Verschleierungen des Establishments

Cap Allon

Befürworter der globalen Erwärmung wie der Meteorologe Scott Duncan behaupten, dass extremen Schwankungen der Temperatur mit dem Anstieg des atmosphärischen CO₂ zusammenhängen, aber sie bieten keinen direkten Beleg dafür – jedenfalls keinen, der Sinn ergibt.

Dieser spöttische, augenzwinkernde Kommentar zu Duncans Beitrag hat mich zum Schmunzeln gebracht:

Die „polare Verstärkung“ ist die Theorie, die am häufigsten herangezogen wird, wenn es darum geht, diese lästigen Kälteausbrüche zu erklären, aber sie ist selbst in AGW-Kreisen weit davon entfernt, allgemein anerkannt zu sein.

Die Theorie besagt, dass „die Polarregionen der Erde sich schneller erwärmen als der Rest der Welt, so dass sich der Temperaturkontrast, der die Jetstreams antreibt, verringert hat (was zu schwächeren Strömen führt)“.

Damit dies funktioniert, müssen sich jedoch BEIDE Pole erwärmen, was einfach nicht der Fall ist.
Die Temperaturen in der Arktis drohen zu sinken, und das Eis hat sich in letzter Zeit erstaunlich gut gehalten. In der Antarktis hingegen kühlt sich der Kontinent ab, und das schon seit Jahrzehnten, doch die südlichen Jets schwächen sich gleichzeitig ab, was die Theorie der polaren Verstärkung widerlegt, was wiederum bedeutet, dass etwas anderes die Jets steuern muss. Meine Behauptung: Es ist die Sonnenaktivität.

Die Antarktis ist seit Jahrzehnten der Fluch der „Narrativs von der globalen Erwärmung“.

Offizielle Daten zeigen, dass sich die Ostantarktis, die zwei Drittel des Kontinents bedeckt, in den letzten 40 Jahren um 2,8 °C abgekühlt hat, während die Westantarktis um 1,6 °C abkühlte. Außerdem hat sich diese Abkühlung in den letzten Jahren noch verstärkt.

Nach dem kältesten Winter (April-September) 2021 jemals seit Beginn von Aufzeichnungen verzeichnet die Antarktis seither überdurchschnittlich kalte Monate.

Die folgende Grafik zeigt die mittleren monatlichen Anomalien von Oktober 2023 bis März 2024 für zwei wichtige Klimastationen, nämlich den Südpol und Vostok. Alle Monate waren an beiden Stationen im Vergleich zu den Referenzzeiträumen 1991-2020 bzw. 1958-2023 kälter als der Durchschnitt:

Zunächst einmal: Wie kann sich ein so großer Teil des Planeten abkühlen, während die CO₂-Emissionen steigen? Die AGW-Partei hat kaum Lust, sich mit dieser Frage auseinanderzusetzen. Tatsächlich ist den meisten Anhängern der Partei nicht einmal bewusst, dass sich das Südende der Welt abkühlt.

Und eine noch kompliziertere Frage: Wie lässt sich die Theorie der „polaren Verstärkung“ aufrechterhalten, wenn sich die Antarktis abkühlt, die Jetstreams der südlichen Hemisphäre sich aber genauso unberechenbar verhalten wie ihre Vettern im Norden?

Könnte es nicht sein, dass Kohlendioxid gar nicht das Klima unseres Planeten bestimmt? Dass ein anderer, größerer, gasförmigerer Antrieb im Spiel ist? Welchen anderen Schluss könnte man ziehen, dass die Antarktis irgendwie immun gegen die Auswirkungen der globalen Erwärmung ist? Nun, lustigerweise ist es genau das, was das Establishment jetzt versucht, durchzuziehen.

Eine kürzlich in Nature veröffentlichte Studie von zwei bestechlichen Klimawissenschaftlern, Singh und Polvani, bezeichnet die ausbleibende Erwärmung der Antarktis in den letzten sieben Jahrzehnten als „Rätsel“. Die nachstehende Grafik aus der Studie zeigt die durchschnittlichen Temperaturen der Antarktis im Zeitraum 1984-2014 im Vergleich zum Basiszeitraum 1950-1980:

Die Forscher stellen fest, dass sich der antarktische Eisschild (der 90 % des Süßwassers auf der Erdoberfläche beherbergt) in den letzten sieben Jahrzehnten „moderat ausgedehnt“ hat und dass die Erwärmung in weiten Teilen des Eisschildes „fast nicht vorhanden“ war (d. h. der Großteil des Eisschildes hat sich abgekühlt, wie aus der obigen Grafik ersichtlich ist).

In Anbetracht dieser wenig ermutigenden Realität ist es umso aufschlussreicher, wenn BBC und CNN den Großteil ihrer Berichterstattung auf das kleine Gebiet der antarktischen Halbinsel beschränkte Erwärmung konzentrieren, eine Erwärmung, die 1) durch natürliche Prozesse erklärt werden kann (z. B. durch einen Anstieg der vulkanischen Aktivität in der Region) und 2) durch eine Abkühlung ÜBERALL SONST mehr als ausgeglichen wird.

Kohlendioxid ist nicht der Buhmann, und ich würde sogar so weit gehen zu sagen, dass die Mehrheit der Wissenschaftler dies weiß. Die historischen und Paläo-Klimadaten sind unmissverständlich. Das Problem ist die Finanzierung, und auch das Dogma. Es werden keine Zuschüsse für Forschungen gewährt, die nicht auf der Prämisse beruhen, dass ein sich veränderndes Klima auf den menschlichen Wohlstand zurückzuführen ist (d. h. die Verbrennung billiger und zuverlässiger fossiler Brennstoffe), und die Forscher wissen besser, dass sie sich nicht trauen, öffentlich zu sagen, was sie wirklich denken, da dies berufliche Konsequenzen hat, wie Verleumdung, Entzug von Forschungsgeldern und Entlassungen.

Das haben wir während des COVID-Debakels gesehen, bei dem selbst einfache Themen wie Herdenimmunität, alternative Heilmethoden und die Wirksamkeit von Impfstoffen aus dem öffentlichen Diskurs verbannt wurden. Ehrliche Wissenschaftler wurden mundtot gemacht und zensiert, sie wurden effektiv aus dem Blickfeld verbannt, durften nicht mehr in den Fernsehnachrichten auftreten und nicht mehr in den sozialen Medien interagieren – eine Taktik, die auch heute noch angewandt wird.

Um auf die vom Establishment finanzierte Erklärung von Singh und Polvani zurückzukommen, die beiden behaupten, dass der antarktische Kontinent aufgrund der Tiefe seines Eises immun gegen die globale Erwärmung ist. Um zu diesem Ergebnis zu gelangen, stützten sich die beiden auf zwei Klimamodelle, die angeblich zeigen, dass die „hoch gelegene Oberfläche des Eisschildes“ die Empfindlichkeit des Klimas gegenüber CO₂ verringert und dass umgekehrt „ein abgeflachter antarktischer Eisschild eine deutlich stärkere Oberflächenerwärmung erfahren würde als der heutige antarktische Eisschild“.

Wie wir wissen, sind Computermodelle nur so gut wie die Menschen, die sie entwickeln. Dazu kommt, dass in der Studie zugegeben wird, dass die beiden von Singh und Polvani verwendeten Modelle in einigen grundlegenden Fragen nicht übereinstimmen. So sagt eines der Modelle einen geringeren Rückgang des Meereises in einer abgeflachten Antarktis bei einer Verdopplung des CO₂ voraus, während das andere einen stärkeren Rückgang prognostiziert. Lächerlich.

Das Establishment erkennt zumindest die Tatsache an, dass die Antarktis nicht gerade mitspielt, wenn es um die katastrophale globale Erwärmung geht. Aber die NASA, eine der wichtigsten Propagandabehörden, tut dies ab, wohl wissend, dass die mitschuldigen Medien und die rückgratlose wissenschaftliche Gemeinschaft dies nicht anprangern werden: Die Antarktis mag sich abkühlen, aber für den Rest der Welt „funktioniert der Treibhauseffekt immer noch wie erwartet“.

Ich würde von diesen verblendeten Schlangen keinen Gebrauchtwagen kaufen.

Link: https://electroverse.substack.com/p/europe-breaks-historic-low-temperature?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke)

Übersetzt von Christian Freuer für dass EIKE

 




Offizielle Datensätze „finden“ immer mehr Erwärmung

Cap Allon

Jede neue Version der globalen Temperaturaufzeichnungen „findet“ mehr Erwärmung als die vorherige. Von HadCRUT bis GISTEMP werden die offiziellen Datensätze immer nach oben korrigiert, nie nach unten.

Die „Pause“ von 1998 bis 2016 wurde durch diese Anpassungen praktisch ausgelöscht. Von V2 bis V5 der HadCRUT wurde eine zusätzliche Erwärmung von ≈0,3 °C hinzugefügt.

Dies wirft ernste Fragen bezüglich der Integrität der Temperaturdaten auf.

Hier eine weitere aufschlussreiche Grafik, welche die „Anpassungen“ nach Regionen aufschlüsselt:

So schreibt der Atmosphärenwissenschaftler Wei Zhang:

„Wenn aus verschiedenen Gründen Anpassungen vorgenommen werden, würde man erwarten, dass sie in der Hälfte der Fälle den Erwärmungstrend verstärken und in der anderen Hälfte der Fälle abschwächen würden. Aber jede Anpassung, die ich je gesehen habe, hat den Erwärmungstrend nach dem Zweiten Weltkrieg verstärkt.“

Tony Heller geht noch weiter:

„Es ist mir unbegreiflich, wie eine ernsthafte Person diesen Hockeystick der Datenmanipulation betrachten und ihn nicht als systematischen Betrug erkennen kann…“

Wie man einen Erwärmungstrend übertreiben (oder fälschen) kann: Man verändert die historischen Temperaturen nach unten und die modernen Temperaturen nach oben.

Nachfolgend ein weiterer Blick auf die Ergebnisse (gemessen und bereinigt):

„Die von der NOAA gemeldeten Temperaturtrends in den USA haben keine Ähnlichkeit mit den Thermometerdaten, von denen sie abgeleitet sind“, fügt Heller hinzu. „Der gefälschte Erwärmungstrend wird dann ohne jegliche Warnungen oder Haftungsausschlüsse veröffentlicht. Dann wird er von Journalisten, Wissenschaftlern und der Presse verwendet.“

Link: https://electroverse.substack.com/p/norwegian-ski-resort-on-for-bumper?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Woher wir wissen, dass die Sonne Motor des Klimawandels ist. Teil 1: die Vergangenheit

Javier Vinós

Teil I einer dreiteiligen Serie.

Die Sonne ist ein veränderlicher Stern und die von ihr ausgestrahlte Energiemenge schwankt von Monat zu Monat, von Jahr zu Jahr und von Jahrhundert zu Jahrhundert. Eine der Erscheinungsformen dieser Schwankungen sind Sonnenflecken, die häufiger auftreten, wenn die Sonne aktiver ist, und verschwinden, wenn sie weniger aktiv ist. Diese Flecken folgen einem Sonnenzyklus von etwa 11 Jahren, aber manchmal gibt es einen längeren Zeitraum, Jahrzehnte oder Jahrhunderte, in denen die Sonnenaktivität so gering ist, dass es keine Flecken gibt. Diese Perioden werden als große Sonnenminima (Grand Solar Minima) bezeichnet. Es gibt auch Zeiträume von Jahrzehnten oder Jahrhunderten, in denen die Aktivität höher ist. Diese werden als große Sonnenmaxima bezeichnet (Grand Solar Maxima).

Die Sonne liefert 99,9 % der Energie, die das Klimasystem erhält. Es gab also schon immer Wissenschaftler, die glaubten, dass Schwankungen der Sonnenaktivität die Ursache für den Klimawandel seien. Das Problem ist nur, dass sie nie genug Beweise dafür hatten, um es zu beweisen.

Bis jetzt.

IPCC und NASA sagen

Das IPCC und die NASA sind davon überzeugt, dass Veränderungen der Sonne nur sehr geringe Auswirkungen auf das Klima haben. Sie stützen sich dabei auf zwei Argumente. Das erste ist, dass die Veränderungen der Sonnenaktivität sehr gering sind. Wir messen sie mit Satelliten, weil sie nicht von der Oberfläche aus gemessen werden können, und wir wissen, dass die von der Sonne kommende Strahlungsenergie nur um 0,1 % schwankt. Das Ausmaß der Veränderungen lässt sich besser abschätzen, wenn wir die volle Skala verwenden. Viele Wissenschaftler sind der Meinung, dass eine so kleine Veränderung nur kleine Veränderungen im Klima hervorrufen kann.

Das zweite Argument ist, dass die Entwicklung der Temperatur nicht mit der Entwicklung der Sonnenaktivität übereinstimmt. Seit den 1990er Jahren hat die Sonnenaktivität abgenommen, während sich die Erwärmung fortgesetzt hat. [i]

Dieses Argument ist eigentlich nicht stichhaltig, denn es besagt nicht, dass die Sonne keinen Einfluss auf die Temperatur hat, sondern dass sie nicht der einzige Faktor ist. Das wussten wir aber schon, da die Temperatur auf viele Faktoren wie El Niño, Vulkane, den Polarwirbel oder Veränderungen der Erdumlaufbahn reagiert. Es gibt viele natürliche Ursachen, die das Klima verändern, und wir müssen wissen, ob die Sonne eine der Hauptursachen ist.

Um das herauszufinden, müssen wir uns nicht darum kümmern, was der IPCC und die NASA denken, sondern wir müssen das Klima selbst betrachten. Es spielt keine Rolle, wie gering die Veränderungen bei der Sonne sind, wenn sich herausstellt, dass das Klima stark auf sie reagiert und große Veränderungen verursacht.

Das Klima während des Holozäns

Und der beste Weg, das herauszufinden ist, sich anzusehen, was mit dem Klima in den letzten 11.000 Jahren passiert ist, also der Zwischeneiszeit, die wir Holozän nennen. Der Vorteil dabei ist, dass die Klimaveränderungen im Holozän nicht durch Veränderungen des CO₂-Gehalts verursacht worden sein können. Sie müssen durch etwas anderes verursacht worden sein.

Um das Klima der Vergangenheit zu untersuchen, verwenden Wissenschaftler verschiedene Klimaproxydaten, die sie in verschiedenen Teilen der Welt sammeln. In einer großen, in der Zeitschrift Science veröffentlichten Studie wurden 73 dieser Proxies verwendet, um das Klima des Holozäns zu rekonstruieren. [ii] Ich habe die gleichen Proxies verwendet, mit einer leichten Änderung in der Art und Weise, wie sie gemischt wurden.

Was wir sehen, und was auch eine große Anzahl von Studien unterstützt ist, dass es eine Warmzeit von Tausenden von Jahren gab, das so genannte Klimaoptimum, gefolgt von einer langen Abkühlungsperiode, der so genannten Neoglazialisierung.

Woher wissen wir, dass diese Rekonstruktion korrekt ist? In einer anderen Studie wurde die Entwicklung der Gletscher auf der Erde in den letzten 11 000 Jahren rekonstruiert. [iii] Der Globus wurde in 17 Regionen unterteilt, und dieses Diagramm zeigt die Anzahl der Regionen, deren Gletscher in jedem Jahrhundert des Holozäns gewachsen sind.

Da Gletscher wachsen, wenn es kälter ist, können wir diese Zahl umkehren und mit der Grafik zur Temperaturrekonstruktion vergleichen, so dass sie die gleiche Bedeutung hat. Wir finden ein hohes Maß an Übereinstimmung. Die Gletscher bestätigen, was die Temperaturrekonstruktion zeigt. Wir wissen auch, dass das CO₂ das Gegenteil der Temperatur bewirkt hat, aber das ist eine andere Geschichte.

Anmerkung: Die y-Achse ist der Z-Faktor, der sich auf die Temperaturanomalie bezieht.

Beide Diagramme zeigen auch einige starke Abkühlungsepisoden, die mit einem verstärkten Gletscherwachstum einhergingen. Diese abrupten Klimaereignisse der Vergangenheit sind von Paläoklimatologen untersucht und identifiziert worden. Wir werden uns auf vier der wichtigsten von ihnen konzentrieren. Die Boreale Oszillation, das 5,2-Kilojahr-Ereignis, das 2,8-Kilojahr-Ereignis und die Kleine Eiszeit.

Die vier sind durch ein Vielfaches von 2 500 Jahren voneinander getrennt und bilden einen Zyklus, den ich als Bray-Zyklus bezeichne, weil dies der Name des Wissenschaftlers ist, der ihn 1968 entdeckte [iv].

Da wir nun das Klima der Vergangenheit kennen, müssen wir als Nächstes über die Aktivität der Sonne in der Vergangenheit sprechen.

Sonnenaktivität in der Vergangenheit

Die Aktivität der Sonne wird durch die Wirkung der kosmischen Strahlung in den Baumringen aufgezeichnet. Ein ständiger Strom kosmischer Strahlen aus der Galaxis erreicht das Sonnensystem. Einige interagieren mit der Atmosphäre. Einige kollidieren mit dem Stickstoff in der Atmosphäre und wandeln ihn in Kohlenstoff-14 um, der schwerer ist als normaler Kohlenstoff-12 und radioaktiv. Dieser Kohlenstoff-14 verbindet sich mit Sauerstoff und bildet radioaktives CO₂, das von den Bäumen eingeatmet wird. Der Kohlenstoff wird in der Photosynthese zur Herstellung von Zellulose verwendet, wodurch der Baumstamm im Durchmesser wächst. Wenn der Baum stirbt, zerfällt der Kohlenstoff-14 im Holz langsam über Jahrhunderte und Jahrtausende. Um zu wissen, wie viel Zeit seit dem Tod des Baumes vergangen ist, muss man nur messen, wie viel Kohlenstoff-14 im Holz noch vorhanden ist.

Jeder Wachstumsring eines Baumes zeichnet das Kohlenstoff-14 auf, das sich in dem betreffenden Jahr in der Atmosphäre befand, und Wissenschaftler haben jahrtausendealte Bäume und konservierte Baumstämme verwendet, um eine Kalibrierungskurve zu erstellen, die Zehntausende von Jahren umfasst. Auf diese Weise können sie das Alter jedes organischen Überbleibsels bestimmen, auch wenn es sich nicht um einen Baumstamm handelt, indem sie einfach das darin enthaltene Kohlenstoff-14 kennen. Dies wird als Radiokohlenstoff-Datierung bezeichnet.

Das einzige Problem ist, dass die Produktion von Kohlenstoff-14 durch die kosmische Strahlung nicht konstant ist. Das Magnetfeld der Sonne lenkt den Weg der kosmischen Strahlen ab, so dass viele die Erde verfehlen, und Änderungen der Sonnenaktivität wirken sich auf das Magnetfeld der Sonne aus.

Wenn die Sonnenaktivität zunimmt, treffen weniger kosmische Strahlen ein, es wird weniger Kohlenstoff-14 produziert, und organische Überreste erscheinen älter, weil sie weniger davon enthalten. Wenn die Sonnenaktivität schwächer wird, trifft mehr kosmische Strahlung ein, es wird mehr Kohlenstoff-14 produziert, und die organischen Überreste sehen jünger aus, weil sie mehr davon enthalten.

Daraus ergeben sich Abweichungen in der Kalibrierungskurve, die uns Aufschluss über die Sonnenaktivität in der Vergangenheit geben.

Solare Minima vom Spörer-Typ

Wenn wir die Radiokohlenstoffkurve der letzten 11.000 Jahre analysieren, stellen wir große Abweichungen fest, die auf lange Perioden geringer Sonnenaktivität hinweisen. Diese ausgedehnten Perioden geringer Sonnenaktivität werden als große Sonnenminima bezeichnet und erhöhen die Kohlenstoff-14-Produktion um 2 %. Die häufigsten dauern etwa 75 Jahre, und in den letzten 11.000 Jahren gab es etwa zwanzig davon. Das letzte war das Maunder-Minimum im späten 17. Jahrhundert. Es gibt aber auch andere Arten von großen Sonnenminima, die viel schwerwiegender sind, weil sie doppelt so lange dauern, etwa 150 Jahre. Das letzte dieser schweren Sonnenminima war das Spörer-Minimum, das im 15. und 16. Jahrhundert auftrat.

Im gesamten Holozän gab es nur vier solche großen Minima vom Typ Spörer. Vor 2800 Jahren gab es das Homer-Minimum, vor 5200 Jahren das Sumerische Minimum und vor 10.300 Jahren das Boreale Minimum. Wann sie auftraten, wissen wir dank der Baumringe.

Wenn Ihnen die Daten bekannt vorkommen, liegt das daran, dass die vier großen Minima des Holozäns vom Typ Spörer genau mit den vier großen klimatischen Ereignissen in der Grafik übereinstimmen, die wir vorhin gesehen haben. Wir wissen, dass während jedes dieser großen solaren Minima, als die Sonnenaktivität für 150 Jahre abnahm, das Klima eine enorme Abkühlung erfuhr, die sich stark auf die Klimaproxies rund um den Globus auswirkte.

Wir wissen auch, dass die geringe Sonnenaktivität während der großen Minima große Auswirkungen auf die menschliche Bevölkerung hatte. Frühere menschliche Siedlungen und ihre Baustrukturen können mit Radiokohlenstoff datiert werden. Wenn es den Menschen in der Vergangenheit gut ging, wuchs die Bevölkerung und sie bauten mehr, und wenn es ihnen schlecht ging, meist weil es weniger Nahrung gab, nahm die Bevölkerung ab und sie bauten weniger. Wissenschaftler haben die Entwicklung der menschlichen Bevölkerung auf den Britischen Inseln durch die Analyse der Radiokarbondaten von Tausenden und Abertausenden von Überresten aus Hunderten von archäologischen Ausgrabungen geschätzt [v].

Sie haben herausgefunden, dass die Bevölkerung mit dem Aufkommen des Ackerbaus stark anstieg, aber jedes Mal, wenn sich das Klima stark verschlechterte, litt die menschliche Bevölkerung unter den schwindenden Ressourcen. Und die größten Rückgänge traten auf, wenn große Sonnenminima vom Typ Spörer auftraten. Andere Bevölkerungsrückgänge fallen ebenfalls mit anderen Abkühlungsperioden zusammen, was unsere Rekonstruktion bestätigt.

Daraus geht hervor, dass die stärksten Klimaveränderungen in der Vergangenheit durch Veränderungen der Sonnenaktivität verursacht wurden. Es sagt uns auch, dass das, was für die Menschheit schlecht ist, die Abkühlung ist, nicht die Erwärmung.

Jetzt können wir dem IPCC und der NASA antworten. Es spielt keine Rolle, dass sich die Sonneneinstrahlung nur geringfügig ändert, und es spielt keine Rolle, dass die Temperatur nicht immer dasselbe tut wie die Sonnenaktivität. Es sind eindeutig andere Faktoren im Spiel. Aber wir können mit Nachdruck behaupten, dass sich Veränderungen der Sonnenaktivität auf das Klima auswirken, einfach weil das bisher schon immer so war. Die Untersuchung des Klimas der Vergangenheit lässt keinen Raum für Zweifel. Die Sonne verändert das Klima. Und wenn wir nicht wissen, wie sie es tut, sollten wir es untersuchen.

Das solare Maximum des 20. Jahrhunderts

Da eine geringe Sonnenaktivität zu einer Abkühlung führt, ist es nur logisch, dass eine hohe Aktivität eine Erwärmung verursachen muss. Die Sonnenaktivität im 20. Jahrhundert war sehr hoch und gehörte zu den oberen 10 % der letzten 11.000 Jahre.

Wenn wir die Anzahl der Sonnenflecken in jedem Sonnenzyklus der letzten 300 Jahre zählen und durch die Länge jedes Zyklus teilen, können wir sehen, wie stark die Sonnenaktivität vom Durchschnitt abgewichen ist. Seit dem Maunder-Minimum während der Kleinen Eiszeit hat die Sonnenaktivität zugenommen und lag zwischen 1933 und 1996 weit über dem Durchschnitt, einer Periode von sechs Zyklen erhöhter Sonnenaktivität, die das Sonnenmaximum des 20. Jahrhunderts ausmachten.

Obwohl wir nicht wissen können, wie viel von der Erwärmung im 20. Jahrhundert auf dieses moderne Sonnenmaximum zurückzuführen ist, lässt sich nicht leugnen, dass es einen bedeutenden Anteil daran hat, denn wie wir gesehen haben, war die Sonne die Ursache für einen Großteil der großen Klimaveränderungen in den letzten 11.000 Jahren.

Schlussfgolgerungen

Es gibt zwei gute Nachrichten. Die erste ist, dass die Sonnenaktivität nicht über das Maximum des 20. Jahrhunderts steigen kann. Sie ist nicht wie CO₂, das theoretisch immer weiter steigen kann. Die Sonnenaktivität kann hoch bleiben oder sinken, aber sie kann nicht steigen, so dass sich die Erwärmung nicht beschleunigen und nicht gefährlich sein sollte.

Im Jahr 2016 habe ich ein Modell zur Vorhersage der Sonnenaktivität im 21. Jahrhundert entwickelt. Damals glaubten einige Wissenschaftler, dass die Sonnenaktivität bis zu einem neuen großen solaren Minimum und einer Mini-Eiszeit weiter abnehmen würde. Mein Modell sagt jedoch voraus, dass die Sonnenaktivität im 21. Jahrhundert ähnlich hoch sein wird wie im 20. Jahrhundert. Es sagte auch voraus, dass der aktuelle Sonnenzyklus, der 25., eine höhere Aktivität aufweisen würde als der vorherige, und es hatte Recht.

Die zweite gute Nachricht: Wenn ein Großteil der Erwärmung des 20. Jahrhunderts auf die Sonne zurückzuführen ist, dann gibt es keinen Klimanotstand. Der Glaube, dass der gesamte Klimawandel auf unsere Emissionen zurückzuführen ist, ist einer jener Irrtümer, die in der Wissenschaft manchmal vorkommen, wie der Glaube, dass die Erde das Zentrum des Sonnensystems ist, dass der interplanetare Raum voller Äther ist oder dass Magengeschwüre durch Stress und nicht durch Bakterien verursacht werden.

[i] NASA. Is the Sun causing global warming?

[ii] Marcott, S.A., et al., 2013. A reconstruction of regional and global temperature for the past 11,300 yearsscience339 (6124), pp.1198-1201.

[iii] Solomina, O.N., et al., 2015. Holocene glacier fluctuationsQuaternary Science Reviews111, pp.9-34.

[iv] Bray, J.R., 1968. Glaciation and solar activity since the Fifth Century BC and the solar cycleNature220 (5168).

[v] Bevan, A., et al., 2017. Holocene fluctuations in human population demonstrate repeated links to food production and climatePNAS114 (49), pp.E10524-E10531.

Link: https://wattsupwiththat.com/2024/04/21/how-we-know-that-the-sun-changes-the-climate-part-i-the-past/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Nein, AXIOS, die „Regenbombe“ von Dubai hat nichts mit dem Klimawandel zu tun

Anthony Watts, ClimateREALISM

Ein am 17. April auf der Online-Nachrichten-Website AXIOS veröffentlichter Artikel von Andrew Freedman mit dem Titel „Dubai’s record-shattering ‚rain bomb‘ has clear climate change ties“ (Dubais rekordverdächtige „Regenbombe“ hat eindeutig etwas mit dem Klimawandel zu tun) behauptet, dass die Rekordregenfälle, die an einem Tag in der Stadt Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) aufgetreten waren, eindeutig mit dem Klimawandel zu tun haben. Dies ist falsch. AXIOS verwechselt nicht nur Wetterereignisse mit dem langfristigen Klimawandel, sondern es gibt auch Hinweise darauf, dass es sich lediglich um ein seltenes Wetterereignis handelte, das laut der Wettervorhersage für die Region schon einmal aufgetreten ist, und dass die schwache Infrastruktur der Stadtentwässerung nicht in der Lage war, das überschüssige Wasser zu bewältigen.

In dem Artikel wird auf die starken Regenfälle und die schlechte Entwässerung hingewiesen:

● In nur 24 Stunden fielen mindestens die Regenmengen von zwei Jahren, d. h. etwa 160 mm, die umgangssprachlich als „Regenbomben“ bezeichnet werden, weil sie in so kurzen Zeiträumen extrem hohe Summen bringen.

● Diese Niederschlagsmenge an einem einzigen Tag würde selbst in gemäßigteren Gebieten Probleme verursachen, ganz zu schweigen von Dubai, einer Wüstenstadt mit schlechter Entwässerung.

Bei über 150 mm Regen in kurzer Zeit in einer Wüstenstadt, die nicht dafür bekannt ist, dass ihre Infrastruktur für große Regenmengen ausgelegt ist, ist es nicht verwunderlich, dass die Entwässerungs-Infrastruktur ein solches Ereignis nicht bewältigen konnte, was zu Überschwemmungen der Straßen führte. In Freedmans Artikel heißt es weiter, dass die starken Regenfälle von Wettermodellen vorhergesagt worden waren:

Die unmittelbare Ursache für die Überschwemmungen war ein sich langsam bewegendes und starkes Tiefdruckgebiet bzw. ein Kaltluftkörper in höheren Luftschichten, die am Dienstag schwere Gewitter über den Vereinigten Arabischen Emiraten und den Nachbarländern auslöste.

Dieses Gewittersystem und die Gefahr schwerer Regenfälle wurden von Wettermodellen mehrere Tage im Voraus vorhergesagt.

Das ist sicherlich richtig, denn in Abbildung 1 unten zeigt das ECMWF-Wettermodell für den 16. April erhebliche Niederschläge für das Gebiet, mit prognostizierten Farbzonen von mehr als 150 mm:

Abbildung 1 – Vorhersage der Niederschlagsmenge für die VAE am 16. April, Quelle: weathermodels.com

Da die Vorhersage beträchtliche Niederschläge für das Gebiet anzeigte, wurde laut diesem Artikel auf Newsable offenbar das Programm für Wolkenimpfung der VAE in Gang gesetzt:

Seit den 1990er Jahren beschäftigen sich die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) aktiv mit Wolkensaatgut. Die Agentur verwaltet das Rain Enhancement Program des Landes und nutzt ein Netzwerk zahlreicher Wetterstationen, um die atmosphärischen Bedingungen für Seeding-Operationen genau zu überwachen.

Ahmed Habib, ein Spezialmeteorologe des NCM, erklärte gegenüber Bloomberg, dass Seeding-Flugzeuge in den zwei Tagen vor den schweren Regenfällen, die Teile des Wüstenstaates überschwemmten, sieben Einsätze durchführten.

Es scheint sich um ein einfaches, seltenes und intensives kurzfristiges Niederschlagsereignis zu handeln, das möglicherweise durch Wolkenimpulse ausgelöst wurde. Da für die Vorhersage kurzfristige Wettermodelle verwendet wurden, spielt das Klima keine Rolle. Langfristige Klimamodelle hätten ein solches Ereignis nicht vorhersagen können, da es weit unterhalb ihrer Zeitskala von Jahren bis Jahrzehnten liegt.

Mit der folgenden Behauptung gerät Freedmans Artikel aus den Fugen:

Stattdessen zeigen klimawissenschaftliche Studien und Beobachtungen auf der ganzen Welt, dass extreme Niederschlagsereignisse wie dieses, einschließlich solcher, die alle bisherigen Rekorde brechen, mit der Erwärmung des Planeten immer häufiger und heftiger auftreten.

In diesem Fall wurde die Feuchtigkeit aus dem warmen Persischen Golf in die Gewitter eingespeist.

Tatsächlich sind zunehmende hydrologische Extreme, sowohl in Form von Dürren als auch von Starkregen, einer der stärksten Belege für den vom Menschen verursachten Klimawandel, der die globalen Wettermuster verändert.

Freedmans Verquickung eines eintägigen Wetterereignisses mit dem langfristigen Klima ist sein erster Fehler. Wetter ist nicht Klima. Außerdem ist seine Behauptung über hydrologische Extreme unbegründet, denn der jüngste wissenschaftliche Bericht des IPCC zeigt eindeutig, dass es überhaupt keinen Zusammenhang mit dem Klimawandel gibt. Abbildung 2 zeigt Tabelle 12.12 auf Seite 90 – Kapitel 12 des Sechsten Bewertungsberichts des UN IPCC. Das Auftreten von Einflussfaktoren auf das Klima (Climate Impact Drivers, CIDs) in verschiedenen Zeiträumen zeigt dies. Die Farbe entspricht dem Vertrauen in die Region mit dem höchsten Vertrauen: weiße Farben zeigen an, wo Beweise für ein Klimaänderungssignal fehlen oder das Signal nicht vorhanden ist, was zu einem insgesamt geringen Vertrauen in ein entstehendes Signal führt.

Der Abschnitt über Starkniederschläge ist gelb hervorgehoben. Die weißen Felder in der Tabelle für Starkniederschläge weisen darauf hin, dass solche Ereignisse weder in der Gegenwart aufgetreten sind, noch bis 2050 im Kontext des langfristigen Klimawandels erwartet werden. Die Bedeutung aller Farben findet man in der Legende am Ende der Tabelle.

Abbildung 2 – Tabelle 12.12 | auf Seite 90 – Kapitel 12 des Sechsten Sachstandsberichts des UN IPCC. Entstehung von Einflussfaktoren auf das Klima (CIDs)

Zur vollständigen Darstellung nebst Legende bitte hier in das Original klicken. A. d. Übers.

Offensichtlich stützt die Klimawissenschaft nicht die Behauptungen von Freedman und AXIOS über die Regenfälle und Überschwemmungen in Dubai.

Diese beschämende vorschnelle Beurteilung, wonach der Klimawandel laut Medien daran schuld ist, ist Teil eines Musters, das wir hier bei Climate Realism immer wieder beobachten. Wenn irgendwo auf der Welt ein ungewöhnliches oder einzigartiges Wetterereignis auftritt, beeilen sich die Klimaalarmisten und die Medien sofort, den Klimawandel dafür verantwortlich zu machen, unabhängig davon, ob sie irgendwelche Fakten dafür haben oder nicht. Ein solches Verhalten ist unverantwortlicher Journalismus.

Link: https://wattsupwiththat.com/2024/04/23/no-axios-the-dubai-rain-bomb-has-no-ties-to-climate-change/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Wie viele Milliarden Menschen würden im Zuge von Net Zero zu Tode kommen?

Chris Morrison, THE DAILY SCEPTIC

Der BBC-Kauz Chris Packham hat sich gegen Behauptungen in Neil Olivers GB News-Show gewehrt, wonach die Hälfte der Weltbevölkerung sterben könnte, wenn Net Zero vollständig umgesetzt würde. „Können Sie bitte erklären, wie Sie die Ausstrahlung dieses völligen Blödsinns zulassen können“, schimpft er. Zu Ofcom zu rennen scheint eine Schutzmaßnahme für den Handel zu sein – Millionen werden sterben ist seit Jahrzehnten der bewährte Modus Operandi des Klimakatastrophisten Chris.

Es scheint sich um denselben Chris Packham zu handeln, der im Oktober 2010 dem Telegraph sagte, es gebe zu viele Menschen auf dem Planeten und „wir müssen etwas dagegen tun“. Im Jahr 2020 teilte er der Daily Mail mit, dass Pocken, Masern, Mumps und Malaria „ganz offen gesagt“ dazu da seien, „unsere Bevölkerung zu regulieren“. Im Laufe seiner Fernsehkarriere hat Packham, unbehelligt vom Interesse der Ofcom, ein Massenaussterben allen Lebens auf der Erde an die Wand gemalt, wenn die Menschen nicht aufhören, Kohlenwasserstoffe zu verbrennen. Natürlich gibt es Leute, die darauf hinweisen, dass diese populären Massenaussterben nur in Computermodellen zu existieren scheinen. In der Zwischenzeit haben Kohlenwasserstoffe in vielen Teilen des Planeten, der heute eine nachhaltige Bevölkerung von acht Milliarden Menschen beherbergt, zu einem beispiellosen Wohlstand und einer Gesundheit geführt, die für frühere Generationen unvorstellbar war.

Natürlich wird Net Zero nicht vier Milliarden Menschen umbringen, denn Net Zero wird es nie geben. Tag für Tag bröckelt die Unterstützung auf der ganzen Welt, da das politische Kollektivierungsprojekt, das sich auf zunehmend diskreditierte Computermodelle stützt, auf den harten Felsen der Realität zu stoßen beginnt. Die Geschichte lehrt uns, dass Stämme, die schwach und dekadent werden, eine leichte Beute für ihre stärkeren Nachbarn sind. Aber die Behauptung, dass vier Milliarden Menschen sterben werden, wenn die Weltbevölkerung jemals den Netto-Nullpunkt erreichen sollte, ist es wert, untersucht zu werden. Schließlich ist es wahrscheinlich, dass sie wahr ist.

Die in GB News erwähnten vier Milliarden Toten gehen auf eine Bemerkung von Dr. Patrick Moore zurück, einem der ursprünglichen Gründer von Greenpeace. In einem Interview auf Fox News sagte er: „Wenn wir fossile Brennstoffe verbieten, würde die landwirtschaftliche Produktion zusammenbrechen. Die Menschen würden verhungern, und die Hälfte der Bevölkerung würde in kürzester Zeit sterben“. Vier Milliarden Tote bei einem Verbot von Kunstdünger sind kein „BS“, sondern ein fast garantiertes Ergebnis. In einer kürzlich erschienenen wissenschaftlichen Abhandlung stellten die emeritierten Professoren William Happer und Richard Lindzen vom Princeton bzw. MIT fest, dass „die Abschaffung von Stickstoffdünger und Pestiziden, gewonnen aus fossilen Brennstoffen, zu einer weltweiten Hungersnot führen wird“. Dank des Einsatzes von Stickstoffdünger sind die Ernteerträge in den letzten Jahrzehnten weltweit stark angestiegen, und natürliche Hungersnöte – im Gegensatz zu den vom Menschen verursachten lokalen Ausbrüchen – sind weitgehend verschwunden.

Ein Großteil der Net-Zero-Besessenheit der luxuriösen Mittelschicht beruht auf einem scheinbaren Hass auf den menschlichen Fortschritt. Es ist eine Kampagne, um die Vorteile der Massenindustrialisierung zurückzudrängen, obwohl es zweifelhaft ist, dass viele der glühenden Befürworter glauben, dass die drastischen Reduzierungen des Lebensstandards sie selbst betreffen werden. Es handelt sich um Narzissmus auf Stelzen, der auf einer fast vollständigen Unkenntnis darüber beruht, wie die Lebensmittel auf ihre Teller kommen, die sie zu sich nehmen. Es zeigt eine völlige Missachtung der zentralen Rolle, die Kohlenwasserstoffe in ihrem Leben spielen. Sie beruht auf einer tiefen Abneigung gegen fast alle modernen Herstellungsverfahren. Heutzutage kennen sie keine Menschen mehr, die tatsächlich etwas herstellen, und wenn sie sie treffen, mögen sie sie oft nicht. Der durchgeknallte Guardianista George Monbiot twitterte kürzlich, dass die Abschaffung der Tierhaltung genauso wichtig sei wie die Beibehaltung der fossilen Brennstoffe im Boden. „Der Verzehr von Fleisch, Milch und Eiern ist ein Genuss, den sich der Planet nicht leisten kann“, fügte er hinzu.

Wenn wir die fossilen Brennstoffe im Boden lassen, werden die Folgeprodukte weitgehend verschwinden.

Die Illustration, die in den sozialen Medien verbreitet und kürzlich von Paul Homewood veröffentlicht wurde, ist ein Weckruf für die Bedeutung von Kohlenwasserstoffen. Ohne sie wäre es für die Menschen schwierig, viele Medikamente und Kunststoffe herzustellen. Ähnliche Schwierigkeiten gäbe es bei der Herstellung gängiger Produkte wie Kleidung, Lebensmittel Konservierungsmittel für Lebensmittel, Reinigungsmittel und weiche Kontaktlinsen.

Alec Epstein, der Autor des Bestsellers Fossil Future, stimmt zu, dass eine Netto-Null-Politik bis 2050 „apokalyptisch zerstörerisch wäre und in der Tat bereits katastrophal zerstörerisch gewesen ist, obwohl sie bislang kaum umgesetzt wurde. Dies ist vielleicht eine Anspielung auf die bösartige Politik westlicher Banken und Eliten, die sich weigern, Kredite für den Bau von mit Kohlenwasserstoffen betriebenen Wasseraufbereitungsanlagen in den ärmeren Teilen der Entwicklungsländer zu vergeben. Milliarden von Menschen fehlt immer noch die kostengünstige Energie, die sie für ein Leben in Wohlstand und Sicherheit benötigen, stellt Epstein fest. Viele Menschen in den Entwicklungsländern kochen immer noch mit Holz und Dung. Wie Happer und Lindzen ist auch er der Meinung, dass bei einer Umsetzung von Net Zero „praktisch alle acht Milliarden Menschen auf der Welt in Armut und einen vorzeitigen Tod stürzen werden“.

Vieles von dem, was geplant ist, liegt im Verborgenen. Die von reichen Milliardären finanzierte C40-Gruppe, deren Vorsitz der Londoner Bürgermeister Sadiq Khan innehat, hat eine Rationierung im Stil des Zweiten Weltkriegs mit einer täglichen Fleischmenge von 44 g untersucht. Auch die Einschränkung des Individualverkehrs und massive Beschränkungen des Flugverkehrs wurden in Betracht gezogen. Das Mitglied der Labour-Partei, Khan, hat die Anliegen seiner elitären Zahlmeister bereits in Angriff genommen, indem er vor kurzem viele Autos der weniger Wohlhabenden mit speziellen Strafgebühren von den Londoner Straßen vertrieben hat.

Bei der von der britischen Regierung finanzierten Organisation UK FIRES herrscht Ehrlichkeit vor. Dort zeigen Wissenschaftler aus dem Elfenbeinturm grausam offene Berichte, die zeigen, dass Net Zero die verfügbare Energie um etwa drei Viertel reduzieren würde. Sie gehen zu Recht davon aus, dass es derzeit und in absehbarer Zukunft keine realistische Technologie gibt, um die aus den unregelmäßigen Brisen und Sonnenstrahlen gewonnene Energie zu sichern. Es ist die Rede von Flugverbot, Schifffahrtsverbot, drastischer Einschränkung des Fleischkonsums und dem Verbot des Heizens. Vorgeschlagen wird auch eine rücksichtslose Abschaffung moderner Baumaterialien, wobei traditionelle Baustoffe durch neue Materialien wie Stampflehm ersetzt werden sollen.

Eine Rückkehr zum Primitivismus deutet sich auch in einem kürzlich erschienenen Bericht der Vereinten Nationen an, in dem vorgeschlagen wird, mit Lehmziegeln, Bambus und „Waldabfällen“ zu bauen. Man könnte meinen, dass Lehm- und Grashütten kaum ausreichen werden, um unfreundliche fremde Horden abzuschrecken, die sich in Zukunft am Horizont abzeichnen. Und es macht auch keinen Sinn, den Letzten zu bitten, das Licht auszumachen, weil es sowieso keinen Strom geben wird.

Chris Morrison is the Daily Sceptic’s Environment Editor.

Link: https://wattsupwiththat.com/2024/04/22/how-many-billions-of-people-would-die-under-net-zero/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE