Klima-„Lösungen“ verursachen Schäden und sind gefährlich

H. Sterling Burnett

Das Heartland Institute hat unzählige Möglichkeiten aufgezeigt, wie staatliche Umwelt-„Lösungen“ entweder die festgestellten Probleme verschlimmern oder unbeabsichtigte Folgen für die Umwelt oder die menschliche Gesundheit haben, die schlimmer sind als das ursprüngliche Problem, welches die staatliche Lösung – Gesetz, Verordnung, Durchführungsverordnung oder Gutachten – eigentlich lösen sollte.

Über fast vier Jahrzehnte hinweg haben das Heartland Institute und unsere Verbündeten in der Umweltbewegung der freien Marktwirtschaft gezeigt, dass – im Gegensatz zur Rhetorik schlecht informierter, ignoranter Jugendlicher, die heute auf den Straßen und an den Universitäten protestieren, kollektivistischer Umweltschützer und unternehmerischer Umweltverschmutzer und Vetternkapitalisten – Marktwirtschafts-Systeme, die auf klar definierten und verteidigten Eigentumsrechten aufbauen, bessere Umweltergebnisse hervorbringen als autoritäre oder geschlossene Wirtschaftssysteme. Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs wurde die Welt Zeuge der Umweltkatastrophen, welche die sowjetische Regierung sowohl in Russland als auch in ihren Vasallenstaaten verursachte. Die Luft- und Wasserqualität in China ist eine weitere tägliche Erinnerung an die Gefahren des Kommunismus‘ für das menschliche Wohlergehen und die Umwelt.

In den Vereinigten Staaten und im Ausland werden gefährdete Arten weiterhin durch die perversen Anreize bedroht, die durch die Gesetze zu ihrem vermeintlichem Schutz geschaffen werden, während sie in Systemen ohne diese Eingriffe gedeihen.

Dann kommen wir zum Kampf gegen das, was Alarmisten als die größte Umweltbedrohung bezeichnen, mit der eine Generation je konfrontiert war: die angeblich existenzielle Bedrohung durch den Klimawandel.

In früheren Beiträgen von Climate Change Weekly habe ich die hohen Umweltkosten und die Gefahren für die Menschen durch Elektrofahrzeuge, Windturbinen und Solarzellen detailliert beschrieben – von Bränden über die Auswirkungen auf Mensch und Umwelt durch den Abbau und die Veredelung der Mineralien, die für ihre Herstellung und ihren Betrieb notwendig sind, bis hin zum Abfallproblem, das sie verursachen.

Und während das Walsterben an den Stränden der Ostküste zunimmt, haben Heartland und seine Verbündeten von CFACT und dem National Legal and Policy Center eine Klage eingereicht, um eine einstweilige Verfügung gegen die Pläne von Dominion Energy zu erwirken, mit den Rammarbeiten für den Bau der Fundamente und Türme von 176 riesigen Offshore-Windturbinen zu beginnen, die das Unternehmen mit großen wirtschaftlichen und ökologischen Kosten vor der Küste von Virginia als Teil von Bidens Bemühungen um die Bekämpfung des Klimawandels errichten will. CFACT hat eine großartige Seite eingerichtet, die sich mit den unzähligen Umweltproblemen – einschließlich der Bedrohung des gefährdeten Nordatlantischen Glattwals (North Atlantic Right Whale, NARW) – im Zusammenhang mit Dominions Projekt im Besonderen und mit dem breiteren Vorstoß für Offshore-Windkraftanlagen an der Ostküste im Allgemeinen befasst. Diese Turbinen werden mitten im Lebensraum und auf den Wanderrouten von NARW und anderen geschützten Meeressäugern errichtet. In der Eile, diese Turbinen schnell zu errichten, haben die Regierung und Dominion mit den Regeln, den erforderlichen Berichten und den Genehmigungen leichtfertig umgegangen und, wie in unserer Klage argumentiert wird, insbesondere das Gesetz und die ordnungsgemäßen Verfahren bei der Berücksichtigung potenzieller umfassender, kumulativer Auswirkungen auf die Wale nicht eingehalten.

Neue Forschungsergebnisse, die veröffentlicht wurden, nachdem Dominion bereits die Genehmigung der Regierung (wenn auch noch nicht alle Genehmigungen) erhalten hatte, zeigen, dass die mit den Rammarbeiten beauftragten Schiffe im Gegensatz zu den Behauptungen von Dominion und der Regierung Biden in ihren Berichten während des Betriebs eine Lärmbelastung erzeugen, die über dem liegt, was Bundesbiologen als sicher für Wale erachtet haben. Bei allem Schaden, den diese Offshore-Turbinen einer Vielzahl von Meeressäugern und dem Ökosystem des Ozeans zufügen werden, werden sie, wenn überhaupt, nur minimale Auswirkungen auf die Reduzierung der Kohlendioxidemissionen haben.

Schottland ist ein interessantes Beispiel für Technologien, die im Kampf gegen den Klimawandel überstürzt in Betrieb genommen werden, in Wirklichkeit aber wahrscheinlich zusätzliche Probleme verursachen und zu einem Anstieg der CO₂-Emissionen führen. Schottland war stolz darauf, eine Führungsrolle bei den Bemühungen um die Reduzierung der Emissionen zu übernehmen. Wie sind sie dabei vorgegangen, und wie sehen die Ergebnisse bzgl. der Umwelt aus?

Im Juli habe ich darüber berichtet, dass Schottland mit der Abholzung von fast 16 Millionen Bäumen – jenen Kohlenstoffsenken, die jeder einschließlich der Tierwelt liebt – eine Klimalösung gegen die andere ausspielt, um Platz für Windkraftanlagen zu schaffen. Damals berichtete ich:

Um den Boden für Windturbinen freizumachen, wurden seit dem Jahr 2000 schätzungsweise 15,7 Millionen Bäume auf Flächen entfernt, die von Forestry and Land Scotland (FLS) kontrolliert werden, so die Ministerin für ländliche Angelegenheiten der schottischen Regierung, Mairi Gougeon, wie The Telegraph berichtet. Das sind durchschnittlich mehr als 1.700 zerstörte Bäume pro Tag.

Falls sich jemand wundert: Trotz entsprechender Versprechungen gibt es keine Beweise dafür, dass die Bäume an anderer Stelle wieder angepflanzt wurden, wie es die Regierung und das Unternehmen versprochen hatten.

Dazu passt ganz frisch die Presseerklärung der GWPF zu den Windparks in Schottland. A. d. Übers.

Erschwerend kommt hinzu, dass die errichteten Turbinen schnell verschleißen und dabei Tonnen von Mikroplastik über die schottische Landschaft verstreuen. Wie der Scottish Daily Express Anfang 2023 aufdeckte, werden die Kanten und Spitzen der Turbinenschaufeln während des Betriebs zerkleinert, was dazu führt, dass kleine Partikel und größere Brocken aus Verbundabfällen die Landschaft verschmutzen und möglicherweise die Gewässer mit verschiedenen Chemikalien verunreinigen. Niemand weiß, wie groß das Problem ist, denn die schottische Regierung weigert sich, darüber Rechenschaft abzulegen, und sie hat die beteiligten Unternehmen auch nicht dazu verpflichtet, dies zu tun. Die Regierung verhält sich wie ein Vogel Strauß, der mit dem Kopf im Sand steckt und hofft, dass die Gefahr nicht existiert, wenn er sie nicht sieht. Umweltschützer haben jedoch berechnet, dass eine einzige Turbine jährlich bis zu 62 Kilo Mikroplastik abwerfen kann, und in Schottland gibt es 19 000 Turbinen. Rechnen Sie selbst.

Damit man nicht denkt, dass die Umweltbedingungen in Schottland oder die Windturbinen in irgendeiner Weise einzigartig sind, haben jüngste Forschungen in Schweden ergeben, dass die dortigen Turbinen ebenfalls Mikroplastik abwerfen. Die Studie untersuchte eine der größten industriellen Windkraftanlagen Schwedens und stellte fest, dass die Turbinen in alarmierendem Maße Mikroplastik abwerfen und das umliegende Land und die Gewässer mit mehr als 50 verschiedenen Chemikalien verschmutzen, die bei der Erosion und dem Zerfall der Verbundwerkstoffe freigesetzt werden.

Zurück zu Schottlands großem Experiment im Kampf gegen den Klimawandel. Neben dem Vorstoß für große Windkraftanlagen hat Schottland vorgeschlagen, die Verwendung von Holzöfen zu beenden oder zumindest deren Installation in neuen und renovierten Häusern zu verbieten, um die Emissionen zu reduzieren. Der schottische Daily Express beschrieb die Regelung am 9. April:

Die von Patrick Harvie, dem Co-Vorsitzenden der schottischen Grünen, vorangetriebenen Änderungen der Baunormen bedeuten, dass alle „Heizsysteme mit direkter Emission“ nun in allen neu gebauten und umgebauten Häusern verboten sind, da sie Teil des überstürzten Strebens nach Netto-Null sind.

Dazu gehören Gas- oder Ölheizkessel sowie alle Systeme, bei denen Strom oder Wärme aus organischen Stoffen wie Holz erzeugt wird. Stattdessen wird von den Bauherren erwartet, dass sie Erd- oder Luftwärmepumpen, solarthermische Speichersysteme oder elektrische Speicherheizungen verwenden.

Führende Vertreter der Bauindustrie erklärten jedoch, man habe sie in dem Glauben gelassen, dass Holzöfen als sekundäre Wärmequelle zulässig seien. Dies ist besonders in ländlichen Gebieten wie den Highlands wichtig, wo es häufiger zu Stromausfällen kommt.

Wie der Scottish Daily Express enthüllte, wurde diese Entscheidung getroffen, obwohl eine Regierungskommission ausdrücklich feststellte, dass Holzöfen weniger CO₂ ausstoßen als die von der Regierung propagierten Alternativen wie Strom aus Windkraftanlagen und Wärmepumpen.

Eine Grafik aus dem Bericht verdeutlicht dies:

Holz aus lokaler Produktion hat nicht nur das niedrigste Emissionsprofil unter den alternativen Heizquellen, es ist auch erneuerbar. Es scheint, als würde die schottische Regierung mit ihrer „überstürzten Flucht nach vorn“ durch ihre eigene Politik konterkariert.

Zu allem Überfluss stellt sich heraus, dass der Versuch, Kunststoffe durch Alternativen zu ersetzen, weil Kunststoffe aus fossilen Brennstoffen hergestellt werden, zu höheren Kohlendioxidemissionen führen könnte – dem gefürchteten Gas, über das sich die Alarmisten am meisten Sorgen machen.

Objektive Daten belegen nicht, dass der Klimawandel heute eine Krise auslöst, was bedeutet, dass wir Zeit haben, die richtige Technik zu finden. Das kann durch Verbesserungen bei bestehenden so genannten grünen Energietechnologien geschehen, aber auch durch völlig neue, noch unentdeckte Energiequellen. Wie dem auch sei, da es keine drohende Klima-Apokalypse gibt, ist es nicht gerechtfertigt, den Einsatz von Energietechnologien vorzuschreiben, die laut Forschung und Erfahrung umweltschädlich und unsicher sind.

Sources: Scottish Daily Express; Principia Scientific; Climate Change Weekly; Climate Change Weekly; Rand Acoustics

Link: https://heartlanddailynews.com/2024/04/climate-change-weekly-504-climate-solutions-cause-environmental-damage-and-hazards/

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Katastrophale Folgen zeitigt die Windenergie auch noch in anderen Bereichen, wie die folgende Presseerklärung der GWPF zeigt:

Net Zero Watch bezeichnet neue Windpark-Subventionen als „obszön“

Das Green-Volt-Projekt könnte jährlich mit einer halben Milliarde Pfund subventioniert werden

Net Zero Watch hat das erstaunliche Ausmaß der Subventionen aufgedeckt, die ein in schottischen Gewässern geplanter Windpark erhalten soll. Der schwimmende Offshore-Windpark Green Volt könnte seinen Geldgebern rund 500 Millionen Pfund pro Jahr an Subventionen einbringen. Das Projekt wurde letzte Woche von Marine Scotland offiziell genehmigt.

Da es sich um einen schwimmenden Windpark handelt, kommt er für wesentlich höhere Subventionen in Frage als Windparks mit festem Boden oder an Land. Zu Beginn der jüngsten Subventionsauktion gab die Regierung bekannt, dass sie den Höchstpreis für schwimmende Windparks auf etwa 240 Pfund pro Megawattstunde [1] angehoben hat, was etwa dem Vierfachen der derzeitigen Marktpreise entspricht. Wenn der gesamte Windpark auf diesem Niveau subventioniert wird, werden die Verbraucher wahrscheinlich mehr als 500 Millionen Pfund pro Jahr an Subventionen zahlen müssen [2].

Andrew Montford, Direktor von Net Zero Watch, sagte dazu:

In einer Zeit, in der Familien ohnehin schon zu kämpfen haben, ist das obszön. Es ist klar, dass die Regierung völlig die Kontrolle verloren hat und die Industrie für erneuerbare Energien sich einfach Blankoschecks ausstellt, wann immer sie will.

Anmerkungen für Redakteure

[1] In Preisen von 2024. Differenzverträge werden zu Preisen von 2012 vergeben und dann um die Inflation angehoben. Der angekündigte Preis für Offshore-Kapazitäten betrug 176 £/MWh, was 243 £ in aktuellen Preisen entspricht.

[2] Eine Subvention in dieser Höhe würde voraussetzen, dass Greenvolt in mehreren aufeinanderfolgenden CfD-Auktionen erfolgreich ist.

[3] Basierend auf dem Kapazitätsfaktor, den der bestehende schwimmende Windpark Hywind erreicht hat.

[4] Ungefährer Durchschnitt seit Anfang Februar.

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Die Kohlendioxid-Erwärmungstheorie ist falsch – Teil 1

Das zeigt uns der Deutsche Wetterdienst mit seinen April-Temperaturwerten. Teil 1

Von Matthias Baritz, Josef Kowatsch

  • CO₂ steigt seit 140 Jahren
  • Die Apriltemperaturen des DWD halten sich nicht an die CO₂-Anstiegskurve
  • Bis 1987 starke Abkühlung, dann der Temperatursprung, dann die Weitererwärmung
  • Der „Klimawandel“ begann in Mittel- und Westeuropa erst 1987/88
  • Viele Ursachen haben zur angenehmen Erwärmung seit 1988 geführt
  • Mit dem weltweit anthropogen erzeugten und täglich zunehmendem Wärmeinseleffekt (WI) ist der Mensch beteiligt an der gemessenen Erwärmung.

Der April macht was er will. Das galt besonders für 2024, die erste Monatshälfte frühlingshaft warm, die 2.Hälfte genau das Gegenteil. Schuld war die Windrichtungsänderung kurz vor der Monatsmitte. Von Süd auf Nord. In vielen Gegenden Deutschlands kam der Winter zurück zum Leidwesen der bereits erwachten Natur, siehe Titelbild.

Der DWD registriert mit seinen 2500 Messstationen an seinen heutigen im Vergleich zu früher viel wärmeren Standorten diesen April 2024 mit etwa 9,8°C. Wir wollen diesen April in die langen DWD-Temperaturreihen einordnen. Und zwar ohne Wärmeinselbereinigung. Man muss wissen, im April ist die WI-wirkung bei den Wetterstationen besonders hoch. Gleichzeitig überprüfen wir die mainstram-Behauptung, dass allein Treibhausgase, insbesondere anthropogenes CO₂ eine Erwärmung seit Aufzeichnungsbeginn bewirkt haben sollen, gemäß dieser internationalen Definition: Der Begriff Klimawandel bezeichnet langfristige Temperatur- und Wetterveränderungen, die hauptsächlich durch menschliche Aktivitäten verursacht sind, insbesondere durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe.

So ist das „Treibhausgas“ Kohlendioxid stetig seit 140 Jahren gestiegen.

Abb. 1: Steiler und stetiger CO₂-Anstieg in der Atmosphäre, vor allem seit 1970

Und wie verhalten sich die DWD-Apriltemperaturen? Wir betrachten zwei völlig unterschiedliche Zeiträume.

Zeitraum 1 der Apriltemperaturen

Abb.2: Die Aprilzeitreihe beginnt 1885 bis 1987 also über 100 Jahre. Wie zu erwarten, ein ständiges Auf und Ab mit warmen und kalten Aprilmonaten. Um 1945 erkennen wir einige warme Apriljahre. Insgesamt ist die Trendlinie jedoch eine Horizontale.

Ergebnis: Über 100 Jahre lang keinerlei Aprilerwärmung in den Original-DWD-Temperaturreihen.

Wie aus der Grafik 1 ersichtlich sind in diesem Zeitraum die CO₂-Konzentrationen jedoch gestiegen. Und das hatte keinerlei Wirkung.!!!

Anmerkung. In Wirklichkeit sind die Apriltemperaturen sogar leicht gefallen, wenn man die Zunahme der Wärmeinseleffekte bei den Messstationen herausrechnen würde.

Betrachten wir die Grafik 2 nun näher, dann erkennen wir einen leichten Anstieg bis um die Jahrhundertmitte, dann einen leichten Abfall, was vollkommen dem CO₂-Erwärmungseffekt widerspricht. Die folgende Grafik ab 1943 bis 2024 zeigt noch mehr Überraschungen.

Abb. 3: Der Aprilverlauf seit 1943 bis heute, gezeichnet nach den Original-DWD-Temperaturreihen.

Ergebnisse: 3 außergewöhnliche Ereignisse

  1. Starke Aprilabkühlung von 1943 bis 1987, siehe auch negative Trendlinie
  2. Starker Temperatursprung 1987 auf 1988 von deutlich über einem Grad
  3. Starke Weitererwärmung ab 1988 bis heute

Zum Temperatursprung: Er fand in ganz Mittel- und Westeuropa statt. In Holland wurden die Gründe des Temperatursprunges genauer in dieser Arbeit bereits vor 2 Jahren veröffentlicht. Zitat aus der Introduction: „This warming has not taken place uniformly: there is a jump around 1988“

Wissenschaftliche Erkenntnis: Eine Kohlendioxidwirkung ist auch dem DWD-Verlauf nicht erkennbar. CO₂ kann nicht über 40 Jahre lang stark abkühlend wirken, dann mit der Gründung des Weltklimarates plötzlich aufgeschreckt werden und einen Temperatursprung verursachen und dann wach bleiben und erst ab 1988 wirken.

Solche variablen Gaseigenschaften angeblicher Treibhausgase gibt es nicht. Sie werden nirgendwo an Unis gelehrt oder in Physikbüchern beschrieben.

Das Treibhauserwärmungsmodell der bezahlten Wissenschaft und der Politik ist ein Geschäftsmodell. Es handelt sich um eine bewusst geplante Panikmache, die unser Geld will.

Anzumerken ist nochmals, dass die Deutschlandtemperaturen vor 140 Jahren mit ganz anderen Wetterstationen an ganz anderen Plätzen erfasst wurden. Damals standen die Wetterhütten bevorzugt an den Nordseiten von Klöstern, Forsthäusern am Waldrand, einsamen Gutshöfen in freier Landschaft oder bei Bahnwärterhäuschen auf freier Strecke. Seit gut 20 Jahren werden die Tagestemperaturen der einzelnen Stationen an viel wärmeren Plätzen, sogenannte Wärmeinseln nach ganz anderen Messerfassungs-Methoden aufgezeichnet. Insbesondere seit 2001 erfolgt seitens des DWD ein Stationsaustausch und eine Erhöhung der Warm-Wetterstationen. Vor allem höher gelegene kalte Wetterstationen wie jüngst Mittenwald wurden stillgelegt.

Wir haben das Wärmer machen der deutschen Temperaturreihen durch Stationsaustausch in vielen Artikeln bei EIKE erklärt. z.B. hier.

Insbesondere auf die Abb. 3 und Abb. 4 des links soll hingewiesen sein. Trotz allem gilt: Die Klimaerwärmung begann in Mittel- und Westeuropa erst 1987 mit einem Temperatursprung. Erst seit 1988 bis heute wurde es wärmer, wenn auch nicht in der vom DWD ermittelten Steigungsformel, sondern etwas moderater.

Das zeigen uns auch andere, seit 1988 nicht wärmend veränderte Einzel-Wetterstationen mit ihren geringeren Steigunsformeln, z.B. Gießen

Grafik 4: Bis 2005 war die Wetterstation südöstlich des heutigen Standorts auch im freien Feld, allerdings mehr am Ortsrand gelegen. Aufgrund der Bebauung hat der DWD die Station verlegt, damit wieder vergleichbare Verhältnisse herrschen. Sie befindet sich nun unweit entfernt zwischen der Gießener Weststadt und Wettenberg in der Nähe des Umspannwerkes.

Erg: Die April-Erwärmung seit 1988 fällt viel schwächer aus als beim DWD-Gesamtschnitt. (nur 0,13°C/Jhzt). Ähnliches gilt auch für andere Wetterstationen wie Amtsberg, Memmingen, Dachwig, Zeitz, Rosenheim, Nauen-Berge usw. (WI-Hof dagegen 0,45°C/Jhzt)

Feststellung: Es gibt keinerlei Übereinstimmung zwischen dem Anstieg der CO₂-Konzentationen und dem Apriltemperaturverlauf in Deutschland. Der Begriff Treibhausgas ist eine unsinnige Begriffserfindung, der die CO₂-Erwärmungslüge bereits im Namen führt.

Der gleichzeitige CO₂-Konzentrationsansteig und der DWD-Temperaturanstieg seit 1988 bis heute ist eine Zufallskorrelation.

Richtig bleibt aber die Feststellung: Der Klimawandel, d.h. die Erwärmung begann in Mitteleuropa erst 1988 und nicht seit der Industrialisierung!!!!

Wenn nicht Kohlendioxid die Aprilerwärmung verursacht hat, was dann?

Die richtige Erklärung, wir finden mindestens 5 Gründe der Aprilerwärmung seit 1988

1. Natürliche Ursachen: Rein statistisch haben die Südwestwetterlagen im April zugenommen und die nördlichen und östlichen Wetterlagen abgenommen. Das zeigt u.a. die Zunahme des Saharastaubes, der mit den Süd- und Südwestwinden zu uns getragen wird.

2. Die Zunahme der Sonnenstunden: Mit der Drehung der Windrichtung auf mehr südlichen Wetterlagen haben die Aprilsonnenstunden insgesamt zugenommen. Aber auch ein positives Ergebnis der gesetzlichen Luftreinhaltemaßnahmen. Mehr Sonnenstunden ist tagsüber einerseits eine natürlich Erwärmung, andererseits wird dadurch auch die Höhe des Wärmeinseleffektes gesteigert. Der WI-effekt ist deshalb seit 1988 stärker angewachsen, als im Zeitraum bis 1987

Abb. 5: Die Sonnenstundenzunahme hat wesentlich zu einem Anstieg der Apriltemperaturen seit 1988 beigetragen.

3. Der Wärmeinseleffekt: Die Standorte der DWD-Stationen sind aufgrund der Bebauung wärmer geworden, und sie werden weiter wärmer. Der WI-effekt ist vor allem nach der Einheit stark angestiegen, schon deswegen, weil die Sonnenstunden zugenommen und die Niederschläge abgenommen haben.

4. Abnehmende Niederschläge und damit weniger Kühlung, allerdings war der April 2024 ein Ausnahmejahr mit reichlich Niederschläge.

Abb. 6: Der Boden, vor allem die asphaltierten Flächen Deutschlands bleiben länger trocken, die Verdunstungskälte hat sich verringert im April.

Dazu nimmt die Flächenversiegelung in Deutschland laufend zu, was den Wärmeinseleffekt des ersten Frühlingsmonats ständig erhöht, (derzeit ist ein Siebtel der Gesamtfläche Deutschlands versiegelt) siehe Flächenversiegelungszähler.

5. Eine statistische Erwärmung. Die Erfassung in der Wetterhütte wurde abgeschafft und der Tagesdurchschnitt nach ganz anderen Methoden digital erfasst. Zudem wurden auch Wetterstationen durch Tausch an wärmere Plätze verlegt.

Nebenbei: Die Windhäufigkeit hat allgemein seit 1988 abgenommen wie Stefan Kämpfe in seiner acht Artikeln lange Reihe beschrieben hat. Schlecht für die Windräder bzw. für die alternative Stromerzeugung.

Sicherlich gibt es noch eine Vielzahl an weiteren Gründen, weshalb es in Mittel- und Westeuropa 1987/88 zu einem plötzlichen Temperatursprung mit anschließender Weitererwärmung kam. Wir rufen die Leser auf, noch weitere mögliche Gründe zu nennen und zur Diskussion zu stellen. So funktioniert der Wissenserwerb in der Wissenschaft.

Dass Kohlendioxid in den DWD-Temperaturreihen keine sichtbare Auswirkung hinterlässt, zeigt vor allem der folgende Teil, wir nehmen in die Betrachtung nun die T-max/T-min auf.

Unterschiedliche Entwicklung der Tag/Nachtemperaturen beim April

Der DWD bietet keinen Schnitt der Tag/Nachttemperaturen, erfasst als T-max und T-min seiner fast 2500 Wetterstationen an. Nur Einzelstationen. M. Baritz hat sich die zeitaufreibende unendliche Mühe gemacht und fast 540 repräsentativ herausgegriffene DWD-Stationen zu einem Deutschland-Schnitt seit 1947 zusammengefasst. Ein zeitlich weiteres Zurückgehen war leider nicht möglich, da erst nach Kriegsende genügend Wetterstationen vorliegen, die auch heute noch alle drei Parameter messen.

 

Abb. 7: Aufgetragen sind 2 Zeiträume, 1947 bis 1987, dann der Temperatursprung und ab 1988 bis heute. Außerdem 3 Grafikverläufe: Die obere graue Grafik fasst die T-max Temperaturen des Monats April, die mittlere braune Grafik die Tagesschnitte (24-Stunden) und die blaue Grafik die kältesten Nachttemperaturen, gemessen in T-min. Quellen: http://sklima.de/index.php,  https://www.dwd.de/DE/Home/home_node.html

Ergebnis: Vollkommen anderer Verlauf vor und nach dem Temperatursprung

T-max: bis 1987 stark fallend, Temperatursprung, seitdem stark steigend

Schnitt: deutlich fallend, Temperatursprung, danach deutlich steigend.

T-min: ab 1947, 40 Jahre fallend, Temperatursprung, danach nur noch leicht fallend.

Wichtige Erkenntnis, nach dem Temperatursprung 1987/88 wurden vor allem die Tage tagsüber wärmer, wozu sicherlich die Zunahme der Sonnenstunden stark beigetragen haben. Da auch im April nachts keine Sonne scheint, ist die nächtliche Abkühlung zumindest verständlich, wenn auch nicht restlos erklärbar.

Wo ist der CO₂-Treibhauseffekt in der Grafik 7 erkennbar? Antwort: Nirgendwo

  • An dem unterschiedlichen Verlauf der T-max/T-min Temperaturen hat der Deutsche Wetterdienst selbst den CO₂-Treibhauseffekt als Haupttreiber der Temperaturen widerlegt.
  • Die CO₂-Konzentration ist tagsüber und nachts gleich. Die Grafik 7 zeigt, dass die Aprilerwärmung seit 1988 aber nur tagsüber stattfand. (ähnlich wie bei allen Monaten im Sommerhalbjahr)

Dabei sollte doch laut dem RTL-Klimaexperten Christian Häckl der Treibhauseffekt nachts stärker wirken als tagsüber, hier seine Theorie ausführlich und verständlich beschrieben. Es gibt nur einen Nachteil: die Vorhersagen sind grottenfalsch, weil die Realität der DWD-Temperaturen das Gegenteil zeigt. Es ist aber auch zu dumm, wenn der DWD zwar die T-min/T-max erhebt, aber selbst nirgendwo eine Grafik anbietet und überzeugte Treibhausexperten dann ohne Beweis irgendwas behaupten dürfen.

Deswegen ist auch die mainstream-Definition für Klimawandel grottenfalsch, die behauptet, dass in der Neuzeit allein das vom Menschen ausgestoßene CO₂ zu der neuzeitlichen Klimaerwärmung geführt hat.

Richtig ist: Klimaänderungen gibt es immer, die jetzige begann in Mittel- und Westeuropa durch einen Temperatursprung 1987 auf 1988 mit anschließender Weitererwärmung. Falsch ist die Behauptung: Seit der Industrialisierung, siehe Grafik 1und 2. Diese starke Erwärmung fand jedoch vorwiegend am Tage und im Sommerhalbjahr statt. Fünf weitere Gründe dieser Erwärmung haben wir weiter vorne im Artikel genannt. Und anhand der Grafiken auch bewiesen, dass CO₂ allerhöchstens in homöopathischen Dosen wirken kann.

Ein möglicher siebter Grund für die Aprilerwärmung bzw. zur allg. Wetterbeeinflussung seit 1988 soll hier nur zur Information gestellt werden: das Geoengineering. Der Schweizer Dipl. Physiker Dr. rer. nat. Philipp Zeller beschäftigt sich schon 30 Jahre mit den Methoden des Geoengineerings. (fast 30 Jahre) In diesem Vortrag (45-Minuten) stellt er einige vor, die alle Anwendung finden.

Wer sich doppelt so lange damit beschäftigen möchte, derselbe Physiker, Vortrag nur wissenschaftlicher aufgebaut.

Allerdings hätten diese Maßnahmen die Temperaturen bei uns in Mittel- und Westeuropa erhöht, wo diese laut eigener Vorgaben doch zu einer Abkühlung führen sollten. Oder wird bewusst erhöht, um das Märchen einer CO₂-Treibhauserwärmung und die Klimahysterie zu erhalten? Hier geht es ums Geld, man will unser Geld.

Erkenntnis: Die DWD-Temperaturdatenreihen und damit der Deutsche Wetterdienst selbst widerlegen die starke Wirkung des CO₂-Treibhauseffektes:

Doch nicht nur der Deutsche Wetterdienst zeigt uns das durch seine Grafiken, auch andere Wetterstationen außerhalb Deutschlands haben einen ähnlichen Verlauf. Wie schon zu Beginn des Artikels erwähnt, bezieht sich dies auf ganz Westeuropa, beim April auch auf Nordeuropa.

Abb. 8: Die Erwärmung erfolgte erst ab 1988 nach dem Temperatursprung (hier knapp 1 K). Davor eine deutliche Abkühlung der Apriltemperaturen. Vergleiche den Temperaturverlauf aus Grafik 3 für Gesamtdeutschland: fast identische Trendgeraden! Selbst ein Parabelfit zeigt einen Temperaturanstieg erst Ende der 80er Jahre. Quelle: climatereanalyzer.org/

 

Abb 9: Gebietsmittel Skandinavien, Erwärmung setzt erst nach dem Temperatursprung 87/88 ein. Quelle: wie Abb. 8

Abb. 10: Auch hier in Zentralengland gleich verlaufende Trendgeraden wie in Deutschland, vgl, Abb.7 Quelle: Met. Office UK

Ein Blick in die Antarktis: überhaupt kein Trend beim April:

Abb. 11a: Man beachte die Riesenfläche über den Antarktiskontinent hinaus ins Meer, besser gesagt in die umgebende Meer-Eisfläche hinein. Bei einem Schnitt von -18°C in den letzten 44 Jahren kann kein Eis schmelzen, dazu ist die Trendlinie seit 40 Jahren noch leicht negativ.

Abb. 11b: Nur eine leichte Erwärmung bei der Station Neumayer von gut 0,3 °C in über 40 Jahren. Die Antarktis kühlt sogar leicht ab im gesamten Gebietsmittel. Quellen für 11a DWD, 11b. Quelle: climatereanalyzer.org/

Gesamtergebnis: CO₂ macht kein Klima heiß egal ob der derzeitige Anstieg hauptsächlich menschenbedingt ist oder natürlichen Ursprunges. Diese Definition ist somit absolut falsch: Der Begriff Klimawandel bezeichnet langfristige Temperatur- und Wetterveränderungen, die hauptsächlich durch menschliche Aktivitäten verursacht sind, insbesondere durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe

Genauso falsch ist die derzeit von der (grünen) Regierung betriebene Klimapanik und die CO₂-Einsparungspolitik um jeden Preis. Sie ruiniert unser Land.

Wir brauchen mehr CO in der Atmosphäre

Eine positive Eigenschaft hat die CO-Zunahme der Atmosphäre. Es ist das notwendige Wachstums- und Düngemittel aller Pflanzen, mehr CO führt zu einem beschleunigten Wachstum, steigert die Hektarerträge und bekämpft somit den Hunger in der Welt. Ohne Kohlendioxid wäre die Erde kahl wie der Mond. Das Leben auf der Erde braucht Wasser, Sauerstoff, ausreichend Kohlendioxid und eine angenehm milde Temperatur. Der optimale CO-gehalt der Atmosphäre liegt etwa bei 800 bis 1200ppm, das sind etwa 0,1%. Nicht nur für das Pflanzenwachstum, sondern auch für uns eine Art Wohlfühlfaktor. Von dieser Idealkonzentration sind wir derzeit weit entfernt. Das Leben auf der Erde braucht mehr und nicht weniger CO in der Luft. Untersuchungen der NASA bestätigen dies (hier oder hier hier)und vor allem dieser Versuchsbeweis.

Kohlenstoffdioxid ist überhaupt kein Klimakiller und schon gar kein Giftstoff. Derartige Behauptungen sind eine bewusste Lüge. Das Leben auf dem Raumschiff Erde ist auf Kohlenstoff aufgebaut und CO ist das gasförmige Transportmittel, um den Wachstumsmotor Kohlenstoff zu transportieren. Wer CO vermindern will, versündigt sich gegen die Schöpfung dieses Planeten.

Es wird Zeit, dass endlich Natur- und Umweltschutz in den Mittelpunkt des politischen Handelns gerückt werden und nicht das teure Geschäftsmodell Klimaschutz, das keinerlei Klima schützt, sondern über gesteuerte Panik- und Angstmache auf unser Geld zielt. Gegen die Terrorgruppe „letzte Generation“ muss mit allen gesetzlich erlaubten Mitteln vorgegangen werden, da die Gruppe keine Natur- und Umweltschützer sind, sondern bezahlte Chaosanstifter. Ebenso gegen die panikverbreitende Politik und Medien. Abzocke ohne Gegenleistung nennt man das Geschäftsmodell, das ähnlich wie das Sündenablassmodell der Kirche im Mittelalter funktioniert – ausführlich hier beschrieben. Nur mit dem Unterschied, dass man uns das Geld automatisch in Form von Steuern aus der Tasche zieht. Ein Aufstand der Anständigen ist unbedingt und schnell erforderlich.

Es wird Zeit, dass endlich Natur- und Umweltschutz in den Mittelpunkt menschlichen Handelns gestellt werden. Die Erhaltung der natürlichen Vielfalt von Pflanzen und Tieren sollte ein vorrangiges Ziel sein und nicht diese unseriöse Panikmache von Medien im Verbund mit gut verdienenden Klimaangst-Schwätzern wie z.B. die Professoren Quaschnig/Lesch/Rahmstorf/Schellnhuber/Latif und anderen von uns in der Politik agierenden und teuer bezahlten fabulierenden Märchenerzählern.

Wir alle sind aufgerufen, jeder auf seinem Weg und nach seinem Können die derzeitige Klima-Panikmache und die Verteufelung des lebensnotwendigen Kohlendioxids zu bekämpfen. Ein Umdenken in der Bevölkerung und bei den Kirchen ist schnellstens erforderlich, um den völlig unsinnigen CO₂-Reduzierungsmaßnahmen der grünen Klimapolitik ein Ende zu bereiten.

Josef Kowatsch, Naturbeobachter, aktiver Naturschützer, unabhängiger, weil unbezahlter Klimaforscher

Matthias Baritz, Naturwissenschaftler und Umweltschützer.

 




Umweltschützer schweigen zu den Gräueltaten an Mensch und Umwelt

Ronald Stein

Obwohl Wind- und Solarenergie kein Kohlendioxid ausstoßen, kommt es in China, Afrika, der Türkei, Argentinien, Bolivien und Chile zu erheblicher Umweltzerstörung und menschlichen Gräueltaten. Die Materialien für EV-Batterien und für die Erzeugung von Strom aus Windturbinen und Solarmodulen erfordern den Abbau wichtiger Mineralien und Metalle in großem Umfang, von denen viele in Ländern wie China und der Demokratischen Republik Kongo abgebaut und veredelt werden, in denen Menschenrechtsverletzungen gegen Bergleute an der Tagesordnung sind und der Umweltschutz nur begrenzt gewährleistet ist.

Umweltschützer haben einen Tunnelblick auf die wohlhabenderen Länder auf diesem Planeten, die sich die Kosten für Vorschriften leisten können, damit die Umweltbewegung große Batterien für Elektroautos, Lastwagen und Busse benötigt und Strom gelegentlich durch Windturbinen und Sonnenkollektoren erzeugt werden kann; dieser Tunnelblick ist heuchlerisch, unethisch und unmoralisch.

● China kontrolliert 80 % des weltweiten Angebotsmonopols an Seltenerdmineralien und -metallen im Würgegriff.

● Der Kongo in Afrika ist eine 90 %ige Quelle für unverzichtbares Kobalt.

● Lithium: Das Teile Argentiniens, Boliviens und Chiles umfassende Lithiumdreieck birgt mehr als 50 % der weltweiten Lithiumvorräte.

● Graphit: Auf der Basis aller Komponenten einer EV-Batterie macht Graphit etwa 25 % bis 28 % der gesamten EV-Batterie aus. Die Türkei verfügt über die größten Graphitreserven, gefolgt von Brasilien und China. Auf diese drei Länder zusammen entfallen 66 % der geschätzten weltweiten Graphitreserven.

Heute wiegt eine typische EV-Batterie 1000 Pfund und enthält folgende Rohstoffe:

● 25 Pfund Lithium,

● 60 Pfund Nickel,

● 44 Pfund Mangan,

● 30 Pfund Kobalt,

● 200 Pfund Kupfer und

● 400 Pfund Aluminium, Stahl und Kunststoff.

● Im Inneren befinden sich über 6.000 einzelne Lithium-Ionen-Zellen.

Es sollte jeden beunruhigen, dass all diese „Blutmineralien“ an Orten auf der Welt abgebaut werden, die Umweltschützer, politische Entscheidungsträger oder Käufer von Elektrofahrzeugen nie zu Gesicht bekommen.

Für die Herstellung einer Elektroauto-Batterie müssen zum Beispiel 25.000 Pfund Lithium-Sole, 30.000 Pfund Kobalt-Erz, 5.000 Pfund Nickel-Erz und 25.000 Pfund Kupfer-Erz verarbeitet werden. Alles in allem müssen für eine einzige Tesla-EV-Batterie mehr als 500.000 Pfund an Materialien irgendwo auf der Welt verarbeitet werden.

Eine Batterie für einen schweren Elektro-Lkw kann bis zu 16.000 Pfund wiegen, das ist 16 Mal mehr als die Tesla-Batterie! Für eine einzige LKW-Batterie müssen 8.000.000 Pfund Erde ausgehoben werden. Das ist erstaunlich – 8 Millionen Pfund Erde für jede Lkw-Batterie auszugraben!

Elektroautos werden in mehrfacher Hinsicht stark subventioniert: durch direkte Steuervorteile auf Bundes- und Landesebene für die Käufer, durch staatliche Kreditanreize für die Hersteller und durch zusätzliche Produktionskosten, welche die Käufer von Benzinfahrzeugen aufbringen müssen.

Sowohl in China als auch in Afrika gibt es nur minimale Arbeits- und Umweltgesetze, was zu weitreichender Umweltzerstörung und menschlichen Grausamkeiten führt, die „saubere“ EV-Batterien unterstützen. Sowohl Lithium als auch Kobalt, die Hauptbestandteile von Elektroauto-Batterien, sind im Periodensystem der gefährdeten Elemente als nur noch begrenzt verfügbar oder aufgrund der zunehmenden Nutzung als zunehmend bedroht eingestuft.

Es scheint sowohl unethisch als auch unmoralisch zu sein, China und Afrika weiterhin finanziell zu ermutigen, „ihre“ Armen mit gelber, brauner und schwarzer Haut auszubeuten und die Umweltzerstörung „ihrer“ Landschaften finanziell zu unterstützen, nur um saubere EV-Batterien in „unseren Hinterhöfen“ zu fördern.

Die Sicherheit von Lithium-Ionen-Batterien ist ein heikles Thema. Wenn sie durchstochen, gequetscht oder überhitzt werden, können sie einen Kurzschluss erleiden, in Brand geraten oder sogar explodieren. Wenn das passiert, kann es sehr unangenehm werden. Brände von Elektroautobatterien können Temperaturen von über 1.000 Grad erreichen und giftige Gase freisetzen. Schlimmer noch: Sie können weder mit Wasser noch mit normalen Löschmitteln gelöscht werden. Bei möglichen Bränden von Elektroautobatterien in Fahrzeugen:

> Wer übernimmt die Verantwortung für die Versicherung des sicheren Transports der Batterien von den ausländischen Herstellern zu den amerikanischen Häfen, die Frachtschiffe oder die Hersteller?

> Wer übernimmt die Verantwortung für die Versicherung der möglichen Schäden, die durch einen solchen Brand in einer Garage, einem Büro- oder Wohngebäude, einer Tiefgarage oder einem Autobahntunnel entstehen?

Das kürzlich erschienene Buch „Clean Energy Exploitations – Helping Citizens Understand the Environmental and Humanity Abuses That Support Clean Energy“ [etwa: Ausbeutung sauberer Energie – Hilfe für die Bürger zum Verständnis der Umwelt- und Menschenrechtsverletzungen bei der Förderung sauberer Energien] wurde für den Pulitzer-Preis nominiert. Das Buch befasst sich mit der mangelnden Transparenz der Auswirkungen der grünen Bewegung auf die Ausbeutung der Menschheit in den Entwicklungsländern, in denen die exotischen Mineralien und Metalle abgebaut werden, die für die Herstellung der zur Speicherung „grüner Energie“ benötigten Batterien benötigt werden. In diesen Entwicklungsländern haben diese Bergbauaktivitäten unverhältnismäßige Auswirkungen auf einkommensschwache Gemeinden, beuten Kinderarbeit aus und sind für die ungeheuerlichsten Menschenrechtsverletzungen an gefährdeten Minderheiten verantwortlich. Außerdem zerstören diese Betriebe durch die Umweltzerstörung direkt den Planeten.

Kurz nach der Nominierung von „Clean Energy Exploitations“ für den Pulitzer-Preis bestätigte Präsident Biden die Botschaft des Buches, dass es so etwas wie eine saubere Lieferkette für Mineralien und Metalle aus weniger entwickelten Ländern nicht gibt. Alle sind in unterschiedlichem Maße von Missbrauch betroffen, darunter Sklaverei, Kinderarbeit, Zwangsarbeit, Schuldknechtschaft, Menschenhandel, gefährliche und giftige Arbeitsbedingungen, niedrige Löhne, Verletzungen und Tod sowie unkalkulierbare Umweltschäden, als die Regierung Biden am 4. Oktober 2022 erklärte, dass Batterien aus China möglicherweise durch Kinderarbeit belastet sind. Andere Regierungschefs sind jedoch der Meinung, dass Nullemissionen um jeden Preis wichtiger sind als die Umwelt- und Menschenrechtsverletzungen, welche die „saubere“ Elektrizität unterstützen.

Von den sechs Verfahren zur Stromerzeugung kann die gelegentlich erzeugte Elektrizität aus Wind und Sonne nicht mit der kontinuierlichen, unterbrechungsfreien Elektrizität aus Wasserkraft, Kernkraft, Kohle oder Erdgas konkurrieren:

> Wind und Sonne erzeugen nur gelegentlich Strom.

> Wasserkraft, Kernkraft, Kohle und Erdgas erzeugen kontinuierlichen, unterbrechungsfreien Strom.

Ich finde es sowohl amüsant als auch krank, dass dreiundzwanzig Staaten sich zum Ziel gesetzt haben, bis 2050 auf 100 Prozent „sauberen“ Strom umzusteigen. Der Elefant im Raum, über den kein Entscheidungsträger sprechen will, ist dieser:

> Gelegentlich erzeugter Strom aus Wind- und Sonnenenergie KANN NICHT die Computer in Krankenhäusern, Flughäfen, Büros, Produktionsstätten, Militärstandorten, Datenzentren und Telemetrie unterstützen, die alle eine kontinuierliche, unterbrechungsfreie Stromversorgung benötigen.

> Weder der gelegentliche Strom aus Windturbinen noch Solarpaneele können die Versorgungskette von Produkten aus Erdöl ersetzen, welche die Grundlage unserer materialistischen Gesellschaft bilden, die von den 8 Milliarden Menschen auf diesem Planeten gefordert wird, da Wind und Sonne NICHTS herstellen können.

Bitte geben Sie diese Informationen an Ihre Freunde weiter, um Gespräche über Energiekompetenz in der Familie zu fördern.

Link: https://www.cfact.org/2024/04/24/environmentalists-silent-on-human-and-environmental-atrocities/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Törichte Grüne und Aufsichtsbehörden bedrohen die Wiederbelebung der Kernenergie

Duggan Flanakin

Trotz ihres Engagements für „kein Gas, Öl oder Kohle mehr“ hat Friends of the Earth eine Kampagne gegen einen der „grünsten“ Gouverneure der Nation, Gavin Newsom aus Kalifornien, gestartet. Ihr Ziel? Das US-Energieministerium soll davon abgehalten werden, 1 Milliarde Dollar für den Weiterbetrieb des Kernkraftwerks Diablo Canyon (dort gibt es kein Gas, Öl oder Kohle) über das geplante Datum der Stilllegung im Jahr 2025 hinaus bereitzustellen.

Newsom, dessen Politik zu den weltweit aggressivsten gegen mit Benzin und Diesel betriebene Fahrzeuge und Geräte gehört, erklärte letztes Jahr, dass „das Diablo Canyon-Kraftwerk wichtig ist, um die Energiezuverlässigkeit zu unterstützen, während wir die Fortschritte bei der Erreichung unserer Ziele für saubere Energie und den Klimaschutz beschleunigen.“ Diablo Canyon liefert heute fast ein Zehntel des kalifornischen Stromes.

Die treffend benannte FOE behauptet, dass „die Umweltauswirkungen einer Verlängerung der Lebensdauer dieses alternden Kraftwerks zum jetzigen Zeitpunkt nicht angemessen berücksichtigt oder der Öffentlichkeit gegenüber offengelegt wurden.“ Auch andere Gruppen verbreiten Angst vor der Kernenergie. Doch das bei weitem größte Hindernis, das die Kernenergie-Befürworter überwinden müssen, liegt innerhalb der US-Bundesregierung.

Während die Kernenergie etwa 20 % des in den USA erzeugten Stromes ausmacht und bis 2023 fast die Hälfte des kohlenstofffreien Stromes der Nation liefert, muss die Nuclear Regulatory Commission laut einem neuen Bericht des Government Accountability Office mögliche Auswirkungen des Klimawandels auf die meist alternden Kernkraftwerke der Nation stärker berücksichtigen.

Die Botschaft? Dem GAO-Bericht zufolge reichen die klimabedingten Gefahren für Kernkraftwerke von verschärften Dürreperioden, die die für die Kühlung der Reaktoren benötigten Wasservorräte austrocknen, bis hin zum Anstieg des Meeresspiegels und Überschwemmungen durch Sturmfluten. Trotz ihrer behördlichen Stumpfheit sollte die NRC dem Bericht zufolge neben den historischen Daten, auf die sie sich stützt, auch „Daten“ aus künftigen Klimaprojektionen (Schreckensszenarien?) in Sicherheitsrisiko-Bewertungen einbeziehen. All dies verursacht Kosten.

Douglas McIntyre, der ehemalige Chefredakteur von 24/Wall St., sagte letzten Monat, dass trotz der offensichtlichen Notwendigkeit der Kernenergie „viele Amerikaner, vielleicht in Erinnerung an Three Mile Island, nicht wollen, dass die Kernenergie Teil der Lösung ist“. Und eine aktuelle Umfrage von Pew Research ergab, dass „Kritiker die hohen Kosten von Kernkraftwerksprojekten und die Komplexität des Umgangs mit radioaktiven Abfällen hervorheben.“

Im Gegensatz dazu hat das US-Energieministerium argumentiert, dass die USA zusätzliche 550 bis 770 Gigawatt an sauberer, stabiler Kapazität benötigen, um netto null Kohlendioxidemissionen zu erreichen, und dass die Kernkraft eine der wenigen bewährten Optionen ist, die diesen Bedarf decken kann. Darüber hinaus schaffen Kernkraftwerke gut bezahlte Arbeitsplätze, die vor allem den von der Energiewende am stärksten betroffenen Gemeinden zugute kommen.

Diese gegensätzlichen Botschaften des DOE und der NRC werden in einem kürzlich erschienenen Artikel des Mitbegründers von ThorCon International, Robert Hargraves, hervorgehoben, der unverblümt feststellte, dass die USA keine kommerziellen Kernkraftwerke bauen – während 16 andere Nationen dies tun – „weil die NRC- und EPA-Regulierungsbehörden so falsch über Strahlung informiert sind.“

Die Überregulierung ist wahrscheinlich der Grund für das Scheitern des 462-Megawatt-Projekts mit sechs Reaktoren, das NuScale in Zusammenarbeit mit Utah Associated Municipal Power Systems im Rahmen der DOE-Initiative Carbon Free Power für kleine modulare Reaktoren geplant hatte. Mehrere Städte zogen sich zurück und ließen das Projekt scheitern, als der geschätzte Strompreis von 58 Dollar pro Megawattstunde (MWh) auf 89 Dollar/MWh stieg.

Fehlgeleitete Sicherheitsannahmen haben einen so komplexen Regulierungsdschungel geschaffen, dass das Startup Atomic Canyon KI anbietet, um Antragstellern bei der Navigation durch die 52 Millionen Dokumente umfassende Datenbank der NRC zu helfen. Hargraves warf den US-Kernenergiebehörden vor, dass sie keine Daten über die Auswirkungen der Kernenergiestrahlung auf die menschliche Gesundheit analysieren, sondern sich auf einen Gruppenkonsens stützen, der in den 1950er Jahren von Genetikern in die Irre geführt wurde, die nach Zuschüssen suchten.

Jahrzehntelang behaupteten diese Genetiker, die Strahlenschäden an den Chromosomen würden zunehmen. Doch als die Kinder der Überlebenden der Atombombenangriffe von Nagasaki und Hiroshima keine derartigen Auswirkungen zeigten, gingen die Anti-Atom-Wissenschaftler dazu über, die Auswirkungen auf Krebs zu behaupten. Und ein großer Fehler in ihrer Analyse ist es, der die Kosten der Kernenergie in die Höhe schnellen ließ.

Obwohl Studien an diesen Überlebenden keine erhöhte Krebsrate bei Personen ergaben, die weniger als 0,1 Gray (Joule absorbierte Energie pro Kilogramm Gewebe) erhielten, setzten die Regulierungsbehörden die Grenzwerte für die öffentliche Strahlung um das Hundertfache niedriger an, wobei sie fälschlicherweise die kumulierte Dosis und nicht die Dosisleistung begrenzten. In der realen Welt würde eine maximale Tagesdosis von 0,02 Gray (anstelle der derzeitigen maximalen kumulativen Jahresdosis von 0,001 Gray) eine große Sicherheitsmarge bieten.

Danny Ervin, Professor für Finanzen an der Salisbury University, zerstreut die Befürchtungen der Atomkraftgegner mit den Worten: „Die nächste Welle der Kernkraft kann nicht früh genug kommen.“ Zu dieser „nächsten Welle“ gehören skalierbare Kernkraftreaktoren, vor allem die von Bill Gates ins Leben gerufene TerraPower-Initiative. Diese fortschrittliche Anlage wird in Verbindung mit einem Salzschmelzen-Energiespeichersystem in der Lage sein, die Leistung in Spitzenzeiten für fast sechs Stunden zu erhöhen, und das bei voraussichtlichen Kosten von etwa 4 Milliarden Dollar.

Die Anlage wird von einem fortschrittlichen Natrium-Reaktor angetrieben, der mit flüssigem Natrium anstelle von Wasser gekühlt wird [womit eine Sorge der Kritiker ausgeräumt wird]. Mit einer Erzeugungskapazität bis zu 500 Megawatt wird es ausreichend Energie für etwa 400.000 Haushalte liefern.

Ebenso wichtig ist, dass der Standort des Kraftwerks, ein ehemaliges Kohlekraftwerk in Wyoming, eine einfache Integration in das bestehende Stromnetz ermöglicht und gleichzeitig die lokale Wirtschaft ankurbelt. Dies steht im Gegensatz zu Windturbinen und Solaranlagen, die oft weit entfernt von bestehenden Übertragungsleitungen stehen, eine riesige Grundfläche benötigen und intermittierend arbeiten, so dass eine Notstromversorgung erforderlich ist.

In England hat X-Energy in Zusammenarbeit mit der Babcock International-Tochter Cavendish vorgeschlagen, eine Anlage mit 12 Reaktoren zu entwickeln, in welcher der gasgekühlte Hochtemperaturreaktor Xe-100 des Unternehmens zum Einsatz kommen soll. Die Anlage in Teesside, die Anfang der 2030er Jahre in Betrieb gehen soll, ist die erste einer Flotte von bis zu 40 dieser 80-MWe-Kraftwerke an Standorten im gesamten Vereinigten Königreich, wie die Unternehmen hoffen.

Mick Gornall, Geschäftsführer von Cavendish Nuclear, ist stolz darauf, dass „eine Flotte von Xe-100-Kraftwerken erneuerbare Energien ergänzen kann, indem sie konstante oder flexible Energie liefert, Dampf zur Dekarbonisierung der Industrie erzeugt und Wasserstoff und synthetische Kraftstoffe für den Verkehr herstellt. Durch den Einsatz der Xe-100 würden außerdem landesweit Tausende hochwertige und langfristige Arbeitsplätze geschaffen.

Das uranreiche Nigeria glaubt, eine Lösung für das Problem der Entsorgung radioaktiver Abfälle gefunden zu haben, das die Kernkraftindustrie weltweit vor große Probleme stellt. Die Lösung beruht auf dem NST SuperLAT, den der Mitbegründer von NuclearSAFE Technology, Dr. Jimmy Etti-Williams, als „einen Durchbruch in der Entsorgung von Kernkraft-Rückständen“ bezeichnet.

SuperLAT wird, so Etti-Williams, Kernkraftabfälle verarbeiten, verpacken, verladen, lagern und in Behältern bis zu mehreren tausend Metern unter der Erde einlagern, wobei sie je nach Bedarf als Brennstoff für Reaktoren zur Erzeugung von Energie mit geringem Kohlenstoffausstoß entnommen werden können. Diese Technologie zur geologischen Entsorgung von Kernkraftabfällen wurde entwickelt, um Kernkraftabfälle zu isolieren und zu verdünnen, so dass sie den weltweiten Vorschriften entsprechen.

Die SuperLAT-Technologie sollte, so Etti-Williams, die Bedenken der Internationalen Atomenergiebehörde und anderer Interessengruppen in Bezug auf Unfälle, Leckagen oder Terrorgefahren bei der Lagerung von Kernkraftabfällen ausräumen. Er rühmt sich, dass Nigeria seine eigenen Uranfabriken haben kann, um seine eigenen und panafrikanischen Entwicklungsbemühungen zu fördern.

Es gibt ein altes Sprichwort, das erstmals 1902 im Puck’s Magazine erschien, mit der Botschaft: „Wer sagt, dass es nicht geht, sollte diejenigen nicht unterbrechen, die es tun.“ Nach Ansicht vieler ist es nun höchste Zeit, dass die Neinsager und Überregulierer aufhören, die Fortschritte in der Kernkraft zu unterbrechen.

Und auch in dieser Hinsicht gibt es gute Nachrichten. Nuclear Matters plant eine Online-Veranstaltung mit dem Titel „The Path to Progress: Modernizing the NRC“, die für den 2. Mai geplant ist.

Auf der Veranstaltung wird ein vierköpfiges Gremium unter der Moderation von John Kotek vom Nuclear Energy Institute die Dringlichkeit einer Modernisierung der NRC erörtern, um die Vorteile der Innovation in der Kerntechnik zu erschließen und die Kernkraftindustrie in den USA wiederzubeleben.

Die Anti-Atomkraft-FOEs (sic) werden wenig zu argumentieren haben, wenn sich diese und andere innovative Kernkraft-Projekte als erfolgreich und sicher erweisen, wenn sie in anderen Ländern – wie England und Nigeria – zum Einsatz kommen. Aber diejenigen, die zuverlässige, sichere und saubere Technologien zur Erzeugung des Stromes in den morgen benötigten Mengen suchen, werden nur dann zufrieden sein, wenn die archaischen Vorschriften so umformuliert werden können, dass sie ihnen entgegenkommen.

This article originally appeared at Real Clear Energy

Link: https://www.cfact.org/2024/04/19/goofy-greens-and-regulators-threaten-nuclear-revival/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Klimafanatismus siegt gegen Schweizer Demokratie

Fred F. Mueller

Die Schweiz hat es seit kurzem Schwarz auf Weiß: Unser Land, das auf seine direkte Demokratie mit Recht stolz ist, wurde wegen angeblichen Verstoßes gegen die Menschenrechte gleich zweifach verurteilt. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) wirft der Schweiz vor, sie verletze die Menschenrechte einer kleinen Gruppe von «Klimaseniorinnen». Diese behaupten, als ältere Frauen von einer Klimaerwärmung mehr gefährdet zu sein als andere Teile der Bevölkerung. Der Bundesrat, so wird im Urteil gefordert, müsse mehr für den Klimaschutz tun, indem der Ausstoß von CO2 noch weiter reduziert werde als bisher schon vorgesehen.

Bild 1. Historische Aufzeichnungen belegen, dass der Große Aletschgletscher ebenso wie viele andere Alpengletscher schon vor vielen Jahrhunderten vielfach vorstießen und sich wieder zurückzogen, ganz ohne menschliche CO₂-Emissionen (Foto: Dirk Beyer, Creative-Commons-Lizenz „Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 nicht portiert“)

Die übergriffige Anmaßung des EGMR

Der EGMR ist auf der Grundlage einer internationalen Konvention für die Einhaltung der Menschenrechte zuständig. Der entscheidende Punkt ist also zunächst, dass der EGMR sich unter Missachtung seiner eigentlichen Zuständigkeit das Recht zuspricht, den angeblich möglichen «Schutz» des Klimas als Menschenrechtsfall einzustufen und damit einzelne Staaten verurteilen zu dürfen. Gegen dieses eigenmächtige Vorgehen hat nur einer der Richter in einem Sondervotum protestiert. Er argumentiert, der EGMR missbrauche das Konzept des «Opferstatus», um den Ländern Europas einen neue «Hauptpflicht» aufzuerlegen, nämlich «Maßnahmen zu beschließen,…[welche]…«geeignet sind,….die Auswirkungen des Klimawandels abzuschwächen». Dies unter Hinweis darauf, dass es für diese Auffassung in der Europäischen Menschenrechtskonvention, welches die Aufgaben des EGMR definiert, keine Grundlage gibt.

Diese Tendenz, sich eigenmächtig Kompetenzen zuzusprechen, die in den Verträgen nicht enthalten sind, ist für europäische Institutionen typisch. Hier wie in anderen Fällen zeigt sich, dass die Schweiz gut beraten wäre, sich diesen deutlich erkennbaren Tendenzen in allem, was mit «EU», «EU-Kommission» und «europäische Gerichtsbarkeit» zu tun hat, möglichst nicht auszuliefern.

Der EGMR ignoriert die Wissenschaft

Eines der grundsätzlichen Prinzipien unserer Rechtsprechung lautet, dass bei einem Verfahren auch die Gegenmeinung zu berücksichtigen ist. Dies gilt auch dann, wenn die beklagte Seite selbst eine irrige Auffassung vertritt. Der EGMR hat etwas getan, wovor sich die Rechtsprechung seit hunderten von Jahren sorgsam hütet: Er maßt sich an, eine strittige naturwissenschaftliche Frage per Gerichtsurteil zu entscheiden. Die schandbare Verurteilung von Galileo Galilei, eines der wichtigsten Begründer der neuzeitlichen exakten Naturwissenschaften, hat gezeigt, dass sich Gerichte – weltliche genauso wie die damals dominierenden kirchlichen – aus den Naturwissenschaften heraushalten sollten. Heute fragt man sich erschüttert, wie blind die – damals kirchlich dominierte – Gerichtsbarkeit gegenüber den Erkenntnissen von Geistesgrößen wie Galileo, Kopernikus, Kepler und Giordano Bruno war. Letzterer kam sogar auf den Scheiterhaufen, Galilei wurde jahrelang unter Hausarrest gestellt und erst 1992 (!) rehabilitiert. Seither ist jeder Jurist gut beraten, sich nicht für berufen zu halten, naturwissenschaftliche Fragen qua Urteil zu entscheiden. Die damalige Gelehrtenmehrheit hatte unrecht, die wenigen Aufrechten hatten Recht. Die Juristerei hatte eine Lehre erhalten, an die sich die meisten Richter seither tunlichst hielten.

Das IPCC ist ein politisches und kein wissenschaftliches Gremium

Diese Lehre hat der EGMR ignoriert, indem er die Auffassungen des IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) zur einzig verbindlichen Grundlage der Klimawissenschaften hochstilisierte. Das IPCC ist ein politisches Gremium, das der Beeinflussung durch die Politik der mächtigsten Mitgliedsstaaten unterliegt. Die politische Natur seiner internen Abläufe zeigt sich beispielsweise daran, dass die Schlussfolgerungen der Gremien nicht mit wissenschaftlicher Eindeutigkeit, sondern mit Wahrscheinlichkeiten angegeben werden. Diese Wahrscheinlichkeiten werden nach aktuellen Mehrheiten und nicht nach naturwissenschaftlicher Korrektheit ausgekungelt. Die für die Politik entscheidenden Aussagen des mehr als 4.000 Seiten umfassenden Gesamtwerks werden in den separat erarbeiteten «Zusammenfassungen für Entscheidungsträger» nochmals von politisch motivierten Gruppen in ihrem Sinne beeinflusst.

Die CO2-Hypothese steht auf wackligen Füssen

Das ganze Konstrukt «Klimawandel allein durch CO2» ist unter Naturwissenschaftlern erheblich umstritten. Es gibt Tausende namhafte Wissenschaftler, darunter auch eine ganze Reihe von Nobelpreisträgern, die dies bezweifeln. Die Politik und die Medien haben sich allerdings des Themas bemächtigt und schreien jeden nieder, der nicht ihrer Meinung ist. In Büchern, Zeitschriften, Filmen, in der Schule und sogar schon in den Kindergärten wird uns eingehämmert, dass sich unser Klima katastrophal verändern würde, wenn wir den CO2-Anstieg in der Atmosphäre nicht begrenzen. Wer nicht daran glaubt, findet keine Anstellung.

Dabei ist nicht einmal eine akademische Ausbildung erforderlich, um die krassen Widersprüche der «das Klima wird durch das CO2 gesteuert»-Hypothese zu erkennen. Zahllose historische Aufzeichnungen über Unwetter, Dürren und sonstige Extremwetterereignisse beweisen, dass in den letzten ca. 1.500 Jahren in Europa mehrfach viel extremere Wetterkapriolen vorkamen als die, die uns in den Medien lautstark als «nie dagewesen» präsentiert werden. Geht man noch weiter zurück, dann ist festzustellen, dass unsere Atmosphäre auch bereits mehr als 6.000 ppm CO2 (statt wie heute ca. 420) enthielt, ohne dass das Leben Schaden nahm. Auch kann die CO2-Hypothse nicht erklären, warum wir zahlreiche Eiszeiten und Zwischeneiszeiten hatten. Und ebenso wenig kann sie begründen, warum die heutige Sahara noch vor 2.000 Jahren den Römern als fruchtbare Kornkammer dienen konnte. Nicht zu vergessen die zahlreichen alpinen Gletschervorstösse in historischer Zeit. Noch heute finden sich Aufzeichnungen darüber, dass die Kirchen damals Bittprozessionen abhielten, um diese Gefahren abzuwenden.

Der EGMR ist befangen

Der europäische Gerichtshof für Menschenrechte ist in Klimafragen darüber hinaus befangen, da er den Standpunkt des IPCC trotz klarer Hinweise auf Mängel zur Grundlage seines Urteils gemacht hat. Damit verstößt er eklatant gegen die Pflicht jedes Gerichts, sich im Falle offenkundiger Unstimmigkeiten der Beweisführung auch Gegenmeinungen zu berücksichtigen. Dass der Schweizer Staat selbst der Klimaargumentation des IPCC folgt, spielt hierbei unter juristischen Aspekten keine Rolle. Kein Richter darf einen Unschuldigen verurteilen, selbst wenn dieser sich aus welchen Gründen auch immer selbst eines Vergehens bezichtigt. Normalerweise wäre dies allein schon ein Grund, das Urteil anzufechten. Da der EGMR jedoch keine übergeordnete Instanz hat, können seine Urteile selbst angesichts solch offenkundiger Mängel nicht mehr angefochten werden. Ein Grund mehr für die Schweiz, sich nicht den diversen „unfehlbaren» europäischen Institutionen auszuliefern. Dieses Urteil ist nichts weiter als ein Frontalangriff auf die direkte Schweizer Demokratie, die den machtbesessenen Bürokraten aus Brüssel schon lange ein Dorn im Auge ist.

Dass die Schweiz zu diesen Themen eigenständige demokratische Entscheidungen, sogar gestützt auf Volksentscheide, getroffen hat, ist den Herren im Straßburger Gericht egal: Eine Anwältin, ein Häuflein älterer Damen und die gut gepolsterte Kriegskasse von Greenpeace genügen, um dem Land per EGMR-Urteil eine fremde Sicht der Dinge aufzuzwingen, egal was das Staatsvolk dazu denkt oder will. In Ziffer 560 der Urteilsbegründung wird sogar ausdrücklich erwähnt, dass es einen Volksentscheid gegen die Neufassung des CO2-Gesetzes gegeben hatte.

Bild 2. Die «Klimaseniorinnen – hier vor dem EGMR – wurden von Greenpeace aufgebaut, um der Schweiz zu schaden (Foto: Womenforwiki (wfw), Creative Commons Attribution-Share Alike 4.0 International)

Die Lächerlichkeit der Klage

Die sogenannten „Klimaseniorinnen» behaupten, als ältere Frauen vom Klimawandel gesundheitlich besonders betroffen zu sein und verlangen, dass der Schweizer Staat mehr gegen den «Klimawandel“ unternehme als bisher von Regierung und Volk gemeinsam beschlossen.

Das groteske an dieser Angelegenheit ist die Tatsache, dass die Schweiz im internationalen Vergleich in Sachen CO2-Emissionen geradezu ein Musterknabe ist. Laut Auflistung der englischsprachigen Wikipedia stösst die Schweiz weniger CO2 pro Kopf aus als der Weltdurchschnitt und gehört diesbezüglich unter den europäischen Nationen mit deutlichem Abstand zu den sparsamsten. Unter den mehr als 200 in der Wikipedia-Aufstellung aufgeführten Ländern ist die Schweiz mit Rang 75 weit unterhalb fast aller europäischen Industrienationen angesiedelt, Bild 3.

Bild 3. Jährlicher CO₂-Ausstoss pro Kopf in der Schweiz für das Jahr 2022 im Vergleich mit europäischen Ländern sowie den USA (Eigene Grafik mit Daten aus Wikipedia)

Wenn der nach Auskunft des SRF von Greenpeace extra aus übriggebliebenen alt-68erinnen zusammengestoppelte Verein es mit Klimafragen ernst meinen würde, müsste er sich zunächst einmal damit beschäftigen, wie es den älteren Frauen in den Ländern in Äquatornähe geht. Die Schweiz hat ein ausgesprochen mildes Klima, das höchstens im Tessin moderat mediterran ist. Die Menschheit ist weltweit genetisch recht homogen. Wenn es den älteren Frauen in Indien möglich ist, die dortigen Sommer lebend zu überstehen, sind die «Klimaseniorinnen» ganz bestimmt nicht in der behaupteten Lebensgefahr. Diese Argumentation ist so offenkundig an den grauen Haaren herbeigezogen, dass klar zu erkennen ist, dass es hier einzig darum geht, die Schweiz international an den Pranger zu stellen.

Gefahr für Demokratie und Wohlstand der Schweiz

Im täglichen Leben zeigt sich immer wieder die tiefe Wahrheit des Spruchs von Schiller, dass auch «der Frömmste nicht in Frieden bleiben» kann, «wenn es dem bösen Nachbar nicht gefällt». Die Schweiz hat durch ihre direkte Demokratie von ihren Altvorderen ein politisches Erbe erhalten, um das uns unsere Nachbarn reihum beneiden. Auch haben wir dank der intelligenten Kombination von Wasserkraft und Kernenergie einen Energiemix, der uns einen hohen Wohlstand bei zugleich weitgehender Autarkie ermöglicht. Selbst mit Blick auf die aktuelle Klimabewegtheit rundherum sind wir im Prinzip ein Musterknabe. Das Ausland sieht das mit Neid und Missgunst und möchte uns auf Biegen oder Brechen der Zwängerei der Brüsseler EU-Behörden unterwerfen. Und nach jahrelanger Vorbereitung hat man jetzt einen neuen Hebel gefunden, uns der Brüsseler Willkür zu unterwerfen. Dazu genügen: Der winzige Greenpeace-Verein, eine aktivistische Anwältin und das unerschöpfliche Geldsäckel der «Klima»-Bewegung.

Wie macht man ein störrisches Land fertig?

Schon Cäsar hat vorgemacht, wie man die reichen, aber untereinander uneinigen Gallier – zu denen auch unsere helvetischen oder argovischen Vorfahren gehörten – übertölpeln konnte. Dazu suchte er sich unter den zerstrittenen Stämmen Bundesgenossen und kam diesen dann bei den unausweichlichen Streitfällen mit der Übermacht seiner Legionen «zu Hilfe». Die Folge waren Elend und Sklaverei für die Besiegten.

Heute funktioniert das immer noch, wenn auch das Schwert durch die Juristerei ersetzt wurde. Wichtig ist, dass man in einem Land eine kleine, fanatische Gruppe als Verbündete gewinnen kann. Mit diesem Hebel kann man anschließend das Land insgesamt einkassieren. Schauen wir uns doch einmal die inländischen Akteure an, die in einem weiteren Beitrag des SRF vorgestellt wurden.

Die Advokatin

Da ist zum einen die Anwältin Cordelia Bähr, zu der folgendes geschrieben wird: «Mit 20 begann sie sich für Klima und Umweltprobleme zu interessieren». Und dabei sei ihr «die riesige Diskrepanz aufgefallen», sagt Cordelia Bähr: «Die große Kluft zwischen dem, was aus ihrer Sicht getan werden müsste, und dem, was effektiv getan werde». «Das hat mich immer angetrieben.» Wenn sie ein Problem sehe, dann mache sie etwas dagegen. «Ich kann nicht einfach die Ohren und Augen verschließen und das ignorieren und weiterleben wie vorher.»

Man beachte: Laut dieser Aussage interessiert sich die Anwältin nicht dafür, was der Rest der Bürger ihres Landes weiss oder möchte. Sie will vielmehr unbedingt das durchsetzen, was sie selbst für richtig hält. Demokratische Mehrheitsmeinungen sind für eine solche Mentalität eher hinderlich. Angesichts einer solchen Denkweise könnte einem fast das hässliche Wort «Fanatismus» in den Sinn kommen. Arm scheint sie dadurch auch nicht geworden zu sein.

Die vorgeschobenen «Aktivistinnen»

Zu den von ihr vertretenen «Klimaseniorinnen» weiß der Artikel folgendes zu berichten: «Manche der Seniorinnen, die sie vertritt, sind doppelt so alt wie Cordelia Bähr, haben in der 68er-Bewegung politisiert und sind seit Jahren als Aktivistinnen unterwegs. Trotz dieser Gegensätze: Die Sache verbinde sie. «Ich habe selten so engagierte Frauen erlebt, die wirklich mit Herzblut für ihr Recht kämpfen», sagt die Klimaanwältin. Und: «Das Kämpferische verbindet uns, ja.»

Bei näherer Betrachtung fällt auf, dass es sich hier um Personen handelt, die offenkundig bereit sind, ihre Heimat vom Ausland aus in die Knie zwingen zu lassen. Es geht ihnen nur um ihre ganz persönlichen Vorstellungen, wenn sie vom Bundesrat fordern, er müsse «mehr für den Klimaschutz tun und das Leben von Seniorinnen besser schützen, denn ältere Frauen würden unter Hitzewellen besonders leiden».

Auch hier wird danach getrachtet, einen vermeintlichen persönlichen Vorteil ohne Rücksicht auf die demokratische Mehrheit der Bevölkerung und Belange des Landes durchzusetzen. Diese Damen sind in Wirklichkeit Feinde der Demokratie. Zur Demokratie gehört nämlich, dass man zwar streiten kann und soll, aber einmal mit Mehrheit getroffene Entscheidungen dann auch für alle gelten. Holt der Verlierer sich stattdessen «ausländische Legionen» zu Hilfe, dann haben wir nicht Demokratie, sondern Anarchie und verlieren unsere nationale Souveränität.

Die Nachteile für unser Land

Die großen Nachbarn der Schweiz und deren oberste EU-Behörde in Brüssel streben seit Jahren danach, der Schweiz ihre Vorstellungen aufzuzwingen. In Deutschland gilt beispielsweise seit Jahren als eiserne Regel, dass Gesetze aus dem europäischen Parlament ohne Abstriche übernommen werden müssen. Auch die Neutralität der Schweiz und ihre Handhabung der Zuwanderung sind der EU zuwider. Wenn wir dem nachgeben, können wir uns von unserer direkten Demokratie verabschieden. Ausländische Großkonzerne würden uns daraufhin mit ihren Waren und Dienstleistungen rücksichtslos in Grund und Boden konkurrieren.

Gerade weil unsere CO2-Bilanz dem Rest Europas weit voraus ist, sind wir nach dem EGMR-Urteil jetzt im Nachteil. Je tiefer man unten steht, desto schwieriger wird es nämlich, nochmals große Reduktionen zu erreichen. Deutschland lag 2022 bei 8,16 t CO2/Kopf und Jahr, die Schweiz bereits bei 4,11. Die aktuellen großen wirtschaftlichen Schwierigkeiten Deutschlands liegen vor allem daran, dass man dort schon jetzt zu drastischen Maßnahmen greifen muss, um den Ausstoß noch weiter zu drücken. Das Land ist bereits in einer Rezession, weil nach Stilllegung von Kern- und Kohlekraftwerken die Energiepreise immer weiter explodieren. Uns droht bei Umsetzung der Forderungen des Klimadamenklubs ähnliches: Wir haben keinerlei Veranlassung, uns über das Urteil des EGMR zu freuen, im Gegenteil. Wir sollten uns besser ein Beispiel an Großbritannien nehmen, wo daran gearbeitet wird, die EGMR-Urteile künftig nicht mehr zu akzeptieren.

Vielleicht sollten wir den «Klimaseniorinnen» und ihren Mitstreiter*Innen raten, einmal für ein halbes Jahr mit dem Lebensstil vorlieb zu nehmen, der in Ländern mit «vorbildlich tiefem» CO2-Ausstoss geboten wird. Beispiele gefällig? Demokratische Republik Kongo (0,04 tCO2/Kopf und Jahr), Niger (0,1) oder Afghanistan (0,14).

Fred F. Mueller