Mit gewisser Schadenfreude habe ich ein Nachrichten-Portal entdeckt, welches feststellt, dass die Energie- und Klimapolitik von Präsident Joe Biden die Energiekosten der Amerikaner in die Höhe getrieben hat. Der Dallas Express, ein lokaler alternativer Online-Nachrichtendienst, veröffentlichte eine Story mit dem Titel „Energy Prices 30% Higher Under Biden Admin“. Im Gegensatz zu den meisten Mainstream-Medien hat der Dallas Express keine Tinte darauf verschwendet zu erklären, dass die Verbraucher wirklich nicht erkennen, dass die Wirtschaft und ihr Leben trotz der höheren Preise besser sind, oder dass die Kosten, die Biden und Co. den Stromrechnungen der Menschen aufgebürdet haben, als Mittel zur Bekämpfung des Klimawandels gerechtfertigt sind. Stattdessen erklärte der Express, wie Joe Friday, „nur die Fakten“:
Die Energiepreise in den Vereinigten Staaten richten in den Haushalten mit kleinem Budget verheerende Schäden an und erschweren es den Familien, Geld zu sparen oder finanziell voranzukommen.
Seit dem Amtsantritt von Präsident Joe Biden im Januar 2021 sind die Stromrechnungen der Amerikaner um fast 30 % in die Höhe geschnellt, d. h. 13-mal schneller als in den vorangegangenen sieben Jahren, wie eine Analyse der neuesten Verbraucherpreis-Indexdaten durch das Wall Street Journal ergab.
Obwohl die Federal Reserve die Zinssätze seit Juli 2023 konstant hält, stellt die Inflation weiterhin ein Problem für die Politik und die Haushalte dar.
„Es gibt keine Verbesserung, wir bewegen uns in die falsche Richtung“, sagte Greg McBride, leitender Finanzanalyst bei Bankrate, in einem Interview mit Fox Business. „Die üblichen Problembereiche bleiben bestehen – Unterkunft, Kfz-Versicherung, Wartung, Reparaturen und Servicekosten. Hinzu kommen die Stromkosten, die im März um 0,9 % und im vergangenen Jahr um 5 % gestiegen sind.“
Ein Teil des Grundes für den Anstieg der Energiepreise liegt in dem Bestreben, fossile Brennstoffe und Kernkraftwerke durch Subventionen für erneuerbare Energieträger und Auflagen für grüne Energie zu ersetzen.
Natürlich ist das Heartland Institute seit Bidens Amtsantritt an dieser Geschichte dran. In den Jahren 2021 und 2022 erstellten wir die Dokumente „Energie auf einen Blick“, in denen wir die Politik Bidens, die zu höheren Strom-, Heizungs- und Kraftstoffpreisen geführt hat, detailliert darstellten und aufzeigten, wie stark diese gestiegen sind. Nach unseren Berechnungen haben Bidens Klima- und Energiepolitik nach weniger als zwei Jahren im Amt die Energiekosten eines durchschnittlichen Haushalts um mehr als 2300 Dollar erhöht.
In einem Interview für einen Bericht von Environment & Climate News über die anhaltend hohen Energiepreise im Jahr 2023 sagte Gary Stone, Executive Vice President of Engineering bei Five States Energy:
„Die Biden-Regierung ist eine stetig wachsende Katastrophe für die heimische Öl- und Gasindustrie. Auf der Grundlage des ‚New Green Deal‘ hat sie Bohrungen auf Bundesland gestoppt oder verzögert, versucht, Bohrungen wegen angeblich gefährdeter Arten einzuschränken, Pipelines gestrichen und die Ausfuhr von Rohöl und verarbeiteten Gasflüssigkeiten eingeschränkt.“
Auch wenn die internationale Ölpolitik, die Produktion und die Preisgestaltung immer noch einen großen Teil des Marktes bestimmen, besteht kein Zweifel daran, dass die Politik des Biden-Regimes einen großen Einfluss auf die Preise hatte.“ So waren die Gaspreise unter der Trump-Regierung weitaus niedriger, die Rohölpreise lagen etwa 30 Dollar (pro Barrel) niedriger, und Benzin kostete etwa 2 Dollar pro Gallone weniger als jetzt, was unter Biden sofort wieder anstieg.
Anstatt die inländische Produktion zu fördern, wie es Trump getan hat, führt das derzeitige Regime nun belastende Vorschriften bzgl. Methan-Emissionen und -steuern ein, die nach Schätzungen einiger Quellen dazu führen werden, dass bis zu 30 Prozent der inländischen Bohrlöcher aufgegeben werden und die Betriebskosten der verbleibenden Produzenten erheblich steigen und ihre Lebensdauer verkürzt wird. Die Biden-Regierung wird den „grünen Göttern“ auch dann dienen, wenn sie einen Großteil eines wichtigen Industriezweigs in den Ruin treibt und die dem Land zur Verfügung stehende Energiemenge stark reduziert.
Natürlich sind dies nur die direkten Energiekosten für Autofahrer, Unternehmen, Mieter und Hausbesitzer, ohne die Auswirkungen höherer Energiepreise auf energieintensive Güter wie die Lebensmittelproduktion und -lieferung, die chemische Produktion und die Fertigung zu berücksichtigen.
Andere, selten berücksichtigte Kosten von Bidens Klimabesessenheit – die laut jüngsten Umfragen von der amerikanischen Öffentlichkeit nicht geteilt wird – ergeben sich aus den Regierungsausgaben für Bidens Klima- und Energiepolitik. Die Kosten für diese Programme werden von den Steuerzahlern und künftigen Generationen getragen. Diese werden die Kosten erben, die durch Bidens Energiepolitik zu den jährlichen Defiziten und langfristigen Schulden der Nation beitragen.
Um wie viel geht es dabei? Nun, Anfang April 2024 hat die Biden-Regierung mehr als 20 Milliarden Dollar an nicht rechenschaftspflichtige Klima-, Finanz- und Gemeindeaktivisten-NGOs vergeben, um die Einführung grüner Energie im ganzen Land zu fördern.
Der Autor und Energieanalyst Robert Bryce hat errechnet, dass allein die Subventionen und Steuergutschriften für Wind- und Solarenergie von geschätzten 19,9 Milliarden Dollar im Jahr 2015 bis 2033 auf mehr als 425 Milliarden Dollar gestiegen sind, basierend auf neu installierten, genehmigten und erwarteten Wind- und Solaranlagen.
Und im Dezember 2023 prahlte Vizepräsidentin Kamala Harris auf einer Konferenz in Dubai mit der Zusage der Regierung, mehr als 1 Billion Dollar für die Bekämpfung des Klimawandels auszugeben – weniger als das Land 2023 für die Sozialversicherung, aber mehr als für die Verteidigung ausgibt. Diese Zahl ist wahrscheinlich zu niedrig angesetzt, wie es sich bei früheren Schätzungen der Ausgaben für diese Programme wiederholt gezeigt hat.
Staatsausgaben und -vorschriften sind eine Belastung für die Wirtschaft, im Grunde eine versteckte Steuer, die Geld für Waren und Dienstleistungen ausgibt, für die sich die Verbraucher wahrscheinlich nicht freiwillig entschieden hätten, ihr eigenes Geld auszugeben, oder in die Unternehmen nicht investiert hätten, oder die Banken nicht finanziert hätten, wenn der Markt nicht durch Bundesvorgaben gelenkt oder durch Bundesanreize beeinflusst worden wäre: An die Stelle von Markteinschätzungen, wie die Belange des Klimawandels, der Energiesicherheit und des wirtschaftlichen Fortschritts in Einklang zu bringen sind, treten Ausgabenentscheidungen, die von politischen Oberherren, ihren klientel-kapitalistischen Verbündeten und Klimaschützern diktiert werden.
Wie auch immer man es dreht und wendet, der Preis, den Bidens Klimaprogramm für die amerikanische Wirtschaft und ihre Menschen bedeutet, ist ziemlich hoch und steigt weiter.
Zusammenbruch der deutschen Solar-Industrie – oder: Die Unmöglichkeit, mit Solarenergie Solarpaneele herzustellen
geschrieben von Chris Frey | 7. Mai 2024
Jo Nova
Etwa 90 % der in Deutschland installierten Solarmodule stammen aus China, und Anfang dieses Jahres schloss einer der letzten Hersteller von Solarmodulen in Deutschland. Letzte Woche bettelte das, was von der Industrie übrig geblieben war, um Gnade (und Subventionen), die sie nicht bekamen. Jetzt hat ein weiterer deutscher Hersteller von Solarmodulen dicht gemacht.
Aus irgendeinem grausamen Grund können deutsche Fabriken, die sich in der Nähe ihrer Kunden befinden, nicht mit weit entfernten ausländischen Fabriken konkurrieren, die Zugang zu Sklavenarbeit, mit fossilen Brennstoffen betriebenen Schiffen und billigem Kohlestrom haben!
Die größere Frage scheint zu sein, wie das Land, das den Buchdruck, den Dieselmotor und die Relativitätstheorie erfunden hat, auf so eine dumme Masche hereinfallen konnte. Jemand sagte ihnen, sie könnten die Welt mit unzuverlässiger Energie retten, also stellten sie ihre Generatoren auf unzuverlässige um, nur um dann festzustellen, dass sie es sich nicht leisten können, unzuverlässige Generatoren zu verwenden, um die unzuverlässigen Generatoren herzustellen, die sie brauchen, um die Welt weiterhin zu retten!
Die einzige Regierung, die noch dümmer ist als Deutschland, ist die, die bereits gesehen hat, wie schlecht das funktioniert hat, und ankündigt, dass sie das Gleiche tun wird. Australien ist nicht nur zehn Jahre zu spät dran, sondern China hat den Markt so überschwemmt, dass die Leute Solarpaneele als Gartenzäune benutzen, und wir haben unsere eigene Schwemme an Sonnenenergie zur Mittagszeit.
Die letzte Hoffnung der deutschen Solarindustrie war ein staatlich verordneter „Bonus“ für Leute, die deutsche Solarmodule kauften.
Deutsche Solarindustrie warnt vor verpasster „letzter Chance“ für die Renaissance der Branche
Benjamin Wehrmann, CleanEnergyWire
Carsten Körnig, Chef der Solarenergie-Lobbygruppe BSW, …fügte hinzu, dass die Solarbranche von der Entscheidung enttäuscht sei, einen „Resilienz-Bonus“ für Anlagen in Europa zu streichen. Angesichts des harten Wettbewerbs zwischen Herstellern in den USA und Asien um Marktanteile in der Solarmodulproduktion würde die Aufnahme des Bonus‘ in das Paket Deutschland eine größere Versorgungssicherheit für die wichtige Zukunftstechnologie ermöglichen, so Körnig.
Solarwatt ist der zweite PV-Hersteller, der seine Produktion in Deutschland 2024 einstellt
Carolina Kyllmann, CleanEnergyWire
Der Solarmodulhersteller Solarwatt wird die Produktion von Photovoltaikmodulen (PV) in seinem Werk in Dresden einstellen, berichtete das „Handelsblatt“. „Unter den derzeitigen Umständen ist der Betrieb einer Produktionsstätte hier in Deutschland wirtschaftlich äußerst schwierig, und wir können dies nicht rechtfertigen“, sagte Solarwatt-Chef Detlef Neuhaus der Zeitung. Die Anlage mit einer jährlichen Produktionskapazität von 300 Megawatt (MW) wird Ende August „bis auf Weiteres“ geschlossen, 190 Arbeitsplätze sind von der Schließung direkt betroffen.
China erzeugt 60 % seines Stroms mit Kohle, während Deutschland 32 % Kohle und 30 % Solar- und Windenergie einsetzt. Soll Deutschland die Kohle zurückbringen oder sich Sklaven anschaffen?
Solarmodule gehören jetzt zu den fünf schlimmsten Sklavenindustrien der Welt, und trotzdem kümmert sich kaum einer der Moralapostel darum. Offenbar sind sie zu sehr damit beschäftigt, für die Sklaverei zu büßen, die sie nicht verursacht haben und die es nicht mehr gibt, als dass sie sich um die heute lebenden Sklaven kümmern.
Für die Menschen in den Industrieländern ist Strom im Überfluss eine Selbstverständlichkeit. Auf die Frage, woher der Strom kommt, werden die meisten auf ihre Steckdose zeigen. Doch viele US-Bundesstaaten steuern auf eine ernste und lang anhaltende Stromknappheit zu, wie sie seit Jahrzehnten nicht mehr aufgetreten ist. Grund dafür sind die steigende Nachfrage durch die Revolution der künstlichen Intelligenz und die Vorschriften zur Einführung grüner Energie.
Seit 20 Jahren wird die US-Strompolitik von dem Versuch beherrscht, die globale Erwärmung „abzumildern“, die vermeintlich durch menschliche Treibhausgasemissionen verursacht wird. Im Jahr 2021 rief Präsident Joe Biden dazu auf, bis 2035 einen zu 100 % kohlenstofffreien Stromsektor zu schaffen. Dreiundzwanzig Bundesstaaten haben Gesetze oder Durchführungsverordnungen erlassen, um bis 2050 eine kohlenstofffreie Stromerzeugung zu erreichen.
Aufgrund der Net-Zero-Vorgaben haben die US-Netzbetreiber in den letzten zwei Jahrzehnten Kohlekraftwerke durch Gaskraftwerke, Windturbinen und Solaranlagen ersetzt. Mehr als 200 Kohlekraftwerke wurden geschlossen, wodurch die Stromerzeugung aus Kohle seit 2007 um fast 60 % gesunken ist. Von 2000 bis 2023 stieg die Stromerzeugung aus Wind- und Sonnenenergie von nahezu Null auf insgesamt 14,1 % der US-Produktion. Im gleichen Zeitraum stieg der Anteil des Erdgases an der Stromerzeugung von 16,2 % auf 43,1 %.
Diese Anstrengungen zur Umstellung von Kohle auf Wind- und Solarenergie waren möglich, weil die Stromnachfrage in den USA von 2007 bis 2023 mit rund 4,1 Millionen Gigawattstunden fast unverändert blieb. Doch die Netzbetreiber in vielen Bundesstaaten sehen sich jetzt mit einem noch nie dagewesenen Anstieg der Stromnachfrage konfrontiert.
Der erzwungene Übergang zu grüner Energie führt zu drei neuen Quellen der Energienachfrage. Erstens gibt es in 22 Staaten inzwischen Vorschriften für emissionsfreie Fahrzeuge, die den Verkauf von Autos mit Verbrennungsmotoren bis 2035 oder einem ähnlichen Datum verbieten sollen. Im März hat die Environmental Protection Agency (EPA) Vorschriften erlassen, die darauf abzielen, dass bis 2030 etwa 40 % der neu verkauften Leichtfahrzeuge elektrisch angetrieben werden müssen. Auch Kalifornien und ebenfalls die EPA haben vor kurzem Vorschriften erlassen, um die Schwertransporte mittels LKWs zur Umstellung auf Elektrofahrzeuge zu zwingen. In dem Maße, wie sich Elektrofahrzeuge durchsetzen, muss das Stromnetz große Mengen an zusätzlichem Strom liefern.
Zweitens haben Städte und Bezirke in sieben Bundesstaaten Gasgeräte in Neubauten verboten, z. B. New York City. In einer Studie aus dem Jahr 2022 kam die New England ISO zu dem Schluss, dass eine Umstellung von Gasgeräten auf Elektrogeräte in Neuengland mehr neue Elektrizität erfordern würde als eine Umstellung auf E-Fahrzeuge.
Drittens schlägt die US-Bundesregierung vor, eine neue grüne Wasserstoff-Industrie aufzubauen. Sieben Milliarden Dollar sind für „regionale Wasserstoff-Hubs“ vorgesehen, um die Wasserstoffproduktion zu fördern. Grüner Wasserstoff wird durch Elektrolyse von Wasser hergestellt und verbraucht große Mengen an Strom. Für die Herstellung eines einzigen Kilogramms Wasserstoff durch Elektrolyse werden 50 bis 55 Kilowattstunden Strom benötigt, was etwa dem Doppelten des täglichen Stromverbrauchs eines typischen US-Haushalts entspricht. Geplant ist die Herstellung von Milliarden Kilogramm grünem Wasserstoff.
Aber der Strombedarf für die neue Revolution der künstlichen Intelligenz (KI) wird größer sein als der für Elektrofahrzeuge, Elektrogeräte und grünen Wasserstoff zusammen. Amazon, Alphabet, Meta, Microsoft und Dutzende anderer Unternehmen bauen derzeit riesige neue, mehrere Hektar große Rechenzentren. Zusätzlich zu den neuen Einrichtungen werden die Server in den 2700 Rechenzentren des Landes mit neuen Hochleistungs-Prozessoren aufgerüstet, wodurch der Stromverbrauch der Rechenzentren um das Sechs- bis Zehnfache steigt. Heute verbrauchen Rechenzentren etwa 4 % des US-Stroms, aber es wird erwartet, dass die KI-Revolution diesen Bedarf in den nächsten zehn Jahren auf mehr als 20 % des US-Stromverbrauchs ansteigen lässt. Die Erzeugung von Kryptowährungen, wie z. B. Bitcoin, verbraucht ebenfalls große Mengen an Strom.
Der rasch steigende Strombedarf durch die KI-Revolution, Elektrofahrzeuge, Haushaltsgeräte und die geplante Wasserstoffindustrie hat die US-Netzbetreiber unvorbereitet getroffen. Wir treten nun in ein Jahrzehnt ein, in dem die Stromnachfrage das Angebot bei weitem übersteigen wird.
Der Markt für Rechenzentren im Bundesstaat New York wird zwischen 2023 und 2030 voraussichtlich um über 50 % wachsen. Die Stromnachfrage in Virginia wird sich den Prognosen zufolge bis 2035 mehr als verdoppeln, was auf das Wachstum der Rechenzentren zurückzuführen ist. In Kalifornien, Georgia, Texas und im Nordwesten wird ein starker Anstieg der Stromnachfrage erwartet. Jason Shaw, Vorsitzender der Georgia Public Service Commission, erklärte: „Wenn man sich die Zahlen ansieht, ist es erschütternd … Man kratzt sich am Kopf und fragt sich, wie wir in diese Situation geraten sind. Wie konnten die Prognosen so weit daneben liegen? Dies hat eine Herausforderung geschaffen, wie wir sie noch nie zuvor gesehen haben.“
Die kommende Stromknappheit wird zwei große wirtschaftliche Auswirkungen haben. Erstens werden die Stromversorger die vorzeitige Abschaltung von Kohle-, Gas- und Kernkraftwerken beenden. Es wird unmöglich sein, genügend neue Wind- und Solargeneratoren zu bauen, um die neue Nachfrage nach KI-Rechenzentren zu decken, ganz zu schweigen vom Bedarf an Elektrofahrzeugen, elektrischen Haushaltsgeräten und Wasserstoff-Elektrolyseuren.
Es gibt bereits Bestrebungen, die Betriebsdauer von Kraftwerken zu verlängern, die eigentlich stillgelegt werden sollten. Das kalifornische Kernkraftwerk Diablo Canyon, dessen Schließung für 2025 geplant war, soll nun bis 2030 weiterbetrieben werden. Das Kernkraftwerk Palisades in Michigan ist seit Mai 2022 stillgelegt, hat aber nun 1,5 Milliarden Dollar von der Bundesregierung erhalten, um den Betrieb wieder aufzunehmen. Die Kohlekraftwerke in vielen Staaten des Mittleren Westens werden wahrscheinlich noch jahrzehntelang in Betrieb sein.
Die zweite wirtschaftliche Auswirkung werden die rapide steigenden Strompreise sein, verursacht durch die wachsende Diskrepanz zwischen Stromnachfrage und -angebot. Höhere Preise werden die Nachfrage nach Wärmepumpen verringern, die von der Ökostrom-Bewegung befürwortet werden, da diese in kalten Regionen weiterhin teurer sein werden als Erdgas- und Propanöfen. Das Aufladen von Elektroautos wird teurer werden, und öffentliche Ladestationen für Elektroautos werden Schwierigkeiten haben, rentabel zu sein. Autos mit Benzinmotor werden noch viele Jahrzehnte lang Kostenvorteile haben.
Der Übergang zu elektrischen Schwerlastwagen wird scheitern. Das Aufladen schwerer Lkw erfordert enorme Energiemengen. Die Lkw-Ladestation in South El Monte in Kalifornien, die erste ihrer Art, ist für das gleichzeitige Laden von bis zu 32 schweren Lkw ausgelegt. Bei voller Auslastung würde diese Anlage jedoch mehr Strom verbrauchen als eine kalifornische Stadt mit 200.000 Einwohnern, wie San Bernardino oder Huntington Beach.
Die Bemühungen um den Aufbau einer grünen Wasserstoff-Kraftstoffindustrie, die Elektrolyseure einsetzt, werden nur einen winzigen Markt hervorbringen. Aufgrund der hohen Stromkosten wird Wasserstoff aus der Elektrolyse zu teuer sein, um die Chemie-, Stahl- und andere Schwerindustrien zu versorgen.
Und die kommende Stromknappheit in den USA wird wahrscheinlich länger dauern. Die US-Versorgungsunternehmen haben in den letzten Jahrzehnten viel Kapital für den Bau von Wind- und Solarsystemen verschwendet, die nicht viel Strom liefern. Gleichzeitig ist die Flotte der Kernkraftwerke in den USA in die Jahre gekommen.
Heute liefern 94 in Betrieb befindliche Kernkraftwerke etwa 19 Prozent des US-Stroms. In den letzten zwei Jahrzehnten wurden zehn Kernkraftwerke stillgelegt und nur vier neue in Betrieb genommen. Die anderen 90 Anlagen wurden zwischen 1970 und 1990 in Betrieb genommen.
Sechzehn dieser Anlagen sind 50 Jahre oder älter und weitere 38 sind zwischen 40 und 50 Jahre alt. Die gute Nachricht ist, dass die Lebensdauer dieser Anlagen auf 60 Jahre oder mehr verlängert werden kann. Doch in einem Jahrzehnt, in dem die Netzbetreiber gerade dabei sind, die Lücke zwischen Stromnachfrage und -angebot zu schließen, werden viele dieser Kernkraftwerke überholt oder ersetzt werden müssen.
Die größte Auswirkung wird auf den Bemühungen um den Übergang zu einem Netto-Null-Stromnetz liegen. Die kommende Stromknappheit wird diese Bemühungen zunichte machen. Es wird unmöglich sein, sowohl die Revolution der künstlichen Intelligenz zu bedienen als auch den Übergang zu Wind- und Solarsystemen voranzutreiben. Die Umstellung auf grüne Energie wird zugunsten der Erzeugung von ausreichend Strom geopfert werden.
This piece was originally published in Washington Examiner and has been republished here with permission.
Diese vier Jahre alte Präsentation von Dr. John Robson untersucht den unsoliden Ursprung und die grundlegende Ungenauigkeit, ja sogar Unehrlichkeit der Behauptung, dass 97 % der Wissenschaftler oder „die Wissenschaftler der Welt“ oder so etwas darin übereinstimmen, dass der Klimawandel vom Menschen verursacht wird, dringend und gefährlich ist.
Um den Climate Discussion Nexus zu unterstützen, abonnieren Sie unseren YouTube-Kanal und unseren Newsletter unter http://www.climatediscussionnexus.com, mögen Sie uns auf Facebook, folgen Sie uns auf X, und geben Sie eine monatliche oder einmalige Spende unter http://www.climatediscussionnexus.com
————————————-
TRANSCRIPT
Es gibt so viele leere Slogans, dass ich wünschte, wir könnten sie alle auf einmal anpacken. Aber die Aussage „97 % der Wissenschaftler sind sich einig“ ist sicherlich der Elefant im Raum. Viele haben versucht, diese Behauptung zu widerlegen, indem sie den Begriff des Konsens‘ an sich verwarfen oder die historischen Beispiele von abtrünnigen Wissenschaftlern lobten, die sich gegen den vorherrschenden Konsens stellten und dann doch Recht behielten. Damit wird jedoch unnötigerweise die Hauptaussage selbst eingeräumt, die nachweislich einfach nicht wahr ist. Ich hoffe, dass das Video gefällt und weiter verbreitet wird. – JR
Interviewer
Die Behauptung, dass 97 % der Wissenschaftler weltweit einer Meinung sind, ist sozusagen das Trumpf-Ass in der gesamten Klimadebatte. Denn wer würde schon gegen einen so starken Konsens argumentieren, der von so vielen Experten gestützt wird. Aber worüber genau sollen sie sich denn einig sein? Wenn man einen Blick hinter den Vorhang wirft, scheint niemand sicher zu sein, was die Experten tatsächlich gesagt haben. Oder wer sie sind. Oder… irgendetwas.
John Robson
Auf den ersten Blick scheint es ganz einfach zu sein. Im Jahr 2013 twitterte Präsident Barack Obama: „Siebenundneunzig Prozent der Wissenschaftler sind sich einig: Der #Klimawandel ist real, von Menschen verursacht und gefährlich.“
Im Jahr 2014 sagte sein Außenminister John Kerry, dass 97 % der „Wissenschaftler der Welt uns sagen, dass es dringend ist“. Und im gleichen Jahr meldete CNN: „97 % der Wissenschaftler sind sich einig, dass der Klimawandel jetzt stattfindet, dass er den Planeten schädigt und dass er von Menschen verursacht ist.“
Interviewer
Das ist so ziemlich das, was die meisten Leute denken, wenn sie den 97%-Slogan hören: Jeder Wissenschaftler glaubt, dass der vom Menschen verursachte Klimawandel eine drängende Krise ist.
Aber es gibt Millionen von Wissenschaftlern auf der Welt. Wie viele wurden genau befragt? Wann wurden sie befragt? Wer hat sie durchgeführt? Und worüber genau waren sie sich einig?
John
Lasst es uns herausfinden. Ich bin John Robson und dies ist ein Faktencheck von Climate Discussion Nexus über den 97-Prozent-Konsens-Slogan.
Zunächst einmal gibt es einige Gedanken, die so gut wie alle Wissenschaftler akzeptieren. Zum Beispiel, dass die Vögel von den Dinosauriern abstammen, obwohl diese Vorstellung einst als höchst exzentrisch abgetan wurde. Und wenn es um das Klima geht, braucht man keine Umfrage, um zu wissen, dass Kohlendioxid ein Treibhausgas ist, was bedeutet, dass es wahrscheinlich eine allgemeine Erwärmung bewirkt. Das ist seit Mitte des 18. Jahrhunderts bekannt. Und wenn Sie eine Umfrage machen würden, dann würden Sie eine überwältigende wissenschaftliche Übereinstimmung in diesem Punkt finden.
Außerdem deutet vieles darauf hin, dass die Welt heute etwas wärmer ist als Mitte des 18. Jahrhunderts, dem Ende einer natürlichen Abkühlungsperiode, der so genannten Kleinen Eiszeit.
Und schließlich bestreitet kaum jemand, dass der Mensch die Umwelt unseres Planeten verändert hat, indem er Emissionen in die Luft abgab, die Landoberfläche veränderte, Dinge ins Wasser einbrachte und so weiter.
Dies sind keine kontroversen Ideen, und sie werden sogar von den meisten Klimaskeptikern akzeptiert. Was wir nicht akzeptieren ist, dass sie beweisen, dass der Mensch die einzige Ursache der globalen Erwärmung ist oder dass der Klimawandel eine gefährliche Bedrohung darstellt.
Wenn 97 % der Wissenschaftler das glauben würden, wäre das beunruhigend. Aber selbst dann müssten wir immer noch einen Plan finden, dessen Nutzen die Kosten überwiegt. In jedem Fall wäre ein derartiger Konsens bemerkenswert, wonach das Problem vom Menschen verursacht wurde und dringend ist. Aber Tatsache ist, dass sie sich darüber nicht einig sind.
Ein genauer Blick auf die Umfragedaten, die uns zur Verfügung stehen – und das sind nicht viele – zeigt uns: Ja, es besteht große Einigkeit darüber, dass CO₂ bis zu einem gewissen Grad ein Treibhausgas ist, dass sich die Erde in den letzten 160 Jahren erwärmt hat und dass der Mensch seine Umgebung beeinflusst. Die Umfragedaten zeigen aber auch, dass in allen anderen Fragen weit weniger Einigkeit herrscht, einschließlich der Frage, ob wir uns in einer Krise befinden.
Woher kommt also diese Behauptung von 97% und warum wird sie so häufig wiederholt?
Interviewer
Die Behauptung von 97 % scheint mit einer Wissenschaftshistorikerin namens Naomi Oreskes begonnen zu haben, die 2004 behauptete, sie habe 928 Artikel über den Klimawandel in wissenschaftlichen Zeitschriften untersucht und festgestellt, dass 75 % von ihnen die „Konsensmeinung“ unterstützten, dass „das Klima der Erde durch menschliche Aktivitäten beeinflusst wird“, und dass kein einziger Artikel dies direkt bestritt.
Bis 2006, in Al Gores Film Eine unbequeme Wahrheit hatte sich dieses Ergebnis irgendwie in „eine umfangreiche Studie über jeden wissenschaftlichen Artikel in einer von Experten begutachteten Zeitschrift, der in den letzten 10 Jahren über die globale Erwärmung geschrieben wurde, verwandelt, und sie nahmen eine große Stichprobe von 10 %, 928 Artikel, und wissen Sie, wie viele von ihnen dem wissenschaftlichen Konsens widersprachen, dass wir die globale Erwärmung verursachen und dass sie ein ernstes Problem ist? Von den 928, null.“
John
Das war ein Schwindel. Gore nahm eine Studie, in der 75 % der Meinung waren, dass der Mensch einen gewissen Einfluss auf das Klima hat, und machte daraus einen Beweis dafür, dass 100 % der Wissenschaftler glauben, dass dies ein ernstes Problem ist. Das ist nicht der Fall.
Interviewer
Und die wenigen anderen Umfragen zu diesem Thema auch nicht. Fünf Jahre später, im Jahr 2009, schickten zwei Forscher der Universität von Illinois eine Online-Umfrage an über 10 000 Geowissenschaftler und stellten zwei einfache Fragen: Stimmen Sie zu, dass die globalen Temperaturen seit den Jahren vor 1800 allgemein angestiegen sind? und Glauben Sie, dass der Mensch einen wesentlichen Beitrag dazu leistet? (Anmerkung: Es wurden auch noch einige andere Fragen gestellt, die jedoch in der Veröffentlichung nicht aufgeführt wurden).
John
Sie haben keine Treibhausgase herausgegriffen, sie haben nicht erklärt, was der Begriff „signifikant“ bedeutet, und sie haben nicht von Gefahr oder Krise gesprochen. Was war also das Ergebnis?
Interviewer
Von den 3.146 Antworten, die sie erhielten, bejahten 90 Prozent die erste Frage, dass die globalen Temperaturen seit der kleinen Eiszeit gestiegen sind, und nur 82 Prozent die zweite, dass der Mensch einen wesentlichen Beitrag dazu leistet.
Interessanterweise bejahten von den Meteorologen nur 64 Prozent die zweite Frage, was bedeutet, dass ein Drittel der Experten für die Untersuchung von Wettermustern, die geantwortet haben, nicht glauben, dass der Mensch eine bedeutende Rolle bei der globalen Erwärmung spielt, geschweige denn eine dominante.
Was in den Medien am meisten Aufsehen erregte, war die Tatsache, dass von den 77 Befragten, die sich selbst als Klimaexperten bezeichneten, 75 die zweite Frage mit Ja beantworteten. 75 von 77 sind 97 %.
John
OK, die Medien haben nicht darüber berichtet, dass sie 77 von 3 146 Antworten genommen haben. Aber das ist der entscheidende statistische Trick. Sie fanden einen 97-prozentigen Konsens unter 2 Prozent der Befragten. Und selbst dann war man sich nur einig, dass es seit den 1800er Jahren eine gewisse Erwärmung gegeben hat, was praktisch niemand bestreitet, und dass der Mensch dafür mitverantwortlich ist. Diese Experten sagten nicht, dass es gefährlich oder dringend sei, weil sie nicht gefragt wurden. (Anmerkung: oder, wie oben erwähnt, wenn sie gefragt wurden, wurden die Ergebnisse nicht veröffentlicht).
Bis jetzt ist die Behauptung, dass 97 % der „Weltwissenschaftler“ sagen, es gebe eine Klimakrise, reine Fiktion. Aber halt, sagen Sie. Es muss doch noch mehr geben. Ja, das gibt es. Aber nicht viel.
Interviewer
Eine weitere Studie wurde 2013 von dem australischen Forscher John Cook und seinen Mitautoren veröffentlicht, die behaupteten, etwa 12.000 wissenschaftliche Arbeiten zum Klimawandel untersucht zu haben, und feststellten, dass 97 % der Befragten den Konsens befürworten, dass Treibhausgase zumindest teilweise für die globale Erwärmung verantwortlich sind. Diese Studie sorgte weltweit für Schlagzeilen und war die Studie, auf die sich Obamas Tweet bezog.
John
Aber auch hier trügt der Schein.
Zwei Drittel der von Cook und seinen Kollegen untersuchten Arbeiten äußerten sich überhaupt nicht zu dem Konsens. Von den verbleibenden 34 % gaben die Autoren an, dass 33 % dem Konsens zustimmten. Teilt man 33 durch 34, erhält man 97 %. Aber dieses Ergebnis ist im Grunde bedeutungslos, weil die Messlatte so niedrig angesetzt wurde.
Die Autoren der Umfrage fragten nicht, ob der Klimawandel gefährlich oder „vom Menschen verursacht“ sei. Sie fragten nur, ob eine bestimmte Arbeit akzeptiert, dass der Mensch einen gewissen Einfluss auf das Klima hat, was, wie bereits erwähnt, unumstritten ist. Das kann so wenig bedeuten wie die Anerkennung des „urban heat island“-Effekts.
Eine weitaus bessere Frage wäre also folgende: Wie viele der Studien behaupten, dass der Mensch den größten Teil der beobachteten globalen Erwärmung verursacht hat? Und merkwürdigerweise wissen wir das auch. Denn die Antwort ist in den Daten der Autoren verborgen: Nur 64 von fast 12.000 Arbeiten! Das sind nicht 97 %, sondern nur ein halbes Prozent. Es ist einer von 200.
Und es kommt noch schlimmer. In einer Folgestudie hat der Klimatologe David Legates diese 64 Arbeiten gelesen und festgestellt, dass ein Drittel von ihnen nicht einmal das aussagt, was Cook und sein Team behauptet haben. Nur 41 unterstützten tatsächlich die Ansicht, dass die globale Erwärmung größtenteils vom Menschen verursacht ist. Und wir sind immer noch nicht dazu gekommen, dass sie „gefährlich“ ist. Dieser Teil der Umfrageergebnisse wurde von Politikern und Aktivisten einfach erfunden.
Andere Forscher haben die Cook-Studie auch aus anderen Gründen verurteilt. So hat der Wirtschaftswissenschaftler Richard Tol gezeigt, dass mehr als drei Viertel der Arbeiten, die als Befürworter des schwachen Konsenses gezählt wurden, in Wirklichkeit gar nichts zu diesem Thema sagen. Später stellte sich heraus, dass die Autoren der Studie bereits Pressemitteilungen über ihre Ergebnisse verfassten, bevor sie überhaupt mit der Forschung begannen, was nicht auf eine Erwärmung oder einen Konsens, sondern auf ein alarmierendes Maß an Voreingenommenheit hindeutet.
Tatsache ist, dass weder diese Studie noch eine Handvoll anderer ähnlicher Studien beweisen, dass 97 % der Wissenschaftler glauben, dass der Klimawandel hauptsächlich vom Menschen verursacht wird, geschweige denn, dass es sich um eine Krise handelt. Die Tatsache, dass Menschen, die behaupten, so viel Wert auf „anerkannte Wissenschaft“ zu legen, solch offensichtlichen statistischen Hokuspokus akzeptieren, ist sowohl erstaunlich als auch frustrierend.
Interviewer
Was denken also die Klimaexperten wirklich? Ein Jahr bevor Obama seinen Tweet absetzte, befragte die American Meteorological Society (AMS) ihre 7000 Mitglieder. Sie erhielten etwa 1800 Antworten. Von diesen gaben nur 52 % an, dass sie glauben, dass die globale Erwärmung im 20. Jahrhundert stattgefunden hat und zumeist vom Menschen verursacht ist. Die verbleibenden 48 % sind entweder der Meinung, dass sie stattgefunden hat, aber größtenteils natürlich ist, oder dass sie nicht stattgefunden hat, oder sie wissen es nicht. Es ist zwar möglich, dass die drei Viertel der Befragten, die nicht geantwortet haben, die gleiche Meinung vertreten wie die Befragten, die geantwortet haben, aber es ist auch möglich, dass überzeugte Panikmacher eher an solchen Umfragen teilnehmen. In jedem Fall handelt es sich um eine kleine Stichprobe, selbst unter den AMS-Mitgliedern, geschweige denn unter den Wissenschaftlern der Welt.
John
Einige Jahre später gab es eine weitere Umfrage der niederländischen Umweltagentur, in der 66 % der Klimaexperten der Meinung waren, dass der Mensch die Hauptverantwortung für die Erwärmung seit 1950 trägt. Das ist weit weniger als 97 %, auch wenn es die anderen Studien übertrifft.
Ein Sozialpsychologe namens Jose Duarte, der sich auf die Gestaltung von Umfragen spezialisiert hat, veröffentlichte eine Analyse dieser Studie und wies darauf hin, dass die Stichprobe durch die Einbeziehung einer großen Zahl von Psychologen, Philosophen, Politikwissenschaftlern und anderen Nichtexperten verwässert wurde, wodurch die Ergebnisse als Maßstab für die Meinung von Wissenschaftlern bedeutungslos sind. Genauso wie Sie feststellen werden, dass die Leute, die diese 97%-Zahl zitieren, überwiegend keine ausgebildeten Wissenschaftler und schon gar keine ausgebildeten Statistiker sind.
Interviewer
Wir sind also nicht weiter, als wir zu Beginn waren. Die meisten Experten sind sich über die Grundlagen einig, nämlich dass Kohlendioxid ein Treibhausgas ist und wahrscheinlich eine gewisse Erwärmung verursacht und dass der Mensch einen gewissen Einfluss auf das Klima hat, der wahrscheinlich auch eine gewisse Erwärmung mit sich bringt. Aber über den Rest wird heftig gestritten: Wie stark wird die Erwärmung ausfallen? Ist sie ein Problem? Sollten wir versuchen, die Erwärmung aufzuhalten, uns anpassen oder abwarten? All dies sind wichtige Fragen, auf die wir gute Antworten brauchen.
John
Und es gibt die Behauptung, dass viele der nationalen Wissenschaftsakademien der Welt, die Hunderttausende von Wissenschaftlern auf der ganzen Welt vertreten, Erklärungen abgegeben haben, in denen sie den Konsens über die globale Erwärmung unterstützen und die Regierungen auffordern, die Emissionen zu senken. Das Problem ist, dass nicht eine einzige dieser Gesellschaften eine Umfrage unter ihren Mitgliedern durchgeführt hat, bevor sie ihre Erklärungen im Namen ihrer Mitglieder herausgegeben hat. Die Erklärungen wurden von einer kleinen Anzahl von Aktivisten veröffentlicht, die ihre Positionen in den Ausschüssen ausnutzten, um den Anschein zu erwecken, dass ihre Ansichten von allen Experten der Welt geteilt werden. Wenn dem aber so ist, warum haben diese Autoren ihre Mitglieder nicht befragt, bevor sie die Erklärungen veröffentlichten?
Es gibt noch eine Reihe anderer Studien, die einen Konsens zu beweisen versuchten. Aber sie stoßen auf die gleichen Probleme. Sie zeigen lediglich eine breite Übereinstimmung bei den unumstrittenen Punkten. Sie geben keine Auskunft darüber, ob eine Mehrheit der Wissenschaftler die globale Erwärmung für eine Krise hält. Und dann werden sie von Nicht-Wissenschaftlern wild herumgedreht, um uns Dinge zu erzählen, die sie gar nicht sagen, oft über Fragen, die sie nicht einmal zu untersuchen versucht haben.
Das Problem ist nicht nur, dass wir nicht wissen, wie viel Prozent der Wissenschaftler mit dieser oder jener Aussage über die globale Erwärmung einverstanden sind. Es geht um etwas viel Schlimmeres. Das ganze Gerede von einem 97%igen Konsens läuft auf eine unehrliche Mobbing-Kampagne hinaus, um die wissenschaftliche Debatte gerade dann zu unterdrücken, wenn wir sie am meisten brauchen, weil die Frage in der öffentlichen Politik eine so große Rolle spielt.
Der Physiker Richard Feynmann sagte einmal: „Mir sind Fragen, die nicht beantwortet werden können, lieber als Antworten, die nicht in Frage gestellt werden können“. Und das gilt besonders, wenn wir aufgefordert werden, auf der Grundlage dieser Antworten drastische Maßnahmen zu ergreifen.
Vor nicht allzu langer Zeit warnte der bereits erwähnte Umfrageexperte Jose Duarte seine Wissenschaftlerkollegen vor den negativen Folgen der Konsensbehauptung. Er sagte:
„Es ist nicht ratsam, über einen Konsens zu berichten, als ob er eine Ansammlung unabhängiger Urteile wäre. Der Mensch ist eine ultrasoziale Spezies, und Dissens ist weitaus kostspieliger als die Zustimmung zu einer vermeintlichen Mehrheit… Ein Wissenschaftler, der das vorherrschende Dogma über die vom Menschen verursachte Erwärmung anzweifelt oder auch nur kleinere Schätzungen vorlegt, wird wahrscheinlich auf einer McCarthy’schen schwarzen Liste von ‚Leugnern‘ landen. Selbsternannte Mainstream-Klimawissenschaftler verweisen die Öffentlichkeit auf solche Listen und billigen damit implizit die Verleumdung ihrer Kollegen. Das ist beunruhigend und in anderen wissenschaftlichen Disziplinen unüblich.
Die bedauerliche Wahrheit ist, dass auf Klimaexperten ein starker politischer Druck ausgeübt wird, Behauptungen über den bevorstehenden Weltuntergang nicht zu hinterfragen. Diejenigen, die dies tun, müssen mit hohen persönlichen und beruflichen Kosten rechnen, einschließlich einer Flut von Beschimpfungen, die für Menschen, die ihr Leben eigentlich dem stillen Streben nach Wissen und nicht der lauten Polemik widmen wollten, äußerst unangenehm sein können. Und das bedeutet, dass wir ihnen aufmerksam zuhören sollten, wenn sie sich gezwungen sehen, sich zu äußern.
Unabhängig davon, ob sie 50 %, 10 % oder 3 % der Experten ausmachen, kommt es auf die Beweise an, die sie vorlegen, und auf die Qualität ihrer Argumente.
Und ich hoffe, dass wir uns in diesem Punkt zu 100 Prozent einig sind.
Für den Climate Discussion Nexus, ich bin John Robson.
Künstliche Intelligenz beschleunigt den Klimawandel
geschrieben von Chris Frey | 7. Mai 2024
Helmut Kuntz
Daran musste der Autor denken, als er nachschaute, ob Tuvalu wirklich wie gerade wieder berichtet, wegen stark steigendem Pegelanstieg noch schneller als gedacht untergeht. In einer Zeit, in der elektrische Versorgungsnetze dank zugefügten EIN-/Ausschaltern als „intelligent“ bezeichnet werden, ein Abschalten wegen Energiearmut wie in Afrika als das hypermoderne Non-plus-Ultra (neu erfundene, angebotsorientierte Bereitstellung) von Energiemanagement verkündet wird, verwundert es nicht, dass jeder Unsinn, den ein Computer auszuspucken vermag, bis zur letzten Nachkommastelle gläubigst übernommen wird und dann als Dogma gilt.
So vollzieht sich zunehmend die (Zwangs-)Abgabe des Verstandes an undurchschaubare Computerprogramme, die wie einstmals das Orakel von Delphi zur Entscheidungsinstanz erhoben wurden und nicht angezweifelt, im neuen Deutschsprech nicht „delegitimiert“, werden dürfen.
Tuvalu versinkt schon wieder und das immer schneller. Allerdings weiß der Tidenpegel vor Ort immer noch nichts davon
Auf dem gerade vergangenen, jährlichen Petersberger Klimadialog (25. – 26.04.2024), einem von Angela 2010 eingeführtem, zusätzlich zum jährlichen COP-Massenspektakel erfolgendem Auflauf von Staaten, welche Interesse an den Klimareparationszahlungen der reichen (nur westlichen, da nur diese ihr Geld dafür verschenken) Länder haben, bewies unsere Annalena wieder ihr profundes Klimawissen. Stolz erklärte sie in ihrer Eröffnungsrede, dass und wie Deutschland – also sie – sich ganz besonders verpflichtet fühlt, allen sich klimagebeutelt wähnenden Staaten möglichst viel Geld ihrer Bürger zu überweisen, da sie genau weiß und mitfühlen kann, wie das vom schlimmen Klimasünder Deutschland mit verursachte, schlechte Wetter dort Probleme und Ängste verursacht.
Und pünktlich geht Tuvalu dazu wieder unter
Bild 0 Meldung zu Tuvalu am 22.04.2024
Starinsider (Auszüge): Einigen Wissenschaftlern zufolge könnte Tuvalu innerhalb der nächsten 50 bis 100 Jahre oder weniger unbewohnbar werden, wenn der Meeresspiegel weiterhin mit der gleichen Geschwindigkeit ansteigt Alarmierender Anstieg des Meeresspiegels Der atemberaubende Inselstaat steht vor der Herausforderung, die weitreichenden Auswirkungen des Klimawandels zu bewältigen. Insbesondere der seit 1993 auftretende Anstieg des Meeresspiegels um 5 Millimeter pro Jahr bereitet den Insulanern große Sorgen.
Der ehemalige australische Premierminister Kevin Rudd schlug vor, den Bürgern von Tuvalu im Gegenzug für die Meeres- und Fischereirechte ihres Landes die volle Staatsbürgerschaft zu gewähren. Sopoaga wies diesen Vorschlag jedoch zurück und bezeichnete seinen Vorschlag als „imperiales Denken“.
Die Robert Bosch Stiftung stößt in das gleiche Horn und „weiß“ zusätzlich, dass es bereits „in den nächsten Jahrzehnten“ geschehen wird, auch, dass Deutschland beim Verhindern eine Führungsrolle einnehmen soll: Appell an die Bundesregierung KLIMAPOLITIK: SCHUTZ DER PAZIFIKINSELN VORANTREIBEN Im April 2023 stellte die Weltorganisation für Meteorologie fest, dass sich der Anstieg des Meeresspiegels im globalen Durchschnitt in den letzten zehn Jahren verdoppelt hat. Dieser Anstieg und die Folgen der Klimakrise bedrohen in vielen Teilen der Welt eine sichere Zukunft: Die pazifischen Atoll-Inselstaaten Tuvalu, Kiribati und die Marshall-Inseln werden innerhalb der nächsten Jahrzehnte unbewohnbar werden. Der steigende Meeresspiegel ist damit zu einer existenziellen Frage für das politische, wirtschaftliche, kulturelle und soziale Gefüge und Erbe dieser Länder geworden. Deutschland kann eine globale Führungsrolle übernehmen
Der von unseren Medien – zumindest den Nordbayerischen Nachrichten – zum neuen „Klimaguru“ erhobene Wissenschaftsjournalist Ranga Yogeshwar erzählte gerade auf der Nürnberger Nachhaltigkeitskonferenz, dass ihm vor ein paar Wochen auf einer Konferenz der Präsident der Seychellen sagte, dass sie dort Menschen umsiedeln müssen, weil die Inseln zusehends buchstäblich untergehen wegen des Anstiegs des Meeresspiegels.
Dazu vorab der Pegelverlauf der Seyschellen (dick-schwarz) und weil der dazu googelbare Pegelverlauf für eine Betrachtung zu kurz ist, darüber gelegt weitere, längere Pegelverläufe im Indischen Ozean:
Bild 1 Tidenpegelverläufe im Indischen Ozean um die Sychellen. Grafik vom Autor erstellt
Deutlich ist zu sehen, dass sich der Tidenpegel im Indischen Ozean seit 196x um etwa 10 cm erhöht hat. Warum deshalb Umsiedlungen nötig sein sollen, erschließt sich zumindest dem Autor nicht. Der NN-Redakteur hat leider auch nicht dazu nachgefragt.
Für „Kenner“ der Klimapolitik und unserer Annalena wäre eine Vermutung: Es gibt dafür viel Geld von westlichen Staaten.
Als besonderes Bonmot erzählte Herr Yogeshwar in Nürnberg auch, dass das (regelmäßige) Volllaufen von Unterführungen in der zusehends verlotternden Stadt Nürnberg ein eindeutiger Beleg des Klimawandels sei. Auch die Probleme der Rückversicherer mit den steigenden Klimaschäden seien es.
Dabei vergaß er nur, zu zeigen, wie der Aktienkurs des größten Rückversicherers diesen „Klimawandelbeleg“ interpretiert, seitdem das sich stetig wandelnde Klima besonders schlimm wütet, mit der Folgerung: Wer am ausgerufenen Klimawandel nicht gut verdient, muss wohl eher besonders dumm sein:
Bild 2 Munich Re Aktienkursverlauf
Der Deutsche Klima-Monitoringbericht 2019 wusste es deshalb auch besser als Herr Yogeshwar: … Schadenaufwand in der Sachversicherung: „Ein signifikanter Trend zeichnet sich bisher nicht ab“
Oft finden sich im Ausland Daten, welche bei uns niemand ermittelt, weil der Biobürger nicht zu meckern, sondern brav zu zahlen hat:
Bild 3 USA, Kosten durch Flutereignisse seit 1903
Aber ein leitender Redakteur der Nordbayerischen Nachrichten hat diesen Vortrag mit enthusiastischer Begeisterung aufgenommen, konnte danach vor Zukunftsängsten allerdings wohl kaum noch schlafen und ihn den Lesern deshalb mit dem Titel „In Greta Thunbergs Hölle“ präsentiert.
Man muss das verstehen. Diese Redaktion hat von ihren Inhaberinnen wohl die Order bekommen, den Kampf gegen alles was rääääächts ist zu priorisieren und intensivieren und täglich umfangreich(st) darüber zu berichten. Möglichst anhand eines langen Interviews oder Artikels über eine erfolgreiche Jagd danach.
Denn auf gar keinen Fall möchte man auf einem der gesellschaftlichen Empfänge in den üblichen, honorigen Kreisen zu hören bekommen, dass in ihrer Zeitung irgend etwas die Politik Kompromittierendes – gar etwa gegen GRÜN-Links gerichtet -, zu finden wäre (Anmerkung: Reinste, völlig frei erfundene Fabulierung des Autors, der die Zeitung täglich bekommt).
Da bleibt einfach keine Zeit mehr für Recherche oder gar Information zum Thema Klimawandel und Energie. Man vertraut absolut der etablierten „Klimawissenschaft“ (Antwort eines Leitredakteurs auf Anfrage).
Der Klimawandel „kennt“ damit wohl das erste, gesicherte „Perpetuum Mobile“
Denn Tuvalu versinkt „ohne eigenen Antrieb“ mit einer Regelmäßigkeit, nach der man eine Uhr – beziehungsweise Klimahysterieveranstaltungen – stellen könnte: [Link]EIKE, Okt 19.2023: Tuvalu versinkt nicht. Im Grund doch vollkommen egal. Wichtig ist nur, dass es in Simulationen untergehen könnte [Link]EIKE, 02.12.2022:Ich will Geld vom reichen Westen … [Link] EIKE 19.02.2018: Die immer neu aufsteigenden und untergehenden Inseln wie zum Beispiel Tuvalu [Link] EIKE 15.04.2017: Im Klimawandel-Unterricht bitte üben, wie man unsere Regierung zum Bezahlen von Schutzgeldern auffordert [Link] EIKE 04.11.2016: Tuvalu versinkt mal wieder – rechtzeitig zum Klimagipfel in Marrakesch [Link] EIKE 26.11.2015: Gehen die Südseeinseln wirklich wegen des Klimawandels unter, Teil 2
Dazu wieder die vor Ort gemessenen Daten
Die Welt verändert sich immer schneller. Teils wegen der vielen, immer neuen entdeckten Kipppunkte gar abrupt. Also bleibt dem Autor wieder die Angst, trotz seiner wirklich vielen Recherchen zu Tidenpegeln und nicht erfolgenden Untergängen einen nun doch gesicherten Pegeluntergang verschlafen zu haben.
Zum Glück lassen sich (noch) einige seriöse Pegelverläufe finden. Die Quelle für (Normalbürgern zugängliche) verlässliche Pegeldaten dieser Gegend ist die der Australischen Regierung mit dem Pazifik-Monitoringprogramm. Allerdings ist diese Plattform umgezogen und stellt inzwischen weit weniger Daten als früher zur Verfügung. Derzeit lässt sich das alte Portal allerdings mit etwas Glück noch aufrufen:
Bild 4 Das neue Portal mit den Seepegeldaten im bisher von Australien „beobachteten“ Pazifikbereich
In der ersten Schreckensmeldung wird bei Tuvalu über einen Meerespegel-Anstieg von 5 mm jährlich seit 1993 berichtet.
Als Klimaskeptiker bekommt man da schon einen gehörigen Schreck. Denn der weltweite Tidenpegelanstieg soll doch irgendwo zwischen 1,5 … 2,5 mm/pa betragen und keinesfalls diese „schlimmen“ 5mm/pa und das dazu noch erst seit 1993, also mit Beschleunigung.
Zum Versuch einer (Er-)Klärung anbei die im April abgerufenen Daten von Tuvalu. Deutlich erkennbar die vielen Erdbeben, welche die Atolle „hüpfen“ lassen und mit Sicherheit die Pegelverläufe signifikant verändern (diese Tidenpegel sind „roh“ und damit nicht isostatisch korrigiert):
Bild 5 Tidenpegelverlauf Tuvalu Mittelwert von 3.1993 – 2.2024 (Monatsauflösung) mit Regressionsgerade. Grafik anhand der Pegeldaten vom Autor erstellt
Wertet man die Regressionsgerade aus, dann ergibt sich ein Pegelanstieg von ca. 5 mm/a. Dass dieser Anstieg wie berichtet seit 1993 besteht, liegt nicht daran, dass es früher vielleicht anders gewesen wäre, sondern, dass (was nicht berichtet wird) der Messbeginn im Jahr 1993 liegt.
Betrachten wir deshalb die Pegeldaten von Tuvalu genauer und schauen, was die (sture) Regression vielleicht nicht erkennt:
Bild 6 Tidenpegelverlauf Tuvalu Mittelwert von 1.1994 – 12.2024 mit Mittelwertverlauf und Kanalbegrenzung. Grafik anhand der Pegeldaten vom Autor erstellt
Die sich damit anhand der Betrachtung des Mittelwertverlaufes ergebende Veränderung sieht man anhand der Daten der gestrichelt eingezeichneten Steigung des Mittelwertes.Sie beträgt 2,3 mm/pa und liegt damit in der von Klimaskeptikern „erwarteten“ Spanne. Die stur rechnende Regressionsgerade steigt mit 4,8 mm/pa.
Genau lässt sich der wahre Pegelanstieg anhand dieser Tidendaten nicht ermitteln, weil dazu die Pegelspannen und die Einwirkungen der vielen Erdbeben zu groß sind. Als Fazit lässt sich aber sagen, dass bei Tuvalu eher ein „natürlicher“ Pegelanstieg, als die extrem gemeldeten, 5 mm/pa vorliegen.
Sehr schön lässt sich damit auch zeigen, wie die Weltorganisation für Meteorologie zu der Aussage kommt, dass sich „der Anstieg des Meeresspiegels im globalen Durchschnitt in den letzten zehn Jahren verdoppelt hat“. Man muss nur davon ausgehen, dass die Wenigsten den genauen Pegelverlauf kennen oder nachsehen und schon lässt sich der gewünschte Alarm risikolos publizieren:
Bild 7 Tidenpegelverlauf Tuvalu. Bild 6 mit den „letzten 10 Jahren verdoppelter Anstieg“. Grafik vom Autor erstellt
Früher hätte man so etwas als in der Nähe einer betrügerischen Absicht betrachtet und entsprechend behandelt.
Seit eines von dem Wenigen, was in unserer Regierung wirklich funktioniert, allerdings auch das konsequente Hinauswerfen von Geld zur Weltrettung ist, werden solche „Informationen“ von deren Vertretern dankend als Beleg dafür aufgenommen.
Ein Beispiel, wie das unsere Annalena mit Bravour umsetzt: [Link] EIKE, 21.11.2022: Früher musste man seinen Namen zumindest tanzen können, heute reicht es, sich werbewirksam anzukleben
„StarsInsider“ berichtet auch von weiteren Problemen: Weitere negative Folgen des Klimawandels Die zunehmenden Temperaturen und der steigende Meeresspiegel gefährden das Land. Die Korallenatolle und Inseln an den Küsten sind der Erosion ausgesetzt, wodurch das ohnehin schon begrenzte Land weiter schrumpft. Ausbleichen der Korallenriffe Auch in den Korallenriffen vor Tuvalu kommt es aufgrund der steigenden Temperaturen zur Korallenbleiche.
Dazu anbei der Verlauf der Wassertemperatur:
Bild 8 TUVALU Wassertemperaturen. Quelle: Australien Government Pacific Sea Level and Geodetic Monitoring Project
Auch eine weitere Problematik der hochgelobten, künstlichen Intelligenz „KI“ lässt sich anhand von Pegeldaten zeigen. Wer nur den vom Computer stur berechneten Pegelanstieg kennt, kann leicht zu vollkommen falschen Daten kommen:
Bild 9 Beispiel einer computergenerierten Pegelanstiegsermittlung. Quelle NOAA
Hier muss man der NOAA allerdings zugestehen, dass zumindest das nicht bewusst gewollt ist, sondern auf der für diese Rohdaten nicht durchgeführten Isostatikkorrektur beruht.
Im Vergleich mit anderen Atollen und Inseln sieht man dann wieder die Größenordnungen wirklicher Pegel-Anstiegswerte:
Bild 10 Pegelverlauf Midway Atoll. Quelle NOAA
Bild 11 Pegelverlauf Honolulu. Quelle NOAA
Bei „ehrlichen“ Betrachtungen zum Klimaverlauf muss man konsequent auch längere Zeiträume ansehen. Nur so lässt sich der aktuelle Zustand wirklich einschätzen.
Zu den Pegeln sieht es dann so aus, dass er historisch gesehen derzeit sehr niedrig ist. Vor allem hat er sich auch in historischen Zeiten ohne das CO2 so erheblich verändert, dass die aktuellen Änderungen dagegen als „Peanuts“ erscheinen und vor allem sehr natürlich sein können:
Bild 12 Malediven, historische Pegelrekonstruktion. Quelle: (9 Fig. 2.) The Late Holocene sea level changes in the Maldives (N. A. Mörner, 2007) including 7 transgression peaks in the last 4000 years with 3 peaks in the last millennium.
Pegelanstiegswerte um Tuvalu herum
Zur Erhärtung der Meinung des Autors, dass Tuvalu weiterhin nur in Erzählungen, also in passend parametrierten Klimasimulationen, versinkt, weitere Pegelverläufe direkt um Tuvalu herum:
Bild 13 Atolle um Tuvalu. Quelle: Australien Government Pacific Sea Level and Geodetic Monitoring Project (Ausschnitt)
Bild 14 Tidenpegelverlauf Kiribati Mittelwert von 1993 – 2024 mit Mittelwertverlauf und Kanalbegrenzung. Grafik anhand der Pegeldaten vom Autor erstellt
Bild 15 Tidenpegelverlauf NURU Mittelwert von 1993 – 2024 mit Mittelwertverlauf und Kanalbegrenzung. Grafik anhand der Pegeldaten vom Autor erstellt
Vieles ist darin zu sehen, aber mit Sicherheit kein Untergang
Wie „Untergänge“ in dieser von Taifunen und Erdbeben gebeutelten Erdgegend aussehen, zeigt Samoa. Die dortigen Bewohner haben einen Kipppunkt erlebt und wurden dadurch spontan schon auf den Pegel des 21. Jahrhunderts katapultiert:
Bild 16 Pegelverlauf von Samoa mit Landsenkung durch Erdbeben (Hilfslinien vom Autor zugefügt). Quelle: Australien Government Pacific Sea Level and Geodetic Monitoring Project
Das viele Schmelzwasser kommt doch aus den Polregionen. Wie verlaufen dort Pegel?
Nach den Erzählungen kommt das den Pegelanstieg beschleunigende, extrem viele Wasser vom Schmelzen des Grönlandeises und dem Abrutschen der Antarktisgletscher. Da Wasser in der Bewegung etwas Zeit benötigt, müsste sich ein beschleunigender Pegelanstieg vor allem an den Polrändern zeigen.
Als Beispiel dazu der Pegel der (angeblich) besonders schlimm vom steigenden Pegel bedrohten deutschen Nordseeküste, die allerdings eher eine Anstiegsverringerung, als eine Beschleunigung zeigt:
Bild 17 Cuxhaven, Pegelverlauf seit 1843. Grafik anhand der diesen April abgerufenen Pegeldaten vom Autor erstellt
Nicht viel anders in der Nähe der Antarktis. Keine Anstiegsbeschleunigung, nicht einmal ein Anstieg ist erkennbar:
Bild 18 Pegelverlauf Neuseeland, Südinsel – Jackson Bay (Hilfslinien vom Autor zugefügt). Quelle: Australian Government Pacific Sea Level and Geodetic Monitoring Project
Fazit
Erkennbar hat der Autor den Untergang von Tuvalu nicht „verschlafen“. Allerdings hat er wieder feststellen müssen, wie beim sich stetig wandelnden Klima weiterhin hemmungslos gelogen wird Daten zum gewünschten Narrativ passend zurechtgebogen und gläubig übernommen werden.