Kältereport Nr. 30 / 2024

Christian Freuer

Vorbemerkung: Auch diesmal stehen nicht so sehr aktuelle Meldungen im Vordergrund, sondern auch mehrere Hintergrund-Informationen (siehe unten). Einige davon sind einer separaten Übersetzung würdig, andere Informationen werden anderweitig thematisiert und dann auch entsprechend übersetzt. In den Einzelmeldungen stehen naturgemäß auch wieder die Landmassen der winterlichen Südhalbkugel im Mittelpunkt.

Meldungen vom 22. Juli 2024:

Der Schnee sammelt sich in „Down Under“ – Kälterekorde werden gebrochen

In der Nacht von Freitag auf Samstag kam es in den Australischen Alpen zu einem massiven Schneesturm.

Obwohl „The Science“ eine Zukunft ohne Schnee vorausgesagt hatte, bescherte dieses Wochenende den Skigebieten im Südosten des Landes ein spektakuläres „Weihnachten im Juli“, wobei in beliebten Touristenorten mehr als 50 cm Schnee fielen.

Angus Hines vom Bureau of Meteorology (BoM) bezeichnete dies als einen „sehr winterlichen Einbruch“.

Auf dem Mount Buller fielen am Samstagmorgen 22 cm Schnee, im Laufe des Tages sammelten sich weitere 15 cm an, und es ist noch mehr Schnee im Anmarsch. „Es war brillant, es fing am Freitagabend an zu schneien und hat nicht mehr aufgehört“, sagte der Marketing Manager des Skigebiets, David Clark. „Das sind die besten Bedingungen, die wir bisher gesehen haben.

Queensland verzeichnete am Montag weitere Rekord-Tiefstwerte. Im tropischen Norden Queenslands sank die Temperatur in Cairns auf 11,4°C, in Townsville auf 8,6°C und an der Sunshine Coast auf beachtliche 3,7°C. Küstenorte wie Mackay bekamen die Kälte ebenfalls zu spüren, wurde es doch dort 4,4 °C kalt.

Im südlichen Queensland herrschten Minusgrade: Oakey verzeichnete mit -4,4 °C den kältesten Morgen des Bundesstaates, in Amberley wurde -1,2 °C gemessen, Applethorpe fiel auf -3,8 °C und Warwick auf -3,7 °C.

Auch andernorts wurden langjährige Rekorde gebrochen: Palmerville in Cape York zum Beispiel erlebte den kältesten Tag seit 125 Jahren mit einem Rekord-Tiefstwert von 0,5 °C.

————————————

Bengaluru (Indien) friert

Die indische Stadt Bengaluru hat nach Angaben des Indian Meteorological Department (IMD) mit 23,8 Grad Celsius eine der niedrigsten Sommertemperaturen aller Zeiten erlebt.

Damit wich die Hauptstadt von Karnataka deutlich vom Durchschnitt ab und verzeichnete eine der niedrigsten Juli-Temperaturen in der Geschichte der im Süden Indiens gelegenen Stadt – in einer Reihe, die bis Ende der 1800er Jahre zurückreicht.

Die ungewöhnliche Kälte wird in erster Linie auf ein Tiefdruckgebiet über der Küste Karnatakas zurückgeführt, das kühle, feuchte Luft aus dem Arabischen Meer in die inneren Regionen des Bundesstaates geleitet hat. Dies wurde vom IMD-Wissenschaftler CS Patil hervorgehoben, der einen dramatischen Rückgang der Tagestemperatur um 3,2 °C innerhalb von nur 24 Stunden feststellte – höchst ungewöhnlich für diesen Teil der Welt zu dieser Jahreszeit.

Link: https://electroverse.substack.com/p/the-snow-piles-up-down-under-cold?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

————————————

Meldungen vom 23. Juli 2024:

Hier hat Cap Allon mehrere Hintergrund-Beiträge gepostet, von denen Einige einer separaten Übersetzung würdig sind. Deswegen kommt hier nur eine Meldung, und die hat primär nichts mit einem Kalt-Ereignis zu tun:

USA: Landesweite Höchstwerte

Mit freundlicher Genehmigung von Chris Martz auf X zeigt die nachstehende Karte die „Allzeit“-Höchsttemperaturrekorde der USA nach Bundesstaaten.

38 der 50 Bundesstaaten (76 %) haben ihre Höchsttemperaturen vor 1955 gemessen, in 43 Staaten wurden die Höchsttemperaturen 1985 oder früher gemessen:

Zur Orientierung: 100°F ≅ 38°C; 110°F ≅ 43°C; 120°F ≅ 49°C

Es gibt keine „Globale-Erwärmung-Krise“!.

Link: https://electroverse.substack.com/p/study-confirms-co2-is-greening-the?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

————————————

Meldungen vom 24. Juli 2024:

Kaltfront in Texas bricht Tages-Rekordwerte

In den gesamten Vereinigten Staaten war anomale Kälte das beherrschende Thema dieser Woche – daher auch das Winden in den Medien.

Die Temperaturen im größten Teil der USA liegen nun schon seit einer Woche unter dem Durchschnitt, und das soll auch so bleiben.

GFS 2m Temperaturanomalien (C) für den 23. Juli [tropicaltidbits.com].

Tägliche Rekorde sind gefallen, unter anderem in Killeen-Fort Cavazos, Texas, wo am Dienstag ein neuer Rekord-Tiefstwert von 28°C aufgestellt wurde. Laut den Büchern des Nationalen Wetterdienstes ist dies die niedrigste jemals gemessene Höchsttemperatur für den 23. Juli in diesem Gebiet und liegt noch unter den 30°C von 1978.

Bemerkung des Übersetzers hierzu: Es zeichnet diesen Blog aus, dass Rekordwerte gemeldet werden, die man sonst wohl kaum als solche betrachten würde. Leider fehlen Angaben dazu, wie die Menschen dort diese Unterbrechung der sonst normalen Hitze dort aufnehmen. Gleiches gilt natürlich auch für die indische Stadt Bengaluru (siehe weiter oben).

————————————

Die Kälte in Australien deckt Defizite bei der Energieversorgung auf

Eine ungewöhnliche und lang anhaltende Kältewelle im Südosten Australiens hat zu einer Rekordnachfrage auf dem nationalen Strommarkt (NEM) geführt.

In den Monaten April, Mai und Juni führten die anhaltend niedrigen Temperaturen, insbesondere in Victoria, zu einem erheblichen Anstieg der morgendlichen Spitzenstromnachfrage, wie aus den jüngsten Zahlen des Australian Energy Market Operator (AEMO) hervorgeht.

Dieser Beitrag listet in schonungsloser Offenheit, was da auch auf uns zukommen könnte, so es mal wieder eine längere und intensive Frostperiode gibt. Daher wird der komplette Beitrag separat übersetzt.

————————————

Großbritanniens kühler Sommer führt zu niedrigen Fledermauszahlen

Naturschutzorganisationen in ganz England berichten über einen Anstieg unterernährter Fledermäuse, der auf den historisch kühlen Sommer in UK zurückzuführen ist, der die Population von Insekten, einschließlich Schmetterlingen und Motten erheblich reduziert hat, von denen sich die Fledermäuse ernähren.

In Regionen wie Cambridgeshire, Norfolk, Worcestershire, Essex und Lancashire werden mehr „verhungerte“ oder „untergewichtige“ Fledermäuse, insbesondere Jungtiere beobachtet, die gerettet und versorgt werden müssen. Insgesamt werden in diesem Sommer viel weniger Fledermäuse beobachtet.

Butterfly Conservation hat in diesem Jahr auch einen erheblichen Rückgang der Insekten festgestellt. Dr. Dan Hoare, Direktor von Conservation, führt dies auf den nassen Frühling und die anhaltend niedrigen Temperaturen zurück: „Schmetterlinge und Falter brauchen Wärme und trockene Bedingungen, um zu fliegen und sich zu paaren. Wenn das nicht der Fall ist, haben sie weniger Möglichkeiten, sich fortzupflanzen“.

Fazit: Kälte, nicht Wärme, ist die wirkliche Gefahr! A. d. Übers.

————————————

Ungewöhnlich persistentes Meereis in der Hudson Bay

Ein breites Band aus Meereis staut sich am Westufer der Hudson Bay und hält sich trotz der Mitte Juli herrschenden Wärme.

Seine ungewöhnliche Dicke deutet darauf hin, dass es nicht so bald verschwinden wird, was bedeutet, dass die meisten Eisbären in der westlichen Hudson Bay wahrscheinlich noch mindestens ein paar Wochen an der Küste bleiben werden, schreibt die Zoologin Susan Crockford in ihrem Blog.

Die von Forschern der University of Alberta markierten Bären befinden sich fast alle noch auf dem Eis – nur zwei sind bisher an Land gekommen:

Die dunkelblauen Flecken in der unten stehenden Grafik zeigen, wie anomal dieser Sommer für die Bucht ist:

Die Hartnäckigkeit dieses dicken Eises widerspricht den Erwartungen vieler Experten, die für dieses Jahr ein baldiges Verschwinden desselben prophezeit hatten.

Link: https://electroverse.substack.com/p/texas-cold-front-breaks-daily-records?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

————————————

Am 25. Juli 2024 postet Cap Allon keine Einzelmeldungen, sondern lediglich drei Hintergrund-Beiträge, die aber allesamt so interessant sind, dass sie jeweils separat übersetzt werden.

————————————

Eine Meldung vom 26. Juli 2024:

Weingüter in B.C. erhalten Unterstützung nach dem verheerenden Frost im Winter

Am Donnerstag wurde bekannt gegeben, dass die zahlreichen Weinbaubetriebe in British Columbia vorübergehend unterstützt werden sollen, die im Januar von verheerendem Frost mit massiven Traubenverlusten betroffen waren.

Neue Maßnahmen werden die Verwendung von Trauben und Saft von außerhalb der Provinz für die Weinlese 2024 ermöglichen, um der Industrie zu helfen, sich von den schweren Schäden an den Reben zu erholen, die sie zu Beginn des Jahres erlitten hat.

„Es war eine außerordentlich harte Saison mit einem beispiellosen Frost, der die Zukunft der Weinindustrie von B.C. bedroht“, sagte Roly Russell, parlamentarischer Staatssekretär für ländliche Entwicklung und MLA für Boundary-Similkameen. „Weinkellereien, die von lokalen Trauben abhängig sind, stehen vor einem düsteren Jahr, es sei denn, sie können ihre Verluste durch den Bezug von Trauben von außerhalb B.C. ausgleichen.“

————————————

Auch hier bringt Cap Allon wieder ein paar Hintergrund-Meldungen, die aber alle anderweitig behandelt werden. Bei ihm geht es einmal um eine Stratosphären-Erwärmung über der Antarktis, um eine Grün-Idiotie im Zusammenhang der Vergabe der Winterspiele 2020 nach Frankreich, wo angeblich „der Schnee bis dahin vollständig verschwunden sein wird“, um die Meldung von „Copernicus“ des „heißesten Tages jemals und um eine gewaltige Sonneneruption.

Link: https://electroverse.substack.com/p/bc-wineries-get-support-after-devastating?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

————————————

Wird fortgesetzt mit Kältereport Nr. 31 / 2024

Redaktionsschluss für diesen Report: 26. Juli 2024

Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE




Plötzliche Stratosphären-Erwärmung über der Antarktis

Cap Allon

Die Wetterlage auf der Südhalbkugel deutet auf eine plötzliche Erwärmung der Stratosphäre (SSW) über dem Südpol hin – ein seltenes, aber bedeutendes Ereignis mit globalen Auswirkungen.

Der Polarwirbel, der die Kälte am Pol hält, kann gelegentlich durch ein SSW-Ereignis unterbrochen werden. Bei kleineren SSWs steigen die Stratosphärentemperaturen innerhalb einer Woche um mindestens 25 °C, während bei größeren SSWs auch die Stratosphärenwinde dramatisch abnehmen.

Derzeit wird in der Stratosphäre über der Ostantarktis eine starke Erwärmung beobachtet, die sich dem Schwellenwert für eine kleine SSW („Minor Warming“) nähert:

SSWs können den Polarwirbel abschwächen oder verdrängen und so das Wetter in der Troposphäre beeinflussen.

Der Polarwirbel erstreckt sich von der Troposphäre, wo das Wetter stattfindet, bis in die Stratosphäre, wo sich die Ozonschicht befindet. Er wirkt wie ein großer Wirbel, der die Pole bis in die mittleren Breiten abdeckt und in verschiedenen Höhenlagen unterschiedliche Formen annimmt.

Die Überwachung des Polarwirbels ist entscheidend, da er das tägliche Wetter beeinflusst. Ein starker Wirbel hält kalte Luft an den Polen zurück und sorgt andernorts, d. h. in mittleren Breiten, für mildere Bedingungen, während ein schwacher Wirbel kalte Luft in niedrigere Breiten entweichen lässt, was zu „Polarausbrüchen“ führt. Hier die äquivalenten Verhältnisse über dem Nordatlantik:

Aktuelle Analysen zeigen, dass eine Wärmewelle gegen den Kern des Wirbels drückt und erhebliche Druckanomalien verursacht:

Die Erwärmung der Stratosphäre, bei der die Temperaturen über 60 °C über dem Durchschnitt liegen, verringert die Windgeschwindigkeiten des Wirbels:

SSW-Ereignisse sind in der südlichen Hemisphäre selten und wurden in der Satellitenära bisher nur dreimal aufgezeichnet: September 2002, September 2010 und August-September 2019.

Frühere Ereignisse haben zu anhaltenden Kälteausbrüchen über den Landmassen der Südhemisphäre geführt. Nach dem Ereignis von 2010 erlebte Neuseeland einen rekordverdächtig kalten Oktober, wobei auch die Niederschlags-Rekorderte fielen.

Die neuesten Modellrechnungen für das Jahr 2024 deuten darauf hin, dass die dokumentierte Erwärmung dazu führen wird, dass sich Ende Juli über der Antarktis überdurchschnittlich hoher Luftdruck einstellt, der in den mittleren Breiten zu niedrigerem Luftdruck führt.

Neuseeland, Australien, Südamerika und das südliche Afrika könnten dadurch stürmischere und kältere Bedingungen erleben, die möglicherweise mehr als zwei Monate andauern und somit den gesamten Winter beeinflussen.

Was die globalen Auswirkungen angeht, so verbindet die Brewer-Dobson-Zirkulation die Stratosphären beider Hemisphären.

Eine Studie über die Südpol-SSW 2019 zeigt erhebliche atmosphärische Störungen in der Ionosphäre über den Vereinigten Staaten und Europa. Diese Störungen wirken sich sowohl auf die geomagnetische Aktivität als auch auf das Wetter aus, was sich möglicherweise auf den folgenden Winter auf der Nordhalbkugel auswirkt. Die Verfolgung dieser Veränderungen ist zwar komplex, aber es besteht ein Zusammenhang zwischen anhaltenden Hochdruckanomalien über dem Südpol und niedrigeren Temperaturen in den Vereinigten Staaten während des folgenden Winters.

Link: https://electroverse.substack.com/p/buenos-aires-coldest-first-half-of?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke)

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Aktualisierung: Neues zum stratosphärischen Wasserdampf

Cap Allon

Während in Australien in letzter Zeit eine Abkühlung zu verzeichnen war, ist die Thermometer weltweit in den letzten 12 oder mehr Monaten leicht gestiegen, was vor allem auf die beispiellose Injektion von stratosphärischem Wasserdampf nach dem Vulkanausbruch Hunga Tonga-Hunga Haʻapai zurückzuführen ist. Unter Bezugnahme auf die wenigen Studien, die zu diesem Thema durchgeführt wurden, wird aktuell eine Abkühlung in Australien vorhergesagt.

Der zusätzliche Wasserdampf in der Stratosphäre, die ~150 Tg, die Anfang 2022 zugeführt wurden, ist das entscheidende Klima-Ereignis der letzten zwei Jahre (H₂O ist das stärkste Treibhausgas), wird aber von den etablierten Klimawissenschaftlern ständig unter den Teppich gekehrt und von der Presse noch weniger erwähnt.

Und das, obwohl die NASA selbst seine Bedeutung leise einräumt.

Wie auf der Website der Behörde zu lesen ist, führte der Ausbruch des Unterwasservulkans Hunga Tonga-Hunga Ha’apai (HT-HH) „zur größten stratosphärischen Aerosolstörung seit dem Ausbruch des Pinatubo“. … „Studien haben angenommen, dass HT-HH aufgrund seiner größeren und beständigeren Wasserdampffahne einen Nettoerwärmungseffekt auf die Oberfläche haben wird.“

Eine der wenigen Studien zu diesem Thema ist „Long-term climate impacts of large stratospheric water vapor perturbations“ (Langfristige Klimaauswirkungen großer stratosphärischer Wasserdampfstörungen), veröffentlicht im Journal of Climate. Darin heißt es, dass große stratosphärische Wasserdampfanomalien „zu einer starken und anhaltenden Erwärmung der Landmassen der nördlichen Hemisphäre im borealen Winter und zu einer Abkühlung im australischen Winter über Australien führen, und zwar noch Jahre nach dem Ausbruch.“

Weiter heißt es:

„Vulkanausbrüche kühlen die Erdoberfläche normalerweise ab, indem sie Schwefeldioxid freisetzen, das sich dann in Aerosole verwandelt, die das Sonnenlicht reflektieren. Bei [HT-HH] wurde jedoch eine erhebliche Menge Wasserdampf – ein starkes Treibhausgas – in die Stratosphäre freigesetzt“.

Die Studie geht auf die Folgen einer so großen stratosphärischen Injektion von WV ein und stellt fest, dass „die Temperaturen in weiten Teilen der Welt über mehrere Jahre hinweg um mehr als 1,5 °C steigen, obwohl es in einigen Gebieten zu einer Abkühlung von fast 1 °C kommt.“

Die Forscher verwendeten Chemie-Klimamodell-Simulationen, um diese Effekte zu entschlüsseln, und sie zeigen, dass solche SWV-Anomalien „Auswirkungen auf die Oberfläche auf einer dekadischen Zeitskala haben können. … Unsere WACCM-Simulationen zeigen weltweit signifikante Anomalien der Temperatur und des Niederschlags, die ihren Höhepunkt in den Jahren 3 bis 7 nach der anfänglichen Injektion der Wasserdampffahne in die Stratosphäre erreichen, z. B. in den Jahren 2025 bis 2029 für HT-HH, aber auch schon früher auftreten können.“

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Wasserdampf im Gegensatz zu schwereren vulkanischen Aerosolen weniger von der Schwerkraft beeinflusst wird und länger in der Schwebe bleibt, was seine erwärmende Wirkung verstärkt. Erhöhter stratosphärischer Wasserdampf erhöht die globalen Temperaturen, das wird nicht bestritten, aber es wird seit dem 15. Januar 2022 verdächtig umgangen.

Die Dissipation dieses Wasserdampfs wird schließlich durch verschiedene atmosphärische Prozesse erfolgen, darunter photochemische Reaktionen und die allmähliche Ablagerung in der unteren Atmosphäre. Der genaue Zeitplan für die Auflösung ist ungewiss, aber Modelle deuten darauf hin, dass die erhöhte Feuchtigkeit in der Stratosphäre wahrscheinlich mehrere Jahre anhalten wird, bevor sie auf das Niveau vor dem Ausbruch zurückkehrt.

Wenn dies geschieht, wird der vorübergehende Erwärmungseinfluss nachlassen, und ich erwarte, dass die globalen Temperaturen in der unteren Troposphäre wieder auf den Ausgangswert zurückkehren, der vor dem Beginn der HT-HH-Wärmewirkung im Jahr 2023 lag (eine Verzögerung, die durch die Zeit verursacht wird, die der injizierte Wasserdampf braucht, um sich in der Schicht zu mischen und zu verteilen).

Um das SWV-Volumen und die Ausbreitung zu verfolgen, stehen uns die täglichen V5-Wasserdaten des NASA JPL Microwave Limb Sounder (MLS) auf dem NASA-Satelliten Aura zur Verfügung. Dieses Diagramm zeigt Wasserdampfdaten auf verschiedenen Druckniveaus und in verschiedenen Breitengraden. Die Wasserdampfkonzentration wird in Teilen pro Million (ppm) angegeben. „E“ und ‚W‘ markieren Perioden mit östlichen und westlichen Winden.

Hier das 31,6 hPa-Niveau der Breitengrade -75° to 75°:

Hier das 26,1hPa-Niveau der Breitengrade -75° to 75°:

Und hier das 10,0 hPa-Niveau der Breitengrade -75° to 75°:

In den etablierten wissenschaftlichen Kreisen gibt es einen großen, fetten grünen Elefanten im Raum, den NIEMAND diskutieren will. Und warum? Weil es zeigen würde, dass natürliche Einflüsse die Oberhand haben.

Link: https://electroverse.substack.com/p/cold-records-from-1899-fall-in-queensland?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke)

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE




Verschleierung von Klimafakten

Cap Allon

Ein von den Klimawissenschaftlern umgangenes Thema ist ein subtiles, aber bedeutsames Detail in weit verbreiteten Klima-Projektionen.

Ausgehend von einer Projektion des Temperaturanstiegs aufgrund anhaltender CO₂-Emissionen, die dem jüngsten IPCC-Bericht entnommen ist, werden in der nachstehenden Grafik verschiedene mögliche Zukunftsszenarien skizziert.

Die schattierten Bereiche und die Balken auf der rechten Seite zeigen die Unsicherheitsbereiche, die auf Berechnungen von etwa zwei Dutzend „Top“-Klimamodellen beruhen. Der IPCC berechnet dann den Mittelwert und die Abweichung vom Hauptwert.

Das nächste Diagramm zeigt die Temperatursimulationen der verschiedenen Spitzenmodelle, die durch verschiedenfarbige Linien dargestellt werden, wobei die rote Linie den Mittelwert und die schwarze Linie die „tatsächlichen“ Daten darstellt.

Die deutsche theoretische Physikerin Sabine Hossenfelder beschreibt in ihrem neuesten Video diese bunte Palette als „den Regenbogen der wissenschaftlichen Unsicherheit“.

Hossenfelder stellt fest, dass Klimawissenschaftler in der Regel Temperatur-„Anomalien“ (Abweichungen von einer Basislinie) und nicht die „tatsächlichen“ Temperaturen angeben. Diese Praxis kann verwirrend sein, da die Basislinie in den verschiedenen Modellen unterschiedlich ist.

Warum werden nicht absolute Temperaturen verwendet? Nun, die Modelle sagen zwar absolute Temperaturen voraus, aber diese Vorhersagen schwanken erheblich und erweisen sich oft als äußerst ungenau, weshalb sie weggelassen werden.

Auf der rechten Seite des Diagramms, auf der vertikalen Achse, sehen wir die absolute Temperaturskala und die dünnen horizontalen Linien, die die verschiedenen Modelle darstellen.

Man beachte, dass die von diesen Modelle erzeugten „tatsächlichen“ Temperaturen um mehr als drei Grad voneinander abweichen (mehr als die gesamte Erwärmung über den gezeigten Zeitraum), dass aber die unterschiedlichen Basislinien, die jedes Modell verwendet, es so aussehen lassen, als ob die Temperaturen eng beieinander liegen – aber: nur die „Anomalien“ liegen (relativ) eng beieinander, nicht die „tatsächlichen“ Temperaturen.

„Diese Diskrepanz deutet darauf hin, dass mit der physikalischen Grundlage dieser Modelle etwas nicht stimmt“, sagt Hossenfelder, ein Problem, das sie als „sehr besorgniserregend“ empfindet.

Die Art und Weise, wie die Unsicherheit in diesen Projektionen berechnet wird, ist ebenfalls höchst fragwürdig, da jedes Modell seine eigene Unsicherheit hat, die in der Abbildung nicht berücksichtigt wird. „Sie fehlt, weil sie nicht wissen, wie groß sie ist“, fährt Hossenfelder fort und hebt damit einen weiteren bedeutenden Fehler in den Modellen hervor.

„Nichts von dem, was ich Ihnen gerade gesagt habe, ist für die Klimaforscher neu. Sie wissen das sehr wohl. Zumindest hoffe ich, dass sie es wissen. Aber ich finde es nicht gut, dass sie es nicht erwähnen.“

Hossenfelder ist ein seltener Glücksfall. Obwohl sie von ganzem Herzen an den vom Menschen verursachten Klimawandel glaubt, ist sie bereit, den Mainstream-Konsens in Frage zu stellen und schwierige Fragen aufzuwerfen. Eine solche Integrität wird letztlich jedoch nur zu einem Ergebnis führen: auf der Seite der „Klimaleugner“ zu stehen.

Link: https://electroverse.substack.com/p/eastern-australia-breaks-electricity?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke)

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Die gefährliche Illusion von Biden und den führenden Politikern der Welt hinsichtlich der Umstellung auf „reinen Strom“

Tom Deweese und Ronald Stein

Da alle Krankenhäuser, Flughäfen, Kommunikationssysteme, Militärs, Flugzeuge, Züge und Fahrzeuge auf Produkten basieren, die es vor 1800 nicht gab und die heute aus fossilen Brennstoffen hergestellt werden, sind die heutigen politischen Entscheidungsträger nicht in der Lage, einen Plan zur Unterstützung einer Versorgungskette für die von der heutigen materialistischen Gesellschaft und Wirtschaft nachgefragten Produkte und Brennstoffe zu erstellen, während Amerika versucht, seine Abhängigkeit vom Erdöl zu verringern.

Der Elefant im Raum, über den niemand sprechen will ist, dass Erdöl die Grundlage unserer materialistischen Gesellschaft ist, bildet es doch die Basis für alle Produkte und Brennstoffe, die von den 8 Milliarden Menschen auf diesem Planeten nachgefragt werden, von denen es vor weniger als 200 Jahren nur eine Milliarde gab.

– Zur Auffrischung für diejenigen, die Netto-Null-Emissionen anstreben, sei gesagt, dass Wind und Sonne etwas anderes bewirken als Rohöl. Windturbinen und Sonnenkollektoren erzeugen nur gelegentlich Strom, produzieren aber NICHTS für die Gesellschaft.

– Erdöl wird praktisch nie zur Stromerzeugung verwendet, aber wenn es zu Petrochemikalien verarbeitet wird, ist es die Grundlage für praktisch alle Produkte in unserer materialistischen Gesellschaft, die es vor 1800 noch nicht gab und die in diesen Infrastrukturen verwendet werden, wie: Verkehrswesen, Flughäfen, Krankenhäuser, medizinische Geräte, Haushaltsgeräte, Elektronik, Telekommunikation, Kommunikationssysteme, Raumfahrtprogramme, Heizung und Lüftung und Militär.

– Wir sind in den letzten 200 Jahren zu einer sehr materialistischen Gesellschaft geworden, und die Welt hat sich von 1 auf 8 Milliarden Menschen bevölkert, weil wir all die Produkte für die Gesellschaft und die verschiedenen Brennstoffe für Jets, Schiffe, Lastwagen, Autos, das Militär und das Raumfahrtprogramm benötigen, die es vor 1800 nicht gab.

– Wenn die Regierungen der Welt die Erde von der Erdölnutzung befreien wollen, was ist dann die Ersatzquelle, die die Versorgungskette der Produkte für Kühlschränke, Reifen, Asphalt, Röntgengeräte, iPhones, Klimaanlagen und die anderen 6000 Produkte herstellen kann, die Wind und Sonne NICHT herstellen können?

– Die aus Erdöl hergestellten Produkte sind für das menschliche Wohlergehen auf absehbare Zeit unerlässlich. Das Streben nach „Netto-Null bis 2050“, ohne zuerst den Ersatz für Erdöl zu finden, wäre eine der zerstörerischsten Entwicklungen in der Geschichte der Menschheit.

– Ohne Erdöl gäbe es nichts, was Strom benötigt!! Alles, was wie iPhones, Computer, Rechenzentren und Röntgengeräte Strom braucht, um zu funktionieren, wird mit Petrochemikalien hergestellt, die aus Erdöl gewonnen werden !!!!!

– Solange kein Ersatz für Erdöl gefunden wird, kann die Welt nicht auf Erdöl verzichten, das die Grundlage unserer materialistischen „Produkt“-Gesellschaft ist.

Eines steht fest: Der Ersatz für Erdöl wird nicht aus Wind und Sonne kommen, denn diese „erneuerbaren Energien“ erzeugen nur gelegentlich Strom, produzieren aber NICHTS für die Gesellschaft, und sie werden auch nicht annähernd unseren Bedarf an Dauerstrom decken können. Um es ganz offen zu sagen: Wind und Sonne sind ein Witz, denn sie erzeugen nur dann Strom, wenn die Sonne scheint und der Wind weht.

Außerdem benötigt die Windkraft enorme Mengen an Öl, um die nicht recycelbaren Turbinenblätter herzustellen und zu drehen, die nach Ende ihrer Lebensdauer die Mülldeponien füllen. Für die Bereitstellung der Infrastruktur für die geplanten Turbinenwälder werden riesige Mengen an Rohstoffen wie Kalkstein, Stahl, Aluminium, Lithium, Kobalt und Nickel benötigt. Um Platz für die Felder der Wind- und Solarparks zu schaffen, werden Millionen von Bäumen gefällt. Erinnern Sie sich noch an die Zeit, als wir Umweltschützer als „Baumumarmer“ bezeichneten? Wo sind die jetzt?

Die wirkliche Wissenschaft zeigt nun, dass die riesigen, sich über Millionen von Hektar Land erstreckenden Solarpaneele die natürliche Atmosphäre verändern. Die Materialien, aus denen die Paneele gefertigt sind, führen zu einer Erwärmung. Im Winter bewirken sie eine Abkühlung und verschlimmern so die Wetterextreme. Wenn sich die Luft erwärmt, wie es über den Sonnenkollektoren geschieht, steigt sie auf. Solarparks werden zu Hitzequellen und verursachen starke Turbulenzen.

Ökostrom hat nichts Grünes an sich. Landwirte müssen sich davor hüten, ihr Land für diese Anlagen zu nutzen.

Am wichtigsten ist, dass heute die Erkenntnis verloren gegangen ist, dass Rohöl in erster Linie NICHT für die Stromerzeugung, sondern für die Herstellung von Derivaten und Kraftstoffen verwendet wird, die die Grundlage für alles sind, was die Wirtschaft und der Lebensstil zum Bestehen und Gedeihen brauchen. Energie-Realismus erfordert, dass die Gesetzgeber, politischen Entscheidungsträger und Medien, die eine weit verbreitete Unkenntnis über die Verwendung von Rohöl an den Tag legen beginnen, das erschütternde Ausmaß der Dekarbonisierungsbewegung zu verstehen.

Tatsächlich ist jegliche Elektrizität nur mit den Teilen möglich, die aus den Erdölderivaten hergestellt werden, die für gelegentlich erzeugten Strom aus wetterabhängigen Windturbinen und Sonnenkollektoren und für kontinuierlichen und unterbrechungsfreien Strom aus Kohle-, Erdgas-, Atom- und Wasserkraftwerken verwendet werden.

Viele Entwicklungsländer teilen nicht die Besessenheit der westlichen Eliten von der Reduzierung der Emissionen. Da das Leben für die meisten Menschen auf der Erde immer noch ein Kampf gegen Armut, Hunger und Krankheiten ist, werden sich viele Länder, insbesondere Indien und große Teile Afrikas, weiterhin darauf konzentrieren, durch fossile Brennstoffe und die vielen Produkte reicher zu werden, die den reicheren Ländern überhaupt erst einen komfortableren Lebensstil ermöglicht haben.

Die führenden Politiker der Welt leben weiterhin in der „gefährlichen Illusion“ eines globalen Übergangs zu „ reiner Elektrizität“, von der sie glauben, dass sie die Verwendung von Erdöl überflüssig machen wird, welches die Gesellschaft in weniger als 200 Jahren so weit gebracht hat. Ohne diese Produkte, die aus Petrochemikalien auf Erdölbasis hergestellt werden, können sich die politischen Entscheidungsträger keine Flugzeuge, Schiffe, Verteidigungs- oder Raumfahrtprogramme vorstellen!

Ein Rückblick auf die Geschichte der Erdölindustrie zeigt, dass das schwarze, roh aussehende Rohöl praktisch nutzlos war, es sei denn, es konnte in Raffinerien zu Erdölderivaten verarbeitet werden, die heute die Grundlage für chemische Produkte wie Kunststoffe, Lösungsmittel und Medikamente bilden, die für die Unterstützung des modernen Lebensstils unerlässlich sind. Die mehr als 6000 Produkte, die auf Erdöl basieren, werden für die Gesundheit und das Wohlergehen der Menschheit verwendet, und die Erzeugung von Elektrizität gab es vor ein paar Jahrhunderten noch nicht.

Heute gibt es mehr als 50.000 Handelsschiffe, mehr als 20.000 Verkehrsflugzeuge und mehr als 50.000 Militärflugzeuge, die aus Erdöl hergestellte Kraftstoffe verwenden. Auch die Kraftstoffe für den Schwerlast- und Langstreckentransport von Flugzeugen für den Personen- und Warentransport, die Handelsschiffe für die globalen Handelsströme sowie die Militär- und Raumfahrtprogramme sind von den aus Erdöl hergestellten Kraftstoffen abhängig.

Für Flugzeuge und Schiffe werden ebenso wie für die verschiedenen Möglichkeiten der Stromerzeugung Teile und Komponenten aus Erdölderivaten verwendet, die aus Rohöl hergestellt werden.

Um die Grenzen von Wind- und Solarenergie bei der Erreichung von Netto-Null-Emissionen zu verdeutlichen, sei darauf hingewiesen, dass sie etwas anderes leisten als Erdöl.

Erneuerbare Energien aus Wind und Sonne erzeugen nur gelegentlich Strom, können aber nichts herstellen. Das Problem mit erneuerbarem Strom aus Windturbinen und Sonnenkollektoren ist, dass sie die meiste Zeit nicht funktionieren und daher unzuverlässig sind, wenn es um „reinen Strom“ geht!

Und dann ist da noch der „Etikettenschwindel“ bei diesen erneuerbaren Energien. Die Subventionen und Steuergutschriften für Wind- und Solarkraftwerke, die nicht in der Lage sind, jährlich mindestens 90 % ihrer zulässigen Nennleistung zu liefern, sollten finanziell subventioniert werden, anders als ihre Konkurrenten Kohle-, Erdgas- und Kernkraftwerke, die kontinuierlich und unterbrechungsfrei Strom liefern.

Von den drei fossilen Brennstoffen werden Kohle und Erdgas zur Stromerzeugung genutzt, der dritte, Erdöl, wird jedoch praktisch nie zur Stromerzeugung verwendet. Wenn Rohöl jedoch zu petrochemischen Produkten verarbeitet wird, ist es die Grundlage für praktisch alle Produkte in unserer materialistischen Gesellschaft, die es vor 1800 noch nicht gab.

Nach dieser kurzen Auffrischung sind Gespräche erforderlich, um den Unterschied zwischen der reinen ELEKTRIZITÄT„ aus erneuerbaren Energien und den „PRODUKTEN“, die die Grundlage der materialistischen Welt der Gesellschaft bilden, zu erörtern.

Zur Wiederholung und zur Anregung von Gesprächen über die Vermittlung von Energiekompetenz ist dieses 8-minütige Video ein Muss: Mandatory Emissions To Achieve Net-Zero Is A Fool’s Game.

This piece originally appeared at AmericaOutLoud.News and has been republished here with permission.

Link: https://cornwallalliance.org/2024/07/the-dangerous-delusion-of-biden-and-world-leaders-regarding-the-transition-to-just-electricity/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE