Kohlendioxid ist Leben, Kohlendioxid ist Schöpfung!

Von Matthias Baritz und Josef Kowatsch.

  1. CO₂ ist ein sauberes Gas und lebensnotwendig.
  2. CO₂ ist Leben, CO₂ ist Schöpfung
  3. Wir brauchen mehr CO₂ in der Atmosphäre
  4. Wir befinden uns in einer CO₂-Armut
  5. Der CO₂-gehalt ist über Jahrmillionen immer mehr gesunken
  6. Der Mensch hat die Schöpfung Erde vorerst gerettet
  7. CO₂ ist der Lebensmotor für die Schöpfung
  8. Schützt den Klimawandel

Kohlendioxid ist ein sauberes Gas und lebensnotwendig.

Im Allgemeinen gibt es unklare Vorstellungen darüber, was Kohlendioxid eigentlich ist. In den Medien zeigt man dann rauchende Schornsteine, Smog und qualmende Autos. Klimakiller und Klimakatastrophe sind weitere negative Attribute. Gewisse Nachrichtensprecher bezeichnen C02 sogar als Giftgas. Wer so etwas sagt, dem sollte man das Atmen verbieten, denn jeder von uns atmet dieses „Giftgas“ aus, etwas mehr als ein halbes Kilo täglich.

Genau das Gegenteil dieser Falschdarstellungen ist C02. Kohlendioxid ist ein farbloses, geruchloses völlig unsichtbares Gas, das 1,5mal schwerer als Luft ist. In der Atmosphäre ist es lediglich ein Spurengas mit einem Vorkommen von 0,043 Vol%. Physikalisch ist C02 so gut wie wirkungslos, chemisch hingegen ist sein Wirkung lebensnotwendig.

Ohne Luftdurchmischung konzentriert CO₂ sich in Senken oder Höhlen. In größeren Konzentration riecht es leicht säuerlich. Es wird im Feuerlöscher benutzt, genauso wie im sauren Mineralwasser. C02 ist das Endprodukt einer extrem sauberen Verbrennung. Je sauberer ein Motor oder eine Heizung arbeitet, desto höher ist der Wirkungsgrad und desto mehr CO₂ werden aus dem Brennstoff als „sauberes Abgas“ hergestellt. Wir atmen es gerade aus.

Kohlendioxid ist Leben, Kohlendioxid ist Schöpfung.

CO₂ ist der notwendige Grundbaustein für das Leben auf der Erde. Wir Menschen wie auch Tiere und Pflanzen bestehen neben einigen anorganischen Komponenten aus unzähligen und ganz unterschiedlichen organischen Molekülen, die in hochkomplexer Weise interagieren als läge dem ein göttlicher Bauplan zugrunde. Sämtliche organische Verbindungen basieren dabei auf Kohlenstoff. Und jedes einzelne dieser C-atome stammt letztlich von dem Spurengas CO₂!!! Leider viel zu wenig vorhanden, nur 425 ppm in der Luft, das ist zu wenig CO₂ für eine optimale Lebensentfaltung auf diesem Planeten. Es muss erstaunen, dass diese relative geringe CO₂-Konzentration in der Luft überhaupt ausreicht, soviel pflanzliche Biomasse zu erzeugen. Tatsächlich müssen sich Pflanzen einige Tricks einfallen lassen, um ausreichend CO₂ bei der Fotosynthese zu kriegen. Die meisten Pflanzen sind C-3 Pflanzen, bei denen hängt die Bindung von einem Enzym, namens Rubisco ab. Sie haben gelernt, sich mit weniger CO₂ zurecht zu finden

Das Leben auf dem Raumschiff Erde ist auf Kohlenstoff aufgebaut und CO ist das gasförmige Transportmittel, um den Wachstumsmotor Kohlenstoff zu transportieren. Wer CO vermindern will, versündigt sich gegen die Schöpfung dieses Planeten.

Wir brauchen mehr CO in der Atmosphäre

Der Kohlendioxidgehalt hatte ein unteres Minimum erreicht.

Eine positive Eigenschaft hat die CO-Zunahme der Atmosphäre. Es ist das notwendige Wachstums- und Düngemittel aller Pflanzen, mehr CO führt zu einem beschleunigten Wachstum, steigert die Hektarerträge und bekämpft somit den Hunger in der Welt. Ohne Kohlendioxid wäre die Erde kahl wie der Mond. Das Leben auf der Erde braucht Wasser, Sauerstoff, ausreichend Kohlendioxid, Mineralien und eine angenehm milde Temperatur. Der optimale CO-gehalt der Atmosphäre liegt etwa bei 800 bis 1200ppm, das sind etwa 0,1%. Das ist auch die Konzentration in den Gewächshäusern für den Gemüseanbau. Z.B. hier beschrieben.

Nicht nur für das Pflanzenwachstum, also auch für uns eine Art Wohlfühlfaktor. Von dieser Idealkonzentration sind wir derzeit weit entfernt. Das Leben auf der Erde braucht mehr und nicht weniger CO in der Luft. Untersuchungen der NASA bestätigen dies (auch hier) Und vor allem dieser Versuchsbeweis.

Jeder, der CO₂ freisetzt, dürfte nicht ein Malus, sondern müsste einen Bonus bekommen. Und wir müssten uns auf das Grundgesetz berufen

Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland, Art 20a: Der Staat schützt auch in Verantwortung für die künftigen Generationen die natürlichen Lebensgrundlagen und die Tiere im Rahmen der verfassungsmäßigen Ordnung

Zu den natürlichen Lebensgrundlagen dieses Planeten gehört eine ausreichende CO₂-Konzentration. Unter 290 ppm bekommt das Leben seine Schwierigkeiten.

Grafik 1: Noch ist die Flora und Fauna auf diesem Planeten nicht gerettet. Wir haben bisher erst die CO₂-Konzentrationsabnahme stoppen können. Ein deutlicher CO₂-Aufwärtstrend, eine Konzentrationszunahme auf den optimalen Wert für Flora und Fauna ist noch nicht erkennbar

Weshalb ist die CO₂-Konzentration der Atmosphäre im Laufe von Jahrmillionen überhaupt gefallen?

Dafür sind geologische und biologische Prozesse die Ursache. Diese Prozesse entzogen der Atmosphäre kontinuierlich Kohlenstoff und speicherten ihn in verschiedenen Senken.

Die Hauptgründe für diese Entwicklung sind:

  • Auflösung in den Ozeanen: Ein Großteil des atmosphärischen CO₂ löste sich im Wasser und bildete Kohlensäure. Diese Säure reagierte dann mit Mineralien im Wasser, wodurch Karbonate und andere Verbindungen entstanden, die sich am Meeresboden ablagerten und so langfristig dem Kohlenstoffkreislauf entzogen wurden.
  • Photosynthese und Entstehung fossiler Brennstoffe: Mit der Evolution und Ausbreitung von Pflanzen, insbesondere im Karbonzeitalter, wurde durch Photosynthese große Mengen CO₂ aus der Atmosphäre aufgenommen. Abgestorbene Pflanzenmaterie, die nicht vollständig zersetzt wurde, sammelte sich über Millionen von Jahren an und bildete die riesigen Lagerstätten fossiler Brennstoffe (Kohle, Öl, teilweise auch Gas), wodurch der Kohlenstoff dem kurzfristigen CO₂-Kreislauf dauerhaft entzogen und eingebunkert wurde.
  • Chemische Verwitterung von Gesteinen (Silikatverwitterung): Atmosphärisches CO₂ (in Form von Kohlensäure im Regenwasser) reagierte mit Silikatgesteinen auf der Erdoberfläche. Bei dieser chemischen Verwitterung wird das CO₂ gebunden und über Flüsse in die Ozeane transportiert, wo es als Sedimentgestein (z.B. Kalkstein) abgelagert wird. Durch Anhebung des Meeresbodens sind ganze oberirdische Kalkgebirge entstanden.
  • Einlagerung ins Knochenskelett und in den Kalkpanzer von Land- und Meereslebewesen: Nach dem Tode lagert sich der Kalk im Boden oder auf dem Meeresgrund ab. Die Folge all dieser Prozesse war eine schleichende Reduzierung des schöpfungsnotwendigen CO₂ in der Atmosphäre. Die Schöpfung war auf einem unteren Niveau angekommen, die Fotosynthese extrem behindert.

Der Kreislauf des Kohlendioxids zum Lebenserhalt auf der Erde

Abb. 2: Ein Teil des CO₂ wird auf dem Land ständig im Erdboden eingebunkert (siehe linke Hälfte der Abbildung) und somit aus der Luftkonzentration entzogen. Dasselbe geschieht im Meer, wenn Lebewesen absterben, ihr Knochengerüst absinkt und den Meeresboden als Sedimente auffüllt. Ganze unterirdische Kalkgebirge sind im Laufe der Jahrhundertmillionen entstanden, die nach Anhebung als Kalklandschaften die Landflächen bedecken.

Der Mensch hat die Schöpfung und das Leben auf der Erde vorerst gerettet.

Es ist wohl eine wunderbare Vorsehung der Schöpfung, dass der Mensch berufen war, das Zugrundegehen der Vegetation auf diesem Planeten infolge immer weniger CO₂-Konzentration in der Atmosphäre durch das industrielle Zeitalter zu bekämpfen und zu beenden. Die CO₂-Zunahme durch vermehrte Verbrennung kohlenstoffhaltiger Energieträger hat diesen Planeten wieder lebensfähig gemacht, die 428 ppm CO₂ in der Atmosphäre sind aktuell noch zu wenig, die Photosynthese braucht für ein optimales Wachstum der Nahrungsmittelpflanzen etwa das doppelte.

Die Wüsten würden weiter zurückgehen und die Erde weiter ergrünen. Jede von der Politik verordnete CO₂-Einsparung ist eine Sünde gegen die lebende, grüne Erde. Den teuren CO₂-Einsparungsideen müssen wir entschieden widersprechen.

Nebenbei: CO₂ ist zwar klimawirksam, jedoch kein Treibhausgas – der Begriff ist eine Werbeerfindung-  und bewirkt bei diesen geringen CO₂-Konzentrationsänderungen von 400 auf 800 ppm keine messbaren Temperaturerhöhungen. Das zeigen alle Versuche. Zuletzt im September 2022 der Großversuch mit dem zig-fach stärkeren „Treibhausgas“ Methan bei der Sprengung der Ostseepipeline. Jetzt weiß es alle Welt, – nur die Medien haben das nicht mitbekommen – dass Treibhausgase nichts wesentliches erwärmen, und die Behauptung ein weltweiter Schwindel ist mit dem alleinigen Ziel, eine Klimaangst und Panik zu erzeugen. Bei vielen Schulkindern zeigt diese irrsinnige Hysterie bereits psychische Angststörungen. Und nur mit einer CO₂-Ablaßhandelssteuer kann man sein Gewissen beruhigen. Dieses verwerflich sündige Geschäftsmodell kennen wir aus dem Mittelalter vom Sündenablasshandel. Wir dürfen diese CO₂-Panikmache nicht länger zulassen.

Und die hochverschuldeten westlichen Staaten haben nun einen Sündenbock gefunden, letztlich wird die Luft besteuert. Eine nie versiegende Geldquelle, um uns auszubeuten. Richtig gelesen, die Besteuerung der Luft.

Die Erde ist einzigartig wegen Kohlendioxid: Das Leben auf dem Raumschiff Erde ist auf Kohlenstoff aufgebaut und CO₂ ist das gasförmige Transportmittel, um den Wachstumsmotor Kohlenstoff zu transportieren. Wer CO₂ verteufelt und vermindern will, versündigt sich gegen die Schöpfung dieses Planeten. CO₂ ist kein Klimakiller, wer das behauptet, will das Leben auf dem Planeten Erde ausrotten. Und solchen Falschaussagen müssen wir offensiv entgegentreten. Wir wollen keine Schöpfungszerstörer auf diesem Planeten dulden.

Die Fotosynthese ist der Lebensmotor für die einzigartige Schöpfungsgeschichte der Erde

Hier sollen nur in aller Kürze das Notwendige hervorgehoben werden. Wir verweisen auf die reichliche Literatur zu diesem Thema.

Abb. 3: Bei der Fotosynthese geht es eigentlich um 2 unterschiedliche Vorgänge, die zusammenwirken: die Fotolyse des Wassers und der Calvinzyklus. Ersterer liefert die im Calvinzyklus benötigte Energie und den reduzierenden Wasserstoff und setzt nebenbei noch Sauerstoff frei. Beim Calvinzyklus wird CO₂ unter Mitwirkung eines besonderen Enzyms assimiliert

Dabei ergibt sich folgende Fotosynthese-Bilanz

6 CO + 12 HO ——— CH₁₂O + 6 O + 6 HO

Hierbei werden die energiearmen Stoffwechselendprodukte CO₂ und H2O verbraucht und unter Verwendung von physikalisch hochfrequenter Lichtenergie energiereiche Glucose hergestellt. Die ursprüngliche Lichtenergie ist in den Molekülverbindungen der Glucose gespeichert.

Sowohl der freigewordene Sauerstoff als auch das energiereiche Zuckermolekül steht dann am Anfang der Nahrungskette für die gesamte Fauna.

Wäre eine andere Schöpfungsentstehung möglich gewesen, auf der Grundlage eines anderen Elementes?

Grundsätzlich bietet sich das vierwertige Silicium an oder auch Schwefel. Wasserstoff bestimmt nicht, da es einwertig ist und somit scheidet die Lebensvielfalt aus.

Ein Leben auf Siliziumbasis ist eher ein beliebtes Thema in der Science-Fiction, aber wissenschaftlich gilt es als extrem unwahrscheinlich, da Silizium im Vergleich zu Kohlenstoff deutlich weniger stabile und vielseitige Bindungen eingehen kann wegen der geringeren Elektronegativität des Siliziumatomes im Vergleich zu C-atom, was somit eine Entwicklung komplexer Lebensformen wie auf der Erde unmöglich macht. Ein Leben auf Si-Basiss ist eher ein hypothetisches Konzept für extrem andere Umgebungen mit sehr niedrigen Temperaturen und wenig Wasser, wo es vielleicht eine primitive Form ermöglichen könnte. Solches Leben bräuchte sehr kalte Umgebungen, vielleicht mit Lösungsmitteln wie flüssigem Methan oder Schwefelsäure, und wenig Wasser und Sauerstoff.

Und noch ein Grund: Silicium ist das zweithäufigste Element in der Erdkruste. Das Leben hat jedoch Kohlenstoff bevorzugt. Es gibt jedoch auf der Erde Mikroorganismen, die in den Siliziumkreislauf eingebunden sind und Siliziumverbindungen verstoffwechseln können, allerdings nicht als primäre Energiequelle im Sinne des „Fressens“ von reinem Silizium oder von Siliziumdioxid.

Schwefelbasis: ja, das gibt es, sogar auf der Erde, siehe hier. Leben auf Schwefelbasis existiert sogar in Form von Schwefelbakterien, die Schwefelwasserstoff zur Energiegewinnung nutzen und in extremen Umgebungen wie Tiefsee-Hydrothermalquellen vorkommen, wo sie Basis für Ökosysteme bilden; theoretisch könnten auch komplexere Lebensformen auf Schwefel basieren, da Schwefel ähnliche Bindungseigenschaften wie Kohlenstoff hat, aber Kohlenstoff ist wegen seiner größeren Vielfalt an Verbindungen überlegener.

Ist es momentan zu heiß auf der Erde? Antwort Nein

Auch die seit 1979 mit Satelliten gemessene globale Erwärmung ist erst recht kein Grund zur Beunruhigung, wenn man die Anstiegswerte nicht in Hundertstel-Grad aufträgt wie die uns ausraubende Klimakirche das gerne tut, sondern die Zehntelgrade ins Klimageschehen der Erdgeschichte einreiht. Und außerdem begannen die Satelliten-Messungen aus einer Abkühlungsphase heraus. – dem „Seventies Cooling“.

Grafik 4: Laut Satellitenmessungen haben die globalen Temperaturen gerade mal um 0,3 Grad seit 1979 zugenommen. Das ist unbedeutend, wenn man diese angebliche“ furchterregende Erwärmung“ in den Verlauf der Erdgeschichte einreiht. Und ob die angenehme 0,3 Grad Temperaturzunahme dauerhaft sein wird ist ebenso ungewiss.

Das Ergebnis dieser Erwärmung zeigt uns die nächste Grafik:

Grafik 5: Die momentan global ermittelten Temperaturen sind weit entfernt von einem Hitzetod der Erde. Die „letzte Generation“ und viele Deutsche Gutgläubige sind auch ein Opfer übertriebener und entstellter Grafiken. Das Geschäftsmodell Treibhaus betreibt nebst vielen anderen Klimalügen und Katastrophenübertreibungen auch eine ausgewählte „Grafikpanik“

Zwei Grundforderungen von uns Natur- und Umweltschützern:

Die werbe- und geschäftsmäßig geplante und regierungsgewollte CO-Klimaangstmache vor einer angeblichen Erdüberhitzung und Lebensbedrohung muss sofort eingestellt werden.

Wir sind deshalb gegen teure technische CO-Reduzierungsmaßnahmen, die dem Klima nichts nützen, sondern der Natur und Umwelt oft zusätzlich schaden. Wir lehnen auch jede Luftbesprühung aus Flugzeugen mit weißen Chemikalien-Staubwolken ab, um die Sonneneinstrahlung zu reflektieren und die Albedo wieder zu vergrößern. (Vorschlag aus den USA). Das ist ebenfalls ein Geschäftsmodell für eine angebliche Klimarettung. Das derzeitige Klima braucht überhaupt nicht gerettet zu werden.

Jedoch zeigt die Erde aufgrund massiver menschlicher Eingriffe, die wir Naturschützer als Natur- und Umweltzerstörung bezeichnen, Anfälligkeiten für das tägliche Wettergeschehen, z.B. heiße Sommertage mit einer längeren Trockenperiode:

Was man gegen heiße Sommertage und gegen die Trockenlegung Deutschlands vorgehen sollte, haben wir in 15 Punkten beschrieben.

Aber diese Hilfsmaßnahmen, die tatsächlich helfen würden, würden der CO-Treibhaustheorie widersprechen, deshalb entscheidet sich die Politik lieber für die teure CO-Bodenverpressung oder CO₂ aus der Luft ausfiltern und andere vollkommen sinnlose CO₂-Reduzierungs-maßnahmen, die nur die grüne Ideologie befriedigen. Unsere Vorschläge im obigen link würden nicht nur helfen, sondern wären zugleich ein Beitrag zum Naturschutz, die Vielfalt der Arten und die Ökologie der Landschaft würde sich wesentlich verbessern.

Es wird Zeit, dass endlich Natur- und Umweltschutz in den Mittelpunkt des politischen Handelns gerückt werden und nicht das teure Geschäftsmodell Klimaschutz, das keinerlei Klima schützt, sondern über gesteuerte Panik- und Angstmache auf unser Geld zielt. Gegen die Terrorgruppe „letzte Generation“ muss mit allen gesetzlichen Mitteln vorgegangen werden, da die Gruppe keine Natur- und Umweltschützer sind, sondern bezahlte Chaosanstifter. Abzocke ohne Gegenleistung nennt man das Geschäftsmodell, das ähnlich wie das Sündenablassmodell der Kirche im Mittelalter funktioniert, nur raffinierter und durchdachter. Ausführlich hier beschrieben.

Diesem Geschäftsmodell Treibhauskirche, der Zerstörung der Schöpfung auf der Erde müssen wir vereint und offensiv entgegenwirken. Es gibt überhaupt keinen Klimanotstand, dieser ist erfunden. Wir verweisen auf das neue Buch von Axel Bojanowski, der gut am Schluss den Aufstieg der Klimalobby mit all ihren Seilschaften beschreibt, deren Angst machende Behauptungen nichts mehr mit Wissenschaft zu tun hat, obwohl man sich ständig auf die alimentierte CO₂-Klimawissenschaft beruft und diese als seriös bezeichnet. Wer an der Verbreitung der Klimaangst verdient, der kann überhaupt nicht seriös sein. Wir müssen mithelfen, diesem schlimmen, vor allem in den letzten 15 Jahren entstandenem Klimakartell ein Ende zu bereiten. Viele Wege führen nach Rom und jeder muss seinen Weg gehen und mit seinen Argumenten dem CO₂-Ablasshandel ein Ende bereiten.

Wer oder was hat dann die Erwärmung herbeigeführt?

Zunächst mal: Die Klimaerwärmung in Mitteleuropa begann erst 1987/88

Grafik 6: Nicht nur Kinder springen – die Temperatur kann das auch – z.B. von 1987 auf 1988, ab 1988 wurde es plötzlich wärmer bei uns.

Zusammenfassend nochmals in Kürze die viele Gründe, weshalb es plötzlich ab 1987/88 wärmer wurde in Mittel- und Westeuropa. Hier 10 Gründe, es gibt sicherlich noch mehr.

1) Die Drehung der Wetterlagen, von NW auf mehr südliche Richtungen

2) Die Zunahme der Sonnenstunden, samt den verstärkend wirkenden Luftreinhaltemaßnahmen

3) Die Abnahme der Niederschläge

4) Die Zunahme der Wärmeinselflächen, städtisch und flächenhaft in der einst freien Natur

5) Die anhaltende Trockenlegung der deutschen Landschaften durch Sickerschläuche und Drainageröhren, und zwar in Feld, Wald, Wiesen und Fluren.

6) Die AMO-Warmphase, die aber auch zyklisch ein Ende finden wird. (Inselwetterstationen, siehe Helgoland)

7)Laut DWD und dem Physikochemiker Dr. Hans Rolf Dübal die Abnahme der Bewölkungsdichte, siehe: https://www.youtube.com/watch?v=ONZZGrw62SQ&t=1339s

8) Die Verringerung der Albedo seit 40 Jahren, dadurch wird weniger Sonnenenergie ins Weltall zurückreflektiert.

9) Die statistische Erwärmung der DWD Temperaturreihen durch Stationentausch.

10) Die gänzliche neue Erfassungsmethode der Tagestemperatur – Wetterhütte und Mannheimer Stunden seit 2000 allmählich abgeschafft- die digitale Einheit muss nun frei und ganztägig in der Sonne stehen mit einer genormten Abschirmung. Näheres hier

Was die plötzliche erwärmende Änderung des Klimas ab 1987/88 in Mittel- und Westeuropa herbeiführte, also die 10 Einzelpunkte, das haben wir öfters schon beschrieben, z.B. hier ganz ausführlich.

Für die Behauptung der Klimakirche, dass fast allein CO₂, ein Spurengas in der Atmosphäre diese plötzliche Erwärmung 1987/88 bewirkt haben soll, gibt es keine wissenschaftlichen Beweise, nur Modellrechnungen, die dem Geschäftsmodell Klimaabzocke zuarbeiten.

  1. Es gibt keinen Versuch, der die Klimasensitivität von CO auch nur annähernd bestimmen kann. Behauptet werden 2° bis 5°C Erwärmung. Jeder Versuch liefert Null oder das Ergebnis verschwindet im Rauschen der Messfehler.
  2. Es gibt auch keinerlei technisches Anwendungsbeispiel, bei welchem wir Menschen uns den behaupteten CO-Treibhauseffekt positiv zunutze machen könnten.
  3. Bei der Sprengung der Nordstream-Pipeline am 26. Sept. 2022 entwichen 300 000 Tonnen des 25x stärkeren Treibhausgases Methan. Erhöhte Konzentrationen konnten gemessen werden, die dazugehörige Treibhauserwärmung gab es nicht. Damit ist bewiesen, dass die sog. Treibhausgase auch in überhöhten Konzentrationen allerhöchstens in homöopathischen Dosen wirken können.
  4. Schon bei der Elite der deutschen Physiker wie Einstein, Heisenberg, Hahn, Planck spielte der CO-Treibhauseffekt keine Rolle. Er existierte für sie schlichtweg nicht, obwohl die Hypothese dazu schon Jahrzehnte zuvor entwickelte wurde.
  5. Und in anderen Teilen der Welt wie in der Antarktis steigen die Temperaturen seit Jahrzehnten überhaupt nicht an, trotz CO₂-Zunahme. Wir zeigen das immer wieder anhand der Temperaturgraphiken der deutschen Neumayerstation.
  6. Und in Grönland ist die Erwärmung vor etwa 15 Jahren zu einem Stillstand auf dem jetzigen Niveau angelangt.
  7. In Mitteleuropa haben sich nur die Tagestemperaturen stark erwärmt seit 1987/88, die Nächte nicht. Bei ländlichen Stationen wurden die Nächte sogar leicht kälter. Und manche „Experten“ der CO₂-Theorie behauten doch genau das Gegenteil.
  8. Und im Zeitraum 1943 bis 1987 war es genau umgekehrt, die Tage tagsüber wurden kälter, die Nächte wärmer.

Schlussfolgerung: CO₂ ist zwar ein klimaaktives Gas, aber in diesen geringen Konzentrationen wirkt CO₂ allerhöchstens in homöopathischen Dosen bei der Temperaturgestaltung mit.

Also nicht nur Freispruch für CO₂, sondern wir müssen zu Kohlendioxid wieder die richtige wissenschaftliche und lebensbejahende positive Einstellung herstellen. CO₂ ist der Lebensmotor dieses Planeten. Und nicht der Temperaturregelknopf. Und wer zerstört schon freiwillig seinen Motor und behauptet, ohne Motor fährt das Auto besser.

Merke: CO₂ ist der Lebensmotor dieses Planeten. Und nicht der Temperaturregelknopf.

Wir sind deshalb gegen teure technische CO-Reduzierungsmaßnahmen, die dem Klima nichts nützen, sondern der Natur und Umwelt oft zusätzlich schaden. Wir lehnen auch jede Luftbesprühung aus Flugzeugen mit weißen Chemikalien-Staubwolken ab, um die Sonneneinstrahlung zu reflektieren und die Albedo wieder zu vergrößern. (Vorschlag aus den USA). Es könnte auch sein, dass der Schuss nach hinten losgeht und die Erwärmung verstärkt wird, siehe hier.

Nicht nur Freispruch für CO₂, sondern wir müssen zu Kohlendioxid wieder die richtige wissenschaftliche und positive Einstellung herstellen.

Schützt den bei uns seit 1988 wirkenden Klimawandel, schützt die seit 100 Jahren segensreich wirkende CO₂-Zunahme!

Die angenehme Erwärmung seit 1987/88 bis heute in Mitteleuropa ist ein Glücksfall für Deutschland und seine Menschen. Dass zugleich auch das Lebens- und Schöpfungsgas Kohlendioxid seit 100 Jahren weltweit zunimmt ist ein weiterer segensreicher Umstand, der die Ernten ständig steigen ließ. Die Zeit des Hungerns ist seit gut 70 Jahren vorbei. Dank der CO₂-Zunahme.

Wir leben in Deutschland derzeit klimatisch in einer außerordentlich gesegneten Zeit, die noch lange anhalten möge. Das CO₂ meint es gut mit der Welt und das Klima meint es derzeit gut mit uns Deutschen und unserem Land. Mehr Ernte, weniger Kälte im Winter. Wir sollten positiv in die Zukunft blicken und dem Schöpfer dankbar sein für dieses tolle Klima, das sich bei uns seit 1988 eingestellt hat.

Wir alle sind aufgerufen, jeder auf seinem Weg und nach seinem Können die derzeitige Klima-Panikmache und die Verteufelung des lebensnotwendigen Kohlendioxids zu bekämpfen. Ein Umdenken in der Bevölkerung und bei den Kirchen ist schnellstens erforderlich, um den völlig unsinnigen CO-Reduzierungsmaßnahmen der linksgrünen Klimapolitik ein Ende zu bereiten. Weg mit der CO₂-Steuer, weg mit dem angeblichen Klimaschutz. Das ist eine geplante Zerstörung unseres Landes. Nicht das Klima ist bedroht, sondern unsere Freiheit.

Josef Kowatsch, Naturbeobachter, aktiver Naturschützer, unabhängiger, weil unbezahlter Klimaforscher

Matthias Baritz, Naturwissenschaftler und Umweltschützer.

Literatur: uns zugesandtes Manuscript zu diesem Thema von Dr. Johannes Wildmann, Marburg.

 




Interesse an der Wahrheit über das Klima? Dann sollte man das Gegenteil glauben, wenn die Medien behaupten, etwas sei falsch.

Gary Abernathy

This article was originally published at The Empowerment Alliance and is re-published here with permission. 

Laut Gallup hat das Vertrauen der Amerikaner in die Medien einen neuen Tiefpunkt erreicht. Umfragen zeigen, dass nur 28 % der Befragten „großes“ oder „ziemliches“ Vertrauen darin haben, dass Zeitungen, Fernsehen und Radio Nachrichten „vollständig, genau und fair“ berichten.

Das renommierte Meinungsforschungsinstitut Gallup stellte fest: „Als Gallup in den 1970er Jahren begann, das Vertrauen in die Nachrichtenmedien zu messen, äußerten zwischen 68 % und 72 % der Amerikaner Vertrauen in die Berichterstattung. Bei der nächsten Erhebung im Jahr 1997 war das Vertrauen der Öffentlichkeit jedoch auf 53 % gesunken. Das Vertrauen in die Medien blieb knapp über 50 %, bis es 2004 auf 44 % sank, und es ist seitdem nicht mehr auf ein Niveau gestiegen, das von einer Mehrheit geteilt wird.“

Mit anderen Worten: Bereits 2004 – lange bevor Donald Trump als ernstzunehmender Präsidentschaftskandidat auftauchte und sich über „Fake News“ beschwerte – äußerte weniger als die Hälfte aller Amerikaner Vertrauen in die Medien. Der Versuch, Trump für die geringe Wertschätzung der Amerikaner gegenüber Journalisten verantwortlich zu machen, ist fehlgeleitet. Den offensichtlichen Grund für die weit verbreitete Skepsis hinsichtlich der Genauigkeit und Fairness der Medien liefern die Nachrichtenagenturen und ihre Reporter tagtäglich.

Nirgendwo neigen die Medien mehr dazu, von Wahrheit und Genauigkeit abzuweichen, als bei der Klimaberichterstattung. Die Mainstream-Medien sind größtenteils fest als überzeugte Anhänger der „Kirche der Klimatologie“ verankert.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Ein typisches Beispiel: Vor einigen Tagen war Lee Zeldin, Leiter der Umweltschutzbehörde der Trump-Regierung, einer der Hauptredner auf einer vom Heartland Institute organisierten Konferenz. Laut der New York Times sei dies ein Beweis dafür, dass „Klimaleugner in Trumps Washington ein triumphales Comeback erleben, nachdem sie sich jahrelang vom wissenschaftlichen und politischen Establishment an den Rand gedrängt gefühlt hatten“.

Nichts deutet darauf hin, dass die Times-Reporterin, die den Artikel verfasste, einen wissenschaftlichen Abschluss besitzt, obwohl sie bereits über Erfahrung in der Klimaberichterstattung verfügt. Und dennoch hat sie es sich in ihrem Artikel mindestens dreimal zur Aufgabe gemacht, verschiedene Aussagen, mit denen sie offenbar nicht einverstanden war, als „falsch“ zu bezeichnen. In der Reihenfolge:

1. „Der Klimawandel ist eine von ‚linken Politikern‘ inszenierte Lüge. Fossile Brennstoffe sind die umweltfreundlichsten Energiequellen. Mehr Kohlendioxid in der Atmosphäre ist harmlos. Dies waren einige der falschen Behauptungen, die am Mittwoch auf einer Konferenz von Gruppen vorgebracht wurden, die den überwältigenden wissenschaftlichen Konsens zum Klimawandel ablehnen.“

2. „Zu den weiteren Sponsoren gehörte die CO2 Coalition, eine gemeinnützige Organisation, die fälschlicherweise behauptet, dass das zur Erderwärmung beitragende Kohlendioxid für den Menschen von Vorteil sei.“

3. „Die Konferenz sollte am Donnerstag mit einem Vortrag von John Clauser fortgesetzt werden, einem Nobelpreisträger für Physik, der fälschlicherweise behauptet hat, dass Wolken einen netto kühlenden Effekt auf den Planeten haben.“

Der Bericht enthielt diese in den Mainstream-Medien übliche Behauptung zum Klimawandel: „Eine große Mehrheit der Wissenschaftler ist sich einig, dass der Klimawandel real ist und durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe wie Öl, Gas und Kohle verursacht wird.“ Eine umfassende Liste dieser Wissenschaftler wurde nicht vorgelegt.

Die Times war natürlich Vorreiter bei der Praxis der Mainstream-Medien, Äußerungen von Donald Trump oder Personen aus seinem Umfeld in ihren Berichten als „Lügen“ oder „falsch“ zu bezeichnen, ohne es für nötig zu halten, eine externe Quelle anzugeben. Mit anderen Worten: Die Reporter sind voll und ganz befugt, sich als Gott aufzuspielen, die Wahrheit unmissverständlich festzulegen und ihr göttliches Wissen mit ihren Lesern zu teilen. Die schiere Arroganz, die dahintersteckt, ist verblüffend.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Die Behauptung, Clauser habe „fälschlicherweise behauptet, dass Wolken einen netto kühlenden Effekt auf den Planeten haben“, ist besonders dreist. Es ist allgemein anerkannt, dass Wolken tatsächlich einen netto kühlenden Effekt auf den Planeten haben. Tatsächlich veröffentlichte keine geringere Autorität als eben diese New York Times erst letztes Jahr einen Artikel, in dem klargestellt wurde, dass Wolken zur Kühlung der Erde beitragen.

Der Artikel mit der Überschrift [übersetzt] „Wir nehmen Wolken als selbstverständlich hin“ stellte fest, dass zwar manche Wolken zur Abkühlung und andere zur Erwärmung des Planeten beitragen, die Schlussfolgerung jedoch eindeutig war: „Die Mischung der Wolkentypen über unserem Planeten sorgt dafür, dass sie insgesamt eine kühlende Wirkung haben, da der Schatten der tiefhängenden Wolken den Erwärmungseffekt der hochhängenden Wolken überwiegt.“

Mit anderen Worten: Dr. Clauser hatte absolut Recht – mit der Art von Feuchtigkeit, die am ehesten von einer Nimbostratus- oder Cumulonimbus-Wolke stammt, obwohl auch andere Wolken Regen erzeugen können (falls die New York Times dies überprüfen sollte).

Andere Punkte, welche die Reporter der Times als „falsch“ bezeichnet haben, sind in Wirklichkeit lediglich umstrittene Meinungen; viele glauben tatsächlich, dass der Klimawandel ein von linken Politikern inszenierter Schwindel ist. Und es steht außer Frage, dass Kohlendioxid für den Menschen in vielerlei Hinsicht von Vorteil und zudem für das Pflanzenleben unverzichtbar ist. Das sind keineswegs falsche Behauptungen.

Fazit: Die New York Times berichtete fälschlicherweise, dass die Konferenz des Heartland Institute zahlreiche Unwahrheiten enthielt. Aber das ist ja eigentlich keine Neuigkeit, oder?

Gary Abernathy is a longtime newspaper editor, reporter and columnist. He was a contributing columnist for the Washington Post from 2017-2023 and a frequent guest analyst across numerous media platforms. He is a contributing opinion columnist for The Empowerment Alliance, which advocates for realistic approaches to energy consumption and environmental conservation.

This article was originally published by RealClearEnergy and made available via RealClearWire.

Link: https://wattsupwiththat.com/2026/04/17/want-to-know-climate-truth-believe-the-opposite-when-the-media-says-something-is-false/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Die Spannungen in der Straße von Hormuz und die materiellen Vorteile fossiler Brennstoffe

Ronald Stein, P.E.

Die jüngsten Forderungen nach einer realistischeren Verlagerung von „Dekarbonisierung“ hin zu „kohlenstoffarm“ deuten darauf hin, dass sich in der öffentlichen Debatte endlich Unbehagen gegenüber einer ideologisch geprägten Klimapolitik bemerkbar macht. Seit Jahren werden Klimadiskussionen in vielen Ländern von abstrakten Zielen, Slogans und numerischen Verpflichtungen dominiert. Doch hinter diesen hehren Idealen verbirgt sich eine tiefgreifendere und praktischere Frage: Haben wir Energie viel zu eng gefasst? Die Spannungen in der Straße von Hormuz Anfang 2026 haben diese Frage unübersehbar gemacht.

Heute wird Energie unter dem Banner der Dekarbonisierung oft so behandelt, als sei sie gleichbedeutend mit Elektrizität. Die öffentliche Diskussion konzentriert sich meist darauf, wie man Strom ohne CO₂-Emissionen erzeugen kann, wie schnell Elektrofahrzeuge herkömmliche Autos ersetzen können oder wie weit sich erneuerbarer Strom aus Windkraftanlagen und Solarzellen ausweiten lässt. Das sind wichtige Fragen, aber sie zeigen nicht das ganze Bild. Aus der Perspektive eines Chemieingenieurs kommt die Reduzierung der Energiedebatte auf Elektrizität allein dem gleich, nur die Hälfte der Zivilisation zu sehen.

Fossile Brennstoffe sind nicht nur Vorleistungen für die Stromerzeugung. Sie sind auch unverzichtbare Rohstoffe für die moderne Industriewelt. Neben der Unterstützung von Verkehrssystemen verdanken mehr als 6.000 Produkte, die das tägliche Leben sichern – darunter Kleidung, medizinische Geräte, Düngemittel, Kunststoffe, synthetische Fasern, Baumaterialien, Reinigungsmittel, Verpackungen und unzählige Industriekomponenten – ihre Existenz den materiellen Vorteilen fossiler Brennstoffe. Erdöl und Erdgas werden nicht einfach verbrannt; sie werden in die Ausgangsstoffe umgewandelt, auf denen das moderne Leben aufbaut.

Dieser Unterschied ist entscheidend. Wenn Politiker und Aktivisten so tun, als könne das Problem einfach dadurch gelöst werden, dass die Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen durch erneuerbare Energien ersetzt wird, übersehen sie die materielle Grundlage der modernen Zivilisation. Strom allein kann die petrochemischen Ketten nicht ersetzen, die Medizin, Sanitärversorgung, Lebensmittelproduktion, Logistik, Kommunikationsgeräte, Transport und Wohnungsbau stützen. Selbst eine Gesellschaft, der es gelingt, einen Großteil ihres Verkehrs- und Energiesystems zu elektrifizieren, stünde immer noch vor der Frage, wie sie die immense Bandbreite an Materialien sichern kann, die derzeit aus fossilen Brennstoffen gewonnen werden.

Aus diesem Grund verdient die petrochemische Industrie weitaus mehr Aufmerksamkeit, als ihr in Klimadiskussionen üblicherweise zuteil wird. Aus fossilen Brennstoffen gewonnene Rohstoffe werden zu petrochemischen Grundstoffen wie Ethylen und Propylen verarbeitet, aus denen wiederum Tausende von Folgeprodukten entstehen. Dieses riesige Netzwerk von Verarbeitungsprozessen stützt nicht nur die Bereiche Bekleidung, Ernährung, Verkehr und Wohnen, sondern auch das medizinische und sanitäre System, von dem die öffentliche Gesundheit abhängt. Es ist in jeder Hinsicht ein fester Bestandteil des Gefüges der modernen Zivilisation.

Sobald wir dies verstanden haben, wird klar, dass eine Unterbrechung der Versorgung mit fossilen Brennstoffen weit mehr bedeuten würde als nur höhere Benzinpreise oder vorübergehenden Druck auf die Stromerzeugung. Würden die Lieferungen ernsthaft unterbrochen, würden die Folgen fast jeden Bereich des täglichen Lebens betreffen. Die Kleidung, die wir tragen, die Medikamente, die wir einnehmen, die Smartphones, die wir nutzen, die Düngemittel, die die Landwirtschaft am Leben erhalten, und sogar die Behälter und Verpackungen, in denen Lebensmittel und medizinische Güter transportiert werden – all dies wäre von Rohstoffengpässen betroffen. Die moderne Welt wird von fossilen Brennstoffen nicht nur angetrieben; sie ist materiell durch sie strukturiert.

Deshalb haben die jüngsten Spannungen in der Straße von Hormuz eine so tiefgreifende Bedeutung. Das Problem beschränkt sich nicht auf Geopolitik, Tankerverkehr oder Schwankungen der Energiepreise. Die Straße von Hormuz ist einer der kritischsten Engpässe im globalen Energiesystem, und die dort herrschende Instabilität macht deutlich, wie verwundbar fortgeschrittene Gesellschaften nach wie vor sind. Wenn Versorgungswege bedroht sind, steht nicht nur die Energiesicherheit im engeren Sinne auf dem Spiel, sondern auch die Kontinuität der materiellen Systeme, die das alltägliche Leben aufrechterhalten.

Im Frühjahr 2026 wurde die Kluft zwischen Ideologie und Realität auf einen Schlag sichtbar. Die Spannungen in der Straße von Hormus sowie die schonungslose Erinnerung daran, dass einige Länder, wie beispielsweise Japan, auf endliche, in Tagen gemessene Vorräte an importierten fossilen Brennstoffen angewiesen sind, waren nicht bloß Statistiken.

Sie waren eine Warnung vor der Fragilität des Alltagslebens selbst. Zahlen wie diese mögen trocken und technisch anmuten, doch dahinter verbirgt sich eine einfache Wahrheit: Wenn Lieferketten lange genug unter Druck stehen, werden die Auswirkungen nicht nur auf den Kraftstoffmärkten zu spüren sein, sondern auf die gesamte Bandbreite an Gütern, von denen die moderne Gesellschaft abhängt.

Was lange Zeit unter der Rhetorik der Dekarbonisierung verborgen geblieben war, kam durch die Krise plötzlich ans Tageslicht. Die „Dichte der Zivilisation“ wurde wieder sichtbar. Damit meine ich das dichte, miteinander verflochtene und oft unsichtbare materielle Netzwerk, welches das Wohlergehen der Menschen stützt: Industriechemie, Fertigung, Transport, Abwasserentsorgung, Kommunikation, Gesundheitswesen, Landwirtschaft und Bauwesen. Dies sind keine nebensächlichen oder optionalen Merkmale des modernen Lebens. Sie sind dessen Substanz. Und diese Krise hat offenbart, dass mehr als 6.000 für das tägliche Leben unverzichtbare Produkte gleichzeitig gefährdet sein könnten.

Das bedeutet keineswegs, dass Umweltprobleme ignoriert werden sollten oder dass Gesellschaften ihre Bemühungen zur Abfallreduzierung, Effizienzsteigerung und Entwicklung sauberer Technologien aufgeben sollten. Es bedeutet jedoch, dass die Energiepolitik von einem ehrlicheren Verständnis der Realität ausgehen muss. Eine Zivilisation kann nicht auf Slogans aufgebaut werden. Ebenso wenig können politische Entscheidungsträger verantwortungsvoll die Zukunft gestalten, während sie so tun, als seien fossile Brennstoffe nichts weiter als ein schmutziges Erbe, das es zu entsorgen gilt. Sie sind auch Teil der materiellen Infrastruktur des Lebens, wie wir es kennen.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Die eigentliche Herausforderung besteht daher nicht darin, diese Abhängigkeit zu leugnen, sondern sie klug zu bewältigen. Eine ausgereifte Energiepolitik sollte nicht auf vereinfachende moralische Reinheit abzielen, sondern auf Widerstandsfähigkeit, Umsicht und Realismus. Sie sollte der Frage nachgehen, wie Gesellschaften ihre Lebensqualität bewahren, stabile Lieferketten aufrechterhalten, unnötigen Abfall reduzieren und begrenzte Ressourcen intelligent nutzen können. Sie sollte auch anerkennen, dass der technologische Wandel Zeit braucht und dass das Erzwingen von Veränderungen ohne Rücksicht auf die materiellen Gegebenheiten zu Engpässen, Instabilität und unnötigem Schaden führen kann.

Sich der Realität zu stellen, ist kein Akt der Resignation. Im Gegenteil, es ist die aufrichtigste und zukunftsorientierteste Vorgehensweise. Es bedeutet, die Spannung zwischen Idealen und praktischer Notwendigkeit anzuerkennen und gleichzeitig weiterhin stetige und verantwortungsvolle Schritte zu unternehmen. Von diesem Ausgangspunkt aus können wir beginnen, die Energiepolitik so neu zu gestalten, dass sie sowohl nachhaltig als auch menschlich ist – eine Politik, welche die Umwelt respektiert ohne die materiellen Grundlagen der Zivilisation selbst zu vergessen.

This article was first published at America Out Loud News

Ronald Stein, P.E.

Ronald Stein is an internationally published columnist and energy consultant, and a policy advisor for The Heartland Institute.

Link: https://heartland.org/opinion/strait-of-hormuz-tensions-and-the-material-benefits-of-fossil-fuels/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Wie eine Vermutung aus dem Jahr 1955 zur falschen Grundlage der Wissenschaft des vom Menschen verursachten Klimawandels wurde …

und wie eine Veröffentlichung aus dem Jahr 2020 diese als unumstößliche „Wahrheit“ festigte

Jonathan Cohler

[Alle Hervorhebungen im Original]

Im Jahr 1955 stellte Hans Suess fest, dass der Gehalt an radioaktivem Kohlenstoff-14 in Baumringen in den vorangegangenen fünfzig Jahren zurückgegangen war. Er lieferte eine vorläufige Erklärung. Seine genauen Worte lauteten:

„Der Rückgang lässt sich auf die Einleitung einer bestimmten Menge an C¹⁴-freiem CO₂ in die Atmosphäre durch die künstliche Verbrennung von Kohle und Öl sowie auf die Geschwindigkeit des Isotopenaustauschs zwischen atmosphärischem CO₂ und dem in den Ozeanen gelösten Bicarbonat zurückführen.“

Lesen Sie diesen Satz aufmerksam durch. Suess schlug zwei Prozesse vor – die Verbrennung fossiler Brennstoffe und den natürlichen Austausch in den Ozeanen –, verbunden durch „und“, ohne zu behaupten, welcher davon wichtiger sei. Der Ausdruck „kann zurückgeführt werden auf“ ist die Sprache einer Hypothese, nicht einer Erkenntnis. Der Ausdruck „eine bestimmte Menge“ ist bewusst vage gehalten. Hier handelt ein Wissenschaftler so, wie es von Wissenschaftlern erwartet wird: Er bietet eine plausible Erklärung an und lässt die Frage offen.

Was dann geschah, war keine Wissenschaft. Es war Soziologie.

Die nachfolgende Literatur griff Suess’ Satz auf, strich den zweiten Prozess (den ozeanischen Austausch), stufte den ersten (fossile Brennstoffe) von „kann zugeschrieben werden“ auf „wird verursacht durch“ hoch und nannte das Ergebnis „Suess-Effekt“ – als hätte Suess selbst fossile Brennstoffe als alleinige Ursache identifiziert. Das hatte er nicht. Er hatte eine zweiteilige Vermutung aufgestellt, ohne sich quantitativ auf einen der beiden Teile festzulegen. Aber die vereinfachte Version war leichter zu zitieren, leichter zu lehren, leichter in Modelle einzubauen und leichter zu finanzieren. Also setzte sich die vereinfachte Version durch. In den 1970er Jahren stand sie in den Lehrbüchern. In den 1990er Jahren stand sie in den IPCC-Berichten. In den 2000er Jahren galt sie als so offensichtlich, dass es als ausreichend angesehen wurde, sie ohne Beweise zu behaupten.

Im November 2020 veröffentlichten dann Heather Graven (seit 2013 Leiterin der Forschungsgruppe „Kohlenstoffkreislauf“ am Imperial College London), Ralph Keeling (Sohn von Charles David Keeling (1928–2005)) und Joeri Rogelj das Werk, das zur maßgeblichen Darstellung dieses „Konsens’“ werden sollte: „Changes to Carbon Isotopes in Atmospheric CO₂ Over the Industrial Era and Into the Future“ in Global Biogeochemical Cycles. Es wurde als „Grand Challenges“-Artikel ausgewiesen – eine wegweisende Übersichtsarbeit, die den Wissensstand eines gesamten Fachgebiets definieren soll. Der Artikel wurde vielfach zitiert, vom IPCC verwendet, vom MIT Climate Portal referenziert und als maßgebliche Quelle für die isotopischen Belege der vom Menschen verursachten CO₂-Anreicherung herangezogen.

Die Arbeit ist umfassend, technisch detailliert und sorgfältig referenziert. Sie basiert zudem, vom ersten Satz der Zusammenfassung bis zur letzten Prognose in Abschnitt 8, auf der ungeprüften Suess-Annahme. Und sie ist so strukturiert, dass diese Annahme unsichtbar bleibt.

Und zwar folgendermaßen:

Der Aufbau eines Zirkelschlusses

Das Abstract von Graven et al. (2020) enthält folgenden Satz:

„Vorzeichen und Ausmaß der Veränderungen werden hauptsächlich durch die weltweiten Emissionen aus fossilen Brennstoffen bestimmt.“

Dies liest sich wie eine Erkenntnis – eine aus Belegen gezogene Schlussfolgerung. Das ist es jedoch nicht. Es handelt sich um eine Beschreibung dessen, was im Modell der Autoren geschieht, wenn sie einen Eingabewert variieren. Das Modell wurde mit Emissionen aus fossilen Brennstoffen als dominierendem exogenem Antrieb erstellt. Es wurde so abgestimmt, dass es historische Isotopendaten unter der Annahme reproduziert, dass fossile Brennstoffe die beobachteten Veränderungen verursacht haben. Das Modell wurde dann unter sechs Zukunftsszenarien durchgespielt, in denen sich nur die Emissionen aus fossilen Brennstoffen ändern. Das Ergebnis zeigt, wenig überraschend, dass Emissionen aus fossilen Brennstoffen das Ergebnis „hauptsächlich bestimmen“. Dies wird dann in der Zusammenfassung so dargestellt, als handele es sich um eine Entdeckung über die physikalische Welt.

Der Kreislauf verläuft in einer engen Schleife:

Man gehe davon aus, dass fossile Brennstoffe der dominierende Faktor für isotopische Veränderungen sind. Man erstelle ein Modell, in dem fossile Brennstoffe der dominierende Faktor sind. Man passe das Modell so an, dass es unter dieser Annahme die historischen Daten wiedergibt. Man variiere in den Zukunftsszenarien ausschließlich den Anteil fossiler Brennstoffe. Man berichte, dass fossile Brennstoffe die Ergebnisse dominieren.

Zu keinem Zeitpunkt in dieser Kette wird die Annahme überprüft. An jedem Punkt wird sie bekräftigt. Die Arbeit stellt nie die eine Frage, die diesen Kreislauf durchbrechen könnte: Hat sich der Netto-Isotopeneintrag in die Atmosphäre tatsächlich in einer Weise verändert, die mit den steigenden Emissionen aus fossilen Brennstoffen übereinstimmt?

Diese Frage hat eine Antwort. Demetris Koutsoyiannis führte in einer Arbeit aus dem Jahr 2024 mit den gleichen Scripps-Daten, auf die sich Graven et al. stützen, die Massenbilanz-Inversion durch, die Graven et al. nicht durchgeführt hatten. Er ermittelte die Nettoeintragssignatur δ¹³C_I – den isotopischen Fingerabdruck dessen, was aus allen Quellen zusammen in die Atmosphäre gelangt, abzüglich aller Senken. Wenn fossile Brennstoffe die isotopischen Veränderungen „hauptsächlich bestimmen“ würden, müsste sich diese Größe mit steigenden kumulativen Emissionen nach unten verschieben. Die kumulativen Emissionen haben sich zwischen 1978 und 2022 etwa verdreifacht.

Die Eingangssignatur blieb unverändert. Sie lag bei etwa −13,2 Promille und blieb innerhalb der Messunsicherheit konstant – über vier weltweit verteilte Beobachtungsstationen hinweg, über mehr als 40 Jahre instrumenteller Daten und über fünf Jahrhunderte von Proxydaten, die bis in die Kleine Eiszeit zurückreichen. Koutsoyiannis erstellte daraufhin ein Zwei-Parameter-Modell, das vollständig von der natürlichen saisonalen Variabilität der Biosphäre – dem jährlichen „Atmen“ der Vegetation des Planeten – bestimmt wurde und keinerlei anthropogenen Einfluss enthielt. Es reproduzierte die gesamte δ¹³C-Aufzeichnung an allen vier Stationen mit einer erklärten Varianz von 98 bis 99 Prozent. Der Einfluss fossiler Brennstoffe ist nicht gering. Er ist jedoch überflüssig. Seine Hinzufügung verbessert die Anpassung nicht.

Was Graven et al. hätten tun sollen, aber nicht getan haben

Das Bemerkenswerte an Graven et al. (2020) ist, dass sich die Autoren des Instruments voll und ganz bewusst sind, mit dem sie ihre These hätten überprüfen können. Sie erörtern Keeling-Plots – genau die Methode, die Koutsoyiannis verwendet hat – in Abschnitt 6 ihrer Arbeit. Sie beschreiben, wie der Keeling-Plot „die Isotopensignatur einer CO₂-Quelle oder -Senke quantifiziert, indem die Massenbilanzgleichungen für CO₂ und ¹³CO₂ so manipuliert werden, dass die Isotopensignatur durch den Schnittpunkt oder die Steigung einer Regressionsanpassung gegeben ist.“ Sie führen Anwendungen dieses Verfahrens auf lokaler und regionaler Ebene an.

Aber sie wenden es niemals global an. Sie fragen nie, wie der Keeling-Plot-Achsenabschnitt für die gesamte Atmosphäre während der Industriellen Revolution aussieht. Sie prüfen nie, ob sich die Signatur des Nettoeintrags verschoben hat. Die einzige Diagnose, die ihre zentrale Behauptung bestätigen oder widerlegen könnte – und es handelt sich um eine einfache Berechnung, die nur die Daten erfordert, über die sie bereits verfügen –, fehlt in der Arbeit. Stattdessen gehen sie direkt von der Annahme zum Modell zur Prognose über und behandeln die Annahme als etabliertes Hintergrundwissen, das zu offensichtlich ist, um einer Überprüfung zu bedürfen.

Die Biosphäre, die sich vor aller Augen verbirgt

Graven et al. zeigen in ihrer Abbildung 1 ein Diagramm, das die typischen δ¹³C-Bereiche für jeden Kohlenstoffpool darstellt, der mit atmosphärischem CO₂ in Wechselwirkung steht. Dieses Diagramm – das auch Koutsoyiannis wiedergibt und analysiert – zeigt deutlich, dass sich die terrestrische Biosphäre (C3-Pflanzen bei −26 bis −28 ‰, organische Bodensubstanz noch stärker verarmt) mit fossilen Brennstoffen überschneidet und isotopisch häufig leichter ist als diese (Kohle bei etwa −24 ‰, Öl bei −26 bis −30 ‰, Erdgas bei −44 ‰). Der jährliche CO₂-Fluss der Biosphäre macht etwa 96 % des gesamten atmosphärischen Umsatzes aus. Fossile Brennstoffe tragen etwa 4 % bei.

Die Arbeit präsentiert dieses Diagramm und zieht daraus die entgegengesetzte Schlussfolgerung. Wenn 96 % des in die Atmosphäre gelangenden CO₂ aus natürlichen Quellen stammen, die isotopisch ebenso verarmt oder stärker verarmt sind als fossile Brennstoffe, dann folgt daraus nicht die qualitative Schlussfolgerung: „Die Luft wird isotopisch leichter, daher müssen fossile Brennstoffe die Ursache sein.“ Die Biosphäre ist eine weitaus größere Quelle für isotopisch leichten Kohlenstoff als die Verbrennung fossiler Brennstoffe. Die Abbildung 1 des Artikels selbst belegt dies, doch der Artikel ignoriert es.

Wie dies eine ganze Generation indoktrinierte

Graven et al. (2020) ist keine gewöhnliche wissenschaftliche Arbeit. Es handelt sich um einen „Grand Challenges“-Übersichtsartikel – also um eine Arbeit, die das Selbstverständnis eines Fachgebiets prägt. Sie wird Doktoranden als Pflichtlektüre zugewiesen. Es wird in Förderanträgen zitiert, um den Rahmen zu schaffen, innerhalb dessen neue Forschung durchgeführt wird. Es wird vom IPCC als maßgebliche Zusammenstellung herangezogen. Es wird von Wissenschaftskommunikationskanälen – MIT, NASA, Universitätswebsites – als die definitive Erklärung dafür verlinkt, warum Kohlenstoffisotope die menschliche Verantwortung für den Anstieg des CO₂-Gehalts belegen.

Ein Doktorand, der diesen Artikel im Jahr 2021 liest, würde daraus folgendes Verständnis gewinnen: Die isotopischen Beweise für die anthropogene CO₂-Zuschreibung sind gesichert, umfassend und quantitativ. Der „Suess-Effekt“ ist ein etablierter physikalischer Prozess, keine Hypothese. Die Modelle reproduzieren die Daten. Die Zukunftsprognosen ergeben sich aus der Physik. Die einzigen verbleibenden Fragen betreffen die Details zukünftiger Szenarien und deren Auswirkungen auf die Radiokarbondatierung und forensische Anwendungen.

Zu keinem Zeitpunkt würde dieser Student auf die Information stoßen, dass sich die Signatur des Netto-Isotopeneintrags nicht verändert hat. Zu keinem Zeitpunkt würde er erfahren, dass ein einfaches Biosphärenmodell ohne fossile Brennstoffe 99 % der Varianz in den Daten erklärt. Zu keinem Zeitpunkt würde er entdecken, dass Suess selbst zwei Prozesse vorschlug, sich aber auf keinen davon festlegte. Zu keinem Zeitpunkt würde er dazu aufgefordert werden, die eine Berechnung durchzuführen – den globalen Keeling-Plot-Schnittpunkt –, welche die Prämisse überprüfen würde, auf der die gesamte Arbeit beruht.

So funktioniert Indoktrination in der Wissenschaft. Es reicht aus, dass eine Prämisse alt genug ist, weit genug verbreitet ist und tief genug in der Methodik verankert ist, sodass sie unsichtbar wird. Die Suess-Zuschreibung hielt 1955 als vorläufige Vermutung Einzug in die Fachliteratur. Bis 2020 war sie zur tragenden Säule eines Übersichtsartikels zu den „Grand Challenges“ in einer der renommiertesten Fachzeitschriften des Fachgebiets geworden, in der Zusammenfassung als Tatsache dargestellt, im Hauptteil nie überprüft und an eine neue Generation von Wissenschaftlern als etabliertes Wissen weitergegeben worden ist.

Koutsoyiannis testete es im Jahr 2024. Es schlug fehl.

Die Eingabesignatur ist konstant. Die Biosphäre erklärt alles. Fossile Brennstoffe sind in den Daten nicht nachweisbar. Die maßgebliche Veröffentlichung auf diesem Gebiet basiert auf einer Annahme, die die Daten bei genauerer Betrachtung nicht stützen. Die Generation von Wissenschaftlern, die auf der Grundlage dieser Arbeit ausgebildet wurde, wird sich früher oder später damit auseinandersetzen müssen. Der Mathematik ist es egal, wie oft diese Annahme zitiert wurde oder wie renommiert die Zeitschrift ist, in der sie veröffentlicht wurde. Die Erhaltung der Masse ist keine von Fachkollegen geprüfte Meinung. Es handelt sich um eine rechnerische Identität. Und die Rechnung geht nicht so auf, wie Graven et al. es behaupten.

Link: https://x.com/cohler/status/2045091890941292767

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Australiens Kunst der Selbst-Demontage

Cap Allon

Australien exportiert seine Energie und importiert seine Kraftstoffe. Es fördert Kohle und Gas, verschifft diese ins Ausland und kauft dann Benzin, Diesel und Kerosin zu einem höheren Preis zurück.

Australien ist einer der weltweit größten Exporteure von Flüssigerdgas. Der größte Teil dieses Gases wird im Rahmen langfristiger Verträge ins Ausland geliefert. Gleichzeitig importiert das Land einen großen Teil seiner raffinierten Kraftstoffe, weil ein Großteil der heimischen Raffineriekapazitäten stillgelegt worden ist.

Rohenergie wird exportiert. Die Verarbeitung erfolgt im Ausland. Der fertige Brennstoff wird wieder importiert.

Doch gerade in der Verarbeitung liegt ein Großteil des Wertes. Raffination und Verarbeitung sorgen für die Gewinnspannen, viele Arbeitsplätze und die industrielle Basis. Wenn dieser Schritt im Ausland erfolgt, bleiben diese Vorteile auch dort.

Das Umweltargument ändert nichts am Ergebnis. Wenn ein Projekt in Australien blockiert wird, sinkt die Nachfrage nicht. Der Käufer bezieht die gleiche Energie anderswo. Es wird immer noch genauso viel, wenn nicht sogar mehr CO₂ ausgestoßen.

Die Industrie orientiert sich an den Energiekosten.

Die Fertigungsindustrie ist auf zuverlässige, bezahlbare Energie angewiesen. Wenn die Kosten steigen, wird die Produktion eingestellt oder ins Ausland verlagert. Der Anteil der Fertigungsindustrie am australischen BIP ist von 14 % in den 1970er Jahren auf heute 5 % gesunken.

Ein rohstoffreiches Land entscheidet sich dafür, mit hohen Energiepreisen und reduzierten Industriekapazitäten zu arbeiten.

Hinzu kommt noch ein Versorgungsrisiko. Australien ist im Transport- und Logistikbereich auf importierte Kraftstoffe angewiesen. Wenn die Importe unterbrochen werden, wirkt sich das schnell auf die gesamte Wirtschaft aus.

Viele rohstoffreiche Länder verfolgen ein anderes Modell. Norwegen beispielsweise hat seine Ressourcen erschlossen, einen größeren Teil des Wertes im Land behalten und einen Staatsfonds aufgebaut, der mittlerweile einen Wert von über 1 Billion Dollar hat.

Australien hat diesen Weg gewählt:

Link: https://electroverse.substack.com/p/spring-storm-brings-snow-boost-to?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke)

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE