Spitzen-Klimawissenschaftler verurteilt den Klima-Alarm: Kohlendioxid als Verschmutzer zu bezeichnen ist „besonders lächerlich“

Cap Allon

Top-Klimaforscher verurteilt Klimaalarm

Die Erwärmung durch Kohlendioxid ist aufgrund der „Sättigung“ im Infrarotspektrum logarithmisch, und jede künftige Verdopplung des Gases in der Atmosphäre [so es dazu kommt] wird mit der gleichen Erwärmung von etwa 1°C einhergehen.

Dies wird vom Atmosphärenforscher und emeritierten Professor Richard Lindzen vom MIT als offensichtlich und kaum umstritten angesehen – obwohl in der heutigen politisierten Umgebung, in der CO₂ zu einem furchterregenden und steuerpflichtigen „Knüppel“ geschmiedet wurde, mit dem man der Weltbevölkerung eins über die Rübe ziehen kann, diese Überlegung das „gefestigte“ Wissenschaftskonzept der AGW-Partei auf fatale Weise untergräbt und daher als Ketzerei angesehen wird, die mit Zensur und Entzug von Forschungsgeldern geahndet wird.

Professor Lindzen stellt fest, dass die derzeitige „absurde ‚wissenschaftliche‘ Erzählung“ uns eine quasi-religiöse Bewegung beschert – allen voran die „ständige Göbbels’sche Wiederholung des Klimaalarms durch die Medien“.

In einer von der Global Warming Policy Foundation (GWPF) veröffentlichten Studie warnt Lindzen, dass, wenn wir nicht aufwachen und die Absurdität des motivierenden Narrativs erkennen, „dies wahrscheinlich nur der Anfang der Katastrophen sein wird, die aus der gegenwärtigen irrationalen Verteufelung von CO₂ folgen werden“, Katastrophen, zu denen auch die „Zerschlagung“ der westlichen Energiesysteme gehört.

Kohlendioxid ist eine „besonders lächerliche“ Wahl als Schadstoff

Lindzen hält es für „absurd“ anzunehmen, dass der kleine Beitrag von CO₂ der kontrollierende Faktor für Temperaturänderungen im komplexen dreidimensionalen Klimasystem der Erde ist. Er verweist auf die Beweise aus dem Vostok-Eiskern der Antarktis, die zeigen, dass die Abkühlung während der Vergletscherungszyklen der letzten 700.000 Jahre dem Rückgang des CO₂ vorausging; und in den 600 Millionen Jahre zurückreichenden paläoklimatischen Aufzeichnungen gibt es „keinen Hinweis auf irgendeine Korrelation mit Kohlendioxid.“

Kohlendioxid sei eine „besonders lächerliche“ Wahl als Schadstoff, so Lindzen weiter, weil es in erster Linie als Dünger dient und derzeit „fast alle Pflanzen unter CO₂-Mangel leiden“.

Wenn wir also 60% des CO₂ aus der Atmosphäre entfernen würden, hätte das verheerende Folgen, aber nicht durch einen Rückgang der globalen Temperatur, wie die moderne Propaganda glauben machen will, sondern durch ein Massensterben der Vegetation, das zu einem „Hungertod für alle Tiere“ führen würde.

Die „eindimensionale“ Sichtweise des Weltklimas und die Art und Weise, wie der „Treibhauseffekt“ und die Rolle des CO₂ das Erwärmungsnarrativ dominieren, ist für Lindzen zutiefst besorgniserregend. Er weist darauf hin, dass die Erde viele Klimaregimes hat und dass es im Laufe der Jahrtausende „gravierende“ Temperaturänderungen zwischen den Tropen und den Polarregionen gegeben hat. Während dieser Zeit hat sich die Temperatur in den Tropen kaum verändert, was wir auch in den aktuellen Klimaaufzeichnungen beobachten können.

Lindzen argumentiert, dass die Temperaturveränderungen durch dynamische Wärmeströme in der Atmosphäre und in den Ozeanen verursacht werden, die durch Temperaturunterschiede in den Breitengraden – oder „barokline Instabilität“, um es wissenschaftlich auszudrücken – verursacht werden, und kommt zu dem Schluss, dass Veränderungen der Durchschnittstemperatur „in erster Linie auf Veränderungen der Temperaturdifferenz zwischen den Tropen und den Polen zurückzuführen ist und nicht auf Veränderungen des Treibhauseffekts“.

Die Politik

Es hat sich als sehr profitabel erwiesen, ALLE Klimaveränderungen auf ein einziges atmosphärisches Spurengas zu schieben. TPTB haben sich damit wirklich selbst übertroffen. Die Korrumpierung der wissenschaftlichen Integrität und die Verteufelung alternativer Denkweisen sind die bösartigsten Errungenschaften in der Geschichte der Menschheit – mit „ihrer Wissenschaft“ die Richtung von 8 Milliarden Seelen zu kontrollieren, ist schockierend. Lindzen war lange Zeit ein Kritiker der AGW-Partei.

In seiner GWPF-Studie verweist er auf die Worte des verstorbenen US-Präsidenten Eisenhower aus dem Jahr 1961:

Die Aussicht auf die Beherrschung der Gelehrten der Nation durch die Beschäftigung auf Bundesebene, die Zuweisung von Projekten und die Macht des Geldes ist allgegenwärtig und muss ernsthaft in Betracht gezogen werden. Doch wenn wir die wissenschaftliche Forschung und Entdeckung respektieren, wie wir es tun sollten, müssen wir auch auf die gleiche und entgegengesetzte Gefahr achten, dass die öffentliche Politik selbst zur Gefangenen einer wissenschaftlich-technologischen Elite werden könnte. – Dwight D. Eisenhower, 34. U.S. Präsident

Lindzen sagt, dass der von der UNO unterstützte IPCC „von der Regierung kontrolliert wird und nur von der Regierung diktierte Ergebnisse veröffentlicht“. Und zusammen mit seinem Kollegen, dem Atmosphärenforscher Professor William Happer aus Princeton, sagte er vor kurzem bei einer Untersuchung der US-Regierung, dass die derzeitige klimawissenschaftliche Literatur „ein Witz“ sei, und dass es sich um „Pal Review, nicht Peer Review“ handele.*

[*Kaum übersetzbares Wortspiel. ‚Pal‘ könnte man mit Kumpel, Komplize übersetzen. A. d. Übers.]

Die Verbindungen zwischen der Klimawissenschaft und Politikern, die Zuschüsse gewähren, sind wohlbekannt und nicht besonders gut verborgen. Im Jahr 2013 sagte der damalige Leiter des IPCC Rajendra Pachauri dem Guardian: „Wir sind ein zwischenstaatliches Gremium und wir tun das, was die Regierungen der Welt von uns verlangen. Wenn die Regierungen beschließen, dass wir die Dinge anders machen und ganz andere Produkte vorlegen sollen, stehen wir ihnen zu Diensten.“

CO₂ hat fast keinen Einfluss auf die globale Temperatur“

Ohne die Gehirnwäsche der AGW-Partei sollte klar sein, dass eine der wichtigsten Triebkräfte für die ständigen Veränderungen des Klimas der Wärmeaustausch in der Atmosphäre und an der Erdoberfläche ist.

Es sollte auch beachtet werden, dass unser derzeitiges Verständnis des Klimasystems sehr begrenzt ist. Es gibt riesige Lücken in unserer Wissensbasis, Lücken, die vom „Buhmann Kohlendioxid“ opportunistisch ausgenutzt und gefüllt wurden.

Der Meteorologe William Kininmonth, ehemaliger Berater der Klimakommission der Weltorganisation für Meteorologie und ehemaliger Leiter des Nationalen Klimazentrums der australischen Regierung, argumentiert in einer kürzlich erschienenen Studie, dass die Ozeane die „entscheidenden Trägheits- und Wärmeschwungräder“ des Klimasystems sind.

Wenn man das Klima kontrollieren wolle, müsse man die Ozeane kontrollieren, betont Kininmonth und fügt hinzu, dass „Bemühungen zur Dekarbonisierung in der Hoffnung, den Planeten abzukühlen, vergeblich sein werden“, da CO₂ nur „minimale Auswirkungen“ auf die Temperatur und das Klima der Erde habe.

Kininmonth ist zuversichtlich, dass die jüngste leichte Erwärmung „wahrscheinlich einfach das Ergebnis von Schwankungen in der sich ständig ändernden Ozeanzirkulation“ ist. CO₂ „muss als sehr geringer Beitrag zur beobachteten Erwärmung erkannt werden“, der den Erwärmungstrend wahrscheinlich nicht über den durch die natürlichen ozeanischen Schwingungen verursachten Höhepunkt hinaus verlängern wird. Er erklärt, dass der Hauptantrieb für die globale Temperatur die Bewegung von Energie im Wasser ist, sowohl in den Ozeanen als auch in der Atmosphäre nach der Verdunstung.

Die tropischen Ozeane haben sich in letzter Zeit erwärmt, allerdings nicht aufgrund des steigenden CO₂-Gehalts in der Atmosphäre, wie das Dogma glauben machen will, sondern durch eine Verringerung der Wärme, da sich die Meeresströmungen erkennbar verlangsamt haben. Die Wärme wurde mit der tropischen Atmosphäre ausgetauscht und von den Winden transportiert, um die Erwärmung der Arktis zu verstärken, die in den letzten Jahren stärker war als anderswo auf dem Globus.

Die Ozeantemperaturen sind in den Tropen viel weniger stark gestiegen als in der Arktis, und die Erwärmung der Arktis fand überwiegend in der kalten Winterhälfte statt, wenn die Oberfläche weitgehend im Dunkeln liegt, was laut Kininmonth bedeutet, dass sie nur das Ergebnis des Wärmetransports aus niedrigeren Breitengraden sein kann.

Kininmonths Schlussfolgerungen sind zwar wissenschaftlich umstritten, bieten aber eine plausible Erklärung dafür, warum sich die Temperaturen am Südpol seit über 50 Jahren kaum verändert haben. Und bis zu diesem Punkt sollte „globale“ Erwärmung genau das bedeuten, oder? Dennoch gelingt es der AGW-Partei regelmäßig nicht zu erklären, wie sich die Arktis erwärmen kann, während die Antarktis stabil bleibt (oder sogar abkühlt, wie einige Daten nahelegen).

Ungenaue wissenschaftliche Erkenntnisse werden oft in die Klimamodelle eingespeist, zusammen mit unwahrscheinlichen Vermutungen über eine massive CO₂-verursachte zukünftige globale Erwärmung. Aber wie Dr. John Christie, Professor für Atmosphären- und Geowissenschaften an der Universität von Alabama, kürzlich feststellte: „Die Modelle spiegeln die Energieflüsse nicht genau, und das ist der Kern der Funktionsweise des Klimasystems.“

Die Wahrheit kommt immer ans Licht, irgendwann.

Das Gefüge der Realität lässt sich nur eine gewisse Zeit lang verbiegen.

In diesem Fall sieht es jedoch leider so aus, als ob Milliarden von Menschen erst unermessliches Leid ertragen müssen – Treibstoffarmut/-knappheit und energiebedingte Inflation – bevor der Groschen endgültig fällt.

Link: https://electroverse.info/top-climate-scientist-slams-climate-alarm-carbon-dioxide/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Tschechischer Physiker: „Behauptungen, wonach Net Zero billig und einfach wäre, sind „absolut geisteskrank“

Pierre Gosselin

In einer E-Mail warnte der tschechische Physiker Luboš Motl, dass die Behauptung, Net Zero sei „billig und einfach“, naiv und „geisteskrank“ sei. Global gesehen wären die Kosten in der Tat wirtschaftlich ruinös und explosiv in Bezug auf den sozialen Zusammenhalt.

Hier ist ein Auszug aus seiner Mail (Namen wurden entfernt):

Einige Leute behaupten, dass die Förderung von Net Zero völlig einfach und billig wäre, unter 2 Billionen Dollar (integrierte Gesamtkosten) – solange wir einen Haufen Kernkraftwerke bauen. Aber solche Behauptungen sind völlig unsinnig.

Alle Elektroautos sind im Grunde unmöglich

Erstens: Kernkraft ist gut, aber im Vergleich zur Kohle ist sie kein „Wunder“. Jedes zwangsweise abgeschaltete Kraftwerk – egal ob es mit Kohle oder Uran betrieben wird – ist eine riesige Geldverschwendung. Genauso wichtig ist, dass es für Net Zero überhaupt nicht ausreicht, die Kraftwerke zu ersetzen. Sie haben auch Autos usw. Der Ersatz von Autos durch Elektrofahrzeuge ist in den nächsten Jahrzehnten im Grunde unmöglich. Der Markt zeigt bereits, dass die Nachfrage nach Elektroautos fast verschwunden ist. Statt des versprochenen exponentiellen Wachstums sehen sich die Hersteller von Elektrofahrzeugen wahrscheinlich einem Rückgang gegenüber. Das ist keine Überraschung.

20 TRILLIONEN Dollar alle 7 Jahre – nur für die Autos!

Man könnte sagen, dass ein Elektroauto mit einem Auto mit Verbrennungsmotor (ICE) vergleichbar ist, wenn es läuft, aber um es zu kaufen, muss man immer noch 15.000 Dollar mehr bezahlen als für ein vergleichbares ICE-Auto. Ein solches Elektroauto muss etwa alle 7 Jahre ausgetauscht werden, weil die Batterie Probleme macht, und zu diesem Zeitpunkt ist die Technologie veraltet, so dass ein neues Elektroauto besser ist als das alte mit einer neuen Batterie. Sie haben einfach 15.000 Dollar mehr pro Auto und pro 7 Jahre. Es gibt 1,5 Milliarden Autos auf der Welt. Das sind bereits zusätzliche 20 Billionen Dollar in 7 Jahren nur für die Art der Autos. In diesen 20 Billionen Dollar pro 7 Jahre oder 3 Billionen Dollar pro Jahr sind die Ladeinfrastruktur und die zusätzlichen Batterien, die in das Stromnetz eingebaut werden müssten, um die ungleichmäßige Aufladung der Autos zu bewältigen, noch nicht enthalten.

Und die oben genannten Kosten sind immer noch zu niedrig angesetzt, weil uns einige der benötigten Rohstoffe ausgehen werden – selbst wenn wir riesige neue Lithiumvorkommen finden, wird deren Abbau teurer werden, weil wir tiefer graben müssen, und es könnte sein, dass uns Kupfer, Kadmium oder etwas anderes ausgeht. Und das sind nur die Autos.

Der Unsinn liegt klar auf der Hand

Dann gibt es noch die Kühe mit dem Methan usw. Können wir sie durch eine technische Lösung ersetzen? Es gibt keine akzeptable technische Lösung, keine winzige Wunderlösung wie Kernkraftwerke, die den ultimativen Traum von Netto-Null in die Realität umsetzen könnte. Ich kann nicht glauben, dass irgendein Klimakrisen-Skeptiker in dieser wichtigen Frage ins andere Lager wechseln könnte – die hauptsächlich eine politische Frage ist, aber die rationale Argumentation, die nötig ist, um herauszufinden, dass Net Zero mit oder ohne Kernkraftwerke unsinnig ist, ist wirklich elementare Wissenschaft und Wirtschaft.

Der wahre Kampf ist der gegen die Verrückten

Die Vereinnahmung der Wissenschaft und der Marke „Wissenschaft“ durch Klimaalarmisten war ein schwerer Schlag für die Zivilisation. Vor 30 Jahren hätte ich nicht geglaubt, dass so etwas passieren würde (die Welt sah sicherlich so aus, als ob sie für ein Jahrhundert oder länger eine langweilige Utopie im Stil der kapitalistischen USA der 1980er Jahre werden würde), aber es ist einfach passiert. Wir befinden uns in einer neuen Welt, in der andere Schlachten geschlagen werden, und die Bemühungen der Verrückten, ihre Idiotie und Lügen in der Wirtschaftspolitik durchzusetzen, sind jetzt wahrscheinlich der wichtigste Teil der klimabezogenen Auseinandersetzungen. Daher ist es vielleicht wichtiger denn je, dass einigermaßen vernünftige Menschen mit einer ausreichend einheitlichen Stimme sprechen, wenn es um die Politik geht.

Es ist BS, dass das CO₂ hinter den schlechten einzelnen Wetterereignissen oder -extremen steckt, und so ziemlich jeder versteht, dass 1-2 Grad Celsius (gleichmäßige) Erwärmung pro Jahrhundert an sich kein Problem sind, unabhängig von den Ursachen dieser hypothetischen Veränderung (meine Gewissheit, dass das CO₂ weniger als 1 Grad Celsius in einem Jahrhundert hinzufügt, ist nicht sehr sicher – aber ich denke auch, dass es keine sehr wichtige Frage für Anwendungen ist).

Pseudowissenschaftlicher Irrglaube: CO₂ hinter Wetterereignissen

Schrecklich ist, dass CO₂ auf irrationale Weise für Stürme und andere Dinge verantwortlich gemacht wird, die es auf der Erde seit Milliarden von Jahren gibt, und zwar ziemlich genau in der gleichen Verteilung (aber sie werden heutzutage viel globaler hochgespielt als früher), und selbst diese hochgradige Verrücktheit wird immer mehr zum Mainstream. Während die Leute CO₂ für die (sicherlich vorteilhafte, wenn sie wahr ist) Erwärmung „verantwortlich“ machen, scheint dies eine unumkehrbare Tatsache zu sein (zumindest bis zu dem hypothetischen Moment, in dem die Erwärmung wirklich in eine Abkühlung umschlägt, was sicherlich der Fall sein könnte, soweit ich das sagen kann, aber ich denke immer noch, dass eine gewisse Erwärmung in den nächsten Jahrzehnten etwas wahrscheinlicher ist), ist die Vorstellung, dass CO₂-Hexen hinter allen möglichen einprägsamen Wetterereignissen stecken, eine eher idiotische pseudowissenschaftliche Wahnvorstellung, die in den Augen der Öffentlichkeit und der politischen Entscheidungsträger noch widerlegt werden könnte.

Wir sollten es also trotzdem versuchen. Der Treibhauseffekt, auch wenn er wichtig ist, wirkt fast gleichmäßig über den gesamten Globus, über die Jahreszeiten und Tageszyklen hinweg. Er kann also nicht wirklich die Druckunterschiede und andere Variablen erhöhen, die dramatische lokale Phänomene wie Wirbelstürme auslösen. Die Vorstellung, dass einige Verbote für Verbrenner-Autos oder Einfamilienhäuser in Europa und Nordamerika die Zahl der zerstörerischen Wetterereignisse verringern werden, ist völlig falsch, und es ist wichtig genug, sich mit allen zusammenzutun, die noch verstehen, dass diese vorgeschlagene Politik falsch, verrückt und selbstmörderisch ist.“

Luboš Motl is a Czech physicist who was an assistant professor in physics at Harvard University. His scientific publications focused on string theory, and he is currently a visiting scholar at Rutgers.

Link: https://notrickszone.com/2023/11/07/czech-physicist-claims-net-zero-would-be-cheap-and-easy-are-completely-insane/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Der Klimawandel begann 1988 mit einem Temperatursprung

Josef Kowatsch, Matthias Baritz

  • Die Erwärmung begann erst 1987/88 mit einem Temperatursprung von 0,8 Grad
  • CO₂ nimmt seit 100 Jahren stark zu. Die Erwärmung setzte erst ab 1988 ein
  • Die Erwärmung ist seit 1988 tagsüber sehr stark und nachts deutlich geringer
  • Von 1947 bis 1987 wurde es tagsüber deutlich kälter.
  • Vollkommen unterschiedlicher Verlauf der Tag/Nachttemperaturen.
  • CO₂ zeigt keine erkennbaren Temperaturwirkungen in den DWD-Grafiken.

Vorweg: Grundsätzlich ist die physikalische Absorption und Emission von Gasen physikalische Realität und wird durch die Belege unseres Artikels nicht in Frage gestellt. Aber wie hoch ist die dadurch geglaubte Thermalisierung? Gibt es überhaupt eine? Von uns wird die beängstigende Höhe von 2 bis 4,5 Grad Klimasensitivität (je nach Klimamodell, hierbei handelt es sich um fiktive Modelle und nicht um Realität) wissenschaftlich hinterfragt und mit unseren Untersuchungen widerlegt. Insbesondere zeigt sich, dass keine Grundlage für einen sog. Klimanotstand und darauf aufbauende Verbote und Panikmache besteht.

Die meinungsbeherrschende und gut bezahlte Klimafolgenforschung und auch der DWD behaupten fälschlicherweise, dass der gesamte Temperaturanstieg der letzten 130 Jahre ausschließlich auf die Treibhausgase zurückzuführen wäre, hauptsächlich auf die stete CO₂-Atmosphärenzunahme. Die erste Grafik zeigt bereits, dass diese CO₂-Erwrämungsbehauptung falsch ist

Der Temperatursprung von 1987 auf 1988 und die Weitererwärmung

Grafik 1: Fast 100 Jahre bis 1987 keine Erwärmung, dann kam der Temperatursprung von einem dreiviertel Grad und anschließend die steile Weitererwärmung der deutschen Jahrestemperaturen.

Merke: Die neuzeitliche Klimaerwärmung begann erst 1988 durch einen Temperatursprung mit anschließender Weitererwärmung.

Dieser Temperatursprung ist in ganz Mittel- und Westeuropa nachweisbar. In Holland wurden die Gründe des Temperatursprunges genauer in dieser Arbeit untersucht

Im Vergleich dazu der kontinuierliche CO₂-Anstieg: (Quelle Umweltbundesamt)

Grafik 2: Zwischen Grafik 1 und Grafik 2 gibt es keinerlei Korrelation. CO₂ kann nicht 100 Jahre lang nichts bewirken, dann plötzlich aufwachen und anschließend, aufgeschreckt durch den IPPC eine starke Weitererwärmung bewirken. Solche Gaseigenschaften sind in Physik gänzlich unbekannt.

Anmerkung: Selbst aufgrund von physikalischen Grundlagen an den CO₂-Erwärmungseffekt glaubende Physiker sagen auch ganz deutlich, in 35 Jahren könnte die Klimasensitivität nur einen schwachen fast unmerklichen Erwärmungseffekt bewirken, der Betrachtungszeitraum wäre viel zu kurz. Allerdings sind die 100 Jahre Temperaturstillstand davor auch nicht erklärbar. Der CO₂-Atmosphärenanteil ist von damals 0,029%=290 ppm auf inzwischen 420 ppm gestiegen. Zumindest laut offizieller Erklärungen, basierend auf Messungen auf dem Mauna Loa. Und behauptet wird auch, – ohne jeden Beweis – dass allein der Mensch für diesen CO₂-Anstieg verantwortlich wäre.

Erkenntnis 1: Die Temperaturkurve der DWD-Temperaturen und von CO₂ verlaufen vollkommen unterschiedlich. CO₂ kann nicht der Temperaturhaupttreiber sein

Es gibt keine Klimakatastrophe durch sog. Treibhausgase und somit auch keinen Klimanotstand. Die deutsche Regierung mitsamt den Medien übertreiben maßlos, indem sie behaupten, die gesamte Erwärmung (seit 1987) wäre CO₂-bedingt

In Grafik 1 zeigten wir mittels der Original-Jahrestemperaturen des Deutschen Wetterdienstes (DWD), dass die Erwärmung Mitteleuropas erst 1987 mit einem Temperatursprung begann, also erst seit 36 Jahren.

Noch eindrucksvoller ist jedoch eine Grafik der DWD-Originaltemperaturen seit 1943, die zeigt erst recht, dass CO₂ auf das Temperaturgeschehen in Deutschland kaum einen Einfluss haben kann.

Grafik 3: Von 1943 bis 1987, also 45 Jahre vor dem Temperatursprung kühlten sich die Temperaturen Deutschlands ab. Der Temperatursprung von 1987 auf 1988 beträgt etwa 0,8 Grad. Ab 1988 gab es dann eine starke Weitererwärmung bis heute von 1,2 Grad. Macht zusammen 2 Grad ab 1987

Merke: Die Klimaerwärmung seit 1987 bis heute beträgt 2 Grad bei den DWD-Jahrestemperaturen.

Man vergleiche den Verlauf der CO₂-Anstiegskurve in Grafik 2 mit den Originaldeutschland-temperaturen des DWD seit 1943, dann kommen wir zu folgender Aussage.

Erkenntnis 2: CO₂ kann nicht der temperaturbestimmende Faktor sein. Das Gas kann nicht 45 Jahre lang kühlend wirken, dann auf Befehl des Weltklimarates plötzlich aufschrecken und seitdem stark erwärmend wirken. Solche Gaseigenschaften gibt es nicht.

Es gibt keine Klimakatastrophe durch sog. Treibhausgase und somit auch keinen Klimanotstand. Die deutsche Regierung mitsamt den Medien übertreiben maßlos.

Zur näheren Erläuterung: Die Politiker, die CO₂-Erwärmungsgläubigen, die selbst ernannten Experten der Öffentlich Rechtlichen, die Meteorologen und die Medien kennen die Grafik 3 mit dem starken Temperatursprung nicht. Aus ihrem Zeitgefühl heraus haben sie erfahren dürfen, dass die Erwärmung zugenommen hat. Von einem Temperatursprung wissen sie überhaupt nichts. Und so entsteht deren Aberglauben: Sie führen die gesamte Temperaturzunahme allein auf das Gas Kohlendioxid zurück, also den gesamten Anstieg von 2 Grad seit 1987 und suggerieren, der hätte von Jahr zu Jahr stetig zugenommen ähnlich wie die CO₂-Konzentrationen. Denn diese Keeling Kurve ist allgemein bekannt, aber nicht die Temperaturkurve von Grafik 3.

Bevor wir mit neuen Informationen fortfahren, verweisen wir für Erstleser auf die gute Zusammenfassung unserer bisherigen Arbeiten durch Herrn Michael Limburg.

Im folgenden Teil ergänzen wir die Grafik 3 durch den Verlauf der Tag/Nachtemperaturen Deutschlands im gleichen Zeitraum:

Unsere Schwierigkeit war, der DWD bietet keine Gesamt-Daten an, nur die von Einzelstationen. Bei einer Einzelstationen wäre somit ein Grafikbeginn 1943 möglich, weil etliche die T-max/, T-min Werte vor dem Kriegsende mitgemessen haben und auch 1945 nicht fehlt. Aber in der Summe? Es gibt viel weniger als 100 DWD-Stationen, auf die man zurückgreifen könnte und das wäre uns als DWD-Schnitt zu wenig.

Unser Autor M. Baritz hat sich in einer wahrlichen Sisyphusarbeit die monatelange Mühe gemacht und etwa 550 Stationen seit 1947 gefunden und addierend ausgewertet, wobei er sich stets am Tagesschnitt des DWD seiner 2000 Stationen orientiert hat. Ist dieser fast identisch, dann dürften auch die T-max und T-min Verläufe nahezu identisch sein.

Warum nur ca. 550  offizielle DWD Wetterstationen im Durchschnitt? Kommen bald noch welche dazu? Antwort: Nein, es gibt heute nicht mehr Stationen, die aktuelle Wetterdaten mit T-Min, T-Max anbieten. Und 1943 können wir erst recht nicht beginnen, denn aufgrund des Kriegsendes und der damit verbundenen neuen Außengrenzen würden seit 1943 weniger als 100 Stationen bis heute T-max und T-min mitmessen.  Bis 1947 hatte der DWD dann seit Messnetz geändert, neue Stationen an neuen Orten eröffnet, und wir können seit 1947 auf durchschnittlich ca. 550 Stationen durchgehend mit T-Min und T-Max zurückgreifen.

Die nächste Grafik zeigt somit den Zeitraum erst ab 1947 mit den Tag/Nachttemperaturen. Diese Grafik 4 ist die Grafik der Temperaturrealität für das heutige Deutschland

Grafik 4: Die beiden grauen Temperaturverläufe oben geben den Durchschnitt aller 365/366 T-Max-Werte für jedes Jahr an. Die beiden blauen Verläufe unten samt Steigung stehen für die Durchschnitte aller 365/366 T-Min-Werte jeden Jahres. Dazwischen in braun die Tagesmittelwerte aller Tage eines Jahres, gemessen nach der Mannheimer Methode oder später Stundenmittel oder sogar 10 Min.-Mittel.

Auswertung mit Überraschung:

  1. Von 1947 bis 1987 sind vor allem die Temperaturen tagsüber deutlich kälter geworden. Die Nachttemperaturen nicht.
  2. Die Schere der Steigungslinien schließt sich in diesem 40 Jahre Betrachtungszeitraum
  3. Alle drei Grafikverläufe zeigen den Temperatursprung von 1987 auf 1988
  4. Danach werden die Tage wärmer, siehe Steigungsformel, die Nachttemperaturen nicht.
  5. Die Schere der Tag/Nachttemperaturen öffnet sich seit 1988
  6. Diese Temperaturgrafik seit 1947 bis heute zeigt keinerlei Übereinstimmung mit der CO₂-Steigungsgrafik

Erkenntnis 3: Diese Grafik der Realität ist das endgültige „Aus“ für alle Behauptungen, CO₂ wäre der Haupttemperaturtreiber.

Man muss sich die tatsächliche Temperaturentwicklung Deutschlands seit 1947 schon zweimal ansehen. Temperatur-Veränderungen gab es eigentlich nur bei den Tagestemperaturen, die Nachttemperaturen blieben gleich, ab 1988 halt um 1 Grad höher. (blaue Steigungen) Und die Tagesmittel sind im Grunde nur der Schnitt zwischen Tag/Nacht.

Wichtig auch zu wissen, diese Grafik 4 gibt es nirgendwo beim DWD in seinen Veröffentlichungen!!! Der Deutsche Wetterdienst stellt nirgendwo die Aufschlüsselung von Tag/Nacht seit 1947 für Deutschland grafisch dar.

Merke: Nur die Temperaturen tagsüber haben sich seit 1947 in Deutschland geändert, zuerst 40 Jahre lang eine Abkühlung tagsüber, und nach dem Temperatursprung eine deutliche Erwärmung tagsüber.

Wäre CO₂ wie stets behauptet, der Haupttemperaturtreiber, dann müsste dieses Gas überall Tag wie Nacht gleich wirken, und folgt man dieser Hypothese des CO₂-Treibhausexperten Häckl, dann sogar nachts deutlich stärker als am Tage (Aufgestellt vor 3 Jahren). Natürlich hat Häckl für seine Hypothese keine Versuchsbeweise, einfach so nach der eignen Glaubenslogik dahergeschwätzt wie übrigens die ganze CO₂-Treibhaustheorie auf keine bestätigenden Versuchsbeweise für eine hohe Klimasensitivität und auf keinerlei technische Anwendungen zurückgreifen kann.

Die Realität ist: CO₂ kann nicht 40 Jahre lang bis 1987 tagsüber abkühlend wirken, dann einen Temperatursprung verursachen und ab 1988 dann stark erwärmend wirken. Und auch nur tagsüber. Solche Gaseigenschaften gibt es nicht.

Somit müssen viele andere Ursachen den deutschen Temperaturverlauf seit 80 Jahren bestimmen.

Und bei einer Einzelstation? Wir wählen Bremen an der Nordseeküste

Grafik 5: Die Wetterstation Bremen kühlt auch nachts im linken Zeitraum bis 1987 ab. Aus diesem Grund schließt sich die Schere zwischen Tag/Nacht im linken Zeitraum eigentlich nicht. Ab 1988 bis heute öffnet sich die Schere der Tag/Nachtsteigungen. Allerdings steigen auch nachts die Temperaturen leicht.

Die Station Bremen unterscheidet sich somit leicht vom DWD-Deutschlandschnitt, obwohl dort wie überall in Deutschland die CO₂-Konzentration gleich sind.

Weitere Überlegungen: Wäre CO₂ der alleinbestimmende Temperaturtreiber, dann müssten bei allen deutschen Wetterstationen die Tag/Nachtsteigungen dieselben Steigungsformeln haben. d.h. die Deutschlandabkühlung bis 1987 müsste dieselbe sein, ebenso die Erwärmung seit 1988. Um diese zu bestimmen, könnte man jede beliebige Station nehmen, egal ob mitten in der Stadt, am Flughafen oder mitten im Hotzenwald. Unterschiede dürfte es nur im Gesamtschnitt geben, je nach Meereshöhe der Station, aber nicht in der Steigungsformel. Um einen Deutschland-Temperaturschnitt zu erhalten bräuchte man keine 2500 DWD-Stationen, es würde eine genügen, die genau auf der Mittleren Meereshöhe der Deutschlandfläche steht, das sind etwa 260m Meereshöhe wie Stuttgart.

Die Temperaturdaten des Deutschen Wetterdienstes der letzten 80 Jahre zeigen: Es gibt keine Klimakatastrophe durch sog. Treibhausgase und somit auch keinen Klimanotstand. Die deutsche Regierung mitsamt den Medien übertreiben maßlos. Die Temperaturverläufe Deutschlands wurden in den letzten 80 Jahren von vollkommen anderen Ursachen bestimmt.

Deshalb ist auch diese vom Mainstream verkündete Definition von Klimawandel falsch: Der Begriff Klimawandel bezeichnet langfristige Temperatur- und Wetterveränderungen, die hauptsächlich durch menschliche Aktivitäten verursacht sind, insbesondere durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe

Richtig ist der erste Teil der Definition, falsch ist der Schluss: „insbesondere durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe“

Tatsächliche Ursachen der 2 unterschiedlichen Temperaturverläufe:

Welche Gründe den abkühlenden Temperaturverlauf tagsüber in den vier Jahrzehnten bis 1987 bestimmten, das zu ergründen wäre eine Aufgabe der teuer bezahlten Klimaforscher beim PIK und bei den Medien, aber auch von den Meteorologen beim Deutschen Wetterdienst. Und diese Erklärungen müssen wir einfordern. Wir Autoren bieten für diesen Zeitraum noch keine Erklärungen an. Gerne warten wir auch auf die vermuteten Anregungen aller Leser dieses Artikels, also warum wurden die T-Max bis 1987 kälter?

Was hingegen die plötzliche Änderung des Klimas ab 1987 in Mittel- und Westeuropa herbeiführte, das haben wir des öfteren schon beschrieben, z.B. hier.

In aller Kürze nochmals wiederholt:

1) Die Umstellung der Luftzufuhr von NW auf SW -Wetterlagen, also auf südliche Windrichtungen in ganz Mittel- und Westeuropa

2) Laut DWD die Zunahme der Sonnenstunden seit 1988,

3) Laut DWD die Abnahme der Bewölkung

4) Stetige Zunahme der Wärmeinselflächen in Deutschland, dazu gehören:

4a) Die ständige weitere Bodenversiegelung und Asphaltierung einstiger Grünflächen, die Städte und Gemeinden fressen sich in die grüne Landschaft hinein – derzeit 60 ha je Tag in Deutschland, siehe Versiegelungszähler, Stand: 50 796 km2 von 358 000 km2

4b) Die ständige Trockenlegung Deutschlands in Feld, Wald, Wiesen und Fluren durch Drainagen und Entwässerungsgräben. Das Wasser der einst viel nässeren deutschen Sumpf-Landschaften landet im Meer. Damit wird Deutschland im Sommer zu einer Steppe. Es fehlt zunehmend die kühlende Verdunstung an heißen Sommertagen. Insbesondere die Tmax tagsüber steigen kontinuierlich. Die gesetzlichen Luftreinhaltemaßnahmen seit 40 Jahren verstärken diesen Prozess.

6) Die AMO-Warmphase, die aber auch zyklisch ein Ende finden wird.

7) Die Verringerung der Albedo seit 30 Jahren, dadurch wird weniger Sonnenenergie ins Weltall zurückreflektiert.

Fazit: Ohne die Zunahme der Wärmeinselerwärmung wäre die Erwärmung seit 1988 viel moderater ausgefallen: Diesen moderaten Anstieg zeigen wir anhand der Wetterstation der zwar wachsenden Stadt Rosenheim, jedoch steht die Wetterstation außerhalb in den Innwiesen. Sie wurde im Betrachtungszeitraum zwar einige Male versetzt, jedoch immer innerhalb eines kleinen Raumes. Der DWD behauptet, er würde kleinräumige Versetzungen ausgleichen. Es handelt sich um eine WI-arme Wetterstation:

Grafik 6: Wärmeinselarme Wetterstationen außerhalb der Ansiedlungen wie Rosenheim haben sich nach dem Temperatursprung, also ab 1988 nur moderat weitererwärmt. Tagsüber viel stärker. Die Nachttemperaturen sind sogar fallend. (nachts wurde es kälter)

Abschätzung der WI-effekt Größe. Das ist die Differenz der beiden (braunen) Steigungslinien. Erg: Die WI-effekt Erwärmung seit 1988 beträgt mindestens 0,7°C zwischen Rosenheim und dem DWD Schnitt.

In dieser WI-differenz ist auch die scheinbare statistische DWD-Erwärmung durch Stationsaustausch der letzten 30 Jahre enthalten

Grundforderung von uns Natur- und Umweltschützern:

Die werbemäßig geplante und regierungsgewollte CO₂-Klimaangstmacherei vor einer angeblichen Erdüberhitzung muss sofort eingestellt werden.

Wir sind deshalb gegen teure technische CO₂-Reduzierungsmaßnahmen, die dem Klima nichts nützen, sondern der Natur und Umwelt oft zusätzlich schaden. Wir lehnen auch jede Luftbesprühung aus Flugzeugen mit weißen Chemikalien-Staubwolken ab, um die Sonneneinstrahlung zu reflektieren und die Albedo wieder zu vergrößern.

Was man gegen heiße Sommertage und gegen die Trockenlegung Deutschlands vorgehen sollte, haben wir hier in 15 Punkten beschrieben.

Aber diese Hilfsmaßnahmen, die tatsächlich helfen, würden der CO₂-Treibhaustheorie widersprechen, deshalb entscheidet sich die Politik lieber für die teure CO₂-Bodenverpressung oder CO₂ aus der Luft ausfiltern und andere vollkommen sinnlose Maßnahmen zur CO₂-Reduktion. Unsere Vorschläge würden nicht nur helfen, sondern wären zugleich ein Beitrag zum Naturschutz, die Vielfalt und die Ökologie der Landschaft würde sich verbessern.

Wir brauchen mehr CO₂ in der Atmosphäre

Eine positive Eigenschaft hat die CO₂-Zunahme der Atmosphäre. Es ist das notwendige Wachstums- und Düngemittel aller Pflanzen, mehr CO₂ führt zu einem beschleunigten Wachstum, steigert die Hektarerträge und bekämpft somit den Hunger in der Welt. Ohne Kohlendioxid wäre die Erde kahl wie der Mond. Das Leben auf der Erde braucht Wasser, Sauerstoff, ausreichend Kohlendioxid und eine angenehm milde Temperatur. Der optimale CO₂-gehalt der Atmosphäre liegt etwa bei 800 bis 1000ppm, das sind 0,1%. Nicht nur für das Pflanzenwachstum, also auch für uns eine Art Wohlfühlfaktor. Von dieser Idealkonzentration sind wir derzeit weit entfernt. Das Leben auf der Erde braucht mehr und nicht weniger CO₂ in der Luft. Untersuchungen der NASA bestätigen dies (auch hier) Und vor allem dieser Versuchsbeweis.

Das Leben auf dem Raumschiff Erde ist auf Kohlenstoff aufgebaut und CO₂ ist das gasförmige Transportmittel, um den Wachstumsmotor Kohlenstoff zu transportieren. Wer CO₂ vermindern will, versündigt sich gegen die Schöpfung dieses Planeten.

Es wird Zeit, dass endlich Natur- und Umweltschutz in den Mittelpunkt des politischen Handelns gerückt werden und nicht das teure Geschäftsmodell Klimaschutz, das keinerlei Klima schützt, sondern über gesteuerte Panik- und Angstmache auf unser Geld zielt. Gegen die Terrorgruppe „letzte Generation“ muss mit allen gesetzlichen Mitteln vorgegangen werden, da die Gruppe keine Natur- und Umweltschützer sind, sondern bezahlte Chaosanstifter. Abzocke ohne Gegenleistung nennt man das Geschäftsmodell, das ähnlich wie das Sündenablassmodell der Kirche im Mittelalter funktioniert – ausführlich hier beschrieben.

Josef Kowatsch, Naturbeobachter, aktiver Naturschützer, unabhängiger, weil unbezahlter Klimaforscher Matthias Baritz, Naturwissenschaftler und Umweltschützer.

 




USA: Aktivisten an der Basis gewinnen Schlachten gegen mächtige Grüne!

Tom DeWeese

„Die Kräfte der Linken sind einfach zu groß und mächtig. Es gibt keine Möglichkeit, sie zu stoppen. Wir sind von dem Prozess ausgeschlossen. Unsere gewählten Vertreter wollen uns einfach nicht zuhören!“ Das ist es, was ich jeden Tag von Aktivisten höre, die wirklich für die Freiheit eintreten wollen – aber stattdessen in ihrer Niederlage nach unten schauen.

STOP IT!!! Wir haben soeben einen großen Sieg in Iowa errungen, da die Navigator Heartland Greenway angekündigt hat, dass sie ihren Antrag bei der Iowa Utilities Board zum Bau der Carbon Capture Pipeline zurückzieht. Dies ist ein direktes Ergebnis engagierter Basisaktivisten, die sich wehrten und den Schutz ihres Privateigentums vor einem arroganten und mächtigen Privatunternehmen forderten, das nicht glaubte, dass einfache Bürger es aufhalten könnten.

Im vergangenen Jahr hatte ich das Vergnügen, mit einigen der engagiertesten Aktivisten in Iowa, South Dakota, North Dakota, Minnesota und Nebraska zusammenzuarbeiten, um das idiotischste Umweltprojekt aller Zeiten zu stoppen: CO₂ unter dem Vorwand, den Planeten vor der globalen Erwärmung zu schützen, im Boden zu vergraben. Ich sage idiotisch, weil CO₂ kein Schadstoff ist, sondern eine natürliche und notwendige Nahrungsquelle für unsere Pflanzen. Jeder echte Umweltwissenschaftler weiß das. Nur gierige Konzerne, die sich mit unseren Steuergeldern die Taschen füllen wollen, und politische Eiferer, die eine radikale Agenda durchsetzen wollen, unterstützen solche Lügen.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

In North Dakota verweigerten die staatlichen Aufsichtsbehörden auf Bitten von Landwirten einem anderen Unternehmen, nämlich Summit Carbon Solutions, die Genehmigung für die Verlegung einer Pipeline zur Kohlendioxidabscheidung, da es damit drohte, privates Ackerland für das Projekt zu beschlagnahmen. Minnesota erwägt ähnliche Maßnahmen.

Als sich der Widerstand gegen die beiden Pipeline-Projekte, welche die fünf Bundesstaaten auf einer Länge über 3000 km durchqueren sollen, und gegen die drohende Beschlagnahmung tausender Hektar lebenswichtiger privater landwirtschaftlicher Nutzflächen formierte, begannen die politisch verbundenen Konzerne, sich in arroganter Weise gegen ihre Gegner zu stellen. Zunächst versuchten die Konzerne, öffentliche Versammlungen abzuhalten, um „der Bevölkerung den wahren Zweck der Pipeline nahe zu bringen“. Doch fast jede Versammlung in jedem betroffenen Bundesstaat war überfüllt mit Bürgern, die sich vehement gegen den Plan aussprachen.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Ich bin persönlich durch Iowa und South Dakota gereist und habe die Menschen vor Ort aufgefordert, sich zu wehren. Ich habe darauf bestanden, dass die Bürgermeister und Landräte sich für den Schutz der Eigentumsrechte ihrer Bürger einsetzen. Viele der gewählten Lokalpolitiker reagierten daraufhin und wurden aktiv. Zwei Landkreise in Süddakota (Brown und Spike) erließen befristete Moratorien, die Baugenehmigungen verhinderten. In North Dakota verabschiedete ein anderer Landkreis einen Beschluss, der den Bau von Gebäuden untersagte, es sei denn, 100 Prozent der betroffenen Grundstückseigentümer erklärten sich freiwillig damit einverstanden, dass ihr Eigentum enteignet wird.

Offensichtlich wurden die Unternehmen nervös und beschlossen offenbar, dass es genug sei und der Widerstand gestoppt werden müsse. In diesem Moment kam es im Landkreis Brown, South Dakota, zu einem schockierenden Vorfall. Sogenannte Vermesser von Summit Carbon Solutions tauchten plötzlich und unangemeldet auf dem Grundstück des Landwirts Jared Bossly aus dem Landkreis Brown auf, einem entschiedenen Gegner der Pipeline. Jared hat die Vermessungsingenieure weder getroffen noch direkt mit ihnen gesprochen, aber sie sind über sein Privatgrundstück gelaufen, einschließlich seines kleinen Hofladens und anderer Bereiche, die nichts mit der geplanten Pipelinetrasse zu tun haben, die das Grundstück durchqueren soll. Nachdem sie gegangen waren, berichteten die Vermesser, dass Bossly sie mit dem Leben bedroht habe. Es kam zu einer Gerichtsverhandlung, in der Bossly zwar nicht der Bedrohung für schuldig befunden wurde, aber der Richter erließ eine einstweilige Verfügung gegen ihn, die ihm das Recht verwehrte, mit den Mitarbeitern von Summit in Kontakt zu treten, wenn diese erneut sein Grundstück betreten sollten.

Dann, zwei Wochen später, passierte es. Summit schickte ein weiteres Team auf sein Grundstück, komplett mit bewaffneten Wachen und riesigen Geräten, die 90 Fuß große Löcher in seinen Boden bohren sollten. Sie fuhren mit diesem Monstergerät über seine Sojabohnen- und Maiskulturen und beschädigten sie. Summit hat nie eine Erklärung für den Zweck der Aktion oder den Grund für das Ausheben des tiefen Lochs gegeben.

Der wahre Zweck lag jedoch auf der Hand: Einschüchterung. Nicht nur als Warnung an Jared Bossly, seinen Widerstand gegen die Pipeline aufzugeben, sondern auch an alle anderen Gegner des Projekts. Die Botschaft an alle Landwirte war klar: Wenn ihr so weitermacht, wird es euch genauso ergehen.

Wenn es wirklich der Plan von Summit war, die Opposition einzuschüchtern und zum Schweigen zu bringen, ist der Schuss auf spektakuläre Weise nach hinten losgegangen. Das Vorgehen gegen Bossly erzürnte die Farmer, und sie versammelten sich in der Hauptstadt des Bundesstaates South Dakota, hielten eine Kundgebung mit mehreren hundert Teilnehmern auf den Stufen der Hauptstadt ab und reichten mehr als 2000 Petitionen ein, in denen sie den Schutz ihres Eigentums vor den Maßnahmen von Summit forderten. Mehrere Abgeordnete des Bundesstaates nahmen sich der Sache an und halfen dabei, andere Abgeordnete des Bundesstaates unter Druck zu setzen, sich der Sache anzuschließen, da sie landesweit in den Medien Beachtung fand.

Nun, da die Bürger vor Ort erfahren haben, dass sie nicht Gefangene der Pläne dieser privaten Unternehmen sind, ist der Widerstand weiter gewachsen. Offensichtlich hat Navigator CO₂ Ventures erkannt, dass es aussichtslos ist, das Projekt voranzutreiben, und hat daher sein Pipeline-Projekt gestrichen. Darüber hinaus hat Summit eine zweijährige Verzögerung seiner Pipelinepläne angekündigt. Der Nachrichtendienst Reuters kommentierte diese Maßnahmen mit den Worten: „Die Absage eines der größten Projekte seiner Art ist ein Rückschlag für die Entwicklung von Projekten zur Kohlenstoffabscheidung und -speicherung (CCS) in den USA, die eine Säule der Klimastrategie von Präsident Joe Biden sind…“ Diese Aussage ist eine große Offenbarung, dass die radikale grüne Agenda gestoppt werden kann.

[Kursiv im Original]

Diese Aktionen haben sich in den fünf betroffenen Staaten zu einem großen Schlachtruf der Opposition entwickelt. Die Einheimischen müssen jedoch diese Warnung beherzigen: Jetzt ist nicht die Zeit, sich mit einem Siegeslächeln auf dem Gesicht zurückzulehnen. Sie sollten sich darüber im Klaren sein, dass hinter diesem Vorhaben immer noch eine riesige Menge Geld und Macht steht, die nicht so leicht aufgeben will. Summit sagt, dass sie ihre Pläne um ein paar Jahre verschieben, aber auch, dass sie „gut positioniert sind, um weitere Anlagen und Gemeinden in unser Projekt einzubeziehen“. Mit anderen Worten: Sie sind noch nicht fertig! Wachsamkeit und ständige Forderungen nach Maßnahmen der Regierung sind jetzt das Gebot der Stunde. Lassen Sie nicht zu, dass Summit ein neues Abkommen durchdrückt. Sie müssen mit dem unnachgiebigen Widerstand der Anwohner rechnen.

Gleichzeitig wächst im ganzen Land der Widerstand gegen die Übervorteilung durch die [US-]Bundesregierung. Der Kampf gegen die Carbon Capture Pipeline ist eines der sichtbarsten Beispiele für Erfolge, die in letzter Zeit von lokalen Aktivisten erzielt wurden. Aber es gibt noch mehr. Arkansas hat gerade ein Gesetz verabschiedet, welches das kommunistische China daran hindert, Land in diesem Staat zu besitzen. Weitere Bundesstaaten erwägen solche Maßnahmen. Nach zehnjährigen Bemühungen ist es lokalen Aktivisten endlich gelungen, Tennessee dazu zu bewegen, sich Alabama anzuschließen und ein Gesetz gegen die Agenda 21 und die Net-Zero-Politik zu verabschieden. Weitere Bundesstaaten ziehen dies nun in Erwägung. Viele Organisationen im ganzen Land unterrichten jetzt lokale Aktivisten und staatliche Gesetzgeber darin, sich auf die Nichtigkeitserklärung zu berufen, um verfassungswidrige Bundesgesetze zu blockieren. In der Zwischenzeit führt CFACT (Committee for a Constructive Tomorrow) eine erfolgreiche Kampagne durch, um den Bau von Offshore-Windtürmen zu verhindern, die das Leben im Meer einschließlich der Wale gefährden. In Zusammenarbeit mit seinen Verbündeten ist es CFACT bereits gelungen, etwa ein Drittel von Bidens Plänen zur Errichtung von Offshore-Windparks vorläufig zu stoppen. Und meine eigenen Bemühungen, Freedom Pods für lokale Aktionen zu bauen, zeigen Wirkung!

Nehmen Sie einen Sieg nach dem anderen, aber hören Sie nicht auf. Die Bürger vor Ort müssen ein Zeichen setzen, dass sie nicht klein beigeben und diesen Angriff auf ihre Eigentumsrechte hinnehmen werden. Machen Sie deutlich, dass diese Kräfte diese Grenze besser nicht überschreiten sollten. Fordern Sie weiterhin, dass die Regierungen der Gemeinden, Landkreise und Bundesstaaten strenge Gesetze erlassen, um die Rechte der Menschen zu schützen, die sie vertreten. Wie Rocky Balboa bekanntlich sagte: „So gewinnt man!“

Autor: Tom DeWeese joins CFACT as one of the nation’s leading advocates of individual liberty, free enterprise, property rights and back-to-basics education.

Link: https://www.cfact.org/2023/11/07/grassroots-activists-winning-battles-against-powerful-greens/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Gab es um 1988 einen Klimasprung in Deutschland?

Seitdem erleben wir einen neuen Höhepunkt unserer Warmzeit (Holozän) – das Neuzeitliche Klimaoptimum hat begonnen!

Stefan Kämpfe

Der geschmähte aktuelle Klimawandel, genauer eine Klimaerwärmung, erweist sich beim Rückblick selbst nur in die jüngste Erdgeschichte als Normalität, der wir uns, ob wir wollen oder nicht, anpassen müssen. Bis in die 1980er Jahre standen die Zeichen eher auf Abkühlung – doch mit dem letzten Jahresdrittel 1987 begann der Umschwung. Seitdem herrscht Erwärmung – doch nicht alle Monate und Jahreszeiten sind davon gleichermaßen betroffen.

Für einen Klimasprung gibt es zwar keine exakte wissenschaftliche Definition – aber durchaus objektive Kriterien

Auf die Tatsache, dass seit 1988 ein anderes Klimaregime in Deutschland herrscht, deuten folgende Fakten und Indizien hin:

Trendumkehr der Lufttemperaturentwicklung von Stagnation bis leichter Abkühlung hin zu deutlicher Erwärmungstendenz.

Der eigentliche Sprung zeigt sich nicht unbedingt mit dem größten Temperaturanstieg des Folgejahres zum Vorgängerjahr, sondern er beginnt mit dem Zeitpunkt, ab dem die von Jahr zu Jahr auftretenden Differenzen ihr Verhalten ändern – im Falle einer einsetzenden Erwärmung überwiegen ab dem Sprung positive Differenzen.

Der Erwärmungszeitraum sollte, schon um als statistisch relevant zu gelten, mindestens 25 bis 30 Jahre umfassen; diese sind nun reichlich vergangen. Seitdem fehlen längere, sehr kalte Perioden, wie sie letztmalig zwischen Januar und August 1987 aufgetreten sind, während die warmen Phasen immer häufiger und länger wurden.

Geänderte Großwetterlagenhäufigkeiten und eine deutlich zunehmende Sonnenscheindauer begleiteten die Temperaturänderung nahezu zeitgleich. Betrachten wir zunächst die Temperaturentwicklung im Jahresmittel (Deutsches Flächenmittel) genauer. Halbwegs vertrauenswürdige Daten liegen seit 1881 vor. Die seitdem eingetretene Erwärmung betrug 2,1 K (°C), doch sie vollzog sich nicht gleichmäßig.

Abbildung 1: Verlauf der Jahresmitteltemperaturen im Deutschland-Mittel seit 1881 mit drei Entwicklungsphasen. Einer ersten, bis 1948 dauernden merklichen Erwärmung folgte eine fast 40ig-jährige Phase mit geringer Abkühlung; seit dem Jahre 1988 setzte eine starke Erwärmung ein; die bis heute anhält. In den gesamten 142 Jahren der Reihe betrug der Temperaturanstieg reichlich 2,1 Kelvin (°C) – bei enorm steigenden CO₂-Konzentrationen. Mit WI-Bereinigung hätte es eine geringere Jahres-Erwärmung um ca. 1,6 Kelvin gegeben. Zur Beachtung: Die Grafik zeigt KEINE Klimasensitivität der CO₂-Konzentration; sie verdeutlicht lediglich, dass die von etwa 290 auf etwa 418 ppm steigende CO₂-Konzentration über lange Zeiträume nicht gut zur Temperaturentwicklung passt.

In einem zweiten Schritt wurden nun die Temperaturdifferenzen von Jahr zu Jahr seit 1882 minus 1881 errechnet und mit einem 21-jährigen, endbetonten Gleitmittel dargestellt.

Abbildung 2: Differenzen der Jahresmitteltemperaturen, jeweils Jahr minus Vorjahr, 1882-1881 bis 2022-2021. Der rote Balken markiert die Null-Linie (keine Differenz), die schwarze, fette Linie ist das 21ig-jährige Gleitmittel der Differenzen. Man erkennt bei genauem Hinsehen, dass diese ab den späten 1980er Jahren meist über der Null-Linie lagen, was auf Erwärmung hindeutet.

Anschaulicher lässt sich das Temperaturverhalten anhand des zentrierten, 21-ig jährigen Gleitmittels darstellen. Dieses wurde errechnet und dann alleine in einer Grafik dargestellt.

Abbildung 3: Verlauf der zentrierten 21ig-jährigen Gleitmittel der Jahrestemperaturdifferenzen, diese beginnen rechnerisch mit der von 1892 minus 1891 und enden mit der von 2012 minus 2011. Der rote Balken markiert wieder die Null-Linie; ein Polynom zweiten Grades (olivgrün) wurde den Gleitmitteln angepasst, auch wenn es die zeitlichen Abläufe etwas verzerrt und übersteigert. An dessen „Schieflage“ (keine exakte Symmetrie) erkennt man, dass der Temperaturanstieg zu Beginn der Messreihe viel geringer war, als der aktuelle im späten 20. und im bisherigen 21. Jahrhundert; dazwischen liegt die schon bekannte Stagnations- oder Abkühlungsphase.

Doch wie außergewöhnlich war die aktuelle Erwärmungsphase bei einem Blick in die fernere Vergangenheit? Mit gewissen Abstrichen an Qualität und Verlässlichkeit liegen Jahresmitteldaten für Deutschland noch bis mindestens 1761 zurück; Näheres hier. Nach derselben Vorgehensweise wie in Abbildung 3 sieht das 21-jährige Gleitmittel der Jahres-Differenzen, diesmal mit einem Polynom sechsten Grades, so aus:

Abbildung 4: Verlauf der zentrierten 21-jährigen Gleitmittel der Jahrestemperaturdifferenzen, diesmal mit den Daten bis 1761 ermittelt. In den letzten etwa 250 Jahren gab es keine auch nur annähernd so starke Erwärmungsphase wie in der Gegenwart.

Das jahreszeitliche Temperaturverhalten

Zunächst werfen wir einmal einen Blick auf die Lineartrends der einzelnen, jeweils meteorologischen Jahreszeiten seit 1988. Man erkennt, dass sich unser Neuzeitliches Klimaoptimum (bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt) durch eine starke sommerlich-herbstliche Erwärmung auszeichnet, während sich der Winter nach dem Klimasprung nur noch geringfügig und der Frühling sich praktisch kaum erwärmte.

Abbildung 5: Temperaturentwicklung (DWD-Flächenmittel) der Meteorologischen Jahreszeiten in Deutschland seit 1988; Daten bis Oktober 2023 vorliegend; Herbst 2023 konservativ auf 11,8°C geschätzt. Zur besseren Darstellung in einer Grafik wurden die Winter-Mittel um 5 K (°C) angehoben und die Sommer-Mittel um 6K abgesenkt; Gang und Trend werden dadurch nicht verändert. Man achte auf die fast fehlende Frühlings- und die geringe Winter-Erwärmung, während sich Sommer und Herbst enorm erwärmten!

Eine Betrachtung des Temperaturverhaltens der einzelnen Jahreszeiten kann nicht ohne einen Blick auf mögliche Temperaturtreiber erfolgen, das wären die NAO (nur im Winter bedeutsam), die AMO (vorrangig im Sommer und Herbst bedeutsam), die Sonnenscheindauer und die Großwetterlagen sowie die Bewölkungs- und Nebelverhältnisse. Beginnen wir mit dem Winter. Ab dem Winter 1987/88 häuften sich plötzlich Großwetterlagen mit westlichem Strömungsanteil, welche in dieser Jahreszeit sehr milde, ozeanische Luftmassen nach Deutschland lenken. Der winterliche Temperatursprung in das Neuzeitliche Klimaoptimum fällt exakt mit der plötzlichen Häufung dieser westlichen Lagen zusammen.

Abbildung 6: Verlauf der Wintertemperaturen (DWD-Mittel, hellblau) und der Häufigkeit der Großwetterlagen nach HESS/BREZOWSKY mit westlichem Strömungsanteil in Tagen je Winter. Der senkrechte, grüne Balken markiert den Winter 1987/88, in welchem sich der deutlichste Klimasprung aller Jahreszeiten vollzog. Seitdem blieb das Häufigkeitsniveau der westlichen Lagen sehr hoch, nahm aber kaum noch zu, was den verhaltenen Anstieg der Winter-Werte seit 1988 erklärt; siehe Abb. 5. Umrechnung der Temperaturen und Häufigkeiten der Großwetterlagen in Indexwerte, um sie besser in einer Grafik zu veranschaulichen.

Weil sich der Klimasprung im Winter von allen Jahreszeiten am deutlichsten zeigt, soll er noch etwas näher betrachtet werden. Analog zur Vorgehensweise für das Jahr, wurden die Differenzen Winter minus Vorwinter gebildet und daraus die 21ig-jährigen, zentrierten Gleitmittel berechnet. Selbiges wurde mit den NAO-Werten durchgeführt; Näheres zur NAO, der Nordatlantischen Oszillation, siehe hier.

Abbildung 7: Verlauf der zentrierten 21ig-jährigen Gleitmittel der Wintertemperaturdifferenzen; Vorgehens- und Darstellungsweise wie in Abb. 3.

Abbildung 8: Verlauf der zentrierten 21ig-jährigen Gleitmittel der Winter- NAO-Differenzen; Vorgehens- und Darstellungsweise wie in Abb. 3 und 6.

Die NAO-Werte verhalten sich also ähnlich, wie die winterlichen Westlagen-Häufigkeiten und die deutschen Wintertemperaturen. Die Frage, warum sich der Frühling seit 1988 als einzige Jahreszeit praktisch gar nicht erwärmte, beantwortet ein Blick auf die Häufigkeitsentwicklung der im Lenz am stärksten erwärmend und am stärksten kühlend wirkenden Großwetterlagen-Cluster.

Abbildung 9: Zwar nahm im Frühling die Häufigkeit der stark erwärmend wirkenden Süd- und Zentralhochlagen ab den 1980er Jahren zunächst stark zu, doch seit den 2010er Jahren werden sie wieder seltener, während sich die kühlend wirkenden Lagen mit Nordanteil wieder leicht häufen. Großwetterlagen nach HESS/BREZOWSKY klassifiziert.

Der kräftige, aktuelle Temperaturanstieg der Sommer- und Herbsttemperaturen zeigt sich sehr eindrucksvoll anhand der 21ig-jährigen Gleitmittel aus den Temperaturdifferenzen Sommer minus Vorsommer und Herbst minus Vorherbst.

Abbildung 10: Verlauf der zentrierten 21ig-jährigen Gleitmittel der Sommertemperaturdifferenzen; Vorgehens- und Darstellungsweise wie in Abb. 3.

Abbildung 11: Verlauf der zentrierten 21ig-jährigen Gleitmittel der Herbsttemperaturdifferenzen; Vorgehens- und Darstellungsweise wie in Abb. 3.

Man achte in den beiden letzten Abbildungen auf die deutliche Asymmetrie der angepassten Polynom-Funktionen zweiten Grades; diese deutet auf die Dominanz der aktuellen Erwärmung hin; frühere Erwärmungsphasen waren von untergeordneter Bedeutung. Es liegt nahe, für beide Jahreszeiten einmal die AMO zu betrachten, Näheres zur AMO hier.

Abbildung 12: Verlauf des AMO-Index (grün), des DWD-Flächenmittels der Lufttemperatur (golden) und der Häufigkeit der Großwetterlagen mit südlichem Strömungsanteil im Sommer. Aktuell weisen alle Größen absolute Höchstwerte auf. Umrechnung aller Größen in Indexwerte, um sie besser in einer Grafik zu veranschaulichen. AMO-Werte werden leider seit 2023 nicht mehr veröffentlicht. Großwetterlagen nach HESS/BREZOWSKY klassifiziert.

 

Abbildung 13: Verlauf des AMO-Index (grün), des DWD-Flächenmittels der Lufttemperatur (braun) und der Häufigkeit der Großwetterlagen mit südlichem Strömungsanteil im Herbst. Aktuell weisen alle Größen – genau wie im Sommer, absolute Höchstwerte auf. Umrechnung aller Größen in Indexwerte, um sie besser in einer Grafik zu veranschaulichen. AMO-Werte werden leider seit 2023 nicht mehr veröffentlicht. Großwetterlagen nach HESS/BREZOWSKY klassifiziert.

Zur Beachtung: Im Sommer und Herbst lässt sich der Klimasprung, anders als im Jahr, im Winter und im Frühjahr, nur ungenau ermitteln. Im Sommer war das entweder schon mit dem Sommerpaar 1982 und 1983 oder erst 1992 der Fall, im Herbst um 1994.

Der Klimasprung 1988 – auch bei Globalstrahlung, Sonnenscheindauer und Nebelhäufigkeit

Da Daten zur Globalstrahlung für lange Zeiträume fehlen, diese aber sehr eng mit der Sonnenscheindauer korreliert, wird im Folgenden nur Letztere betrachtet. Über die stark erwärmende Wirkung der auffällig zunehmenden Globalstrahlung und Sonnenscheindauer, vor allem im Sommerhalbjahr und im Sommer, wurde schon oft berichtet. Ein DWD-Flächenmittel der Sonnenscheindauer für Deutschland liegt immerhin seit 1951 vor; schon im Jahresmittel erkennt man die Zunahme der Sonnenstunden seit den späten 1980er Jahren.

Abbildung 14: Entwicklung der jährlichen Sonnenstunden 1951 bis 2022 in Deutschland mit 9-jährigem, endbetontem Gleitmittel. Einer anfangs recht sonnenscheinreichen Phase zum Ausklang der Mitte des 20. Jahrhunderts folgte die Depression der 1960er bis 1980er Jahre; ab 1988 begann eine merkliche Zunahme.

Nur im Sommerhalbjahr, also von April bis September, beeinflusst die Sonnenscheindauer das Temperaturverhalten signifikant positiv.

Abbildung 15: Entwicklung der Sonnenstunden im Sommerhalbjahr (SHJ) 1951 bis 2023 und der Temperaturmittel des Sommerhalbjahres in Deutschland mit 9-jährigem, endbetontem Gleitmittel. Auch hier erkennt man die merkliche Zunahme ab 1988. Der statistische Zusammenhang zwischen Sonnenscheindauer und Lufttemperaturen ist in diesem Betrachtungszeitraum signifikant; fast zwei Drittel der Temperaturvariabilität werden von der Sonnenscheindauer bestimmt. Zur besseren Visualisierung in einer Grafik wurden die Werte der Sonnenscheindauer in Indexwerte umgerechnet.

Weil die Sonnenscheindauer stark von den Bewölkungsverhältnissen und der Lufttrübung (Nebel) beeinflusst wird, lag es nahe, auch diese in die Betrachtungen über den Klimasprung einzubeziehen; doch liegen dafür keine deutschen Flächenmittel, sondern bloß Daten der Einzelstationen vor. Zudem wurde die Bewölkung nur im Gesamtmittel erfasst; nicht aufgeschlüsselt nach tiefen, mittelhohen und hohen Wolken (besonders Letztere sind oftmals so durchscheinend, dass trotz ihrer Existenz Sonnenstunden registriert werden). An der Station Potsdam reichen die Erfassung der Sonnenscheindauer und der Bewölkung bis 1893 zurück; die Registrierung der Nebeltage endet leider mit dem Jahre 2019.

Abbildung 16: Entwicklung des Himmels-Bedeckungsgrades mit Wolken in Achteln und der Sonnenscheindauer im Jahresmittel an der DWD-Station Potsdam 1893 bis 2022 jeweils mit 11-jährigen, endbetonten Gleitmitteln. Man achte einerseits wieder auf die hohe Sonnenscheindauer zur Mitte des 20. Jahrhunderts und gegenwärtig sowie auf den nur mäßigen, negativen Zusammenhang zwischen Bedeckungsgrad und Besonnung. Warum dieser von 1988 bis 2022 deutlich enger wurde, bedarf einer Klärung. Die Besonnung ist hier in durchschnittlichen Stunden pro Jahrestag dargestellt.

Abbildung 17: Entwicklung der Häufigkeit der Nebeltage an der DWD-Station Potsdam 1893 bis 2019. Die Daten sprechen für sich und sind, mit gewissen Abstrichen, auf Gesamt-Deutschland übertragbar. Noch nie seit der Deutschen Kaiserzeit war die Luft dauerhaft sauberer und nebelärmer, als gegenwärtig, was aber auch eine merkliche Erwärmung tagsüber zur Folge hatte. Leider endet der Datensatz mit 2019, weil Potsdam seitdem keine Säkularstation mehr ist; Näheres dazu hier.

Überraschung: Abkühlung statt Erwärmung in höheren Luftschichten seit 1988 – aber nur im Winter und besonders im Januar

In einem früheren Beitrag hatte der Autor schon auf das Phänomen der winterlichen Abkühlung in höheren Luftschichten, besonders im Januar, hingewiesen (in den anderen Jahreszeiten dominiert auch dort meist Erwärmung). Im genannten Beitrag werden auch mögliche Ursachen für dieses Verhalten erörtert (Großwetterlagen). Die aerologischen Daten für ein Planquadrat, welches ganz Deutschland einschließt, liegen beim Amerikanischen Wetterdienst (NOAA) seit 1948 vor – auch in diesen zeigt sich der Klimasprung im Januar 1988.

Abbildung 18: Der Januar-Klimasprung fiel im 850-hPa-Niveau (entspricht etwa 1.500 Metern Höhe) deutlicher als in bodennahen Luftschichten aus – aber er war in höheren Luftschichten nicht von Dauer; seit den mittleren 1990er Jahren fallen in der Höhe die Temperaturen wieder leicht.

Verdeutlicht wird die unterschiedliche Temperaturentwicklung bodennah und in der Höhe, wenn man nur den Zeitraum ab 1988 betrachtet.

Abbildung 19: Während seit 1988 die bodennahen Januar-Temperaturen noch unwesentlich stiegen, fielen sie im 850-hPa-Niveau um gut 2 K (°C).

Der Vollständigkeit halber sei auch noch die Temperaturentwicklung für den gesamten Winter seit 1988 unter Einbeziehung des 500-hPa-Niveaus gezeigt:

Abbildung 20: Weil die Effekte der Höhen-Abkühlung seit 1987/88 im Februar schwächer ausfielen und im Dezember gänzlich fehlten, sind die Trends weniger deutlich – die Schere zwischen bodennahen und höheren Luftschichten öffnet sich trotzdem. Um die sehr kalte 500-hPa-Fläche (entspricht etwa gut 5.000 Metern Höhe) in einer Grafik mit den niedrigeren Höhenniveaus zeigen zu können, wurden ihre Werte um 22 K angehoben, Verlauf und Trendverhalten ändern sich dadurch nicht.

Begann der Klimasprung schon im August 1987?

Nach einer besonders im Januar, März und von Mai bis Mitte August sehr kalten, teils auch sehr nassen Witterung begann in der letzten August-Dekade 1987 der allmähliche Umschwung zu häufigeren Süd- und Südwestlagen. Es blieb dabei zwar meist sehr wechselhaft, doch bestimmten nun oft feucht-warme Luftmassen das Wettergeschehen, und der September 1987 verlief mit 14,5°C im Deutschlandmittel für damalige Verhältnisse auffallend mild – ihm folgte dann gemäß der relativ verlässlichen Bauern-Regel „Ist der September gelind, bleibt der Winter ein Kind“ der besonders im Januar sehr milde Sprungwinter 1987/88. Und deshalb bleibt es auch sinnvoll, trotz vorausgehender Anzeichen für den eigentlichen Klimasprung den Januar 1988 festzulegen, denn während im Januar 1987 das Deutschlandmittel noch minus 5,9°C betrug, war der Januar 1988 mit 3,5°C um 9,4 Kelvin (°C) wärmer.

Wann wird das Neuzeitliche Klimaoptimum enden?

Anhand der merklichen Abhängigkeit der Sommer- und Herbsttemperaturen von der AMO kann man wegen deren Rhythmik von einem baldigen Nachlassen der Erwärmung ausgehen; diese wird sich zeigen, wenn die Differenzen der Jahrestemperaturen über längere Zeit bei Null verharren oder gar negativ werden (Abkühlung). Ähnliches gilt für den Winter, da die NAO nicht ewig im positiven Modus verharren wird. Und die Zunahme der Sonnenscheindauer sowie die Häufigkeitszunahme der erwärmend wirkenden Großwetterlagen sind irgendwann ebenfalls ausgereizt oder verkehren sich gar ins Negative. Aber selbst wenn es zu einer Stagnations- oder gar zu einer längeren Abkühlungsphase kommen sollte – das aktuelle Maximum des etwa tausendjährigen EDDY-Sonnenzyklus dürfte noch für etwa 150 bis 300 Jahre relativ hohe Temperaturen bewirken. Falls nicht ein außergewöhnliches Ereignis wie ein sehr großer Vulkanausbruch oder ein Meteoriteneinschlag eintritt, scheint eine neue „Kleine Eiszeit“ erst ab oder nach dem Jahre 2300 möglich zu sein.

Stefan Kämpfe, Diplomagraringenieur, unabhängiger Natur- und Klimaforscher