Deutschlands Desintegration von Solarmodulen

Cap Allon

Die Solarindustrie in Deutschland meldet, dass 15 % der Solarkapazitäten in Deutschland rapide abgebaut werden.

Dies bedeutet nicht nur die Verschwendung von vielen Milliarden Euro an Steuergeldern, sondern entlarvt auch die erbärmliche Kapazität, die das Land selbst nach jahrzehntelanger Propaganda zu erzeugen vermochte: 15% der deutschen Solarproduktion entsprechen gerade einmal 10 GW.

Die Infrastruktur, selbst wenn sie neu war, funktionierte nicht wie verkauft. Und nach einem schlechten Start werden die Paneele mit zunehmendem Alter nur noch schlechter. Umgekehrt wurden die deutschen Kernkraftwerke mit zunehmendem Alter immer effektiver, wie die Daten zeigen, mit außergewöhnlichen Betriebszeiten und einer Produktion zu außergewöhnlich niedrigen Kosten.

Die Förderung der erneuerbaren Energien kann nicht dazu dienen, den Verbrauch fossiler Brennstoffe zu beenden und trotzdem Wohlstand zu erreichen. Um dies zu erreichen, müssen die Länder lediglich ihre Kernkraftkapazitäten erhöhen – und sei es nur für eine Übergangszeit von 20-30 Jahren, damit sich andere Technologien bewähren können.

Die Kernenergie versorgt viele Länder seit Jahrzehnten zu 50 % oder mehr mit Strom, wir wissen, dass sie funktioniert und „grün“ ist. Wind- und Solarenergie hingegen befinden sich noch im Versuchsstadium, und es ist noch nicht klar, ob sie überhaupt jemals in dem erforderlichen Umfang funktionieren.

Dänemark ist das einzige Land, das die 50 %-Marke für erneuerbare Energien überschritten hat, und wurde dafür mit horrenden Strompreisen belohnt, den höchsten der Welt.

Die Länder riskieren den Wohlstand und die Sicherheit ihrer Bürger für etwas, das einem großen Experiment gleichkommt. Und wofür? Die Wissenschaft muss die Menschen – also diejenigen, die angeblich ein Mitspracherecht bei der Politik haben, mit der sie leben müssen – erst noch davon überzeugen, dass die Abschaffung von billiger und zuverlässiger Energie überhaupt notwendig ist.

Einer kürzlich durchgeführten Umfrage zufolge glauben satte 45 % der Amerikaner nicht, dass der Klimawandel überhaupt ein Problem ist, und 41 % sind der Meinung, dass es sich lediglich um ein natürliches Phänomen handelt, an dem der Mensch keinen Anteil hat.

Die Amerikaner trauen akademischen Einrichtungen nicht, so die Studie, wobei dieses Misstrauen stärker ins Gewicht fällt als Alter, Geschlecht, Rasse, Bildung und Region. Die Co-Autoren der Studie machen diesen „wachsenden Leugnergeist“ für die langsame Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen wie Kohlenstoffsteuern und Staugebühren verantwortlich.

Professor Ramit Debnath, Mitglied bei Cambridge Zero sowie Assistent und Mitautor sagte: „Wenn die Wähler nicht an die erwiesenen Ergebnisse der Grundlagenforschung glauben, wie können die Politiker dann die Änderungen vornehmen, die wir im nächsten Jahrzehnt brauchen, um den Klimawandel aufzuhalten?“

Link: https://electroverse.info/cold-antarctica-germanys-solar-fail-dr-patrick-brown-cme/ (neben anderen Meldungen)

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Das Scheitern der Windenergie: Eine Geschichte von Bestechung und fehlgeleiteten Ambitionen

Charles Rotter

Der unheilvolle Wind des Skandals

Im Bereich der so genannten erneuerbaren Energien wurde die Windenergie oft als Hoffnungsträger angepriesen. Jüngste Ereignisse in den Machtetagen Tokios sind jedoch ein weiterer Beweis dafür, dass dieser Hoffnungsschimmer eher eine Fata Morgana sein könnte. Tokios Staatsanwälte haben einen Skandal aufgedeckt, der die fragwürdigen Praktiken im Zusammenhang mit Windenergieprojekten noch deutlicher macht.

„Tokioter Staatsanwälte gaben am Donnerstag bekannt, dass sie den ehemaligen stellvertretenden Außenminister des Kabinetts von Premierminister Fumio Kishida wegen des Verdachts verhaftet haben, mehr als 61 Millionen Yen (414.000 Dollar) an Bestechungsgeldern von einem Windkraftunternehmen als Gegenleistung für seine Förderung der Windkraft und andere Vergünstigungen angenommen zu haben.“ – (hier)

Die hohen Kosten der Windenergie

Masatoshi Akimoto, die zentrale Figur in dieser Kontroverse, wird beschuldigt, erhebliche Summen von einem Geschäftsführer eines Windkraftunternehmens angenommen zu haben. Dabei handelt es sich nicht nur um ein kleines Versehen, sondern um eine beträchtliche Summe, die ernsthafte Fragen zur Integrität der Unterstützung von Windenergieunternehmen aufwirft.

„Akimoto war im August als stellvertretender Außenminister zurückgetreten und aus Kishidas regierender Liberaldemokratischer Partei ausgetreten, nachdem Anschuldigungen aufgetaucht waren und Staatsanwälte im Rahmen ihrer Bestechungsuntersuchung eine Razzia in seinem Büro durchgeführt hatten.“

Darüber hinaus endet die Tragweite dieser angeblichen Transaktionen nicht mit der Förderung der Windenergie. Akimoto wird auch beschuldigt, Gelder in Verbindung mit einer Gruppe von Rennpferde-Besitzern erhalten zu haben, was sein berufliches Verhalten weiter belastet.

„Er soll zwischen Oktober 2021 und Juni dieses Jahres weitere 31 Millionen Yen (210.500 $) in Verbindung mit einer Gruppe von Rennpferde-Besitzern erhalten haben. Laut japanischen Medienberichten nahm er das Geld für seine Registrierung bei der Gruppe.“

Falsche Belohnungen in der Windkraft

Der ehemalige Präsident von Japan Wind Development, Masayuki Tsukawaki, hat zugegeben, dass die Zahlungen an Akimoto eine „Belohnung“ waren. Akimoto hat diese Behauptungen jedoch bestritten, seine Unschuld beteuert und sein Handeln als politisch motiviert dargestellt.

„Akimoto wies die Anschuldigungen zurück und sagte, er habe in den Parlamentssitzungen Fragen gestellt, um erneuerbare Energien aufgrund seiner politischen Überzeugungen zu fördern, und nicht, weil er von Tsukawaki darum gebeten worden sei, um Japan Wind Development zu begünstigen, so der öffentlich-rechtliche Fernsehsender NHK, der ihn in einer von seinem Anwalt veröffentlichten Erklärung zitierte.“

Ein Makel für das Image der erneuerbaren Energien

Während sich viele Aktivisten und Politiker für erneuerbare Energien einsetzen, erinnert dieser Skandal eindringlich an die Ineffizienzen und Fallstricke, die mit der Windenergie verbunden sind. Die Notwendigkeit solcher Strategien zur Emissionsreduzierung, insbesondere der Windenergie, bleibt bestenfalls fraglich.

„Sich für erneuerbare Energien einsetzende Beamte in den Regionen sagen, sie seien besorgt, dass der Bestechungsskandal dem Image der erneuerbaren Energien schadet, wenn diese Energie weiter gefördert werden muss.“

Die Frage des fairen Wettbewerbs

Die jüngsten Ereignisse unterstreichen die Notwendigkeit von Transparenz und fairem Wettbewerb im Bereich der erneuerbaren Energien und in anderen Bereichen des Energiesektors. Mit dem Bekanntwerden solcher Skandale wird jedoch die Glaubwürdigkeit der Windenergie in ihren Grundfesten erschüttert.

„Ohne fairen Wettbewerb können wir keine soziale Infrastruktur für die Zukunft Japans aufbauen. Wir wollen, dass die Betreiber fair und ehrlich mit der Technologie konkurrieren.“

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es angesichts des weltweiten Bedarfs an zuverlässigen Energiequellen unerlässlich ist, die wahren Vorteile und Kosten, die mit jeder dieser Quellen verbunden sind, kritisch zu bewerten. Der jüngste Bestechungsskandal in Japan ist ein Beleg für die Probleme, die der Windenergie innewohnen, und für die fehlgeleiteten Ambitionen, die sie umgeben. Es ist höchste Zeit, Transparenz, Verantwortlichkeit und eine echte Neubewertung der so genannten Vorteile der Windenergie zu fordern.

H/T Willie Soon

Link: https://wattsupwiththat.com/2023/09/07/wind-powers-unraveling-a-tale-of-bribes-and-misguided-ambitions/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




„ALLE „WENDEN“ STEHEN STILL, WENN DER BÖSE LIEBE XI DAS WILL!“

CHINA und die systematische wirtschaftliche Eroberung Europas. Serbische Kupfermine von Chinas Staatsbetrieb aufgekauft. Künftige erhebliche Auswirkungen auf die Kosten von E-Autos und „Energiewende“

Von Werner Eisenkopf, EIKE-Gründungsmitglied

Am Montag, dem 11.Septe,ber 2023, kam u.a. im ZDF-TEXT und bei ntv eine Meldung, daß ein chinesischer Bergbaukonzern, für 3,8 Milliarden Dollar, die serbische Kupfer- und Goldmine in Bor (Ost-Serbien) nun vollständig erworben habe. Vermutlich werden jetzt fast alle Bürger in der BRD und auch viele Journalisten sowieso, an eine so „unwichtige“ Meldung, keinen weiteren Gedanken verschwenden. Dies ist aber ein kapitaler Irrtum und zeigt auch die fachliche Ahnungslosigkeit des aktuellen deutschen Bundes-Wirtschaftsministers Habeck und seiner engeren Führungsriege.

Denn ganz so unwichtig und bedeutungslos, ist dieser Vorgang in Serbien nicht. Er kann sogar den angefangenen Niedergang der deutschen Automobilindustrie, nochmals beschleunigen und verstärken. Dies aber besonders wegen der politisch gewollten Umstellung der Automobilindustrie auf Elektroautos und dem beabsichtigten späteren Verbot von Autos mit Verbrennermotoren. Er hat also später auch immense Auswirkungen auf deutsche Exporte, Arbeitsplätze und Steuereinnahmen. Eigentlich müssten dazu in Berlin und in Brüssel die Alarmglocken schrillen. Doch dies wäre bei den derzeitigen Verantwortlichen, wohl etwas zu viel verlangt.

Für eine zusammenfassende Erklärung dieser scheinbar nicht zusammenhängenden Dinge, muss man einmal etwas weiter ausholen und Details beschreiben, die in den deutschen Medien sozusagen „sehr stiefmütterlich“ bis oft gar nicht thematisiert werden. Große Teile der deutschen Presse aber besonders auch die ÖR-Fernsehsender leben unübersehbar allzu oft in einer Art „medialem Elfenbeinturm“ in den kritische und neutrale Betrachtungen, oft erst gar nicht reingelassen werden.

Der Leser oder die Leserin dieser Zeilen, möge daher die etwas geraffte bis drastische Beschreibung hier dazu, mit gnädiger Milde lesen. Die unterschiedlichsten Autoren der Beiträge bei EIKE zeigen oftmals ein vielfach realistischeres Bild der Dinge und Entwicklungen als viele Artikel von dpa&Co., mit zwar enorm viel (grüner) „Haltung“ aber dafür leider fehlendem nüchternen Fachwissen.

Beginnen wir mal mit einer scheinbar einfachen Frage:

„Wer ist der wichtigste Unterstützer und Entscheidungsträger von Deutschlands diversen WENDEN (..Energiewende, Verkehrswende usw.)?“

Sie werden jetzt wohl kaum darauf kommen aber dies ist kein Geringerer, als der chinesische Staatschef und Diktator Xi Jinping.

Weil in China der Nachname zuerst geschrieben wird und dahinter erst der Vorname in unserem Sinne, ist es also der „Herr Xi“ und nicht etwa „Herr Jinping“ um hier mal etwas zu nennen, was auch viele Europäer noch gar nicht so richtig wissen.

Ohne dass dies einer Bevölkerungsmehrheit in Deutschland überhaupt bewusst ist, stehen und fallen alle die so schön klingenden deutschen „Wenden“ mit den Entscheidungen und Launen des Herrn Xi. Deswegen habe ich hier in EIKE in einem Kommentar auch die verdrehte Form eines älteren Gewerkschaftsspruchs* geschrieben:

„ALLE „WENDEN“ STEHEN STILL – WENN DER ‚BÖSE LIEBE XI’ DAS WILL!“

Es wird hier aber gleich relativiert, daß der „BÖSE“ Xi, hier nur als eine Art Verbalform zu verstehen ist, die von Personen genutzt werden, die ihm selbst oder China als Gegner oder gar Feinde gegenüberstehen. Xi Jinping ist einfach ein Politiker und ein Nachfolger von Mao, der sein ganzes Leben der Aufgabe gewidmet hat, China groß zu machen. Er will China zur Wirtschafts- aber auch zum Militär-Weltmacht Nr. 1 auf diesem Planeten machen!. Insofern ist da jedes „GUT“ oder jedes „BÖSE“ daher faktisch allein vom Standpunkt und den Interessen der jeweiligen Beurteiler abhängig. Dies auch von ganz anderen Themen, die hier im Artikel mal weggelassen wurden aber auch immer präsent sind.

Ein Weg um China zur WIRTSCHAFTSMACHT Nr. 1 zu machen, ist die stückchenweise Übernahme der globalen Automobilindustrie. Somit der Technologie, die erst den wirtschaftlichen Aufstieg von Nachkriegsdeutschland ermöglicht hat. Dies zusammen mit den Bereichen CHEMIE und MASCHINENBAU. Doch jetzt „schwächeln“ alle diese Drei Kernbereiche. Dies wird sogar noch aktiv verschärft durch diese aktuelle Politik des „Umbaus auf Karbonfrei bis 2050“ und damit auch durch die einseitige Konzentration auf Elektro-Autos. Realistisch betrachtet, wird es aber auch in 100 Jahren noch konventionelle Autos und LKWs mit Verbrennermotoren geben. Dies sowieso in Asien, Afrika, Süd- und Mittelamerika und garantiert auch in den Ländern, die derzeit fast „manisch“ auf „Elektromobilität“ setzen (Europa + Nordamerika).

China hat erkannt, daß der deutsche bzw. europäische technologische Vorsprung bei Verbrennerautos, mindestens 10 Jahre ausmachte. Somit erst einmal uneinholbar. Von daher konzentrierte sich China schon seit etlichen Jahren, auf den Bau und die Perfektionierung von Elektroautos. Gerade im dort immens wichtigen Softwarebereich, hat China inzwischen ein Spitzenniveau erreicht und macht TESLA schwer Konkurrenz. Firmen wie BYD, sind gigantisch gewachsen und fluten ihre E-Autos nun auch zunehmend nach Europa. Ihr Haupt-Verkaufsargument ist der niedrigere Preis in derselben jeweiligen Autoklasse

Die chinesischen Autohersteller haben inzwischen nicht nur einen technologischen Vorsprung/Software, sondern können auch von den Rohstoffen und Materialien her alle Autos ungleich billiger produzieren als Europa. Egal ob bei Seltenen Erden, Aluminium, Nickel, Lithium und auch Kupfer. China verfügt über all diese Rohstoffe billiger. Dafür haben langzeitige chinesische Planungen und schier unüberschaubare Aufkäufe und Verträge weltweit diese chinesische Position auf lange Dauer gefestigt und zementiert.

So hat China sich bereits jetzt, große Teile des südamerikanischen Lithiums exklusiv gesichert, das in den nächsten Jahren dort erst erzeugt wird. Die Europäer schwafeln und planen zwar reihenweise „Batteriefabriken“ ohne aber überhaupt konkreter zu wissen, woher dafür nachher die Rohstoffe kommen sollen und zu welchen Einkaufspreisen.

In diesem Kontext gesehen, ist der nun vollständige chinesische Aufkauf der großen Kupfer- und Goldmine in Bor/Serbien nun ein absoluter Volltreffer. Damit wird Chinas globale Position bei Rohstoffen, nochmals „um Lichtjahre“ verstärkt und gefestigt. China kann bereits JETZT die europäische Automobilindustrie mit nur wenigen Monaten Liefersperre faktisch zum Erliegen bringen. Dazu auch jederzeit neue Windräder verhindern und Vielerlei mehr. Die deutsche „Ampel-Politik“ ist damit China faktisch schon jetzt auf Gedeih und Verderb ausgeliefert!

Nähere Details zu diesem Komplex kommen dann im Teil 2 dieser kleinen Artikelreihe. Um aber den Leserinnen und Lesern nur einen kleinen Vorgeschmack auf die Größe und Bedeutung dieser erwähnten Kupfer- und Goldmine in Serbien zu geben, soll hier nur mal die Nazi-Kriegswirtschaft zwischen 1941 und 1944/45 erwähnt werden.

1941 ließ Adolf Hitler ja Jugoslawien von der Deutschen Wehrmacht besetzen und damit auch den Teil Ost-Serbiens, wo diese Mine in Bor liegt. Das für die Kriegswirtschaft und die Rüstungsindustrie des damaligen Deutschlands benötigte Kupfer kam damals offenbar zeitweilig zu 50 %, somit zur Hälfte, allein aus der serbischen Kupfermine in Bor! Ohne das damalige Kupfer aus Bor, wäre die deutsche Kriegswirtschaft wahrscheinlich viel früher zusammengebrochen.

Die Europäer haben hier etwas „verschlafen“ oder aus „sonstigen politischen Gründen“ nicht nutzen wollen, was ihnen in späteren Jahren noch sehr teuer zu stehen kommen wird. Zusammen mit ganz anderen chinesischen Aktivitäten, wie Hafenübernahmen (u.a. Piräus) bzw. Anteilsübernahmen (u.a. Hamburg) und Verkehrsprojekten, wie etwa die chinesisch geplante, gebaute und vorfinanzierte Schnellbahn Budapest-Belgrad (-Athen-Piräus), übernimmt China schleichend immer mehr Bereiche. China baut diese und viele andere Projekte auf dem gesamten Planeten auch stetig weiter aus.

Gerade die heutige (2023) deutsche „Ampel-Regierung redet ständig davon, dass man „weg von Putin“ wolle aber verschweigt und verdrängt gern, dass man sich dafür immer abhängiger von China/Xi macht. Spätestens wenn Xi mit Taiwan wirklich ernst machen würde, müssten die Europäer es entweder brav nur bei verbalen Protestnoten belassen oder sie würden riskieren, dass die gesamte europäische Wirtschaft wegen dann wohl von Peking blockierter Rohstoffe und Vorprodukte, in nur wenigen Wochen oder Monaten kollabieren würde.

Nie in der Vergangenheit, war Europa so abhängig und damit auch erpressbar durch China, als in der heutigen Epoche. „Globalisierung“ und immer mehr „lukrative China-Geschäfte“ haben inzwischen eine Situation geschaffen, bei der die Europäer auf Dauer verlieren und künftig immer mehr wirtschaftlich absteigen werden.

Dies wird dann gerade Deutschland noch stärker betreffen, als andere europäische Industrienationen. Von der beneideten „Exportlokomotive“ dann hinunter zum „kranken Mann Europas“ kann nachher schneller gehen, als Viele heute noch denken. Ohne die dann mangels Steuereinnahmen nicht mehr so wie jetzt noch möglichen Netto-Zahlungen Deutschlands an die EU, wird auch diese dann als Folge finanziell kollabieren. Schon jetzt sind viele anderen Zentralbanken Europas, schon enorm bei der Deutschen Bundesbank verschuldet. Auch diese reale Kehrseite des EU-Marktes und der Zahlungsströme, verschweigen uns unsere Medien meistens allzu gern.

– Fortsetzung im späteren Teil 2 –

*) Der originale alte deutsche Gewerkschaftsspruch von 1863 war:

„Alle Räder stehen still – wenn Dein starker Arm das will!“

Artikel zum Minen-Deal bei ntv:

https://www.n-tv.de/ticker/China-will-Milliarden-in-Kupfer-und-Goldmine-in-Serbien-investieren-article24387649.html

 




Weltraumwetter-Prognose der NOAA: Null Sonnenflecken von 2035 bis 2040

Cap Allon

In ihren Pressemitteilungen werden sie es sicher nicht zugeben, aber der Datensatz der NOAA für die vorhergesagte Sonnenfleckenzahl und den Strahlungsfluss scheint ein „ausgewachsenes“ großes Sonnenminimum zu zeigen, das von den 2030er Jahren bis mindestens 2040 dauert.

Das Space Weather Prediction Center (SWPC) der NOAA, dessen Sonnenvorhersagen im Allgemeinen besser ausfallen als die der NASA, bleibt bei seiner ursprünglichen Vorhersage, dass wir den Höhepunkt des Sonnenzyklus 25 (SC25) mit einem Sonnenfleckenmaximum von 114,6 erst Mitte 2025 erleben werden:

Die NOAA bleibt bei ihrer Vorhersage, dass der Sonnenzyklus 25 im Sommer 2025 seinen Höhepunkt erreichen wird.

Die Behörde zeichnet dann den Abstieg in das Minimum von SC25 auf, das ihrer Meinung nach von Mitte 2025 bis 2031 dauern und mit dem historisch schwachen Zyklus SC24 vergleichbar sein wird.

Jetzt wird es interessant.

Wenn die Anzahl der Sonnenflecken eigentlich zunehmen sollte, was mit dem Anstieg des Sonnenzyklus 26 übereinstimmen würde, zeigen die Daten der Agentur (hier noch einmal verlinkt), dass die Flecken das Gegenteil tun, nämlich weiter abnehmen:

Die NOAA prognostiziert für die 2030er Jahre praktisch NULL Sonnenflecken:

Es gibt keinen Anstieg in den Solarzyklus 26:

Laut NOAA wird es keinen Solarzyklus 26 geben.

Die NOAA, so scheint es, sagt ein „ausgewachsenes“ Grand Solar Minimum (GSM) voraus.

Und obwohl ich die Möglichkeit in Betracht ziehe, dass der Datensatz der Behörde nicht korrekt verarbeitet wurde und so weit in die Zukunft reicht, halte ich dies für unwahrscheinlich – vor allem, weil die Zahlen ausgegeben werden und nicht „N/A“. Außerdem überprüfe ich diese Tabelle nun schon seit fast vier Jahren, und sie zeigt durchweg <1 Sonnenfleck pro Monat ab Oktober 2035.

Ich habe mich an die Agentur gewandt, um weitere Einzelheiten zu erfahren, aber noch keine Antwort erhalten.

Solange ich nichts anderes höre, gehe ich daher davon aus, dass dies die offizielle Vorhersage der NOAA ist.

Große solare Minima

Bei den tiefsten GSMs kann die Sonnenfleckenzahl mehrere Jahrzehnte lang auf NULL stehen.

Das berühmteste Beispiel ist das Maunder-Minimum (1645-1715), eine Periode, die einen Temperatursturz, große Ernteausfälle und Hungersnöte verursachte, was in weiten Teilen des Planeten zum Tod von Hunderten von Millionen Menschen führte.

Die moderne Zivilisation steht möglicherweise vor noch nie dagewesenen Zeiten.

Link: https://electroverse.info/noaa-zero-sunspots-2035-through-2040/

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Dazu passend postet Autor Cap Allon einen weiteren Beitrag:

Großes solares Minimum: Die Zukunft sieht kalt aus

Cap Allon

In den letzten Jahren war die Sonne so schwach wie seit mehr als einem Jahrhundert nicht mehr, und die beiden jüngsten Sonnenzyklen (24 und 25) sind auf dem besten Weg, das schwächste Paar seit mehr als 200 Jahren zu werden, seit dem Dalton-Minimum.

Dies geht aus der Sonnenfleckenzahl hervor (siehe unten) – einem hervorragenden Barometer für die Sonnenaktivität:

Sonnenfleckenzahlen Zyklus 5 bis Zyklus 25 [SWPC/NOAA].

Die Sonnenaktivität schwankt in einem etwa 11-jährigen Zyklus.

Wie oben veranschaulicht, endete der jüngste Sonnenzyklus (24) in einer Periode, die eng mit der des „Hundertjährigen Minimums“ (≈1880-1914) übereinstimmt – der vorangegangenen mehrzyklischen Periode geringer Sonnenaktivität, auch bekannt als „Großes Solares Minimum“ (GSM).

Große Sonnenminima können auch in ihrer Tiefe und Länge variieren, und, was für alle Erdbewohner entscheidend ist, diese Faktoren bestimmen die Schwere der damit einhergehenden „globalen Abkühlung“.

Das Centennial Minimum war ein mäßiges GSM.

Im Gegensatz dazu war das Maunder-Minimum (1645-1715) eines der stärksten seit Beginn der Aufzeichnungen, das, wie die NASA dokumentiert, Europa und Nordamerika in eine „Tiefkühltruhe“ versetzte:

„Von 1650 bis 1710 sanken die Temperaturen in weiten Teilen der nördlichen Hemisphäre, als die Sonne in eine Ruhephase eintrat, die heute als Maunder-Minimum bezeichnet wird. Während dieser Zeit erschienen nur sehr wenige Sonnenflecken auf der Sonnenoberfläche, und die Gesamthelligkeit der Sonne nahm leicht ab. Europa und Nordamerika befanden sich bereits mitten in einer überdurchschnittlich kalten Periode, der so genannten Kleinen Eiszeit, und froren ein: Alpengletscher dehnten sich über das Ackerland in den Tälern aus, das Meereis kroch von der Arktis nach Süden, und die berühmten Grachten in den Niederlanden froren regelmäßig zu – ein Ereignis, das heute selten ist.“

Die oben genannten Fakten sind in wissenschaftlichen Debatten nicht mehr erlaubt, und wer sie anspricht, wird sofort als Verschwörungstheoretiker abgetan. Die Geschichte wird diese Zensur jedoch sehr schlecht bewerten und sie wahrscheinlich als ein Beispiel für die Gefahren der Propaganda ansehen.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Entdeckungen, so scheint es, sind auf dem Gebiet der Klimawissenschaft nicht mehr erwünscht, wir wissen offenbar alles, was es zu wissen gibt. Aber in Wirklichkeit ist diese Unterdrückung eine Notwendigkeit, wenn der AGW-Zug weiter rollen soll. Es steht fest, dass die Rückkehr einer zyklisch abnehmenden Sonne die Behauptungen der Alarmisten über einen nie endenden Temperaturanstieg sofort in die sprichwörtliche Tonne treten würde.

Das Klimasystem ist ungeheuer komplex; etwas anderes zu behaupten, zeugt von blendender Unwissenheit.

Ein Beispiel: Während die Gesamttemperatur der Erde während längerer Phasen geringer Sonnenaktivität tendenziell sinkt, sind nicht alle Regionen von der Abkühlung betroffen. Wie in der „Maunder-Minimum-Rekonstruktionskarte“ der NASA (siehe unten) dargestellt, erwärmen sich Gebiete wie die Arktis, Alaska und der Nordatlantik während der Perioden einer ansonsten „globalen“ Abkühlung sogar.

Man könnte argumentieren, dass dies mit dem übereinstimmt, was wir heute sehen, und im Gegensatz zur unbegründeten „Polarverstärkungstheorie“ erklären könnte, warum sich die Arktis erwärmt, während die Antarktis abkühlt.

Temperaturveränderung zwischen 1780 (einem Jahr mit normaler Sonnenaktivität) und 1680 (einem Jahr während des Maunder-Minimums) – NASA.

Die Sonne durchläuft auch Große Solare MAXIMA, Perioden mit ungewöhnlich hoher Sonnenaktivität.

Das jüngste Maximum, das „Moderne Maximum“, erstreckte sich über die Jahre 1914 – dem Ende des Hundertjährigen Minimums – bis 2007.

Während dieses Zeitraums stiegen die globalen Temperaturen („globale Erwärmung“) und drohen erst seit kurzem, nach einer mehrjährigen Verzögerung wahrscheinlich aufgrund der Trägheit der Ozeane wieder zu sinken.

Um auf vergangene Große Sonnenminima zurückzukommen: Das „Dalton-Minimum“ war ein weiteres zentrales Ereignis.

Es dauerte von 1790 bis 1820 und ist auf der unten stehenden Sonnenfleckenkarte deutlich zu erkennen:

Sonnenfleckenzahl, Zyklus 1 bis Zyklus 25 [SWPC/NOAA].

Wie die tiefere Maunder-Epoche vor ihr führte auch die Dalton-Epoche zu einer Periode unterdurchschnittlicher globaler Temperaturen.

Aus historischen Unterlagen geht hervor, dass z. B. die Station Oberlach in Deutschland innerhalb von nur 20 Jahren einen Temperaturrückgang von 2 °C erlebte, der die Nahrungsmittelproduktion des Landes zerstörte und zu weit verbreiteter Not und schließlich zu einer Hungersnot führte.

Die Funktionsweise

Eine geringe Sonnenaktivität wirkt sich über verschiedene Prozesse auf das Wetter/Klima der Erde aus.

Die am unmittelbarsten spürbare Auswirkung ist die Verringerung der Energie, die in die Jetstreams eintritt, wodurch sich die übliche starke ZONALE Strömung der Jets in eine schwache und wellige MERIDIONALE Strömung verwandelt.

Je nachdem, auf welcher Seite des Jetstreams man sich befindet, bedeutet dies, dass man sich entweder auf eine Periode ungewöhnlich kalten oder warmen Wetters und/oder auf eine Periode ungewöhnlich trockener oder feuchter Bedingungen einstellen muss.

Dieses Phänomen wird von Sonnenforschern seit langem vorhergesagt und wird sich mit der weiteren Vertiefung des Großen Solaren Minimums voraussichtlich noch verstärken.

Neben den Auswirkungen der geringen Sonnenaktivität auf den Jetstream gibt es weitere Faktoren, die zu einer „globalen Abkühlung“ führen, wie die große Konjunktion, die wolkenbildende kosmische Strahlung und der Beaufortwirbel – und sein Einfluss auf die AMOC und damit auf das Klima insgesamt.

Angesichts dieser Realitäten frage ich mich immer noch, was es braucht, damit der IPCC und seine MSM-Schoßhündchen zugeben, dass das, was sie in den letzten 30+ Jahren propagiert haben, auf einer verdrehten Ideologie und nicht auf Wissenschaft basiert.

Die Logik ist inzwischen so verdreht, dass arktische Ausbrüche (umbenannt in Polarwirbel) jetzt eine direkte Folge der globalen Erwärmung sind, d.h. Erwärmung = Abkühlung; dass das Aufzeigen vergangener „Klimafehler“ Ketzerei ist; und dass Klimasperren vollkommen rational sind.

Ich sehe die drakonische Zukunft, die Orwell beschrieben hat, Wirklichkeit werden, und ich fürchte, das Klima wird in den kommenden Jahren das geringste unserer Probleme sein, denn wir scheinen die Zerstörung der Zivilisation ganz allein einzuläuten.

„Global Boiling“ oder „Klimawandel“ scheint die Ausrede für jede die Freiheit einschränkende Politik zu sein, die die Eliten für richtig halten.

Die wahrgenommenen Klimaveränderungen sind jedoch kein „menschengemachtes“ Phänomen, das man wegbesteuern kann, sondern lassen sich vollständig durch das zyklische „Einknicken“ der Jetstreams (zonal bis meridional) erklären, das wiederum durch eine Periode historisch niedriger Sonnenaktivität verursacht wird:

Nehmen wir diese Woche Europa: Glauben die Alarmisten wirklich, dass Kohlendioxid die Ursache dafür ist?

Link: https://electroverse.info/grand-solar-minimum-the-future-looks-cold/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Eine kalte (Strompreis)-Dusche für die Schweiz

Fred F. Mueller

Vor gut sechs Jahren – am 25.Mai 2017 – stimmte die Schweizer Bevölkerung für die „Energiestrategie 2050“. Galionsfigur der Befürworter war die damalige Bundesrätin Doris Leuthard von der CVP (heute «Die Mitte»). Sie hatte sich hierfür jahrelang ganz besonders engagiert. Heute sitzt sie in zahlreichen Verwaltungs- und Stiftungsräten und kann dort ihren Einfluss weiterhin diskret geltend machen. Welches Erbe hinterlässt sie für Herrn und Frau Schweizer?

Bild 1: Der Schweizer Bevölkerung wurde versprochen, dass ihre Stromversorgung auch ohne Kernenergie durch Steigerung der Energieeffizienz und Zubau von sogenannten „erneuerbaren“ Energien gesichert werden könne (Grafik: Bundesamt für Energie)

«Die Schweiz verfügt heute über eine sichere und kostengünstige Energieversorgung»

Dies ist der einleitende Satz auf der Webseite des Bundesamts für Energie bei der Suche nach dem Begriff „Energiestrategie 2050“. 2017 verfügte die Schweiz nach Angaben der Axpo über fünf Kernkraftwerke und 1650 Wasserkraftwerke, davon rund 1.000 Kleinwasserkraftwerke, 37 grössere Windkraftanlagen und rund 70.000 Fotovoltaikanlagen. Hinzu kamen ca. 960 thermische Kraftwerke, die teils mit Biogas, Biomasse oder Kehricht, teils aber auch fossil befeuert wurden.

Mit der Energiestrategie 2050 versprachen die Politik und die Medien der Bevölkerung die Beibehaltung dieser sicheren Ausgangslage, obwohl schon damals die Kernkraft zum Tode verurteilt wurde. Wie kritisch dies ist, zeigt schon allein die Tatsache, dass die Kernkraft selbst nach der Stilllegung des Kraftwerks Mühleberg auch noch 2022 mehr als ein Drittel (36,4 %) zur Schweizer Stromproduktion beitrug. Die Politik behauptet weiter unverdrossen, dass der Verzicht auf diese Kraftwerke durch Einsparungen beim Stromverbrauch sowie Zubau der sogenannten «erneuerbaren» Energien aufgefangen werden könne.

Bild 2: Zu den Kosten der Energiestrategie 2050 wird im BFE-Dokument nur ein Netzzuschlag von 2,3 Rp/kWh genannt und mit grossem Fleiss bis ins kleinste Detail aufgeschlüsselt. Im übrigen Dokument sucht man nach Begriffen wie «Kosten» oder «Preise» dagegen vergeblich (Grafik: Bundesamt für Energie)

Was schon damals unter den Teppich gekehrt wurde war, dass die Stromproduktion zwar vor allem im Sommer dank Schneeschmelze und Regenabfluss immer noch hoch lag, das Land im Winter dagegen auf Importe angewiesen war. Die Politik wünschte jedoch den Stopp beim Ausbau winterfester Erzeugungskapazitäten. Deshalb konnte die Schweiz schon ab 2003/04 ihren Strombedarf im Winterhalbjahr nicht mehr selbst decken. Winters war sie deshalb stark auf Importe angewiesen. Aufgrund mangelnder politischer Unterstützung konnte die Schweizer Strombranche schon 2017 den eigenen Jahres-Gesamtbedarf nicht mehr decken: Das Land wurde übers ganze Jahr gesehen vom Exporteur zum Importeur.

Deshalb wurde die Energiestrategie 2050 von Fachleuten wie denen der Eidgenössischen Materialprüfanstalt (EMPA) stark in Zweifel gezogen. Diese zeigten in einer Studie auf, dass für den Fall, dass die Schweiz voll auf Wärmepumpen und Elektromobilität setze, ohne weitere Massnahmen im Winter ein enormes Stromdefizit drohe.

Die künftige Energieversorgung der Schweiz: Unsicher und immer teurer

Dass die ganzen vollmundigen Versprechungen der Politik nur heisse Luft waren, zeigt sich bereits heute. Schon Ende 2022 kam für die Verbraucher ein erster brutaler Preisschock. Hauptgrund hierfür ist, dass die Kernkraftwerke, die auch im Winter zuverlässig Strom liefern, in absehbarer Zukunft abgeschaltet werden müssen. Wie jede Technik haben sie nur eine begrenzte Lebensdauer. Und die Wasserkraft kann im Winter ebensowenig einspringen wie die Fotovoltaik. Um entsprechend vorzubeugen, hat die Schweiz ein ganzes Bündel von Massnahmen initiiert, die unter dem Begriff «Winterreserve» laufen. Sie führten nach Recherche von blue News bereits 2023 zu Preiserhöhungen von rund 27 %. Das sind alles Massnahmen und Kosten, die wir nicht hätten, wenn die Kernkraft weiter ausgebaut würde.

Und dabei ist dies erst der Anfang einer Preisspirale, die sich auch in Zukunft immer weiter drehen dürfte. Obwohl Strom bereits in diesem Jahr soviel teurer wurde, wollen die Versorger schon für das kommende Jahr die Strompreise schweizweit durchschnittlich um weitere 12 Prozent anheben. Das ergab eine Umfrage des Verbands der Schweizerischen Elektrizitätsunternehmen bei den Stromversorgern im Juni 2023. In einzelnen Kantonen wie dem Aargau geht es jetzt sogar nochmals um fast 40 % nach oben. Innert zwei Jahren kommt es demnach zu einer Strompreissteigerung von 75 %. Sehr detaillierte Informationen über das, was auf uns zukommt, liefert der Artikel «Strompreise Schweiz 2024» bei SRF.

Sicherer wird unsere Stromversorgung dadurch jedoch nicht, im Gegenteil. Die Kernenergie hat uns bisher gerade im Winter mit zuverlässigem Strom versorgt. Doch sie wird irgendwann – innert vielleicht einem oder zwei Jahrzehnten – wegfallen. Und von welchen Nachbarn sollen wir dann Strom beziehen? Deutschland hat kürzlich seine letzten drei Kernkraftwerke stillgelegt und ist inzwischen per Saldo Stromimporteur. Die Strompreise steigen dort noch drastischer als bei uns. Als Folge des Ukraine-Kriegs ist das Verhältnis zum bisherigen Hauptlieferanten Russland schwer belastet. Russland, einer der weltweit grössten Produzenten von Erdöl und Erdgas, orientiert sich inzwischen nach China und Indien. Die Pipelines in der Ostsee wurden gesprengt. Deshalb ist zu erwarten, dass Deutschland noch auf Jahre hinaus weniger Energie erhalten bzw. dafür viel höhere Preise zahlen muss als bisher. Frankreich hat Probleme mit seinen überalterten Kernkraftwerken, und die Katastrophe mit den Kosten und Verzögerungen beim Bau des neuen EPR-Reaktortyps in Flamanville lässt vermuten, dass dort so schnell keine zusätzlichen Kapazitäten durch neue Kernkraftwerke verfügbar sein werden.

Bild 3: Der Gotthard-Pass ist eine wichtige Vogelzugroute. Die Errichtung von fünf grossen Windenergieanlagen genau auf der Passhöhe füllt einigen Profiteuren die Taschen und verurteilt unzählige Zugvögel zum Tode (Foto: Autor)

Hilft uns die Solarenergie?

Sowohl in Deutschland als auch in der Schweiz lautet die Parole der grünbewegten Politiker: «Wir müssen jetzt ganz schnell die erneuerbaren Energien ausbauen, dann haben wir trotz Abschaltung der Kernenergie und der «fossilen» Kraftwerke immer genug Strom». Vor allem die Fotovoltaik kann dies jedoch NICHT leisten, insbesondere nicht im Winter, wenn eigentlich mehr Energie gebraucht wird als im Sommer. Dazu braucht es nur einen Blick auf den typischen Jahresgang einer Solarstromerzeugung in der Nachbarschaft, beispielsweise in Deutschland, vom Sommer 2022 bis zum Sommer 2023, Bild 4.

Bild 4. Deutschlands Stromerzeugung aus Fotovoltaik vom Sommer 2022 bis Sommer 2023, jeweils in Prozent der Maximalleistung. Die blauen Nadeln entsprechen den einzelnen Tagesleistungen, die schwarze Linie zeigt den gleitenden 5-Tage-Durchschnitt. (Grafik: Autor mit Daten von Smard.de)

Wie Bild 4 zeigt, liefert die Fotovoltaik gerade in der kältesten Zeit des Winters – von Mitte November bis Anfang/Mitte Februar – weniger als 10 % der Jahreshöchstleistung. Teilweise sind es über Wochen hinweg sogar weniger als 5 % dieses Wertes. Das fällt genau in die Periode, in der in der Schweiz auch die Wasserkraft winterbedingt einen erheblichen Leistungseinbruch aufweist. Egal wieviele Milliarden wir in die Fotovoltaik investieren – im Winter wird sie uns im Stich lassen. Und gerade im Winter braucht das Land am meisten Strom, siehe Bild 5. Die Situation wird sich noch verschärfen, da immer mehr Verbraucher dazu gebracht werden sollen, ihre Heizungen und ihre Autos mit Strom zu betreiben.

Bild 5. Die Menge an elektrischer Energie, die von den Endverbrauchern in der Schweiz im jeweiligen Monat bezogen wurde (Grafik: Swissgrid, Monatsreihenfolge winterzentriert umgestellt)

Was gegen Solarenergie in den Hochalpen spricht

In der Schweiz wird von interessierter Seite (Subventionen!) stark propagiert, Fotovoltaikpaneele in hochalpinen Bereichen aufzustellen, da dort keine Wolken die Sonnenstrahlen behindern. Das ist jedoch B’schiss, denn die prozentuale Verteilung der Sonneneinstrahlung über das Jahr ist auch in den Hochalpen nicht anders als im Flachland. Und im Winter werden Schnee und Reif zusätzlich die Leistung der dort stehenden Solarpaneele teilweise bis nahe auf Null herab absenken. Ganz abgesehen davon, dass die rauen Wetter- und Temperaturbedingungen die Lebensdauer der Paneele stark beeinträchtigen dürften. Das in einer deutschen Solarzeitschrift hochgejubelte Projekt mit der Albigna-Staumauer hat seine Langzeittauglichkeit noch längst nicht bewiesen. Von der Wirkung auf Touristen, die ja Alpenpanoramen sehen wollen und nicht alptraumhaft vergrösserte Zerrbilder der Solaranlagen, die sie täglich auf den Dächern ihrer Nachbarn bewundern müssen, ganz zu schweigen. Natürlich gibt es Kapitalgesellschaften, die beim Blick auf unsere Hochlagen Dollarzeichen in den Augen bekommen, aber unsere Bevölkerung sollte es sich gut überlegen, ob die Schweizer Berge künftig tiefblau statt felsfarben und schneeweiß schimmern sollen. Zur Versorgungssicherheit des Landes werden diese Anlagen jedenfalls keinen nennenswerten Beitrag leisten können. Die Stimmbürger des Wallis haben hier gerade ein Zeichen gesetzt, dass sie das nicht so einfach mit sich machen lassen wollen.

Wir müssen bei der Kernkraft das Ruder baldmöglichst herumreißen

Inzwischen beginnt der Mittelstand in der Schweiz die Folgen dieser Politik zu spüren. Während der Bürger zähneknirschend die horrenden Preissteigerungen zahlt, müssen vor allem mittelständische Betriebe wegen der exorbitanten Kosten aufgeben. So das traditionsreiche Bäckerei-Unternehmen Chrigu Beck in Burgdorf, das sich per 29. August 2023 für insolvent erklären und Konkurs anmelden musste. Hier stehen jetzt 90 Mitarbeiter auf der Straße. Oder das geschichtsträchtige Hotel Waldhaus Flims in Graubünden, das mittlerweile nahezu alle Mitarbeiter entlassen musste. In beiden Fällen spielten die massiv gestiegenen Energiekosten eine Rolle. Diese Liste wird in den nächsten Jahren immer länger werden.

Das Problem lässt sich durch noch so große Steigerungen bei den „erneuerbaren“ Stromerzeugern nicht lösen. Im Winter friert die Wasserkraft regelrecht ein und die Sonnenscheindauer geht auf ein Minimum zurück. Auf das Ausland ist kein Verlass. Da fossile Erzeugung tabu ist, gibt es für eine zuverlässige, rund um die Uhr verfügbare Stromerzeugung nur eine einzige Alternative: Die Kernenergie. Und da der politische Widerstand dagegen auch weiterhin groß sein wird, braucht es extrem lange Vorlaufzeiten, bevor wir wieder entsprechende Kraftwerke bekommen. Die Kampagnen hierfür müssen möglichst bald starten, denn wenn der Strom erst einmal weg ist, steht die Schweiz als moderne Industrienation auf dem Spiel. Derzeit jedenfalls ist für die Zukunft zu befürchten, dass man dann häufiger kalt duschen muss. Und damit bräche dann auch der Tourismus als Einnahmequelle weg.

Fred F. Mueller

Mit freundlicher Genehmigung übernommen aus:

https://www.c-c-netzwerk.ch/2023/09/10/eine-kalte-strompreis-dusche-fuer-die-schweiz/

Quellen

https://www.bfe.admin.ch/bfe/de/home/politik/energiestrategie-2050.html

https://www.axpo.com/ch/de/ueber-uns/medien-und-politik/strommarkt-schweiz.html

https://www.energate-messenger.ch/news/230483/schweizer-stromproduktion-ist-2022-gesunken#:~:text=Weiteren%20Angaben%20nach%20lag%20die%20inl%C3%A4ndische%20Stromerzeugung%202022,und%2010%2C8%20Prozent%20aus%20thermischen%20und%20erneuerbaren%20Stromproduktionsanlagen

https://www.empa.ch/de/web/s604/energieversorgung

https://www.bluewin.ch/de/news/schweiz/jetzt-wird-es-in-manchen-kantonen-richtig-teuer-1860440.html

https://www.20min.ch/story/strompreise-so-hart-trifft-der-preishammer-beim-strom-deine-gemeinde-245391366601

https://www.bluewin.ch/de/news/wirtschaft-boerse/strompreise-steigen-laut-schaetzung-des-vse-im-mittel-um-12-prozent-1783628.html

https://www.bluewin.ch/de/news/schweiz/jetzt-wird-es-in-manchen-kantonen-richtig-teuer-1860440.html

https://www.smard.de/home

https://www.swissgrid.ch/de/home/operation/grid-data/generation.html#gesamtenergieverbrauch

https://www.bluewin.ch/de/news/international/nein-zu-beschleunigtem-bewilligungsverfahren-fuer-solarkraftwerke-1881468.html

https://www.msn.com/de-ch/nachrichten/other/bei-chrigu-beck-gehen-die-lichter-aus/ar-AA1fTUh6?ocid=BingHPCTop

https://www.msn.com/de-ch/nachrichten/other/luxushotel-entl%C3%A4sst-alle-angestellten/ar-AA1fSIQ4?ocid=winp1taskbar&cvid=0a502d2fb9a04c06e005a50041455132&ei=12