Eine Klima-Agenda der Realisten

Jeremiah Poff

Als ich als College-Student in der verfallenen Industriestadt Steubenville in Ohio lebte, wachte ich häufig mit einem Schwefelgeruch auf, der im dichten Morgennebel hing, in die Luft gesprüht von den Abgasen der nahe gelegenen Industrieanlagen.

Ich erwähne dies nicht, um Steubenville zu verunglimpfen, eine Stadt, die einst den amerikanischen Traum vom verarbeitenden Gewerbe verkörperte, seither aber unter einem jahrzehntelangen wirtschaftlichen Niedergang stark gelitten hat. Vielmehr erwähne ich es, weil ich mich in den vier Jahren, in denen ich jedes Mal den gleichen Gestank in der Nase hatte, wenn ich morgens zum Unterricht ging, immer gefragt habe, warum diejenigen, die nach einem „Green New Deal“ schreien, sich nie die Mühe gemacht haben, die Sorgen der in den einzelnen Gemeinden lebenden Menschen anzuhören, die tatsächlich von der menschlichen Interaktion mit der Umwelt betroffen sind.

Als Industriestadt der weißen Arbeiterklasse, in den Ruin getrieben durch die Globalisierung und den Export der Stahlindustrie, kann sich Steubenville nicht den Luxus leisten, sich darüber aufzuregen, ob eine Rauchwolke aus der Fabrik, in der die Einwohner beschäftigt sind, die Wetterzyklen im Atlantischen Ozean beeinflusst oder die Polkappen schmelzen lässt. Und das sollten sie auch nicht. Schließlich müssen sie in erster Linie dafür sorgen, dass sie etwas zu essen auf den Tisch bekommen und ein Dach über dem Kopf haben.

Bei der Lektüre des neuen BuchesClimate and Energy: The Case for Realism, einer Sammlung von Aufsätzen, herausgegeben von den Klimatologen David Legates und Ernest Calvin Beisner, musste ich immer wieder an den Smog in Steubenville denken und daran, dass es den Menschen im Ohio Valley wichtiger ist, eine menschenwürdige Arbeit zu haben, mit der sie ihre Familien ernähren können, als die Gesundheits- und Umweltauswirkungen der Emissionen aus der industriellen Fertigung.

Das Buch, in dem mehrere hochkarätige Wissenschaftler zu Wort kommen, leugnet nicht die Tatsache, dass der Mensch das Klima beeinflusst, vermeidet es aber, in eine Klimahysterie zu verfallen, welche die Realität des Problems überzeichnet. Es beschreibt auch mit erstaunlichen Details, wie weit die wissenschaftliche Gemeinschaft, die etablierten Medien und die Regierungsinstitutionen gegangen sind, um jeden Einzelnen auszugrenzen und zu ächten, der sich nicht der Theorie anschließt, dass der vom Menschen verursachte Klimawandel eine drohende apokalyptische Katastrophe ist und sofortige drakonische Maßnahmen erfordert.

Auch wenn dieses Buch und seine Autoren wieder einmal abgetan und mit den scharlachroten Buchstaben „Leugner“ gebrandmarkt werden, bieten seine Seiten ein vollständiges und überzeugendes Bild der wunderbar komplexen Reihe von Faktoren, die die Jahreszeiten, Wettermuster und globalen Temperaturen beeinflussen.

Vor allem aber überbrückt es die Kluft zwischen den Klassen, die die Diskussionen über den Klimawandel so oft kennzeichnet, indem es einen Plan für das physische und wirtschaftliche Wohlergehen der Menschen bietet, die an Orten wie Steubenville leben.

In einer Zeit, in der sich die gebildeten Schichten der Demokratischen Partei zuwenden, wendet sich die Wählerschaft der Arbeiterklasse in der amerikanischen Mitte den Republikanern zu, nachdem sie jahrzehntelang die Demokraten unterstützt hat. Diese Verschiebung hat die Klimapolitik zu einem Mikrokosmos der Kluft zwischen Klasse und Partei gemacht. Ein gebildeter Wähler aus einem städtischen Umfeld wird sich eher auf die Klimapolitik konzentrieren, während ein Wähler aus der Arbeiterklasse ohne College-Abschluss eher um seine Fähigkeit besorgt ist, einen sicheren Arbeitsplatz mit einem stabilen Einkommen zu haben. Es ist der Luxus der Oberschicht, dass man sich überhaupt mit den globalen Temperaturveränderungen beschäftigen kann.

Während Präsident Joe Biden und die Demokratische Partei alles daransetzen, die Bevölkerung zum Kauf von Elektroautos zu zwingen, die sie sich nicht leisten können, bietet das Buch „Climate and Energy: The Case for Realism“ eine Dosis Vernunft und gesunden Menschenverstand. Es sollte als Grundlage für eine konservative umwelt- und wirtschaftspolitische Agenda dienen, die den Bedürfnissen der Menschen Vorrang vor abstrakten Ängsten vor einer apokalyptischen Katastrophe einräumt.

This piece originally appeared at WashingtonExaminer.com and has been republished here with permission.

Link: https://cornwallalliance.org/2024/04/a-realist-climate-agenda/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Das gefährliche Batterie-Monopol Chinas

David Wojick

China hat eine gefährliche Monopolstellung in der weltweiten Batterieproduktion erlangt. CFACT hat meinen kurzen Studienbericht über diese neue Bedrohung veröffentlicht — „CHINA’S GRAPHITE MONOPOLY“.

Hier ist zunächst die Zusammenfassung:

„China ist in der Lage, die weltweite Produktion von Lithium-Ionen-Batterien negativ zu beeinflussen. China hat die Monopolkontrolle über verarbeiteten Graphit, eine wesentliche Komponente fast aller Lithium-Ionen-Batterien. Praktisch der gesamte verarbeitete Graphit, ob natürlich oder synthetisch, wird in China hergestellt und dann an die Batteriehersteller weltweit exportiert.

Diese Batterien werden universell in elektrischen und elektronischen Geräten eingesetzt, von Mobiltelefonen und Uhren bis hin zu Elektrofahrzeugen und riesigen Netzersatzbatterien; es gibt auch zahlreiche wichtige militärische Anwendungen.

China ist gerade dabei, ein Exportkontrollprogramm für verarbeiteten Graphit einzuführen. Durch die Kontrolle der Ausfuhren könnte China in erheblichem Maße die Produktion von Lithium-Ionen-Batterien negativ beeinflussen, indem es beispielsweise die Preise für ausgewählte Hersteller erhöht oder sogar ganze Länder auf die schwarze Liste setzt.

Die potenziellen negativen Auswirkungen der chinesischen Monopolmacht sind also enorm. Was sie tatsächlich tun werden, bleibt abzuwarten, aber die Bedrohung ist sehr real.“

Über Chinas Marktmacht bei anderen wichtigen Rohstoffen wie Kobalt und Seltenen Erden ist schon viel geschrieben worden. Diese Fälle sind jedoch schwach im Vergleich zu seinem Monopol bei verarbeitetem Graphit.

In beiden Fällen ist China ein wichtiger Akteur, der zufälligerweise etwa 70 % des verarbeiteten Kobalts und 70 % der Seltenen Erden produziert. Diese Zahlen haben nichts mit einer Monopolstellung zu tun, denn es gibt eine Vielzahl anderer Anbieter. Tatsächlich verbraucht China den größten Teil seiner Produktion, da es viele Lithium-Ionen-Batterien selbst herstellt. Das Land ist eigentlich ein Nettoimporteur von Seltenen Erden.

Im Gegensatz dazu scheint die Politik Chinas weitaus gefährlicheres Monopol auf verarbeiteten Graphit nicht zu kennen. Der einzige Ort, an dem ich es erwähnt gefunden habe, ist bei Start-ups, die nach Finanzmitteln für den Aufbau inländischer Produktionskapazitäten suchen.

An Rohgraphit mangelt es nicht, denn China produziert nur etwa 16 % der weltweiten Gesamtmenge. Es wäre also kein Problem, die heimischen Hersteller mit verarbeitetem Graphit zu versorgen. Das Problem ist, dass die Bedrohung durch das Monopol die Finanzierung nicht anregt, weil niemand davon weiß.

Die zerstörerische Kraft eines ungehemmten Monopols ist ein Standardwerk der Wirtschaftswissenschaften. Wir sollten diese Bedrohung ausführlich und lautstark diskutieren.
Um eine solche Diskussion anzustoßen, hier die Kurzfassung meines Berichts:

„Kein einzelnes chinesisches Unternehmen, das Graphit herstellt oder exportiert, hat Monopolmacht, aber die zentrale Genehmigungsbehörde hat diese Macht, wenn sie sich dazu entschließt, sie anzunehmen. Ob sie das kann oder nicht, hängt von der internen Behördenstruktur und der Politik der chinesischen Regierung ab.

In Anbetracht der weitreichenden, potenziell nachteiligen Folgen eines solchen Monopols lohnt es sich auf jeden Fall, diese Möglichkeit in Betracht zu ziehen. Es käme einer zentralen Planung zu strategischen Zwecken gleich.

Wie Monopole ihre zerstörerische Macht geltend machen, ist sowohl aus der Theorie als auch aus der Erfahrung bekannt. China kann leicht die Preise für einzelne Batteriehersteller, Graphitmakler oder ganze Länder erhöhen. Insbesondere könnte dieses Programm zur Erteilung von Ausfuhrgenehmigungen Teil eines Handelskriegs mit Amerika werden, was uns [= die Amerikaner] zu einem wahrscheinlichen Ziel machen würde.

Da China ein großer Batteriehersteller ist, könnte es gegen seine Konkurrenten vorgehen. Im Prinzip könnte China einen konkurrierenden Batteriehersteller auslöschen, indem es einfach nicht mehr das notwendige Graphit liefert, oder es könnte einfach den Preis für diesen Konkurrenten im Laufe der Zeit erhöhen, was viel schwieriger zu erkennen wäre.

Ganze Märkte könnten ins Visier genommen werden; so könnte China beispielsweise den Markt für Elektrofahrzeuge beeinträchtigen, auf dem es in verschiedenen Ländern bereits ernsthafte Konkurrenten gibt oder die erst kürzlich entstanden sind. Eine Verteuerung der Batterie eines Elektrofahrzeugs erhöht auch den Preis des Fahrzeugs. Allein durch die Verteuerung von Elektroauto-Batterien steigen die Preise für Elektrofahrzeuge, so dass sie mit den billigeren chinesischen Modellen nicht mehr konkurrenzfähig sind.

Darüber hinaus produziert China viele verschiedene Lithium-Ionen-Batterien sowie Geräte, die diese verwenden. Jeder der vielen konkurrierenden Märkte könnte für Monopolmaßnahmen ins Visier genommen werden.

Es gibt sogar geopolitische Möglichkeiten. Berichten zufolge wollen viele Länder in das Geschäft mit Elektroauto-Batterien einsteigen. China könnte diese Länder zwingen, auf andere Weise zu kooperieren, wenn es sie mit Graphit beliefert.

Wenn Ihnen die oben genannten Maßnahmen weit hergeholt erscheinen, sollten Sie bedenken, dass ein Monopol bei lebenswichtigen Gütern eine sehr mächtige Position ist und daher eine sehr verlockende Maßnahme darstellt, die zwar weit entfernt von einer offenen Kriegsführung ist, aber dennoch sehr effektiv.“

Chinas Batteriegraphit-Monopol ist eine klare Gefahr für Amerika und die Welt. Die politischen Entscheidungsträger müssen anfangen, über diese neue Bedrohung nachzudenken.

Link: https://www.cfact.org/2024/04/15/chinas-dangerous-battery-monopoly/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Der Antarktisbereich kennt keine Klimaerwärmung – Wo bleibt die Erwärmungswirkung von CO₂?

Matthias Baritz, Josef Kowatsch

  • Vergleich des Temperaturverlaufes Deutschlands und der Antarktis ab 1943
  • Auch das Südpolargebiet hat einen kleinen Temperatursprung, jedoch 8 Jahre früher
  • Davor stagnierende Temperaturen und danach auch
  • Bei der deutschen Südpolarstation fallen die Temperaturen seit 1982.

In Deutschland/Mitteleuropa begann die Klimaerwärmung im Jahre 1988 durch einen Temperatursprung von etwa 1 Grad und einer anschließenden Weitererwärmung. Die Temperaturgrafik, gezeichnet nach den Erhebungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) sieht so aus:

Grafik 1: Die Temperaturreihen des DWD zeigen ein kälter werden von 1943 bis 1987, dann erfolgte ein Temperatursprung von einem Grad und seit 1988 haben wir eine starke, uns allen wohltuende Weitererwärmung.

Behauptet wird von den bezahlten Kohlendioxid-Erwärmungswissenschaftlern, dass fast ausschließlich die CO₂ Zunahme zur Erwärmung führt. Betrachten wir deshalb die sog. „Keeling-Kurve“ der weltweiten CO₂-Zunahme.

Grafik 2: Die CO₂-Konzentration der Atmosphäre nimmt seit Aufzeichnungsbeginn 1958 am Mouna Loa stetig zu, derzeit 2 ppm jährlich. neuester Stand: 424 ppm = 0,042%

Erkenntnis 1:

Die Temperaturentwicklung Deutschlands verhält sich überhaupt nicht wie die CO₂-Atmosphärenkurve. Bis 1987 hatten wir einen Temperaturrückgang in Deutschland. Dann erfolgte der Temperatursprung und erst ab 1988 bis heute steigen die Temperaturen. Das ist eine Zufallskorrelation.

Wie verhalten sich nun die Temperaturen in der Antarktis im Vergleich zu Deutschland und im Vergleich zur Keeling-Kurve?

Wir wählen einen Bereich, der auch noch über die Antarktisfestlandsfläche hinausragt, vom 60.ten Breitengrad südlicher Breite bis zum Südpol, Beginn 1943 wie in Grafik 1

Grafik 3: Temperaturen in der Antarktis ab 60°S bis zum Südpol. Seit 80 Jahren deutlichst im Minusbereich, da kann kein Eis schmelzen. Quelle: climatereanalyzer

Auswertung:

  1. Überraschung, auch im Südpolarbereich gibt es einen Klimasprung, er war aber nicht von 1987 auf 1988 wie in Mitteleuropa, sondern 8 Jahre früher, und er war erheblich kleiner.
  2. Von 1943 bis 1979 keine Erwärmung, sondern Stagnation. (blaue Kennlinie)
  3. Nach dem Temperatursprung, also ab 1980 bis heute keine Weitererwärmung.

Ergebnis: Die Temperaturentwicklung im Südpolarbereich und die stete Zunahme der CO₂-Konzentration, siehe Grafik 2 zeigen keinerlei Korrelation. CO₂ kann nicht bis 1979 unwirksam sein, dann plötzlich aufwachen für einen Temperatursprung und dann weiterschlafen. Solche Gaseigenschaften gibt es nicht.

Auch im Südpolarbereich ab dem 60. Breitengrad zeigt der angebliche CO₂-Erwärmungseffekt keine erkennbare Wirkung. Man muss den Grafikverlauf im Südpolarbereich mit anderen Wetter- und Klimaursachen oder sonstigem erklären.

Und auf dem „Antarktis-Festland“ selbst?

Als Deutsche interessiert uns natürlich die deutsche Wetterstation „Neumayer 3“ auf dem Antarktis-Festland mehr. Die Station liegt auf 70° südlicher Breite am Rande des Kontinentes, allerdings im ewigen Eis: 70,6744 Süd, 8,2741 West, also noch innerhalb des südlichen Wendekreises, siehe Lagebild unten.

Fotos: Wikipedia

Es handelt sich bereits um dritte Station, die beiden zuvor sind im wachsenden Eis verschwunden. Die Temperaturdaten liegen seit 1982 vor. Schade, es fehlen die zwei etwas „milderen“ Jahre davor. Trotzdem ist die Trendlinie der Temperaturgrafik eindeutig.

Grafik 4: Seit 1982 keinerlei Erwärmung bei der deutschen Südpolarstation, im Gegenteil. Die Temperaturen nehmen leicht ab, die Trendlinie hat einen negativen Verlauf, obwohl 2023 mit –14,4°C ein relativ „warmes“ Antarktisjahr war. Datenquelle: giss.nasa

Die nächste Station beginnt ab 1980 mit ihren Aufzeichnungen.

Grafik 5: Die Antarktis-Station Dumont D’Urville ((66.667S, 140.0170E) zeigt mit den beiden milden Jahren 1980 und 1981 eine deutlich stärker fallende Trendlinie. Außerdem war hier 2023 kein „warmes“ Jahr. Quelle wie Grafik 4

Beachte: Seit 1980 zeigen die Südpolstationen eine leichte Abkühlung, Abkühlung ist das Gegenteil einer angeblich CO₂-verursachten Erwärmung.

Wissenschaftliche Erkenntnis:

Damit steht fest: Kohlendioxid hat keinen oder kaum einen Einfluss auf die Temperaturen der Erde, weder in der Antarktis, noch in Mitteleuropa, noch sonst wo. Der ständige Klimawandel wird von vielen anderen Gründen und Ursachen bestimmt.

Anmerkung:

Wir Autoren bezweifeln nicht, dass es IR-absorbierende Gase gibt und dass auch CO₂ im IR- Bereich absorbiert. Das ist eine physikalisch, chemische Realität und leicht in Versuchen beweisbar. Solche haben wir im Studium selbst durchgeführt.

Aber die Behauptung, dass es sich um die Atmosphäre erwärmende Treibhausgase handelt, und dass diese Treibhausgase allein die Luft- und Erdtemperaturen bestimmen würden, sollte doch erst in wissenschaftlichen Versuchen gezeigt und nachgewiesen werden. So funktioniert Wissenschaft. Und da gibt es keine wissenschaftlichen Nachweise, siehe auch unsere weiteren fünf Punkte unten.

Und wie wir im Artikel gezeigt haben, scheinen diese IR-absorbierende Gase keine oder kaum eine Erwärmungswirkung auf die Erdtemperaturen zu haben. Jedenfalls ist deren Erwärmungs-Wirkung in den Grafiken überhaupt nicht erkennbar!!!

Merke: Der Begriff Treibhausgase ist eine Irreführung der Bevölkerung. Es gibt keinen Klimanotstand.

IR-absorbierende Gase wirken allerhöchstens in homöopathischen Dosen.

Fünf weitere Gründe für ein Nichtwirken von CO als hauptsächlicher Erwärmungstreiber:

1) es gibt keine Versuchsbeweise zum erwärmenden CO-Treibhauseffekt in der behaupteten Höhe, aber auch

2) keine natürlichen Erwärmungs-Hotspots in freier Natur, wo naturbedingt ständig oder plötzlich große Mengen an Treibhausgasen freigesetzt werden wie im September 2022 beim ungewollten Großversuch mit dem ausströmenden Methan über der Ostsee. Und es gibt auch

3) keine technische Anwendung, die auf dem Treibhaus-Erwärmungseffekt beruht. Und

4) Das wussten bereits die deutschsprachigen Physiker-Größen wie Einstein, Planck, Schrödinger, Heisenberg und Otto Hahn. Siehe “Albert Einstein said 1917 no to CO radiative warming of the atmosphere” (hier)

5) alle DWD Temperatur-Grafiken können nur für kurze Zeiträume Korrelationen mit dem steigenden CO-Gehalt in der Atmosphäre finden. Das sind Zufallskorrelationen. In der Antarktis gibt es nicht einmal diese Zufallskorrelationen

Fazit: In der Antarktis erfolgte von 1979 auf 1980 ein kleiner Temperatursprung seitdem nehmen die Temperaturen sogar wieder leicht ab. Zumindest dürfte es bei der deutschen Neumayerstation keinen Wärmeinseleffekt geben, der die Temperaturen bei der Wetterstation nach oben treibt. Diese insgesamt 6 Gründe sind der Beweis, dass der Treibhauseffekt keinerlei erkennbare wärmende Wirkung hat.

Kleine Anregung an die Leser: Worin könnte man die Ursachen des kleinen T-Sprunges von 1979/1980 in der Antarktis sehen. Hat dies eventuell mit der Satellitengestützten Temperaturerfassung ab 1979/80 zu tun?

Merke: Die treibhausbasierte Klimahysterie ist eine Wissenschaft des finstersten Mittelalters. Da geht es nur ums Geld und einen CO-Ablasshandel.

Wir verlangen von der Politik: Keine Pläne zum Vermindern der jährlich gemessenen CO-ppm-Zuwachsraten. Das ist unnütz, weil wirkungslos auf das Klima, zudem sehr teuer. CO-Bodenverpressungen sind absolut sinnlos. Zudem eine Gefahr für die Bodenorganismen und für die Umwelt. Ein Geoengineerung lehnen wir strikt ab. In diesem Film stellt der Schweizer Physiker Dr. Philipp Zeller verschiedene Maßnahmen vor, alle schon patentiert: Zeller beschäftigt sich seit 30 Jahren mit dem Thema. Oder hier derselbe Physiker, Vortrag nur wissenschaftlicher aufgebaut.

Diese Klimapropaganda der Angstmache ist ein Geschäftsmodell ähnlich dem Ablasshandelsmodell der Kirche im Mittelalter. Die kirchlichen mainstream-Wissenschaftler vor 700 Jahren haben die Begriffe „Erbsünde“, „Fegefeuer“ und „Todsünde“ eigens erfunden, um den Leuten Angst einzujagen. Von dieser Lebensangst konnte man sich durch eine Ablasszahlung freikaufen. Heute heißen die Begriffe Treibhausgas, Klimakipppunkte und ständige weitere Erderhitzung mit vorhergesagten angeblichen von CO verursachten Klimakatastrophen. siehe hier.

Wir müssen diesen politisch gewollten und durchgeplanten wissenschaftlichen Blödsinn der CO-Angstmache endlich stoppen. Und zwar jeder dort, wo er kann und seine Fähigkeiten hat. Letztlich ist unsere Demokratie in Gefahr.

-Stirbt das CO₂, dann stirbt der Wald und dann der Mensch!-

Wir brauchen mehr CO in der Atmosphäre

Eine positive Eigenschaft hat die CO-Zunahme der Atmosphäre. Es ist das notwendige Wachstums- und Düngemittel aller Pflanzen, mehr CO führt zu einem beschleunigten Wachstum, steigert die Hektarerträge und bekämpft somit den Hunger in der Welt. Ohne Kohlendioxid wäre die Erde kahl wie der Mond. Das Leben auf der Erde braucht Wasser, Sauerstoff, ausreichend Kohlendioxid und eine angenehm milde Temperatur. Der optimale CO-gehalt der Atmosphäre liegt etwa bei 800 bis 1200ppm, das sind etwa 0,1%. Nicht nur für das Pflanzenwachstum, sondern auch für uns eine Art Wohlfühlfaktor. Von dieser Idealkonzentration sind wir derzeit weit entfernt. Das Leben auf der Erde braucht mehr und nicht weniger CO in der Luft. Viele Untersuchungen bestätigen dies. Und vor allem dieser Versuchsbeweis.

Kohlenstoffdioxid ist überhaupt kein Klimakiller und schon gar kein Giftstoff. Das Leben auf dem Raumschiff Erde ist auf Kohlenstoff aufgebaut und CO ist das gasförmige Transportmittel, um den Wachstumsmotor Kohlenstoff zu transportieren. Wer CO vermindern will, versündigt sich gegen die Schöpfung dieses Planeten.

Es wird Zeit, dass endlich Natur- und Umweltschutz in den Mittelpunkt des politischen Handelns gerückt werden und nicht das teure Geschäftsmodell Klimaschutz, das keinerlei Klima schützt, sondern über gesteuerte Panik- und Angstmache auf unser Geld zielt. Gegen die Terrorgruppe „letzte Generation“ muss mit allen gesetzlich erlaubten Mitteln vorgegangen werden, da die Gruppe keine Natur- und Umweltschützer sind, sondern bezahlte Chaosanstifter. Ebenso gegen die panikverbreitende Politik und Medien. Abzocke ohne Gegenleistung nennt man das Geschäftsmodell, das ähnlich wie das Sündenablassmodell der Kirche im Mittelalter funktioniert

Das bleibt: Natur- und Umweltschutz muss endlich wieder in den Mittelpunkt menschlichen Handelns gestellt werden. Die Erhaltung der natürlichen Vielfalt von Pflanzen und Tieren sollte ein vorrangiges Ziel sein und nicht diese unseriöse Panikmache von Medien im Verbund mit gut verdienenden Klimaangst-Schwätzern wie z.B. die Professoren Quaschnig/Lesch/Rahmstorf/Schellnhuber/Latif und anderen von uns in der Politik agierenden und teuer bezahlten fabulierenden Märchenerzählern.

Wir alle sind aufgerufen, jeder auf seinem Weg und nach seinem Können die derzeitige Klima-Panikmache und die Verteufelung des lebensnotwendigen Kohlendioxids zu bekämpfen. Ein Umdenken in der Bevölkerung und bei den Kirchen ist schnellstens erforderlich, um den völlig unsinnigen CO₂-Reduzierungsmaßnahmen der grünen Unsinns-Klimapolitik ein Ende zu bereiten.

Kohlendioxid macht keine Erde heiß, sondern macht sie grün und fruchtbar.

Matthias Baritz, Naturwissenschaftler und Naturschützer.

Josef Kowatsch, Naturbeobachter, aktiver Naturschützer, unabhängiger, weil unbezahlter Klimaforscher

 




Wie kam es zu der Besessenheit mit der Dekarbonisierung?

Richard Lindzen

Mit dem Vietnamkrieg verschärfte sich die Situation noch, da die Arbeiterklasse eingezogen wurde, während die Studenten einen Aufschub der Einberufung beantragten (Studenten waren zu dieser Zeit noch eine relative Elite; die massive Ausweitung des Hochschulwesens stand erst am Anfang). Sie rechtfertigten ihr Verhalten, indem sie darauf bestanden, dass der Vietnamkrieg illegitim sei, während sie die offensichtliche Tatsache ignorierten, dass die Vietnamesen eher nach Süden als nach Norden flohen. Es war in Mode, die USA als das Böse zu betrachten, das einen Umsturz verdiente. Die Opposition schlug oft in Gewalt um, mit Gruppen wie den Weathermen und dem SDS (Students for a Democratic Society).

Im Jahr 1968 lehrte ich an der Universität von Chicago. Wir verbrachten den Sommer in Colorado und hatten eine Studentin als Haushälterin in unserer Wohnung. Als wir zurückkehrten, fanden wir ein Polizeiauto vor, das unsere Wohnung überwachte. Die Haushälterin hatte unsere Wohnung während des Parteitags der Demokraten offenbar in eine Notunterkunft für den SDS verwandelt. Unsere Wohnung war mit ihrer Literatur übersät, die auch Anleitungen zur Vergiftung der Wasserversorgung Chicagos enthielt.

Diese Periode schien mit der Wahl von Nixon zu enden, aber wir wissen heute, dass dies nur der Anfang des langen Marsches durch die Institutionen war. Gegenwärtig liegt der Schwerpunkt auf dem Marsch durch die Bildungseinrichtungen: zuerst die Bildungseinrichtungen, dann die geistes- und sozialwissenschaftliche Hochschulbildung und jetzt die MINT-Fächer. Dabei wird meist übersehen, dass die ersten eroberten Institutionen die Berufsverbände waren. Meine Frau nahm in den späten 60er Jahren an einer Tagung der Modern Language Association teil, und die war bereits voll im Aufbruch.

Während man sich derzeit auf die Vereinnahmung der Bildung konzentriert, wäre es meiner Meinung nach ein Fehler, den traditionellen Fokus auf die Produktionsmittel zu ignorieren. Das Vehikel dafür war die Eroberung der Umweltbewegung. Vor 1970 konzentrierte sich diese Bewegung auf Dinge wie Wale, Landschaften, saubere Luft und Wasser sowie die Bevölkerung. Mit dem ersten „Earth Day“ im April 1970 rückte jedoch der Energiesektor in den Mittelpunkt, der schließlich für die gesamte Produktion von grundlegender Bedeutung ist und mit dem Billionen von Dollar umgesetzt werden.

Dieser Wandel ging mit der Gründung neuer Umweltorganisationen einher, wie Environmental Defense und Natural Resources Defense Council. Es entstanden auch neue Regierungsorganisationen – die EPA und das Verkehrsministerium. Wieder einmal waren die Fachgesellschaften eine leichte Beute: die American Meteorological Society, die American Geophysical Union und sogar die Ehrengesellschaften wie die National Academy of Science und die American Academy of Arts and Sciences.

Zu Beginn war die Bewegung etwas ins Stocken geraten. Die Bewegung versuchte zunächst, sich auf die globale Abkühlung zu konzentrieren, die auf die Reflexion des Sonnenlichts durch Sulfataerosole zurückzuführen ist, die von Kohlekraftwerken ausgestoßen werden. Schließlich schien es zwischen den 1930er und den 1970er Jahren eine globale Abkühlung gegeben zu haben. Diese Abkühlung endete jedoch in den 1970er Jahren. Außerdem versuchte man, die Sulfate mit dem sauren Regen in Verbindung zu bringen, der angeblich die Wälder zerstörte. Auch dieser Ansatz entpuppte sich als Fehlschlag.

In den 70er Jahren wandte sich die Aufmerksamkeit dem CO₂ und seinem Beitrag zur Erwärmung durch den Treibhauseffekt zu. Die Anziehungskraft der Kontrolle von CO₂ für politische Kontrollfreaks war offensichtlich. CO₂ war das unvermeidliche Produkt der Verbrennung von kohlenstoffhaltigen Brennstoffen. Es war auch das Produkt der Atmung. Es gab jedoch ein Problem: CO₂ war im Vergleich zu dem natürlich entstehenden Wasserdampf ein unbedeutendes Treibhausgas. Eine Verdoppelung des CO₂ würde nur zu einer Erwärmung von weniger als 1°C führen.

Eine Arbeit von Manabe und Wetherald aus den frühen 70er Jahren kam zur Rettung. Unter Verwendung eines höchst unrealistischen eindimensionalen Atmosphärenmodells fanden sie heraus, dass die Annahme (ohne jegliche Grundlage), dass die relative Luftfeuchtigkeit bei Erwärmung der Atmosphäre konstant bliebe, eine positive Rückkopplung zur Folge hätte, die die Auswirkungen von CO₂ um den Faktor 2 verstärken würde. Dies verstieß gegen das Prinzip von Le Chatelier, das besagt, dass natürliche Systeme dazu neigen, sich Veränderungen zu widersetzen, aber fairerweise muss man sagen, dass dieses Prinzip nicht streng bewiesen war.

Positive Rückkopplungen wurden nun zum Standard aller Klimamodelle, die nun auf eine CO₂-Verdoppelung mit 3°C und sogar 4°C reagierten, statt mit lächerlichen 1°C oder weniger. Die Begeisterung der Politiker wurde grenzenlos. Tugendhafte Eliten versprachen, die Netto-Null-Emissionen innerhalb eines Jahrzehnts oder in zwei oder drei Jahren zu erreichen, ohne zu wissen, wie sie dies tun sollten, ohne ihre Gesellschaft zu zerstören. Gewöhnliche Menschen, die mit unmöglichen Anforderungen an ihr eigenes Wohlergehen konfrontiert sind, fanden eine Erwärmung um ein paar Grad nicht sehr beeindruckend. Nur wenige denken darüber nach, sich in die Arktis statt nach Florida zurückzuziehen.

Begeisterte Politiker, die mit diesem Widerstand konfrontiert sind, haben ihre Geschichte verzweifelt geändert. Anstatt winzige Veränderungen in ihrem Temperaturmaßstab zu betonen, verweisen sie jetzt auf Wetterextreme – die fast täglich irgendwo auf der Erde auftreten – als Beweis nicht nur für den Klimawandel, sondern für den Klimawandel aufgrund des zunehmenden CO₂ (und jetzt auch für die noch vernachlässigbareren Mitwirkenden am Treibhauseffekt wie Methan und Distickstoffoxid), obwohl solche Extreme keinen signifikanten Zusammenhang mit den Emissionen aufweisen.

Aus politischer Sicht bieten Extreme ein geeignetes Anschauungsmaterial, das eine größere emotionale Wirkung hat als kleine Temperaturveränderungen. Die Verzweiflung der Politiker geht oft so weit, dass sie behaupten, der Klimawandel sei eine existenzielle Bedrohung, obwohl die offiziellen, zur Untermauerung der Klimabefürchtungen erstellt Dokumente dies niemals auch nur annähernd behaupten. Ich sollte anmerken, dass es eine Ausnahme von der Fokussierung auf die Erwärmung gab, und zwar die Frage des Ozonabbaus. Aber auch dieses Thema diente einem Zweck. Als Richard Benedick, der amerikanische Unterhändler des Montrealer Übereinkommens zum Verbot von Freon, auf dem Rückweg von Montreal am MIT vorbeikam, freute er sich über seinen Erfolg, versicherte uns aber, dass wir noch nichts gesehen hätten; wir sollten abwarten, was sie mit CO₂ machen würden. Kurz gesagt, das Ozonproblem war ein Probelauf für die globale Erwärmung.

Natürlich ist die Anziehungskraft der Macht nicht das Einzige, was Politiker motiviert. Die Möglichkeit, Billionen von Dollar für die Neuausrichtung unseres Energiesektors zu vergeben, bedeutet, dass es Empfänger dieser Billionen von Dollar gibt, und diese Empfänger müssen nur ein paar Prozent dieser Billionen von Dollar teilen, um die Kampagnen dieser Politiker über viele Wahlzyklen hinweg zu unterstützen.

Autor: Richard Lindzen is Alfred P. Sloan Professor of Atmospheric Sciences, Emeritus at the Massachusetts Institute of Technology.

Link: https://www.netzerowatch.com/all-news/decarbonisation-obsession

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

 




Klimawandel und Vulkane

Michael Kile

Im Zeitalter zunehmender Übertreibungen bei Naturphänomenen musste sie früher oder später auftauchen: eine alarmistische Behauptung, dass der „Klimawandel“ (CC) eine intensivere vulkanische Aktivität auf dem Planeten Erde verursacht, verursachen könnte, kann oder tut.

Daher war es keine Überraschung, dass ein Team von BBC WS CrowdScience – Moderatorin Caroline Steel, Produzentin Emily Bird und Redakteurin Cathy Edwards – im vergangenen Monat versuchte, diese Frage zu beantworten: „Könnte der Klimawandel zu mehr Vulkanausbrüchen führen? Wie wird sich eine Erwärmung des Planeten auf die vulkanische Aktivität auswirken?“

Wir verbringen viel Zeit damit, über den Klimawandel nachzudenken, aber unser Hörer Paul [aus der Nähe von Blackpool, UK] hat eine Frage, die normalerweise nicht Teil des Gesprächs ist. Er möchte wissen, ob sich eine wärmere Atmosphäre darauf auswirkt, wie oft Vulkane ausbrechen, oder ob sie explosiver werden, wenn sie ausbrechen. (CrowdScience-Audio, 3 Min.)

Sie wurden wahrscheinlich durch diesen Artikel inspiriert: Der Klimawandel könnte zu mehr Erdbeben und Vulkanausbrüchen führen. Und so funktioniert es. Der Artikel wurde am 14. August letzten Jahres auf der Website des Weltwirtschaftsforums veröffentlicht, „in Zusammenarbeit mit The Conversation“. Der Autor, Matthew Blackett, Dozent für Physische Geographie und Naturgefahren an der Universität Coventry, schlug vor:

– Der Klimawandel könnte mehr Erdbeben und Vulkanausbrüche verursachen, da das Gewicht des Wassers auf der Erdkruste zunimmt.

– Wenn Gletscher schmelzen, kann das Wasser in Risse in der Erdkruste eindringen, die dadurch breiter und schwächer werden.

– Dies kann zu Erdbeben führen, insbesondere in Gebieten, die bereits seismisch aktiv sind.

– Der Klimawandel kann auch zu mehr Vulkanausbrüchen führen, da sich die Magmamenge im Erdmantel erhöht.

Nehmen wir zum Beispiel seine vierte Behauptung. Der einzige Beleg dafür ist ein GSA-Forschungsartikel, der am 16. November 2017 veröffentlicht wurde. In der Zusammenfassung werden jedoch die Unsicherheiten hervorgehoben:

Über glaziale und interglaziale Zeitskalen wirken sich Veränderungen der Oberflächenbelastung durch große Schwankungen der Gletschergröße auf die Raten der vulkanischen Aktivität aus. Numerische Modelle deuten darauf hin, dass kleinere Änderungen des Eisvolumens über kürzere Zeiträume auch die Raten der Mantelschmelze beeinflussen können. Dieser Effekt wurde jedoch in den geologischen Aufzeichnungen nicht nachgewiesen. Darüber hinaus ist die Zeitspanne zwischen klimatischen Einflüssen und einer daraus resultierenden Änderung der Häufigkeit von Vulkanausbrüchen unbekannt.

Die zehn Autoren der Studie behaupten, dass ihre Modellierung „eine offensichtliche Zeitverzögerung von etwa 600 Jahren“ zwischen einem vergangenen Klimaereignis und einer „Veränderung der Eruptionshäufigkeit“ in Island aufzeigt. Ein „Anstieg der Vulkanausbrüche aufgrund der fortschreitenden Deglazierung seit dem Ende der Kleinen Eiszeit könnte sich daher erst in Hunderten von Jahren bemerkbar machen.

Wir werden noch eine Weile warten müssen, bis wir wissen, ob diese Hypothese mehr ist als eine modellgestützte akademische Spekulation. Wie praktisch.

Wie dem auch sei, CrowdScience machte sich auf den Weg nach Neuseeland, um eine Antwort auf die Frage von Hörer Paul zu finden und das traditionelle Wissen der Maori über Vulkane zu erkunden.

Moderatorin Caroline Steel unterhielt sich mit zwei Vulkanologen: Geoff Kilgour von Geological and Nuclear Sciences (GNS), Taupo, Neuseeland; Heather Handley, außerordentliche Professorin für vulkanische Gefahren und geowissenschaftliche Kommunikation an der Universität Twente, Niederlande; und Pouroto Ngaropo, Historiker und Matauranga-Māori-Experte in Rotorua, Neuseeland. (Ein 27-minütiger Podcast ist bei CrowdScience verfügbar.)

Wieder einmal gab es mehr Spekulationen als Fakten, mehr Gebrutzel als Würstchen.

Dr. Kilgour spekulierte, dass der Klimawandel die Ascheverteilung nach einer Eruption beeinflussen könnte, indem er eine „leichte Veränderung der Windmuster“ verursacht. Seine Schlussfolgerung: „Wir müssen noch viel mehr tun, um die Auswirkungen des Klimawandels auf das vulkanische Verhalten zu verstehen“. (Audio: 11.0min.)

Dr. Handley war noch deutlicher. Sie verwies auf den Ausbruch des Mount Semeru in Ostjava im Jahr 2021. Sie vermutete, dass der Ausbruch begann, nachdem tagelanger starker Regen am 4. Dezember den Einsturz des Lavadoms verursacht hatte. Allerdings kommt es hier so häufig zu größeren Ausbrüchen, dass es zumindest für mich schwer vorstellbar ist, dass das Wetter ein wesentlicher Grund dafür ist.

Frau Steel: Es ist irgendwie verblüffend, dass starker Regen eine Reihe von Vulkanausbrüchen auslösen kann. In meiner Vorstellung sind Vulkane so stark und beständig, dass die Tatsache, dass sie durch Regen oder sogar CC beeinflusst werden können, wirklich überraschend ist.

Dr. Handley: Das ist definitiv ein Bereich, in dem wir anfangen, in diese Richtung zu denken. Welche anderen externen Faktoren – Faktoren außerhalb des normalen vulkanischen Verhaltens – können Vulkane beeinflussen?

Frau Steel: Was ist mit den schmelzenden Gletschern, die Sie vorhin erwähnt haben und deren Auswirkungen wir vielleicht erst in der Zukunft sehen werden? Über welche Zeiträume sprechen wir hier?

Dr. Handley: Bislang geht man von etwa 1000 Jahren aus. Aber wir sollten uns auch auf Ereignisse in der Zukunft vorbereiten, die auf längeren Zeitskalen stattfinden könnten. Es ist zwar nicht heute, aber künftige Generationen müssen darauf vorbereitet sein, damit umzugehen. Deshalb halte ich es für sehr wichtig, dass man als Wissenschaftler eine ganzheitlichere Sicht auf ein System hat, um die Auswirkungen und Folgen von Veränderungen besser zu verstehen. (Audio: 19.0min.)*

[*Siehe hierzu die Anmerkung des Übersetzers unten]

Pouroto Ngaropo zitierte ein Gebet der Maori. Es gehe darum, die Menschen mit dem Land und der „geothermischen Energie, die unter ihren Füßen sprudelt“, zu verbinden, sagte er. „Diese uralte Energie ermöglicht es mir, mich mit dem Beginn der Zeit und dem Schöpfer zu verbinden“. Aus der Sicht der Maori sind die Berge lebendige und atmende Wesen. „Wir haben ein Sprichwort: ‚Ich bin der Berg und der Berg ist ich’“. Was das Wissen der Maori betrifft, so ist es „ähnlich wie das wissenschaftliche Wissen“.

Frau Steel: Pouroto arbeitet eng mit dem Geologen Geoff und seinen Kollegen von der GNS zusammen. Sie teilen ihr Wissen, damit sie die sich verändernde Landschaft besser verstehen können. Das Wissen über das Land wurde über Generationen hinweg weitergegeben, eine akustische Aufzeichnung darüber, wie sich Vulkane in der Vergangenheit verhalten haben, wie sie von wechselnden Jahreszeiten und Wettermustern beeinflusst wurden, was ein wichtiger Teil des Verständnisses dafür ist, wie sie in Zukunft auf einen sich erwärmenden Planeten reagieren könnten. (Audio: 22 Min.)

Pouroto: Unsere Vorfahren waren sehr viel aufmerksamer gegenüber der sie umgebenden natürlichen Welt. Wenn man tief im Herzen seiner natürlichen Umgebung lebt, kann man Dinge spüren und fühlen.

Frau Steel: Diese Weisheit, die in Gesängen über die Jahrhunderte weitergegeben wurde, ist kulturell und wissenschaftlich von unschätzbarem Wert. Durch die Kombination von tiefem Wissen mit modernster wissenschaftlicher Forschung lernen Pouroto und Geoff noch mehr über das Land, um Ausbrüche vorherzusagen und Leben zu retten. (Audio: 25min.)

Im Gespräch mit Hörer Paul gab sich Frau Steel jedoch geschlagen. Sie beendete die Folge mit folgendem Kommentar:

Frau Steel: Wenn es um vulkanische Aktivitäten geht, müssen wir uns nicht so sehr um die Erwärmung der Erde sorgen, sondern um schmelzende Gletscher, wechselnde Winde und extreme Wetterereignisse. Das kommt Ihnen wahrscheinlich nur allzu bekannt vor. Geoff, Heather und Pouroto tun ihr Bestes, um sich ein klareres Bild zu machen, aber die Auswirkungen des vom Menschen verursachten Klimawandels auf den Planeten – einschließlich der Vulkane – sind sehr unvorhersehbar. (Audio: 27 Min.)

Das ist auch gut so. Aus irgendeinem Grund wurde in der CrowdScience-Folge der Elefant, wenn nicht im Raum, dann in der Bay of Plenty, nicht erwähnt. Weder traditionelles Wissen der Maori – noch wissenschaftliche Erkenntnisse aus der Echtzeitüberwachung durch die neuseeländische GNS Sciene – haben diese Tragödie vorhergesagt oder verhindert: den explosiven Ausbruch des aktiven Vulkans Whakaari / White Island am 9. Dezember 2019. Vielleicht passte es nicht in das Klimawandel-Narrativ des Programms.

Es ist heute schwer zu verstehen, wie die neuseeländischen Behörden zulassen konnten, dass ihr aktivster Vulkan als Reiseziel beworben wird, insbesondere nach einem ähnlichen Ausbruch im Jahr 2016, der glücklicherweise nachts stattfand.

Zum Zeitpunkt des Ausbruchs 2019 befanden sich 47 Personen auf dem Whakaari: 42 zahlende Touristen und fünf von kommerziellen Reiseveranstaltern angestellte Reiseleiter. Sie alle befanden sich auf dem Kraterboden, an verschiedenen Stellen entlang einer vom Veranstalter genutzten Rundroute. (Foto: Webcam-Bild unten).

Jeder, der in einen pyroklastischen Dichtestrom (sich schnell bewegende Wolke aus heißer Asche) gerät, ist in großen Schwierigkeiten. Zweiundzwanzig Menschen starben entweder bei der Explosion oder an ihren Verletzungen. Fünfundzwanzig wurden verletzt, die meisten mussten wegen schwerer Verbrennungen auf der Intensivstation behandelt werden. Zwei Leichen wurden nie gefunden. Die Bergungsarbeiten verzögerten sich aufgrund der seismischen und vulkanischen Aktivität, des starken Regens und des Vorhandenseins giftiger Gase.

Ein Webcam-Bild, das Wanderer zeigt, die im Krater des Whakaari/White Island-Vulkans wandern, eine Minute vor dem Ausbruch des Whakaari/White Island am 9. Dezember 2019. Quelle: GNS Science (ehemals Institut für Geologische und Nuklearwissenschaften)

WorkSafe NZ untersuchte später die Tragödie. Sie klagte 13 Beschuldigte gemäß § 37 des Gesetzes über Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz von 2015 an. Sechs von ihnen bekannten sich schuldig, und bei sechs wurde die Anklage entweder vor oder während eines Strafverfahrens vor dem Bezirksgericht in Auckland abgewiesen. Der verbleibende Angeklagte, Whakaari Management Limited (WML), wurde am 31. Oktober 2023 verurteilt.

Einer der Angeklagten war das NZ Crown Research Institute, GNS Science. Es bekannte sich im Mai 2023 in einer geänderten Anklage schuldig. GNS hatte Whakaari-Tour-Hubschrauberunternehmen damit beauftragt, seine Wissenschaftler auf die Insel zu fliegen. GNS wurde von WorkSafe NZ verurteilt, weil es die Piloten zwischen 2016 und 2019 nicht über die Risiken ihrer Tätigkeit informiert hatte.

Die aufschlussreichste Sachverständige war die leitende Wissenschaftlerin von GNS Science, Dr. Gillian Jolly, die auch als Chief Science Advisor für das neuseeländische Ministerium für Wirtschaft, Innovation und Beschäftigung tätig ist.

Dr. Jolly sagte am 19. Juli letzten Jahres im Gerichtssaal, dass Whakaari / White Island in den Tagen vor der Katastrophe Anzeichen für eine höhere Aktivität aufwies, aber „Vulkane sind von Natur aus unberechenbar“.

„Wir können nie mit Sicherheit sagen, wann ein Ausbruch stattfinden wird“, sagte sie. „Wir sprechen nie davon, dass vulkanische Aktivitäten vorhersehbar sind. Vorhersage bedeutet, dass man weiß, was passieren wird und wann. Wir sprechen lieber von Vorhersagen und Wahrscheinlichkeiten“. Der Klimawandel wurde nicht als kausaler Faktor erwähnt.

GNS Science habe Whakaari genau beobachtet, sagte Dr. Jolly der Staatsanwältin Kristy McDonald KC. GNS-Experten hatten die Insel fünf Tage vor der Eruption besucht.

Da es sich beim Whakaari um einen häufig aktiven Vulkan handelt, haben wir die gesamte Palette an Überwachungsgeräten eingesetzt. Auf der Insel hatten wir zwei Seismometer, die ständig Echtzeitdaten lieferten, zwei Instrumente des globalen Positions-Bestimmungssystems, zwei optische Differenzial-Absorptions-Spektrometer, die das ausströmende Gas [des Vulkans] untersuchten, und drei Kameras, die auf den aktiven Schlot gerichtet waren. (Dr. Gillian Jolly, leitende Wissenschaftlerin, GNS.)

Der Whakaari zeigte kurz vor der Eruption „erhöhte Aktivität“. „Für den Zeitraum gegen Ende 2019 haben wir eine Reihe von Parametern gesehen, die erhöhte Anzeichen aufwiesen. Je mehr Unruhe-Indikatoren, desto wahrscheinlicher ist eine Eruption.“

GNS konnte diese Daten jedoch nicht nutzen, um zu bestimmen, wann oder ob ein Ausbruch stattfinden würde: „Die Überwachung und Vorhersage von Vulkanen ist wie die Vorhersage des Wetters [oder des Klimawandels], nur dass man die Augen geschlossen hat.“

Es wäre für GNS Science unmöglich gewesen, mit ihrer derzeitigen Technologie und ihrem Wissen über vulkanische Aktivitäten eine genaue Warnung zu geben. Selbst wenn es möglich gewesen wäre, hätte GNS „keine Befugnis“ gehabt, die Touren zu verhindern: „Wir sind keine Behörde, die Vorschriften ausgibt.“

Eine Woche vor der Tragödie berichtete das GNS-Bulletin über vulkanische Unruhen mit „erheblichen Gas-, Dampf- und Schlammausbrüchen“ am Schlot auf der Rückseite des Kraters. In dem Bulletin hieß es, es bestehe keine unmittelbare Gefahr für die Besucher, aber es wurde davor gewarnt, dass es ohne Vorwarnung zu Ausbrüchen kommen könne.

Den GNS-Mitarbeitern wurde geraten, sich nicht weiter als 520 Meter dem Schlot zu nähern. Dr. Jolly sagte, die Experten der GNS seien der Ansicht, dass „die Insel in eine Periode eintrete, in der eruptive Aktivitäten wahrscheinlicher seien als normal“.

Laut Amy Williams, einer RNZ-Reporterin, wurde dem Gericht ein Entwurf eines Vulkan-Warnbulletins vorgelegt, das am Tag des Ausbruchs erstellt, aber nicht an die Reiseveranstalter geschickt worden war.

Die GNS hatte die Alarmstufe zwei beibehalten, was bedeutet, dass es mäßige bis verstärkte vulkanische Unruhen gab. In dem Bulletin wurde beschrieben, wie der Whakaari „Schlamm und Geröll 20 bis 30 Meter über dem Schlot in die Luft schleuderte“.

„Insgesamt liegt das Aktivitätsniveau im Bereich der erwarteten mäßigen bis verstärkten vulkanischen Unruhen“, heißt es in dem Warnentwurf. „Das derzeitige Aktivitätsniveau stellt keine eindeutige Gefahr für Inselbesucher dar.“

GNS schätzt die Wahrscheinlichkeit eines Ausbruchs außerhalb des Whakaari-Kraters in den nächsten 28 Tagen auf eins zu sieben.

Ein Jahr später wurde Pouroto Ngaropo von SBS Dateline interviewt. „Ich frage mich immer noch“, sagte er, „warum hat sich Whakaari das Leben genommen? Es war, als hätte man uns allen das Herz herausgerissen.“

Ich war in der Woche vor der Explosion auf Whakaari. Ich hatte das Gefühl, dass etwas nicht normal war, und ich konnte schon spüren, wie sie vor Schmerz weinte.

Es wäre ein Risiko gewesen, Menschen auf die Insel zu bringen. Als Menschen denken wir immer, wir hätten die Kontrolle, aber das haben wir nicht: Wir sind Whakaari unterworfen, weil sie jederzeit explodieren kann.

War das eine Botschaft an uns, um unseren ständigen Missbrauch der Erde anzusprechen? Ich glaube, es war eine Erinnerung daran, dass wir uns um die Umwelt und um uns selbst kümmern müssen.

Dieser Aufsatz wurde am 13. April 2024 in Australien bei Quadrant Online unter dem Titel [übersetzt]: „Vulkane – die neueste dumme Panikmache der Klimaschützer“

Link: https://wattsupwiththat.com/2024/04/16/climate-change-and-volcanoes/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

Anmerkung des Übersetzers: Schon vor vielen Jahren habe ich Studien übersetzt und auch hier beim EIKE gepostet, die einen Zusammenhang zwischen der Sonnenaktivität und Vulkanismus nachgewiesen haben. Je geringer die Sonnenaktivität, umso stärker Vulkanismus und auch Erdbeben. Leider finde ich das nicht mehr, und ich kann mich auch nicht an die Zeitskala dieses Vorgangs erinnern. Falls einer der Leser hier kompetenter hinsichtlich des Auffindens von Beiträgen ist, bitte ich um Nennung des entsprechenden Links in einem Kommentar.