Die Klimaerwärmung begann erst 1988

Natürliche Erwärmungsursachen und der wachsende Wärmeinseleffekt führten zur Deutschlanderwärmung seit 1988

Von Josef Kowatsch, Matthias Baritz, Raimund Leistenschneider

  • CO₂ nimmt seit der Industrialisierung zu. Die Klimaerwärmung begann erst 1988
  • Die Monate Juni bis September ist die Zeitspanne mit der stärksten Erwärmung seit 1988
  • Die Erwärmung ist tagsüber sehr stark und nachts deutlich geringer
  • Große Teile Deutschlands sind im Sommer eine „Wärmeinsel“, nicht nur die Städte.
  • Der Monat Mai wird seit 1988 kälter. Klimawandel heißt beim Mai Abkühlung.

Vorweg: Grundsätzlich ist die physikalische Absorption und Emission von Strahlung durch mehratomige Gase physikalische Realität und wird durch die Belege unseres Artikels nicht in Frage gestellt. Aber wie hoch ist die dadurch geglaubte Thermalisierung? Gibt es überhaupt eine? Von uns wird die beängstigende Höhe von 2 bis 4,5 Grad Klimasensitivität (je nach Klimamodell, richtig, hierbei handelt es sich um fiktive Modelle und nicht um Realität) wissenschaftlich hinterfragt und mit unseren Untersuchungen widerlegt. Insbesondere zeigt sich, dass keine Grundlage für einen sog. Klimanotstand und darauf aufbauende Verbote und Panikmache besteht.

Deshalb muss die Erwärmung mittels anderer Ursachen erklärt werden.

Seit 1881 wurde es wärmer, das zeigt der DWD bei seinen DWD-Wetterstationen erhobenen Daten in Form von Graphiken. Allerdings lag der DWD-Betrachtungsbeginn mit Startjahr 1881 in einem Kälteloch, das zeigen Wetterstationen, die viel länger zurückgehenden. z.B. der Hohenpeißenberg (HPB).

Grafik 1: Keine Erwärmung bis 1987, also 200 Jahre lang. (siehe negative Steigungsformel). Man sieht die Kältedepression zwischen 1840 bis kurz vor 1900.

Unberücksichtigt bleibt, dass die Wetterstation im Jahre 1934 von der Nordwand der Klosterkirche an einen wärmeren Platz versetzt wurde. Unberücksichtigt bleibt auch, dass der DWD vor etwa 10 Jahren die ersten 7 Jahrzehnte beim HPB nachträglich kälter gemacht hat, damit die warmen Jahre zu Goethes Lebzeiten verschwinden.

Wegen der Kältedepression (im Wissenschaftschargon „cherry picking“ genannt, hier – DWD – um ein besonders kaltes Startjahr zu haben, damit die darauffolgende Erwärmung umso stärker ausfällt) beginnen wir alle Temperaturgrafiken in diesem Artikel nicht mit 1881, sondern erst gute 10 Jahre später, kurz vor dem Ende der Kältedepression.

Anmerkung: Schon diese erste Grafik der 200 jährigen Temperaturentwicklung am Hohenpeißenberg zeigt, dass CO₂ keinen oder nur einen minimalen Anteil an der Temperaturentwicklung haben kann. Es ist keinerlei CO₂-Signal in den 200 Jahren erkennbar.

Die Erwärmung seit 1892 in Deutschland. Aufschlüsselung

Wir beginnen unsere Betrachtung kurz vor dem Ende der Kältedepression und verwenden die Originaltemperaturen, wie diese vom DWD ins Netz gestellt werden. Wohl wissend, dass die heutigen Messstationen ganz andere sind als vor über 100 Jahren und früher an kälteren Plätzen standen. Auch wird heute der Temperaturschnitt anders und zudem digital ermittelt. Die Wetterhütte ist abgeschafft worden. Das Digitalthermometer muss frei in der Sonne stehen, nur durch eine Haube vor direkter Strahlung geschützt.

Wir haben in Deutschland leider keine einzige Wetterstation, die noch genauso steht wie vor 130 Jahren und genauso wie damals die Daten erfasst. Also: Startbeginn 1892, immerhin 130 Jahre bis heute.

Grafik 2: Seit 1892 wurde es laut DWD deutlich und angenehm wärmer in Deutschland.

Die meinungsbeherrschende Klimaforschung und auch der DWD behaupten fälschlicherweise, dass der gesamte Temperaturanstieg seit 1892 ausschließlich auf die Treibhausgase zurückzuführen wäre, hauptsächlich auf die stete CO₂-Atmosphärenzunahme. Die nächste Grafik zeigt abermals, dass diese Behauptung falsch ist

Der Temperatursprung von 1987 auf 1988

Grafik 3: 100 Jahre bis 1987 keine Erwärmung, dann kam der Temperatursprung von fast einem dreiviertel Grad und anschließend die steile Weitererwärmung der deutschen Jahrestemperaturen. Von 1987/88 bis heute eine Jahreserwärmung um 1,7 Grad.

Merke: Die neuzeitliche Klimaerwärmung begann erst 1988 durch einen Temperatursprung mit anschließender Weitererwärmung.

Dieser Temperatursprung ist in ganz Mittel- und Westeuropa nachweisbar. In Holland wurden die Gründe des Temperatursprunges genauer in dieser Arbeit untersucht. Zitat aus Introduction: „This warming has not takenplace uniformly: there is a jump around 1988 of about one degree in the average temperature“ [etwa: Diese Erwärmung erfolgte nicht einheitlich. Es gibt einen Sprung der Mitteltemperatur um das Jahr 1988 von 1 Grad]

Im Vergleich dazu der kontinuierliche CO₂-Anstieg:

Grafik 4: Zwischen Grafik 3 und Grafik 4 gibt es keinerlei Korrelation. CO₂ kann nicht 100 Jahre lang nichts bewirken, dann plötzlich aufwachen und anschließend eine starke Weitererwärmung bewirken. Solche Gaseigenschaften sind in Physik gänzlich unbekannt.

Anmerkung: Selbst aufgrund der physikalischen Grundlagen an den CO₂-Erwärmungseffekt glaubende Physiker sagen auch ganz deutlich, in 35 Jahren könnte die Klimasensitivität nur einen schwachen, fast unmerklichen Erwärmungseffekt bewirken, der Betrachtungszeitraum wäre viel zu kurz. Allerdings sind die 100 Jahre Temperaturstillstand davor auch nicht erklärbar. Der CO₂-Atmosphärenanteil ist von damals 0,029%=290 ppm auf inzwischen 420 ppm gestiegen. Zumindest laut offizieller Erklärungen, basierend auf Messungen auf dem Mauna Loa. Und behauptet wird auch, – ohne jeden Beweis – dass allein der Mensch für diesen CO₂-Anstieg verantwortlich wäre.

Wir halten fest: Es gibt keine Klimakatastrophe durch sog. Treibhausgase und somit auch keinen Klimanotstand. Die deutsche Regierung mitsamt den Medien übertreiben maßlos.

Zu den tatsächlichen Erwärmungsgründen weltweit und in Deutschland.

Allgemein: Es gibt natürliche Gründe und anthropogene. Die vielen natürlichen Ursachen der Deutschlanderwärmung hat Stefan Kämpfe in seinem Septemberartikel gut beschrieben, ebenso wie die vielen Ursachen der sich ständig vergrößernden Wärmeinselflächen.

In aller Kürze:

1) Die Umstellung der Luftzufuhr von NW auf SW -Wetterlagen, also auf südliche Windrichtungen in ganz Mittel- und Westeuropa

2) Laut DWD die Zunahme der Sonnenstunden seit 1988,

3) Laut DWD die Abnahme der Bewölkung,

4) Laut DWD die Abnahme der Niederschläge in eingangs genannten 4 Monaten.

5) Die ständige weitere Bodenversiegelung und Asphaltierung einstiger Grünflächen – derzeit 60 ha je Tag in Deutschland, siehe Versiegelungszähler, derzeitiger Stand: 50784 km2.

6) Die AMO-Warmphase, die aber auch zyklisch ein Ende finden wird.

7) Die ständige Trockenlegung Deutschlands in Feld, Wald, Wiesen und Fluren durch Drainagen und Entwässerungsgräben. Das Wasser der einst nassen Landschaft landet im Meer. Damit wird Deutschland im Sommer zu einer Steppe. Insbesondere die Tmax tagsüber steigen zunehmend. Die gesetzlichen Luftreinhaltemaßnahmen seit 40 Jahren verstärken diesen Prozess.

Daraus folgt, von Juni bis Ende September haben sich wegen den Trockenlegungen und der vermindernden Verdunstung vor allem die Temperaturen am Tage stark erhöht, die Nachttemperaturen weniger. Das werden wir im Folgenden anhand von Grafiken zeigen.

Zu den DWD-Sommertemperaturen mit Tag/Nachtverläufen

Anmerkung. Der DWD bietet keinen Schnitt seiner deutlich über 2000 Wetterstationen für den Tag, gemessen in Tmax und die Nacht, Tmin, an. Und somit auch keine Monats-oder Jahreszeitenverläufe. Wir mussten selbst Station für Station auswerten

Grafik 5a: Die sommerlichen Tagestemperaturen – obere Kennlinie- wächst viel stärker als die Kennlinie der Nachttemperaturen.

M. Baritz hat sich in einer wahrlichen Sisyphusarbeit die monatelange Mühe gemacht und etwa 550 Stationen addierend ausgewertet, wobei er sich stets am Tagesschnitt des DWD seiner 2000 Stationen orientiert hat. Ist dieser fast identisch, dann dürften auch die T-max und T-min Verläufe nahezu identisch sein. Das soll in der Juli-Grafik verdeutlicht werden.

Grafik 5b: Der Juli als typischer Hochsommermonat, kaum Nachterwärmung.

Grafik 5c Die Tagesdurchschnittslinie aus Grafik 5b (542 Stationen) wurde nochmals mit der Grafik der DWD Daten (über 2000 Wetterstationen) in Grafik 5c verglichen: Identische Steigungen der beiden Trendgeraden

Zum September, astronomisch dauert der Sommer bis zum 21.September.

Grafik 5d: Auch beim September geht die Schere der Tag/Nachttemperaturen deutlich auseinander, die Tagestemperaturen erwärmen sich viel stärker. Der Gesamtschnitt liegt rechnerisch dazwischen.

Wäre CO₂ wie stets behauptet, der Haupttemperaturtreiber, dann müsste dieses Gas überall Tag wie Nacht gleich wirken, und folgt man dieser Hypothese eines Treibhausexperten, dann sogar nachts deutlich stärker als am Tage.

Ergebnis: Die vier Monate Juni-bis September zeigen: Der Temperaturanstieg tagsüber (T-max-Anstieg) beträgt seit 1988 bei den vier Monaten 2,5 Grad und das ist die Hauptursache für den DWD-Jahresanstieg seit 1988 von 1 Grad, vergleiche Steigungsformel in Grafik 3.

Auf den plötzlichen Temperatursprung von 1987/88 sind wir hier nicht näher eingegangen, da er natürliche Ursachen hat und im Hauptsonnenzyklus (de Vries-Suess-Zyklus mit einer mittleren Länge von 208 Jahren – hatte 2003 sein Maximum, als Europa einen Jahrhundertsommer hatte und in Deutschland vermehrt Polarlichter zu sehen waren), sowie Änderung der Großwetterlagen, Sonnenstundenzunahme, usw., siehe link oben.) Natürliche Ursachen der Erwärmung und der stetig wachsende WI-effekt ergänzen sich jedoch gegenseitig, so dass man nicht mit Bestimmtheit sagen kann, welche der beiden Ursachen hauptverantwortlich ist für die Klimaerwärmung ab 1987/88 bis heute. Außerdem erfolgte nach 1999 eine deutliche Messnetzveränderung seitens des DWD

Grafik 6, Datenquelle DWD, zeigt, dass just zum Zeitpunkt der Klimahype des IPCC in 1990 (First Assessment Report) der DWD sein Messnetz drastisch verändert und Messstationen stilllegt. Allein in den 1990-Jahren fast soviele, wie in 100 Jahren zuvor, um dann in den 2000er Jahren, als der jetzige DWD und inzwischen WMO-Präsident (seit 2019), dass dazu im DWD führende Amt übernimmt, nochmals galoppierend zunimmt. Messstationen in wärmere Gegenden zu verlegen, siehe hier, und das Messnetz drastisch zu reduzieren, so dass die verbliebenen, wärmeren Messstationen statistisch ein höheres Gewicht erhalten, ist eine gänzlich neue Form für einen „WI“.

Erkenntnis aus den Grafiken: Obwohl Deutschland in einer gleichen Klimazone liegt, erwärmt sich jede Region und jede Station leicht unterschiedlich, der Hauptgrund ist der unterschiedliche Wärmeinseleffekt der deutschen Stationen. Örtliche Klimabesonderheiten spielen natürlich ergänzend mit. So kann man auch die Steigungsabweichungen der Einzelstationen erklären. Übereinstimmend den DWD-Stationen ist, dass die Schere zwischen Tag/Nacht auseinandergeht.

Das deutliche Auseinanderdriften der Tag/Nachttemperaturen bei den vier wärmsten Monaten des Jahres widerspricht der CO₂-Theorie vollständig, wonach CO₂ der ursächliche Temperaturtreiber wäre.

Deshalb ist auch diese vom Mainstream per IPCC verkündete Definition von Klimawandel falsch: Der Begriff Klimawandel bezeichnet langfristige Temperatur- und Wetterveränderungen, die hauptsächlich durch menschliche Aktivitäten verursacht sind, insbesondere durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe

Richtig ist der erste Teil der Definition, falsch ist der Schluss: „insbesondere durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe“

Die richtige Definition wäre: Der Begriff Klimawandel bezeichnet langfristige Temperatur- und Wetterveränderungen, insbesondere durch die ständige Vergrößerung der weltweiten Wärmeinselflächen, Stationsänderungen und durch natürliche Temperaturveränderungen.

Nachgewiesenermaßen hat sich auch die Albedo der Erde in den letzten Jahrzehnten verringert, so dass die Energierückstrahlung ins All abgenommen hat.

Einwurf: Der Monat Mai

Nun ist der Monat Mai bekanntermaßen etwa gleich warm wie der September, doch die Grafik der 3 Steigungen führt den CO₂-Treibhauserwärmungseffekt vollends ad absurdum

Grafik 7: Alle drei Steigungen sind negativ, der DWD-Mai wird seit 1988 sowohl am Tage, in der Nacht und im Schnitt kälter. Bei allen Wetterstationen geht die Schere auf, weil T-min stärker negativ ist als T-max am Tage. Tagsüber wurde der Mai nur unwesentlich – auch in den städtischen Wärmeinseln – kälter, deshalb wurde die Maiabkühlung von den meisten Menschen noch nicht bemerkt, die Vegetation schon – näheres beim nächsten Maiartikel 2024.

Nochmals sei angemerkt, wir arbeiten mit den Originaltemperaturdaten des DWD. Ländliche Stationen zeigen viel deutlichere Mai-Abkühlungen. So hat die Wetterstation Buchen im Odenwald eine mehr als doppelt so negative Mai-Nachtabkühlung seit 1988

Auch bei dieser Betrachtung gilt: CO₂ kann im Mai seit 1988 bei den deutschen Wetterstationen nicht abkühlend und von Juni bis September stark erwärmend wirken.

Die deutschen Wetterstationen zeigen insgesamt eine Vielfalt an unterschiedlichen Erwärmungen und Abkühlungen bei den einzelnen Monaten/Jahreszeiten und Betrachtungszeiträumen. Daraus kann man nur schließen, dass viele Wetter- und Klimaeinflüsse gleichzeitig und regional unterschiedlich wirken und es keinen Hauptverursacher namens CO₂ geben kann.

Zusammenfassung:

1) bis 1987 zeigen die DWD Temperaturreihen der 5 betrachteten Monate keine Erwärmung, 1988 erfolgte ein Temperatursprung von einem dreiviertel Grad und erst seitdem setzte bei vier Monaten eine starke Weitererwärmung ein

2) Diese starke Weitererwärmung machen nicht alle Stationen mit. Es gibt Stationen in einer starken Wärmeinsel und auch Stationen in einer schwachen.

3) Diese Weitererwärmung ab 1988 fand hauptsächlich im Sommer statt, und zwar tagsüber

4) Der Monat Mai macht grundsätzlich eine Ausnahme, er kühlt auch seit 1988 ab

5) Bei allen Monaten geht die Tag/Nachtschere auseinander.

6) Würden ausschließlich Treibhausgase die Temperaturtreiber sein, dann müssten alle deutschen Wetterstationen die gleichen Steigungsformeln haben und zwar tagsüber und nachts.

7) Zumindest bei ein und derselben Station dürfte es bei den Trendlinien keine Steigungsunterschiede bei den Tag-Nachttemperaturen geben. CO₂ kann tagsüber nicht erwärmend wirken und nachts kühlen.

Wissenschaftliche Auswertung des Artikels:

1) Der Temperatursprung 1988 hat hauptsächlich natürliche Ursachen des ständigen Klimawandels. Mit CO₂ kann man den Temperatursprung und die starke Weitererwärmung nicht erklären.

2) Unterschiedliche Tag/Nachttemperaturen zeigen, dass CO₂ als Temperaturhaupttreiber nicht zuständig sein kann, sondern sogar örtliche Klima-Besonderheiten an der Stärke der Scherenöffnung beteiligt sind und einen möglichen Treibhauseffekt bei weitem überstrahlen.

3) Wenn sich Tag/Nachttemperaturen unterschiedlich bei ein- und derselben Station zeigen, dann ist der Treibhauseffekt in seiner behaupteten Höhe als alleiniger Temperaturtreiber wissenschaftlich widerlegt. Wir können das anhand von 550 bisher ausgewerteten Wetterstationen nachweisen.

4) Eine CO₂-Treibhauserwärmung ist nicht nachweisbar und in den Grafiken nicht erkennbar. Die einzige wissenschaftliche Schlussfolgerung ist:

CO₂ wirkt entweder gar nicht oder allenfalls in nicht nachweisbarer Höhe: Freispruch für CO₂.

Grundforderung von uns Natur- und Umweltschützern:

Die werbemäßig geplante und regierungsgewollte CO₂-Klimaangstmacherei in Deutschland muss sofort eingestellt werden.

Wir sind deshalb gegen teure CO₂-Reduzierungsmaßnahmen, die dem Klima nichts nützen, sondern der Natur und Umwelt oft zusätzlich schaden. Wir lehnen auch jede Luftbesprühung aus Flugzeugen mit weißen Chemikalien-Staubwolken ab, um die Sonneneinstrahlung zu reflektieren und die Albedo wieder zu vergrößern.

Was man gegen heiße Sommertage und gegen die Trockenlegung Deutschlands vorgehen sollte, haben wir hier in 15 Punkten beschrieben.

Aber diese Hilfsmaßnahmen würden der CO₂-Treibhaustheorie widersprechen, deshalb entscheidet sich die Politik lieber für die teure CO₂-Bodenverpressung und andere vollkommen sinnlose CO₂-Reduzierungsmaßnahmen. Unsere Vorschläge wären zugleich ein Beitrag zum Naturschutz, die Vielfalt und die Ökologie der Landschaft würde sich verbessern.

Wir brauchen mehr CO₂ in der Atmosphäre

Eine positive Eigenschaft hat die CO₂-Zunahme der Atmosphäre. Es ist das notwendige Wachstums- und Nahrungsmittel aller Pflanzen, mehr CO₂ führt zu einem beschleunigten Wachstum, steigert die Hektarerträge und bekämpft somit den Hunger in der Welt. Ohne Kohlendioxid wäre die Erde kahl wie der Mond. Das Leben auf der Erde braucht Wasser, Sauerstoff, ausreichend Kohlendioxid und eine angenehm milde Temperatur. Der optimale CO₂-Gehalt der Atmosphäre liegt etwa bei 800 bis 1000ppm, das sind 0,1%. Nicht nur für das Pflanzenwachstum, also auch für uns eine Art Wohlfühlfaktor. Von dieser Idealkonzentration sind wir derzeit weit entfernt. Das Leben auf der Erde braucht mehr und nicht weniger CO₂ in der Luft. Untersuchungen der NASA bestätigen dies (auch hier) Und vor allem dieser Versuchsbeweis.

Es wird Zeit, dass endlich Natur- und Umweltschutz in den Mittelpunkt des politischen Handelns gerückt werden und nicht das teure Geschäftsmodell Klimaschutz, das keinerlei Klima schützt, sondern über gesteuerte Panik- und Angstmache auf unser Geld zielt. Gegen die Terrorgruppe „letzte Generation“ muss mit allen gesetzlichen Mitteln vorgegangen werden, da die Gruppe keine Natur- und Umweltschützer sind, sondern bezahlte Chaosanstifter. Abzocke ohne Gegenleistung nennt man das Geschäftsmodell, das ähnlich wie das Sündenablassmodell der Kirche im Mittelalter funktioniert. Ausführlich hier beschrieben.

Josef Kowatsch, Naturbeobachter, aktiver Naturschützer, unabhängiger, weil unbezahlter Klimaforscher

Matthias Baritz, Naturwissenschaftler und Umweltschützer

Raimund Leistenschneider, EIKE

 




Fertig, Feuer, Ziel: Explodieren!

Charles Rotter

Leser Julius Shanks schreibt:

Wasserstoff-Subventionen sind dumm

Am Freitag, dem 13. Oktober, verkündete das Weiße Haus triumphierend, dass es 7 Milliarden Dollar an sieben „Wasserstoff-Zentren“ vergibt und gab folgende Erklärung ab:

Gemeinsam wollen die Zentren mehr als drei Millionen Tonnen sauberen Wasserstoff pro Jahr produzieren und damit fast ein Drittel der für 2030 angestrebten Produktion von sauberem Wasserstoff in den USA erreichen. Zusammen werden die sieben Wasserstoff-Zentren jedes Jahr 25 Millionen Tonnen Kohlendioxid-Emissionen aus der Endnutzung vermeiden – eine Menge, die in etwa den kombinierten jährlichen Emissionen von über 5,5 Millionen mit Benzin betriebenen Autos entspricht. Die Investition von fast 50 Milliarden Dollar ist eine der größten Investitionen in saubere Produktion und Arbeitsplätze in der Geschichte.

Das ist so schwachsinnig, dass es mir schwerfällt zu glauben, dass irgendjemand das für eine gute Idee hält. Aus diesen Gründen:

1. Wasserstoff gibt es nicht in freier Form. Er muss hergestellt werden. Dazu braucht man eine Menge Strom. Woher kommt der Strom? Haltet euch fest: aus fossilen Kraftwerken! Weder Wind noch Sonne können so viel Strom liefern.

2. Es ist unmöglich, so viel Energie aus Wasserstoff zu gewinnen, wie zu seiner Herstellung verwendet wurde. Diese lästigen Gesetze der Thermodynamik. Die Kosten für die Wasserstoff-Energie werden also höher sein als die Kosten für die Energie, die man sonst direkt hätte nutzen können.

3. Es ist sehr schwierig, Wasserstoff zu speichern, weil die Moleküle so klein sind. Wasserstoffversprödung ist ein Problem bei Werkstoffen. Und diese winzigen Moleküle können die kleinsten Risse in Materialien finden, die Wasserstoff enthalten. Das führt zu Lecks, was wiederum zu Grund Nummer 4 führt.

4. Die Sicherheit. „Wir bedauern, Ihnen mitteilen zu müssen, dass Ihre Frau, Ihre Kinder und Ihr Auto in einer Wolke aus hellblauen Flammen und Wasserdampf verschwunden sind.“ Alternativ: „Ein ganzer Häuserblock wurde heute zerstört, als eine Wasserstofftankstelle in einer riesigen blassblauen Flamme und einer riesigen Wasserdampfwolke explodierte.“

Wenigstens explodieren die Ladestationen für Elektrofahrzeuge nicht. Nun, ich glaube nicht, dass sie das werden.

[Ende des Beitrags von Julius Shanks]

Hier folgen Auszüge aus dieser Ankündigung:

Diese Auszüge zitiert der Autor hier sehr ausführlich. Auf eine Übersetzung derselben wird wegen Sinnlosigkeit aber verzichtet. Der Autor fährt dann fort:

Ich könnte Tage damit verbringen, die Probleme mit jedem dieser politisch ausgewählten Zentren oder die Hybris des DOE [=Department of Energy, das Energie-Ministerium] zu analysieren, das einfach davon ausgeht, die Produktionskosten um 80 % senken zu können. Der Gedanke, dass sie für diese Science-Fiction-Fantasie auch nur in Erwägung ziehen würden, die vorhandene Kernenergie von einem zunehmend instabilen Stromnetz abzuzweigen, grenzt an ein Verbrechen.

Selbst wenn wir davon ausgehen, dass die Probleme der Versprödung, der Lagerung und des Transports gelöst werden können, was extrem unwahrscheinlich ist, schaffen die meisten dieser Zentren einfach nur Ineffizienzen um der Ideologie willen, insbesondere das in West Virginia.

[Hervorhebung im Original]

Noch einmal: Auch unter der unwahrscheinlichen Annahme, dass die Probleme der Versprödung, des Transports und der Speicherung gelöst werden können, könnte es in einem überlasteten Netz einen Platz für die Umleitung von Energie in die Wasserstoffproduktion als Reaktion auf die Nachfrage geben.

Das ist das Luftschloss hinter dieser Initiative: ein überlastetes Netz und zu viel Strom.

Kalifornien mit seinem Überfluss an Solarenergie wäre der wahrscheinlichste Kandidat, vielleicht auch Texas oder der Mittlere Westen mit seinen großen Onshore-Windressourcen.

Aber diese überlasteten Netze existieren nicht und werden auch nicht in einem Zeitrahmen existieren, der den Anforderungen dieser irrsinnigen Befehls- und Kontrollanweisung gerecht wird, so dass die Belastung der schwächelnden Netze zunehmen wird.

Es wird zu Stromausfällen kommen, zusätzlich zu der massiven Energieverschwendung der Energiequellen in West Virginia.

Hier ist die Ankündigung aus Philadelphia in ihrer Gesamtheit.

Wenn jemand eine Doktorarbeit über eine vorgeschlagene Kommando- und Planwirtschaft schreiben möchte, kann ich mir kein besseres Beispiel vorstellen als die U.S. National Clean Hydrogen Strategy nebst zugehöriger Roadmap:

Aktualisierung (EW): Im Juli dieses Jahres explodierte eine kalifornische Wasserstofftankstelle. Wie durch ein Wunder wurde niemand verletzt. Wasserstoff ist weitaus brennbarer und explosiver als Erdgas und Benzin. Die geringe Größe der Wasserstoffmoleküle macht Wasserstoff zum Verflüchtigungs-Künstler unter den gefährlichen Gasen.

Link: https://wattsupwiththat.com/2023/10/15/ready-fire-aim-explode/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Autokäufer haben gute Gründe, E-Autos zu meiden

Jason Hayes

Höchst regierungsamtliche Auflagen erzwingen den nationalen Umstieg auf Elektrofahrzeuge. Die Nachfrage der Verbraucher scheint keine Rolle zu spielen.

Die Regierung vergibt Milliarden an Sonderkrediten und Subventionen an ausgewählte Unternehmen und verdreht die Steuerpolitik, um E-Fahrzeuge billiger erscheinen zu lassen. Gleichzeitig werden herkömmliche, zuverlässige Autos durch strenge Auflagen teurer und schwieriger herzustellen.

Trotz dieser Bemühungen werden die Beweise immer deutlicher: Elektrofahrzeuge sind noch nicht reif für die erste Stunde.

Die Menschen kaufen Fahrzeuge, um sie dorthin zu bringen, wo sie hinwollen, wann sie dorthin wollen, und mit den Dingen, die sie mitnehmen wollen. Eine AAA-Studie vom Juni ergab jedoch, dass Elektro-Lkw fast 25 % ihrer Reichweite einbüßen, wenn sie schwere Lasten transportieren. Selbst wenn sie 100 Pfund weniger als die maximale Ladung transportieren, sinkt ihre Reichweite rapide.

Auch Lkw mit Verbrennungsmotoren können an Reichweite verlieren. Wenn man sie jedoch mit Elektrofahrzeugen vergleicht, sind die traditionellen Fahrzeuge klar im Vorteil. Bei einem Abschlepptest von Magna International im Juli 2022 wurde die Kapazität eines Ford F-150 Lightning mit der eines benzinbetriebenen GMC Sierra verglichen, wobei beide Fahrzeuge einen Anhänger von 6100 Pfund bei Autobahngeschwindigkeit zogen. Der mit Benzin betriebene Sierra schaffte es, den Anhänger 250 km weit zu ziehen, mit einer geschätzten Restreichweite von 104 km im Tank, also insgesamt knapp über 354 km. Der F-150 Lightning schaffte magere 140 km, bevor er aufgeladen werden musste. Der Benziner schaffte mehr als das 2,5-fache der Strecke des Elektrofahrzeugs.

Magna hat im Oktober einen ähnlichen Reichweitentest durchgeführt und dabei einen Ram Cummins Diesel mit einem GMC Hummer EV verglichen. Auch hier zogen beide Fahrzeuge Anhänger mit einem Gewicht von 6100 Pfund bei Autobahngeschwindigkeiten. Der Hummer musste nach 198 km anhalten, wobei die Batterie noch schätzungsweise 8 km weiter reichte – bei einer möglichen Gesamtreichweite von 206 km. Der Dodge Ram schaffte 340 km, bevor er zum Tanken anhalten musste, wobei schätzungsweise 140 km (oder mehr als ein Viertel des Tanks) übrig blieben. Das ergibt eine mögliche Gesamtreichweite von 480 km. Der Diesel-Lkw konnte mehr als 2,4 Mal so weit fahren.

Das gilt nicht nur für Lkw. Elektrofahrzeuge sind insgesamt eine weniger bequeme Möglichkeit, um Menschen an ihr Ziel zu bringen. Das Wall Street Journal beschrieb den Alptraum einer Fahrt mit einem Elektroauto von New Orleans nach Chicago und wies auf die Reichweitenangst und die langen Ladezeiten hin.

Sicherlich haben Elektrofahrzeuge ihre überzeugten Verfechter, und sie scheinen für kurze Fahrten in größeren Städten, in denen eine ausreichende Ladeinfrastruktur vorhanden ist, in Ordnung zu sein. Aber sie werden den Bedürfnissen vieler Fahrer nicht gerecht, die in ländlichen Gebieten leben oder regelmäßig auf Autobahnen unterwegs sind. Politiker haben umfangreiche Pläne für den Ausbau der Ladeinfrastruktur, aber dieses Ziel ist noch Jahrzehnte entfernt und wird den Steuerzahler Milliarden von Dollar kosten.

Die Verbraucher sind klug genug, um zu wissen, dass Elektrofahrzeuge nicht ihren Bedürfnissen entsprechen. Die meisten Menschen wählen eine Mischung aus Luxus, Zuverlässigkeit, Kosten und Design, wenn sie die Wahl haben. Sie kaufen Fahrzeuge, die sie dorthin bringen, wo sie hinwollen, mit so wenig Schwierigkeiten und so viel Komfort, wie sie sich leisten können. In den meisten Fällen bedeutet das auf ein Elektrofahrzeug zu verzichten.

Die Verbraucher sind auch klug genug zu wissen, dass Elektrofahrzeuge eine schlechtere Investition sind. Die North American Auto Dealers Association hat anhand der Zahlen von Kelley Blue Book festgestellt, dass die durchschnittlichen Anschaffungskosten eines Elektrofahrzeugs nach fünf Jahren bei über 92.000 Dollar liegen. Ein typisches Fahrzeug mit Verbrennungsmotor hingegen kostet im gleichen Zeitraum nur 76.500 Dollar. Der Verband stellte außerdem fest, dass Elektrofahrzeuge nach fünf Jahren im Durchschnitt 43.515 Dollar an Wert verloren haben, während herkömmliche Fahrzeuge 27.883 Dollar an Wert verloren haben.

Die Politiker, die die Öffentlichkeit zum Kauf von Elektrofahrzeugen zwingen, ignorieren diese Realitäten, während sie die Menschen zwingen, Produkte, die sie nicht wollen, zu weit höheren Preisen zu kaufen.

Vorschriften von oben sollten Kunden und Wähler immer beunruhigen, denn sie sind ineffizient und nehmen den Verbrauchern die Wahlfreiheit. Aber insbesondere bei der Vorgabe von Elektroautos wird eine Top-Down-Methode angewandt, die nur die Wünsche von Regierungsbürokraten und Geschäftsführern befriedigt, nicht aber die der Verbraucher oder der Öffentlichkeit.

This article originally appeared in the Washington Examiner and The Mackinac Center

Autor: Jason Hayes is the director of energy and environmental policy for the Mackinac Center for Public Policy.

Link: https://www.cfact.org/2023/10/15/auto-buyers-have-good-reasons-for-avoiding-e-cars/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Tuvalu versinkt nicht. Im Grunde doch vollkommen egal. Wichtig ist nur, dass es in Simulationen untergehen könnte

Helmut Kuntz

Tuvalu ist eines der vielen Beispiele, dass es möglich ist, vor aller Welt über Jahre eine Agenda aufrechtzuerhalten, die nach Messdaten leicht belegbar falsch ist, aus klimapolitischen Gründen aber nicht als falsch „entdeckt“ werden darf.
Da aktuell – wohl in Vorbereitung zum bald wieder anstehenden Klimagipfel – erneut mit dessen Untergang „geworben“ wird
[3], anbei zu Tuvalu ein aktueller Sachstand.

Immer neu versinkt ein Atoll im Pazifik

Seit vielen Jahren „verfolgt“ der Autor in größerem Umfang den fortwährend berichteten Untergang von Pazifikinseln [1]. Und kommt immer neu zu dem Ergebnis, dass keine Anstalten macht, wegen dem Klimawandel unterzugehen [2]. Was nicht bedeutet, dass diese Atolle sehr wohl schlimme Probleme haben – massivste Überbevölkerung und bebaut bis zum letzten Quadratmeter, verbunden mit allen negativen Folgen und Umweltzerstörungen, einen weiter zunehmenden Zivilisationsanspruch, (nicht nur) bedingt dadurch extreme Geldsorgen – die sehr wohl vom Menschen verursacht wurden und werden. Zu deren Behebung eine Emissionsminderung allerdings weniger als nichts beiträgt, da das Geld damit für wirklich sinnvolle Maßnahmen nicht mehr zur Verfügung steht.

Am westlichen Emissionshype sind deren Regierungen nur deshalb so vehement interessiert, weil ausschließlich darüber der bald riesige Klima-Reparationsfond gefüllt wird, der ihnen automatischen Anspruch auf westliche Geldzahlungen zusichert, niemals sonst hätten diese sonst den Klimavertrag unterschrieben (ausschließlich private Meinung des Autors).

Tuvalu

Die Atollgruppe von Tuvalu ist deshalb etwas bekannter, als deren Regierungsvertreter seit längerem und besonders aggressiv und plakativ den „Klimauntergang“ regelmäßig zur Schau stellen:
[16] EIKE 04.11.2016: Tuvalu versinkt mal wieder– rechtzeitig zum Klimagipfel in Marrakesch
und dazu Videobotschaften produzieren, wie die des Außenministers, der eine Proklamation zum Inseluntergang im Meer stehend verkündete:

Bild 1 [4] Screenshot vom Video mit der Klimaansprache des Außenministers von Tuvalu zur Klimakonferenz im Jahr 2021

[4] Stern, 19.11.2022: … Es ist ein aussichtsloser Kampf um die eigene Existenz. Seit Jahren gehen Prognosen davon aus, dass der steigende Meeresspiegel den pazifischen Inselstaat versinken lassen wird. Außenminister Simon Kofe hat nun einen drastischen Plan verkündet: Tuvalu will als erster Staat eine komplette digitale Kopie erstellen – um so nach dem Untergang in der virtuellen Welt als Staat weiter existieren zu können.
Das verkündete Kofe im Rahmen des aktuellen Klimagipfels COP27. „Da die Welt nicht handelt, müssen wir selbst handeln“, verkündete er dramatisch in einer Videobotschaft.

Man erinnere sich. Eine vergleichbare, noch drastischere Proklamations-Maßnahme führte am 17. Oktober 2009 der damalige Präsident der Malediven durch, als er gleich mit seinem gesamten Kabinett vor laufenden Kameras unter Wasser tagte:
[5] EIKE 21.11.2020: Wir werden in 50 Jahren nicht mehr da sein ...
Bezüglich der Malediven gibt es allerdings den Sonderfall, dass die Nachfolgeregierung (als Investoren gesucht wurden, weil die erwarteten, westlichen Klimareparationszahlungen zu spärlich flossen) verkündete, dass sich ihr Vorgänger mit dem proklamierten Untergehen geirrt habe und es sich sehr wohl lohnt, in die Zukunft auf den Malediven zu investieren …

Da Tuvalu im Unterschied zu den Malediven wohl doch immer weiter versinkt, kommen von dort allerdings immer neu herzzerreißende Appelle an den (reichen) Westen:
[3] SZ,20.September 2023: Klimakrise „In 50 Jahren würde niemand mehr von Tuvalu wissen“
… Premierminister Kausea Natano macht den Industrienationen im Interview schwere Vorwürfe – und erklärt, wie sich sein Land vielleicht doch noch retten lässt.

Auch beim Tagesspiegel ist es angekommen:
[6] Tagesspiegel, 23.05.2023: „Mein Land wird komplett im Wasser versinken“: Ist Tuvalu schon bald ein Staat ohne Territorium?
… D
er Inselstaat Tuvalu ist den Folgen des Klimawandels ausgeliefert. Wie die deutsche Regierung helfen könnte, erklärt Tuvalus Sondergesandter Samuelu Laloniu im Interview … Der Klimawandel hat verheerende Folgen für Tuvalu und die anderen Atollstaaten im Pazifik. Wir leben auf teils sehr engen Inselstreifen. Durch Erosion verlieren wir viel Land. Das bedeutet, dass die Bevölkerung auf dem verbleibenden Gebiet noch enger zusammenrücken muss. … Die Fischpopulation in Küstennähe ist durch die Erhöhung der Wassertemperatur, Wasserverschmutzung und stärkere Stürme zurückgegangen. Um zu fischen, muss man nun also weiter aufs Meer hinausfahren. Entsprechende Boote und den Treibstoff, der immer teurer wird, können sich viele aber nicht leisten …
Die Wissenschaftler sagen uns, dass im Laufe des Jahrhunderts alle Inseln komplett im Wasser versinken werden. Jedoch wird das Land bereits vorher unbewohnbar sein. Wir arbeiten also mit einem Zeitplan von einigen wenigen Jahrzehnte ….

Tuvalu Pegeldaten

Niemanden interessiert es, aber der Autor macht es aus Überzeugung immer zuerst: Die Tidenpegel-Messdaten ansehen. Seiner rein persönlichen Meinung nach muss sich der Klimauntergang einer Insel oder Küste weniger anhand der Hilferufe (nach Geld), sondern viel genauer und aussagekräftiger anhand der gemessenen Pegeldaten zeigen.
Ein Glück ist, dass die Pegel der Pazifikregion zu der Tuvalu gehört, von Australien überwacht werden und sich monatsaktuell laden lassen. Ein gerade in „besonders vom Klimawandel betroffenen“ Gegenden eher seltener Fall.

Und so sehen die Pegelverläufe von Tuvalu aus:

Bild 2 Meeres-Pegelverlauf Tuvalu 1994 – 9.2023. Quelle: Australien, Pacific Sea Level and Geodetic Monitoring Project. Grafik vom Autor erstellt

Man muss wirklich keine Statistik bemühen, um zu erkennen, dass die Atollgruppe von Tuvalu bisher keine Anstalten macht, im Pazifik zu versinken. Mit viel gutem Willen möge man sagen, dass der mittlere Pegel dort seit 1994 um vielleicht 10 cm (3mm/pa) gestiegen ist und kommt dann bis zum Jahr 2100 auf eine lineare Erhöhung um vielleicht weitere 25 cm. Selbst das ist nicht ganz wahrscheinlich, denn weltweit steigt der Tidenpegel mit ca. 1,5 … 2 mm/pa an. Und so weist der dort natürlich steigende Tidenpegel auf den im Jahr 2100 von nicht-Klimahysterikern erwarteten, weiteren Pegelanstieg zwischen 15 … 25 cm hin.

Zudem, die Atolle (können) an Fläche zunehmen

Noch ungünstiger wird es, wenn man die Fläche betrachtet. Das, was ihnen über die vielen Eiszeiten mit ihren gewaltigen Pegelschwankungen geholfen hat, machen die Korallen weiter, so der Mensch ihr Ökosystem nicht zu negativ beeinflusst:
[7] Spectrum der Wissenschaft: News 16.02.2018: Tuvalu geht nicht unter – im Gegenteil
Die Atolle des Inselstaats Tuvalu in der Südsee sollen vom steigenden Meeresspiegel überflutet werden. Doch momentan ist eher das Gegenteil der Fall: Sie wachsen.
Der Südseestaat Tuvalu gilt –
neben anderen Inselnationen wie Kiribati – als potenzielles erstes Opfer des Klimawandels: Steigende Meeresspiegel könnten die flachen Atolle mittelfristig überfluten und unbewohnbar machen. Tatsächlich gehen die Pegelstände auch im Pazifik nach oben, doch zumindest droht den Eilanden nicht unmittelbar der Untergang. Das zeigt eine Studie von Paul Kench von der University of Auckland und seinen Kollegen in „Nature Communications.
Die Wissenschaftler werteten dazu Luft- und Satellitenbilder aus der Zeit zwischen 1971 und 2014 aus und bemerkten ein eindeutiges Muster. Acht der neun Atolle Tuvalus und drei Viertel der 101 betrachteten Inseln gewannen in dieser Zeit an Fläche, obwohl der Meeresspiegel stieg. Insgesamt nahm die Landfläche um knapp drei Prozent zu …

Das immer heißer werdende Meer

Australien monitort zum Pegel auch die Temperaturen. Der Verlauf der Maximaltemperaturen zeigt zumindest dort kein stetig ansteigendes „Verbrennen“:

Bild 3 Maximal-Temperaturenverlauf Tuvalu 1994 – 9.2023 für Wasser und Luft. Quelle: Australien, Pacific Sea Level and Geodetic Monitoring Project. Grafik vom Autor erstellt

Interessieren solche Messwerte jemanden?

Nicht, wenn solche für „Klimafragen“ zuständig sind, oder sich dafür halten.
Auf den jährlichen Klimagipfeln können Inselvertreter seit vielen Jahren regelmäßig und widerspruchslos vor bis zu 40.000 handsortierten „Klimafachpersonen“ aus 200 Ländern ihre Untergangsgeschichten fabulieren. Selbst eine deutsche Umweltministerin fragte danach allerdings nicht nach Belegdaten, sondern unterstützte diese Inselvertreter spontan dabei, vom Westen – also dem Land, zu dessen Vertretung sie entsandt war – Klimareparationen zu erhalten:
[8] EIKE 17. Oktober 2018: SAMOAS Premier: Wir wollen Klimareparationszahlungen sehen. Wer deshalb nach Betroffenheitsbelegen fragt, gehört weggesperrt

Daran hat sich bisher nichts geändert. Annalena, die Außenministerin mit angeblicher Kompetenz in „irgendetwas mit Völkerrecht“ meint, Ähnliches auch über das Klima zu haben.
Und so reiste sie dazu letztes Jahr in die Südsee nach Palau und zeigte den Inselbewohnern, dass sie am Strand stehend den Klimawandel erkennen und auch „ausmessen“ kann (alternativ: Die Erzählungen der Ihr ihr Leid klagenden und dazu geschulten Klimaaktivisten und Interessenvertreter vor Ort für bare Münze nimmt), obwohl wirkliche Messdaten belegen, dass das von ihr „Erkannte“ dort bestimmt nicht stattfindet:
[9] EIKE, 21.11.2022: Früher musste man seinen Namen zumindest tanzen können, heute reicht es, sich werbewirksam anzukleben

Bild 4 Annalena im Sommer 2022 auf Palau

Ganz schlimm ist aber (rein persönliche Meinung des Autors), dass in Deutschland eine Bewerberin für das Kanzleramt in einer „Streitrunde“ erzählen kann, der Meerespegel würde bis zum Jahr 2100 noch um weitere 7 m steigen und die zwei anderen Kanzleramtsbewerber sind ebenfalls so dumm, dass sie den gerade gesagten Schwachsinn weder erkennen, noch darauf eine Antwort wissen:
[10] EIKE, 22. Sept. 2021: Annalena lässt den Meerespegel schnell mal um 7 m steigen – und zwei schauen nur wie bekloppt dabei zu

Um den Schwachsinn einer solchen Aussage zu erkennen, muss man nur ein Bild mit gängigen Pegelprojektionen ansehen und diese mit der linearen Fortschreibung des Tidenpegels vergleichen. Neben diesem erkennt man beim Betrachten auch, wie vollkommen enthemmt „Klimawissenschaft“ betrieben wird, denn alle Pegelprojektionen sind ja über „wissenschaftliche“ Studien „abgesichert“.
Der Pegelanstieg würde am Ende so um die 60 m betragen. Weitere 6 m kämen dazu, wenn es mit den Grönlandgletschern vergleichbar geschähe. Bisher benötigte die Natur für einen solchen Vorgang viele, viele Tausend Jahre.

Im Computer lassen sich Geschwindigkeiten aber beliebig parametrieren. Und so gelingt es, schon zum Jahr 2100 wirklich alle „erwünschten“ Pegel zu erzeugen. Verbunden mit einer dazu ausgespuckten (immer geringeren) Wahrscheinlichkeit – man denke an die Attributionsstudie [15], welche für eine Ereigniswiederholung einen Vertrauensbereich zwischen 115 Jahren und einer Milliarden Jahren angibt (und stolz darauf ist) – ergibt das Verfahren statistisch einwandfrei verifizierbare, also wissenschaftlich absolut korrekte Werte.

Bild 5 Meerespegel-Projektionen verschiedener Autoren zum Jahr 2100. Anmerkung: Die 8,9 m Projektion stammt aus einer Studie unter Mitwirkung des PIK. Grafik vom Autor erstellt

Wer es nicht weiß, wie solche Projektionen entstehen: Es wird simuliert, dass die riesigen Inlandsgletscher der Antarktis spontan und rasend schnell ins Meer rutschen. Haben diese noch nie gemacht. Aber wer will das für die Zukunft wirklich mit absoluter Sicherheit ausschließen? Computerprogramme können es auf jeden Fall nicht und (von Förderprogrammen abhängige) Klimawissenschaftler trauen sich auch nicht, es zu tun.

Zudem gibt es dafür große Vorbilder, wie den historischen Mentor des Klimawandels und Träger über-vieler Preise und höchster Auszeichnungen, Herrn Schellnhuber, ehemals Leiter des (wohl nicht zufällig) in Deutschland angesiedelten Instituts zur Fließbandproduktion von Klimaalarm, dem PIK.
Herr Schellnhuber konnte der Welt in seiner herausragenden Stellung als „Exzellenz-Wissenschaftler“ absolut glaubhaft versichern, dass die seit mindestens 48 Millionen Jahren zyklisch ca. alle 100.000 Jahre auftretende Eiszeit ab sofort nicht mehr auftritt.
So herausragend Genial, wie Herr Schellnhuber ist, konnte er dazu auch den in einer seriösen Wissenschaft immer erforderlichen Vertrauensbereich – präzise angeben: „So sicher, wie das Amen in der Kirche“
[18]. Wenn das nicht mehr ausreichend genau und wissenschaftlich ist, was ist es denn dann?
Kein Wunder, dass dieser Herr Schellnhuber in allen wirklich wichtigen, deutschen Gremien mit Entscheidungen zum Klima Beratungsmitglied und natürlich als Kanzlerinberater tätig war.

Wie man im kleineren Maßstab den Meerespegel ideologierichtig „anpasst“, hat der Autor ebenfalls schon gezeigt:
[12] EIKE 17.07.2016: Wie man den Meerespegel-Verlauf in die richtige Richtung dreht Aus dem Lehrbuch für (Klima-)Statistikbetrug
[13] EIKE, 28.03.2023: Die gemessenen Meerespegelverläufe bieten keinen Pegelalarm. Macht nichts, erzeugen wir die Alarmistischen eben selbst

Wissen der Entscheider

Bestimmt muss nicht jeder Bürger ständig auch ein Klimawandellexikon mit sich herumtragen.
Von Personen die Deutschland führen wollen und (wie inzwischen – nicht nur – unser Olaf) rund um die Welt erzählen, dass zu praktisch jedem Problem als Lösung Emissionsvermeidung das Beste wäre, welche im Zweifelsfall natürlich Deutschland bezahlt. Solches (teils) mit der Begründung, dass sich damit die nächste Ahrtalflut am Effektivsten und Sichersten verhindern ließe, was direkt vor Ort mangels fähiger, politischer Verantwortlicher, latentem Facharbeitermangel und leider auch Budgetproblemen nur schwer, eigentlich gar nicht möglich sei, man allerdings zumindest rudimentäre Kenntnisse darüber erwarten.
Dieser Absatz ist natürlich als reine Satire zu verstehen, denn die Wirklichkeit belegt ja ganz Anderes:
[19] EIKE, 09. Aug. 2022: Die Flutopfer im Ahrtal haben das Leid durch ihre das klima zerstörende Lebensweise selbst verursacht, weiß eine Professorin
[21] EIKE, 14.07.2022: Wer den Eindruck erweckt, dass staatliche Stellen mit der Bewältigung der Lage (im Flutgebiet Ahrtal) komplett überfordert gewesen seien, ist ein Fall für den Verfassungsschutz
[20] EIKE 30.07.2021: Einschläge des Klimawandels oder eher eklatantes Staats- und Behördenversagen?

Deshalb leider auch wieder Fehlanzeige. Im „Ampelland“ -wie und vorbereitet unter „Merkel“ – geht der Trend konsequent in die umgekehrte Richtung. Es reicht, ein paar Fremdwörter die man nicht verstanden hat, oft genug aufzusagen: Alles was „wummst“, am besten mehrfach, ist groß, ab “Giga“ ebenfalls. Alles darunter sind kleine Brötchen, die man nebenher gebacken bekommt.
Die, welche Billiarden an Emissions-Vermeidungskosten Verantworten und den Bürgern aufzwingen, kennen deshalb auch nur noch wie Annalena als Emission eines deutschen Bürgers 9 Gigatonnen [17] und ein heutiger Landwirtschaftsminister produziert den Strom in Gigabyte, wohl weil man ihm mal erzählt hat, dass große Zahlen irgendwie so etwas benötigen …

Was waren das noch für Zeiten, als zur Weltrettung eine Kugel Eis im Monat ausreichte, der deutsche Speicherbestand für Elektroenergie ganz einfach „noch und nöcher“ groß war und Kobolde bei der Batterieherstellung mit zulangten.

Wird das (Nicht-)Wissen über den Klimawandel nicht wenigstens langsam besser?

Leider nein. Der gleiche, dumme von jedem Wissen freie „Nachwuchs“ ist schon in den Startlöchern auf dem Weg durch die Institutionen:

Bild 6 Eine Klimawandel-Fachperson nennt genaue Zahlen

Wer als Folge Zweifel hegt, wird von ausgewiesenen, zwangsbezahlpflichtig edelst versorgten „Fachpersonen“ auf den einzig zugelassenen Weg zurechtgestutzt:

Bild 7 Tweet

Die „Intelligenz“ ist allerdings nicht besser:

Bild 8 Tweet

Und andere von der sich dafür haltenden „Intelligenz“ sind einfach nur noch dämlich. Aber die Suche nach dem Klimawandel führt halt auch mal in die Irre. Für einen Professor und bekennenden Klimaaktivisten (teilweise gemeinsam mit Frau C. Kemfert) schließlich keine Schande:

Bild 9 Tweet von Prof. V. Quaschning

Wer diesen besonders intelligenten Professor nicht kennt: Er ist (noch) nicht ganz so allwissend wie der omnipräsente Harald Lesch. Versucht aber ebenfalls, mit Videos so etwas wie einen kleinen Ableger von diesem zu bilden und so von diesem Hype etwas abzubekommen. Und im Wasser stehend zum Klima erklären kann er auch:

Bild 10. Screenshot aus einem YouTube-Video des Prof. Quaschning

Das mit dem „gut angezogen im Wasser stehen“ und wohl auf eine Erscheinung von oben zu warten, scheint so etwas wie eine Nottaufe der Ökokirche zu sein. Parallelen zu anderen Glaubensgemeinschaften sind unverkennbar.

Zudem, warum noch denken? In Deutschland werden (sich selbst gegebene) Gesetze schon immer bis zum Endsieg – hier über das Klima – nicht diskutiert, sondern stur eingehalten. Das Fragen nach Kosten und Nutzen galt und gilt schon immer als unseriös. Sagte Habeck dazu ja sinngemäß: Geld kann man jederzeit drucken und wer mal trotzdem keines hat, soll einfach aufhören, welches auszugeben.
Und so beantwortete der umweltpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion eine Anfrage des Autors zum Sinn und Klimanutzen des Heizungsgesetzes (stark gekürzt):
… Deutschland hat sich verpflichtet, bis 2045 klimaneutral zu sein. Damit das gelingt, müssen wir künftig auf fossile Energieträger verzichten. Die Koalition hat bereits entscheidende Maßnahmen auf den Weg gebracht, um den Ausbau von EE zu vereinfachen und zu beschleunigen
… Eine konkrete Einsparungsrate an CO² bzw. eine kumulierte Kostenschätzung zu nennen wäre zu diesem Zeitpunkt höchst unseriös
… Ich persönlich erwarte überhaupt keine Temperaturminderung, sondern arbeite darauf hin, dass sich das Klima nicht noch mehr erwärmt. Ein Szenario, dass sicher einsetzen wird, wenn nicht alle Menschen jetzt einen Beitrag leisten – das werden sie nur tun, wenn das reiche und energiehungrige Deutschland hier mit guten Beispiel voran geht. Es ist höchst erfreulich, dass das geschieht und mittlerweile viele Unternehmen massiv in die gleiche Richtung drängt.

Mmit dem Letzten hat er auch wirklich recht:
[14] reitschuster, 27.09.2023: Manager sind begeistert von Habeck –tosender Applaus bei Klimakongress Wegen Almosen in Form von „Industriestrompreis“ – BDI macht brav Männchen

Früher war wirklich mehr Lametta …

Man stelle sich vor, heute würde noch ein klimakritischer Artikel wie 2008 in der Welt erscheinen. Nicht nur deren Gebäudefassaden würde man kurz danach nicht mehr wiedererkennen:
[11] WELT, 21.11.2008: Warum Tuvalu kein Symbol für die Apokalypse ist
Die Warnungen der Klimaforscher klingen stichhaltig: Lässt die Erderwärmung die Eispanzer an den Polen abschmelzen, hebt sich der Meeresspiegel. Südseeatolle wie der Inselstaat Tuvalu gelten als erste Opfer des Klimawandels. Dabei ist unter Forschern bekannt, dass Atolle mit dem Meeresspiegel wachsen …
Es ist auffällig, dass die Bewohner der kleinen Inselstaaten einen deutlich gelasseneren Umgang mit dieser Frage pflegen.

Während Fernsehreporter aus Europa zum Beispiel zum meistzitierten Untergangskandidaten Tuvalu fahren, um das Absaufen des Atolls Funafuti samt gleichnamiger Hauptstadt sensationsheischend original zu übertragen, wehrt sich Elisala Pita, Umweltpolitikerin des Zwergstaates, gegen zu frühes Beileid: „Tuvalu wird nur benutzt für das Thema Klimawandel“, sagte sie mal in einem Interview mit der kanadischen Zeitung „Globe and Mail“, „Tuvalu sinkt nicht, es schwimmt immer noch, keine Insel sinkt.“ Die Erosion der Küste in Funafuti, die schon in mehreren Filmen zur Dokumentation des Untergangs im europäischen Fernsehen zu sehen war, bezeichnet Pita als „menschengemacht“. In der Tat lies ein Minister des Landes sich vor wenigen Jahren noch ausgerechnet am Ufer einen Hügel abtragen, um Baumaterial für sein Anwesen zu gewinnen.

Als im Nachbarstaat Vanuatu auf dem Atoll Tegua ein Dorf von der Küste auf eine – dort vorhandene – höhere Position versetzt werden sollte, und die Unep, die Umweltorganisation der UN, das Dorf quasi offiziell zum weltweit ersten Opfer des Meeresanstiegs erklärte, stürzten sich die Medien darauf. Doch als sie vor Ort die Menschen befragten, in einer Region, wo ein solcher Umzug seit vielen Jahrhunderten der Regelfall ist, wollte keiner einen Zusammenhang mit dem Klimawandel behaupten.
Die Evakuierungsverträge Tuvalus mit Australien schließlich entpuppen sich als langjährige Vereinbarungen, die die überbevölkerten Inselstaaten entlasten sollen, ganz unabhängig vom Anstieg des Ozeans …
Durch Tsunamis und Zyklone angeschwemmtes Geröll lässt darauf bewohnbare Inseln entstehen – und an Höhe gewinnen. Zwar werde auf den bewohnten Inseln der Schutt meist weggeräumt, geben die Forscher aus Auckland zu. Doch gehen sie davon aus, dass auch in 100 Jahren noch die Malediven nicht verschwunden sind – wie womöglich viele Atolle nicht. Voraussetzung: Die Lebensbedingungen der Korallen werden nicht über Gebühr strapaziert
… Dass ein Abschmelzen der Eisschilde hierbei allzu zügig wirksam werden könnte, darf bezweifelt werden. Pro Erwärmung der Lufttemperatur um ein Grad klettert die mittlere Nullgrad-Grenze um etwa 130 Meter nach oben. Das Hochplateau Grönlands liegt auf etwa 3000 Meter, bei Jahresmitteltemperaturen um minus 30 Grad, dasjenige der Antarktis auf 4000 Meter bei minus 50 Grad, schreibt der Meteorologe Klaus E. Puls in der „Naturwissenschaftlichen Rundschau“. Und: Zurzeit kühlt die Arktis eher ab, als dass sie sich erwärmt.

Inzwischen muss man dazu auf Plattformen ausweichen, die unser Bundespräsident für gute Bürger eigentlich verboten hat und die EU konsequent „bereinigt“: [Link] Klimanachrichten, 7. Oktober 2023: Klimawandel – eine Gesellschaft spielt verrückt

Quellen

[1] EIKE 26.11.2015: Gehen die Südseeinseln wirklich wegen des Klimawandels unter, Teil 2
[2] EIKE, 28.03.2023: Die gemessenen Meerespegelverläufe bieten keinen Pegelalarm. Macht nichts, erzeugen wir die alarmistischen eben selbst
[3] SZ,20.September 2023: Klimakrise „In 50 Jahren würde niemand mehr von Tuvalu wissen“
[4] Stern, 19.11.2022: „Wir werden als erster Staat rein digital existieren“: Tuvalu versinkt im Meer und will sich in die Cloud retten
[5] EIKE 21.11.2020: Wir werden in 50 Jahren nicht mehr da sein …
[6] Tagesspiegel, 23.05.2023: „Mein Land wird komplett im Wasser versinken“: Ist Tuvalu schon bald ein Staat ohne Territorium?
[7] Spectrum der Wissenschaft: News 16.02.2018: Tuvalu geht nicht unter – im Gegenteil
[8] EIKE 17. Oktober 2018: SAMOAS Premier: Wir wollen Klimareparationszahlungen sehen. Wer deshalb nach Betroffenheitsbelegen fragt, gehört weggesperrt
[9] EIKE, 21.11.2022: Früher musste man seinen Namen zumindest tanzen können, heute reicht es, sich werbewirksam anzukleben
[10] EIKE, 22. Sept. 2021: Annalena lässt den Meerespegel schnell mal um 7 m steigen – und zwei schauen nur wie bekloppt dabei zu
[11] WELT, 21.11.2008: Warum Tuvalu kein Symbol für die Apokalypse ist
[12] EIKE 17.07.2016: Wie man den Meerespegel-Verlauf in die richtige Richtung dreht Aus dem Lehrbuch für (Klima-)Statistikbetrug
[13] EIKE, 28.03.2023: Die gemessenen Meerespegelverläufe bieten keinen Pegelalarm. Macht nichts, erzeugen wir die Alarmistischen eben selbst
[14] reitschuster, 27.09.2023: Manager sind begeistert von Habeck –tosender Applaus bei Klimakongress Wegen Almosen in Form von „Industriestrompreis“ – BDI macht brav Männchen
[15] EIKE, 10. Okt. 2023: Fluten über Fluten. Doch dank Attributionsstudie können wir beruhigt sein, weil es ja erst wieder in einer Millionen Jahren passieren wird
[16] EIKE 04.11.2016: Tuvalu versinkt mal wieder– rechtzeitig zum Klimagipfel in Marrakesch
[17] Baerbock 13.12.2018 bei Illner
[18] EIKE 17.10.2015: Fällt die nächste Eiszeit aus? PIK Chef Schellnhuber behauptet: Ja, so sicher wie das Amen in der Kirche!
[19] EIKE, 09. Aug. 2022: Die Flutopfer im Ahrtal haben das Leid durch ihre klimazerstörende Lebensweise selbst verursacht, weiß eine Professorin
[20] EIKE 30.07.2021: Einschläge des Klimawandels oder eher eklatantes Staats- und Behördenversagen?
[21] EIKE, 14.07.2022: Wer den Eindruck erweckt, dass staatliche Stellen mit der Bewältigung der Lage (im Flutgebiet Ahrtal) komplett überfordert gewesen seien, ist ein Fall für den Verfassungsschutz




Kaum geht es dem Hopfen gut, kommt die nächste Hiobsbotschaft

Helmut Kuntz

Der Klimawandel schlägt immer unerbittlicher zu. Kaum meint man, es könnte vielleicht doch so etwas wie eine Entwarnung geben, entdecken eifrig und unermüdlich arbeitende simulierende Forscher, wie falsch man damit liegt.
Nicht nur die Südseeinseln sind davon immer neu betroffen, auch viel Näheres, wie unser Hopfen.

Wie es dem Hopfen geht, hängt davon ab, wer es publiziert

Solche Erkenntnis ist nicht neu. Aber der „Klimawandel“ ist eine (Pseudo-)Wissenschaft, in der es extreme Auswirkungen hat. Schließlich muss der Bürger irgendwie und möglichst schnell die zu seiner Bekämpfung erforderlichen Billionen von EURos bezahlen. Entsprechend einer Devise unseres Habeck: Das Geld ist dann doch immer noch da. Es wurde nur anderen (unserem Clientel) gegeben, die damit idologisch besser umgehen können.

Und so kam, wie es kommen musste. Kaum hatte der Autor als „Jahreserkenntnis“ verkündet, dass der deutsche Hopfen auch dieses Jahr wieder keine Anstalten macht, infolge des ominösen Klimawandels zu verschwinden, wie es ein überbekannter Professor aus München einst erzählte, ja es ihm sogar immer besser geht: [3] EIKE, 03.10.2023: Hopfenernte 2023. Alternativ: Wie geht es mit dem Hopfen mitten im Klimawandel weiter?
Da kommen schon wieder schlimmste Meldungen über (praktisch) alle, sich für besonders investigativ haltenden Medien:

Bild 1 Meldungen zum Hopfen

Was ist da passiert? Nun, alle Zeitungen kopieren als „investigativen Report“ wie inzwischen üblich die gleiche Pressemitteilung zu einer Studie:
[2] Martin Mozny at al., 10. Oct. 2023: Climate-induced decline in the quality and quantity of European hops calls for immediate adaptation measures

Und darin steht (Auszüge des Summary, mit deepl übersetzt): … Die Auswirkungen des aktuellen und prognostizierten Klimawandels auf den Ertrag und das Aroma von Hopfen sind jedoch noch weitgehend unbekannt.
… Hier kombinieren wir meteorologische Messungen und Modellprojektionen, um die Klimasensitivität von Ertrag, Alphagehalt und Doldenentwicklung des europäischen Hopfens zwischen 1970 und 2050 zu bewerten, wenn die Temperatur um 1,4 °C steigt und der Niederschlag um 24 mm abnimmt.
… Für fast 90 % aller Hopfenanbaugebiete, zeigen unsere Ergebnisse aus Deutschland, der Tschechischen Republik und Slowenien, dass … die Produktion um fast 0,2 t/ha/Jahr zurückging und der Alphagehalt um um etwa 0,6 % gesunken ist, wenn man die Daten vor und nach 1994 vergleicht. Ein vorhergesagter Rückgang des Hopfenertrags und des Alphagehalts von 4-18 % bzw. 20-31 % bis 2050 erfordert sofortige Anpassungsmaßnahmen …

Wie ging und wie geht es dem Hopfen bisher

Anmerkung: In der Studie [2] werden neben dem Ertrag auch der Alphasäurengehalt und Fruchtausbildung für mehrere Länder behandelt. Hier wird wegen (dem Autor) fehlender Daten nur der Ertrag und dieser nur für Deutschland betrachtet.

Leider findet sich in der Studie keine Gesamtbild zum Ertragsverlauf Deutschland sondern Gebietsdarstellungen:

Bild 2 [2] (Teilbild) Fig. 2 | Change in the alpha content [%], date of cone development [days] and yield [t/ha] between 1970 and 2018 in Germany, Czechia and Slovenia. Average values calculated for two periods (1970-1994 and 1995-2018): yields (dashed blue and red), alpha (dashed green and brown) and cone development (dashed turquoise and purple)

Deshalb ein Vergleich der in der Studie angegebenen Ertragsverläufe für das größte Anbaugebiet Hallertau (ca. 17.000 ha) und folgend Tettnang (ca. 1.500 ha), womit ca. 98 % der in der Studie für Deutschland betrachteten Anbauflächen abgedeckt sind, mit dem Verlauf aus dem LfL-Jahresbericht 2022 der Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft [1], der vom Autor mit den Daten der diesjährigen Ernte ergänzt wurde.
Sehr auffallend ist, dass die Erträge in der Studie stark negativ von den seitens der Bayerischen Landesanstalt publizierten abweichen. Soll man nun den Angaben aus Bayern (dem Deutschen Haupt-Hopfenanabaugebiet) oder denen der Studie mehr trauen. Auf die Bewertung und die Zukunftsprojektionen hat es natürlich erheblichen Einfluss:

Bild 3 Vergleich Hopfenertrag [1] Deutschland 1955 … 2023 und [2] Hallertau 1970 … 2018. Grafiken vom Autor zusammengefügt

Bild 4 Vergleich Hopfenertrag [1] Deutschland 1955 … 2023 und [2] Tettnang 1970 … 2018. Grafiken vom Autor zusammengefügt

Um zu zeigen, was die Erwärmung bisher beim Ertrag bewirkt hat, ergänzend der grob rekonstruierte Ertragsverlauf seit dem Beginn des ominösen Klimawandels, als ein angeblich „ideales“ Wetter herrschte.

Bild 5 [3] Hopfenertrag seit 1885 bis 2023 (Grafik vom Autor)

Wie soll es dem Hopfen in Zukunft gehen

In der Studie [2] wird simuliert, ob und wie sich der Hopfenertrag in der nahen Klimazukunft ändern wird. Man wird etwas überrasch, denn die simulierte „Minderung“ der Medianwerte ist minimal und wesentlich geringer, als die typischen Jahresschwankungen. Weit weniger, als die Differenz der Basisdaten (zwischen Studie und der Bayerischen Landesanstalt):

Bild 6 [2] (Teilbild Ertrag) Fig. 3 | Values of hop yield [t/ha], alpha content [%] and alpha yield [kg/ha] estimated by the models for 1981–2018 (baseline climate) and 2021–2050 (future climate) in Germany, Czechia, and Slovenia. Median calculated for two periods (1989–2018 and 2021–2050): A yields (fill blue and orange), B alpha (fill green and yellow) and C alpha yields (fill yellow and red).

Trotzdem überrascht, wie die Studie aus einem Zeitraum, in dem die Erträge parallel zum Temperaturanstieg zunahmen [3] bei weiter steigender Temperatur eine Minderung ermittelt.

[2] … The projected decrease will be caused mainly by rising temperatures and more frequent and severe droughts.

Bild 7 [3] Korrelation Hopfenertrag mit der Sommertemperatur Deutschland

Auch wird in der Studie eine Schwankung des Niederschlags um bis zu -50 % angenommen:
[2] The average annual temperature varies between 8 and 10 °C, and the average annual precipitation fluctuates from 550 to 1050 mm.
Der Viewer beim DWD zeigt für das in der Studie verwendete Szenario RCP4.5 und das Hauptanbaugebiet Bayern, nur minimale (mittlere) Schwankungen und Schwankungsänderungen, die nach 2050 dann sogar wieder zurückgehen:

Bild 8 Niederschlag Bayern (Sommerzeitraum) mit Vorschau im Scenario rcp4.5. Quelle: DWD Viewer

Trotzdem wird nur Schlimmes berichtet:
FN, 11.10.2023: Forscher erwarten deutlich geringe und schlechtere Erträge für den Bier-Grundstoff. Denn der Klimawandel bedroht die europäischen Hopfenernten … Im Mittel (Median) der Jahre 2021 bis 2050 erwarten die Forscher in den Gebieten grob ein Drittel weniger Alphasäure pro Hektar Anbaufläche als im Zeitraum 1989 bis 2018. In der Hallertau – dem wichtigsten europäischen Anbaugebiet – seien es sogar fast 40 Prozent.

Aber auch wenn man den (leider etwas kurzen) Zusammenhang zwischen Ertrag und Alpha-Säureanteil der deutschen Haupt-Anbausorte betrachtet, lässt sich das Schlimme nicht wirklich finden, außer, dass der Alphasäuregehalt schon jährlich und zwischen den verschiedenen Hopfensorten sogar extrem schwankt:

Bild 9 Korrelation Alpha-Säurenwerte der Hopfensorte Hallertau-Herkules (ca. 50 % Anteil) mit dem Hopfenertrag Deutschland. Grafik vom Autor erstellt

Erst in einem Ergänzungsdokument zur Studie klärt sich das etwas auf. Für Deutschland sind bis 2050 nur ca. 4 % Ertragsminderung vorhergesagt. Selbst wenn es so käme, beim Hopfen mit seinen extremen Ertragsschwankungen ist das weniger als Rauschen und wird als „Vorhersage“ wohl jeden deutschen Hopfenbauer zu Freudentränen animieren:

Bild 10 [2] Supplementary Fig. 2. Estimated reduction in alpha content and yield at the country level as the % of the baseline.

Bei der Bayerischen Landesanstalt sieht man die Hopfenzukunft auch eher positiv. Denn man macht dort das, was global absolut verpönt (und inzwischen auch dank eifrigem GRÜNen Einsatz bei der EU und in Deutschland gesetzlich verhindert) ist. Anstelle mit viel viel Geld CO₂-Emission zu vermeiden und damit vielleicht einen homöopathischen Klimanutzen mit einfach nur mega-desaströßem Kosten-Nutzenverhältnis zu erzielen, wird fleissig an der Resilienz gearbeitet und mit (relativ) wenig Aufwand dabei achtbare Erfolge erzielt:

[1] Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft: … Titan ist die neue Hochalphasorte aus dem Hopfenforschungszentrum Hüll. In zahlreichen Brauversuchen wurde Titan eine hervorragende Bitterqualität, die mit der im Markt führenden Hochalphasorte Herkules vergleichbar ist, bescheinigt. Zusätzlich erfüllt sie die Ziele der Hüller Züchtungsstrategie „low Input – high Output“. Sie vereint hervorragende Brauqualität mit Klimastresstoleranz sowie optimierte Anbau- und Resistenzeigenschaften und entspricht so dem Anspruch an eine hochwertige und nachhaltige Zuchtsorte.
Klimawandel und Umweltschutz machen eine Neuausrichtung der Hopfenproduktion mit neuen modernen Sorten notwendig, um die qualitativ hochwertige Rohstoffversorgung der Brauwirtschaft auch künftig sicherstellen zu können. Mit Titan kommt eine neue Hüller Hochalphasorte in den Anbau, die die züchterisch gelungene Kombination aus hervorragender Brauqualität und Klimatoleranz sowie optimierte Anbau- und Resistenzeigenschaften in sich vereinigt.
Titan ist für Brauer und Hopfenpflanzer gleichermaßen eine zukunftssichere und nachhaltige Alternative zu Herkules.

Erfolgsgeschichte von Herkules
Die Markteinführung von Herkules im Jahr 2006 wurde zu einer beispiellosen Erfolgsgeschichte. Mit einem Ertragspotential von mehr als 50 % über der damals weltweit führenden Hochalphasorte Hallertauer Magnum erbrachte Herkules einen kaum für möglich gehaltenen Züchtungsfortschritt.
Bereits im Jahr 2014 wurde Herkules mit 3.345 ha Anbaufläche zur größten Bittersorte weltweit und wird heute bundesweit auf über 7.100 ha angebaut. In der Hallertau sind mittlerweile 39 % der Gesamthopfenfläche mit Herkules bepflanzt. Damit bildet er das Rückgrat der Grundhopfung in den meisten Brauereien weltweit. Mit dieser Dominanz einer Hochalphasorte sind mittlerweile auch einige Probleme im Anbau verbunden. Beispielsweise stellt Herkules im Anbaugebiet Elbe-Saale bis heute keinen vollwertigen Ersatz für Hallertauer Magnum dar, da die Boden- und Witterungsbedingungen in diesem Anbaugebiet Stockfäule begünstigen und einen wirtschaftlich sinnvollen Anbau von Herkules verhindern.
Zudem war Herkules bei Markteinführung mit einer Resistenz gegen echten Mehltau ausgestattet. Diese Resistenz ist mittlerweile durch die natürliche Anpassung des Pilzes gebrochen

Man wäre aber nicht in der EU und in Deutschland, wenn es gegen solche Erfolge nicht auch Verhinderungsmittel gäbe:
[1] Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft: …… die Mehltaubekämpfung stellt für die Hopfenpflanzer auch wegen der stetig geringer werdenden Verfügbarkeit (Zufügung: Wegen Verboten) von wirksamen Pflanzenschutzmitteln eine immer größere Herausforderung dar …

Fazit
Seit sich der Autor mit „Klimawissenschaft“ und deren absoluter Gläubigkeit an Klimasimulationen und Attributionsmodellen beschäftigt, gewinnt er ein immer tiefer reichendes Verständnis für das damals überaus erfolgreiche Geschäftsmodel des Orakels von Delphi und deren Dependancen. Immerhin hat dieses von ca. 800 vor Christus bis zum Jahr 391 bestanden.
Der Zeitraum wird von den christlichen Kirchen zwar längst überboten. Doch haben diese zwar auch – vor allem am Anfang – Vorhersagen getätigt, doch heutzutage fehlt deren Vertretern der Mut dazu und so übernehmen diese als Ersatz so ziemlich alles, was an woker Gesinnung im Zeitgeist zu finden ist. Die Geschichte des alleine vom Menschen gemachten und besonders schlimmen Klimawandels gehört dazu.

Dabei müsste sich gerade die Kirche daran erinnern – und verkünden -, dass die Menschen welche gezwungen waren in der nachmittelalterlichen Kaltzeit mit ihren heute nicht mehr vorstellbaren Wetterextremen und regelmäßigen Hungersnöten (über-)leben zu müssen, Fürbitten und Wallfahrten gemacht haben, damit es doch bitte etwas wärmer werden möge.
Was nun eingetroffen ist und zu einer Explosion der Ernteerträge geführt hat.

Bild 11 Schweiz, Weizenertrag von 1850 – 2000

Man muss immer wieder daran erinnern, dass der Engländer Malthus – übrigens ein Ökonom, wie auch heute viele, die sich „Klimawissenschaftler“ nennen – im Jahr 1798 bei ca. 1 Milliarde Menschen (aktuell fast 8 Milliarden) das wissenschaftlich sicher berechnete Begrenzen der Menschheit mangels Nahrung vorhergesagt hat.

Quellen

[1] Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft LfL Jahresbericht 2022 Sonderkultur Hopfen
[2] Martin Mozny at al., 10. Oct. 2023: Climate-induced decline in the quality and quantity of European hops calls for immediate adaptation measures
[3] EIKE, 03.10.2023: Hopfenernte 2023. Alternativ: Wie geht es mit dem Hopfen mitten im Klimawandel weiter?