Globale historische Hurrikan- und Zyklon-Statistiken zeigen, dass 2023 ein sehr „normales Jahr“ war.

Larry Hamlin

Die NOAA hat eine Reihe „ausgewählter signifikanter Klimaanomalien und -ereignisse“ für das Jahr 2023 zusammengestellt, die in ihrem jährlichen globalen Klimabericht 2023 an prominenter Stelle aufgeführt sind:

Von den 25 hervorgehobenen Einträgen im NOAA-Diagramm „Selected Significant Climate Events“ (Ausgewählte bedeutende Klimaereignisse) beziehen sich 13 auf Wirbelsturm- und Hurrikan-Ereignisse auf den verschiedenen Ozeanen der nördlichen und südlichen Hemisphäre im Jahre 2023.

Diese 13 hervorgehobenen Einzelereignisse deuten darauf hin, dass es im Jahr 2023 viele extreme Hurrikan- und Wirbelsturmereignisse gegeben hat, die zweifellos von Klimaalarmisten mit falschen Behauptungen über im Jahr 2023 aufgetretene „extreme Hurrikan- und Wirbelsturm-Klimaereignisse“ aufgebauscht werden.

Der Kontext dieser hervorgehobenen Ereignisse bietet jedoch keine vollständige und umfassende globale Geschichte der tropischen Wirbelsturm- und Hurrikan-Ereignisse für das Jahr 2023, wobei diese von der NOAA hervorgehobenen Ereignisse die Gesamtheit der Wirbelsturm- und Hurrikan-Ereignisse des Jahres 2023 auf den Weltmeeren grob falsch darstellen.

Hier folgen Daten des Tropenmeteorologie-Projektes des Department of Atmospheric Science der Colorado State University, die sich ausführlich mit den historischen Statistiken über tropische Wirbelstürme für das Jahr 2023 auf allen Weltmeeren befassen und die Ergebnisse für das Jahr 2023 mit früheren Jahrzehnten aufgezeichneter jährlicher Daten über Hurrikane und Wirbelstürme vergleichen.

Die nachstehenden Diagramme zeigen Daten zur akkumulierten Wirbelsturmenergie (Accumulated Cyclone Energy, ACE) für jedes angegebene Jahr, wobei diese Kennzahl die gesamte jährliche Energie aller erlebten Stürme darstellt, wobei die Gesamtdauer und -intensität den ACE-Gesamtbeitrag jedes Sturms bestimmt.

Das erste Diagramm zeigt das globale historische Wirbelsturm-ACE-Ergebnis für das Jahr 2023 im Vergleich zu den ACE-Daten für den letzten 44-Jahres-Zeitraum, der bis ins Jahr 1980 zurückreicht:

Die Daten zeigen keinen konsistenten Aufwärtstrend des ACE in diesem Zeitraum, wobei das Jahr 2023 nur den zehnthöchsten ACE in diesem Zeitraum darstellt.

Das nächste Diagramm zeigt die ACE-Werte der nördlichen Hemisphäre für das Jahr 2023 im Vergleich zu den ACE-Daten für jedes Jahr der letzten 53 Jahre bis 1971:

Die Daten zeigen keinen konsistenten Aufwärtstrend des ACE in diesem Zeitraum, wobei das Jahr 2023 nur den 11. höchsten ACE in diesem Zeitraum darstellt.

Das nächste Diagramm zeigt das ACE-Ergebnis für die südliche Hemisphäre für das Jahr 2023 im Vergleich zu den ACE-Daten für jedes Jahr der letzten 44 Jahre bis 1980:

Die Daten zeigen keinen durchgängig steigenden ACE-Trend während dieses Zeitraums, wobei das Jahr 2023 nur der 15. höchste ACE-Wert während dieses Zeitraums ist.

Die nächsten beiden Diagramme zeigen die ACE-Ergebnisse für den Nordost- und den Nordwestpazifik für das Jahr 2023 im Vergleich zu den ACE-Daten für jedes Jahr der letzten 53 bzw. 74 Jahre bis 1971 bzw. 1950:

Die Daten zeigen keinen durchgängig steigenden Trend des ACE während dieser Zeiträume, wobei das Jahr 2023 nur den 14- bzw. 22-höchsten ACE während dieser Zeiträume darstellt.

Eines der NOAA „Selected Significant Climate Events“ enthält die falsche Behauptung, dass „der Hurrikan Dora (im nordwestlichen Pazifik) einen Flächenbrand auf der Insel Maui in Hawaii verschlimmerte, der die historische Stadt Lahaina zerstörte“.

Diese Behauptung ist völlig falsch, wie hier [Ein übersetzter – anderer – Beitrag dazu findet sich hier] und hier dargelegt.

Der Hurrikan Dora befand sich 700 Meilen südlich von Maui und spielte keine wesentliche Rolle bei dem Feuer.

Das massive Feuer war das direkte Ergebnis der Inkompetenz von Hawaiian Electric, die jahrelang 190 Millionen Dollar an geplanten und erforderlichen Wartungsarbeiten an bekannten Defekten an Verteilungs- und Übertragungsleitungen verzögerten (sie gaben nur 250.000 Dollar für diese Projekte aus), während sie zig Millionen für immer mehr nicht einsatzfähige, unzuverlässige Solar- und Windprojekte ausgaben, die von der Politik der Aktivisten für erneuerbare Energien diktiert wurden.

Die nächste Grafik zeigt das ACE-Ergebnis für den Südpazifik im Jahr 2023 im Vergleich zu den ACE-Daten für jedes Jahr der letzten 44 Jahre bis 1980:

Die Daten zeigen keinen durchgängig ansteigenden Trend des ACE in diesem Zeitraum, wobei das Jahr 2023 nur den 33-höchsten ACE in diesem Zeitraum darstellt.

Die nächsten beiden Diagramme zeigen die ACE-Ergebnisse für den nördlichen und südlichen Indischen Ozean für das Jahr 2023 im Vergleich zu den ACE-Daten für jedes Jahr der letzten 52 bzw. 44 Jahre bis 1972 und 1980:

Die Daten deuten auf einen jüngsten Aufwärtstrend im Nordindischen Ozean hin, während im Südindischen Ozean kein durchgängiger Aufwärtstrend zu verzeichnen ist, wobei der ACE-Wert für das Jahr 2023 im Nordindischen Ozean den zweithöchsten und im Südindischen Ozean den fünfthöchsten Wert in diesen Zeiträumen aufweist.

Das nächste Diagramm zeigt die ACE-Werte für den Nordatlantik für das Jahr 2023 im Vergleich zu den ACE-Daten für jedes Jahr der letzten 173 Jahre bis 1851:

Die Daten zeigen keinen konsistenten Aufwärtstrend des ACE in diesem Zeitraum, wobei das Jahr 2023 nur den 33. höchsten ACE in diesem Zeitraum darstellt.

Darüber hinaus gab es im Jahr 2023 nur einen großen Hurrikan im Nordatlantik, der in den USA das Festland erreichte wie unten dargestellt und hier angesprochen:

Die Daten zeigen, dass es im Zeitraum von 1900 bis 2023 keine zunehmende Tendenz gibt, dass größere Hurrikane aus dem Nordatlantik auf dem US-amerikanischen Festland landen.

Im Gegensatz zum NOAA-Diagramm „Selected Significant Climate Events“ (Ausgewählte bedeutende Klimaereignisse) für das Jahr 2023, in dem das Ausmaß der globalen Hurrikan- und Wirbelsturmsaison im Jahr 2023 fälschlicherweise hochgespielt wird, zeigen die Daten des Tropical Meteorology Project der State University of Colorado eindeutig, dass das Jahr 2023 ein sehr unauffälliges und „normales“ Jahr für Wirbelstürme und Hurrikane auf der ganzen Welt war.

Die Behauptungen der Klimaalarmisten, die die Hurrikan- und Wirbelsturmsaison 2023 als „extremes Wetterereignis“ anpreisen, sind ebenso absurd und unqualifiziert wie die Darstellung des Hurrikandiagramms „Selected Significant Climate Events“ der NOAA.

[Hervorhebung im Original]

Link: https://wattsupwiththat.com/2024/01/21/global-historical-hurricane-cyclone-statistics-establish-that-2023-experienced-a-very-normal-year/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Kältereport Nr. 4 / 2024

Christian Freuer

Vorbemerkung: Wie schon im vorigen Kältereport angedeutet hat sich winterlich kalte Witterung inzwischen tatsächlich sowohl in den USA als auch in Mitteleuropa verabschiedet. Zumindest die ersten Meldungen sind also sozusagen eine Nachlese darauf. Aber natürlich gibt es unabhängig davon weltweit neue Kaltereignisse, die hier dokumentiert werden. Im Mittelpunkt stehen dabei wieder Asien, hauptsächlich Ost- und Südostasien bis in die tropische Klimazone, sowie die Antarktis.

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Meldungen vom 19. Januar 2024:

USA: Ein weiterer Einbruch arktischer Luftmassen – Rekord-Schneebedeckung mit 58,9%

Eine Kleinigkeit für das Wochenende, Amerika – eine zweite Runde brutaler Kälte.

Historisch niedrige Temperaturen und eine Reihe schwerer Winterstürme haben bereits in vielen US-Bundesstaaten Verwüstungen angerichtet, bei denen mindestens 50 Menschen ums Leben kamen, Eigentum zerstört wurde und Hunderttausende ohne Strom waren.

In Kansas City zum Beispiel begann am 11. Januar eine rekordverdächtige Serie von Minusgraden. Die Rekorde begannen am 14. Januar zu fallen, als sowohl der Tiefstwert als auch der Höchstwert von -24°C bzw. -19°C die alte Marke von -23°C und -18°C aus dem Jahr 1979 brachen.

Der 15. Januar brachte dann einen Tiefstwert von -27°C und einen Tageshöchstwert von -17°C, womit die -23°C von 1979 und die -14°C von 1972 übertroffen wurden.

Kansas City verzeichnete in vier aufeinanderfolgenden Nächten (13.-16. Januar) Tiefstwerte unter -23°C. Dies war die zweitlängste Serie in den Annalen seit 1888, nur übertroffen von den fünf Tagen des Jahres 1983.

Laut NWS-Daten war der Tiefstwert von -19°C am 14. Januar der 11-niedrigste Tageshöchstwert in der Region Kansas City seit 1888. Der Tiefstwert von -27°C in den frühen Morgenstunden des 15. Januar war die 16-niedrigste Temperatur in der Region, ebenfalls seit 1888.

Ganze 58,9 % der USA zwischen Kanada und Mexiko sind derzeit mit Schnee bedeckt. Letztes Jahr um diese Zeit, als der Westen eine Rekordsaison erlebte, lag diese Zahl bei 35,5 %.

Darüber hinaus ist die derzeitige Schneedecke von 58,9 % der höchste Januarwert, der in den Büchern bis ins Jahr 2004 zurückreicht. Der heutige Wert wird nur von der außergewöhnlichen Periode vom 15. bis 19. Februar 2021 übertroffen, als die Schneebedeckung bei 73,2 % lag.

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Der Frost in Russland bis –57°C breitet sich nach China aus

Am 19. Januar wurden in Russland, insbesondere in der Republik Sacha, in Orten wie Delyankir und Jurty weiterhin Werte unter -56°C gemessen.

Hier folgt jetzt ein Ausblick auf eine erhebliche Ausbreitung der Kälte nach China.

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Die Kälte in der Antarktis

Am 18. Januar erreichte Concordia um 17:36 UTC -42,5°C (Daten: climantartide.it).

Damit setzt sich das „Jahr ohne Sommer“ am unteren Ende der Welt (unter -40°C) fort – wie gut dokumentiert. Der Sommer wird bald allmählich wieder in den Winter übergehen.

Das war’s, Antarktis, die „wärmste“ Zeit des Jahres ist vorbei.

Link: https://electroverse.substack.com/p/another-arctic-blast-to-rip-through?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Eine Meldung kommt am 20. Januar 2024 von wetteronline.de über starke Schneefälle in Spanien. Weiter geht es mit

Meldungen vom 22. Januar 2023:

Türkei: Schneehöhe erreicht stellenweise 5 Meter

Die Türkei erlebt derzeit die schwersten Schneefälle des Jahrhunderts – wahrscheinlich noch viel länger -, da die polare Kältewelle aus Europa nach Süden zieht. Die am stärksten betroffenen Gebiete liegen in der südöstlichen Provinz Hakkari, wo die Schneehöhe in einigen Teilen über 5 m liegt.

Im Bezirk Şemdinli in Hakkari ragen die Schneewände über die Räumfahrzeuge hinaus. Die Einsatzkräfte arbeiten ununterbrochen, um abgeschnittene Städte und Dörfer im gesamten Bezirk zu erreichen und lebenswichtige Güter zu liefern.

Die Teams verstärken ihre Bemühungen, um die Durchgänge zu erweitern, berichtet aa.com.tr.

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USA: Mindestens 100 Todesopfer durch die brutale arktische Kälte

Große Teile der USA wurden am Sonntag weiterhin von tödlicher arktischer Kälte heimgesucht – mit Minusgraden, die bis in den Süden von Texas und Florida reichten. Kälte tötet weit mehr als Hitze, und mehr als 100 Amerikaner starben allein letzte Woche.

Das wird näher ausgeführt, gefolgt von dem Ausblick auf eine weitere Kältewelle.

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Und noch einmal in die Antarktis:

In der Antarktis geht ein ungewöhnlich kalter Sommer zu Ende

Der Sommer geht in der Antarktis zu Ende, wie die sinkenden Temperaturen zeigen. In einer bemerkenswert kalten Jahreszeit, in der auf dem gesamten Kontinent regelmäßig Werte unter -40 °C gemessen wurden, hat die Rückkehr zum Winter begonnen.

Der Tiefstwert von -43,4 °C am 19. Januar in Concordia übertraf das bisherige saisonale Minimum des Kontinents (-42,8 °C am 12. Januar 2007).

Am 21. Januar sanken die Thermometer erneut, um ein neues saisonales Tief zu erreichen: -44,4°C in Concordia (und ebenfalls -43,1C in Vostok).

Die Antarktis hat einen anomal kalten Sommer erlebt, wahrscheinlich einen der kältesten seit Beginn der Aufzeichnungen (eine Zusammenfassung folgt in Kürze). Dies ist auch kein einmaliges Phänomen – der Kontinent verzeichnete in den letzten drei Jahren (mindestens) durchweg überdurchschnittlich kalte Monate.

Die Antarktis, die 90 % des Eises der Erde beherbergt, kühlt sich ab, das zeigen die Daten eindeutig.

Link: https://electroverse.substack.com/p/the-snow-is-5-meters-high-in-turkey?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 23. Januar 2023:

In Hakkâri, Türkei, liegt der Schnee jetzt 7 Meter hoch

Zu den gestrigen Schneehöhen sind zwei Meter hinzugekommen, während Teile von Hakkâri in der Türkei weiterhin unter einer rekordverdächtigen Schneedecke begraben sind.

Die Räumungsmannschaften der Bezirksverwaltung für Sonderaufgaben arbeiten mit Hochdruck daran, die von den Schneemauern eingeschlossenen Städte und Dörfer zu erreichen, aber aufgrund des unerbittlichen Wetters und der ständig anhaltenden Schneefälle kommen sie nur langsam voran.

Besonders schlimm sind die Bedingungen im Bezirk Yüksekova in Hakkâri, wo das tägliche Leben zum Stillstand gekommen ist. In der Region Dağlıca hat sich der Schnee an einigen Stellen bis zu 7 Meter hoch aufgetürmt, berichtet bianet.org.

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Osteuropa gefriert

Sehr niedrige Temperaturen, harter Frost und starker Schneefall haben in dieser Woche nicht nur die Türkei, sondern ganz Osteuropa heimgesucht.

Der strenge und lang anhaltende Frost hat sich nun von Westeuropa nach Osten verlagert und Montenegro, Serbien, Bosnien und Herzegowina sowie Mazedonien erfasst – mit Temperaturwerten bis -27°C in Kosanica, Montenegro, am Montag.

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Arktische Luft dringt nach Ostasien vor und bringt Rekordschnee nach China – Japan jetzt in der Schusslinie

Ostasien wird von einem weiteren Einbruch arktischer Luftmassen heimgesucht, der ungewöhnlich weit südlich für seltene Schneestürme und Tiefsttemperaturen sorgt.

In den südostchinesischen Provinzen Zhejiang und Fujian zum Beispiel gab es die stärksten Schneefälle seit Dezember 2002. Sogar im Becken des Jangtse-Flusses hat es in weiten Teilen geschneit.

Seit Montag haben mindestens 6 Orte in ganz China neue Schneehöhenrekorde für Januar aufgestellt, und viele weitere harren noch der Bestätigung.

In Butuo, Sichuan, kamen beispielsweise innerhalb von 24 Stunden 35 cm zusammen, ein neuer Rekord. Auch in den Provinzen Jiangxi und Hunan wurden Rekorde gebrochen, darunter die 29 cm in Xinhua, Hunan, die ebenfalls einen neuen Rekord für Januar darstellten.

Mit dem Schnee sind natürlich auch die Temperaturen gefallen.

In weiten Teilen des Landes sind die Temperaturen unter dem Gefrierpunkt geblieben, selbst im äußersten Süden.

Zu den bemerkenswerten Tiefstwerten hier unten gehören 2,1 °C in Guangzhou, 2,3 °C in Fuzhou, 3,2 °C in Nanning, 4,4 °C in Shenzhen und 5,4 °C in Xiamen. HKO verzeichnete am Morgen des 23. Januar mit 6,3°C die niedrigste Temperatur seit 2016.

Was die Kälte in anderen asiatischen Ländern betrifft: -35,1°C in Samjiyon, Nordkorea; -20,2°C in Taegwallyong, Südkorea; -10,1°C auf dem Yushan Peak, Taiwan; -2,4°C in Tai Mo Shan, Hongkong; und 4,8°C in Taipa Grande, Macau.

Sehr bemerkenswert: Hong Kong und Macao liegen in der tropischen Klimazone, wo es normalerweise (bisher jedenfalls) überhaupt keinen Winter gibt!

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Schulen in Bangladesh wegen Kälte geschlossen

Im Westen schließlich, in Bangladesch, erlebt das südasiatische Land derzeit seine eigene „signifikante Kältewelle“.

Mit Tiefstwerten von 6,6 °C in den Bezirken Chuadanga und Sirajganj ist das tägliche Leben gestört.

Die Regierung hat angeordnet, dass alle Grund- und weiterführenden Schulen geschlossen werden müssen, wenn die Temperaturen unter 10°C fallen. Im ganzen Land wurde diese Anweisung befolgt.

Das Meteorologische Observatorium in Chuadanga meldete in dieser Woche einen erheblichen Temperaturrückgang, wobei der historische Tiefstwert des Bezirks (3,9°C am 9. Januar 2013) in Reichweite ist.

Link: https://electroverse.substack.com/p/the-snow-is-now-7-meters-23-feet?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 24. Januar 2024:

China gefriert, weitere Schneefälle in Japan

Der große Frost in China hat sich bis Mittwoch ausgedehnt. Die Kälte ist weiter nach Süden vorgedrungen, und zwar in weiten Teilen von Fujian und Guangdong, wo die Temperaturen unter 0 °C sanken.

Die monatlichen Tiefsttemperaturrekorde fallen im ganzen Land. Zu den gestrigen Tiefsttemperaturen kamen weitere 5 (mindestens) in den Städten Chaoyang und Huidong hinzu.

Die Schneefälle in China waren ebenso beeindruckend, vielleicht sogar noch beeindruckender.

In den Provinzen Hunan, Jiangxi und Zhejiang gab es die stärksten Schneefälle der letzten 20 Jahre, und viele Stationen (mehr als 15) haben im Januar Rekorde bzgl. der Schneehöhe aufgestellt.

Außergewöhnliche Tiefstwerte und starker Schneefall hielten auch im Norden und an der Grenze zu Russland an (-57°C in Delyankir heute Morgen).

Wenn es im Osten um die schiere Schneehöhe geht, ist Japan der Paradefall. Das Land wird von einem „Mega-Schneesturm“ heimgesucht, berichtet RT India auf X, mit Schneefällen von „10 cm pro Stunde“. Im Norden und an der Küste des Japanischen Meeres wurden an einem Tag bereits mehr als ein Meter Schnee gemessen.

Die Aufräumarbeiten haben begonnen, aber die Prognose sagt weiteren Schnee bis zum Wochenende voraus.

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Es folgt noch einmal ein grundlegender Abschnitt, wie das Establishment mit der Kälte umgeht. Das wird separat übersetzt. Dieser Meldungsblock schließt dann noch mit einem kurzen Absatz zur Sonnenaktivität.

Link: https://electroverse.substack.com/p/china-freezes-the-snow-builds-in?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 25. Januar 2024:

Schnee in Japan bricht Rekorde

Weite Teile Japans werden weiterhin von rekordverdächtigen Schneefällen heimgesucht.

In den Präfekturen Gifu und Shiga wurden Rekorde gebrochen. Innerhalb von sechs Stunden fielen am Mittwochnachmittag 49 cm Schnee in der Stadt Sekigahara in Gifu und 40 cm in Maibara City in Shiga – der stärkste Schneefall, der je in diesen Gebieten gemessen wurde.

Die Japan Meteorological Agency (JMA) spricht von einer „intensiven Kaltluftmasse“, die auch in den Regionen Tokai und Kinki Rekord-Schneemengen gebracht hat.

Laut der jüngsten Vorhersage der JMA werden die winterlichen Bedingungen bis Donnerstag anhalten, und es könnte sogar zu erheblichen Schneefällen im Flachland der Regionen Chugoku, Kinki und Tokai kommen, in denen normalerweise nur wenig oder gar kein Schnee fällt.

In den 24 Stunden bis Donnerstagabend dürfte die Schneehöhe stellenweise um einen weiteren Meter steigen und damit die am Mittwoch gemeldeten Werte der letzten 24 Stunden übertreffen.

Diese jüngsten Schneefälle kommen zu den Allzeit-Rekorden der Schneemengen hinzu, die Anfang des Monats gefallen sind:

Quelle: Sayaka Mori auf X.

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Eckpunkte bzgl. niedriger Temperaturen in ganz Indien gebrochen

Ein großer Teil des asiatischen Kontinents hat in letzter Zeit gefroren, von Russland im Norden über Japan und China bis hin zur Türkei im Süden.

In Bangladesch und Indien wurden diese Woche rekordverdächtig niedrige Temperaturen gemessen. In der indischen Hauptstadt Delhi gab es im Januar bisher fünf „kalte Tage“ und fünf „Kältewellen-Tage“, so viele wie seit 13 Jahren nicht mehr, und laut offiziellen Vorhersagen ist mit weiteren Kälteeinbrüchen zu rechnen.

Auch im Bezirk Una wurden die niedrigsten Temperaturen seit 2013 gemessen, was sich auf das tägliche Leben auswirkt.

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Gute Chancen“, dass ein weiterer arktischer Ausbruch die USA im Februar trifft

Unter dieser Überschrift bringt Cap Allon Aussagen über mögliche neue Kälte in den USA aufgrund von Vorgängen in der Stratosphäre. Darauf wird hier nicht näher eingegangen. Es wird beschrieben, dass sich Tauwetter in den USA durchgesetzt und sich die Kälte zum Pol zurückgezogen hat, und dass dies aber wohl nur vorübergehend ist. „…Kälte zum Pol zurückgezogen hat“ – dazu fügt Allon diese Bemerkung ein:

Hinweis an die Alarmisten: Die grimmige Kälte hat sich „zu den Polen zurückgezogen“, sie wurde nicht durch mythische CO2-Verstärkungen erwärmt“. Das beweist die extreme Temperatur von -56,6°C, die heute Morgen (25. Januar) im Summit Camp in Grönland* gemessen wurde, ein Wert, der 14°C unter der Norm liegt.

Die Station Summit Camp, in Deutsch auch „Eismitte“ genannt, liegt etwa in der Mitte von Grönland auf der höchsten Erhebung dort (3231 m ü. NN). In diesem Falle ist also tatsächlich die Abweichung von 14 K das bemerkenswerte Phänomen. Näheres zu dieser Station hier, Webcam-Bilder gibt es hier.

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Antarktis

Die Temperaturen am Boden der Welt gehen weiter zurück.

Nach einem historisch kalten „Sommer“ wurde in der Antarktis gerade ein neuer Tiefstwert gemessen. Am 24. Januar um 17:02 UTC wurde in Concordia ein Tiefstwert von -44,6°C gemessen, der den Tiefstwert vom 21. Januar von -44,4°C übertrifft, ebenfalls in Concordia.

Daten mit freundlicher Genehmigung von climantartide.it.

Link: https://electroverse.substack.com/p/snow-in-japan-breaks-records-low?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 26. Januar 2024:

Rekordverdächtige Schneefälle in ganz Alaska

Boote sind gesunken und Dächer eingestürzt, während die Hauptstadt Alaskas unter rekordverdächtigen Schneefällen leidet.

In Juneau sind in den letzten Wochen mehrere Lawinen abgegangen. Auf dem Wasser sind allein am Mittwoch vier Boote wegen des noch nie dagewesenen Schnees gesunken, sagte der Hafenmeister der Stadt Matt Creswell.

Versunkenes Boot im Stadthafen von Juneau, 24. Januar [Juneau Hafenmeister]

Juneau hat allein seit Sonntag mehr als 70 Zentimeter Schnee erhalten, wobei in den letzten 12 Tagen insgesamt 162,1 Zentimeter gefallen sind. Dies ist der schneereichste jemals in Juneau aufgezeichnete 2-Wochen-Zeitraum, und die Stadt erlebt den zweitschneereichsten Januar aller Zeiten – mit nur 15 cm, die noch fehlen, um den Spitzenplatz zu erreichen, und einer Woche oder so, die noch übrig ist, um dies zu tun.

Nur eine Woche zuvor waren in Juneau innerhalb von drei Tagen mehr als 76 Zentimeter Schnee gefallen, wodurch mindestens drei Boote im Hafen versenkt wurden, Dächer und Veranden einstürzten und zwei große Lawinen in der Nähe der Stadt abgingen, von denen eine die Thane Road verschüttete.

Die Stadt hat eine Notfallwarnung herausgegeben, in der die Einwohner vor Lawinengefahr gewarnt werden, die von „sehr hoch“ bis fast „historisch“ reicht.

Der Rekordschnee in Alaska hat sich nicht nur auf Juneau beschränkt. Auch die Stadt Anchorage hat in den letzten Monaten immer wieder neue Rekorde aufgestellt. In beiden Städten sind seit Beginn der Saison fast doppelt so hohe Schneemengen gefallen als normal:

Außerdem war 2023 das schneereichste Jahr in Anchorage, das in den Büchern bis 1953 zurückreicht. Mit 150 Zentimetern, die bis zum 12. Dezember fielen, übertraf das vergangene Jahr den bisherigen Rekordhalter 1996 (Sonnenminimum des Zyklus 22).

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Schwere Schneestürme im Norden von Iran

Während im Süden Wärme vorherrscht, hat der Nordiran mit klirrender Kälte und starkem, weit verbreitetem Schneefall zu kämpfen.

In der nordwestlichen Provinz Ost-Aserbaidschan herrschten am Mittwoch Tiefsttemperaturen von -15 °C, und in weiten Teilen der Region, darunter auch in der regionalen Hauptstadt Täbris, schneite es stark.

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Antarktis: Kältester Januar jemals seit Beginn von Aufzeichnungen

Der ungewöhnlich kalte Sommer setzt sich fort: An der Südpolstation ist das Thermometer die ganze Woche über nicht über -30°C gestiegen.

Der Durchschnittswert für den Januar wird mit ziemlicher Sicherheit zum zweiten Mal in Folge unter -30°C liegen, und das erst zum vierten Mal in den Aufzeichnungen, die bis 1958 zurückreichen – die anderen Fälle waren die Januar-Monate von 1960 (-30,4°C) und 1961 (-30,6°C).

Dies könnte der kälteste Januar in der Antarktis seit Beginn der Aufzeichnungen werden. Und auch in den letzten Jahren wäre dies keine große Anomalie. Der Kontinent erlebte 2021 den kältesten Winter aller Zeiten (April – September), dem ein anomal kalter Monat nach dem anderen folgte.

Zu den Höhepunkten des Jahres 2023 gehören der zweitkälteste Dezember seit Aufzeichnung, der kälteste November seit 40 Jahren und der kälteste August seit 2002.

Die Antarktis, die 90 % des Eises der Erde beherbergt, kühlt sich ab – das geht aus den Daten eindeutig hervor.

Link: https://electroverse.substack.com/p/record-smashing-snow-wreaks-havoc?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Wird fortgesetzt mit Kältereport Nr. 5 / 2024

Redaktionsschluss für diesen Report: 26. Januar 2024

Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE




Positive Strahlenwirkungen – Teil 1: Was sind Gifte? – Was bedeutet adaptive Antwort oder Hormesis?

Dr. Lutz Niemann

Seit etwa 500 Jahren wird Paracelsus zitiert mit „Ein jedes Ding ist Gift, allein es macht die Dosis“. So wird in der Kerntechnik jedes Becquerel mit irrsinnigem Aufwand bekämpft. Aber in den Radon-Heilbädern bewirkt die alpha-Strahlung des Edelgases Radon positive gesundheitliche Effekte der Patienten — allein in meinem privaten Umfeld sind mir 3 Fälle bekannt, die diese Möglichkeit regelmäßig in Anspruch nehmen. Daraus folgt:

Es gibt positive Strahlenwirkungen, die aber kaum bekannt sind. Daher soll hier versucht werden, etwas Licht in dieses Tohuwabohu zu bringen.

Was ist ein Gift?

Zur Prüfung einer Substanz wird von Toxikologen eine Dosis – Wirkungs-Kurve im Tierversuch oder an Zellkulturen gemessen um zu sehen, ab welcher Dosis der Substanz ein Schaden dessen Giftigkeit anzeigt, (Bild 1).

Bei der kleinsten Dosis, bei der keine schädliche Wirkung mehr gemessen wird, erhält man beim Schnittpunkt mit der Abszisse den NOAEL-Wert, den „No Observed Adverse Effect Level”. Aus diesem Wert leiten die Toxikologen den MAK-Wert ab (Maximale Arbeitsplatz Konzentration). Das ist die maximal erlaubte inhalierte Dosis einer zu prüfenden Substanz bei einem normalen Arbeitstag, wobei ein Sicherheitsabstand berücksichtigt wird.

Auch bei Dosen unterhalb des MAK-Wertes muß der Organismus die zu prüfende Substanz bekämpfen, das gelingt ohne daß ein Schaden zu bemerken ist. Dadurch werden die Abwehrkräfte des Organismus gestärkt, das Immunsystem wird trainiert. Dieses Training ist ein Nutzen für das Lebewesen.

Dieser Nutzen ist beim Menschen oft nicht zu bemerken, da die gesundheitlichen Unterschiede von Mensch zu Mensch sehr groß sind und weil nicht über die gesamte Lebensdauer beobachtet werden kann. Bei Tierversuchen im Labor ist die genetische Vielfallt der Tiere gering, dort ist ein Nutzen sicherer zu beobachten.

Das Training des Immunsystems von einem Organismus durch Fremdstoffe ist eine bekannte Erscheinung. In der Medizin spricht man von „adaptive Antwort“, bei Strahlung durch Radioaktivität von Hormesis.

Ein segensreiches Beispiel für die adaptive Antwort sind Schutzimpfungen (aber Vorsicht, wir haben gelernt, daß von der Politik gewünschte „Impfungen“ etwas ganz anderes sein können).

Ein weiteres Beispiel: Kinder, die auf einem Bauernhof aufwachsen, leiden seltener an Allergien. Sie kommen viel mit Keimen in Berührung, dadurch ergeben sich bessere Abwehrkräfte.

Zu viel Sauberkeit ist ungesund.

Die in Bild 1 gezeigte Dosis – Wirkungskurve wird oft bis zum Nullpunkt verlängert, dadurch erhält man eine J förmige oder U-förmige Kurve.

Es gibt viele derartige Kurven, Beispiele in Bild 2 vom Toxikologen Ed Calabrese

Bild 2, auf Ordinate ist nach oben Nutzen aufgetragen

Bild 2 ist entnommen aus (hier) mit den Dosis – Wirkung – Beziehungen von vielen uns als Gift bekannten Chemikalien:

Natriumhypochlorit, Methanol, Penicillin, Fluridone, Quecksilber, Aluminium, 4-Chloro-2-methylphenoxyacetic Acid, Ethanol, Phosfon, Cadmium, Kupfer, Na-Arsenate, Retinoesäure, Phenobarbital, Cadmiumchlorid, 1,4-Dioxan, Dioxin, 3-Methylcholanthrene, Saccharin, Lindan.

Darunter auch die uns interessierende gamma-Strahlung und Neutronen-Strahlung.

Die Tatsache von Schaden bei hoher Dosis und Nutzen bei kleiner Dosis bei ionisierender Strahlung ist auch bei UNSCEAR zu finden:

Bild 3, Nutzen und Schaden bei ionisierender Strahlung als Funktion der Dosis

UNSCEAR ( = United Nations Scientific Committee on the Effects of Atomic Radiation) ist das maßgebliche Gremium unter dem Dach der UN, das für die Wissenschaftlichkeit bei der Wirkung von ionisierender Strahlung zuständig ist. Deren Erkenntnisse werden an die ICRP ( = International Commission on Radiological Protection) weiter gegen und von da zu den nationalen Strahlenschutzorganisationen (in Deutschland an das Bundesamt für Strahlenschutz, das seit dem Regierungswechsel von 1998 unter der Leitung eines Politikers steht).

Es gibt eine Vielzahl von Nachweisen für den Nutzen bei Radioaktivität bei niedriger Dosis und niedriger Dosisleistung, hier weitere Beispiele:

Bild 4: Quelle Bernard L. Cohen

In den USA wurde die Gesundheit in der Bevölkerung in Abhängigkeit von Radon-Untergrund untersucht und es wurde eine bessere Gesundheit bei hohem Radon-Gehalt der Wohnraumluft gefunden. Das steht im krassen Gegensatz zur der Theorie nach der LNT-Hypothese.

Die Strahlenschutzregeln beruhen auf der erhöhten Krebsrate (Bild 5), die ab der hohen Dosis von ca. 0,5 Sv bei den Überlebenden in Hiroshima und Nagasaki festgestellt wurde. Die gemessene Dosisabhängigkeit wird linear bis zum Nullpunkt extrapoliert und angenommen, daß auch bei 0,001 Sievert ein Risiko bestehen würde (LNT-Hypothese = Linear No Threshold). Die Auswertung aller Daten bei kleiner Dosis (Bild 6) zeigt jedoch eine geringe nützliche Wirkung um 0,1 Sv. Diese Tatsache der positiven Strahlenwirkung wird unterschlagen.

Und es wird unterschlagen, daß bei jeder Wirkung auf Lebewesen auch die Dosisleistung eine Rolle spielt. Sie war extrem hoch bei den Nuklearexplosionen, ist extrem niedrig in den Fällen des Strahlenschutzes.

In den 1940-er Jahren wurden die Strahlenwirkungen im Tierversuch mit Millionen Tieren untersucht: es zeigt sich in Bild 7 die bekannte Kurve mit Nutzen bei kleiner Dosis und Schaden bei hoher Dosis. Auch bei Pflanzen werden diese Effekte gefunden, siehe Bild 8. Die Stimulation von Samen durch Röntgen-Bestrahlung ergibt bei Pflanzen einen kräftigeren Wuchs im mittleren Dosisbereich.

Bild 9: Die Überlebensrate von Krebs-Patienten ist bei Ganzkörper-Bestrahlung (TBI) durch Gamma-Strahlung bedeutend höher als bei einer Chemotherapie (CHOP).

Bild 10: Durch eine Vorbestrahlung von 0,5 Sv können Mäuse vor tödlicher Dosis von 7 Sv geschützt werden

Die kontaminierten Gebiete in der Umgebung von Tschernobyl, Quelle Prof. Jaworowski

In beiden Gruppen ist ein deutlicher Effekt zu besserer Gesundheit durch die Langzeitbestrahlung mit niedriger Dosisleistung und niedriger Dosis zu sehen.

Durch einen glücklichen Zufall ergab sich durch das Co-60-Ereignis von Taiwan ein Großversuch an Menschen mit einer harten Gamma-Strahlung (hier). Dort war mit Co-60 kontaminierter Baustahl verwendet worden, so daß die Bewohner ständig einer niedrigen Strahlenexposition ausgesetzt waren. Nach den Strahlenschutzgesetzen ist dieses verboten. Bei dem Teilkollektiv von 1100 Personen mit der höchsten Dosis betrug zu Beginn

in 1983 die mittlere Jahresdosis 74 mSv, und die maximale 910 mSv

In dem gesamten Kollektiv von 10 000 Personen hätte es unter den Erwachsenen

186 Krebstodesfälle geben müssen.

Nach dem im Strahlenschutz angewandten LNT-Modell hätte es durch Strahlung weitere

56 Krebstodesfälle geben müssen.

Bisher wurden tatsächlich aber nur 5 Krebstodesfälle beobachtet.

Damit ist die positive Strahlenwirkung an Lebewesen und Menschen eindrucksvoll bewiesen worden. Das Ereignis von Taiwan hätte den hauptamtlichen Strahlenschützern und den Gesetzgebern eine exzellente Gelegenheit gegeben, ohne Gesichtsverlust die LNT-Hypothese (jedes Bq schadet) und ALARA-Prinzip (jede zusätzliche Dosis vermeiden, auch unterhalb der Grenzwerte) auf den Müll zu werfen. Es ist jedoch nichts geschehen, auch die Berichterstattung in den Fachmedien war dürftig.

 




Reiten auf der sechsten Welle [des Aussterbens]

Willis Eschenbach

[In diesem Beitrag geht es zwar nicht um Klima oder Energie, doch wird in einem anderen Fachbereich aufgezeigt, wie heutzutage Angst erzeugt wird. A. d. Übers.]

Ich lese immer wieder, dass wir uns bereits mitten in der „Sechsten Welle des Artensterbens“ befinden. Ich habe mich ausgiebig mit dieser Frage beschäftigt. Den Anfang machte 2010 ein Beitrag mit dem Titel „Where Are The Corpses“ (Wo sind die Leichen), in dem ich die Rote Liste der bedrohten Arten der IUCN untersuchte und feststellte, dass entgegen dem Hype um die „Sechste Welle“ 95 % der ausgestorbenen Säugetier- und Vogelarten auf Inseln und in Australien vorkommen, wo sie der Einführung neuer „fremder“ Arten durch den Menschen nach Jahrtausenden der Isolation ausgesetzt waren.

Craig Loehle setzte sich mit mir in Verbindung und schlug vor, dass wir daraus einen Artikel für die Fachpresse machen sollten. Er übernahm das Schreiben und ich die Zahlen, denn ich habe das Gefühl, dass ich mich einer Lobotomie unterziehen muss, um in dem dichten, langweiligen Stil zu schreiben, der von den Fachzeitschriften bevorzugt wird. Er hat hervorragende Arbeit geleistet und die Arbeit durch den Veröffentlichungsprozess geleitet, wofür ihm meine ewige Dankbarkeit gebührt. Der Artikel wurde in Diversity and Distributions unter dem Titel „Historical bird and terrestrial mammal extinction rates and causes“ [Historische Raten und Ursachen des Aussterbens von Vögeln und Landsäugetieren] veröffentlicht und in Fachzeitschriften über 150 Mal zitiert.

Aber natürlich ging der Alarmismus weiter. Die Leute sagten Dinge wie „Aber Willis, du hast doch nur Säugetiere und Vögel untersucht. Dem Living Planet Index zufolge ist die Zahl der Wirbeltierarten seit 1970 um 70 % zurückgegangen“.

Ich habe einen großen Teil meines Lebens in der freien Natur verbracht, ich lebe im Wald und beobachte die dortige Tierwelt. Diese Behauptung ließ meinen Detektor für schlechte Zahlen klingeln wie die Schulglocke zum Mittagessen. Ich habe nachgeforscht und vor ein paar Wochen eine weitere Analyse mit dem Titel „E Pur Si Muove“ geschrieben, in der ich gezeigt habe, dass die Behauptungen des LPI durch die Daten der Roten Liste stark widerlegt werden [in deutscher Übersetzung hier].

Aber die Behauptungen gingen weiter. Diesmal heißt es: „Aber Willis, das LPI zeigt nur Fische, Säugetiere, Vögel, Reptilien und Amphibien. Was ist mit dem ganzen Rest des Lebens?“

Michael Corleone sagte: „Gerade, als ich dachte, ich wäre draußen, ziehen sie mich wieder rein“. Also, noch einmal in die Bresche, liebe Freunde …

Lassen Sie mich mit einigen Zahlen aus der Roten Liste der IUCN beginnen. Das ist die offizielle Liste der bedrohten, nicht bedrohten und ausgestorbenen Mitglieder der vier großen Reiche des Lebens – Tiere, Pflanzen, Pilze und Chromista. Und was sind Chromista, wenn sie zugegen sind? Das habe ich mich auch gefragt. Es stellte sich heraus, dass es sich um eine Gruppe meist einzelliger und auch einiger größerer Lebensformen handelt, zu denen Kieselalgen, Mehltau und Seetang gehören.

Die Rote Liste enthält Daten zu etwa 157.190 Arten aller Art in allen Lebensräumen der Erde. Ich finde es super, dass die ersten beiden Arten auf der Liste der „Black Emo Skink“ und die „Viper Moray“ sind … tolle Bandnamen für 2024. Man muss unseren geheimnisvollen Planeten einfach lieben. Hier sind die Ergebnisse der Roten Liste:

Abbildung 1. Die Ergebnisse der Roten Liste zeigen die Anzahl der untersuchten Arten.

Von diesen 157.190 Arten sind 909 Arten als ausgestorben aufgeführt, wobei das früheste Aussterben in den 1400er Jahren stattfand. Das nachstehende Diagramm zeigt die Anzahl der ausgestorbenen und noch existierenden Arten:

Abbildung 2. Alle ausgestorbenen und noch existierenden Arten mit Daten auf der Roten Liste

Also, ich muss sagen, dass ich die „Sechste Welle des Aussterbens“ nicht sehe.

Weiter geht es mit Behauptungen wie diesen:

„Drastisch erhöhte Raten des Artensterbens … sind gut dokumentiert.“

und

„Die Natur geht weltweit in einem Ausmaß zurück, wie es in der Geschichte der Menschheit noch nie vorgekommen ist – und das Aussterben von Arten beschleunigt sich.“

Also schaute ich mir die Aussterberaten im Laufe der Zeit an, um zu sehen, ob „sich die Rate des Artensterbens wirklich beschleunigt“.

Wie meine Studien gezeigt haben, kam es auf den Inseln und in Australien zu einer unverhältnismäßig großen Zahl von Aussterbefällen, als Menschen mit Melaninmangel auf die Inseln kamen und neue, fremde Arten einführten.

Diese Inselarten machen jedoch nur einen kleinen Prozentsatz der Gesamtzahl der Arten aus – wie zu erwarten, gibt es auf den riesigen Kontinenten und im Ozean viel, viel mehr Arten als auf den kleinen Inseln. Und es gibt keine unentdeckten Inseln mehr, die dem Ansturm der eingeschleppten Arten ausgesetzt wären. Auf den Inseln findet sich jedoch ein großer Prozentsatz aller ausgestorbenen Arten.

Lassen wir diese Aussterbefälle einmal beiseite und betrachten wir den Verlauf aller kontinentalen und maritimen Aussterbefälle der Roten Liste, für welche diese ein Datum für das Aussterben enthält. Die frühen Daten sind spärlich und enthalten daher nur wenige Aussterbeereignisse pro Jahr. Ich habe daher den Zeitraum ab 1850 dargestellt, in dem weitaus mehr Aussterbeereignisse pro Jahr auftraten und für den wir viel bessere Daten haben:

Abbildung 3. Alle Aussterbefälle kontinentaler und maritimer Arten, 1850 bis Januar 2024. Diese sind in 5-Jahres-Schritten gruppiert. Die rote Linie ist der Trend von 1850 bis 2000 und nicht bis zur Gegenwart, um eine Verzerrung des Trends zu vermeiden, da es einige Jahrzehnte dauern kann, bis ein Aussterben verifiziert ist.

Und um den Kreis zu schließen, hier die gleiche Analyse mit allen bekannten Aussterbeereignissen, die ein Datum für das Aussterben haben:

Abbildung 4. Alle bekannten Aussterbefälle aller Arten, 1850 bis Januar 2024. Einzelheiten wie in Abbildung 3. Beachten Sie, dass die durchschnittliche Aussterberate unter Einbeziehung des Inselsterbens doppelt so hoch ist wie in Abbildung 3.

Wie man sieht, gab es in den letzten 150 Jahren keinen signifikanten Trend bei der Aussterberate, weder bei den kontinentalen und maritimen noch bei allen anderen Arten.
Ist die Aussterberate nach 1850 nun höher als die geologische Aussterberate? Auf jeden Fall. Sie ist um eine Größenordnung höher.

Aber ist es eine „Sechste Welle des Aussterbens“?

Betrachten wir es einmal so: Der Durchschnitt der Jahre 1850-2000 liegt bei 3,6 ausgestorbenen kontinentalen und marinen Arten pro Jahr, mit einem Spitzenwert von etwa 8 ausgestorbenen Arten pro Jahr. Die Rote Liste enthält 157.190 kontinentale und maritime Arten, von denen 909 ausgestorben sind.

Wenn also die Aussterberate auf dem derzeitigen Niveau bleibt, werden wir bis zum Jahr 2100 weitere 3,6 Aussterbefälle/Jahr * 76 Jahre = 274 Aussterbefälle erleben.

Aber lassen Sie uns radikal werden – nehmen wir das Zehnfache der derzeitigen Aussterberate, also 36 Aussterbefälle pro Jahr. Das ist zwar extrem unwahrscheinlich, da es in den Aufzeichnungen der Roten Liste noch nie vorgekommen ist, aber für diese Analyse nehmen wir diese Aussterberate, um auf der sicheren Seite zu sein.

[Hervorhebung im Original]

Damit kämen wir bis zum Jahr 2100 auf insgesamt 3.645 Aussterbefälle. Die folgende Abbildung zeigt dies im gleichen Maßstab wie Abbildung 2:

Außerdem denke ich, selbst wenn das Aussterben auf das Zehnfache der derzeitigen Aussterberate ansteigen würde, sehe ich immer noch nicht die sagenumwobene „Sechste Welle des Aussterbens“.

Heißt das nun, dass wir uns nicht um das Aussterben kümmern sollten?

Ganz und gar nicht. Wir müssen uns aller Folgen unseres menschlichen Handelns bewusst sein und, wo immer möglich und sinnvoll, Rücksicht auf die Lebewesen nehmen, mit denen wir den Planeten teilen. Ich habe einen großen Teil meines Lebens als Berufsfischer gearbeitet. Ich würde mich freuen, wenn mein zweijähriger Enkel das Gleiche tun könnte … und das geht nur, wenn wir uns der Auswirkungen unseres Handelns auf den Ozean bewusst sind.

Wir müssen aber auch das Augenmaß bewahren. Das Aussterben von Arten ist ein Teil des Naturgeschehens. Tatsache ist, dass 99,9 % aller Arten, die jemals existiert haben, ausgestorben sind.

Und wenn eine bestimmte Art nach Millionen von Jahren der Evolution nur in einem winzigen Teil des Planeten vorkommt, ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie ausstirbt, sehr hoch, egal was wir tun. Sie kann sich offensichtlich nicht einmal an die kleinsten Veränderungen in ihrer Umgebung anpassen – wenn sie das könnte, würde sie in einem viel größeren Gebiet vorkommen. Hier ist eine Beschreibung einer solchen ausgestorbenen Art auf der Roten Liste:

„Stypodon signifer [Stummelzahn-Elritze]: Diese Art ist nur von 6 Exemplaren bekannt, die in den Jahren 1880 und 1903 gesammelt wurden, so dass ihre Biologie weitgehend unbekannt ist. Sie kam in Quellen auf dem Boden des Parras-Tals [in Guanajuato, Mexiko] vor.“

Der Kampf gegen seine Ausrottung wäre also reine Zeitverschwendung gewesen.
Wenn Ihnen also jemand von der „Sechsten Welle des Artensterbens“ erzählt, lachen Sie ruhig und verweisen Sie auf diese Analyse.

Link: https://wattsupwiththat.com/2024/01/23/surfing-the-sixth-wave/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Das „Energie-Trilemma“ und die Stromkosten

Warum „Erneuerbare“ nicht sparen, sondern Milliarden kosten

Dr. Lars Schernikau

In den letzten 150 Jahren hat die reichlich vorhandene Elektrizität aus Kohle und Gas zu einer beispiellosen Verringerung der Armut sowie zu einem Anstieg der Lebenserwartung und Gesundheit geführt. Gegenwärtig werden mit diesen kostengünstigen und zuverlässigen Energiequellen etwa 60 % der Elektrizität und 50 % der Primärenergie weltweit erzeugt. Vor allem wegen der Sorge um den „Klimawandel“ sollen Kohle und Gas durch „erneuerbare“ Energien wie Wind- und Solarenergie ersetzt werden. Doch das hat seinen Preis.

Bloomberg veröffentlichte seine jüngste globale Analyse der Stromgestehungskosten (1) (Levelized Cost of Electricity, LCOE) für das Jahr 2023, in der die historischen LCOE verschiedener „erneuerbarer Energien“ mit den Kosten von Kohle, Gas und Kernkraft verglichen wurden (Abbildung 1). Auf den LCOE basierende Berichte und Analysen auch anderer Organisationen wie IEA, IRENA, IEEFA, IMF und Agora bilden die Grundlage für viele Regierungen, die fälschlicherweise zu dem Schluss kommen, dass der Übergang von einem kohle- und gasbasierten Stromsystem zu Wind- und Solarenergie auf globaler Ebene Milliarden, wenn nicht Billionen einsparen wird.

Politische Entscheidungsträger kennen die drei Säulen einer erfolgreichen Energiepolitik: (a) Zuverlässigkeit, (b) Bezahlbarkeit und (c) ökologische Nachhaltigkeit. Bei genauerem Hinsehen wird jedoch deutlich, dass die Energieministerien um ein Gleichgewicht innerhalb dieses „Energie-Trilemmas“ ringen und dass die drei Säulen zudem einer bestimmten Priorität folgen:

In erster Linie muss der Zugang zu zuverlässiger Energie gewährleistet sein, bevor die Erschwinglichkeit der Energie in Betracht gezogen wird. Erst wenn das Gleichgewicht zwischen zuverlässiger und erschwinglicher Energie erreicht ist, kann die ökologische Nachhaltigkeit sinnvoll angegangen werden.

Die Behauptung, „erneuerbare“ Energie aus Wind und Sonne sei billig und habe keine Auswirkungen auf die Umwelt, ist ein entscheidendes und schädliches energiewirtschaftliches Missverständnis.

Die unbequeme Wahrheit, die selbst von führenden energiewirtschaftlichen Institutionen wie der OECD und der IEA nicht bestritten wird ist, dass (a) Wind- und Solarenergie im Netzmaßstab immer teurer sind als Kohle und Gas, sogar als Kernenergie, und dass (b) die Gesamtkosten für eine Volkswirtschaft exponentiell ansteigen, je höher der Anteil von Wind- und Solarenergie im Stromsystem ist. Das Ergebnis ist, dass die vorgeschlagene „Energiewende“ mehr als 7 – 10 % des globalen BIP kosten würde, was Billionen von Dollar entspricht und laut IPCC-Daten die Kosten einer Klimaerwärmung übersteigen würde.

Abbildung 1: Bloomberg LCOE-Analyse (Quelle: Bloomberg New Energy Finance BNEF)

Anmerkung: CCS = Carbon Capture & Storage (Kohlenstoff-Speicherung, PV = Photovoltaik

Warum ist es falsch, die LCOE bei der Bewertung der Stromkosten eines Landes zu verwenden?

LCOE (Levelized Cost of Electricity) ist eine „mikroökonomische“ statt einer Gesamtsystembetrachtung, die sieben Kostenkategorien (siehe unten) ausschließt und daher niemals ein genauer Indikator sein kann, auf den Regierungen ihre energiepolitischen Entscheidungen stützen können.

Die LCOE sind irreführend, weil sie die Unterbrechungen, die geringen natürlichen Kapazitätsfaktoren, die korrelierende „Verfügbarkeit“ von Wind- und Solarenergie über die Kontinente hinweg und die standortbedingte Ungleichheit von Angebot und Nachfrage nicht berücksichtigen.

Offensichtliche Kosten werden von den LCOE nicht berücksichtigt:

1. Backup oder Langzeit-Energiespeicherung (LDES): Wind- und Solarenergie erfordern mindestens 100 % Backup oder Speicherung für jedes installierte MW. (2)

2. Netzintegration, einschließlich der Kosten für Übertragung, Verteilung, Ausgleich und Konditionierung.

Zu den nicht so offensichtlichen Kosten, die bei den LCOE im Netzmaßstab nicht berücksichtigt werden, gehören:

3. Effizienzverluste – mehr Wind- und Solarenergie bedeutet weniger Auslastung (3) von Backup- oder Netzsystemen.

4. Landverbrauch Der Raumbedarf wird durch die geringe Energiedichte (pro m²) von Wind- und Solaranlagen bestimmt. Die „Nutzung“ von Tausenden von km², um die diffuse Energie von Sonne und Wind einzufangen, ist mit wirtschaftlichen und ökologischen Kosten verbunden.

5. Recyclingkosten, bedingt durch die geringe Energiedichte (pro kg) und die kurze Lebensdauer von Wind- und Sonnenenergie.

6. Umweltkosten – d. h. Schädigung der Pflanzen- und Tierwelt, negative Auswirkungen auf das Klimasystem, u. a. durch Erwärmung, Windentzug und atmosphärische Veränderungen.

7. Rohstoff- und Nettoenergieineffizienz (EROI) – der Produktion, der Verarbeitung, des Transports, der Veredelung, der Herstellung und des Recyclings des gesamten Systems, einschließlich seiner Umweltauswirkungen.

Nur eine Schätzung der Strom-Vollkosten (Full Cost of Electricity FCOE) umfasst alle Kosten und sollte zur Bewertung der Gesamtkosten eines Landes oder Systems herangezogen werden (Abbildung 2).

Abbildung 2: Definition der Vollkosten der Elektrizität (FCOE) und Vergleich mit den LCOE

Welche Auswirkungen hat es auf die Menschheit, wenn Wind- und Solartechnologien im Netzmaßstab die Energiekosten erhöhen und die Zuverlässigkeit der Energieversorgung verringern? The Economist schätzt, dass hohe Energiepreise allein im Winter 2022/23 in Großbritannien zu mehr als 65.000 zusätzlichen Todesfällen geführt haben, mehr als durch Covid19 verursacht wurden. Hohe Energiekosten erhöhen das Leid der Armen und bremsen die industrielle Entwicklung nicht nur in den Entwicklungsländern.

Nicht jedes Solarpanel oder Windrad ist unerwünscht, es gibt ausgewählte Anwendungen und Standorte, an denen sie sinnvoll sind. Wenn Wind- und Solarenergie jedoch eine minderwertige Lösung für das Gesamt-Stromnetz sind, dann gilt dies logischerweise auch für Wasserstoff, der aus Wind- und Sonnenenergie hergestellt wird. Man bedenke, dass H₂ für die Speicherung 65-80 % der eingesetzten Energie für Produktion, Speicherung, Transport und Repowering „verliert“. Wasserstoff ist bei der Lagerung und beim Transport gefährlich, hochexplosiv und so „dünn“, dass er Stahl durchdringt und dieser dadurch versprödet. Wenn er entweicht, wäre seine „wärmende Wirkung“ 12-mal so groß wie die von CO₂.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass wir uns bemühen müssen, die externen Umweltauswirkungen aller unserer Energiesysteme zu verringern. Der „Übergang“ zu Wind, Sonne und Wasserstoff führt jedoch zu einem Anstieg der Energiekosten und einer Verringerung der Zuverlässigkeit sowie zu schwerwiegenden Auswirkungen auf die Ökosysteme, was kontraproduktiv ist und unerwünschte Folgen für die Menschheit hat.

Armut, Frieden, Gesundheit, Bildung und Umwelt sollten unsere höchste Aufmerksamkeit haben, und dafür fehlen uns die Mittel. Wir sollten Investitionen aus den Bereichen Wind, Solar und Wasserstoff und/oder Batterien dorthin umleiten, wo das Geld eine wirklich positive Auswirkung auf unsere Umwelt und unsere Wirtschaft haben wird. Für eine wirklich langfristig nachhaltige, energiedichte Zukunft sollten wir zusätzlich zu mehr Forschung und Entwicklung und Kernspaltung/Fusion in den Bau bzw. die Aufrüstung neuester hocheffizienter Wärmekraftwerke und die Installation moderner Filtersysteme investieren, und zwar weltweit.

Wir brauchen dringend Investitionen in Kraftwerke, Brennstoffe und Raffinerien, um eine lang anhaltende globale Energiekrise mit all ihren Folgen für Leben, Gesundheit und Wohlstand, insbesondere für die Armen, zu vermeiden.

Die ersten Vorboten dieser Energiekrise zeigten sich bereits 2021 vor dem Ukraine-Krieg.

Eine ausführlichere Erklärung zu den in diesem Artikel angesprochenen Themen findet man in unserem kürzlich erschienenen Buch. „Unbequeme Wahrheiten… über Strom und die Energe der Zukunft“, erhältlich auf Amazon über www.unpopular-truth.com.

Eine Liste ausgewählter Referenzen, die belegen, dass die Stromgestehungskosten (LCOE) nicht zum Vergleich von Wind- und Solarenergie mit einsatzfähiger thermischer Stromerzeugung im Netzmaßstab herangezogen werden können, findet man hier.

Anmerkungen:

  1. Die LCOE messen nur die Kosten für Bau, Betrieb und Bereitstellung von Brennstoff (in der Regel inkl. CO₂-Besteuerung) für die Stromerzeugung. Andere Kosten, wie z. B. Netzintegration, Backup/Speicherung, Recycling usw., werden nicht berücksichtigt. Siehe Abbildung 2

  2. Ich sage „mindestens“, weil die Energieverluste der Backup-/Speichersysteme und der kurz- und langfristigen Energiespeicherung möglicherweise zwei Systeme sind.

  3. Die Nutzung von Vermögenswerten kann mit einem Auto erklärt werden. Vergleichen Sie die Gesamtkosten eines Autos wie Kauf, Wartung, Versicherung und Kraftstoff pro Kilometer, wenn Sie es (a) einmal pro Woche für 5 Minuten fahren und (b) wenn Sie es jeden Tag 2 Stunden lang ohne Unterbrechung fahren.

Link: https://www.eurasiareview.com/17012024-the-energy-trilemma-and-the-cost-of-electricity-oped/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE, Übersetzung überarbeitet vom Autor