Antarktis: Kältester November seit 40 Jahren

Cap Allon

[Vorbemerkung des Übersetzers: Die auf den Blog „electroverse“ verweisenden hinterlegten Links liegen hinter der Zahlschranke. Alle anderen Links sind jedoch problemlos erreichbar. – In diesem Beitrag werden viele Temperaturangaben genannt, um den allgemeinen Trend zu belegen. Weil die MSM-Propaganda diesen Trend anders darstellt, wird das alles hier mit übersetzt. – Ende Vorbemerkung]

Die seit Jahren in der antarktis zu verzeichende Rekordkälte hält an und intensiviert sich sogar noch, und es bleibt ein Thema, das die Alarmisten bezeichnenderweise weiträumig meiden.

Die Antarktis, die 90 % des Eises der Erde beherbergt, friert – das zeigen die Daten eindeutig.

Neue Forschungsergebnisse (Zhang et al. 2023) zeigen, dass die mittleren jährlichen Temperaturen der Westantarktis zwischen 1999 und 2018 um mehr als 1,8 °C gesunken sind. Die Abkühlung war im Frühjahr am stärksten, wobei sich der westantarktische Eisschild (WAIS) mit einer Rate von 1,84 °C pro Jahrzehnt abkühlte.

Den Ergebnissen zufolge hat sich der Großteil des antarktischen Kontinents in den letzten zwei Jahrzehnten um mehr als 1 °C abgekühlt.

Eine Studie aus dem Jahr 2021 ergab, dass sich die Ostantarktis und die Westantarktis (seit 1979) mit einer Rate von 0,70 °C bzw. 0,42 °C pro Jahrzehnt abgekühlt haben, während sich der vergleichsweise dünne Streifen der Antarktischen Halbinsel – also das Gebiet, dem die Medien und die Aktivisten-Wissenschaftler gleichermaßen ihre Zeit widmen – nur um 0,18 °C pro Jahrzehnt erwärmt hat.

In der Realität ist die Kälte der letzten Jahre gut dokumentiert worden. Betrachtet man nur das Jahr 2023, so war dies ein außergewöhnlich kaltes Jahr am unteren Ende der Welt. Ab Januar wurden regelmäßig Werte von weit unter -40°C gemessen.

Am 28. Januar wurden in Wostok -47,5 °C gemessen – die niedrigste Januartemperatur der Station seit -48,5 °C am 30. Januar 1989 (Sonnenminimum des 21. Zyklus). Am 29. Januar sank die Temperatur in Wostok sogar noch tiefer, nämlich auf -48,7 °C, womit der historische Januar-Tiefstwert von 1989 gebrochen und die niedrigste Sommertemperatur seit der Eröffnung der Station im Jahr 1957 erreicht wurde.

Die italienisch-französische Station Concordia bestätigte die Abkühlung und zeigte einen neuen Trend auf:

Am 30. Januar wurde eine Temperatur von -48,5 °C gemessen, was dem bisherigen Tiefstwert der Station im Januar entspricht (der im Vorjahr gemessen wurde). Und was den Trend betrifft, so sind hier die Tiefstwerte von Concordia im Januar (4. bis 1.): -48 °C am 28. Januar 2012; -48,3 °C am 31. Januar 2012; -48,5 °C am 30. Januar 2022; und jetzt -48,5 °C am 30. Januar 2023.

Im März wurde in der Antarktis so früh im Jahr der niedrigste Wert jemals gemessen.

Im Juli verzeichnete der Kontinent die niedrigste Temperatur der Erde seit 2017.

Der August in Wostok war mit durchschnittlich -71,2 °C der kälteste August seit 2002 und auch der kälteste Monat seit Juli 2016.

Überall auf dem Kontinent wurden im August neue Rekorde aufgestellt, darunter:

Die -61,1°C auf der Vito AWS auf dem Ross-Schelfeis übertreffen den bisherigen Rekordwert von -60,6°C vom 22. August 2008; die -59,9°C in Willie Field in der Nähe der Ross-Insel übertraf damit die alte Bestmarke von -56,9°C vom 7. August 2001; und die -56,7°C in Lorne, ebenfalls auf der Ross-Insel, übertrafen den Wert von -54,9°C vom 17. Juli 2010.

Anderswo wurden -53,2°C in Erin in der Westantarktis gemessen, womit der Rekord vom 16. Juli 2010 eingestellt wurde; der AGO-4 in Vostok fiel auf -81°C – ein Wert, der seit 1994 nicht mehr erreicht wurde. Byrd, eine weitere automatische Station in der Westantarktis, verzeichnete -63,9°C – und lag damit nur 0,5C über dem bisherigen Tiefstwert (-64,4°C), der am 18. Juli 1985 erreicht wurde.
Im darauffolgenden Monat September wurden am 9. September -80,6 °C in Wostok gemessen – die niedrigste Temperatur im September seit 2012.

Im Oktober setzte sich dieser Trend fort, wobei das gesamte antarktische Plateau deutlich unter dem monatlichen Durchschnitt lag.

An der Südpolstation lag der Oktober im Durchschnitt bei -52,8 °C und damit 1,9 °C unter der multidekadischen Norm. Damit wurde der kälteste Oktober des 21. Jahrhunderts nicht ganz erreicht, der immer noch von den -54,3°C von 2021 gehalten wird, die während des kältesten Winters (April-September) in der Geschichte der Antarktis aufgezeichnet worden waren.

Die Oktoberwerte für Vostok zeigen ähnliche Anomalien. Der monatliche Durchschnittswert lag dort bei -57,7 °C – ganze 1 °C unter dem mehrjährigen Referenzwert und war damit der kälteste Oktober seit 2010 (-58,1 °C).

Und jetzt haben wir die Daten für November 2023…

Wostok verzeichnete einen weiteren kalten Monat, den kältesten seit 40 Jahren und den zweitkältesten in der Betriebsgeschichte der Station (die 1957 eröffnet worden war). Der vorläufige Monatsdurchschnitt des Novembers von -45,3 °C wird nur von den -45,4 °C des Novembers 1983 unterboten.

Die Südpolstation verzeichnete – ebenfalls vorläufig – einen Monatsdurchschnitt von -38,4°C, der um 1,2°C unter der multidekadischen Norm liegt.

Die Daten deuten eindeutig auf eine Abkühlung der Antarktis hin, was die „Wissenschaftler“ der AGW-Partei auf die Suche nach „akzeptablen“ Antworten bringt.

[Hervorhebung im Original]

Dies ist kein neues Phänomen, aber es verstärkt sich.

Wie bereits kurz erwähnt, erlebte der Südpol im Jahr 2021 den kältesten Winter jemals und verzeichnete seitdem anomal kalte Monate. Der November 2022 war mit einem Durchschnitt von -40,4 °C der kälteste November seit 1987. Der Dezember 2022 war mit -29,1°C der kälteste Dezember seit 2006. Tatsächlich wurde der Zeitraum von November 2022 bis Februar 2023 als zweitkältester jemals aufgezeichneter Zeitraum registriert.

Die Antarktis kühlt sich ab, die Daten sind eindeutig.

Aber „Eisverlust!“ schreien die propagierten Massen auf Anweisung einer Bande von gruppendenkenden Pop-Wissenschaftlern.

Und obwohl das Meereis in diesem Jahr in der Tat niedrig ist, muss man für diesen „Ausrutscher“ viel tiefer graben, als die Katastrophisten jemals zugeben wollen – oder wahrscheinlich sogar können – denn die Temperatur hat nur sehr wenig damit zu tun.

Das antarktische Meereis ist für seine Unbeständigkeit bekannt, wobei die Ausdehnung von Saison zu Saison stark schwankt. Und nach den Verlusten der „Todesspirale“ in der ersten Hälfte des Jahres 2023 ist in den letzten Monaten eine Erholung zu beobachten:

Außerdem hat das antarktische Meereis seit Beginn der Satellitenbeobachtungen (1979) insgesamt um etwa 1 % pro Jahrzehnt zugenommen:

Link (Zahlschranke): https://electroverse.substack.com/p/antarcticas-coldest-november-for?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Klima-Kabale: „Globale Erwärmung heißt mehr extreme Kälte“

Cap Allon

„Nur Klima-Idioten glauben, dass die CO₂-Erderwärmung das Wetter kälter macht“, schreibt Jim Steele auf X.

Zweistellige Minusgrade und starke Schneefälle in Deutschland lassen Zweifel an der Krisenhysterie der globalen Erwärmung aufkommen. Alarmisten haben dieser Logik jedoch entgegengehalten, dass „die Auswirkungen der globalen Erwärmung die extrem niedrigen Temperaturen sogar begünstigt haben könnten.“

Solche unehrlichen Behauptungen, so Steele weiter, verdeutlichen, warum die Darstellung der Klimakrise ein Anti-Wissenschafts-Schwindel ist.

Die Auswirkungen des steigenden CO2-Gehalts können niemals falsifiziert werden, wie es die ehrliche Wissenschaft verlangt. Ob warm oder kalt, Überschwemmungen oder Dürren, die Klima-Schlangenölverkäufer werden Ihnen erzählen, dass CO₂ die Ursache für alles ist, was Sie plagt.

Traurigerweise glauben viele Leute*, dass es sie rettet, wenn sie den Politikern die Kontrolle über ihr Leben überlassen.

[*Autor Cap Allon drückt sich hier etwas drastischer aus mit „idiot Chicken Littles“. A. d. Übers.]

Um jegliche Zweifel an der Klimakrise zu zerstreuen und den Ruf nach einer ehrlichen Klimadebatte zu unterdrücken, bringen die Panikmacher längst entlarvte Behauptungen von einigen wenigen alarmistischen Forschern vor, in der Hoffnung, Sie davon zu überzeugen, dass die globale Erwärmung auch einen schwächeren Jetstream verursacht, der die arktische Luft nach Süden vordringen lässt.

Die Alarmisten setzen darauf, dass die Öffentlichkeit nichts von der nordatlantischen Oszillation weiß, die europäische Seefahrer seit zwei Jahrhunderten dokumentieren, weil die Winterwinde, auf die sie angewiesen waren, ein starkes West-Ost-Muster aufweisen, das dann periodisch in ein wellenförmiges Jetstream-Muster übergeht:

Die Alarmisten setzen auch darauf, dass die Öffentlichkeit nichts von den jahreszeitlichen Veränderungen in der Intertropischen Konvergenzzone (ITCZ) weiß, die im Wesentlichen dem Stand der Sonne folgt.

Der Breitengrad der ITCZ beeinflusst die Zirkulationszellen der Atmosphäre und damit die Position und Stärke der polaren und subtropischen Strahlströme. Während des Sommers auf der Nordhalbkugel bewegt sich der Jetstream nordwärts. Im Winter bewegt sich der Jet nach Süden, wodurch natürlich mehr kalte Luft in Richtung Äquator strömt.

Die Position der ITCZ korreliert auch mit bedeutenden Klimaveränderungen in den letzten 10.000 Jahren.

Wissenschaftler stellten fest, dass sich die ITCZ während der Kleinen Eiszeit (1300 n. Chr. bis 1850 n. Chr.) in ähnlicher Weise nach Süden bewegte. Danach wanderte die ITCZ nach Norden und korreliert mit dem aktuellen Erwärmungstrend seit 1850. Ebenso korreliert das warme Klimaoptimum des Holozäns mit der nördlichsten ITCZ-Position, während der Abkühlungstrend der Erde in den letzten 6000 Jahren mit der ITCZ korreliert, die sich aufgrund der sich ändernden Schiefe der Erdachse immer weiter nach Süden bewegt.

Vergleichen Sie schließlich die Position, Stärke und Welligkeit des polaren Jetstreams im Juni 2023 und im Dezember 2023. Nachfolgend ist die Stärke der Jetstream-Winde dargestellt, die aus der Modellierung des NWS stammen. Dickere und dunklere rote Linien stehen für einen stärkeren Jetstream:

Zunächst ist zu beachten, dass sich der nordpolare Jetstream jeden Winter so weit äquatorwärts bewegt, dass er oft mit dem subtropischen Jet verschmilzt, insbesondere in El-Nino-Jahren. Dadurch kann kalte Luft auf natürliche Weise nach Süden wandern.

Zweitens sind die polaren Jetstreams im Winter stärker und nicht schwächer, weil der Temperaturunterschied zwischen der Arktis und den Tropen in jedem Winter natürlich zunimmt.

Und schließlich sind alle Jetstreams von Natur aus wellig, sogar auf der Südhalbkugel, die nicht die gleiche Erwärmung wie in der Arktis erlebt hat, über die die Alarmisten schimpfen.

Steele schlussfolgert: Hüten Sie sich vor jedem Schwindler, der Ihnen erzählt, dass die Erwärmung niedrigere Temperaturen verursacht, denn sie sind die Feinde der Wahrheit.

Link (Zahlschranke): https://electroverse.substack.com/p/extreme-record-breaking-temperatures?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Daten der Niederschlagsmenge widerlegen die Klimakrisen-Behauptungen der „Experten“

Cap Allon

Das Narrativ der Alarmisten: Feuchte Regionen werden feuchter und trockene werden trockener. Sie argumentieren, dass die Verbrennung fossiler Brennstoffe den Planeten erwärmt und die Verdunstung erhöht: Mehr Wasserdampf führt zu mehr Überschwemmungen; mehr Verdunstung trocknet auch das Land aus und führt zu mehr Dürre.

Die wissenschaftlichen Daten zeichnen jedoch ein völlig anderes Bild, wie der Ökologe Jim Steele in einem ausführlichen X-Beitrag erklärt:

Kazemzadeh (2021) stellte anhand von Satellitendaten fest, dass 88 % der Erdoberfläche keine Trends bei den Niederschlägen aufweisen.

(Also kein Erwärmungseffekt?)

Von dem kleinen verbleibenden Prozentsatz der Gebiete mit signifikanten Trends regnet es zu 50 % mehr und zu 50 % weniger. Dieses Gleichgewicht deutet darauf hin, dass die Niederschlagstrends einfach auf Veränderungen in den Zirkulationsmustern zurückzuführen sind, die zu einer Umverteilung des ausregnenden Wasserdampfs führen. Dies gilt insbesondere für die Ozeane, wo 90 % des verdunsteten Wasserdampfs wieder in den Ozean ausregnet. Der globale Wasserkreislauf zeigt, dass die Veränderungen der Niederschläge auf dem Land davon abhängen, wann und wo die Feuchtigkeit ausregnet. Darüber hinaus können der Verlust von Feuchtgebieten und der Verlust von Vegetation die Wiederverwertung von Wasser an Land verringern und einen negativen Niederschlagstrend verursachen.

Trotz der Landschaftsveränderungen und im Gegensatz zu den Behauptungen der Alarmisten sind zunehmende Niederschlagstrends auf den Kontinenten selten. Viele Dürren und Überschwemmungen stehen im Zusammenhang mit El-Niño/La-Niña-Schwankungen. In den letzten beiden Jahrzehnten gab es mehr La-Niña-ähnliche Bedingungen, die im Westen der Vereinigten Staaten zu mehr Dürre führten, während gleichzeitig die Monsunregenfälle und Überschwemmungen in Asien zunahmen.

Infolgedessen wurden die größten positiven Niederschlagstrends (unten in grün dargestellt) im Hochland von Pakistan und im Nordwesten Indiens beobachtet. Dementsprechend wählten Panikmacher die Überschwemmungen in Pakistan 2010 und 2022 opportunistisch als Beweis für eine Klimakrise aus, und gierige Regierungen verlangten von den Industrienationen, für die Überschwemmungsschäden in Pakistan zu zahlen, indem sie die Überschwemmungen fälschlicherweise der Verbrennung fossiler Brennstoffe zuschrieben.

Auch hier widerlegen die Daten die Behauptungen der Alarmisten.

Wissenschaftler, die sich tatsächlich mit dem Klima in dieser Region befassen, kamen zu dem Schluss, dass „die Überschwemmungen in Pakistan 2010, auch wenn sie beispiellos erscheinen, durchaus im Rahmen der natürlichen Variabilität des Monsunklimas auf dem indischen Subkontinent lagen. … Ein schneller Übergang von El Niño zu La Niña zwischen Frühjahr und Sommer 2010 scheint das Schlüsselelement für die Auslösung eines kräftigen Monsuns im Jahr 2010 zu sein.“

Darüber hinaus zeigen die Daten zu Überschwemmungen und Dürren in Pakistan seit 1850 (siehe unten) deutlich, dass es ENSO ist, das abwechselnde Jahrzehnte mit Überschwemmungen und Dürren verursacht, und nicht die globale Erwärmung, was erklärt, warum drei der letzten sieben Dürren in Pakistan in den kühleren 1800er Jahren stattfanden.

Doch die Klimaalarmisten scheuen sich davor, Extremereignisse auf solche natürlichen Schwankungen zurückzuführen. Um ihr CO₂-Krisennarrativ aufrechtzuerhalten, erfanden sie schamlos eine brandneue Klimadynamik und behaupteten, die CO₂-Erwärmung verursache jetzt ein „Klima-Peitschenhieb“.

Link: https://electroverse.info/heavy-snow-europe-lackluster-el-nino-data-refutes-climate-crisis-claims-cme/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Fossile Treibstoffe werden in absehbarer Zukunft nicht verschwinden

H. Sterling Burnett

Es mehren sich die Anzeichen dafür, dass das von den Klimaalarmisten viel beschworene Ende der fossilen Brennstoffe noch in weiter Ferne liegt und in der Tat in immer weitere Ferne rückt. Das bedeutet, dass das Ziel, bis 2030, 2035 oder sogar 2050 keine fossilen Brennstoffe mehr zu verbrauchen, sich immer mehr als ein Luftschloss entpuppt. Wenn die Alarmisten recht haben und die Kohlendioxid-Emissionen die Temperaturen in die Höhe treiben, wird die Welt die angeblich gefährliche Grenze von 1,5 oder sogar 2,0 Grad über der vorindustriellen Durchschnittstemperatur überschreiten, wenn das Netto-Null-Ziel nicht erreicht wird.

Wenn Sie glauben, dass dies eine Katastrophe bedeutet, kaufen Sie jetzt den Bunker oder das Friedhofsgrundstück Ihrer Wahl.

Mein Freund und Kollege Duggan Flanakin hat kürzlich detailliert beschrieben, wie Deutschland seine Zusagen zum Ausstieg aus der Kohlenutzung zurücknimmt. Deutschland erschließt neue Kohlefelder und nimmt zuvor stillgelegte Kohlekraftwerke wieder in Betrieb. Damit reagiert es auf Energieengpässe und steigende Preise, die durch die massive Umstellung auf unzuverlässige – ich meine „erneuerbare“ – Energien verursacht werden. Vielleicht sehen die deutschen Politiker die Zeichen der Zeit, wenn sie nicht aufhören, vor den Grünen und ihrer Kohlenwasserstoff-Phobie zu kuschen, und sich stattdessen darauf konzentrieren, den durchaus berechtigten Wunsch ihrer Wähler nach erschwinglicher, zuverlässiger Energie zu erfüllen.

[Hervorhebungen vom Übersetzer]

Obwohl UK und die Regierung Biden immer noch auf eine schnelle Umstellung auf eine Netto-Null-Stromerzeugung drängen, gibt es auch in diesen beiden Ländern Anzeichen für Risse. Flanakin merkt an, dass der Vorsitzende der Federal Energy Regulatory Commission Willie Phillips vor kurzem sagte: „Ich bin äußerst besorgt über das Tempo, mit dem Generatoren, die für die Zuverlässigkeit benötigt werden, aus dem Verkehr gezogen werden.“ Mit etwas Glück bleibt Biden und Co. nur noch wenig Zeit, um Amerikas Energieversorgung und Wirtschaft weiter zu ruinieren.

Sogar UK und die Regierung Biden sind mehr damit beschäftigt, über Emissionsreduzierungen zu reden als diese (zum Glück) konsequent und mit ganzem Herzen umzusetzen berichtet die New York Times.

Fast alle der 20 führenden, fossile Brennstoffe produzierenden Länder planen, im Jahr 2030 mehr Öl, Gas und Kohle zu fördern als sie es heute tun. Wenn diese Prognosen zutreffen, würde die Welt die Menge an fossilen Brennstoffen überschreiten, die noch mit einer Begrenzung der Erwärmung auf 2 Grad Celsius vereinbar ist – ein Wert, der nach Ansicht der Wissenschaftler zu weitaus mehr lebensbedrohlichen Hitzewellen, Dürren und Küstenüberschwemmungen führen würde.

„Die Regierungen verdoppeln buchstäblich die Produktion fossiler Brennstoffe; das bedeutet doppeltes Ungemach für die Menschen und den Planeten“, sagte António Guterres, der Generalsekretär der Vereinten Nationen, in einer dem Bericht beigefügten Erklärung.

Unter den 20 größten Erdölproduzenten befinden sich mehrere Länder, die sich verpflichtet haben, die Produktion und den Verbrauch fossiler Brennstoffe radikal zu reduzieren, um einen Netto-Nullverbrauch zu erreichen, wie die Vereinigten Staaten, Kanada, Norwegen und UK. In all diesen Ländern nimmt die Ölförderung zu, und es werden neue Pachtverträge angeboten. Das erinnert mich an die weise Aussage von Thomas Hobbes: „Pakte ohne Schwerter sind nur Worte“.

In der Zwischenzeit ist die BRICS-Koalition – Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika – vor kurzem um sechs Länder erweitert worden: Argentinien, Ägypten, Äthiopien, Iran, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate. Während die BRICS-Staaten Plattitüden über die Notwendigkeit einer Emissionsreduzierung von sich geben und sich dazu verpflichten, dies irgendwann in der Zukunft zu tun, strafen ihre Taten ihre Worte Lügen.

Die BRICS haben gerade sechs Länder – Argentinien, Ägypten, Äthiopien, Iran, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate (Gastgeber der COP 28) – als Mitglieder aufgenommen. Keines dieser Länder scheint darauf erpicht zu sein, einen Kotau vor der EU oder den USA zu machen. Je stärker der Westen mit seinen Rumpelstilzchen-ähnlichen Füßen aufstampft, desto unwahrscheinlicher wird Net Zero eine globale Vision bleiben. Die Welt will und braucht mehr Energie und wird sich vom dekadenten Westen nicht vorschreiben lassen, welche Energie „akzeptabel“ ist und welche nicht.

China und Indien, die beiden Länder mit dem größten Kohlendioxidausstoß (China übrigens mit großem Abstand), setzen immer mehr Kohle, Gas und Öl ein. Im April 2021 versprach der chinesische Präsident Xi Jinping, Projekte zur Kohleverstromung in China „streng zu kontrollieren“. Doch, wie Flanakin schreibt:

In den zwei Jahren vor Xis Versprechen genehmigte China 127 Kohlekraftwerke mit einer Gesamtkapazität von 54 Gigawatt. Seit der Zusage ist diese Zahl auf 182 Anlagen mit 131 Gigawatt Kohlekraft gestiegen. Das Ergebnis: China hat seine neue Kohlekraftwerkskapazität mehr als verdoppelt, während die USA und die europäischen Länder ihre Kapazität reduziert haben.

Flanakin, die New York Times, der Business Standard, die Economic Times und andere Medien haben in letzter Zeit über die sehr öffentliche Entscheidung Indiens berichtet, mehr Kohle für die Energieerzeugung zu produzieren und zu nutzen. Indien produziert derzeit jährlich 1 Milliarde Tonnen Kohle für die Stromerzeugung und die industrielle Nutzung. Der indische Kohleminister kündigte kürzlich an, dass Indien die Produktion bis 2027 auf 1,404 Milliarden Tonnen und bis 2030 auf 1,577 Milliarden Tonnen steigern will – ein Anstieg der Kohleproduktion um 57 Prozent in nur sieben Jahren. Die indische Regierung hat nicht vor, diese Kohle abzubauen, um sie dann ungenutzt liegen zu lassen, sondern will sie verbrennen, um alle Regionen des schnell wachsenden, aber immer noch verarmten Landes wirtschaftlich zu entwickeln.

Vielleicht ist das der Grund, warum Indiens Verpflichtung zum Erreichen von Netto-Null weit in die Zukunft reicht, nämlich bis 2070. Das ist 20 Jahre nach dem Datum, das die Unterzeichner des Pariser Abkommens für notwendig erachten, um die schlimmsten Auswirkungen des vom Menschen verursachten Klimawandels zu vermeiden.

Ist es möglich, den Netto-Nullpunkt weltweit bis 2050 zu erreichen? Sicher, theoretisch. Mit der Forderung nach einem Ende der Nutzung fossiler Brennstoffe wäre dies möglich. Ich glaube jedoch, dass es nur wenige Politiker gibt, die bereit sind, die sich ergebenden wahltaktischen Konsequenzen zu tragen, wenn man dem Klima für längere Zeit Vorrang einräumt und damit auf Wirtschaftswachstum verzichtet und es nicht schafft, die Beschäftigung hoch, die Preise relativ stabil und die Energieversorgung mehr oder weniger zuverlässig zu halten.

Wenn natürlich einige noch nicht entdeckte Technologien alle Produkte, Technologien, Verfahren und Dienstleistungen ersetzen können, die derzeit durch fossile Brennstoffe möglich sind, und vom Markt schnell angenommen werden, oder wenn sich die derzeitigen Technologien zur Beseitigung und Speicherung von Kohlendioxid-Emissionen radikal verbessern und kosteneffizient werden und schnell eingesetzt werden können, dann kann die angeblich notwendige Kohlendioxid-Reduktion vielleicht erreicht werden, ohne dass es zu einer wirtschaftlichen Katastrophe kommt. Andernfalls ist der Netto-Nullpunkt ein Hirngespinst schwachsinniger Klimaforscher und der Politiker und Bürokraten, die sie finanzieren. Wenn die Abschaffung des Netto-Nullpunkts zu steigenden, Schäden verursachenden Temperaturen führt, sollten wir uns lieber auf das konzentrieren, wofür ich mich seit fast drei Jahrzehnten einsetze: die Steigerung des globalen Wohlstands, der die Widerstandsfähigkeit gegenüber extremen Wetterereignissen verbessert, indem er die Flexibilität, Reaktionsfähigkeit und Anpassungsfähigkeit erhöht.

Anpassung ist jetzt und war schon immer die beste Antwort auf den Klimawandel, unabhängig von seiner Ursache oder seinem Verlauf.

Quellen: Townhall; The New York Times; Business Standard; The Economic Times

Link: https://heartlanddailynews.com/2023/12/climate-change-weekly-489-fossil-fuels-arent-going-away-soon/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Klima-„Journalismus“ verewigt den Betrug

Peter Murphy

Die größten Verbreiter von „Fehlinformationen“ und „Desinformationen“ [nicht nur] in Amerika sind heute diejenigen, die sich als Journalisten ausgeben, insbesondere wenn es um die „Berichterstattung“ über Klimafragen geht.

Es wäre verständlich, dem entgegenzuhalten, dass es die Politiker und deren Vertreter sind, die Unwahrheiten über das Klima verbreiten. In der Tat legen viele Politiker von Natur aus falsches Zeugnis ab, indem sie Halbwahrheiten sagen, bekannte Fakten weglassen oder schlichtweg lügen. Der Euphemismus für ein solches Verhalten heißt „winden“.

Das Ausmaß, in dem Politiker so durchdringend lügen oder „sich winden“ können, wird jedoch durch zumeist nachgiebige Medien ermöglicht, oder schlimmer noch, durch aufmunternde Medien, die Unwahrheiten unkritisch nachplappern und weiterverbreiten und die Behauptungen der Politiker über einen Klimanotstand und alles, was damit zusammenhängt, bereitwillig akzeptieren.

Präsident Joe Biden ist der prominenteste Politiker Amerikas, der in Sachen Klima gnadenlos unehrlich ist. Beispiele dafür gibt es zuhauf, darunter seine wiederholten Behauptungen, dass der Klimawandel angeblich die Ursache für die beispiellosen Stürme und Waldbrände auf Maui sei und dass die Kohlenstoffemissionen aus Öl, Kohle und Erdgas für die Erwärmung des Planeten und die Bedrohung der Menschheit verantwortlich seien, während andere natürliche Faktoren ignoriert würden. Er redet so, weil er es kann, ohne Angst zu haben, von den größten Medien herausgefordert oder widerlegt zu werden.

Der Klimafanatismus ist in der Demokratischen Partei [der USA] zum Dogma geworden. Nicht wenige Republikaner verfolgen ebenfalls einen klimafreundlichen Ansatz, bei dem sie die falsche Prämisse akzeptieren, dass der Klimawandel ein negatives Phänomen ist, das angegangen werden kann und sollte, nur dass sie (noch) nicht so weit sind, zerstörerische Maßnahmen zu ergreifen.

Würden ein Präsident und eine ganze große politische Partei in den USA nachweislich falsche Klimabehauptungen verbreiten, wenn es echten Journalismus gäbe, der lediglich seine verfassungsmäßige Aufgabe wahrnimmt?

Im ersten Zusatzartikel der US-Verfassung heißt es unter anderem: „Der Kongress darf kein Gesetz erlassen, das die Rede- oder Pressefreiheit einschränkt“. Der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten hat die Pressefreiheit wiederholt bestätigt, am bekanntesten durch das Urteil New York Times gegen die Vereinigten Staaten aus dem Jahr 1971. Das Ergebnis dieses Falles erlaubte die Veröffentlichung der „Pentagon Papers“, die der Times zugespielt worden waren. Dabei handelte es sich um eine Reihe interner Dokumente, die von Beamten der Regierungen Kennedy und Johnson erstellt worden waren und in denen schon früh Kritik an der Politik des Vietnamkriegs geübt und Zweifel an der Fähigkeit Amerikas geäußert wurden, den Krieg zu gewinnen, auch wenn Präsident Johnson und hochrangige Beamte öffentlich das Gegenteil behaupteten und die Kriegsanstrengungen ausweiteten.

Richter Hugo Black schrieb in seiner Zustimmung zur Mehrheitsmeinung des Gerichtshofs:

Die Macht der Regierung, die Presse zu zensieren, wurde [durch den 1. Verfassungszusatz] abgeschafft, so dass die Presse für immer frei bleiben würde, die Regierung zu zensieren. Die Presse wurde geschützt, damit sie die Geheimnisse der Regierung aufdecken und das Volk informieren konnte. Nur eine freie und ungehinderte Presse kann den Betrug der Regierung wirksam aufdecken. Und zu den wichtigsten Aufgaben einer freien Presse gehört es, zu verhindern, dass ein Teil der Regierung das Volk täuscht.

Beschreibt irgendetwas davon im Entferntesten, was aus dem Journalismus im Amerika des 21. Jahrhunderts geworden ist, insbesondere in Bezug auf den Klimawandel (und Covid-19)? Die meisten nationalen Medien sind längst zu einer Echokammer der Regierung in Bezug auf das Klima geworden, wobei eine solche Realität nicht mehr subtil ist. In der Tat drängen sie darauf und zensieren abweichende Fakten.

Im September letzten Jahres beispielsweise organisierte die Gruppe Covering Climate Now (CCN) an der Columbia University’s School of Journalism eine Konferenz mit dem Titel The State of Climate Journalism: Issuing a Call to Action [etwa: Der Stand des Klima-Journalismus: Ein Aufruf zum Handeln]. Es ist eine Sache, wenn eine extremistische Non-Profit-Organisation jeden Anschein von professionellem, fairen Journalismus ablehnt; es ist zutiefst beunruhigend, wenn eine ganze Reihe von Teilnehmern aus den „Mainstream“-Medien dem zustimmen, darunter ABC, CBS und Time sowie offensichtlich schräge Mediengruppen, Vox, MSNBC, HuffPost und andere.

Wie Collin Anderson vom Free Beacon berichtet, forderten der nationale Umweltreporter von CBS, David Schechter, und der Reporter des Time Magazine, Justin Worland, ihre Kollegen während der Konferenz auf, den Klimawandel als ein Thema darzustellen, bei dem es um Leben und Tod geht und das über die Normen der Medienbranche und die Standardpraktiken des Journalismus hinausgeht. Worland bezeichnete es als „Fehlinformation“ zu schreiben, dass die so genannte grüne Energie teurer sei als die Energie aus fossilen Brennstoffen, und Schechter riet dringend davon ab, „zu glauben, dass es zwei Seiten dieser [Klima-]Geschichte gibt“ oder dass der Klimawandel ein Thema für eine „sinnvolle wissenschaftliche Debatte“ sei.

Mit anderen Worten: Wenn 1.800 Wissenschaftler und andere Fachleute in der CLINTEL-Stiftung erklärten im letzten Sommer, dass es „keinen Klimanotstand“ gibt, und Gründe anführten, warum dies von Journalisten ignoriert werden sollte.

Im Gegensatz dazu beschreibt selbst die American Civil Liberties Union (ACLU) noch treffend, was die Rolle der Medien sein sollte: „Eine freie Presse fungiert als Wachhund, der das Fehlverhalten der Regierung untersuchen und darüber berichten kann. Sie sind auch ein lebendiger Marktplatz der Ideen, ein Vehikel für normale Bürger, um sich auszudrücken und ein breites Spektrum an Informationen und Meinungen zu erhalten.“

Oh, wie weit ist der Journalismus gefallen. Die Berichterstattung über Climate Now und seine verlogenen Medienpartner, die Millionen von Amerikanern erreichen, zielt darauf ab, die tatsächliche Wissenschaft zu leugnen und stattdessen Fehlinformationen und Desinformationen über das Klima zu verbreiten. In der Psychologie nennt man dies Projektion. In der Alltagssprache nennt man es Unehrlichkeit.

Link: https://www.cfact.org/2023/11/27/climate-journalism-perpetuates-fraud/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE