Der Juliverlauf in anderen Teilen der Welt – Teil 3

Von Josef Kowatsch, Matthias Baritz,

  • Wie von Klimarealisten erwartet weist der Monat Juli in verschiedenen Regionen der Erde einen ganz anderen Verlauf auf als in Deutschland.

In Deutschland: Juli-Erwärmung erst seit 1988 bis 2005: Seit 20 Jahren Stillstand

Abb. 1: Der Juli in Deutschland zeigte ab 1943 erstmals 45 Jahre lang eine Abkühlung. Mit einem kleinen Temperatursprung setzte dann ab 1988 plötzlich die Erwärmung ein, erst seitdem, also seit 1988 wird der Monat deutlich wärmer. Die Erwärmung scheint aber im Jahre 2006 bereits einen Stillstand erreicht zu haben. Seitdem flacht die Trendlinie wieder leicht ab. Man beachte den angeblich so heißen Juli 2026 in Deutschland, wo dieser sich mit 19,5°C einordnet.

Ergebnis Deutschland: Schon diese Grafik der deutschen Temperaturreihen nach Original-DWD-Daten beweist, dass die Behauptung einer starken CO₂-Treibhauserwärmung falsch ist. CO₂ kann nicht 45 Jahre lang im Juli zuerst abkühlend wirken, dann plötzlich aufgeschreckt durch den Weltklimarat einen Temperatursprung erzeugen und anschließend in 38 Jahren eine so starke Weitererwärmung verursachen.

Juli Teil 1 und Teil 2

Der Juliverlauf in anderen Teilen der Welt, zuerst Europa

Beginnen wir mit unserem Nachbarland Österreich:

Abb. 2: Der Juliverlauf in Österreich gleicht sehr stark dem deutschen Juliverlauf. D.h. Die Erwärmung begann 1987 mit einem Temperatursprung und der anschließenden Weitererwärmung. Trotz CO₂-Zunahme gab es davor keine Julierwärmung.

Spanien: der Juli in Südwest- und Westeuropa war heiß

Abb. 3: In Spanien war der Juli ein heißer Monat. Laut Medienrummel eine Jahrhunderthitze mit fast ständig über 45°C. Fakt: Mit 25,4 °C war es genauso warm wie 2022

Das Gegenteil von Westeuropa: Skandinavien, kein besonders heißer Julimonat

Abb. 4a/b: In Skandinavien (und Finnland) war es diesmal ein angenehmer Juli, mit 15,2 (bzw. 15,3) °C jeweils an 21. Stelle der Jahre 1988-2026

Temperatur-Verlauf von Großbritannien seit 1947:

Abb. 5: Großbritannien, also (England, Schottland, Wales, Nordirland) zeigt eine ebenso horizontale Temperaturtrendlinie bis 1987 mit anschließender leichter Erwärmung. Die (grauen) Tageshöchsttemperaturen unterscheiden sich in der Steigung leicht im Vergleich zu den nächtlichen T-Min. Quelle: Met.-Office

Und als Ergänzung der Sonnenscheinverlauf im United Kingdom:

Abb. 6: kaum Änderungen der Sonnenstunden, lediglich ab 1987 auf 1988 erfolgte der Sprung auf ein leicht höheres SSH-Niveau, seitdem leicht zunehmend

Fazit: den heißen Julisommermonat gab es nicht in ganz Europa, sondern nur in Mittel- und Westeuropa. Im Osten und Norden war der Juli normal bis leicht unter dem Schnitt. Der Krieg in der Ukraine fand nicht unter großer Sommerhitze statt, was auch nie gemeldet wurde. Die Medien erwähnten aber auch nie, dass es sich dort um einen normalen Juli handelte.

Andere Erdteile: In Grönland, Juli in Tasiilaq, an der SO-Küste

Information: Tasiilaq ist die größte Stadt an der Ostküste Grönlands und das kulturelle sowie wirtschaftliche Zentrum der Region. Sie liegt auf der Insel Ammassalik am Rande eines Fjords, umgeben von hohen Bergen, und hat knapp 2.000 Einwohner.

Abb. 7: Eine rhythmische Temperaturschwingung, insgesamt wird der Juli seit 130 Jahren jedoch wieder leicht kälter. Der obere Wendepunkt scheint nun erreicht. Und auf die Gesamtzeitbetrachtung ab 1895 ist die Trendlinienformel negativ.

Beachte: Die CO₂-Konzentrationen steigen, aber der Juli wird in der SO-Ecke Grönlands auf dem 65. Breitengrad kälter, auch wenn 2025 und 2026 nochmals recht warm waren. Die Station zeigt eindeutig, dass CO₂ allerhöchstens in homöopathischen versteckten Dosen Am Temperaturverlauf mitwirken kann.

CO₂ ist keinesfalls der Haupttemperaturtreiber, mit welchem man die Temperatur regeln kann, auch nicht in Grönland.

Und noch eine Temperaturgrafik, die die Behauptung widerlegt, die Arktis würde sich um ein Vielfaches schneller erwärmen als der Rest der Welt.

Abb. 8: absolut paralleler Verlauf der Temperaturtrendlinien bei einer leichten mit den heutigen Messmethoden gemessenen Temperaturzunahme. Daten-Quelle: ECMWF ERA5

Wetterstation in Virginia/USA mitten auf dem Land:

Abb. 9: Seit 1977, also seit 50 Jahren hat sich der Juli bei dieser Farm in Virginia mitten auf dem Land fast gar nicht erwärmt. Und der Julischnitt ist dort auf der geographischen Breite von Washington mit 23°C um 4 Grad wärmer als der Juli in Deutschland. Die deutschen Einwanderer der Farm haben sich wohl noch niemals über die Sommerhitze beschwert. Nur in Deutschland vermelden die Medien den Beginn der Klimakatastrophe.

Südhalbkugel, gehen wir zur deutschen Antarktiswetterstation Neumayer.

Beachte, dort ist der Juli ein Hochwintermonat und entspricht etwa unserem Januar. Die Station liegt bereits im Schelfeisbereich. Eine Gefahr, dass das Eis dort abschmelzen könnte ist nicht in Sicht. Man betrachte nur den Schnitt. Im Gegenteil. Der Juli 2026 war deutlich im negativen Bereich und die Trendlinie seit dem Bestehen der Station zeigt, dass es dort immer kälter wird.

In den deutschen Medien wird ständig das Gegenteil erzählt, nämlich die drohende Gefahr einer Eisschmelze an die Wand gemalt – eben Lügenpresse.

Abb. 10a: Der Juli, auf der Südhalbkugel ein Wintermonat, wird bei der DWD Station Neumayer seit 1982 stetig kälter. Laut Trendlinie um 1,2 Grad seit 1982. Daten nach https://www.giss.nasa.gov/

Auf bekannte Daten-Änderungen (Fälschungen) bei GISS möchten wir nebenbei hinweisen, nochmals Neumayer: 

Abb. 10b. Wir haben von Neumayer noch einen älteren GISS-Datensatz, der im Oktober 2022 von Herrn Baritz kopiert worden war. Inzwischen wurde der Datensatz geändert! (manipuliert). Die Vergangenheit wurde kälter gemacht. Temperaturabnahme unten 1,3 K, oben in Abb. 10a nur noch 1,2 K in 43 Jahren.

Abb. 11. Auch auf der anderen Seite der Antarktis ist keine Erwärmung erkennbar, hier am Beispiel der Station Concordia: deutlich stärker fallende Temperaturtrendlinie als bei der Station Neumayer.

Gesamter Südpolarbereich, ab dem 66,5. Breitengrad:

Abb. 12: Juli auf der Südhemisphäre, auf der riesigen Fläche innerhalb des südlichen Wendekreises keine Erwärmung – entgegen diesen Horrormeldungen bzgl. einer Hitzewelle in der Antarktis! Daten-Quelle: ECMWF ERA5

Tatsächlich war ja die Kälte in der Antarktis auch Thema in allen jüngsten Kältereports, zuletzt hier.

Wie wäre es mit einer ‘Kältewelle‘ im Juli in Deutschland? In der nachfolgenden Grafik sind die Tagesdurchschnittstemperaturen von Deutschland (orange) im Vergleich zu den Referenzperioden 1961-1990 (hellblau) 1991-2020 (dunkelblau)

Abb. 13: Vom 19. bis zum 24 Juli hatten wir in Deutschland 6 Tage lang Temperaturen deutlich unter dem Schnitt der kalten Referenzperiode 1961-1990. Hatten wir eine ‘Kältewelle‘, die uns von den ÖR verschwiegen wurde? Eigene Grafik mit Daten von https://www.mtwetter.de/

Was uns wundert: wie kann sich der erfundene Blödsinn von der ständigen Erwärmung der Antarktis nur so zäh in der Lügenpresse halten? Unsere Antwort: Keiner in den Medien verlangt einen Temperaturgrafikverlauf. Nicht einmal von der deutschen Wetterstation. Im Brustton der Überzeugung wird uns das Märchen von der sich erwärmenden Antarktis erzählt.

Alle Grafiken beweisen: Kohlendioxid ist kein weltweiter Temperaturtreiber und schon gar kein Temperaturregler. Schon deshalb, weil es viele Gegenden mit fallenden Temperaturen seit Jahrzehnten gibt.

Abb. 14. Die dreisten Lügen der Treibhauskirche. Schon in Deutschland gibt es keine Korrelation zwischen CO₂-Kurve und Julitemperaturen. Auch in anderen Teilen der Welt können wir keinen Zusammenhang zwischen CO₂-Zunahme und Temperaturverläufen erkennen, zumal viele Regionen der Erde – siehe Antarktis- kälter werden. Kohlendioxid ist kein Haupttemperaturregler.

Weitere Beweise der Nichtwirkung des Treibhauseffektes, die in diesem Artikel nicht näher erklärt wurden, sollen hier nur aufgezählt werden:

  1. Es gibt keinerlei wissenschaftlichen Versuchsnachweis, der die hohe Wirkung der CO₂-Klimasensitivität von 2 bis 5 Grad anzeigt. Bei dieser geringen von 400 auf 800 ppm Verdopplungskonzentration sind die Messungenauigkeiten im Versuch größer als ein mögliches Nachweisergebnis. Nicht einmal 0,5 Grad Klimasensitivität kann im Versuch nachgewiesen werden.
  2. Es gibt keinerlei technische Anwendung des seit 1896 behaupteten hohen Treibhauseffektes. Aus diesem Grund hat auch Einstein dieser CO₂-Erwärmungsvermutung nicht zugestimmt. Albert Einstein said 1917 no to CO radiative warming of the atmosphere” (hier)
  3. Der ungewollte Großversuch bei der Sprengung von Nordstream-Pipeline hat zu tagelang erhöhten Konzentrationen des 50-mal stärkeren Treibhausgases Methan über der Ostsee geführt. Keine Temperaturerhöhungen infolge einer angeblichen Gegenstrahlung oder sonst was konnten festgestellt werden. Im Gegenteil, nach der Sprengung der Pipeline wurde die Luft über der Ostsee sogar kälter.
  4. Gäbe es den hohen CO₂-Erwärmungseffekt, dann wäre die Erde aufgrund des gegenseitigen Hochschaukelns von Temperatur und CO₂-Freisetzung aus den Ozeanen schon längst den Hitzetod gestorben. Unsere Erde wäre eine Sackgasse der Schöpfung gewesen. Dieser Run-away-effekt hat niemals stattgefunden. Allein, dass wir noch leben, beweist die Richtigkeit unserer Aussagen, ermittelt aus den DWD-Messreihen

Klimaschutz durch CO-Einsparung, insbesondere durch technisch teure Maßnahmen wie CO₂ im Boden versenken, aus der Luft extrahieren oder Besprühen der Luft mit Schwebeteilchen sind vollkommen sinnlos. Wichtig wäre ein sinnvoller Naturschutz, der die Naturlandschaften Deutschlands und der Welt erhält. Vor allem der Regenwald in Südamerika und Afrika muss uns erhalten bleiben, denn das sind lebende CO₂-Vernichter und Regulierer.

Merke: Die Erde steht nicht vor dem Hitzekollaps, Klimakillende Treibhausgase, Kipppunkte und dergleichen Blödsinn sind Erfindungen, um uns zu ängstigen. Es handelt sich um ein durchtriebenes und auf Lügen aufgebautes Geschäftsmodell, das nur unser Geld will.

Wir müssen als Naturschützer und Demokraten die unnützen teuren Maßnahmen der Regierung zur angeblichen Klimarettung zurückweisen und deutlich Stellung beziehen.

Macht mit bei der Aktion: „Stoppt die CO₂-Erwärmungslüge“, CO₂ ist kein globaler Temperaturregelknopf.

Matthias Baritz, Naturschützer und Naturwissenschaftler, Josef Kowatsch, Naturbeobachter, Naturschützer und unabhängiger, weil unbezahlter Klimaforscher.

 




Kurzmeldungen aus Klima und Energie – Ausgabe 21 /2026

Meldung vom 23. Juli 2026:

Der Angstmache um den AMOC-Zusammenbruch entgegen treten

Klima-Chaoten warnen weiterhin davor, dass die meridionale Umwälzströmung im Atlantik AMOC – das Strömungssystem, das tropische Wärme in Richtung Europa transportiert – kurz vor einem katastrophalen Zusammenbruch steht.

Ein umfassender Überblick in der Fachzeitschrift „Science“ kommt jedoch zu dem Schluss: „Die Meeresströmung, die Europa erwärmt, ist möglicherweise widerstandsfähiger als angenommen.“

In mehr als zwei Jahrzehnten direkter Messungen konnte bislang kein statistisch signifikanter Rückgang festgestellt werden, der auf die „globale Erwärmung“ zurückzuführen wäre.

Das RAPID-Messnetz verzeichnet seit 2004 Schwankungen zwischen Abschwächung und Erholung (siehe Grafik unten), während das nördliche OSNAP-Messnetz seit Beginn der Beobachtungen im Jahr 2014 keinen Rückgang festgestellt hat:

Graphik: RAPID-Schätzungen zur Stärke der AMOC bei 26,5° N zeigen seit Beginn der Beobachtungen im Jahr 2004 wiederholte Phasen der Abschwächung und Erholung.

Die bisherige Theorie ging davon aus, dass die Erwärmung und das Schmelzwasser aus Grönland den Nordatlantik versalzen, das Absinken von dichtem Wasser verhindern und schließlich die Zirkulation zum Erliegen bringen würden. Die Ozeanographin Susan Lozier sagt, dass dieses vermeintliche Paradigma „nicht mehr haltbar ist“.

Auch neuere Modelle widerlegen diese Weltuntergangsszenarien. Simulationen, bei denen die Temperaturen um 7 °C stiegen ergaben, dass sich die AMOC zwar um etwa 40 % abschwächte, aber dennoch nicht zusammenbrach – und sich wieder erholte, sobald die Erwärmung aufhörte.

Auch die paläoklimatische These verliert an Bedeutung. Neue Sedimentbefunde deuten darauf hin, dass die AMOC möglicherweise selbst während der enormen Süßwasserzuflüsse, die mit dem Ende der letzten Eiszeit einhergingen, nicht zum Erliegen gekommen ist. Die Forscher stellten kaum Veränderungen in ihrer Stärke fest und kamen zu dem Schluss, dass sie sich möglicherweise sogar beschleunigt hat.

Die AMOC kann erheblichen Schwankungen unterliegen und an Stärke verlieren. Der derzeit beobachtete Rückgang ist jedoch statistisch nicht signifikant, steht nicht eindeutig im Zusammenhang mit der leichten Erwärmung seit dem Kleinen Eiszeit (LIA) und erfordert ein weiteres Jahrzehnt an Messungen, bevor sich ein verlässlicher Trend feststellen lässt.

Link: https://electroverse.substack.com/p/andes-under-164-feet-of-snow-as-temperatures?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldung vom 24. Juli 2026:

Zu viele Eisbären

Die Zahl der Eisbären hat in den letzten 60 Jahren dramatisch zugenommen.

In Nunavut heißt es im offiziellen Managementplan, dass der Anstieg dort sowohl durch Beobachtungen der Inuit als auch durch wissenschaftliche Studien zu den Teilpopulationen des Territoriums bestätigt wird. Bären, die früher nur selten gesichtet worden waren, nähern sich nun regelmäßig Siedlungen. Ein Ältester erinnerte sich daran, dass er als Kind keinen einzigen gesehen habe, heute jedoch bis zu 40 pro Jahr.

Die Regierung gibt an, dass die Bestände inzwischen die Zahl überschritten haben, mit der die lokale Bevölkerung sicher koexistieren kann. Ihr Plan sieht ausdrücklich vor, dass die Bärenpopulation „reduziert“ werden darf – was natürlich nicht ganz zur offiziellen Darstellung passt.

Im Juni 2026 evakuierte die Polizei den Sylvia-Grinnell-Territorialpark in der Nähe von Iqaluit, nachdem ein großer Eisbär in der Nähe von Besuchern aufgetaucht war. Wildhüter erschossen ihn. Bei einem separaten Vorfall in Grise Fiord versuchten Beamte wiederholt, einen Bären mit Knallkörpern und Gummigeschossen zu vertreiben. Er kehrte innerhalb von vier Tagen sechs Mal zurück, bevor ein örtlicher Jäger ihn erschoss.

Im August 2024 griffen zwei Eisbären einen Mitarbeiter einer abgelegenen Radarstation auf Brevoort Island an und töteten ihn. Andere Mitarbeiter eilten herbei und erschossen eines der Tiere. Im selben Jahr drang ein Eisbär in die Innenstadt von Kuujjuaq ein, jagte einen Mann in dessen Haus und bewegte sich auf eine Menschenmenge zu. Auch hier erschossen ein örtlicher Jäger und die Polizei das Tier.

Dies sind keine Einzelfälle. In der gesamten Arktis wurden zwischen 2020 und 2025 durchschnittlich 70 Eisbären pro Jahr zur Verteidigung von Leben oder Eigentum getötet.

Die Märchenversion lautet, dass die Eisbären wegen des Klimawandels verschwinden.

In Wirklichkeit müssen Behörden und Anwohner sie erschießen, weil es zu viele von ihnen gibt.

Link: https://electroverse.substack.com/p/greenland-adds-more-summer-mass-freeze?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 13. August 2026:

Great Barrier Reef: Die fünf besten Jahre seit Beginn der Aufzeichnungen

Das Great Barrier Reef hat erneut ein starkes Jahr hinter sich: Im Norden und im Zentrum erholt sich die Korallenbedeckung, während sie im Süden weitgehend stabil bleibt.

Die neue Erhebung des Australian Institute of Marine Science für den Zeitraum 2025–26, veröffentlicht am 11. August, umfasste 121 Riffe.

Die Hartkorallenbedeckung im nördlichen Teil des Great Barrier Reef stieg von 30 % auf 35,1 %, während sie im zentralen Teil von 28,6 % auf 31,6 % zunahm. Im südlichen Teil des Great Barrier Reef ging sie geringfügig von 26,9 % auf 26,4 % zurück – eine Veränderung, die laut AIMS innerhalb der Fehlermarge liegt.

Von den 121 Riffen verzeichneten nur 16 % einen Rückgang der Korallenbedeckung, bei 56 % gab es keine Nettoveränderung und bei 28 % war ein Anstieg zu verzeichnen.

Laut AIMS deuten die Ergebnisse auf den Beginn einer Erholung von einem Bleicheereignis im Jahr 2024 hin; die Behörde fügt hinzu, dass Bleicheereignisse „nicht immer zum Absterben der Korallen führen“ – eine Aussage, die es niemals in den „Guardian“ schaffen wird.

Noch unbequemer ist, dass AIMS einst neben seinen regionalen Zahlen eine einzige, das gesamte Riff umfassende Zeitreihe zur Korallenbedeckung veröffentlichte. Heute berichtet die Behörde getrennt über die nördliche, zentrale und südliche Region. Wir können diese ältere Zeitreihe jedoch anhand der drei aktuellen regionalen Datensätze von AIMS fortsetzen, und dabei zeigt sich, dass die Jahre 2022 bis 2026 die fünf höchsten Werte seit Beginn der Aufzeichnungen zeigen:

Bereits im Jahr 2014 veröffentlichte „The Guardian“ den Artikel „Das Great Barrier Reef: ein Nachruf“, in dem davor gewarnt wurde, dass die Lage „dramatisch“ sei und die Emissionen radikal und schnell gesenkt werden müssten, damit das Riff überleben könne.

Zwölf Jahre später ist das Riff nicht nur immer noch da, sondern es gedeiht sogar prächtig.

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Die Zensurpraktiken des britischen Klima-Ausschusses

Laut der ehemaligen Energieministerin Claire Coutinho hat der offizielle Klimaberater Großbritanniens versucht, Kritik an seinen Kostenannahmen für Offshore-Windenergie im Keim zu ersticken.

Coutinho, konservative Abgeordnete für East Surrey und derzeitige Schattenministerin für Energiesicherheit und Netto-Null, erhob diesen Vorwurf kürzlich in einem Interview mit der „Free Speech Union“: „Sie haben versucht, mich zum Schweigen zu bringen. Das war unglaublich“, sagte sie.

Im Mittelpunkt der Auseinandersetzung stand das Climate Change Committee (CCC), das gesetzlich eingesetzte Gremium, dessen Empfehlungen die britische Klima- und Energiepolitik mitbestimmen.

In seinem siebten Kohlenstoffbudget ging das CCC davon aus, dass Offshore-Windenergie im Jahr 2030 etwa 38 £/MWh kosten würde. Coutinho wies auf einen unbequemen Vergleich mit der Realität hin: Bei der „Contracts for Difference“-Auktion der Regierung wurden im Jahr 2024 feste Preise für Offshore-Windenergie von rund 82 £/MWh vergeben – mehr als doppelt so viel wie der vom CCC genannte Wert.

Coutinho wandte sich schriftlich an den Ausschuss und fragte, wie diese Diskrepanz zu rechtfertigen sei. Die Antwort des CCC lautete, dass die beiden Zahlen unterschiedliche Größen messen: Der Wert von 38 £ sei eine prognostizierte Stromgestehungskosten (LCOE), während die CfD-Ausübungspreise garantierte Vertragseinnahmen seien, die unterschiedliche Risiken, Bedingungen und politische Erwägungen berücksichtigen.

Auch wenn diese Unterscheidung technisch gesehen legitim ist, war Coutinhos Kritik weitreichender: Die tatsächlichen Kosten für den Bau von Offshore-Windparks entwickelten sich eindeutig in die falsche Richtung, während offizielle Modelle weiterhin spektakulär günstigen Strom prognostizierten. Laut Coutinho beschwerte sich das CCC bei „The Telegraph“ und forderte Änderungen, als sie dieses Argument anschließend in einem Artikel vorbrachte.

Sie weigerte sich, nachzugeben.

Einige Monate später gaben dann die Zahlen der Regierung selbst Coutinho Recht.

Im Januar 2026 bezifferte DESNZ die Kosten für feststehende Offshore-Windkraft im Jahr 2030 auf etwa 103 £/MWh – im Gegensatz zur Annahme der CCC von 38 £/MWh. Bei beiden handelte es sich nun um Schätzungen der Stromgestehungskosten, was die frühere Verteidigung der CCC widerlegte, Coutinho habe unvergleichbare Zahlen miteinander verglichen.

Die zugrunde liegende Untersuchung von DESNZ bezifferte zudem die aktuellen LCOE für Offshore-Windenergie auf 88,50 £/MWh, was mehr als dem Doppelten der vorherigen Schätzung entspricht.

„Anstatt … herauszufinden, ob es stimmte“, sagte sie, „war ihr erster Impuls, eine demokratisch gewählte Politikerin zum Schweigen zu bringen.“ Coutinho fragte sich daraufhin, ob die CCC häufig Personen zensiere, und reichte daher einen Antrag auf Informationsfreiheit ein, um dies herauszufinden. „Das tun sie“, sagte sie. „Und das ist nicht ihre Aufgabe. Ihre Aufgabe ist es, die Regierung zu beraten, nicht herumzulaufen und Leute zu zensieren.“

Link: https://electroverse.substack.com/p/rare-snow-sweeps-south-africa-early?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Eine Meldung vom 14. August 2026:

Die weltweite Brandfläche erreicht 2026 einen Rekord-Tiefstand

Bis zum 12. August lag die weltweit von Bränden betroffene Fläche im Jahr 2026 unter den Werten aller Jahre im Satellitenaufzeichnungszeitraum 2012–2025 – etwa 42 % unter dem Durchschnitt dieses Zeitraums.

Die Daten stammen aus dem Global Wildfire Information System (GWIS) der EU, das auf MODIS/VIIRS-Satellitenbeobachtungen basiert.

Lokale Katastrophen ändern nichts an diesem globalen Gesamtbild.

Link: https://electroverse.substack.com/p/russian-cold-breaks-records-snow?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Deutschland und Europa im Griff der Klimaapokalypse – Der Weltuntergang ist nah, wenn wir nicht sofort gegensteuern – Teil 3

Teil 3: Die Wahrheit liegt in der Naturphysik und nicht der Klimareligion

Raimund Leistenschneider

Des weiteren wurde bereits erwähnt (vor Abb.16), dass ein starker Sonnensturm, wie wir ihn 2026 öfters hatten (siehe beispielhaft Spektrum der Wissenschaft von 04/2026 oder Max Planck Gesellschaft vom 16. Juni 2026 (beides unter Abb.12) Einfluss auf geladene Aerosole hat und in der Lage ist, diese räumlich zu beeinflussen. Gleiches gilt übrigens auch für die HCS. Wie nicht anders zu erwarten, ist wieder die Physik „an allem schuld“, und der Zusammenhang wird in den Maxwell-Gleichungen beschrieben.

Neben den im Abb.17 und Abb.18 gezeigten Erwärmungsgründen ist natürlich die erhöhte Sonnenscheindauer, die Deutschland (und Europa) in 2026 verzeichnen, ein weiterer Grund für die aktuell gemessene Temperatursituation. Der Autor hat in seinem Bericht „Klimaschwindel bei DWD, ZDF und Co. – oder: wie Öffentlichkeit und Politik getäuscht werden (1)“ dargelegt, wie eine erhöhte Sonnenscheindauer rechnerisch den Strahlungsantrieb und damit die Temperaturen erhöht.

4. Zwischenergebnis

Die erhöhte Sonnenscheindauer ist ein maßgeblicher „Akteur“ des Temperaturanstiegs.

Abb.24, Kowatsch & Baritz nach Daten des Deutschen Wetterdienstes (DWD), Quelle, zeigt deutlich, dass die erhöhte Sonnenscheindauer in Deutschland für den Temperaturanstieg der letzten Jahrzehnte in Deutschland verantwortlich ist. Was nicht nur in Deutschland gilt (Abb.25).

Abb.25 zeigt die Zunahme der Temperatur in Großbritannien und die Sonnenscheindauer über die letzten 140 Jahre. Die Abb. spricht für sich.

Aber was macht denn jetzt den Sommer in 2026 so einzigartig in Punkto Temperatur/Sonnenscheindauer und Trockenheit? Die gezeigten Charts und Argumente sind stichhaltig, aber erklären nicht die Frage, denn die darin genannte Argumentationen lassen sich auch in früheren solaren Aktivitäten finden. Nun, die Einzigartigkeit und Erklärung geht aus Abb.26 hervor. Die Antwort ist die HCS der Sonne und mit ihr dessen turbulenter Sonnenwind und ihres Magnetfeldes (Abb. 14).

Abb.26, ergänzt nach Quelle: Stanford University zeigt die HCS (dessen Parameter, genannt „Tilt Angle“) der letzten 50 Jahre, bis Ende 2025. Während der Parameter der HCS prinzipiell der solaren Aktivität folgt und jeweils eine Spitze ausbildet, wie wir dies z.B. von dem klassischen Sonnenzyklus (Abb. 5 Teil 1; Link siehe oben) kennen, hat die HCS aktuell die Form eines Sattels eingenommen. Sie verharrt „dauerhaft“ auf ihrem Maximum. Was wiederum bedeutet, dass mit der HCS, das Magnetfeld der Sonne und mit ihm der Sonnenwind „Outperformances“ sind. Deren Wechselwirkungen mit der Bz-Komponente des Erdmagnetfeldes sind besonders stark sind in 2026!

Die Sonne ist nicht etwa „kalt“, sondern gut 20 Jahre nach dem Maximum im Hauptsonnenzyklus, dem im Mittel 208-jährigen Suess-de Vries-Zyklus’, nach wie vor sehr aktiv.

Ergebnis

Wie in der Wissenschaft nicht anders zu erwarten, ist die Antwort komplex und kann nicht durch einen einzigen „Mitspieler“ gegeben werden, sondern eine Mehrzahl „Mitspieler“ sind für den jetzigen vglw. trockenen Sommer in Deutschland und Europa verantwortlich.

Das Barycentrum (Masseschwerpunkt des Sonnensystems) befindet sich in 2026 deutlich außerhalb der Sonne, wodurch der Sonnendynamo zusätzlich angetrieben wird, da durch die Schwerkraft des Planetensystems die Plasmamassen in der Sonne verstärkt angetrieben werden.

– in 2026 haben die Sonnenstunden (in Deutschland) abermals zugenommen (Abb.27). Siehe auch hier „Die Sonne machte … Überstunden“ oder hier. Nun ist es eine Binsenweisheit, dass es in der Sonne (bei Sonnenschein) wärmer ist als bei einem bewölkten Himmel.

Abb.27, Quelle: Statista, zeigt die Sonnenstunden in Deutschland zum vieljährigen Mittel der aktuellen Klimanormalperiode (1991–2020).

– Die Schwächung der Bz-Komponente des Erdmagnetfeldes durch starke solare Aktivität im Sonnenwind, bzw. einem starken, wechselhaften Sonnenmagnetfeld, steht in direktem Zusammenhang der Wolkenbedeckung und damit der Trockenheit.

– Hierzu kommt eine Schwächung der kosmischen Strahlung, die nach Svensmark die Bildung el. geladener Aerosolpatikel verstärkt. Ist die kosmische Strahlung geringer, entstehen weniger el. geladene Aerosolpartikel, die 10-mal effektiver bei der Wolkenbildung sind als ungeladene.

Abb.28, Quelle: Stanford University zeigt den Rückgang bei Regen während einem Forbush-Ereignis (DuringForbush GCR decrease).

Ein Forbush-Ereignis ist ein plötzlicher Abfall der kosmischen Strahlung wegen plötzlich auftretender starker Sonnenaktivität, da durch die erhöhte Sonnenaktivität, der Sonnenwind die kosmische Strahlung von der Erde ablenkt. Deutlich zeigt sich, dass die Niederschlagsmenge stark zurückgeht, was darauf zurückzuführen ist, dass weniger elektrisch geladene Aerosole für Regentropfen zur Verfügung stehen.

Anmerkung: Auch dieser Link und dieses Beleg für natürliche Ursachen wurde zwischenzeitlich aus dem Netz gelöscht!

Die Einzigartigkeit, Meldungen wie diese: „Juni und Juli waren in Westeuropa so warm wie noch nie“ liegt in der seit Messbeginn noch nie da gewesenen (turbulenten) Aktivität der Heliosphärischen Stromschicht der Sonne (HCS), die mit den ihr verbundenen (turbulenten) Magnetfelder der Sonne über die Bz-Komponente des Erdmagnetfeldes, unser aktuelles Wettergeschehen maßgeblich beeinflusst.

– Auch der El- Niño hat Auswirkungen, wie noch gezeigt wird.

Mit den Auswirkungen einzelner Punkte, beschäftigt sich übrigens ein ganzes Wissenschaftsgebiet: Weltraumwetter.

Wie geht es nun mit der aktuellen Hitze und der Trockenheit in unseren Regionen weiter? Der Autor ist kein Prophet und Wissenschaft hat nichts mit „Glaskugel“ zu tun. Allerdinges rechnen Fachleute mit einem baldigen (Anmerkung: Wohl Anfang September) Umschwung des Wettergeschehens. Dies schon deshalb, weil sich wegen der Neigung der Erdachse die Nordhalbkugel mehr und mehr von der Sonne wegbewegt.

Einen wichtigen (Ergebnis-)Punkt hat der Artikel noch nicht genannt.

– Es ist der Jetstream. Genauer gesagt, der Polarfrontjet (PFJ), der genau über Deutschland verläuft.

Der Jetstream umweht den Globus auf beiden Hemisphären in mittleren Breiten von West nach Ost. Die Strömung ist allerdings fast nie Breitenkreis-parallel, sondern mäandriert mehr oder weniger stark. Es entstehen Tröge und Keile. Tröge sind durch kalte, Keile durch warme Luft gekennzeichnet. Ein Hochdruckgebiet am Boden findet sich unter einem Keil, aber etwas zum Trog hin verschoben.

Mitunter kommt es vor, dass eine Mäandrierung besonders stark ausgeprägt ist und sogar einige Zeit stabil bleibt. Dies bewirkt längere Zeit eine Strömung von Nord nach Süd bzw. von Süd nach Nord. Entsprechend stellen sich in den jeweiligen Gebieten in der Regel beachtliche Temperatur-Anomalien ein. Die gegenwärtige, jetzt aber wohl zu Ende gehende Hitzewelle ist einem solchen Strömungsmuster geschuldet.

Um es vorweg zu nehmen: Was wir heute an „Extremwetter“ erleben ist nichts Extremes, sondern das „normale“ Wettergeschehen nach einem Maximum im Hauptsonnenzyklus (wird noch gezeigt). Der Grund dafür war um 1800, wie auch heute, der Jetstream, und alles beruht auf physikalischen Gesetzen. Mit Verbrennungsmotoren oder mit Kohlekraftwerken oder einem menschengemachten Klimawandel und sog. Treibhausgasen hat dies rein gar nichts zu tun. Was ist also ein Jetstream?

Durch das Temperaturgefälle zwischen Äquator und den Polen sowie der Erddrehung bildet sich auch ein Luftdruck-Gefälle mit darin enthaltenen Luftströmungen aus. Die bekanntesten sind wohl die Passatwinde. In den Bereichen mit den stärksten Temperaturgegensätzen ist auch das Druckgefälle am höchsten mit der Folge hoher Windgeschwindigkeiten (bis 500km/h und mehr; Abb. 29) vorherrschen.

Dass sich um den gesamten Globus ziehende geschlossene Wellenband weist mehr oder weniger starke Mäander auf, die man als planetarische Wellen oder Rossby-Wellen bezeichnet (Abb.29). Diese Wellen sorgen für den Ausgleich zwischen Kaltluft und Warmluft dergestalt, dass in den Trögen (Wellentälern) Kaltluft in wärmere und in den Keilen (Wellenberge) Warmluft in kältere Gebiete strömt. Beim Aufeinandertreffen von Kalt- und Warmluft wird letztere gehoben, was zu Wolken- und Niederschlagsbildung führt. Wegen des viel höheren Druck- und Temperaturgegensatzes im Winter ist der Jetstream dann am stärksten ausgeprägt.

Abb.29 zeigt bildhaft die Wärmepumpe (vom Äquator zum Pol, Wärme fließt immer von warm nach kalt) und die damit verbundenen Druckunterschiede, basieren auf der unterschiedlichen Sonneneinstrahlung am Äquator und an den Polen, welche durch die Lage der Erdachse und den Breitengrad, also dem Winkel der Sonneneinstrahlung, verursacht wird, sowie die sich ausbildenden Luftströme. Hierdurch bedingt ist auch die Wärmeabstrahlung von der Erde, die die Luftmassen ebenfalls antreibt, nicht gleichmäßig verteilt. Die Erde nimmt also in den Tropen mehr Energie auf, als sie abgibt und gibt in den polaren Gebieten mehr Energie ab, als sie aufnimmt. Deswegen muss es einen Energieaustausch zwischen den Tropen und den Polen geben, der das globale Wettergeschehen antreibt.

Für unser Wetter und unsere Breiten spielt der Polarfrontjet (PFJ, Abb.30 rechts) eine wichtige Rolle. So verlaufen die Zugbahnen starker Tiefdruckgebiete (Orkanwirbel) entlang seiner Ausbildung. Er hält die kalte Polarluft von Deutschland fern, weil kein direkter Austausch zwischen Nord und Süd stattfindet. Der PFJ hat eine wellenförmige Form und verläuft, wie bereits geschrieben, um den ganzen Globus. Er bildet die barokline Übergangszone zwischen Warm- und Kaltluft. Da Wind nichts anders als von Molekülen übertragene Energie ist, kann eine Energie minderer Intensität, keine Energie höherer Intensität von sich aus überwinden.

Der Polarfrontjet (PFJ) steuert die „planetarische Frontalzone“ (hier treffen tropische und polare Luftmassen aufeinander, was sich in einem unruhigen Wettergeschehen widerspiegelt) der gemäßigten Breiten. Es handelt sich primär um die Steuerung der Hoch- und Tiefdruckgebiete. Er ist damit für unser Wetter maßgeblich. Seine Lage schwankt zwischen 30° und 70° N bzw. Süd. Er mäandriert stark (in Abhängigkeit von positiver bzw. negativer AO/NAO und verläuft geschlossen um den Globus.

Abb.30: Aufgrund der Erdrotation befinden wir uns in unseren Breiten in einer Westwindzone zwischen (sub-)polarer Luft und (sub-)tropischer Luft. Da die Strömung nicht glatt ist, sondern mäandriert, kommt es zu Wellenbergen und Tälern, an denen sich Wirbel bilden – die Hoch- und Tiefdruckgebiete. Die Abbildungen zeigen, dass sich südlich des Jetstream (Jetstreamschlinge) ein Hoch ausbildet und nördlich davon ein Tief. Die jeweilige Stärke des Tiefs oder Hochs ist sowohl abhängig von der Stärke des Jetstreams als auch von der Ausprägung seiner Mäander. Die rechte Abbildung zeigt den Verlauf der Hoch- und Tiefdruckgebiete entlang des Polarfrontjet auf der Nordhalbkugel. Wegen ihres globalen Auftretens spricht man fachlich von Planetarischen Wellen oder Rossby-Wellen.

Die Erdrotation, auf der die Corioliskraft beruht, hat in Äquatornähe immerhin eine Geschwindigkeit von 1.667km/h in Bezug zum Weltall, erreicht also „Überschallgeschwindigkeit“. Seine Lage ist abhängig vom Energieinhalt der Atmosphäre und variiert daher, sowohl über die Jahreszeiten, als auch mit der solaren Aktivität (steuert die AO/NAO).

Die Mäander oder Wellen des PFJ bewegen sich von West nach Ost, und zwar umso schneller, je mehr Wellen in dem globalen Band vorhanden sind (d. h. je kürzer die Wellenlänge). Ist der Anteil der kurzen Wellen gering, dominieren die langen Wellen, was dazu führt, dass eine bestimmte Wellenkonfiguration auch mal längere Zeit konstant gehalten wird. Dies ist in diesem Sommer über Mitteleuropa der Fall. Abb.30 zeigt deutlich die Wellenform. Die Windrichtungen folgen der Wellenform des PFJ. Je nachdem, welche Lage sein Trog über Deutschland gerade einnimmt, lenkt er einmal Warmluft aus südlichen Breiten in unsere Zonen und einmal Kaltluft (Abb.31). Und je nachdem, wie schnell oder langsam er ostwärts zieht, wechselt sich warmes und kälteres Wetter über Deutschland ab, wobei die Temperaturwechsel jeweils deutlich ausfallen, da sich im Sommer heiße Mittelmeerluft (oder gar aus der Sahara), mit kühler Luft aus nördlichen Breiten abwechselt.

Abb.31 zeigt schematisch, wie Deutschland, je nach Lage der Wellentäler einmal im Bereich der kalten Nord Luft (links) und dann im Bereich warmer Luft vom Mittelmeer oder gar Nordafrika liegt. Jetzt wird auch verständlich, warum in den letzten Tagen Norddeutschland kühleres Wetter hatte als in Mittel- und Süddeutschland.

Abb.32 zeigt eine Momentaufnahme des PFJ und der Verteilung von Kalt und Warmluft, sowie die jeweiligen Windrichtungen, Quelle: John Mason. Alles, was sich südlich des Jets befindet, hat (im Sommer) mediterranes Klima. Die Ausbildung der Tröge (d. h. wie weit diese nach Süden reichen) ist abhängig von der zonalen Windgeschwindigkeit. Ist diese schwach, so mäandriert der Jet stark und reicht bis nach Südspanien oder sogar nach Nordafrika. Sehr heiße Luft, wie derzeit, kann dann in unsere Breiten fließen und sogar bis in nördliche Breiten.

Es ist also der PFJ, der dafür verantwortlich ist, dass gegenwärtig besonders warme Luft aus dem Süden Europas zu uns strömt und sich vglw. heißes und kühleres Wetter abwechseln. Da seine planetarische Welle gegenwärtig „ortsfest“ ist, erreichen uns dauerhaft hohe Temperaturen, da sein damit verbundenes Hoch stabil ist.

Teil 4: Die Klimakatastrophe hat ausgedient, in Kürze

Raimund Leistenschneider – EIKE

 




Kältereport Nr. 33 /2026

Vorbemerkung: Wie es aussieht, macht sich die extrem kalte Antarktis auf der Südhemisphäre immer wieder bemerkbar. Aber auch die Kälte in der Arktis erzeugt Spuren, erfolgte doch um den 12 August ein Vorstoß von Meeresluft arktischen Ursprungs bis nach Nordostdeutschland – mitten in der „Hitzewelle“.

Die Schlagzeilen der Woche

Russland: Immer neue Kälterekorde

Innere Arktis: 46 neue Kälterekorde innerhalb von 41 Tagen

Südamerika: Extreme Kälte im Süden des Kontinents

Australien: Intensiver Kaltluftvorstoß aus der Antarktis

Patagonien, Südamerika: Anhaltender Frost

Südafrika: seltener Schneefall

Russland: Weitere Kälterekorde gebrochen

Anden, Südamerika: Rekord- Schneefälle

Eine Meldung vom 10. August 2026:

Russland: Immer neue Kälterekorde

Arktische Kälte hat den russischen Fernen Osten und Jakutien erfasst und am Wochenende mindestens 17 Tageskälterekorde gebrochen, allein am Sonnabend acht.

In Talon sank die Temperatur auf 2,7 °C und unterbot damit den Rekord vom 8. August 1971 von 3 °C.

Im Gebiet Amur sank die Temperatur in Tschernjajewo auf 6,2 °C und unterbot damit den Wert von 6,9 °C aus dem Jahr 1947, während in Norsk 3,3 °C gemessen wurden, was den ebenfalls aus dem Jahr 1947 stammenden Rekordwert von 3,9 °C übertraf.

Blagoweschtschensk verzeichnete 9,8 °C und übertraf damit einen Rekord, der seit 1902 Bestand hatte (die Aufzeichnungen reichen hier bis ins Jahr 1881 zurück).

In Arkhara sank die Temperatur auf 6,2 °C und übertraf damit die 6,3 °C aus dem Jahr 1964.

In Jekaterino-Nikolskoye wurden 9,4 °C gemessen, womit die 10,3 °C aus dem Jahr 1947 unterboten wurden.

In der Region Primorsk sank die Temperatur in Pogranichny auf 10,1 °C und unterbot damit den Wert von 10,8 °C aus dem Jahr 1992, während Sviyagino 9 °C erreichte und damit unter dem bisherigen Rekordwert von 9,5 °C aus dem Jahr 1992 blieb.

Am Sonntag wurden weitere neun Rekorde gebrochen.

Hier werden noch diverse weitere Orte aufgeführt mit neuen Tiefstwerten der Temperatur.

Jekaterino-Nikolskoye, Pogranichny und Sviyagino brachen alle am zweiten Morgen in Folge die täglichen Kälterekorde.

Lokale Berichte beschrieben den Kälteeinbruch als ungewöhnlich heftig für die Hundstage des Sommers; im Raum Magadan wurde von Schnee und Eisregen berichtet, während frühe Fröste im Gebiet Amur anderen Berichten zufolge Ernteausfälle verursachten.

Die Rekorde sind besonders bemerkenswert angesichts der langen Messreihen der einzelnen Stationen. Die täglichen Messreihen reichen in Blagoweschtschensk bis ins Jahr 1881 zurück, in Werchojansk bis 1885, in Wladiwostok bis 1884, in Pogranitschny bis 1902 und in Timirjasewski bis 1911.

Die Kälte hielt bis in den Montag hinein an.

Link: https://electroverse.substack.com/p/cold-records-fall-in-russia-earth?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 11. August 2026:

Die Hocharktis hat eine außergewöhnliche Sommerkältewelle erlebt; Daten des DMI zeigen, dass an 36 der 41 Tage vom 1. Juli bis zum 10. August Rekordtiefwerte bei den Tagesmittelwerten verzeichnet wurden.

Eine vollständige Überprüfung des DMI-Archivs für >80°N – bei der jedes Datum im Jahr 2026 mit dem entsprechenden Kalendertag in jedem verfügbaren Vorjahreszeitraum bis zurück ins Jahr 1958 verglichen worden war – ergab lediglich fünf Tage ohne Rekord: den 1. Juli, den 22. Juli, den 4. August, den 8. August und den 10. August.

Das bedeutet, dass in 88 % dieses Zeitraums ein Tageskälterekord aufgestellt wurde.

Die erste Serie erstreckte sich über 20 aufeinanderfolgende Tage, vom 2. bis zum 21. Juli.

Es folgten weitere 12 Rekorde in Folge vom 23. Juli bis zum 3. August.

Besonders bemerkenswert war der 26. Juli mit einem Durchschnitt von -0,347 °C – dem niedrigsten Tagesmittelwert im Juli in der gesamten DMI-Aufzeichnungsgeschichte.

Der 9. August lag bei -0,590 °C – dem niedrigsten sommerlichen Tagesmittelwert in der gesamten Reihe (1. Juli bis 10. August).

Zudem lagen alle 41 Tage unter dem DMI-Durchschnitt der Jahre 1958–2002 (für das jeweilige Datum).

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Südamerika: Extreme Kälte im Süden des Kontinents

Diese Woche fegt erneut eine Kältewelle über Patagonien hinweg und bringt nach den tiefen Temperaturen der vergangenen Wochen erneut starken Schneefall in Argentinien und strengen Frost im Süden Chiles.

Schnee und Eis legten am Montag, dem 10. August, Neuquén und Río Negro erneut lahm und führten zur Sperrung von Abschnitten der Route 40 sowie zur Schließung von Schulen in Villa La Angostura, San Martín de los Andes, Junín de los Andes, Zapala und der Region Bariloche.

Dies folgte auf den Sturm der vergangenen Woche, bei dem rund 1.200 Lkw nahe der chilenischen Grenze festsaßen, da die hohe Schneedecke, Eis und Whiteout-Bedingungen die Gebirgspässe unpassierbar machten.

Für die kommenden Tage wird in Bariloche bis Dienstag weiterer Schneefall von 30 cm vorhergesagt, in höheren Lagen sogar noch mehr.

Auf der anderen Seite der Anden ist es diesmal jedoch die Kälte, die besonders auffällt.

Chiles offizielles DMC-Netzwerk verzeichnete am Montag in Coyhaique -9,2 °C und in Balmaceda sogar brutale -17,5 °C, wo die Temperatur den ganzen Tag über nicht über den Gefrierpunkt stieg. Die -17,5 °C in Balmaceda lagen nur knapp unter dem im August 1975 aufgestellten Rekordwert.

Temperatur-Anomalien am 10. August nach GFS [tropicaltidbits.com]

In der Umgebung von Bariloche wird voraussichtlich bis Mittwoch Schnee liegen bleiben, wobei die Höchsttemperaturen bei knapp -1 °C liegen werden, bevor der aufklarende Himmel am Donnerstagmorgen einen Temperatursturz auf -6 °C ermöglicht. Weiter südlich wird für Magallanes im Laufe dieser Woche eine Verschärfung der Kältewelle vorhergesagt, wobei die Temperaturen in Puerto Natales auf -5 °C und in Torres del Paine auf etwa -4 °C sinken werden.

Link:https://electroverse.substack.com/p/high-arctic-sets-36-cold-records?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 12. August 2026:

Australien: Intensiver Kaltluftvorstoß aus der Antarktis

Ein heftiger Kälteeinbruch aus der Polarregion hat Südaustralien erfasst und im Westen für die niedrigsten Temperaturen seit fast einem Jahrzehnt sowie frischen, starken Schneefall in den australischen Alpen gesorgt.

In Perth sank die Temperatur am Dienstagmorgen auf 2,5 °C – der tiefste August-Wert seit neun Jahren.

In Bunbury sank die Temperatur auf 0,8 °C – der kälteste Augustmorgen seit zehn Jahren; in Pearce wurden 1,5 °C gemessen, der niedrigste Wert für diesen Monat seit elf Jahren; während die Temperatur in York auf -1 °C fiel.

Die Kaltluft breitete sich anschließend nach Osten aus und brachte weitere Schneefälle in den Alpen mit sich.

Am Mt Hotham fielen innerhalb von 24 Stunden 13 cm und in der vergangenen Woche insgesamt 31 cm.

Auch in Perisher fielen in sieben Tagen 31 cm, während in Thredbo in der Nacht zum Dienstag weiterer Schnee hinzukam, da auf den höheren Gipfeln weiterhin Frost herrschte.

In Spencers Creek gab es am 1. Juli keinen messbaren Schnee – erst das zweite Mal seit Beginn der Aufzeichnungen. Doch nun, am 12. August, ist die Schneehöhe wieder auf 96 cm gestiegen und übertrifft damit bereits einige Höchstwerte der gesamten Saison, darunter die der Jahre 1982 und 2006.

Der australische Winter hat in den dortigen Alpen eine beeindruckende Wende vollzogen.

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Patagonien, Südamerika: Anhaltender Frost

Die extreme Kälte im Süden Südamerikas will einfach nicht nachlassen – in Patagonien sind die Temperaturen erneut weit unter den Gefrierpunkt gesunken.

Mindestens 15 argentinische Städte verzeichneten am Dienstag zwischen 8 und 9 Uhr morgens Temperaturen unter dem Gefrierpunkt, darunter Santa Cruz, Chubut, Mendoza, Río Negro, La Pampa und Buenos Aires.

Der SMN hielt in acht Provinzen Warnungen vor extremer Kälte aufrecht.

Jenseits der Anden war die chilenische Region Aysén von noch stärkerer Kälte betroffen.

Nachdem die Temperatur in Balmaceda am 10. August auf -17,5 °C gesunken war – eine der tiefsten Augusttemperaturen in der Geschichte der Messstation – sank die Temperatur in Coyhaique am 11. August auf -10,3 °C – knapp unter dem Allzeit-Tiefstwert der Station vom 7. August 1975 (Aufzeichnungen seit 1952).

Die Kälte übertraf die Erwartungen von DMC bei weitem, war man doch dort von -7 °C bis -3 °C ausgegangen.

Der Frost hielt bis Anfang August 2012 an, wobei das Live-Netzwerk von DMC Werte deutlich unter dem Gefrierpunkt anzeigte.

Der Süden Chiles und Argentiniens wurden in den letzten Wochen wiederholt von Schnee und starkem Frost heimgesucht.

Link: https://electroverse.substack.com/p/antarctic-chill-sweeps-australia?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Extrem-Temperaturen in Nordostdeutschland

Der in der Vorbemerkung genannte Vorstoß arktischer Meeresluft bis nach Nordostdeutschland ist in der Tat im Hochsommer ein sehr seltener Vorgang. Meist bleibt von so etwas nur die etwas mildere subpolare (subarktische) Variante übrig. Mitten in dem permanenten Geschrei um die Hitzewelle in Europa soll hier nicht unerwähnt bleiben, dass der Vorgang ebenfalls Extrem-Temperaturen zur Folge hat, jedoch mit umgekehrtem Vorzeichen (stellenweise gab es geringen Bodenfrost). Die Verteilung der Tiefsttemperatur am Boden (= 5 cm über dem Boden) sah am Morgen des 12. August so aus:

Tiefsttemperatur am Erdboden in der Nacht zum 12. August 2026 (Quelle: wetterzentrale.de)

Hat man davon in den MSM irgendetwas gelesen? Ich nicht!

Der Vollständigkeit halber hier die Darstellung im 850-hPa-Niveau:

Wetterlage im 850-hPa-Niveau vom 12. August 2026 um 00 UTC (= 02 Uhr MESZ; Quelle: Berliner Wetterkarte e. V.)

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Eine Meldung vom 13. August 2026:

Südafrika: seltener Schneefall

Ein heftiger Wintersturm hat Südafrika heimgesucht, Straßen im Hochland unter Schnee begraben, Autofahrer stranden und die Tagestemperaturen auf Rekord-Tiefstwerte sinken lassen.

Am 10. und 11. August traf es das Ostkap am stärksten, woraufhin der SAWS eine Schneewarnung der Stufe 6 – auf seiner Skala von 1 bis 10 – herausgab, wobei für Teile des Hochlands Schneehöhen von 35 cm vorhergesagt wurden.

Tatsächlich fiel starker Schnee in Barkly East, Rhodes, Mount Fletcher, Matatiele und der Grenzregion zu Lesotho, wodurch die Pässe Penhoek, Barkly, Boesmanshoek, Lootsberg und Wapadsberg gesperrt wurden. Autofahrer gerieten in der Nähe des Barkly-Passes in die Schneefalle und mussten gerettet werden.

Der Schnee breitete sich auch bis nach KwaZulu-Natal aus und betraf Underberg, Kokstad, die Nottingham Road, Impendle und den südlichen Teil der Drakensberge.

Selbst in Gauteng fiel Schnee, unter anderem in Johannesburg selbst sowie in der Umgebung von Germiston und Bedfordview. Vor den Schneefällen dieser Woche war in Johannesburg zuvor nur in den Jahren 1956, 1962, 1964, 1981, 2007, 2012 und 2023 Schnee gefallen.

Africa First berichtet: „Schnee wird nun zu einem jährlichen Phänomen im Land und erreicht sogar Orte, an denen es zuvor noch nie Schneefall und so kaltes Wetter gegeben hatte.“

Eskom teilte mit, dass in der gesamten Provinz KwaZulu-Natal rund 40.000 Kunden von Stromausfällen betroffen waren.

Ebenso beeindruckend war die Kälte.

Am internationalen Flughafen von Johannesburg wurde am 11. August eine Höchsttemperatur von nur 5,2 °C gemessen, womit der bisherige Tiefstwert für den 11. August von 11,7 °C aus dem Jahr 1957 deutlich unterboten worden ist. Auch in Witbank wurden nur 8,2 °C gemessen, womit der bisherige Höchstwert für den 11. August aus dem Jahr 2010 von 13,7 °C unterboten wurde. Beide Rekorde sind vorläufig.

Der Hauptschneesturm hat nun nachgelassen, doch in Teilen des östlichen Südafrikas herrschen weiterhin eisige Bedingungen.

Link: https://electroverse.substack.com/p/rare-snow-sweeps-south-africa-early?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 14. August 2026:

Russland: Weitere Kälterekorde gebrochen

In Nordrussland wurden neue Temperaturrekorde verzeichnet, wobei in Teilen von Jakutien nun Schnee fiel und weitere Minustemperaturen herrschen.

In Reboly in Karelien sank die Temperatur am 13. August auf 3 °C und unterbot damit den bisherigen Tiefstwert für diesen Tag von 4,1 °C aus dem Jahr 1965. Nach Angaben des Klimamonitors „Pogoda i Klimat“ ist die Messstation seit 1901 in Betrieb.

Tausende Meilen östlich davon sank die Temperatur in Shelagontsy, Jakutien, auf –4,8 °C und brach damit den bisherigen Rekordwert für den 13. August von –4,6 °C aus dem Jahr 1953. Die abgelegene Messstation WMO 24329 ist seit 1940 in Betrieb.

Die staatliche Nachrichtenagentur Jakutiens YSIA berichtet am 14. August von nassem Schnee in den Bergen und Nachtfrösten bis zu -5 °C in Teilen des Nordwestens und Nordostens. Selbst an der Küste werden Höchsttemperaturen von gerade einmal 5 °C erwartet.

Der jüngste Kälteeinbruch folgt auf wiederholte Kälteeinbrüche in Jakutien in diesem Monat.

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Anden, Südamerika: Rekord- Schneefälle

Entlang des südamerikanischen Gebirgskamms bildet sich derzeit eine bemerkenswerte Abfolge von Schneefällen, wobei Wetterdienste vor winterlichen Kälteeinbrüchen von den tropischen Anden bis hinunter nach Patagonien warnen.

Am 13. August veröffentlichte 3- bis 6-Tage-Schneefallvorhersage, die zeigt, dass sich der Schneefall über weite Teile der Anden von Peru/Bolivien bis nach Patagonien erstreckt. [snow-forecast.com]

Die stärksten Niederschläge werden derzeit für Argentinien erwartet, wo der nationale Wetterdienst für einen riesigen Teil seiner westlichen Provinzen Schneewarnungen herausgegeben hat.

In der Hochkordillere von Catamarca, La Rioja und San Juan wurden in den jüngsten Vorhersagen der Warnstufe Orange 120 cm Schnee angekündigt, lokal möglicherweise sogar noch mehr. Für einen breiteren Korridor von der Puna bis nach Patagonien wurden weitere 60 cm vorhergesagt, begleitet von Windgeschwindigkeiten von über 100 km/h und voraussichtlich Whiteout-Bedingungen.

Die chilenische Wetterbehörde „Dirección Meteorológica de Chile“ hat ebenfalls eine Schneewarnung herausgegeben, die sich bis zur Kordillere von Antofagasta im Norden erstreckt, während für Atacama bis Freitag weitere 40 cm vorhergesagt wurden. Weiter südlich rechnen die Behörden in Biobío damit, dass aufeinanderfolgende Schneefälle bis Sonntag ähnliche Gesamtmengen bringen werden.

Der Winter reicht weiterhin ungewöhnlich weit nach Norden.

In Bolivien hat der Schnee bereits La Paz, Oruro und Potosí sowie die Höhenlagen in Tarija und Cochabamba erreicht.

Und in Peru verfolgen Meteorologen derzeit die DANA „Aníbal“, die sich über dem Pazifik nördlich von Chile entwickelt. Zwischen dem 16. und 18. August wird erwartet, dass sie Schnee in die zentrale und südliche Sierra bringt, insbesondere auf die höchsten Gipfel.

Die geografische Ausdehnung macht dieses Ereignis so bemerkenswert. In den kommenden Tagen wird Schnee über Tausende von Meilen in den Anden vorhergesagt, vom tropischen Hochland Perus und Boliviens über die Atacama und die zentralen Anden bis hinunter nach Patagonien.

Link: https://electroverse.substack.com/p/russian-cold-breaks-records-snow?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

Wird fortgesetzt mit Kältereport Nr. 34 / 2026

Redaktionsschluss für diesen Report: 14. August 2026

Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE




20 Vulkane brechen aus, während die Sonnenaktivität schwindet

Cap Allon

Weltweit hat die vulkanische Aktivität zugenommen: Zwischen dem 6. und 10. August wurde bei mindestens 20 Vulkanen eine Eruption oder ein anhaltender Lavaausfluss bestätigt.

Der japanische Sakurajima lieferte einige der dramatischsten Szenen: Er brach am 8. August aus und schleuderte Asche bis auf etwa 3300 m über dem Meeresspiegel. Die Asche zog nach Westen über Kagoshima hinweg. Die Aschewolke erreichte jedoch nicht die Stratosphäre, obwohl es zunächst so aussah.

Auch am italienischen Ätna hat die Aktivität zugenommen.

Am 9. August meldete das INGV anhaltende explosive Aktivität am Voragine, wobei Vulkanbomben über den Gipfel hinweg fielen, reichlich Asche ausgestoßen wurde und mehrere Lavaströme aus Schloten zwischen etwa 2.750 m und 2.360 m Höhe flossen. Das vulkanische Beben blieb auf hohem Niveau.

In Indonesien ist die vulkanische Aktivität besonders hoch.

Dukono, Ibu, Karangetang, Krakatau, Lewotobi Laki-Laki, Lewotolok, Marapi, Merapi und Semeru sind alle ausgebrochen. Allein am 7. August kam es am Ibu zu 93 Explosionen, am Semeru zu 101, am Lewotobi zu sechs, während der Merapi heiße Gerölllawinen bis zu 2 km weit die Hänge hinunter schickte.

In ganz Amerika stößt der Popocatépetl in Mexiko weiterhin Asche, Gas und Dampf aus. Der Fuego in Guatemala hat bis zu 11 Explosionen pro Stunde hervorgebracht, während der Santa María wiederholt Explosionen und glühende Gerölllawinen ausgelöst hat. Der kolumbianische Puracé ist weiterhin aktiv, und der ecuadorianische Reventador verursachte innerhalb von 24 Stunden 83 Explosionen, wobei auch der Sangay ascheproduzierende Ausbrüche verzeichnete. Auch der peruanische Sabancaya bleibt aktiv.

Der Reventador stieß am 9. August weiterhin Asche aus, wobei die NOAA Aschewolken bis in eine Höhe von etwa 5000 m registrierte.

Alaskas Great Sitkin setzt unterdessen seinen langsamen Lavaausbruch im Gipfelkrater fort.

Die weltweite Bilanz ist umfangreich, wenn auch nicht beispiellos. Der jüngste abgeschlossene Wochenbericht des Smithsonian enthielt 22 Vulkane mit neuer oder anhaltender Eruptionsaktivität; im Durchschnitt umfasst der Wochenbericht 16 Vulkane. Auch der Zeitpunkt ist interessant.

Der Sonnenzyklus 25 ist stark rückläufig. Die offizielle internationale Sonnenfleckenzahl für Juli sank auf 78,1, während die Schätzung des SIDC für den 9. August bei nur 27 lag. Auf der der Erde zugewandten Sonnenscheibe waren nur noch zwei nummerierte Regionen zu sehen, wobei die Röntgenaktivität unter dem Niveau der C-Klasse lag.

Ein Zusammenhang zwischen Sonnen- und Vulkanaktivität wird schon seit langem vermutet.

Eine Studie von Vasilieva und Zharkova untersuchte 4.961 Eruptionen zwischen 1750 und 2020 und stellte fest, dass – bei Aufteilung der Aktivität nach dem herkömmlichen Sonnenfleckenzyklus – etwa 60 % der Eruptionen während der abfallenden Phase und des Minimums auftraten.

Noch auffälliger ist, dass die Forscher eine dominante 22-jährige Periodizität identifizierten und für den Zeitraum von 1868 bis 1950 eine Korrelationsstärke von 0,84 zwischen der Eruptionshäufigkeit und einem Proxy für das solare Hintergrund-Magnetfeld feststellten.

Sie prognostizieren das nächste vulkanische Maximum für den Sonnenzyklus 26.

Der vorgeschlagene Zusammenhang besteht darin, dass sonnenbedingte Veränderungen der geomagnetischen Umgebung elektrische Ströme und Spannungen in einer bereits beanspruchten Erdkruste auslösen – einschließlich möglicher piezoelektrischer Effekte in dafür empfänglichen Mineralien. Mit anderen Worten: Sich verändernde elektromagnetische Bedingungen könnten dazu beitragen, Systeme auszulösen, die bereits kurz vor dem Bruch stehen.

Die großen Eruptionen auf Teneriffa in den Jahren 1704–05 und 1706 ereigneten sich während des Maunder-Minimums. Auch der japanische Berg Fuji hatte 1707 seinen großen Hōei-Ausbruch, der genau in dieses Minimum fiel.

Kosmische Strahlung bietet einen weiteren möglichen Weg. Wenn die Sonnenaktivität nachlässt, schwächt sich der Schutz durch die Heliosphäre ab, und es gelangen mehr galaktische kosmische Strahlen zur Erde. Gleichzeitig hat sich das Erdmagnetfeld – das eine zweite Verteidigungslinie darstellt – langfristig abgeschwächt. Zusammen können diese Bedingungen ein stärkeres Eindringen von Teilchen ermöglichen, wodurch Sekundärteilchen wie beispielsweise Myonen entstehen.

Diese Zusammenhänge sind noch lange nicht geklärt.

Da sich der Sonnenzyklus 25 nun jedoch rasch dem Ende zuneigt und veröffentlichte Modelle ausdrücklich auf den Zyklus 26 als nächste Phase erhöhter Vulkanaktivität hinweisen, ist der aktuelle globale Aktivitätsschub genau zu beobachten.

Link: https://electroverse.substack.com/p/cold-records-fall-in-russia-earth?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke)

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE