„Diese Leute sind verrückt“ – Klimawissenschaft und der Kult der Selbstverachtung

Terry L. Headley

Es gab einmal eine Zeit, in der Umweltschutz für einen Naturschutz stand, der eher auf Dankbarkeit als auf Verurteilung beruhte. Er reflektierte die Überzeugung, dass eine wohlhabende und selbstbewusste Gesellschaft ihr natürliches Erbe schützen könne, ohne jenen Fortschritt zu verleugnen, der diesen Schutz erst möglich gemacht hatte. Die amerikanische Tradition des Naturschutzes wuchs aus Stärke, nicht aus Scham. In den letzten Jahrzehnten hat sich jedoch vieles von dem, was als gesicherte „Klimawissenschaft“ präsentiert wird, von praktischem Umweltmanagement hin zu einer pauschalen moralischen Erzählung verschoben, welche die industrielle Zivilisation selbst anklagt. Die Debatte beschränkt sich nicht mehr auf Atmosphärenchemie oder Vorhersagemodelle; sie hat sich zu einer umfassenderen philosophischen Behauptung entwickelt, dass der Fortschritt der Menschheit von Natur aus verdächtig sei.

Wissenschaft, wenn sie richtig betrieben wird, ist iterativ und selbstkorrigierend. Sie schreitet durch Hinterfragen, Überprüfen und Verfeinern voran. Doch der öffentliche Klimadiskurs weist zunehmend die Merkmale ideologischer Orthodoxie auf. Skepsis gegenüber Modellannahmen oder politischen Empfehlungen wird oft nicht mit Gegenargumenten, sondern mit moralischer Verurteilung beantwortet. Die Sprache der Häresie – „Leugnung“, „Wissenschaftsfeindlichkeit“, „existenzielle Bedrohung“ – wird eingesetzt, um den Raum für akzeptable Meinungen einzuschränken. Wenn sich eine Disziplin als unumstritten darstellt und politische Meinungsverschiedenheiten als ethisches Versagen darstellt, hat sie nichts mehr mit offener Forschung zu tun, sondern gleicht zunehmend einer Doktrin. Diese Wandlung verdient kritische Betrachtung, nicht weil Umweltbelange unberechtigt wären, sondern weil intellektuelle Bescheidenheit für glaubwürdige Wissenschaft unerlässlich ist.

Die philosophische Grundhaltung des zeitgenössischen Klimaaktivismus‘ offenbart ein tieferes Unbehagen gegenüber dem menschlichen Fortschritt. An ihren radikaleren Rändern stellt die Bewegung die Menschheit nicht in erster Linie als Verwalterin, sondern als Verursacherin von Umweltverschmutzung dar. Menschliches Wirken wird als invasiv, Konsum als pathologisch und Wachstum als von Natur aus zerstörerisch beschrieben. Befürworter des „Degrowth“ argumentieren offen, dass eine geringere Wirtschaftsleistung und ein niedrigerer Lebensstandard eine moralische Verbesserung darstellen. Diskussionen über die Begrenzung der Geburtenrate im Namen der Reduzierung des CO₂-Fußabdrucks haben sich vom Randbereich in den akademischen Mainstream verlagert. Solche Argumente beruhen auf einer pessimistischen Anthropologie, die menschliches Gedeihen als mit der Umwelt unvereinbar ansieht.

Diese Sichtweise steht im Widerspruch zu den historischen Fakten. Die Verbreitung zuverlässiger, erschwinglicher Energie – aus Kohle, Öl und Erdgas – ermöglichte sanitäre Einrichtungen, die Krankheiten drastisch reduzierten, eine landwirtschaftliche Produktivität, die Hungersnöte lindern konnte, sowie eine Elektrifizierung, die Medizin und Bildung revolutionierte. Die Lebenserwartung stieg, die Säuglingssterblichkeit sank und die extreme Armut ging weltweit zurück. Diese Fortschritte waren kein Nebeneffekt der Industrialisierung; sie waren direkte Folgen des Energieüberflusses und technologischer Innovationen. Die Energiesysteme, die diese Verbesserungen ermöglichten, als moralisches Versagen zu bezeichnen bedeutet, die harten Realitäten des vorindustriellen Lebens zu übersehen, in dem Knappheit, Verletzlichkeit und verkürzte Lebenserwartung die Norm waren.

Die Klimarhetorik nimmt häufig theologische Züge an. Kohlenstoff fungiert als Symbol kollektiver Schuld. Die Industrialisierung wird als Sündenfall der Zivilisation dargestellt. Erlösung wird als Opfer dargestellt – weniger Annehmlichkeiten, eingeschränkte Mobilität, geringere Erwartungen. Atmosphärische Ziele werden zu moralischen Absolutheiten erhoben, und extreme Wetterereignisse werden als Strafe für die moderne Lebensweise interpretiert. Die verwendete Sprache geht oft über empirische Beschreibungen hinaus und dringt in den Bereich moralischer Dramatik vor. Diese Darstellung verlagert die Diskussion vom Risikomanagement zur Sühne und von der Abwägung von Kompromissen zur Forderung nach Reue.

Auffällig ist die Konvergenz zwischen radikalem Klimaaktivismus und langjähriger Kritik an Marktwirtschaften. Der industrielle Kapitalismus wird von seinen Kritikern seit langem als ausbeuterisch und moralisch zersetzend angesehen. Die Klimapolitik bietet ein wirkungsvolles Mittel, um diese Kritik unter dem Banner des Überlebens des Planeten voranzutreiben. Vorschläge zum Abbau der Infrastruktur für fossile Brennstoffe innerhalb knapper Zeitrahmen gehen einher mit Forderungen nach einer Neugestaltung von Verkehrssystemen, Wohnformen, Ernährungsgewohnheiten und Finanzstrukturen. Der Umfang reicht weit über das Emissionsmanagement hinaus bis hin zu einer umfassenden gesellschaftlichen Transformation. Zentralisierte Autorität dehnt sich unweigerlich aus, wenn ganze Bereiche des Wirtschaftslebens für eine rasche Umstrukturierung ins Visier genommen werden.

Auch im öffentlichen Diskurs wird die Sicherheit von Vorhersagen überbewertet. Klimamodelle sind komplexe Simulationen, die auf Annahmen hinsichtlich technologischer Entwicklung, Wirtschaftswachstum und Verhaltensänderungen beruhen. Sie liefern Szenarien und keine Garantien. Im Laufe der Zeit wurden die Prognosen revidiert, sobald neue Daten vorlagen und sich die Methoden verbesserten. Schwankungen des arktischen Eises, landwirtschaftliche Erträge und Messungen des Meeresspiegels veranschaulichen den sich wandelnden Charakter der Wissenschaft. Das Eingestehen von Unsicherheit hebt die Besorgnis über Umwelttrends nicht auf, rät jedoch davon ab, politische Entscheidungen als Reaktionen auf unfehlbare Prophezeiungen zu formulieren. Verantwortungsvolle Regierungsführung erfordert Abwägung statt Panik.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Die asymmetrische moralische Einordnung der weltweiten Emissionen verkompliziert die Diskussion zusätzlich. Die westlichen Industrienationen werden dazu gedrängt, den Verbrauch fossiler Brennstoffe rasch einzuschränken, während die Entwicklungsländer ihren Energieverbrauch weiter steigern, um ihren Lebensstandard zu erhöhen. Emissionen aus ressourcenabhängigen Regionen werden als rückschrittlich verurteilt, während im Ausland die energieintensive Fertigung floriert, um die weltweite Nachfrage zu decken. Die Atmosphäre macht keinen Unterschied zwischen den Quellen, die politische Rhetorik tut dies jedoch oft. Diese Inkonsistenz deutet darauf hin, dass kulturelle Narrative über die westliche Industrie und den Wohlstand mit Umweltargumenten verflochten sind.

Die Energiepolitik hat konkrete Auswirkungen auf die Menschen. Hohe Stromkosten belasten berufstätige Familien und Rentner, die von einem festen Einkommen leben. Die Produktion verlagert sich in Gebiete mit niedrigeren Energiepreisen, was die lokale Beschäftigungsbasis untergräbt. Die Netzsicherheit wird auf die Probe gestellt, wenn regelbare Erzeugungskapazitäten vorzeitig stillgelegt werden. Befürworter, die fordern, „es in der Erde zu lassen“, denken selten an die Existenzgrundlagen, die von der Ressourcenerschließung abhängen, oder an die Gemeinden, deren Struktur auf der Energieerzeugung basiert. Umweltziele müssen gegen wirtschaftliche Stabilität und sozialen Zusammenhalt abgewogen werden. Politische Maßnahmen, die dieses Gleichgewicht außer Acht lassen, laufen Gefahr, genau jene Bevölkerungsgruppen zu schädigen, die sie angeblich schützen wollen.

Am besorgniserregendsten ist vielleicht das Schüren von Hoffnungslosigkeit. Den jüngeren Generationen wird suggeriert, dass eine Katastrophe unmittelbar bevorstehe und ihre Zukunft vom ökologischen Niedergang geprägt sei. Angst wird als moralisches Erwachen dargestellt. Pessimismus wird zur intellektuellen Währung. Diese Erzählung steht in scharfem Kontrast zur amerikanischen Tradition, Herausforderungen durch Innovation und Entschlossenheit zu begegnen. Frühere Generationen sahen sich Weltkriegen, wirtschaftlichen Umbrüchen und schwerwiegender Umweltzerstörung gegenüber, reagierten jedoch mit technologischen Durchbrüchen, regulatorischen Reformen und Investitionen in die Infrastruktur, anstatt die Zivilisation abzulehnen. Das Vertrauen in den menschlichen Erfindungsreichtum erwies sich immer wieder als gerechtfertigt.

Eine umsichtige Umweltethik erkennt an, dass Verantwortung und Wohlstand sich nicht gegenseitig ausschließen. Technologische Fortschritte können Emissionen senken, ohne dass dies einen wirtschaftlichen Rückgang erfordern würde. Effizienzsteigerungen, sauberere Verbrennungstechnologien und marktorientierte Innovationen haben bereits erhebliche Fortschritte im Umweltschutz bewirkt. Eine konstruktive Debatte über Zeitpläne, Kosten und Kompromisse ist keine Behinderung, sondern verantwortungsvolle Politikgestaltung. Die tiefer gehende Frage bleibt anthropologischer Natur: Betrachten wir die Menschheit in erster Linie als ein Problem, das es einzudämmen gilt, oder als eine kreative Kraft, die zu Anpassung und Verbesserung fähig ist?

Wenn Umweltschutz zu Narrativen verkommt, welche die Existenz des Menschen als von Natur aus zerstörerisch darstellen, überschreitet er die Grenze zum malthusianischen Wahnsinn. Eine Zivilisation, die Selbstverachtung verinnerlicht, läuft Gefahr, das für die Lösung komplexer Probleme notwendige Selbstvertrauen zu verlieren. Verantwortung sollte aus Dankbarkeit für die menschlichen Fähigkeiten erwachsen, nicht aus Feindseligkeit ihnen gegenüber. Die Herausforderung, die Auswirkungen auf die Umwelt in einer Welt mit Milliarden von Menschen zu bewältigen, erfordert Realismus, Innovation und Ausgewogenheit. Sie erfordert nicht die Übernahme einer Philosophie, die Fortschritt als Sünde betrachtet. Eine gesunde Gesellschaft kann sauberere Technologien anstreben und gleichzeitig die Würde, Kreativität und Widerstandsfähigkeit des Menschen bekräftigen.

This article originally appeared at RealClear Energy

Link: https://www.cfact.org/2026/03/20/these-people-are-crazy-climate-science-and-the-cult-of-self-loathing/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Kurzmeldungen aus Klima und Energie – Ausgabe 10 /2026

Meldung vom 17. März 2026:

El Niño-Vorhersagen erhärten sich

Aktuelle Prognosen deuten darauf hin, dass sich im Laufe dieses Jahres ein El Niño entwickeln wird.

Die Modelle zeigen einen Trend zu höheren Temperaturen im zentralen und östlichen Pazifik, was darauf hindeutet, dass das Phänomen moderate Stärke erreichen könnte, sollten sich die aktuellen Prognosen bestätigen. Einige Ausreißer-Modelle – auf die sich die optimistischsten Kommentatoren stürzen – simulieren ein starkes El-Niño-Ereignis.

Das Klimasystem enthält nach dem Ausbruch des Hunga Tonga im Jahr 2022, durch den Rekordmengen an Feuchtigkeit in die Stratosphäre gelangten, immer noch einen Überschuss an Wasserdampf. Auch der El Niño von 2023 hinterließ im Pazifikbecken beträchtliche Restwärme aus dem Ozean.

Sollten sich die Vorhersagen bestätigen, würde der sich entwickelnde El Niño dazu beitragen, die erhöhten globalen Temperaturen bis weit ins Jahr 2026 hinein aufrechtzuerhalten, und damit wahrscheinlich die kühlenden Einflüsse durch das fortschreitende Abklingen des Sonnenzyklus 25 und das allmähliche Nachlassen der Nachwirkungen von Hunga Tonga ausgleichen.

Wie immer bei ENSO-Prognosen bleibt die Unsicherheit über einen Zeitraum von mehr als einigen Monaten hinweg hoch.

Mal sehen, was passiert.

Link: https://electroverse.substack.com/p/rare-march-cold-hits-the-philippines?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldung vom 18. März 2026:

Die Erde befindet sich heute in einem Eiszeitklima

Die Erde befindet sich derzeit in einem Eiszeit-Klima!

Die aktuelle quartäre Vereisung begann vor etwa 2,58 Millionen Jahren und hat bis heute nicht aufgehört.

Auf Grönland und in der Antarktis gibt es nach wie vor riesige Eisschilde, in den hohen Gebirgszügen bestehen Gletscher fort, und in hohen Breitengraden dominieren weiterhin saisonaler Schnee und Meereis.

Geologisch gesehen macht das unseren heutigen Planeten ungewöhnlich kalt.

Während des größten Teils der letzten 500 Millionen Jahre war es auf der Erde in der Regel um 10 °C oder mehr wärmer als heute. In diesen langen Treibhausphasen gab es keine permanenten Polkappen. Wälder und komplexe Ökosysteme reichten weit bis zu den Polen, und die Artenvielfalt blühte.

Vor diesem Hintergrund stützen sich die heutigen Behauptungen von „den heißesten Jahren aller Zeiten“ auf einen extrem engen Datenrahmen – etwa 175 Jahre instrumenteller Messungen.

Selbst innerhalb des späten Känozoikums, der letzten 34 Millionen Jahre, in denen globale Abkühlung zur Bildung großer Eisschilde führte, ist die Erwärmung um etwa 1,4 °C seit dem späten 19. Jahrhundert eine winzige Schwankung.

Aus der Perspektive der geologischen Zeit betrachtet, gleicht das heutige Klima nicht dem eines Planeten in der Krise.

Es sieht viel eher aus wie ein kurzer Wärmeimpuls in einem lang andauernden Eishaus.

Link: https://electroverse.substack.com/p/great-lakes-blizzard-rare-southern?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 20. März 2026:

Meereis in der Bering-See nimmt rasant zu

Die im Norden eingeschlossene Kälte bleibt nicht untätig. Sie speist sich aktiv in das System ein. Ein deutliches Anzeichen dafür ist derzeit im Beringmeer zu beobachten.

Die Eisausdehnung im östlichen Beringmeer befindet sich auf einem 15-Jahres-Hoch, wobei das Packeis unter anhaltendem Nordwind weiter nach Süden vordringt. Dies geschieht nur, wenn sich über Alaska und Westkanada eine starke, nachhaltige Kältequelle befindet.

Kaltluft strömt weiterhin aus der Arktis nach Süden, wodurch sich das Meereis ausdehnen kann. Winde treiben einen Teil dieses Eises in wärmere Gewässer, wo es schmilzt. Doch der stetige Zustrom kalter Luft ist nach wie vor stark genug, um diese Verluste auszugleichen.

An Land, im gesamten Kuskokwim-Delta, sorgen böige Nordwinde für gefühlte Temperaturen bis etwa -43 °C. Treibender Schnee verringert die Sichtweite in exponierten Gebieten auf eine halbe Meile oder weniger, wobei die schlechtesten Bedingungen in der Nähe von Platinum und zwischen Kipnuk und Toksook Bay herrschen. Selbst wenn der Wind nachlässt, wird erwartet, dass die gefühlte Temperatur von -29 °C bis -34 °C bis ins Wochenende hinein anhält.

Ein intensives Kaltluftgebiet beherrscht nach wie vor die Arktis und die Subarktis – das gleiche Reservoir, das mit dem noch intakten Polarwirbel verbunden ist.

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Eiskernbohrungen widerlegen das CO₂-Dogma

Neue Eisbohrkern-Analysen aus Allan Hills in der Antarktis erweitern die Aufzeichnungen über Treibhausgase in der Atmosphäre bis auf etwa 3 Millionen Jahre zurück.

Während dieses Zeitraums blieb der CO₂-Gehalt nahe 250 ppm (±10 ppm), wobei Methan keinen nennenswerten langfristigen Trend aufwies. Im gleichen Zeitraum durchlief das Klimasystem jedoch einen tiefgreifenden Wandel: Die globalen Temperaturen sanken, es bildeten sich große Eisschilde auf der Nordhalbkugel, und der Meeresspiegel sank, während die Erde in eine vollständige Eiszeit überging.

Eine separate Rekonstruktion der Meerestemperaturen unter Verwendung von gelöstem Xenon und Krypton zeigt, dass die Abkühlung vor etwa 2,7 Millionen Jahren begann und mit dem Einsetzen einer großflächigen Vereisung zusammenfiel. Dies deutet darauf hin, dass die Abkühlung der Ozeane und das Wachstum der Eismassen ohne vergleichbare Veränderungen des atmosphärischen CO₂-Gehalts stattfanden.

Das gleiche Muster zeigt sich während des Übergangs zum mittleren Pleistozän (vor 1,2–0,8 Millionen Jahren), als sich die Glazialzyklen verstärkten und die Eisschilde weiter wuchsen, die CO₂-Werte jedoch erneut weitgehend stabil blieben.

Der häufig zitierte Zusammenhang zwischen CO₂ und Temperatur stammt aus dem späten Pleistozän, wo sich beide Größen während der Glazialzyklen parallel entwickeln. Eiskernaufzeichnungen zeigen jedoch, dass sich die Temperatur in der Regel zuerst ändert, während der CO₂-Gehalt später als Rückkopplungseffekt folgt.

Insgesamt zeigen die Aufzeichnungen, dass großräumige Klimaveränderungen, einschließlich des Einsetzens und der Verschärfung der Eiszeitbedingungen, ohne nennenswerte Schwankungen des CO₂-Gehalts stattfanden. Daraus ergeben sich zwei Möglichkeiten: Entweder reagiert das Klimasystem äußerst empfindlich auf sehr geringe CO₂-Veränderungen (im Bereich von wenigen ppm), oder andere Prozesse – wie Ozeanzirkulation, Wärmeumverteilung und Sonnenaktivität – spielen eine dominierende Rolle.

Die Erde kühlte sich zu einer Eiszeit ab, während sich der CO₂-Gehalt kaum veränderte.

Link: https://electroverse.substack.com/p/winter-returns-to-the-carpathians?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Eine Meldung vom 28. März 2026:

Klimawandel und Feuchtgebiete in Afrika

Welche Auswirkungen der Klimawandel gegebenenfalls auf die Feuchtgebiete weltweit haben wird – Nettozuwachs, Nettoverlust oder keine Veränderung – ist unklar. Soweit sich ein moderater Anstieg der globalen Durchschnittstemperaturen auf Feuchtgebiete auswirkt, dürfte dies je nach Region, Standort und anderen damit verbundenen Einflussfaktoren wie menschlicher Entwicklung oder der Entwicklung von Ökosystemen unterschiedlich ausfallen.

Eine aktuelle Studie in der Fachzeitschrift Nature Communications untersucht die Veränderungen in Feuchtgebieten in ganz Afrika – einem bislang wenig erforschten Bereich – im Zuge des fortschreitenden Klimawandels. Die Forscher kartierten Feuchtgebiete auf dem gesamten afrikanischen Kontinent umfassend, um Trends zu bewerten, und nutzten dabei „270.000 Messpunkte, 810.000 Landsat-Bilder und Bodenfeuchtedaten aus 14 CMIP6-Modellen“.

Die Wissenschaftler kommen zu dem Schluss, dass es „von 1984 bis 2021 keinen großflächigen Verlust an Feuchtgebieten in Afrika gab“. Trotz des umfangreichen Datensatzes bleibt eine gewisse Unsicherheit darüber bestehen, wie sich der fortschreitende Klimawandel in Zukunft auf Afrikas Feuchtgebiete auswirken könnte.

Insgesamt gab es einen moderaten Nettoverlust an Feuchtgebieten von etwa einem halben Prozent, der fast ausschließlich auf einen Rückgang der Küstenfeuchtgebiete zurückzuführen ist. Diese Verluste sind jedoch das Ergebnis wirtschaftlicher Entwicklung und nicht des Klimawandels. In ganz Afrika gab es eine Zunahme der Binnenfeuchtgebiete um etwa 0,50 Prozent.

„Ein Vergleich der Zeitreihen zur Fläche der Feuchtgebiete und der damit verbundenen Einflussfaktoren zeigte, dass die Veränderung der Fläche der Binnenfeuchtgebiete in engem Zusammenhang mit dem Klimawandel steht und dass menschliche Aktivitäten den Verlust von Küstenfeuchtgebieten verschärft haben“, heißt es in der Zusammenfassung.

Sollte diese Forschungsergebnis zutreffen, hat der Klimawandel kaum oder gar keine negativen Auswirkungen auf Feuchtgebiete in ganz Afrika gehabt und könnte ihnen sogar zugutekommen, weil die moderate Ausdehnung der Binnenfeuchtgebiete aufgrund erhöhter CO₂-Konzentrationen und besserer Feuchtigkeitsbedingungen den Verlust von Küstenfeuchtgebieten durch Bebauung ausgleicht.

Quelle: Nature Communications

Link: https://heartland.org/opinion/climate-change-weekly-575-attribution-studies-are-built-on-flawed-logic-poor-assumptions/, dritte Meldung

Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE




Klima – Realität und Medien-Berichtersattung

Cap Allon

Vorbemerkung des Übersetzers: In diesem Doppel-Beitrag geht es zunächst darum, wie ein aktueller Vorgang in Australien Medien und Propaganda Lügen straft. Danach wird der Effekt dieses beispielhaften Ereignisses auf ebendiese Berichterstattung beleuchtet. – Ende Vorbemerkung.

Australiens Rekordernte als „Klimaschock“ bezeichnet

Westaustralien hat gerade eine Rekord-Getreideernte von rund 27 Millionen Tonnen eingefahren und damit die 2022 aufgestellte Marke von 25,4 Millionen Tonnen übertroffen. Die landesweite Ernte nähert sich 62,8 Millionen Tonnen, wobei im Norden von New South Wales und in Queensland besonders hohe Erträge erzielt worden sind.

Anhaltende Feuchtigkeit und starke Sonneneinstrahlung führten dazu, dass die Böden Wasser speicherten und die Pflanzen gleichmäßig mit Licht versorgt wurden.

Landwirte im Norden von New South Wales melden Weizenerträge bis 7 Tonnen pro Hektar.

Doch nun werden genau jene Bedingungen, die zu den Rekorderträgen führten, als „Klimaschock“ bezeichnet, wobei Schwankungen zwischen Wärme und Starkregen als Beweis dafür angeführt werden, dass vom Menschen verursachte Störungen die traditionellen Wettermuster außer Kraft setzen.

Unterdessen wächst der Druck aus anderen Bereichen. Kraftstoffkosten, Düngemittelpreise und Energieengpässe schmälern die Gewinnspannen und werden die künftige Ernteerträge wahrscheinlich stärker beeinflussen als das Klima.

Solche realitätsfernen Schreckensszenarien kursieren schon seit Jahrzehnten.

Im Jahr 1972 warnten hochrangige UN-Vertreter, die Welt habe noch etwa zehn Jahre Zeit, um eine Katastrophe abzuwenden – einen Zusammenbruch, der durch Überbevölkerung, Ressourcenknappheit und Umweltzerstörung ausgelöst werden würde.

Mehr als fünfzig Jahre später ist das Gegenteil eingetreten.

Die Weltbevölkerung hat sich mehr als verdoppelt. Die Nahrungsmittelproduktion hat sich fast verdreifacht. Die extreme Armut ist von fast der Hälfte der Weltbevölkerung unter 10 % gesunken. Und die Menschen leben Jahrzehnte länger.

Die Erträge sind in den letzten Jahren weiter gestiegen, unterstützt durch genau den Faktor, der als existenzielle Bedrohung dargestellt wurde – nämlich einen höheren CO2-Gehalt in der Atmosphäre, der unter vielen Bedingungen das Pflanzenwachstum verbessert.

Die Institutionen und Medien, die diese Warnungen verbreitet haben, lagen völlig falsch.

Nun ändert sich die Botschaft…

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Klima-Berichterstattung auf dem Rückzug

Die Berichterstattung über den „Klimawandel“ in US-Zeitungen hat ihren Höhepunkt überschritten und ist jetzt rückläufig.

Nach einem langen Anstieg in den 2010er Jahren stieg die Anzahl der Artikel bis in die frühen 2020er Jahre sprunghaft, bevor sich der Trend umkehrte. Der 12-Monats-Durchschnitt sinkt. In Zeitungen wie der New York Times, der Washington Post und der Los Angeles Times werden weniger Artikel zu diesem Thema veröffentlicht.

Seit Jahren wird die Öffentlichkeit von einem „Kipppunkt“ zum nächsten und durch unzählige „Punkte ohne Wiederkehr“ gezerrt. Sie kommen. Sie vergehen. Nichts endet. Die Zeitachse verschiebt sich nach vorne, und immer wieder werden die gleichen Behauptungen mit neuen Daten recycelt.

Gleichzeitig steigen die Kosten. Energie wird teurer. Die Politik greift immer stärker ein. Der Lebensstandard hat einen schweren Schlag erlitten – alles gerechtfertigt durch einen Notstand, der niemals eintritt.

Diese Diskrepanz wächst.

Nun hat das Publikum genug davon.

Die „Klimakrise“ wurde bis zur Sättigung propagiert. Ständige Wiederholung. Ständige Präsenz. Nur so konnte man daran glauben. Niemand hätte eine Veränderung des Klimas bemerkt, geschweige denn eine katastrophale, wenn sie nicht endlos eingehämmert worden wäre.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Jetzt sind die einzigen, die noch die Trommel rühren, die eingefleischten Aktivisten. Deshalb sind die Lehren der CAGW in den Schulen nach wie vor vorherrschend – dem zuverlässigsten Echoraum für „aktuelle Themen“. Lehrer predigen das Wort der Lehrbücher und des Lehrplans, die beide hinterherhinken.

Ein typisches Beispiel: In britischen Prüfungen wird von den Schülern nach wie vor erwartet, dass sie CO₂ als Schadstoff bezeichnen, und sie erhalten Punktabzüge, wenn sie dies nicht tun.

Link: https://electroverse.substack.com/p/fairbanks-near-record-for-latest?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke)

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Liegt die Gleichgültigkeit gegenüber dem Klimawandel an der Dummheit der Öffentlichkeit?

Robert Bradley Jr., MasterResource

„Menschen sind nicht rational … Wie können wir also Fehlinformationen bekämpfen, wenn es nicht mehr ausreicht, einfach nur die Fakten zu präsentieren – und dies sogar nach hinten losgehen kann?“ – Nate Hagens (unten)

Die Klimakommunikation befindet sich im Umbruch. „Vielleicht ist das Problem nicht die Leugnung des Klimawandels“, bemerkte Gilad Regev:

Vielleicht ist es die Klimakommunikation. Wir haben versucht, den Menschen Angst einzujagen oder ihnen ein schlechtes Gewissen einzureden, damit sie sich dafür interessieren, und das ist nicht wirksam. Ist es an der Zeit, die Art und Weise, wie wir über Klima und Nachhaltigkeit sprechen, komplett zu überdenken? Wir haben Jahre damit verbracht, Menschen durch Angst, Daten und moralische Dringlichkeit zu beeinflussen. Die Ergebnisse? Gemischt.

Joe Romm wies Regev in einem Kommentar zurück und beklagte eine riesige, gut finanzierte öffentliche Desinformationskampagne der großen Ölkonzerne. (Wenn nur ein Teil dieses riesigen Geldes wirklich an Thinktanks wie IER, CEI oder Heartland [oder auch an das EIKE; A. d. Übers.] fließen würde ….)

Eine andere Sichtweise

Hier kommt Nate Hagens, Direktor des Instituts für Energieforschung und Zukunftsstudien (ISEOF). Es folgt sein Artikel [Titel übersetzt] „Warum Wissenschaftskommunikation scheitert: Wie man irreführende Argumente entlarvt und sich gegen Fehlinformationen wappnet“ aus „The Great Simplification“ (27. Februar 2026).

Menschen sind nicht rational. Wir bewerten Fakten nicht objektiv, sondern interpretieren sie durch unsere Vorurteile, Erfahrungen und unseren Hintergrund. Darüber hinaus sind wir psychologisch dazu geneigt, Informationen abzulehnen oder zu verzerren, die unsere Identität oder Weltanschauung bedrohen – selbst wenn sie wissenschaftlich fundiert sind. Hinzu kommt unsere moderne Medienlandschaft, in der jeder eine andere Quelle der „Wahrheit“ für weltpolitische Ereignisse hat, so dass unsere Fähigkeit zu verstehen, was tatsächlich wahr ist, schwächer ist als je zuvor. Wie können wir also Fehlinformationen bekämpfen, wenn die bloße Darstellung der Fakten nicht mehr ausreicht – und sogar nach hinten losgehen kann?

In dieser Folge ist John Cook zu Gast bei Nate, ein Forscher, der sich seit fast zwei Jahrzehnten mit Wissenschaftskommunikation und der Psychologie von Falschinformationen beschäftigt. John berichtet von seinem Werdegang, angefangen bei der Gründung der Bildungswebsite „Skeptical Science“ im Jahr 2007 bis hin zu seiner schockierenden Erkenntnis, dass seine gut gemeinten Bemühungen, Falschinformationen zu entlarven, möglicherweise kontraproduktiv waren. Er erörtert außerdem das „FLICC“-Modell – eine Reihe von fünf Strategien (falsche Experten, logische Fehlschlüsse, unrealistische Erwartungen, selektive Auswahl und Verschwörungstheorien), die sich durch alle Formen von Fehlinformationen ziehen, von der Leugnung der globalen Erwärmung bis hin zur Impfskepsis und darüber hinaus. Darüber hinaus enthüllt Johns Forschung eine kontraintuitive Wahrheit: Unsere Stammesidentitäten spielen bei der Entscheidung, welche wissenschaftlichen Erkenntnisse wir akzeptieren, eine größere Rolle als unsere politischen Überzeugungen – doch unsere Abneigung, getäuscht zu werden, ist über Parteigrenzen hinweg gleich.

Und weiter:

Wenn es darum geht, ein gemeinsames Verständnis der Welt zu erreichen, warum ist dann jedes Gespräch von Bedeutung – ganz gleich, ob es zu einer Einigung führt oder nicht? Wenn sich Angriffe auf die Wissenschaft von der Leugnung von Erkenntnissen hin zu Angriffen auf Lösungen und Wissenschaftler selbst verlagert haben, kämpfen wir dann mit veralteten Kommunikationsstrategien den Kampf von gestern? Und obwohl wir motiviertes Denken (für das wir alle anfällig sind) nicht beseitigen können, wie können wir es umgehen, indem wir den Menschen beibringen zu erkennen, wie sie in die Irre geführt werden, anstatt ihnen einfach zu sagen, was sie glauben sollen?

Tut mir leid, aber es geht um den Nullpunkt: die nachgewiesenen Vorteile von CO₂ gegenüber den Spekulationen nicht überprüfbarer, kausalitätsarmer Klimamodelle. Und die Tatsache der positiven Erwärmung in bestimmten Monaten des Jahres im Vergleich zum Sommerhoch. Und so weiter. Lasst die Debatte und die Kommunikation weitergehen.

Link: https://wattsupwiththat.com/2026/03/23/is-public-stupidity-behind-climate-change-apathy/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Kältereport Nr. 13 /2026

Vorbemerkung: Kaum meldet sich der Südwinter an, taucht auch gleich die Antarktis mehrfach in der Liste der Kalt-Ereignisse auf.

Meldungen vom 23. März 2026:

Antarktis: Wostok bei –73°C; frühes Eintreffen extremer Kälte

Die Antarktis lässt dieses Jahr keine Zeit verstreichen.

Am 23. März sank die Temperatur an der Vostok-Station auf -73,4 °C – ein Wert, der eher für den tiefsten Winter als für den Beginn der Saison typisch ist.

Das Plateau tritt gerade erst in seine lange Abkühlungsphase ein, wobei die extremsten Tiefstwerte normalerweise für die Monate Mai bis August reserviert sind.

Werte unter -70 °C im März sind ungewöhnlich.

Der 19. März gehört zu den frühesten solchen Daten seit Beginn der Aufzeichnungen – zuletzt verzeichnet im Jahr 2020 (-70,8 °C) und erneut in diesem Jahr 2026 (-70,1 °C). Ein weiterer Rückgang auf -73,4 °C bis zum 23. März ist sehr selten und ein deutliches Zeichen dafür, dass die Antarktis früh in den Winter eintritt.

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Europa: Kälte und Schnee auf dem Vormarsch nach Süden

Ab dem 25. März wird sich eine neue Kaltluftmasse über Europa ausbreiten, angetrieben durch eine erneute Absenkung des Jetstreams.

Beim Auftreffen der kälteren Luft auf die feuchte Atlantikluft wird mit weit verbreiteten Niederschlägen gerechnet – in höheren Lagen als Schnee, der für Ende März ungewöhnlich weit nach Süden vordringt.

Bereits jetzt hat der Frühlingsschnee den südlichen Rand des Kontinents erreicht.

In Hochlagen der Kanarischen Inseln schneite es, was Straßensperrungen erzwang und Notfallmaßnahmen auf und um den Teide auslöste.

Weiter östlich hat Zypern mit spätem Schneefall, Eis und dichtem Nebel zu kämpfen, was den Zugang zum Troodos-Gebirge einschränkt:

Was die weitere Entwicklung angeht, zeigen die neuesten ECMWF-Prognosen anhaltenden Schneefall von Mittwoch bis Sonntag, wobei sich die Schneemengen in den Alpen, den Karpaten und Teilen des Balkans erhöhen werden.

Link: https://electroverse.substack.com/p/vostok-plunges-to-734c-as-deep-cold?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 24. März 2026:

Antarktis: Immer neue Kälterekorde

In der Antarktis setzt sich der frühe Einbruch extremer Kälte fort.

Am 24. März fiel die Temperatur an der Station Wostok auf -75,3 °C und erreichten damit den niedrigsten jemals im März gemessenen Wert. Der gleiche Wert wurde zuvor am 23. März 1982 und am 22. März 2020 beobachtet.

Die Aufzeichnungen an der russischen Station reichen bis ins Jahr 1958 zurück.

Es handelt sich um hochwinterliche Kälte, die Wochen früher als erwartet einsetzt. Der März markiert normalerweise den Beginn des langen Abstiegs in den Kern des antarktischen Winters, wobei die extremsten Tiefstwerte gewöhnlich für die Monate Mai bis August reserviert sind.

Die Antarktis gleitet rasch in den Winter.

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Europa: Einbruch einer Luftmasse arktischen Ursprungs wird Kälte und viel Schnee in höheren Lagen bringen

In ganz Europa zeichnet sich derzeit ein deutlicher Wetterumschwung ab, welcher der frühen Frühlingswärme ein Ende bereitet.

Ein sich verstärkendes Hoch westlich der Britischen Inseln hält die milde Atlantikluft zurück und ebnet den Weg für nach Süden vordringende arktische Luft. Ab Mitte der Woche werden die Temperaturen in weiten Teilen des Kontinents stark sinken, wobei die Kälte voraussichtlich bis in den April hinein und über Ostern andauern wird.

Davon wird nach Eintritt des Ereignisses sicher noch öfter die Rede sein. A. d. Übers.

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Nordafrika: Ungewöhnliche Kälte

Bis Anfang April wird Nordafrika von einer ausgeprägten Kältewelle heimgesucht werden.

Die neuesten Vorhersagen des ECMWF (für die Tage 8–15) zeigen, dass in weiten Teilen der Sahara Temperaturen von 8 bis 12 °C unter dem Durchschnitt liegen werden, insbesondere in Ländern wie Marokko, Algerien und Libyen, wobei im Westen Algeriens Anomalien bis -17 °C zu verzeichnen sein werden – ein für den Frühling äußerst seltenes Phänomen.

Die gleiche Wetterlage hinter dem arktischen Kälteeinbruch in Europa wird die Kälte auch tief in die Subtropen treiben und die Temperaturen in der Sahara deutlich unter den Normalwert sinken lassen.

In ähnlichen Breitengraden verzeichnen andere Regionen der nördlichen Hemisphäre – insbesondere der Westen der USA – gleichzeitig extreme Wärme. Dieser Kontrast ist das Ergebnis einer großräumigen Umverteilung der Luftmassen und nicht auf eine gleichmäßige Erwärmung oder Abkühlung zurückzuführen.

Das Problem ist, dass die Öffentlichkeit in der Regel nur eine Seite der Geschichte zu hören bekommt.

Die monatlichen Rekorde in ganz Nordafrika werden wahrscheinlich gebrochen werden, je nachdem, wie lange die Anomalie anhält und wie sie sich auf die Temperaturen auswirkt. Unabhängig davon sind Anomalien dieser Größenordnung über der Sahara für diese Jahreszeit extrem.

Auch davon wird man wohl noch mehr hören. A. d. Übers.

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Kanada: anhaltende extreme Kälte im Norden

Während sich südlich der Grenze Rekordwärme für den März ausbreitet, hält sich im Norden Kanadas ein intensiver Kaltluftkörper.

Von der Hudson Bay über den Yukon bis nach Alaska liegen die Temperaturen weiterhin deutlich unter dem Normalwert, insbesondere in den Binnenregionen. Weite Teile dieser Gebiete steuern auf einen der kältesten Märzmonate seit Beginn der Aufzeichnungen zu.

Und dies ist kein kurzer Kälteeinbruch.

Die Kältewelle im Norden ist langwierig und hart.

Fairbanks beispielsweise verzeichnete gerade den zweitkältesten Zeitraum vom 1. Dezember bis zum 22. März seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1904/05.

Link: https://electroverse.substack.com/p/record-cold-antarctica-arctic-plunge?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 25. März 2026:

Antarktis: Weitere neue Kälterekorde

Die Antarktis hat gerade neue Maßstäbe für die Kälte im März gesetzt.

Am 25. März sanken die Temperaturen an der Station Wostok auf -76,4 °C und stellten damit einen neuen März-Kälterekord für den Kontinent auf.

Der bisherige Rekordwert lag bei -75,7 °C und wurde 2013 am Dome Fuji gemessen (auch wenn diese Messung als unzuverlässig gilt); weitere bemerkenswerte Tiefstwerte waren -75,5 °C an der Plateau-Station (1967) und in Concordia (2025).

In Wostok selbst lag der bisherige Tiefstwert im März bei -75,3 °C, gemessen in den Jahren 1982, 2020 und erneut gestern (24. März 2026).

Klarer Himmel, extrem niedrige Luftfeuchtigkeit und eine stabile Luftmasse ermöglichten eine intensive Strahlungskühlung über dem hohen antarktischen Plateau. Da die Sonne zu dieser Jahreszeit schnell hinter dem Horizont verschwindet, beschleunigt sich der Wärmeverlust rasch.

Der März markiert den Beginn des Eintritts in die lange Winterphase der Antarktis. Allerdings sind Werte dieser Tiefe eher charakteristisch für den Hochwinter zwischen Juli und August.

Die Antarktis gleitet dieses Jahr schnell in den Winter – und war im Monat März seit Beginn von Aufzeichnungen noch nie so kalt (Beobachtungen reichen bis ~1957 zurück).

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Kanada: Frühjahrs-Kälteextreme

Im Norden Kanadas herrschen weiterhin hochwinterliche Bedingungen, wobei die Rekordkälte bis Ende März anhält.

Am 24. und 25. März fielen die Temperaturen in Whatì auf -45,4 °C, in Gamètì auf -42,5 °C und in Yellowknife auf -41,7 °C – Extremwerte für diese Jahreszeit.

Die Kälte ist zudem weit verbreitet.

Im Yukon erlebt beispielsweise die Stadt Dawson den kältesten März seit Beginn der Aufzeichnungen (die bis ins Jahr 1901 zurückreichen).

Dies ist Teil eines umfassenderen hemisphärischen Musters. Während im Westen der USA im März ungewöhnlich frühe, sommerliche Hitze herrschte, hat eine tiefe Tiefdruckrinne stromabwärts dazu geführt, dass sich arktische Luft über weiten Teilen Kanadas festgesetzt hat und dort stagniert, wodurch Tiefstwerte unter -40 °C weit später als gewöhnlich auftraten.

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Alaska: Allzeit-Schneerekord in Juneau

Auch in Alaska herrscht trotz des bevorstehenden Frühlings weiterhin winterliches Wetter.

Laut dem jüngsten Klimabericht des NWS hat die saisonale Schneemenge am Juneau International Airport 511 cm erreicht und damit einen neuen Allzeitrekord für die Stadt aufgestellt (seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1943).

Die bisherige Bestmarke von 503 cm aus den Jahren 2006–07 wurde nun übertroffen, während der Wert von 494 cm aus den Jahren 1964–65 auf den dritten Platz verwiesen wurde.

201,2 Inch ≈ 511 cm

Und die Saison ist noch nicht vorbei – es liegen noch Wochen mit potenziellen Neuschneefällen vor uns.

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Alpen: weiterer Wintereinbruch

Der Winter kehrt in die europäischen Alpen zurück.

Eine ausgeprägte Kaltfront zieht nach Mitteleuropa und lässt die Wetterlage innerhalb weniger Stunden von mild auf winterlich umschlagen.

Bis Mittwochnachmittag bildet sich nördlich des Alpenhauptkammes eine klassische Staulage aus – feuchte Luft wird dabei orographisch zur Hebung gezwungen, was bis Freitag zu anhaltendem, starkem Schneefall führt. Fazit: in den nördlichen Alpen wird es weit verbreitet schneien.

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Meldungen vom 26. März 2026:

Alaska: Spätestes Einsetzen von Frühjahrs-Tauwetter

In Fairbanks sind die Temperaturen seit dem 31. Oktober nicht über den Gefrierpunkt gestiegen.

Diese Serie steht nun an fünfter Stelle der spätesten Aufzeichnungen für den ersten Tag über dem Gefrierpunkt (heute wird voraussichtlich der vierte Platz erreicht). Der bestehende Rekord liegt bei 31. März und wurde 2007 aufgestellt.

Fairbanks liegt im Zentrum des Landes, weitab irgendwelcher Küsten. A. d. Übers.

[33°F ≈ 0,5°C; 41°F = 5°C]

Diese Woche verzeichnete Fairbanks den 71. Tag dieser Saison (und den 18. Tag in diesem Monat) mit Tiefsttemperaturen von -28,9 °C [-20°F] oder darunter. Damit wurde die höchste Anzahl an Tagen mit Temperaturen von -25°C oder kälter seit 50 Jahren erreicht, was seit 1904 den 9. Platz einnimmt:

Glücklicherweise deuten die Vorhersagen auf einen sich aufbauenden Hochdruckkeil über Nordalaska hin, wodurch sich eine deutliche Milderung abzeichnet. Bis zum Wochenende sollen die Temperaturen in Teilen des Landesinneren zum ersten Mal seit fast fünf Monaten auf 0 °C oder knapp darüber steigen.

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Europa: Kälte und Schnee stoppen den Frühling

Der Frühling ist in ganz Europa ins Stocken geraten, da arktische Luft nach Süden strömt, die Temperaturen sinken lässt und Regen in Schnee übergeht.

In den höheren Lagen haben sich die Bedingungen drastisch verschärft.

Erste Messungen vom 26. März zeigen -29,4 °C auf dem Monte Rosa (4.554 m) und -31,3 °C auf dem Mont Blanc – eine für Ende März selbst nach hochalpinen Maßstäben außergewöhnliche Kälte.

In den Alpen kehrt der Schnee zurück, wobei sich in Frankreich, der Schweiz, Österreich und Italien neue Schneemengen ansammeln. In höheren Lagen fallen erhebliche Schneemengen an, in einigen Teilen mehr als ein Meter, während in tieferen Lagen nasser Schnee fällt.

Weiter nördlich sorgt die gleiche Luftmasse für unterdurchschnittliche Temperaturen in Deutschland und Polen.

Selbst das tief gelegene Belgien wurde am 25. März in Malmedy von großen, dichten Schneeflocken heimgesucht.

Skandinavien bleibt in der Kälte gefangen, was den Vorstoß nach Süden verstärkt, während in Südosteuropa Kälteanomalien den Balkan dominieren.

Die Frühlingswärme wurde zurückgedrängt. Der Winter hat wieder die Kontrolle übernommen.

Link: https://electroverse.substack.com/p/fairbanks-near-record-for-latest?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 27. März 2026:

Australien: Ungewöhnlich früher Schnee in den australischen Alpen

Der Winter ist im Südosten Australiens früh eingekehrt; aus den Alpenregionen wird von Neuschnee gemeldet.

In Falls Creek ist der erste Schnee des Jahres 2026 gefallen; bei Temperaturen bis -2 °C haben sich bisher 8 cm Schnee angesammelt.

Das war kein Einzelfall. Aus den gesamten Australischen Alpen wurde Schnee gemeldet, darunter auch aus Skigebieten wie Mount Hotham, Perisher und Thredbo – alle verzeichneten ihren ersten Schneefall des Jahres.

Der Kälteeinbruch ließ die Temperaturen in den höheren Lagen unter den Gefrierpunkt sinken, sodass sich der Schnee ungewöhnlich früh festsetzen konnte. Die Behörden warnten, dass in einigen alpinen Gebieten Schneesturm herrschte, während das Tiefdruckgebiet durchzog, bevor sich die Lage zum Wochenende hin beruhigte.

Schnee im März ist in den Australischen Alpen sicherlich kein Novum, aber eine Schneedecke von 8 cm ist ein beachtliches Ereignis für die frühe Saison.

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Alpen (Europa): stellenweise bis 1 m Neuschnee

Ein starker Nordstau hat am 26. und 27. März in den Nordalpen heftige Schneefälle verursacht, wobei die Gesamtmengen im Zuge des fortschreitenden Systems weiter steigen.

Die stärksten Schneefälle konzentrierten sich auf die Nordschweiz und Westösterreich, wo in besonders begünstigten Gebieten – darunter Regionen in der Nähe von Engelberg und am Arlberg – inzwischen bis zu 100 cm Neuschnee gefallen sind.

Im weiteren Sinne hat ein Großteil des nördlichen Alpenbogens 50 cm Neuschnee erhalten, wobei geringere, aber dennoch nennenswerte Mengen bis in Teile der französischen Alpen und einzelne Gebiete der Dolomiten reichen.

Was dieses Ereignis besonders macht, ist die niedrige Schneefallgrenze, sank diese doch stellenweise kurzzeitig auf 300 m – was für Ende März selten ist –, wobei die Flocken bis in die Talsohlen fielen.

Orte wie Megève erwachten mit einer frischen Schneedecke und Temperaturen unter dem Gefrierpunkt, wobei es bis Donnerstag zeitweise weiter schneite.

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Kroatien: Kälte und Schnee

Auch Osteuropa bleibt weiterhin von einer unbeständigen Kaltwetterlage geprägt, wobei Kroatien besonders stark betroffen ist.

Eine markante Kaltfront hat im ganzen Land starken Schneefall und stürmische Winde gebracht und in der Umgebung von Rijeka und Gospić die Warnstufe rot ausgelöst. In den Bergkorridoren, die das Landesinnere mit der Adria verbinden, haben sich rasch winterliche Bedingungen eingestellt.

Wichtige Verkehrswege wurden gesperrt. Die Autobahn A6 Zagreb–Rijeka und mehrere Staatsstraßen durch Gorski Kotar und Lika sind gesperrt, sodass derzeit keine befahrbaren Routen für den Güterverkehr mit Sattelzügen zur Küste oder zurück ins Landesinnere zur Verfügung stehen.

Die Lage verschlechterte sich rasch. Schneefall in Verbindung mit starken Seitenwinden hat die vorübergehende Sperrung der Krk-Brücke erzwungen – einer wichtigen Verbindung zur Insel.

Die Adria ist unberechenbar geworden. Aufgrund der rauen See wurden zahlreiche Fähr-, Katamaran- und Passagierverbindungen ausgesetzt, wodurch die Verbindungen zwischen Kvarner, Istrien und Dalmatien unterbrochen sind.

Rettungskräfte haben auf Dutzende von sturmbedingten Vorfällen reagiert, hauptsächlich umgestürzte Bäume und Windschäden, während die Schneeräumungsarbeiten weitergehen.

Der Winter ist abrupt zurückgekehrt.

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Naher Osten: Seltene Kälte und Sturm

Die gleiche großräumige Kaltluftvorstoß, der in Europa für Spätschnee und Kälte sorgt, hat sich weiter nach Süden durchgesetzt und sorgt nun für Unwetter im Nahen Osten.

Gewitter, Wind, Regen und großer Hagel haben die Vereinigten Arabischen Emirate heimgesucht, wobei intensive Gewitterzellen über Dubai und Abu Dhabi hinwegfegten.

Satellitendaten zeigen, dass die Wolkenobergrenzen auf etwa -90 °C absinken, was auf eine sehr hochreichende, intensive Konvektion hindeutet, die diesen Wüstenmetropolen eine der stürmischsten Nächte der jüngeren Vergangenheit beschert hat.

Saudi-Arabien, Bahrain und Katar befinden sich ebenso wie der Norden Omans unter dem Einfluss des gleichen instabilen Wettergeschehens.

Die Sturmstruktur war für die Region ungewöhnlich gut organisiert, wobei starke Windscherung die heftige Konvektion begünstigte. In einigen Gebieten nähern sich die Niederschlagsmengen innerhalb weniger Tage den typischen Jahresmengen an, wobei bereits von Überschwemmungen und Beeinträchtigungen berichtet wird.

Das zugehörige Wetterradarbild am Morgen des 28. März. Die Wirbelstruktur des Kaltluftkörpers im 500 hPa-Niveau ist deutlich erkennbar. A. d. Übers.

Link: https://electroverse.substack.com/p/early-snow-for-aussie-alps-a-meter?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

Wird fortgesetzt mit Kältereport Nr. 14 / 2026

Redaktionsschluss für diesen Report: 27. März 2026

Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE