viele Unternehmen jedoch dafür, sie an Ort und Stelle zu belassen. Dies wirft mehrere Probleme auf, darunter die Möglichkeit von Öllecks aus den Turbinen und die insgesamt negativen Auswirkungen auf die Landschaft.

Die erste Generation von Windturbinen erreicht allmählich das Ende ihrer Lebensdauer, während andere vorzeitig ersetzt werden, um Platz für neuere Technologien zu schaffen – einschließlich längerer Turbinenblätter, die mehr Wind erfassen und mehr intermittierenden Strom erzeugen können. Daher wird die Frage, was mit den riesigen Flügeln geschehen soll, immer dringlicher.

Diese stillgelegten Windturbinen stellen ein erhebliches Umwelt- und Sicherheitsrisiko dar, da aus ihnen giftige Chemikalien und andere gefährliche Stoffe in die Umgebung austreten können und sie sogar einstürzen oder Feuer fangen können.

Der Lebenszyklus erneuerbarer Energien reicht von der Planung, der Beschaffung und dem Bau über den Betrieb, die Wartung und die Reparatur bis hin zur Stilllegung und Entsorgung oder dem Recycling und der Wiederherstellung des ursprünglichen Zustands der Landschaft.

Es ist an der Zeit, dass diese wenigen wohlhabenden Regierungen ihre früheren subventionierten Programme für intermittierenden Strom „bereinigen“ und die Entwicklung von Verfahren zur ordnungsgemäßen Stilllegung von Windturbinen fördern, bevor diese zu einer größeren Umweltkrise werden.

Die Regierungen, die die Planung und den Bau von Windkraftanlagen subventioniert haben, sind dafür verantwortlich, sich um Stilllegungs-, Wiederherstellungs- und Recycling-Standards zu bemühen, und zwar bis zum letzten Löwenzahn, so wie sie es auch bei stillgelegten Minen, Öl- und Atomanlagen tun.

Windparks befinden sich in der Regel in Gebieten mit gleichmäßigen Windverhältnissen. Für die riesigen Flächen, die für Wind- und Solaranlagen benötigt werden, ist es eine verheerende Zerstörung unberührter Landschaften!

Die amerikanische Öffentlichkeit hat sich durch die „Not-in-my-backyard“-Personen (NIMBY) zu Wort gemeldet und ihre Unzufriedenheit mit Merkmalen wie Unansehnlichkeit, großem Flächenbedarf, Lärm und Umweltrisiken für die Gemeinschaft zum Ausdruck gebracht.

Für alle Amerikaner hat Robert Bryce gerade die Renewable Rejection Database (Datenbank zur Ablehnung erneuerbarer Energien) aktualisiert, um eine Reihe von Einschränkungen oder Ablehnungen aufzunehmen, die in Iowa, Illinois und Ohio erlassen wurden.

● Die neue Gesamtzahl der Ablehnungen: Seit 2015 gab es 391 Ablehnungen oder Einschränkungen von Windkraftprojekten und 135 Ablehnungen oder Einschränkungen von Solarprojekten, womit sich die Gesamtzahl der Ablehnungen aller Standorte, die für die gelegentliche Stromerzeugung vorgesehen sind, auf 526 erhöht.

● Im Jahr 2023 gab es allein in Amerika bisher 24 Ablehnungen von Windkraftprojekten und 24 Ablehnungen von Solarprojekten.

Im Einklang mit den NIMBY-Aktionen in Amerika zur Ablehnung von sogenanntem erneuerbarem Strom schockierte Schweden Europa, indem es die „instabile“ Ökostrom-Agenda aufgab und zur Kernkraft zurückkehrte. Finanzministerin Elisabeth Svantesson verwies auf die Notwendigkeit eines „stabileren Stromversorgungssystems“ und wies auf die inhärente Instabilität von Wind- und Solarstromerzeugungsquellen hin.

Die Energiepolitik in Europa bricht zusammen, da Länder wie die Niederlande, die Tschechische Republik und Griechenland allmählich erkennen, dass alles, was Strom benötigt, mit fossilen Brennstoffen hergestellt wird, und sie kehren um. Sie erkennen auch, dass alle Komponenten von Windturbinen und Solarpanels aus Erdölderivaten hergestellt werden, die aus Rohöl gewonnen werden.

Darüber hinaus hat die neue schwedische Regierung die staatlichen Subventionen für Elektroautos und Plug-in-Hybride abgeschafft.

Eine weitere Realität ist, dass alle Mineralien und Metalle, die für die Herstellung von Windturbinen, Solarzellen und Batterien für Elektroautos benötigt werden, an Orten wie Baotou, der Inneren Mongolei, Bolivien und der Demokratischen Republik Kongo abgebaut und verarbeitet werden, meist unter chinesischer Kontrolle. Die Stilllegung und Wiederherstellung dieser Bergbaulandschaften in ihren ursprünglichen Zustand ist in den Entwicklungsländern nicht zu erwarten.

Seit Deutschland seine letzten drei verbliebenen Kernkraftwerke abgeschaltet hat, muss sich das Land an seine Nachbarn wenden, um das Licht nicht ausgehen zu lassen. Deutschland ist von einem Stromexporteur zu einem Stromimporteur geworden.

Im Hinblick auf Rentabilität und Nachhaltigkeit basieren Geschäftsentscheidungen der Privatwirtschaft auf der Kapitalrendite (ROI), die in direktem Zusammenhang mit erschwinglicher, zuverlässiger, kontinuierlicher und unterbrechungsfreier Elektrizität zur Unterstützung ihrer Investitionen steht. Deutschland sollte sich daher ein Beispiel an Schweden nehmen, das gerade das idealistische Ziel aufgegeben hat, gelegentlich Strom aus Wind- und Sonnenenergie zu erzeugen, und sich der Kernenergie verschrieben hat, um Strom zu erzeugen, der nicht nur kontinuierlich und unterbrechungsfrei, sondern auch emissionsfrei ist.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Es ist von entscheidender Bedeutung, dass wir dieses Problem angehen und nachhaltige Lösungen für die Stilllegung und das Recycling dieser Windkraftanlagen finden. Als Gesellschaft müssen wir der verantwortungsvollen und sicheren Entsorgung der Infrastruktur für erneuerbare Energien Vorrang einräumen, um eine wirklich nachhaltige Zukunft zu erreichen.

Schockierenderweise ist das Recycling von verschlissenen Turbinenblättern, Solarzellen und Batterien für Elektrofahrzeuge in den wenigen wohlhabenden und weniger bevölkerten Ländern, die intermittierende Stromerzeugung subventionieren, noch nicht vorgesehen!

Published July 18, 2023 at Heartland Institute https://heartland.org/opinion/will-wind-turbines-be-generating-more-waste-than-electricity/

Autor: Ronald Stein is an engineer, senior policy advisor on energy literacy for the Heartland Institute and CFACT, and co-author of the Pulitzer Prize nominated book “Clean Energy Exploitations.”

Link: https://wattsupwiththat.com/2023/07/18/will-wind-turbines-be-generating-more-waste-than-electricity/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE