EV-Vorschriften und Kupferabbauverbote schließen sich gegenseitig aus

Andrew Weiss

Die Regierungen der Welt drängen auf einen raschen Umstieg auf Elektrofahrzeuge sowie auf Wind- und Solarenergie und schaffen damit eine Nachfrage nach Kupfer, die genau die Ziele zu untergraben droht, die sie erreichen wollen.

Einem kürzlich erschienenen Bericht des Internationalen Energieforums zufolge würde die Elektrifizierung der weltweiten Fahrzeugflotte die Eröffnung von 55 % mehr neuen Kupferminen erfordern, als bereits benötigt werden, und in den nächsten drei Jahrzehnten die doppelte Gesamtmenge an Kupfer, die jemals in der Geschichte der Menschheit abgebaut wurde.

Es wird erwartet, dass sich die weltweite Nachfrage nach Kupfer bis 2035 verdoppelt.

Damit ist China im Vorteil, denn das Land kontrolliert 44 % des weltweiten Angebots an raffiniertem Kupfer, mehr als das Sechsfache des nächstgrößten Anbieters. Aber selbst mit Chinas Kupfer ist die Welt immer noch unterversorgt.

Der jüngste Versuch einer Fusion zwischen den Bergbaugiganten BHP und Anglo American verdeutlicht die wachsende Nachfrage nach Kupfer. BHP, einer der größten Bergbaukonzerne der Welt, wollte das Kupfervermögen von Anglo American im Wert von 35 Mrd. USD, scheiterte jedoch in zwei Fusionsversuchen, der letzte für 50 Mrd. USD.

Professor Adam C. Simon von der Universität Michigan, einer der Autoren des Berichts des Internationalen Energieforums, plädiert dafür, „den Bergbau als wesentlich anzuerkennen und die Exploration und verantwortungsvolle Entwicklung von Kupferminen nachdrücklich zu fördern“.

Da Kupfer ein zentraler Bestandteil der Elektronik ist, erschwert eine Verteuerung des Kupfers den Zugang zu Energie in den Entwicklungsgebieten der Welt erheblich. Kupfer ist ein wichtiger Bestandteil von Elektrofahrzeugen. Für ein typisches Elektrofahrzeug werden fast 200 Pfund Kupfer benötigt, also etwa viermal so viel wie für ein Fahrzeug mit Verbrennungsmotor.

Die Energiebranche sieht sich mit staatlichen Auflagen für Wind– und Solarenergie konfrontiert. Für eine typische 3-Megawatt-Windturbine werden 9 Tonnen Kupfer benötigt, mehr als das Gewicht eines Schulbusses. Die Windenergie benötigt mehr als siebenmal so viel Kupfer wie Erdgas oder Kohle und fünfmal so viel Kupfer wie die Kernenergie, um dieselbe Energiemenge zu erzeugen.

Die Vereinigten Staaten, die noch vor 20 Jahren der zweitgrößte Kupferproduzent der Welt waren, sind heute für etwa 6 % der weltweiten Kupferproduktion verantwortlich. Trotz geschätzter 890 Millionen Tonnen Reserven (etwa das 400-fache unseres Jahresverbrauchs) stehen die Vereinigten Staaten bei der Ausweitung ihrer Kupferproduktion aufgrund gesetzlicher Hürden und gesellschaftlicher Widerstände vor erheblichen Hindernissen.

Während die Kupfergewinnung in den USA seit 2001 um 8 % zurückgegangen ist, hat China seine Produktion verdreifacht und produziert 55 % mehr Kupfer als Amerika.

Im Bericht des Internationalen Energieforums heißt es: „Bergbau-Genehmigungsanträge wurden in Alaska, Minnesota und Panama gestrichen, in Arizona verzögert, und in Minnesota wurden erhebliche Flächen aus der Exploration genommen.“

Im April scheiterte das Innenministerium mit der Genehmigung des 211 Meilen langen Ambler Road-Projekts in Alaska. Damit wären neue Gebiete für den Kupferabbau und die Erschließung anderer Ressourcen geschaffen worden. Im Jahr 2022 lehnte Präsident Joe Biden die Erneuerung des Pachtvertrags für eine neue Kupfermine in Minnesota ab.

Das Projekt Resolution Copper in Arizona, das mit einer Produktion von 500.000 Tonnen pro Jahr die größte Kupfermine Nordamerikas wäre, ist ins Stocken geraten, obwohl der Kongress es 2014 genehmigt hatte.

Die politischen Entscheidungsträger, die auf eine schnelle Umstellung auf Elektrofahrzeuge und erneuerbare Energien drängen, sind auch für den bürokratischen Aufwand beim Abbau wichtiger Mineralien verantwortlich. Ohne mehr Bergbau werden die geplanten E-Fahrzeuge nicht gebaut werden können. Sogar chinesische unabdingbare Materialien werden Amerika nicht den ganzen Weg zu seinen EV-Zielen ebnen.

Wenn man der Industrie des US-Kupferbergbaus erlaubt, auf die Marktnachfrage zu reagieren, würde das Kupferangebot steigen. Werden die Vorschriften für Fahrzeuge und die Beschränkungen für den Bergbau nicht beachtet, wird sich die drohende Kupferknappheit verschlimmern und zu höheren Energiepreisen und damit verbundenen Belastungen für die Amerikaner führen.

Andrew Weiss is a research assistant for domestic policy at The Heritage Foundation.

Originally published by The Daily Signal. Republished with permission.

Link: https://heartlanddailynews.com/2024/06/ev-mandates-and-copper-mining-bans-are-mutually-exclusive/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Kohlendioxid hat keinen Einfluss auf die Maitemperaturen. Die 16 wärmsten Maimonate Deutschlands

Von Josef Kowatsch, Matthias Baritz

Der diesjährige Mai 2024 soll laut Deutschem Wetterdienst der drittwärmste seit 1881 gewesen sein. Wir haben schon desöfteren darauf hingewiesen, dass dieses Startjahr in einer Kältedepression lag, die bis 1900 anhielt. Diese Aussage trifft auch auf den Monat Mai zu. Von einem Kältetal aus betrachtet geht es immer nach oben.

Es existieren auch länger zurückliegende Deutschlanddaten, die sich aber nur auf wenige Stationen berufen können, bzw. die Daten wurden interpoliert. Bitte beachten: Die Wetterstationen vor 200 Jahren standen an viel kälteren Plätzen als heute und trotzdem waren die Maimonate teilweise wärmer. Wir verwenden für die nächste Grafik die Deutschlanddaten ab 1800, erst seit 1881 sind es die offiziellen DWD-Daten.

In der Grafik 1 sind die wärmsten Maimonate in Form einer Tabelle aufgelistet. Man achte auf die Jahreszahlen der warmen Maimonate. Seit 1958, dem Beginn der steigenden CO₂-Konzentrationsmessungen waren nur in 4 Jahren die Mai-Monate dabei.

Grafik 1: Unser Dichter Johann Wolfgang Goethe lebte noch zu den Zeiten des viertwärmsten Maimonats (1811) in Deutschland. Der Mai 2024 ist an 10. Stelle. Ein Ausreißer aus der Neuzeit, der sonnenreiche Mai 2018 führt die Deutschland-Tabelle an.

Der Mai 2018 war u.a. deshalb so warm, weil er bei vielen der etwa 2000 DWD-Messstationen einen Rekord an Sonnenstunden brachte. Die Sonne bestimmt die Wärme. Und die heutigen DWD-Wetterstationen stehen bevorzugt in Wärmeinseln, was vor über 100 Jahren nicht der Fall war. Viele Sonnenstunden von April bis September führen immer zu warmen Monaten. Ein weiterer Aspekt in dieser Betrachtung ist der Durchschnitt der Tagesminimum-Temperaturen. Nachfolgend sind drei Grafiken mit Originaldaten des DWD (Gebietsmittel) ab dem Jahr 1988. In der ersten Grafik sind alle verfügbaren Einzelstationen des DWD gemittelt. Man vergleiche die Jahre 1989, 1990, 2018 und 2024. (Werte stehen in den Grafiken)

 

 

Grafik 2a – 2d: 1989 und1990 hatten wir noch höhere Sonnenstunden als 2018! (Grafik 2b) Trotzdem waren die Tagesmittel deutlich geringer, 2 Grad! Aber auch Tmin und Tmax waren 2 Grad niedriger. (Grafik 2a)

Jetzt kommt der Unterschied zu 2024: dort sticht der hohe Durchschnitt der Tmin ins Auge, 9,6 °C! es gab sogar vereinzelt Tropennächte. Man sollte also nicht sagen, der Mai 2024 war zu warm (Tmax normal) sondern der Mai war nicht so kalt (Tmin zu hoch)! Insbesondere die Tmin haben den Mai zu warm gemacht und nicht zu hohe Tagestemperaturen. Dass erklärt auch, dass wir (gefühlt) noch kein Badewetter hatten. Die hohe Niederschlagsmenge im Mai 2024 hat ihr Übriges dazu beigetragen. (Grafik 2c)

Ergänzt durch das statistische Wärmermachen der Maitemperaturen, was vor allem beim Mai 2024 auffällig war: nach der ersten Auswertung am 30.05. mit 14,9°C als der fünftwärmste auf der DWD-homepage veröffentlicht, siehe hier, wurde diese Endtemperatur einen Tag später dann mit 15,1 °C in die Statistik der Maimonate nach oben korrigiert, aufgenommen. Um eine Temperaturänderung von 14,9°C auf 15,1°C im Durchschnitt zu bekommen, kann man sich diese Tagestemperatur einfach mal ausrechnen: Der 31. Mai hätte dann mindestens eine Tagesdurchschnittstemperatur von 18,4 °C haben müssen um von 14,94°C auf 15,05°C zu kommen, minimalst gerundet. Tatsächlich waren es aber nur 14,5°C.

Doch der miterwärmend wirkende Statistikbetrug soll hier nicht das Thema sein. Wir nehmen für die weitere Argumentation die DWD-Reihe so wie veröffentlicht.

Vergleich der deutschen Maimonate mit den CO₂-Messungen: Die Keeling Kurve seit 1958

Nur 4 der 16 wärmsten Maimonate Deutschlands (2018, 2024, 2000,1993) liegen im Zeitraum der ansteigenden CO₂-Keeling-Kurve. 2021 noch 419,80 ppm, Mai 2024: 424 ppm

Grafik 3: Die CO₂-Konzentrationen der Atmosphäre steigen vor allem nach dem Kriege stark an. Behauptet wird, dass die Ursache des CO₂-Anstieges fast ausschließlich anthropogenen Ursprunges wäre. Wird behauptet. Zumindest seit der Corona-Krise darf man Zweifel anmelden, denn inzwischen ist der Wert im Mai 2024 auf 424 ppm gestiegen, und keinesfalls gab es in den 26 Monaten innerhalb des Coronazeitraumes Stillstand oder gar sinkende Werte.

Richtig, gesunken… sie hätten sinken müssen, da die Abbauprozesse (Auswaschung) des Kohlendioxids aus der Atmosphäre während der globalen Coronaphase ungebremst anhielten.

Weiter gilt: Wenn der anthropogene Anteil lediglich 50% am Gesamtanstieg beteiligt wäre und der deutsche Ausstoß davon wiederum nur 1% beträgt, dann wäre die ganze deutsche Vorreiterrolle völlig sinnlos, auch wenn man an den viel zu hohen CO₂-Ewärmungseffekt glaubt, wie er von PIK und IPPC behauptet wird..

Weiter wird von der gläubigen Klimakirche behauptet, dass dieser CO₂-Anstieg in Grafik 2 die Hauptursache der Erwärmung wäre. Der Leser erkennt sofort, dass diese Behauptung grober Unfug ist. Zur Vertiefung dieser Hinweis auf unsere Artikel hier und hier.

Fazit: 1) Die CO₂-Konzentrationen steigen seit 1958 stetig an, sie sind auch im letzten Jahr trotz teurer deutscher CO₂-Einsparungen mit 2 ppm weiter auf ein neues Rekordniveau gestiegen.

2) Der Monat Mai ist der Beweis, dass CO₂ gar keinen oder höchstens einen minimalen Einfluss auf die Temperaturen hat.

3) Besonders in der Gegenwart fallen vor allem die Nachttemperaturen bei den deutschen Wetterstationen, oft doppelt so stark wie die Tagestemperaturen, hier als Beispiel die ländliche DWD-Station Dachwig in Thüringen seit dem Jahre 2000

Grafik 4: Bei ländlichen Stationen fallen seit dem Jahr 2000 (Gegenwart) die Mai-Nachttemperaturen besonders stark, siehe die negative Steigung im unteren blauen Graphen, obwohl in diesem Jahr 2024 die Tmin viel stärker gestiegen als die Jahre zuvor. Die Tendenz der auseinandergehenden Schere zwischen Tmin und Tmax bleibt deutlich erkennbar.

Ergebnis 1: Zwischen dem CO₂-Anstieg bei Grafik 2 und den Maitemperaturen der deutschen Wetterstationen gibt es überhaupt keinen Zusammenhang.

2) Das Treibhausgas Kohlendioxid wirkt im Monat Mai überhaupt nicht erwärmend, sondern eher abkühlend, vor allem nachts.

3) Kohlendioxid ist kein Klimakiller, sondern ein notwendiger Bestandteil der Schöpfung. Ohne CO₂ wäre die Erde leblos wie der Mond.

Der richtige wissenschaftliche Denk- und Erkenntnisansatz kann nur sein, CO₂ wirkt überhaupt nicht oder fast nicht erwärmend. Andere Klimafaktoren bestimmen diesen unterschiedlichen Tag/Nacht Verlauf der Maitemperaturen.

Wir rufen die Klimawandel Interessierten auf, diese wirklichen Faktoren zusammen zu tragen und zur Diskussion zu stellen.

Durch unsere 4 Grafiken ist bewiesen:

Der von der Klimapanikkirche verbreitete CO₂- Treibhaus-Erwärmungsglaube ist eine Irrlehre. Es handelt sich um ein Geschäftsmodell, das auf unser Geld aus ist. Begriffe wie Treibhaus, Klimakiller und Erderhitzung sind erfundene Begriffe einer Werbebranche, um die Deutschen zu ängstigen, um sie gefügig zu machen, damit sie ohne Aufbegehren bereit sind für eine CO₂-Ablaßhandelssteuer.

Dem muss die deutsche Bevölkerung entschieden entgegentreten, schon weil unsere Demokratie in Gefahr ist. CO₂ ist ein lebensnotwendiges Gas, der Schöpfer hat das irdische Leben auf dem Element Kohlenstoff aufgebaut. Wer Kohlendioxid einschränken will, der handelt sündhaft gegen die Schöpfung des Lebens auf diesem Planeten.

Vorschlag: Wer weiterhin an einem Klimakiller Kohlendioxid entgegen dieser erdrückenden Gegenbeweise glaubt, für solche Menschen möge die neue Regierung eine CO₂-Freiwilligensteuer einführen, damit Angstgläubige ihr Gewissen beruhigen können. Und die 350 von unseren Steuergeldern Beschäftigten beim PIK Potsdam sollten mit gutem Beispiel vorangehen und ihre jährliche Höhe einer freiwilligen Klimasteuer veröffentlichen.

Wir wollen schließlich sehen, was den CO₂-Klimapanikpredigern ihre Klimarettung wert ist.

Für uns andere gilt: Klimaschutz ist Quatsch, weil nicht möglich. Wichtig bleiben Natur- und Umweltschutz.

Josef Kowatsch, Naturbeobachter und unabhängiger, weil unbezahlter Klimaforscher.

Matthias Baritz, Naturwissenschaftler und Naturschützer

 




Die Net Zero-Falle umgehen

Andy May

Clintel hat gerade eine neue Publikation mit dem Titel „We Can Still Avoid the Net Zero Trap“ von Guus Berkhout und Kees de Lange herausgegeben.

Klimamodelle – erstellt von Regierungsorganisationen – sagen eine Klimakatastrophe voraus, die durch Treibhausgase, vor allem CO₂, verursacht wird. Und das, obwohl Wasserdampf das wichtigste Treibhausgas ist. Die von den Modellen inspirierte Darstellung lautet, dass der menschliche CO₂-Ausstoß eine fundamentale Bedrohung für das Überleben der Menschheit darstellt, weshalb alle fossilen Brennstoffe verboten werden müssen.

Glücklicherweise stimmt diese Untergangsgeschichte nicht mit den Fakten überein. Der Nachweis von Ursache und Wirkung ist das schwierigste Thema in der Wissenschaft. Schließlich ist Korrelation etwas anderes als Kausalität! Das gilt natürlich auch für das Verhalten unseres Klimas. Denn das Klima der Erde ist äußerst komplex. Klimaprozesse spielen sich im vierdimensionalen Raum ab: drei Raumkoordinaten und eine Zeitkoordinate. Wir wissen wenig darüber, und deshalb lässt sich das Klimaverhalten der Erde nur schwer in Modellen erfassen.

Die Erfahrung zeigt, dass die Klimawissenschaft nicht mit komplexen Modellen, sondern mit zuverlässigen Beobachtungen beginnen sollte. Die derzeitigen Klimamodelle sind aufgrund zahlreicher unbegründeter Annahmen und numerischer Beschränkungen so begrenzt, dass sie das Klimasystem nicht richtig nachbilden und daher keine ernsthafte Grundlage für die Gestaltung der Klimapolitik bilden können. Insbesondere die Prämisse, dass der menschliche Beitrag zur CO₂-Produktion eine zukünftige Klimakatastrophe verursachen kann, wird durch Beobachtungen nicht gestützt.

Aus dem geologischen Archiv geht hervor, dass es keine Korrelation und somit keinen kausalen Zusammenhang zwischen CO₂ und Temperatur gibt. Untersuchungen von Eisbohrkernen zeigen, dass die Erwärmung einem Anstieg des CO₂-Gehalts in der Atmosphäre vorausgeht. Die jüngste Vergangenheit zeigt, dass die natürliche Variabilität der Temperatur wesentlich größer ist als der Einfluss des Menschen auf die Temperatur. Im Zuge der unzuverlässigen Vorhersagen der Klimamodelle ist die Energieversorgung im globalen Maßstab zu einem heiß diskutierten Thema geworden. Aufgrund der zweifelhaften Schlussfolgerungen der Klimamodelle über die Rolle des CO₂ wurden fossile Brennstoffe verdammt. Der Netto-Null-Ansatz ist, zumindest im Westen, zum politischen Heiligen Gral geworden. Die Zuverlässigkeit der nachfrageorientierten fossilen Energie wird für angebotsorientierte alternative Energieillusionen geopfert. Der Westen ist offenbar bereit, dafür seinen Wohlstand zu riskieren. Der Rest der Welt schaut mit Erstaunen und manchmal auch mit Freude zu.

Der Bericht plädiert für den weiteren Ausbau der Kernenergie, wobei die Option des Thorium-Reaktors und die damit verbundenen Vorteile besonders hervorgehoben werden. Langfristig ist dies der einzige vernünftige Weg, um die Welt angemessen mit Energie zu versorgen. Es gibt also keinen Grund, weiter in die Netto-Null-Falle zu tappen. Wir können immer noch zurückgehen.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Es gibt eine Klimaerwärmung, aber keine Klimakrise. Leider stehen wir am Anfang einer selbstgemachten Energiekrise. Das ist eine sehr schlechte Nachricht. Eine rasche und dramatische Änderung der Klima- und Energiepolitik durch alle westlichen Regierungen ist erforderlich.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Eine kleine Korrektur des Berichtes: Climate: The Movie wurde von Martin Durkin geschrieben, inszeniert und geschnitten sowie von Tom Nelson produziert.

Link: https://andymaypetrophysicist.com/2024/06/09/avoiding-the-net-zero-trap/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Die absurden Pläne zum Einfrieren der Arktis

Cap Allon

Das Establishment stellt die „Klimakrise“ als eine drohende Katastrophe dar, aber die Daten sprechen eine andere Sprache.

Die neuesten Daten des NSIDC zeigen zum Beispiel, dass die Ausdehnung des arktischen Meereises sich dem Durchschnitt der Jahre 1981 bis 2010 nähert, was das Gerede von der „drohenden Katastrophe“ widerlegt. Trotz dieser Fakten befürworten einige Aktivisten-Wissenschaftler extreme Maßnahmen, um „die Arktis wieder einzufrieren“.

Diese Vorschläge beinhalten verschiedene Geo-Engineering-Techniken, die darauf abzielen, die Region künstlich abzukühlen. Ein solcher Plan sieht vor, Meerwasser an die Oberfläche zu pumpen, damit es gefriert und eine Schutzschicht über dem vorhandenen Eis bildet (wie zuvor beschrieben).

Eine andere Idee sieht vor, reflektierende Glasperlen über den Schnee zu streuen, um dessen Reflexionsvermögen zu erhöhen und die Absorption von Sonnenlicht zu verringern.

In einem Video des Wall Street Journal beschreibt ein niederländisches Start-up namens Arctic Reflections sein Experiment, Meerwasser an „strategisch ausgewählte Orte im Arktischen Meer“ zu pumpen, um das Eis im Winter zu verdicken.

Inspiriert von holländischen Eismeistern, die durch Fluten von Feldern Eisbahnen schaffen, glaubt der Geschäftsführer von Arctic Reflections Fonger Ypma, dass sich das Eis mit dieser Methode wieder regenerieren und eine vorübergehende Lösung bieten könnte, während die CO₂-Emissionen bekämpft werden.

Jemand muss Ypma sagen, dass seine Bemühungen völlig unnötig sind:

Ein Jahrzehnt Daten über das arktische Meereis zeigen keinen Grund zur Beunruhigung.

Darüber hinaus gibt es weitere Geo-Engineering-Pläne wie das Solar Radiation Management (SRM) und die maritime Wolkenaufhellung. Beim SRM werden Aerosole in die Stratosphäre eingeleitet, um das Sonnenlicht zu reflektieren, während bei der maritimen Wolkenaufhellung die Reflektivität der Wolken über den Ozeanen durch das Versprühen von Meersalzpartikeln in die Luft verbessert werden soll.

Der Vorstoß zu solch extremen Maßnahmen verdeutlicht die Maßlosigkeit des Klimaalarmismus‘ und seine Abgehobenheit von der Realität. Die derzeitige Stabilität in der Arktis entlarvt die oben genannten Projekte als verrückte Obsessionen bzw. als zusätzliche Tricks, um Steuergelder von irgendetwas Nützlichem wegzuleiten.

Praktischen und nachhaltigen Umweltlösungen den Vorrang vor extremen und potenziell gefährlichen globalen Experimenten zu geben, sollte keine große Herausforderung sein, aber es erweist sich als eine solche.

Link: https://electroverse.substack.com/p/50-billion-tons-of-snow-has-fallen?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke)

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Studie: Der „Pisaeffekt“ beschleunigt signifikant den Klimawandel

Helmut Kuntz

Diese Feststellung ist das Ergebnis einer vom Autor zeitnah durchgeführten – und hiermit publizierten – Studie zu den jüngsten Hochwassern in Bayern.
Nie hätte sich der Autor getraut, zu einem ihm eigentlich fremden Fachgebiet eine Studie zu erstellen. Doch zwischenzeitlich haben Studien (nicht nur) zum sich stetig wandelnden Klima hemmungslos Ramschniveau zum Standard erhoben, so dass nun auch der Autor auf diesem Level mitspielen kann und sich darin zu tummeln traut.

FOCUS, 07.06.2024: „Es gibt keinen Zweifel“ – Jetzt ist klar, was das Hochwasser im Süden mit dem Klimawandel zu tun hatte

So lautet eine der gerade durch unsere Systempresse geeilten Überschriften zu den jüngsten Hochwassern. Hintergrund ist eine Studie eines Instituts ClimaMeter (von der EU und Frankreich finanziert): [1] ClimaMeter – 2024/06/01-03 Southern Germany Floods

Und diese Studie teilt mit: einer Schnellanalyse zufolge hatte der Klimawandel Anteil am Ausmaß des Hochwassers in Süddeutschland. Der Starkregen, der die Überschwemmungen verursachte, sei dadurch bis zu 10 Prozent stärker ausgefallen als ohne menschengemachte Erwärmung, teilte das Forschungskonsortium Climameter am Freitag mit. El Niño und andere natürliche Klimaphänomene spielten demnach keine Rolle bei der Verschlimmerung …
Die sogenannte Attributionsstudie stützt sich auf meteorologische Daten der letzten 40 Jahre, wie es hieß. Die Forschenden verglichen ähnliche Tiefdruckgebiete am Ende des 20. Jahrhunderts (1979 bis 2001) mit solchen aus den letzten Jahrzehnten (2002 bis 2023). Tiefdruckgebiete, wie sie jetzt in Süddeutschland auftraten, sind demnach inzwischen etwa 10 Prozent intensiver … „Die Ergebnisse von Climameter zeigen, dass der durch CO2-Emissionen verursachte Klimawandel auch hoch entwickelte Länder wie Deutschland trifft und soziale, wirtschaftliche und ökologische Schäden verursachen kann“, sagte der CNRS-Mitautor Davide Faranda. „Alle Bevölkerungsgruppen sind vom Klimawandel betroffen, und eine massive Reduzierung der fossilen Brennstoffe ist notwendig, um die Gefahren von Klimaextremen in einer sich erwärmenden Welt zu verringern.“

Eine Studie belegt (wieder), dass man auch das Gegenteil herausbekommen kann

Beginnen wir mit den Messdaten. Am Pegel Passau hat das jüngste Hochwasser einmal kurz die 10 m Marke touchiert:

Bild 1 Pegelverlauf Passau beim jüngsten Hochwasser Anfang Juni

Die Studie sagt nun, dass diese Flut durch den Klimawandel um 10 % höher ausgefallen ist und belegt, dass „durch CO₂-Emissionen verursachte Klimawandel auch hoch entwickelte Länder wie Deutschland trifft und soziale, wirtschaftliche und ökologische Schäden verursachen kann“

Zur Belegung wurde in der Studie ein Niederschlags-Datensatz von 44 Jahren (1979 – 2023) angezogen.

Welche Pegel sind in Passau „üblich“

Bei der Dreiflüssestadt Passau kumulieren sich die Fluten eines weiten Teiles von Bayern und dem Alpenrand. Als Übersicht zu deren Auftreten ist der dortige Pegel deshalb interessant und sicher auch signifikant. Quelle: Hochwasser in Passau 2024 Pegel, Fotos, Historie (hochwasser-passau.de)

Bild 2 Passau historischer Verlauf der Flutpegel. Grafik vom Autor erstellt

Alleine seit 1862 erschien im Mittel (mit erheblicher Streuung) alle 34 Jahre eine Flut, welche die 10 m Scheitelhöhe der gerade vergangenen teils erheblich überschritt, wobei über lange Zeit gesehen, die Spitzenpegel streng statistisch ermittelt, abnehmen.
Die Folgen sind seit dem Mittelalter dokumentiert und immer die gleichen:

Bild 3 [Link]

Dazu vergleichend der Verlauf des Mainpegels bei Würzburg, der den gleichen Effekt zeigt. Durch Verbauungen und Schleußen ist der dortige Pegel nach 1900 mit den historischen aber nicht mehr direkt vergleichbar.

Bild 4 Main bei Würzburg Verlauf der Flutpegel und Pegelmarken von Limburg an der Lahn

Alleine diese Flutverläufe wagen Zweifel an den angeblich immer häufigeren und immer schlimmeren Fluten. Und der Klimawandel scheint danach die Fluten eher verringert zu haben (was die Attributionsstudien auch allgemein oft mit ihren Auswertungen ausweisen, in den Zusammenfassungen dann aber nicht verkünden).

So sehen es auch die zuständigen Behörden. Denn wie im Saarland (dort plant man mit HQ23), wird auch in Bayern zwar weiter als eine Legislaturperiode gedacht, aber dann endet der Zeithorizont auch schon bald. Nicht einmal für die historisch bekannten, im Mittel alle 34 Jahre kommenden Fluten ist man wirklich vorbereitet. Wenn dann allerdings Sandsäcke (zufällig mal) ausreichen, lohnen wohl auch keine teureren Investitionen:
… Die Landräte von Deggendorf und Passau, Bernd Sibler und Raimund Kneidinger (beide CSU), fordern mehr Tempo beim Ausbau des Hochwasserschutzes an der niederbayerischen Donau zwischen Deggendorf und Vilshofen. Dort seien zwar Schutzmaßnahmen für ein dreißigjähriges Hochwasser (HQ30) erfolgt, jedoch sei auch dort Schutz für ein Hundertjähriges (HQ100) erforderlich.
… Die Lage sei in dem Bereich bei dem Hochwasser in der vergangenen Woche zwar deutlich besser gewesen als 2013, jedoch habe der Katastrophenfall ausgerufen und der Abschnitt auf 13 Kilometern Länge mit Sandsäcken verstärkt werden müssen, sagte Sibler …

Allerdings ist das immer noch besser als an der extrem flutgefährdeten Elbe. Dort hat man Hochwasser behördlicherseits teils ganz konsequent ignoriert, weil solches Wissen störte: [Link] Wenn eine ganze Neubausiedlung nach der Flutkatastrophe abgerissen wird

So etwas ist immer bitter für die Betroffenen, nur hat es mit einem Klimawandel rein gar nichts zu tun. Den „benötigt“ man dann allerdings, damit nicht jemand auf die delegitimierende Idee kommt, Behördenversagen anzuklagen.

Denn die für das gesamte Deutschland verfügbaren Flutkartierungen sagen ziemlich drastisch vorher, was das Wasser machen wird und dann auch macht:
So kürzlich im Saarland: [Link] EIKE, Mai 25, 2024: Der Klimawandel ist für unsere marode Infrastruktur verantwortlich
Wie nun auch in Bayern:

Bild 5 Abensberg. Bild von der jüngsten Flut und Ausschnitt der Hochwasserkartierung

Bild 6 Söder in Passau Söder-Besuch im Video: Ministerpräsident spricht mit Fluthelfern in Passau (pnp.de)

Bei solchen Bildern fragt man sich, was die wichtige Person Söder wirklich denkt.
Denkt sie wirklich, dass dort, wo er gerade so betroffen steht und seit Menschengedenken und bei wesentlich niedrigerer CO2-Luftbelastung und niedrigeren Temperaturen als heutzutage regelmäßig höhere als das gerade besichtigte Hochwasser floss, nun eine CO₂-Verminderung mit vielleicht homöopathischen Temperaturverringerungen die Lösung wäre?
Oder denkt sie vielleicht ganz, ganz heimlich: Wenn hier wo ich gerade stehe, seit dem Beginn historischer Aufzeichnungen regelmäßig solche Hochwasser erscheinen und diese früher sogar höher waren, obwohl es noch keinen postulierten Klimawandel gab, keine Begradigungen und kaum Versiegelung, kann an dieser Theorie etwas ganz Wichtiges einfach nicht stimmen.
Und damals war sich die Wissenschaft absolut einig, dass die Ursache dafür Hexen und Abfall vom Glauben sind. Und so lange es sich buchstäblich „bezahlt“ machte, Hexen zu finden, bestätigte es jede neue „Studie“ (und Folter). Man konnte – wie heute wieder -, auch Behörden und unwillige Obrigkeit wegen zu lascher Hexenverfolgung verklagen. Erst, als es sich finanziell nicht mehr lohnte (und Kritiker es überlebten), kamen die Wissenschaftler dahinter, dass ihre Theorie auch falsch sein könnte. Erinnert sehr stark an die aktuellen Zustände.
Meine (Söders) Heimatstadt Nürnberg war früher ebenfalls regelmäßig von teil extremen Hochwassern der mitten hindurchfließenden Pegnitz betroffen. Dann wurden allerdings nicht vorsorglich alle Kohleöfen abgeschaltet, aber trotzdem im Flutgebiet in den Kellern Touristenlokale errichtet, sondern (gegen enorme Widerstände und nach endlos langer Zeit) eine Flutüberleitung gebaut.
Seitdem gab es dort kein Hochwasserproblem durch die Pegnitz mehr. Gut, bei jedem Starkregen laufen nun Unterführungen randvoll. Das ist aber ein anderes Problem in dieser etwas maroden Stadt ….

Solch ketzerische Gedanken allerdings zu äußern, würde er politisch nicht überleben. Dem hat die Klimakirche inzwischen ihre Riegel vorgeschoben: Diskurs? Am besten abschaffen! (Applaus) (tichyseinblick.de)

Wie der Landkreis Augsburg den Klimawandel belegt

Der Tagesspiegel berichtete zur Studie: [Link] „ … Der langanhaltende und starke Regen im Mai und Juni in Süddeutschland entspricht Forschern zufolge einem Ereignis, das statistisch seltener als einmal in hundert Jahren vorkommt.“

Sehen wir in der Studie nach, worauf solche Aussagen basieren, die den historischen Daten widersprechen.
Die Studie vergleicht zwei 22-Jahres-Zeiträume. Die Differenz des Extremniederschlages zeigt die folgende Grafik. Wenn man genau hinsieht, erkennt man eine kleine Zone um Augsburg herum, in der bezüglich Extremniederschlag eine erhöhende Änderung von geringfügigem Ausmaß stattfand:

Bild 7 [1] Gebietliche Abweichungen der Extremniederschläge zwischen den Zeiträumen 1979-2001 und 2002-2023

Dazu noch die Veränderungen der Temperatur:

Bild 8 [1] Gebietliche Abweichungen der Temperatur zwischen den Zeiträumen 1979-2001 und 2002-2023

Von drei urbanisierten Zonen hat sich in zweien dank „Klimawandel“ die folgende Veränderung ergeben:
-Temperatur: leicht erhöht (in der Grafik nicht erkennbar, die Erhöhung alleine durch den städtischen Urbanisierungseffekt dürfte dazu weit höher sein, vielleicht ist solche auch Ursache der Erhöhung).
-Windgeschwindigkeit: verringert

-Extremniederschlag: Zwei mal verringert, nur im Bereich Augsburg (leicht) erhöht

In der Studie ist es wie folgt dargestellt:

Bild 9 [1] Veränderung von Temperatur, Extremniederschlag und Windgeschwindigkeit in drei Gebieten im Betrachtungszeitraum

Wieder stellt sich die Frage, wie man durch Betrachtung eines so eingeschränkten Zeitraumes Ereigniswahrscheinlichkeiten hochrechnen will. Gerade beim Extremniederschlag reichen nicht einmal 100-jährige Zeiträume aus, um eine Tendenz erkennen zu können. Er neigt zu spontanen Ausreißern, die ohne „Vorwarnung“ oder eine „Tendenz“ erscheinen, wie es die folgenden Langzeitreihen deutlichst zeigen.
Computerstatistik schafft das zwar trotzdem immer, aber da sitzt das wahre Problem dann vor dem Computer.

Allerdings drückt man solches wissenschaflich „gepfleger“ aus, indem man “vertraut”, wie gut es vielleicht stimmen möge: [1] For this event we have medium-high confidence in the robustness of our approach given the available climate data, as the event is similar to other past events in the data record

Bild 10 Wetterstation Magdeburg, Tagesniederschlag und 3-Tagesniederschlag seit 1881. Grafik vom Autor erstellt

Bild 11 Wetterstation Bamberg. Tagesniederschlag und 3-Tagesniederschlag seit 1879. Grafik vom Autor erstellt

Die Frage nach der (Un-)Genauigkeit des Extremniederschlags-Datensatzes wird hier nicht gestellt, da eine fundierte Betrachtung dazu die technischen Möglichkeiten und die Zeit des Autors weit überschreiten.
Man muss dazu wissen, dass moderne Studien nicht die wie man sieht, problematischen Stations-Messwerte verwenden, sondern gerasterte Datensätze, die aus verschiedensten Datenquellen abgeleitet und zurückgerechnet werden und von denen es mehrere zur Auswahl gibt.
Andere Attributionsstudien haben es allerdings bereits getan und sind dabei zu dem Ergebnis gekommen, dass sich die verschiedenen Datensätze teils so extrem unterscheiden, dass man nur durch Auswahl der „wahrscheinlich richtigsten“ zu den gewünschten publizierten Aussagen kommt.

Nachdem in der Studie der Niederschlag um Augsburg als Referenz angezogen wurde, der Niederschlag der DWD-Station Augsburg, zusammengesetzt aus den Daten von zwei Stationen.
Dazu die Anmerkung, dass die Station Augsburg seit dem 1.6. wegen Überflutung außer Betrieb ist und damit zeigt, wie problematisch Extremniederschlag in Deutschland erfasst wird und wurde (die Messstation Simbach fiel beim damaligen Extremniederschlag 2016 ebenfalls aus).

Bild 12 DWD-Station Augsburg, Tagesniederschlag von 1879 – 31.5.2024. Grafik vom Autor erstellt. Eingezeichnet der Betrachtungszeitraum der Studie [1] und die weiteren, höheren Hochwasserereignisse aus Bild 2 (hellblaue Pfeile). Beachten, dass diese DWD-Station seit dem 1.6.24 außer Betrieb gesetzt ist

Sehr schön erkennt man, dass Extrem-Niederschlag um Augsburg für die Gesamt-Wassermenge keinerlei Relevanz und vor allem keinerlei Signifikanz hat.

Bestätigt wird, dies durch die 2- und 3-Tagesniederschlagsmengen:

Bild 13 DWD-Station Augsburg, 2-Tagesniederschlag von 1879 – 31.5.2024. Grafik vom Autor erstellt. Eingezeichnet der Betrachtungszeitraum der Studie [1]

Bild 14 DWD-Station Augsburg, 3-Tagesniederschlag von 1879 – 31.5.2024. Grafik vom Autor erstellt. Eingezeichnet der Betrachtungszeitraum der Studie [1]

Wie es in den Gebieten aussieht, in denen die Studie „nichts“ gefunden hat, anbei in Bildern:

Bild 15 DWD-Station München, 1- und 2tagesniederschlag von 1954 – 08.06.2024. Grafik vom Autor erstellt.

Zu Regensburg findet sich nur eine von 1981 bis 2006 reichende, hinterlegte DWD-Datenreihe. Deshalb die von Straubing:

Bild 16 DWD-Station Straubing, 1- und 2tagesniederschlag von 1949 – 08.06.2024. Grafik vom Autor erstellt.

Nun welche vom Alpenvorland, welches partiell ja ebenfalls schlimmst betroffen war:

Bild 17 DWD-Station Reit im Winkel. 1- und 2tagesniederschlag von 1945 – 08.06.2024. Grafik vom Autor erstellt. Anm.: Im Datensatz fehlen die Daten zum 5. und 6.6.2024

Bild 18 DWD-Station Garmisch. 1- und 2tagesniederschlag von 1945 – 08.06.2024. Grafik vom Autor erstellt.

Wenn Studien(-Autoren) fabulieren

Die Studie (im davon veröffentlichten Auszug lässt sich das nicht verifizieren, aber die Autoren sagen es) kommt zu der Bewertung, dass der Klimawandel die Flut verstärkt hätte und vor allem, ähnliche Ereignisse in der Vergangenheit praktisch kaum stattgefunden hätten:

Bild 19 Studie [1] Ereignisbewertung

[3] CNRS-Mitautor Davide Faranda Alle Bevölkerungsgruppen sind vom Klimawandel betroffen, und eine massive Reduzierung der fossilen Brennstoffe ist notwendig, um die Gefahren von Klimaextremen in einer sich erwärmenden Welt zu verringern.“
Mitautorin Erika Coppola Es müssen Strategien und neue Maßnahmen ergriffen werden, um der steigenden Wahrscheinlichkeit ähnlicher Hochwasserereignisse zu begegnen, die im Vergleich zur Vergangenheit immer häufiger auftreten und aufgrund des vom Menschen verursachten Klimawandels voraussichtlich weiter zunehmen werden.“
Coppola betonte: „Es gibt keinen Zweifel und keine Zeit zu verlieren, denn diese Veränderungen finden bereits heute statt.“
Dazu eine „messende“ Aussage:
[1] Floods similar to the June 2024 Southern Germany floods are up 2 mm/day (up to 10%) wetter in the present than they have been in the past.

Alle; aber vor allem diese Aussage gibt Rätsel auf. Leider wird sie nicht näher ausgeführt. Einmal sind 2 mm/day bei teilweise über 100 mm/Tag Extremniederschlag keine 10 % und weiter liegt die angegebene Differenz weit unter der Messgenauigkeit.

Eigene Bewertung

Der Autor kommt in dieser, seiner Studie zu mehr als deutlich abweichenden Bewertungen:
-Solche Ereignisse haben in der Vergangenheit häufig und in weit schlimmerem Maß stattgefunden, ein negativer Trend ist nicht ableitbar, eher verringern sich die Flutereignisse
-Durch alleiniges Betrachten eines willkürlich kurzen (dem verwendeten, eingeschränkten Datensatz geschuldet) Zeitraumes lässt sich zu Extremniederschlag keinerlei bewertbare Aussage machen
-Es ist generell zu bezweifeln, ob die schlechte Datenlage zu Extremniederschlag solche Auswertungen mit ausreichendem Vertrauensbereich überhaupt zulässt.
-Die schlimmen Auswirkungen sind zu einem nicht unerheblichen Teil dem Fehlen geeigneter Schutzmaßnahmen geschuldet
-Die CO2-Minderungsanstrengungen werden an Flutereignissen nichts verändern. Denn dann hätte das in der Historie mit allen Maßnahmen absolut unerreichbar niedrige Niveau mit dazu niedrigeren Temperaturen bereits Wirkung haben müssen
-Es besteht der Verdacht, dass diese Studie nur erstellt wurde, um noch pünktlich zur Europawahl ein „Klimawandelargument“ zu liefern, es sich also um eine reine Gefälligkeitsstudie handelt

Das gilt nicht nur für den Niederschlag, sondern auch für andere Hiobsbotschaften:
Universität Greifswald 22.02.2019: Trockensommer wie 2018 waren im Mittelalter keine Seltenheit
Trockene Sommer waren vor 1000 Jahren keine Seltenheit. Forschern der Arbeitsgruppe „Landschaftsökologie und Ökosystemdynamik“ der Universität Greifswald ist es nun gelungen, 1000 Jahre Sommertrockenheit für den norddeutschen Raum zu rekonstruieren. Der Artikel “Removing the no-analogue bias in modern accelerated tree growth leads to stronger medieval drought” ist im Februar 2019 in der Fachzeitschrift Scientific Reports erschienen.
„Neu ist jedoch, dass wir mithilfe einer eigens für dieses Vorhaben entwickelten Datenmethode diese Wachstumsraten in unserer Rekonstruktion herausrechnen konnten. Dadurch konnten wir zeigen, dass in unserer Region zu Zeiten des mittelalterlichen Klimaoptimums, also vor ca. 1000 Jahren, die Niederschläge im Sommer im Schnitt deutlich niedriger waren als bisher angenommen. Vielleicht waren also Jahrhundertsommer, wie wir 2018 erlebt haben, damals gar nicht so selten.“

Als schlimmstes Dürrejahr in der aufgezeichneten, Europäischen Historie gilt 1540:
Auf der Grundlage von über 300 Quellen mit Wetterberichten aus erster Hand aus einem Gebiet mit einer Größe von 2 bis 3 Millionen km² zeigen wir, dass Europa von einer beispiellosen, 11 Monate dauernden Mega-Dürre betroffen war. Die geschätzte Anzahl der Tage mit Niederschlag und die Niederschlagsmenge in Mittel- und Westeuropa im Jahre 1540 ist signifikant niedriger als die 100-Jahre-Minima der Periode mit instrumentellen Messungen für Frühjahr, Sommer und Herbst. Dieses Ergebnis wird gestützt durch unabhängige dokumentarische Beweise über extrem niedrige Pegelstände in Flüssen und weit verbreiteten Wald- und Feldbrände in ganz Europa …

Nebelspalter, 1.2.2022: Der Klimawandel rettete über eine halbe Million Menschen
Die britischen Behörden rechnen vor, dass wegen höherer Temperaturen in den letzten 20 Jahren über 550’000 Menschen weniger gestorben sind, als erwartet werden konnte – allein in England und Wales. Die Erderwärmung entwickelt sich in gemässigten Zonen zu einem Segen.

Der Pisaeffekt

Es ist wirklich erschütternd, wie sich Deutschland seit „Merkel“ konsequent dem internationalen, niedrigem Bildungsstandard vieler Länder angenähert hat und die Ampel dies nun zu weiteren Tiefen führt.
Aber man muss künftigen Generationen ja auch neues „Verbesserungspotential“ lassen und bestimmten Parteien welches für „Resozialisierungen“ von Studienabbrechern zu Führungskräften.

Betrachtet man nun solche Studien, stellt sich die Frage: Sind die Studienautoren so „daneben“, oder hat es andere Gründe, dass nur noch das herauskommt, was jemand von Oben – hier die Finanzierer -, vorgegeben haben.
Der Autor ist überzeugt, dass die Studienautoren das Wissen haben, es richtig machen zu können und auch wissen, wie sehr sie bescheissen methodisch nicht immer ausreichend sachgemäß vorgehen. Doch diese wissen auch, wer sie finanziert und was dafür erwartet wird. Entsprechend sorgfältig wird das Gewünschte geliefert.

Das wahre Problem allerdings sind die Medien. Völlige Unkenntnis, ideologische Verblendung Einschränkung, gepaart mit der Arroganz, es nicht erkennen zu wollen (oder dem gesellschaftlichen Zwang, es nicht erkennen zu dürfen), ist dank Pisa inzwischen nicht nur in der Politik angekommen, sondern auch dort. Und deshalb wird wirklich jeder Schwachsinn – wie solche Studien – begeistert angenommen und als „Wahrheit“ verkündet.
Unsere Politiker, welche großteils nur noch öffentlichkeitsgesteuert agieren, müssen dies aufnehmen und umsetzen.

Nur deshalb kann den Bürgern weiterhin unwidersprochen und geradezu penetrant eingebläut werden, dass der angeblich alleine vom Menschen verursachte, kleine klimatische Wandel von der nachmittelalterlichen Eiseskälte mit seinen Hungersnöten zu wieder lebenswerten Temperaturen nur Nachteile gebracht hätte und bringen würde und mittels CO2-Vermeidung bekämpft werden muss.

Das weiß man: [2] EIKE, 24. Juli 2022: Dass Deutschlands Infrastruktur verrottet ist und nicht einmal die Alarmanlagen funktionieren, hat nicht die Politik, sondern alleine der Klimawandel verschuldet
Seitdem aber NGOs direkt , wie eine Vertreterin von Greenpeace in unsere Regierung (und welche in der EU) offiziell eingeschleust werden und dort die Deutungshoheit übernehmen, wird sich daran nichts mehr ändern.

Und so wird immer Neues entdeckt, an dem der Klimawandel schuld ist (und mit viel finanziellem und personellem Aufwand dringend erforscht werden muss):

Bild 20 Meldung über MSN

Text dazu: Doch da sich unser Klima verändert und die Plattenbewegungen zunehmen, besteht die Gefahr, dass das Gegenteil eintritt und der Atlantische Ozean möglicherweise verschwindet? … In einer neuen Studie wird genau das untersucht.
Klicken Sie hier, um zu erfahren, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass der Atlantische Ozean in Vergessenheit gerät.

Quellen

[1] Studie: Southern Germany floods mostly strengthened by human- driven Climate Change
[2] EIKE, 24. Juli 2022: Dass Deutschlands Infrastruktur verrottet ist und nicht einmal die Alarmanlagen funktionieren, hat nicht die Politik, sondern alleine der Klimawandel verschuldet

[3] FOCUS online: „Es gibt keinen Zweifel“ – Jetzt ist klar, was das Hochwasser im Süden mit dem Klimawandel zu tun hatte

[4] CEDIM Forensic Disaster Analysis (FDA) Group: Außergewöhnliche Niederschläge und Hochwasser in Süddeutschland im Juni 2024 Stand: 06.06.2024