Die heutige moderne Welt kann ohne Erdöl nicht überleben!

Ronald Stein

Der Elefant im Raum, über den niemand reden will ist, dass Erdöl die Grundlage unserer materialistischen Gesellschaft ist, bildet es doch die Basis für alle Produkte und Kraftstoffe, die von den 8 Milliarden Menschen auf diesem Planeten nachgefragt werden.

Um denjenigen die Realität vor Augen zu führen, die Netto-Null-Emissionen anstreben, sei gesagt, dass Wind und Sonne etwas anderes bewirken als Erdöl. Unzuverlässige erneuerbare Energien wie Windturbinen und Solarzellen erzeugen nur gelegentlich Strom, stellen aber keine Produkte für die Gesellschaft her.

Erdöl wird so gut wie nie zur Stromerzeugung verwendet, bildet aber, wenn es zu Petrochemikalien verarbeitet wird, die Grundlage für praktisch alle Produkte, die es vor dem 19. Jahrhundert noch nicht gab und die in Infrastrukturen wie Verkehr, Flughäfen, Krankenhäusern, medizinischer Ausrüstung, Haushaltsgeräten, Elektronik, Telekommunikation, Kommunikationssystemen, Raumfahrtprogrammen, Heizungs- und Lüftungsanlagen und im Militär verwendet werden.

Vor allem aber geht heute die Erkenntnis verloren, dass Rohöl in erster Linie NICHT zur Stromerzeugung, sondern zur Herstellung von Derivaten und Kraftstoffen verwendet wird, welche die Grundlage für alles sind, was die Wirtschaft und der Lebensstil zum Bestehen und Gedeihen benötigen.

Energie-Realismus erfordert, dass die Gesetzgeber, politischen Entscheidungsträger und Medien, die eine weit verbreitete Ignoranz gegenüber dem Erdölverbrauch an den Tag legen, das erschütternde Ausmaß der Dekarbonisierungs-Bemühungen verstehen. Tatsächlich werden alle Teile und Komponenten für Wind-, Solar- und Kernenergie mit Erdölderivaten hergestellt, die aus Rohöl gewonnen werden! Wenn wir die Welt also vom Öl befreien, werden Wind-, Solar-, Atom- und Wasserkraftwerke eliminiert!

Wir haben uns in den letzten 200 Jahren zu einer sehr materialistischen Gesellschaft entwickelt, und die Weltbevölkerung hat sich von einer auf acht Milliarden Menschen erhöht, weil es all die Produkte und unterschiedlichen Brennstoffe für Jets, Schiffe, Lastwagen, Autos, das Militär und das Raumfahrtprogramm gibt, die es vor 1800 noch nicht gab.

> Wenn die Regierungen der Welt die Erde von der Erdölnutzung befreien wollen, was ist dann die Ersatzquelle, die Kühlschränke, Reifen, Asphalt, Röntgengeräte, iPhones, Klimaanlagen und die anderen 6.000 Produkte herstellen kann, die Wind und Sonne NICHT herstellen können?

> Die Nutzung von Erdöl ist auf absehbare Zeit für das menschliche Wohlergehen unerlässlich. Das Streben nach „Netto-Null bis 2050“, ohne zuerst den Ersatz für Erdöl zu finden, wäre eine der zerstörerischsten Entwicklungen in der Geschichte der Menschheit.

> Alles, was Strom braucht, um zu funktionieren, wird mit Petrochemikalien hergestellt, die aus Erdöl gewonnen werden, wie iPhones, Defibrillatoren, Fernseher, Röntgengeräte usw.!

> Ohne Erdöl gäbe es nichts, was Strom braucht!

> Netto-Null-Zusagen können die Ungleichheiten beim Klimaschutz potenziell verschärfen. So können beispielsweise reiche Länder, zu denen einige der größten historischen Umweltverschmutzer gehören, Ausgleichsprojekte außerhalb ihrer Grenzen finanzieren, während sie im eigenen Land weiterhin die Umwelt verschmutzen.

> Im Gegenzug wird von den Entwicklungsländern erwartet, dass sie viele kostspielige Klimaschutzmaßnahmen ergreifen, wie die Umstellung auf erneuerbare Energien und die Elektrifizierung des Verkehrs.

> Solange kein Ersatz für Erdöl gefunden wird, kann die Welt nicht auf Erdöl verzichten, welches die Grundlage unserer materialistischen Gesellschaft ist.

Die führenden Politiker der Welt leben weiterhin in der „gefährlichen Illusion“ eines globalen Übergangs zu „reiner Elektrizität“, von der sie glauben, dass sie die Verwendung von Erdöl überflüssig machen wird, das die Gesellschaft in wenigen Jahrhunderten so weit gebracht hat. Ohne die Produkte, die aus den aus Erdöl hergestellten Petrochemikalien hergestellt werden, können sich die politischen Entscheidungsträger keine Jets, Schiffe, Verteidigungs- oder Raumfahrtprogramme ausdenken!

In den letzten 200 Jahren, nach der Entdeckung des Erdöls, stieg die Weltbevölkerung von 1 auf 8 Milliarden Menschen. Heute sind alle verfügbaren Stromerzeugungsoptionen wie Windturbinen, Sonnenkollektoren, Kernkraft, Wasserkraft, Kohle und Erdgas auf Produkte und Komponenten angewiesen, die aus Erdöl hergestellt werden, um Strom zu erzeugen.

Ein Rückblick auf die Geschichte der Erdölindustrie zeigt, dass das schwarze, schlammig aussehende Rohöl praktisch nutzlos war, wenn es nicht in Raffinerien zu Erdölderivaten verarbeitet werden konnte, die heute die Grundlage für chemische Produkte wie Kunststoffe, Lösungsmittel und Medikamente bilden – unerlässlich für den modernen Lebensstil. Die mehr als 6000 auf Erdöl basierenden Produkte werden für die Gesundheit und das Wohlergehen der Menschheit verwendet, und die Erzeugung von Elektrizität gab es vor ein paar Jahrhunderten noch nicht.

Heute gibt es mehr als 50.000 Handelsschiffe, mehr als 20.000 Verkehrsflugzeuge und mehr als 50.000 Militärflugzeuge, die mit aus Erdöl hergestellten Kraftstoffen betrieben werden. Auch die Kraftstoffe für die schweren und langstreckentauglichen Flugzeuge, die Menschen und Waren transportieren, die Handelsschiffe für die globalen Handelsströme und die Militär- und Raumfahrtprogramme sind von den aus Erdöl hergestellten Kraftstoffen abhängig.

Bei Flugzeugen und Schiffen, genauso wie bei den verschiedenen Möglichkeiten der Stromerzeugung, werden Teile und Komponenten aus Erdölderivaten verwendet, die aus Rohöl hergestellt werden.

Ohne Erdöl kann es keinen Strom geben. Alle Teile zur Erzeugung von Elektrizität und alle Komponenten, die zur Nutzung von Elektrizität benötigt werden, werden alle aus Erdölderivaten hergestellt, die aus Rohöl gewonnen werden. In der Zeit vor 1800, vor dem Erdöl, hatte die Menschheit keinen Strom.

Nach dieser kurzen Auffrischung des Wissens über Energie sind weitere Gespräche erforderlich, um den Unterschied zwischen der reinen Elektrizität aus erneuerbaren Energien und den PRODUKTEN zu erörtern, welche die Grundlage der materialistischen Welt der Gesellschaft bilden.

Link: https://www.cfact.org/2024/01/03/todays-constructive-world-cannot-survive-without-crude-oil/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Klimaziele unterminieren die Reduktion der globalen Armut

H. Sterling Burnett

Der Industriekonzern Energy Transfer ist mit einer Reihe von Anzeigen in die Offensive gegangen, in denen die entscheidende Bedeutung fossiler Brennstoffe für das tägliche Leben hervorgehoben wird. Es ist an der Zeit, dass die Industrie aufhört, Verteidigung zu spielen. Die Anzeigen konzentrieren sich jedoch darauf, wie fossile Brennstoffe die modernen Industriegesellschaften geschaffen haben. Nicht jeder hat Energie im Überfluss. Ein großer Teil der Welt leidet unter Energiearmut, und das ist einer der Hauptgründe, warum diese Regionen unter bitterer Armut, Hunger und vermeidbaren vorzeitigen Todesfällen leiden.

In den Jahrzehnten, in denen ich mich mit Fragen des Klimawandels beschäftige, habe ich Dutzende Male erörtert, wie die Bemühungen, den Klimawandel durch ein vorzeitiges Ende der Nutzung fossiler Brennstoffe zu bekämpfen, den Armen schaden und insbesondere die lang ersehnte wirtschaftliche Entwicklung in den ärmsten Ländern der Erde hemmen, vor allem in Afrika, Asien sowie Süd- und Mittelamerika. Fossile Brennstoffe sind zum Beispiel für die moderne medizinische Versorgung rund um die Uhr, für Notdienste und für die moderne Landwirtschaft unerlässlich.

Ich bin nicht der Einzige, der das bemerkt hat.

In einer aufschlussreichen und sachkundigen Analyse zeigt die Klimatologin Judith Curry, Autorin des kürzlich erschienenen BuchesClimate Uncertainty and Risk: Rethinking Our Response“ [etwa: Klima-Unsicherheit und Risiko: Neubewertung unserer Verantwortung], dass die Bemühungen um eine Begrenzung der Kohlendioxid-Emissionen und das Ziel „Netto-Null“ die erklärten Ziele der Vereinten Nationen zur Armutsbekämpfung und zur Beschleunigung der wirtschaftlichen Entwicklung untergraben, welche für die ärmsten Bevölkerungsgruppen der Welt die größte Hoffnung auf Fortschritt bieten.

Curry weist zunächst auf die offensichtlichen, aber oft ignorierten guten Nachrichten hin: Armut, Hunger und vorzeitige Sterblichkeit sind geringer als je zuvor, und die Lebenserwartung ist länger, was vor allem auf die Fortschritte zurückzuführen ist, die durch fossile Brennstoffe möglich wurden:

Vor 100 Jahren lag die Weltbevölkerung bei 2 Milliarden Menschen. Im letzten Jahrhundert ist die Bevölkerung auf 8 Milliarden gestiegen, die Lebenserwartung hat sich mehr als verdoppelt, ein viel kleinerer Prozentsatz der Weltbevölkerung lebt in Armut, der globale Wohlstand hat sich um den Faktor 20 erhöht, die landwirtschaftliche Produktivität und die Erträge sind erheblich gestiegen, und ein viel kleinerer Teil der Bevölkerung stirbt infolge extremer Wetter- und Klimaereignisse. …

Und all dies geschah in einem Zeitraum, in dem die globalen Temperaturen um etwa 1°C gestiegen sind.

Gleichzeitig haben sich die Regierungen der Welt im Rahmen der „Nachhaltigen Entwicklungsziele“ der Vereinten Nationen das Ziel gesetzt, Armut und Hunger zu beseitigen und bezahlbare Energie bereitzustellen. Diese Ziele stehen ganz oben auf der Liste der Vereinten Nationen, werden aber, wie Curry betont, durch die weiter unten auf der Liste stehenden Klimaziele untergraben.

Das Streben der westlichen Eliten nach einem Netto-Null-Wachstum als oberstes Entwicklungsziel bestimmt die Entscheidungen der internationalen Entwicklungsbanken, die zur Armutsbekämpfung gegründet wurden, und behindert die Bemühungen zur Linderung von Hunger und Armut, stellt Curry fest:

In einem kürzlich erschienenen UN-Bericht über die Fortschritte bei der Verwirklichung der Ziele für nachhaltige Entwicklung heißt es:

„Schockierenderweise ist der Hunger in der Welt auf ein Niveau zurückgekehrt, das seit 2005 nicht mehr erreicht wurde, und die Lebensmittelpreise sind in mehr Ländern weiterhin höher als im Zeitraum 2015-2019.

Beim derzeitigen Fortschritt werden erneuerbare Energiequellen auch im Jahr 2030 nur einen Bruchteil unserer Energieversorgung ausmachen, etwa 660 Millionen Menschen werden weiterhin ohne Strom sein, und fast 2 Milliarden Menschen werden weiterhin auf umweltschädliche Brennstoffe und Technologien zum Kochen angewiesen sein.“

Die Vernachlässigung dieser Nachhaltigkeitsziele zugunsten einer raschen Reduzierung der CO₂-Emissionen verlangsamt oder konterkariert sogar den Fortschritt bei den wichtigsten Zielen für nachhaltige Entwicklung.

Die Bemühungen, die Nutzung fossiler Brennstoffe rasch einzuschränken, behindern das Ziel Nr. 1, die Armut in Afrika zu verringern, und schränken Afrikas Bemühungen ein, seine eigenen Öl- und Gasressourcen zu entwickeln und zu nutzen (Ziel Nr. 7), da Gelder, die zuvor für die Entwicklung verwendet wurden, in die CO₂-Minderung umgeleitet werden (Ziel Nr. 13).

Das Ziel Nr. 2, keinen Hunger zu haben, wird dadurch erschwert, dass sich die Lebensmittelpreise und die Verfügbarkeit von Lebensmitteln durch die Klimaschutzbemühungen (Ziel Nr. 13) verschlechtern, z. B. durch negative Anreize für die Erschließung fossiler Brennstoffe, die zu einem geringeren Angebot und höheren Preisen für die in der Landwirtschaft benötigten Brennstoffe führen, sowie durch Biokraftstoffe (z. B. Mais und Pflanzenöle), Beschränkungen für die Viehzucht und Beschränkungen für Düngemittel.

Vor diesem Hintergrund stellt Curry die berechtigte Frage:

Sollte ein Element des Ziels 13, das sich auf Netto-Null-Emissionen bezieht, die höherrangigen Ziele Armut und Hunger und die Verfügbarkeit von Energie übertrumpfen? Nicht, wenn menschliches Wohlergehen, Blüte und Gedeihen die Ziele sind. Eine Klimapolitik, die von der vermeintlichen Dringlichkeit des Ausstiegs aus fossilen Brennstoffen angetrieben wird und andere Bedürfnisse und Kompromisse außer Acht lässt, ist selbst gefährlich.

Es gibt keine reichen, entwickelten Industrieländer, die nicht auch große Mengen an Energie, vor allem fossile Brennstoffe, erzeugen, produzieren und/oder verbrauchen. Das ist eine leicht nachprüfbare Tatsache.

Doch auf Geheiß der Vereinten Nationen und der sie beherrschenden westlichen Regierungen tun die Entwicklungsbanken – geschaffen, um die Armut zu bekämpfen und die wirtschaftliche Entwicklung voranzutreiben – genau das Gegenteil: Sie streben Netto-Null an. Wohlhabendere Gesellschaften sind weniger anfällig für und widerstandsfähiger gegenüber Naturkatastrophen, einschließlich derer durch Klima und Wetter. Infolgedessen bleiben die ärmsten Bevölkerungsschichten durch Netto-Null-Anstrengungen, die den Einsatz von für die Entwicklung wichtigen fossilen Brennstoffen verhindern, anfällig für solche Katastrophen. Die Menschen sind einem größeren Risiko ausgesetzt, als sie es wären, wenn sie fossile Brennstoffe nutzen würden, selbst wenn diese Nutzung für den Klimawandel verantwortlich wäre, schreibt Curry:

Die internationalen Entwicklungsgelder werden von der Armutsbekämpfung und der Stärkung der Widerstandsfähigkeit auf die Reduzierung der Kohlenstoffemissionen umgelenkt. Durch die Einschränkung der Entwicklung von elektrischer Energie verschlimmert diese Umlenkung die Folgen von Wetterrisiken und Klimawandel für die Armen der Welt. Entwicklung und Armutsbekämpfung erfordern reichlich und billige Energie, und Erdgas gilt für die meisten Länder als die beste kurzfristige Lösung. Um diesem Bedarf in den Entwicklungsländern entgegenzuwirken, hat UN-Generalsekretär António Guterres die Länder aufgefordert, die Erkundung und Förderung neuer fossiler Brennstoffe einzustellen. UK, die Vereinigten Staaten und die Europäische Union schränken Investitionen in fossile Brennstoffe aggressiv ein; die Weltbank, der Internationale Währungsfonds und andere Entwicklungsbanken werden unter Druck gesetzt, das Gleiche zu tun. Die Afrikanische Entwicklungsbank ist angesichts des Drucks der europäischen Anteilseigner immer weniger in der Lage, große Erdgasprojekte zu unterstützen.

Die Begrenzung der Entwicklung von Projekten für fossile Brennstoffe behindert die Entwicklung in Afrika erheblich. Afrika hungert nach Energie; die eine Milliarde Menschen in Subsahara-Afrika verfügen über eine Stromerzeugungskapazität, die geringer ist als die von UK mit 67 Millionen Menschen. …

Jeder Dollar, der für die Reduzierung der Kohlenstoffemissionen ausgegeben wird, könnte eine wesentlich größere Wirkung haben, wenn er in Bildung, medizinische Versorgung, Ernährungssicherheit und kritische Infrastrukturen fließen würde.

Und nein, es sind nicht nur die freiheitsliebenden westlichen Klima-„Leugner“, die diese Argumente vorbringen. Wie Curry anmerkt, erheben afrikanische Führer und Aktivisten Einwände dagegen, dass die Klimabesessenheit der westlichen Welt die weltweiten Bemühungen zur Armutsbekämpfung untergräbt:

Führende Politiker aus Entwicklungsländern haben diese Änderungen in der internationalen Finanzierungspraxis scharf kritisiert. Der ugandische Präsident Yoweri Museveni warnt, dass der Westen, indem er den afrikanischen Ländern den Klimaschutz aufzwingt, „Afrikas Versuche, sich aus der Armut zu befreien, zunichte machen wird“.

In einem vielbeachteten TED-Vortrag (Technology, Entertainment, Design) der kenianischen Energieexpertin (und Aktivistin) Rose Mutiso wird die Erzwingung von Emissionsminderung für die Armen der Welt, die die wirtschaftliche Ungleichheit vergrößert, als „Energie-Apartheid“ bezeichnet:

„Bei meiner Arbeit im Bereich globale Energie und Entwicklung höre ich oft die Aussage: ‚Wegen des Klimas können wir es uns nicht leisten, dass alle Menschen unseren Lebensstil leben‘. Diese Sichtweise ist schlimmer als herablassend. Sie ist eine Form von Rassismus und schafft ein globales Energiesystem mit zwei Klassen, mit Energieüberfluss für die Reichen und winzigen Solarlampen für Afrikaner.“

Es ist an der Zeit, den westlichen Klima-Kolonialismus zu beenden und es den armen Nationen zu ermöglichen, sich so zu entwickeln, wie wir es mit der Nutzung fossiler Brennstoffe getan haben. Die Welt kann sich an etwaige negative Klimafolgen einer solchen Politik anpassen, falls sie eintreten sollten, so wie es die Menschen im Laufe der Geschichte immer geschafft haben.

Quelle: Climate Etc.

Link: https://heartlanddailynews.com/2024/01/climate-change-weekly-492-climate-goals-undermining-global-poverty-reduction/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Ist die geringe Schneedecke dieses Jahres* ein Anzeichen der Globalen Erwärmung?

Cliff Mass Weather Blog

[*Im Nordwesten der USA. – Alle Hervorhebungen in diesem Beitrag im Original]

Die schlechte Berichterstattung über die Entwicklung der Schneedecke in der Seattle Times und anderen Zeitungen war heute auf der Titelseite unserer Lokalzeitung zu lesen:

Die rechte Seite des Titelblatts war mit der Meldung „Winter has arrived, snow not so much“ gefüllt. Dieser Artikel, ein Nachdruck eines Artikels von Mike Baker in der NY Times, suggeriert, dass der Schneemangel auf die globale Erwärmung/Klimaveränderung zurückzuführen ist:

Erstaunlicherweise vernachlässigt dieser Artikel den Hauptgrund für die geringe Schneedecke: Dies ist ein sehr starkes El-Nino-Jahr.

Der Artikel geht nicht auf die Entwicklung der Schneedecke in den Bergen in den letzten Jahrzehnten ein: ein entscheidender Test, ob der Klimawandel dafür verantwortlich gemacht werden kann.

Einfach schlechter Journalismus. Aber nehmen wir die richtige Analyse in diesem Blog vor, dann können Sie selbst entscheiden.

El Nino

Wir befinden uns in einer sehr starken El Nino-Phase, und solche Ereignisse stehen in engem Zusammenhang mit hohen Wintertemperaturen und geringer Schneedecke in der Region. Die Meerestemperaturen lagen in den letzten zwei Monaten etwa 2 °C über dem Normalwert:

Laut NOAA/NWS sind El-Nino-Jahre mit wärmeren als normalen Monaten Oktober-November-Dezember verbunden (siehe unten für eine lokale Klimaeinteilung):

Und der Schneefall ist in unserer Region allgemein geringer als normal während El-Nino-Herbstperioden (braune Farben):

Die Wärme und die geringe Schneedecke über dem Nordwesten in El-Nino-Jahren werden durch verstärkten Tiefdruck über dem östlichen Pazifik und Hochdruck im Nordosten unserer Region verursacht. Das beobachtete Muster für den Zeitraum vom 1. November bis zum 27. Dezember dieses Jahres auf 500 hPa sieht genauso aus:

El Nino ist eindeutig eine der Hauptursachen für unsere anomale Wärme und die geringe Schneedecke, was in dem Artikel nicht erwähnt wird.

Aber es gibt noch eine weitere Möglichkeit, die von der Seattle Times/NY Times behauptete Ursache der geringen Schneedecke durch den Klimawandel zu überprüfen.

Wäre der Klimawandel die Ursache, so würde die Schneedecke in der Region mit der Erwärmung des Planeten immer mehr abnehmen.

Das können wir überprüfen. Unten sehen Sie eine Grafik des Wassergehalts der Schneedecke im Nordwesten am 1. April für die letzten Jahrzehnte (1984-2023), mit freundlicher Genehmigung des ehemaligen Klimatologen an der Washington State University Mark Albright. Die lineare Trendlinie ist ebenfalls eingezeichnet (schwarze/braune Linie).

Viele Höhen und Tiefen, aber kein Trend. Der Klimawandel führt also nicht zu einem signifikanten langfristigen Rückgang unserer Schneedecke:

Eine unabhängige Überprüfung dieser Zahlen besteht darin festzustellen, wann die Schneedecke in den Bergen geschmolzen ist. Bei einer geringeren Schneedecke würde der Schnee natürlich schneller schmelzen. Unten ist das Datum der Schneeschmelze am Steven Pass (ca. 1200 m ü. NN) angegeben.

Wenn überhaupt, hat sich dieser Vorgang immer mehr verzögert:

Verstehen Sie mich jetzt nicht falsch. Der Planet erwärmt sich langsam, was langfristig zu einer geringeren Schneedecke führen könnte. Aber derzeit sind die Auswirkungen der globalen Erwärmung auf die Schneedecke im Nordwesten recht gering.

Die Behauptung, dass unsere stark reduzierte Schneedecke in diesem Jahr auf den Klimawandel zurückzuführen ist, ist eindeutig falsch.

Es ist eine Schande, dass die größte nationale Zeitung (die NY Times) und unsere Lokalzeitung (die Seattle Times) nicht in der Lage sind, die Sachlage ausreichend zu recherchieren und die Geschichte richtig zu stellen.

Ihre Leser werden schlecht informiert.

Link: https://wattsupwiththat.com/2024/01/01/is-the-low-snowpack-this-year-a-sign-of-global-warming/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Künstlich steigende Höchsttemperaturen

Kip Hansen

Roger Pielke Jr. veröffentlichte kürzlich bei WUWT einen Artikel mit dem Titel: „U.S. Climate Extremes: 2023 Year in Review – A Very Normal Year“ [in deutscher Übersetzung hier]. In diesem Beitrag verwendet er diese Grafik:

Es ist leicht zu erkennen, dass sowohl die Höchsttemperaturen im Januar als auch die Höchsttemperaturen im Juli gestiegen sind – die Januartemperaturen stärker als die Juli-Temperaturen – obwohl dies durch die unterschiedlichen Skalen der beiden Diagramme etwas verdeckt wird. (Achtung: Die Temperaturaufzeichnungen, auf denen diese Grafik beruht, sind vor etwa 1940 wissenschaftlich nicht zuverlässig). Außerdem muss man darauf achten, was genau gemessen wird.

Es handelt sich nicht um die übliche Durchschnittstemperatur. Nicht die monatliche Durchschnittstemperatur.

Es handelt sich um die Höchsttemperatur in den zusammenhängenden US-Staaten [= zwischen Kanada und Mexiko] für diese beiden Monate, Januar und Juli – unter der Annahme, dass dies der kälteste bzw. der wärmste Monat ist. Zumindest können wir sagen, dass es sich um einen kalten und einen warmen Monat handelt.

Wie berechnen wir nun eine solche Aufzeichnung? Nehmen wir einfach an, die NOAA hat das getan, was sie normalerweise tut – sie hat eine Art Durchschnitt der Höchsttemperaturen genommen, die jeden Tag von ihren Wetterstationen in diesen US-Staaten gemeldet wurden – diese Temperaturen werden normalerweise als „Tmax“ in den täglichen Aufzeichnungen der Stationen angegeben.

Lassen wir mal alle üblichen Argumente über die Unsinnigkeit solcher Durchschnittswerte beiseite und akzeptieren wir einfach den Gedanken, den sie zu repräsentieren versuchen. (Nichts davon ist die Schuld von Roger Pielke Jr. – er gibt nur wieder, was in den von der NOAA erstellten Grafiken steht).

Aber betrachten Sie lieber genau, was sie berichten – maximale Tagestemperaturen (irgendwie gemittelt). Aber wie wird das gemessen?

Wie wurde dies im frühen 20. Jahrhundert gemessen? Man verwendete etwas Ähnliches, das Six’s Min-Max-Thermometer.

Allerdings erklärt das Wiki:

„MMTS (Meteorologie)

Ein Maximum-Minimum-Temperatur-System (MMTS) ist ein Temperaturaufzeichnungssystem, das die Höchst- und Tiefsttemperaturen aufzeichnet, die in einem bestimmten Zeitraum aufgetreten sind.

Die älteste und vielleicht immer noch bekannteste Form ist das Maximum-Minimum-Thermometer, das 1782 von James Six erfunden wurde.

Heute ist ein typisches MMTS ein Thermistor. Dieser kann vor Ort abgelesen werden oder seine Ergebnisse elektronisch übermitteln.“

Weather.gov bietet folgende Informationen:

Temperatursensoren – Flüssigkeit

Die in einem CRS [Cotton Region Shelter] verwendeten Thermometer sind Flüssigthermometer (Liquid In Glass, LIG) und bestehen entweder aus Alkohol oder Quecksilber. Alkoholthermometer werden in den kälteren Klimazonen eingesetzt, in denen die Temperaturen im Winter unter -40 Grad fallen, dem Gefrierpunkt von Quecksilber. Minimum-Thermometer haben einen kleinen Balken in der Flüssigkeit, der bei sinkender Temperatur durch das Rohr gezogen wird. Wenn die Temperatur wieder steigt und die Flüssigkeit wieder nach oben fließt, bleibt der Balken auf der Tiefsttemperatur. So kann der Beobachter die niedrigste Temperatur ablesen. Maximum-Thermometer haben eine kleine Unterbrechung in der Nähe des Bodens der Flüssigkeitsmulde am unteren Ende des Thermometers. Wenn die Temperatur vom Höchstwert abfällt, hält diese Unterbrechung die Flüssigkeit am Höchstwert fest. Die Maximum- und Minimumthermometer werden auf einem Gestell montiert [siehe das Eingangsbild oben – die beiden quer liegenden Thermometer A. d. Übers.] Nachdem der Beobachter die Höchst- und Tiefsttemperaturen notiert hat, kippt er das Gestell. Dadurch werden die Thermometer zurückgesetzt, indem die Flüssigkeit im „Maximum“-Thermometer wieder aufsteigt und der Balken im „Minimum“-Thermometer wieder auf den höchsten Punkt der Flüssigkeit fällt. Die Thermometer sind nun zurückgesetzt und ermöglichen die Beobachtung der höchsten und niedrigsten Temperaturen für den nächsten Tag.

Temperatursensor – elektronisch (Das neuere elektronische MMTS kann wie das hier abgebildete aussehen.)
Eine andere und neuere Art von Thermometer ist das Maximum Minimum Temperature System (MMTS). Ein MMTS ist ein elektronisches Thermometer, das sich nicht allzu sehr von dem unterscheidet, das man in einem Elektronikgeschäft kaufen kann. Das MMTS besteht aus einem Thermistor. Dieser Thermistor ist in einem Gehäuse untergebracht, das an einen Bienenstock erinnert. Die Funktionsweise ist ähnlich wie die des CRS. Derzeit benötigt der MMTS ein Kabel, um den Sensor mit einem Display zu verbinden. Für die Zukunft sind drahtlose Anzeigen geplant. Damit würden viele der Probleme, die mit kabelgebundenen Systemen verbunden sind, entfallen.

In den 1980er Jahren begann man, Thermistor-MMTS-Einheiten in die Systeme der NOAA und des NWS einzuführen. [Quelle]

In einer größeren Anwendung wie dem NY State Meso-Netzwerk [Mesonet] sieht eine typische Station wie folgt aus:

Dies ist eine Mesonet-Station hoch in den Catskill Mountains. Ich habe dieses Foto vor ein paar Wochen aufgenommen. Eingekreist ist der 6-Fuß-Temperatursensor. Es handelt sich um einen RM Young 41342 [Datenblatt] in einem RM Young 43502 – Aspirated Radiation Shield. Die Standardversion hat eine Genauigkeit (bei 23 °C) von ±0,3 °C und eine Reaktionszeit von 10 Sekunden.

Warum müssen wir die Reaktionszeit kennen, wenn wir die Lufttemperatur in 2 m Höhe messen? Nun, als Kind wurde unsere Körpertemperatur mit einem Fieberthermometer gemessen – einem „Flüssigkeit-im-Glas“-Mundthermometer (bei mir war es ein Quecksilber-im-Glas, später ein Alkohol-im-Glas), das man „unter die Zunge“ halten mussten, wie lange? „3 Minuten lang“. So lange dauerte es, bis ein „Flüssig-im-Glas“-Thermometer [LIG] die Temperatur zuverlässig veränderte und aufzeichnete. Unsere ursprünglichen Six’s Min-Max-Thermometer, die viele Jahre lang verwendet wurden und auch heute noch an einigen Orten im Einsatz sind, hatten eine ähnliche Reaktionszeit auf Temperaturänderungen, die in Minuten und nicht in Sekunden gemessen wurden.

Dies ist wichtig, wenn man sich die Aufzeichnungen der Höchsttemperaturen einer Wetterstation ansieht. Bei einer richtig platzierten Wetterstation, die in vielerlei Hinsicht der oben abgebildeten Mesonet-Station ähnelt, ist die Wahrscheinlichkeit gering, dass eine elektronische MMTS sehr kurzfristige Temperaturänderungen aufzeichnet. Es gibt keine Parkplätze, keine Klimaanlagen, keine Abgase von Düsenflugzeugen, keine Lieferwagen, keine Gebäude, die Wärme reflektieren, keine seltsamen kleinen Verschiebungen, bei denen eine Minute lang ein Strom untypisch heißer Luft über den Sensor geblasen wird, usw.

Viele NOAA-Wetterstationen bestehen nur aus einem MMTS auf einem Mast. (siehe Anthony Watts‘ Berichte über das Surface Station Project – in deutscher Übersetzung hier).

(Interessante Anmerkung: Die NYS Mesonet-Station TANN, die hier mit einem UFO (unidentifiziertes Fingerobjekt) oben links abgebildet ist, schien mir, als ich sie an einem kalten verschneiten Morgen besuchte, eine sehr gut gelegene Wetterstation zu sein. Auf der Website mit den Standortdaten wird jedoch eine Standortbewertung für verschiedene Messungen gemäß den WMO SITING CLASSIFICATIONS FOR SURFACE OBSERVING STATIONS ON LAND (WMO-Standortklassifizierungen für Bodenbeobachtungsstationen) angegeben [Pflichtlektüre für alle, die sich mit der Standortwahl von Stationen und der Temperatur-/Wetteraufzeichnung befassen], in der „die WMO-Richtlinien verschiedenen Variablen eine Klassifizierungsnummer zuweisen, wobei 1 die beste Klassifizierung [auf einer Skala von 1-5] ist. Höhere Klassifizierungen weisen darauf hin, dass die Umgebung des Standorts zu Unsicherheiten in den Daten führen kann.“ Von den drei Kategorien, die für diese Station bewertet wurden, erhielt sie eine „4“ für Temperatur/Luftfeuchtigkeit und eine „5“ für Oberflächenwind und Niederschlag.)

Zurück zur Reaktionszeit: Warum sollte das einen Unterschied machen?

Ich wusste es nicht, aber ich hatte einen Verdacht….so stellte ich natürlich Anthony Watts, den Mann, der sich wahrscheinlich am besten damit auskennt, wie die Temperaturen in Wetterhütten, in den etwas ähnlichen Cotton Region Shelters (CRS) und in modernen elektronischen Wetterstationen gemessen werden, diese Frage:

„Pielke Jr. hat diese Diagramme der Höchsttemperaturen im Januar und Juli veröffentlicht. (in seinem Substack und bei WUWT).

Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Teil des Anstiegs auf den Einsatz elektronischer Wetterstationen zurückzuführen ist, die SOFORT Höchst- und Tiefstwerte melden?“

Mit Anthonys Erlaubnis zitiere ich seine Antwort:

„Ich bin davon überzeugt, dass kurze, lokale Ereignisse, wie z. B. eine Winddrehung, die Wärme vom Straßenbelag mit sich bringt, zu einem falschen Höchstwert beitragen können. Sowohl das MMTS-System als auch das ASOS-System zeichnen die Tmax auf – nicht aber die Dauer.

Die Reaktionszeit eines Quecksilber- oder Alkoholthermometers macht es im Grunde zu einem Tiefpassfilter, und solche unerwünschten Ereignisse werden nicht aufgezeichnet.

Die Lösung besteht darin, einen elektronischen Thermometersensor mit einem ‚Massenhut‘ zu versehen, um seine Reaktionszeit auf die eines Quecksilber- oder Alkoholthermometers zu reduzieren.“ – Anthony Watts (persönliche Mitteilung)

(„Massenhut“ – das wäre so etwas wie eine Hülse, die über den Thermistor gestülpt wird, d. h. die lange dünne Sonde, die auf diesem Bild zu sehen ist, mit einer ausreichenden Masse, welche die Temperatur ändern muss, bevor der Thermistor beeinflusst wird – dadurch wird die Reaktionszeit des Thermistors verlangsamt, so dass sie eher derjenigen von Max/Min-Thermometern mit Flüssigkeit in einem Glasröhrchen entspricht.)

Wie kommt das, fragen Sie? Es ist das Ergebnis von genau dem, was sie messen und aufzeichnen: die Höchsttemperaturen. Hier sind die stündlichen Höchstwerte einer imaginären Wetterstation:

Wir können den üblichen Tagesgang erkennen: Erwärmung bis Mittag, Abkühlung über Nacht. Aber hey, was ist das, was da in der Mitte herausragt? Um 10.00 Uhr? Das, meine Freunde, ist ein falscher Momentanwert der Temperatur. Sehen Sie mal, dies ist die imaginäre Station Anywhere, USA:

Sie können die MMTS auf der linken Seite, auf dem Rasen, und die fünf Klimaanlagen in einem Abstand von 6 bis 8 Metern sehen. Vielleicht liefen die Klimaanlagen des Gebäudes gegen 10 Uhr zeitgesteuert an und gaben jede Menge Wärme ab, gerade als ein Windstoß vom Gebäude rechts um die Ecke kam und all die zusätzliche Wärme für eine Minute auf das MMTS blies. Das MMTS zeichnet pflichtbewusst eine neue Höchsttemperatur auf. Diese kleine Spitze wird als Tageshöchstwert gemeldet und zum monatlichen Höchstwert gemittelt. Je mehr MMTS dem Netz hinzugefügt werden, desto mehr ungewollte momentane Höchstwerte können aufgezeichnet werden, was die Höchsttemperatur in den zusammenhängenden USA im Januar oder Juli jedes Jahr ein wenig nach oben treibt, da die Anzahl der MMTS-Einheiten die Anzahl der unerwünschten Messwerte erhöht.

Diese Art von falschen Tmax-Messwerten kann durch alle möglichen Dinge verursacht werden. Siehe Anthonys zwei Berichte über Oberflächenstationen [2009 hier und 2022 hier {auf Deutsch hier}]. Auf Flughäfen kann eine schlecht platzierte MMTS durch vorbei rollende oder wendende Düsenflugzeuge auf der Rollbahn beeinflusst werden. Bei Stationen auf Parkplätzen kann ein UPS- oder Amazon-LKW, der direkt neben der MMTS geparkt ist, für ein oder zwei Minuten zusätzliche Wärme auf die MMTS reflektieren. Ein kleiner Windhauch wirbelt die heißeste Luft zehn Zentimeter über dem schwarzen Asphalt auf und weht sie über das MMTS. Der Punkt ist, dass es nicht lange dauern muss – 10 Sekunden Reaktionszeit! Neue Tmax!

Lassen Sie mich ein Echtzeit-Beispiel aus dem wirklichen Leben von einer Wetterstation geben, die ich schon oft besucht habe: C – Turkey Point Hudson River NERRS, NY (NOS 8518962). Auf dieser Seite finden wir die Echtzeit-Standard-Wetterdaten der letzten 45 Tage. Die Temperaturen werden in Sechs-Minuten-Intervallen aufgezeichnet (es handelt sich um gemittelte Momentanwerte). (Anmerkung: ASOS-Stationen verwenden dagegen Fünf-Minuten-Intervalle) Wenn wir uns die Daten genauer ansehen, finden wir zum Beispiel diesen 30-Minuten-Zeitraum am 18. Dezember 2023 von 14:36 bis 15:00 – fünf Sechs-Minuten-Aufzeichnungen:

Ein Temperatursprung von 4,2°C in sechs Minuten? Über 20 Minuten lang bleibt die aufgezeichnete Temperatur höher und fällt dann auf 10-11°C zurück. (Siehe Anmerkung weiter unten) In den Aufzeichnungen dieser Station gibt es viele Beispiele für diese Art von Merkwürdigkeiten. In diesem Fall verwandelt sich ein Tag mit 10-11°C plötzlich in einen Tag mit 15°C – für 15 Minuten. Diese 15°C sind ein Tmax für den Tag – fast 4°C höher als der Rest des Tages. Die Durchschnittstemperatur (einschließlich des falschen Messwerts) für die Stunde (alle sechsminütigen Aufzeichnungen), in der diese Kuriosität auftritt, beträgt 12,7 °C.

Anmerkung: „Einmal pro Minute berechnet die ACU (die zentrale Verarbeitungseinheit für das ASOS) den 5-Minuten-Mittelwert der Umgebungstemperatur und der Taupunkttemperatur aus den 1-Minuten-Mittelwerten (vorausgesetzt, es sind mindestens 4 gültige 1-Minuten-Mittelwerte verfügbar). Diese 5-Minuten-Mittelwerte werden auf das nächste Grad Fahrenheit gerundet, auf die nächsten 0,1 Grad Celsius umgerechnet und einmal pro Minute als 5-Minuten-Mittelwert der Umgebungs- und Taupunkttemperatur gemeldet. Alle mittleren Temperaturwerte werden aufgerundet (z. B. +3,5°F wird auf +4,0°F aufgerundet; -3,5°F wird auf -3,0°F aufgerundet; während -3,6 °F auf -4,0 °F aufgerundet wird).“ [Quelle: ASOS Users Guide, 1998] Die abgebildete Station ist eine NERRS-Station und verwendet 6-Minuten-Intervalle, aber der Algorithmus ist ähnlich – kh.

Hier sehen Sie, wie das funktioniert, um die Temperaturaufzeichnungen zu verzerren – sowohl die Tmax-Aufzeichnung als auch die Tmittel-Aufzeichnung:

Die fünf letzten 1-Minuten-Werte werden gemittelt, so dass sich jede Minute ein neuer 5-Minuten-Durchschnitt ergibt. Im NERRS-Netz werden die 1-Minuten-Werte alle fünf Minuten gemittelt, um den aufgezeichneten 5-Minuten-Temperaturrekord zu erstellen. [Hinweis: Die verschiedenen Agenturen verwenden leicht abweichende Algorithmen und Zeitpläne – NERRS verwendet sechsminütige Durchschnittswerte, während ASOS fünf Minuten verwendet.] Eine einzige fehlerhafte 1-Minuten-Temperatur verursacht fünf fehlerhaft hohe 5-Minuten-Durchschnittswerte im ASOS-System (die orangefarbene Kurve in den obigen Diagrammen). Im NERRS-Netz führt ein einziger falscher Messwert zu mindestens zwei falsch hohen aufgezeichneten 5-Minuten-Werten (rote Kurve und Sterne).

Das Diagramm am Anfang dieses Aufsatzes – Höchsttemperatur in den zusammenhängenden USA – wird durch folgendes Verfahren erstellt: „Einmal täglich (um 23:59 Uhr MESZ) werden die höchsten und niedrigsten Umgebungstemperaturen für den laufenden Monat zusammen mit dem Datum bzw. den Daten des Auftretens berechnet und bis zum Ende des folgenden Monats gespeichert. Am ersten Tag des Folgemonats gibt ASOS die monatliche Höchsttemperatur und das Datum/die Daten des Auftretens sowie die monatliche Mindesttemperatur und das Datum/die Daten des Auftretens aus.“ Daraus folgt logischerweise, dass falsch hohe Momentanwerte leicht zu einer Auflistung der monatlichen Höchsttemperatur führen können und somit die von Pielke Jr. hervorgehobene Grafik der NOAA erzeugen.

Ja, das kann verwirrend sein, aber: Das NERRS-Netz zeichnet nicht jede 1-Minuten-Temperatur auf, sondern nur einen Durchschnitt alle sechs Minuten. ASOS und MMTS zeichnen jede Minute einen neuen 5-Minuten-Durchschnitt auf, der ebenfalls keine Aufzeichnung der 1-Minuten-Temperaturmessungen selbst ist.

Dies sind Beispiele für falsche momentane MMTS/ASOS-Temperaturmesswerte und ihre Auswirkungen – und sie führen zum

Fazit: Es gibt eine vernünftige Hypothese, die untersucht werden könnte oder sollte:
Mit der weit verbreiteten Einführung von MMTS- und ASOS-Wetterstationen seit 1980, die jede Minute mit einer Reaktionszeit von 10 Sekunden Momentantemperaturen aufzeichnen, können unerwünscht hohe Momentantemperaturen als Tmax aufgezeichnet werden, die sowohl den täglichen Temperaturdurchschnitt (Tavg) als auch die täglichen, wöchentlichen, monatlichen und jährlichen Tmax-Aufzeichnungen in die Höhe treiben – verfälschen.

Kommentar des Autors:

Eine gute Frage, die auf Neugierde über eine Beobachtung von etwas (anomal oder nicht) beruht, ist die Grundlage jeder guten Wissenschaft und Forschung.

Dieses Thema könnte wichtig sein, denn alle Temperaturaufzeichnungen (lokal, in den angrenzenden USA, regional und global) basieren auf der Aufzeichnung von Tmittel – der täglichen „durchschnittlichen“ Temperatur einer Wetterstation. Dieser „Durchschnitt“ ist nicht der Durchschnitt aller Temperaturmessungen für einen Zeitraum von 24 Stunden, sondern der „Durchschnitt“ der Tmin und Tmax dieses 24-Stunden-Zeitraums. Daher werden die Tages-/Wochen-/Monatsdurchschnittswerte stark von Tmax beeinflusst. (Weitere Einzelheiten finden Sie in diesem Dokument der National Centers for Environmental Information).

[Einschub des Übersetzers: In Deutschland wurde früher das „Klimamittel“ mit den Werten der sog. „Mannheimer Stunden“ gebildet. Formel: T7 Uhr + T14 Uhr + 2 mal T21 Uhr dividiert durch 4. Die Höchst- bzw. Tiefsttemperatur ging in dieses Verfahren nicht ein. Seit den 1980-er Jahren wird dieses Klimamittel aus stündlichen Temperaturmessungen gebildet. Ob heute ein noch anderes Verfahren durchgeführt wird, entzieht sich meiner Kenntnis. – Ende Einschub]

Nicht nur der Tmax-Wert kann durch anomale Momentanwerte nach oben gedrückt werden, sondern alle nachfolgenden Temperaturmesswerte.

Vor fast 20 Jahren erstellten K. G. Hubbard et al. eine Arbeit mit dem Titel „Air Temperature Comparison between the MMTS and the USCRN Temperature Systems“, in der sie feststellten, dass die MMTS-Systeme Tmax zu hoch und Tmin zu niedrig ansetzten. Die Studie basierte auf den Daten eines einzigen Jahres, behauptet aber, dass die MMTS-Daten „korrigiert“ wurden oder vielleicht immer noch werden.

Link: https://wattsupwiththat.com/2024/01/05/rising-maximum-temperatures/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Sonnenzyklus 25

Cap Allon

Nachfolgend meine gekürzte Version einer Aktualisierung der „solaren Magnetfelder“ von solen.info, veröffentlicht am 4. Januar 2024:

Die Entwicklung der Stärke des solaren Magnetfeldes während eines Sonnenfleckenzyklus‘ kann zur Vorhersage der Stärke des nächsten Zyklus‘ und des Höhepunktes des aktuellen Zyklus‘ verwendet werden. Umkehrungen des polaren Feldes treten normalerweise innerhalb eines Jahres nach dem Sonnenfleckenmaximum auf. Es ist nicht ungewöhnlich, dass das nördliche und das südliche Polfeld erhebliche Unterschiede in der Feldstärke aufweisen und sich im Laufe der Zeit asynchron entwickeln.

Das Wilcox Solar Observatory sammelt seit 1975 Daten zum solaren Magnetfeld.
Ungefilterte Daten sind unten dargestellt:

Das nächste Diagramm zeigt nur die (mit einem 20-nHz-Tiefpassfilter) gefilterten Feldstärkedaten.

Vertikale Linien wurden zur besseren Orientierung hinzugefügt. Sie stellen die Feldumkehrungen sowie die Minimal- und Maximalwerte der Sonnenfleckenzyklen dar.

Im Solarzyklus 24 änderte das Magnetfeld der solaren Nordhemisphäre seine Polarität zuerst im Juni 2012, schwächte sich dann ab und war im April 2014 nahezu neutral. Das Südpolarfeld kehrte sich im Juli 2013 um. Bei der letzten ähnlichen Polaritätsumkehr in den Jahren 1989-1991 kehrte sich das Nordpolarfeld 14 Monate vor der Umkehrung des Südpolarfelds um. Das Nordpolarfeld erreichte seinen Höhepunkt im September 2019, während das Südpolarfeld im November 2015 seinen Höhepunkt erreichte.

Die Stärke der polaren Felder auf ihrem Höhepunkt während des Zyklus‘ 24 deutete darauf hin, dass der Sonnenzyklus 25 eine Stärke erreichen könnte, die zwischen der von Zyklus 23 und 24 liegt. Das Nordpolarfeld kehrte seine Polarität zum ersten Mal im April 2023 um, während das Südpolarfeld im Oktober 2023 und das Gesamtfeld im November 2023 umkehrten.

Wichtigste Erkenntnis: „Das solare Maximum von SC25 könnte bereits in der Vergangenheit liegen, da der 365-Tage-geglättete Sonnenfluss am 27. Juni 2023 seinen Höhepunkt erreichte.“

Wenn das tatsächlich der Fall ist, dann geht es von hier aus nur noch abwärts, bis zum Solarzyklus 26 – der, wie ich seit langem behaupte, der Zeitpunkt sein könnte, an dem das nächste „Große Solare Minimum“ richtig beginnt, an dem die Kälte des solaren Minimums Kampf, Streit und Not in weite Teile des Planeten zurückbringt, wenn die Kälte einsetzt und die Ernten ausfallen.

Dass wir uns bereits auf der Abwärtsspirale des SC25 befinden, ist eine beunruhigende Aussicht.

Seit Menschengedenken bedeuten lang anhaltende Phasen geringer Sonnenaktivität eine globale Abkühlung.

NASA: „Von 1650 bis 1710 sanken die Temperaturen in weiten Teilen der nördlichen Hemisphäre, als die Sonne in eine ruhige Phase eintrat, die heute als Maunder-Minimum bezeichnet wird. Während dieser Zeit erschienen nur sehr wenige Sonnenflecken auf der Sonnenoberfläche, und die Gesamthelligkeit der Sonne nahm leicht ab. … Europa und Nordamerika froren ein: Alpengletscher dehnten sich über das Ackerland in den Tälern aus, das Meereis kroch von der Arktis nach Süden und die berühmten Kanäle in den Niederlanden froren regelmäßig zu – ein Ereignis, das heute selten ist.“

Temperaturveränderung zwischen 1780 (einem Jahr mit normaler Sonnenaktivität) und 1680 (einem Jahr in den Tiefen des Maunder-Minimums). Und beachten Sie: Zwar wird es auf der Erde insgesamt kälter, sind nicht alle Regionen von der Abkühlung betroffen. Wie obige „Maunder Minimum Reconstruction Map“ der NASA zeigt, erwärmen sich Gebiete wie die Arktis, Alaska und der Nordatlantik sogar.

Die in Astrophysik promovierte Professorin Valentina Zharkova hat zahlreiche Arbeiten zu diesem Thema veröffentlicht, insbesondere zum Doppeldynamo-Effekt der Sonne. Diese Forschungen wurden von den Mainstream-Medien schnell in Misskredit gebracht, was nicht zuletzt an Zharkovas völliger Missachtung des heutigen CO₂-GHG-Groupthink liegt.

Zharkova betont seit langem, dass die „globale Erwärmung“ in den nächsten drei Jahrzehnten während des modernen Großen Sonnenminimums, das ihrer Meinung nach im Jahr 2020 begann und bis 2053 andauern wird, irrelevant werden wird.

Ihren Forschungen zufolge werden die niedrigsten Temperaturen am Ende des 25. Sonnenzyklus, im 26. Zyklus (dem am wenigsten aktiven Zyklus) und in den Zyklen 26 und 27 herrschen, „und wir werden dies durch einen Mangel an Vegetation spüren“, erklärt sie.

„Beginnend nach der aktiven Periode des Sonnenzyklus 25, von der zweiten Hälfte dieses Jahrzehnts [2020er Jahre] bis in die frühen 2050er Jahre, wird die Erde außergewöhnliche Kälte, extremes Wetter, Erdbeben und Vulkanausbrüche erleben“, argumentiert sie und verweist auf das Jahr 2030, in dem die Abkühlung selbst für die überzeugendsten AGW-Befürworter offensichtlich sein wird, wobei das darauf folgende Jahrzehnt (die 2030er Jahre) „so kalt sein wird, dass es zu einer schweren Nahrungsmittelknappheit führen wird“.

Professor Valentina Zharkova hat ihre eigene Website zu diesem Thema.

Link (Zahlschranke): https://electroverse.substack.com/p/scandinavia-sets-coldest-temperatures?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

Hinweis des Übersetzers: Blogger Cap Allon wurde im vorigen Jahr von allen Einkommensquellen abgeschnitten (Google etc.). Um seinen Blog weiter zu betreiben, war er daher gezwungen, eine Zahlschranke zu installieren. Ich selbst habe mich dort als Kunde registrieren lassen (was ich als Spende für das EIKE verstanden wissen will). Die Zahlschranke hat aber zur Folge, dass die Übersetzungen von dort (das gilt wie erwähnt auch für die Kältereports!) nicht mehr überprüft werden können. Ich verbürge mich aber dafür, korrekt und inhaltstreu übersetzt zu haben! Christian Freuer, EIKE-Übersetzer