Auch das polare Meereis trotzt dem Alarm-Geschrei – an beiden Polen

Cap Allon

Einführung des Übersetzers: In den werktäglichen Bulletins von Cap Allon auf seinem Blog tauschen in letzter Zeit weniger Meldungen über explizite, lokale Kalt-Ereignisse auf, dafür bringt er immer wieder Hintergrund-Beiträge. Diese sind fast durchweg so interessant, dass sie einer separaten Übersetzung würdig sind. Dafür wird die Ausgabe von Kältereports zeitlich gestreckt.

Im Bulletin von Montag, dem 5. August 2024 sind die folgenden beiden Beiträge enthalten, in denen es um das polare Meereis geht – zunächst das in der Arktis, dann in der Antarktis. In beiden Fällen zeigt sich, wie gegenstandslos das Geschrei um ein Verschwinden des Meereises ist. – Ende Einführung.

Die Schifffahrts-Saison in der Arktis wird immer kürzer

Es wird allgemein behauptet, dass das schmelzende Meereis in der Arktis die Nordwestpassage – eine Schifffahrtsroute, die den Atlantik und den Pazifik nördlich von Kanada verbindet – besser zugänglich macht.

Eine neue Studie, die Veränderungen in der Schifffahrtssaison von 2007 bis 2021 untersucht, zeigt jedoch ein anderes Bild.

Eine Analyse der Befahrbarkeit der Nordwestpassage (NWP) ergab, dass die Schifffahrtssaison auf dem Großteil der Route tatsächlich kürzer wird.

Diese Erkenntnis ist bedeutsam – zum einen, weil man gehofft hatte, dass die NWP als kürzere und wirtschaftlichere Alternative zu traditionellen Schifffahrtsrouten wie dem Panama- und dem Suez-Kanal genutzt werden würde.

Vor allem auf der Nordroute ist eine deutliche Verkürzung der Schifffahrtssaison zu verzeichnen. In der östlichen Beaufortsee, der M’Clure Strait und dem Viscount Melville Sound, die alle zu dieser Route gehören, hat sich die Anzahl der Wochen erheblich verringert, in denen Schiffe diese Gewässer sicher befahren können.

In der Östlichen Beaufortsee beispielsweise hat sich die Schifffahrtssaison in den letzten 15 Jahren um 14 Wochen verkürzt, eine erhebliche Veränderung, die sowohl für die kommerzielle Schifffahrt als auch für die Versorgung der Bevölkerung eine Herausforderung darstellt.

Die südliche Route der NWP weist weniger Schwankungen in der Länge der Schifffahrtssaison auf – tatsächlich gibt es keine statistisch signifikanten Veränderungen. Diese Stabilität macht sie jedoch nicht unbedingt zu einer zuverlässigeren Option für die künftige Schifffahrt, behaupten die Forscher, da das Vorhandensein und die hartnäckige Persistenz von mehrjährigem Eis (MYI) ein erhebliches Hindernis bleibt.

Trotz der propagierten Berichte über den „Rückgang des arktischen Meereises“ zeichnen die realen Daten weiterhin ein anderes Bild. Das anhaltende Vorhandensein von MYI, d. h. älterem und dickerem Eis, an „Engpässen“ entlang der Route verkürzt die Schifffahrtssaison weiter.

Diese Verkürzung hat nicht nur Auswirkungen auf den internationalen Schiffsverkehr, betonen die Forscher. Arktische Gemeinden, die für die Versorgung mit Gütern und Lebensmitteln auf den Seeverkehr angewiesen sind, könnten vor größeren Herausforderungen und Kosten stehen. In der Studie wird empfohlen, die Versorgung dieser Gemeinden mit Blick auf das zunehmende Eis in der NWP sorgfältig zu planen.

Die Zoologin Susan Crockford schrieb kürzlich auf X: „Ein Kipp-Punkt des Klimas ist ein theoretisches Konzept, das noch nie beobachtet wurde. Es handelt sich in Wirklichkeit um Panikmache auf Steroiden: Wir könnten es die ‚große Angst‘ nennen. … Dem arktischen Sommer-Meereis wurde eine ‚Todesspirale‘ vorausgesagt, aber es gibt keine Anzeichen für einen Rückgang.“

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Rapide Zunahme des Meereises um die Antarktis

Das AGW-Narrativ wird auch durch die Vorgänge am anderen Ende der Erde nicht gestützt. In den letzten fünf Tagen hat die Ausdehnung des antarktischen Meereises eine Rekordrate erreicht.

Wie die jüngsten Daten des National Snow and Ice Data Center (NSIDC) zeigen, hat die Eisbedeckung zwischen dem 28. Juli und dem 3. August deutlich zugenommen, vor allem an den Küsten der Ost- und Westantarktis.

Grün markiert sind die Gebiete mit Eiszunahme:

NSIDC

Tony Heller

Das dröhnende Scvhweigen in den Medien darob ist keine Überraschung.

Genauso wie zu den anhaltend überdurchschnittlich kalten Monaten in der Antarktis:

Link: https://electroverse.substack.com/p/arctic-shipping-season-is-shortening?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke)

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Wie wird New Yorks Energiewahnsinn enden? Der „Don’t Do It!“-Report

Francis Menton, MANHATTAN CONTRARIAN

[Diesen Beitrag listet Blogbetreiber Charles Rotter unter „Government idiocy“!]

Ich schreibe häufig darüber, dass die von New York verabschiedeten Vorschriften für die Energiewende in der realen Welt unmöglich und nicht umsetzbar sind und daher zwangsläufig irgendwann aufgegeben werden müssen, wenn die Umsetzung des Projekts an der Realität scheitert.

Die wahrscheinlich häufigste Frage, die mir gestellt wird, lautet: OK, wie und wann wird das geschehen?

Die Frage ist wichtig, denn solange die unmöglichen Vorschriften in Kraft bleiben, verursachen sie massive Schäden für unser Stromsystem und für die Verbraucher. Was die Stromerzeugung betrifft, so sollen beispielsweise jährlich mehrere Erdgaskraftwerke zwangsweise stillgelegt werden, obwohl diese derzeit etwa die Hälfte unseres Stroms liefern, bis 2040 alle geschlossen sind. Je länger die Netto-Null-Phantasie anhält, desto schwieriger und kostspieliger wird es, diese Kraftwerke wieder in Betrieb zu nehmen (wenn sie überhaupt noch stehen) oder neue zu bauen. Wind- und Solarkraftwerke werden für Milliardenbeträge und mit enormen Subventionen gebaut und erzeugen im Grunde genommen keinen nützlichen Strom. Jedes Mal, wenn eine neue Anlage gebaut wird, müssen die Steuer- und Gebührenzahler für die gesamte Lebensdauer der Anlage aufkommen. Auf der Verbraucherseite haben die Bewohner großer Gebäude die Vorschrift, ihre derzeitigen Erdgas- oder Ölheizungen zugunsten minderwertiger elektrischer Wärmepumpen auszutauschen, wobei die Kosten auf 100.000 Dollar pro Wohneinheit oder mehr bei älteren Gebäuden geschätzt werden. Wenn das Netto-Null-Projekt aufgegeben wird, werden diese massiven Investitionen zu einem Mitnahmeeffekt. Und es gibt noch viele andere Beispiele für die Schäden, die durch diese Vorgaben verursacht werden.

Was wird also der Tropfen sein, das das Projekt zum Scheitern bringt? Wenn nichts anderes dazwischen kommt, werden wir irgendwann von einer Reihe katastrophaler Stromausfälle heimgesucht werden. Das würde die Menschen sicherlich aufrütteln und mit ziemlicher Sicherheit dazu zwingen, das Projekt neu zu überdenken. Aber einfach nur auf diese Katastrophe zu warten, um die Dinge umzukehren, ist aus zwei Gründen keine gute Idee: Erstens sind die Betreiber des Stromnetzes gut darin, es unter schwierigen Umständen am Laufen zu halten, was bedeutet, dass wir „Glück“ haben könnten und die Katastrophe um Jahre verschoben werden könnte, in denen enorme Schäden durch Fehlinvestitionen entstehen; und das zweite Problem ist, dass die Stromausfälle, wenn sie kommen, echten menschlichen Schaden und Tragödien verursachen könnten, wie z. B. den Tod von Menschen mit Elektroheizung, die in ihren Wohnungen erfrieren. Mit anderen Worten: Menschen, denen New York am Herzen liegt, sind es ihren Mitbürgern schuldig zu versuchen, die Sache in Ordnung zu bringen, bevor die Katastrophe eintritt.

Und so kommt es, dass drei engagierte Bürger, die das sich in Zeitlupe vollziehende Zugunglück mit Entsetzen beobachtet haben, einen Bericht verfasst haben, um die New Yorker aufzufordern, sich den gesetzlichen Vorschriften zur Elektrifizierung der Gebäudeheizung zu widersetzen. Der Titel des Berichts lautet „Don’t Do It! Report to New York Co-op and Condo Boards and Trade Associations On LL97 Conversion To Electric Heat“.

Die drei öffentlichkeitsbewussten Männer sind ich selbst und die Co-Autoren Roger Caiazza und Richard Ellenbogen. Caiazza ist ein pensionierter Meteorologe, Fachrichtung Luftverschmutzung, der einen Blog mit dem Namen Pragmatic Environmentalist of New York führt, in dem er ausführlich über die drohende Energiekatastrophe in New York schreibt. Ellenbogen ist ein an der Cornell University ausgebildeter Elektroingenieur, der zwar keine große Internetpräsenz hat, aber ein sehr sachkundiger und häufiger Kommentator bei den verschiedenen New Yorker Regulierungsbehörden ist, die sich mit der Energiewende befassen, wobei er kein Blatt vor den Mund nimmt. Wir drei haben diesen Bericht unentgeltlich verfasst, damit uns niemand beschuldigen kann, wir seien Handlanger der Industrie für fossile Brennstoffe oder der Immobilienbranche oder irgendeiner anderen Interessengruppe.

Der Grund dafür, dass sich der Bericht an die Verwaltungsräte und Berufsverbände von Eigentumswohnungen und Genossenschaften richtet, liegt darin, dass die Gemeinschaft der Eigentumswohnungen und Genossenschaften eine Gruppe von Hunderttausenden von Wählern repräsentiert, die sich im Fadenkreuz der unmöglichen New Yorker Vorschriften zur Energieeinsparung befinden. Neben anderen New Yorker Einwohnern sind die Bewohner kleinerer Gebäude und Besitzer von Einfamilienhäusern (zumindest vorläufig) von den Vorschriften für die Heizungsumstellung ausgenommen, während die Mieter durch die Mietvorschriften isoliert sind. Somit sind die Vorstände und Anteilseigner der großen Eigentumswohnungen und Genossenschaften die größte Gruppe von Bewohnern, die direkt von den Vorschriften betroffen sind. Viele Vorstände dieser Gebäude beginnen erst jetzt damit, sich Gedanken darüber zu machen, wie sie die Vorschrift zur Umstellung auf Elektroheizungen bis 2030 erfüllen können, und lassen sich von Beratern über die enormen Kosten informieren. Nur wenige von ihnen sind sich darüber im Klaren, dass der Staat gleichzeitig keinen glaubwürdigen Plan hat, um genügend Strom zu erzeugen, damit die Vorschrift zur Umstellung auf Stromwärme überhaupt funktioniert.

Die Verteilung des Berichts an die betroffenen Gemeinden hat vor kurzem begonnen. Tochter Jane – den Lesern hier als häufige Mitarbeiterin bekannt – hat eine Gruppe namens New Yorkers for Affordable Reliable Energy („New Yorkers ARE“) gegründet, um den Widerstand der Bevölkerung gegen die Einhaltung der Vorschrift zur Wärmeumwandlung zu organisieren. Mitverfasser Roger Caiazza schrieb vor zwei Wochen einen Beitrag für Watts Up With That, in dem er die Veröffentlichung des Berichts ankündigte.

Ich empfehle den Bericht allen Lesern, die sich für das Ausmaß an Ignoranz und Inkompetenz der New Yorker Gesetzgeber und Regulierungsbehörden interessieren, welche die unmögliche „Energiewende“ vorantreiben. Er ist nur etwa 15 Seiten lang, mit einer guten Einleitung und einer Zusammenfassung am Anfang, die das Wesentliche erfasst. Hier ist ein zusammenfassendes Zitat aus der Executive Summary:

Die Net Zero-Umstellung ist bei weitem das größte, teuerste und ehrgeizigste Projekt, das jemals in New York von der Regierung durchgeführt wurde. Die gesetzlichen Vorschriften des CLCPA und LL 97 wurden jedoch ohne jede detaillierte Machbarkeitsstudie erlassen:

– Eine detaillierte Machbarkeitsstudie darüber, ob dieser Übergang mit den physikalischen Grundlagen und der bestehenden Technologie möglich ist;

– jegliches Demonstrationsprojekt irgendwo auf der Welt, das zeigt, wie ein Stromnetz funktionieren kann, das sich hauptsächlich auf Wind- und Solarenergie stützt und ohne emissionsverursachende Ressourcen zur Absicherung von Schwankungen auskommt;

– Jegliche detaillierte Analyse oder Projektion der Kosten, die den New Yorkern durch diese Umstellung entstehen, sei es in ihrer Eigenschaft als Steuerzahler oder Gebührenzahler oder beides.

In diesem Bericht werden Fragen der Durchführbarkeit und der Kosten des New Yorker Elektrizitäts-Umstellungsprojekts bewertet. Ziel ist es, die Einwohner New Yorks, insbesondere die Eigentümer von Genossenschaften und Eigentumswohnungen und deren Vorstände zu beraten, die der LL 97 unterliegen, wie sie auf die gesetzlichen Vorschriften reagieren sollten. Der Bericht prüft Fakten und Daten, die zeigen, dass es starke Gründe für die Annahme gibt, dass die gesetzten und gesetzlich vorgeschriebenen Ziele unmöglich zu erreichen sind, geschweige denn zu auch nur annähernd erschwinglichen Kosten. Der Staat und die Stadt sind ihrer Verantwortung gegenüber ihren Bürgern nicht nachgekommen, um sicherzustellen, dass die von ihnen erlassenen Vorschriften durchführbar und bezahlbar sind.

Um also auf die ursprüngliche Frage zurückzukommen, wie der New Yorker Energiewahnsinn enden wird: Eine Alternative zum Abwarten der Stromausfälle besteht darin, dass eine kritische Masse von New Yorkern, die im Fadenkreuz der Vorschriften stehen, sich weigert, diese einzuhalten und die Aufhebung der Vorschriften fordert. Wir versuchen, diesen Prozess in Gang zu setzen. Hoffen wir, dass wir Erfolg haben werden.

Link: https://wattsupwiththat.com/2024/07/29/how-will-new-yorks-energy-madness-end-the-dont-do-it-report/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Beschleunigt sich der Anstieg des Meeresspiegels?

Andy May

Uns wird ständig eingeredet, dass sich der Anstieg des mittleren globalen Meeresspiegels (GMSL) beschleunigt. Stimmt das? Wie eindeutig sind die Beweise? Wenn er sich beschleunigt, warum? Ist die Beschleunigung gefährlich?

Die übliche Annahme ist, dass der Anstieg vor allem auf die vom Menschen verursachte globale Erwärmung und das Abschmelzen der Gletscher und der Polkappen zurückzuführen ist. Stimmt das? Wir werden die Beweise untersuchen und sehen, was wir herausfinden können.

Dangendorf, et al. schreiben:

„Wir stellen eine anhaltende Beschleunigung des GMSL seit den 1960er Jahren fest und zeigen, dass diese weitgehend (~76 %) mit Änderungen des Meeresspiegels im Indopazifik und Südatlantik verbunden ist. Wir zeigen, dass der Beginn der Beschleunigung in den 1960er Jahren eng mit einer Intensivierung und einer äquatorialen Verschiebung der Westwinde der südlichen Hemisphäre auf Beckenebene verbunden ist, was zu einer erhöhten Wärmeaufnahme des Ozeans und damit zu größeren Raten des GMSL-Anstiegs durch Veränderungen in der Zirkulation des Südlichen Ozeans führt.“

Die absolute Höhe des Meeresspiegels ist nicht in jedem Ozeanbecken gleich, was auf die Form der Ozeanbecken, die Temperatur der einzelnen Ozeanbecken und die Stärke und Richtung der über dem Becken vorherrschenden Winde zurückzuführen ist*. Die Beschleunigung des Meeresspiegelanstiegs in jedem Becken ist also unterschiedlich, der globale mittlere Meeresspiegel ist eine Kombination aller Veränderungen in jedem Becken, und die bloße Angabe (oder Diskussion) des GMSL verschleiert eine Menge Komplexität.

[*Es fehlt die Angabe, dass der Meeresspiegel aufgrund etwas unterschiedlicher Gravitation auf der Erdoberfläche Unterschiede aufweist. Der Geophysiker spricht hier von einem „Geoid“. Die Oberfläche eines vollständig mit Wasser bedeckten Planeten würde also mehr einer Kartoffel ähneln als einer Kugel. A. d. Übers. der Vollständigkeit halber]

Dangendorf et al. beobachten eine anhaltende Beschleunigung des globalen mittleren Anstiegs des Meeresspiegels seit den 1960er Jahren und kommen zu dem Schluss, dass diese Beschleunigung auf eine Verschiebung der vorherrschenden Winde auf der südlichen Hemisphäre und nicht auf schmelzendes Eis zurückzuführen ist. Tatsächlich stellen sie fest, dass das schmelzende Eis in den 1930er Jahren, als die Treibhausgasemissionen viel geringer waren als heute, erheblich zu der hohen Anstiegsrate des Meeresspiegels beigetragen hat, aber „zwischen den 1940er und den frühen 1990er Jahren keine bis negative Beiträge zu den Beschleunigungskoeffizienten leistete.“

Sie berichten auch, dass die gegenwärtige (1968-2015) Beschleunigung des „globalen“ Meeresspiegel-Anstiegs überhaupt nicht global ist, sondern größtenteils ein Anstieg der Beschleunigung dieses Anstiegs in bestimmten Regionen ist. Im östlichen Pazifik und im Arktischen Ozean wurde keine Beschleunigung festgestellt, und im Südlichen Ozean wurde eine Verlangsamung festgestellt. In den Regionen, die am stärksten von der Eisschmelze betroffen sein sollten, nämlich in der Arktis und im Südlichen Ozean, ist also keine Beschleunigung festzustellen.

Dies deutet darauf hin, dass die derzeit beobachtete Beschleunigung auf Veränderungen der atmosphärischen Zirkulation und nicht auf die globale Erwärmung oder Treibhausgase zurückzuführen ist. Größere Änderungen der globalen Windzirkulation treten in einem Zeitraum von etwa 65 Jahren auf, und diese verursachen Änderungen der globalen Temperaturen wie in Abbildung 1 dargestellt:

Abbildung 1. Der Index der Atlantischen Multidekadischen Oszillation (AMO) und die HadCRUT4-Aufzeichnung der globalen Temperatur. Quelle: May & Crok, 2024.

Der AMO-Index ist zwar nicht genau dasselbe wie die 60- bis 70-jährige globale Klimaschwankung, die gewöhnlich als Klimastadium-Welle bezeichnet wird, aber er ist ähnlich, und die AMO ist eine wichtige Komponente der Stadium-Welle (Wyatt M. G., 2012c) und (Wyatt & Curry, 2014). Man beachte, dass die AMO zwischen 1910 und 1925 sowie zwischen 1970 und 1980 ein Minimum aufweist und dass diese Minima annähernd mit den Tiefstwerten der HadCRUT4-Durchschnittstemperatur nach deren Trendbereinigung übereinstimmen.

In Abbildung 2 sind verschiedene Schätzungen des Meeresspiegelanstiegs dargestellt, darunter die Schätzung von Dangendorf et al.:

Abbildung 2. Ein Vergleich verschiedener Schätzungen der Geschwindigkeit des globalen Meeresspiegelanstiegs. Die Schätzungen von Jevrejeva sowie Church & White stammen von Gezeitenmessern, die NASA-Schätzung (Beckley, Callahan, Hancock, Mitchum, & Ray, 2017) von Satellitenmessungen und der Dangendorf-Datensatz ist eine komplexe Mischform.

Das erste, was uns in Abbildung 2 auffällt, ist, dass von 1900 bis 2000 alle langfristigen Raten des Meeresspiegelanstiegs einigermaßen linear sind, mit Raten zwischen 1,4 und 2,0 mm/Jahr. Zweitens ist ein ähnliches zyklisches Muster von zunehmender und abnehmender Beschleunigung des Meeresspiegelanstiegs in allen Rekonstruktionen zu erkennen. Alle zeigen eine Beschleunigung von etwa 1920 bis etwa 1950-1960, gefolgt von einer Verlangsamung bis zu den frühen 1990er Jahren und einer erneuten Beschleunigung nach den 1990er Jahren. Zufälligerweise beginnen die Satellitenaufzeichnungen mit dem Beginn der zyklischen Beschleunigung in den frühen 1990er Jahren.

Laut Dangendorf et al. ist die Beschleunigung des Meeresspiegelanstiegs, die seit den 1960er Jahren (nahe dem Höhepunkt des Zyklus) beobachtet wurde, nicht wesentlich größer als die in den 1920er und 1930er Jahren festgestellte Beschleunigung. Es scheint wahrscheinlich, dass das in Abbildung 1 dargestellte natürliche Klimamuster die Beschleunigung des Meeresspiegelanstiegs in beiden Beschleunigungsperioden stark beeinflusst. Ein Vergleich der Beschleunigung von 1960-2016 mit der von 1920 bis 1950 beobachteten ist in Abbildung 3 für das Dangendorf-Hybridmodell und die Jevrejeva-Pegelrekonstruktion dargestellt:

Abbildung 3. Vergleich der Beschleunigung des Meeresspiegelanstiegs von 1960 bis 2016 (links) mit der von 1920 bis 1950 beobachteten Beschleunigung (rechts) für die beiden Aufzeichnungen zum Meeresspiegelanstieg von Dangendorf und Jevrejeva. Die aus einem Polynom 2. Ordnung berechnete Beschleunigung ist für jedes Diagramm angegeben.

In Abbildung 3 wird deutlich, dass die Jevrejeva-Aufzeichnung des Meeresspiegelanstiegs viel detaillierter und weniger bearbeitet ist als die komplexe hybride Dangendorf-Rekonstruktion, aber beide zeigen ähnliche Beschleunigungsraten für die jeweiligen Zeiträume. Die größte Beschleunigung weist die Jevrejeva-Rate für den Zeitraum 1920 bis 1950 auf, die kleinste die Dangendorf-Rate für denselben Zeitraum. Die moderne Dangendorf-Beschleunigungsrate ist bescheiden und kleiner als die moderne Jevrejeva-Rate.

Wie in Dangendorf et al. festgestellt, ist die Beschleunigungsrate im Zeitraum 1920 bis 1950 ähnlich hoch wie die Rate im modernen Zeitraum, und die Jevrejeva-Daten von 1920 bis 1950 deuten darauf hin, dass die Beschleunigung in diesem Zeitraum höher war als im aktuellen Zeitraum. Da die Beschleunigungsrate zu Beginn des 20. Jahrhunderts wahrscheinlich nicht durch Treibhausgasemissionen beeinflusst wurde, gibt es keinen Grund zu der Annahme, dass die Beschleunigung in der heutigen Zeit anders ist.

Die Treibhausgas-Emissionen von 1950 bis 1990 waren höher als von 1920 bis 1950, doch die Beschleunigung des Meeresspiegelanstiegs war damals geringer und möglicherweise negativ, wie in Abbildung 4 dargestellt:

Abbildung 4. Beschleunigung nach Dangendorf bzw. Jevrejeva von 1950 bis 1991.

Die sehr stark bearbeitete Aufzeichnung des Meeresspiegels von Dangendorf et al. zeigt eine geringe Beschleunigung von 1950 bis 1991, aber die Aufzeichnung des Pegels von Jevrejeva zeigt tatsächlich eine Verlangsamung in diesem Zeitraum.

Diskussion und Schlussfolgerungen

Es gibt bestimmte Bruchpunkte in den Klimatrends um 1912 und 1972, wie im AMO-Index in Abbildung 1 zu sehen ist. Diese Bruchpunkte sind auch in der trendbereinigten HadCRUT4-Aufzeichnung der globalen mittleren Temperatur zu erkennen. Weitere Informationen über Klimabruchpunkte, auch bekannt als Klimaverschiebungen, findet man hier, hier und hier. [Und natürlich bei Kowatsch et al. A. d. Übers.]

Auch bei der Anstiegsrate des Meeresspiegels treten Unterbrechungen auf, wie in Abbildung 2 dargestellt, die jedoch leicht verschoben sind, etwa zu ±1928 und ±1991. Alle Aufzeichnungen des Meeresspiegelanstiegs in Abbildung 2 zeigen diese Bruchstellen, wenn auch in unterschiedlicher Ausprägung.

Es ist unklar, warum sich das Klima zu diesen Zeiten ändert oder ob die Änderungen mit den Änderungen der Anstiegsrate des Meeresspiegels zusammenhängen. Dies ist ein Bereich, der noch weiter erforscht werden muss. Die Darstellungen lassen jedoch darauf schließen, dass sich die Beschleunigung des Meeresspiegelanstiegs in einem Zyklus von 60-70 Jahren ändert. Die Veränderungen folgen einem ähnlichen Muster wie die Veränderungen der globalen Temperatur und der Atlantischen Multidekadischen Oszillation.

Dangendorf et al. sind der Ansicht, dass die Veränderungen im 20. Jahrhundert bei der Beschleunigung des Meeresspiegelanstiegs eng mit Veränderungen der atmosphärischen Zirkulation verbunden sind, insbesondere der Zirkulation im Pazifik und im Südlichen Ozean. Wir sehen keinen Grund, dieser Meinung zu widersprechen. Die Veränderungen bei der Beschleunigung des Meeresspiegelanstiegs scheinen nicht mit Treibhausgas-Emissionen oder menschlichen Aktivitäten zusammenzuhängen.

Was wäre, wenn es in diesem Jahrhundert keine Perioden der Verlangsamung des Anstiegs oder eine tatsächliche Verlangsamung des Meeresspiegelanstiegs gibt? Mit anderen Worten, was wäre, wenn die derzeitige natürliche Beschleunigung seit 1960 bis zum Jahr 2100 anhält? Wie hoch würde der mittlere globale Meeresspiegel ansteigen? In Tabelle 1 wird diese Berechnung anhand der Daten für jede in diesem Beitrag besprochene globale Meeresspiegel-Rekonstruktion durchgeführt. Die in den Berechnungen von Jevrejeva und Dangendorf verwendeten Funktionen sind in Abbildung 3 auf der linken Seite dargestellt. Die anderen verwendeten Funktionen finden Sie in der zusätzlichen Tabelle, die am Ende dieses Beitrags verlinkt ist.

Tabelle 1. Der erwartete Meeresspiegelanstieg im Jahr 2100 unter Verwendung der Beschleunigung seit 1960 (oder der ersten Schätzung) bis zur endgültigen Schätzung.

Wie Tabelle 1 zeigt, beträgt der Anstieg des Meeresspiegels im Jahr 2100 nur 41 bis 84 cm, wenn die beobachtete Beschleunigung seit dem letzten Aufschwung um 1960 in jeder Rekonstruktion extrapoliert wird. Dies ist weniger als der durchschnittliche tägliche Tidenhub und stellt für niemanden ein Problem dar. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass sich die natürliche Beschleunigung seit 1960 bis zum Jahr 2100 fortsetzt; sie sollte bald wieder zu einer langsameren Beschleunigung zurückkehren, so wie es irgendwann zwischen 1955 und 1965 der Fall war.

Eine Tabellenkalkulation mit den Daten, die zur Erstellung der Zahlen und der Tabelle verwendet wurden, kann hier heruntergeladen werden.

Download the bibliography here.

Link: https://andymaypetrophysicist.com/2024/08/04/is-sea-level-rise-accelerating/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Hurrikane und andere üble Winde

Paul Schwennesen

Als der Hurrikan Beryl über den Golf von Mexiko auf das US-amerikanische Festland zog, waren ihm die Aufmerksamkeit heischenden Schlagzeilen weit voraus – die Behauptung, dass es sich um einen bemerkenswerten Ausreißer handelte, tauchte bereits mehr als eine Woche zuvor in Klima-frenetischen Berichten auf. CBS News behauptete, es sei „historisch“, neben Schlagzeilen über „Wie man mit seinen Kindern über Klimaangst spricht“. Die BBC berichtete, es sei „der erste Hurrikan, der im Juni die Kategorie vier erreicht, seit das NHC [National Hurricane Center] Aufzeichnungen führt, und der früheste, der im Juli die Kategorie fünf – die höchste Kategorie – erreicht“. Diese Behauptungen sind zwar technisch gesehen richtig und verdienen eine gewisse Erwähnung, doch werden die aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse über Hurrikane und die Auswirkungen des Menschen auf den Klimawandel durch Unterstellungen und Assoziationen falsch dargestellt.

Der wissenschaftliche Konsens in Bezug auf Hurrikane, über den in der atemberaubenden Klimaberichterstattung nicht berichtet wird ist, dass der Mensch im letzten Jahrhundert keinen erkennbaren Einfluss auf Hurrikane hatte. Im vom U.S. Global Change Research Program veröffentlichten National Climate Assessment heißt es zum Beispiel in Anhang 3:

Es ist weder ein signifikanter Trend bei der weltweiten Zahl der tropischen Wirbelstürme noch ein Trend bei der Zahl der auf das Festland übertretenden Hurrikane in den USA zu erkennen.

Was ist also wirklich los? Ist das historisch frühe Auftreten von Beryl ein Anzeichen für etwas grundlegend anderes in Bezug auf die Hurrikanaktivität? Stellt sie die bittere Frucht der ökologischen Sünden der Menschheit dar oder nicht? Die Antwort lautet mit ziemlicher Sicherheit nein. Vielmehr stellt der Hype um Beryls frühes Auftreten ein großes Missverständnis dar, ein Massenphänomen, das Beweise sieht, wo es eigentlich keine gibt.

Historisch gesehen sind Hurrikane im Golf natürlich alltäglich. „Hurricane“ leitet sich von dem prähistorischen Taíno-Namen für den Gott der bösen Winde, Jurucán, ab. Die Spanier übernahmen den Namen schnell, um die heftigen Stürme zu beschreiben, die bei ihren Entdeckungsreisen in die Neue Welt so viel Schaden anrichteten. Sowohl die Narváez- als auch die De Soto-Expedition von 1527 und 1539 wurden beispielsweise von Hurrikanen heimgesucht, die durchaus die Kategorie 5 erreicht haben könnten, wenn es das NHC [National Hurricane Center] gegeben hätte, um sie als solche einzustufen. Es ist zwar denkbar, dass Beryl eine große Anomalie und ein Vorbote böser Nachrichten ist, aber es ist sehr unwahrscheinlich, dass das so ist.

Stattdessen ist die Darstellung in den Medien als Beweismittel für den anthropogenen Klimawandel grundlegend falsch. Die heutigen düsteren Schlagzeilen sind ein perfektes Beispiel für das, was Steve Koonin in seinem Buch Unsettled als „das lange Telefonspiel, das mit der Forschungsliteratur beginnt und über die [wissenschaftlichen] Bewertungsberichte zu den Zusammenfassungen der Bewertungsberichte und weiter zur Medienberichterstattung führt“ bezeichnet. Die Medien, so sagt er, verbreiten am Ende oft ein Narrativ, das im direkten Widerspruch zu den tatsächlichen Beweisen steht. Sie tun dies zum Teil, weil sie die wissenschaftliche und statistische Bedeutung von Beobachtungen missverstehen, vor allem aber, weil extreme Schlagzeilen zu einem allgemein verständlichen Narrativ passen. Solche Berichte werden von der Öffentlichkeit viel eher wahrgenommen und aufgegriffen. Diese selektive Aufmerksamkeit führt zu einer Voreingenommenheit für Extremismus in der Klimaberichterstattung, die das politische Klima erheblich anheizt – zu unserem kollektiven Nachteil.

Wenig bekannt sind zum Beispiel Fakten wie die Tatsache, dass die Zahl der schweren Hurrikane seit 2011 unter den 170-Jahres-Durchschnitt gefallen ist. Oder die Tatsache, dass das Great Barrier Reef, einst ein Aushängeschild für den Klimawandel, heute einen Rekordbestand an Korallen aufweist. Man braucht nicht viel Fantasie, um sich vorzustellen, wie die Schlagzeilen lauten würden, wenn sich diese positiven Fakten umkehren würden: „Schwere Wirbelstürme: Höchste Zahl seit Jahrhunderten“ oder „Barrier Reef verzeichnet niedrigsten Bewuchs in der Geschichte“. Das sind Schlagzeilen, die wir uns leicht vorstellen können, die wir aber nicht gesehen haben, weil sie völlig verkehrt sind.

Stattdessen ist es so, dass Meldungen, die technisch gesehen wahr sind (wie Beryls rekordverdächtig frühes Auftreten), nur dann in den Mainstream einfließen, wenn sie in das allgemeine alarmistische Narrativ passen. Die BBC veranschaulicht dies perfekt in ihrer Berichterstattung, indem sie anmerkt, dass „die rekordverdächtige Natur von Hurrikan Beryl die Rolle des Klimawandels ins Rampenlicht gerückt hat.“ Dann heißt es am Ende eines Artikels, den die meisten Menschen nie ganz lesen werden:

Die Ursachen der einzelnen Stürme sind komplex, so dass es schwierig ist, bestimmte Fälle vollständig dem Klimawandel zuzuschreiben. Aber außergewöhnlich hohe Meerestemperaturen werden als Hauptgrund dafür angesehen, dass der Hurrikan Beryl so stark war.

So funktioniert die Ablenkungsmanöver: BBC-Reporter waren gezwungen, zweifellos in Interviews mit Hurrikan-Experten, ein wenig über die Auswirkungen von Beryls rekordverdächtiger Klassifizierung zu streiten. Man beachte, dass es „schwierig“ (eigentlich unmöglich) ist, Beryls Verhalten dem Klimawandel als solchem zuzuschreiben. Und sie haben Recht, dass die hohen Meerestemperaturen ein wichtiger Faktor für die außergewöhnliche Stärke von Beryl sind. Aber es ist die Art und Weise, wie diese technischen Wahrheiten präsentiert werden, die zu Fehlschlüssen führt. Nur sehr wenige Gelegenheitsleser würden den Artikel mit der Überschrift „Wie der rekordverdächtige Hurrikan Beryl ein Zeichen für eine sich erwärmende Welt ist“ lesen und nicht auf den kausalen Schluss einer vom Menschen verursachten Erwärmung kommen. Das ist ein Problem, denn eine solche Schlussfolgerung wird in der Tat durch keine wissenschaftlich anerkannten Beobachtungen gestützt.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Dies gilt natürlich in beide Richtungen. Damit soll nicht behauptet werden, dass die menschlichen Emissionen keine Auswirkungen haben, sondern nur, dass wir sehr genau darauf achten müssen, was die Beweise tatsächlich aussagen, bevor wir sie in politische Empfehlungen umwandeln. Ich will damit auch nicht sagen, dass wir alle negativen Berichte über die Umwelt einfach ignorieren können, denn es gibt eindeutig Probleme, die unsere kollektive Aufmerksamkeit verdienen. Ich habe zum Beispiel selbst ein wenig getrickst: Ich habe zwar richtig bemerkt, dass die Zahl der schweren Wirbelstürme unter dem historischen Durchschnitt liegt, aber ich habe nicht darauf hingewiesen, dass die Zahl der Wirbelstürme insgesamt gestiegen ist. [Besser soll es wohl heißen, dass die Anzahl der Wirbelsturm-Beobachtungen stark gestiegen ist.. A. d. Übers.] Ähnlich verhält es sich mit dem Great Barrier Reef: Die Korallenbedeckung hat zwar deutlich zugenommen, aber die Art der Monokulturen, die für den Anstieg verantwortlich ist, gibt immer noch Anlass zu ökologischer Besorgnis.

Der eigentliche Punkt ist, dass wir in der Klimaberichterstattung Ehrlichkeit, einschließlich kontextueller Komplexität, verlangen müssen. Gerade weil so viel auf dem Spiel steht (sei es in Sachen Umwelt oder individueller Freiheit), können wir es uns nicht leisten, mit Halbwahrheiten und Verschleierungen zu spielen. Intelligente, freie Menschen verdienen eine vollständigere, umfassendere und weniger aktivistische Berichterstattung über den Klimawandel. Beryl hat eine Art Rekord aufgestellt, ja. Was dieser Rekord im Zusammenhang mit dem vom Menschen verursachten Klimawandel wirklich bedeutet, ist im Grunde wissenschaftlich unbekannt. Vielleicht wäre das eine bessere Überschrift.

This piece originally appeared at AIER.org and has been republished here with permission.

Link: https://cornwallalliance.org/2024/07/hurricanes-and-other-evil-winds/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Kohlendioxid bestimmt keinen Temperaturverlauf

Josef Kowatsch, Matthias Baritz

Im jüngsten Kältereport von Christian Freuer ist ein ausführlicher Abschnitt über Grönland enthalten. Hier wollen wir den Beitrag von Cap Allon dazu mit eigenen Untersuchungen belegen.

Diese Wetterstation auf Grönland zeigt nämlich den wirklichen Temperaturverlauf, ohne Einfluss der Zivilisation. Name: Tasiilaq

Abb. 1: Juli ist der Hochsommermonat in Grönland, weil die Sonnen noch nicht untergeht. Die Temperaturen waren in den 30er Jahren höher als in der Gegenwart, d.h. der Juli war damals wärmer.

Abb. 2: CO₂-Kurve seit 1900, als der kräftige CO₂-Anstieg begann, sanken die Temperaturen.

Erkenntnis: Die CO₂-Zunahme Zunahmekurve der Atmosphäre hat überhaupt keine Übereinstimmung mit den Juli-Temperaturen dieser Wetterstation.

Lage der Station in Grönland, an der Südostküste.

Abb. 3: Tasiilaq, 65.5997N, 37.6331W, befindet sich an der Südostküste Grönlands ca.700 km westlich von Island

Merke: Der Temperaturverlauf dieser Station in Grönland wird von ganz anderen Wetter- und Klimafaktoren bestimmt. CO₂ bestimmt gar nichts.

Die IR-Adsorption von CO₂ ist nachgewiesen, hat aber keinen realen Einfluss

Damit ist widerlegt, dass CO₂-der Haupttreiber der Temperaturen ist. Die CO₂-Treibhauserwärmung ist ein erfundenes Märchen.

Auswertung der Temperatur-Messdaten von Tasiilaq:

1) Diese Wetterstation in Grönland zeigt ein leichtes Abkühlen seit Messbeginn, also seit 1895, in 130 Jahren um 0,6 Grad!!!

2) in Einzelabschnitten: von der kleinen Eiszeit kommend bis 1930 eine Erwärmung

3) Trendumkehr um 1930 und starke Abkühlung bis etwa 1980

4) Trendumkehr ab 1980 und starke Erwärmung bis 2015

5) Trendumkehr ab 2015 und Beginn der gegenwärtigen erneuten Abkühlung.

6) Wir befinden uns derzeit immer noch auf dem oberen Wärmeplateau der letzten 20 Jahre, die Trendlinie zeigt allerdings seit 20 Jahren bereits abwärts. (leicht negative Trendlinie)

Eis und Schnee werden wieder zunehmen.

Abb. 4. Das neuzeitliche Temperaturplateau ist seit 2003 erreicht, es wird nicht mehr wärmer, 2016 war der Wärmehöhepunkt und zugleich die Trendumkehr.

Auch dieser Temperaturverlauf der Gegenwart spricht gegen die Treibhauserwärmung. Es gibt schlichtweg keine Erwärmung in den letzten 20 Jahren

Um diese realen Temperaturverhältnisse zu verschleiern, betrügt die Treibhauskirche, denn das Geld für die Klimarettung soll weiter in ihre Kassen fließen und insbesondere wir Deutschen sollen weiter ausgenommen werden.

Der Betrug der Treibhauskirche geschieht vor unseren Augen, es werden nur die Entwicklungen seit 1958 gezeigt, als die CO₂-Messung am Mouna Loa begann. Und das Grönland-Gletschereis ist wegen der Erwärmung in diesem Zeitraum auch gestiegen.

Weiterhin müssen wir uns jährlich neue erfundene Hiobsbotschaften der Treibhausreligion über die starke Gletscherschmelze in Grönland mitsamt bevorstehendem Meeresspiegelanstieg anhören.

Die Frage ist nun, wenn nicht CO₂ die Temperaturen in der Realität bestimmt, welche Ursache(n) ist/sind verantwortlich für diese harmonische Schwingung der Temperatur bei dieser Station?

Es wird Zeit, dass sich die seriösen Klimawissenschaftler endlich dieser Frage widmen und nicht ständig nur versuchen, die Treibhausreligion zu widerlegen. Es ist noch dringender, dass die Klimapanikmache der Regierung, der Medien und der bezahlten Treibhausforscher endlich mit dieser Grafik 1 kräftigst widersprochen wird. Ein Gegenbeweis genügt, hat schon Einstein gesagt.

Josef Kowatsch, unabhängiger Klimaforscher, Naturschützer und Naturbeobachter.

Matthias Baritz, Naturwissenschaftler und Naturschützer