Die IPCC-Dissidenten

Cap Allon

Alle Hervorhebungen im Original. A. d. Übers.

Der Öffentlichkeit wurde ein Slogan verkauft.

Tausende Wissenschaftler sind sich einig. Die Wissenschaft ist sich einig. Die Debatte ist beendet.

Dann kamen Hunderte von Wissenschaftlern, die anderer Meinung waren.

Um nur einen Bruchteil davon aufzuzählen:

Robert Balling. Lucka Kajfez Bogataj. John Christy. Rosa Compagnucci. Richard Courtney. Judith Curry. Robert Davis. Willem de Lange. Chris de Freitas. Oliver Frauenfeld. Peter Dietze. John Everett. Eigil Friis-Christensen. Lee Gerhard. Indur Goklany. Vincent Gray. Mike Hulme. Kiminori Itoh. Yuri Izrael. Steven Japar. Georg Kaser. Aynsley Kellow. Madhav Khandekar. Hans Labohm. Andrew Lacis. Chris Landsea. Richard Lindzen. Harry Lins. Philip Lloyd. Martin Manning. Steven McIntyre. Patrick Michaels. Nils-Axel Morner. Johannes Oerlemans. Roger Pielke Sr. Paul Reiter. Murry Salby. Tom Segalstad. Fred Singer. Hajo Smit. Richard Tol. Tom Tripp. Gerd-Rainer Weber. David Wojick. Miklos Zagoni. Eduardo Zorita. William Happer.

Klimatologen. Meteorologen. Ozeanographen. Glaziologen. Geologen. Atmosphärenphysiker. Krankheitsspezialisten. Ökonomen. Statistiker. IPCC-Autoren. IPCC-Gutachter. IPCC-Mitwirkende. Ehemalige Insider.

Chris Landsea, ein Hurrikanspezialist der NOAA, zog sich 2005 aus dem IPCC-Prozess zurück: „Ich persönlich kann nicht guten Gewissens weiterhin zu einem Prozess beitragen, den ich sowohl als von vorgefassten Absichten motiviert als auch als wissenschaftlich unhaltbar betrachte.“

Judith Curry, ehemalige Vorsitzende des Fachbereichs für Erd- und Atmosphärenwissenschaften an der Georgia Tech, weigerte sich, den Prozess weiterhin zu unterstützen: „Ich werde nicht einfach drauflosreden und das IPCC unterstützen, weil ich kein Vertrauen in dessen Verfahren habe.“

Mike Hulme, Gründungsdirektor des Tyndall Centre, kritisierte die Konsens-Parole: „Behauptungen wie ‚2500 der weltweit führenden Wissenschaftler sind sich einig, dass menschliche Aktivitäten einen erheblichen Einfluss auf das Klima haben‘ sind unaufrichtig.“

Richard Lindzen, Atmosphärenphysiker am MIT und ehemaliger Hauptautor des IPCC, brachte den eigentlichen Streitpunkt auf den Punkt: „Die meisten Wissenschaftler, die sich mit Klimadynamik befassen, würden zustimmen, dass steigende Kohlendioxidwerte gewisse Auswirkungen auf das Klima haben dürften. Der eigentliche Streit dreht sich darum, ob diese Auswirkungen signifikant sein werden.“

William Happer, Physiker in Princeton und ehemaliger Direktor für Energieforschung im US-Energieministerium, sagte: „Ich bin überzeugt, dass die derzeitige Panikmache wegen Kohlendioxid falsch ist.“

Paul Reiter, ein Krankheitsspezialist, der früher beim CDC und später am Pasteur-Institut tätig war, wies die Behauptung der „gesicherten [settled] Wissenschaft“ zurück: „Was die Behauptung angeht, die Wissenschaft sei ‚gesichert‘, so halte ich das für eine Schande.“

Der Atmosphärenwissenschaftler Murry Salby sagte: „Ich bekomme unwillkürlich einen Würgereiz, wenn jemand behauptet, die Wissenschaft sei in dieser Frage eindeutig.“

Die Kritiker der Modelle äußerten sich unverblümt.

John Christy, Atmosphärenwissenschaftler und ehemaliger Hauptautor des IPCC, hat wiederholt argumentiert, dass Klimamodelle im Vergleich zu atmosphärischen Beobachtungen zu hohe Werte liefern.

Patrick Michaels, Klimatologe und ehemaliger Staatsklimatologe von Virginia argumentierte, dass die beobachteten Erwärmungsraten die IPCC-Modellreihe in Frage gestellt hätten.

Fred Singer, Atmosphärenphysiker und ehemaliger Direktor des US-Wettersatellitendienstes, kritisierte den Ausschluss und die Herabstufung von Temperaturdaten via Satelliten.

Steven Japar, Atmosphärenwissenschaftler, wies auf den fehlenden tropischen Hotspot in der mittleren Troposphäre hin, der von vielen Modellen vorhergesagt worden war.

Der Klimatologe Robert Davis kritisierte die Diskrepanz zwischen den Modellprognosen und den gemessenen Temperaturänderungen.

Der Geologe und IPCC-Gutachter Tom Segalstad argumentierte, dass das Kohlenstoffkreislaufmodell des IPCC nicht durch Beobachtungsdaten gestützt werde.

Der Physiker Peter Dietze argumentierte, dass das IPCC die künftige CO₂-Aufnahme durch die Ozeane unterschätze.

Der Klimatologe Oliver Frauenfeld warnte, dass beim Verständnis und der Modellierung des Klimas „noch viel mehr Fortschritte erforderlich sind“.

Die Kritiker der „ausschließlich CO₂-These“ betonen die natürliche Variabilität.

Eigil Friis-Christensen, ein dänischer Sonnenphysiker, kritisierte den IPCC dafür, dass er den Einfluss der Sonne außer Acht lasse.

Rosa Compagnucci, eine argentinische Klimaforscherin argumentierte, dass die Sonnenaktivität ein wesentlicher Treiber des Klimawandels sei.

Kiminori Itoh, ein japanischer Umweltchemiker sagte, dass es „Unsinn und schädlich“ sei, nur die Treibhausgase zu berücksichtigen.

Yuri Izrael, ehemaliger IPCC-Vizepräsident und russischer Klimatologe, wies die Panik zurück: „Es gibt keine ernsthafte Bedrohung für das Klima.“

Hajo Smit, niederländischer Meteorologe und ehemaliger IPCC-Gutachter, wies auf einen eindeutigen Zusammenhang zwischen Sonne und Klima sowie auf starke natürliche Schwankungen über historische Zeiträume hinweg hin.

Miklos Zagoni, ungarischer Physiker erklärte, er sei „absolut überzeugt“, dass die Theorie der vom Menschen verursachten globalen Erwärmung falsch sei.

Lee Gerhard, Geologe und ehemaliger Staatsgeologe von Kansas sagte, seine Auswertung der Fachliteratur habe ihn zu dem Schluss geführt, dass die vorherrschenden Behauptungen zur Erwärmung falsch seien.

Gerd-Rainer Weber, deutscher Meteorologe warnte: „Die meisten extremistischen Ansichten zum Klimawandel haben wenig bis gar keine wissenschaftliche Grundlage.“

Die Kritiker verwiesen auf die Sonnenaktivität, die Ozeane, die Wolken, natürliche Zyklen, interne Schwankungen und ungeklärte Rückkopplungseffekte.

Die Kritiker, die sich mit dem Meeresspiegel, den Ozeanen und den Gletschern befassten, wiesen auf die gleiche Übertreibung hin.

Robert Balling, Klimatologe an der Arizona State University, verwies auf Unterlagen des IPCC, wonach „im 20. Jahrhundert keine signifikante Beschleunigung des Meeresspiegelanstiegs beobachtet worden sei“

Willem de Lange, Küsten- und Meereswissenschaftler, wehrte sich dagegen, zu den Wissenschaftlern gezählt zu werden, die Behauptungen stützten, die er ablehnte: „Das habe ich nicht getan.“

Nils-Axel Mörner, schwedischer Meeresspiegelspezialist, wies die Meeresspiegel-Panikmache zurück: „Wenn man um die ganze Welt reist, sieht man nirgendwo einen Anstieg des Meeresspiegels.“

John Everett, Meeres- und Fischereiwissenschaftler, ehemals bei der NOAA, sagte: „Es ist Zeit für eine Realitätsprüfung.“ Ozeane und Küstengebiete, so argumentierte er, seien schon viel wärmer und kälter gewesen, als die Szenarien vermuten lassen.

Georg Kaser, Glaziologe und leitender Autor des IPCC, kritisierte den Fehler des IPCC in Bezug auf die Gletscher: „Diese Zahl ist nicht nur ein bisschen falsch, sondern liegt weit außerhalb jeder Größenordnung.“

Johannes Oerlemans, Glaziologe an der Universität Utrecht warnte, dass der IPCC zu politisch geworden sei.

Veränderungen des Meeresspiegels. Das ist zulässig. Gletscher bewegen sich. Ozeane erwärmen sich. Ozeane kühlen ab.

Die Kritiker beanstandeten Übertreibungen, fehlenden Kontext und zu große Gewissheit dort, wo die Beweislage schwächer war als die Schlagzeile.

Die Kritiker griffen den Alarm scharf an.

Indur Goklany, Politikanalyst und ehemaliger Beamter des US-Innenministeriums argumentierte, dass der Klimawandel wahrscheinlich nicht das wichtigste Umweltproblem des 21. Jahrhunderts sein werde.

Madhav Khandekar, kanadischer Meteorologe und ehemaliger Wissenschaftler bei Environment Canada, wies viele der prognostizierten Klimaauswirkungen als übertrieben und unbegründet zurück.

Tom Tripp, IPCC-Gutachter und Industriechemiker sagte: „Das Wetter unterliegt so starken natürlichen Schwankungen, dass es schwierig ist, zu einer wissenschaftlich fundierten Schlussfolgerung zu gelangen, wonach die globale Erwärmung vom Menschen verursacht wird.“

David Wojick, Analyst für Wissenschafts- und Energiepolitik, kritisierte den durch Computermodelle und Interessengruppen angeheizten Alarmismus.

Richard Courtney, Energie- und Klimaexperte erklärte, die empirischen Belege deuteten darauf hin, dass die Hypothese einer vom Menschen verursachten Erwärmung falsch sei.

Vincent Gray, neuseeländischer Chemiker und langjähriger Gutachter des IPCC, bezeichnete die Klimamitteilung des IPCC als „eine inszenierte Litanei von Lügen“.

Die Kritiker des Verfahrens griffen die Maschine an.

Der Statistiker Steven McIntyre bezeichnete die weit verbreitete Behauptung vom „Konsens Tausender Wissenschaftler“ als übertrieben und irreführend.

Der Ökonom und ehemalige IPCC-Autor Richard Tol kritisierte den IPCC dafür, dass er politische Akteure anziehe und aktivistischen Einfluss zulasse.

Der Klimawissenschaftler und ehemalige IPCC-Mitarbeiter Roger Pielke Sr. erklärte, seine Kommentare seien ignoriert und unbeantwortet geblieben.

Eduardo Zorita, Klimawissenschaftler am Helmholtz-Zentrum warnte, dass Autoren alternativer Studien und Interpretationen unter Druck gesetzt und eingeschüchtert würden.

Aynsley Kellow, Politikwissenschaftler und IPCC-Gutachter sagte, der Prozess habe einen fatalen Fehler: Es gebe keine realistische Chance, dass ein fehlerhaftes Kapitel jemals abgelehnt würde.

Martin Manning, Klimawissenschaftler und ehemaliger Leiter der technischen Unterstützung des IPCC warnte davor, dass Regierungsvertreter die Aussagen der Hauptautoren in der Zusammenfassung für politische Entscheidungsträger verzerren oder ihnen widersprechen könnten.

Philip Lloyd, Energieforscher und IPCC-Gutachter erklärte, er habe Beispiele gefunden, in denen die Zusammenfassung für politische Entscheidungsträger das Gegenteil dessen behauptete, was die zugrunde liegende Wissenschaft aussagte.

Hans Labohm, Ökonom und ehemaliger IPCC-Gutachter, bezeichnete die Zusammenfassung für politische Entscheidungsträger als Produkt von „Spin-Doctoring“.

Andrew Lacis, Klimawissenschaftler bei der NASA und IPCC-Gutachter, der kein Skeptiker der Treibhauserwärmung ist, verurteilte die Formulierungen der Zusammenfassung dennoch als „völlig ohne wissenschaftlichen Wert“.

Der Öffentlichkeit wurde gesagt, es gäbe keinen Streit.

Den gab es aber.

Der Öffentlichkeit wurde gesagt, Tausende Wissenschaftler sprächen mit einer Stimme.

Das taten sie nicht.

Der Öffentlichkeit wurde gesagt, der IPCC sei Wissenschaft.

Es war Wissenschaft, gefiltert durch die Zustimmung der Regierung.

Der Konsens wurde als feste Mauer verkauft.

Diese Namen zeigen die Risse.

Link: https://electroverse.substack.com/p/russia-starts-june-cold-from-krasnodar?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke)

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

Anmerkung des Übersetzers: Ist es nicht bezeichnend, dass Politik und Medien gleichermaßen, aber auch die üblichen Verdächtigen unter den Trollen auf diesem Blog alle diese gestandenen Wissenschaftler als Leugner bezeichnen?




Kurzmeldungen aus Klima und Energie – Ausgabe 15 /2026

Meldung vom 20. Mai 2026:

Realitäts-Check für die Antarktis

Zuverlässige Temperaturmessungen per Satellit gibt es erst seit 1979. Wenn man aus einem so kurzen Beobachtungszeitraum eine „Klimageschichte“ der Antarktis konstruieren muss, dann sieht diese so aus:

Die Satellitendaten zwischen 60° und 85° südlicher Breite sind verrauscht, ungleichmäßig und äußerst unkooperativ. Es gibt Spitzenwerte. Es gibt Einbrüche. Es gibt warme Monate und kalte Phasen. Das Gesamtbild ist geprägt von Schwankungen. Aber es gibt keinen signifikanten Trend.

Der Öffentlichkeit werden beängstigende Darstellungen präsentiert, doch der Kontext wird ihr vorenthalten.

Die Meereisdaten sind ebenso heikel.

In den letzten drei Monaten entsprach das antarktische Meereis weitgehend dem Durchschnitt der Jahre 1980–2010 und dehnte sich aus, wie wir es von dieser Jahreszeit gewohnt sind.

Die Panikmache beruht auf selektiver Wahrnehmung und selektivem Gedächtnis: Man ignoriert die Rekorde, ignoriert die Erholungen, ignoriert den Durchschnitt und schreit dann beim nächsten Abwärtstrend „Zusammenbruch!“.

Link: https://electroverse.substack.com/p/record-cold-follows-us-front-south?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldung vom 21. Mai 2026:

Kalter Mai, dann Umschwung in der Darstellung

Die Temperaturdaten für Mittelengland zeigen, dass der Mai in den ersten 19 Tagen sehr kühl verlief.

Der vorläufige Mittelwert liegt bei 10,5 °C, was 0,6 °C unter der alten Referenzperiode 1961–1990 des Met Office liegt, auf deren Verwendung es nach wie vor besteht (je kühler die Referenzperiode, desto wärmer erscheint die Gegenwart).

Aber selbst gemessen an diesem kälteren Maßstab liegt der Mai 2026 unter dem Durchschnitt:

Ein Mai mit 10,5 °C reiht sich bislang in eine Reihe besonders kühler Mai-Monate in den 368-jährigen Aufzeichnungen des CET ein: 1803, 1716, 1696, 1680, 1676, 1675, 1681, 1906, 1838 und 1977.

Ein Großteil Europas folgte dem gleichen Muster: ein hartnäckig kühles, unbeständiges erstes und zweites Drittel des Monats mit wiederholtem Einfluss aus Norden, Spätfrost, Schnee in den Bergen und gedämpften Temperaturen.

Nun steht die Wende bevor. Über die Feiertage soll sich Hochdruck aufbauen, wobei es in Süd- und Ostengland sehr warm wird. Das ist der Startschuss für die roten Wetterkarten und Panik.

Die gleichen Medien, die den kühlen Mai kaum bemerkt haben, werden das Wetter wiederentdecken, sobald die Menschen an die Strände strömen und die Grills anwerfen. Die ersten zwei Drittel des Monats werden in Vergessenheit geraten. Die unterdurchschnittliche mitteleuropäische Temperatur wird ignoriert. Der historisch kühle Vergleich wird das Drehbuch nicht stören.

Eine Verschiebung des Jetstreams wird zur Krise.

Link: https://electroverse.substack.com/p/late-may-cold-sweeps-north-america?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldung vom 5. Juni 2026:

Atlantische Oszillation deutet auf eine Phase der Abkühlung hin

Die Atlantische Multidekadische Oszillation (AMO) ist eine lang anhaltende Oszillation der Meerestemperaturen im Nordatlantik. Sie gibt Aufschluss darüber, ob sich das Becken im Vergleich zu seinem langfristigen Durchschnitt in einer wärmeren oder kühleren Phase befindet.

Die warmen und kühlen Phasen des Nordatlantiks stehen in Zusammenhang mit dem Wetter in Europa: Niederschlagsmuster, Hurrikanaktivität, Veränderungen im arktischen Sektor und umfassendere multidekadische Klimaschwankungen.

Die HadSST-AMO-Daten zeigen einen klaren Rhythmus. Der Atlantik war um die frühen 1900er Jahre kühl, in den 1930er bis 1950er Jahren warm, in den 1970er und frühen 1980er Jahren wieder kühl und dann von Mitte der 1990er Jahre bis in die 2010er Jahre warm.

Die jüngste Warmphase scheint nun aber vorbei zu sein:

Geglätteter AMO-Index, der wiederkehrende warme und kühle Phasen im Nordatlantik zeigt, wobei die jüngste warme Phase nach 2000 ihren Höhepunkt erreichte. [UCAR Climate Data Guide / NCAR]

Das letzte große AMO-Minimum lag um das Jahr 1978.

Das jüngste Maximum scheint um die Jahre 2010–2019 erreicht worden zu sein, wobei 2014 ein plausibler Mittelpunkt darstellt.

Damit liegt der Mittelpunkt zwischen Kälte- und Warmphase etwa in der Mitte der 1990er Jahre, was mit dem beobachteten Übergang in die moderne Warmphase des Atlantiks übereinstimmt.

Sollte sich derselbe allgemeine Zyklus fortsetzen, fällt der nächste Übergangspunkt auf den Zeitraum 2030–2034. Das nächste Minimum der Kaltphase wäre dann voraussichtlich näher an den Jahren 2048–2051 zu erwarten.

Eine Wavelet-Analyse der gleichen Daten stützt diese Struktur. Sie zeigt wiederkehrende Schwankungen im Bereich von etwa 60 bis 85 Jahren, die mit früheren Warm- und Kaltphasen der AMO übereinstimmen.

Das bedeutet nicht, dass der Zyklus wie ein Uhrwerk abläuft, und es wird nicht jedes Jahr kühler werden – der Atlantik wird weiterhin warme Ausschläge verzeichnen. Aber der hintergründige „Wärmeanstieg“, der die späten 1990er, 2000er und 2010er Jahre dominierte, scheint sich abzuschwächen. Der Ausblick deutet auf eine Abkühlung hin.

Wenn die AMO tatsächlich weiterhin ihrem historischen Rhythmus folgt, werden die 2030er Jahre wahrscheinlich den Übergang zu einer stärkeren Abkühlung markieren, wobei das nächste Minimum im Nordatlantik etwa zur Mitte des Jahrhunderts liegen dürfte. In Kombination mit einem schwachen Sonnenzyklus 26 könnte dies durchaus der Auslöser sein.

Link: https://electroverse.substack.com/p/france-flips-june-snow-covers-central?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Klima-Hysteriker werden nicht verschwinden

Joe Bastardi

Man stelle sich vor, man würde das natürliche Wetter bis zum Fanatismus hochspielen. Es geht um Kontrolle. Die meisten Amerikaner würden einfach sagen: „Lebe dein Leben so, wie du willst.“ Die meisten Linken sagen, du musst dein Leben so leben, wie ich es will, denn ich habe recht, und zum Wohle des Ganzen musst du gehorchen. Der andere Teil sind die Menschen, die letztendlich überrollt werden, die einfach nur ihr Leben leben wollen und sich nicht um das ganze Thema scheren, was auch immer es ist.

Als die Linke dies erkannte, machte sie das Klima zu einem Instrument der Kontrolle. Wenn man über genügend religiöse Eiferer verfügt, die finanziell abgesichert sind und genau wissen, dass sie die herrschende Klasse sein werden, und wenn man die Freiheit des Einzelnen einschränken kann, indem man Energie verteuert und den Zugang dazu erschwert, dann kann man das System überwältigen. Da man weiß, dass der durchschnittliche Amerikaner selbstgefällig und bequem ist, muss man dann Zwietracht und Verzweiflung säen, was mehr Menschen auf die eigene Seite ziehen wird. Und während wir uns alle auf die Schulter klopften, dass wir gewinnen würden, sobald Präsident Trump das Ruder übernommen hätte, könnte nichts weiter von der Wahrheit entfernt sein. In der Welt der Eiferer überlebt man, um einfach nur weiterzukämpfen, bis die Linke wieder die Macht übernimmt.

Das zeigt sich derzeit auch in der Klimadebatte, wo einige einseitig gefärbte, schlagzeilenträchtige Meldungen veröffentlicht werden. Im Senat ist Sheldon Whitehouse schamlos und setzt weiterhin voll und ganz darauf, das natürliche Wetter als das „schlimmste aller Zeiten“ darzustellen.

Einige Beispiele:

Ganz zu schweigen davon, dass der gleiche Klimawandel in Europa 100 Millionen MEHR Menschen ungewöhnliche Kälte beschert.

Oder, wie so oft, kehrt sich das Muster eine Woche später um:

Und die Darstellung der Farbpalette der Tiefen des Hades:

Wie wäre es damit:

Wird das auf der „kalten Seite“ zunichte gemacht? Was ist wichtiger? Eine Woche mit heißem Wetter in Europa oder die Tatsache, dass zu der Jahreszeit, in der Eis schmelzen kann, die Temperaturen nicht über den Sommerdurchschnitt von knapp 0 °C steigen? Die Erwärmung findet ausschließlich im Winter statt, bedingt durch Wasserdampf, der die Temperaturen stärker beeinflusst, wenn es sehr kalt und trocken ist – nicht durch CO₂

Oder die Hitzewelle in Indien, wo der Mai der heißeste Monat des Jahres ist, bevor der Monsun einsetzt. Was Wärme und Kälte angeht, gleicht sich das in etwa aus.

Wie wird das also von den Leuten dargestellt, die diese These vertreten?

Der Monsun lässt in Südostasien etwas auf sich warten, daher ist es dort heißer, aber nächste Woche dürfte sich das Blatt wieder wenden:

Ich werde gar nicht erst auf den Hype um den „Super-Nino“ eingehen; dem kann man hier mit einem Beitrag (in deutscher Übersetzung hier) entgegenhalten, den ich vor einigen Wochen geschrieben habe und in dem erklärt wird, warum genau das, was beklagt und fälschlicherweise als vom Menschen verursacht bezeichnet wird – nämlich die allgemeine Erwärmung der Ozeane –, die Auswirkungen dieses Ereignisses abmildern kann.

Sie ignorieren auch ganz bequem den MEI, der für Prognostiker der maßgebliche Standard ist, da er nicht nur die Wassertemperaturen, sondern auch die tatsächlichen Reaktionen in der Atmosphäre erfasst, oder den SOI, den am längsten erfassten Indikator für El Niño. (Darauf wurde oben bereits eingegangen.)

Warum? Weil die zentrale Täuschungstaktik der Eiferer darin besteht, Teile der Wahrheit zu erzählen und dabei einfach die Teile wegzulassen, die diese widerlegen. Lässt man das Pferd erst aus dem Stall, kann es niemand mehr einfangen.

Um voranzukommen, muss eine Gesellschaft produzieren. Sind die Produktionsmittel eingeschränkt, ist dies nicht möglich, was den Anreiz und die Fähigkeit nimmt, sich selbst zu verbessern. Das macht jemanden anfälliger für die trügerische Sicherheit in den Händen anderer, anstatt Herr über das eigene Schicksal zu sein. Die gesamte linke Agenda in Sachen Energie basiert auf Kontrolle durch die Einschränkung der Fähigkeit des Einzelnen, über seine Grenzen hinauszuwachsen.

Die Klimapolitik hat so gut wie nichts mit Klima oder Wetter zu tun, sondern bewegt sich in einem Bereich, der in seinen bösen Wurzeln fast jenseitig ist.

Es geschieht direkt vor unseren Augen.

Link: https://wattsupwiththat.com/2026/06/02/climate-exaggerators-wont-go-away/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




In der Antarktis kam es bereits vor 130.000 Jahren zu einer katastrophalen Erwärmung

Jo Nova

Die Antarktis von damals wäre heute nicht wiederzuerkennen.

Die schlimmsten Alpträume bzgl. der globalen Erwärmung wurden vor 130.000 Jahren wahr – ganz allein durch Mutter Natur. Meistens ignorieren die Medien diese unbequeme Katastrophe, die erstaunliche zehntausend Jahre andauerte. Neue Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass fast das gesamte Ross-Schelfeis schmolz und auch große Teile des westantarktischen Eisschildes verschwanden, doch irgendwie überlebten die Kaiserpinguine. Ebenso wie die Robben und die Wale, und es gab keinen Wendepunkt, der den Planeten zerstörte. Aber die Strandclubs der Jäger und Sammler von vor 131.000 Jahren wurden alle weggespült.

Eine neue Studie untersuchte Staub in antarktischen Eisbohrkernen und stellte fest, dass es vor 120.000 Jahren zu einer beunruhigenden Veränderung kam. In anderen Zeiträumen wies der Eisbohrkern eine Schicht aus feinem Staub auf, der offenbar den weiten Weg von südamerikanischen Vulkanen zurückgelegt hatte. Als sich die Erde jedoch vor 130.000 Jahren aus den Tiefen der Eiszeit heraus erwärmte, tauchte in dem ausgegrabenen Eisbohrkern eine andere Art von grobkörnigem Staub auf. Normalerweise werden große Körner vom Wind nicht weit verweht, was darauf hindeutete, dass dieser Staub aus einer nahegelegenen vulkanischen Quelle stammte. Und obwohl es in der Antarktis zahlreiche Vulkane gibt, liegen diese normalerweise unter Eis begraben, sodass sich ihr Staub nicht ausbreiten kann. Das bedeutete, dass die Eisschilde so weit geschmolzen sein mussten, dass die Vulkane freigelegt worden waren.

Der isotopische Fingerabdruck des Feinstaubs stimmte mit dem Staub von Vulkanen in Südamerika überein. Der grobkörnige Staub hingegen stimmte mit Gesteinen im McMurdo-Sund im Gebiet des Westantarktischen Grabenbruchs überein.

Wir wussten bereits, dass es damals in der Antarktis dramatische Ereignisse gegeben haben musste, lag doch der Meeresspiegel damals deutlich höher. In der Nähe von Kalbarri in Westaustralien, einem stabilen Teil einer sehr alten Kontinentalplatte, finden sich Überreste von Korallen, die bis zu 9 Meter höher liegen.

Die Landkarte hat sich dramatisch verändert:

Während der Eem-Periode war es wärmer als in unserem heutigen Holozän.

Wir dürfen nicht vergessen: Jeder noch so hohe Heiß-Rekord, den wir heute verzeichnen, ist nichts im Vergleich zu dem, was bereits geschehen ist.

[Hervorhebung im Original]

Der Meeresspiegel steigt um 1 bis 3 Millimeter pro Jahr. Doch die Menschheit hat bereits erlebt, wie der Meeresspiegel um 125 Meter gestiegen war (zweimal) – Kinder spielten einst auf dem Festlandsockel, bis all ihre Strände verschwanden, ihre Häuser weggespült wurden und ihre geliebten Riffe zerstört waren. Die Menschen sahen, wie kilometerdicke Eiskappen über Manhattan rollten, und sie sahen auch, wie diese Eiswand wieder schmolz.

Die Lage war so schlimm, dass unsere Vorfahren irgendwann einer ganzen Hominidenart Lebewohl sagten, deren Gehirne größer waren als unsere eigenen, und die ausgedehnten Wälder der Sahara verwandelten sich in Staub, die Fische starben, die Flüsse versiegten und seit Jahrtausenden bestehende Gemeinschaften wurden ausgelöscht.

Bringt den Kindern bei, was echter Klimawandel ist. Je mehr sie über prähistorische Zeiten und Geologie wissen, desto weniger anfällig werden sie für Panikmache sein.

Aber irgendwann, eines Tages, werden die Eisschilde zurückkehren. Darüber müssen wir reden.

REFERENZ

Austin J. Carter et al, Diminished Ross Ice Shelf and West Antarctic Ice Sheet during Last Interglacial warming, Nature Geoscience (2026). DOI: 10.1038/s41561-026-01988-1

Link: https://joannenova.com.au/2026/05/catastrophic-warming-already-happened-in-antarctica-130000-years-ago/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Kältereport Nr. 23 /2026

Meldungen vom 1. Juni 2026:

Kanada: Skigebiet Sunshine Village wiedereröffnet

Das Banff Sunshine Village öffnet nach einem außergewöhnlich schneereichen Winter in den kanadischen Rocky Mountains wieder für den Sommerskibetrieb.

Laut SnowForecast war dies der zweit-schneereichste Winter in der fast 100-jährigen Geschichte des Sunshine Village, mit mehr als 10 Metern Neuschnee. SkiBig3 bezifferte die Gesamtmenge auf 1.025 cm – ein neuer Rekord an der Schneemessstation im oberen Bereich des Skigebiets.

Der Schnee hat lange genug gehalten, damit das Resort in Alberta vom 20. Juni bis zum 5. Juli wieder öffnen kann, wobei der Strawberry Express voraussichtlich in Betrieb sein wird.

Dies folgt auf einen kalten Winter und Frühling in weiten Teilen Kanadas und Alaskas, wo extrem niedrige Tiefsttemperaturen und starker Schneefall die Jahreszeiten prägten.

Das Skigebiet Sunshine ist normalerweise nur von November bis Mai geöffnet.

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Europa zweigeteilt

In ganz Osteuropa überwiegen die Kälte anzeigenden Blau- und Violetttöne.

Länder wie Polen, Weißrussland, die Ukraine, die Balkanstaaten und Westrussland liegen unter dem Einfluss eines ausgedehnten Kaltluftkörpers.

GFS-Temperaturabweichungen in 2 m Höhe am 30. Mai [tropicaltidbits.com]

In den ukrainischen Karpaten gab es Ende Mai wieder Schnee. Im Chornohora-Gebirge fiel am Wochenende ebenfalls Schnee, und es wurden Minustemperaturen gemessen.

Während die Wärme im Westen als Beweis für eine Überhitzung des Kontinents angeführt wird, werden Kälte und Schnee im Osten ignoriert.

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Antarktis: Winterkälte verschärft sich

In Concordia wurden nun vier Tage in Folge Temperaturen um die -76 °C gemessen.

An der französisch-italienischen Forschungsstation auf dem Dome C in der Ostantarktis lagen die Tiefsttemperaturen der letzten vier Tage bei:

28. Mai: -76,1 °C

29. Mai: -75,4 °C

30. Mai: -76,2 °C

31. Mai: -75,9 °C, vorläufig

Die höchste Temperatur im gleichen Zeitraum betrug lediglich -70,1 °C und wurde am 29. Mai gemessen.

Die typischen Mai-Werte in Concordia liegen bei Höchsttemperaturen um -61 °C und Tiefsttemperaturen um -65 °C.

Selbst für Dome-C-Verhältnisse ist eine Temperaturabfolge von -75 °C bis -76 °C Ende Mai ein starker Einbruch in den frühen Winter.

Und es wird noch kälter werden.

Link: https://electroverse.substack.com/p/sunshine-village-reopens-for-summer?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 2. Juni 2026:

USA: Schnee auf dem Mount Washington

Der Juni begann mit Schnee auf dem Mount Washington in New Hampshire.

[Das ist mit einer Höhe von 1917 m ü. NN der höchste Berg in New Hampshire. A. d. Übers.]

Am Wochenende traf eine Kaltfront Ende Mai auf Neuengland. In den höheren Lagen fielen mehr als 15 cm Schnee.

Begünstigt durch starken Wind wurden auf der Mount Washington Auto Road Schneeverwehungen von bis zu 1,20 m Höhe gemeldet, was zur Sperrung von Straßen führte.

Am 1. Juni lag rund um den Gipfel und auf den oberen Hängen, die von Wildcat aus zu sehen sind, noch immer Schnee.

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China: Sommerschnee am Kältepol von China

Ein sibirischer Kaltluftkörper zog am Montag über Genhe in der Inneren Mongolei hinweg und bedeckte Dächer, Straßen und Felder mit einer dünnen Schneeschicht.

Laut den örtlichen Wetterbehörden fielen in den nördlichen Städten Jinhe, Mangui und Alongshan mehrere Zentimeter Schnee.

Genhe ist als „Kältepol Chinas“ bekannt. Die Tiefsttemperaturen im Winter können unter -50 °C fallen. Schnee ist hier nichts Ungewöhnliches. Doch Schnee im Juni liegt außerhalb des normalen Zeitraums. Die durchschnittliche Schneesaison in Genhe endet Anfang Mai, wobei die Durchschnittshöchsttemperaturen im Juni bei etwa 22 °C liegen.

Die Behörden forderten Landwirte und Viehzüchter auf, Ernte- und landwirtschaftliche Verluste zu melden, die durch Entschädigungsregelungen abgedeckt sind.

Link: https://electroverse.substack.com/p/mount-washington-white-summer-snow?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Eine Meldung vom 3. Juni 2026:

Russland: Juni-Kälte von Krasnodar bis nach Sibirien

Russland hat den Juni insgesamt mit kaltem Wetter begonnen.

Im Süden stellte Primorsko-Akhtarsk am Asowschen Meer am 2. Juni einen neuen Tages-Tiefstwert auf. Die Temperatur fiel auf 10,3 °C und unterbot damit den bisherigen Rekordwert für den 2. Juni von 11,1 °C aus dem Jahr 1951.

Dies folgte auf einen starken Kälteeinbruch Ende Mai in der Region Krasnodar.

Am 31. Mai wurden in Sotschi, Tuapse, Primorsko-Akhtarsk und Krasnaja Poljana Rekord-Tiefstwerte gemeldet. In Sotschi sank die Temperatur auf 8,6 °C und unterbot damit einen Wert aus dem Jahr 1904. In Tuapse fiel die Temperatur auf 9,6 °C und brach damit dem Rekord von 1956. In Krasnaja Poljana sank die Temperatur auf 3 °C.

Russische Berichte führten dies auf anhaltenden Regen, starke Bewölkung und vor allem auf das Eindringen arktischer Luft zurück. In den Bergen fiel Schnee. An der Küste gab es heftigen Regen. Die Kälte hielt bis in den Juni hinein an und droht, weitere Rekorde entlang der südlichen Grenze Russlands zu brechen.

Weiter östlich ist auch Sibirien wieder in den Winter zurückgefallen.

Frostwarnungen galten von Omsk und Nowosibirsk bis nach Kemerowo, in die Region Altai und nach Orenburg. Für die Nacht wurden Tiefsttemperaturen bis -5 °C vorhergesagt – kalt genug, um Ernten, Gärten und die Frühjahrsvegetation zu zerstören.

Im Gebiet Kemerowo lagen die Tagestemperaturen bei knapp 4 °C. Aus Kusbass wurde Schnee gemeldet. Tuwa war mit nassem Schnee, Gewittern, Hagel und zerstörerischen Winden konfrontiert. In Burjatien gab es in den Bergen nassen Schnee und einen starken Temperaturabfall. Rund um Irkutsk und den Baikalsee lag in höheren Lagen weiterhin Schnee, wobei weiterer Frost erwartet wurde.

In weiten Teilen Sibiriens wurden die Heizungen wieder eingeschaltet.

Link: https://electroverse.substack.com/p/russia-starts-june-cold-from-krasnodar?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 4. Juni 2026:

Juni-Schnee in den europäischen Alpen

In den europäischen Alpen liegt wieder Schnee. Im Juni. Weniger als eine Woche, nachdem der Kontinent durch eine dreitägige Hitzewelle „zum Untergang verurteilt“ war.

In Italien werden diese Woche in fast 60 Skigebieten mindestens 15 cm Schnee vorhergesagt, darunter Breuil-Cervinia, La Thuile, Livigno, Passo Tonale und Sestriere.

Cervinia meldet an seinen höheren Hängen immer noch 100 cm.

Schneefreie Hänge gelten als Klimabeweis. Schnee im Juni wird nicht gemeldet. Hitze ist Klimawandel. Kälte ist Wetter.

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Antarktis: Frost nähert sich der –100°F-Marke

Am 3. Juni wurden an der Amundsen-Scott-Südpolstation -73,2 °C (-99,8 °F) gemessen.

Die letzte Temperatur unter -100 °F am Südpol wurde am 4. September 2023 verzeichnet, als die Station -75,5 °C (-103,9 °F) erreichte.

Dieser jüngste Wert wurde früh im antarktischen Winter gemessen, etwa drei Wochen vor der Sommersonnenwende im Juni.

Ein Wert nahe -100 °F am 3. Juni ist ein starker Temperatursturz zu Beginn der Saison.

Link: https://electroverse.substack.com/p/european-alps-get-june-snow-south?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 5. Juni 2026:

Frankreich: Harter Übergang von Sommer-Hitze zu Sommer-Kälte

In Frankreich ist die Stimmung von Hitzewellen-Panik zu Sommerkälte umgeschlagen.

Letzte Woche galten die roten Warnkarten Ende Mai noch als nationaler Notfall.

Nun meldet Météo-France, dass Regen, Gewitter und kühle Luft zurückgekehrt sind, wobei der 5. Juni landesweit der kühlste Tag der Woche werden soll. Die Höchsttemperaturen liegen im Allgemeinen 7 °C unter dem Normalwert.

Der Klimanotstand ist vorerst vom Tisch.

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Mongolei: Juni-Schnee in den zentralen Teilen des Landes

Aus der Zentralmongolei wird diese Woche von weit verbreiteten Schneefällen berichtet.

In Yesunzuil Soum in der Provinz Uvurkhangai fällt Schnee, wobei sich laut der mongolischen Nationalagentur für Meteorologie und Umweltüberwachung bereits 15 cm angesammelt haben.

Die Mongolei hat ein raues Kontinentalklima mit langen Wintern und einer kurzen Vegetationsperiode. Schnee im Sommer ist auf dem mongolischen Plateau zwar nicht unbekannt, aber selten, insbesondere wenn er eine so hohe Schneedecke über der zentralen Steppe hinterlässt.

Eine Studie aus dem Jahr 2026 für den Zeitraum von 1981 bis 2020 stufte die Schneefälle im Sommer auf dem Plateau als klimatische Anomalien ein. Eine separate, vom UNDP unterstützte Dzud-Bewertung ergab, dass auch die Winter in der Mongolei strenger geworden sind. Das Land hat in den letzten 20 Jahren sechs schwere Dzuds erlebt, wobei die Häufigkeit seit dem Jahr 2000 zugenommen hat. Der Abstand zwischen den großen Ereignissen hat sich von 8–9 Jahren nach 2000 auf 7–8 Jahre nach 2010 und auf nur noch 3–4 Jahre nach 2018 verkürzt. Der Dzud von 2023–24 tötete 8,1 Millionen Tiere, 12,5 % des mongolischen Viehbestands.

Die jüngste Kältewelle zieht nun weiter nach Süden.

Der Juni-Ausblick für China warnt vor starken Regenfällen, bewölkten Tagen mit niedrigen Temperaturen, insbesondere in den nördlichen Gebieten, sowie vor Hochwassergefahr weiter südlich. In Süd- und Ostchina wird hinter der Front ein starker Temperaturrückgang erwartet.

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Neufundland, Kanada: Seltener Sommerschnee in St. John’s

Der St. John’s International Airport meldete diese Woche Schneefall; auch in der Umgebung von Airport Heights und Windsor Lake fielen Schneeflocken.

In den höher gelegenen Gebieten Neufundlands war die Wahrscheinlichkeit für Schneeverwehungen am größten, dort fielen mehr als 5 cm Schnee.

Schnee im Juni ist in St. John’s sehr selten.

In den Aufzeichnungen, die bis ins Jahr 1874 zurückreichen, wurde in St. John zwischen dem 1. und 13. Juni nur 18 mal messbarer Schnee verzeichnet. Der letzte Fall ereignete sich 2021, als sich am 10. Juni 2,2 cm Schnee ansammelten. Der Juni-Rekord liegt bei 13,5 cm, ebenfalls am 10. Juni, aufgestellt im Jahr 1959.

Die Temperaturen in ganz Kanada und Alaska hatten es dieses Jahr schwer. Nun tauchen endlich vereinzelte Wärmegebiete auf, doch die Kälte lässt sich nur schwer vertreiben.

In Sydney in Nova Scotia fielen am 29. Mai 7,6 cm Schnee. Damit wurde der bisherige Rekordwert für die Spätsaison von 7,1 cm übertroffen, der am gleichen Tag im Jahr 1941 gemessen worden war. Die Höchsttemperatur in Sydney erreichte an diesem Tag nur 4,3 °C, was die drittkälteste Höchsttemperatur darstellt, die jemals so spät in der Saison gemessen worden ist.

Link: https://electroverse.substack.com/p/france-flips-june-snow-covers-central?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

Wird fortgesetzt mit Kältereport Nr. 24 / 2026

Redaktionsschluss für diesen Report: 5. Juni 2026

Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE