Liegt die Gleichgültigkeit gegenüber dem Klimawandel an der Dummheit der Öffentlichkeit?

Robert Bradley Jr., MasterResource

„Menschen sind nicht rational … Wie können wir also Fehlinformationen bekämpfen, wenn es nicht mehr ausreicht, einfach nur die Fakten zu präsentieren – und dies sogar nach hinten losgehen kann?“ – Nate Hagens (unten)

Die Klimakommunikation befindet sich im Umbruch. „Vielleicht ist das Problem nicht die Leugnung des Klimawandels“, bemerkte Gilad Regev:

Vielleicht ist es die Klimakommunikation. Wir haben versucht, den Menschen Angst einzujagen oder ihnen ein schlechtes Gewissen einzureden, damit sie sich dafür interessieren, und das ist nicht wirksam. Ist es an der Zeit, die Art und Weise, wie wir über Klima und Nachhaltigkeit sprechen, komplett zu überdenken? Wir haben Jahre damit verbracht, Menschen durch Angst, Daten und moralische Dringlichkeit zu beeinflussen. Die Ergebnisse? Gemischt.

Joe Romm wies Regev in einem Kommentar zurück und beklagte eine riesige, gut finanzierte öffentliche Desinformationskampagne der großen Ölkonzerne. (Wenn nur ein Teil dieses riesigen Geldes wirklich an Thinktanks wie IER, CEI oder Heartland [oder auch an das EIKE; A. d. Übers.] fließen würde ….)

Eine andere Sichtweise

Hier kommt Nate Hagens, Direktor des Instituts für Energieforschung und Zukunftsstudien (ISEOF). Es folgt sein Artikel [Titel übersetzt] „Warum Wissenschaftskommunikation scheitert: Wie man irreführende Argumente entlarvt und sich gegen Fehlinformationen wappnet“ aus „The Great Simplification“ (27. Februar 2026).

Menschen sind nicht rational. Wir bewerten Fakten nicht objektiv, sondern interpretieren sie durch unsere Vorurteile, Erfahrungen und unseren Hintergrund. Darüber hinaus sind wir psychologisch dazu geneigt, Informationen abzulehnen oder zu verzerren, die unsere Identität oder Weltanschauung bedrohen – selbst wenn sie wissenschaftlich fundiert sind. Hinzu kommt unsere moderne Medienlandschaft, in der jeder eine andere Quelle der „Wahrheit“ für weltpolitische Ereignisse hat, so dass unsere Fähigkeit zu verstehen, was tatsächlich wahr ist, schwächer ist als je zuvor. Wie können wir also Fehlinformationen bekämpfen, wenn die bloße Darstellung der Fakten nicht mehr ausreicht – und sogar nach hinten losgehen kann?

In dieser Folge ist John Cook zu Gast bei Nate, ein Forscher, der sich seit fast zwei Jahrzehnten mit Wissenschaftskommunikation und der Psychologie von Falschinformationen beschäftigt. John berichtet von seinem Werdegang, angefangen bei der Gründung der Bildungswebsite „Skeptical Science“ im Jahr 2007 bis hin zu seiner schockierenden Erkenntnis, dass seine gut gemeinten Bemühungen, Falschinformationen zu entlarven, möglicherweise kontraproduktiv waren. Er erörtert außerdem das „FLICC“-Modell – eine Reihe von fünf Strategien (falsche Experten, logische Fehlschlüsse, unrealistische Erwartungen, selektive Auswahl und Verschwörungstheorien), die sich durch alle Formen von Fehlinformationen ziehen, von der Leugnung der globalen Erwärmung bis hin zur Impfskepsis und darüber hinaus. Darüber hinaus enthüllt Johns Forschung eine kontraintuitive Wahrheit: Unsere Stammesidentitäten spielen bei der Entscheidung, welche wissenschaftlichen Erkenntnisse wir akzeptieren, eine größere Rolle als unsere politischen Überzeugungen – doch unsere Abneigung, getäuscht zu werden, ist über Parteigrenzen hinweg gleich.

Und weiter:

Wenn es darum geht, ein gemeinsames Verständnis der Welt zu erreichen, warum ist dann jedes Gespräch von Bedeutung – ganz gleich, ob es zu einer Einigung führt oder nicht? Wenn sich Angriffe auf die Wissenschaft von der Leugnung von Erkenntnissen hin zu Angriffen auf Lösungen und Wissenschaftler selbst verlagert haben, kämpfen wir dann mit veralteten Kommunikationsstrategien den Kampf von gestern? Und obwohl wir motiviertes Denken (für das wir alle anfällig sind) nicht beseitigen können, wie können wir es umgehen, indem wir den Menschen beibringen zu erkennen, wie sie in die Irre geführt werden, anstatt ihnen einfach zu sagen, was sie glauben sollen?

Tut mir leid, aber es geht um den Nullpunkt: die nachgewiesenen Vorteile von CO₂ gegenüber den Spekulationen nicht überprüfbarer, kausalitätsarmer Klimamodelle. Und die Tatsache der positiven Erwärmung in bestimmten Monaten des Jahres im Vergleich zum Sommerhoch. Und so weiter. Lasst die Debatte und die Kommunikation weitergehen.

Link: https://wattsupwiththat.com/2026/03/23/is-public-stupidity-behind-climate-change-apathy/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Kältereport Nr. 13 /2026

Vorbemerkung: Kaum meldet sich der Südwinter an, taucht auch gleich die Antarktis mehrfach in der Liste der Kalt-Ereignisse auf.

Meldungen vom 23. März 2026:

Antarktis: Wostok bei –73°C; frühes Eintreffen extremer Kälte

Die Antarktis lässt dieses Jahr keine Zeit verstreichen.

Am 23. März sank die Temperatur an der Vostok-Station auf -73,4 °C – ein Wert, der eher für den tiefsten Winter als für den Beginn der Saison typisch ist.

Das Plateau tritt gerade erst in seine lange Abkühlungsphase ein, wobei die extremsten Tiefstwerte normalerweise für die Monate Mai bis August reserviert sind.

Werte unter -70 °C im März sind ungewöhnlich.

Der 19. März gehört zu den frühesten solchen Daten seit Beginn der Aufzeichnungen – zuletzt verzeichnet im Jahr 2020 (-70,8 °C) und erneut in diesem Jahr 2026 (-70,1 °C). Ein weiterer Rückgang auf -73,4 °C bis zum 23. März ist sehr selten und ein deutliches Zeichen dafür, dass die Antarktis früh in den Winter eintritt.

—————————-

Europa: Kälte und Schnee auf dem Vormarsch nach Süden

Ab dem 25. März wird sich eine neue Kaltluftmasse über Europa ausbreiten, angetrieben durch eine erneute Absenkung des Jetstreams.

Beim Auftreffen der kälteren Luft auf die feuchte Atlantikluft wird mit weit verbreiteten Niederschlägen gerechnet – in höheren Lagen als Schnee, der für Ende März ungewöhnlich weit nach Süden vordringt.

Bereits jetzt hat der Frühlingsschnee den südlichen Rand des Kontinents erreicht.

In Hochlagen der Kanarischen Inseln schneite es, was Straßensperrungen erzwang und Notfallmaßnahmen auf und um den Teide auslöste.

Weiter östlich hat Zypern mit spätem Schneefall, Eis und dichtem Nebel zu kämpfen, was den Zugang zum Troodos-Gebirge einschränkt:

Was die weitere Entwicklung angeht, zeigen die neuesten ECMWF-Prognosen anhaltenden Schneefall von Mittwoch bis Sonntag, wobei sich die Schneemengen in den Alpen, den Karpaten und Teilen des Balkans erhöhen werden.

Link: https://electroverse.substack.com/p/vostok-plunges-to-734c-as-deep-cold?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

—————————-

Meldungen vom 24. März 2026:

Antarktis: Immer neue Kälterekorde

In der Antarktis setzt sich der frühe Einbruch extremer Kälte fort.

Am 24. März fiel die Temperatur an der Station Wostok auf -75,3 °C und erreichten damit den niedrigsten jemals im März gemessenen Wert. Der gleiche Wert wurde zuvor am 23. März 1982 und am 22. März 2020 beobachtet.

Die Aufzeichnungen an der russischen Station reichen bis ins Jahr 1958 zurück.

Es handelt sich um hochwinterliche Kälte, die Wochen früher als erwartet einsetzt. Der März markiert normalerweise den Beginn des langen Abstiegs in den Kern des antarktischen Winters, wobei die extremsten Tiefstwerte gewöhnlich für die Monate Mai bis August reserviert sind.

Die Antarktis gleitet rasch in den Winter.

—————————-

Europa: Einbruch einer Luftmasse arktischen Ursprungs wird Kälte und viel Schnee in höheren Lagen bringen

In ganz Europa zeichnet sich derzeit ein deutlicher Wetterumschwung ab, welcher der frühen Frühlingswärme ein Ende bereitet.

Ein sich verstärkendes Hoch westlich der Britischen Inseln hält die milde Atlantikluft zurück und ebnet den Weg für nach Süden vordringende arktische Luft. Ab Mitte der Woche werden die Temperaturen in weiten Teilen des Kontinents stark sinken, wobei die Kälte voraussichtlich bis in den April hinein und über Ostern andauern wird.

Davon wird nach Eintritt des Ereignisses sicher noch öfter die Rede sein. A. d. Übers.

—————————-

Nordafrika: Ungewöhnliche Kälte

Bis Anfang April wird Nordafrika von einer ausgeprägten Kältewelle heimgesucht werden.

Die neuesten Vorhersagen des ECMWF (für die Tage 8–15) zeigen, dass in weiten Teilen der Sahara Temperaturen von 8 bis 12 °C unter dem Durchschnitt liegen werden, insbesondere in Ländern wie Marokko, Algerien und Libyen, wobei im Westen Algeriens Anomalien bis -17 °C zu verzeichnen sein werden – ein für den Frühling äußerst seltenes Phänomen.

Die gleiche Wetterlage hinter dem arktischen Kälteeinbruch in Europa wird die Kälte auch tief in die Subtropen treiben und die Temperaturen in der Sahara deutlich unter den Normalwert sinken lassen.

In ähnlichen Breitengraden verzeichnen andere Regionen der nördlichen Hemisphäre – insbesondere der Westen der USA – gleichzeitig extreme Wärme. Dieser Kontrast ist das Ergebnis einer großräumigen Umverteilung der Luftmassen und nicht auf eine gleichmäßige Erwärmung oder Abkühlung zurückzuführen.

Das Problem ist, dass die Öffentlichkeit in der Regel nur eine Seite der Geschichte zu hören bekommt.

Die monatlichen Rekorde in ganz Nordafrika werden wahrscheinlich gebrochen werden, je nachdem, wie lange die Anomalie anhält und wie sie sich auf die Temperaturen auswirkt. Unabhängig davon sind Anomalien dieser Größenordnung über der Sahara für diese Jahreszeit extrem.

Auch davon wird man wohl noch mehr hören. A. d. Übers.

—————————-

Kanada: anhaltende extreme Kälte im Norden

Während sich südlich der Grenze Rekordwärme für den März ausbreitet, hält sich im Norden Kanadas ein intensiver Kaltluftkörper.

Von der Hudson Bay über den Yukon bis nach Alaska liegen die Temperaturen weiterhin deutlich unter dem Normalwert, insbesondere in den Binnenregionen. Weite Teile dieser Gebiete steuern auf einen der kältesten Märzmonate seit Beginn der Aufzeichnungen zu.

Und dies ist kein kurzer Kälteeinbruch.

Die Kältewelle im Norden ist langwierig und hart.

Fairbanks beispielsweise verzeichnete gerade den zweitkältesten Zeitraum vom 1. Dezember bis zum 22. März seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1904/05.

Link: https://electroverse.substack.com/p/record-cold-antarctica-arctic-plunge?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

—————————-

Meldungen vom 25. März 2026:

Antarktis: Weitere neue Kälterekorde

Die Antarktis hat gerade neue Maßstäbe für die Kälte im März gesetzt.

Am 25. März sanken die Temperaturen an der Station Wostok auf -76,4 °C und stellten damit einen neuen März-Kälterekord für den Kontinent auf.

Der bisherige Rekordwert lag bei -75,7 °C und wurde 2013 am Dome Fuji gemessen (auch wenn diese Messung als unzuverlässig gilt); weitere bemerkenswerte Tiefstwerte waren -75,5 °C an der Plateau-Station (1967) und in Concordia (2025).

In Wostok selbst lag der bisherige Tiefstwert im März bei -75,3 °C, gemessen in den Jahren 1982, 2020 und erneut gestern (24. März 2026).

Klarer Himmel, extrem niedrige Luftfeuchtigkeit und eine stabile Luftmasse ermöglichten eine intensive Strahlungskühlung über dem hohen antarktischen Plateau. Da die Sonne zu dieser Jahreszeit schnell hinter dem Horizont verschwindet, beschleunigt sich der Wärmeverlust rasch.

Der März markiert den Beginn des Eintritts in die lange Winterphase der Antarktis. Allerdings sind Werte dieser Tiefe eher charakteristisch für den Hochwinter zwischen Juli und August.

Die Antarktis gleitet dieses Jahr schnell in den Winter – und war im Monat März seit Beginn von Aufzeichnungen noch nie so kalt (Beobachtungen reichen bis ~1957 zurück).

—————————-

Kanada: Frühjahrs-Kälteextreme

Im Norden Kanadas herrschen weiterhin hochwinterliche Bedingungen, wobei die Rekordkälte bis Ende März anhält.

Am 24. und 25. März fielen die Temperaturen in Whatì auf -45,4 °C, in Gamètì auf -42,5 °C und in Yellowknife auf -41,7 °C – Extremwerte für diese Jahreszeit.

Die Kälte ist zudem weit verbreitet.

Im Yukon erlebt beispielsweise die Stadt Dawson den kältesten März seit Beginn der Aufzeichnungen (die bis ins Jahr 1901 zurückreichen).

Dies ist Teil eines umfassenderen hemisphärischen Musters. Während im Westen der USA im März ungewöhnlich frühe, sommerliche Hitze herrschte, hat eine tiefe Tiefdruckrinne stromabwärts dazu geführt, dass sich arktische Luft über weiten Teilen Kanadas festgesetzt hat und dort stagniert, wodurch Tiefstwerte unter -40 °C weit später als gewöhnlich auftraten.

—————————-

Alaska: Allzeit-Schneerekord in Juneau

Auch in Alaska herrscht trotz des bevorstehenden Frühlings weiterhin winterliches Wetter.

Laut dem jüngsten Klimabericht des NWS hat die saisonale Schneemenge am Juneau International Airport 511 cm erreicht und damit einen neuen Allzeitrekord für die Stadt aufgestellt (seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1943).

Die bisherige Bestmarke von 503 cm aus den Jahren 2006–07 wurde nun übertroffen, während der Wert von 494 cm aus den Jahren 1964–65 auf den dritten Platz verwiesen wurde.

201,2 Inch ≈ 511 cm

Und die Saison ist noch nicht vorbei – es liegen noch Wochen mit potenziellen Neuschneefällen vor uns.

—————————-

Alpen: weiterer Wintereinbruch

Der Winter kehrt in die europäischen Alpen zurück.

Eine ausgeprägte Kaltfront zieht nach Mitteleuropa und lässt die Wetterlage innerhalb weniger Stunden von mild auf winterlich umschlagen.

Bis Mittwochnachmittag bildet sich nördlich des Alpenhauptkammes eine klassische Staulage aus – feuchte Luft wird dabei orographisch zur Hebung gezwungen, was bis Freitag zu anhaltendem, starkem Schneefall führt. Fazit: in den nördlichen Alpen wird es weit verbreitet schneien.

Link: https://electroverse.substack.com/p/antarctica-sets-new-march-cold-record?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

—————————-

Meldungen vom 26. März 2026:

Alaska: Spätestes Einsetzen von Frühjahrs-Tauwetter

In Fairbanks sind die Temperaturen seit dem 31. Oktober nicht über den Gefrierpunkt gestiegen.

Diese Serie steht nun an fünfter Stelle der spätesten Aufzeichnungen für den ersten Tag über dem Gefrierpunkt (heute wird voraussichtlich der vierte Platz erreicht). Der bestehende Rekord liegt bei 31. März und wurde 2007 aufgestellt.

Fairbanks liegt im Zentrum des Landes, weitab irgendwelcher Küsten. A. d. Übers.

[33°F ≈ 0,5°C; 41°F = 5°C]

Diese Woche verzeichnete Fairbanks den 71. Tag dieser Saison (und den 18. Tag in diesem Monat) mit Tiefsttemperaturen von -28,9 °C [-20°F] oder darunter. Damit wurde die höchste Anzahl an Tagen mit Temperaturen von -25°C oder kälter seit 50 Jahren erreicht, was seit 1904 den 9. Platz einnimmt:

Glücklicherweise deuten die Vorhersagen auf einen sich aufbauenden Hochdruckkeil über Nordalaska hin, wodurch sich eine deutliche Milderung abzeichnet. Bis zum Wochenende sollen die Temperaturen in Teilen des Landesinneren zum ersten Mal seit fast fünf Monaten auf 0 °C oder knapp darüber steigen.

—————————-

Europa: Kälte und Schnee stoppen den Frühling

Der Frühling ist in ganz Europa ins Stocken geraten, da arktische Luft nach Süden strömt, die Temperaturen sinken lässt und Regen in Schnee übergeht.

In den höheren Lagen haben sich die Bedingungen drastisch verschärft.

Erste Messungen vom 26. März zeigen -29,4 °C auf dem Monte Rosa (4.554 m) und -31,3 °C auf dem Mont Blanc – eine für Ende März selbst nach hochalpinen Maßstäben außergewöhnliche Kälte.

In den Alpen kehrt der Schnee zurück, wobei sich in Frankreich, der Schweiz, Österreich und Italien neue Schneemengen ansammeln. In höheren Lagen fallen erhebliche Schneemengen an, in einigen Teilen mehr als ein Meter, während in tieferen Lagen nasser Schnee fällt.

Weiter nördlich sorgt die gleiche Luftmasse für unterdurchschnittliche Temperaturen in Deutschland und Polen.

Selbst das tief gelegene Belgien wurde am 25. März in Malmedy von großen, dichten Schneeflocken heimgesucht.

Skandinavien bleibt in der Kälte gefangen, was den Vorstoß nach Süden verstärkt, während in Südosteuropa Kälteanomalien den Balkan dominieren.

Die Frühlingswärme wurde zurückgedrängt. Der Winter hat wieder die Kontrolle übernommen.

Link: https://electroverse.substack.com/p/fairbanks-near-record-for-latest?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

—————————-

Meldungen vom 27. März 2026:

Australien: Ungewöhnlich früher Schnee in den australischen Alpen

Der Winter ist im Südosten Australiens früh eingekehrt; aus den Alpenregionen wird von Neuschnee gemeldet.

In Falls Creek ist der erste Schnee des Jahres 2026 gefallen; bei Temperaturen bis -2 °C haben sich bisher 8 cm Schnee angesammelt.

Das war kein Einzelfall. Aus den gesamten Australischen Alpen wurde Schnee gemeldet, darunter auch aus Skigebieten wie Mount Hotham, Perisher und Thredbo – alle verzeichneten ihren ersten Schneefall des Jahres.

Der Kälteeinbruch ließ die Temperaturen in den höheren Lagen unter den Gefrierpunkt sinken, sodass sich der Schnee ungewöhnlich früh festsetzen konnte. Die Behörden warnten, dass in einigen alpinen Gebieten Schneesturm herrschte, während das Tiefdruckgebiet durchzog, bevor sich die Lage zum Wochenende hin beruhigte.

Schnee im März ist in den Australischen Alpen sicherlich kein Novum, aber eine Schneedecke von 8 cm ist ein beachtliches Ereignis für die frühe Saison.

—————————-

Alpen (Europa): stellenweise bis 1 m Neuschnee

Ein starker Nordstau hat am 26. und 27. März in den Nordalpen heftige Schneefälle verursacht, wobei die Gesamtmengen im Zuge des fortschreitenden Systems weiter steigen.

Die stärksten Schneefälle konzentrierten sich auf die Nordschweiz und Westösterreich, wo in besonders begünstigten Gebieten – darunter Regionen in der Nähe von Engelberg und am Arlberg – inzwischen bis zu 100 cm Neuschnee gefallen sind.

Im weiteren Sinne hat ein Großteil des nördlichen Alpenbogens 50 cm Neuschnee erhalten, wobei geringere, aber dennoch nennenswerte Mengen bis in Teile der französischen Alpen und einzelne Gebiete der Dolomiten reichen.

Was dieses Ereignis besonders macht, ist die niedrige Schneefallgrenze, sank diese doch stellenweise kurzzeitig auf 300 m – was für Ende März selten ist –, wobei die Flocken bis in die Talsohlen fielen.

Orte wie Megève erwachten mit einer frischen Schneedecke und Temperaturen unter dem Gefrierpunkt, wobei es bis Donnerstag zeitweise weiter schneite.

—————————-

Kroatien: Kälte und Schnee

Auch Osteuropa bleibt weiterhin von einer unbeständigen Kaltwetterlage geprägt, wobei Kroatien besonders stark betroffen ist.

Eine markante Kaltfront hat im ganzen Land starken Schneefall und stürmische Winde gebracht und in der Umgebung von Rijeka und Gospić die Warnstufe rot ausgelöst. In den Bergkorridoren, die das Landesinnere mit der Adria verbinden, haben sich rasch winterliche Bedingungen eingestellt.

Wichtige Verkehrswege wurden gesperrt. Die Autobahn A6 Zagreb–Rijeka und mehrere Staatsstraßen durch Gorski Kotar und Lika sind gesperrt, sodass derzeit keine befahrbaren Routen für den Güterverkehr mit Sattelzügen zur Küste oder zurück ins Landesinnere zur Verfügung stehen.

Die Lage verschlechterte sich rasch. Schneefall in Verbindung mit starken Seitenwinden hat die vorübergehende Sperrung der Krk-Brücke erzwungen – einer wichtigen Verbindung zur Insel.

Die Adria ist unberechenbar geworden. Aufgrund der rauen See wurden zahlreiche Fähr-, Katamaran- und Passagierverbindungen ausgesetzt, wodurch die Verbindungen zwischen Kvarner, Istrien und Dalmatien unterbrochen sind.

Rettungskräfte haben auf Dutzende von sturmbedingten Vorfällen reagiert, hauptsächlich umgestürzte Bäume und Windschäden, während die Schneeräumungsarbeiten weitergehen.

Der Winter ist abrupt zurückgekehrt.

—————————-

Naher Osten: Seltene Kälte und Sturm

Die gleiche großräumige Kaltluftvorstoß, der in Europa für Spätschnee und Kälte sorgt, hat sich weiter nach Süden durchgesetzt und sorgt nun für Unwetter im Nahen Osten.

Gewitter, Wind, Regen und großer Hagel haben die Vereinigten Arabischen Emirate heimgesucht, wobei intensive Gewitterzellen über Dubai und Abu Dhabi hinwegfegten.

Satellitendaten zeigen, dass die Wolkenobergrenzen auf etwa -90 °C absinken, was auf eine sehr hochreichende, intensive Konvektion hindeutet, die diesen Wüstenmetropolen eine der stürmischsten Nächte der jüngeren Vergangenheit beschert hat.

Saudi-Arabien, Bahrain und Katar befinden sich ebenso wie der Norden Omans unter dem Einfluss des gleichen instabilen Wettergeschehens.

Die Sturmstruktur war für die Region ungewöhnlich gut organisiert, wobei starke Windscherung die heftige Konvektion begünstigte. In einigen Gebieten nähern sich die Niederschlagsmengen innerhalb weniger Tage den typischen Jahresmengen an, wobei bereits von Überschwemmungen und Beeinträchtigungen berichtet wird.

Das zugehörige Wetterradarbild am Morgen des 28. März. Die Wirbelstruktur des Kaltluftkörpers im 500 hPa-Niveau ist deutlich erkennbar. A. d. Übers.

Link: https://electroverse.substack.com/p/early-snow-for-aussie-alps-a-meter?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

Wird fortgesetzt mit Kältereport Nr. 14 / 2026

Redaktionsschluss für diesen Report: 27. März 2026

Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE




Ein „Super-El-Niño“ zeichnet sich ab, während La Niña vor dem Höhepunkt der Hurrikansaison 2026 nachlässt

Andrew Powell , Sports and Weather Blogger

Die jüngste Klimaprognose der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) deutet darauf hin, dass die derzeitige La Niña-Phase nachlässt. Im Laufe des nächsten Monats dürften neutrale Bedingungen überwiegen, während Prognosemodelle eine steigende Wahrscheinlichkeit für die Entstehung eines starken – und möglicherweise sogar eines „Super“-El-Niño – im Herzen der Hurrikansaison anzeigen.

Im Rahmen der El-Niño-Southern-Oscillation (ENSO) ist El Niño eine von drei Phasen, die den natürlichen Klimazyklus beschreiben, der durch Schwankungen der Temperaturen im Pazifik und atmosphärische Bewegungen angetrieben wird und das Wettergeschehen weltweit erheblich beeinflussen kann.

El Niño ist durch überdurchschnittlich hohe Meerestemperaturen gekennzeichnet, La Niña durch unterdurchschnittlich niedrige Temperaturen und ENSO-neutral durch Bedingungen, die dem langjährigen Durchschnitt entsprechen.

Was die Hurrikansaison betrifft, dämpft El Niño in der Regel die tropische Aktivität im Atlantik, indem es die Windscherung in den oberen Schichten verstärkt, was die Entwicklung der Stürme behindert. Generell gilt: Je stärker ein El Niño ist, desto größer ist der dämpfende Effekt.

Weiteres dazu hier.

In den letzten Wochen haben mehrere Langfrist-Vorhersagemodelle die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass sich in der kommenden Hurrikansaison ein starker El Niño entwickelt.

Das International Research Institute for Climate and Society (IRI), eine spezialisierte Forschungseinrichtung der Columbia University, die rund 20 dynamische und statistische Klimamodelle zu einer Gesamtprognose zusammenfasst, ist in seiner Einschätzung deutlich pessimistischer geworden. Im Februar lautete die Prognose, dass die Wassertemperaturen im äquatorialen Pazifik einen Höchstwert von knapp 0,7 Grad über dem Durchschnitt erreichen würden – ein eher schwacher El Niño. Die neueste Aktualisierung geht nun davon aus, dass die Temperaturen bis Oktober fast 1,5 Grad über dem Durchschnittswert liegen werden.

Dies deckt sich mit der Vorhersage der NOAA und unterstreicht erneut die steigende Wahrscheinlichkeit eines starken oder möglicherweise sogar „Super“-El-Niño in der Hurrikansaison 2026.

In Jahren, in denen ein El-Niño-Ereignis auftritt, entstehen im Atlantikbecken in der Regel durchschnittlich etwa 10 benannte Stürme und fünf Hurrikane.

HURRICANE HQ 🌀: Es wird erwartet, dass sich El Niño entwickelt, während La Niña nachlässt – aber was bedeutet das für die Hurrikansaison? Die FOX Weather-Meteorologin Jane Minar erklärt, was man wissen muss, darunter auch, wie sich El-Niño-Jahre in der Vergangenheit während der Hochsaison der Hurrikane ausgewirkt haben. https://t.co/dsNqpAsUrc — FOX Weather (@foxweather) 22. März 2026 – Link: https://x.com/foxweather/status/2035521845672219109

Im Gegensatz dazu sind La-Niña-Jahre in der Regel aktiver, mit durchschnittlich etwa 14 benannten Stürmen und sieben Hurrikanen.

Allerdings beeinflussen mehrere Faktoren die saisonale Aktivität, darunter die Meerestemperaturen im Atlantik, die derzeit im oder knapp über dem Durchschnitt liegen. Das warme Wasser liefert zusätzlichen Treibstoff für die Entstehung tropischer Stürme.

Dies führt laut dem FOX Forecast Center zu einem Tauziehen zwischen der ungünstigen Windscherung durch El Niño und der förderlichen Wärme des Atlantischen Ozeans.

Der Hurrikan Andrew beispielsweise, der 65 Menschenleben forderte und Schäden in Höhe von über 25 Milliarden Dollar verursachte, entwickelte sich in einem El-Niño-Jahr, nämlich 1992.

Einschub des Übersetzers hierzu: Es ist immer wieder befremdlich, dass die Wassertemperatur als „Motor“ für die Entwicklung von Wirbelstürmen herhalten muss. Diese einfache Zuordnung ist unzureichend, denn auch über eisfreien arktischen Meeresgebieten können sich Wirbelstürme bilden. Viel bedeutsamer nämlich als die Wassertemperatur ist der vertikale Temperaturgegensatz. Näheres hierzu habe ich schon vor neun Jahren erläutert, und zwar hier. – Ende Einschub

In der jüngeren Geschichte glichen die rekordverdächtig warmen Atlantikgewässer im Jahr 2023 die typischen dämpfenden Auswirkungen von El Niño weitgehend aus, was zur viertaktivsten Atlantik-Hurrikansaison seit Beginn der Aufzeichnungen führte.

Ein Sturm dieser Saison war der Hurrikan Idalia, der nach seinem Auftreffen auf Floridas Big-Bend-Region Schäden in Höhe von rund 3 Milliarden Dollar verursachte.

Eine Liste der Namensgebung der Hurrikane dieser Saison 2026 steht hier.

Vergleiche zwischen Hurrikansaisons sind zwar keine exakte Wissenschaft, doch Beispiele zeigen, wie ein einziger starker Sturm katastrophale Auswirkungen haben kann.

Ein weiterer entscheidender Faktor ist der Zeitpunkt der Entstehung von El Niño.

Sollte sich El Niño bis zur Mitte des Sommers rasch etablieren, könnte die Aktivität in den Spitzenmonaten der Saison deutlich eingeschränkt sein. Sollte die Veränderung hingegen allmählicher verlaufen, könnte es laut dem FOX Forecast Center möglicherweise zu einer Entwicklung zu Beginn der Saison im Juni und Juli kommen.

Link: https://dailycaller.com/2026/03/22/super-el-nino-la-nina-enso-2026-hurricane-season-weather/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Die massiven sozio-ökonomischen Kosten von Solar- und Windenergie

Sethakgi Kgomo

Ein immer lauter werdender Chor von Stimmen, der weltweit nachhallt und aggressiv für erneuerbare Energien wirbt, wird weiterhin den Kernpunkt verfehlen, nämlich die Notwendigkeit eines nachhaltigen Energiemix‘. Ein solcher Mix muss Grundlaststrom beinhalten. Dazu gehören in der Regel Kohle und Kernkraft. Ein nachhaltiger Energiemix kann nicht aufrechterhalten werden, wenn Grundlastenergie in Form von Kohlekraftwerken zugunsten erneuerbarer Energien wie Solar- und Windenergie aufgegeben wird. Hier in Südafrika werden wir über die Gefahren eines Ausstiegs aus der Kohle als zuverlässige Energiequelle falsch informiert.

Infolge dieser Fehlinformationen durch die Umweltlobbygruppen werden wir als Land in Bezug auf unsere gegenwärtige und zukünftige Energiesicherheit verwundbar. Es gibt keine empirischen Belege, die für erneuerbare Energien in Form von Wind- und Solarenergie als nachhaltige Alternativen zur Kohlekraft sprechen. Neben Kohle braucht man Kernenergie, um sicherzustellen, dass die Räder der Industrie jetzt und in Zukunft auf einer nachhaltigen Basis laufen.

Südafrika wird mit Anreizen aus dem Ausland überschüttet, darunter unter anderem aus den Vereinigten Staaten, Deutschland und UK, die uns dazu bewegen sollen, die CO₂-Emissionen zu senken. Wir werden mit ihren lautstarken Aufrufen bombardiert, „den Planeten zu retten“. Aufgrund dieses Drucks auf Südafrika wurde bereits ein großes Kohlekraftwerk vorzeitig stillgelegt. Die Folge dieser Entscheidung war eine Katastrophe für die Bewohner der nahegelegenen Stadt. Diese Stadt war vom Betrieb der lokalen Kohleindustrie und von eben diesem Kraftwerk abhängig. Diese voreilige Maßnahme der Regierung führte nicht nur zum Verlust von Arbeitsplätzen im Kohlebergbau und im Kraftwerk, sondern auch zur Zerstörung der lokalen Wirtschaft. Die florierenden lokalen Tante-Emma-Läden, Restaurants und andere Unternehmen mussten ebenfalls schließen, weil ihre Kunden verschwunden waren.

Bitte beachten Sie auch, dass Südafrika eine beneidenswerte Bilanz beim Schutz unseres Planeten vorweisen kann. Menschen aus aller Welt kommen hierher, um unsere wunderbaren, riesigen Wildreservate zu sehen und unsere Berge, Küsten und Wüsten zu besuchen, um dieses unglaubliche Naturwunderland zu erleben.

Es ist ärgerlich, dass wir auf kurzsichtige Weise dazu verleitet werden, in Südafrika riesige Wind- und Solaranlagen zu errichten – und das mit allerlei falschen Versprechungen. Meistens gehen diese Verlockungen mit dem Versprechen einher, dass dadurch zahlreiche Arbeitsplätze geschaffen werden. Doch es stellt sich heraus, dass es sich dabei lediglich um einfache Tätigkeiten handelt, die nur während der Bauphase bestehen. Eine traurige Realität, die im Gesamtbild der Wind- und Solarenergiesysteme verborgen bleibt ist, dass die versprochenen Arbeitsplätze verschwinden, sobald die kurze Bauphase abgeschlossen ist. Es ist wichtig zu betonen, dass keine Arbeitsplätze in der Fertigung geschaffen werden, da die gesamte Solar- und Windhardware importiert wird. Diese Realität steht im Widerspruch zu den erklärten Zielen der Regierung in Bezug auf Lokalisierung und Industrialisierung. Darüber hinaus ist die Anzahl der Arbeitsplätze minimal, die für den langfristigen Betrieb der Solar- und Windkraftanlagen tatsächlich erforderlich sind. Ein wichtiges sozioökonomisches Argument ist, dass es zu einem Netto-Arbeitsplatzverlust kommt, wenn Kohlekraftwerke stillgelegt und durch Wind- und Solarenergie ersetzt werden – eine Tatsache, die von den Umweltschützern und anderen Befürwortern erneuerbarer Energien verschwiegen wird.

Es ist zudem wichtig zu beachten, dass Wind- und Solarenergie unter dem Strich zu steigenden Stromkosten führen. Dies ist besonders für die Armen von Nachteil. Die ernste Botschaft an die Vereinigten Staaten lautet, dass die Behörden nicht glauben dürfen, ihre „Hilfe“ komme Südafrika, insbesondere den Armen, zugute. Diese „Hilfe“ bewirkt genau das Gegenteil von dem, was beabsichtigt ist. Ebenso wichtig ist es zu beachten, dass es sich bei dieser „Hilfe“ in der Regel lediglich um einen Kredit handelt, der mit Zinsen zurückgezahlt werden muss. Letztendlich wird uns Südafrikanern der Arm verdreht, nur um uns noch tiefer in die Verschuldung zu treiben.

Abschließend möchte ich darlegen, dass diese „Hilfe“ dazu führt, dass die Meinung Südafrikas über den vermeintlichen guten Willen der Vereinigten Staaten getrübt wird. Wir stellen fest, dass wir von chinesischen Solarpaneel-Exporten abhängig werden. In vielen Fällen führen US-Hilfspakete, insbesondere wenn sie uns aufgezwungen werden, also zu einem geschädigten Image der Vereinigten Staaten von Amerika, was ein unerwünschtes Ergebnis ist.

Autor: Sethakgi Kgomo is a Corporate Governance Practitioner and Legal Analyst. Sethakgi is based in Johannesburg, South Africa.

Link: https://www.cfact.org/2026/03/21/the-severe-socio-economic-costs-of-solar-and-wind/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Warum der neue Klimabericht der WMO für 2025 und die heutige Pressemitteilung falsch sind

h/t Willie Soon

Alle Hervorhebungen im Original! A. d. Übers.

Zusammenfassung in einfacher Sprache:

Heute (23. März 2026) veröffentlichte die Weltorganisation für Meteorologie ihren Bericht „State of the Global Climate 2025“ sowie eine Pressemitteilung mit der Überschrift „Das Klima der Erde gerät zunehmend aus dem Gleichgewicht“. Die wichtigsten Schlagzeilen lauten:

• Das Energieungleichgewicht der Erde ist so hoch wie nie zuvor in der 65-jährigen Aufzeichnungsgeschichte und verschlimmert sich rapide.

• Der Ozean absorbiert 91 % der überschüssigen Wärme – das entspricht dem 18-fachen des gesamten menschlichen Energieverbrauchs jedes einzelnen Jahres der letzten zwei Jahrzehnte.

• Der Wärmegehalt der Ozeane erreichte 2025 einen neuen Rekordwert.

• 2015–2025 sind die 11 wärmsten Jahre aller Zeiten; 2025 war das zweit- oder drittwärmste Jahr (1,43 °C über dem vorindustriellen Niveau).

• Dieses Ungleichgewicht führt zu einem Rekordschmelzen der Gletscher, einem Anstieg des Meeresspiegels, Tiefstständen beim Meereis, mehr Extremen und Gesundheitsrisiken – ein „Ausnahmezustand“, in dem „alle wichtigen Klimaindikatoren auf Rot stehen“.

Das klingt beängstigend. Doch unter Verwendung lediglich grundlegender physikalischer Erkenntnisse, Fakten zu Argo-Bojen und mathematischer Beweise aus der Arbeit von Cohler et al. (2026) („IPCC’s Earth Energy Imbalance Assessment is Based on Physically Invalid Argo-Float-Based Estimates of Global Ocean Heat Content“, Science of Climate Change 6(1): 43–76) sowie von Cohler (2025) („The Father of Lies Hijacking Climate Science: Global Mean Surface Temperature Does Not Exist“, Journal of American Physicians and Surgeons 30(4):112–116) – die beide auf den gleichen Grundprinzipien beruhen, die von Essex et al. (2007) bewiesen worden waren – zerfallen alle diese Behauptungen. Hier ist eine einfache Aufschlüsselung mit genauen Seitenangaben aus dem WMO-Bericht und der Pressemitteilung:

0. Die gesamte Temperaturbasis ist physikalisch bedeutungslos (Zusammenfassung S. 5 + globale durchschnittliche bodennahen Temperatur S. 8–9, Abbildung 2 + Pressemitteilung)

Der Bericht und die Pressemitteilung beginnen mit globalen Temperaturrekorden: 1,43 °C über dem vorindustriellen Niveau, 2015–2025 die wärmsten elf Jahre, 2025 das zweit- oder drittwärmste Jahr. Sie betrachten dies als zentralen Beweis für die Erwärmung und als die längste Beobachtungsreihe zum Klimawandel.

Realitätscheck: Wie Cohler (2025) anhand der Grundprinzipien der Thermodynamik nachweist (und genau wie Essex et al. 2007 demonstrierten), existiert die globale mittlere Temperatur (GMST) nicht als physikalisch aussagekräftige Größe. Temperatur ist eine intensive Eigenschaft, die nur lokal im Gleichgewicht definiert ist. Die Erdoberfläche ist ein riesiges Nichtgleichgewichtssystem mit enormen Unterschieden zwischen Luft und Wasser, polaren und äquatorialen Regionen usw. Es gibt keine eindeutige physikalische Regel für die globale Mittelwertbildung lokaler Temperaturen – arithmetischer Mittelwert, harmonischer Mittelwert, RMS, geometrischer Mittelwert und unendlich viele andere liefern alle unterschiedliche numerische Werte und unterschiedliche Trends. Ohne ein physikalisches Prinzip zur Auswahl ist die Wahl willkürlich. Die GMST ist daher ein statistisches Konstrukt ohne thermodynamische Bedeutung. Das IPCC und die WMO wählen eine willkürliche Methode aus, passen alle ihre Modelle daran an und bezeichnen das Ergebnis dann als „Temperatur“. Die gesamte Erzählung von „1,43 °C über dem vorindustriellen Niveau“ und den „heißesten Jahren aller Zeiten“ – und alles, was darauf aufbaut – ist physikalisch unsinnig.

1. „Energieungleichgewicht so hoch wie nie zuvor“ (Leitaussage der Pressemitteilung + Bericht, S. 5, 20–21, Abbildungen 9a und 9b)

In der Pressemitteilung und im neuen Abschnitt „Energieungleichgewicht der Erde“ heißt es, dass das Ungleichgewicht im Jahr 2025 einen neuen Höchststand erreicht habe und sich beschleunige (0,30–0,44 W/m² pro Jahrzehnt).

Realitätscheck: Diese Zahl ergibt sich aus der Addition der Argo-Meerestemperaturen und der entsprechenden Anpassung der Satellitendaten. Wie Cohler et al. (2026) nachweisen, ist die Temperatur eine intensive Eigenschaft – man kann sie nicht über den sich bewegenden, inhomogenen Ozean mitteln und so eine reale Gesamtenergie erhalten. Die Berechnung liefert lediglich eine bedeutungslose Zahl. Die tatsächliche Unsicherheit beträgt ≥ ±1 W/m² (zehnmal größer als angegeben), so dass „höchster Stand aller Zeiten“ und „beschleunigend“ nicht von Null zu unterscheiden sind. In der Pressemitteilung wird dies als „Überschreiten der Grenzen“ des Planeten bezeichnet – doch die Grenze, auf die sie sich beziehen, ist ein Computer-Artefakt.

2. „Der Ozean absorbiert 91 % der überschüssigen Wärme – das 18-Fache des jährlichen Energieverbrauchs der Menschheit“ (Zusammenfassung S. 5 + Wärmeinhalt des Ozeans S. 10–11 + Stichpunkte der Pressemitteilung)

Sie wiederholen die Zahl von 91 % und sagen, die jüngste Erwärmung der Ozeane betrage „11,0–12,2 ZJ pro Jahr – etwa das 18-Fache des jährlichen Energieverbrauchs der Menschheit“.

Realitätscheck: Genau diese ungültige Berechnung widerlegen Cohler et al. (2026):

ΔOHC = ∫ ρ c_p ΔT dV

wobei ΔT eine statistische Differenz ohne physikalische Bedeutung ist. Argo-Bojen erfassen nur die obere Hälfte des Ozeans; der Rest wird geschätzt. Drift unter der Oberfläche (5–50 km), unbekannte Wege und willkürliche Gitterausfüllung erzeugen falsche Zahlen. Die Arbeit belegt, dass die tatsächliche Unsicherheit allein für den Tiefseebereich bei ±0,35 W/m² liegt, zuzüglich weiterer Unsicherheiten durch mesoskalige Wirbel und polare Lücken. Die Behauptungen von 91 % und dem 18-Fachen sind keine Messwerte – es handelt sich um erfundene Verhältnisse, die auf fehlerhaften Berechnungen beruhen.

3. „Rekordwert beim Wärmegehalt der Ozeane im Jahr 2025“ und „Verdopplung der Zuwachsrate“ (Wärmegehalt der Ozeane, S. 10–11 + Pressemitteilung)

Sie behaupten, dass 2025 den bisherigen Rekord gebrochen und sich die Erwärmungsrate seit 2005 verdoppelt habe.

Realitätscheck: Die gleiche fehlerhafte Argo-Verarbeitungskette. Die Bojen erfassen nur die Hälfte des Ozeanvolumens, weisen Positionsfehler bis 50 km auf, und die Karte wird von Interpolationen dominiert. Allein ungelöste Wirbel führen zu einer Unsicherheit von ±0,9 W/m² – größer als der gesamte von ihnen behauptete „Rekord“-Trend. Cohler et al. (2026) zeigen, dass diese Zahlen statistisch nicht von Null zu unterscheiden sind.

4. Sonstiges (Meeresspiegel S. 12, Meereis S. 18, Gletscher S. 16, Fallstudie zum Thema Gesundheit S. 28–29, Pressemitteilung zu Extremereignissen und Auswirkungen)

Alle daraus abgeleiteten Behauptungen – beschleunigter Anstieg des Meeresspiegels, Rekordschmelze der Gletscher, geringe Meereisausdehnung, Ausbreitung des Dengue-Fiebers, Hitzestress bei Arbeitnehmern, „Kettenreaktionen“ und „Verzögerung ist tödlich“ – basieren auf den gleichen fehlerhaften GMST- und OHC/EEI-Werten, die auf den in Cohler (2025) und Cohler et al. (2026) aufgedeckten unzulässigen Methoden beruhen. Wenn die Kernkennzahlen physikalisch bedeutungslos sind, bricht die gesamte Kette der Alarmmeldungen zusammen.

Unter dem Strich

In der Pressemitteilung der WMO wird dies als „Ausnahmezustand“ bezeichnet, bei dem „alle wichtigen Indikatoren auf Rot stehen“, und es wird gewarnt, dass „jeder Aufschub tödlich ist“. Der Generalsekretär sagt, der Planet sei „über seine Grenzen hinaus belastet“. Der Bericht erwähnt jedoch mit keinem Wort die Beweise in Cohler (2025), Cohler et al. (2026) und Essex et al. (2007), dass ihre beiden Kernzahlen – GMST und Ozeanwärme/EEI – keine physikalische Bedeutung haben und die Unsicherheiten zehnmal größer sind als behauptet.

Ausgehend von den Grundprinzipien – Temperatur ist intensiv und nicht additiv, Argo-Floats erfassen nur die Hälfte des Ozeans mit unbekannten Routen, und die Mathematik verwandelt spärliche Daten in Artefakte – wird keine der dramatischen Schlussfolgerungen in der heutigen WMO-Pressemitteilung oder im Bericht durch stichhaltige Wissenschaft gestützt. Die „Rekorde“ und das „Ungleichgewicht“, die sie lautstark verkünden, sind Computerkonstrukte, keine echten Beobachtungen der Energie des Planeten.

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

Hinweis: Dieaser Beitrag wurde mir per E-Mail übermittelt, so dass kein expliziter Link angegeben werden kann. Wer die Übersetzung überprüfen will, kann das mit Hilfe des beigefügten Originals tun:

wmo