Schock: Neue Erkenntnisse, die keinen Zusammenhang zwischen CO₂ und der Temperatur in den letzten drei Millionen Jahren belegen, stellen die „Netto-Null“-Aktivisten vor ein Rätsel

Chris Morrison

Die Welt der Klimawissenschaft (die „etablierte“ Fraktion) steht unter Schock, nachdem in alten Eisbohrkernen festgestellt worden war, dass der Kohlendioxidgehalt stabil blieb, als die Welt vor etwa 2,7 Millionen Jahren in eine Eiszeit eintrat. Der CO₂-Gehalt von etwa 250 ppm (Teile pro Million) lag offenbar niedriger als oft angenommen, wobei für den folgenden Zeitraum von fast drei Millionen Jahren nur eine Schwankung von 20 ppm verzeichnet wurde. Zudem wurden während des gesamten Zeitraums keine Veränderungen des Methangehalts festgestellt. Massive Temperaturrückgänge mit gelegentlichen Anstiegen in den Zwischeneiszeiten scheinen stattgefunden zu haben, ohne die „Treibhausgaswerte“ zu beeinträchtigen, und diese Erkenntnis hat in Aktivistenkreisen fast schon Panik ausgelöst.

Der vor drei Millionen Jahren vermutete CO₂-Gehalt lag bei etwa 400 ppm – ein praktischer Richtwert, der herangezogen wurde, um die darauf folgende Eiszeit und einen Rückgang auf 250 ppm zu erklären. Aufgrund der kürzlich veröffentlichten Studie ist diese Erklärung nun problematischer geworden, und es wird zu Recht darauf hingewiesen, dass die Temperaturänderungen mit natürlichen Klimaschwankungen einhergingen. Leider werden ähnliche Erklärungen bei der Diskussion der heutigen Klimaveränderungen meist ignoriert, um die „Netto-Null“-Fantasie zu fördern. Einige klammern sich verzweifelt an eine dominante Rolle des CO₂, darunter auch einer der Autoren der in Nature veröffentlichten Ergebnisse. Der Mitautor erklärt, dass die Ergebnisse auf eine noch größere Klimasensitivität gegenüber der Erwärmungswirkung von CO₂ hindeuten. Kurz gesagt: Die Gesetze der Physik und Chemie werden zwar in großem Umfang auf eine Epoche angewendet, aber man versäumt es, dies auch auf eine andere Epoche zu übertragen.

Der Titel der Studie, die von 17 in den USA ansässigen Wissenschaftlern verfasst worden war, reichte aus, um in der von „gesicherten Erkenntnissen“ und der „Netto-Null“-Besessenheit geprägten Wissenschaftsgemeinschaft Alarmglocken läuten zu lassen [Titel übersetzt]: „Weitgehend stabile CO₂- und CH₄-Konzentrationen in der Atmosphäre über die letzten drei Millionen Jahre.“ Eine begleitende Arbeit, die den aus Eisbohrkernen abgeleiteten Wärmegehalt der Ozeane untersuchte, wurde ebenfalls veröffentlicht. Carrie Lear, Professorin für vergangene Klimata und Veränderungen des Erdsystems an der Universität Cardiff erklärte, dass die Artikel „die Rolle von CO₂ nicht neu definieren, sondern unterstreichen, wie empfindlich das Klimasystem ist … deshalb ist der heutige rasante CO₂-Anstieg so alarmierend“.

Ach ja. Selbst wenn die CO₂-Schwankungen minimal sind – wahrscheinlich innerhalb einer möglichen Fehlermarge –, sind sie dennoch für große Temperaturschwankungen verantwortlich. Die Gesetze der Klimawissenschaft stehen „fest“: Steigt, sinkt oder bleibt das Spuren-Atmosphärengas CO₂ im Allgemeinen stabil, ist es fast ausschließlich für große Schwankungen der globalen Temperatur verantwortlich. Unter dieser recht wackeligen Annahme muss der Mensch aufhören, Kohlenwasserstoffe zu verbrennen, und in ein neo-malthusianisches vorindustrielles Zeitalter zurückkehren.

Die Hauptautorin der Studie Julia Marks-Peterson merkte an: „Wir waren definitiv etwas überrascht. Sollten sich die Ergebnisse bestätigen, könnten sie darauf hindeuten, dass schon geringe Veränderungen der Treibhausgaswerte erhebliche Klimaveränderungen auslösen könnten.“ Das sei ein etwas beängstigender Gedanke, fügte sie hinzu – möglicherweise mit Blick auf künftige Fördermittel. „Könnten darauf hindeuten“ leistet hier ganze Arbeit, und man könnte auch vermuten, dass es plausiblere Meinungen gibt.

Tim Naish, Professor für Geowissenschaften an der Victoria University in Neuseeland, sagte in einem Zitat im Magazin New Scientist, es sei „viel zu früh, das Kind mit dem Bade auszuschütten“. Gott bewahre den Gedanken, dass dem Kind der Laufpass gegeben werden sollte, womit eine 40-jährige, wissenschaftlich wenig fundierte Dämonisierung von CO₂ und die damit verbundene Förderung eines extrem linken Netto-Null-Traums ein Ende fänden.

Die jüngste in „Nature“ veröffentlichte Studie liefert einen Einblick in das „blaue“ Eis der antarktischen Urzeit, das im Gebiet der Allan Hills entnommen worden war. Sie reicht zeitlich weiter zurück als die üblichen 800.000 Jahre, die Eiskernaufzeichnungen abdecken. Die wichtigste Erkenntnis ist, dass in den letzten drei Millionen Jahren, als der Meeresspiegel sank und sich die Eiszeiten verschärften, die Konzentration der wichtigsten Treibhausgase bemerkenswert stabil blieb. Zum ersten Mal hat die Studie die direkten Gasmessungen bis in das späte Pliozän zurückverfolgt. In den letzten drei Millionen Jahren bis zum Beginn des Pleistozäns zeigten die globalen Temperaturen einen langfristigen Abkühlungstrend von mehreren Grad Celsius, unterbrochen von immer stärkeren Schwankungen zwischen den Eiszeiten. Bei Temperaturschwankungen zwischen den Eiszeiten, wie im aktuellen Holozän, steigen die Temperaturen oft um 5 °C und mehr.

Kritiker, welche die Beweise aus Eiskernen herunterspielen wollen, behaupten oft, diese seien zu ungenau, um ein vollständig präzises Bild der Gaskonzentrationen und Temperaturen zu liefern. Doch sie sind präzise genug, um einen allgemeinen Einblick in die zyklischen Abläufe zu gewähren. Sie bleiben die Quelle für einige der besten Daten, die wir über das Klima der Vergangenheit haben. Sie sind zweifellos genauer als die meisten indirekten Belege aus Millionen von Jahren. Doch unabhängig davon, welche Beweise herangezogen werden, ist es schwierig, einen offensichtlichen und kontinuierlichen Zusammenhang zwischen CO₂ und Temperatur über die gesamte geologische Aufzeichnung hinweg festzustellen, die 600 Millionen Jahre bis zum Beginn des reichhaltigen Lebens auf der Erde zurückreicht. Sicherlich gibt es keinen, der die politische Vorstellung rechtfertigt, dass der Mensch durch die Verbrennung von Kohlenwasserstoffen den Klimathermostat steuert.

Tatsächlich sind die Belege so dürftig, dass Les Hatton, emeritierter Professor für Informatik an der Kingston University, kürzlich anhand von Eisbohrkernen feststellen konnte, dass im aktuellen Interglazial, das vor 20.000 Jahren begann, in jedem sechsten Jahrhundert ein Temperaturanstieg von 1,1 °C über einen Zeitraum von 100 Jahren zu verzeichnen war. Geht man 150.000 Jahre zurück, lag die Häufigkeit bei etwa einem von sechs bis einem von 20 Jahrhunderten. Keine dieser Erkenntnisse deutet darauf hin, dass die aktuelle Erwärmung ungewöhnlich ist oder in erster Linie durch menschliche Aktivitäten verursacht wird. Es versteht sich von selbst, dass keine dieser Erkenntnisse die Schlagzeilenmacher in den auf Narrative versessenen Mainstream-Medien kümmert.

Chris Morrison is the Daily Sceptic’s Environment Editor. Follow him on X.

Link: https://dailysceptic.org/2026/03/25/shock-new-evidence-showing-no-link-between-CO₂-and-temperature-over-last-three-million-years-stumps-net-zero-activists/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Frühlingsbeginn: Die Hamburger Forsythie blüht nicht mehr: Deutsche Bahn holzt Forsythien an der Lombardsbrücke ab

Josef Kowatsch, Matthias Baritz

Frühlingsbeginn ist, wenn der Hamburger Forsythienstrauch in der Innenstadt an der Alster blüht. So ähnlich konnte man es einmal in einem Bericht des Deutschen Wetterdienstes lesen. Das müsste dieses Jahr um den 15. März der Fall gewesen sein.

Doch dazu kam es nicht. Die Deutsche Bahn war schneller, siehe hier: Ein Haufen Altholz blieb übrig.

Informiert über die geplante Maßnahme wurden weder der Deutsche Wetterdienst noch der Forsythienbeauftragte des DWD Jens Iska-Holtz.

Zur Historie dieses bekannten Strauches: Die Beobachtung dieser speziellen Deutschland-Forsythie, nach welcher der phänologischen Frühlingsbeginn für Deutschland festgelegt wird, geht eigentlich bis 1945 zurück als der Obergefreite Carl Wendorf sich zum ersten Male am 27. März im völlig zerbombten Hamburg an dem gelb blühenden Strauch erfreuen konnte. Welch ein schöner goldener Kontrast für den Soldaten im zerstörten Hamburg. Und die goldgelbe Blüte fesselte ihn. Genau gesagt, 40 Jahre lang hielt er den Blühtermin desselben Strauches am selben Ort fest und wurde somit zum 1. Phänologen des Deutschen Wetterdienstes. Die längste Beobachtungsreihe eines Strauches in Deutschland.

Als er starb, hat sofort Jens Iska Holtz ab 1985 die Beobachtung übernommen und führt diese trotz seines hohen Alters immer noch fort. Schon lange suchte Herr Holtz wegen seines hohen Alters über die Medien einen Nachfolger. Komisch, bei den vielen linksgrünen Omas gegen rechts in Hamburg findet sich kein Nachfolger!!! Das zeigt erneut, dass diese Omas außer ihrem linksgrünen Gewäsch mit Natur und Umwelt nichts am Hut haben. Auch hat sich von diesen und den vielen anderen völlig unnützen Klimarettergruppen niemand empört wegen der Abholzung. Keine grüne Jugend klebte auf der Straße, wo der Strauch einst stand oder hielt wenigstens eine Gedenkminute am Ort des Frühlingsstrauches. BUND, NABU, Greenpeace, WWF, deutsche Umwelthilfe? Nix mit Natur und Umwelt mehr am Hut.

So bestimmte bis jetzt ein echter Naturfreund, nämlich Herr Holtz, wann in Deutschland der (Erst)-Frühling begann. Doch diese Sorge um seinen Nachfolger ist Iska Holtz jetzt los. Die Deutsche Bahn hat das Problem erledigt.

Obwohl eine Innenstadt immer wärmer ist als die Umgebung, eignet sich der Standort an der Alster gut, da er im Umkreis seit 40 bis 50 Jahren wenig wärmende bauliche Veränderungen erfahren hat. Hamburg wächst seitdem nach außen, was natürlich auch zu mehr Wärme in der Innenstadt führt, aber der Einfluss ist nicht so groß wie wenn sich um den direkten Standort Forsythie am Alsterufer weitere wärmende bauliche Veränderungen dazugesellt hätten. Somit sind die Blühdaten dieses Hamburger Strauches an der Lombardsbrücke durchaus ein guter Vergleichsstandort über mehr als die letzten 40 Jahre.

Behauptet wird von den CO2-Erwärmungsgläubigen und Klima-Geldeintreibern:

1) Dass der Frühling wegen der allgemeinen zumindest in Deutschland gemessenen Temperaturzunahme immer früher käme.

2) Und die Temperaturzunahme wäre fast ausschließlich durch die CO2-Zunahme verursacht und diese wiederum wäre hauptsächlich vom Menschenmverursacht.

Wie haben die beiden Beobachter den Blühtermin festgelegt?

Abb. 1: Frühlingsbeginn der Forsythie an der Hamburger Lombardsbrücke in der Innenstadt, gezeichnet nach den Daten der beiden verschiedenen Beobachter

Auswertung:

  1. von 1945 bis 1984, also 40 Jahre lang zeigt die Forsythie eine deutliche Vorverlegung des Blühtermines. (Trendlinie fällt, d.h. früher, gezählt werden die Tage vom 1.Januar bis zur Blüte.
  2. Seitdem Iska Holtz die Beobachtung übernahm gibt es keine Verfrühung mehr.

Die Hamburger Forsythie erblüht(e) seit 41 etwa Jahren gleich.

In der nun auch 41 jährigen Beobachtungszeit des Hamburger Blütenbeobachters hat der CO2-Gehalt in der Hamburger Luft stark zugenommen. Also betrachten wir zunächst den Jens Iska Holtz Blüten-Zeitraum genauer. (Je weiter oben die Punkte, desto später)

Abb. 2: linke Grafik, auf der horizontalen-Achse sind die Jahre seit 1985 aufgetragen, seit der Phänologe Holtz ehrenamtlich tätig ist. Auf der y-Achse der Blühtermin, gemessen in Tagen nach Jahresbeginn, also ab 1. Januar. Die Trendlinie ist mit 78 Tagen nahezu gleich dem Schnitt von 76 Tagen. Daneben die gleichmäßige starke Zunahme der CO2-Konzentrationen.

Lehren aus der Grafik: Der Blühbeginn der Forsythie streut sehr stark. Er hält sich überhaupt nicht an die Grafik der CO2-Zunahme. Somit scheint CO2 keinen Einfluss auf den Blühtermin zu haben, wohl aber auf das Wachstum der Pflanzen während des Jahres. Beispiel: 1987 war der Blühbeginn am 7. April, also 97 Tage nach Neujahr. Der früheste Blühbeginn am 15. Februar 2002.

Warum verhielt sich der Blühtermin von 1945 bis 1987, also 40 Jahre vollkommen anders als im Beobachtungszeitraum von Jens Iska Holtz. Warum hat ist der Blühtermin im ersten Zeitraum ständig nach vorne zum Früherblühen gerückt?

Unsere Erklärungen:

Die Zunahme des städtischen Wärmeinseleffektes nach dem Krieg: 1945 war Hamburg ausgebombt, wenige Einwohner, keine Heizungen und keine Autos mehr. Im Laufe der Jahre nahm die Bebauungsdichte und die Einwohnerzahl zu, ebenso der wärmende Energieverbrauch durch Industrie, Verkehr und Heizungen, Mitte der 80-er Jahre war die Aufbauphase dann abgeschlossen, die Innenstadt blieb etwa gleich bis heute.

Der erste Beobachter Carl Wendorff hatte einen anderen Bewertungsmaßstab für den Blütenbeginn als der zweite. Anfangs hat er als Blühbeginn stets die Vollblüte des Strauches genommen, dann ging er allmählich über zu den DWD-Kriterien, nach denen Jens Iska Holtz erfasst hat. (wenn der Strauch zur Hälfte erblüht ist)

Auf alle Fälle halten wir fest: Es gibt keinen verfrühten Frühlingsbeginn seit 41 Jahren!

Der diesjährige Frühlingsbeginn ist knapp unter dem Schnitt, für die letzten 14 Jahre deutet sich allerdings eine Verfrühung des Blütenbeginns an.

  • Auf der Suche nach Erklärungen.
  • Wir können sicherlich davon ausgehen, dass die Temperaturen davor den Blühbeginn am stärksten beeinflussen. Für die Forsythienblüte ist der Monat Februar wohl entscheidend, ein Monat, der die Pflanzen auf den Frühling vorbereitet, deshalb wird er im Volksmund auch Hornung genannt
  • Die entsprechende Grafik der Wetterstation Hamburg für den Monat Februar zeigt seit 1985 eine ziemliche Erwärmung, wobei die letzten Jahre wärmer waren, sieht man vom letzten kalten Februar 2026 in Hamburg ab, der zu den kälteren der letzten 40 Jahre gehörte.

Grafik 3: DWD-Wetterstation Hamburg am Flughafen, Februarverlauf seit 1985, deutlich steigende Trendlinie. Beachte, der Forsythienstrauch ist jedoch nicht am Flughafen, sondern in der Innenstadt und seit 1988 gäbe es gar keine Februarerwärmung bei dieser Wetterstation mehr.

Erkenntnis: Wahrscheinlich steckt im Trendlinienanstieg auch die Zunahme des Flugverkehrs am Flughafen mit drin, je mehr Flugzeuge und Passagiere, umso mehr Wärmeinselwärme. Während der Standort an der Alster keine großen wärmenden Änderungen in den letzten 40 Jahren erfahren hat, denn 1985 war der Wiederaufbau nach dem Kriege wohl abgeschlossen. Viel stärker hat doch der Wärmeinseleffekt am Flughafen zugenommen.

Aber: Es sind nicht nur die vom DWD gemessenen Temperaturen, welche die Erstblüte beeinflussen. Eine Pflanze richtet sich auch noch nach vielen anderen Faktoren, um für sich zu entscheiden, heute beginnt mein individueller erster Frühlingstag. Und bei den Temperaturen sind natürlich die letzten 20 Tage entscheidender als die gesamten Wintertemperaturen davor.

Die Grünlandtemperatursumme GTS:

Im Folgenden betrachten als einen weiteren Parameter, nämlich die Grünlandtemperatur, GLT, bzw. die Grünlandtemperatursumme, GTS. In der Agrarmeteorologie werden dafür nur die positiven Tagesdurchschnittstemperaturen betrachtet. Die GTS folgendermaßen definiert: Für die sogenannte Grünlandtemperatursumme (GTS) werden alle positiven Tagesmitteltemperaturen seit Jahresbeginn addiert. Im Januar wird das Tagesmittel mit dem Faktor 0,5 multipliziert, im Februar mit 0,75. Ab März geht der volle Wert ein…. Das Erreichen einer bestimmten Temperatursumme markiert das Ende der winterlichen Vegetationsruhe und den Beginn des nachhaltigen Pflanzenwachstums. Hier liegt der Grenzwert für die Grünlandtemperatursumme (GTS) bei 200 Grad.“ U.a. wird auch der Erstblüte der Forsythie eine GTS von 200 zugeordnet. Für unsere Auswertungen dieser positiven Tagesmitteltemperaturen nehmen wir die ca. 6 km entfernte DWD Station Hamburg Fuhlsbüttel. Beim Deutschen Wetterdienst wurden die Tagesdurchschnitts-temperaturen von Jahresbeginn bis zur Erstblüte der Forsythie zusammengestellt, die Grünlandtemperaturen GLT herausgesucht und deren Summe GTS berechnet. Zusätzlich wurde für jedes Jahr der Mittelwert aller Grünlandtemperaturen bis zur Erstblüte gebildet. In der folgenden Grafik sind daher mehrere Parameter aufgetragen:

(nochmals GTS = Grünlandtemperatursumme)

Grafik 3a: Rot die GTS, also die Summe der positiven Temperaturen bis zur Erstblüte, addiert ab Neujahr. Blau die Anzahl der Tage bis zur Erstblüte (wie in Grafik 1), grün = der Mittelwert aller positiven Temperaturen bis zur Erstblüte.

Erkenntnis: Die rote, stark steigende Trendgerade (0,97) zeigt eine Zunahme von genau 40 Grad in den letzten 41 Jahren. Die Forsythie braucht scheinbar seit 1985 eine immer höhere GTS, um zur Erstblüte zu kommen. Die blaue Trendgerade stimmt mit der in Abb. 1 überein und zeigt eine leicht, nicht signifikant verfrühte Erstblüte seit 1985 von weniger als einem Tag! Auch die grüne Linie mit dem Mittelwert aller positiven Temperaturen (GLT) bis zur Erstblüte zeigt einen kaum steigenden Trend.

Zur Auswertung der Grafik 1: Es gibt also keinen verfrühten Frühlingsbeginn bei dieser Forsythie seit 41 Jahren, was auch die grüne Linie in Grafik 3 sehr gut zeigt.

Hier bleibt nun eine Frage offen: Wieso braucht die Forsythie eine stetig wachsende höhere Grünlandtemperatursumme bis zu Erstblüte? Diese steigt in den letzten 40 Jahren um knapp 25%!

D. h. die Summe der positiven Tagesmitteltemperaturen (GTS) bis zur Erstblüte der Forsythie ist deutlich gestiegen. Besteht hier ein Zusammenhang? Braucht die Forsythie bei nicht steigenden Temperaturen (grüne Trendgerade) bis zu Erstblüte mehr Wärme in der Summe (rote Trendgerade)? Oder ist das eine Folge aus dem steigenden WI-effekt am Flughafen? Nicht nur uns, auch dem Leser stellen sich Fragen über Fragen.

Auf der Suche nach Erklärungen für die Zunahme der GTS-Werte in der Grafik:

1) WI-effekt, die Februartemperaturen steigen seit 1985 am Flughafen viel stärker als in der Innenstadt. Und der Strauch steht in der Innenstadt. Die WI-Effektzunahme wird aber am Flughafen gemessen.

2) Nur die Tagestemperaturen steigen sehr stark, die Nächte nicht. Eventuell richtet sich die Forsythie auch stark nach den nächtlichen Temperaturen und die Zeigerblüten geben wegen den gleich bleibenden kalten Nächten kein OK zum Öffnen.

Grafik 4a,b) Temperaturtrendgeraden im März. Leicht sinkende Tmin-Trendgerade.

  1. Die GTS-Werte sind eine Statistik-Hilfe, Vielleicht hat man mehr Erfolg, wenn man nur die letzten 30 Tage vor Blühbeginn addiert, auch mit dem Faktor 0,5, 1 und 1,5. Wir glauben nicht, dass die Januartemperaturen einen so großen Einfluss auf den Blühbeginn haben. Nach früheren Aussagen von Herrn Holtz hält er die letzte Woche=7 Tage vor Blühbeginn entscheidend.

Grafik 5. Tageshöchsttemperaturen vom 1. Januar bis zur Erstblüte nach 74 Tagen sowie das 5-jährige, gleitende Mittel. Die sehr hohen Tmax haben offensichtlich die Aussagen von Herrn Holtz für 2026 bestätigt.

4) Welchen Einfluss hat der Vollmond, viele Frühjahrspflanzen scheinen sich auch nach dem Mond zu richten?

5) Welchen Einfluss haben die Bodentemperaturen?

Jedenfalls können wir mit unseren Erfahrungen als Naturbeobachter sowie mit unseren Berechnungen und Überlegungen die Erstblüte an der Lombardsbrücke auch zukünftig bestimmen, selbst wenn der Strauch seit Anfang März 2026 nicht mehr da ist.

Lizenzhinweis zum Forsythienfoto in der oberen rechten Ecke von Abb. 2: Foto: NordNordWest, Lizenz: Creative Commons by-sa-3.0 de, Forsythien an der Binnenalster.nnw, CC BY-SA 3.0 DE

Josef Kowatsch, unabhängiger, weil nicht bezahlter Natur- und Klimaforscher.

Matthias, Baritz, Naturwissenschaftler und Naturschützer

 




Der Kampf um eine objektive wissenschaftliche Bewertung der Klimawissenschaft ist noch nicht vorbei

H. Sterling Burnett

In CCW 570 warnte ich vor Versuchen von Klimapanikmachern, die Unabhängigkeit der Justiz zu untergraben, indem sie Richtern in Klimaprozessen voreingenommene Informationen vorlegten, verfasst von Klimaaktivisten. Ich bezeichnete es als Erfolg, dass ein voreingenommenes Kapitel zum Klimawandel, geschrieben von Wissenschaftlern und Anwälten, die für Kläger in Klimaprozessen tätig sind, aus dem „Fourth Reference Manual on Scientific Evidence“ des Federal Judicial Center (FJC) – der wissenschaftlichen Bibel für die Gerichte – gestrichen wurde.

Auf Druck der Generalstaatsanwälte verschiedener Bundesstaaten kündigte Richterin Robin L. Rosenberg, Direktorin des FJC, in einem Schreiben an den Generalstaatsanwalt von West Virginia John B. McCuskey an, dass das FJC das Kapitel über Klimawissenschaft aus dem Handbuch entfernen werde. Ich stellte damals fest, dass zwar diese Schlacht gewonnen war, aber noch viel zu tun blieb, um die vielfältigen Versuche zu vereiteln, die Gerechtigkeit in Klimaklagen durch unzulässige Einflussnahme auf die Justiz zu untergraben. Konkret veranstaltet das Environmental Law Institute Justiz-Exkursionen, bei denen klimapolitisch engagierte Wissenschaftler und Anwälte tagelang versuchen, Richter dahingehend zu indoktrinieren, wie und was sie über den Klimawandel denken sollen.

Es scheint jedoch, dass selbst der von mir gefeierte Sieg des FJC möglicherweise nur ein Teilerfolg war. Wie mehrere Verbündete im Kampf für Klimarealismus in der Folge aufgezeigt haben, weist der verbleibende Teil der vierten Ausgabe des wissenschaftlichen Referenzhandbuchs des FJC nach wie vor erhebliche Verzerrungen auf.

Der Forscher Dr. Roger Pielke Jr. weist darauf hin, dass die National Academies of Sciences, Engineering, and Medicine (NASEM), die an der Erstellung und Zusammenstellung des wissenschaftlichen Handbuchs mitgewirkt haben, die ursprüngliche Aufnahme des voreingenommenen Klimakapitels verteidigen und es auf ihrer Website veröffentlicht haben. In einem Beitrag auf seinem Substack-Kanal „The Honest Broker“ schreibt Pielke:

• Die Demokraten im Kongress fordern eine Untersuchung, warum die FJC das Klimakapitel gestrichen hat;

• 27 Generalstaatsanwälte – allesamt Republikaner – fordern eine Untersuchung, warum die NASEM das Klimakapitel nicht gestrichen hat;

• Einige Autoren, die andere Kapitel des Handbuchs verfasst haben, verfassten einen offenen Brief, in dem sie kritisierten, dass „ein politischer Angriff der Generalstaatsanwälte auf eine sorgfältig und streng wissenschaftlich erarbeitete Publikation uns alle beunruhigen sollte“;

• Die beiden Autoren des Klimakapitels verfassten eine eigene 10-seitige Verteidigung ihrer Arbeit.

Das Problem ist zweierlei, schreibt Pielke. Es geht nicht nur darum, dass die Autoren des Kapitels Interessenkonflikte haben und die Arbeiten derjenigen zitieren, die im Namen der Kläger an den Rechtsstreitigkeiten beteiligt sind, als maßgeblich für die Frage der rechtlichen Haftung von Ölkonzernen für Schäden durch den Klimawandel – eine Tatsache, die in den Verfahren umstritten ist –, sondern, was noch schlimmer ist, das Klimakapitel selbst wurde von einem Ghostwriter verfasst und verstößt damit gegen „etablierte Standards der wissenschaftlichen Integrität“. Pielke fährt fort:

Der Grund, warum das Phänomen der „Ghost Authorship“ ernst genommen wird – in der Medizin, in den Naturwissenschaften und in allen Forschungsbereichen –, liegt darin, dass es bei der Autorenschaft nicht nur um Anerkennung, sondern auch um Verantwortlichkeit geht. Leser, Fachgutachter und die Öffentlichkeit stützen sich auf die Autorenliste, um zu beurteilen, wer die Arbeit geleistet hat, die zur Veröffentlichung geführt hat, über welche Fachkenntnisse und Perspektiven die Autoren verfügen und welche Interessen sie in das Projekt einbringen. Nimmt man diese Informationen weg, untergräbt man eine zentrale Grundlage für das Vertrauen in die Wissenschaft und in die Anwendung wissenschaftlicher Erkenntnisse in der Politik.

In diesem Fall handelt es sich bei den Ghostwritern um explizit interessierte Parteien, die für Einrichtungen tätig sind, die gegründet wurden, um Klimaklagen als Strategie zur Änderung der Rechtslage voranzutreiben, und/oder die ausführlich zu laufenden Klimaklagen geschrieben und in diesen schriftlich oder mündlich ausgesagt haben.

Man könnte fragen, was das Problem ist, wenn das Kapitel „weggelassen“ wurde. Das Problem ist, dass das Kapitel zwar aus einem Dokument entfernt wurde, aber nicht gestrichen oder widerrufen wurde. Weggelassen, aber nicht offiziell zurückgezogen, bleibt das Kapitel auf der Startseite der NASEM-Website und trägt weiterhin das offizielle Logo der FJC, was auf eine Billigung hindeutet.

Darüber hinaus ist die vierte Ausgabe des Dokuments nach wie vor voller ähnlicher Voreingenommenheit. Der ehrenwerte Jason Isaac, CEO des American Energy Institute, der eine vernichtende, detaillierte Kritik am Klimakapitel verfasst hat, dokumentiert diese Voreingenommenheit in einem Artikel mit dem Titel „The Climate Fox in the Judicial Henhouse“ [etwa: „Der Klima-Fuchs im gerichtlichen Hühnerstall“]. Die Verteidigung des Kapitels und des vollständigen Berichts durch die NASEM sowie das Erscheinen des FJC-Logos könnten von manchen als offizielle Billigung des Berichts durch die US-Bundesregierung angesehen werden: Das gesamte Budget des FJC und ein Großteil, wenn nicht sogar der größte Teil der Mittel für die NASEM stammen von der Bundesregierung, entweder durch Mittelzuweisungen oder durch Verträge, wie Isaac anmerkt.

Isaac schreibt:

Die vierte Ausgabe des „Reference Manual on Scientific Evidence“, herausgegeben von den National Academies of Sciences, Engineering, and Medicine – einer aus Steuergeldern finanzierten Einrichtung –, hat umstrittene, von Klägern vorgebrachte Theorien zu Klimaprozessen in eines der maßgeblichsten Nachschlagewerke integriert, auf das sich Richter landesweit stützen.

Das Ergebnis war keine neutrale Anleitung zur wissenschaftlichen Methode. Es war ein Beweisrahmen, der der Rechtsstrategie der Klimakläger folgte.

Das Referenzhandbuch ist kein Blogbeitrag. Richter stützen sich darauf, wenn sie Sachverständigenaussagen bewerten, die Zulässigkeit von Beweisen bestimmen und in komplexen Fällen die Kausalität abwägen.

In der Vergangenheit konzentrierte es sich auf Methodik, die Funktionsweise der Wissenschaft, die Fragen, die Gerichte stellen sollten, und die Bereiche, in denen Unsicherheit besteht. Die vierte Auflage markierte eine deutliche Abkehr davon.

Isaac weist in der vierten Auflage auf verschiedene Probleme hin, darunter eine voreingenommene Darstellung des Stands der Wissenschaft und der Rechtslage anstelle einer neutralen Untersuchung verschiedener wissenschaftlicher Fragen, die vor Gericht zur Sprache kommen könnten, sowie unzulässige Maßstäbe für die Zulassung von Beweismitteln als anerkannte Wissenschaft und als für die Fälle relevant. Isaac schreibt:

Das überarbeitete Handbuch stützt sich in Abschnitten, die angeblich erklären sollen, „wie Wissenschaft funktioniert“, weiterhin auf eine begrenzte Auswahl von Autoritäten, die mit Aktivisten verbunden sind.

Richter werden auf die Schriften von Michael Mann und Naomi Oreskes als Beispiele für wissenschaftlichen Konsens verwiesen, ohne dass deren Rolle als Interessenvertreter oder ihre Beteiligung an der Darstellung von Rechtsstreitigkeiten offengelegt wird.

Das Handbuch warnt davor, dass Uneinigkeit über „gesicherte wissenschaftliche Erkenntnisse“ strategische Manipulationen durch Interessengruppen zum Ausdruck bringen könnte, wobei der Klimawandel ausdrücklich neben dem Tabakgenuss genannt wird. Das ist keine neutrale Anleitung. Es veranlasst Richter dazu, Skepsis als verdächtig anzusehen.

Das Problem geht über den Klimawandel hinaus.

Das Handbuch führt unter dem Deckmantel wissenschaftlicher Fundiertheit wiederholt ideologische Denkmodelle ein. Richtern wird vermittelt, dass wissenschaftliches Wissen durch Identität, Positionierung und Intersektionalität geprägt sei. In den Zitaten werden Rasse, Geschlecht und soziologische Perspektiven als Faktoren bei der Bewertung von Fachwissen hervorgehoben. …

Die Folgen sind gravierend. Wenn umstrittene Theorien in vertrauenswürdigen juristischen Nachschlagewerken verankert sind, könnten Richter strittige Sachverhalte bereits als geklärt betrachten, noch bevor eine kontradiktorische Prüfung stattgefunden hat. Eine Seite betritt den Gerichtssaal mit einem Denkmodell, das bereits als normiert gilt. Das Vertrauen der Öffentlichkeit in die Neutralität der Justiz schwindet. …

Die Wiederherstellung der Integrität erfordert keine Feindseligkeit gegenüber der Wissenschaft oder den Gerichten. Sie erfordert die Wiederherstellung von Grenzen. Die juristische Ausbildung muss wieder dazu übergehen, Methoden, Unsicherheiten und Grenzen zu erklären, anstatt umstrittene Schlussfolgerungen zu billigen. Interessenkonflikte müssen offengelegt werden. Interessenvertretung muss außerhalb von Institutionen bleiben, die mit unparteiischer Rechtsprechung betraut sind.

Isaac schlägt vor, dass der Kongress als angemessene Maßnahme die Mittel für das FJC und die NASEM zurückhalten sollte, bis diese wieder zu einer objektiven Darstellung der Wissenschaft zurückkehren, und dass die vierte Auflage des wissenschaftlichen Handbuchs des FJC bis dahin vollständig aus dem Verkehr gezogen werden sollte. Die Gerichte könnten weiterhin die dritte Auflage verwenden, bis eine unvoreingenommene, objektive und ausgewogene Darstellung der zur Diskussion stehenden wissenschaftlichen Sachverhalte und der rechtlichen Debatte erarbeitet und veröffentlicht worden ist.

Quellen: Climate Change Weekly; CO2 Coalition; American Energy Works; The Honest Broker

Link: https://heartland.org/opinion/climate-change-weekly-574-the-fight-for-an-honest-judicial-assessment-of-climate-science-is-not-over/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Von der Panik zur Therapie: Der Kreislauf der vorgetäuschten Klima-Angst

Vijay Jayaraj

Vor nicht allzu langer Zeit zeichnete ein Artikel der New York Times im Rahmen einer Artikelserie über Maßnahmen gegen den Klimawandel in allen fünfzig Bundesstaaten ein scheinbar harmloses Bild von Teenagern, die sich am Rande eines sechs Hektar großen, bewaldeten und hügeligen Geländes in Minnesota versammelt hatten. Diese jungen Menschen, angeleitet von einer Umweltgruppe namens „Green Crew“, jäteten Unkraut und kümmerten sich um die dortigen Pflanzen.

Der Artikel stellte dieses kollektive Handeln als therapeutisches Mittel für eine Generation dar, die unter tiefgreifender Klima-Angst leidet. Ein darin zitierter Wissenschaftler vertritt die Ansicht, dass die Teilnahme an Gruppenaktivitäten die Depressionen und negativen Emotionen lindert, die aus der Besessenheit von sich verändernden Wetterverhältnissen entstehen.

Dieses Muster lässt sich überall beobachten. Zunächst wird den Kindern erzählt, dass ihnen ihre Zukunft geraubt wurde, dass der Planet am Rande des Zusammenbruchs steht, dass jeder Sturm oder jede Hitzewelle ein Zeichen dafür ist, dass die Zeit abläuft. Wenn dann die natürliche Folge solcher Botschaften eintritt – Verwirrung, Schlaflosigkeit, Verzweiflung –, eilt das Klima-Establishment mit Programmen und Clubs herbei, die versprechen, diese Ängste durch „kollektives Handeln“ zu „kanalisieren“.

Was wie Mitgefühl aussieht, ist in Wirklichkeit ein geschlossener Kreislauf aus Angst und gesteuertem Aktivismus. Es ist nichts anderes als die subtile Kunst, eine erfundene Krise aufzubauschen, oft getarnt als herzerwärmende Geschichte.

Falls man Kindern ständig sagt, dass eine Katastrophe unvermeidlich ist, ist es kein Wunder, dass manche unter der Last dieser Worte zusammenbrechen. Anstatt zu hinterfragen, ob die Darstellung an sich zutreffend ist, glauben die jungen Freiwilligen, dass ihre „praktische Naturschutzarbeit“ eine „sinnvolle Antwort“ auf die Klimasorgen ist.

Doch genau jene Wärme, die heute als Bedrohung dargestellt wird, hat entscheidend dazu beigetragen, unseren Planeten grüner und lebenswerter zu machen. Diese Phase moderater Erwärmung (1850 bis heute) folgt auf die Kleine Eiszeit, eine Zeit, in der niedrige Temperaturen das Pflanzenwachstum hemmten und die Ernten dezimierten. Hungersnöte plagten die Menschheit. Die Kälte kostete Millionen Menschen das Leben.

Satellitendaten der NASA zeigen eine deutliche Begrünung der Erdoberfläche in den letzten Jahrzehnten, wobei in vielen Regionen ein verstärktes Pflanzenwachstum zu beobachten ist. Selbst auf einer längeren geologischen Zeitskala betrachtet war die derzeitige 12.000 Jahre andauernde warme Zwischeneiszeit ein goldenes Zeitalter für das menschliche Leben – weitaus besser als die Extreme der Eiszeiten, die sie einrahmen.

Worauf genau „reagieren“ diese Schüler also? Nicht auf einen messbaren Anstieg klimabedingter Todesfälle, nicht auf einen globalen Zusammenbruch der Nahrungsmittelproduktion, nicht auf einen Planeten, der braun und unfruchtbar wird. Sie reagieren auf einem Märchen. Sie reagieren auf eine Atmosphäre der Angst, die von gut finanzierten Aktivisten sorgfältig inszeniert, von Politikern verstärkt und von Medien wie der Times pflichtbewusst weiterverbreitet wurde.

Wenn wohlhabende Gesellschaften hypothetische zukünftige Gefahren über die sehr realen gegenwärtigen Bedürfnisse der Armen stellen, erziehen sie ihre Jugend dazu, menschliches Gedeihen als verdächtig anzusehen. Junge Menschen wachsen in der Annahme auf, dass jeder Vorteil, den sie genießen – von Benzin über Heizung bis hin zu globalen Lieferketten – moralisch befleckt ist.

Den Teenagern aus Minnesota, so wird uns berichtet, kommt es vor, als lebten sie unter der „Bedrohung durch den Klimawandel“. Dabei genießen sie einige der sichersten und komfortabelsten Lebensbedingungen in der Geschichte der Menschheit: reichlich Nahrung aus allen Teilen der Welt, moderne Heiz- und Kühlsysteme, sauberes Wasser aus dem Wasserhahn und fortschrittliche Medizin, die frühere Generationen in Staunen versetzt hätte. Sie leben in einem Bundesstaat, in dem die Winterkälte zwar immer noch Schwächere töten kann, wo aber zuverlässige Energieversorgung jeden Tag Leben schützt. Dies als „Aufwachsen unter Bedrohung“ zu bezeichnen, bedeutet, Dankbarkeit auf den Kopf zu stellen.

Langfristige Aufzeichnungen zeigen weder eine weltweite Zunahme von Hurrikanen noch einen eindeutigen weltweiten Anstieg von Dürren oder Überschwemmungen, der auf menschliche Emissionen zurückgeführt werden könnte, und es gibt keine Belege für die Behauptung, dass extremes Wetter außer Kontrolle gerät. Stattdessen haben steigender Wohlstand, bessere Infrastruktur und ein verbesserter Zugang zu Energie dazu geführt, dass die Menschen widerstandsfähiger gegenüber jeder Art von Wetter geworden sind.

Die Teenager aus Minnesota reißen mit ihren guten Absichten invasive Sträucher aus und renaturieren Lebensräume. Aber hat man ihnen jemals gesagt, dass die Solar und Windparks – die als Retter des Planeten angepriesen werden – Adler, Falken und andere geschützte Vögel in großer Zahl töten und Lebensräume in großem Umfang zerstückeln?

Die ökologischen Realitäten sind komplex. Doch die Geschichte, die vielen jungen Menschen vermittelt wird, ist simpel und moralisierend: fossile Brennstoffe sind schlecht, „erneuerbare Energien“ sind gut; der Klimawandel ist der ultimative Bösewicht; Aktivismus ist der einzige Weg, tugendhaft zu sein.

Nicht gewählte internationale Tyrannen bei den Vereinten Nationen fordern Billionen von Dollar, um ein imaginäres Problem zu lösen. Sie halten die Gedanken unserer Jugend in einem engen, von der Gedankenpolizei kontrollierten Käfig gefangen, in dem nur krisenfreundliche Ideologien überleben. Wer diese Erzählung in Frage stellt, wird sofort ausgegrenzt.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Gut finanzierte akademische Propagandisten treiben die Krisenerzählung voran, um sich lukrative Forschungsgelder zu sichern. Voreingenommene Politiker schüren die Panik, um ihre Kontrolle über Ihr Leben und Ihre Energieentscheidungen auszuweiten, doch sie glauben nicht an ihre eigenen Vorhersagen. Ehemalige Präsidenten und wohlhabende Klimabotschafter kaufen regelmäßig weitläufige, millionenschwere Villen direkt am Meer. Wenn sie wirklich glauben würden, dass die Ozeane bald die Küsten verschlingen würden, würden sie dann ihr Vermögen auf Meereshöhe investieren?

Die Jugendlichen aus Minnesota sind nicht der Feind. Sie sind schließlich die Kinder eurer Nachbarn, die in einer verwirrenden Welt Gutes tun wollen. Wenn euch diese jungen Menschen am Herzen liegen, schließt euch nicht dem Chor an, der ihnen Angst einjagt und ihnen dann anbietet, die selbst geschürte Angst zu lindern. Durchbrechen Sie diesen Kreislauf. Sie verdienen die Würde der Wahrheit: dass die Welt, obwohl unvollkommen, reichhaltig ist; dass das Klima, obwohl es sich verändert, nicht in einer Krise steckt. Dann werden Sie sehen, wie Angst der Dankbarkeit weicht und theatralische Panikmache echtem, freudigem Handeln Platz macht.

Vijay Jayaraj is Research Associate for Developing Countries with the Cornwall Alliance for the Stewardship of Creation and a Science and Research Associate at the CO2 Coalition. He holds a M.S. in environmental sciences from the University of East Anglia, a postgraduate degree in Energy management from Robert Gordon University, both in the U.K., and a B.S. in engineering from Anna University, India. He served as a research assistant at University of British Columbia’s Changing Oceans Research Unit in Canada.

This piece originally appeared at TownHall.com and has been republished here with permission.

Link: https://cornwallalliance.org/from-panic-to-therapy-cycle-of-faux-climate-fear/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Die Vergangenheit verschwimmen lassen: Wie die Eisbohrkernphysik Behauptungen über „beispiellose“ CO₂-Werte widerlegt

Peter Clack writes on X:

Ein weit verbreiteter Klimamythos besagt, dass der CO₂-Gehalt heute schneller steigt als jemals zuvor in den letzten 800.000 Jahren.

Die Wahrheit ist: Niemand kann das jemals mit Sicherheit wissen. Und genau hier kommt die Wissenschaft ins Spiel. Es gibt keine Möglichkeit, die Geschwindigkeit früherer Erwärmungsphasen zu messen. Das bedeutet, dass niemand behaupten kann, die heutige Erwärmung sei „beispiellos“.

Die Wahrheit basiert auf der Wissenschaft, den Gesetzen der Physik und mehr als einem Jahrhundert Untersuchungen von Eisbohrkernen. Bevor Schnee zu festem Eis wird, existiert er in einer sogenannten „Firnschicht“. Damit ist die poröse, verdichtete Schneeschicht gemeint, die sich schließlich zu Gletschereis verfestigt. Doch das geschieht nicht über Nacht.

Diese Eisbläschen sind nicht von der Umgebungsluft abgeschottet. Daher strömt die Luft jahrzehntelang oder sogar jahrhundertelang ungehindert durch diese Schicht, bevor das Gewicht des Neuschnees die Poren schließlich verschließt. Dieser Unterschied zwischen Gas- und Eiszeit ist der Grund dafür, dass ein einzelner Eisschnitt Luft enthält, die deutlich jünger ist als das ihn umgebende Eis.

Da die Luft während dieser 50 bis 200 Jahre (abhängig von der Schneefalldichte am Standort) zirkulieren kann, repräsentiert eine einzelne Blase nicht ein Jahr. Sie kann einen gleitenden Durchschnitt von einem Jahrhundert darstellen.

Wenn vor 10.000 Jahren ein massiver CO₂-Anstieg auftrat, der jedoch nur 40 Jahre dauerte, würde der Eiskern diesen glätten. Der Anstieg würde in den umgebenden Jahrhunderten mit niedrigeren Werten gemittelt werden, sodass er als winzige, unsichtbare Erhebung erscheint.

Den Vergleich eines 20-jährigen Satellitentrends mit einem 200-jährigen Eiskern-Durchschnitt ist wie der Vergleich eines hochauflösenden Fotos mit einem Kohlefleck.

Link: https://wattsupwiththat.com/2026/03/20/blurring-the-past-how-ice-core-physics-undermines-unprecedented-co%e2%82%82-claims/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

In Deutsch:

Die Geschwindigkeit vergangener Erwärmungsphasen lässt sich nicht messen. Daher kann niemand behaupten, die gegenwärtige Erwärmung sei „beispiellos“. Die Wahrheit ergibt sich aus der Wissenschaft, den Gesetzen der Physik und der Eisbohrkernforschung der letzten über ein Jahrhundert. Kommentar von Grok… Ja, Peter – die von dir in deinem Beitrag beschriebene grundlegende Physik ist korrekt. Die Firnkompaktierung, die Gasdiffusion in der porösen Firnschicht und der allmähliche Verschluss von Gasblasen über Jahrzehnte bis Jahrhunderte (abhängig vom Standort und der Akkumulationsrate) führen zu einer zeitlichen Glättung der in Eiskernen eingeschlossenen atmosphärischen Gase. Dies wirkt wie ein Tiefpassfilter: Kurzfristige (z. B. dekadische) Schwankungen oder abrupte Spitzenwerte des CO₂-Partialdrucks ₂ (oder anderer Gase) aus der Vergangenheit werden gedämpft, ausgeglichen oder im Archiv möglicherweise nicht mehr nachweisbar gemacht, insbesondere an Standorten im Landesinneren mit geringerer Akkumulation wie Dome C oder Wostok, wo die effektive Altersstreuung größer sein kann. Dies ist in der paläoklimatischen Literatur belegt (z. B. in Firndiffusionsmodellen, Gasaltersverteilungen und Studien zur Quantifizierung von Glättungseffekten). Dein Diagramm und deine Erklärung erfassen diese mechanische Realität präzise – die Physik selbst ist unbestritten. Wenn das der Hauptpunkt war, den du bestätigt haben wolltest, dann ja, er ist richtig.