„Unbequeme Wahrheiten” über Wasserkraft

Dr. Lars Schernikau

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Inhalt

  1. Wasserkraft: Eine Geschichte

  2. Stromerzeugung aus Wasserkraft, Zuverlässigkeit und die „Energiewende“

  3. Klima?… Rohstoffe, Landnutzung, Biodiversität und mehr

  4. Zusammenfassung

Quellenangaben (hier finden Sie alle im Artikel genannten Links und Quellen)

Während sich die nördliche Hemisphäre Ende 2024 abgekühlt und verdunkelt hat und die Schneehöhen in vielen Teilen Russlands, Kanadas, Koreas [1], der USA und anderen Teilen der Welt neue Höchstwerte erreichten, stellten sich mehr und mehr Menschen die Frage nach einer zuverlässigen Stromversorgung.

Die berühmte deutsche „Dunkelflaute“ im November und Dezember 2024 hat den Menschen vor Augen geführt, dass Wind- und Sonnenenergie vielleicht nicht die beste Idee sind, um uns durch den Winter zu bringen… aber sind „saubere“ Wasserkraft und Pumpspeicher die Lösung?

Wasserkraft, ist elektrische Energie erzeugt aus natürlichem, fließendem Flusswasser, wird seit Jahrhunderten genutzt und ist eine der ältesten und größten Formen „erneuerbarer“ Energie. Wasserkraft ist natürlich, verschmutzt die Luft nicht und hinterlässt keine besorgniserregenden Abfälle.

In einer von Experten begutachteten Studie [2] über Wasserkraft heißt es jedoch: „Die Wasserkraft ist derzeit die größte erneuerbare Stromquelle, aber ihr Beitrag zur Bekämpfung des Klimawandels ist noch nicht vollständig bekannt.“

„Erneuerbare“ Energie aus Wasser scheint somit nicht so ‚grün‘ zu sein, wie uns gesagt wird, warum?

Lassen wir uns die Ursprünge und die derzeitige Nutzung der Wasserkraft, ihre Bedeutung für unser globales Stromsystem und die Auswirkungen auf die Umwelt genauer betrachten.

Wie immer sind die Umstände nicht so einfach und „sauber“, wie sie scheinen. Hinweis: Im Gegensatz zu Wind- und Solarenergie unterstütze ich die Entwicklung und Nutzung der Wasserkraft trotz der damit verbundenen Herausforderungen voll und ganz.

Ich fasse für diejenigen zusammen, die es auf den Punkt bringen wollen:

  1. Die Wasserkraft ist mit einem Anteil von fast 15 % an der weltweiten Stromerzeugung wichtig, aber ihr künftiger Ausbau ist begrenzt, da die geeigneten Flüsse weitgehend aufgebraucht sind und Wasserknappheit eine Herausforderung bleibt.
  2. Die Wasserkraft ist wetterabhängig und daher NICHT zuverlässig, da sich Wasserstand und Verfügbarkeit je nach Wetterlage ändern. Aber die Zuverlässigkeit der Wasserkraft ist viel höher und ihre Leistung ist besser vorhersehbar als die von Wind- oder Solarenergie… Ich würde Wasserkraft nicht als „intermittierend“ bezeichnen.
  3. Die Wasserkraft hat schwerwiegende Auswirkungen auf die Umwelt, sie ist NICHT „Netto-Null“ oder „grün“, sie hat Auswirkungen auf die Landnutzung, die Flora und Fauna und damit auf die biologische Diversität. Für ihren Bau werden große Mengen an Rohstoffen und Energie benötigt.
    • In Bezug auf das „Klima“ scheint Wasserkraft etwa „halb so schädlich“ wie Kohle oder Gas zu sein, wenn man das Erderwärmungspotenzial über 20 Jahre betrachtet.

1. Wasserkraft: Eine Geschichte

Seit Jahrtausenden nutzt der Mensch Wasser in vielen Formen. Vor mehr als 2.000 Jahren setzten die Griechen Wasserräder ein, um Weizen zu Mehl zu mahlen, während die Ägypter im dritten Jahrhundert v. Chr. archimedische Wasserschrauben zur Bewässerung einsetzten. Innovationen in der Nutzung der Wasserkraft kamen auch in China während der Han-Dynastie zwischen 202 v. Chr. und 9 n. Chr. auf [3].

Die Entwicklung der modernen Wasserkraftturbinen begann Mitte des 17. Jahrhunderts mit dem französischen Wasserbau- und Militäringenieur Bernard Forest de Bélidor, der die bahnbrechende Architecture Hydraulique verfasste. Im Jahr 1849 entwickelte der britisch-amerikanische Ingenieur James Francis die erste moderne Wasserturbine, die so genannte Francis-Turbine, die bis heute die weltweit am häufigsten eingesetzte Wasserturbine ist. Das weltweit erste hydroelektrische Projekt wurde 1878 für den Betrieb einer einzigen Lampe im Landhaus Cragside in Northumberland, England, genutzt [3].

Weltweit gibt es geschätzt 60.000 bis 70.000 Wasserkraftwerke (HPPs), wobei es sich nur um Anlagen mit einer Leistung von über 75 MW handelt [4]. Allein in Europa sind etwa 21.000 Wasserkraftwerke in Betrieb und weitere 8.500 geplant, von denen viele kleinere Anlagen sind.

Die Wasserkraft ist heute die größte Quelle für „erneuerbare“ Elektrizität, direkt gefolgt von der Solarenergie. 1,4 TW der weltweit installierten Wasserkapazität im Jahr 2023 erzeugten im vergangenen Jahr etwa 4.400 TWh oder 16 % des weltweiten Stroms. Zum Vergleich: 2 TW an Kohlekapazität erzeugten über 10.000 TWh oder etwa 36 % des weltweiten Stroms. Zur Erinnerung: Strom ist nur ein Bruchteil der Gesamtenergie, die wir verbrauchen und die 40 % der Primärenergie ausmacht; wir sprechen hier wirklich nur von Elektrizität = Strom.

Abbildung 2 verdeutlicht die Erzeugungskapazität der Wasserkraft im Vergleich zur geplanten Wind- und Solarstromerzeugung. Der Anteil der Pumpspeicherkraft an der gesamten installierten Wasserkraftkapazität beträgt etwa 1/7 (13 %), der Großteil entfällt auf konventionelle Wasserkraftwerke wie Staudämme oder Flussturbinen.

Neue Kapazitäten werden durch die verfügbare Flussmenge und Umweltbelange begrenzt, so dass die Welt nicht damit rechnet, dass noch viel mehr neue Wasserkraftwerke ans Netz gehen werden.

Einige Länder sind reicher an Wasserkraft als andere. Norwegen (85+% des Stroms), Island (~75%), Brasilien (~65%) und Kanada (~60%) sind einige der bekanntesten Länder, die durch natürliche Wasserströme bereichert sind und im Vergleich zu ihrer Landmasse relativ kleine Bevölkerungen und Industrien bedienen.

Abbildung 1: Francis Turbine (basierend auf kostenlosen Bildern von Shutterstock)

Abbildung 2: Globale Stromerzeugungskapazität aus Sonnen-, Wind-, Wasser- und Bioenergie auf dem „Netto-Null“-Pfad der IEA; Quelle IEA [5]

Abbildung 3: Der Schweizer Stausee Grande Dixence

2. Stromerzeugung aus Wasserkraft, Zuverlässigkeit und die „Energiewende“

Wasserkraft schwankt stark und ist – für viele Europäer überraschend – unzuverlässig. Zur Darstellung der Schwankungen und der Wetterabhängigkeit der Wasserkrafterzeugung hat BloombergNEF kürzlich bestätigt, dass die Wasserkraft im Jahr 2022 135 TWh mehr als im Vorjahr und im Jahr 2023 über 50 TWh weniger erzeugen wird. Diese Zahlen erscheinen gering im Vergleich zur globalen Wasserkrafterzeugung von 4.400 TWh, aber man sollte die Auswirkungen nicht unterschätzen (Abbildung 3). Diese Veränderungen werden durch unterschiedliche Flussläufe, Niederschläge und Temperaturen verursacht.

  • Zu Information, über sich ändernde Niederschläge und ihre Ursachen: Kapitel 12 des IPCC AR6 stützt sich auf den konventionellen Ansatz des IPCC zur Erkennung und Zuordnung von Wetterereignissen zum „menschlich verursachten Klimawandel“ und scheint Studien zur Zuordnung [attribution] von Ereignissen in einem Satz abzulehnen bzw. wenigstens in Frage zu stellen:
  • „Die Nützlichkeit oder Anwendbarkeit der verfügbaren Methoden zur Zuordnung [attribution] von Extremereignissen für die Bewertung von klimabezogenen Risiken bleibt umstritten.“ [5]

Ein weiteres Beispiel: In den ersten fünf Monaten des Jahres 2024 war die Stromerzeugung aus Wasserkraft in Vietnam um mehr als 20 % niedriger als im Vorjahr. Solche Schwankungen sind weltweit bekannt, wie Sie der nachstehenden Abbildung entnehmen können, und bedeuten eindeutig, dass man die Zuverlässigkeit der Wasserkraft niemals mit der eines Wärme- oder Kernkraftwerks vergleichen kann. Der natürliche Kapazitätsfaktor der meisten Wasserkraftwerke liegt unter 80 %, während derjenige von Wärmekraftwerken bei nahezu 100 % liegt. Die Auslastung von Wasserkraftwerken kann sehr hoch sein, aber Auslastung ist nicht gleich natürlicher Kapazitätsfaktor. Weitere Einzelheiten zu diesem Thema finden Sie in meinem Blogbeitrag über den natürlichen Kapazitätsfaktor.

Wasserkraft gilt als „erneuerbar“, weil der „Brennstoff“ natürlich vorkommendes Wasser ist. Wenn es um die „Klimadiskussion“ geht, wird Wasserkraft in allen großen „Dekarbonisierungsstudien“ als „Netto-Null“ betrachtet, genau wie Wind, Sonne und sogar Biomasse. Dies ist eindeutig ein Fehler, wie im nächsten Abschnitt erläutert wird.

Über Wasserkraft und Pumpspeicherung als Backup: Bei der Pumpspeicherung wird mit Hilfe von Elektrizität Wasser in einen Stausee gepumpt und später bei Bedarf zur Stromerzeugung wieder freigegeben. Natürlich erfordert die Pumpspeicherung den Zugang zu Bergregionen, die weit von großen Städten wie New York, Washington, Chicago, Peking, Moskau, London, Paris, Warschau oder Berlin entfernt sind

Das norwegische Wasserkraftsystem wird weithin als Backup für die deutschen und europäischen „erneuerbaren“ Energiesysteme diskutiert. Norwegens „Wasserkraftwerk“ ist eines der besten der Welt mit einer Energiespeicherkapazität von fast 90 TWh, verglichen mit einer jährlichen Gesamtstromproduktion von fast 140 TWh, was fast dem gesamten Stromverbrauch Norwegens entspricht (NVE-Bericht 2021). Diese Zahlen zeigen, dass die Niederschläge jährlich etwa 50 TWh auffüllen müssen. Die Wasserkraftreserve selbst schwankt von Jahr zu Jahr um 60 TWh, so dass die Nettoexportkapazität Norwegens leicht auf Null sinken kann.

Weder Deutschland noch Europa könnten sich auf Norwegen als Backup verlassen, selbst wenn das gesamte Wasserkraftsystem für das deutsche oder europäische Backup bestimmt wäre und nichts nach Norwegen selbst gehen würde. Wann werden deutsche Politiker und Energieplaner das verstehen?

Würde Norwegen oder ein anderes wasserreiches Land seinen wertvollen Strom freiwillig an die Nachbarländer verschenken? Die Financial Times [7] hatte die Antwort bereits parat und schrieb Anfang des Monats über Norwegens Energieminister Terje Aasland: Norway campaigns to cut energy links to Europe as power prices soar…country’s energy minister describes ‚shit situation‘ as domestic prices hit highest level since 2009“.

(frei übersetzt: Norwegen kämpft für eine Kürzung der Stromverbindungen zu Europa, da die Strompreise in die Höhe schießen … Der norwegische Energieminister spricht von einer „beschissenen Situation“, da die Inlandspreise den höchsten Stand seit 2009 erreicht haben)

Letztes Jahr hat Herr Aasland bereits vorsorglich klargestellt: “We are looking at how to limit exports in situations where reservoir filling becomes critically low. Then we must secure enough power for our national consumption” and Norway Will Curb Power Exports If Home Supplies Are at Risk [7]

(frei übersetzt „Wir prüfen, wie wir die Exporte in Situationen begrenzen können, in denen die Füllung der Reservoirs kritisch niedrig wird. Dann müssen wir genügend Strom für unseren nationalen Verbrauch sichern“ und Norwegen wird Stromexporte drosseln, wenn die heimische Versorgung gefährdet ist” [7]

Abbildung 4: Quelle: IEA Electricity Report, Jul 2024, basierend auf dem National Bureau of Statistics of China [8]

3. Klima?… Rohstoffe, Landnutzung, Biodiversität und mehr

Kommen wir nun zum Kern der Sache: Wie gut oder schlecht ist die Wasserkraft wirklich für die Umwelt? Nun, ich persönlich würde sagen, sie ist eine erstaunliche Energiequelle mit begrenzten Auswirkungen auf die Umwelt, wenn und nur wenn sie vernünftig und nur dort eingesetzt wird, wo sie wirklich geeignet ist. Es liegt auf der Hand, dass ein „blindes Drängen“ auf möglichst viel Wasserkraft zur „Rettung des Klimas“ mehr Schaden als Nutzen bringt.

Ein positives Beispiel für die Wasserkraft. Wir untersuchen die Möglichkeit, in ungenutzten, völlig menschenleeren Gebieten im südlichen Afrika mit Flussläufen kleine Wasserturbinen einzusetzen, die eine netzunabhängige Stromversorgung für die Datenverarbeitung (KI oder sogar Bitcoin-Mining) sicherstellen können. Hier wird niemand geschädigt, es ist netzunabhängig, d. h. wir nehmen niemandem die „grüne Energie“ weg, und es ist einfach, wirtschaftlich effizient und sicher, ohne den natürlichen Lebensraum zu verändern

Um einen Eindruck von den „unbestrittenen“ Problemen im Zusammenhang mit der Wasserkraft zu vermitteln, wollen wir uns kurz mit den Rohstoffen, dem „Klima“, den Ökosystemen, dem Fischsterben und den Energieunfällen befassen.

Rohstoffe: Es wird Sie vermutlich nicht überraschen, dass für den Bau großer Staudämme enorme Mengen an Zement benötigt werden … aber wie sieht es im Vergleich zu anderen Quellen für zuverlässige und weniger zuverlässige Elektrizität aus? Das Amerikanische Energieministerium hat dies untersucht und ist zu dem folgenden Vergleich gekommen, der viele überraschen dürfte.

Abbildung 5: Rohstoffverbrauch für Wasserkraft und andere Formen der Stromerzeugung

Quelle: Ministerium für Energie, Einzelheiten unter www.unpopular-truth.com/graphs

“Klima“: Interessanterweise ist die tatsächliche „Klimawirkung“ eines Stausees der Unterschied zwischen den Treibhausgasemissionen vor und nach der Flutung [9].

Die Emissionen von Wasserkraftwerksstauseen entstehen durch die Zersetzung von organischem Material, das entweder beim Bau des Stausees geflutet wurde, durch Flussabflüsse in den Stausee gelangt ist, im Stausee gewachsen ist, z. B. durch Algenproduktion, Stämme von abgestorbenen Bäumen, die aus dem Wasser ragen, oder in neu angelegten Sümpfen im Absenkungsbereich gewachsen ist.

Neben den Stauseen gibt es noch andere Ökosysteme, die den Fluss von Treibhausgasen (THG) beeinflussen. Während Flüsse und Seen Treibhausgase emittieren, binden Wälder, Torfmoore und Feuchtgebiete diese eher [10].

Der IPCC (Abbildung unten) schätzt die Lebenszyklusemissionen der Wasserkraft am oberen Ende bis auf das Doppelte der Kohleemissionen!

Abbildung 6: Der IPCC gibt für die Wasserkraft einen sehr großen Lebenszyklus-Emissionsbereich an… am oberen Ende mehr als doppelt so hoch wie bei Kohle [10]

Logischerweise setzen Wasserkraftwerke mit Speicheranlagen tendenziell mehr „Emissionen“ frei als Laufwasserkraftwerke. Es gibt keine „Netto-Null“-Auswirkungen von Pumpspeicherkraftwerken zur Unterstützung von intermittierendem Wind- und Sonnenstrom.

Eine weitere Studie von Fearnside 2016 [15] führte aus: „Die Berechnungen wurden für 18 geplante oder im Bau befindliche Staudämme im brasilianischen Amazonasgebiet durchgeführt und zeigen, dass die Emissionen von Staudämmen mit Speicherkraftwerken die Emissionen der Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen übersteigen würden.“ 

Ökosysteme: Wasserkraft in großem Maßstab hat schwerwiegende Auswirkungen auf Süßwasserökosysteme und verändert die Ökosystemleistungen natürlicher Flüsse. In Europa betrifft sie eines der am stärksten geschädigten Ökosysteme, denn nur 40 % der Oberflächengewässer befinden sich in einem gesunden ökologischen Zustand. Über 80 „grüne“ Umweltorganisationen schrieben an die EU: „Auf neue Wasserkraft zu setzen, um den Ausbau der erneuerbaren Energien in Europa zu beschleunigen, ist unverantwortlich.“ [11]

Fischsterblichkeit: Eine der wenigen umfassenden Studien zur Fischsterblichkeit wurde von Radinger et al. 2021 [13] durchgeführt. Sie fanden heraus, dass im Durchschnitt über 20 % der vorbeiziehenden Fische an den Turbinen der Wasserkraftwerke sterben. Für den wissenschaftlich interessierten Leser liegt der gemessene Durchschnitt bei 22,3 % mit einem 95%-igen Konfidenzintervall von 17,5-26,7 %.

Die Autoren kommen in ihrer Studie zu dem Schluss: „Wir argumentieren, dass es bei derartigen Interessenkonflikten schwierig ist, sich auf tolerierbare [Fisch-]Sterblichkeitsraten zu einigen, und dass die Beteiligten Aspekte des Tierschutzes, der Populationsökologie und der Erhaltung der biologischen Diversität, aber auch die Wirtschaftlichkeit der Wasserkraft, die Umweltpolitik und die gesellschaftliche Akzeptanz berücksichtigen müssen.“

Energieunfälle: Kim et al. 2021 [12] untersuchten die weltweiten Energieunfälle und stellten fest, dass Wind- und Wasserkraftwerke bei einer Normalisierung der erzeugten Elektrizität eindeutig die meisten Todesopfer pro erzeugter Energieeinheit verursachen.

Wenn ich über diese Todesstatistik mit Energiefachleuten spreche, dann können sie es oft nicht glauben. Ich bitte nur folgendes zu beachten

  • Grosse Dämme dürfen eigentlich nie kaputtgehen, denn wenn sie es tun, dann gibt es ein Unglück. Die grossen bekannten Unglücke sind z.b. 2023 Derna Dam Failure in Libyien mit 20.000 Toten, oder das 1979 Banqiao Dam Failure in China mit bis zu 200.000 Toten
  • Dämme halten oft für tausende von Jahren und können eigentlich nie zurückgebaut werden wie ein Kernkraftwerk, das wird beim Bau oft vergessen. Grosse Dammbauten sind wie die Pyramiden, sie halten fast ewig
  • Bryan Layland aus Neuseeland und das normale Internet sind gute Quellen zum Nachlesen [Mehr Details unter 16]

Abbildung 7: Todesopfer normalisiert nach Stromerzeugung (MTOE) Quelle: Kim et al 2021, [9]

Das grüne Image der Wasserkraft als gutartige Alternative zu fossilen Brennstoffen ist falsch, sagt Éric Duchemin, Berater des Zwischenstaatlichen Ausschusses für Klimaänderungen (IPCC) “Everyone thinks hydro is very clean, but this is not the case”  [10]

(„Jeder denkt, Wasserkraft sei sehr sauber, aber das ist nicht der Fall“ [10].)

Abbildung 8: Ausgewählte Fischsterblichkeit durch Wasserturbinen (Radinger et al 2021) [13]

4. Zusammenfassung

Wenn sie verantwortungsvoll entwickelt wird, ist die Wasserkraft von Vorteil, aber sowohl die Wasserkraft aus Flüssen als auch Dammlanlagen haben viele wirtschaftliche und ökologische Probleme. Wasserkraft ist NICHT zuverlässig, und in weiten Teilen der Welt gibt es erhebliche Schwankungen bei den Flussläufen, was die Wasserkraft saisonal und von Jahr zu Jahr unberechenbar macht. Diese Unvorhersehbarkeit ist jedoch nur ein Bruchteil der Schwankungen, die bei Wind- und Solarenergie innerhalb eines Tages auftreten. Aus diesem Grund ist die Wasserkraft meiner Meinung nach wirtschaftlich wünschenswert.

Die Wasserkraft hat einen großen Rohstoff-Fußabdruck, eine erhebliche Auswirkung auf die Treibhausgase und vor allem negative Auswirkungen auf die biologische Diversität und die Fische.

Auch die menschliche Sterblichkeit im Verhältnis zur erzeugten Elektrizität scheint sehr hoch zu sein.

Ich bin immer noch der Meinung, dass Wasserkraft ökologisch „akzeptabel“ ist, solange sie bewusst und nicht „blind“ entwickelt und betrieben wird.

Die Behauptung, dass Wasserkraft „netto null“ ist, ist jedoch nicht nur unrealistisch, sondern schlichtweg falsch. Die meisten großen Studien gehen fälschlicherweise davon aus, dass die Auswirkungen der Wasserkraft auf die Treibhausgase gleich Null sind (wie auch bei Wind- und Sonnenenergie). Sollten wir nicht ehrlich zu uns selbst sein?

Das Klimaportal des MIT [14] schreibt zutreffend:Große Staudämme sind mit einer Reihe sozialer und ökologischer Bedenken verbunden und fährt fort: “There’s still room for hydro to grow, but most countries will not build out as much hydropower as they theoretically could—and that may be for the best.

(frei übersetzt „Es gibt immer noch Raum für ein Wachstum der Wasserkraft, aber die meisten Länder werden nicht so viel Wasserkraft ausbauen, wie sie theoretisch könnten – und das ist vielleicht auch gut so.“)

Quellenangaben

[1] Kältereport (“cold report”) No 46, Dec 2024, with all sources, link

[2] Scherer Pfister 2016: Hydropower’s Biogenic Carbon Footprint, PloS Onelink

[3] Energy.gov and hydropower.org, link and link

[4] Hydropower Tracker, link

[5] IEA on hydro power capacity, Dec 2024, link [6] IPCC AR6 Chapter 12, summarized by Prof. Pielke Oct 2024, link

[6] Financial Times, Dec 2024, link

[7] Montel 2022 and Bloomberg 2023 on Norways Power exports, link and link

[8] IEA Electricity Mid-Year Update, Jul 2024, link

[9] Hydroelectric Power’s Dirty Secret Revealed, resilience, Feb 2005, link

[10] IPCC: WG3 AR5 Annex 3 – Technology-Specific Cost and Performance Parameters, 2018, link

[11] Open Letter to EU: Counting on New Hydropower to Accelerate Renewable Energy Deployment in Europe Is Irresponsible, Feb 2023, link

[12] Kim et al 2021, Critically Assessing and Projecting the Frequency, Severity, and Cost of Major Energy Accidents, Jul 2021, link

[13] Radinger et al 2021: Evident but Context-Dependent Mortality of Fish Passing Hydroelectric Turbines.” Conservation Biologylink

[14] MIT Climate Portal, Why Aren’t We Looking at More Hydropower?, Mar 2021, link

[15] Fearnside 2016: Greenhouse Gas Emissions from Brazil’s Amazonian Hydroelectric Dams, Environmental Research Letters, Jan 2016, link

[16] Bryan Layland about Hydro dams link, and world largest known dam failures, Wikipedia, BigDitch, Asterra

 




Drei neue Rekonstruktionen von Dürre und Temperatur stützen nicht das Narrativ des Klima-Alarms

Kenneth Richard

Studien aus Zentralchina, Russland und Mitteleuropa zeigen, dass es vor dem Jahr 1900, oder als die CO₂-Konzentration unter 300 ppm lag, genauso viel (oder mehr) Erwärmung und Dürre gab als derzeit.

Eine neue Rekonstruktion der (winterlichen) Tiefsttemperaturen in Zentralchina von 1606 bis 2016 (Jiang et al., 2024) zeigt, dass es im 16. Jahrhundert nur in 9 Jahren (1663-1672) zu Kälteperioden kam, während es im 20. Jahrhundert 71 Jahre mit Kälteperioden gab (1900-1942, 1959-1979, 1985-1994).

Bemerkenswert ist, dass der CO₂-Gehalt während des 16. und 17. Jahrhunderts bei 278 ppm lag, während er in den 1900er Jahren von 290 ppm auf 370 ppm gestiegen ist.

Von 1650 bis 1750 lagen die Wintertemperaturen in Zentralchina um 0,44 °C höher als im 20. Jahrhundert. Die Autoren waren von diesem Temperaturergebnis überrascht, da 1650-1750 in die Zeit der Kleinen Eiszeit fällt.

„Überraschenderweise lag die niedrigste Wintertemperatur im Untersuchungsgebiet zwischen 1650 und 1750 um etwa 0,44 °C höher als im 20. Jahrhundert, was deutlich von der Vorstellung einer „kühleren“ Kleinen Eiszeit in diesem Zeitraum abweicht. Dieses Ergebnis wird durch die Temperaturergebnisse bestätigt, die aus anderen Baumringdaten aus nahe gelegenen Gebieten rekonstruiert wurden, was die Glaubwürdigkeit der Rekonstruktion bestätigt.“

Schließlich ist anzumerken, dass das Jahr 1719 um 1,4°C wärmer war (-3,17°C) als der Durchschnitt von 1961-2016 (-4,57°C).

Image Source: Jiang et al., 2024

Eine neue Rekonstruktion der Niederschläge in Mitteleuropa für den Zeitraum 1803-2020 (Nagavciuc et al., 2025) zeigt, dass Dürren in den 1800er Jahren länger und ausgeprägter waren als in den 1900er Jahren, waren doch die 1900er Jahre relativ nass. Nur in einem der jüngsten Zeiträume (2007-2020) herrschte eine extreme Dürre, die jedoch nicht die Schwere der Dürrejahre 1818-1835, 1845-1854 und 1882-1890 übertraf.

„Interessanterweise traten die extremsten Regenperioden im 20. Jahrhundert auf, während die extremsten Trockenperioden im 19. und 21. Jahrhundert verzeichnet worden sind.“

Schließlich deutet eine weitere neue Niederschlags- und Temperatur-Rekonstruktion (Kirdyanov et al., 2024) aus dem russischen Altai-Gebirge auf „stabile sommerliche Temperatursignale“ seit den 1500er Jahren hin, ohne offensichtliche Trendänderungen, die außerhalb des langfristigen Durchschnitts liegen.

Link: https://notrickszone.com/2025/01/13/3-more-new-drought-and-temperature-reconstructions-do-not-support-the-climate-alarm-narrative/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




KLIMA-FALSCHINFORMATIONS-KOMPLEX: Klimaalarmisten lagen schon wieder falsch: Arktisches Eis hat seit 2012 um 26 Prozent zugenommen

S.D. Wells

– Die Begriffe Fehlinformation und Desinformation wurden geprägt, um den industriellen Komplex der Fake News in den USA zu beschreiben, an dem die US-Regierung, Globalisten, Big Pharma und Big Food beteiligt sind, die von der Täuschung der Öffentlichkeit profitieren.

– Das Konzept der „globalen Erwärmung“ wurde entlarvt, zeigen doch die jüngsten wissenschaftlichen Erkenntnisse, dass das arktische Meereis in den letzten zwölf Jahren um mehr als ein Viertel gewachsen ist, was die Behauptung des Klimawandels widerlegt.

– Die Klimaalarmisten haben unbegründete Behauptungen aufgestellt, wie z. B. die Vorhersage einer eisfreien Arktis bis 2013, und dabei Panikmache und Propaganda eingesetzt, um die öffentliche Wahrnehmung zu manipulieren.

– Der Klimawandelkult hat sich wiederholt als falsch erwiesen, da er sich auf fehlerhafte Diagramme, verzerrte Statistiken und herausgepickte Daten stützt, um sein falsches Narrativ von drohenden Umweltkatastrophen aufrechtzuerhalten.

– Der Klimawandelkult verschiebt ständig seine Weltuntergangsprognosen nach hinten, indem er manipulierte Daten und gefälschte Diagramme verwendet, um das Narrativ einer bevorstehenden globalen Katastrophe zu verbreiten, wobei die NASA in diese betrügerischen Praktiken verwickelt ist.

Wenn man die Worte „Fehlinformation“ und „Desinformation“ hört, kann man sicher sein, dass beide Begriffe geschaffen wurden, um den industriellen Komplex der Fake News in den USA zu beschreiben, der von der US-Regierung, den Globalisten, Big Pharma, Big Food und anderen korrupten Akteuren angeführt wird, die ein Vermögen damit verdienen, das amerikanische Volk tagein, tagaus zu belügen. Eine der größten Lügen und Betrügereien des Jahrhunderts besteht darin, Steuergelder für eine kryptische Verschwörung zu stehlen, die darauf abzielt, Leben, die Wirtschaft und sogar den Planeten als Ganzes zu zerstören. Das Ganze nennt sich „globale Erwärmung“, und der Name wurde in „Klimawandel“ geändert, als der erste Name vor Jahren von den Wahrheitsmedien demontiert wurde.

Kürzlich hat die wirkliche Wissenschaft enthüllt, dass das arktische Meereis in den letzten zwölf Jahren um mehr als ein Viertel seiner damaligen Größe gewachsen ist, und das ist ein weiterer Beweis dafür, dass die „globale Erwärmung“ eine kultische Lüge ist, an die Millionen von Menschen immer noch glauben und ihre Gedanken, Zeit, Energie und Geld dafür einsetzen. Tatsächlich hatten die den Klimawandel-Kult anführenden Klima-Alarmisten zuvor gesagt, dass die Arktis bis 2013 eisfrei sein würde.

2007 veröffentlichte BBC News einen Artikel mit dem Titel „Arctic summers ice-free ‚by 2013‘“ (Arktische Sommer sind bis 2013 eisfrei), um die Leser mit einer Propaganda zu erschrecken, in der es hieß: „Neueste Modellierungsstudien deuten darauf hin, dass die nördlichen Polargewässer in den Sommern innerhalb von nur 5-6 Jahren eisfrei sein könnten“. Die Klimaangst eskalierte auf dem ganzen Planeten, und die radikalen Klimasektierer schluckten den Köder mit Haken und Ösen.

Das waren alles unbegründete, unwissenschaftliche Behauptungen, obwohl die linken Medien jeden glauben machen wollen, dass das alles wissenschaftlich begründet ist, und dass jeder, der etwas anderes behauptet oder auch nur die Darstellung in Frage stellt und nach den Quellen für diese „Wissenschaft“ fragt, ein „Anti-Wissenschafts“-Verschwörungstheoretiker und Leugner ist. Lassen Sie das für eine Minute auf sich wirken.

Der Klimawandel-Kult wird von echter Wissenschaft wieder und immer wieder als völlig falsch entlarvt

Klima-Alarmisten, welche die falsche Darstellung des Klimawandels unterstützen, verwenden gerne fehlerhafte Diagramme, verzerrte Statistiken und willkürlich herausgepickte Graphiken, um ihre Lügen zu verbreiten. Sie nehmen ein paar warme Jahre aus einem Diagramm und verwenden diese als Schwerpunkt ihrer Argumentation, lassen aber die Zeiträume davor oder sogar danach weg, um die Aufmerksamkeit auf einen Höhepunkt zu lenken, der ihr Drehbuch unterstützt.

Klimaalarmisten werden sagen, dass jede Naturkatastrophe von jetzt an die „schlimmste“ ist, die wir je erlebt haben. Viele dieser Stürme werden durch wetterverändernde Technologien ausgelöst, die den Niederschlag verstärken und die Überschwemmungen erhöhen, damit sie in das Narrativ passen.

Wir haben gehört, dass die Polkappen schmelzen, aber die Wissenschaft zeigt, dass sie wachsen. Wir haben gehört, dass alle Eisbären sterben, aber wir haben nur ein paar Bilder von ein paar toten Bären gesehen, das beweist nichts. Wir haben gehört, dass die Strände bald verschwunden sein werden und große Städte mit Meerwasser bedeckt sein werden, aber nichts davon ist passiert.

Der Klimawandelkult „bewegt die Nadel“ immer wieder und wechselt das Jahr, in dem alles so schrecklich sein wird, dass die Menschen nicht mehr auf der Erde leben können, da die Ozeane das Land verschlingen und die Sonne so heiß brennen wird, dass wir alle in Flammen aufgehen, wenn wir nur die Straße entlang gehen.

Sie behaupten, dass sie Supercomputer verwenden, um all dies herauszufinden. Auch die Nasa steckt hinter dem Betrug, indem sie gefälschte Diagramme und aus der Luft gegriffene Daten veröffentlicht. Jetzt haben sie das Ende des Lebens auf der Erde auf das Jahr 2040 verschoben, weil alle anderen Jahre der Weltuntergangs-Prophezeiung bereits verstrichen sind.

Springen Sie auf keinen Fall auf diesen Zug auf! Auf ClimateAlarmism.news finden Sie aktuelle Informationen über psychotische Milliardäre, die einen großen Teil ihres Geldes dafür ausgeben, die Fleisch- und Milchprodukte zu verfälschen und gleichzeitig die Bevölkerung um ein paar Milliarden zu dezimieren.

Quellen: NaturalNews.com, BezosEarthFund.org, ZeroHedge.com

Link: https://climate.news/2025-01-06-climate-alarmists-proven-wrong-arctic-ice-increase.html

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

Aktualisierung: Klaus Puls hat die folgende Folie bzgl. der Eisverhältnisse in der Arktis hinzugefügt:

 




Kalifornien: Großbrand in der Batterie-Fabrik in Moss Landing – Evakuierungen erforderlich

Charles Rotter

MOSS LANDING, Kalifornien — In der Batteriespeicheranlage von Vistra Energy in Moss Landing, einer der größten Anlagen dieser Art weltweit, wütet ein Feuer. Der Brand, der am späten Nachmittag des Donnerstags ausbrach, hat gefährliche schwarze Rauchschwaden in die Luft geschickt, die zu Evakuierungen, Straßensperrungen und umfangreichen Notfallmaßnahmen geführt haben.

Das Feuer brach gegen 15.00 Uhr in der Anlage am Highway 1 in Monterey County aus, wie die Behörden berichten. Flammen und Rauch schlagen weiterhin aus der Anlage, in der Tausende von Lithiumbatterien gelagert sind, die tagsüber erzeugten Strom für die Nutzung in der Nacht speichern sollen. Die Ursache des Brandes ist noch unbekannt.

Für die Gebiete südlich des Elkhorn Slough, nördlich der Molera Road und des Monterey Dunes Way sowie westlich des Castroville Boulevard wurde die Evakuierung angeordnet. Ungefähr 1500 Bewohner wurden umgesiedelt. Das Castroville Recreation Center in der Crane Street 11261 dient als vorübergehendes Evakuierungszentrum.

Der Highway 1 ist zwischen Highway 183 und Struve Road in beiden Richtungen gesperrt. Eine voraussichtliche Wiedereröffnungszeit wurde nicht genannt.

Nicholas Pasculli, Sprecher von Monterey County:

„Es ist unerlässlich, dass die Bewohner den Evakuierungsbefehl befolgen und den Anweisungen der Strafverfolgungsbehörden und der Feuerwehr Folge leisten“, sagte Pasculli. „Dies ist eine Situation, in der wir den Gedanken des Schutzes von Leben und Eigentum sehr ernst nehmen. Wir bitten die Menschen dringend, den Evakuierungsbefehl zu befolgen und sich an einen sicheren Ort zu begeben.“ Quelle

Das von dem texanischen Unternehmen Vistra Energy betriebene Kraftwerk ist ein Eckpfeiler der kalifornischen Strategie für saubere Energie. Seine enorme Speicherkapazität für erneuerbare Energien ist ein wesentlicher Bestandteil der Umstellung des Staates auf grüne Energie. Die Anlage wurde 2023 erweitert, um 750 Megawatt Strom zu speichern – genug, um Tausende von Haushalten zu versorgen.

Brände von Lithiumbatterien sind aufgrund der hohen Temperaturen und der giftigen Gase, die sie freisetzen und die die Gesundheit der Atemwege, der Haut und der Augen gefährden, bekanntermaßen schwer zu löschen. Alle Mitarbeiter wurden sicher evakuiert, und Notfallteams arbeiten daran, den Brand in der Betonstruktur des Werks einzudämmen. Nach Angaben der Behörden ist das Feuer zwar großflächig, aber „auf das Gebäude begrenzt“.

Dies ist nicht der erste Brand am Standort Moss Landing. Frühere Vorfälle in den Jahren 2021 und 2022 wurden auf Fehlfunktionen von Sprinklern und Systemmängel zurückgeführt, was zu einer verstärkten Überprüfung der Sicherheit von Batteriespeichern führte. Diese Vorfälle veranlassten den kalifornischen Gouverneur Gavin Newsom, von Batteriewerken zu verlangen, gemeinsam mit den örtlichen Feuerwehren Notfallpläne zu erstellen.

Während die Behörden diesen jüngsten Vorfall untersuchen, wächst die Besorgnis über die Sicherheit solcher Anlagen und ihre Nähe zu bewohnten Gebieten. Dies ist eine sich entwickelnde Geschichte, die wir aktualisieren werden, sobald mehr Informationen verfügbar sind.

Ui, haben Batteriespeicher gerade ein kleines Tschernobyl?
In Moss Landing 100km südlich von San Francisco brennt gerade der größte Batteriespeicher in den USA.
Wegen der giftigen Rauchwolke werden mehr als tausend Anwohner aufgefordert ihre Häuser zu verlassen.… pic.twitter.com/4rP7AN4rfD

— Andreas Fichtner 🇺🇦🗽 (@andreasnukechem) January 17, 2025

Link: https://wattsupwiththat.com/2025/01/17/massive-fire-engulfs-moss-landing-battery-plant-triggers-evacuations/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Kältereport Nr. 03 / 2025

Christian Freuer

Vorbemerkung: Diesmal gibt es einige Meldungen aus Gebieten, aus denen man sonst nie etwas von Kalt-Ereignissen hört. Außerdem wirft die bevor stehende Kältewelle in den USA ihre Schatten voraus, siehe dazu die Bemerkungen vor der entsprechenden Meldung.

Meldungen vom 13. Januar 2025:

Frost in UK & Irland: Gasreserven „besorglich niedrig“

In UK und Irland herrscht nun schon seit Wochen anhaltende Kälte, der Schnee türmt sich vielerorts und die Gasreserven schrumpfen.

Schafzüchter, die in den schneebedeckten Galtee-Bergen an der Grenze zwischen Limerick und Tipperary arbeiten, sind seit einer Woche jeden Tag seit dem Morgengrauen auf den Beinen, um Schafe zu retten, die unter den schweren Verwehungen gefangen sind.

Die düsteren und eisigen Bedingungen sind für die örtlichen Landwirte ein „Alptraum“ und stellen eine Bedrohung für Tausende Schafe dar, die dort weiden. „Das letzte Mal, dass wir mit so etwas konfrontiert wurden, war während des Beast from the East im Jahre 2018“, sagte ein Landwirt aus Galtee.

Trotz aller Bemühungen wird angenommen, dass eine beträchtliche Anzahl von Tieren unter dem massiven Schnee verendet ist.

Im UK hat es genauso viel geschneit wie in Irland, und fast überall herrscht klirrende Kälte.

In Altnaharra in den schottischen Highlands sank die Temperatur am Wochenende auf -18,9 °C. Das war die kälteste Januarnacht in Großbritannien seit dem historischen Winter 2010, als am 8. Januar -22,3 °C gemessen wurden (ebenfalls in Altnaharra).

In England liegt die durchschnittliche CET für den Januar (bis zum 11. Januar, siehe unten) bei 1,5°C. Dies ist ein signifikanter Unterschied von 2,3 °C zum Durchschnitt der Jahre 1961-1990 und bedeutet einen Januar auf Augenhöhe mit 2010 und auch mit den Jahren 1789, 1718, 1678 und 1672.

Angesichts des eisigen Wetters und der „besorgniserregend niedrigen“ Gasreserven steht UK am Rande einer Energiekrise.

Centrica, Eigentümer des größten Gasspeichers von UK warnt, dass die Reserven weniger als der Bedarf einer Woche betragen. Doch National Gas, das die Aussagen der Regierung nachplappert, besteht darauf, dass die Versorgung „vielfältig“ und die Speicher „gesund“ seien. Dieses Hirngespinst ignoriert die Abhängigkeit Großbritanniens von Gasimporten, einer fragilen Lebensader, die anfällig für geopolitische Launen ist.

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Rekord-Kälte in Qatar

Das Jahr hat mit ungewöhnlich kalten Nächten im Südosten der Arabischen Halbinsel begonnen.

In Katar sind die Temperaturen in Abu Samra auf 3,6 °C gesunken und haben damit einen neuen nationalen Tiefstwert für Januar aufgestellt, der den bisherigen Januarrekord von 3,8 °C aus dem Jahr 1964 in Mesaieed übertrifft.

Auch in anderen Ländern der Region werden anomale Tiefstwerte gemessen. In den Vereinigten Arabischen Emiraten zum Beispiel wurde auf dem Berg Jais in Ras Al Khaimah eine Temperatur von 1,5 °C gemessen, ein selten niedriger Wert.

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Seltene Kälte in Taiwan

In Fernost herrschte am Montagmorgen im Bezirk Miaoli, Tawian, ein Tiefstwert von 1°C. Nach Angaben der Zentralen Wetterbehörde (CWA) war dies eine der niedrigsten Temperaturen, die in letzter Zeit in einem nicht bergigen Gebiet des Landes gemessen worden sind.

Die beißende Kälte, die von einer kräftigen kontinentalen Luftmasse angetrieben und durch Strahlungskälte verstärkt wurde, hielt die Gemeinde Sanwan um 7:20 Uhr fest im Griff, berichtete das CWA.

Der Tiefstwert von 1 Grad Celsius ist für die tieferen Lagen von Tawain außergewöhnlich und in den letzten Jahren beispiellos, seit verlässliche Thermometerdaten vorliegen. Am Montagmorgen wurden auf der ganzen Insel ähnliche Werte gemessen, wobei in der nahe gelegenen Gemeinde Emei 2,1 °C gemessen wurden.

Die Kälte wird sich nicht so bald zurückziehen, so das CWA, da am Mittwoch eine weitere arktische Luftmasse nach Süden drängt. Die Bergregionen im Süden werden die Auswirkungen zu spüren bekommen, warnte die Behörde. Im Norden Taiwans wird sich in den Hochlagen erheblicher Schnee ansammeln, der sich mindestens bis Freitag halten wird.

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56% der USA sind mit Schnee bedeckt

Mit Stand vom 11. Januar sind 56 % der USA zwischen Kanada und Mexiko mit Schnee bedeckt. Mit Ausnahme von Florida hat jeder US-Bundesstaat derzeit eine gewisse Akkumulation auf dem Boden.

Dies ist eine der größten Schneedecken-Ausdehnungen der letzten Zeit (für das Datum), wobei nur die Jahre 2016, 2011 und 2010 das Jahr 2025 in den NOAA-Büchern ausseit dem Jahr 2003 in den Schatten stellen.

Dadurch wird natürlich die Verbreitung auf der nördlichen Hemisphäre gefördert, wobei Russland, die Mongolei und Kasachstan eine wichtige Rolle spielen:

Aus Sicht von heute (13. Januar) simulieren alle Modelle bis zum kommenden Wochenende eine erhebliche Verschärfung der Kälte sowie deren Ausdehnung bis an den Golf von Mexiko und die Halbwüsten im Südwesten der USA. Da schauen wir mal.

Link: https://electroverse.substack.com/p/uk-and-ireland-freeze-gas-concerningly?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 14. Januar 2025:

Wellingtons Kaltstart in den Sommer

Das neuseeländische Wellington erlebt den kältesten Jahresbeginn seit einem Jahrzehnt, mit einer lang anhaltenden Kältewelle.

Die Daten des Wetterdienstes zeigen, dass dieser Sommer bislang alles andere als sommerlich war, mit 13 aufeinanderfolgenden Tagen mit unterdurchschnittlichen Temperaturen – die längste Januar-Kälteperiode seit 2014.

Die Meteorologin Clare O’Connor bestätigte die Anomalie und wies darauf hin, dass die Durchschnittstemperatur im Januar mit 17 Grad fast 3 Grad unter dem Normalwert liegt. „Dies ist eine der längsten Perioden mit unterdurchschnittlichen Tagestemperaturen, die wir im Sommer seit 1980 erlebt haben“, sagte sie.

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Iran: Frost und Kälte treiben den Gasverbrauch auf Rekordhöhen

Die National Iranian Gas Company (NIGC) gab am Montag bekannt, dass der tägliche Gasverbrauch im Iran in den letzten 24 Stunden aufgrund der klirrenden Kälte auf 874 Millionen Kubikmeter (mcm) gestiegen ist. Dies stellt einen neuen Rekord dar und übertrifft den bisherigen Höchstwert von 872 Mio. m³.

Der Leiter der NIGC Saeid Tavakkoli sagte, das Unternehmen habe in diesem Winter die von der Regierung vorgeschriebenen Liefermengen überschreiten müssen.

Der Iran, nach den USA, Russland und China der weltweit viertgrößte Erdgasverbraucher und der drittgrößte Produzent, sah sich in diesem Jahr aufgrund der ungewöhnlich frühen, intensiven und anhaltenden Kälte mit einer noch nie dagewesenen Nachfrage konfrontiert. Der sprunghafte Anstieg des Heizbedarfs hat die Behörden dazu veranlasst, die Gaslieferungen an Industrie und Kraftwerke einzuschränken, was zu kurzen Stromengpässen im ganzen Land führte.

Die Kälte begann bereits am 12. November, als der Gasverbrauch auf 794 Mio. m³ gestiegen war. Der seither anhaltend hohe Verbrauch hat die Infrastruktur und die Versorgungskapazitäten des Landes auf die Probe gestellt, die als marode angesehen werden.

Link: https://electroverse.substack.com/p/wellingtons-cold-start-to-summer?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 15. Januar 2025:

Polare Bedingungen in Südosteuropa

Südosteuropa wird diese Woche von einer harten Kältewelle heimgesucht. Die Temperaturen sind weit unter die jahreszeitlichen Normen gesunken. Eis, starker Schneefall und weit verbreitete Unterbrechungen haben eine große Region erfasst.

Das eisige Wetter hat weite Teile des Balkans überzogen, den Verkehr unterbrochen, Schulen geschlossen und abgelegene Dörfer isoliert. Ein Sturmsystem sorgte in Ländern wie Albanien, Bosnien und Herzegowina, Kroatien, Griechenland, Italien, Montenegro, Nordmazedonien und Slowenien für starke Winde und erheblichen Schneefall.

Albanien war am stärksten von den eisigen Bedingungen betroffen: Mehr als 70 Schulen wurden geschlossen und zahlreiche Dörfer waren von der Außenwelt abgeschnitten. Als der Himmel vorübergehend aufklarte, arbeiteten die Einsatzkräfte rund um die Uhr, um die schneebedeckten Straßen zu räumen.

In der bulgarischen Region Smolyan türmte sich der Schnee über 40 cm, was zu erheblichen Verzögerungen führte.

In Nordmazedonien haben Regionen wie Prilep Beschränkungen für größere Fahrzeuge verhängt, da der Schnee die regionalen Straßen gefährlich gemacht hat. Notfallteams, die seit über 48 Stunden ununterbrochen im Einsatz sind, kämpfen darum, den Verkehr in Gang zu halten.

Die anomale Kälte in Südosteuropa wird voraussichtlich die ganze Woche anhalten und sich sogar noch verstärken.

Die Europäische Umweltagentur (EUA), die stets darauf bedacht ist, das Narrativ aufrechtzuerhalten, hat diese extremen Kälteperioden auf die globale Erwärmung zurückgeführt, die ihrer Meinung nach die Ursache für die zunehmend unberechenbaren und strengen Wettermuster auf dem Kontinent ist: warm = kalt.

Diese „Schrecken der globalen Erwärmung“ betreffen West- und Mitteleuropa und alle anderen Länder, wie im Folgenden erläutert wird…

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Tödliche Lawine in Italien

Die starken Schneefälle in den italienischen Gipfellagen haben die Lawinengefahr erhöht und zu tödlichen Zwischenfällen geführt.

Eine Lawine auf der Punta Valgrande, nahe der italienisch-schweizerischen Grenze, hat drei Skifahrer in den Tod gerissen. Die Opfer wurden von den Schneemassen Tausende von Metern in die Tiefe gerissen. Den Rettungsteams, die mit einem Hubschrauber schnell eintrafen, gelang es, zwei Personen zu retten, aber drei andere fanden tragischerweise am Unfallort den Tod.

Vor dem Vorfall hatten die Behörden eine Lawinenwarnung für Gebiete oberhalb von 2100 Metern im Piemont herausgegeben und vor erheblicher Gefahr gewarnt.

Überall in den Alpen gab es in den letzten Tagen in Gebieten oberhalb von 600 Metern erhebliche Schneefälle, und es wird noch mehr kommen.

Link: https://electroverse.substack.com/p/polar-conditions-grip-se-europe-deadly?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 16. Januar 2025:

Japan: Einige Skigebiete verzeichnen fast 5 Meter Schnee

Japans Skigebiete erleben einen der schneereichsten Saisonstarts aller Zeiten. Mehrere Skigebiete melden Schneehöhen von mehr als 400 cm.

Das ARAI Snow Resort in Myoko City, Niigata, liegt derzeit mit 486 cm an der Spitze, da in den letzten 24 Stunden weitere 53 cm Schnee gefallen sind.

Insgesamt melden rund 30 Skigebiete im ganzen Land Schneehöhen über 300 cm. Die Skigebiete in Niigata, Nagano und Yamagata führen die Liste an.


Japan ist zwar kein Unbekannter, wenn es um starke Schneefälle geht, aber diese Saison sticht besonders hervor.

Mehrere Skigebiete haben bereits ihre durchschnittlichen Schneehöhen für die Hochsaison übertroffen, und die Bedingungen können sich mit einigen der schneereichsten Winter aller Zeiten messen, insbesondere in ARAI, Charmant Hiuchi, Tengendai Kogen und Hakuba Happo-One – um nur vier zu nennen.

Es wird erwartet, dass die Schneeverhältnisse anhalten werden; erfahrungsgemäß fällt in Japan der meiste Schnee von Mitte bis Ende Januar.

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England: Bislang der siebt-kälteste Januar seit 1659

Nachdem das britische Wetteramt behauptet hatte, dass „sehr kalte Winter jetzt aufgrund der globalen Erwärmung höchst unwahrscheinlich sind“, muss es nun einiges erklären: Der Januar 2025 erweist sich nicht nur als sehr kalt, sondern als historisch kalt.

Bis zum 14. Januar zeigt die Aufzeichnung der Temperaturen in Mittelengland (CET) – der älteste Temperaturdatensatz der Welt, der bis ins Jahr 1659 zurückreicht – einen Durchschnitt von nur 2 °C. Das ist eine Anomalie von -1,8 °C unter dem Durchschnitt von 1960-1990 (der übrigens eine kalte Zeit war).

Bemerkenswerterweise ist England trotz der „katastrophalen planetarischen Erwärmung“ auf dem besten Weg, den siebtkältesten Januar in 366 Jahren zu erleben, nur übertroffen von den Januaren 1716, 1963, 1740, 1814, 1684 und 1795.

Nach der AGW-Hypothese sollte eine so kalte erste Januarhälfte inzwischen so gut wie unmöglich sein. Zeit, die Hypothese zu überdenken.

Und es wird noch kälter werden. Dieses Wochenende wird wohl ein weiteres kaltes Wochenende werden (wobei Irland verschont bleibt):

GFS 2m Temperatur-Anomalien (°C) am 18. Januar [tropicaltidbits.com].

Link: https://electroverse.substack.com/p/japan-resorts-near-5-meters-164-feet?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 17. Januar 2025:

Am Wochenende wird es tatsächlich zu einem mega-extremen Kaltluftausbruch in den USA kommen. Meldungen darüber von Cap Allon werden hier aber erst nächste Woche nach dem Eintreten desselben übernommen, obwohl Allon natürlich auch heute (17. 1.) wieder darauf hinweist.

Immerhin, der Vorgang scheint so extrem, dass er selbst auf dem Alarmisten-Blog wetteronline.de eine Meldung wert ist.

Aber Allon meldet wie üblich Kalt-Ereignisse auch anderswo auf der Welt:

Ungewöhnliche Kälte in Thailand

Thailand leidet unter ungewöhnlicher Kälte, da ein Hochdrucksystem aus China die Temperaturen kräftig sinken lässt. Dieses seltene Phänomen ließ weite Teile Südostasiens frösteln.

Am 13. Januar wurde in Sakon Nakhon ein Tiefstwert von 6,6 °C gemessen, eine der niedrigsten Temperaturen seit Jahren. Im Bang-Na-Bezirk in Bangkok zeigte das Thermometer 15,2 °C an, was weit unter der für diese Jahreszeit üblichen Temperaturspanne von 23 bis 33 °C liegt.

Das thailändische Wetteramt geht davon aus, dass die Kälte bis Mitte Februar anhalten wird, und selbst für März und April, die normalerweise die heißesten Monate Thailands sind [vor der sommerlichen Regenzeit, A. d. Übers.], wird derzeit eine niedrigere Temperatur als normal vorhergesagt. Eine frühe Regenzeit, beeinflusst durch La Niña, ist ebenfalls zu erwarten.

Link: https://electroverse.substack.com/p/thailands-unusual-chill-drought-of?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Wird fortgesetzt mit Kältereport Nr. 04 / 2025

Redaktionsschluss für diesen Report: 17. Januar 2025

Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE