COP28: Eine große globale Psycho-Party, um mehr Geld aus ein paar Sündenböcken herauszuholen

Joanne Nova

[Alle Hervorhebungen in diesem Beitrag im Original]

Habe ich es nicht gesagt? Nach dem Beinahe-Zusammenbruch der Klimagespräche haben die Staats- und Regierungschefs der Welt die COP28 in letzter Minute „gerettet“ und beim Klima-Bingo die Höchstpunktzahl erreicht: Die Gespräche sind historisch“, wegweisend“, beispiellos und verwenden zum ersten Mal überhaupt den Begriff Abkehr von fossilen Brennstoffen“. Sei still, mein schlagendes Herz.

Hundert Milliardäre haben sich mit 70.000 (nach letzten Meldungen über 95.000 Teilnehmer) Groupies getroffen, haben Millionen von Dollars verwendet, die größtenteils anderen Leuten weggenommen worden sind, und haben beschlossen, dass sie das alles noch einmal machen müssen.

Bei diesen Treffen geht es darum, weitere Pressemitteilungen herauszugeben, die treuen Untergebenen zu belohnen, goldene Handschläge hinter den Kulissen zu arrangieren und Milliarden von Dollar vom Pöbel an die Privatjet-Klasse zu überweisen. Dieses glorreiche Ziel wird erreicht, wenn die große UN-Performance des vagen, unverbindlichen Hypes genutzt wird, um Investoren und Wähler in den heimischen Theatern zu täuschen.

Und so kommt es, dass sich alle Nationen schließlich darauf geeinigt haben, das zu tun, was sie ohnehin schon taten. Aber die UN-Sprache übersetzt das Nichts in Übertreibung:

Das Abkommen markiert „den Anfang vom Ende der fossilen Brennstoffe“ – UNFCCC

Der Präsident der Europäischen Kommission hat das COP28-Abkommen begrüßt und es als „globalen Wendepunkt“ bezeichnet. – Mehr bei Sky News.

Trotzdem setzt die Welt den Übergang hin zu fossilen Brennstoffen und weg von Holz und Eseln fort, während alle – außer den Sündenböcken – das Spiel mitspielen und so tun, als würden sie sich nur mit Sonnen- und Windenergie versorgen.

Ungeachtet der Billionen von Dollar, die dafür ausgegeben werden, stammen immer noch 82 % der weltweiten Energie aus fossilen Brennstoffen, und der jährliche Zuwachs an fossilen Brennstoffen ist so rasant, dass all die zusätzlichen, in diesem Jahr hinzukommenden unzuverlässigen Energiequellen damit nicht einmal mithalten können.

Das Theater des Absurden

Die Sprecherin einer Gruppe kleiner Inseln erklärte der Welt, das Abkommen sei nichts Besonderes, und bekam trotzdem zwei Minuten lang stehende Ovationen:

Die Chefunterhändlerin der Allianz der kleinen Inselstaaten, Anne Rasmussen, kritisierte das Abkommen als wenig ambitioniert.

Wir haben einen inkrementellen Fortschritt gegenüber dem „Business as usual“ gemacht, obwohl wir eigentlich einen exponentiellen Schritt in unserem Handeln brauchen“, sagte sie.

Sie erhob jedoch keine formellen Einwände gegen den Pakt, und ihre Rede wurde mit stehenden Ovationen bedacht, die fast zwei Minuten dauerten. – Reuters

Es spielt keine Rolle, was sie gesagt hat, so wie es auch keine Rolle spielt, dass 90 % ihrer Inseln nicht untergehen. Die Inseln sind die Maskottchen und müssen bejubelt werden. Es ist eine religiöse Angelegenheit.

Es ist das leere UN-Grundlagenabkommen, das fast niemand erreichen wird.

Sogar die Propagandamaschine in Genf muss zugeben, dass das „zentrale Ergebnis“ nur eine Bestandsaufnahme ist, die zeigt, dass die Emissionen um eine unmögliche Menge gesenkt werden *müssen*, und dass die Menschen dies nicht erreichen. Besser geht’s nicht:

Die globale Bestandsaufnahme gilt als zentrales Ergebnis der COP28, enthält sie doch alle Elemente, über die verhandelt wurde und die nun von den Ländern genutzt werden können, um bis 2025 stärkere Klimaschutzpläne zu entwickeln.

Die Bestandsaufnahme erkennt die wissenschaftlichen Erkenntnisse an, wonach die globalen Treibhausgas-Emissionen bis 2030 um 43 % gegenüber 2019 gesenkt werden müssen, um die Erderwärmung auf 1,5 °C zu begrenzen. Sie stellt jedoch fest, dass die Vertragsparteien bei der Erreichung ihrer Ziele aus dem Pariser Abkommen nicht auf dem richtigen Weg sind. – UNFCCC

Erst letzten Monat hat die UNO zugegeben, dass die Welt das Pariser Abkommen nicht nur knapp, sondern um den Faktor zwei verfehlen wird.

Das UNFCCC hofft, dass alle im nächsten Jahr mit besseren Plänen auftauchen werden:

Kurzfristig werden die Vertragsparteien ermutigt, in ihrer nächsten Runde von Klimaaktionsplänen (bekannt als national festgelegte Beiträge) bis 2025 ehrgeizige, wirtschaftsweite Emissions-Reduktionsziele vorzulegen, die alle Treibhausgase, Sektoren und Kategorien abdecken und auf die 1,5°C-Grenze abgestimmt sind.

Wenn Ihre Regierung zu denen gehört, die ernsthaft versuchen, unmögliche, dumme Ziele zu erreichen, dann wissen Sie, dass Sie im „Sündenbock-Staat“ (Patsy State) leben.

Link: https://www.cfact.org/2023/12/15/cop28-onee-big-global-psy-op-to-screw-more-money-out-of-a-few-patsies/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Indonesien verzichtet auf Dekarbonisierung für Wohlstand und Sicherheit

Vijay Jayaraj

In den letzten Jahrzehnten hat Indonesien, ein Inselstaat mit über 17.000 Inseln, einen erstaunlichen wirtschaftlichen Fortschritt zu verzeichnen. Die strategische Nutzung fossiler Brennstoffe ist ein Schlüsselfaktor im Zentrum dieses Wachstums.

Indonesien ist ein bedeutender Nutzer von Kohle und der weltweit drittgrößte Produzent dieses Minerals.

Aber genau wie andere Länder steht das Land unter dem immensen Druck von Organisationen wie den Vereinten Nationen und den Gegnern fossiler Brennstoffe im Westen, die Kohlendioxidemissionen der Industrie zu reduzieren.

Reiche Länder unter der Führung der USA und Japans boten Indonesien 2022 ein 20-Milliarden-Dollar-Paket an, um das von Kohle abhängige Land zum Ausstieg aus fossilen Brennstoffen zu bewegen. Im November 2022 unterzeichnete die Führung des Landes das als „Just Energy Transition Partnership“ bekannte Abkommen, mit dem die Abkehr des Landes von der Kohle formell ratifiziert werden sollte.

Doch fast ein Jahr später scheint der Inselstaat den umgekehrten Weg einzuschlagen und setzt auf fossile Brennstoffe, um seine Energieversorgung zu sichern. Im Jahr 2022 verbrauchte Indonesien mehr Kohle als je zuvor und will in diesem Jahr noch mehr produzieren.

Der Kohleverbrauch Indonesiens wird bis 2029 aufgrund des Baus neuer Kohlekraftwerke stetig steigen. Laut Global Energy Monitor befanden sich Ende 2022 fast 19 Gigawatt an Kohlekraftwerken im Bau. Wenn der Status quo anhält, wird das Land voraussichtlich seinen Rang als sechstgrößter CO₂-Emittent der Welt behalten.

Kohle, Nickel und die Energiesicherheit Asiens

Die reichliche Versorgung mit Kohle, Erdöl und Erdgas hat die wirtschaftliche Entwicklung Indonesiens maßgeblich beeinflusst und ist heute entscheidend für die Ankurbelung der Wirtschaft und die Verringerung der Armut.

Aus diesem Grund baut das Land die installierte Kapazität der mit fossilen Brennstoffen betriebenen Technologien weiter aus. Seit 2015 entfällt der größte Teil des Zuwachses an Stromerzeugungskapazität auf fossile Brennstoffe, nicht auf erneuerbare Energien. Im Jahr 2022 stammten fast 90 Prozent der Primärenergie des Landes aus Kohle, Öl und Gas.

Von diesen Energieträgern liefern Öl und Kohle den größten Teil der Primärenergie des Landes, wobei der Anteil von Kohle 45 Prozent beträgt. Die Kohleproduktion Indonesiens ist nicht nur für die Energiesicherheit des Landes, sondern auch für die Asiens von entscheidender Bedeutung. Das Land ist auf dem besten Weg, im Jahr 2023 695 Millionen Tonnen zu produzieren, von denen 518 Millionen Tonnen exportiert werden sollen. Zu den größten Abnehmern der indonesischen Kohle gehören China, Indien, Japan, die Philippinen und Südkorea.

China und Indien, zwei der größten Volkswirtschaften der Welt, die hauptsächlich auf Kohlekraftwerke angewiesen sind, profitieren am meisten von Indonesiens Kohleexporten. Mit einem Anstieg seines Anteils auf zwei Drittel im Jahr 2022 festigte Indonesien seine Position als Indiens wichtigster ausländischer Lieferant von Kraftwerkskohle. Auf absehbare Zeit will Indonesien seine Reserven weiter ausbeuten, da weder China noch Indien Anzeichen dafür zeigen, ihre Abhängigkeit von Kohle zu verringern.

Man darf auch nicht vergessen, dass Indonesien der größte Erzeuger von Nickel ist, einem wesentlichen Bestandteil von Batterien, die weltweit Elektrofahrzeuge und Energiespeichersysteme antreiben. Im Jahr 2022 kam die Hälfte der weltweiten Nickelproduktion aus Indonesien.

Die Nickelproduktion in Indonesien hängt weitgehend von Schmelzöfen ab, die mit Kohleenergie betrieben werden, was die Abhängigkeit des Landes von diesem Brennstoff noch erhöht. Die Einführung von Elektrofahrzeugen und Batterien in Europa und Nordamerika deutet darauf hin, dass die Nachfrage nach kohlebetriebener Nickelproduktion in Indonesien anhalten wird.

Die beträchtlichen Exporteinnahmen Indonesiens wurden durch den weltweiten Bedarf an Kohle und Nickel ermöglicht. Dieser Reichtum war für die Finanzierung von Entwicklungsinitiativen, die Aufrechterhaltung der indonesischen Handelsbilanz und die Aufstockung der Devisenreserven des Landes von wesentlicher Bedeutung.

,Indonesien wird sich auf keinen Fall dafür entscheiden, eine boomende Wirtschaft für 20 Milliarden Dollar zur Finanzierung der so genannten Energiewende zu zerstören.

This commentary was first published at Real Clear Energy, October 30, 2023, and can be accessed here.

Vijay Jayaraj is a Research Associate at the CO₂ Coalition, Arlington, Virginia. He holds a master’s degree in environmental sciences from the University of East Anglia, UK.

Link: https://cornwallalliance.org/2023/12/indonesia-shelves-decarbonization-for-prosperity-and-security/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




COP28: Die Radikalen haben wieder verloren!

David Wojick

Wie ich bereits vor einigen Jahren festgestellt habe, herrscht bei den Klimaalarmisten ein Bürgerkrieg zwischen Radikalen und Gemäßigten. Das berühmte „Wie könnt ihr es wagen“ der radikalen Anführerin Greta Thunberg war an die gemäßigten COP-Verhandlungsführer gerichtet, nicht an die Skeptiker.

In den letzten Jahren wurde jede COP von einem wütenden Antrag der Radikalen dominiert, der schließlich in den letzten Stunden abgelehnt wurde. Ironischerweise behindern diese lauten Anträge eher den Fortschritt bei der großen grünen Agenda, weshalb ich sie begrüße.

COP 28 war nicht anders. Der Grundgedanke war, in der Abschlusserklärung endlich fossile Brennstoffe zu erwähnen, nachdem dies auf 27 COPs nicht der Fall war. Das macht Sinn, wenn man bedenkt, dass die Verbrennung fossiler Brennstoffe der Grund für den Klimaalarm sein soll.

Das schien einfach zu sein, aber die Radikalen mussten die Sache auf die Spitze treiben. Sie forderten eine Vereinbarung über den tatsächlichen Ausstieg aus der Verbrennung fossiler Brennstoffe. Ausstieg im Sinne von „keine“. Kein Öl, kein Gas, keine Kohle, nichts.

Um zu sehen, wie radikal dieser Ausstieg wirklich ist, muss man wissen, dass die alarmistische Abscheulichkeit namens „Netto-Null“ dies nicht tut. Das Netz in Netto-Null erlaubt ausdrücklich zukünftige Emissionen fossiler Brennstoffe, vorausgesetzt, diese werden auf irgendeine Weise ausgeglichen. Außerdem erlaubt es die unbegrenzte Nutzung fossiler Brennstoffe, falls die Kohlenstoffabscheidung jemals funktionieren sollte. Bei Netto-Null geht es um Emissionen, nicht um Brennstoffe.

Außerdem werden viele fossile Brennstoffe als petrochemischer Rohstoff verwendet, der keine CO₂-Emissionen verursacht. Wie mein Kollege Ron Stein eindringlich betont, sind petrochemische Erzeugnisse für unsere Lebensweise von grundlegender Bedeutung. Der Ausstieg aus fossilen Brennstoffen würde das Ende der Petrochemie bedeuten.

Viele Länder lehnten diese radikale Ausstiegsforderung ab. Einige waren Öl- und Gasproduzenten, und die radikale Presse konzentrierte sich auf sie. Aber eine Reihe anderer Länder sahen in den fossilen Brennstoffen zu Recht einen Motor für den wirtschaftlichen Aufschwung. Über diese humanitäre Seite des Arguments wurde nur selten berichtet.

Mitten in all diesem sinnlosen Tohuwabohu gab es einen exquisiten Moment. Der gemäßigte Präsident der COP 28 hatte gesagt, es gebe keine wissenschaftlichen Belege für die Notwendigkeit, die Nutzung fossiler Brennstoffe zu beenden. Die Radikalen waren empört und sagten das auch.

,Daraufhin gab der Präsident eine Pressekonferenz mit dem Chef des IPCC. Der Chef sagte, dass das heilige Ziel, die Erwärmung auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen, nur erreicht werden könne, wenn der Ölverbrauch um 60 % und der Erdgasverbrauch um 45 % (nicht einmal die Hälfte) gesenkt würde. Ein schrittweiser Ausstieg aus der Nutzung fossiler Brennstoffe sei nicht erforderlich. Er sagte ausdrücklich, der Präsident habe Recht.

Für die Radikalen machte das alles nicht den geringsten Unterschied. Der radikale Sender CNN brachte sogar einen langen Beitrag über die Pressekonferenz, ohne den IPCC oder seinen Chef zu erwähnen. Dies ist der deutlichste Beweis dafür, dass die Wissenschaft für die radikalen Alarmisten nicht von Interesse ist, den ich bisher gesehen habe.

Als es am Ende darauf ankam, haben die Radikalen schlicht und ergreifend verloren. In der Abschlusserklärung steht nichts über den Ausstieg aus fossilen Brennstoffen. Sie sagt noch nicht einmal etwas über den Dämon Kohle aus, der nur schrittweise abgebaut werden soll, nicht aber eines Tages auslaufen wird.

In der Abschlusserklärung der COP 28 werden die Vertragsparteien (das P in COP steht für die Mitgliedsländer) lediglich dazu aufgerufen, einen „Beitrag“ zu leisten, um „den Übergang weg von fossilen Brennstoffen in den Energiesystemen auf gerechte, geordnete und ausgewogene Weise zu vollziehen und die Maßnahmen in diesem kritischen Jahrzehnt zu beschleunigen, um im Einklang mit den wissenschaftlichen Erkenntnissen bis 2050 ein Netto-Null-Ziel zu erreichen.“

Es handelt sich also um einen Beitrag zum Erreichen von Netto-Null bis 2050. Die Art dieses Beitrags ist jedem Land selbst überlassen, und einige haben Netto-Null-Ziele, die später als 2050 erreicht werden sollen, wie China und Indien.

Beachten Sie, dass ein Übergang sich deutlich von einem Ausstieg unterscheidet. Ein Übergang bedeutet, dass die benötigte Energie weiterhin vorhanden ist, nur aus einer anderen Quelle stammt. Der Ausstieg sagt nichts über die Deckung des Energiebedarfs aus.

Die Chinesen könnten etwas mit dieser Formulierung zu tun haben, denn sie sagen immer wieder, dass sie von fossilen Brennstoffen auf erneuerbare Energiequellen umsteigen werden, wenn diese Quellen tatsächlich die benötigte Energie liefern (was wahrscheinlich nie der Fall sein wird, und das wissen sie). Auf jeden Fall ist ein Übergang alles andere als ein Ausstieg.

Es ist auch wahrscheinlich, dass die Formulierung „im Einklang mit der Wissenschaft“ vom COP-Präsidenten stammt. Er hat sozusagen seine Stimme auf den Tisch gelegt. Er sollte lächeln.

Auf der COP 28 haben die Gemäßigten gewonnen und die radikalen Panikmacher verloren und dabei die Zeit aller vergeudet. Über die eigentlichen Verhandlungen gab es keine Presse. Die ganze Zeit über war es nur Lärm.

Autor: David Wojick, Ph.D. is an inDr. David Wojick is an independent policy analyst and senior advisor to CFACT. As a civil engineer with a Ph.D. in logic and analytic philosophy of science, he brings a unique perspective to complex policy issues. His specializes in science and technology intensive issues, especially in energy and environment. As a cognitive scientist he also does basic research on the structure and dynamics of complex issues and reasoning. This research informs his policy analyses. He has written hundreds of analytical articles. Many recent examples can be found at https://www.cfact.org/author/dwojick/ Often working as a consultant on understanding complex issues, Dr. Wojick’s numerous clients have included think tanks, trade associations, businesses and government agencies. Examples range from CFACT to the Chief of Naval Research and the Energy Department’s Office of Science. He has served on the faculty of Carnegie Mellon University and the staff of the Naval Research Laboratory. He is available for confidential consulting, research and writing.

Link: https://www.cfact.org/2023/12/14/cop-28-the-radicals-lose-again/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE




Lazards LCOE

Andy May

Die von Lazard ermittelten Energiekosten (levelized cost of energy, LCOE) werden im Internet immer wieder als Quelle für die Aussage „Solar- und Windenergie sind billiger als fossile Brennstoffe“ angeführt. Sie meinen nicht wirklich „Energie“, sondern „Strom“. Die Welt verbrauchte im Jahr 2021 nur 18 % ihrer Energie in Form von Elektrizität, also sind die LCOE nur die Kosten für 18 % unseres Gesamtverbrauchs, eine Tatsache, die in diesen Diskussionen oft untergeht.

Ein kurzer Blick auf ihre Daten zeigt jedoch, dass Solar- und Windenergie eindeutig nicht billiger sind. Selbst in ihrem Bericht vom April 2023 sind ihre Zahlen nicht konsistent. Erschwerend kommt hinzu, dass sie kritische Details im Kleingedruckten verschweigen und ihre Begriffe nicht definieren. Ich bezweifle einige ihrer Zahlen, aber für diese Diskussion verwende ich nur die Zahlen aus ihrem Bericht.

Abbildung 1 basiert auf dem Schaubild von Lazard auf Seite 8. In diesem Diagramm wird versucht, die Kosten für die Absicherung der intermittierenden Natur der Solar- und Windenergieerzeugung zu berücksichtigen. Das Diagramm ist kompliziert und schlecht erklärt, daher habe ich einige klärende Anmerkungen hinzugefügt. Solarenergie funktioniert nicht in der Nacht oder an bewölkten Tagen, und Windenergie funktioniert offensichtlich nicht, wenn kein Wind weht, also ist eine Art Backup („Firming“) erforderlich, wenn die Sonne nicht scheint und kein Wind weht.

Abbildung 1. Seite 8 von Lazard mit erläuternden Kommentaren. Zur Ansicht in voller Größe bitte hier klicken.

Es werden vier Szenarien untersucht, die mit „MISO“, „CAISO“, „SPP“ und „PJM“ bezeichnet sind. Es wird nicht erklärt, um welche Fälle es sich handelt, aber ich nehme an, dass sie von bestimmten Stromversorgungsunternehmen stammen. Das Diagramm zeigt die Kosten der nicht subventionierten Stromgestehungskosten von Lazard in Schwarz, die subventionierten Kosten in Hellblau und die Kosten für die Backup- oder „Firming“-Kosten in Beige. Die Backup-Dauer für Erdgas wird nicht angegeben, aber die für den Fall der Lithium-Ionen-Batterie (CAISO) vorgesehene Ausfallzeit beträgt nur vier Stunden. Windstille Zeiten sind in der Regel nachts und im Winter, wenn es mehr als 12 Stunden am Tag dunkel ist, daher habe ich keine Ahnung, woher die „4 Stunden“ stammen.

Die Einheiten in der Tabelle sind $/MWh (US-Dollar pro Megawattstunde). Die Einheiten für die angenommenen Backup-Fälle im Kleingedruckten (siehe Anmerkung 1) sind kW-mo (Kilowatt-Monate). Wahrscheinlich soll dies den Leser verwirren; mir fällt kein anderer Grund ein. Ein Monat hat 730 Stunden und ein MW 1.000 kW, also ist die Umrechnung x730 und dann durch tausend zu teilen. Die Zahl übernimmt die Umrechnung für Sie.

Beachten Sie, dass die Lazard-Zahl eine Spanne von 39 bis 101 $ pro Megawattstunde für die Stromerzeugung mit Erdgas-Kombikraftwerken angibt. Im Kleingedruckten wird jedoch angegeben, dass die „Natural Gas CT“ Backup-Annahmen für Solar- und Windenergie (die in MISO, SPP und PJM verwendet werden) zwischen 6 und 7,45 $ pro Megawattstunde liegen. Sie definieren „Natural Gas CT“ nicht, aber ich interpretiere es als konventionelle Erdgas-Stromerzeugung. Konventionelle Erdgaskraftwerke sind billiger als Kombikraftwerke, aber weniger effizient.

Wie kommt es, dass die Kosten für „Natural Gas CT“ ein Sechstel oder weniger der Erdgas-LCOE betragen, wenn sie zur Unterstützung von Solar- und Windkraftanlagen verwendet werden? Kann das jemand klären? Ich bin kein Experte, aber das sieht für mich nach Desinformation aus. In Abbildung 1 sind die Stromgestehungskosten für Erdgas nur dann als rote Linie dargestellt, wenn es zur Unterstützung von Solar- und Windkraftanlagen verwendet wird. Sie sind viel, viel billiger als die angegebenen Kosten für Solar- und Windenergie, unabhängig davon, ob sie subventioniert werden oder nicht. Da Solar- und Windenergie im Winter am häufigsten ausfallen, und zwar oft tagelang, sind Batterien als Backup eindeutig ineffektiv. Außerdem versagen Batterien auch im Winter am häufigsten, wie jeder weiß, der ein Auto fährt. Wenn wir dieses magische und geheimnisvolle „Natural Gas CT“-Kraftwerk für 6 $/MWh als Backup für die viel teureren Solar- und Windkraftanlagen verwenden, warum sollten wir uns dann mit Solar- und Windkraftanlagen abmühen?

Einen genaueren Blick auf die relativen Kosten von Sonne, Wind, Kohle, Erdgas und Kernkraft finden Sie hier.

Link: https://andymaypetrophysicist.com/2023/12/11/lazards-lcoe/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Die hässliche Wahrheit ist ans Licht gekommen: Klima-„Wissenschaftler“ wollen Macht

H. Sterling Burnett

Der Guardian berichtet, dass die UN-Klimawissenschaftler endlich den leisen Teil laut aussprechen: Sie wollen die Befugnis, bestimmte klimapolitische Maßnahmen vorzuschreiben und die Fähigkeit, die Einhaltung dieser Vorschriften oder Mandate durch die 195 Unterzeichnerstaaten des Pariser Klimaabkommens zu verfolgen oder zu überwachen. Laut The Guardian:

Hochrangige Klimaexperten fordern eine Überarbeitung der Struktur und der Befugnisse des IPCC, weil sie verzweifelt sind über das langsame Tempo der Klimaschutzmaßnahmen.

Fünf Hauptautoren von IPCC-Berichten sagten dem Guardian, dass Wissenschaftler das Recht erhalten sollten, politische Vorgaben zu machen und möglicherweise deren Umsetzung durch die 195 Unterzeichnerstaaten der UN-Klimarahmenkonvention (UNFCCC) zu beaufsichtigen.

Sonia Seneviratne, stellvertretende IPCC-Vorsitzende und koordinierende Hauptautorin seit 2012, sagte: „An einem bestimmten Punkt müssen wir sagen, dass, wenn man dieses von den politischen Entscheidungsträgern gesetzte Ziel erreichen will, bestimmte Maßnahmen umgesetzt werden müssen. …

Wissenschaftler sollten in der Lage sein, die Reduzierung und den Ausstieg aus fossilen Brennstoffen zu fordern, sagte sie.

Die Ehrlichkeit dieser Wissenschaftler ist erfrischend. In Wahrheit ging es beim IPCC-Prozess nie wirklich um die Verhinderung des Klimawandels, der ein Prozess ist, den die Menschen nicht kontrollieren können, sondern immer darum, Bürokraten und den Regierungen mehr Macht zu verschaffen, die sie beschäftigen und ermächtigen. Es ist nicht das erste Mal, dass Sprecher der Vereinten Nationen und andere Möchtegern-Klimatyrannen ehrlich zugeben, dass die Verhinderung des Klimawandels ein Vorwand für einen staatlichen Reset der Wirtschaft und der Regierungssysteme ist. So gab die damalige Exekutivsekretärin der UN-Klimarahmenkonvention Christiana Figueres im Jahr 2015 zu, dass es bei der Klimapolitik nicht um die Rettung des Planeten oder der Umwelt geht, sondern um die Macht, die Gesellschaft in ein sozialistisches Paradies umzugestalten (als ob es so etwas jemals gegeben hätte oder geben könnte).

„Es ist das erste Mal in der Geschichte der Menschheit, dass wir uns die Aufgabe stellen, innerhalb eines bestimmten Zeitraums das wirtschaftliche Entwicklungsmodell zu ändern, das seit mindestens 150 Jahren, seit der industriellen Revolution, vorherrscht“, sagte Figueres.

Der Stabschef von Alexandria Ocasio-Cortez (D-NY), Saikat Chakrabarti, gab dasselbe in Bezug auf ihren Green New Deal zu und sagte: „Das Interessante am Green New Deal ist, dass er ursprünglich gar keine Klimasache war. Wir sehen ihn eher als eine Frage, wie man die gesamte Wirtschaft verändern kann“.

Und im Februar 2021 sagte der Staatssekretär für Klimawandel in Massachusetts, David Ismay, auf einer Klimakonferenz in Vermont, dass es im Nordosten keine großen „Klimasünder mehr gäbe, die man brechen müsse, jetzt sei es an der Zeit, die Menschen zu brechen“.

Letzten Endes werden Autoritäre immer versuchen, ihre Ambitionen in paternalistische Begriffe zu kleiden – „wir müssen dies zum Wohle ‚des Volkes‘, ‚des Proletariats‘, ‚des Volkes‘, ‚der Gesellschaft‘, ‚des Planeten‘ tun“. Suchen Sie sich einen Begriff aus der entsprechenden Region und Zeit aus, aber in Wirklichkeit geht es nur darum, die eigene Macht zu vergrößern und sich selbst zu profilieren, zwangsläufig auf Kosten der Durchschnittsmenschen.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Die Wahrheit sollte eine absolute Verteidigung gegen die Ambitionen der Klima-Autoritäten sein. Insbesondere die Wahrheit von Sultan Ahmed Al Jaber, dem Chef der staatlichen Erdöl- und Erneuerbare-Energien-Gesellschaft von Dubai und Gastgeber der COP 28. Während einer Präsentation vor der Konferenz erklärte er:

„Es gibt keine Wissenschaft und kein Szenario, das besagt, dass der Ausstieg aus der Nutzung fossiler Brennstoffe das Erreichen des Ziels 1,5 bedeutet. Sie fordern einen Ausstieg aus den fossilen Brennstoffen, bitte helfen Sie mir, zeigen Sie mir den Fahrplan für einen Ausstieg aus den fossilen Brennstoffen, der eine nachhaltige sozioökonomische Entwicklung ermöglicht. Es sei denn, Sie wollen die Welt zurück in die Höhlen bringen.“

Al Jabers Einschätzung ist eine nüchterne und genaue Beschreibung der Realität. Wie in Climate at a Glance und Climate Realism ausführlich dargelegt, besteht glücklicherweise keine Notwendigkeit für einen vorzeitigen Ausstieg aus den fossilen Brennstoffen oder deren Abschaltung. Extreme Wetterereignisse nehmen nicht zu, und die Zahl der Todesfälle aufgrund von Wetterereignissen ist um mehr als 98 Prozent zurückgegangen. Darüber hinaus haben sich mit der leichten Erwärmung der Erde die Pflanzenproduktion und die Ernteerträge drastisch erhöht, was zu einem entsprechenden Rückgang von Hunger und Hungersnöten geführt hat, und die Zahl der Todesfälle aufgrund nicht optimaler Temperaturen ist erheblich zurückgegangen.

,Es besteht absolut keine Notwendigkeit, auf die Vorteile der modernen Gesellschaft zu verzichten, die durch die Nutzung fossiler Brennstoffe ermöglicht werden. Es gibt auch keine Rechtfertigung dafür, wesentliche Freiheiten oder den wirtschaftlichen Fortschritt in dem vergeblichen Bemühen, das künftige Wetter zu kontrollieren, den Klimazaren zu überlassen.

In seiner Abschiedsrede warnte Präsident Dwight D. Eisenhower, dass die Menschen ihre Freiheit eifersüchtig bewahren sollten, wenn der Staat die große Wissenschaft finanziere.

„Wenn wir wissenschaftliche Entdeckungen respektieren, müssen wir auch auf die gleiche und entgegengesetzte Gefahr achten, dass die öffentliche Politik selbst zur Gefangenen einer wissenschaftlich-technologischen Elite werden könnte“, sagte Eisenhower.

Sein vorausschauender und weiser Rat ist heute wahrer als je zuvor.

Sources: The Guardian; Townhall

Link: https://heartlanddailynews.com/2023/12/climate-change-weekly-491-the-ugly-truth-is-out-climate-scientists-want-power/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE